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Das No-Go, das ein No-No ist
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H.-P. Schulz
2020-05-11 13:24:32 UTC
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Angeregt durch die "inflationärer Gebrauch ..."-Threads, hier mal eine
Merkwürdigkeit, die mir schon seit langem auffällt.

Im Englischen gibt es den Ausdruck "no-no" für soviel wie "geht gar
nicht!", und zwar ernstgemeint.

Im Zusammenhang mit gewissen sozialprekären Großstadtvierteln wurde
(in USA?) der Ausdruck "No-Go-Area" verwendet, der seinerseits
vielleicht aus dem militärischen Bereich stammen mag und soviel wie
"Sperrzone" bedeutet.

Warum wird nun allenthalben, wenn "no-no" am Platze wäre, "no-go"
gesagt (und geschrieben)? Ist es, weil die Existenz von "no-no" weit
weniger bekannt ist als eben dieses "No-Go"? Aber warum sollte
letzteres so viel bekannter sein?

Jemand eine plausible Hypothese?
Frank Hucklenbroich
2020-05-11 14:14:08 UTC
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Post by H.-P. Schulz
Angeregt durch die "inflationärer Gebrauch ..."-Threads, hier mal eine
Merkwürdigkeit, die mir schon seit langem auffällt.
Im Englischen gibt es den Ausdruck "no-no" für soviel wie "geht gar
nicht!", und zwar ernstgemeint.
Für mich ist "No-no" aber auch ein Stück weit Kinder- oder Babysprache.
"Don't touch this! No! No!". Und dann fand dieses Sprüchlein im
Übertragenen Sinne seinen Weg in die Erwachsenensprache. Ich finde es immer
noch recht umgangssprachlich.
Post by H.-P. Schulz
Im Zusammenhang mit gewissen sozialprekären Großstadtvierteln wurde
(in USA?) der Ausdruck "No-Go-Area" verwendet, der seinerseits
vielleicht aus dem militärischen Bereich stammen mag und soviel wie
"Sperrzone" bedeutet.
Richtig, siehe auch:

https://de.wikipedia.org/wiki/No-go-Area

Das kommt aus dem Vietnamnkrieg.

Im No-Go-Area stand der Feind.
Post by H.-P. Schulz
Warum wird nun allenthalben, wenn "no-no" am Platze wäre, "no-go"
gesagt (und geschrieben)? Ist es, weil die Existenz von "no-no" weit
weniger bekannt ist als eben dieses "No-Go"?
Vermutlich. Vielleicht auch, weil man dieses "No-no" zu infantil findet.
Das ist irgendwie Teletubby-Sprache.
Post by H.-P. Schulz
Aber warum sollte
letzteres so viel bekannter sein?
Weil die No-Go-Areas mittlerweile ein politischer Kampfbegriff sind, auch
in Deutschland. Je nach politischem Standpunkt sind das Stadtviertel mit
hoher Kriminalität, vielen Ausländern oder auch vielen Nazis.

Den Ausdruck kennt man aus der deutschen Presse.

Auch Leute, die kein Englisch können, sind sicher schon mal über diesen
Begriff gestolpert.

Wohingegen "No-no" nur im Englischen verwendet wird, und auch dort halte
ich das eher für Slang oder Umgangssprache.

Grüße,

Frank
Ralph Aichinger
2020-05-11 14:20:40 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Wohingegen "No-no" nur im Englischen verwendet wird, und auch dort halte
ich das eher für Slang oder Umgangssprache.
Naja.

https://www.forbes.com/sites/williamarruda/2016/07/27/9-interview-no-noes-that-will-keep-you-from-getting-hired/#262999e41349https://www.cosmopolitan.com/uk/love-sex/relationships/g598/First-date-conversation-no-nos/
http://cseweb.ucsd.edu/~kpister/cse130-summer19/notes/js_nono/

/ralph
--
-----------------------------------------------------------------------------
https://aisg.at
ausserirdische sind gesund
Frank Hucklenbroich
2020-05-11 14:30:58 UTC
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Post by Ralph Aichinger
Post by Frank Hucklenbroich
Wohingegen "No-no" nur im Englischen verwendet wird, und auch dort halte
ich das eher für Slang oder Umgangssprache.
Naja.
https://www.forbes.com/sites/williamarruda/2016/07/27/9-interview-no-noes-that-will-keep-you-from-getting-hired/#262999e41349https://www.cosmopolitan.com/uk/love-sex/relationships/g598/First-date-conversation-no-nos/
Auch dieser Text ist recht "salopp" und umgangssprachlich gehalten.

"Unless you’re Sarah Palin, you can’t get away with longwinded, rambling,
or nonsensical sentences. (She has built a whole brand around that!)"

oder:

"Here are a few other red flags that will make them write Debbie Downer at
the top of your resume: Starting off your responses with “No."

