Discussion:
Idee zur Entsexualisierung
(zu alt für eine Antwort)
Detlef Meißner
2020-05-18 15:12:04 UTC
Permalink
Ja, und deine Beobachtung zeigt, wie beliebig PC sein kann. Wert und
Eben, was machst du mit denen, die Fräulein bevorzugen? Weniger wegen
Sex sondern weil ihnen Frau zu "alt" ist?
Ein Kollege berichtete mal von Französinnen, die genau aus diesem
Grund auf Mademoiselle bestanden und sauer waren, mit Madame angeredet
zu werden.
Und dann gibt es wieder die jungen (verheirateten) Frauen, die Wert
darauf legen, als Madame angesprochen zu werden.

Detlef
--
Unfähigkeit ist nicht ganz durch Gewalt zu ersetzen.
(Brupbacher)
Detlef Meißner
2020-05-18 15:17:07 UTC
Permalink
man hat sicher viel öfter gehört "Fräulein Müller, bringen Sie
doch noch mal Kaffee für alle"
Fräulein Müller leistete diese Hilfsdienste, weil das zu ihren
beruflichen Aufgaben gehörte und nicht, weil sie unverheiratet war.
Ein klarer Fall von Korrelation statt von Kausalität.
Für manche älteren Frauen war es eben wichtig, - passend zum Thema
- ständig darauf hinzuweisen, ob sie verheiratet sind oder nicht.
Während viele jüngere Frauen sich dachten, das muß nicht jeder
wissen. Und natürlich spielte eine große Rolle, daß dieselbe Frage
bei Männern nie Thema war.
Nach wie vor wird häufig vom Mann der erste Schritt bei der Balz
erwartet und getan. Deshalb genügte der Ehering als Signal für
interessierte Fräuleins.
Klar, vor einem Seitensprung zieht der Mann diesen grundsätzlich ab.
:-)

Ein unverheiratete Kommilitone, der unverfängliche Gespräche in der
Mensa haben wollte, zog dafür einen Ehering an.
Da war dann Flirten erst einmal außen vor.

Ich selbst trage keinen, achte aber bei anderen Personen auch nicht so
drauf.

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
Der Habakuk.
2020-05-18 15:29:32 UTC
Permalink
man hat sicher viel öfter gehört "Fräulein Müller, bringen Sie
doch noch mal Kaffee für alle"
Fräulein Müller leistete diese Hilfsdienste, weil das zu ihren
beruflichen Aufgaben gehörte und nicht, weil sie unverheiratet war.
Ein klarer Fall von Korrelation statt von Kausalität.
Für manche älteren Frauen war es eben wichtig, - passend zum Thema
- ständig darauf hinzuweisen, ob sie verheiratet sind oder nicht.
Während viele jüngere Frauen sich dachten, das muß nicht jeder
wissen. Und natürlich spielte eine große Rolle, daß dieselbe Frage
bei Männern nie Thema war.
Nach wie vor wird häufig vom Mann der erste Schritt bei der Balz
erwartet und getan. Deshalb genügte der Ehering als Signal für
interessierte Fräuleins.
Klar, vor einem Seitensprung zieht der Mann diesen grundsätzlich ab. :-)
Ein unverheiratete Kommilitone, der unverfängliche Gespräche in der
Mensa haben wollte, zog dafür einen Ehering an.
Da war dann Flirten erst einmal außen vor.
Ich selbst trage keinen, achte aber bei anderen Personen auch nicht so
drauf.
Detlef
Was sagt deine Frau dazu?
--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*
Detlef Meißner
2020-05-18 15:41:25 UTC
Permalink
Post by Der Habakuk.
man hat sicher viel öfter gehört "Fräulein Müller, bringen Sie
doch noch mal Kaffee für alle"
Fräulein Müller leistete diese Hilfsdienste, weil das zu ihren
beruflichen Aufgaben gehörte und nicht, weil sie unverheiratet war.
Ein klarer Fall von Korrelation statt von Kausalität.
Für manche älteren Frauen war es eben wichtig, - passend zum Thema
- ständig darauf hinzuweisen, ob sie verheiratet sind oder nicht.
Während viele jüngere Frauen sich dachten, das muß nicht jeder
wissen. Und natürlich spielte eine große Rolle, daß dieselbe Frage
bei Männern nie Thema war.
Nach wie vor wird häufig vom Mann der erste Schritt bei der Balz
erwartet und getan. Deshalb genügte der Ehering als Signal für
interessierte Fräuleins.
Klar, vor einem Seitensprung zieht der Mann diesen grundsätzlich ab. :-)
Ein unverheiratete Kommilitone, der unverfängliche Gespräche in der Mensa
haben wollte, zog dafür einen Ehering an.
Da war dann Flirten erst einmal außen vor.
Ich selbst trage keinen, achte aber bei anderen Personen auch nicht so
drauf.
Was sagt deine Frau dazu?
Wozu?

Detlef
--
Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten
Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit, diese
Sprache zu lernen. (Mark Twain)
Der Habakuk.
2020-05-18 15:47:09 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Der Habakuk.
man hat sicher viel öfter gehört "Fräulein Müller, bringen Sie
doch noch mal Kaffee für alle"
Fräulein Müller leistete diese Hilfsdienste, weil das zu ihren
beruflichen Aufgaben gehörte und nicht, weil sie unverheiratet war.
Ein klarer Fall von Korrelation statt von Kausalität.
Für manche älteren Frauen war es eben wichtig, - passend zum Thema
- ständig darauf hinzuweisen, ob sie verheiratet sind oder nicht.
Während viele jüngere Frauen sich dachten, das muß nicht jeder
wissen. Und natürlich spielte eine große Rolle, daß dieselbe Frage
bei Männern nie Thema war.
Nach wie vor wird häufig vom Mann der erste Schritt bei der Balz
erwartet und getan. Deshalb genügte der Ehering als Signal für
interessierte Fräuleins.
Klar, vor einem Seitensprung zieht der Mann diesen grundsätzlich ab. :-)
Ein unverheiratete Kommilitone, der unverfängliche Gespräche in der
Mensa haben wollte, zog dafür einen Ehering an.
Da war dann Flirten erst einmal außen vor.
Ich selbst trage keinen, achte aber bei anderen Personen auch nicht
so drauf.
Was sagt deine Frau dazu?
Wozu?
Detlef
Zu "Ich selbst trage keinen".
--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*
Detlef Meißner
2020-05-18 17:22:46 UTC
Permalink
Post by Der Habakuk.
Post by Der Habakuk.
man hat sicher viel öfter gehört "Fräulein Müller, bringen Sie
doch noch mal Kaffee für alle"
Fräulein Müller leistete diese Hilfsdienste, weil das zu ihren
beruflichen Aufgaben gehörte und nicht, weil sie unverheiratet war.
Ein klarer Fall von Korrelation statt von Kausalität.
Für manche älteren Frauen war es eben wichtig, - passend zum Thema
- ständig darauf hinzuweisen, ob sie verheiratet sind oder nicht.
Während viele jüngere Frauen sich dachten, das muß nicht jeder
wissen. Und natürlich spielte eine große Rolle, daß dieselbe Frage
bei Männern nie Thema war.
Nach wie vor wird häufig vom Mann der erste Schritt bei der Balz
erwartet und getan. Deshalb genügte der Ehering als Signal für
interessierte Fräuleins.
Klar, vor einem Seitensprung zieht der Mann diesen grundsätzlich ab. :-)
Ein unverheiratete Kommilitone, der unverfängliche Gespräche in der Mensa
haben wollte, zog dafür einen Ehering an.
Da war dann Flirten erst einmal außen vor.
Ich selbst trage keinen, achte aber bei anderen Personen auch nicht so
drauf.
Was sagt deine Frau dazu?
Wozu?
Zu "Ich selbst trage keinen".
Was sollte sie denn sagen, sie trägt ja auch keinen.

Und jetzt willst du sicher wissen, warum. :-)

Detlef
--
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist, dir beizustehen, wenn du im
Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist.
(Mark Twain)
Der Habakuk.
2020-05-18 17:29:17 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Der Habakuk.
Post by Der Habakuk.
man hat sicher viel öfter gehört "Fräulein Müller, bringen Sie
doch noch mal Kaffee für alle"
Fräulein Müller leistete diese Hilfsdienste, weil das zu ihren
beruflichen Aufgaben gehörte und nicht, weil sie unverheiratet war.
Ein klarer Fall von Korrelation statt von Kausalität.
Für manche älteren Frauen war es eben wichtig, - passend zum Thema
- ständig darauf hinzuweisen, ob sie verheiratet sind oder nicht.
Während viele jüngere Frauen sich dachten, das muß nicht jeder
wissen. Und natürlich spielte eine große Rolle, daß dieselbe Frage
bei Männern nie Thema war.
Nach wie vor wird häufig vom Mann der erste Schritt bei der Balz
erwartet und getan. Deshalb genügte der Ehering als Signal für
interessierte Fräuleins.
Klar, vor einem Seitensprung zieht der Mann diesen grundsätzlich ab. :-)
Ein unverheiratete Kommilitone, der unverfängliche Gespräche in
der Mensa haben wollte, zog dafür einen Ehering an.
Da war dann Flirten erst einmal außen vor.
Ich selbst trage keinen, achte aber bei anderen Personen auch
nicht so drauf.
Was sagt deine Frau dazu?
Wozu?
Zu "Ich selbst trage keinen".
Was sollte sie denn sagen, sie trägt ja auch keinen.
Und jetzt willst du sicher wissen, warum. :-)
Detlef
Nein.
--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*
Detlef Meißner
2020-05-18 17:31:52 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Der Habakuk.
Post by Der Habakuk.
man hat sicher viel öfter gehört "Fräulein Müller, bringen Sie
doch noch mal Kaffee für alle"
Fräulein Müller leistete diese Hilfsdienste, weil das zu ihren
beruflichen Aufgaben gehörte und nicht, weil sie unverheiratet war.
Ein klarer Fall von Korrelation statt von Kausalität.
Für manche älteren Frauen war es eben wichtig, - passend zum Thema
- ständig darauf hinzuweisen, ob sie verheiratet sind oder nicht.
Während viele jüngere Frauen sich dachten, das muß nicht jeder
wissen. Und natürlich spielte eine große Rolle, daß dieselbe Frage
bei Männern nie Thema war.
Nach wie vor wird häufig vom Mann der erste Schritt bei der Balz
erwartet und getan. Deshalb genügte der Ehering als Signal für
interessierte Fräuleins.
Klar, vor einem Seitensprung zieht der Mann diesen grundsätzlich ab. :-)
Ein unverheiratete Kommilitone, der unverfängliche Gespräche in der
Mensa haben wollte, zog dafür einen Ehering an.
Da war dann Flirten erst einmal außen vor.
Ich selbst trage keinen, achte aber bei anderen Personen auch nicht so
drauf.
Was sagt deine Frau dazu?
Wozu?
Zu "Ich selbst trage keinen".
Was sollte sie denn sagen, sie trägt ja auch keinen.
Und jetzt willst du sicher wissen, warum. :-)
Nein.
Schade. ;-)

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
Quinn C
2020-05-18 15:49:29 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
man hat sicher viel öfter gehört "Fräulein Müller, bringen Sie
doch noch mal Kaffee für alle"
Fräulein Müller leistete diese Hilfsdienste, weil das zu ihren
beruflichen Aufgaben gehörte und nicht, weil sie unverheiratet war.
Ein klarer Fall von Korrelation statt von Kausalität.
Für manche älteren Frauen war es eben wichtig, - passend zum Thema
- ständig darauf hinzuweisen, ob sie verheiratet sind oder nicht.
Während viele jüngere Frauen sich dachten, das muß nicht jeder
wissen. Und natürlich spielte eine große Rolle, daß dieselbe Frage
bei Männern nie Thema war.
Nach wie vor wird häufig vom Mann der erste Schritt bei der Balz
erwartet und getan. Deshalb genügte der Ehering als Signal für
interessierte Fräuleins.
Ja, ein weiterer dieser Anachronismen.
Post by Detlef Meißner
Klar, vor einem Seitensprung zieht der Mann diesen grundsätzlich ab.
:-)
Ein unverheiratete Kommilitone, der unverfängliche Gespräche in der
Mensa haben wollte, zog dafür einen Ehering an.
Da war dann Flirten erst einmal außen vor.
Ich selbst trage keinen, achte aber bei anderen Personen auch nicht so
drauf.
Ich habe nie gelernt, zu erkennen, was ein Ehering ist oder nicht - wenn
ich den Ring überhaupt wahrnehme. Dabei spielt sicher eine Rolle, daß
ich das nicht als wichtig empfinde. Flirten ist kein Verbrechen, und
mein Gegenüber kann mir ja anzeigen, ob sie es mag oder nicht. Ich bin
da recht sensitiv.

Manche lassen sich Zeit, was zu sagen. Ich erinnere mich noch, wie ich
ihre Hand in meine genommen habe, um die genauer zu begutachten, dann
bemerkt habe, daß der Ring doch eher teuer aussieht und vorsorglich
gefragt, wo der wohl herkommt. "Von meinem Freund".
--
gugelgesang, m., mönchsgesang, pejorativ
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Werner Holtfreter
2020-05-18 16:38:17 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Nach wie vor wird häufig vom Mann der erste Schritt bei der Balz
erwartet und getan.
Ja, ein weiterer dieser Anachronismen.
Ich lasse mich gern umwerben, das passiert aber selten. Ich fürchte,
dass die aktive und die passive Rolle genetisch festgelegt ist, und
nicht nur kulturell. Als Menschen können wir uns natürlich über
beides hinwegsetzen. Das passiert aber selten, wie ich schon
schrieb.
--
Gruß Werner
https://www.youtube.com/watch?v=fN--klIm3DQ
Ramelow dankt der CDU-Fraktion, dass sie
ihm durch Enthaltung den Weg geebnet habe.
Quinn C
2020-05-18 23:13:37 UTC
Permalink
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Nach wie vor wird häufig vom Mann der erste Schritt bei der Balz
erwartet und getan.
Ja, ein weiterer dieser Anachronismen.
Ich lasse mich gern umwerben, das passiert aber selten. Ich fürchte,
dass die aktive und die passive Rolle genetisch festgelegt ist, und
nicht nur kulturell. Als Menschen können wir uns natürlich über
beides hinwegsetzen. Das passiert aber selten, wie ich schon
schrieb.
Es mag nie auf 50:50 anlangen, aber ich denke schon, daß es sich kräftig
ändern würde, wenn dereinst der Punkt "heiraten, um versorgt zu sein" in
der Lebensplanung eine seltene Ausnahme darstellen sollte (was ich
hoffe).

Bei de Frauen, von denen ich glaubhaft gehört habe, daß sie in der
Hinsicht initiativ waren, sehe ich jedenfalls die passende Einstellung.
Z.B. eine, die sich hat scheiden lassen, weil sie sich in einen
behinderten Mann verliebt hat.
--
die pfaffen mit ihren platten,
die münch mit ihren gugeln schon
bergreihen 26 ndr.
Detlef Meißner
2020-05-19 07:59:20 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Nach wie vor wird häufig vom Mann der erste Schritt bei der Balz
erwartet und getan.
Ja, ein weiterer dieser Anachronismen.
Ich lasse mich gern umwerben, das passiert aber selten. Ich fürchte,
dass die aktive und die passive Rolle genetisch festgelegt ist, und
nicht nur kulturell. Als Menschen können wir uns natürlich über
beides hinwegsetzen. Das passiert aber selten, wie ich schon
schrieb.
Es mag nie auf 50:50 anlangen, aber ich denke schon, daß es sich kräftig
ändern würde, wenn dereinst der Punkt "heiraten, um versorgt zu sein" in
der Lebensplanung eine seltene Ausnahme darstellen sollte (was ich
hoffe).
Wenn das Wörtchen wenn nicht wär!

Detlef
--
Verordnetes Gendern _ist_ Fundamentalismus!
[Henning Sponbiel]
Detlef Meißner
2020-05-18 17:25:31 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by Detlef Meißner
man hat sicher viel öfter gehört "Fräulein Müller, bringen Sie
doch noch mal Kaffee für alle"
Fräulein Müller leistete diese Hilfsdienste, weil das zu ihren
beruflichen Aufgaben gehörte und nicht, weil sie unverheiratet war.
Ein klarer Fall von Korrelation statt von Kausalität.
Für manche älteren Frauen war es eben wichtig, - passend zum Thema
- ständig darauf hinzuweisen, ob sie verheiratet sind oder nicht.
Während viele jüngere Frauen sich dachten, das muß nicht jeder
wissen. Und natürlich spielte eine große Rolle, daß dieselbe Frage
bei Männern nie Thema war.
Nach wie vor wird häufig vom Mann der erste Schritt bei der Balz
erwartet und getan. Deshalb genügte der Ehering als Signal für
interessierte Fräuleins.
Ja, ein weiterer dieser Anachronismen.
Schaffen wir alle Anachronismen ab!
Post by Quinn C
Post by Detlef Meißner
Klar, vor einem Seitensprung zieht der Mann diesen grundsätzlich ab.
:-)
Ein unverheiratete Kommilitone, der unverfängliche Gespräche in der
Mensa haben wollte, zog dafür einen Ehering an.
Da war dann Flirten erst einmal außen vor.
Ich selbst trage keinen, achte aber bei anderen Personen auch nicht so
drauf.
Ich habe nie gelernt, zu erkennen, was ein Ehering ist oder nicht - wenn
ich den Ring überhaupt wahrnehme.
Dazu bedarf es keines großartigen Lernens. Man schaut auf das, was
einem wichtig ist.

Detlef

Detlef
--
Unfähigkeit ist nicht ganz durch Gewalt zu ersetzen.
(Brupbacher)
Quinn C
2020-05-18 15:19:19 UTC
Permalink
Das Phaenomen "Gendergerechte
Sprache" ist ein rein bundesdeutsches Luxusproblem.
Da werden sich Schweizer und Österreicher aber freuen, daß sie das nicht
haben!
Halt, nein, Du sagst ja, sie haben es nicht, weil sie arm sind.
Ein Luxusproblem ist eins, das man sich leistet, wenn man sonst nix zu tun hat,
oder wenn die wirklichen Probleme unloesbar scheinen.
Es gib sicher wichtigere Probleme als Gender, z.B. daß Produkte von
Kindern oder Quasi-Sklaven in der dritten Welt hergestellt werden, oder
sogar die Einkommensungerechtigkeiten in den reichen Ländern.

Nur: so arg in Konkurrenz stehen die gar nicht. Denn dagegen was zu tun
speist sich in allen Fällen aus der gleichen Quelle: Empathie. In der
Regel kümmert einen Menschen daher beides oder keins von beiden.
Beispiel Polizei Berlin: Horden von schwarzen Dealern im Park. Na ja,
ist halt Bereicherung.
Richtig - die haben nicht genug Kapital, um ihre Operation als
"Pharmafirma" zu legitimieren.
--
Um Begrenzung zu entfernen und sicher Ihre Kreditkarte laden Sie
sich bitte und füllen Sie das beigefügte Formular aus.
-- SPAMPOESIE
Stefan Schmitz
2020-05-18 15:54:28 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Es gib sicher wichtigere Probleme als Gender, z.B. daß Produkte von
Kindern oder Quasi-Sklaven in der dritten Welt hergestellt werden, oder
sogar die Einkommensungerechtigkeiten in den reichen Ländern.
Nur: so arg in Konkurrenz stehen die gar nicht. Denn dagegen was zu tun
speist sich in allen Fällen aus der gleichen Quelle: Empathie. In der
Regel kümmert einen Menschen daher beides oder keins von beiden.
Das wage ich doch stark zu bezweifeln.
Viele werden sich gut in die Probleme von sklavenähnlich Beschäftigten
hineinversetzen können, aber nicht in ein anderes Sprachempfinden.
Quinn C
2020-05-18 23:09:04 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Quinn C
Es gib sicher wichtigere Probleme als Gender, z.B. daß Produkte von
Kindern oder Quasi-Sklaven in der dritten Welt hergestellt werden, oder
sogar die Einkommensungerechtigkeiten in den reichen Ländern.
Nur: so arg in Konkurrenz stehen die gar nicht. Denn dagegen was zu tun
speist sich in allen Fällen aus der gleichen Quelle: Empathie. In der
Regel kümmert einen Menschen daher beides oder keins von beiden.
Das wage ich doch stark zu bezweifeln.
Viele werden sich gut in die Probleme von sklavenähnlich Beschäftigten
hineinversetzen können, aber nicht in ein anderes Sprachempfinden.
Darüber werde ich eine Weile nachdenken müssen.

Ganz abgesehen von Gender ist es in der Tat eine lebenslange Erfahrung
von mir, daß Menschen meine Sensitivität gegenüber Sprache nicht
nachvollziehen können.

Beispiel aus der Kindheit:

Meine Schwester erzählt eine lustige Begebenheit. "... und dann habe ich
gesagt: 'bla bla'!"
Ich: "Nein, Du hast gesagt: 'bla blubb'!"
Schwester: "Das ist doch jetzt egal!"

Vielleicht hat mich irgendwann sogar meine Mutter ermahnt: "Nun sei doch
nicht so, nicht jeder hat so ein gutes Gedächtnis wie Du!"

Darum ging es aber gar nicht. Es ging mir nicht um Wörtlichkeit um der
Wörtlichkeit willen, sondern darum, daß die andere Formulierung meiner
Schwester für mich den Witz kaputtgemacht hat. Es war viel lustiger mit
der originalen! Hätte sie tatsächlich "bla bla" gesagt, wäre es trotzdem
besser, die Sache mit "bla blubb" zu erzählen.

