Discussion:
"Positivspur" und "Null - Dezimale - drei"
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Thomas Heier
2018-11-13 22:43:46 UTC
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Moin!

Bei UFO (DVD-Version) ist es gut zu erkennen, das die Syncro und die
Untertitel teilweise recht weit auseinanderlaufen. Da die Untertitel
sich erst weit nach der verdeutschung der Tonspur entstanden sind: Warum
hat man bei den Untertiteln nicht einfach den Text der Syncro
aufgeschrieben?

Und dann noch solche Begriffe wie "Positivspur". Wo kann der Begriff
herkommen oder wie ist der entstanden? (Gemeint scheint ein erkannter
Kurs zu sein)

Und "Null - Dezimale - drei": Wer oder wie kann (man) auf die
bescheuerte Idee kommen, ein Punkt oder Komma als "Dezimale" zu
übersetzen?
--
Kennst du groops.de, die Freizeitgemeinschaft im deutschsprachigem
Raum? Reinschauen kostet nichts...
Urlaubsbilder: http://www.thomas-heier.de
Filme: http://www.youtube.com/user/thshDE?feature=mhum#g/u
Stefan Ram
2018-11-13 23:33:48 UTC
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Stefan Ram
2018-11-13 23:40:48 UTC
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Supersedes: <positiv-***@ram.dialup.fu-berlin.de>
[Sorry, technische Probleme!]
Post by Thomas Heier
Und dann noch solche Begriffe wie "Positivspur". Wo kann der Begriff
herkommen oder wie ist der entstanden? (Gemeint scheint ein erkannter
Kurs zu sein)
Hier einmal Synchronisation und Original ( einem Fall):

SID: Habe UFO auf Positivspur.
NINA: Verstanden. Abfangjäger Alarmstart!

SID: Confirming UFO 429 117 blue.
NINA: 429 117 blue.

Es hat also anscheinend keinen Sinn, jetzt über die
Bedeutung von "positive" im Englischen nachzudenken, da das
im Englischen (zumindest in diesem einen Fall) da gar nicht
verwendet wird.

Aber ich denke, jetzt einmal unabhängig von "UFO":
Wir Deutschen dürfen nie vergessen, daß "positive" im
Englischen auch so viel wie "sicher" bedeutet: "I'm not
positive." kann auch bedeuten: "Ich bin nicht sicher.".

(Oben wird praktisch umgekehrt "confirming" mit "positiv"
wiedergegeben.)

Demnach könnte "on positive track" (auch wenn das vielleicht
im englischen Original gar nicht vorkam) vielleicht auch
soviel bedeutet wie "sicher identifiziert" oder "sicher
lokalisiert".

"Blau" würde Deutsche als Uebersetzung überfordern. Das wäre
etwas, was sie nicht sofort verstehen, und dann würden sie
in Panik geraten, die Körperhygiene vernachlässigen, nicht
mehr arbeiten gehen, Leserbriefe schreiben u.s.w.. So etwas
darf es auf einem öffentlich-rechtlichen Sender nicht geben.

PS: Es gibt im Englischen schon einen Ausdruck "positive
track". "we are on a positive track" - "Wir sind auf einem
guten Kurs". In einer Fachsprache kann der Ausdruck auch
bedeuten: "An optical sound track recorded in a camera,
usually found on 16 mm. reversal films.". Vielleicht hat
sich da jemand inspirieren lassen.

PPS: Im Originalton der Serie wurde der Ausdruck /doch/
schon verwendet:

|Base to Interceptors.
|Have the UFO on positive track.
|Speed SOL-zero-decimal-eight.
UFO s01e02

. Allgemein ist "positive" eine mehrsilbige Bejahung
die auf einem verrauschten Kanal besser verständlich
sein kann als ein einfaches "Ja"/"yes". Es kann MUSEN
auch heißen: "bestätigt, daß es so ist.".

Zitat:

|Did they get it? - I still have a contact, Lieutenant.
|- Double-check.
|Positive.

Zitat:

|Have visual contact with explosion.
|Detonation positive.
UFO s01e02

"Detonation positive" verstehe ich als "Detonation erfolgt"
oder "Detonation bestätigt".

Zitat aus Folge "Exposed":

|Have trace on positive track. Course, four-two-eight;
|one-four-six; green.

Mögliche Uebersetzung könnte MUSEN auch sein:
"Habe UFO auf bestätigter Spur.".

Ziffernfolgen müssen sein, weil sie diese
wissenschaftlich-technische Atmosphäre transportieren, das
sachlich, nicht-emotionale.

Ein Testpilot, der sieht, daß er vermutlich nur noch
Sekunden lebt, schreit nicht "Oh, wie schlecht!", sondern
kommuniziert bis zum Schluß sachlich, übermittelt Daten und
so weiter. Darauf wurde er trainiert. Erstens erfüllt er
damit einen wichtigen Teil seiner Aufgabe und zweitens wird
so die Chance am größten, daß die Bodenkontrolle vielleicht
doch noch irgendeinen Tip findet, wie er die Fluglage wieder
entschärfen könnte.
Thomas Heier
2018-11-14 09:06:02 UTC
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Stefan Ram <***@zedat.fu-berlin.de>


Danke für die sehr verständliche Ausführung.
--
Kennst du groops.de, die Freizeitgemeinschaft im deutschsprachigem
Raum? Reinschauen kostet nichts...
Urlaubsbilder: http://www.thomas-heier.de
Filme: http://www.youtube.com/user/thshDE?feature=mhum#g/u
Andreas Karrer
2018-11-14 09:46:10 UTC
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Post by Stefan Ram
. Allgemein ist "positive" eine mehrsilbige Bejahung
die auf einem verrauschten Kanal besser verständlich
sein kann als ein einfaches "Ja"/"yes". Es kann MUSEN
auch heißen: "bestätigt, daß es so ist.".
In der *englischen* Flugfunk-Phraseologie heisst es nicht "positive",
sondern "affirm", und zwar mit Betonung auf der ersten Silbe und einem
merkwürdigen Anlaut, etwa "EY-förm". Nein heisst "negative".
Der Punkt/das Komma bei Zahlen mit Nachkommastellen heisst "decimal",
also "TREE DECIMAL ONE FOUR" ("three" wird wie "tree" ausgesprochen).

Im *deutschen* Flugfunk sagt man in der Tat "Positiv" statt "ja",
"Negativ" statt "Nein" und das Dezimalkomma heisst "Komma".

- Andi
Andy Angerer
2018-11-25 13:32:18 UTC
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Post by Stefan Ram
"Blau" würde Deutsche als Uebersetzung überfordern. Das wäre
etwas, was sie nicht sofort verstehen, und dann würden sie
in Panik geraten, die Körperhygiene vernachlässigen, nicht
mehr arbeiten gehen, Leserbriefe schreiben u.s.w.. So etwas
darf es auf einem öffentlich-rechtlichen Sender nicht geben.
Diesen Absatz kapier ich nicht; erklärst Du ihn mir?
--
Die andere Site
mit den anderen Links
www.angerer-bodenlos.de
Sergio Gatti
2018-11-14 10:51:02 UTC
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Post by Thomas Heier
Moin!
Bei UFO (DVD-Version) ist es gut zu erkennen, das die Syncro und die
Untertitel teilweise recht weit auseinanderlaufen. Da die Untertitel
sich erst weit nach der verdeutschung der Tonspur entstanden sind: Warum
hat man bei den Untertiteln nicht einfach den Text der Syncro
aufgeschrieben?
Weil Untertitel max. 2 Zeilen (lieber nur eine) zu je
höchstens X Zeichen (X oft = 40) lang sein dürfen.
3 Zeilen würden schon das halbe Bild bedecken und zu viele
Zeichen erschweren die Lesbarkeit. Die Zuschauer haben
meistens nur wenige Sekunden, um einen Untertitel zu lesen.

Hinweis für weitere Fragen über Untertitel, die ich einige
Male übersetzt habe: de.rec.tv.serien lese ich nicht.
Erika Ciesla
2018-11-14 12:05:38 UTC
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Post by Thomas Heier
Moin!
Moin!
Post by Thomas Heier
(…)
Dazu haben andere bereits genug geschrieben, aber dazu …
Post by Thomas Heier
Und "Null - Dezimale - drei": Wer oder wie kann (man) auf die
bescheuerte Idee kommen, ein Punkt oder Komma als "Dezimale" zu
übersetzen?
… fällt mir was ein!

Der Ausdruck „Dezimale“ könnte tatsächlich so zu verstehen sein, daß die Maße
hier auf der Basis zehn (lateinisch „decem“ = „zehn“) unterteilt wurden, denn
im UK ist es noch gar nicht so lange her, daß dort 12 Zoll auf ein Fuß, drei
Füße auf ein Yard und 1.760 Yard = 5.280 Füße = 63.360 Zoll auf eine Meile gingen.

Im Flugverkehr ist das übrigens heute noch so.

Dies könnte diesen Ausdruck erklären. Allerdings hätte man in der Synchro in
der Tat auch einfach „Komma“ sagen können, das ist wahr, niemand wäre deswegen
verletzt oder gar getötet worden.