Das ist ein ziemlich flapsiger, unterhaltsamer Schreibstil. Da passt auch
das "No-No" rein.
Post by Ralph Aichinger
http://cseweb.ucsd.edu/~kpister/cse130-summer19/notes/js_nono/
Und das ist irgendein Nerd-Kram, wo es auch nicht auf stilvollen Text
ankommt.

Grüße,

Frank
Helmut Richter
2020-05-11 14:20:31 UTC
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Post by H.-P. Schulz
Angeregt durch die "inflationärer Gebrauch ..."-Threads, hier mal eine
Merkwürdigkeit, die mir schon seit langem auffällt.
Im Englischen gibt es den Ausdruck "no-no" für soviel wie "geht gar
nicht!", und zwar ernstgemeint.
Im Zusammenhang mit gewissen sozialprekären Großstadtvierteln wurde
(in USA?) der Ausdruck "No-Go-Area" verwendet, der seinerseits
vielleicht aus dem militärischen Bereich stammen mag und soviel wie
"Sperrzone" bedeutet.
Warum wird nun allenthalben, wenn "no-no" am Platze wäre, "no-go"
gesagt (und geschrieben)? Ist es, weil die Existenz von "no-no" weit
weniger bekannt ist als eben dieses "No-Go"? Aber warum sollte
letzteres so viel bekannter sein?
Entspann dich mit coffee to-go (gemeint ist „take away“).
--
Helmut Richter
Frank Hucklenbroich
2020-05-11 14:33:01 UTC
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Post by Helmut Richter
Entspann dich mit coffee to-go (gemeint ist „take away“).
Ja, der berühmte Togo-Kaffee. Ein echter Exportschlager dieses kleinen
Westafrikanischen Landes.

In der Schweiz wird dieser oft in Cafés der Kette "Tea Room" serviert, die
von der gleichnamigen Dame gegründet wurde.

Grüße,

Frank
Quinn C
2020-05-11 23:40:35 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Helmut Richter
Entspann dich mit coffee to-go (gemeint ist „take away“).
Ja, der berühmte Togo-Kaffee. Ein echter Exportschlager dieses kleinen
Westafrikanischen Landes.
In der Schweiz wird dieser oft in Cafés der Kette "Tea Room" serviert, die
von der gleichnamigen Dame gegründet wurde.
Eine Dame names "Tea Room"? Aanedschlecht.
--
es sol kain leitgeb eim paurnknecht nicht mer parigen
dann sein gurtelgewant, ... swert und gugel wert ist
österr. weist.
Quinn C
2020-05-11 23:40:38 UTC
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Post by Helmut Richter
Entspann dich mit coffee to-go (gemeint ist „take away“).
"For here or to go?" is eine normale Frage zumindest in
nordamerikanischen Restaurationsbetrieben. Angeschrieben wäre meistens
"take out" - "take away" ist britisch? -, aber "to go" ist auch nicht
falsch.
<https://www.latimes.com/socal/glendale-news-press/news/story/2020-03-26/here-are-the-glendale-restaurants-offering-to-go-service-during-the-coronavirus-outbreak>
--
es sol kain leitgeb eim paurnknecht nicht mer parigen
dann sein gurtelgewant, ... swert und gugel wert ist
österr. weist.
wolfgang sch
2020-05-13 04:47:11 UTC
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Post by Quinn C
Post by Helmut Richter
Entspann dich mit coffee to-go (gemeint ist „take away“).
"For here or to go?" is eine normale Frage zumindest in
nordamerikanischen Restaurationsbetrieben.
Ja aber in England wird das als falsch empfunden, da gibt es nur "take
away" oder "take out". Es ist mal wieder symptomatisch, dass
Deutschland seine Anglizismen über den großen Teich bezieht.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Frank Hucklenbroich
2020-05-13 06:42:34 UTC
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Post by wolfgang sch
Post by Quinn C
Post by Helmut Richter
Entspann dich mit coffee to-go (gemeint ist „take away“).
"For here or to go?" is eine normale Frage zumindest in
nordamerikanischen Restaurationsbetrieben.
Ja aber in England wird das als falsch empfunden, da gibt es nur "take
away" oder "take out". Es ist mal wieder symptomatisch, dass
Deutschland seine Anglizismen über den großen Teich bezieht.
Wobei "Take-Away" auch das Gericht selber ist, das man sich bestellt oder
mitgenommen hat. "Let's have take-away tonight!". Oder eben der Laden, wo
man sowas abholt - in England ganz typischerweise kleine indische oder
chinesische Imbissläden, wo man sein Essen an der Theke mitnimmt ("Let's go
to the chinese take-away on the corner").

"Take out" ist mir in England allerdings nie untergekommen.

