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Trotzbürger
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Klaus Pommerening
2020-05-02 20:09:53 UTC
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Hab auf SpOn grad ein passendes neues Wort gelernt: Trotzbürger.

Sie schreien: "Ich will aber!!"

<Sarkasmus>
Das sind die, die für das Recht auf freie Ansteckung demonstrieren,
nach der Logik: "Die Maßnahmen wirken. Also müssen ! sie sofort !!
weg !!!
</Sarkasmus>
--
Klaus Pommerening
Göttern und Menschen zum Troz will ich glücklich seyn.
(Caroline Schelling)
Martin Gerdes
2020-05-02 23:01:27 UTC
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Post by Klaus Pommerening
Hab auf SpOn grad ein passendes neues Wort gelernt: Trotzbürger.
Sie schreien: "Ich will aber!!"
<Sarkasmus>
Das sind die, die für das Recht auf freie Ansteckung demonstrieren,
nach der Logik: "Die Maßnahmen wirken. Also müssen ! sie sofort !!
weg !!!
</Sarkasmus>
Den Wutbürger halte ich für eine gelungene Bildung, die uns vermutlich
auch erhalten bleiben wird.

Der "Trotzbürger" ist analog gebildet, gefällt mir aber deutlich weniger
gut.

In der Sache stellt sich schon die Frage, wie lange der Staat die ganze
Gesellschaft stillegen kann, vor allem vor dem Hintergrund, daß
vermutlich gerade mal 1 Mensch von 1000 infektiös ist. Könnte schon
sein, daß Leute irgendwann einmal anfangen nachzurechnen und dann
feststellen, daß so manche Angstmaßnahme übertrieben ist.
Ralph Aichinger
2020-05-02 23:07:01 UTC
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Post by Martin Gerdes
vermutlich gerade mal 1 Mensch von 1000 infektiös ist. Könnte schon
sein, daß Leute irgendwann einmal anfangen nachzurechnen und dann
feststellen, daß so manche Angstmaßnahme übertrieben ist.
Wieviel wirtschaftlichen Schaden ist ein zusätzlicher Toter wert?
Wie rechnest du das aus?

/ralph
--
-----------------------------------------------------------------------------
https://aisg.at
ausserirdische sind gesund
Detlef Meißner
2020-05-03 09:11:22 UTC
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Post by Ralph Aichinger
Post by Martin Gerdes
vermutlich gerade mal 1 Mensch von 1000 infektiös ist. Könnte schon
sein, daß Leute irgendwann einmal anfangen nachzurechnen und dann
feststellen, daß so manche Angstmaßnahme übertrieben ist.
Wieviel wirtschaftlichen Schaden ist ein zusätzlicher Toter wert?
Wie rechnest du das aus?
Irgendwann wird uns hier jemand vorrechnen, was jeden Bürger sein
Überleben gekostet hat.

Bei den Toten handelt es sich bekanntlich doch nur um die, die ohnehin
bald gestorben wären.

Detlef
--
Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten
Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit, diese
Sprache zu lernen. (Mark Twain)
Stefan Schmitz
2020-05-03 13:22:56 UTC
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Post by Ralph Aichinger
Post by Martin Gerdes
vermutlich gerade mal 1 Mensch von 1000 infektiös ist. Könnte schon
sein, daß Leute irgendwann einmal anfangen nachzurechnen und dann
feststellen, daß so manche Angstmaßnahme übertrieben ist.
Wieviel wirtschaftlichen Schaden ist ein zusätzlicher Toter wert?
Diesen Satz solltest du noch mal überdenken.
So ist jeder Toter ein Gewinn, für den man wirtschaftlichen Schaden in Kauf
nehmen kann.
Post by Ralph Aichinger
Wie rechnest du das aus?
Die Zahl der aktuell Infektiösen ist natürlich keine sinnvolle Basis, weil die
schnell wieder ansteigen kann.

Aber man kann ausrechnen, wie viele Tote das Virus ohne Gegenmaßnahmen fordern
würde, und was die Maßnahmen an wirtschaftlichem Schaden bringen.

In Gangelt sind von den Infizierten 0,37% gestorben. Nehmen wir für ganz D mal
0,5% an. Bei einer Durchseuchungsrate von 2/3 wäre das Virus gestoppt, das
wären 54 Millionen. Davon 0,5% sind 270.000 Tote.
Aktuell wird mit einer Schrumpfung des BIP um ca. 7% gerechnet. Bei einem
BIP von 3,44 Billionen letztes Jahr sind das gut 200 Milliarden.

Jeder verhinderte Corona-Tote ist der Regierung also fast eine Million verlorene Wirtschaftsleistung wert. Hinzu kommen noch zusätzliche Staatsschulden, die
auch zurückgezahlt werden müssen.

Bei welcher anderen Gelegenheit würde man für jedes einzelne Menschenleben
Millionen investieren?
Helmut Richter
2020-05-03 14:43:01 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by Ralph Aichinger
Post by Martin Gerdes
vermutlich gerade mal 1 Mensch von 1000 infektiös ist. Könnte schon
sein, daß Leute irgendwann einmal anfangen nachzurechnen und dann
feststellen, daß so manche Angstmaßnahme übertrieben ist.
Wieviel wirtschaftlichen Schaden ist ein zusätzlicher Toter wert?
Diesen Satz solltest du noch mal überdenken.
So ist jeder Toter ein Gewinn, für den man wirtschaftlichen Schaden in Kauf
nehmen kann.
Post by Ralph Aichinger
Wie rechnest du das aus?
Die Zahl der aktuell Infektiösen ist natürlich keine sinnvolle Basis, weil die
schnell wieder ansteigen kann.
Aber man kann ausrechnen, wie viele Tote das Virus ohne Gegenmaßnahmen fordern
würde, und was die Maßnahmen an wirtschaftlichem Schaden bringen.
In Gangelt sind von den Infizierten 0,37% gestorben.
Interessant wäre, wie viele mit Hilfe von intensivmedizinischer Behandlung
überlebt haben. Die müsste man dazurechnen, weil es für die Schwerkranken
unter den intendierten 54 Mio Infizierten keine intensivmedizinische
Behandlung gibt.
Post by Stefan Schmitz
Nehmen wir für ganz D mal 0,5% an. Bei einer Durchseuchungsrate von 2/3
wäre das Virus gestoppt,
Warum eigentlich wird der Rest sicher nicht infiziert? Was vielleicht
gestoppt wird, ist die andauernde *Steigerung* der Anzahl der Infizierten,
wie wir sie ohne Isolationsmaßnahmen haben. Aber darauf kommts für die
weitere Rechnung nicht an.
Post by Stefan Schmitz
das wären 54 Millionen. Davon 0,5% sind 270.000 Tote.
Immer alles schön linear hochgerechnet. Ja, dann stimmts.
--
Helmut Richter
Roland Franzius
2020-05-03 15:23:15 UTC
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Post by Helmut Richter
Post by Stefan Schmitz
Post by Ralph Aichinger
Post by Martin Gerdes
vermutlich gerade mal 1 Mensch von 1000 infektiös ist. Könnte schon
sein, daß Leute irgendwann einmal anfangen nachzurechnen und dann
feststellen, daß so manche Angstmaßnahme übertrieben ist.
Wieviel wirtschaftlichen Schaden ist ein zusätzlicher Toter wert?
Diesen Satz solltest du noch mal überdenken.
So ist jeder Toter ein Gewinn, für den man wirtschaftlichen Schaden in Kauf
nehmen kann.
Post by Ralph Aichinger
Wie rechnest du das aus?
Die Zahl der aktuell Infektiösen ist natürlich keine sinnvolle Basis, weil die
schnell wieder ansteigen kann.
Aber man kann ausrechnen, wie viele Tote das Virus ohne Gegenmaßnahmen fordern
würde, und was die Maßnahmen an wirtschaftlichem Schaden bringen.
In Gangelt sind von den Infizierten 0,37% gestorben.
Interessant wäre, wie viele mit Hilfe von intensivmedizinischer Behandlung
überlebt haben. Die müsste man dazurechnen, weil es für die Schwerkranken
unter den intendierten 54 Mio Infizierten keine intensivmedizinische
Behandlung gibt.
Post by Stefan Schmitz
Nehmen wir für ganz D mal 0,5% an. Bei einer Durchseuchungsrate von 2/3
wäre das Virus gestoppt,
Warum eigentlich wird der Rest sicher nicht infiziert? Was vielleicht
gestoppt wird, ist die andauernde *Steigerung* der Anzahl der Infizierten,
wie wir sie ohne Isolationsmaßnahmen haben. Aber darauf kommts für die
weitere Rechnung nicht an.
Schon, wenn man nur jeweils einen Infizierten hat, der immer den
nächsten ansteckt, können fast alle davon ausgehen, dass es sie zu
Lebzeiten nicht erwischt.