🖖 𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪
--
| VORSICHT!
|
| Bitte nicht weiter lesen, der Text endet hier! 😉
Christian Weisgerber
2018-11-14 15:01:20 UTC
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Post by Erika Ciesla
Post by Thomas Heier
Und "Null - Dezimale - drei": Wer oder wie kann (man) auf die
bescheuerte Idee kommen, ein Punkt oder Komma als "Dezimale" zu
übersetzen?
Der Ausdruck „Dezimale“ könnte tatsächlich so zu verstehen sein, daß die Maße
Engl. „decimal“ ist hier einfach nur ‘Dezimaltrenner’ und wird so
auch gerade im internationalen Flugfunk verwendet, weil Punkt und
Komma international nicht eindeutig sind.
Post by Erika Ciesla
hier auf der Basis zehn (lateinisch „decem“ = „zehn“) unterteilt wurden, denn
im UK ist es noch gar nicht so lange her, daß dort 12 Zoll auf ein Fuß, drei
Füße auf ein Yard und 1.760 Yard = 5.280 Füße = 63.360 Zoll auf eine Meile gingen.
Auch heute dort noch betrüblich gängig, angefangen bei der Verwendung
von Meilen im Straßenverkehr. Die nordirischen Grenzschilder mit
dem entsprechenden Hinweis sind ja gerade überall in der Presse.
Post by Erika Ciesla
Im Flugverkehr ist das übrigens heute noch so.
Der Flugverkehr verwendet Fuß für die Flughöhe und _Seemeilen_ für
Entfernungen, nicht obige britische Landmeilen.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Andreas Karrer
2018-11-14 17:20:07 UTC
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Post by Christian Weisgerber
Post by Erika Ciesla
Im Flugverkehr ist das übrigens heute noch so.
Der Flugverkehr verwendet Fuß für die Flughöhe und _Seemeilen_ für
Entfernungen, nicht obige britische Landmeilen.
NB: Im Segelflug werden in Kontinentaleuropa metrische Einheiten
benutzt: Höhe in m, Geschwindigkeit in km/h, Steigen/Sinken in m/s.
Das ist letztlich eine Folge des 1. WK, weil im Versailler Vertrag
Motorflugzeuge in D verboten wurden. In der Folge hat sich in D früh
eine vom Rest der Welt weitgehend abgekoppelte Segelflugszene
etabliert. Die wurde dann natürlich von den Nazis vereinnahmt; bei den
olympischen Spielen 1936 war Segelflug Demonstrationssportart. Nach dem
2. WK entwickelte sich ab 1951 eine kleine deutsche
Segelflugzeug-Industrie, deren Produkte sind seither Weltspitze.

Im der Praxis stellt das Nebeneinander von metrischen (Segelflug) und
archaischen (Rest der Fliegerei) Einheiten kaum ein Problem dar, was
vor allem daran liegt, dass Segelflieger grössere Flugplätze eher meiden.

- Andi
René Marquardt
2018-11-14 17:25:45 UTC
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Post by Andreas Karrer
Im der Praxis stellt das Nebeneinander von metrischen (Segelflug) und
archaischen (Rest der Fliegerei) Einheiten kaum ein Problem dar, was
vor allem daran liegt, dass Segelflieger grössere Flugplätze eher meiden.
Auch die Flughoehen duerften andere sein ;)
Detlef Meißner
2018-11-14 19:19:17 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Andreas Karrer
Im der Praxis stellt das Nebeneinander von metrischen (Segelflug) und
archaischen (Rest der Fliegerei) Einheiten kaum ein Problem dar, was
vor allem daran liegt, dass Segelflieger grössere Flugplätze eher meiden.
Auch die Flughoehen duerften andere sein ;)
Kleine Propellermaschinen fliegen nicht so hoch, manche Segler aber
schon.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Andreas Karrer
2018-11-14 20:24:27 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Andreas Karrer
Im der Praxis stellt das Nebeneinander von metrischen (Segelflug) und
archaischen (Rest der Fliegerei) Einheiten kaum ein Problem dar, was
vor allem daran liegt, dass Segelflieger grössere Flugplätze eher meiden.
Auch die Flughoehen duerften andere sein ;)
Beim Landen? Da fliegen alle Flugzeuge etwa gleich hoch. In Notfällen
könnte und dürfte man auf Verkehrsflughäfen landen, das tut aber
niemand, weil es einfacher ist, sich eine Wiese oder einen frisch
angesäten Rübenacker in der Umgebung auszusuchen.

Im Flug? Och, mein persönlicher Rekord liegt bei 6200 müM, das ist
weit über der Dienstgipfelhöhe von typischen einmotorigen
Kleinflugzeugen ("Cessna"). Hier Piz Bernina (4049 m) von oben:
Loading Image...
Am linken oberen Bildrand sieht man die linke Flügelspitze. Man hat
Sauerstoff dabei und diese Nasenkanülen wie im Krankenhaus.

Ab 3950 müM braucht man in den Alpen eine Höhenfreigabe, da fliegen
Verkehrsflugzeuge im kontrollierten Luftraum und rechnen nicht mit
Plastikfliegern ohne Transponder. Das ist einer der wenigen Fälle, in
denen der Segelfliegerpilot mit einem "Tower" Kontakt aufnehmen *muss*.

Die "Basis", d.h. die Untergrenze der Cumuluswolken, unter der sich die
Kleinfliegerei grösstenteils abspielt, liegt in den Alpen selten über
4000 m. Wenn man höher kommen will, braucht man Wellenaufwinde, wie
man sie bei Föhn öfter sieht. Hier auf "nur" 4800 m in einer Welle in
der Provence, Variometer am Anschlag bei 5 m/s:
Loading Image...

8000 m sind in den Alpen in Wellen möglich - dann braucht man aber eine
richtige Sauerstoffmaske. In den Anden gehen diese Wellen noch sehr
viel höher hinauf, vor zwei Monaten wurde da ein Rekord mit 23'165 m
erflogen:
https://www.nzz.ch/segelflieger-stratosphaere-ld.1419739

- Andi
René Marquardt
2018-11-14 20:58:52 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by René Marquardt
Post by Andreas Karrer
Im der Praxis stellt das Nebeneinander von metrischen (Segelflug) und
archaischen (Rest der Fliegerei) Einheiten kaum ein Problem dar, was
vor allem daran liegt, dass Segelflieger grössere Flugplätze eher meiden.
Auch die Flughoehen duerften andere sein ;)
Beim Landen? Da fliegen alle Flugzeuge etwa gleich hoch.
Stimmt, auch beim Abheben:



Kleiner Nachbarschaftsflugplatz hier, alles so Stoppelhopser,
und dann auf einmal bei 5:45 eine fette Boeing.
Post by Andreas Karrer
Im Flug? Och, mein persönlicher Rekord liegt bei 6200 müM, das ist
weit über der Dienstgipfelhöhe von typischen einmotorigen
https://karrer.net/tmp/bernina.jpg
So ca. 1984 kamen sie mal bei uns in die Klasse um Schueler
fuer die GST Segelflug anzuwerben. Mir haben sie wohl gleich
angesehen, dass ich im Kopf schon die Flugzeit von Groschwitz
(heutiger ICAO-Code EDOK) nach Coburg (EDQC) ausgerechnet habe,
und mich abgelehnt, LOL.
Frank Hucklenbroich
2018-11-15 08:00:00 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Andreas Karrer
Post by René Marquardt
Post by Andreas Karrer
Im der Praxis stellt das Nebeneinander von metrischen (Segelflug) und
archaischen (Rest der Fliegerei) Einheiten kaum ein Problem dar, was
vor allem daran liegt, dass Segelflieger grössere Flugplätze eher meiden.
Auch die Flughoehen duerften andere sein ;)
Beim Landen? Da fliegen alle Flugzeuge etwa gleich hoch.
http://youtu.be/vwvZc3oVvUc
Kleiner Nachbarschaftsflugplatz hier, alles so Stoppelhopser,
und dann auf einmal bei 5:45 eine fette Boeing.
Eine Boeing gibt es doch schon gleich zu Anfang zu sehen.

Eine Stearman mit fettem Sternmotor. Die haben einen sehr schönen Sound.