Für meine Schwester war es aber kein Unterschied. Nun könnte es ja sein,
daß ich ein anderes Witzempfinden habe als andere. Aber immer, wenn ich
darüber ansatzweise zu diskutieren Gelegenheit hatte, stellte sich
jedesmal heraus, daß es für die anderen Leute einfach keine Unterschied
macht, nicht einen anderen Unterschied. Ich bin da einfach sehr
empfindlich für kleinste Unterschiede.
--
Gehören Sie auch zu billigeren Geschenk für Ihre Freunde wollen
-- SPAMPOESIE
Werner Holtfreter
2020-05-18 16:18:41 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Empathie.
Beispiel Polizei Berlin: Horden von schwarzen Dealern im Park. Na
ja, ist halt Bereicherung.
Richtig - die haben nicht genug Kapital, um ihre Operation als
"Pharmafirma" zu legitimieren.
Diese verharmlosende Bemerkung lässt die Empathie mit den
Rauschgiftopfern vermissen.
--
Gruß Werner
https://www.youtube.com/watch?v=fN--klIm3DQ
Ramelow dankt der CDU-Fraktion, dass sie
ihm durch Enthaltung den Weg geebnet habe.
Quinn C
2020-05-18 16:24:08 UTC
Permalink
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Empathie.
Beispiel Polizei Berlin: Horden von schwarzen Dealern im Park. Na
ja, ist halt Bereicherung.
Richtig - die haben nicht genug Kapital, um ihre Operation als
"Pharmafirma" zu legitimieren.
Diese verharmlosende Bemerkung lässt die Empathie mit den
Rauschgiftopfern vermissen.
Eigentlich wollte ich andeuten, daß ich auch Empathie mit den Opfern
habe, die ihr Rauschgift in der Apotheke beziehen. In den USA gab es
davon in letzter Zeit deutlich mehr Todesopfer als jemals von illegalen
Drogen.
--
Sie konnen Ihre Postsendung in unserer Postabteilung personlich
kriegen. Vielen Dank! Deutsche Post AG.
He called it, and now Silver's a pop-culture star
-- SPAMPOESIE
Der Habakuk.
2020-05-18 16:32:40 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Empathie.
Beispiel Polizei Berlin: Horden von schwarzen Dealern im Park. Na
ja, ist halt Bereicherung.
Richtig - die haben nicht genug Kapital, um ihre Operation als
"Pharmafirma" zu legitimieren.
Diese verharmlosende Bemerkung lässt die Empathie mit den
Rauschgiftopfern vermissen.
Eigentlich wollte ich andeuten, daß ich auch Empathie mit den Opfern
habe, die ihr Rauschgift in der Apotheke beziehen. In den USA gab es
davon in letzter Zeit deutlich mehr Todesopfer als jemals von illegalen
Drogen.
Verschreiben die schwarzen Dealer im Park ihren Kunden Opiate auch nur
nach medizinischer Indikation? Und die Drogis mißbrauchen das
Vertrauen der schwarzen Dealer, daß diese sich an Verordnungsdauer und
verschriebene Dosis der schwarzen Drogendealer halten?

Oder läuft das allen nicht doch 'leicht' anders ab?
--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*
Quinn C
2020-05-18 15:19:22 UTC
Permalink
Das ist ja das Problem, das ich abstellen möchte. Bevor man eine Aussage
über alle Menschen macht, zu einem Thema, wo Gender relevant sein
könnte, sollte man vielleicht mindestens zwei männliche und zwei
weibliche Perspektiven durchdenken, und gegebenenfalls noch eine für
sonstige Geschlechter. Wenn nicht, dann sollte man es lieber als Aussage
über Frauen oder über Männer formulieren.
Bis zu diesem Beitrag hatte ich gedacht, es ginge dir darum, eben
keine Aussage über Frauen oder über Männer zu machen, wenn das
Geschlecht der Personen keine Rolle spielt.
Ja, wenn es keine Rolle spielt.
Jetzt soll man doch lieber nur über ein Geschlecht sprechen?
Ja, wenn es eine Rolle spielt.

Im "traditionellen" Deutsch kommt es dagegen nicht so sehr darauf an, ob
das Geschlecht thematisch eine Rolle spielt oder nicht, sondern es wird
aufgrund von Gewohnheiten und oft auch nur grammatischen Gegebenheiten
erwähnt oder auch nicht.

Leider kann man keine simplen Regeln dafür angeben, wann es eine Rolle
spielt oder nicht. Oft spielt es in der Praxis eine Rolle, wenn es
theoretisch keine Rolle spielen sollte. Dieses Spannungsfeld ist in dem
Video von maiLab ziemlich gut herausgearbeitet.

Eine der zugrundeliegenden Gewohnheiten ist ja - nicht speziell in der
Sprache, sondern in der Kultur allgemein - den Mann als typischen
Vertreter des Menschen anzusehen und die Frau als Sonderfall.

Der Nübling-Aufsatz hatte dazu so krasse Beispiele, daß es auch mich
noch überrascht hat. Finde das jetzt nicht rasch, aber in etwa "Ein
gesunder Mensch kann nicht vier Wochen ohne Frau auskommen", Otto
Rehagel. Gemeint ist mit "Mensch" hier offenbar "heterosexueller,
allosexueller Mann".
--
Sie benötigen einen Kredit zu beginnen, eine neue Geschäftskultur?
-- SPAMPOESIE
Detlef Meißner
2020-05-18 15:39:20 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Das ist ja das Problem, das ich abstellen möchte. Bevor man eine Aussage
über alle Menschen macht, zu einem Thema, wo Gender relevant sein
könnte, sollte man vielleicht mindestens zwei männliche und zwei
weibliche Perspektiven durchdenken, und gegebenenfalls noch eine für
sonstige Geschlechter. Wenn nicht, dann sollte man es lieber als Aussage
über Frauen oder über Männer formulieren.
Bis zu diesem Beitrag hatte ich gedacht, es ginge dir darum, eben
keine Aussage über Frauen oder über Männer zu machen, wenn das
Geschlecht der Personen keine Rolle spielt.
Ja, wenn es keine Rolle spielt.
Jetzt soll man doch lieber nur über ein Geschlecht sprechen?
Ja, wenn es eine Rolle spielt.
Und wer legt das fest?

Doch wohl der, der spricht.

Detlef
--
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist, dir beizustehen, wenn du im
Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist.
(Mark Twain)
Quinn C
2020-05-18 15:53:05 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Quinn C
Das ist ja das Problem, das ich abstellen möchte. Bevor man eine Aussage
über alle Menschen macht, zu einem Thema, wo Gender relevant sein
könnte, sollte man vielleicht mindestens zwei männliche und zwei
weibliche Perspektiven durchdenken, und gegebenenfalls noch eine für
sonstige Geschlechter. Wenn nicht, dann sollte man es lieber als Aussage
über Frauen oder über Männer formulieren.
Bis zu diesem Beitrag hatte ich gedacht, es ginge dir darum, eben
keine Aussage über Frauen oder über Männer zu machen, wenn das
Geschlecht der Personen keine Rolle spielt.
Ja, wenn es keine Rolle spielt.
Jetzt soll man doch lieber nur über ein Geschlecht sprechen?
Ja, wenn es eine Rolle spielt.
Und wer legt das fest?
Doch wohl der, der spricht.
Klar. Aber dann mögen sie es auch wieder nicht, wenn ich drauf hinweise.
--
Good day.
Did You Get The Last Email We Sent You?
(das ist der ganze Inhalt)
-- SPAMPOESIE
Detlef Meißner
2020-05-18 17:17:49 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by Detlef Meißner
Post by Quinn C
Das ist ja das Problem, das ich abstellen möchte. Bevor man eine Aussage
über alle Menschen macht, zu einem Thema, wo Gender relevant sein
könnte, sollte man vielleicht mindestens zwei männliche und zwei
weibliche Perspektiven durchdenken, und gegebenenfalls noch eine für
sonstige Geschlechter. Wenn nicht, dann sollte man es lieber als Aussage
über Frauen oder über Männer formulieren.
Bis zu diesem Beitrag hatte ich gedacht, es ginge dir darum, eben
keine Aussage über Frauen oder über Männer zu machen, wenn das
Geschlecht der Personen keine Rolle spielt.
Ja, wenn es keine Rolle spielt.
Jetzt soll man doch lieber nur über ein Geschlecht sprechen?
Ja, wenn es eine Rolle spielt.
Und wer legt das fest?
Doch wohl der, der spricht.
Klar. Aber dann mögen sie es auch wieder nicht, wenn ich drauf hinweise.
Mich persönlich tangiert es noch nicht einmal peripher, wenn mich
jemand darauf hinweist. Ich zeige ihm dann, wo der Zimmermann das Loch
gelassen hat.

Detlef
--
Unfähigkeit ist nicht ganz durch Gewalt zu ersetzen.
(Brupbacher)
Quinn C
2020-05-18 22:13:15 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Quinn C
Post by Detlef Meißner
Post by Quinn C
Das ist ja das Problem, das ich abstellen möchte. Bevor man eine Aussage
über alle Menschen macht, zu einem Thema, wo Gender relevant sein
könnte, sollte man vielleicht mindestens zwei männliche und zwei
weibliche Perspektiven durchdenken, und gegebenenfalls noch eine für
sonstige Geschlechter. Wenn nicht, dann sollte man es lieber als Aussage
über Frauen oder über Männer formulieren.
Bis zu diesem Beitrag hatte ich gedacht, es ginge dir darum, eben
keine Aussage über Frauen oder über Männer zu machen, wenn das
Geschlecht der Personen keine Rolle spielt.
Ja, wenn es keine Rolle spielt.
Jetzt soll man doch lieber nur über ein Geschlecht sprechen?
Ja, wenn es eine Rolle spielt.
Und wer legt das fest?
Doch wohl der, der spricht.
Klar. Aber dann mögen sie es auch wieder nicht, wenn ich drauf hinweise.
Mich persönlich tangiert es noch nicht einmal peripher, wenn mich
jemand darauf hinweist. Ich zeige ihm dann, wo der Zimmermann das Loch
gelassen hat.
Völlig OK. Wer es zufrieden ist, als Arsch zu gelten, der muß sich nicht
anstrengen. Ist natürlich ein einfacheres Leben.
--
selbstheiligen und vom himmel dünkelheilige gefallene gugelfritzen
FISCHART
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Detlef Meißner
2020-05-19 07:57:48 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by Detlef Meißner
Post by Quinn C
Post by Detlef Meißner
Post by Quinn C
Das ist ja das Problem, das ich abstellen möchte. Bevor man eine
Aussage über alle Menschen macht, zu einem Thema, wo Gender relevant
sein könnte, sollte man vielleicht mindestens zwei männliche und zwei
weibliche Perspektiven durchdenken, und gegebenenfalls noch eine für
sonstige Geschlechter. Wenn nicht, dann sollte man es lieber als
Aussage über Frauen oder über Männer formulieren.
Bis zu diesem Beitrag hatte ich gedacht, es ginge dir darum, eben
keine Aussage über Frauen oder über Männer zu machen, wenn das
Geschlecht der Personen keine Rolle spielt.
Ja, wenn es keine Rolle spielt.
Jetzt soll man doch lieber nur über ein Geschlecht sprechen?
Ja, wenn es eine Rolle spielt.
Und wer legt das fest?
Doch wohl der, der spricht.
Klar. Aber dann mögen sie es auch wieder nicht, wenn ich drauf hinweise.
Mich persönlich tangiert es noch nicht einmal peripher, wenn mich
jemand darauf hinweist. Ich zeige ihm dann, wo der Zimmermann das Loch
gelassen hat.
Völlig OK. Wer es zufrieden ist, als Arsch zu gelten, der muß sich nicht
anstrengen. Ist natürlich ein einfacheres Leben.
So einfach, wie du dir das denkst, ist es auch nicht.
Vielleicht ist ja mein Leben ebenso schwer wie deins.

Detlef
--
Verordnetes Gendern _ist_ Fundamentalismus!
[Henning Sponbiel]
Stephan Seitz
2020-05-18 16:50:48 UTC
Permalink
Post by Quinn C
gesunder Mensch kann nicht vier Wochen ohne Frau auskommen", Otto
Rehagel. Gemeint ist mit "Mensch" hier offenbar "heterosexueller,
Ein Sportler? Die, die Ergüsse von sich geben wie "Madrid oder
Mailand ist egal, hauptsache Italien"?

Stephan
--
| Stephan Seitz E-Mail: stse+***@rootsland.net |
| If your life was a horse, you'd have to shoot it. |
Detlef Meißner
2020-05-18 17:19:53 UTC
Permalink
Post by Stephan Seitz
Post by Quinn C
gesunder Mensch kann nicht vier Wochen ohne Frau auskommen", Otto
Rehagel. Gemeint ist mit "Mensch" hier offenbar "heterosexueller,
Ein Sportler? Die, die Ergüsse von sich geben wie "Madrid oder
Mailand ist egal, hauptsache Italien"?
Du wirfst alle Sportler in einen Topf - oder nur die, die was mit
Fußball zu tun haben?

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Quinn C
2020-05-18 15:19:25 UTC
Permalink
Das ist ja das Problem, das ich abstellen möchte. Bevor man eine Aussage
über alle Menschen macht, zu einem Thema, wo Gender relevant sein
könnte, sollte man vielleicht mindestens zwei männliche und zwei
weibliche Perspektiven durchdenken, und gegebenenfalls noch eine für
sonstige Geschlechter.
Also für mich ist und bleibt das weitgehend Quatsch. Es gibt zwei
biologische Geschlechter. Fast immer sind die gut genug und eindeutig
genug differenziert. Es gibt aber auch Zwischenformen, Zwitter,
uneindeutige Geschlechtsdifferenzierung. Das sollte und darf man
natürlich nicht ignorieren, man sollte aber imho auch nicht die
Gewichtigkeiten so sehr verschieben, daß man diese Ausnahmefälle eben
falls als Norm betrachtet.
Daß es unabhängig davon auch noch so etwas wie Geschlechtsidentität
gibt, oder ein Empfinden über die eigene Geschlechtsidentität, das
ebenfalls in seltenen Fällen inkongruent zum biologischen Geschlecht
ist, ist auch Tatsache. Aber ebenfalls sehr selten und insofern nicht
die Regel.
Das ist naiv und keinesfalls ausreichend, um meine Aussagen zu
Geschlechtsidentität zu verstehen.

Die Geschlechtsidentitäten sind nicht von der Natur vorgegeben, und es
gibt keinen Grund, warum es genau zwei geben sollte. Es könnten auch
drei oder fünf sein (und so ist es anderswo auch). Oder Hundert. Oder
gar keine.

Die "klassischen" Geschlechtsidentitäten hat die Gesellschaft um die
körperlichen Unterschiede herumgebaut, und sie passen auf fast niemanden
so richtig. Fast alles daran ist willkürlich, und in anderen Kulturen
anders. Die meisten arrangieren sich damit, und stellen nie in Frage,
wozu das Ganze überhaupt gut ist.

Für mich hat sich als beste Lösung herausgestellt, das Spiel einfach
nicht mehr mitzumachen. Leider spielen fast alle anderen noch, und
nehmen ungefragt an, ich würde auch mitspielen.
--
Aufmerksamkeit,
ich bitte Sie um Nachsicht für ein dringendes Geschäft.
-- SPAMPOESIE
Detlef Meißner
2020-05-18 15:38:03 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Die Geschlechtsidentitäten sind nicht von der Natur vorgegeben,
Umstritten!
Post by Quinn C
und es
gibt keinen Grund, warum es genau zwei geben sollte. Es könnten auch
drei oder fünf sein (und so ist es anderswo auch). Oder Hundert. Oder
gar keine.
Es gibt keinen Grund ... Was für eine Argumentation!
Post by Quinn C
Die "klassischen" Geschlechtsidentitäten hat die Gesellschaft um die
körperlichen Unterschiede herumgebaut, und sie passen auf fast niemanden
so richtig.
Auf fast niemanden? Jetzt bist du aber völlig abgehoben.
Post by Quinn C
Fast alles daran ist willkürlich, und in anderen Kulturen
anders.
Und in anderen Kulturen gleich.

Du kennst zu wenige Kulturen.
Post by Quinn C
Die meisten arrangieren sich damit, und stellen nie in Frage,
wozu das Ganze überhaupt gut ist.
Wowereit!

Man könnte auch die Bibel befragen.
Post by Quinn C
Für mich hat sich als beste Lösung herausgestellt, das Spiel einfach
nicht mehr mitzumachen. Leider spielen fast alle anderen noch, und
nehmen ungefragt an, ich würde auch mitspielen.
Aber ihnen scheint das Spiel zu gefallen - und darüber ärgerst du dich.

Du willst anderen Menschen ihr Spiel verderben.

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
H.-P. Schulz
2020-05-18 17:59:34 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Quinn C
Die Geschlechtsidentitäten sind nicht von der Natur vorgegeben,
Umstritten!
Post by Quinn C
und es
gibt keinen Grund, warum es genau zwei geben sollte. Es könnten auch
drei oder fünf sein (und so ist es anderswo auch). Oder Hundert. Oder
gar keine.
Es gibt keinen Grund ... Was für eine Argumentation!
Post by Quinn C
Die "klassischen" Geschlechtsidentitäten hat die Gesellschaft um die
körperlichen Unterschiede herumgebaut, und sie passen auf fast niemanden
so richtig.
Auf fast niemanden? Jetzt bist du aber völlig abgehoben.
Nein, tun sie tatsächlich nicht.
Es gibt zB auch Menschen, an denen ist nichts außer ein paar
Körperpartien Mann. Und ich meine nicht sog. Schwule.
Ich meine Leute, die vom Körperlichen her Mann sind, die aber mit
nichts, was männermäßig gesellschaftlich an sie herangetragen wird,
etwas anfangen können.
Denn zum Mannsein gehört ja weit mehr, als nur diese und diese
Körperlichkeit. Dito zum Frausein.
Es gibt Menschen, die sich vom "Psycho-Sozialen" her weder als Mann
noch als Frau fühlen.
Bei nicht wenigen solcher Menschen dauert es etliche Jahrzehnte, ehe
sich sich endlich dazu durchringen, festzustellen: Ich bin kein
Mann/keine Frau.
Meist folgt aus diesem Selbst-Outing nicht eben viel; zumindest nicht
viel nach außen hin Bemerkbares. Aber für denjenigen selbst bedeutet
es das Ende eines lebenslangen Misfit-Gefühls.
Post by Detlef Meißner
Post by Quinn C
Für mich hat sich als beste Lösung herausgestellt, das Spiel einfach
nicht mehr mitzumachen. Leider spielen fast alle anderen noch, und
nehmen ungefragt an, ich würde auch mitspielen.
Aber ihnen scheint das Spiel zu gefallen - und darüber ärgerst du dich.
Ich glaube eher, dass es schon anstrengend sein kann, andere nicht zu
sehr zu irritieren. Denn viele Menschen reagieren auf "derartige"
Irritationen nicht eben zivilisiert.
Werner Holtfreter
2020-05-18 16:57:33 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Die "klassischen" Geschlechtsidentitäten hat die Gesellschaft um
die körperlichen Unterschiede herumgebaut, und sie passen auf fast
niemanden so richtig. Fast alles daran ist willkürlich, und in
anderen Kulturen anders. Die meisten arrangieren sich damit, und
stellen nie in Frage, wozu das Ganze überhaupt gut ist.
Für mich hat sich als beste Lösung herausgestellt, das Spiel
einfach nicht mehr mitzumachen. Leider spielen fast alle anderen
noch, und nehmen ungefragt an, ich würde auch mitspielen.
Das klingt als hättest du ein Identitätsproblem. Wenn du eine "beste
Lösung" dafür gefunden hast, ist das prima.
--
Gruß Werner
https://www.youtube.com/watch?v=fN--klIm3DQ
Ramelow dankt der CDU-Fraktion, dass sie
ihm durch Enthaltung den Weg geebnet habe.
Detlef Meißner
2020-05-18 17:12:28 UTC
Permalink
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Die "klassischen" Geschlechtsidentitäten hat die Gesellschaft um
die körperlichen Unterschiede herumgebaut, und sie passen auf fast
niemanden so richtig. Fast alles daran ist willkürlich, und in
anderen Kulturen anders. Die meisten arrangieren sich damit, und
stellen nie in Frage, wozu das Ganze überhaupt gut ist.
Für mich hat sich als beste Lösung herausgestellt, das Spiel
einfach nicht mehr mitzumachen. Leider spielen fast alle anderen
noch, und nehmen ungefragt an, ich würde auch mitspielen.
Das klingt als hättest du ein Identitätsproblem.
Damit steht er ja nicht allein.
Post by Werner Holtfreter
Wenn du eine "beste
Lösung" dafür gefunden hast, ist das prima.
Leider hat er nicht eine Lösung für sich gefunden, sondern für andere.
Dass die das jetzt nicht so geil finden, kann er gar nicht verstehen.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Diedrich Ehlerding
2020-05-18 18:01:49 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Leider hat er nicht eine Lösung für sich gefunden, sondern für andere.
die noch dazu gar nicht das Problem haben, das es¹ meint lösen zu müssen,
bzw, meint. andere lösen lassen zu müssen.
Post by Detlef Meißner
Dass die das jetzt nicht so geil finden, kann er gar nicht verstehen.
Diedrich

¹so recht, Quinn?
--
gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4
fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91A4
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
Quinn C
2020-05-18 21:17:12 UTC
Permalink
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Detlef Meißner
Leider hat er nicht eine Lösung für sich gefunden, sondern für andere.
die noch dazu gar nicht das Problem haben, das es¹ meint lösen zu müssen,
bzw, meint. andere lösen lassen zu müssen.
Post by Detlef Meißner
Dass die das jetzt nicht so geil finden, kann er gar nicht verstehen.
Diedrich
¹so recht, Quinn?
Nein. Ich habe bereits klar angesagt, wie es recht ist.

