Discussion:
Bismut / Wismut?
(zu alt für eine Antwort)
Uwe Schickedanz
2009-12-20 12:21:11 UTC
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Da unlängst jemand mir gegenüber behauptete, "Bismut" sei für ihn
standardsprachlich und er kenne es nicht anders, während "Wismut"
völlig veraltet sei, möchte ich Euch fragen, wie Ihr das seht.
Angeblich sei Bismut seit 1979 offiziell, doch einen Beleg dafür gibt
es anscheinend nicht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bismut

Der Online-Duden weiß nichts von einer Veraltung, sondern stellt beide
Bezeichnungen nebeneinander: „Wis|mut, (chem. fachspr.:) Bismut, das;
-[e]s [spätmhd. wisma-t, H. u.]: rötlich weißes, glänzendes
Schwermetall ...“, wobei Bismut als explizit chemisch fachsprachlich
ausgewiesen wird.

Leider gibt es Menschen, die "...die Chemie-Zuständigkeit und damit
die entsprechenden Schreibweisen bei allen Artikeln, die unterhalb der
Kategorie:Chemie steht. Die wenigsten Artikel sind reine
"Chemie-Artikel" (egal ob Anteile von Medizin, Geologie,
Essen+Trinken, Physik, Metallurgie... bestehen), nichstdestotrotz sind
alle Stoffartikel (egal ob Verbindung oder Element) für mich klare
Chemie-Artikel und es gelten damit die Chemie-Richtlinien." sehen.

Anmaßung der Deutungshoheit? Denn letztenendes sind alle Artikel, die
ein Material zum Gegenstand haben, "Stoffartikel".


Gruß Uwe
--
"Demokratie ist riskant. Das Volk kann sich ja auch irren."
Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Lothar Frings
2009-12-20 12:33:40 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Anmaßung der Deutungshoheit? Denn letztenendes sind alle Artikel, die
ein Material zum Gegenstand haben, "Stoffartikel".
Was ist jetzt deine Frage? Ob Wikipedia die Deutungshoheit
hat? De facto schon lange. Ob es sich bei einem W.-Artikel
über Wismut um einen "Stoffartikel" handelt? Ob die Anwesenden
eher Wismut oder Bismut sagen würden?
Uwe Schickedanz
2009-12-20 12:35:52 UTC
Permalink
On Sun, 20 Dec 2009 04:33:40 -0800 (PST), Lothar Frings
Post by Lothar Frings
Post by Uwe Schickedanz
Anmaßung der Deutungshoheit? Denn letztenendes sind alle Artikel, die
ein Material zum Gegenstand haben, "Stoffartikel".
Was ist jetzt deine Frage? Ob Wikipedia die Deutungshoheit
hat? De facto schon lange. Ob es sich bei einem W.-Artikel
über Wismut um einen "Stoffartikel" handelt? Ob die Anwesenden
eher Wismut oder Bismut sagen würden?
Die Frage lautete, "wie Ihr das seht" in Bezug auf Fach- oder
Standardsprache und Veraltung von Wismut.
Es geht _nicht_ um den Artikel zum Element Bismut, sondern um den
Gebrauch außerhalb der Chemie.

Gruß Uwe
--
"Demokratie ist riskant. Das Volk kann sich ja auch irren."
Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Manfred Hoß
2009-12-20 12:37:00 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Es geht _nicht_ um den Artikel zum Element Bismut, sondern um den
Gebrauch außerhalb der Chemie.
Mir ist bislang im wirklichen Leben Bismut nicht begegnet, sondern
ausschließlich Wismut.

Gruß
Manfred.
Michael Schumacher
2009-12-20 13:34:13 UTC
Permalink
Post by Manfred Hoß
Post by Uwe Schickedanz
Es geht _nicht_ um den Artikel zum Element Bismut, sondern um den
Gebrauch außerhalb der Chemie.
Mir ist bislang im wirklichen Leben Bismut nicht begegnet, sondern
ausschließlich Wismut.
Noch nie eine Frau mit Lidschatten, Puder oder Nagellack gesehen?
Die enthalten allesamt (nicht die Frauen -- die Produkte!) BiOCl.

Wahrscheinlich denken sie (nicht die Produkte -- die Frauen!), daß
man damit nix verkehrt machen kann: wenn schon "BiO" draufsteht...


mike
Diedrich Ehlerding
2009-12-20 13:36:23 UTC
Permalink
Post by Manfred Hoß
Post by Uwe Schickedanz
Es geht _nicht_ um den Artikel zum Element Bismut, sondern um den
Gebrauch außerhalb der Chemie.
Mir ist bislang im wirklichen Leben Bismut nicht begegnet, sondern
ausschließlich Wismut.
Mir ist "Wismut" vor ~40 Jahren im Schulunterricht noch begegnet, damals hieß
es also noch nicht "Bismut". <tiefimArchivgrab> tatsächlich, hier ist noch
die alte Logarithmentafel, und die hat im Anhang noch ein Periodensystem, in
dem es "Wismut" heißt.</> Insofern ist "Wismut" also höchstens seit 40
Jahren veraltet.

Nach Ende der Schulzeit hatte ich, mangels Interesse für Chemie, keinerlei
Berührungspunkte mehr mit [WB]ismut. Ich kann mir auch nicht vorstellen,
dass der Name des Elements außerhalb des Kontexts chemischer Fachsprache
sehr gebräuchlich ist - m.a.W., im wirklichen Leben gibts kein Wismut, außer
man ist zufällig Chemiker oder Metallurge. Insofern ist deines Vorredners
Frage nach dem "Gebrauch außerhalb der Chemie" von vornherein die falsche
Frage.

Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
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Uwe Schickedanz
2009-12-20 14:06:26 UTC
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On Sun, 20 Dec 2009 14:36:23 +0100, Diedrich Ehlerding
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Manfred Hoß
Post by Uwe Schickedanz
Es geht _nicht_ um den Artikel zum Element Bismut, sondern um den
Gebrauch außerhalb der Chemie.
Mir ist bislang im wirklichen Leben Bismut nicht begegnet, sondern
ausschließlich Wismut.
Mir ist "Wismut" vor ~40 Jahren im Schulunterricht noch begegnet, damals hieß
es also noch nicht "Bismut". <tiefimArchivgrab> tatsächlich, hier ist noch
die alte Logarithmentafel, und die hat im Anhang noch ein Periodensystem, in
dem es "Wismut" heißt.</> Insofern ist "Wismut" also höchstens seit 40
Jahren veraltet.
Nach Ende der Schulzeit hatte ich, mangels Interesse für Chemie, keinerlei
Berührungspunkte mehr mit [WB]ismut. Ich kann mir auch nicht vorstellen,
dass der Name des Elements außerhalb des Kontexts chemischer Fachsprache
sehr gebräuchlich ist - m.a.W., im wirklichen Leben gibts kein Wismut, außer
man ist zufällig Chemiker oder Metallurge. Insofern ist deines Vorredners
Frage nach dem "Gebrauch außerhalb der Chemie" von vornherein die falsche
Frage.
Schau bitte hier
<http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Bismut#Nochmal:_Wismut_oder_Bismut.3F>,
was (Chemiker, vermute ich) darüber denken. Jeder Artikel, in dem was
chemisches vorkommt, ist fachsprachlich und Bismut ist
Standardsprache. Sagt Orci.

In der Metallurgie heißt es selbstverständlich Wismut.;)

Für mich sieht das wie "Chemiker gegen den Rest" aus.


Gruß Uwe
--
"Demokratie ist riskant. Das Volk kann sich ja auch irren."
Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Diedrich Ehlerding
2009-12-20 14:20:17 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Diedrich Ehlerding
Ich kann mir auch nicht vorstellen,
dass der Name des Elements außerhalb des Kontexts chemischer Fachsprache
sehr gebräuchlich ist - m.a.W., im wirklichen Leben gibts kein Wismut,
außer man ist zufällig Chemiker oder Metallurge. Insofern ist deines
Vorredners Frage nach dem "Gebrauch außerhalb der Chemie" von vornherein
die falsche Frage.
Schau bitte hier
<http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Bismut#Nochmal:_Wismut_oder_Bismut.3F>,
Post by Uwe Schickedanz
was (Chemiker, vermute ich) darüber denken. Jeder Artikel, in dem was
chemisches vorkommt, ist fachsprachlich und Bismut ist
Standardsprache. Sagt Orci.
In der Metallurgie heißt es selbstverständlich Wismut.;)
Für mich sieht das wie "Chemiker gegen den Rest" aus.
Wie ich schon sagte: ich habe keinerlei Berührungspunkte mit dem Zeugs, und
deshalb ist es mir ziemlich wumpe, ob es chemisch-fachsprachlich so oder
anders heißt und seit wann die Bezeichnung sich nach Ansicht der Chemiker
geändert hat, und auch, ob Metallurgens und Chemikers miteinander insoweit
konform gehen oder nicht. Außerhalb der Fachsprache wird dieses Element
extrem selten erwähnt. Wenn du anderer Meinung bist als dieser "Orci", dann
ändere halt den Wikipedia-Artikel und schreib dazu, dass Metallurgen es
weiterhin traditionell "Wismut" nennen ...

Dass chemische und $andere Fachsprache auseinanderlaufen, ist aber nichts
Neues oder Verwunderliches; vgl. die Pharmazeuten, die mit "kalium
chloratum" keineswegs das meinen, was die Chemiker Kaliumchlorat nennen
(sondern das, was die Chemiker "Kaliumchlorid" nennen).

Diedrich
--
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Uwe Schickedanz
2009-12-20 14:38:15 UTC
Permalink
On Sun, 20 Dec 2009 15:20:17 +0100, Diedrich Ehlerding
Post by Diedrich Ehlerding
Wie ich schon sagte: ich habe keinerlei Berührungspunkte mit dem Zeugs, und
deshalb ist es mir ziemlich wumpe, ob es chemisch-fachsprachlich so oder
anders heißt und seit wann die Bezeichnung sich nach Ansicht der Chemiker
geändert hat, und auch, ob Metallurgens und Chemikers miteinander insoweit
konform gehen oder nicht. Außerhalb der Fachsprache wird dieses Element
extrem selten erwähnt. Wenn du anderer Meinung bist als dieser "Orci", dann
ändere halt den Wikipedia-Artikel und schreib dazu, dass Metallurgen es
weiterhin traditionell "Wismut" nennen ...
_Das_ werde ich bestimmt nicht tun, weil es mit 100%iger Sicherheit
einen Editwar provozieren würde.

Mir geht es rein um das sprachliche daran, dazu ist es hiflreich, die
Behauptung, Bismut wäre standardsprachlich und die Mehrheit der
Deutsch sprechenden kenne es nur so sowie Wismut sei bereits veraltet,
zu verifizieren.

Heinz' Antwort, der Wortschatz der Uni Leipzig kenne kein Bismut, ist
da z.B. sehr hilfreich.


Gruß Uwe
--
"Demokratie ist riskant. Das Volk kann sich ja auch irren."
Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Walter P. Zaehl
2009-12-20 16:25:08 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
On Sun, 20 Dec 2009 15:20:17 +0100, Diedrich Ehlerding
Post by Diedrich Ehlerding
Wie ich schon sagte: ich habe keinerlei Berührungspunkte mit dem Zeugs, und
deshalb ist es mir ziemlich wumpe, ob es chemisch-fachsprachlich so oder
anders heißt und seit wann die Bezeichnung sich nach Ansicht der Chemiker
geändert hat, und auch, ob Metallurgens und Chemikers miteinander insoweit
konform gehen oder nicht. Außerhalb der Fachsprache wird dieses Element
extrem selten erwähnt. Wenn du anderer Meinung bist als dieser "Orci", dann
ändere halt den Wikipedia-Artikel und schreib dazu, dass Metallurgen es
weiterhin traditionell "Wismut" nennen ...
_Das_ werde ich bestimmt nicht tun, weil es mit 100%iger Sicherheit
einen Editwar provozieren würde.
Mir geht es rein um das sprachliche daran, dazu ist es hiflreich, die
Behauptung, Bismut wäre standardsprachlich und die Mehrheit der
Deutsch sprechenden kenne es nur so sowie Wismut sei bereits veraltet,
zu verifizieren.
Heinz' Antwort, der Wortschatz der Uni Leipzig kenne kein Bismut, ist
da z.B. sehr hilfreich.
Mir ist das B nur aus bismutum bekannt, deutsch sage ich immer Wismut
(ok, nicht sooo sehr oft ;-)

Aber ich sage ja auch DNS. Und Oxyd.
Oder Äthan.