Wenn hingegen zb 66% durch sind und mit R=1 die Zahl der Infizierten wie
zZt auf einige 10000 gehalten werden kann und die Infektionszeit ca eine
Woche beträgt, dann gibts 500000/a und man bräuchte für den Rest so um
60 Jahre. Nun sinkt aber bei gleichbleibendem Verhalten R von 1 bei 1%
Infizierten auf R=0,3 bei 2/3 Immunisierten, weil die
Trefferwahrscheinlichkeit auf 1/3 sinkt.
Post by Helmut Richter
Post by Stefan Schmitz
das wären 54 Millionen. Davon 0,5% sind 270.000 Tote.
Immer alles schön linear hochgerechnet. Ja, dann stimmts.
Man muss da nichts rechnen. Es geht um ein stochastisches
Steuerungsproblem wie zB beim Autofahren im Stau oder der Verteilung der
Netz-Bandbreite oder die Steuerung der Kraftwerke nach Bedarf, Sonne und
Wind.

Man muss ein funktionierendes Steuerungsmodell und gute Momentandaten
haben, eine Rückkopplung der Steuerung, die weder überschwingt noch den
Prozess abwürgt und die die negativen wirtschaftlichen und sozialen
Folgen so erträglich macht, dass die Bevölkerung es mitträgt.

--

Roland Franzius
Helmut Richter
2020-05-03 15:35:29 UTC
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Wenn hingegen zb 66% durch sind und mit R=1 die Zahl der Infizierten wie zZt
auf einige 10000 gehalten werden kann und die Infektionszeit ca eine Woche
beträgt, dann gibts 500000/a und man bräuchte für den Rest so um 60 Jahre. Nun
sinkt aber bei gleichbleibendem Verhalten R von 1 bei 1% Infizierten auf R=0,3
bei 2/3 Immunisierten, weil die Trefferwahrscheinlichkeit auf 1/3 sinkt.
Die Forderung war aber gerade, R nicht wie zZt auf R=1 zu lassen, sondern
durch Aufhebung der jetzigen Einschränkungen wieder anzuheben.
--
Helmut Richter
Stefan Schmitz
2020-05-03 18:04:15 UTC
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Post by Helmut Richter
Wenn hingegen zb 66% durch sind und mit R=1 die Zahl der Infizierten wie zZt
auf einige 10000 gehalten werden kann und die Infektionszeit ca eine Woche
beträgt, dann gibts 500000/a und man bräuchte für den Rest so um 60 Jahre. Nun
sinkt aber bei gleichbleibendem Verhalten R von 1 bei 1% Infizierten auf R=0,3
bei 2/3 Immunisierten, weil die Trefferwahrscheinlichkeit auf 1/3 sinkt.
Die Forderung war aber gerade, R nicht wie zZt auf R=1 zu lassen, sondern
durch Aufhebung der jetzigen Einschränkungen wieder anzuheben.
Wer hat denn diese Forderung erhoben?

Wenn man die jetztige Reproduktionsrate beibehalten wollte, würde es viele Jahre
dauern, bis eine Herdenimmunität erreicht wäre. Man müsste die Restriktionen
dann so lange aufrechterhalten, bis ein Impfstoff für alle verfügbar wäre,
also mindestens ein Jahr. Dann wären wir nicht mehr bei 7% BIP-Schrumpfung,
sondern bei 20 oder noch mehr. Und es kämen viele Tote aufgrund der sozialen
Probleme hinzu.
Frank Hucklenbroich
2020-05-04 13:24:46 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by Helmut Richter
Wenn hingegen zb 66% durch sind und mit R=1 die Zahl der Infizierten wie zZt
auf einige 10000 gehalten werden kann und die Infektionszeit ca eine Woche
beträgt, dann gibts 500000/a und man bräuchte für den Rest so um 60 Jahre. Nun
sinkt aber bei gleichbleibendem Verhalten R von 1 bei 1% Infizierten auf R=0,3
bei 2/3 Immunisierten, weil die Trefferwahrscheinlichkeit auf 1/3 sinkt.
Die Forderung war aber gerade, R nicht wie zZt auf R=1 zu lassen, sondern
durch Aufhebung der jetzigen Einschränkungen wieder anzuheben.
Wer hat denn diese Forderung erhoben?
Wenn man die jetztige Reproduktionsrate beibehalten wollte, würde es viele Jahre
dauern, bis eine Herdenimmunität erreicht wäre. Man müsste die Restriktionen
dann so lange aufrechterhalten, bis ein Impfstoff für alle verfügbar wäre,
also mindestens ein Jahr.
Vielleicht auch 10 oder 40 Jahre.

Wo ist noch mal der Impfstoff gegen HiV, an dem man seit den 80ern forscht?

Grüße,

Frank
Florian Ritter
2020-05-04 15:38:07 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Stefan Schmitz
Post by Helmut Richter
Die Forderung war aber gerade, R nicht wie zZt auf R=1 zu lassen, sondern
durch Aufhebung der jetzigen Einschränkungen wieder anzuheben.
Wer hat denn diese Forderung erhoben?
Wenn man die jetztige Reproduktionsrate beibehalten wollte, würde es vele Jahre
dauern, bis eine Herdenimmunität erreicht wäre. Man müsste die Restriktionen
dann so lange aufrechterhalten, bis ein Impfstoff für alle verfügbar wäre,
also mindestens ein Jahr.
Vielleicht auch 10 oder 40 Jahre.
Wo ist noch mal der Impfstoff gegen HiV, an dem man seit den 80ern forscht?
Ein Vakzin, das gegen die sog. Schweinepest immunisiert, wurde
entwickelt, ging in die Produktion, die Bundesregierung kaufte
für zig Millionen davon, niemand wollte es haben und das
Eingelagerte mußte für weitere Millionen entsorgt werden.
Axiom: Wenn sich der Staat einmischt, geht's schief.

FR
Ewald Pfau
2020-05-04 17:01:42 UTC
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Florian Ritter <***@googlemail.com>:

[...]
Post by Florian Ritter
Post by Frank Hucklenbroich
Wo ist noch mal der Impfstoff gegen HiV, an dem man seit den 80ern forscht?
Hantaviren? Ebola? Warum gibt es hier die Impfstoffe nicht, wo es
tatsächlich um fatale Wirklung geht und nicht nur um Schnupfen und
Heiserkeit?

Vielleicht wollma einmal nachschauen, gegen was man impfen kann, und wogegen
nicht?