Grüße,

Frank
Hartmut Kraus
2018-11-15 20:17:41 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Andreas Karrer
Post by René Marquardt
Post by Andreas Karrer
Im der Praxis stellt das Nebeneinander von metrischen (Segelflug) und
archaischen (Rest der Fliegerei) Einheiten kaum ein Problem dar, was
vor allem daran liegt, dass Segelflieger grössere Flugplätze eher meiden.
Auch die Flughoehen duerften andere sein ;)
Beim Landen? Da fliegen alle Flugzeuge etwa gleich hoch.
http://youtu.be/vwvZc3oVvUc
Kleiner Nachbarschaftsflugplatz hier, alles so Stoppelhopser,
und dann auf einmal bei 5:45 eine fette Boeing.
Post by Andreas Karrer
Im Flug? Och, mein persönlicher Rekord liegt bei 6200 müM, das ist
weit über der Dienstgipfelhöhe von typischen einmotorigen
https://karrer.net/tmp/bernina.jpg
So ca. 1984 kamen sie mal bei uns in die Klasse um Schueler
fuer die GST Segelflug anzuwerben. Mir haben sie wohl gleich
angesehen, dass ich im Kopf schon die Flugzeit von Groschwitz
(heutiger ICAO-Code EDOK) nach Coburg (EDQC) ausgerechnet habe,
und mich abgelehnt, LOL.
Damals hat ein Kollege von mir mit Begeisterung Segelflug gemacht. Eben
bei der GST. Hat ihn übrigens keinen Pfennig gekostet, war aber halt die
Kaderschmiede: "Du wirst MiG-Pilot". Dazu kam's aber nicht mehr -
nachdem bekannt wurde, dass sein Vater in den 50ern mal im Westen
gearbeitet hatte. Von da an war er ein "Sicherheitsrisiko", ha, ha. Sie
haben ihn nicht direkt 'rausgeschmissen, er durfte nur kaum noch starten
... Ist dann von selber gegagngen.
Detlef Meißner
2018-11-14 19:14:56 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Christian Weisgerber
Post by Erika Ciesla
Im Flugverkehr ist das übrigens heute noch so.
Der Flugverkehr verwendet Fuß für die Flughöhe und _Seemeilen_ für
Entfernungen, nicht obige britische Landmeilen.
NB: Im Segelflug werden in Kontinentaleuropa metrische Einheiten
benutzt: Höhe in m, Geschwindigkeit in km/h, Steigen/Sinken in m/s.
Das ist letztlich eine Folge des 1. WK, weil im Versailler Vertrag
Motorflugzeuge in D verboten wurden. In der Folge hat sich in D früh
eine vom Rest der Welt weitgehend abgekoppelte Segelflugszene
etabliert. Die wurde dann natürlich von den Nazis vereinnahmt; bei den
olympischen Spielen 1936 war Segelflug Demonstrationssportart. Nach dem
2. WK entwickelte sich ab 1951 eine kleine deutsche
Segelflugzeug-Industrie, deren Produkte sind seither Weltspitze.
Im der Praxis stellt das Nebeneinander von metrischen (Segelflug) und
archaischen (Rest der Fliegerei) Einheiten kaum ein Problem dar, was
vor allem daran liegt, dass Segelflieger grössere Flugplätze eher meiden.
... und Jets nicht so gern auf der Wasserkuppe landen.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Andreas Kohlbach
2018-11-14 21:43:13 UTC
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Post by Christian Weisgerber
Post by Erika Ciesla
Post by Thomas Heier
Und "Null - Dezimale - drei": Wer oder wie kann (man) auf die
bescheuerte Idee kommen, ein Punkt oder Komma als "Dezimale" zu
übersetzen?
Der Ausdruck „Dezimale“ könnte tatsächlich so zu verstehen sein, daß die Maße
Engl. „decimal“ ist hier einfach nur ‘Dezimaltrenner’ und wird so
auch gerade im internationalen Flugfunk verwendet, weil Punkt und
Komma international nicht eindeutig sind.
Der Frage bin ich neulich auch nachgegangen, ohne aber zu einem
kompletten Ergebnis zu kommen. Kann es aber sein, dass nur in Deutschland
ein Komma zur Trennung, sonst aber ein Punkt, verwendet wird?

Zumindest Amerikaner treiben es noch weiter, dass ein Deutsches 0,5 in .5
(ohne führende Null) übersetzt wird.
--
Andreas

My random thoughts and comments
https://news-commentaries.blogspot.com/
Cornell Binder
2018-11-14 22:24:15 UTC
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Post by Andreas Kohlbach
Engl. »decimal« ist hier einfach nur 'Dezimaltrenner' und wird so
auch gerade im internationalen Flugfunk verwendet, weil Punkt und
Komma international nicht eindeutig sind.
Der Frage bin ich neulich auch nachgegangen, ohne aber zu einem
kompletten Ergebnis zu kommen. Kann es aber sein, dass nur in Deutschland
ein Komma zur Trennung, sonst aber ein Punkt, verwendet wird?
Nein. Eine gute Übersicht über die Thematik gibt es (völlig
überraschend) in der Wikipedia:

https://en.wikipedia.org/wiki/Decimal_separator


CoBi - Indien ist da z.B. sehr faszinierend
--
I don't want to be anything other than what I've been trying to be lately
All I have to do is think of me and I have peace of mind / I'm tired of
looking 'round rooms wondering what I gotta do / Or who I'm supposed to be
I don't want to be anything other than me (Gavin DeGraw)
Stefan Schmitz
2018-11-15 20:15:22 UTC
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Post by Cornell Binder
Nein. Eine gute Übersicht über die Thematik gibt es (völlig
https://en.wikipedia.org/wiki/Decimal_separator
Interessant finde ich die Aussage über das britische Empire unter History.
Demnach wurde 1968 entschieden, den zuvor verwendeten mid point durch den normalen
Punkt zu ersetzen. Der mid point tauchte aber noch Anfang der 80er in meinem
Englischbuch auf.
Kind, Jaakob
2018-11-15 08:40:50 UTC
Antworten
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Post by Andreas Kohlbach
Kann es aber sein, dass nur in Deutschland
ein Komma zur Trennung, sonst aber ein Punkt, verwendet wird?
Eigentlich sind in Europa die englischsprachigen Länder mit ihrem
Dezimalpunkt die Ausnahme. Fast alle anderen verwenden das Komma.

Viele Grüße
Jaakob
Helmut Richter
2018-11-15 09:07:53 UTC
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Post by Andreas Kohlbach
Post by Christian Weisgerber
Post by Erika Ciesla
Post by Thomas Heier
Und "Null - Dezimale - drei": Wer oder wie kann (man) auf die
bescheuerte Idee kommen, ein Punkt oder Komma als "Dezimale" zu
übersetzen?
Der Ausdruck „Dezimale“ könnte tatsächlich so zu verstehen sein, daß die Maße
Engl. „decimal“ ist hier einfach nur ‘Dezimaltrenner’ und wird so
auch gerade im internationalen Flugfunk verwendet, weil Punkt und
Komma international nicht eindeutig sind.
Der Frage bin ich neulich auch nachgegangen, ohne aber zu einem
kompletten Ergebnis zu kommen. Kann es aber sein, dass nur in Deutschland
ein Komma zur Trennung, sonst aber ein Punkt, verwendet wird?
Halbe/halbe:

https://de.wikipedia.org/wiki/Dezimaltrennzeichen
--
Helmut Richter
Erika Ciesla
2018-11-15 23:09:02 UTC
Antworten
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Post by Christian Weisgerber
Der Ausdruck „Dezimale“ könnte tatsächlich so zu verstehen sein, daß …
Engl. „decimal“ ist hier einfach nur ‘Dezimaltrenner’ und wird so
auch gerade im internationalen Flugfunk verwendet, weil Punkt und
Komma international nicht eindeutig sind.
Der Frage bin ich neulich auch nachgegangen, ohne aber zu einem
kompletten Ergebnis zu kommen. Kann es aber sein, dass nur in Deutschland
ein Komma zur Trennung, sonst aber ein Punkt, verwendet wird?
Gute frage. Weiß ich nicht, aber das kriege ich raus! Und zwar gucken wir uns
mal auf Wikipedia die Preiszahl π an!

Deutsch: 3,14… (mit Komma!)
Französisch: 3,14… (dito!)
Italienisch: 3,14… (dito!)
Griechisch: 3,14… (dito!)
Niederländisch: 3,14… (dito!)
Russisch: 3,14… (dito!)

Aber!
=====

Englisch: 3.14… (With a point instead!)
Spanisch: 3.14… (dito!)

Also eher umgekehrt!
Post by Andreas Kohlbach
Zumindest Amerikaner treiben es noch weiter, dass ein Deutsches 0,5 in .5
(ohne führende Null) übersetzt wird.
Dort wirst Du ja auch zum Psychologen geschickt, wenn Du die Sieben mit dem
hierzulande recht populären Querstrich scheibst.


🖖 𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪
--
PS: Deutsch ist übrigens schon allein darum eine gute Sprache, weil in ihr
„Mann“ und „Mensch“ *NICHT* dasselbe sind! 😂
René Marquardt
2018-11-15 23:24:41 UTC
Antworten
Permalink
Post by Erika Ciesla
Dort wirst Du ja auch zum Psychologen geschickt, wenn Du die Sieben mit dem
hierzulande recht populären Querstrich scheibst.
Nö. Die interpretieren das einfach als 4, und dich als dyslektisch.
Die 1 mit Strich wird konsequenterweise als 7 gelesen.
Andy Angerer
2018-11-25 13:21:17 UTC
Antworten
Permalink
Post by Erika Ciesla
die Preiszahl π
Ihr Weiber denkt echt immer nur ans shoppen.
--
Die andere Site
mit den anderen Links
www.angerer-bodenlos.de
Erika Ciesla
2018-11-15 22:42:47 UTC
Antworten
Permalink
Post by Christian Weisgerber
Post by Erika Ciesla
Der Ausdruck „Dezimale“ könnte tatsächlich so zu verstehen sein, daß die Maße
Engl. „decimal“ ist hier einfach nur ‘Dezimaltrenner’
Ja, muß wohl. Aber außer hier in dieser Serie habe ich das so noch nicht
gehört; weder in einem deutschen noch in einem englischen Text.
Post by Christian Weisgerber
und wird so auch gerade im internationalen Flugfunk verwendet, weil Punkt
und Komma international nicht eindeutig sind.
Im Prinzip richtig. Auf Deutsch heißt das „Komma“, und auf Englisch sagt man
„Point“. Zumindest kenne ich es so. Daß man statt dessen „digitale“ sagt, ist
mir in beiden Sprachen nicht bekannt.