Wer sich nach klarer Ansage mehrere Mal nicht dran hält, landet in
Plonkistan.
--
Sie konnen Ihre Postsendung in unserer Postabteilung personlich
kriegen. Vielen Dank! Deutsche Post AG.
He called it, and now Silver's a pop-culture star
-- SPAMPOESIE
Detlef Meißner
2020-05-18 21:47:02 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Detlef Meißner
Leider hat er nicht eine Lösung für sich gefunden, sondern für andere.
die noch dazu gar nicht das Problem haben, das es¹ meint lösen zu müssen,
bzw, meint. andere lösen lassen zu müssen.
Post by Detlef Meißner
Dass die das jetzt nicht so geil finden, kann er gar nicht verstehen.
Diedrich
¹so recht, Quinn?
Nein. Ich habe bereits klar angesagt, wie es recht ist.
Wer sich nach klarer Ansage mehrere Mal nicht dran hält, landet in
Plonkistan.
Dein Wille, ist dein Himmelreich, nicht das der anderen.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Quinn C
2020-05-18 22:10:15 UTC
Permalink
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Die "klassischen" Geschlechtsidentitäten hat die Gesellschaft um
die körperlichen Unterschiede herumgebaut, und sie passen auf fast
niemanden so richtig. Fast alles daran ist willkürlich, und in
anderen Kulturen anders. Die meisten arrangieren sich damit, und
stellen nie in Frage, wozu das Ganze überhaupt gut ist.
Für mich hat sich als beste Lösung herausgestellt, das Spiel
einfach nicht mehr mitzumachen. Leider spielen fast alle anderen
noch, und nehmen ungefragt an, ich würde auch mitspielen.
Das klingt als hättest du ein Identitätsproblem. Wenn du eine "beste
Lösung" dafür gefunden hast, ist das prima.
Ich habe ein Problem damit, daß mir nur zwei Identitäten angeboten
werden, von denen mir keine zusagt. Dann will ich auch sagen können
"Danke, aber nein danke; none of the above."
--
GUGELFAHRT, f., mutwilliges treiben, lärmende lustbarkeit
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Detlef Meißner
2020-05-19 07:55:44 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Die "klassischen" Geschlechtsidentitäten hat die Gesellschaft um
die körperlichen Unterschiede herumgebaut, und sie passen auf fast
niemanden so richtig. Fast alles daran ist willkürlich, und in
anderen Kulturen anders. Die meisten arrangieren sich damit, und
stellen nie in Frage, wozu das Ganze überhaupt gut ist.
Für mich hat sich als beste Lösung herausgestellt, das Spiel
einfach nicht mehr mitzumachen. Leider spielen fast alle anderen
noch, und nehmen ungefragt an, ich würde auch mitspielen.
Das klingt als hättest du ein Identitätsproblem. Wenn du eine "beste
Lösung" dafür gefunden hast, ist das prima.
Ich habe ein Problem damit, daß mir nur zwei Identitäten angeboten
werden, von denen mir keine zusagt. Dann will ich auch sagen können
"Danke, aber nein danke; none of the above."
Du darfst alles sagen.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Diedrich Ehlerding
2020-05-18 17:34:08 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Die "klassischen" Geschlechtsidentitäten hat die Gesellschaft um die
körperlichen Unterschiede herumgebaut, und sie passen auf fast niemanden
so richtig.
99 % oder noch deutlich mehr sind "fast niemand"? Der war gut, erzähl noch
ein paar von der Sorte.
--
gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4
fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91A4
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
Detlef Meißner
2020-05-18 18:27:34 UTC
Permalink
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Quinn C
Die "klassischen" Geschlechtsidentitäten hat die Gesellschaft um die
körperlichen Unterschiede herumgebaut, und sie passen auf fast niemanden
so richtig.
99 % oder noch deutlich mehr sind "fast niemand"? Der war gut, erzähl noch
ein paar von der Sorte.
Dazu fällt mir eine Frage ein: Gibt es auch PrOnos für die restlichen 1
%?

Detlef
--
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist, dir beizustehen, wenn du im
Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist.
(Mark Twain)
Quinn C
2020-05-18 21:17:15 UTC
Permalink
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Quinn C
Die "klassischen" Geschlechtsidentitäten hat die Gesellschaft um die
körperlichen Unterschiede herumgebaut, und sie passen auf fast niemanden
so richtig.
99 % oder noch deutlich mehr sind "fast niemand"? Der war gut, erzähl noch
ein paar von der Sorte.
Sehr wenige Menschen sind in *jeder Hinsicht* typisch weiblich oder
typisch männlich.

Siehe z.B. Weibliches vs. Männliches Gehirn von maiLab
<https://www.youtube.com/watch?v=xt2Bgkqk71I>

Die entscheidende Diskussion ist etwa ab 8:45. Da haben Wissenschaftler
10 verschiedene Eigenschaften des Gehirns (wo sich größere Unterschiede
nach Geschlecht finden lassen) jeweils in drei Drittel eingeteilt,
"typisch weiblich", "typisch männlich" und "in der Mitte".

Weniger als 8% aller Menschen - in einer Stichprobe sogar 0% - liegen
bei allen 10 Eigenschaften auf der weiblichen oder bei allen auf der
männlichen Seite.

Es ging mir jetzt nicht ums Gehirn, aber mit anderen sogenannten
"männlichen" oder "weiblichen" Eigenschaften sieht das genauso aus, da
bin ich sicher.
--
Um IHREN SIEGREICHEN ANSPRUCH ANZUFANGEN, den SIE DIE FORM UNTEN
MIT IHRE INFORMATIONEN UND FÜLLEN MÜSSEN, SCHICKEN Sie IHM ZU IHREN
ANSPRUCH AGENTEN SOFORT.
-- SPAMPOESIE
Detlef Meißner
2020-05-18 21:51:25 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Quinn C
Die "klassischen" Geschlechtsidentitäten hat die Gesellschaft um die
körperlichen Unterschiede herumgebaut, und sie passen auf fast niemanden
so richtig.
99 % oder noch deutlich mehr sind "fast niemand"? Der war gut, erzähl noch
ein paar von der Sorte.
Sehr wenige Menschen sind in *jeder Hinsicht* typisch weiblich oder
typisch männlich.
Klar, Kopf, Rumpf, Beine usw. haben alle beide Geschlechter.
Post by Quinn C
Siehe z.B. Weibliches vs. Männliches Gehirn von maiLab
<https://www.youtube.com/watch?v=xt2Bgkqk71I>
Die entscheidende Diskussion ist etwa ab 8:45. Da haben Wissenschaftler
10 verschiedene Eigenschaften des Gehirns (wo sich größere Unterschiede
nach Geschlecht finden lassen) jeweils in drei Drittel eingeteilt,
"typisch weiblich", "typisch männlich" und "in der Mitte".
An der Einteilung liegt es.
Post by Quinn C
Weniger als 8% aller Menschen - in einer Stichprobe sogar 0% - liegen
bei allen 10 Eigenschaften auf der weiblichen oder bei allen auf der
männlichen Seite.
Es ging mir jetzt nicht ums Gehirn,
Mit dem hast du es wohl auch nicht so.
Post by Quinn C
aber mit anderen sogenannten
"männlichen" oder "weiblichen" Eigenschaften sieht das genauso aus, da
bin ich sicher.
Schön für dich, wenn du keine Zweifel hast. Und trotzdem hast du
Probleme. Wie passt das zusammen?

Detlef
--
Verordnetes Gendern _ist_ Fundamentalismus!
[Henning Sponbiel]
Helmut Richter
2020-05-19 10:41:34 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Da haben Wissenschaftler
10 verschiedene Eigenschaften des Gehirns (wo sich größere Unterschiede
nach Geschlecht finden lassen) jeweils in drei Drittel eingeteilt,
"typisch weiblich", "typisch männlich" und "in der Mitte".
Weniger als 8% aller Menschen - in einer Stichprobe sogar 0% - liegen
bei allen 10 Eigenschaften auf der weiblichen oder bei allen auf der
männlichen Seite.
Und was ist am Ergebnis nun wirklich überraschend?
Post by Quinn C
Es ging mir jetzt nicht ums Gehirn, aber mit anderen sogenannten
"männlichen" oder "weiblichen" Eigenschaften sieht das genauso aus, da
bin ich sicher.
Auch da wäre ich überrascht, wenn es anders wäre.

Und trotzdem erdreistet sich Mai, ein paar Eigenschaften am Ende zu
nennen, wo sich Männer von Frauen unterscheiden. Empörend!

Ihre Devise „aufgeklärt statt aufgeregt“ gefällt mir. Früher hätte man
gesagt „Hut ab!“, heute eher „Daumen hoch!“ oder das entsprechende 👍.
--
Helmut Richter
Quinn C
2020-05-19 13:47:20 UTC
Permalink
Post by Helmut Richter
Post by Quinn C
Da haben Wissenschaftler
10 verschiedene Eigenschaften des Gehirns (wo sich größere Unterschiede
nach Geschlecht finden lassen) jeweils in drei Drittel eingeteilt,
"typisch weiblich", "typisch männlich" und "in der Mitte".
Weniger als 8% aller Menschen - in einer Stichprobe sogar 0% - liegen
bei allen 10 Eigenschaften auf der weiblichen oder bei allen auf der
männlichen Seite.
Und was ist am Ergebnis nun wirklich überraschend?
Nichts. Aber einigen paßt meine Formulierung dieser Erkenntnis offenbar
nicht.
Post by Helmut Richter
Post by Quinn C
Es ging mir jetzt nicht ums Gehirn, aber mit anderen sogenannten
"männlichen" oder "weiblichen" Eigenschaften sieht das genauso aus, da
bin ich sicher.
Auch da wäre ich überrascht, wenn es anders wäre.
Und trotzdem erdreistet sich Mai, ein paar Eigenschaften am Ende zu
nennen, wo sich Männer von Frauen unterscheiden. Empörend!
Das Glas ist in dieser Frage nicht halb voll oder halb leer, sondern da
ist ein bißchen drin oder es ist fast leer.

Man kann sagen: "Männer und Frauen unterscheiden sich, wenn auch
minimal", oder man kann sagen "Männer und Frauen sind ganz überwiegend
gleich". Das ist wahrscheinlich eine Frage dessen, was man erreichen
will.
--
Sie konnen Ihre Postsendung in unserer Postabteilung personlich
kriegen. Vielen Dank! Deutsche Post AG.
He called it, and now Silver's a pop-culture star
-- SPAMPOESIE
Detlef Meißner
2020-05-19 13:53:05 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by Helmut Richter
Post by Quinn C
Da haben Wissenschaftler
10 verschiedene Eigenschaften des Gehirns (wo sich größere Unterschiede
nach Geschlecht finden lassen) jeweils in drei Drittel eingeteilt,
"typisch weiblich", "typisch männlich" und "in der Mitte".
Weniger als 8% aller Menschen - in einer Stichprobe sogar 0% - liegen
bei allen 10 Eigenschaften auf der weiblichen oder bei allen auf der
männlichen Seite.
Und was ist am Ergebnis nun wirklich überraschend?
Nichts. Aber einigen paßt meine Formulierung dieser Erkenntnis offenbar
nicht.
Die Schlussfolgerungen, die Schlussfolgerungen!
Post by Quinn C
Post by Helmut Richter
Post by Quinn C
Es ging mir jetzt nicht ums Gehirn, aber mit anderen sogenannten
"männlichen" oder "weiblichen" Eigenschaften sieht das genauso aus, da
bin ich sicher.
Auch da wäre ich überrascht, wenn es anders wäre.
Und trotzdem erdreistet sich Mai, ein paar Eigenschaften am Ende zu
nennen, wo sich Männer von Frauen unterscheiden. Empörend!
Das Glas ist in dieser Frage nicht halb voll oder halb leer, sondern da
ist ein bißchen drin oder es ist fast leer.
Man kann sagen: "Männer und Frauen unterscheiden sich, wenn auch
minimal", oder man kann sagen "Männer und Frauen sind ganz überwiegend
gleich". Das ist wahrscheinlich eine Frage dessen, was man erreichen
will.
Kann man sagen, kann es aber auch bleiben lassen.

Detlef
--
Verordnetes Gendern _ist_ Fundamentalismus!
[Henning Sponbiel]
Helmut Richter
2020-05-18 18:01:06 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Für mich hat sich als beste Lösung herausgestellt, das Spiel einfach
nicht mehr mitzumachen. Leider spielen fast alle anderen noch, und
nehmen ungefragt an, ich würde auch mitspielen.
Und du nimmst nicht etwa ungefragt an, die anderen dürften nicht mehr
spielen, weil du das Spiel verlassen hast?

--
Helmut Richter
Quinn C
2020-05-18 21:17:12 UTC
Permalink
Post by Helmut Richter
Post by Quinn C
Für mich hat sich als beste Lösung herausgestellt, das Spiel einfach
nicht mehr mitzumachen. Leider spielen fast alle anderen noch, und
nehmen ungefragt an, ich würde auch mitspielen.
Und du nimmst nicht etwa ungefragt an, die anderen dürften nicht mehr
spielen, weil du das Spiel verlassen hast?
Nein. Ich bitte darum, mich nicht andauernd zum Mitspielen zu drängen.
"Du bist dran!" "Zieh eine Karte!" "Würfeln oder tauschen?"

Damit meine ich Sachen wie mich als "er" oder "Herr X" oder "Frau X" zu
bezeichnen.

Da es auch noch andere gibt, die nicht spielen wollen, sollte man das
einfach nicht ungefragt voraussetzen.
--
Wenn Sie mit irgendjemand anderem außer viel von ihnen, sind Sie
ganz in Gefahr.
-- SPAMPOESIE
Quinn C
2020-05-18 15:30:47 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Ja, und deine Beobachtung zeigt, wie beliebig PC sein kann. Wert und
Eben, was machst du mit denen, die Fräulein bevorzugen? Weniger wegen
Sex sondern weil ihnen Frau zu "alt" ist?
Ein Kollege berichtete mal von Französinnen, die genau aus diesem
Grund auf Mademoiselle bestanden und sauer waren, mit Madame angeredet
zu werden.
Und dann gibt es wieder die jungen (verheirateten) Frauen, die Wert
darauf legen, als Madame angesprochen zu werden.
Wie kulturbedingt das ist, habe ich 1998 in Japan miterlebt. Eine
Chinesin beklagte sich, daß sie laufend als o-nee-san, ältere Schwester,
angesprochen wird.

Das ist die japanische Anrede für junge Frauen, die man nicht mit Namen
kennt. Nun hatte Japan sich schon in eine ähnliche Richtung entwickelt
wie die westlichen Länder, das heißt, für alt gehalten zu werden, ist
unangenehm, daher war o-nee-san für Frauen üblich, die, sagen wir mal,
unter 40, 45 aussehen, wenn sie alleine unterwegs sind.

Das paßte der Chinesin nun gar nicht. "Ich bin über 30 und verheiratet!"
Und mit 30 Jahren nicht verheiratet zu sein, wäre für eine Chinesin -
schon gar aus der Provinz - damals noch ein Drama gewesen; in Japan auch
nicht mehr.
--
GOGEL, adj., ausgelassen, lustig, übermütig; lascivus.
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Quinn C
2020-05-18 15:38:03 UTC
Permalink
man hat sicher viel öfter gehört "Fräulein Müller, bringen Sie
doch noch mal Kaffee für alle"
Fräulein Müller leistete diese Hilfsdienste, weil das zu ihren
beruflichen Aufgaben gehörte und nicht, weil sie unverheiratet war.
Ein klarer Fall von Korrelation statt von Kausalität.
Das ist freilich irrelevant. Korrelationen führen zu Assoziationen, und
das prägt die Sprache.
Es ging deinem Vorschreiber offensichtlich nicht darum, dass sie wegen ihres
Familienstandes Kaffee bringen musste, sondern dass sie wegen ihrer Position
als Fräulein angeredet wurde.
Fräuleins hatten meistens untergeordnete Positionen, aufgrund der
Kombination von Alter und Geschlecht, und Frauen blieben oft zu Hause
bei den Kindern. Daraus ergibt sich einfach eine ungünstige Statistik.

Ob eine unverheiratete Karrierefrau ungebeten "Fräulein" genannt worden
wäre, da habe ich zwar meine Zweifel, aber letztlich kann ich es nicht
beurteilen. Das war ja alles vor meiner Zeit.

Das "Fräulein" für die Kellnerin, unabhängig von Alter und Ehestand,
habe ich gerade noch am Rande mitgekriegt, aber nie selber benutzt.
--
GUGEL, f., m., kapuze, mlat. cuculla, cucullus, ahd. cucalun cucullam
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Werner Holtfreter
2020-05-18 16:12:19 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Das "Fräulein" für die Kellnerin, unabhängig von Alter und
Ehestand, habe ich gerade noch am Rande mitgekriegt, aber nie
selber benutzt.
Bei aufmerksamen Personal genügt ja auch ein Blickkontakt, aber eine
neue Anrede für die Kellnerin scheint es noch nicht zu geben. Frau
Ober fände ich passend. Wobei man wissen sollte, dass "Ober" das
Kurzwort für Oberkellner ist, derjenige, der früher die Bestellung
aufgenommen und kassiert hat.
--
Gruß Werner
https://www.youtube.com/watch?v=fN--klIm3DQ
Ramelow dankt der CDU-Fraktion, dass sie
ihm durch Enthaltung den Weg geebnet habe.
Detlef Meißner
2020-05-18 17:21:42 UTC
Permalink
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Das "Fräulein" für die Kellnerin, unabhängig von Alter und
Ehestand, habe ich gerade noch am Rande mitgekriegt, aber nie
selber benutzt.
Bei aufmerksamen Personal genügt ja auch ein Blickkontakt, aber eine
neue Anrede für die Kellnerin scheint es noch nicht zu geben. Frau
Ober fände ich passend. Wobei man wissen sollte, dass "Ober" das
Kurzwort für Oberkellner ist, derjenige, der früher die Bestellung
aufgenommen und kassiert hat.
In diesem Falle dann evtl "Unter".
Kennen man ja vom Deutschen Blatt.

Detlef
--
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist, dir beizustehen, wenn du im
Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist.
(Mark Twain)
wolfgang sch
2020-05-18 16:12:29 UTC
Permalink
Ich bin nichts, wenn nicht skeptisch.
"Ich bin sicher, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen"
klingt nicht danach.
Und ich kenne wenige, die ihre
Überzeugungen mit solcher Selbstgewißheit vortragen wie Du.
Danke, das ist auch OK so. Ich denke aber nicht, auf einer richtigen
Seite zu stehen, weil ich grundsätzlich nicht davon ausgehe dass es
richtige oder falsche Seiten geben kann.
Die "Geschichte" kommt in meine Aussage u.a. deswegen hinein, weil ich
bei meinen Thesen eine ziemlich krasse Altersschichtung sehe - viel mehr
als eine nach Geschlecht. Heftiger Widerspruch zu meinen Thesen kommt
fast nur von Leuten, die älter sind als ich, und von jungen Leuten kommt
nicht selten nur ein achselzuckendes "ja, klar".
Nach den biologischen Merkmalen der Gesinnungsgenossen zu urteilen ist
eine eher schlichte Form des Erkenntnisgewinns. Dass die Anhänger einer
neuen Ideologie tendenziell jünger sind und ihrer Kritiker oft
fortgeschrittenen Alters liegt in der Natur der Sache, aber bedeutet
nichts. Es gilt für jede Ideologie zu Beginn ihrer Verbreitung, auch
für die beklopptesten. Außerdem ist der Feminismus nicht neu, deswegen
irrst du dich wahrscheinlich bei deiner Wahrnehmung.
Aber wenn Du es
tust, mußt Du Dich entscheiden, wie Du den Bezug auf Personen
unbestimmten Geschlechts vornimmst.
Ich treffe keine bewusste Entscheidung, sondern schreibe einfach meine
Muttersprache und ignoriere jegliche Aufforderungen, einen Dialekt zu
schreiben den ich nicht aktiv beherrsche.

Umgekehrt fordere ich niemanden zu etwas auf. Um das etwas zu
verdeutlichen: Ich fordere weder dich noch sonstwen auf, nicht
Politischkorrekt zu schreiben. Von mir aus kannste das machen, es geht
mich nichts an. Aber umgekehrt geht es dich nichts an, wie ich
schreibe, und bitte das zu respektieren und mir da nicht reinzureden
oder damit irgendwelche Vorwürfe oder Schmähungen zu verbinden oder
böse Motive zu unterstellen.
oder "Lehrer und Lehrerinnen" wie 2000 üblicher,
oder "Lehrer*innen", wie 2020 vermehrt vorgeschlagen.
Abgesehen davon dass ich den politischkorrekten Dialekt des Deutschen
leidlich passiv, aber nicht aktiv beherrsche, gibt es ein zweites und
wichtigeres Motiv:

Das eigentliche Signal dieser Sprache ist ja: "Guck her ich bin
feministisch". Es wäre mir extrem unangenehm, wenn das irgendwer von
mir denken würde, deswegen vermeide ich es aufs peinlichste. Es wäre
mir so peinlich, wie Kleidung von "Thor Steinar" tragen zu müssen,
deren eigentliche Aussage ja auch keine modische ist.

Und ich fürchte genau das ist es was die Politischkorrekten so auf die
Palme bringt: Dass jemand offen nicht ihrer Ideologie zustimmt.
Potzblitz!
Ich habe nie gesagt, es sei nicht legitim sei, nur daß man sich nicht
aus der Verantwortung stehlen kann für alles, was man tut oder läßt.
Sicher, aber andere Leute sehen das was du forderst als
verantwortungslos an und kommen deswegen zum gegenteiligen Schluss. Das
sind keine bösen Menschen, die haben nur andere Wahrnehmungen und
Wertvorstellungen. Das solltest du zur Kenntnis nehmen.
Ich weise Deine als Vorwurf gemeinte Aussage, ich verträte eine
Ideologie, ja nur deshalb nicht zurück, weil ich davon ausgehe, daß fast
jeder eine Ideologie vertritt. Du ganz ohne Zweifel.
Ich benutze das Wort "Ideologie" synonym zu "Konservendosendenken",
meint ein religionsähnlich geglaubtes politisches Weltbild, das zwar in
sich logisch geschlossen ist aber nicht an der Realität überprüft wird,
dessen geschlossene Struktur gegen Kritik immunisiert, und das
Andersdenkende als Feinde bekämpft.

Ich denke nicht dass jeder Mensch so denkt, sondern nur eine kleine
Teilmenge. Bestimmte politische Glaubenssysteme sind von vornherein
darauf konstruiert dass sie religionsähnlich funktionieren, aber
grundsätzlich eignet sich jede politische Philosophie zur
Ideologisierung in dieser Bedeutung des Wortes.
Feminismus heißt, daß man dagegen ist, daß Frauen benachteiligt werden,
nur weil sie Frauen sind.
Nach der Definition wär ich auch Feminist. Der sagt und tut schon noch
ein bisschen mehr als nur das, und einiges davon ist nicht so schön,
deswegen scheint sie mir nicht hinreichend.
Das ist keine repressive, sondern eine antirepressive Zielsetzung.
Definitionen dürfen keine Wertung enthalten, sonst sind sie
unbrauchbar.

"Der X-Ismus will doch das Gute, deshalb gehören alle schrecklichen
Begleiterscheinungen des X-Ismus per Definition nicht dazu." ist eine
schon etwas abgenutzte Rhetorikfinte, für die wir leider Punkte
abziehen müssen.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Quinn C
2020-05-18 22:00:24 UTC
Permalink
Post by wolfgang sch
Ich bin nichts, wenn nicht skeptisch.
"Ich bin sicher, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen"
klingt nicht danach.
Und ich kenne wenige, die ihre
Überzeugungen mit solcher Selbstgewißheit vortragen wie Du.
Danke, das ist auch OK so. Ich denke aber nicht, auf einer richtigen
Seite zu stehen, weil ich grundsätzlich nicht davon ausgehe dass es
richtige oder falsche Seiten geben kann.
Falsche gibt es bestimmt, aber sicher weiß man das halt erst hinterher.
Post by wolfgang sch
Die "Geschichte" kommt in meine Aussage u.a. deswegen hinein, weil ich
bei meinen Thesen eine ziemlich krasse Altersschichtung sehe - viel mehr
als eine nach Geschlecht. Heftiger Widerspruch zu meinen Thesen kommt
fast nur von Leuten, die älter sind als ich, und von jungen Leuten kommt
nicht selten nur ein achselzuckendes "ja, klar".
Nach den biologischen Merkmalen der Gesinnungsgenossen zu urteilen ist
eine eher schlichte Form des Erkenntnisgewinns. Dass die Anhänger einer
neuen Ideologie tendenziell jünger sind und ihrer Kritiker oft
fortgeschrittenen Alters liegt in der Natur der Sache, aber bedeutet
nichts. Es gilt für jede Ideologie zu Beginn ihrer Verbreitung, auch
für die beklopptesten. Außerdem ist der Feminismus nicht neu, deswegen
irrst du dich wahrscheinlich bei deiner Wahrnehmung.
Es geht um sowas wie:

"Die Einteilung in zwei Geschlechter ist repressiv und doof. Jeder
sollte sich sein Geschlecht aussuchen können. Oder selber basteln. Oder
auch einfach gar keins."