Grüße,

Frank
wolfgang sch
2020-05-13 09:52:37 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
"Take out" ist mir in England allerdings nie untergekommen.
Ich hab die Frage "Eat in or take out" (McDonalds) im Gedächtnis, und
das müsste England gewesen sein, nicht Amerika.
--
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Frank Hucklenbroich
2020-05-13 11:32:33 UTC
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Post by wolfgang sch
Post by Frank Hucklenbroich
"Take out" ist mir in England allerdings nie untergekommen.
Ich hab die Frage "Eat in or take out" (McDonalds) im Gedächtnis, und
das müsste England gewesen sein, nicht Amerika.
Das war dann aber ein Werbeslogan, den man vermutlich extra für McDonalds
kreiert hat.

Grüße,

Frank
Bertel Lund Hansen
2020-05-13 10:05:50 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
"Take out" ist mir in England allerdings nie untergekommen.
Das heisst "kill".
--
/Bertel
Frank Hucklenbroich
2020-05-13 11:31:46 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Frank Hucklenbroich
"Take out" ist mir in England allerdings nie untergekommen.
Das heisst "kill".
Ja, in dem Zusammenhang kenne ich das auch - oder auch "take down" :-)

Grüße,

Frank
Diedrich Ehlerding
2020-05-13 06:27:25 UTC
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Post by wolfgang sch
Es ist mal wieder symptomatisch, dass
Deutschland seine Anglizismen über den großen Teich bezieht.
Da gibt es halt mehr Englich-Muttersprachler. Und die dominieren sowohl
schriftliches Englisch (Zeitungen, Romane, Gebrauchsanweisungen, Werbung,
...) als auch gesprochenes Englisch (Film, Fernsehen, Musik, und
hierzulande - jedenfalls gebietsweise - in der ehemaligen amerikanischen
Besatzungszone - durchs Radio (AFN)).
--
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wolfgang sch
2020-05-13 10:07:05 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Post by wolfgang sch
Es ist mal wieder symptomatisch, dass
Deutschland seine Anglizismen über den großen Teich bezieht.
Da gibt es halt mehr Englich-Muttersprachler.
Großbritannien ist unser nächstgelegenes englischsprachiges Land, mit
dem wir den meisten persönlichen und kulturellen Kontakt haben.
Außerdem ist es das Ursprungsland der Sprache und britisches Englisch
ist der von deutschen Schulbüchern verwendete Standard.

Dass Medien und Werbung sich bewusst davon abwenden und Amerikanismen
bevorzugen, muss eine bewusste Entscheidung sein, für die es keinen
sachlichen Grund gibt sondern reine Geschmacksgründe der Leute die
das machen.
Post by Diedrich Ehlerding
Und die dominieren sowohl
schriftliches Englisch (Zeitungen, Romane, Gebrauchsanweisungen, Werbung,
...)
Was meinst du mit Werbung? Inländische Werbung aus USA oder UK spielt
bei uns keine Rolle. Das hiesige Werbe-Denglisch wird von deutschen
Marketing-Frizzen erdacht, und das nach deren eigenen Befindlichkeit.
Damit zu argumentieren ist ein Zirkelschluss. Deren Geschmack muss
ja kein Vorbild sein.

Was meinst du mit Gebrauchsanweisungen? In vielen Fällen werden
Elektrogeräte in speziell für den EU-Markt gestalteten Versionen
verkauft, die häufig in den USA nicht kompatibel wären (Netzspannung,
TV-Normen, Handynetze usw). Sofern denen eine mehrsprachige
Gebrauchsanweisung beiliegt, wird die wohl in britischem Englisch sein
- bzw. noch häufiger in falschem Englisch.
Post by Diedrich Ehlerding
als auch gesprochenes Englisch (Film, Fernsehen, Musik,
Auf den Gebieten sind beide Länder stark.
Post by Diedrich Ehlerding
und
hierzulande - jedenfalls gebietsweise - in der ehemaligen amerikanischen
Besatzungszone - durchs Radio (AFN)).
https://de.wikipedia.org/wiki/British_Forces_Broadcasting_Service#BFBS_in_Deutschland
--
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Diedrich Ehlerding
2020-05-13 12:54:22 UTC
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Post by wolfgang sch
Was meinst du mit Gebrauchsanweisungen? In vielen Fällen werden
Elektrogeräte in speziell für den EU-Markt gestalteten Versionen
verkauft, die häufig in den USA nicht kompatibel wären (Netzspannung,
TV-Normen, Handynetze usw). Sofern denen eine mehrsprachige
Gebrauchsanweisung beiliegt, wird die wohl in britischem Englisch sein
- bzw. noch häufiger in falschem Englisch.
Du glaubst doch nicht im Ernst, irgendein japanisches, koreanisches,
taiwanesiisches oder US-Unternehmen würde seine Gebrauchsanweisungen, die
es für die USA ohnehin in amerikanischem Englisch verfasst, nochmal ins
Britische übersetzen? Der war gut, erzähl noch ein paar von der Sorte
Post by wolfgang sch
Post by Diedrich Ehlerding
als auch gesprochenes Englisch (Film, Fernsehen, Musik,
Auf den Gebieten sind beide Länder stark.
Mag sein, aber einer von beiden ist stärker. Filme aus Hollywood sind
deutlich häufiger als Filme aus GB.
Post by wolfgang sch
Post by Diedrich Ehlerding
und
hierzulande - jedenfalls gebietsweise - in der ehemaligen
amerikanischen Besatzungszone - durchs Radio (AFN)).
https://de.wikipedia.org/wiki/British_Forces_Broadcasting_Service#BFBS_in_Deutschland