Imfung gegen Influenza ist weiterhin nur experimentell, eine solche gegen
Corona (die Nebenbuhlerin der Influenza) hat man solche Versuche
bleibenlassen. Warum wohl?

Als da sich diese Tage noch mehr Fachleute zu Wort melden als nur solche mit
Schlagseite auf einer einer der diversen Förderlisten der Gates und der
Rockefellers, sind auch seriöse, sprich belastbare Informationen leicht
erreichbar im Umlauf,

der Informationsstand kann somit ohne viel Aufwand über das Niveau des
Plärrens mit dem Boulevard gehoben werden.

***
Post by Florian Ritter
Ein Vakzin, das gegen die sog. Schweinepest immunisiert, wurde
entwickelt, ging in die Produktion, die Bundesregierung kaufte
für zig Millionen davon, niemand wollte es haben und das
Eingelagerte mußte für weitere Millionen entsorgt werden.
Axiom: Wenn sich der Staat einmischt, geht's schief.
Das mit dem immunisieren würde ich, als da viral, mit Fragezeichen versehen,
wie bei anderen Viren auch. Mensch und Virus sind in Lebensgemeinschaft
immer schon, das lässt sich nicht schnell einmal auf ein Freund-Feind-Schema
reduzieren, da lugt das in seinen Existenzformen immer lustig mäandernde
Virus dann durch ein anderes Fenster und lacht sich einen Ast.

Die Dauerhaftigkeit der Koëxistenz begründet sich vor allem auf Basis eines
intakten Immunsystems beim Menschen.

Zu H1N1 bzw Schweingrippe anno 2009, hatte der Informationsfluss schon Höhen
mit gut belastbarer Qualität erklommen,

2009 gab es (ich erwähnte es hier) selbst im Medienstrudel des Mainstreams
hin und wieder Information, die solchen Namen verdient, so vor allem

genau zu diesem Punkt

einen Dokumentarfilm, den Arte ausstrahlte ...

und wenn ich in die Suchzeile der Flimmerröhre

Profiteure der Angst arte

eingebe, so bekomme ich, bis dahin jedenfalls, den Film als Resultat immer
noch zum Konsum angeboten (bei Arte selbst ist er nicht mehr aufrufbar):



Der Titel ist hier Programm für die Politik, mit der das Geschäft betrieben
wurde, in erster Linie vonseiten der WHO - die auch damals schon stramm am
Gängelband zum besseren Profit geführt wurde, von Big Pharma und den
Unternehmungen des Gates, himself der neue Supervirus des Planeten,

dieses Verhältnis, wo das Geld herkommt ist mittlerweile auf etwa 80 Prozent
von privaten Influenzern gegen 20 Prozent von der Staatengemeinschaft weiter
krass in Schieflage -

auf der krass mehrheitlichen Seite mit den Geschäftsinteressen bei der WHO
hält der Geschäftsmann mit wechselnden Interesssengebieten direkt über seine
Stiftung, plus seinem GAVI-Unternehmen, mehr als 20 Prozent, daneben, dass
man ihm ringsum gern ein Ohr leiht, dem Knaben mit früher Software im
Portfolio, heute dem angestrebten Overkill beim Zwangsimpfen plus Kontrolle
der Nahrungsmittelkette,

so war also damals die WHO zugange -

die Kriterien für eine Pandemie anpassen,

eine solche hernach ausrufen, wie solches Ausrufen einer Pandemie nach den
Regeln zuvor noch Unfug gewesen wäre,

und hernach erst, als die Staaten sich verpflichtet sahen, sich dem Diktum
dieser Einrichtung zu fügen, wurden Massen von Impfstoffen angeschafft,

von Beginn an ohne offensichtliche Notwendigkeit! -

außer derjenigen, dass Big Pharma per Definition natürlich immer und ewig am
Bettelstab hungert.

Sozusagen die imperiale Lektion à la Neoliberala im feistesten Fahrwasser.

Aber heute wollen sie das natürlich noch steigern. Dass rund um die Welt die
Menschen allüberall so locker vom Hocker dirigiert werden können ... da
leckt doch manchereiner von soziopathischem Zuschnitt erst richtig Blut.

Hatte doch der Gates sich hinreißen lassen, kürzlich erst in einem Feature
smart und kokett damit anzugeben, dass (ich erwähnte es hier ebenfalls:)

mit Impfungen sich die Weltbevölkerung um 10 bis 15 Prozent reduzieren
lassen könnte

was mithin einem Aufruf zum Völkermord gleichkommt, in einer nie dagewesenen
Dimension, diese Zahl adressiert mehr als 1 Milliarde Menschen, so mal für
den Anfang - vergessen wir bitte nicht, dass diesem Herrn das
Gesundheitswesen quer über alle Länder in weiten Teilen gehorcht.

Und die Klatsch- und Schundmedien sind begeistert. Das ist dann der echte
Wahnsinn dabei.
Dorothee Hermann
2020-05-04 17:05:28 UTC
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Post by Florian Ritter
Ein Vakzin, das gegen die sog. Schweinepest immunisiert, wurde
entwickelt, ging in die Produktion, die Bundesregierung kaufte für
zig Millionen davon, niemand wollte es haben und das Eingelagerte
mußte für weitere Millionen entsorgt werden. Axiom: Wenn sich der
Staat einmischt, geht's schief.
Du meinst die Klassische Schweinepest und nicht die Afrikanische?
https://de.wikipedia.org/wiki/Klassische_Schweinepest
https://de.wikipedia.org/wiki/Afrikanische_Schweinepest


Hast Du mal einen Link zu Deinem o.a. Szenario?


Dorothee
Frank Hucklenbroich
2020-05-05 08:15:26 UTC
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Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Ein Vakzin, das gegen die sog. Schweinepest immunisiert, wurde
entwickelt, ging in die Produktion, die Bundesregierung kaufte für
zig Millionen davon, niemand wollte es haben und das Eingelagerte
mußte für weitere Millionen entsorgt werden. Axiom: Wenn sich der
Staat einmischt, geht's schief.
Du meinst die Klassische Schweinepest und nicht die Afrikanische?
https://de.wikipedia.org/wiki/Klassische_Schweinepest
https://de.wikipedia.org/wiki/Afrikanische_Schweinepest
Hast Du mal einen Link zu Deinem o.a. Szenario?
Er meint wohl die Schweinegrippe H1N1, da gab es dieses Impfszenario:

https://de.wikipedia.org/wiki/Pandemie_H1N1_2009/10#Impfstoffe

Grüße,

Frank
Florian Ritter
2020-05-05 14:04:17 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Ein Vakzin, das gegen die sog. Schweinepest immunisiert, wurde
entwickelt, ging in die Produktion, die Bundesregierung kaufte für
zig Millionen davon, niemand wollte es haben und das Eingelagerte
mußte für weitere Millionen entsorgt werden. Axiom: Wenn sich der
Staat einmischt, geht's schief.
Du meinst die Klassische Schweinepest und nicht die Afrikanische?
https://de.wikipedia.org/wiki/Klassische_Schweinepest
https://de.wikipedia.org/wiki/Afrikanische_Schweinepest
Hast Du mal einen Link zu Deinem o.a. Szenario?
https://de.wikipedia.org/wiki/Pandemie_H1N1_2009/10#Impfstoffe
Ist wohl richtig - man kommt ja bei diesem ganzen Viralala
gar nicht mehr nach - FR
Dorothee Hermann
2020-05-05 15:05:59 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Dorothee Hermann
Du meinst die Klassische Schweinepest und nicht die Afrikanische?
https://de.wikipedia.org/wiki/Klassische_Schweinepest
https://de.wikipedia.org/wiki/Afrikanische_Schweinepest
Hast Du mal einen Link zu Deinem o.a. Szenario?
https://de.wikipedia.org/wiki/Pandemie_H1N1_2009/10#Impfstoffe
Danke.