"Ja, total. Welche Pronomen benutzt Du?"
Post by wolfgang sch
Aber wenn Du es
tust, mußt Du Dich entscheiden, wie Du den Bezug auf Personen
unbestimmten Geschlechts vornimmst.
Ich treffe keine bewusste Entscheidung, sondern schreibe einfach meine
Muttersprache
Sag ich ja. Du triffst unbewußte Entscheidungen. Du bist aber weiter für
deren Folgen verantwortlich, Wäre es da nicht besser, das bewußt zu tun?
Post by wolfgang sch
Aber umgekehrt geht es dich nichts an, wie ich
schreibe, und bitte das zu respektieren und mir da nicht reinzureden
oder damit irgendwelche Vorwürfe oder Schmähungen zu verbinden oder
böse Motive zu unterstellen.
Ich werde Dir keine Motive unterstellen, aber gegebenenfalls klar
auseinandernehmen, was Du tatsächlich ausgesagt hast, ob Dir das bewußt
war oder nicht.
Post by wolfgang sch
oder "Lehrer und Lehrerinnen" wie 2000 üblicher,
oder "Lehrer*innen", wie 2020 vermehrt vorgeschlagen.
Abgesehen davon dass ich den politischkorrekten Dialekt des Deutschen
leidlich passiv, aber nicht aktiv beherrsche, gibt es ein zweites und
Das eigentliche Signal dieser Sprache ist ja: "Guck her ich bin
feministisch". Es wäre mir extrem unangenehm, wenn das irgendwer von
mir denken würde, deswegen vermeide ich es aufs peinlichste.
Und so vermittelst Du also in bestimmten Kontexten "ich bin
antifeministisch". Dir ist das anscheinend recht, aber für mich und
andere heißt das, Du bist für Männerbevorzugung.
Post by wolfgang sch
Und ich fürchte genau das ist es was die Politischkorrekten so auf die
Palme bringt: Dass jemand offen nicht ihrer Ideologie zustimmt.
Potzblitz!
Natürlich. Auf diejenigen, die (potentiell) nicht für die
Gleichbehandlung aller Menschen sind, muß man ein Auge haben.
Post by wolfgang sch
Ich habe nie gesagt, es sei nicht legitim sei, nur daß man sich nicht
aus der Verantwortung stehlen kann für alles, was man tut oder läßt.
Sicher, aber andere Leute sehen das was du forderst als
verantwortungslos an und kommen deswegen zum gegenteiligen Schluss. Das
sind keine bösen Menschen, die haben nur andere Wahrnehmungen und
Wertvorstellungen. Das solltest du zur Kenntnis nehmen.
Andere Wertvorstellungen wie etwa die, daß Männer halt nun mal zuerst
kommen? Das nehme ich ja zur Kenntnis.
Post by wolfgang sch
Ich weise Deine als Vorwurf gemeinte Aussage, ich verträte eine
Ideologie, ja nur deshalb nicht zurück, weil ich davon ausgehe, daß fast
jeder eine Ideologie vertritt. Du ganz ohne Zweifel.
Ich benutze das Wort "Ideologie" synonym zu "Konservendosendenken",
meint ein religionsähnlich geglaubtes politisches Weltbild, das zwar in
sich logisch geschlossen ist aber nicht an der Realität überprüft wird,
dessen geschlossene Struktur gegen Kritik immunisiert, und das
Andersdenkende als Feinde bekämpft.
Ich denke nicht dass jeder Mensch so denkt, sondern nur eine kleine
Teilmenge.
Ganz im Gegenteil.

Gender, um was es eigentlich ging, ist ein Paradebeispiel. Da übernehmen
90% der Leute den Katechismus, der ihnen als Kind eingetrichtert wird,
und denken nie selbst drüber nach. Das ist sogar eher religionsartig als
nur Ideologie.

Deswegen ist es ja wohl auch so schwierig, darüber zu reden.
--
Mein Name ist Dr. Wendy Watt ein Legitime Seriöse Geld Lender.
-- SPAMPOESIE
René Marquardt
2020-05-18 22:52:53 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Ich bin nichts, wenn nicht skeptisch.
"Ich bin sicher, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen"
klingt nicht danach.
Und ich kenne wenige, die ihre
Überzeugungen mit solcher Selbstgewißheit vortragen wie Du.
Danke, das ist auch OK so. Ich denke aber nicht, auf einer richtigen
Seite zu stehen, weil ich grundsätzlich nicht davon ausgehe dass es
richtige oder falsche Seiten geben kann.
Falsche gibt es bestimmt, aber sicher weiß man das halt erst hinterher.
Post by wolfgang sch
Die "Geschichte" kommt in meine Aussage u.a. deswegen hinein, weil ich
bei meinen Thesen eine ziemlich krasse Altersschichtung sehe - viel mehr
als eine nach Geschlecht. Heftiger Widerspruch zu meinen Thesen kommt
fast nur von Leuten, die älter sind als ich, und von jungen Leuten kommt
nicht selten nur ein achselzuckendes "ja, klar".
Nach den biologischen Merkmalen der Gesinnungsgenossen zu urteilen ist
eine eher schlichte Form des Erkenntnisgewinns. Dass die Anhänger einer
neuen Ideologie tendenziell jünger sind und ihrer Kritiker oft
fortgeschrittenen Alters liegt in der Natur der Sache, aber bedeutet
nichts. Es gilt für jede Ideologie zu Beginn ihrer Verbreitung, auch
für die beklopptesten. Außerdem ist der Feminismus nicht neu, deswegen
irrst du dich wahrscheinlich bei deiner Wahrnehmung.
"Die Einteilung in zwei Geschlechter ist repressiv und doof. Jeder
sollte sich sein Geschlecht aussuchen können. Oder selber basteln. Oder
auch einfach gar keins."
"Ja, total. Welche Pronomen benutzt Du?"
Ich weiss ja schon, dass du das nicht komplett albern findest,
aber es ist nun mal komplett albern.

Die Einteilung in zwei Geschlechter hat sich ja nicht irgendein
Arsch ausgedacht, um dich mit dem Konzept zu aergern. Sondern
sie wurde empirisch-wissenschaftlich ermittelt. Durch Frage,
Hypothese, Vorhersage, Probe und Analyse der Ergebnisse.
Und diese wissenschaftliche Methode hat nun mal schluessig ergeben,
dass es im beobachteten Teil des Tier- und Pflanzenreiches
zwei Geschlechter gibt. Ausnahmen von der Regel zeigen uns nur, dass
es eine Regel gibt, die da lautet: wo es geschlechtliche Fortpflanzung
gibt, gibt es ueblicherweise zwei Geschlechter.
Dass es Lurche und Fische gibt, die ihr Geschlecht nach Bedarf wechseln koennen,
ficht uns hier nicht an, auch nicht, dass es zuweilen zu Parthenogese und
anderen Fisimatenten kommt.
Wenn du irgendwann mal dein Geschlecht in das andere wechseln kannst,
also funktionell, ohne Chirurgie und auf Wunsch, dann spreche ich dich auch
gerne mit Quinn the Convertible an.
Quinn C
2020-05-19 03:04:13 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Quinn C
"Die Einteilung in zwei Geschlechter ist repressiv und doof. Jeder
sollte sich sein Geschlecht aussuchen können. Oder selber basteln. Oder
auch einfach gar keins."
"Ja, total. Welche Pronomen benutzt Du?"
Ich weiss ja schon, dass du das nicht komplett albern findest,
aber es ist nun mal komplett albern.
Die Einteilung in zwei Geschlechter hat sich ja nicht irgendein
Arsch ausgedacht, um dich mit dem Konzept zu aergern. Sondern
sie wurde empirisch-wissenschaftlich ermittelt.
Ah, die Bibel, empirisch-wissenschaftlich! Gut zu wissen.
Post by René Marquardt
Wenn du irgendwann mal dein Geschlecht in das andere wechseln kannst,
also funktionell, ohne Chirurgie und auf Wunsch, dann spreche ich dich auch
gerne mit Quinn the Convertible an.
Hast Du das echt noch nicht mitgekriegt, worum es beim Thema
Transgender, ja beim Thema Gender überhaupt geht?

Im Deutschen ist das ja extra praktisch, weil wir drei Wörter haben.
Geschlecht bezieht sich ohne Zusatz normalerweise auf die Biologie. Wir
haben Genus für die Grammatik. Und Gender haben wir jetzt auch noch,
ausschließlich für soziale Aspekte (wogegen das im Englischen für alles
herhalten muß.) Die sozialen Aspekte werden zwar traditionell mit den
biologischen verquickt, aber das halte ich im 21. Jahrhundert für nicht
mehr zweckdienlich.

Ich versuche es mal mit einem weniger theoretischen Ansatz, vielleicht
hilft das ja, ein anderes Publikum zu erreichen.

Also, bei Gender (und auch Transgender) geht's doch nicht darum, ob ich
einen Pimmel oder eine Muschi habe. Geschenkt. Ich meine, wozu müssen
das meine Arbeitskollegen, die Leute in meinem Japanischkurs, die Leute,
mit denen ich ab und zu ein Bier trinken gehe oder mit denen ich im
Usenet diskutiere, wissen? Müssen sie nicht. Um dieses Geschlecht geht
es gar nicht, sondern um das soziale.

In der Clique, mit der ich eine Weile an der Uni abgehangen habe, war
einer, der verkündete mal: "Interkulturelle Kommunikation - für Männer
gar kein Problem. Männer in der ganzen Welt haben immer drei Themen:
Sport, Autos und Frauen."

Um dieses Geschlecht geht es mir. Ich habe an diesen Themen kein
Interesse. Also, am Thema Frauen schon, aber die Art, wie Männer, deren
andere Hauptthemen Sport und Autos sind, üblicherweise über Frauen
reden, ist mir doch recht peinlich. In dem Sinne gehöre ich nicht zum
Kreis der Männer. Habe immer mit Frauen über Frauen geredet und fand das
viel nützlicher.

Der war zwar Mitglied meiner Clique, aber ich wußte kaum, was ich mit
ihm hätte reden können (da siehst Du mal, wie offen ich bin). Sogar mit
seiner Freundin war das nicht leicht. Die paßte nämlich dazu. Wie saßen
mal im Kino nebeneinander. Da waren ein paar von uns ziemlich spontan
hingegangen, und dann wurde der Film noch in letzter Minute auf so einen
Rambo-Actionfilm gewechselt, an dem ich ja nun gar kein Interesse hatte.
An einer Stelle wendet sie sich zu mir und sagt: "Warum hältst Du Dir
die Augen zu, Du bist doch ein Mann!?" Da leuchtet bei mir nur "does not
compute" auf.

Also noch mal ein wenig rausgezoomt: was verbindet mich mit der
gewöhnlich als Männer bezeichneten Gruppe mehr als mit der der Frauen,
aufgrund der Ähnlichkeit der Geschlechtsorgane? Nichts.

In diesem Sinne bin ich kein Mann. Frau paßt etwas besser, aber im
Grunde finde ich das alles albern, und möchte, das Leute solche
Erwartungen (Männer sind aggressiv, Männer mögen Steak und Frauen Salat,
Männer denken immer an Sex und noch vieles mehr) steckenlassen. Ich bin
ich, und wenn Du weißt, ob ich einen Pimmel habe oder nicht, weißt Du
immer noch gar nichts über meine Persönlichkeit. Deshalb brauchst Du das
auch nicht zu wissen, es sei denn, Du bist mein Arzt oder Sexpartner.
--
Wenn Sie mit irgendjemand anderem außer viel von ihnen, sind Sie
ganz in Gefahr.
-- SPAMPOESIE
Stephan Seitz
2020-05-19 07:25:11 UTC
Permalink
Post by Quinn C
In der Clique, mit der ich eine Weile an der Uni abgehangen habe, war
einer, der verkündete mal: "Interkulturelle Kommunikation - für Männer
Sport, Autos und Frauen."
Soll ich dir was sagen? Die Themen interessieren mich so auch nicht.
Ich käme trotzdem nie auf die Idee, mich nicht als Mann zu sehen und
ein anderes Pronomen zu fordern. Das ist mir sowas von egal und ein
primitives Luxusgejammer.

Shade and sweet water!

Stephan
--
| Stephan Seitz E-Mail: stse+***@rootsland.net |
| If your life was a horse, you'd have to shoot it. |
René Marquardt
2020-05-19 11:42:31 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by René Marquardt
Post by Quinn C
"Die Einteilung in zwei Geschlechter ist repressiv und doof. Jeder
sollte sich sein Geschlecht aussuchen können. Oder selber basteln. Oder
auch einfach gar keins."
"Ja, total. Welche Pronomen benutzt Du?"
Ich weiss ja schon, dass du das nicht komplett albern findest,
aber es ist nun mal komplett albern.
Die Einteilung in zwei Geschlechter hat sich ja nicht irgendein
Arsch ausgedacht, um dich mit dem Konzept zu aergern. Sondern
sie wurde empirisch-wissenschaftlich ermittelt.
Ah, die Bibel, empirisch-wissenschaftlich! Gut zu wissen.
Wo haette ich was von der Bibel geschrieben?
Post by Quinn C
Hast Du das echt noch nicht mitgekriegt, worum es beim Thema
Transgender, ja beim Thema Gender überhaupt geht?
Doch doch, hab ich schon.
Post by Quinn C
Im Deutschen ist das ja extra praktisch, weil wir drei Wörter haben.
Geschlecht bezieht sich ohne Zusatz normalerweise auf die Biologie. Wir
haben Genus für die Grammatik. Und Gender haben wir jetzt auch noch,
ausschließlich für soziale Aspekte (wogegen das im Englischen für alles
herhalten muß.) Die sozialen Aspekte werden zwar traditionell mit den
biologischen verquickt, aber das halte ich im 21. Jahrhundert für nicht
mehr zweckdienlich.
Ich versuche es mal mit einem weniger theoretischen Ansatz, vielleicht
hilft das ja, ein anderes Publikum zu erreichen.
Also, bei Gender (und auch Transgender) geht's doch nicht darum, ob ich
einen Pimmel oder eine Muschi habe. Geschenkt. Ich meine, wozu müssen
das meine Arbeitskollegen, die Leute in meinem Japanischkurs, die Leute,
mit denen ich ab und zu ein Bier trinken gehe oder mit denen ich im
Usenet diskutiere, wissen? Müssen sie nicht. Um dieses Geschlecht geht
es gar nicht, sondern um das soziale.
In der Clique, mit der ich eine Weile an der Uni abgehangen habe, war
einer, der verkündete mal: "Interkulturelle Kommunikation - für Männer
Sport, Autos und Frauen."
Um dieses Geschlecht geht es mir. Ich habe an diesen Themen kein
Interesse.
Und weil du an diesen Themen kein Interesse hast, muessen alle nach
deiner Fiedel hupfen. Tun sie aber nicht.

Also, am Thema Frauen schon, aber die Art, wie Männer, deren
Post by Quinn C
andere Hauptthemen Sport und Autos sind, üblicherweise über Frauen
reden, ist mir doch recht peinlich. In dem Sinne gehöre ich nicht zum
Kreis der Männer. Habe immer mit Frauen über Frauen geredet und fand das
viel nützlicher.
Der war zwar Mitglied meiner Clique, aber ich wußte kaum, was ich mit
ihm hätte reden können (da siehst Du mal, wie offen ich bin). Sogar mit
seiner Freundin war das nicht leicht. Die paßte nämlich dazu. Wie saßen
mal im Kino nebeneinander. Da waren ein paar von uns ziemlich spontan
hingegangen, und dann wurde der Film noch in letzter Minute auf so einen
Rambo-Actionfilm gewechselt, an dem ich ja nun gar kein Interesse hatte.
An einer Stelle wendet sie sich zu mir und sagt: "Warum hältst Du Dir
die Augen zu, Du bist doch ein Mann!?" Da leuchtet bei mir nur "does not
compute" auf.
Warum haelt man sich bei einem Rambo-Film die Augen zu? Von der persoenlichen
Klempnerei voellig abgesehen?
Post by Quinn C
In diesem Sinne bin ich kein Mann. Frau paßt etwas besser, aber im
Grunde finde ich das alles albern, und möchte, das Leute solche
Erwartungen (Männer sind aggressiv, Männer mögen Steak und Frauen Salat,
Männer denken immer an Sex und noch vieles mehr) steckenlassen. Ich bin
ich, und wenn Du weißt, ob ich einen Pimmel habe oder nicht, weißt Du
immer noch gar nichts über meine Persönlichkeit.
Na ja, ich hatte schon dates, wo ich die Dame (sag ich mal hoeflicherweise)
mit der Salatgabel erdolchen wollte, so wie die nie aufhoerten, ueber sich
selbst zu plappern.
Post by Quinn C
Deshalb brauchst Du das
auch nicht zu wissen, es sei denn, Du bist mein Arzt oder Sexpartner.
Ach ja, Sexpartner und Arzt, das sind dann bei euch ueblicherweise die
naechsten Stufen. Den Arzt beschimpfen, weil er sagt, dass 500kg Lebendgewicht
zuviel sind, und potentielle Sexpartner, weil es ihnen was ausmacht, das
sich die andere als Transe heraus stellt.
Quinn C
2020-05-19 13:47:33 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Quinn C
Post by René Marquardt
Post by Quinn C
"Die Einteilung in zwei Geschlechter ist repressiv und doof. Jeder
sollte sich sein Geschlecht aussuchen können. Oder selber basteln. Oder
auch einfach gar keins."
"Ja, total. Welche Pronomen benutzt Du?"
Ich weiss ja schon, dass du das nicht komplett albern findest,
aber es ist nun mal komplett albern.
Die Einteilung in zwei Geschlechter hat sich ja nicht irgendein
Arsch ausgedacht, um dich mit dem Konzept zu aergern. Sondern
sie wurde empirisch-wissenschaftlich ermittelt.
Ah, die Bibel, empirisch-wissenschaftlich! Gut zu wissen.
Wo haette ich was von der Bibel geschrieben?
Du Witzbold wolltest mir erzählen, die Wissenschaft habe die Einteilung
in Männer und Frauen erfunden. Die steht freilich schon in (z.B.) der
Bibel, und die meisten haben sie wohl eher daher als aus dem Unistudium.
Post by René Marquardt
Post by Quinn C
Hast Du das echt noch nicht mitgekriegt, worum es beim Thema
Transgender, ja beim Thema Gender überhaupt geht?
Doch doch, hab ich schon.
Post by Quinn C
Ich versuche es mal mit einem weniger theoretischen Ansatz, vielleicht
hilft das ja, ein anderes Publikum zu erreichen.
[...]
In der Clique, mit der ich eine Weile an der Uni abgehangen habe, war
einer, der verkündete mal: "Interkulturelle Kommunikation - für Männer
Sport, Autos und Frauen."
Um dieses Geschlecht geht es mir. Ich habe an diesen Themen kein
Interesse.
Und weil du an diesen Themen kein Interesse hast, muessen alle nach
deiner Fiedel hupfen. Tun sie aber nicht.
Du bist offensichtlich auf keine Weise zu erreichen. "Weltbild bis auf
weiteres geschlossen", wahrscheinlich schon einige Zeit vor dem
Shutdown.
--
Ihre Kreditkarte wird freigeschaltet, nachdem Sie und laden Sie
das beigefügte Formular werden.
-- SPAMPOESIE
Detlef Meißner
2020-05-19 13:56:45 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by René Marquardt
Post by Quinn C
Post by René Marquardt
Post by Quinn C
"Die Einteilung in zwei Geschlechter ist repressiv und doof. Jeder
sollte sich sein Geschlecht aussuchen können. Oder selber basteln. Oder
auch einfach gar keins."
"Ja, total. Welche Pronomen benutzt Du?"
Ich weiss ja schon, dass du das nicht komplett albern findest,
aber es ist nun mal komplett albern.
Die Einteilung in zwei Geschlechter hat sich ja nicht irgendein
Arsch ausgedacht, um dich mit dem Konzept zu aergern. Sondern
sie wurde empirisch-wissenschaftlich ermittelt.
Ah, die Bibel, empirisch-wissenschaftlich! Gut zu wissen.
Wo haette ich was von der Bibel geschrieben?
Du Witzbold wolltest mir erzählen, die Wissenschaft habe die Einteilung
in Männer und Frauen erfunden. Die steht freilich schon in (z.B.) der
Bibel, und die meisten haben sie wohl eher daher als aus dem Unistudium.
Die Unterscheidung dürfte noch älter sein.

Die meisten Menschen dürften aber die Unterscheidung nicht aus der
Bibel haben, sondern eher sehr früh von ihren Eltern.
Post by Quinn C
Post by René Marquardt
Post by Quinn C
Hast Du das echt noch nicht mitgekriegt, worum es beim Thema
Transgender, ja beim Thema Gender überhaupt geht?
Doch doch, hab ich schon.
Post by Quinn C
Ich versuche es mal mit einem weniger theoretischen Ansatz, vielleicht
hilft das ja, ein anderes Publikum zu erreichen.
[...]
In der Clique, mit der ich eine Weile an der Uni abgehangen habe, war
einer, der verkündete mal: "Interkulturelle Kommunikation - für Männer
Sport, Autos und Frauen."
Um dieses Geschlecht geht es mir. Ich habe an diesen Themen kein
Interesse.
Und weil du an diesen Themen kein Interesse hast, muessen alle nach
deiner Fiedel hupfen. Tun sie aber nicht.
Du bist offensichtlich auf keine Weise zu erreichen. "Weltbild bis auf
weiteres geschlossen", wahrscheinlich schon einige Zeit vor dem
Shutdown.
Das Weltbild anderer Personen nicht zu akzeptieren, kann auch ein
positiver Charakterzug sein.