Welches der Wörter "gebietsweise", "amerikanischen" und "Besatzungszone"
hatte ich besonders undeutlich geschrieben?
--
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wolfgang sch
2020-05-13 13:57:28 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Du glaubst doch nicht im Ernst, irgendein japanisches, koreanisches,
taiwanesiisches oder US-Unternehmen würde seine Gebrauchsanweisungen,
die es für die USA ohnehin in amerikanischem Englisch verfasst, nochmal
ins Britische übersetzen?
Natürlich nicht. Ich glaube es nicht, ich weiß es. ZB die großen
japanischen Elektronik-Konzerne bieten in verschiedenen Zielmärkten
verschiedene Produkte oder Produktvarianten an, teils aus technischen
und teils aus Marketing-Gründen. Selbstverständlich werden für die
verschiedenen Produktpaletten verschiedene Manuals verfasst, die sich
nicht nur inhaltlich unterscheiden, sondern auch in der Sprache. Wieso
sollten sie eine speziell für die britische Produktvariante eines
Fernsehers geschriebene Gebrauchsanweisung auf amerikanisch verfassen
(oder umgekehrt), das hätte doch gar keinen Sinn und sie tun es auch
nicht.
Post by Diedrich Ehlerding
Post by wolfgang sch
Post by Diedrich Ehlerding
als auch gesprochenes Englisch (Film, Fernsehen, Musik,
Auf den Gebieten sind beide Länder stark.
Mag sein, aber einer von beiden ist stärker.
Bei Musik würde ich behaupten ist für Deutschland UK ausschlaggebender,
kann aber an meiner Wahrnehmung liegen.
Post by Diedrich Ehlerding
Post by wolfgang sch
Post by Diedrich Ehlerding
und
hierzulande - jedenfalls gebietsweise - in der ehemaligen
amerikanischen Besatzungszone - durchs Radio (AFN)).
https://de.wikipedia.org/wiki/British_Forces_Broadcasting_Service#BFBS_i
n_Deutschland
Welches der Wörter "gebietsweise", "amerikanischen" und
"Besatzungszone" hatte ich besonders undeutlich geschrieben?
Und welchen Teil von "Es gab auch eine britische Besatzungszone" hast
du nicht verstanden? :) Du wolltest die US-Färbung des hiesigen Werbe-
Denglisch mit AFN begründen, aber das ist unlogisch da in einem anderen
Teil Deutschlands ein UK-Einfluss bestand.
--
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Diedrich Ehlerding
2020-05-13 14:16:49 UTC
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Post by wolfgang sch
Post by Diedrich Ehlerding
Du glaubst doch nicht im Ernst, irgendein japanisches, koreanisches,
taiwanesiisches oder US-Unternehmen würde seine Gebrauchsanweisungen,
die es für die USA ohnehin in amerikanischem Englisch verfasst, nochmal
ins Britische übersetzen?
Natürlich nicht. Ich glaube es nicht, ich weiß es. ZB die großen
japanischen Elektronik-Konzerne bieten in verschiedenen Zielmärkten
verschiedene Produkte oder Produktvarianten an, teils aus technischen
und teils aus Marketing-Gründen. Selbstverständlich werden für die
verschiedenen Produktpaletten verschiedene Manuals verfasst, die sich
nicht nur inhaltlich unterscheiden, sondern auch in der Sprache. Wieso
sollten sie eine speziell für die britische Produktvariante eines
Fernsehers geschriebene Gebrauchsanweisung auf amerikanisch verfassen
(oder umgekehrt), das hätte doch gar keinen Sinn und sie tun es auch
nicht.
Und deshalb, weil chinesische Firmen ihre Gebrauchsanweisungen so
akribisch für die jeweilige Zielsprache ziselieren, sogar für den
jeweiligen Dialekt, sind ja auch die deutschen Varuianten in so
exzellentemn und fehlerfreiem Deutsch geschrieben, dass Goethe und
schiller ihre wahre Freude daran hätten ...
Post by wolfgang sch
Bei Musik würde ich behaupten ist für Deutschland UK ausschlaggebender,
kann aber an meiner Wahrnehmung liegen.
Ich tendiere zu letzterer Hypothese.
Post by wolfgang sch
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Diedrich Ehlerding
und
hierzulande - jedenfalls gebietsweise - in der ehemaligen
amerikanischen Besatzungszone - durchs Radio (AFN)).
https://de.wikipedia.org/wiki/British_Forces_Broadcasting_Service#BFBS_i
Post by wolfgang sch
Post by Diedrich Ehlerding
n_Deutschland
Welches der Wörter "gebietsweise", "amerikanischen" und
"Besatzungszone" hatte ich besonders undeutlich geschrieben?
Und welchen Teil von "Es gab auch eine britische Besatzungszone" hast
du nicht verstanden? :) Du wolltest die US-Färbung des hiesigen Werbe-
Denglisch mit AFN begründen, aber das ist unlogisch da in einem anderen
Teil Deutschlands ein UK-Einfluss bestand.
Ich woillte den _gebietsweise_ vorhandenen US-Einfluss als einen unter
vielen US-Einflüssen auf das hier wahrgenommene Englisch, nicht nur des
Werbedenglisch, begründen.
--
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Stefan Schmitz
2020-05-13 15:29:46 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Post by wolfgang sch
Post by Diedrich Ehlerding
Du glaubst doch nicht im Ernst, irgendein japanisches, koreanisches,
taiwanesiisches oder US-Unternehmen würde seine Gebrauchsanweisungen,
die es für die USA ohnehin in amerikanischem Englisch verfasst, nochmal
ins Britische übersetzen?
Natürlich nicht. Ich glaube es nicht, ich weiß es. ZB die großen
japanischen Elektronik-Konzerne bieten in verschiedenen Zielmärkten
verschiedene Produkte oder Produktvarianten an, teils aus technischen
und teils aus Marketing-Gründen. Selbstverständlich werden für die
verschiedenen Produktpaletten verschiedene Manuals verfasst, die sich
nicht nur inhaltlich unterscheiden, sondern auch in der Sprache. Wieso
sollten sie eine speziell für die britische Produktvariante eines
Fernsehers geschriebene Gebrauchsanweisung auf amerikanisch verfassen
(oder umgekehrt), das hätte doch gar keinen Sinn und sie tun es auch
nicht.
Beim selben Produkt, das in beiden Märkten angeboten wird, wären zwei
Anleitungen in BE und AE aber etwas viel Aufwand.
Post by Diedrich Ehlerding
Und deshalb, weil chinesische Firmen ihre Gebrauchsanweisungen so
akribisch für die jeweilige Zielsprache ziselieren, sogar für den
jeweiligen Dialekt, sind ja auch die deutschen Varuianten in so
exzellentemn und fehlerfreiem Deutsch geschrieben, dass Goethe und
schiller ihre wahre Freude daran hätten ...
Wäre ja denkbar, dass chinesische Firmen sich da völlig anders verhalten als
japanische. Die Idee liegt auch nicht fern, da Japan eher für Qualität
steht und China für billige Massenware.
Sergio Gatti
2020-05-13 15:52:21 UTC
Antworten
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Diedrich Ehlerding
Und deshalb, weil chinesische Firmen ihre Gebrauchsanweisungen so
akribisch für die jeweilige Zielsprache ziselieren, sogar für den
jeweiligen Dialekt, sind ja auch die deutschen Varuianten in so
exzellentemn und fehlerfreiem Deutsch geschrieben, dass Goethe und
schiller ihre wahre Freude daran hätten ...
Wäre ja denkbar, dass chinesische Firmen sich da völlig anders verhalten als
japanische. Die Idee liegt auch nicht fern, da Japan eher für Qualität
steht und China für billige Massenware.
Es ist eher so, dass japanische Firmen, vor Jahrzehnten noch der
Inbegriff der schamlosen Kopierer, etwas weiter sind als chinesische,
weil sie schon eine längere Erfahrung mit dem Westen haben.