Dorothee

Martin Gerdes
2020-05-03 16:44:21 UTC
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Post by Helmut Richter
Post by Stefan Schmitz
Post by Ralph Aichinger
Post by Martin Gerdes
vermutlich gerade mal 1 Mensch von 1000 infektiös ist. Könnte schon
sein, daß Leute irgendwann einmal anfangen nachzurechnen und dann
feststellen, daß so manche Angstmaßnahme übertrieben ist.
Wieviel wirtschaftlichen Schaden ist ein zusätzlicher Toter wert?
In Gangelt sind von den Infizierten 0,37% gestorben.
Interessant wäre, wie viele mit Hilfe von intensivmedizinischer Behandlung
überlebt haben.
Meine Intention war eine ganz andere.

Wenn nur 1 Person von 1000 Personen infektiös ist, dann sind 999
Personen nicht infektiös, das heißt (statistisch gesehen, und ich weiß,
daß man einen Einzelfall nicht statistisch betrachten darf), daß mir
ziemlich viele Menschen begegnen können, bevor ein infektiöser dabei
ist.

Ob dieser eine von tausend, ein in meinem Leben also eher seltenes
Ereignis den ganzen Vermummungszirkus rechtfertigt? Ich glaube nicht.

Aber -- wie schon gesagt -- mit der deutschen Sprache hat das eher
nichts zu tun.
Helmut Richter
2020-05-03 18:04:33 UTC
Antworten
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Post by Martin Gerdes
Wenn nur 1 Person von 1000 Personen infektiös ist, dann sind 999
Personen nicht infektiös, das heißt (statistisch gesehen, und ich weiß,
daß man einen Einzelfall nicht statistisch betrachten darf), daß mir
ziemlich viele Menschen begegnen können, bevor ein infektiöser dabei
ist.
Und wieviele begegnen dir am Tag, die ohne Vermummungszirkus dich
anstecken könnten? Und wieviele in einem Monat?
Post by Martin Gerdes
Ob dieser eine von tausend, ein in meinem Leben also eher seltenes
Ereignis den ganzen Vermummungszirkus rechtfertigt? Ich glaube nicht.
--
Helmut Richter
Martin Gerdes
2020-05-03 20:48:54 UTC
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Post by Helmut Richter
Post by Martin Gerdes
Wenn nur 1 Person von 1000 Personen infektiös ist, dann sind 999
Personen nicht infektiös, das heißt (statistisch gesehen, und ich weiß,
daß man einen Einzelfall nicht statistisch betrachten darf), daß mir
ziemlich viele Menschen begegnen können, bevor ein infektiöser dabei
ist.
Und wieviele begegnen dir am Tag, die ohne Vermummungszirkus dich
anstecken könnten?
An Werktagen vielleicht drei.
Post by Helmut Richter
Und wieviele in einem Monat?
Je nach Anzahl der Werktage.
Post by Helmut Richter
Post by Martin Gerdes
Ob dieser eine von tausend, ein in meinem Leben also eher seltenes
Ereignis, den ganzen Vermummungszirkus rechtfertigt? Ich glaube nicht.
Helmut Richter
2020-05-03 22:58:30 UTC
Antworten
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Post by Martin Gerdes
Post by Helmut Richter
Post by Martin Gerdes
Wenn nur 1 Person von 1000 Personen infektiös ist, dann sind 999
Personen nicht infektiös, das heißt (statistisch gesehen, und ich weiß,
daß man einen Einzelfall nicht statistisch betrachten darf), daß mir
ziemlich viele Menschen begegnen können, bevor ein infektiöser dabei
ist.
Und wieviele begegnen dir am Tag, die ohne Vermummungszirkus dich
anstecken könnten?
An Werktagen vielleicht drei.
Wenn du Homeoffice hast oder Schafhirte bist, brauchst du dich eh nicht zu
vermummen.

Andere Leute fahren mit Bus und Bahn zur Arbeit.
--
Helmut Richter
Roland Franzius
2020-05-04 05:47:20 UTC
Antworten
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Post by Helmut Richter
Post by Martin Gerdes
Post by Helmut Richter
Post by Martin Gerdes
Wenn nur 1 Person von 1000 Personen infektiös ist, dann sind 999
Personen nicht infektiös, das heißt (statistisch gesehen, und ich weiß,
daß man einen Einzelfall nicht statistisch betrachten darf), daß mir
ziemlich viele Menschen begegnen können, bevor ein infektiöser dabei
ist.
Und wieviele begegnen dir am Tag, die ohne Vermummungszirkus dich
anstecken könnten?
An Werktagen vielleicht drei.
Wenn du Homeoffice hast oder Schafhirte bist, brauchst du dich eh nicht zu
vermummen.
Kommt ein australischer Schafzüchter in den Drugstore und kauft 30
Packungen Kondome.
--
Roland Franzius
Florian Ritter
2020-05-04 15:40:57 UTC
Antworten
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Post by Roland Franzius
Post by Helmut Richter
Wenn du Homeoffice hast oder Schafhirte bist, brauchst du dich eh nicht zu
vermummen.
Kommt ein australischer Schafzüchter in den Drugstore und kauft 30
Packungen Kondome.
Du bist sowas von niedrig, möchte fast sagen flach - FR
Martin Gerdes
2020-05-04 22:29:22 UTC
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Post by Helmut Richter
Post by Martin Gerdes
Post by Helmut Richter
Post by Martin Gerdes
Wenn nur 1 Person von 1000 Personen infektiös ist, dann sind 999
Personen nicht infektiös, das heißt (statistisch gesehen, und ich weiß,
daß man einen Einzelfall nicht statistisch betrachten darf), daß mir
ziemlich viele Menschen begegnen können, bevor ein infektiöser dabei
ist.
Und wieviele begegnen dir am Tag, die ohne Vermummungszirkus dich
anstecken könnten?
An Werktagen vielleicht drei.
Wenn du Homeoffice hast oder Schafhirte bist, brauchst du dich eh nicht zu
vermummen.
Andere Leute fahren mit Bus und Bahn zur Arbeit.
Es ist netzbekannt, daß ich mit dem Fahrrad fahre. Und in der Arbeit
trage ich selbstverständlich Mundschutz, das war auch in
Vor-Coronazeiten so.
Stefan Schmitz
2020-05-03 17:54:46 UTC
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Post by Helmut Richter
Post by Stefan Schmitz
Post by Ralph Aichinger
Post by Martin Gerdes
vermutlich gerade mal 1 Mensch von 1000 infektiös ist. Könnte schon
sein, daß Leute irgendwann einmal anfangen nachzurechnen und dann
feststellen, daß so manche Angstmaßnahme übertrieben ist.
Wieviel wirtschaftlichen Schaden ist ein zusätzlicher Toter wert?
Diesen Satz solltest du noch mal überdenken.
So ist jeder Toter ein Gewinn, für den man wirtschaftlichen Schaden in Kauf
nehmen kann.
Post by Ralph Aichinger
Wie rechnest du das aus?
Die Zahl der aktuell Infektiösen ist natürlich keine sinnvolle Basis, weil die
schnell wieder ansteigen kann.
Aber man kann ausrechnen, wie viele Tote das Virus ohne Gegenmaßnahmen fordern
würde, und was die Maßnahmen an wirtschaftlichem Schaden bringen.
In Gangelt sind von den Infizierten 0,37% gestorben.
Interessant wäre, wie viele mit Hilfe von intensivmedizinischer Behandlung
überlebt haben. Die müsste man dazurechnen, weil es für die Schwerkranken
unter den intendierten 54 Mio Infizierten keine intensivmedizinische
Behandlung gibt.
Stimmt, da gibt es noch ein paar Todeskandidaten mehr. Dazu müsste man wissen,
wieviele Intensivpatienten es gab, und wie viele davon nur wegen der
Intensivbehandlung überlebt haben. Das ist wohl nur durch Vergleichzahlen
aus Ländern ohne ausreichend Intensivstationen zu ermitteln. Die Größenordnung
kann sich dadurch aber nicht wesentlich verändern.
Post by Helmut Richter
Post by Stefan Schmitz
Nehmen wir für ganz D mal 0,5% an. Bei einer Durchseuchungsrate von 2/3
wäre das Virus gestoppt,
Warum eigentlich wird der Rest sicher nicht infiziert?
Natürlich würden auch noch weiter Menschen infiziert. Aber das wären dann
so wenige, dass man dafür keine Sperren über das ganze Land mehr verhängen
würde. Deren Tod kann dadurch also nicht verhindert werden.
Post by Helmut Richter
Was vielleicht
gestoppt wird, ist die andauernde *Steigerung* der Anzahl der Infizierten,
wie wir sie ohne Isolationsmaßnahmen haben. Aber darauf kommts für die
weitere Rechnung nicht an.
Die Zahl der Neuinfektionen würde dann ohne jede weitere Maßnahme allein deshalb
sinken, weil nicht mehr genug Opfer für das Virus zu finden sind.
Post by Helmut Richter
Post by Stefan Schmitz
das wären 54 Millionen. Davon 0,5% sind 270.000 Tote.
Immer alles schön linear hochgerechnet. Ja, dann stimmts.
In meiner Rechnung gibt es nur Konstanten. Wie kommst du da auf die Idee, einen
Gegensatz von linear zu quadratisch, exponentiell oder was auch immer ins Spiel
zu bringen?
Martin Gerdes
2020-05-03 15:31:29 UTC
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Ralph Aichinger <***@pi.h5.or.at> schrieb:

Versuch in Zukunft bitte, sinnwahrend zu zitieren. Danke.
Post by Ralph Aichinger
Post by Martin Gerdes
In der Sache stellt sich schon die Frage, wie lange der Staat die ganze
Gesellschaft stillegen kann, vor allem vor dem Hintergrund, daß
vermutlich gerade mal 1 Mensch von 1000 infektiös ist. Könnte schon
sein, daß Leute irgendwann einmal anfangen nachzurechnen und dann
feststellen, daß so manche Angstmaßnahme übertrieben ist.
Wieviel wirtschaftlichen Schaden ist ein zusätzlicher Toter wert?
Nach allgemeiner, in der Öffentlichkeit nicht kommunizierter
Übereinkunft etwa 1 Million.
Post by Ralph Aichinger
Wie rechnest du das aus?
Das mußt Du die Versicherungsmathematiker fragen.

Wer in medizinischem Umfeld etwas erreichen möchte, muß mit Toten
argumentieren, denn er weiß, daß dies in solchen Situationen der
Supertrumpf ist, der alles sticht. Im allgemeinen setzt daraufhin beim
Gegenüber jede sinnvolle argumentative Gegenwehr aus, und man selbst ist
am erwünschten Lobby-Ziel.

In Germanistan sind bis jetzt um die 160.000 Corona-Fälle gezählt, bei
(damit wir einfacher rechnen können) um die 80 Millionen Einwohnern. Von
diesen 160.000 seien um die 2/3 entweder genesen oder verstorben, also
bleiben um die 50.000 aktive Fälle. Das ist weniger als 1 Person auf
1000 Einwohner.

Gegen ein gesundes Maß Vorsicht ist nichts einzuwenden (das gilt ja auch
in jeder Grippewelle), aber das komplette Wegsperren der gesamten
Bevölkerung überschreitet ein gesundes Maß Vorsicht bei weitem.

Die Politik hat zu spät auf den Beginn der Krise reagiert, das kann sie
nicht dadurch ausgleichen, daß sie nun auch zu spät auf das Zurückgehen
der Krise reagiert.

Man könnte noch eine ganze Menge dazu schreiben (wird anderswo ja auch),
aber hierzugroup sollten wir das nicht vertiefen.
Helmut Richter
2020-05-03 18:01:22 UTC
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Post by Martin Gerdes
In Germanistan sind bis jetzt um die 160.000 Corona-Fälle gezählt, bei
(damit wir einfacher rechnen können) um die 80 Millionen Einwohnern. Von
diesen 160.000 seien um die 2/3 entweder genesen oder verstorben, also
bleiben um die 50.000 aktive Fälle. Das ist weniger als 1 Person auf
1000 Einwohner.
Die Zahl ist völlig wurscht; sie sagt nur in einem rückkopplungsfreien
System etwas aus. Wenn der vielzitierte R-Wert aufs Doppelte ansteigt,
haben wir nicht doppelt so viele Fälle, sondern wieder einen
exponentiellen Anstieg wie am Anfang, also alle t Tage doppelt so viel,
mithin alle 10t Tage tausendmal so viele, wobei das t nicht nur von R
selbst abhängt, sondern auch von der Zeit, die durchschittlich vergeht,
bevor ein Frischinfizierter den nächsten ansteckt. – Aber es fällt
allgemein schwer, nichtlinear zu denken. „Gefühlt“ ist für die meisten
Menschen eine 1 mit 14 Nullen doppelt so groß wie eine mit 7 Nullen und
nicht zehnmillionenmal so groß.
Post by Martin Gerdes
Gegen ein gesundes Maß Vorsicht ist nichts einzuwenden (das gilt ja auch
in jeder Grippewelle), aber das komplette Wegsperren der gesamten
Bevölkerung überschreitet ein gesundes Maß Vorsicht bei weitem.
Mit jetzt R=0.7 kann man sich maximal erlauben, dass jeder Mensch 1.4 mal
so viele fremde Leute trifft wie jetzt; das ist keine sehr große
Erleichterung. Man will ja eigentlich auch vermeiden, dass bei Anstieg der
Infektionen wieder alles auf Stand April zurückgefahren werden muss. Ob
das mit den jetzigen Erleichterungen vermieden werden kann, bezweifle ich.
Post by Martin Gerdes
Die Politik hat zu spät auf den Beginn der Krise reagiert,
Sie hat in Deutschland relativ gut raegiert, was ihr jetzt zum Vorwurf
gemacht wird: seht doch, gar nichts ist passiert, bloß einer von 1000; da
ist doch jede Maßnahme übertrieben.

Eine deutlichere zweite exponentielle Welle wäre für die Politiker, die
langsamer als jetzt geplant aufmachen wollen, eine späte Rechtfertigung.
Keiner wünscht sich das.
Post by Martin Gerdes
das kann sie
nicht dadurch ausgleichen, daß sie nun auch zu spät auf das Zurückgehen
der Krise reagiert.
Wo geht sie zurück? Es ist gelungen, dass das System nicht mit einem
Schlag umgekippt ist. Das ist viel, und ich bin froh drum.
--
Helmut Richter
Thomas Schade
2020-05-03 18:39:13 UTC
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Post by Helmut Richter
Post by Martin Gerdes
Die Politik hat zu spät auf den Beginn der Krise reagiert,
Sie hat in Deutschland relativ gut raegiert, was ihr jetzt zum Vorwurf
gemacht wird: seht doch, gar nichts ist passiert, bloß einer von 1000; da
ist doch jede Maßnahme übertrieben.
'There is no glory in prevention.'