(Azetylen zu sagen hat man mir relativ früh
ausgetrieben, aber Ethylen sage ich immer noch nicht.)

/Walter
Carsten Thumulla
2009-12-20 16:44:52 UTC
Permalink
Post by Walter P. Zaehl
Post by Uwe Schickedanz
Heinz' Antwort, der Wortschatz der Uni Leipzig kenne kein Bismut, ist
da z.B. sehr hilfreich.
Mir ist das B nur aus bismutum bekannt, deutsch sage ich immer Wismut
(ok, nicht sooo sehr oft ;-)
Aber ich sage ja auch DNS. Und Oxyd.
Oder Äthan.
(Azetylen zu sagen hat man mir relativ früh
ausgetrieben, aber Ethylen sage ich immer noch nicht.)
/Walter
Exakt, das deutsche Wort ist Wismut, Abkürzung Bi für Bismutum.

Menschheitsbeglücker wollen uns fachsprachlich eins überhelfen so wie
mit Iod und Jon -- sind sicher die gleichen Gipsköppe. In der Chemie
scheint die Konzentration solcher Trolle höher zu sein.

Ein ideologisch unabhängiges Lexikon wird jetzt notwendig.


Carsten
--
__________________________________
/ Das macht mich jetzt gaanz gaanz \
\ betroffen /
----------------------------------
\
\
__
UooU\.'@@@@@@`.
\__/(@@@@@@@@@@)
(@@@@@@@@)
`YY~~~~YY'
|| ||
Uwe Schickedanz
2009-12-20 17:17:26 UTC
Permalink
Post by Carsten Thumulla
Ein ideologisch unabhängiges Lexikon wird jetzt notwendig.
Und wie hält man die Ideologen davon fern?

Gruß Uwe
--
"Demokratie ist riskant. Das Volk kann sich ja auch irren."
Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Carsten Thumulla
2009-12-20 17:26:16 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Carsten Thumulla
Ein ideologisch unabhängiges Lexikon wird jetzt notwendig.
Und wie hält man die Ideologen davon fern?
Versuchen wir es mit Quellen und Belegen? Dieser Artikel kippt sofort,
wenn man deutsche Literatur auswertet.
(Wortschatz Leipzig und siehe Diskussionen zum Artikel)


Carsten
--
http://www.nichtlustig.de/toondb/080408.html
Uwe Schickedanz
2009-12-20 18:04:01 UTC
Permalink
Post by Carsten Thumulla
Versuchen wir es mit Quellen und Belegen? Dieser Artikel kippt sofort,
wenn man deutsche Literatur auswertet.
(Wortschatz Leipzig und siehe Diskussionen zum Artikel)
Das vermute ich auch. Aber ich bins eigentlich jetzt schon müde.
Willst Du Dich mit den Chemikern kloppen? Denn das die von ihren
Vorurteilen kein Iota abgehen werden, ist ja klargeworden.


Gruß Uwe
--
"Demokratie ist riskant. Das Volk kann sich ja auch irren."
Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Walter P. Zaehl
2009-12-20 19:43:41 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Carsten Thumulla
Ein ideologisch unabhängiges Lexikon wird jetzt notwendig.
Und wie hält man die Ideologen davon fern?
Gar nicht, vgl. Studierendinnen.
SIE finden immer einen Weg.

/Walter
Wolfram Heinrich
2009-12-21 17:18:04 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Carsten Thumulla
Ein ideologisch unabhängiges Lexikon wird jetzt notwendig.
Und wie hält man die Ideologen davon fern?
Es soll ja Leute geben, die sich selber für Nicht-Ideologen halten. Kicher.

Ciao
Wolfram
P. S.: Ja, wir hatten das hier schon mal in allster Ausführlichkeit.
--
wenn ich sage mu / wenn ich sage blob / wenn ich sage dob / sag ich einfach
/ mublobdob
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu>

Volker Gringmuth
2009-12-21 21:42:31 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
wenn ich sage mu / wenn ich sage blob / wenn ich sage dob / sag ich einfach
/ mublobdob
/Das/ hätte man in Kopenhagen mal anbringen sollen!


vG
--
"Und dann sitz ich wieder da und versuch das zu begreifen (das ist ja immer
mein Schicksal): Wieso gehen Arbeitsplätze in der Autoindustrie verloren,
wenn die Autos weniger Dreck hinten rausblasen? Wer immer so was in die
Zeitungen kackt, sollte Aspirin dazukleben müssen ..." (Volker Pispers,
"Bis neulich")
Lothar Frings
2009-12-21 23:55:43 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
"Und dann sitz ich wieder da und versuch das zu begreifen (das ist ja immer
mein Schicksal): Wieso gehen Arbeitsplätze in der Autoindustrie verloren,
wenn die Autos weniger Dreck hinten rausblasen?
Weil Umweltschutz Geld kostet und das Geld nicht mehr
für Löhne da ist.

Ich helfe gern.
Thomas Schade
2009-12-22 08:20:21 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Post by Volker Gringmuth
"Und dann sitz ich wieder da und versuch das zu begreifen (das ist ja immer
mein Schicksal): Wieso gehen Arbeitsplätze in der Autoindustrie verloren,
wenn die Autos weniger Dreck hinten rausblasen?
Weil Umweltschutz Geld kostet und das Geld nicht mehr
für Löhne da ist.
Das wäre bestenfalls ein Argument hinsichtlich der Produktion. Und
selbst da glauben solchen Unfug nur noch die Republikaner Nordamerikas.
Post by Lothar Frings
Ich helfe gern.
Frau Palin kann das sicher brauchen.