1985 lernte ich einen Kollegen in Tokyo kennen, der von seinen
Übersetzungen aus dem Englischen ins Englische lebte. Wie bitte?
Einfach, aus dem Englischen, wie es damals in japanischen Firmen
geschrieben wurde, in eine Form der englischen Sprache, die Briten,
Amerikaner usw. problemlos verstehen konnten und eine vernünftige
Grundlage für weitere Übersetzungen bildete, z. B. ins Deutsche,
Französische, Spanische usw.
Helmut Richter
2020-05-13 16:30:40 UTC
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Post by Sergio Gatti
1985 lernte ich einen Kollegen in Tokyo kennen, der von seinen
Übersetzungen aus dem Englischen ins Englische lebte. Wie bitte?
Einfach, aus dem Englischen, wie es damals in japanischen Firmen
geschrieben wurde, in eine Form der englischen Sprache, die Briten,
Amerikaner usw. problemlos verstehen konnten
Ich las mal in einer Zeitschrift für Übersetzung, die es damals übers
Internet zu lesen gab (an den Namen kann ich mich nicht erinnern) einen
Aufsatz, in dem genau dieses Verfahren als optimal betrachtet wurde: einen
Muttersprachler der Quellsprache die erste Übersetzung eines Sachtextes
machen und einen der Zielsprache die Verständlichkeit wieder herstellen
lassen. Vor allem, wenn der erste vom Thema des Textes mehr versteht wie
hier, gibts am Ende weniger Fehler, aber auch sonst. Kann sich nämlich der
erste Übersetzer nicht richtig in der Zielsprache ausdrücken, gibts
Rückfragen vom zweiten, wenn noch etwas unklar ist. Hat dagegen ein
Übersetzer, der vor allem in der Zielsprache zu Hause ist, den Text falsch
verstanden, korrigiert ihn keiner mehr, denn sein Text liest sich flüssig,
auch wenn er sachlich falsch ist.