Detlef
--
Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten
Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit, diese
Sprache zu lernen. (Mark Twain)
Werner Holtfreter
2020-05-19 13:48:18 UTC
Permalink
Post by Quinn C
In diesem Sinne bin ich kein Mann. Frau paßt etwas besser, aber im
Grunde finde ich das alles albern, und möchte, das Leute solche
Erwartungen (Männer sind aggressiv, Männer mögen Steak und Frauen
Salat, Männer denken immer an Sex und noch vieles mehr)
steckenlassen. Ich bin ich, und wenn Du weißt, ob ich einen Pimmel
habe oder nicht, weißt Du immer noch gar nichts über meine
Persönlichkeit.
Mit deiner Persönlichkeit bist du nicht schlechter als andere, aber
schlechter dran. Dafür hast du mein Mitgefühl. Ich kann
nachvollziehen, dass du dir die Welt bzw. die Sprache so wünschst,
dass du besser dazu passt. Und tatsächlich haben es ja diverse
Minderheiten bereits sehr weit gebracht, die Gesellschaft nach
ihren Wünschen zu formen. Die bipolare, heterosexuelle Mehrheit
sollte der Minderheit Raum geben, sich ihr aber nicht unterordnen.
Auch nicht sprachlich.
--
Gruß Werner
https://www.youtube.com/watch?v=fN--klIm3DQ
Ramelow dankt der CDU-Fraktion, dass sie
ihm durch Enthaltung den Weg geebnet habe.
Quinn C
2020-05-20 01:24:32 UTC
Permalink
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
In diesem Sinne bin ich kein Mann. Frau paßt etwas besser, aber im
Grunde finde ich das alles albern, und möchte, das Leute solche
Erwartungen (Männer sind aggressiv, Männer mögen Steak und Frauen
Salat, Männer denken immer an Sex und noch vieles mehr)
steckenlassen. Ich bin ich, und wenn Du weißt, ob ich einen Pimmel
habe oder nicht, weißt Du immer noch gar nichts über meine
Persönlichkeit.
Mit deiner Persönlichkeit bist du nicht schlechter als andere, aber
schlechter dran. Dafür hast du mein Mitgefühl. Ich kann
nachvollziehen, dass du dir die Welt bzw. die Sprache so wünschst,
dass du besser dazu passt. Und tatsächlich haben es ja diverse
Minderheiten bereits sehr weit gebracht, die Gesellschaft nach
ihren Wünschen zu formen. Die bipolare,
Bipolar ist frelich was ganz anderes (früher "manisch-depressiv").
Binär ist üblicher.
Post by Werner Holtfreter
heterosexuelle Mehrheit
sollte der Minderheit Raum geben,
Danke. Genau dafür meine ich hier zu plädieren. Zum Beispiel:

binär Raum für andere
---------- -------------------
er, sie er, sie, sier*
m, w m, w, d, keins
Herr, Frau Herr, Frau, Indi*
Ärzte und Ärztinnen Ärzt*innen

* oder eine andere Form, auf die man sich einigt
Post by Werner Holtfreter
sich ihr aber nicht unterordnen.
Auch nicht sprachlich.
Siehst Du in obigen Beispielen eine Unterordnung?
--
GOGELICH,gogelig, (...) 'fröhlich, lustig, ausgelassen'
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
wolfgang sch
2020-05-19 01:10:57 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Ich denke aber nicht, auf einer richtigen
Seite zu stehen, weil ich grundsätzlich nicht davon ausgehe dass es
richtige oder falsche Seiten geben kann.
Falsche gibt es bestimmt, aber sicher weiß man das halt erst hinterher.
Ethik ist Produkt der Evolution und gesellschaftlicher Vereinbarung.
Sie ändert sich in Zeit und Raum. Es gibt NUR subjektive Bewertungen
und zeitlich und räumlich begrenzte gesellschaftliche Konsense, beide
sind nicht absolut und ständig im Fluss. Es gibt deshalb keine absolute
Ethik, kein absolutes Richtig und Falsch, und deshalb keine richtigen
und falschen Seiten.
Post by Quinn C
"Die Einteilung in zwei Geschlechter ist repressiv und doof. Jeder
sollte sich sein Geschlecht aussuchen können. Oder selber basteln. Oder
auch einfach gar keins."
"Ja, total. Welche Pronomen benutzt Du?"
Das ist Titania McGrath-Territorium. Wenn du sowas schreibst kommt bei
mir der Verdacht, du trollst. Falls du das nicht ernst meinst, sondern
nur ein Experiment durchführst um Reaktionen zu provozieren, dann sage
es bitte jetzt.

Falls nicht: Außerhalb einer winzigkleinen Nische innerhalb von Gender-
Studies-Seminaren stellt kein Mensch die Frage "Welche Pronomen benutzt
du". Das ist dir soweit klar oder?

Ich will es dir nicht verbieten, du kannst machen was du willst. Aber
betrachte bitte nicht jeden den das nicht interessiert als böse.
Post by Quinn C
Ich werde Dir keine Motive unterstellen, aber gegebenenfalls klar
auseinandernehmen, was Du tatsächlich ausgesagt hast, ob Dir das bewußt
war oder nicht.
Wobei du projizierst und Unzutreffendes unterstellst, also den üblichen
PC-Kniescheibenreflex.
Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Das eigentliche Signal dieser Sprache ist ja: "Guck her ich bin
feministisch". Es wäre mir extrem unangenehm, wenn das irgendwer von
mir denken würde, deswegen vermeide ich es aufs peinlichste.
Und so vermittelst Du also in bestimmten Kontexten "ich bin
antifeministisch".
Das wäre ein Fehlschluss, nicht alle Leute die Hochdeutsch schreiben
sind antifeministisch. Ich bin es trotzdem, und das ist auch gut so,
aber das musst du schon an anderen Merkmalen festmachen.
Post by Quinn C
heißt das, Du bist für Männerbevorzugung.
Das ist die Reaktion eines Ideologen: Wer nicht für mich ist, ist vom
Feind und führt Böses im Schilde. Dass Menschen mit abweichender und
sogar gegnerischer Position auch positive Werte haben und ehrenwerte
Ziele anstreben können, ist für dich keine denkbare Option.

Konkret, dass die Ablehnung des Feminismus mit Gleichberechtigung,
Toleranz und Liberalität begründet ist, weil der Feminismus als
menschenfeindliche Ideologie betrachtet wird, wurde schon so oft gesagt
dass es dir nicht entgangen sein kann. Du kannst oder willst es aber
nicht zur Kenntnis nehmen, nichtmal dass ein solcher Standpunkt
überhaupt möglich ist, und das ist wieder ideologisch bis zum Anschlag.
Post by Quinn C
Andere Wertvorstellungen wie etwa die, daß Männer halt nun mal zuerst
kommen?
*genervt*: Überwiegend andere Wahrnehmung. Der Feminismus wird von
seinen Kritikern nicht als der Hüter des Schönen, Guten und Wahren,
sondern als Vertreter von Ungleichheit und Diskriminierung
wahrgenommen. Unsere Wertvorstellungen sind an der Stelle gar nicht so
verschieden, nur die Sicht wer sie vertritt und wer nicht.

Ein Unterschied in den Werten besteht vielleicht in der Betonung des
Geschlechts und deren Unterschiede: Für den Feminismus ist es das
wichtigste von allem, für mich nicht so.

Alles das wurde schon dutzende Male gesagt. Du nimmst es einfach nicht
zur Kenntnis sondern unterstellst munter deine finsteren Feindbilder.
Da kommste wohl nich raus, was.
Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Ich denke nicht dass jeder Mensch so denkt, sondern nur eine kleine
Teilmenge.
Ganz im Gegenteil.
Da hoffe ich sehr dass du dich irrst.
Post by Quinn C
Gender, um was es eigentlich ging, ist ein Paradebeispiel. Da übernehmen
90% der Leute den Katechismus,
Das ist wieder ideologisches Denken: Wer den Dogmen einer Ideologie
nicht zustimmt, oder sich einfach nicht für sie interessiert, dem wird
das photographische Negativ davon und das damit Verbundene Böse
unterstellt. So denken religiöse Eiferer.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Quinn C
2020-05-19 03:01:06 UTC
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Post by wolfgang sch
Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Ich denke aber nicht, auf einer richtigen
Seite zu stehen, weil ich grundsätzlich nicht davon ausgehe dass es
richtige oder falsche Seiten geben kann.
Falsche gibt es bestimmt, aber sicher weiß man das halt erst hinterher.
Ethik ist Produkt der Evolution und gesellschaftlicher Vereinbarung.
Sie ändert sich in Zeit und Raum. Es gibt NUR subjektive Bewertungen
und zeitlich und räumlich begrenzte gesellschaftliche Konsense, beide
sind nicht absolut und ständig im Fluss. Es gibt deshalb keine absolute
Ethik, kein absolutes Richtig und Falsch, und deshalb keine richtigen
und falschen Seiten.
Hitler oder Trump sind auch in der Ethik ihrer eigenen Zeit Verbrecher.
Sie zu Staatslenkern zu machen, halte ich für klar falsch. Ich halte es
für ziemlich offensichtlich, daß in solchen Fällen für die Wähler andere
Überlegungen als Ethik überwiegen. Ich hoffe, daß ich in solchen Fällen
rechtzeitig den Ausgang finde.
Post by wolfgang sch
Post by Quinn C
"Die Einteilung in zwei Geschlechter ist repressiv und doof. Jeder
sollte sich sein Geschlecht aussuchen können. Oder selber basteln. Oder
auch einfach gar keins."
"Ja, total. Welche Pronomen benutzt Du?"
Das ist Titania McGrath-Territorium. Wenn du sowas schreibst kommt bei
mir der Verdacht, du trollst. Falls du das nicht ernst meinst, sondern
nur ein Experiment durchführst um Reaktionen zu provozieren, dann sage
es bitte jetzt.
Falls nicht: Außerhalb einer winzigkleinen Nische innerhalb von Gender-
Studies-Seminaren stellt kein Mensch die Frage "Welche Pronomen benutzt
du". Das ist dir soweit klar oder?
Ich will es dir nicht verbieten, du kannst machen was du willst. Aber
betrachte bitte nicht jeden den das nicht interessiert als böse.
Nein. Wenn Grund zu der Annahme besteht, daß man die Pronomen nicht
erraten kann, ist das für Gymnasiasten oder Unistudenten durchaus
normal, wo ich lebe. Und meine Aussage oben gibt natürlich so einen
Grund. Für geübte Beobachter oft auch schon meine Aufmachung.

Primär ist das in allen LGBTQ+ Kreisen üblich. Da trägt man fast immer
Namensschildchen mit Pronomen oder macht eine Vorstellungsrunde mit
Pronomen. Daher kommen natürlich die meisten solchen Erfahrungen. Aber
es ist mir auch schon bei einer Kegelrunde vorgekommen, daß jemand
nachgefragt hat.
Post by wolfgang sch
Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Ich denke nicht dass jeder Mensch so denkt, sondern nur eine kleine
Teilmenge.
Ganz im Gegenteil.
Da hoffe ich sehr dass du dich irrst.
Meine alltägliche gelebte Erfahrung spricht leider dagegen.
Post by wolfgang sch
Post by Quinn C
Gender, um was es eigentlich ging, ist ein Paradebeispiel. Da übernehmen
90% der Leute den Katechismus,
Das ist wieder ideologisches Denken: Wer den Dogmen einer Ideologie
nicht zustimmt, oder sich einfach nicht für sie interessiert, dem wird
das photographische Negativ davon und das damit Verbundene Böse
unterstellt. So denken religiöse Eiferer.
Kurzschluß.

Praktisch jeder glaubt, es gäbe psychologische Unterschiede zwischen
biologisch männlichen und weiblichen Menschen, obwohl die sich
wissenschaftlich nicht nachweisen lassen.

Dieser Glaube ist enorm evidenzresistent. Ich konnte das durchschauen,
weil es für mich persönlich so offensichtlich unsinnig ist, daß ich
schon als kleines Kind nicht daran geglaubt habe ("ich bin nichts, wenn
nicht skeptisch"), aber jeder könnte auch durch die Lektüre von ein paar
Büchern dahinterkommen.
--
£ 570.000,00 (fünfhundertsiebzig Eintausend Pfund Sterling) wurde
Ihnen für emarging als die ausgezeichnet Gewinner des ersten Preises
von Samsung zeichnen diese 42RD Jahrestag Jahr 2012.
-- SPAMPOESIE
wolfgang sch
2020-05-19 08:45:39 UTC
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Post by Quinn C
Hitler oder Trump sind auch in der Ethik ihrer eigenen Zeit Verbrecher.
https://www.youtube.com/watch?v=hn1VxaMEjRU

Die Nazis haben sich selbst nicht als Bösewichter gesehen. Die haben
gedacht, sie tun etwas Notwendiges, für das sie die Nachwelt preisen
würde. In der Innensicht ist da kein Unterschied zu beliebigen anderen
Ideologien.

Dass sie kriminell waren ist die Außensicht, die gottseidank überwiegt.
Aber sie basiert nur auf Konsens und der Tatsache dass ihre Gegner zum
Glück mehr und stärker waren, nicht auf einem objektivierbaren Maßstab.

Und so ist das bei allen Ideologien.
Post by Quinn C
Primär ist das in allen LGBTQ+ Kreisen üblich.
Nein
Post by Quinn C
Da trägt man fast immer
Namensschildchen mit Pronomen oder macht eine Vorstellungsrunde mit
Pronomen.
Du meinst Kreise, die der Gender-Ideologie anhängen. Diese sind weder
deckungsgleich mit Schwulen und Lesben, noch mit Gymnasiasten oder
Studenten. Sie sind in allen diesen Gruppen eine verschwindende
Minderheit. Wenn du das anders siehst, hast du einen Knick in der Optik.
Post by Quinn C
Praktisch jeder glaubt, es gäbe psychologische Unterschiede zwischen
biologisch männlichen und weiblichen Menschen, obwohl die sich
wissenschaftlich nicht nachweisen lassen.
Ich weiß nicht was jeder glaubt, du sicher auch nicht. Ist für das
Thema aber nicht so wichtig. Mir ist es wurscht.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Quinn C
2020-05-19 13:47:20 UTC
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Post by wolfgang sch
Post by Quinn C
Hitler oder Trump sind auch in der Ethik ihrer eigenen Zeit Verbrecher.
https://www.youtube.com/watch?v=hn1VxaMEjRU
Die Nazis haben sich selbst nicht als Bösewichter gesehen. Die haben
gedacht, sie tun etwas Notwendiges, für das sie die Nachwelt preisen
würde. In der Innensicht ist da kein Unterschied zu beliebigen anderen
Ideologien.
Dass sie kriminell waren ist die Außensicht, die gottseidank überwiegt.
Aber sie basiert nur auf Konsens und der Tatsache dass ihre Gegner zum
Glück mehr und stärker waren, nicht auf einem objektivierbaren Maßstab.
Nicht objektivierbar, aber im Falle der Nazis bei der Mehrheit
konsensfähig, auch damals schon. Es war nötig, die eigene Bevölkerung
einzuschüchtern und zu unterdrücken, um das Nazi-Regime eine Weile
aufrechtzuerhalten. Bei fortgesetzter Demokratie wäre das nicht möglich
gewesen. Auch wenn mich die Zahl der Trotzdem-NSDAP-Wähler vermutlich
entsetzt hätte.

Und es gibt genug andere Beispiele dafür, sogar live heute, dazu braucht
man nicht die Nazis als "Ausnahme" bemühen.

Und das heißt, es gibt genug Kreise, die auch in der politischen
Auseinandersetzung nicht das Gemeinwohl anstreben.
Post by wolfgang sch
Post by Quinn C
Primär ist das in allen LGBTQ+ Kreisen üblich.
Nein
Ich spreche von meiner realen Lebenserfahrung, da kannst Du nicht "nein"
sagen. Und die Zirkel reichen von Lesben in der Tech-Industrie über die
LGBT-Brettspiel-Gruppe bis zur Selbsthilfegruppe für Angehörige von
LGBTQ+ Leuten (die also selber meist nicht LGBTQ+ sind).
Post by wolfgang sch
Post by Quinn C
Da trägt man fast immer
Namensschildchen mit Pronomen oder macht eine Vorstellungsrunde mit
Pronomen.
Du meinst Kreise, die der Gender-Ideologie anhängen. Diese sind weder
deckungsgleich mit Schwulen und Lesben, noch mit Gymnasiasten oder
Studenten. Sie sind in allen diesen Gruppen eine verschwindende
Minderheit. Wenn du das anders siehst, hast du einen Knick in der Optik.
Ich lebe in einem anderen Land und in einer anderen Sprache - und damit
meine ich Englisch, nicht Französisch. Und da ist z.B. das Pronomen
"they" allgemein bekannt und in den genannten Kreisen akzeptiert.

Wenn das in Deutschland tatsächlich selbst unter Schwulen und Lesben
kaum üblich ist, wäre das ein Grund mehr, nicht zurückzukehren. Aber
vielleicht sprichst Du ja nur aus der Sicht der dir bekannten
konservativen LGBTQ+ Kreise.
Post by wolfgang sch
Post by Quinn C
Praktisch jeder glaubt, es gäbe psychologische Unterschiede zwischen
biologisch männlichen und weiblichen Menschen, obwohl die sich
wissenschaftlich nicht nachweisen lassen.
Ich weiß nicht was jeder glaubt, du sicher auch nicht. Ist für das
Thema aber nicht so wichtig. Mir ist es wurscht.
Für welches Thema ist das nicht wichtig? Das ist ja genau mein Thema.

Ich möchte nicht als "er" oder "sie" eingestuft werden, weil das dazu
führt, daß Leute bestimmte Annahmen über mich machen, teils bewußt,
teils unbewußt, mich als einen der ihren vereinnahmen usw.
--
HINWEIS: Nur ernste Bewerber willkommen sein und offen für
Geschäfte
-- SPAMPOESIE
Detlef Meißner
2020-05-19 14:01:04 UTC
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Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Post by Quinn C
Hitler oder Trump sind auch in der Ethik ihrer eigenen Zeit Verbrecher.
https://www.youtube.com/watch?v=hn1VxaMEjRU
Die Nazis haben sich selbst nicht als Bösewichter gesehen. Die haben
gedacht, sie tun etwas Notwendiges, für das sie die Nachwelt preisen
würde. In der Innensicht ist da kein Unterschied zu beliebigen anderen
Ideologien.
Dass sie kriminell waren ist die Außensicht, die gottseidank überwiegt.
Aber sie basiert nur auf Konsens und der Tatsache dass ihre Gegner zum
Glück mehr und stärker waren, nicht auf einem objektivierbaren Maßstab.
Nicht objektivierbar, aber im Falle der Nazis bei der Mehrheit
konsensfähig, auch damals schon. Es war nötig, die eigene Bevölkerung
einzuschüchtern und zu unterdrücken, um das Nazi-Regime eine Weile
aufrechtzuerhalten. Bei fortgesetzter Demokratie wäre das nicht möglich
gewesen. Auch wenn mich die Zahl der Trotzdem-NSDAP-Wähler vermutlich
entsetzt hätte.
Und es gibt genug andere Beispiele dafür, sogar live heute, dazu braucht
man nicht die Nazis als "Ausnahme" bemühen.
Und das heißt, es gibt genug Kreise, die auch in der politischen
Auseinandersetzung nicht das Gemeinwohl anstreben.
Nach ihrem Verständnis tun sie das aber!
Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Post by Quinn C
Praktisch jeder glaubt, es gäbe psychologische Unterschiede zwischen
biologisch männlichen und weiblichen Menschen, obwohl die sich
wissenschaftlich nicht nachweisen lassen.
Ich weiß nicht was jeder glaubt, du sicher auch nicht. Ist für das
Thema aber nicht so wichtig. Mir ist es wurscht.
Für welches Thema ist das nicht wichtig? Das ist ja genau mein Thema.
Ich möchte nicht als "er" oder "sie" eingestuft werden, weil das dazu
führt, daß Leute bestimmte Annahmen über mich machen, teils bewußt,
teils unbewußt,
Und das ist schlimm?
Post by Quinn C
mich als einen der ihren vereinnahmen usw.
Das lässt sich ganz einfach vermeiden bzw. verhindern.

Detlef
--
Verordnetes Gendern _ist_ Fundamentalismus!
[Henning Sponbiel]
Werner Holtfreter
2020-05-19 16:15:37 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Dass sie kriminell waren ist die Außensicht, die gottseidank
überwiegt. Aber sie basiert nur auf Konsens und der Tatsache dass
ihre Gegner zum Glück mehr und stärker waren, nicht auf einem
objektivierbaren Maßstab.
Nicht objektivierbar, aber im Falle der Nazis bei der Mehrheit
konsensfähig, auch damals schon. Es war nötig, die eigene
Bevölkerung einzuschüchtern und zu unterdrücken, um das
Nazi-Regime eine Weile aufrechtzuerhalten.
Hitler wurde in freien Wahlen unter den Bedingungen der Weimarer
Republik gewählt und dann hat ihm der frei gewählte Reichstag mit
dem Ermächtigungsgesetz diktatorische Rechte eingeräumt. Mindestens
bis zum Kriegsbeginn war die Zustimmung zum Regime ungebrochen. Die
jubelnden Menschenmassen, z.B. in Wien beim Anschluss, waren
freiwillig dort, sie mussten nicht demonstrieren, wie bei den
Kommunisten in der DDR. (Es gibt einen interessanten Unterschied
zwischen den beiden deutschen Diktaturen: Die eine machte kein Hehl
daraus, dass sie eine Diktatur ist, die andere behauptete, eine
Demokratie zu sein.)

Die deutliche Mehrheit sah in Hitler den Garanten für steigenden
Wohlstand. Die Arbeitslosigkeit fiel binnen weniger Jahre von 6 Mio
auf praktisch Null. Die "Arbeit mit der Faust" und mit ihr der
einfache Arbeiter wurden aufgewertet, gleichzeitig war man
wissenschaftlich-technisch an der Weltspitze. Es herrschte
Aufbruchstimmung, wie es sie dann nur noch einmal in den 60er
Jahren in der Bundesrepublik gab.