Ciao
Toscha
--
Peace sells ...
But who's buying?
[Megadeth]
Wolfram Heinrich
2009-12-22 07:14:50 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Post by Wolfram Heinrich
wenn ich sage mu / wenn ich sage blob / wenn ich sage dob / sag ich einfach
/ mublobdob
/Das/ hätte man in Kopenhagen mal anbringen sollen!
Der Spruch trägt, fürchte ich, zur Rettung unseres Klimas genau so viel bei
wie die Beschlüsse von Kopenhagen.
Effektiver wäre wahrscheinlich nur:
"Huschi, wuschi, Klima klein,
Werde endlich wieder fein."
(dazu dreimal mit dem Zauberstab gegen ein Glöcklein schlagen)

Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, wenn er an der Regierung wär statt diesen hirnlosen
Deppen, die's jetzt sind, dann würd er, sagt er, den Schlaumeiern das
Nörgeln einfach verbieten.
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> http://youtu.be/oDjbbkGVT4Q
Lothar Frings
2009-12-22 08:07:23 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Volker Gringmuth
Post by Wolfram Heinrich
wenn ich sage mu / wenn ich sage blob / wenn ich sage dob / sag ich einfach
/ mublobdob
/Das/ hätte man in Kopenhagen mal anbringen sollen!
Der Spruch trägt, fürchte ich, zur Rettung unseres Klimas genau so viel bei
wie die Beschlüsse von Kopenhagen.
"Huschi, wuschi, Klima klein,
Werde endlich wieder fein."
Kinderkram. Wir haben ein Wachtumsbeschleunigungsgesetz,
das dem Wachstum vorschreibt, zu beschleunigen. Also
machen wir einfach noch ein Erwärmungsverlangsamungsgesetz,
und die Sache ist erledigt.
Uwe Schickedanz
2009-12-22 14:01:38 UTC
Permalink
On Tue, 22 Dec 2009 00:07:23 -0800 (PST), Lothar Frings
Post by Lothar Frings
Kinderkram. Wir haben ein Wachtumsbeschleunigungsgesetz,
das dem Wachstum vorschreibt, zu beschleunigen. Also
machen wir einfach noch ein Erwärmungsverlangsamungsgesetz,
und die Sache ist erledigt.
Abgelehnt. Unter +5°C Außentemperatur kriege meine Wohnung nicht
richtig warm. Ich hoffe also inständig, daß die katastrophale
Erwärmung nun bald mal kommt. Schneeschuh fahre ich auch nicht.

Gruß Uwe
--
"Demokratie ist riskant. Das Volk kann sich ja auch irren."
Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Holger Kunadt
2009-12-22 22:02:00 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Ich hoffe also inständig, daß die katastrophale
Erwärmung nun bald mal kommt. Schneeschuh fahre ich auch nicht.
Wenn die katastrophale Erwärmung kommt, wirst Du es vielleicht müssen.
Klingt komisch, könnte aber so sein.

Qno
--
»Kisuaheli wird sich bereits kurze Zeit nach Einführung der
Rechtschreibreform als deutsche Amtssprache durchsetzen.«
TERRAsse, das Alternativwelt-Magazin
http://www.urania-dresden.de/terrasse/orthogra.htm
Uwe Schickedanz
2009-12-23 20:24:29 UTC
Permalink
Post by Holger Kunadt
Post by Uwe Schickedanz
Ich hoffe also inständig, daß die katastrophale
Erwärmung nun bald mal kommt. Schneeschuh fahre ich auch nicht.
Wenn die katastrophale Erwärmung kommt, wirst Du es vielleicht müssen.
Klingt komisch, könnte aber so sein.
Möglich. Laß sie erstmal kommen.

Gruß Uwe
--
"Demokratie ist riskant. Das Volk kann sich ja auch irren."
Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Andreas Karrer
2009-12-20 21:08:49 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Mir geht es rein um das sprachliche daran, dazu ist es hiflreich, die
Behauptung, Bismut wäre standardsprachlich und die Mehrheit der
Deutsch sprechenden kenne es nur so sowie Wismut sei bereits veraltet,
zu verifizieren.
Man sollte vielleicht relativieren "die Mehrheit der
Deutschsprechenden, die das Wort überhaupt kennen". Ich denke, das Wort
ist ausserhalb Sachsens und Thüringens recht unbekannt, und auch bei
den Ossis vermute ich, dass nur wenige wissen, dass die
Zeche/AG/Firma/GmbH nach einem Stoff benannt ist und dass dieser sogar
ein Element ist.

Es ist also die Frage, ob das Wort als Name eines Elements im
nichtfachsprachlichen Wortschatz überhaupt vorhanden ist, oder ob es
nur, wie z.B. Kodak oder Pepsi, als Name von Firmen oder
Fussballmannschaften existiert. Unter den 28 Belegen bei "Leipzig" wird
das Wort nur zweimal als Element gebraucht.

Ich hab vor 30 Jahren Chemie studiert, hatte aber mit dem Element kaum
je etwas zu tun. Deutsche Lehrbücher hatten wir kaum, wimre bloss im
Labor das "Organikum"¹ oder den Römpp. Wenn mir also Wismut je
untergekommen ist, dann engl. als Bismuth. Anorganische Chemie hatte
ich nur das allernötigste - in der Schweiz lernt man im Chemiestudium,
wie überall, vor allem das, was die Industrie brauchen kann, und die
schweizerische chemische Industrie ist eben vor allem eine
Pharmaindustrie.

¹ VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, 1977. Als Autor wurde meist
"von einem Autorenkollektiv" angegeben; in meiner Ausgabe waren
die Autoren aber namentlich aufgeführt. Das Buch stank fürchterlich.