Was ich schon immer so mache: brauche ich einen eigenen Text auf Deutsch
und Englisch, schreibe ich ihn zuerst auf Englisch und übersetze ihn
zurück.
--
Helmut Richter
Quinn C
2020-05-13 17:27:24 UTC
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Post by wolfgang sch
Post by Diedrich Ehlerding
Post by wolfgang sch
Post by Diedrich Ehlerding
als auch gesprochenes Englisch (Film, Fernsehen, Musik,
Auf den Gebieten sind beide Länder stark.
Mag sein, aber einer von beiden ist stärker.
Bei Musik würde ich behaupten ist für Deutschland UK ausschlaggebender,
kann aber an meiner Wahrnehmung liegen.
Das scheint wahrscheinlich. Ich bin nicht interessiert genug und weiß es
oft gar nicht, woher die englischsprachige Musik kommt, die da so
dahinplätschert.

Ich würde sagen, UK ist in dem Bereich stärker, als es seiner Größe
entspricht, aber das ist ja auch dann deutlich der Fall, wenn sie einen
Anteil von 1/3 stellen.
--
GUGELN, vb., um sich schlagen
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Quinn C
2020-05-13 17:27:24 UTC
Antworten
Permalink
Post by wolfgang sch
Post by Diedrich Ehlerding
Post by wolfgang sch
Es ist mal wieder symptomatisch, dass
Deutschland seine Anglizismen über den großen Teich bezieht.
Da gibt es halt mehr Englich-Muttersprachler.
Großbritannien ist unser nächstgelegenes englischsprachiges Land, mit
dem wir den meisten persönlichen und kulturellen Kontakt haben.
Ist das so? Ich glaube nicht, daß man das generalisieren kann. Ich bin
in den 30 Jahren, die ich in Deutschland gelebt habe, gerade mal 2
Wochen in UK gewesen, die Hälfte davon als Klassenfahrt. Es war kein
spezielles Interesse vorhanden. Und ohne ein solches reisen die meisten
Leute halt eher in warme, sonnige oder vielleicht noch bergige Gegenden.

Mein Bruder hat vermutlich schon über ein Jahr in UK verbracht, so oft,
wie er dort im Urlaub war, aber solche Leute kenne ich nicht viele.

Und medienmäßig dürfte im Durchschnitt mehr Interesse an amerikanischen
als britischen Produkten bestehen, was auch einfach mit der Breite des
Angebots zu tun hat.
--
nun schmeckt, wer ich sei, ihr gugelnarren! PARACELSUS
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Stefan Schmitz
2020-05-13 12:16:27 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Da gibt es halt mehr Englich-Muttersprachler. Und die dominieren sowohl
schriftliches Englisch (Zeitungen, Romane, Gebrauchsanweisungen, Werbung,
...) als auch gesprochenes Englisch (Film, Fernsehen, Musik, und
hierzulande - jedenfalls gebietsweise - in der ehemaligen amerikanischen
Besatzungszone - durchs Radio (AFN)).
Welche Regeln gelten eigentlich für Gedankenstriche?

Ich dachte bisher, dass im Satz entweder einer bei einem Gedankensprung auftaucht, oder dass sie bei einem Einschub paarweise auftreten. Bei den dreien hier kann ich den Inhalt der Klammer nicht gliedern.
Quinn C
2020-05-13 14:10:05 UTC
Antworten
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Diedrich Ehlerding
Da gibt es halt mehr Englich-Muttersprachler. Und die dominieren sowohl
schriftliches Englisch (Zeitungen, Romane, Gebrauchsanweisungen, Werbung,
...) als auch gesprochenes Englisch (Film, Fernsehen, Musik, und
hierzulande - jedenfalls gebietsweise - in der ehemaligen amerikanischen
Besatzungszone - durchs Radio (AFN)).
Welche Regeln gelten eigentlich für Gedankenstriche?
Ich dachte bisher, dass im Satz entweder einer bei einem
Gedankensprung auftaucht, oder dass sie bei einem Einschub paarweise
auftreten. Bei den dreien hier kann ich den Inhalt der Klammer nicht
gliedern.
Ich finde es offensichtlich:

hierzulande (jedenfalls gebietsweise (in der ehemaligen amerikanischen
Besatzungszone)) durchs Radio (AFN)).