Flugfunk wird übrigens grundsätzlich auf Englisch geführt.
Post by Christian Weisgerber
Post by Erika Ciesla
hier auf der Basis zehn (lateinisch „decem“ = „zehn“) unterteilt wurden,
denn im UK ist es noch gar nicht so lange her, daß dort 12 Zoll auf ein
Fuß, drei Füße auf ein Yard und 1.760 Yard = 5.280 Füße = 63.360 Zoll auf
eine Meile gingen.
Auch heute dort noch betrüblich gängig, angefangen bei der Verwendung von
Meilen im Straßenverkehr. Die nordirischen Grenzschilder mit dem
entsprechenden Hinweis sind ja gerade überall in der Presse.
Großbritannien hat anno 1968 die Metrifikation beschlossen; sie sind damit (in
Europa) die letzten. Der Vorgang ist aber noch „in progress“, daran arbeiten
die also noch.

Aber während ich das hier gerade tippe, da fällt mir doch was auf: der Prozeß
der Metrifikation fiel genau in die Drehzeit dieser Serie. Die auffällige
Betonung des Dezimalsystems könnte damit korrelieren; es könnte eine Werbung
für das (neue (metrische)) Maßsystem gewesen sein. (?)

Aktuell gibt es nur noch drei Länder, die offiziell mit Daumen und Füßen
messen: Liberia, Myanmar und die USA.

Und apropos USA, – Guck mal:

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Ist aber (noch?) eine Rarität, da gibt es nicht viele von.


🖖 𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪
--
| VORSICHT!
|
| Bitte nicht weiter lesen, der Text endet hier! 😉
René Marquardt
2018-11-15 22:55:37 UTC
Antworten
Permalink
Post by Erika Ciesla
 https://www.welt.de/img/vermischtes/mobile132942738/6202507057-ci102l-w1024/title.jpg
Ist aber (noch?) eine Rarität, da gibt es nicht viele von.
Du bist lustig, "noch". Die wurden 1975 in Arizona entlang der
Interstate 19 aufgestellt, in der Annahme, daß der Rest des Landes
bald folgen würde. Tat er aber nicht. Die stehen nur noch da,
weil die Highway-Abfahrten nach Strecke numeriert sind, nicht
in Folge, und man keine Lust hat, die alle neu zu numerieren.

Das metrische System hat sich auch nur durchgesetzt, weil es
in Europa, wo es in jedem Land und Ländchen ein eigenes
System gab, und die Vereinheitlichung auf EINES somit sinnvoll war.

Auf dem Gebiet der USA wurde bereits ein einheitliches System benutzt,
daher war der Nutzwert eher gering. Immerhin war das Geld nie
so bekloppt eingeteilt wie das britische, bzw. karolingische System.
Und Wissenschaftler, Techniker, Drogendealer usw. benutzen
das metrische System ebenfalls.
René Marquardt
2018-11-16 15:53:47 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Erika Ciesla
 https://www.welt.de/img/vermischtes/mobile132942738/6202507057-ci102l-w1024/title.jpg
Ist aber (noch?) eine Rarität, da gibt es nicht viele von.
Du bist lustig, "noch". Die wurden 1975 in Arizona entlang der
Interstate 19 aufgestellt, in der Annahme, daß der Rest des Landes
bald folgen würde. Tat er aber nicht. Die stehen nur noch da,
weil die Highway-Abfahrten nach Strecke numeriert sind, nicht
in Folge, und man keine Lust hat, die alle neu zu numerieren.
Das metrische System hat sich auch nur durchgesetzt, weil es
in Europa, wo es in jedem Land und Ländchen ein eigenes
System gab, und die Vereinheitlichung auf EINES somit sinnvoll war.
Auf dem Gebiet der USA wurde bereits ein einheitliches System benutzt,
daher war der Nutzwert eher gering. Immerhin war das Geld nie
so bekloppt eingeteilt wie das britische, bzw. karolingische System.
Und Wissenschaftler, Techniker, Drogendealer usw. benutzen
das metrische System ebenfalls.
PS: https://xkcd.com/2073/
Bertel Lund Hansen
2018-11-16 09:00:11 UTC
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Post by Erika Ciesla
Großbritannien hat anno 1968 die Metrifikation beschlossen; sie
sind damit (in Europa) die letzten. Der Vorgang ist aber noch
„in progress“, daran arbeiten die also noch.
... wie mit dem Brexit.
--
/Bertel - aus Dänemark
HC Ahlmann
2018-11-16 09:30:05 UTC
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Post by Thomas Heier
Und "Null - Dezimale - drei": Wer oder wie kann (man) auf die
bescheuerte Idee kommen, ein Punkt oder Komma als "Dezimale" zu
übersetzen?
Der Ausdruck "Dezimale" könnte tatsächlich so zu verstehen sein, daß die
Maße
Engl. "decimal" ist hier einfach nur 'Dezimaltrenner' und wird so
auch gerade im internationalen Flugfunk verwendet, weil Punkt und
Komma international nicht eindeutig sind.
"Decimal" ist ICAO-Phraseologie:
| 5.2.1.4.1.3 Numbers containing a decimal point shall be transmitted as
| prescribed in 5.2.1.4.1.1 [ziffernweise Nennung] with the decimal
| point in appropriate sequence being indicated by the word DECIMAL.
Aeronautical Telecommunications, Annex 10 to the Convention on
International Civil Aviation, vol 2 - 6th edition 2001, 5.2.1.4.3.1
<https://www.icao.int/Meetings/anconf12/Document%20Archive/AN10_V2_cons%5B1%5D.pdf>

Typisch für Verkehrsfunk ist die Verwendung von standardisierten Phrasen
(z.B. 5.2.1.5.8, a.a.O.) mit standardisierter Aussprache (5.2.1.3,
Figure 5-1 und 5.2.1.4.3.1, a.a.O.) unter Vermeidung von frei
formuliertem Text. Das kann wie im Flugfunk (ICAO) oder Seefunk (ITU)
per Regelwerk einer internationalen Organisation obligatorisch sein,
stellt sich aber auch im Betriebsfunk bei lokalen Taxizentralen ein. So
kann bei schlechtem Empfang sicher übertragen werden, weil das Gehörte
in das Phrasenschema passen muss; passt es nicht, wird um Wiederholung
gebeten. Mit Englisch haben internationaler Flug- oder Seefunk nur die
Vokabeln gemein, aber nicht Grammatik oder Aussprache, denn es geht
nicht um Lyrik, Epik, Dramatik oder Fiktion, sondern um schnöde
Information.

Für Militärfunk ist gilt im Prinzip dasselbe, weil sichere
Informationsübertragung Zweck ist, aber zusätzlich wird von Phrasen bis
zum Übertragungsweg verschlüsselt, um das Abhören durch den Feind zu
erschweren.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
x***@gmail.com
2018-11-22 02:01:19 UTC
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Post by HC Ahlmann
Für Militärfunk ist gilt im Prinzip dasselbe, weil sichere
Informationsübertragung Zweck ist, aber zusätzlich wird von Phrasen bis
zum Übertragungsweg verschlüsselt, um das Abhören durch den Feind zu
erschweren.
Ich lernte mal einen ehem. Offz. der Bundesluftwaffe kennen, der
hatte den russischen Funkverkehr über der DDR abgehört - da war
wohl vieles unverschlüsselt. Dazu hatte man ihm Russisch eingetrichtert.
Ich versuchte drauf, mit ihm Russisch zu sprechen - aber der Mann
war nur auf die Stanzen der militär. Fliegerei getrimmt, normales
Russisch verstand der nicht.