- Andi
Christian Weisgerber
2009-12-20 17:07:28 UTC
Permalink
Post by Diedrich Ehlerding
Nach Ende der Schulzeit hatte ich, mangels Interesse für Chemie, keinerlei
Berührungspunkte mehr mit [WB]ismut. Ich kann mir auch nicht vorstellen,
dass der Name des Elements außerhalb des Kontexts chemischer Fachsprache
sehr gebräuchlich ist - m.a.W., im wirklichen Leben gibts kein Wismut, außer
man ist zufällig Chemiker oder Metallurge.
Oder Jäger. Die letzte Erwähnung von Wismut, an die ich mich erinnere,
war vor einigen Jahren ein (amerikanischer?) Artikel, wonach Wismut
zunehmend Verwendung für Jagdschrot findet, um das giftige Blei zu
ersetzen.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Uwe Schickedanz
2009-12-20 18:44:58 UTC
Permalink
Post by Christian Weisgerber
Oder Jäger. Die letzte Erwähnung von Wismut, an die ich mich erinnere,
war vor einigen Jahren ein (amerikanischer?) Artikel, wonach Wismut
zunehmend Verwendung für Jagdschrot findet, um das giftige Blei zu
ersetzen.
Das ist ja auch sinnvoll, denn Wismut ist nicht ganz so giftig wie
Blei.

Gruß Uwe
--
"Demokratie ist riskant. Das Volk kann sich ja auch irren."
Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Michael Schumacher
2009-12-20 20:04:54 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Christian Weisgerber
Oder Jäger. Die letzte Erwähnung von Wismut, an die ich mich erinnere,
war vor einigen Jahren ein (amerikanischer?) Artikel, wonach Wismut
zunehmend Verwendung für Jagdschrot findet, um das giftige Blei zu
ersetzen.
Das ist ja auch sinnvoll, denn Wismut ist nicht ganz so giftig wie
Blei.
Was heißt hier sinnvoll? Schließlich sterben die erschossenen
Wisons dann langsamer und vermutlich auch noch viel qualvoller!

Und Menschen essen die eh nicht -- oder wann stand jemals Wison
(mit Blei erschossen: Bison) auf Deiner Speisekarte?!


mike
Uwe Schickedanz
2009-12-20 20:27:57 UTC
Permalink
Post by Michael Schumacher
Was heißt hier sinnvoll? Schließlich sterben die erschossenen
Wisons dann langsamer und vermutlich auch noch viel qualvoller!
Wenn Du einen Wison mit Schrot jagst, stirbt nicht er qualvoll,
sondern Du. ;)
Post by Michael Schumacher
Und Menschen essen die eh nicht -- oder wann stand jemals Wison
(mit Blei erschossen: Bison) auf Deiner Speisekarte?!
Büffelfleisch? Gibts sogar hierzulande.

Gruß Uwe
--
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=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Michael Schumacher
2009-12-20 22:18:07 UTC
Permalink
[Büffel mit Wismut statt Blei erschießen, weil ungiftiger]
Post by Michael Schumacher
Was heißt hier sinnvoll? Schließlich sterben die erschossenen
Wisons dann langsamer und vermutlich auch noch viel qualvoller!
Wenn Du einen Wison mit Schrot jagst, stirbt nicht er qualvoll,
sondern Du. ;)
Echt? Ich bin bekennender Streichelzoofan und als solcher nur
insofern mit Jagdgebaren vertraut, als es sich um den Zugriff auf
die letzten Fischstäbchen im Tiefkühlregal des Supermarkts dreht:
seit meine Höflichkeit, anderen Einkaufenden dort den Vortritt zu
lassen (ich hatte keine Ahnung vom aktuellen Sonderangebot!), mal
damit endete, daß es zum bereits selbstgemachten Kartoffelsalat
statt der erhofften "Käpt'n Iglo" nur frittierte Gummibärchen (aka
Calamares -- die sahen auf der Verpackung recht ähnlich aus; gut,
eben ring- statt quaderförmig, aber Seelachse kommen ja wohl auch
nicht orthogonal und vorpaniert zur Welt!) gab, kenne und anwende
ich alle erforderlichen Vordrängel- und Abwehrtricks mit Ellbogen-
und vollem Einkaufswageneinsatz!

Obwohl es ja durchaus recht phänomenal ist, welche Kaufräusche ein
gerade mal um 10 Cent unter dem üblichen Verkaufspreis von 1,89 FRZ
angesiedeltes "Sonderangebot" in den Ganglionen der KäuferInnen so
zu erzeugen vermag! Gäb's in Supermärkten Stände mit der Überschrift
"Heute im Angebot: der letzte Shit!" -- die Drogenfahndung würde
selbst bei ahnungslosen Bürgern spontan kiloweise Erfolge erzielen!


mike
Uwe Schickedanz
2009-12-21 15:19:18 UTC
Permalink
Post by Michael Schumacher
[Büffel mit Wismut statt Blei erschießen, weil ungiftiger]
Post by Michael Schumacher
Was heißt hier sinnvoll? Schließlich sterben die erschossenen
Wisons dann langsamer und vermutlich auch noch viel qualvoller!
Wenn Du einen Wison mit Schrot jagst, stirbt nicht er qualvoll,
sondern Du. ;)
Echt? Ich bin bekennender Streichelzoofan
Ja, echt. Google mal nach "Büffelgewehr". So ein Büffel trotzt
durchaus einer Bleikugel aus einem Vorderlader und eine Ladung mach
ihn nur wütend, mehr nicht.

Gruß Uwe
--
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Dieter Wiefelspütz, SPD
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Uwe Schickedanz
2009-12-21 15:36:30 UTC
Permalink
On Mon, 21 Dec 2009 16:19:18 +0100, Uwe Schickedanz
Post by Uwe Schickedanz
Post by Michael Schumacher
[Büffel mit Wismut statt Blei erschießen, weil ungiftiger]
Post by Michael Schumacher
Was heißt hier sinnvoll? Schließlich sterben die erschossenen
Wisons dann langsamer und vermutlich auch noch viel qualvoller!
Wenn Du einen Wison mit Schrot jagst, stirbt nicht er qualvoll,
sondern Du. ;)
Echt? Ich bin bekennender Streichelzoofan
Ja, echt. Google mal nach "Büffelgewehr". So ein Büffel trotzt
durchaus einer Bleikugel aus einem Vorderlader und eine Ladung mach
Schrot t
Post by Uwe Schickedanz
ihn nur wütend, mehr nicht.
Gruß Uwe
Gruß Uwe
--
"Demokratie ist riskant. Das Volk kann sich ja auch irren."
Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Ralf Heinrich Arning
2009-12-22 20:06:06 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
On Mon, 21 Dec 2009 16:19:18 +0100, Uwe Schickedanz
Post by Uwe Schickedanz
Ja, echt. Google mal nach "Büffelgewehr". So ein Büffel trotzt
durchaus einer Bleikugel aus einem Vorderlader und eine Ladung mach
Schrot t
Post by Uwe Schickedanz
ihn nur wütend, mehr nicht.
Büffeljagd geht so:

<http://www.williamreesecompany.com/reeseco/images/items/WRCAM31154Bb.jp
g>

Ralf
Uwe Schickedanz
2009-12-22 20:24:09 UTC
Permalink
<Loading Image...>
Ich hab meine Indianerbücher auch gelesen.

Gruß Uwe
--
"Demokratie ist riskant. Das Volk kann sich ja auch irren."
Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Florian Ritter
2009-12-22 20:33:32 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
<http://www.williamreesecompany.com/reeseco/images/items/WRCAM31154Bb.jpg>
Ich hab meine Indianerbücher auch gelesen.
In Greifswald waren im Heimattierzoo mal die für die Peenewiesen so
typischen Panther ausgebrochen und man staunte nicht schlecht: die
Bullen kamen mit einer Großwildbüchse angerückt, Kaliber deutlich über
7,62, sowas dürfte also in jedem VPKA vorrätig gewesen sein - FR
Uwe Schickedanz
2009-12-22 20:37:30 UTC
Permalink
On Tue, 22 Dec 2009 12:33:32 -0800 (PST), Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Post by Uwe Schickedanz
<http://www.williamreesecompany.com/reeseco/images/items/WRCAM31154Bb.jpg>
Ich hab meine Indianerbücher auch gelesen.
In Greifswald waren im Heimattierzoo mal die für die Peenewiesen so
typischen Panther ausgebrochen und man staunte nicht schlecht: die
Bullen kamen mit einer Großwildbüchse angerückt, Kaliber deutlich über
7,62, sowas dürfte also in jedem VPKA vorrätig gewesen sein - FR
Da fällt mir gerade ncihts passendes dazu ein, es wird doch nicht etwa
eine PTRD oder PTRS gewesen sein? Kommt mir schwer glaubhaft vor.

Gruß Uwe
--
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Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Florian Ritter
2009-12-25 17:00:44 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Florian Ritter
In Greifswald waren im Heimattierzoo mal die für die Peenewiesen so
typischen Panther ausgebrochen und man staunte nicht schlecht: die
Bullen kamen mit einer Großwildbüchse angerückt, Kaliber deutlich über
7,62, sowas dürfte also in jedem VPKA vorrätig gewesen sein - FR
Da fällt mir gerade ncihts passendes dazu ein, es wird doch nicht etwa
eine PTRD oder PTRS gewesen sein? Kommt mir schwer glaubhaft vor.
Diese Abbr. sagen mir leider nichts - FR
Uwe Schickedanz
2009-12-25 20:55:16 UTC
Permalink
On Fri, 25 Dec 2009 09:00:44 -0800 (PST), Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Post by Uwe Schickedanz
Post by Florian Ritter
In Greifswald waren im Heimattierzoo mal die für die Peenewiesen so
typischen Panther ausgebrochen und man staunte nicht schlecht: die
Bullen kamen mit einer Großwildbüchse angerückt, Kaliber deutlich über
7,62, sowas dürfte also in jedem VPKA vorrätig gewesen sein - FR
Da fällt mir gerade ncihts passendes dazu ein, es wird doch nicht etwa
eine PTRD oder PTRS gewesen sein? Kommt mir schwer glaubhaft vor.
Diese Abbr. sagen mir leider nichts - FR
Sowjetische Panzerbüchsen in 14,5 mm.
D - Degtjarow
S - Simonow

Die sind das einzige, was mir zu der Kombination
sowjetisch/Großkaliber einfällt.
Sehen allerdings etwas anders aus als "Büchsen".

Gruß Uwe
--
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Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Florian Ritter
2009-12-25 22:04:59 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Uwe Schickedanz
Post by Florian Ritter
In Greifswald waren im Heimattierzoo mal die für die Peenewiesen so
typischen Panther ausgebrochen und man staunte nicht schlecht: die
Bullen kamen mit einer Großwildbüchse angerückt, Kaliber deutlich über
7,62, sowas dürfte also in jedem VPKA vorrätig gewesen sein.
Da fällt mir gerade ncihts passendes dazu ein, es wird doch nicht etwa
eine PTRD oder PTRS gewesen sein? Kommt mir schwer glaubhaft vor.
Diese Abbr. sagen mir leider nichts.
Sowjetische Panzerbüchsen in 14,5 mm.
D - Degtjarow
S - Simonow
Die sind das einzige, was mir zu der Kombination
sowjetisch/Großkaliber einfällt.
Sehen allerdings etwas anders aus als "Büchsen".
Aufstammelst Du Unsinn?

Die Genossen erschienen mit 1 großkalibrigen Jagdgewehr (es kam aber
nicht zum Einsatz).