Für beide Einschübe Gedankenstriche zu verwenden, stellt sich in der Tat
als suboptimal heraus, denn man mag keine zwei ans Ende setzen.
--
Sehr geehrte Wert Mitglied Yahoo! Deutschland
-- SPAMPOESIE
Oliver Voß
2020-05-11 14:58:35 UTC
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Permalink
Post by H.-P. Schulz
Warum wird nun allenthalben, wenn "no-no" am Platze wäre, "no-go"
gesagt (und geschrieben)? Ist es, weil die Existenz von "no-no" weit
weniger bekannt ist als eben dieses "No-Go"? Aber warum sollte
letzteres so viel bekannter sein?
Jemand eine plausible Hypothese?
Das kommt vom Countdown bei Raketenstarts (und/oder möglicherweise auch
der Startfreigabe bei Flugzeugen). Da werden der Reihe nach verschiedene
Parameter abgefragt, und die Antwort ist dann immer "Go" (es kann
weitergehen) oder "No Go" (irgendwas ist nicht in Ordnung, der
Startvorgang muß unterbrochen werden).

Gruß,

Oliver
Bertel Lund Hansen
2020-05-11 15:45:31 UTC
Antworten
Permalink
Post by H.-P. Schulz
Warum wird nun allenthalben, wenn "no-no" am Platze wäre, "no-go"
gesagt (und geschrieben)?
Weil "no-no" nicht am Platze wäre. "No-no" ist etwas, das man
nicht tun darf. "No-go" ist irgendwo, wo man nicht eintreten
darf.
--
/Bertel
Quinn C
2020-05-11 23:40:31 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by H.-P. Schulz
Warum wird nun allenthalben, wenn "no-no" am Platze wäre, "no-go"
gesagt (und geschrieben)?
Weil "no-no" nicht am Platze wäre. "No-no" ist etwas, das man
nicht tun darf. "No-go" ist irgendwo, wo man nicht eintreten
darf.
So einfach ist es nicht (im Englischen).

I'm not going to post nude photos - that's a no-go for me. Never
gonna happen.

Könnte es sein, daß ein "no-no" den Wertvorstellungen anderer
zuwiderläuft, ein "no-go" dagegen den eigenen?
--
binsaugnesseln, hummelsköl, mönchspfeffer, gugelköpf, minbrüdermüntz
FISCHART
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Roland Franzius
2020-05-12 06:20:32 UTC
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Post by Quinn C
Post by Bertel Lund Hansen
Post by H.-P. Schulz
Warum wird nun allenthalben, wenn "no-no" am Platze wäre, "no-go"
gesagt (und geschrieben)?
Weil "no-no" nicht am Platze wäre. "No-no" ist etwas, das man
nicht tun darf. "No-go" ist irgendwo, wo man nicht eintreten
darf.
So einfach ist es nicht (im Englischen).
I'm not going to post nude photos - that's a no-go for me. Never
gonna happen.
Könnte es sein, daß ein "no-no" den Wertvorstellungen anderer
zuwiderläuft, ein "no-go" dagegen den eigenen?
Ein no go ist etwas aus physikalischen, logischen oder
wahrscheinlichkeitstheoretischen Gründen Unmögliches wie zB die Zeit
anzuhalten, etwas falsches als richtig zu beweisen, ein Kamel durch ein
Nadelöhr zu treiben oder in Serie gegen die Bank zu gewinnen.

no no hat sich zu einer boolschen freien Algebra ohne Einselement im
Dialog entwickelt.

https://www.urbandictionary.com/define.php?term=NO%20NO%20NO%20NO%20NO
--
Roland Franzius
Bertel Lund Hansen
2020-05-12 06:49:35 UTC
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Post by Roland Franzius
Ein no go ist etwas aus physikalischen, logischen oder
wahrscheinlichkeitstheoretischen Gründen [...]
oder moralischen Gründen - wie Quinn demonstriert hat.
--
/Bertel
H.-P. Schulz
2020-05-12 07:19:58 UTC
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Post by Quinn C
Könnte es sein, daß ein "no-no" den Wertvorstellungen anderer
zuwiderläuft, ein "no-go" dagegen den eigenen?
Bei no-go weiß ich's nicht, aber dass das "no-no" auf die allgemeine
Sitte referiert, ist m.E. deutlich. Zumindest war es in allen Fällen,
in denen es mir begegnete, klar.

Es gibt ja im Englischen noch weitere Formen der "Starkverneinung",
etwa 'by no means' (was eher ein bisschen etepetete ist) oder auch,
kolloquial, 'never-ever'.
Zumindest im BE wird als Anzeiger von Ernstgemeintheit (etwa bei
Verboten oder Ablehnungen) auch gern die Floskel "... and I mean it!"
nachgestellt.
Bertel Lund Hansen
2020-05-12 07:52:48 UTC
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Post by H.-P. Schulz
Zumindest im BE wird als Anzeiger von Ernstgemeintheit (etwa bei
Verboten oder Ablehnungen) auch gern die Floskel "... and I mean it!"
nachgestellt.
Eine solche Hinzufügung schwächt aber die Aussage.
--
/Bertel
wolfgang sch
2020-05-13 04:51:01 UTC
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Post by Quinn C
Könnte es sein, daß ein "no-no" den Wertvorstellungen anderer
zuwiderläuft, ein "no-go" dagegen den eigenen?
Brünos Sprachgebrauch bestätigt deine Vermutung.
"Nischt nischt" verwendet er nur für die Tabus deines Namensvetters.