Um aufs Gruppenthema zurückzukommen, lässt sich dieser so treffende Satz
Drostens ähnlich prägnant ins Deutsche übersetzen? Wörtlich übersetzt
verliert er viel an Deutlichkeit.
Post by Helmut Richter
Post by Martin Gerdes
das kann sie
nicht dadurch ausgleichen, daß sie nun auch zu spät auf das Zurückgehen
der Krise reagiert.
Wo geht sie zurück? Es ist gelungen, dass das System nicht mit einem
Schlag umgekippt ist. Das ist viel, und ich bin froh drum.
Sehr, sehr froh.


Ciao
Toscha
--
In the country, the quiet country no nurses sleep at night.
But in the White House the full-of-shite house the liar tweets tonight.

Christina Kunze
2020-05-03 19:31:32 UTC
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Post by Thomas Schade
'There is no glory in prevention.'
Mit Vorbeugung gewinnt man keinen Blumentopf.

chr
Detlef Meißner
2020-05-03 20:17:10 UTC
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Post by Christina Kunze
Post by Thomas Schade
'There is no glory in prevention.'
Mit Vorbeugung gewinnt man keinen Blumentopf.
Mit Prävention lässt sich kein Ruhm gewinnen.

Detlef
--
Die Mathematik lehrt uns, dass man Nullen nicht übersehen darf.
Detlef Meißner
2020-05-03 20:45:49 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Christina Kunze
Post by Thomas Schade
'There is no glory in prevention.'
Mit Vorbeugung gewinnt man keinen Blumentopf.
Mit Prävention lässt sich kein Ruhm gewinnen.
Vielleicht noch besser: "Durch Prävention lässt sich kein Ruhm
gewinnen" (sondern nur durch eine Schlacht).

Detlef
--
Die Mathematik lehrt uns, dass man Nullen nicht übersehen darf.
Ewald Pfau
2020-05-03 20:20:43 UTC
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Post by Christina Kunze
Post by Thomas Schade
'There is no glory in prevention.'
Mit Vorbeugung gewinnt man keinen Blumentopf.
Vielleicht mit anderen Mitteln ... transrhenanischer Gruß als Beispiel

https://www.flickr.com/photos/***@N03/49846048986/in/pool-pentaxprimes/

(Titel zur abgelichteten Montage: "Guerre Macronesque 1 Le chef de guerre")

Bringt gewiss zumindest mehr, als untereinander blöde Floskeln aus dem
Medieneinerlei abzufragen.
Uwe Borchert
2020-05-03 23:31:05 UTC
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Hallo,
Post by Christina Kunze
Post by Thomas Schade
'There is no glory in prevention.'
Mit Vorbeugung gewinnt man keinen Blumentopf.
Ich hätte es da glamouröser und pathetischer:

Mit einer verlorenen Schlacht kann man mehr Ruhm
erhaschen, als man es je mit der erfolgreichsten
Prävention könnte.

MfG (Mit fiesem Grinsen)

Uwe Borchert
U***@web.de
2020-05-03 20:46:37 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Helmut Richter
Post by Martin Gerdes
Die Politik hat zu spät auf den Beginn der Krise reagiert,
Sie hat in Deutschland relativ gut raegiert, was ihr jetzt zum Vorwurf
gemacht wird: seht doch, gar nichts ist passiert, bloß einer von 1000; da
ist doch jede Maßnahme übertrieben.
'There is no glory in prevention.'
Um aufs Gruppenthema zurückzukommen, lässt sich dieser so treffende Satz
Drostens ähnlich prägnant ins Deutsche übersetzen? Wörtlich übersetzt
verliert er viel an Deutlichkeit.
Drosten ist deutscher Muttersprachler. Ihm noch die
Sprüche und (Vorsicht, Gälisch!) Slogans zuzuliefern,
damit er sich besser verkaufen kann, sehe jedenfalls
ich nicht als meine Aufgabe an.

Gruß, ULF
Martin Gerdes
2020-05-03 20:48:54 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Helmut Richter
Post by Martin Gerdes
Die Politik hat zu spät auf den Beginn der Krise reagiert,
Sie hat in Deutschland relativ gut raegiert, was ihr jetzt zum Vorwurf
gemacht wird: seht doch, gar nichts ist passiert, bloß einer von 1000; da
ist doch jede Maßnahme übertrieben.
'There is no glory in prevention.'
Um aufs Gruppenthema zurückzukommen, lässt sich dieser so treffende Satz
Drostens ähnlich prägnant ins Deutsche übersetzen? Wörtlich übersetzt
verliert er viel an Deutlichkeit.
"Vorsorge bringt einem keine Lorbeeren."
Thomas Schade
2020-05-04 04:27:30 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Thomas Schade
'There is no glory in prevention.'
Um aufs Gruppenthema zurückzukommen, lässt sich dieser so treffende Satz
Drostens ähnlich prägnant ins Deutsche übersetzen? Wörtlich übersetzt
verliert er viel an Deutlichkeit.
"Vorsorge bringt einem keine Lorbeeren."
Danke, das gefällt mir. Ich ließe nur 'einem' noch weg, 'Vorsorge bringt
keine Lorbeeren'.


Ciao
Toscha
--
A pizza is basically a real-time pie chart of how much pizza is left.
Stefan Ram
2020-05-03 18:05:00 UTC
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Post by Ralph Aichinger
Wieviel wirtschaftlichen Schaden ist ein zusätzlicher Toter wert?
Wie rechnest du das aus?
Der Wert eines Gutes wird nicht auf dem Papier ausgerechnet,
sondern man beoabachtet den Markt.
Roland Franzius
2020-05-03 18:15:03 UTC
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Post by Stefan Ram
Post by Ralph Aichinger
Wieviel wirtschaftlichen Schaden ist ein zusätzlicher Toter wert?
Wie rechnest du das aus?
Der Wert eines Gutes wird nicht auf dem Papier ausgerechnet,
sondern man beoabachtet den Markt.
Da die Produktivität gerade stark fällt und Gold steigt,
sinkt automatisch der Wert jedes Toten.
Jedenfalls für die Idioten.

Der Tod auf dem Markt ist bekanntlich ein Nullsumenspiel, da er
eingepreist ist.
--
Roland Franzius
Detlef Meißner
2020-05-03 09:08:30 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Klaus Pommerening
Hab auf SpOn grad ein passendes neues Wort gelernt: Trotzbürger.
Sie schreien: "Ich will aber!!"
<Sarkasmus>
Das sind die, die für das Recht auf freie Ansteckung demonstrieren,
nach der Logik: "Die Maßnahmen wirken. Also müssen ! sie sofort !!
weg !!!
</Sarkasmus>
Den Wutbürger halte ich für eine gelungene Bildung, die uns vermutlich
auch erhalten bleiben wird.
Der "Trotzbürger" ist analog gebildet, gefällt mir aber deutlich weniger
gut.
In der Sache stellt sich schon die Frage, wie lange der Staat die ganze
Gesellschaft stillegen kann, vor allem vor dem Hintergrund, daß
vermutlich gerade mal 1 Mensch von 1000 infektiös ist. Könnte schon
sein, daß Leute irgendwann einmal anfangen nachzurechnen und dann
feststellen, daß so manche Angstmaßnahme übertrieben ist.
Ich hätte da noch "Angstbürger" in petto.

Detlef
--
Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten
Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit, diese
Sprache zu lernen. (Mark Twain)
Carsten Thumulla
2020-05-03 05:35:30 UTC
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Wie gefällt Dir der?
Detlef Meißner
2020-05-03 09:07:33 UTC
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Post by Carsten Thumulla
Wie gefällt Dir der?
Angstbürger.
Wie gefällt dir der?