Es ist aber auch nicht auszuschließen, daß in VPKAs auch
panzerbrechende Waffen vorhanden waren. Ein Bekannter war als
Wehrdienstpflichtiger in einem zentralen Waffenlager in Strausberg
eingesetzt und berichtete von seltsamen Lieferungen an VPKAs oder, in
Ostbln., an VP-Inspektionen (z.B. Marchlewskistr, die Insp. war
festungsartig gesichert) - FR
Michael Schumacher
2009-12-20 22:22:53 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Büffelfleisch? Gibts sogar hierzulande.
Nee, laß mal gut sein -- nie wieder Uni! :^)


mike
Christian Weisgerber
2009-12-21 00:11:22 UTC
Permalink
Post by Michael Schumacher
Und Menschen essen die eh nicht -- oder wann stand jemals Wison
(mit Blei erschossen: Bison) auf Deiner Speisekarte?!
Jedes Mal, wenn ich in Alberta bin.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Michael Schumacher
2009-12-21 05:03:45 UTC
Permalink
Post by Christian Weisgerber
Post by Michael Schumacher
Und Menschen essen die eh nicht -- oder wann stand jemals Wison
(mit Blei erschossen: Bison) auf Deiner Speisekarte?!
Jedes Mal, wenn ich in Alberta bin.
Also *so* genau wollt' ich's ja nun /auch/ wieder nicht wissen! :-P


mike
Heinz Lohmann
2009-12-21 01:30:14 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Christian Weisgerber
Oder Jäger. Die letzte Erwähnung von Wismut, an die ich mich erinnere,
war vor einigen Jahren ein (amerikanischer?) Artikel, wonach Wismut
zunehmend Verwendung für Jagdschrot findet, um das giftige Blei zu
ersetzen.
Das ist ja auch sinnvoll, denn Wismut ist nicht ganz so giftig wie
Blei.
Auch bei Wisenten?
BTW: Schrot für Großwild finde ich ziemlich gefährlich für den Jäger, ob
Wis- oder Bismut.
--
Bis die Tage!

Heinz L.

25°07'58"N 121°27'56"E
+886-2-88092454 (Zu Hause)
+886-2-88092462 (Fax)
+886-921-897741 (Mobil)

Information is not knowledge. Knowledge is not wisdom. Wisdom is not
truth. Truth is not beauty. Beauty is not love. Love is not music.
Music is the best. F.Z. 1940-1993
Michael Dahms
2009-12-21 06:35:59 UTC
Permalink
Post by Manfred Hoß
Mir ist bislang im wirklichen Leben Bismut nicht begegnet, sondern
ausschließlich Wismut.
dito.

Michael Dahms
Rüdiger Silberer
2009-12-21 18:14:38 UTC
Permalink
Post by Manfred Hoß
Post by Uwe Schickedanz
Es geht _nicht_ um den Artikel zum Element Bismut, sondern um den
Gebrauch außerhalb der Chemie.
Mir ist bislang im wirklichen Leben Bismut nicht begegnet, sondern
ausschließlich Wismut.
Mir geht es genau so, ich kenne nur den Begriff Wismut.
--
Niemand kann ein großer Denker werden, solange er nicht einsieht,
daß die erste Tugend eines Denkers die ist, seinem Verstand zu folgen,
egal zu welcher Schlußfolgerung er ihn auch führt.

- John Stuart Mill -
Michael Schumacher
2009-12-20 13:20:48 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
On Sun, 20 Dec 2009 04:33:40 -0800 (PST), Lothar Frings
Post by Lothar Frings
Post by Uwe Schickedanz
Anmaßung der Deutungshoheit? Denn letztenendes sind alle Artikel, die
ein Material zum Gegenstand haben, "Stoffartikel".
Was ist jetzt deine Frage? Ob Wikipedia die Deutungshoheit
hat? De facto schon lange. Ob es sich bei einem W.-Artikel
über Wismut um einen "Stoffartikel" handelt? Ob die Anwesenden
eher Wismut oder Bismut sagen würden?
Die Frage lautete, "wie Ihr das seht" in Bezug auf Fach- oder
Standardsprache und Veraltung von Wismut.
Es geht _nicht_ um den Artikel zum Element Bismut, sondern um den
Gebrauch außerhalb der Chemie.
Außerhalb der Chemie kenne ich höchstens "Wismut Aue", und das
ist ja auch nicht gerade Chemie-fremd. Wenn die Chemiker das
Element neuerdings gerne Bismut nennen, soll's mir recht sein;
ich bleibe beim Wismut, so wie ich's seinerzeit mal gelernt habe.
Brockhaus (2009) meint übrigens, Bismut sei fachsprachlich für
Wismut. Da weiß man doch gleich, wo die Keule hängt (und welche).


mike
Uwe Schickedanz
2009-12-20 14:00:56 UTC
Permalink
Post by Michael Schumacher
Post by Uwe Schickedanz
On Sun, 20 Dec 2009 04:33:40 -0800 (PST), Lothar Frings
Post by Lothar Frings
Post by Uwe Schickedanz
Anmaßung der Deutungshoheit? Denn letztenendes sind alle Artikel, die
ein Material zum Gegenstand haben, "Stoffartikel".
Was ist jetzt deine Frage? Ob Wikipedia die Deutungshoheit
hat? De facto schon lange. Ob es sich bei einem W.-Artikel
über Wismut um einen "Stoffartikel" handelt? Ob die Anwesenden
eher Wismut oder Bismut sagen würden?
Die Frage lautete, "wie Ihr das seht" in Bezug auf Fach- oder
Standardsprache und Veraltung von Wismut.
Es geht _nicht_ um den Artikel zum Element Bismut, sondern um den
Gebrauch außerhalb der Chemie.
Außerhalb der Chemie kenne ich höchstens "Wismut Aue", und das
ist ja auch nicht gerade Chemie-fremd. Wenn die Chemiker das
Element neuerdings gerne Bismut nennen, soll's mir recht sein;
ich bleibe beim Wismut, so wie ich's seinerzeit mal gelernt habe.
Brockhaus (2009) meint übrigens, Bismut sei fachsprachlich für
Wismut. Da weiß man doch gleich, wo die Keule hängt (und welche).
Mein Meyers Handlexikon von 1989 sieht das ebenso, etwas aktuelleres
habe ich nicht zur Hand.

Gruß Uwe
--
"Demokratie ist riskant. Das Volk kann sich ja auch irren."
Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Markus Loch
2009-12-20 15:14:26 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Michael Schumacher
Außerhalb der Chemie kenne ich höchstens "Wismut Aue", und das
ist ja auch nicht gerade Chemie-fremd. Wenn die Chemiker das
Element neuerdings gerne Bismut nennen, soll's mir recht sein;
ich bleibe beim Wismut, so wie ich's seinerzeit mal gelernt habe.
Brockhaus (2009) meint übrigens, Bismut sei fachsprachlich für
Wismut. Da weiß man doch gleich, wo die Keule hängt (und welche).
Mein Meyers Handlexikon von 1989 sieht das ebenso, etwas aktuelleres
habe ich nicht zur Hand.
Bei dem Wort Bismut scheint es sich um die Latinisierung
eines deutschen Wortes -nämlich Wismut- zu handeln.