--
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usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Dieter Britz
2020-05-12 14:33:20 UTC
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Post by H.-P. Schulz
Warum wird nun allenthalben, wenn "no-no" am Platze wäre, "no-go"
gesagt (und geschrieben)?
Weil "no-no" nicht am Platze wäre. "No-no" ist etwas, das man nicht tun
darf. "No-go" ist irgendwo, wo man nicht eintreten darf.
Genau; die sind nicht austauschbar, und nur zufällig ähnlich.
--
Dieter Britz
H.-P. Schulz
2020-05-12 15:32:26 UTC
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Post by Dieter Britz
Post by H.-P. Schulz
Warum wird nun allenthalben, wenn "no-no" am Platze wäre, "no-go"
gesagt (und geschrieben)?
Weil "no-no" nicht am Platze wäre. "No-no" ist etwas, das man nicht tun
darf. "No-go" ist irgendwo, wo man nicht eintreten darf.
Genau; die sind nicht austauschbar, und nur zufällig ähnlich.
Mein Reden!
Quinn C
2020-05-12 16:42:00 UTC
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Post by H.-P. Schulz
Post by Dieter Britz
Post by H.-P. Schulz
Warum wird nun allenthalben, wenn "no-no" am Platze wäre, "no-go"
gesagt (und geschrieben)?
Weil "no-no" nicht am Platze wäre. "No-no" ist etwas, das man nicht tun
darf. "No-go" ist irgendwo, wo man nicht eintreten darf.
Genau; die sind nicht austauschbar, und nur zufällig ähnlich.
Mein Reden!
Dann gib halt ein paar Beispiele, wo Deiner Meinung nach no-no am Platz
wäre.
--
GUGEL, f., m., kapuze, mlat. cuculla, cucullus, ahd. cucalun cucullam
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Stefan Schmitz
2020-05-12 16:52:46 UTC
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Post by Quinn C
Post by H.-P. Schulz
Post by Dieter Britz
Post by H.-P. Schulz
Warum wird nun allenthalben, wenn "no-no" am Platze wäre, "no-go"
gesagt (und geschrieben)?
Weil "no-no" nicht am Platze wäre. "No-no" ist etwas, das man nicht tun
darf. "No-go" ist irgendwo, wo man nicht eintreten darf.
Genau; die sind nicht austauschbar, und nur zufällig ähnlich.
Mein Reden!
Dann gib halt ein paar Beispiele, wo Deiner Meinung nach no-no am Platz
wäre.
Ich habe ihn so verstanden, dass "no-no" immer dann zu verwenden sei, wenn
man meint: das darf man nicht tun.
H.-P. Schulz
2020-05-12 18:38:29 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by Quinn C
Dann gib halt ein paar Beispiele, wo Deiner Meinung nach no-no am Platz
wäre.
Ich habe ihn so verstanden, dass "no-no" immer dann zu verwenden sei, wenn
man meint: das darf man nicht tun.
Ja - und zwar habe ich das hauptsächlich gehört, wenn es um Fragen des
Benimms i.w.S. ging.
Christian Weisgerber
2020-05-11 16:09:05 UTC
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Post by H.-P. Schulz
Im Englischen gibt es den Ausdruck "no-no" für soviel wie "geht gar
nicht!", und zwar ernstgemeint.
Im Zusammenhang mit gewissen sozialprekären Großstadtvierteln wurde
(in USA?) der Ausdruck "No-Go-Area" verwendet, der seinerseits
vielleicht aus dem militärischen Bereich stammen mag und soviel wie
"Sperrzone" bedeutet.
Richtig, mit „go“ im Sinn von ‘betreten’.

Dann gibt es noch „no(-)go“ mit „go“ im Sinn von ‘den nächsten
Schritt in einem Ablauf machen’.

Ich zitiere aus dem American Heritage Dictionary:
| no-go
| adj.
| Not in a suitable condition for proceeding or functioning
| properly: The space launch was no-go.
| n.
| A situation in which planned operations cannot be effectuated,
| as in the case of the launch of spacecraft: The flight is a
| no-go because of technical problems.
https://www.ahdictionary.com/word/search.html?q=no-go

Letztere Bedeutung scheint mit sehr viel häufiger als die Sperrzone
zu sein. Und so wie man inzwischen für sehr viel trivialere Dinge
als Raketenstarts von „launch“ spricht, findet man dann auch „no-go“.
Post by H.-P. Schulz
Warum wird nun allenthalben, wenn "no-no" am Platze wäre, "no-go"
gesagt (und geschrieben)?
Wird es das?
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
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