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Ralph Aichinger
2020-05-03 09:11:41 UTC
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Post by Carsten Thumulla
Wie gefällt Dir der?
Nur mit Pommes und Ketchup.

/ralph
--
-----------------------------------------------------------------------------
https://aisg.at
ausserirdische sind gesund
Klaus Pommerening
2020-05-03 09:54:55 UTC
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Post by Carsten Thumulla
Wie gefällt Dir der?
Jo, passt für die Leute, die sich mit Klopapier für mehrere Jahre
eindecken. Nicht diese sind aber die Antagonisten der Trotzbürger,
sondern die besonnenen Bürger, für die es anscheinend bisher
keine Spottbezeichnung gibt. Verspottet werden die Verkrampften,
nicht die Besonnenen.
--
Klaus Pommerening
Im Unterschied zu anderen Krankheiten, ist das Leben immer tödlich.
(Italo Svevo)
U***@web.de
2020-05-03 10:59:55 UTC
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Post by Klaus Pommerening
Jo, passt für die Leute, die sich mit Klopapier für mehrere Jahre
eindecken. Nicht diese sind aber die Antagonisten der Trotzbürger,
sondern die besonnenen Bürger, für die es anscheinend bisher
keine Spottbezeichnung gibt.
Das war jetzt aber keine Initiative
zur Reaktivierung der Spießbürger?
Post by Klaus Pommerening
Verspottet werden die Verkrampften,
nicht die Besonnenen.
Gut, die gelten auch als verkrampft.

Gruß, ULF
H.-P. Schulz
2020-05-03 12:22:03 UTC
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Post by Klaus Pommerening
Post by Carsten Thumulla
Wie gefällt Dir der?
Jo, passt für die Leute, die sich mit Klopapier für mehrere Jahre
eindecken. Nicht diese sind aber die Antagonisten der Trotzbürger,
sondern die besonnenen Bürger, für die es anscheinend bisher
keine Spottbezeichnung gibt. Verspottet werden die Verkrampften,
nicht die Besonnenen.
Dem Trotzbürger sind aber insbesondere die Besonnenen ein Ärgernis.
Insbesondere Trotzbürger lieben es, sich als mündig und kritisch und
wasnochalles zu gerieren, währen sie die Besonnenen als Lemminge,
Schafe, Verdummte und Verführte denunzieren. Nein, stimmt *Spott* ist
das nicht (oder nur selten), sondern nur zu oft regelrechter Hass.

Interessanter Weise sind jene, die jetzt hier als Panikbürger
aufgemacht werden, also die, die plötzlich hamstern und horten,
gleichzeitig Trotzbürger, - wobei letzteres eigentlich sogar das
primäre ist. (vgl. Prepper! Da wird es wohl keinen einzigen geben, der
nicht auch als Trotzbürger zu klassifizieren wäre!)
Wolfgang
2020-05-03 12:40:50 UTC
Antworten
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[...]
Interessanter Weise sind jene [...]
Bin ich ein Trotz-, Panik- oder sonstiger schlimmer Bürger, wenn ich
mich an der Auftrennung des Adverbs «interessanterweise» stoße?

Ciao,
Wolfgang
Sergio Gatti
2020-05-03 13:28:30 UTC
Antworten
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Post by Wolfgang
[...]
Interessanter Weise sind jene [...]
Bin ich ein Trotz-, Panik- oder sonstiger schlimmer Bürger, wenn ich
mich an der Auftrennung des Adverbs «interessanterweise» stoße?
Nein, du bist ein seltener Fall einer Person, die oft - viel öfter als
ich, zum Beispiel - beim Thema dieser Gruppe bleibt.
Wolfgang
2020-05-03 14:27:34 UTC
Antworten
Permalink
Post by Sergio Gatti
Post by Wolfgang
[...]
Interessanter Weise sind jene [...]
Bin ich ein Trotz-, Panik- oder sonstiger schlimmer Bürger, wenn
ich mich an der Auftrennung des Adverbs «interessanterweise» stoße?
Nein, du bist ein seltener Fall einer Person, die oft - viel öfter
als ich, zum Beispiel - beim Thema dieser Gruppe bleibt.
Vielen Dank für das Kompliment. Aber warum schreiben Leute, die sich
statt für Deutsch eher für Politik, Soziologie oder Philosophie
interessieren, nicht an Newsgroups, die sich diesen Gebieten widmen?

Ich will nicht den ersten Stein werfen, da ich kürzlich selbst
gesündigt habe, indem einige meiner an IclIt gerichteten Posts eher
von Informatik als von Sprache handelten.

Die Sache läuft oft so: Da schreibt einer etwas über ein fremdes
Sachgebiet, und man kann der Versuchung nicht widerstehen, darauf zu
antworten. Darauf wieder eine Gegenantwort, und schon entwickelt
sich ein ganzer Thread OT. Man braucht einfach mehr Disziplin, um es
nicht zu solch einer Entwicklung kommen zu lassen.

Übrigens, auf meine Beanstandung von «Interessanter Weise» immer
noch keine Antwort. Das Interesse an Deutsch ist doch sehr limitiert...

Ciao,
Wolfgang
Roland Franzius
2020-05-03 15:02:36 UTC
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Übrigens, auf meine Beanstandung von «Interessanter Weise» immer noch
keine Antwort. Das Interesse an Deutsch ist doch sehr limitiert...
Die interessanteren Weisen unter uns sehens es und nehmen es inzwischen
geduldig mit einem Lächeln hin.

https://groups.google.com/forum/#!searchin/de.etc.sprache.deutsch/interessanter$20Weise;context-place=forum/de.etc.sprache.deutsch
--
Roland Franzius
U***@web.de
2020-05-03 16:38:48 UTC
Antworten
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Post by Roland Franzius
Übrigens, auf meine Beanstandung von «Interessanter Weise» immer noch
keine Antwort. Das Interesse an Deutsch ist doch sehr limitiert...
Die interessanteren Weisen unter uns sehens es und nehmen es inzwischen
geduldig mit einem Lächeln hin.
https://groups.google.com/forum/#!searchin/de.etc.sprache.deutsch/interessanter$20Weise;context-place=forum/de.etc.sprache.deutsch
Ich möchte behaupten, daß die Mehrheit
der so gefundenen Suchergebnisse das
Problem nicht zu illustrieren vermag.
Manfred Hoß
2020-05-03 15:16:01 UTC
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Post by Wolfgang
Übrigens, auf meine Beanstandung von «Interessanter Weise» immer
noch keine Antwort. Das Interesse an Deutsch ist doch sehr limitiert...
Ich könnte auch jedes "wieviele" hier kritisieren und "wie viele" darunter
schreiben, aber auf derlei Fehler hinzuweisen, halte ich für zu
zeitaufwendig und unergiebig. Ebenso ist es bei "interessanter Weise".

Gruß
Manfred.
Stefan Ram
2020-05-03 18:13:34 UTC
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Post by Wolfgang
[...]
Interessanter Weise sind jene [...]
Bin ich ein Trotz-, Panik- oder sonstiger schlimmer Bürger, wenn ich
mich an der Auftrennung des Adverbs "interessanterweise" stoße?
Wir hatten einen Lehrer, Herrn Weise.

Das reizte uns dann zu Aussagen wie "Dummer Weise habe ich
meine Hausaufgaben zu Hause liegen lassen."

Ich ging in einen freiwilligen Zusatzkurs bei Herrn Weise,
über Relativitätstheorie. Der fand in der "nullten Stunden"
im dritten Stock (unter dem Dach) statt. Das war von 7.10
bis 7.55 Uhr.