FR
Christina Kunze
2018-11-22 06:10:48 UTC
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Post by x***@gmail.com
Post by HC Ahlmann
Für Militärfunk ist gilt im Prinzip dasselbe, weil sichere
Informationsübertragung Zweck ist, aber zusätzlich wird von Phrasen bis
zum Übertragungsweg verschlüsselt, um das Abhören durch den Feind zu
erschweren.
Ich lernte mal einen ehem. Offz. der Bundesluftwaffe kennen, der
hatte den russischen Funkverkehr über der DDR abgehört - da war
wohl vieles unverschlüsselt. Dazu hatte man ihm Russisch eingetrichtert.
Ich versuchte drauf, mit ihm Russisch zu sprechen - aber der Mann
war nur auf die Stanzen der militär. Fliegerei getrimmt, normales
Russisch verstand der nicht.
Das hatte er mit den meisten Russischschülern aus der DDR gemein - die
waren auf die Prawda getrimmt und konnten auch kein Alltagsrussisch (ich
habe Alltags-, Kultur- und vor allem religiöses Vokabular von einem aus
dem Elsaß gelernt).

chr
Hartmut Kraus
2018-11-24 16:11:33 UTC
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Post by Christina Kunze
Post by x***@gmail.com
Post by HC Ahlmann
Für Militärfunk ist gilt im Prinzip dasselbe, weil sichere
Informationsübertragung Zweck ist, aber zusätzlich wird von Phrasen bis
zum Übertragungsweg verschlüsselt, um das Abhören durch den Feind zu
erschweren.
Ich lernte mal einen ehem. Offz. der Bundesluftwaffe kennen, der
hatte den russischen Funkverkehr über der DDR abgehört - da war
wohl vieles unverschlüsselt. Dazu hatte man ihm Russisch eingetrichtert.
Ich versuchte drauf, mit ihm Russisch zu sprechen - aber der Mann
war nur auf die Stanzen der militär. Fliegerei getrimmt, normales
Russisch verstand der nicht.
Das hatte er mit den meisten Russischschülern aus der DDR gemein - die
waren auf die Prawda getrimmt
Blödsinn.
Post by Christina Kunze
und konnten auch kein Alltagsrussisch
Naja, jetzt konnte ich das nach knapp 30 Jahren mal wieder vorkramen.
Immer noch besser als ihr Uni - Deutsch. ;) Die Illusion, sie könnte gut
Deutsch, musste ich ihr also nehmen. ;)
Post by Christina Kunze
(ich habe Alltags-, Kultur- und vor allem religiöses Vokabular von
einem aus
Post by Christina Kunze
dem Elsaß gelernt).
Besonders das religiöse ist natürlich extrem wichtig, ha, ha.
René Marquardt
2018-11-24 16:46:23 UTC
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Post by Hartmut Kraus
Post by Christina Kunze
Das hatte er mit den meisten Russischschülern aus der DDR gemein - die
waren auf die Prawda getrimmt
Blödsinn.
Post by Christina Kunze
und konnten auch kein Alltagsrussisch
Also mir hat 1990 mein DDR-Schulrussisch durchweg Note 1 in
Moskau genau gar nichts gebracht.
Hartmut Kraus
2018-11-24 17:19:32 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Hartmut Kraus
Post by Christina Kunze
Das hatte er mit den meisten Russischschülern aus der DDR gemein - die
waren auf die Prawda getrimmt
Blödsinn.
Post by Christina Kunze
und konnten auch kein Alltagsrussisch
Also mir hat 1990 mein DDR-Schulrussisch durchweg Note 1 in
Moskau genau gar nichts gebracht.
Nicht mal die Wahrheit? ;) Achtung, was zum Überlegen: Was heißt
"Wahrheit" auf russisch?
Hartmut Kraus
2018-11-24 17:22:29 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Hartmut Kraus
Post by Christina Kunze
Das hatte er mit den meisten Russischschülern aus der DDR gemein - die
waren auf die Prawda getrimmt
Blödsinn.
Post by Christina Kunze
und konnten auch kein Alltagsrussisch
Also mir hat 1990 mein DDR-Schulrussisch durchweg Note 1 in
Moskau genau gar nichts gebracht.
Einem NVA - Soldaten in Uniform erst mal nicht viel: Irgendwo aus dem
"Freundschaftszug" ausgestiegen - so'n altes Muttchen: "Du Faschiiiist!"
René Marquardt
2018-11-24 17:41:43 UTC
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Post by Hartmut Kraus
Post by René Marquardt
Post by Hartmut Kraus
Post by Christina Kunze
Das hatte er mit den meisten Russischschülern aus der DDR gemein - die
waren auf die Prawda getrimmt
Blödsinn.
Post by Christina Kunze
und konnten auch kein Alltagsrussisch
Also mir hat 1990 mein DDR-Schulrussisch durchweg Note 1 in
Moskau genau gar nichts gebracht.
Einem NVA - Soldaten in Uniform erst mal nicht viel: Irgendwo aus dem
"Freundschaftszug" ausgestiegen - so'n altes Muttchen: "Du Faschiiiist!"
Was man weniger dem Muttchen anlasten kann, sondern der DDR-Führung,
die sich auf "deutsche Tradition!" (lies: wir sind deutscher als die Ami-Knechte
im Westen) berufen, als die NVA-Uniformen entworfen wurden.
U***@web.de
2018-11-24 17:57:37 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Hartmut Kraus
Einem NVA - Soldaten in Uniform erst mal nicht viel: Irgendwo aus dem
"Freundschaftszug" ausgestiegen - so'n altes Muttchen: "Du Faschiiiist!"
Was man weniger dem Muttchen anlasten kann, sondern der DDR-Führung,
die sich auf "deutsche Tradition!" (lies: wir sind deutscher als die Ami-Knechte
im Westen) berufen, als die NVA-Uniformen entworfen wurden.
Wurden die bei https://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Volksarmee#Uniformen
nicht von Moskau ermuntert?