Vertrieben wurden die Juden (bis zum Kriegsbeginn), eingeschüchtert
wurden die Gegner. Am Gesamtbild weitgehender Zustimmung ändert das
aber nichts. Die Mehrheit wollte nicht befreit werden - schon
deshalb ist der Begriff "Befreiung" reine Propaganda.
--
Gruß Werner
https://www.youtube.com/watch?v=fN--klIm3DQ
Ramelow dankt der CDU-Fraktion, dass sie
ihm durch Enthaltung den Weg geebnet habe.
Detlef Meißner
2020-05-19 16:55:52 UTC
Permalink
Post by Werner Holtfreter
Vertrieben wurden die Juden (bis zum Kriegsbeginn),
Und dann vernichtet.
Post by Werner Holtfreter
eingeschüchtert
wurden die Gegner.
Oder ins KZ gesteckt.
Und "unwertes Leben" wurde vernichtet.
Post by Werner Holtfreter
Am Gesamtbild weitgehender Zustimmung ändert das
aber nichts.
Die Zustimmung bröckelte stark. Aber man sah keine Alternative, zumal
der Feind auf Grund der Propaganda Schlimmes befürchten ließ.
Post by Werner Holtfreter
Die Mehrheit wollte nicht befreit werden
Aber sie wollten ein Ende des Krieges.
Post by Werner Holtfreter
- schon
deshalb ist der Begriff "Befreiung" reine Propaganda.
Früher hießen die Alliierten "Siegermächte", die Attentäter gegen das
NS-Regime "Volksverräter" und Deserteure wurden verachtet.
Das versuchte die CDU gegen Willy Brandt einzusetzen.

Später hat sich diese Einstellung geändert, aber nicht durchgängig.
Noch immer kämpfen Angehörige darum, dass Getötete als NS-Opfer
gewertet werden und nicht als Verbrecher.

Detlef
--
Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten
Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit, diese
Sprache zu lernen. (Mark Twain)
Stefan Schmitz
2020-05-19 17:22:04 UTC
Permalink
Post by Werner Holtfreter
Hitler wurde in freien Wahlen unter den Bedingungen der Weimarer
Republik gewählt und dann hat ihm der frei gewählte Reichstag mit
dem Ermächtigungsgesetz diktatorische Rechte eingeräumt.
Nein, das war nicht der frei gewählte Reichstag.
Das war ein Reichstag, in dem die Opposition entweder in Haft saß oder mit
illegaler Waffengewalt eingeschüchtert wurde.
Detlef Meißner
2020-05-19 17:52:08 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Werner Holtfreter
Hitler wurde in freien Wahlen unter den Bedingungen der Weimarer
Republik gewählt und dann hat ihm der frei gewählte Reichstag mit
dem Ermächtigungsgesetz diktatorische Rechte eingeräumt.
Nein, das war nicht der frei gewählte Reichstag.
Frei gewählt ist er ja worden, allerdings waren bei der Abstimmung
etliche Abgeordnete abwesend.
Die Stimmen der KPD waren nach dem Reichstagbrand annuliert worden, 26
Abgeordnete der SPD waren verhaftet worden oder geflohen.
Post by Stefan Schmitz
Das war ein Reichstag, in dem die Opposition entweder in Haft saß oder mit
illegaler Waffengewalt eingeschüchtert wurde.
^^^^^^^^^^
Würde ich weglassen.
Trotzdem stimmten die anwesenden SPD-Abgeordneten geschlossen dagegen.

Elementar war die Änderung der Geschäftsordnung, nach der die
Abwesenden Abgeordneten als anwesend gezählt wurden. So kam dann die
erforderliche Zweidrittelmehrheit zustande.

Detlef

Die unrühmliche Rolle des Zentrums (später CDU) dabei hat man später
gern unter den Tisch fallen lassen.

Detlef

Detlef
--
Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten
Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit, diese
Sprache zu lernen. (Mark Twain)
Gerald Gruner
2020-05-19 20:08:52 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Elementar war die Änderung der Geschäftsordnung, nach der die
Abwesenden Abgeordneten als anwesend gezählt wurden. So kam dann die
erforderliche Zweidrittelmehrheit zustande.
...während man heute im Bundestag die Geschäftsordnung bewusst beugt, indem
man bei späten Sitzungen, wo nur noch ein paar Abgeordnete anwesend sind,
die offensichtliche Beschlussunfähigkeit des Parlaments einfach nicht
formell feststellt, und so tut, als wäre es noch ein demokratischer
Beschluss.
Die Methoden damals und heute ähneln sich erschreckend.

MfG
Gerald
--
Sechs Prozent der Wohlhabenden spielten Lotto, hingegen verwetteten
77 Prozent der Armen einen Teil ihres Geldes.
- aus Thomas Corleys Studie über die Gewohnheiten von Armen und Reichen
Detlef Meißner
2020-05-19 20:12:02 UTC
Permalink
Post by Gerald Gruner
Post by Detlef Meißner
Elementar war die Änderung der Geschäftsordnung, nach der die
Abwesenden Abgeordneten als anwesend gezählt wurden. So kam dann die
erforderliche Zweidrittelmehrheit zustande.
...während man heute im Bundestag die Geschäftsordnung bewusst beugt,
Du meinst, damals habe man das nicht bewusst gemacht?
Post by Gerald Gruner
indem
man bei späten Sitzungen, wo nur noch ein paar Abgeordnete anwesend sind,
die offensichtliche Beschlussunfähigkeit des Parlaments einfach nicht
formell feststellt, und so tut, als wäre es noch ein demokratischer
Beschluss.
Die Methoden damals und heute ähneln sich erschreckend.
Wir haben ein Verfassungsgericht. Das gab es damals nicht.

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
wolfgang sch
2020-05-20 06:14:16 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Post by Quinn C
Primär ist das in allen LGBTQ+ Kreisen üblich.
Nein
Ich spreche von meiner realen Lebenserfahrung,
Dann solltest du nicht das Wort "alle" verwenden.
Post by Quinn C
da kannst Du nicht "nein" sagen.
Zur Widerlegung von All-Aussagen genügt 1 Gegenbeispiel. Wenn man das
hat, kann man "nein" sagen.
Post by Quinn C
Wenn das in Deutschland tatsächlich selbst unter Schwulen und Lesben
kaum üblich ist, wäre das ein Grund mehr, nicht zurückzukehren.
Wie sehr in einem Land die letzten Pirouetten der politischen
Korrektheit zelebriert werden ist dir wichtiger als schönes Wetter und
sichere Renten?

Wobei letzteres ein wichtiger Punkt ist. Die gleichen politischen
Kräfte, die "Diskriminierung" brüllen wenn jemand ein falsches Pronomen
verwendet, haben keinerlei Skrupel, Menschen ihr Einkommen und ihre
Wohnung wegzunehmen und politische Strukturen zu schaffen die solches
auf breiter Front erleichtern. Das passt nicht zusammen. Ich denke
diese gekünstelten PC-Pirouetten sind ein Ablenkmanöver von den eigenen
Schweinereien, was ein weiterer Grund ist ihnen nicht zu folgen.
Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Post by Quinn C
Praktisch jeder glaubt, es gäbe psychologische Unterschiede zwischen
biologisch männlichen und weiblichen Menschen, obwohl die sich
wissenschaftlich nicht nachweisen lassen.
Ich weiß nicht was jeder glaubt, du sicher auch nicht. Ist für das
Thema aber nicht so wichtig. Mir ist es wurscht.
Für welches Thema ist das nicht wichtig? Das ist ja genau mein Thema.
Du wirst bemerkt haben, dass ich das Thema meide. Ich weiß darüber viel
zuwenig, habe keine ausgeprägte Meinung dazu, und finde es nicht
besonders wichtig.

Ich habe mich schon vor Wochen dazu bekannt, dass die Gesellschaft eine
Bringschuld hat, Menschen die "aus der Norm fallen" zu akzeptieren, und
auf Wunsch Unterstützung anzubieten. Das _ist_ wichtig.

Dazu ist aber keine genaue Definition und Interpretation der
Gender-Welt nach der neuesten Denkmode in den USA notwendig,
ebensowenig wie Namensschildchen mit Pronomen oder andere sprachliche
Kotaus. Es ist nicht nur nicht notwendig, sondern hinderlich, weil all
das selbst illiberal und einengend ist, und in manchen Ausprägungen
Ausdruck einer autoritären Ideologie, die wir nicht brauchen und die
uns nur schadet. Dies ist meine Motivation für den einen oder anderen
Widerspruch.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Werner Holtfreter
2020-05-19 14:02:04 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Ich denke aber nicht, auf einer richtigen
Seite zu stehen, weil ich grundsätzlich nicht davon ausgehe
dass es richtige oder falsche Seiten geben kann.
Falsche gibt es bestimmt, aber sicher weiß man das halt erst hinterher.
Ethik ist Produkt der Evolution und gesellschaftlicher
Vereinbarung. Sie ändert sich in Zeit und Raum. Es gibt NUR
subjektive Bewertungen und zeitlich und räumlich begrenzte
gesellschaftliche Konsense, beide sind nicht absolut und ständig
im Fluss. Es gibt deshalb keine absolute Ethik, kein absolutes
Richtig und Falsch, und deshalb keine richtigen und falschen
Seiten.
Hitler oder Trump sind auch in der Ethik ihrer eigenen Zeit
Verbrecher. Sie zu Staatslenkern zu machen, halte ich für klar
falsch. Ich halte es für ziemlich offensichtlich, daß in solchen
Fällen für die Wähler andere Überlegungen als Ethik überwiegen.
Beide Personen kann man auch aus ethischen Motiven wählen. Es ist
dann nur eine andere Ethik als deine. Die meisten Wähler lassen
sich aber nicht von ethischen Überlegungen leiten, nicht einmal
davon wer richtig oder gerecht handeln würde sondern danach, wer
ihnen persönlich Vorteil verspricht.
Post by Quinn C
Praktisch jeder glaubt, es gäbe psychologische Unterschiede
zwischen biologisch männlichen und weiblichen Menschen,
Bis sie sich vom Gegenteil überzeugt haben. Einzelbeispiele
entfalten keine Beweiskraft, aber wenn man seinen Kindern (m+w)
sowohl Puppen wie auch Autos zum Spiel gibt und die klaren
Präferenzen beobachtet...
--
Gruß Werner
https://www.youtube.com/watch?v=fN--klIm3DQ
Ramelow dankt der CDU-Fraktion, dass sie
ihm durch Enthaltung den Weg geebnet habe.
Stefan Schmitz
2020-05-19 14:06:39 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Primär ist das in allen LGBTQ+ Kreisen üblich. Da trägt man fast immer
Namensschildchen mit Pronomen oder macht eine Vorstellungsrunde mit
Pronomen. Daher kommen natürlich die meisten solchen Erfahrungen. Aber
es ist mir auch schon bei einer Kegelrunde vorgekommen, daß jemand
nachgefragt hat.
Und wenn dann 20 Leute ihr jeweiliges Pronomen genannt haben, wie viele davon
werden anschließend mit dem richtigen bezeichnet?
Quinn C
2020-05-19 18:07:59 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Quinn C
Primär ist das in allen LGBTQ+ Kreisen üblich. Da trägt man fast immer
Namensschildchen mit Pronomen oder macht eine Vorstellungsrunde mit
Pronomen. Daher kommen natürlich die meisten solchen Erfahrungen. Aber
es ist mir auch schon bei einer Kegelrunde vorgekommen, daß jemand
nachgefragt hat.
Und wenn dann 20 Leute ihr jeweiliges Pronomen genannt haben, wie viele davon
werden anschließend mit dem richtigen bezeichnet?
In der Regel alle, warum?
--
Identitat ist heute ein mobiles Thema, und in der Vergangenheit
konnte sie einfach so entschwinden. Das andert sich.
-- SPAMPOESIE
Stefan Schmitz
2020-05-19 19:41:28 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by Stefan Schmitz
Post by Quinn C
Primär ist das in allen LGBTQ+ Kreisen üblich. Da trägt man fast immer
Namensschildchen mit Pronomen oder macht eine Vorstellungsrunde mit
Pronomen. Daher kommen natürlich die meisten solchen Erfahrungen. Aber
es ist mir auch schon bei einer Kegelrunde vorgekommen, daß jemand
nachgefragt hat.
Und wenn dann 20 Leute ihr jeweiliges Pronomen genannt haben, wie viele davon
werden anschließend mit dem richtigen bezeichnet?
In der Regel alle, warum?
Weil ich mir nicht vorstellen kann, dass sich jeder so schnell alle
merken kann.
Detlef Meißner
2020-05-19 19:51:02 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Quinn C
Post by Stefan Schmitz
Post by Quinn C
Primär ist das in allen LGBTQ+ Kreisen üblich. Da trägt man fast immer
Namensschildchen mit Pronomen oder macht eine Vorstellungsrunde mit
Pronomen. Daher kommen natürlich die meisten solchen Erfahrungen. Aber
es ist mir auch schon bei einer Kegelrunde vorgekommen, daß jemand
nachgefragt hat.
Und wenn dann 20 Leute ihr jeweiliges Pronomen genannt haben, wie viele
davon werden anschließend mit dem richtigen bezeichnet?
In der Regel alle, warum?
Weil ich mir nicht vorstellen kann, dass sich jeder so schnell alle
merken kann.
Möglicherweise bekommt jeder ein Kärtchen angeheftet und/oder man probt
das ganzen erst mal eine halbe Stunde.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Werner Holtfreter
2020-05-19 01:42:15 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Und so vermittelst Du also in bestimmten Kontexten "ich bin
antifeministisch". Dir ist das anscheinend recht, aber für mich
und andere heißt das, Du bist für Männerbevorzugung.
Ich weiß nicht, ob man es damals schon Feminismus genannt hat, aber
einst ging es der Frauenbewegung um gleiches Recht. Nachdem das in
D vollständig erreicht ist, geht es heute um mehr: Um die gleiche
Stellung (Gleichstellung). Das bedeutet Frauenbevorzugung, z.B.
durch Quoten und niedrigere Zugangshürden beim Medizinstudium.

Wer für die Gleichberechtigung der Geschlechter ist, ist daher heute
Anti-Feminist.

Auch wer verfassungstreu ist, ist Anti-Feminist, denn unsere
Verfassung verlangt keine Gleichstellung sondern fordert
die "Durchsetzung der GleichBERECHTIGUNG":
------------------------
GG Art 3 (2): Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat
fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von
Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender
Nachteile hin.
------------------------
Die GleichSTELLUNGSgesetze und Quoten sind daher verfassungwidrig,
weil diese in einem unauflösbaren Gegensatz zur GleichBERECHTIGUNG
stehen. (So lange niemand dagegen vorgeht, bleiben sie dennoch
gültig.)
--
Gruß Werner
https://www.youtube.com/watch?v=fN--klIm3DQ
Ramelow dankt der CDU-Fraktion, dass sie
ihm durch Enthaltung den Weg geebnet habe.
Quinn C
2020-05-19 03:10:17 UTC
Permalink
Post by Werner Holtfreter
Wer für die Gleichberechtigung der Geschlechter ist, ist daher heute
Anti-Feminist.
Woher kommt bloß diese Wahrnehmung?

Ich lese regelmäßig Artikel von oder höre Interviews mit feministischen
Autor*innen, und die meisten haben keine großen gesellschaftsumwälzenden
Pläne, sondern drehen sich um die vielen kleinen alltäglichen
Hindernisse, die in der Summe dazu beitragen, daß beruflicher Erfolg und
persönliche Verwirklichung schwerer zu erreichen sind, wenn man kein
Mann ist.

Der Extraaufwand, um "gut auszusehen", das Eingeschüchtertwerden, das
Runtergemachtwerden, das Nichtbeachtetwerden, das in eine helfende Rolle
gedrängt werden, das Aufbürden von Hausarbeit und Pflegearbeit, die
Zuständigkeit für anderer Leute Gefühle, das sexuell Belästigtwerden
usw. usf.

Das ist der Feminismus, den ich kenne und schätze (jetzt oft unter
Einbeziehung sonstiger Geschlechter).
--
(1) Vollstandiger Name:
(2) parmanent Adresse & Country:
(3) Sex & Alter:
-- SPAMPOESIE
Stephan Seitz
2020-05-19 07:28:00 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Der Extraaufwand, um "gut auszusehen", das Eingeschüchtertwerden, das
Ist häufig etwas, was aus meinen Erfahrungen ein Druck unter Frauen
ist. Den meisten Männern ist es völlig egal.

Shade and sweet water!

Stephan
--
| Stephan Seitz E-Mail: stse+***@rootsland.net |
| If your life was a horse, you'd have to shoot it. |
Detlef Meißner
2020-05-19 08:19:53 UTC
Permalink
Post by Stephan Seitz
Post by Quinn C
Der Extraaufwand, um "gut auszusehen", das Eingeschüchtertwerden, das
Ist häufig etwas, was aus meinen Erfahrungen ein Druck unter Frauen
ist.
Man brauchst sich nur mal die entsprechenden Kanäle bei Youtube
anzusehen. Erschreckend, was aus unserer (weiblichen) Jugend geworden
ist.

Den meisten Männern ist es völlig egal.

Höchsten die Luden haben daran ein Interesse.

Detlef
--
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist, dir beizustehen, wenn du im
Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist.
(Mark Twain)
Quinn C
2020-05-19 13:47:36 UTC
Permalink
Post by Stephan Seitz
Post by Quinn C
Der Extraaufwand, um "gut auszusehen", das Eingeschüchtertwerden, das
Ist häufig etwas, was aus meinen Erfahrungen ein Druck unter Frauen
ist. Den meisten Männern ist es völlig egal.
Auf der Arbeit ist es nicht egal (darum geht es meist in dem, was ich
lese). Und für Promis, für die meisten, über die regelmäßig die Medien
berichten (Politiker und so) schon gar nicht.

Nur wenige haben da die Souveränität einer Merkel zu sagen, seh ich halt
langweilig aus, darauf kommt's nicht an, und selbst Merkel hat wohl noch
eine diversere Garderobe als die meisten ihrer männlichen Kollegen.

Was ich lese, kommt zudem oft aus den USA, wo diese Art
Druck/Oberflächlichkeit noch weit größer ist.
--
*Klicken Sie auf "Antwort" Fill the Grid Informationen.
Klicken Sie dann auf "Senden" One After-Füllung. *
-- SPAMPOESIE
Detlef Meißner
2020-05-19 14:02:36 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by Stephan Seitz
Post by Quinn C
Der Extraaufwand, um "gut auszusehen", das Eingeschüchtertwerden, das
Ist häufig etwas, was aus meinen Erfahrungen ein Druck unter Frauen
ist. Den meisten Männern ist es völlig egal.
Auf der Arbeit ist es nicht egal (darum geht es meist in dem, was ich
lese). Und für Promis, für die meisten, über die regelmäßig die Medien
berichten (Politiker und so) schon gar nicht.
Nur wenige haben da die Souveränität einer Merkel zu sagen, seh ich halt
langweilig aus, darauf kommt's nicht an, und selbst Merkel hat wohl noch
eine diversere Garderobe als die meisten ihrer männlichen Kollegen.
Was ich lese, kommt zudem oft aus den USA, wo diese Art
Druck/Oberflächlichkeit noch weit größer ist.
Genau, und deshalb sollen wir *hier* was ändern?

Detlef
--
Verordnetes Gendern _ist_ Fundamentalismus!
[Henning Sponbiel]
Quinn C
2020-05-19 18:08:02 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Quinn C
Post by Stephan Seitz
Post by Quinn C
Der Extraaufwand, um "gut auszusehen", das Eingeschüchtertwerden, das
Ist häufig etwas, was aus meinen Erfahrungen ein Druck unter Frauen
ist. Den meisten Männern ist es völlig egal.
Auf der Arbeit ist es nicht egal (darum geht es meist in dem, was ich
lese). Und für Promis, für die meisten, über die regelmäßig die Medien
berichten (Politiker und so) schon gar nicht.
Nur wenige haben da die Souveränität einer Merkel zu sagen, seh ich halt
langweilig aus, darauf kommt's nicht an, und selbst Merkel hat wohl noch
eine diversere Garderobe als die meisten ihrer männlichen Kollegen.
Was ich lese, kommt zudem oft aus den USA, wo diese Art
Druck/Oberflächlichkeit noch weit größer ist.
Genau, und deshalb sollen wir *hier* was ändern?
Tolle Logik.

Wenn Mörder in den USA jeden Tag hundert Leute umbringen, dann stehen
wir mit unseren zehn Leuten ja gut da und müssen nichts tun.
--
Wenn Sie mit irgendjemand anderem außer viel von ihnen, sind Sie
ganz in Gefahr.
-- SPAMPOESIE
Detlef Meißner
2020-05-19 19:53:31 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by Detlef Meißner
Post by Quinn C
Post by Stephan Seitz
Post by Quinn C
Der Extraaufwand, um "gut auszusehen", das Eingeschüchtertwerden, das
Ist häufig etwas, was aus meinen Erfahrungen ein Druck unter Frauen
ist. Den meisten Männern ist es völlig egal.
Auf der Arbeit ist es nicht egal (darum geht es meist in dem, was ich
lese). Und für Promis, für die meisten, über die regelmäßig die Medien
berichten (Politiker und so) schon gar nicht.
Nur wenige haben da die Souveränität einer Merkel zu sagen, seh ich halt
langweilig aus, darauf kommt's nicht an, und selbst Merkel hat wohl noch
eine diversere Garderobe als die meisten ihrer männlichen Kollegen.
Was ich lese, kommt zudem oft aus den USA, wo diese Art
Druck/Oberflächlichkeit noch weit größer ist.
Genau, und deshalb sollen wir *hier* was ändern?
Tolle Logik.
Wenn Mörder in den USA jeden Tag hundert Leute umbringen, dann stehen
wir mit unseren zehn Leuten ja gut da und müssen nichts tun.
Was interessieren mich Mörder in den USA?
Soll gefälligst was in den USA geändert werden!
Und hier sorgen wir uns darum, dass es nicht so wie in den USA wird.