Herr Weise: "Manche sagen: 'Alles ist relativ'. Aber das kann
nicht stimmen; denn wenn alles relativ wäre, dann gäbe es ja
nichts, zu dem es relativ sein kann."

Heute denke ich: So ist es aber, Herr Weise.
H.-P. Schulz
2020-05-04 07:21:55 UTC
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Post by Wolfgang
[...]
Interessanter Weise sind jene [...]
Bin ich ein Trotz-, Panik- oder sonstiger schlimmer Bürger, wenn ich
mich an der Auftrennung des Adverbs «interessanterweise» stoße?
°gähn°

Das haben wir glaubich schon fünf mal durchgekaut.
Gunhild Simon
2020-05-04 19:41:16 UTC
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Post by Wolfgang
[...]
Interessanter Weise sind jene [...]
Bin ich ein Trotz-, Panik- oder sonstiger schlimmer Bürger, wenn ich
mich an der Auftrennung des Adverbs «interessanterweise» stoße?
Hätte ich auch.
Aber der Lektor Thomas Manns hat darüber eigenartiger Weise
hinweggesehen.Dshalb übe ich Zurückhaltung.

Gruß
Gunhild
Wolfgang
2020-05-04 20:21:46 UTC
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Post by Gunhild Simon
Post by Wolfgang
[...]
Interessanter Weise sind jene [...]
Bin ich ein Trotz-, Panik- oder sonstiger schlimmer Bürger, wenn
ich mich an der Auftrennung des Adverbs «interessanterweise» stoße?
Hätte ich auch.
Aber der Lektor Thomas Manns hat darüber eigenartiger Weise
hinweggesehen. Deshalb übe ich Zurückhaltung.
Wenn Thomas Mann sich diese Freiheit erlauben durfte, dann soll sie
deiner Meinung nach auch H.-P. Schulz zustehen. Früher war man nicht
so egalitär gesinnt und sagte: «Quod licet Iovi, non licet bovi.»
Klingt zugegebener Maßen ziemlich reaktionär. :)

Ciao,
Wolfgang
Manfred Hoß
2020-05-04 20:47:13 UTC
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Post by Gunhild Simon
Post by Wolfgang
[...]
Interessanter Weise sind jene [...]
Bin ich ein Trotz-, Panik- oder sonstiger schlimmer Bürger, wenn ich
mich an der Auftrennung des Adverbs «interessanterweise» stoße?
Hätte ich auch.
Aber der Lektor Thomas Manns hat darüber eigenartiger Weise
hinweggesehen.Dshalb übe ich Zurückhaltung.
Es ist überhaupt nicht bemerkenswert, dass Thomas Manns Lektor nicht
"interessanter Weise" zu "interessanterweise" geändert hat, schließlich
wird letzteres erst in der 1973 erschienenen 17., neu bearbeiteten und
erweiterten Auflage des West-Dudens aufgeführt, und da war Thomas Mann seit
etwa 18 Jahren tot und seine Werke längst lektoriert. "Seltsamerweise"
hingegen tauchte bereits 1961 in der 15. Auflage des West-Dudens auf.

In den verschiedenen Auflagen des Ost-Dudens sind weder "seltsamerweise"
noch "interessanterweise" zu finden. Zudem konnte ich in keinem einzigen
gedruckten Duden, Ost und West, "eigenartigerweise" finden.

Gruß
Manfred.
U***@web.de
2020-05-04 21:03:36 UTC
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Post by Manfred Hoß
Post by Gunhild Simon
Post by Wolfgang
[...]
Interessanter Weise sind jene [...]
Bin ich ein Trotz-, Panik- oder sonstiger schlimmer Bürger, wenn ich
mich an der Auftrennung des Adverbs «interessanterweise» stoße?
Hätte ich auch.
Aber der Lektor Thomas Manns hat darüber eigenartiger Weise
hinweggesehen.Dshalb übe ich Zurückhaltung.
Es ist überhaupt nicht bemerkenswert, dass Thomas Manns Lektor nicht
"interessanter Weise" zu "interessanterweise" geändert hat, schließlich
wird letzteres erst in der 1973 erschienenen 17., neu bearbeiteten und
erweiterten Auflage des West-Dudens aufgeführt, und da war Thomas Mann seit
etwa 18 Jahren tot und seine Werke längst lektoriert. "Seltsamerweise"
hingegen tauchte bereits 1961 in der 15. Auflage des West-Dudens auf.
In den verschiedenen Auflagen des Ost-Dudens sind weder "seltsamerweise"
noch "interessanterweise" zu finden. Zudem konnte ich in keinem einzigen
gedruckten Duden, Ost und West, "eigenartigerweise" finden.
on einem gewissen Thomas Mann ist 'merkwürdigerweise' überliefert.
https://www.dwds.de/wb/merkw%C3%BCrdigerweise
Sollte es sich da um eine postume Schreibung handeln, oder war
nur jeweils die Aufnahme der Weise für jede einzelne adverbiale
Zusammenschreibung in den Duden abzuwarten?

Die einschlägigen älteren Drucke liegen mir hier nicht vor.
Manfred Hoß
2020-05-04 21:15:44 UTC
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Post by U***@web.de
on einem gewissen Thomas Mann ist 'merkwürdigerweise' überliefert.
https://www.dwds.de/wb/merkw%C3%BCrdigerweise
Sollte es sich da um eine postume Schreibung handeln, oder war
nur jeweils die Aufnahme der Weise für jede einzelne adverbiale
Zusammenschreibung in den Duden abzuwarten?
Die einschlägigen älteren Drucke liegen mir hier nicht vor.
"Merkwürdigerweise" ist bereits in der 1880 erschienenen 1. Auflage von
Konrad Dudens "Orthographischem Wörterbuch" zu finden.

Gruß
Manfred.
Florian Ritter
2020-05-05 14:09:30 UTC
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Post by U***@web.de
on einem gewissen Thomas Mann ist 'merkwürdigerweise' überliefert.
https://www.dwds.de/wb/merkw%C3%BCrdigerweise
Sollte es sich da um eine postume Schreibung handeln, oder war
nur jeweils die Aufnahme der Weise für jede einzelne adverbiale
Zusammenschreibung in den Duden abzuwarten?
Die einschlägigen älteren Drucke liegen mir hier nicht vor.
Th. Mann wurde zu Lebzeiten auf einen falschen Relativanschluss
im "Joseph" aufmerksam gemacht, hielt es aber nicht für nötig,
in der Sache was zu unternehmen - FR
Carsten Thumulla
2020-05-03 13:40:38 UTC
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Post by H.-P. Schulz
Interessanter Weise
Deutsch kaputt

ct
Detlef Meißner
2020-05-03 20:47:06 UTC
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Post by Klaus Pommerening
Hab auf SpOn grad ein passendes neues Wort gelernt: Trotzbürger.
Sie schreien: "Ich will aber!!"
Die Assoziation zu "Trotzkind" liegt nahe.

Detlef
--
Verordnetes Gendern _ist_ Fundamentalismus!
[Henning Sponbiel]
Carsten Thumulla
2020-05-04 08:17:33 UTC
Antworten
Permalink
.
Besonders in verschnupften Zeiten.

ct
Roland Franzius
2020-05-04 08:42:21 UTC
Antworten
Permalink
Post by Carsten Thumulla
.
Besonders in verschnupften Zeiten.
Im Juusnet und Soschal Media flächendeckend verbreitet der rechte
Auskotzbörger.

Versteht nichts, verdaut nichts, postet, tubt, bloggt pausenlos.
--
Roland Franzius
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