Vgl. Kai Guleikoff in http://www.ddr-uniformen.com/?page_id=205

https://www.mhmbw.de/das-besondere-exponat/gruendung-der-nva

Mit sowjetischen Uniformmoldellen hatte sich die KVP
im eigenen Land nicht gerade beliebt gemacht.
Hartmut Kraus
2018-11-24 18:04:22 UTC
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Post by U***@web.de
Post by René Marquardt
Post by Hartmut Kraus
Einem NVA - Soldaten in Uniform erst mal nicht viel: Irgendwo aus dem
"Freundschaftszug" ausgestiegen - so'n altes Muttchen: "Du Faschiiiist!"
Was man weniger dem Muttchen anlasten kann, sondern der DDR-Führung,
die sich auf "deutsche Tradition!" (lies: wir sind deutscher als die Ami-Knechte
im Westen) berufen, als die NVA-Uniformen entworfen wurden.
Wurden die bei https://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Volksarmee#Uniformen
nicht von Moskau ermuntert?
Beim "Prager Frühling" mit Sicherheit nicht. So schlau war man nicht nur
in Berlin, auch in Moskau: Wären so relativ kurz nach Kriegsende schon
wieder deutsche Uniformen in Tschechien aufegtaucht - das wäre wohl der
Funke im Pulverfass gewesen.
Post by U***@web.de
Vgl. Kai Guleikoff in http://www.ddr-uniformen.com/?page_id=205
https://www.mhmbw.de/das-besondere-exponat/gruendung-der-nva
Mit sowjetischen Uniformmoldellen hatte sich die KVP
im eigenen Land nicht gerade beliebt gemacht.
Die Sowjets bei uns auch nicht besonders. ;) Das waren unsere (Waffen-)
/Brüder/ - /Freunde/ kann man sich aussuchen. )
René Marquardt
2018-11-24 18:17:11 UTC
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Post by Hartmut Kraus
Post by U***@web.de
Post by René Marquardt
Post by Hartmut Kraus
Einem NVA - Soldaten in Uniform erst mal nicht viel: Irgendwo aus dem
"Freundschaftszug" ausgestiegen - so'n altes Muttchen: "Du Faschiiiist!"
Was man weniger dem Muttchen anlasten kann, sondern der DDR-Führung,
die sich auf "deutsche Tradition!" (lies: wir sind deutscher als die Ami-Knechte
im Westen) berufen, als die NVA-Uniformen entworfen wurden.
Wurden die bei https://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Volksarmee#Uniformen
nicht von Moskau ermuntert?
Beim "Prager Frühling" mit Sicherheit nicht. So schlau war man nicht nur
in Berlin, auch in Moskau: Wären so relativ kurz nach Kriegsende schon
wieder deutsche Uniformen in Tschechien aufegtaucht - das wäre wohl der
Funke im Pulverfass gewesen.
Deswegen scharrte die NVA zwar in Sachsen mit den Hufen, durfte aber
dann beim Einmarsch nicht wirklich mitspielen.
U***@web.de
2018-11-24 18:24:24 UTC
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Post by Hartmut Kraus
Post by U***@web.de
Wurden die bei https://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Volksarmee#Uniformen
nicht von Moskau ermuntert?
Beim "Prager Frühling" mit Sicherheit nicht. So schlau war man nicht nur
in Berlin, auch in Moskau: Wären so relativ kurz nach Kriegsende schon
wieder deutsche Uniformen in Tschechien aufegtaucht - das wäre wohl der
Funke im Pulverfass gewesen.
Die standen da im Wald in Einmarschbereitschaft, wurden aus dieser
aber nicht abgerufen.
Hartmut Kraus
2018-11-24 19:18:26 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Hartmut Kraus
Post by U***@web.de
Wurden die bei https://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Volksarmee#Uniformen
nicht von Moskau ermuntert?
Beim "Prager Frühling" mit Sicherheit nicht. So schlau war man nicht nur
in Berlin, auch in Moskau: Wären so relativ kurz nach Kriegsende schon
wieder deutsche Uniformen in Tschechien aufegtaucht - das wäre wohl der
Funke im Pulverfass gewesen.
Die standen da im Wald in Einmarschbereitschaft,
Und zwar manche mit dem Schlafanzug unter der Uniform, ohne Flachs.
Hatten halt gedacht, es wäre einer der gelegentlichen Übungsalarme.
x***@gmail.com
2018-11-25 15:51:30 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Hartmut Kraus
Beim "Prager Frühling" mit Sicherheit nicht. So schlau war man nicht nur
in Berlin, auch in Moskau: Wären so relativ kurz nach Kriegsende schon
wieder deutsche Uniformen in Tschechien aufegtaucht - das wäre wohl der
Funke im Pulverfass gewesen.
Die standen da im Wald in Einmarschbereitschaft, wurden aus dieser
Ulfimäusel, bitte, entweder in Marschbereitschaft oder im
Bereitstellungsraum.
Post by U***@web.de
aber nicht abgerufen.
Eine Nachrichteneinheit war aber bereits ins Böheimbsche eingerückt
und stand dort dann im Walde ohne Verpflegung, so berichtete mir ein
Dabeigewesener - FR
U***@web.de
2018-11-25 17:35:28 UTC
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Post by x***@gmail.com
Post by U***@web.de
Post by Hartmut Kraus
Beim "Prager Frühling" mit Sicherheit nicht. So schlau war man nicht nur
in Berlin, auch in Moskau: Wären so relativ kurz nach Kriegsende schon
wieder deutsche Uniformen in Tschechien aufegtaucht - das wäre wohl der
Funke im Pulverfass gewesen.
Die standen da im Wald in Einmarschbereitschaft, wurden aus dieser
Ulfimäusel, bitte, entweder in Marschbereitschaft
So produktiv, Xyllihaserl, ist unsere Sprache, daß
man das bei beabsichtigtem Einmarsch auch spezifizieren kann.
Post by x***@gmail.com
oder im
Bereitstellungsraum.
Post by U***@web.de
aber nicht abgerufen.
Eine Nachrichteneinheit war aber bereits ins Böheimbsche eingerückt
und stand dort dann im Walde ohne Verpflegung, so berichtete mir ein
Dabeigewesener
Gut, kurz vor Ausrufung des polnischen Ausnahmezustands soll es
auch vorgelagerte Einheiten auf dortigem Staatsgebiet gegeben haben.
Hartmut Kraus
2018-11-26 09:33:50 UTC
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Post by x***@gmail.com
Eine Nachrichteneinheit war aber bereits ins Böheimbsche eingerückt
Gewisse hochrangige "Beobachter" und "Berater" auch, wenn man bestimmten
Berichten Glauben schenken kann.
--
http://hkraus.eu/
x***@gmail.com
2018-11-25 15:44:24 UTC
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Post by U***@web.de
Post by René Marquardt
Post by Hartmut Kraus
Einem NVA - Soldaten in Uniform erst mal nicht viel: Irgendwo aus dem
"Freundschaftszug" ausgestiegen - so'n altes Muttchen: "Du Faschiiiist!"
Was man weniger dem Muttchen anlasten kann, sondern der DDR-Führung,
die sich auf "deutsche Tradition!" (lies: wir sind deutscher als die Ami-Knechte
im Westen) berufen, als die NVA-Uniformen entworfen wurden.
Wurden die bei https://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Volksarmee#Uniformen
nicht von Moskau ermuntert?
Ein ganz reizendes Ambiente bot zu Mauerzeiten der Bahnsteig
Friedrichstraße der S-Bahnlinie Nord-Süd-Bahn. Dort standen
etliche Kioske, aus denen heraus u.a. Spirituosen zu Niedrigstpreisen
verkauft wurden - ein Umstand, der Alkoholiker aus Westberlin
zahlreich anzog. Und so war der Boden des Perrons mit Schnapsleichen
bedeckt, über die staksten Dreierstreifen der DDR-Grenztruppe -
jeweils ein Offz., ein Unterführer, ein Gemeiner, alle in Breeches,
auf Hochglanz gebrachten Reitstiefeln und mit Pistolen am Koppel -
hinweg, so demonstrierend, daß es sich um DDR-Gebiet handelte.
Also ich fand das sehr erheiternd - FR
Hartmut Kraus
2018-11-26 09:28:03 UTC
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Post by x***@gmail.com
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Post by René Marquardt
Post by Hartmut Kraus
Einem NVA - Soldaten in Uniform erst mal nicht viel: Irgendwo aus dem
"Freundschaftszug" ausgestiegen - so'n altes Muttchen: "Du Faschiiiist!"
Was man weniger dem Muttchen anlasten kann, sondern der DDR-Führung,
die sich auf "deutsche Tradition!" (lies: wir sind deutscher als die Ami-Knechte
im Westen) berufen, als die NVA-Uniformen entworfen wurden.
Wurden die bei https://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Volksarmee#Uniformen
nicht von Moskau ermuntert?
Ein ganz reizendes Ambiente bot zu Mauerzeiten der Bahnsteig
Friedrichstraße der S-Bahnlinie Nord-Süd-Bahn. Dort standen
etliche Kioske, aus denen heraus u.a. Spirituosen zu Niedrigstpreisen
verkauft wurden - ein Umstand, der Alkoholiker aus Westberlin
zahlreich anzog. Und so war der Boden des Perrons mit Schnapsleichen
bedeckt, über die staksten Dreierstreifen der DDR-Grenztruppe -
jeweils ein Offz., ein Unterführer, ein Gemeiner, alle in Breeches,
auf Hochglanz gebrachten Reitstiefeln und mit Pistolen am Koppel -
hinweg, so demonstrierend, daß es sich um DDR-Gebiet handelte.
Also ich fand das sehr erheiternd - FR
Das wollte ich auch gesehen haben. Besonders den "Gemeinen" mit
Breeches, auf Hochglanz gebrachten /Reit/stiefeln und /Pistole/. ;)

Ich für meinen Teil war als "Gemeiner" etwas anders bekleidet und
ausgerüstet, aber ich war ja auch nicht an der Grenze. ;) Nur z.B. bei
einem vergleichsweise harmlosen Einsatz über mehrere Tage hatte ich
schon meine Kalashnikow mit im Fahrerhaus, mit einem vollen Kampfsatz,
wie's sich gehörte (4 Magazine in der Tasche, eins an der Waffe) - will
aber gar nicht wissen, durch welchen Wolf sie mich gedreht hätten, wenn
hinterher auch nur eine Patrone gefehlt hätte.

Ach ja - einen Plastiksack voll Verpflegung hatte ich auch mit, bloß
kein Besteck oder gar einen Büchsenöffner. Aber wozu hatte ich das
Seitengewehr. ;)
--
http://hkraus.eu/
x***@gmail.com
2018-11-26 17:05:23 UTC
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Post by Hartmut Kraus
Post by x***@gmail.com
Post by U***@web.de
Wurden die bei https://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Volksarmee#Uniformen
nicht von Moskau ermuntert?
Ein ganz reizendes Ambiente bot zu Mauerzeiten der Bahnsteig
Friedrichstraße der S-Bahnlinie Nord-Süd-Bahn. Dort standen
etliche Kioske, aus denen heraus u.a. Spirituosen zu Niedrigstpreisen
verkauft wurden - ein Umstand, der Alkoholiker aus Westberlin
zahlreich anzog. Und so war der Boden des Perrons mit Schnapsleichen
bedeckt, über die staksten Dreierstreifen der DDR-Grenztruppe -
jeweils ein Offz., ein Unterführer, ein Gemeiner, alle in Breeches,
auf Hochglanz gebrachten Reitstiefeln und mit Pistolen am Koppel -
hinweg, so demonstrierend, daß es sich um DDR-Gebiet handelte.
Also ich fand das sehr erheiternd.
Das wollte ich auch gesehen haben. Besonders den "Gemeinen" mit
Breeches, auf Hochglanz gebrachten /Reit/stiefeln und /Pistole/. ;)
Wurde auch nirgendwo anders gesichtet als auf dem von mir
angezogenen Perron. Die dort Patrouillierenden werden mit
ziemlicher Sicherheit vom Stasi-Wachrgt. gewesen sein, in dem
trug auch die Gemeinheit Offz.-Uniformen - FR
Hartmut Kraus
2018-11-26 17:10:42 UTC
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Post by x***@gmail.com
Post by Hartmut Kraus
Post by x***@gmail.com
Post by U***@web.de
Wurden die bei https://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Volksarmee#Uniformen
nicht von Moskau ermuntert?
Ein ganz reizendes Ambiente bot zu Mauerzeiten der Bahnsteig
Friedrichstraße der S-Bahnlinie Nord-Süd-Bahn. Dort standen
etliche Kioske, aus denen heraus u.a. Spirituosen zu Niedrigstpreisen
verkauft wurden - ein Umstand, der Alkoholiker aus Westberlin
zahlreich anzog. Und so war der Boden des Perrons mit Schnapsleichen
bedeckt, über die staksten Dreierstreifen der DDR-Grenztruppe -
jeweils ein Offz., ein Unterführer, ein Gemeiner, alle in Breeches,
auf Hochglanz gebrachten Reitstiefeln und mit Pistolen am Koppel -
hinweg, so demonstrierend, daß es sich um DDR-Gebiet handelte.
Also ich fand das sehr erheiternd.
Das wollte ich auch gesehen haben. Besonders den "Gemeinen" mit
Breeches, auf Hochglanz gebrachten /Reit/stiefeln und /Pistole/. ;)
Wurde auch nirgendwo anders gesichtet als auf dem von mir
angezogenen Perron. Die dort Patrouillierenden werden mit
ziemlicher Sicherheit vom Stasi-Wachrgt. gewesen sein, in dem
trug auch die Gemeinheit Offz.-Uniformen - FR
Hm kannst du dich noch an die "Waffenfarbe" erinnern? (Grenze war grün.)
--
http://hkraus.eu/
x***@gmail.com
2018-11-26 17:23:50 UTC
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Post by Hartmut Kraus
Post by x***@gmail.com
Post by Hartmut Kraus
Das wollte ich auch gesehen haben. Besonders den "Gemeinen" mit
Breeches, auf Hochglanz gebrachten /Reit/stiefeln und /Pistole/. ;)
Wurde auch nirgendwo anders gesichtet als auf dem von mir
angezogenen Perron. Die dort Patrouillierenden werden mit
ziemlicher Sicherheit vom Stasi-Wachrgt. gewesen sein, in dem
trug auch die Gemeinheit Offz.-Uniformen.
Hm kannst du dich noch an die "Waffenfarbe" erinnern? (Grenze war grün.)
Nein, kann ich nicht, möchte aber meinen, daß sie als Grenzer
mit Waffenfarbe grün und Ärmelstreifen der Grenztruppe
ausstaffiert waren. Das Stasi-Wachrgt. hatte Waffenfarbe rosa,
aber anders als die Panzerwaffe, und mit solcher hätte man
wohl keine Streife auf dem fast exterritorialen Bhf. F'straße
aufziehen lassen - FR
U***@web.de
2018-11-24 17:30:19 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Hartmut Kraus
Post by Christina Kunze
Das hatte er mit den meisten Russischschülern aus der DDR gemein - die
waren auf die Prawda getrimmt
Blödsinn.
Post by Christina Kunze
und konnten auch kein Alltagsrussisch
Also mir hat 1990 mein DDR-Schulrussisch durchweg Note 1 in
Moskau genau gar nichts gebracht.
Wie viel Zeit hatten Deine Lehrer in Rußland oder meinetwegen der
SU absolviert?
Hartmut Kraus
2018-11-24 17:35:47 UTC
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Post by U***@web.de
Post by René Marquardt
Post by Hartmut Kraus
Post by Christina Kunze
Das hatte er mit den meisten Russischschülern aus der DDR gemein - die
waren auf die Prawda getrimmt
Blödsinn.
Post by Christina Kunze
und konnten auch kein Alltagsrussisch
Also mir hat 1990 mein DDR-Schulrussisch durchweg Note 1 in
Moskau genau gar nichts gebracht.
Wie viel Zeit hatten Deine Lehrer in Rußland oder meinetwegen der
SU absolviert?
Gute Frage. ;) Also meine erste Russischlehrerin schon - weiß nun nicht,
ob zum Studium oder nur privat ...