Detlef
--
Verordnetes Gendern _ist_ Fundamentalismus!
[Henning Sponbiel]
Sergio Gatti
2020-05-19 14:12:15 UTC
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Post by Quinn C
Nur wenige haben da die Souveränität einer Merkel zu sagen, seh ich halt
langweilig aus, darauf kommt's nicht an, und selbst Merkel hat wohl noch
eine diversere Garderobe als die meisten ihrer männlichen Kollegen.
Ganz eindeutig! Ich kenne keinen Mann, weder Politiker noch sonst was,
der Jacketts, Sakkos oder Jacken in so vielen Farben trägt, wie sie man
hier sehen kann.
<https://www.theguardian.com/fashion/shortcuts/2012/oct/09/angela-merkel-jacket-pantone>
Werner Holtfreter
2020-05-19 14:12:53 UTC
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Post by Quinn C
Post by Werner Holtfreter
Wer für die Gleichberechtigung der Geschlechter ist, ist daher
heute Anti-Feminist.
Woher kommt bloß diese Wahrnehmung?
Von dem, was du nicht zitiert hast.
Post by Quinn C
Ich lese regelmäßig Artikel von oder höre Interviews mit
feministischen Autor*innen, und die meisten haben keine großen
gesellschaftsumwälzenden Pläne, sondern drehen sich um die vielen
kleinen alltäglichen Hindernisse, die in der Summe dazu beitragen,
daß beruflicher Erfolg und persönliche Verwirklichung schwerer zu
erreichen sind, wenn man kein Mann ist.
Freilich, jammern gehört zum Handwerk.
Post by Quinn C
Der Extraaufwand, um "gut auszusehen"
Wir haben ja schon festgestellt, dass bei verwehrtem Blick auf die
sekundären Geschlechtsorgane Verwechselungen der Geschlechter
geschehen können. Frauen wollen aber meist zuverlässig als Frauen
wahrgenommen werden und attraktiv wirken. Das ist ihre freie
Entscheidung, wie auch Schwangerschaft heute ihre freie
Entscheidung ist. Sie jammern über die Last eigenen Entscheidungen.
--
Gruß Werner
https://www.youtube.com/watch?v=fN--klIm3DQ
Ramelow dankt der CDU-Fraktion, dass sie
ihm durch Enthaltung den Weg geebnet habe.
Detlef Meißner
2020-05-19 15:47:29 UTC
Permalink
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Post by Werner Holtfreter
Wer für die Gleichberechtigung der Geschlechter ist, ist daher
heute Anti-Feminist.
Woher kommt bloß diese Wahrnehmung?
Von dem, was du nicht zitiert hast.
Post by Quinn C
Ich lese regelmäßig Artikel von oder höre Interviews mit
feministischen Autor*innen, und die meisten haben keine großen
gesellschaftsumwälzenden Pläne, sondern drehen sich um die vielen
kleinen alltäglichen Hindernisse, die in der Summe dazu beitragen,
daß beruflicher Erfolg und persönliche Verwirklichung schwerer zu
erreichen sind, wenn man kein Mann ist.
Freilich, jammern gehört zum Handwerk.
Post by Quinn C
Der Extraaufwand, um "gut auszusehen"
Wir haben ja schon festgestellt, dass bei verwehrtem Blick auf die
sekundären Geschlechtsorgane Verwechselungen der Geschlechter
geschehen können. Frauen wollen aber meist zuverlässig als Frauen
wahrgenommen werden und attraktiv wirken. Das ist ihre freie
Entscheidung, wie auch Schwangerschaft heute ihre freie
Entscheidung ist. Sie jammern über die Last eigenen Entscheidungen.
Mündigkeit kann eine Last sein.

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
Stephan Seitz
2020-05-19 16:26:34 UTC
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Post by Werner Holtfreter
geschehen können. Frauen wollen aber meist zuverlässig als Frauen
wahrgenommen werden und attraktiv wirken. Das ist ihre freie
Ja, das ist so eine selbstgemachtes Problem. Ein Kollege erzählte mal,
wie er verdattert seine Frau angeschaut hat, weil sie bei großer Hitze
lange Hose anhatte. Was war? Die Beine waren nicht mehr gut rasiert.
Sie wußte, daß es ihm egal ist, aber sie wollte sich so den Blicken
der anderen Frauen nicht aussetzen.
Post by Werner Holtfreter
Entscheidung, wie auch Schwangerschaft heute ihre freie
Entscheidung ist. Sie jammern über die Last eigenen Entscheidungen.
Naja, da zu einer Schwangerschaft im Normalfall auch eine andere
Person gehört, sollte die durchaus mitentscheiden können.

Shade and sweet water!

Stephan
--
| Stephan Seitz E-Mail: stse+***@rootsland.net |
| If your life was a horse, you'd have to shoot it. |
Detlef Meißner
2020-05-19 16:57:20 UTC
Permalink
Post by Stephan Seitz
Post by Werner Holtfreter
geschehen können. Frauen wollen aber meist zuverlässig als Frauen
wahrgenommen werden und attraktiv wirken. Das ist ihre freie
Ja, das ist so eine selbstgemachtes Problem. Ein Kollege erzählte mal,
wie er verdattert seine Frau angeschaut hat, weil sie bei großer Hitze
lange Hose anhatte. Was war? Die Beine waren nicht mehr gut rasiert.
Sie wußte, daß es ihm egal ist, aber sie wollte sich so den Blicken
der anderen Frauen nicht aussetzen.
Niemand kann gemeiner zu einer Frau sein als eine andere Frau.

Detlef
--
Verordnetes Gendern _ist_ Fundamentalismus!
[Henning Sponbiel]
Quinn C
2020-05-19 18:07:59 UTC
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Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Post by Werner Holtfreter
Wer für die Gleichberechtigung der Geschlechter ist, ist daher
heute Anti-Feminist.
Woher kommt bloß diese Wahrnehmung?
Von dem, was du nicht zitiert hast.
Das reicht nicht. Meine Frage zielte ja darauf: woher kommt diese
selektive Wahrnehmung, die so viele andere Ausprägungen des Feminismus
ignoriert, wie die, die ich anschließend zitiert habe?

Filterblase ist die heute übliche Erklärung.
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Ich lese regelmäßig Artikel von oder höre Interviews mit
feministischen Autor*innen, und die meisten haben keine großen
gesellschaftsumwälzenden Pläne, sondern drehen sich um die vielen
kleinen alltäglichen Hindernisse, die in der Summe dazu beitragen,
daß beruflicher Erfolg und persönliche Verwirklichung schwerer zu
erreichen sind, wenn man kein Mann ist.
Freilich, jammern gehört zum Handwerk.
Zu all dem gibt's auch wissenschaftliche Studien. Die lese ich nicht so
oft, werden aber in dem, was ich lese, immer wieder erwähnt.
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Der Extraaufwand, um "gut auszusehen"
Wir haben ja schon festgestellt, dass bei verwehrtem Blick auf die
sekundären Geschlechtsorgane Verwechselungen der Geschlechter
geschehen können. Frauen wollen aber meist zuverlässig als Frauen
wahrgenommen werden und attraktiv wirken. Das ist ihre freie
Entscheidung,
Und warum ist "attraktiv wirken" bei Frauen mit so viel mehr Aufwand
verbunden als bei Männern?

Warum werden an Männer so niedrige Ansprüche gestellt?

Oder: warum ist ein "professionelles" Aussehen bei Frauen viel mehr mit
"Attraktivität als Frau" gekoppelt als analog bei Männern?
Post by Werner Holtfreter
wie auch Schwangerschaft heute ihre freie
Entscheidung ist. Sie jammern über die Last eigenen Entscheidungen.
Es geht in feministischen Texten meist nicht um den Heiratsmarkt.

Wie schon in einer anderen Antwort angedeutet, drohen Frauen in nicht
wenigen Stellungen berufliche Nachteile, wenn sie ebenso wenig Aufwand
in ihr Aussehen stecken wie die meisten männlichen Kollegen, also z.B.
ungeschminkt erscheinen, oder in bequemen Schuhen.
--
Mein Name ist Dr. Wendy Watt ein Legitime Seriöse Geld Lender.
-- SPAMPOESIE
Werner Holtfreter
2020-05-19 19:55:35 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Post by Werner Holtfreter
Wer für die Gleichberechtigung der Geschlechter ist, ist daher
heute Anti-Feminist.
Woher kommt bloß diese Wahrnehmung?
Von dem, was du nicht zitiert hast.
Das reicht nicht. Meine Frage zielte ja darauf: woher kommt diese
selektive Wahrnehmung, die so viele andere Ausprägungen des
Feminismus ignoriert, wie die, die ich anschließend zitiert habe?
Filterblase ist die heute übliche Erklärung.
Da fühle ich mich nicht angesprochen, nachdem ich geschrieben habe,
dass der Feminismus einst legitime Ziele verfolgt hat.
Post by Quinn C
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Ich lese regelmäßig Artikel von oder höre Interviews mit
feministischen Autor*innen, und die meisten haben keine großen
gesellschaftsumwälzenden Pläne, sondern drehen sich um die
vielen kleinen alltäglichen Hindernisse, die in der Summe dazu
beitragen, daß beruflicher Erfolg und persönliche Verwirklichung
schwerer zu erreichen sind, wenn man kein Mann ist.
Freilich, jammern gehört zum Handwerk.
Zu all dem gibt's auch wissenschaftliche Studien.
Deren Wert wird hier dargestellt. Sehr um Objektivität bemüht und
sehenswert: Harald Eia: Gehirnwäsche: Das Gleichstellungs - Paradox


Post by Quinn C
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Der Extraaufwand, um "gut auszusehen"
Wir haben ja schon festgestellt, dass bei verwehrtem Blick auf
die sekundären Geschlechtsorgane Verwechselungen der Geschlechter
geschehen können. Frauen wollen aber meist zuverlässig als Frauen
wahrgenommen werden und attraktiv wirken. Das ist ihre freie
Entscheidung,
Und warum ist "attraktiv wirken" bei Frauen mit so viel mehr
Aufwand verbunden als bei Männern?
Weil sie von Natur aus weniger attraktiv sind? :-)

Würden sie sich mit dem Maß an Attraktivität begnügen, wie sie
Männern zu eigen ist, hätten sie sogar noch weniger Aufwand: Sie
müssten sich nicht rasieren.

Sie treiben den Aufwand primär, weil sie Freude daran haben, gut,
auszusehen. Dass das auch berufliche und sonstige Vorteile bringt,
will ich gar nicht bestreiten.
Post by Quinn C
Warum werden an Männer so niedrige Ansprüche gestellt?
Oder: warum ist ein "professionelles" Aussehen bei Frauen viel
mehr mit "Attraktivität als Frau" gekoppelt als analog bei
Männern?
Je höher die Fachkompetenz, desto weniger wichtig ist die
Erscheinung. Das gilt für beide Geschlechter.
Post by Quinn C
Post by Werner Holtfreter
wie auch Schwangerschaft heute ihre freie
Entscheidung ist. Sie jammern über die Last eigenen
Entscheidungen.
Es geht in feministischen Texten meist nicht um den Heiratsmarkt.
Wie schon in einer anderen Antwort angedeutet, drohen Frauen in
nicht wenigen Stellungen berufliche Nachteile, wenn sie ebenso
wenig Aufwand in ihr Aussehen stecken wie die meisten männlichen
Kollegen, also z.B. ungeschminkt erscheinen, oder in bequemen
Schuhen.
Es gibt Bereiche, in denen eine gute Erscheinung zum Beruf gehört.
Dort, wo repräsentiert werden soll. Aber auch das gilt für beide
Geschlechter.
--
Gruß Werner

Ramelow dankt der CDU-Fraktion, dass sie
ihm durch Enthaltung den Weg geebnet habe.
Detlef Meißner
2020-05-19 20:09:19 UTC
Permalink
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Und warum ist "attraktiv wirken" bei Frauen mit so viel mehr
Aufwand verbunden als bei Männern?
Weil sie von Natur aus weniger attraktiv sind? :-)
Würden sie sich mit dem Maß an Attraktivität begnügen, wie sie
Männern zu eigen ist, hätten sie sogar noch weniger Aufwand: Sie
müssten sich nicht rasieren.
Sie treiben den Aufwand primär, weil sie Freude daran haben, gut,
auszusehen.
Sie machen eine Wissenschaft daraus und wollen sich gegenseitig mit
Schminktipps übertrumpfen.
Sie kaufen ständig Beautyzeugs. Das meiste wird allerdings nicht
verwendet, sondern als große Sammlung über ebay-kleinanzeigen wieder
verschenkt.
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Warum werden an Männer so niedrige Ansprüche gestellt?
Oder: warum ist ein "professionelles" Aussehen bei Frauen viel
mehr mit "Attraktivität als Frau" gekoppelt als analog bei
Männern?
Je höher die Fachkompetenz, desto weniger wichtig ist die
Erscheinung. Das gilt für beide Geschlechter.
"Sie ist zwar dumm, sieht aber gut aus" wird bei einer Frau akzeptiert,
bei einem Mann aber nicht. Eine deutliche Benachteiligung.

Es ist erschreckend, wie viele dämliche Weiber, die glauben, sie seien
schön, es die letzte Zeit im Privat-TV zu sehen gab!

Allerdings gibt es wohl etliche Männer, die ihnen nacheifern.

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
René Marquardt
2020-05-19 22:49:44 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Sie machen eine Wissenschaft daraus und wollen sich gegenseitig mit
Schminktipps übertrumpfen.
Sie kaufen ständig Beautyzeugs. Das meiste wird allerdings nicht
verwendet, sondern als große Sammlung über ebay-kleinanzeigen wieder
verschenkt.
Ach, woher kennst du meine Frau?
René Marquardt
2020-05-19 22:47:40 UTC
Permalink
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Post by Werner Holtfreter
Wer für die Gleichberechtigung der Geschlechter ist, ist daher
heute Anti-Feminist.
Woher kommt bloß diese Wahrnehmung?
Von dem, was du nicht zitiert hast.
Das reicht nicht. Meine Frage zielte ja darauf: woher kommt diese
selektive Wahrnehmung, die so viele andere Ausprägungen des
Feminismus ignoriert, wie die, die ich anschließend zitiert habe?
Filterblase ist die heute übliche Erklärung.
Da fühle ich mich nicht angesprochen, nachdem ich geschrieben habe,
dass der Feminismus einst legitime Ziele verfolgt hat.
Auch hierzu wieder der Hinweis zu den Wellen des Feminismusseses...
Detlef Meißner
2020-05-19 19:59:15 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Der Extraaufwand, um "gut auszusehen"
Wir haben ja schon festgestellt, dass bei verwehrtem Blick auf die
sekundären Geschlechtsorgane Verwechselungen der Geschlechter
geschehen können. Frauen wollen aber meist zuverlässig als Frauen
wahrgenommen werden und attraktiv wirken. Das ist ihre freie
Entscheidung,
Und warum ist "attraktiv wirken" bei Frauen mit so viel mehr Aufwand
verbunden als bei Männern?
Warum verbringen Frauen soviel Zeit vor dem Spiegel?
Post by Quinn C
Warum werden an Männer so niedrige Ansprüche gestellt?
Das musst du die Frauen fragen.

BTW: Weibische Männer sind bei Frauen nicht so gefragt.
Post by Quinn C
Oder: warum ist ein "professionelles" Aussehen bei Frauen viel mehr mit
"Attraktivität als Frau" gekoppelt als analog bei Männern?
Weil ein Mann mit 50 für eine Frau attraktiver ist als für den Mann
eine gleichaltrige Frau.
Das ist das Schicksal der Frauen.
Post by Quinn C
Post by Werner Holtfreter
wie auch Schwangerschaft heute ihre freie
Entscheidung ist. Sie jammern über die Last eigenen Entscheidungen.
Es geht in feministischen Texten meist nicht um den Heiratsmarkt.
Ja, das ist sehr auffällig.
Post by Quinn C
Wie schon in einer anderen Antwort angedeutet, drohen Frauen in nicht
wenigen Stellungen berufliche Nachteile, wenn sie ebenso wenig Aufwand
in ihr Aussehen stecken wie die meisten männlichen Kollegen, also z.B.
ungeschminkt erscheinen, oder in bequemen Schuhen.
Welche beruflichen Nachteile drohen Männern, wenn sie geschminkt und in
unbequemen Schuhen zur Arbeit erscheinen?

Detlef
--
„Wir können nicht entscheiden, ob das, was wir Wahrheit nennen,
wahrhaftig Wahrheit ist oder ob es uns nur so scheint." (H. v. Kleist)
Der Habakuk.
2020-05-20 04:43:25 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Welche beruflichen Nachteile drohen Männern, wenn sie geschminkt und
in unbequemen Schuhen zur Arbeit erscheinen?
Und wenn sie dazu auch noch Rock und Bluse anziehen? Kündigung?

Versetzung vom Bankschalter mit Kundenkontakt ins Hinterzimmer zum
Kleingeldzählen?

Und ja: es wird immer auch auf die Branche ankommen, auf den Chef und
die Firmenkultur.

In manchen gibts halt schon ziemlich eng gefaßte Dresscodes.

In anderen ist das alles wieder Conchita Wurst.
--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*
Phillip Helbig (undress to reply)
2020-05-19 20:08:53 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Wie schon in einer anderen Antwort angedeutet, drohen Frauen in nicht
wenigen Stellungen berufliche Nachteile, wenn sie ebenso wenig Aufwand
in ihr Aussehen stecken wie die meisten männlichen Kollegen, also z.B.
ungeschminkt erscheinen, oder in bequemen Schuhen.
Quatsch.
Post by Quinn C
Welche beruflichen Nachteile drohen Männern, wenn sie geschminkt und in
unbequemen Schuhen zur Arbeit erscheinen?
Sie werden schnell entlassen. In dieser Hinsicht---nicht gesetzlich,
aber in der Praxis---haben Frauen viel mehr Freiheit. Ein "Gruppenbild
mit Dame(n) reicht: die Männer in Einheitsanzügen, die Frauen in Hosen,
Kleidern, Röcken, verschiedene Schuhen, geschminkt oder nicht, alle
möglichen Frisuren.
Detlef Meißner
2020-05-19 20:13:55 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Wie schon in einer anderen Antwort angedeutet, drohen Frauen in nicht
wenigen Stellungen berufliche Nachteile, wenn sie ebenso wenig Aufwand
in ihr Aussehen stecken wie die meisten männlichen Kollegen, also z.B.
ungeschminkt erscheinen, oder in bequemen Schuhen.
Wer hat das geschrieben?
Learn to quote!

Detlef
--
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist, dir beizustehen, wenn du im
Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist.
(Mark Twain)
René Marquardt
2020-05-19 22:35:43 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Post by Werner Holtfreter
Wer für die Gleichberechtigung der Geschlechter ist, ist daher
heute Anti-Feminist.
Woher kommt bloß diese Wahrnehmung?
Von dem, was du nicht zitiert hast.
Das reicht nicht. Meine Frage zielte ja darauf: woher kommt diese
selektive Wahrnehmung, die so viele andere Ausprägungen des Feminismus
ignoriert, wie die, die ich anschließend zitiert habe?
Filterblase ist die heute übliche Erklärung.
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Ich lese regelmäßig Artikel von oder höre Interviews mit
feministischen Autor*innen, und die meisten haben keine großen
gesellschaftsumwälzenden Pläne, sondern drehen sich um die vielen
kleinen alltäglichen Hindernisse, die in der Summe dazu beitragen,
daß beruflicher Erfolg und persönliche Verwirklichung schwerer zu
erreichen sind, wenn man kein Mann ist.
Freilich, jammern gehört zum Handwerk.
Zu all dem gibt's auch wissenschaftliche Studien. Die lese ich nicht so
oft, werden aber in dem, was ich lese, immer wieder erwähnt.
Post by Werner Holtfreter
Post by Quinn C
Der Extraaufwand, um "gut auszusehen"
Wir haben ja schon festgestellt, dass bei verwehrtem Blick auf die
sekundären Geschlechtsorgane Verwechselungen der Geschlechter
geschehen können. Frauen wollen aber meist zuverlässig als Frauen
wahrgenommen werden und attraktiv wirken. Das ist ihre freie
Entscheidung,
Und warum ist "attraktiv wirken" bei Frauen mit so viel mehr Aufwand
verbunden als bei Männern?
Warum werden an Männer so niedrige Ansprüche gestellt?
Oder: warum ist ein "professionelles" Aussehen bei Frauen viel mehr mit
"Attraktivität als Frau" gekoppelt als analog bei Männern?
Post by Werner Holtfreter
wie auch Schwangerschaft heute ihre freie
Entscheidung ist. Sie jammern über die Last eigenen Entscheidungen.
Es geht in feministischen Texten meist nicht um den Heiratsmarkt.
Wie schon in einer anderen Antwort angedeutet, drohen Frauen in nicht
wenigen Stellungen berufliche Nachteile, wenn sie ebenso wenig Aufwand
in ihr Aussehen stecken wie die meisten männlichen Kollegen, also z.B.
ungeschminkt erscheinen, oder in bequemen Schuhen.
Also wenn ich unrasiert, in Camo-Shorts und Flipflops einmarschiere,
haette ich wohl auch berufliche Nachteile.

Und der Pronomen wegen... ich habe ja nun oft mit Leuten zu tun,
also telekommunikativ, wo sich das Geschlecht fuer mich nicht vom
Namen ablesen laesst. Also von Chris und Pat usw. voellig abgesehen,
sondern krass dolle aussen gelaendische. Und da habe ich heute mal
extra wegen dir aufgepasst, und was soll ich sagen, es geht auch voellig
ohne pronominelle Verkrampfung, in dem man es naemlich weglaesst und
drum rum schreibt.
Statt "hey, kannst mir mal der Moze ihre Adresse sagen?"
und dann ins Fettnaeppchen tappen, weils ein er/sie/es ist,
fragt man einfach "hey, ich brauche die Adresse fuer Moserah Hayussinian
Yan-Lun al-Amir Andreyevna, kannste mir die mal rueberwachsen lassen?"
wolfgang sch
2020-05-18 16:14:19 UTC
Permalink
Weil Frauen, die "männliche" Auswahl treffen, nach
Höherem streben, während ein Mann, der sich "weiblich" benimmt, sich
selbst erniedrigt.
Ja, das Patriarchat unterdrückt beide Geschlechter. Was in dem Beispiel
unterdrückt wird, ist Weiblichkeit. Sonst käme man noch auf die Idee,
"Weiblichkeit" könnte ebenso wertvoll sein wie "Männlichkeit".
Wenn du das nächste Mal fragst, wo denn der Feminismus Zirkelschlüsse
führe, erinnere dich an diese beiden Zitate.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Quinn C
2020-05-18 16:25:01 UTC
Permalink
Post by wolfgang sch
Weil Frauen, die "männliche" Auswahl treffen, nach
Höherem streben, während ein Mann, der sich "weiblich" benimmt, sich
selbst erniedrigt.
Ja, das Patriarchat unterdrückt beide Geschlechter. Was in dem Beispiel
unterdrückt wird, ist Weiblichkeit. Sonst käme man noch auf die Idee,
"Weiblichkeit" könnte ebenso wertvoll sein wie "Männlichkeit".
Wenn du das nächste Mal fragst, wo denn der Feminismus Zirkelschlüsse
führe, erinnere dich an diese beiden Zitate.
Kein Problem, da stimmt alles.
--
Babys essen immer nicht gut. Reis und Brot, sogar Wasser oder
Milch kann in die Tasche gehalten werden.
-- SPAMPOESIE
wolfgang sch
2020-05-19 00:36:53 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Weil Frauen, die "männliche" Auswahl treffen, nach
Höherem streben, während ein Mann, der sich "weiblich" benimmt, sich
selbst erniedrigt.
Ja, das Patriarchat unterdrückt beide Geschlechter. Was in dem
Beispiel unterdrückt wird, ist Weiblichkeit. Sonst käme man noch auf
die Idee, "Weiblichkeit" könnte ebenso wertvoll sein wie
"Männlichkeit".
Wenn du das nächste Mal fragst, wo denn der Feminismus Zirkelschlüsse
führe, erinnere dich an diese beiden Zitate.
Kein Problem, da stimmt alles.
Der Wahrheitswert deiner Aussagen ist unbekannt, weil die Herleitung
einen Logikfehler begeht:

Du setzt bereits das voraus was du beweisen willst ("das Patriarchat",
"männlich" werde höher bewertet als "weiblich" oder so), ohne je die
Annahmen zu überprüfen. Dazu kommt dass "das Patriarchat" kein
wohldefinierter Begriff ist und deshalb möglicherweise unüberprüfbar
ist.