Sie hat uns mal erzählt, wie ein Taxifahrer dumm tat, angeblich nicht
mal wusste, wo das Bolschoi-Theater ist ... Erst als sie anfing, auf
deutsch zu schimpfen, ist es ihm plötzlich eingefallen. ;)
René Marquardt
2018-11-24 17:39:37 UTC
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Post by U***@web.de
Post by René Marquardt
Post by Hartmut Kraus
Post by Christina Kunze
Das hatte er mit den meisten Russischschülern aus der DDR gemein - die
waren auf die Prawda getrimmt
Blödsinn.
Post by Christina Kunze
und konnten auch kein Alltagsrussisch
Also mir hat 1990 mein DDR-Schulrussisch durchweg Note 1 in
Moskau genau gar nichts gebracht.
Wie viel Zeit hatten Deine Lehrer in Rußland oder meinetwegen der
SU absolviert?
Nicht sehr viel, und ich habe mich hier schon oft über das Lehren
von Fremdsprachen durch Nicht-Muttersprachler beschwert ;)
Mein selbst aufgeschnapptes Gossenspanisch ist zB sehr viel alltagstauglicher
als mein Schul-Russisch und -Englisch.
U***@web.de
2018-11-24 17:48:50 UTC
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Post by René Marquardt
Post by U***@web.de
Post by René Marquardt
Also mir hat 1990 mein DDR-Schulrussisch durchweg Note 1 in
Moskau genau gar nichts gebracht.
Wie viel Zeit hatten Deine Lehrer in Rußland oder meinetwegen der
SU absolviert?
Nicht sehr viel, und ich habe mich hier schon oft über das Lehren
von Fremdsprachen durch Nicht-Muttersprachler beschwert ;)
Das dürfen gerne Einheimische sein, die aber neben vertieften
Kenntnissen der Zielsprache längliche Aufenthalte in der fremden
Sprachumgebung sollten vorweisen können,
dafür kennen sie die Unterschiede zum Deutschen sehr gut und
können sie meist brauchbar erklären.

Später gerne Muttersprachler, die im Deutschen nicht
firm sein müssen.

Gruß, ULF
x***@gmail.com
2018-11-25 15:23:09 UTC
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Post by Hartmut Kraus
Post by Christina Kunze
Post by x***@gmail.com
Post by HC Ahlmann
Für Militärfunk ist gilt im Prinzip dasselbe, weil sichere
Informationsübertragung Zweck ist, aber zusätzlich wird von Phrasen bis
zum Übertragungsweg verschlüsselt, um das Abhören durch den Feind zu
erschweren.
Ich lernte mal einen ehem. Offz. der Bundesluftwaffe kennen, der
hatte den russischen Funkverkehr über der DDR abgehört - da war
wohl vieles unverschlüsselt. Dazu hatte man ihm Russisch eingetrichtert.
Ich versuchte drauf, mit ihm Russisch zu sprechen - aber der Mann
war nur auf die Stanzen der militär. Fliegerei getrimmt, normales
Russisch verstand der nicht.
Das hatte er mit den meisten Russischschülern aus der DDR gemein - die
waren auf die Prawda getrimmt
Blödsinn.
Ich weiß nicht, wie das Christinderl zu seiner Aussage kam,
aber in meinem vieljährigen Unterricht kam die Pravda
nullinger vor.
Post by Hartmut Kraus
Post by Christina Kunze
und konnten auch kein Alltagsrussisch
Naja, jetzt konnte ich das nach knapp 30 Jahren mal wieder vorkramen.
Immer noch besser als ihr Uni - Deutsch. ;) Die Illusion, sie könnte gut
Deutsch, musste ich ihr also nehmen. ;)
In Leningrad hatten meine Kommilitonen etliche Pullen Bier
des Typs Zhigulovskoye (eine Sortenbezeichnung wie Pilsner)
geleert und ich sollte das pfandbehaftete Lehrgut zurückgeben
und vom Erlös Gummiwurst und -käse kaufen.
In der Verkaufsstelle fiel es mir äußerst schwer, dem Personal
mein Anliegen verständlich zu machen - solche Situationen waren
in unserem Russischunterricht nicht vorgesehen.

FR
U***@web.de
2018-11-25 17:32:06 UTC
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Post by x***@gmail.com
In Leningrad hatten meine Kommilitonen etliche Pullen Bier
des Typs Zhigulovskoye (eine Sortenbezeichnung wie Pilsner)
geleert und ich sollte das pfandbehaftete Lehrgut zurückgeben
und vom Erlös Gummiwurst und -käse kaufen.
In der Unionshauptstadt sah ich einen Alkoholladen, der
den von mir gewünschten Sekt nicht nur führte, sondern
vorrätig hatte. Als es ans Bestellen ging, wurde ich nach
'posuda', wörtlich Geschirr, gefragt.

Da mußte ich erst vor die Tür und einem Trinker seine leeren
Bierflaschen abkaufen.

Die Art der Flaschen war entgegen meiner Befürchtung
im Geschäft dann zweitrangig.
Hartmut Kraus
2018-11-26 09:39:55 UTC
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In der Unionshauptstadt sah ich einen Alkoholladen, der
den von mir gewünschten Sekt nicht nur führte, sondern
vorrätig hatte. Als es ans Bestellen ging, wurde ich nach
'posuda', wörtlich Geschirr, gefragt.
Für Sekt? Das ist aber nicht dein Ernst, oder?
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2018-11-26 16:58:50 UTC
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In Leningrad hatten meine Kommilitonen etliche Pullen Bier
des Typs Zhigulovskoye (eine Sortenbezeichnung wie Pilsner)
geleert und ich sollte das pfandbehaftete Lehrgut zurückgeben
und vom Erlös Gummiwurst und -käse kaufen.
In der Unionshauptstadt sah ich einen Alkoholladen, der
den von mir gewünschten Sekt nicht nur führte, sondern
Um welches igristoye handelte es sich da?
Ich habe östlich des Flusses Bug nicht oft schampanskoye
versucht, aber in jedem Falle fand ich das Zeug zum Speiben.
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vorrätig hatte. Als es ans Bestellen ging, wurde ich nach
'posuda', wörtlich Geschirr, gefragt.
Siehste, das Wort kannte ich auch nicht.
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Da mußte ich erst vor die Tür und einem Trinker seine leeren
Bierflaschen abkaufen.
Die Art der Flaschen war entgegen meiner Befürchtung
im Geschäft dann zweitrangig.
So, Jung, jetzt mal zum Verständnis: Ist der Sachverhalt der, daß
Du einen Monopolladen betratest in der Absicht, Dir innerhalb dieses
einen Rausch anzusauffen, Dir dies jedoch wegen akuten Mangels
an Schankgefäßen, auch Gläser zubenannt, zunächst verwehrt wurde?
Die andere Deutungsmöglichkeit, Du hättest Dir Schaumwein aus
der diesen enthaltenden Pulle in leere Bierflaschen füllen lassen,
sie darin in Deine Ortsunterkunft zu transportieren, erscheint mir
so aberwitzig, daß ich solch Tun selbst Dir nicht zutraue.