Deine Erklärungen für gesellschaftliche Vorgänge konstruierst du im
Nachhinein so, dass sie zu den Vorannahmen passen. Andere mögliche
Erklärungen nimmst du nicht zur Kenntnnis. So kann man natürlich mit
jeder beliebigen Vorannnahme umgehen und sie so vermeintlich
"bestätigen". So kommst du immer aufs "Patriarchat", so wie der Pfarrer
beim Wort zum Sonntag aufs Jesukind.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Quinn C
2020-05-19 02:55:35 UTC
Permalink
Post by wolfgang sch
Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Weil Frauen, die "männliche" Auswahl treffen, nach
Höherem streben, während ein Mann, der sich "weiblich" benimmt, sich
selbst erniedrigt.
Ja, das Patriarchat unterdrückt beide Geschlechter. Was in dem
Beispiel unterdrückt wird, ist Weiblichkeit. Sonst käme man noch auf
die Idee, "Weiblichkeit" könnte ebenso wertvoll sein wie
"Männlichkeit".
Wenn du das nächste Mal fragst, wo denn der Feminismus Zirkelschlüsse
führe, erinnere dich an diese beiden Zitate.
Kein Problem, da stimmt alles.
Der Wahrheitswert deiner Aussagen ist unbekannt, weil die Herleitung
Du setzt bereits das voraus was du beweisen willst ("das Patriarchat",
"männlich" werde höher bewertet als "weiblich" oder so), ohne je die
Annahmen zu überprüfen.
Ja, ich habe keinen "Beweis" dafür außer meiner Lebenserfahrung, und der
der meisten Frauen, die ich kenne.

Naja, und ein paar Tausend wissenschaftlichen Arbeiten.

Männer nehmen das öfter nicht wahr, aber das ist ja zu erwarten (Weiße
nehmen Rassismus weniger wahr als Schwarze etc.)
--
Wenn Sie interessiert sind, mit mir freundlicherweise nach vorn
unten Angaben arbeiten:
-- SPAMPOESIE
wolfgang sch
2020-05-19 08:32:51 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Du setzt bereits das voraus was du beweisen willst ("das Patriarchat",
"männlich" werde höher bewertet als "weiblich" oder so), ohne je die
Annahmen zu überprüfen.
Ja, ich habe keinen "Beweis" dafür außer meiner Lebenserfahrung, und der
der meisten Frauen, die ich kenne.
Bauchgefühl ist ja im Feminismus die gängige Form der Beweisführung.
Aber immer nur das eigene Bauchgefühl, nie das von anderen.
Post by Quinn C
Naja, und ein paar Tausend wissenschaftlichen Arbeiten.
Das wird wohl eher feministische "Wissenschaft" sein. Ein Schriftstück
das Blafasel-Begriffe wie "Patriarchat" als gegeben annimmt kann man
nicht als Wissenschaft ansehen.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
H.-P. Schulz
2020-05-19 09:17:12 UTC
Permalink
Post by wolfgang sch
Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Du setzt bereits das voraus was du beweisen willst ("das Patriarchat",
"männlich" werde höher bewertet als "weiblich" oder so), ohne je die
Annahmen zu überprüfen.
Ja, ich habe keinen "Beweis" dafür außer meiner Lebenserfahrung, und der
der meisten Frauen, die ich kenne.
Bauchgefühl ist ja im Feminismus die gängige Form der Beweisführung.
Aber immer nur das eigene Bauchgefühl, nie das von anderen.
Post by Quinn C
Naja, und ein paar Tausend wissenschaftlichen Arbeiten.
Das wird wohl eher feministische "Wissenschaft" sein.
Sag 's doch ruhig: Votzenwissenschaft, ne?
Post by wolfgang sch
Ein Schriftstück
das Blafasel-Begriffe wie "Patriarchat" als gegeben annimmt kann man
nicht als Wissenschaft ansehen.
Zu sagen, Du hättest keine Ahnung, wäre eine Beleidigung aller
redlichen Keine-Ahnung-Haber.

Du bist vom keine Ahnung Haben noch sehr, sehr weit.
wolfgang sch
2020-05-19 09:40:10 UTC
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Post by H.-P. Schulz
Post by wolfgang sch
Das wird wohl eher feministische "Wissenschaft" sein.
Sag 's doch ruhig: Votzenwissenschaft, ne?
Immer wenn die Politischkorrekten vulgär werden, projizieren sie ihr
eigenes Denken.

Zur Sache. Der Feminismus ist gleichzeitig ein politisches Programm,
eine Weltanschauung, und eine soziale Bewegung. Eine Wissenschaft ist
er nicht, das schließt sich gegenseitig aus. Die Zusammensetzung mit
dem Wort "Wissenschaft" ist daher a priori sinnlos, es kann sowenig
eine "feministische Wissenschaft" geben wie eine "katholische
Wissenschaft" oder eine "CDU-Wissenschaft". Daher erhebt sich ein
Anfangsverdacht, dass hier unter falschem Etikett politisiert wird.

Der Verdacht bestätigt sich, wenn man sich anguckt was da gemacht wird.
Der Feminismus bezeichnet sich selbst als "intervenierende
Wissenschaft", und meint damit eine die in die Gesellschaft eingreift
und den Anspruch erhebt Normen zu setzen. Konkret tut sie das zum
Beispiel in Form von Anweisungen zum Sprachgebrauch, die diese
vermeintliche Wissenschaft aufstellt. Das ist aber so
unwissenschaftlich wie eine päpstliche Enzyklika.

Da sind wir sogar on topic:

"Von einigen Vertretern der etablierten Linguistik wurde der
feministischen Linguistik das Fehlen wissenschaftlicher Standards
vorgeworfen. Da ein konkretes Ziel verfolgt werde, könne nicht
vorurteilsfrei geforscht werden. Auch sei die Behauptung, die Sprache
transportiere patriarchale Machtstrukturen und perpetuiere diese in der
unbewussten Anwendung, nicht verifizierbar. "

https://de.wikipedia.org/wiki/Feministische_Linguistik#Kritik
Post by H.-P. Schulz
Du bist vom keine Ahnung Haben noch sehr, sehr weit.
Ob jemand der in Form von Zoten kommuniziert, das beurteilen kann ..
--
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H.-P. Schulz
2020-05-19 10:40:43 UTC
Permalink
Post by wolfgang sch
Post by H.-P. Schulz
Post by wolfgang sch
Das wird wohl eher feministische "Wissenschaft" sein.
Sag 's doch ruhig: Votzenwissenschaft, ne?
Immer wenn die Politischkorrekten vulgär werden, projizieren sie ihr
eigenes Denken.
Zur Sache. Der Feminismus ist gleichzeitig ein politisches Programm,
ist er nicht. Es gibt politische Programme, die feministische
Standpunkte einfließen lassen.
Post by wolfgang sch
eine Weltanschauung,
"Weltanschauung" ist ein Wischiwaschi-Wort, unter das wer auch immer
was auch immer subsumieren kann.
Post by wolfgang sch
und eine soziale Bewegung.
Nein.
Feminismus ist ein Diskussion. Ein Thema.
Post by wolfgang sch
Eine Wissenschaft ist
er nicht, das schließt sich gegenseitig aus.
ex falso quodlibet
Post by wolfgang sch
Die Zusammensetzung mit
dem Wort "Wissenschaft" ist daher a priori sinnlos, es kann sowenig
eine "feministische Wissenschaft" geben wie eine "katholische
Wissenschaft" oder eine "CDU-Wissenschaft". Daher erhebt sich ein
Anfangsverdacht, dass hier unter falschem Etikett politisiert wird.
Der Verdacht bestätigt sich, wenn man sich anguckt was da gemacht wird.
Der Feminismus bezeichnet sich selbst als "intervenierende
Wissenschaft", und meint damit eine die in die Gesellschaft eingreift
und den Anspruch erhebt Normen zu setzen. Konkret tut sie das zum
Beispiel in Form von Anweisungen zum Sprachgebrauch, die diese
vermeintliche Wissenschaft aufstellt. Das ist aber so
unwissenschaftlich wie eine päpstliche Enzyklika.
Die Sprach-bzw. Schrift"lenkung"sversuche sind nicht Feminismus.
Post by wolfgang sch
"Von einigen Vertretern der etablierten Linguistik wurde der
feministischen Linguistik das Fehlen wissenschaftlicher Standards
vorgeworfen.
IsjanDing! Das wirft so ziemlich jeder jedem vor, dem respektive
wisenschaftliche Findungen nicht in den "Kram" passen. Und dieser
"Kram" - - -ja, das ist ein weites Feld.
Post by wolfgang sch
Da ein konkretes Ziel verfolgt werde, könne nicht
vorurteilsfrei geforscht werden. Auch sei die Behauptung, die Sprache
transportiere patriarchale Machtstrukturen und perpetuiere diese in der
unbewussten Anwendung, nicht verifizierbar. "
Eine solche Behauptung hat es m.W. nicht gegeben.

Die Sprache (und das ist mehr, und anderes, als Pronomen, Artikel und
Ableitungssuffixe) _reflektiert_ u.a. auch Machtverhältnisse - und
_reproduziert_ sie auch. Das sogenannte patriarchale Machtverhältnis
ist nur eines unter mehreren.
Macht ist gewissermaßen die Chemie von Herrschaft. Herrschaft ist die
Verfügung über überlegene Gewaltmittel, Macht ist die virtuelle
Gewalt-Aktion. Immer, wenn Gewalt-Aktion aus der Virtualität in die
Realität gezwungen wird, ist die Macht in der Krise.

Aufs Sprachliche gewendet:
Wo der Konsens der sprachlichen Macht-Reproduktion auch nur explizit
gemacht wird (geschweige, dass er kritisiert oder gar aufgekündigt
wird!), sieht die Herrschaft sich herausgefordert. Die Gewalt-Aktion
ist vorerst nur eine sprachliche: Die Diffamierung der Aussprecher,
der Analysierer, die Ridikülisierung der Kritiker, Pathologisierung
etwaiger Ausprobierer alternativer Sprachlenkung.
Post by wolfgang sch
https://de.wikipedia.org/wiki/Feministische_Linguistik#Kritik
Post by H.-P. Schulz
Du bist vom keine Ahnung Haben noch sehr, sehr weit.
Ob jemand der in Form von Zoten kommuniziert, das beurteilen kann ..
Wo siehst Du eine Zote?
Das Wort 'Votze' ist vulgärsprachlich, aber es ist aus sich heraus
keine Zote.
Quinn C
2020-05-19 13:47:34 UTC
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Post by wolfgang sch
Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Du setzt bereits das voraus was du beweisen willst ("das Patriarchat",
"männlich" werde höher bewertet als "weiblich" oder so), ohne je die
Annahmen zu überprüfen.
Ja, ich habe keinen "Beweis" dafür außer meiner Lebenserfahrung, und der
der meisten Frauen, die ich kenne.
Bauchgefühl ist ja im Feminismus die gängige Form der Beweisführung.
Aber immer nur das eigene Bauchgefühl, nie das von anderen.
Post by Quinn C
Naja, und ein paar Tausend wissenschaftlichen Arbeiten.
Das wird wohl eher feministische "Wissenschaft" sein. Ein Schriftstück
das Blafasel-Begriffe wie "Patriarchat" als gegeben annimmt kann man
nicht als Wissenschaft ansehen.
Ergebnisse, die einem nicht in den Kram passen, pauschal als
unwissenschaftlich einzustufen, schon gar nicht.

Das Wort "Patriarchat" wird dabei nicht oft vorkommen. Die Arbeiten, die
ich meine, weisen solche Sachen nach, wie daß traditionelle
Rollenvorstellungen weiter lebendig sind, daß Frauen unter sonst
gleichen Voraussetzungen als weniger kompetent eingestuft werden
(gleicher Lebenslauf mit männlichem und weiblichem Namen und
dergleichen), daß weibliche Manager als weniger sympathisch empfunden
werden, daß Frauen bei gleicher Arbeitszeit mehr Hausarbeit leisten usw.

Sowas kann man dann in der Summe als Patriarchat bezeichnen, wenn man es
möchte. Ich finde das eine praktische Kurzformel.
--
Lassen Sie mich Ihnen klar. Wenn durch dieses neue System das du
nicht empfangen Ihre Zahlung, dann vergessen Sie es für das Leben.
-- SPAMPOESIE
Detlef Meißner
2020-05-19 13:51:24 UTC
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Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Du setzt bereits das voraus was du beweisen willst ("das Patriarchat",
"männlich" werde höher bewertet als "weiblich" oder so), ohne je die
Annahmen zu überprüfen.
Ja, ich habe keinen "Beweis" dafür außer meiner Lebenserfahrung, und der
der meisten Frauen, die ich kenne.
Bauchgefühl ist ja im Feminismus die gängige Form der Beweisführung.
Aber immer nur das eigene Bauchgefühl, nie das von anderen.
Post by Quinn C
Naja, und ein paar Tausend wissenschaftlichen Arbeiten.
Das wird wohl eher feministische "Wissenschaft" sein. Ein Schriftstück
das Blafasel-Begriffe wie "Patriarchat" als gegeben annimmt kann man
nicht als Wissenschaft ansehen.
Ergebnisse, die einem nicht in den Kram passen, pauschal als
unwissenschaftlich einzustufen, schon gar nicht.
Wie handhabst du denn solche Sachen?
Post by Quinn C
Das Wort "Patriarchat" wird dabei nicht oft vorkommen. Die Arbeiten, die
ich meine, weisen solche Sachen nach, wie daß traditionelle
Rollenvorstellungen weiter lebendig sind, daß Frauen unter sonst
gleichen Voraussetzungen als weniger kompetent eingestuft werden
(gleicher Lebenslauf mit männlichem und weiblichem Namen und
dergleichen), daß weibliche Manager als weniger sympathisch empfunden
werden, daß Frauen bei gleicher Arbeitszeit mehr Hausarbeit leisten usw.
Alles bekannt.
Aber als einzigen Lösungsansatz siehst du die Sprachgenderei.

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
wolfgang sch
2020-05-20 06:25:35 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Post by Quinn C
Naja, und ein paar Tausend wissenschaftlichen Arbeiten.
Das wird wohl eher feministische "Wissenschaft" sein. Ein Schriftstück
das Blafasel-Begriffe wie "Patriarchat" als gegeben annimmt kann man
nicht als Wissenschaft ansehen.
Ergebnisse, die einem nicht in den Kram passen, pauschal als
unwissenschaftlich einzustufen, schon gar nicht.
Das Wort "Patriarchat" wird dabei nicht oft vorkommen.
Du hast keine Arbeiten genannt, sondern nur das Wort "Wissenschaft" in
den Raum geworfen in der Hoffnung dass das Eindruck macht. Ich beging
dann den Fehler, Vermutungen über die vermeintliche Wissenschaft zu
äußern, statt einfach nachzufragen. Wenn "Patriarchat" nicht vorkommt,
ist es vielleicht doch nicht feministisch.
Post by Quinn C
Die Arbeiten, die
ich meine, weisen solche Sachen nach, wie daß traditionelle
Rollenvorstellungen weiter lebendig sind
Das weiß ich auch ohne Studie.
Post by Quinn C
Sowas kann man dann in der Summe als Patriarchat bezeichnen
Nein.

"Patriarchat" ist nicht eine Feststellung von Rollenunterschieden,
sondern ein feministisches Narrativ, das deren Ursache zu erklären
behauptet. Du wirst das in keiner wissenschaftlichen Literatur finden,
das hast du dazugedichtet.
--
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Detlef Meißner
2020-05-19 09:06:28 UTC
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Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
Weil Frauen, die "männliche" Auswahl treffen, nach
Höherem streben, während ein Mann, der sich "weiblich" benimmt, sich
selbst erniedrigt.
Ja, das Patriarchat unterdrückt beide Geschlechter. Was in dem
Beispiel unterdrückt wird, ist Weiblichkeit. Sonst käme man noch auf
die Idee, "Weiblichkeit" könnte ebenso wertvoll sein wie
"Männlichkeit".
Wenn du das nächste Mal fragst, wo denn der Feminismus Zirkelschlüsse
führe, erinnere dich an diese beiden Zitate.
Kein Problem, da stimmt alles.
Der Wahrheitswert deiner Aussagen ist unbekannt, weil die Herleitung
Du setzt bereits das voraus was du beweisen willst ("das Patriarchat",
"männlich" werde höher bewertet als "weiblich" oder so), ohne je die
Annahmen zu überprüfen.
Ja, ich habe keinen "Beweis" dafür außer meiner Lebenserfahrung, und der
der meisten Frauen, die ich kenne.
Viele Frauen, die ich kenne, stimmen mir (aus Höflichkeit?) auch gern
zu.
Post by Quinn C
Naja, und ein paar Tausend wissenschaftlichen Arbeiten.
Zu welchem Thema?
So viele Arbeiten? Warum? Will man die Leute, die anderer Meinung sind,
damit erschlagen?

Detlef
--
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist, dir beizustehen, wenn du im
Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist.
(Mark Twain)
H.-P. Schulz
2020-05-19 09:19:32 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Quinn C
Naja, und ein paar Tausend wissenschaftlichen Arbeiten.
Zu welchem Thema?
So viele Arbeiten? Warum? Will man die Leute, die anderer Meinung sind,
damit erschlagen?
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber eine MEINUNG nicht!
Detlef Meißner
2020-05-19 11:03:31 UTC
Permalink
Post by H.-P. Schulz
Post by Detlef Meißner
Post by Quinn C
Naja, und ein paar Tausend wissenschaftlichen Arbeiten.
Zu welchem Thema?
So viele Arbeiten? Warum? Will man die Leute, die anderer Meinung sind,
damit erschlagen?
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber eine MEINUNG nicht!
Eben!
Sie ist nachgiebig und gleichzeitig zäh.

Detlef
--
Verordnetes Gendern _ist_ Fundamentalismus!
[Henning Sponbiel]
wolfgang sch
2020-05-18 16:27:30 UTC
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Das Phaenomen
"Gendergerechte Sprache" ist ein rein bundesdeutsches Luxusproblem.
Luxusproblem stimmt, aber es gibt in allen westlichen Ländern etwas
Äquivalentes.
--
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Werner Holtfreter
2020-05-18 17:24:52 UTC
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Schlimmer: Alexa ist Feministin.
<www.zeit.de/digital/internet/2018-01/sprachassistenten-alexa-sexismus-feminismus-sprachsteuerung-ki>
Womit leider auch der Humor verloren geht, den es vor ein paar
Jahren noch gab, wenn man solchen digitalen Helfern, damals noch
per Tastatur anzügliche Fragen stellte. Ich erinnere mich, dass
eine weibliche Figur ihren Pullover hoch hob, wenn man schrieb:
"mach dich bitte nackig". Unmittelbar bevor es interessant wurde,
gab es dann eine simulierte Bildstörung.

So lange Geräte wie Alexa Verbindung ins Internet haben, kommen sie
mir aber sowieso nicht ins Haus.
--
Gruß Werner
https://www.youtube.com/watch?v=fN--klIm3DQ
Ramelow dankt der CDU-Fraktion, dass sie
ihm durch Enthaltung den Weg geebnet habe.
Detlef Meißner
2020-05-18 17:31:10 UTC
Permalink
Post by Werner Holtfreter
So lange Geräte wie Alexa Verbindung ins Internet haben, kommen sie
mir aber sowieso nicht ins Haus.
Du gehst dafür außer Haus?

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
wolfgang sch
2020-05-19 00:30:07 UTC
Permalink
Post by Werner Holtfreter
So lange Geräte wie Alexa Verbindung ins Internet haben, kommen sie
mir aber sowieso nicht ins Haus.
Siri und OK Google sind praktisch das Gleiche, und das hat schon fast
jeder. Kann man denen eher trauen als Alexa?
--
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Werner Holtfreter
2020-05-19 01:01:13 UTC
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Post by wolfgang sch
Siri und OK Google sind praktisch das Gleiche, und das hat schon
fast jeder. Kann man denen eher trauen als Alexa?
Nein, ein Handy in der Nähe ist ein ähnliches Sicherheitsrisiko.

Ich habe eins, bei dem die Frontkamera bei Benutzung oben
herausfährt. Primär, damit das Display die Frontfläche lückenlos
ausfüllt. Mir ist wichtiger, dass ich die Frontkamera nicht mehr
unbemerkt aufnehmen kann.

Was mir fehlt, ist ein Schalter mit sichtbarer Trennstelle, der das
Mikrofon bei Nichtbenutzung abschaltet.
--
Gruß Werner
https://www.youtube.com/watch?v=fN--klIm3DQ
Ramelow dankt der CDU-Fraktion, dass sie
ihm durch Enthaltung den Weg geebnet habe.
U***@web.de
2020-05-19 06:40:00 UTC
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Tja. Aus irgendeinem versponnenen Grund gibt es 'Alexa' meist in weiblich,
man kann auch ein bisschen herumntricksen und Alexa auf männlich umstellen.
Komischerweise gibt es das nicht in ungeschlechtlich.
Wenn "Alexa" (ich kenne das nicht näher) weiblich ist, dann ist das
eben so. Was, genau, ist da dann weiblich? Hat "Alexa" Keimdrüsen?
Wird da irgendwie gezeugt?
Ich verstehe nicht ganz, was Du jetzt damit sagen wolltest.
Ein Gerät von Amazon mit Stimme heißt Alexa.
Die meisten Stimmen in Navis sind weiblich. Die werden als angenehmer
empfunden. Vielleicht auch als vertrauenswürdiger oder überzeugender.
Die ~200 Hz Grundfrequenz kommen schlicht besser über allerhand Rausch
und Rumpel weg als die männlichen ~100 Hz
Fast wie beim Telefonsex.
Ist "Alexa" Telefonsex. Was ist überhaupt "Telefonsex"? Der Versuch,
im Verein mit einem Smartfon kleine Smartfönchen zu machen?
Awo. Sag bloß, Du wußtest und weißt nicht um den
Beitrag der Sozialdistanzierung zur Kontrazeption.
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