Hinweis für Reisende in die Nachfolgestaaten der Sowjetunion:
Im Monopolladen das Mixgetränk bomba bestellen - besteht aus
100 ml krimskoye schampanskoye, aufgefüllt mit beliebig viel
gruzinskiy konjak, Wirkung fulminant.

FR
Hartmut Kraus
2018-11-26 17:14:33 UTC
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In Leningrad hatten meine Kommilitonen etliche Pullen Bier
des Typs Zhigulovskoye (eine Sortenbezeichnung wie Pilsner)
geleert und ich sollte das pfandbehaftete Lehrgut zurückgeben
und vom Erlös Gummiwurst und -käse kaufen.
In der Unionshauptstadt sah ich einen Alkoholladen, der
den von mir gewünschten Sekt nicht nur führte, sondern
Um welches igristoye handelte es sich da?
Ich habe östlich des Flusses Bug nicht oft schampanskoye
versucht, aber in jedem Falle fand ich das Zeug zum Speiben.
Selber schuld. Ich hab' mal als Student gekellnert - den Abend, an dem's
mal in der Festhalle Ilmenau sowjetischen Sekt gab, werde ich nie
vergessen. Der lief in Strömen. Wir nur am Buffet gebrüllt: "Drei
Russen!" (Drei Flaschen, wohlgemerkt) ...
--
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Hartmut Kraus
2018-11-26 17:20:08 UTC
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So, Jung, jetzt mal zum Verständnis: Ist der Sachverhalt der, daß
Du einen Monopolladen betratest in der Absicht, Dir innerhalb dieses
einen Rausch anzusauffen, Dir dies jedoch wegen akuten Mangels
an Schankgefäßen, auch Gläser zubenannt, zunächst verwehrt wurde?
Die andere Deutungsmöglichkeit, Du hättest Dir Schaumwein aus
der diesen enthaltenden Pulle in leere Bierflaschen füllen lassen,
sie darin in Deine Ortsunterkunft zu transportieren, erscheint mir
so aberwitzig, daß ich solch Tun selbst Dir nicht zutraue.
Eben. ;)
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2018-11-27 16:36:07 UTC
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In Leningrad hatten meine Kommilitonen etliche Pullen Bier
des Typs Zhigulovskoye (eine Sortenbezeichnung wie Pilsner)
geleert und ich sollte das pfandbehaftete Lehrgut zurückgeben
und vom Erlös Gummiwurst und -käse kaufen.
In der Unionshauptstadt sah ich einen Alkoholladen, der
den von mir gewünschten Sekt nicht nur führte, sondern
Um welches igristoye handelte es sich da?
Ich habe östlich des Flusses Bug nicht oft schampanskoye
versucht, aber in jedem Falle fand ich das Zeug zum Speiben.
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vorrätig hatte. Als es ans Bestellen ging, wurde ich nach
'posuda', wörtlich Geschirr, gefragt.
Siehste, das Wort kannte ich auch nicht.
Post by U***@web.de
Da mußte ich erst vor die Tür und einem Trinker seine leeren
Bierflaschen abkaufen.
Die Art der Flaschen war entgegen meiner Befürchtung
im Geschäft dann zweitrangig.
So, Jung, jetzt mal zum Verständnis: Ist der Sachverhalt der, daß
Du einen Monopolladen betratest in der Absicht, Dir innerhalb dieses
einen Rausch anzusauffen,
Nein. Ich pflege mich in Getränkeladen
anders zu verhalten als Du offensichtlich sozialisiert
wurdest.
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Dir dies jedoch wegen akuten Mangels
an Schankgefäßen, auch Gläser zubenannt, zunächst verwehrt wurde?
Die andere Deutungsmöglichkeit, Du hättest Dir Schaumwein aus
der diesen enthaltenden Pulle in leere Bierflaschen füllen lassen,
sie darin in Deine Ortsunterkunft
Die leeren Bierflaschen reichten dem Laden, um gegen
Rubelzahlung originalverpackten Sekt abzugeben, den ich dann
ungeöffnet zu einer Gastgeberin mitbrachte. Alleinige
Rubelzahlung hätte nicht gereicht.
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zu transportieren, erscheint mir
so aberwitzig, daß ich solch Tun selbst Dir nicht zutraue.
x***@gmail.com
2018-11-27 18:30:52 UTC
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So, Jung, jetzt mal zum Verständnis: Ist der Sachverhalt der, daß
Du einen Monopolladen betratest in der Absicht, Dir innerhalb dieses
einen Rausch anzusauffen,
Nein. Ich pflege mich in Getränkeladen
anders zu verhalten als Du offensichtlich sozialisiert
wurdest.
Versucht der Sausack schon wieder rumzupöbeln?
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Dir dies jedoch wegen akuten Mangels
an Schankgefäßen, auch Gläser zubenannt, zunächst verwehrt wurde?
Die andere Deutungsmöglichkeit, Du hättest Dir Schaumwein aus
der diesen enthaltenden Pulle in leere Bierflaschen füllen lassen,
sie darin in Deine Ortsunterkunft
Die leeren Bierflaschen reichten dem Laden, um gegen
Rubelzahlung originalverpackten Sekt abzugeben, den ich dann
ungeöffnet zu einer Gastgeberin mitbrachte. Alleinige
Rubelzahlung hätte nicht gereicht.
Na, bitte, wenn man nachfragt kommt's doch, da erhält die
Sache doch Gesicht.
Allerdings kenne ich das aus der Sowjetunion so, daß
Pfandflaschen nicht von den Einrichtungen, in denen man sie
erworben hatte, zurückgenommen wurden, vielmehro vom
Altstoffhandel, was die Sache, gelinde gesagt, etwas
verkomplizierte.
Kommen wir nun zum russischen Wodkaabend mit ausreichend
zakuski - FR
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2018-11-29 10:34:41 UTC
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So, Jung, jetzt mal zum Verständnis: Ist der Sachverhalt der, daß
Du einen Monopolladen betratest in der Absicht, Dir innerhalb dieses
einen Rausch anzusauffen,
Nein. Ich pflege mich in Getränkeladen
anders zu verhalten als Du offensichtlich sozialisiert
wurdest.
Versucht der Sausack schon wieder rumzupöbeln?
Der, den Du durch einen Blick in den Spiegel erkennst.

Hartmut Kraus
2018-11-26 09:38:09 UTC
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Post by Hartmut Kraus
Post by Christina Kunze
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Post by HC Ahlmann
Für Militärfunk ist gilt im Prinzip dasselbe, weil sichere
Informationsübertragung Zweck ist, aber zusätzlich wird von Phrasen bis
zum Übertragungsweg verschlüsselt, um das Abhören durch den Feind zu
erschweren.
Ich lernte mal einen ehem. Offz. der Bundesluftwaffe kennen, der
hatte den russischen Funkverkehr über der DDR abgehört - da war
wohl vieles unverschlüsselt. Dazu hatte man ihm Russisch eingetrichtert.
Ich versuchte drauf, mit ihm Russisch zu sprechen - aber der Mann
war nur auf die Stanzen der militär. Fliegerei getrimmt, normales
Russisch verstand der nicht.
Das hatte er mit den meisten Russischschülern aus der DDR gemein - die
waren auf die Prawda getrimmt
Blödsinn.
Ich weiß nicht, wie das Christinderl zu seiner Aussage kam,
aber in meinem vieljährigen Unterricht kam die Pravda
nullinger vor.
Bei uns einmal. Unsere Lehrerin: "Ich sage doch nicht am Kiosk 'geben
Sie mir mal fur 10 Pfennige die Wahrheit'" - oder so ähnlich. ;)
Post by x***@gmail.com
Post by Hartmut Kraus
Naja, jetzt konnte ich das nach knapp 30 Jahren mal wieder vorkramen.
Immer noch besser als ihr Uni - Deutsch. ;) Die Illusion, sie könnte gut
Deutsch, musste ich ihr also nehmen. ;)
In Leningrad hatten meine Kommilitonen etliche Pullen Bier
des Typs Zhigulovskoye (eine Sortenbezeichnung wie Pilsner)
geleert und ich sollte das pfandbehaftete Lehrgut zurückgeben
und vom Erlös Gummiwurst und -käse kaufen.
In der Verkaufsstelle fiel es mir äußerst schwer, dem Personal
mein Anliegen verständlich zu machen - solche Situationen waren
in unserem Russischunterricht nicht vorgesehen.
Nachvollziehbar. ;)
--
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