Im Latein gibt es den Buchstaben "w" nicht, sodass bei
der Verwendung eines deutschen Begriffes mit einem "w"
in einem lateinischen Text die Frage auftaucht, welchen
oder welche Buchstaben man an der Stelle des "w"s setzt.

Wissenschaftliche Texte waren "bis vor kurzen" noch durchweg
in Latein gehalten. Latein hat aber nur einen reduzierten
ASCII Zeichensatz.

Bei Wismut hat man sich für "b" entschieden, was keine
schlechte Wahl ist, wenn man bedenkt welche Alternativen
man gehabt hätte.

"w" und "b"-Laut sind fonetisch sehr ähnlich und im
Südgermanischen gab und gibt es eine Lautverschiebung die aus
einem "w" ein "b" werden lässt. Man vergleiche
englisch: Love, give, have, Dove mit deutsch: Liebe, geben,
haben, Taube. Oder Zimbrisch Balt, Biesan für Wald, Wiesen.

Wenn die lateinischen Texte dann von nicht-deutschkundigen
Gelehrten gelesen wurden, sprachen sie natürlich den Buchstaben
"b" am Anfang des Wortes bismut als "b" aus. Was hätten sie
auch anderes tun sollen?

Über die Fachsprache kommt dieses Wort dann wieder zurück
ins Deutsche und sollte deshalb auch nur fachsprachlich
verwendet werden. Das ist meine Empfehlung.
-
Es gibt übrigens eine anderes Wortpaar, das die gleiche
Entwicklung durchgemacht hat: Wisent und Bison.

Bison ist die latinisierte Form des germanischen
Wortes Wisent, das aus den geschilderten
Gründen (prä-ascii Zeichensatz!) in lateinischen
Texten nicht mit einem Anfangs-w geschrieben
werden konnte.

Heute sprechen wir ganz selbstverständlich von Bisons und
meinen damit die amerikanischen Wildrinder im Gegensatz zu
den europäischen, die wir Wisent nennen. Damit nehmen wir
bei diesem Wort einen Lautstand vorweg, den das Deutsche
noch nicht erreicht hat - womöglich nie erreichen wird.

Was hier Sinn ergibt -zwei verschiedene Entitäten erhalten
verschiedene Namen- ergibt im Falle des Wismut keinen
Sinn, da hier nur eine Entität vorliegt.
-
Der geschilderte Sachverhalt zeigt, dass die Schrift auf die
Sprache zurückwirken kann, selbst wenn ein grosser Teil
der Bevölkerung nicht lesen kann.

Gruss
Markus
Gunhild Simon
2009-12-20 18:47:43 UTC
Permalink
Post by Markus Loch
Post by Uwe Schickedanz
Au erhalb der Chemie kenne ich h chstens "Wismut Aue", und das
ist ja auch nicht gerade Chemie-fremd.  Wenn die Chemiker das
Element neuerdings gerne Bismut nennen, soll's mir recht sein;
ich bleibe beim Wismut, so wie ich's seinerzeit mal gelernt habe.
Brockhaus (2009) meint brigens, Bismut sei fachsprachlich f r
Wismut.  Da wei man doch gleich, wo die Keule h ngt (und welche).
Mein Meyers Handlexikon von 1989 sieht das ebenso, etwas aktuelleres
habe ich nicht zur Hand.
Bei dem Wort Bismut scheint es sich um die Latinisierung
eines deutschen Wortes -n mlich Wismut- zu handeln.
Im Latein gibt es den Buchstaben "w" nicht, sodass bei
der Verwendung eines deutschen Begriffes mit einem "w"
in einem lateinischen Text die Frage auftaucht, welchen
oder welche Buchstaben man an der Stelle des "w"s setzt.
Wissenschaftliche Texte waren "bis vor kurzen" noch durchweg
in Latein gehalten. Latein hat aber nur einen reduzierten
ASCII Zeichensatz.
Bei Wismut hat man sich f r "b" entschieden, was keine
schlechte Wahl ist, wenn man bedenkt welche Alternativen
man gehabt h tte.
"w" und "b"-Laut sind fonetisch sehr hnlich und im
S dgermanischen gab und gibt es eine Lautverschiebung die aus
einem "w" ein "b" werden l sst. Man vergleiche
englisch: Love, give, have, Dove mit deutsch: Liebe, geben,
haben, Taube. Oder Zimbrisch Balt, Biesan f r Wald, Wiesen.
Wenn die lateinischen Texte dann von nicht-deutschkundigen
Gelehrten gelesen wurden, sprachen sie nat rlich den Buchstaben
"b" am Anfang des Wortes bismut als "b" aus. Was h tten sie
auch anderes tun sollen?
ber die Fachsprache kommt dieses Wort dann wieder zur ck
ins Deutsche und sollte deshalb auch nur fachsprachlich
verwendet werden. Das ist meine Empfehlung.
-
Es gibt brigens eine anderes Wortpaar, das die gleiche
Entwicklung durchgemacht hat: Wisent und Bison.
Ich hatte eine ähnliche Idee:
Beispiel:
travail, travailler - trabajo, trabajar

Gruß
Gunhild
Oliver Cromm
2009-12-21 17:52:52 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
travail, travailler - trabajo, trabajar
Im Spanischen ist der Unterschied v-b neutralisiert. Gesprochen wird
tatsächlich von vielen ein Laut, der in der Mitte liegt. Das ist eine
etwas andere Situation.
--
gugelgans, f., alberne gans, schelte:
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Christian Weisgerber
2009-12-20 17:49:39 UTC
Permalink
Post by Markus Loch
Bei dem Wort Bismut scheint es sich um die Latinisierung
eines deutschen Wortes -nämlich Wismut- zu handeln.
Ja, soweit sind sich die Wörterbücher einig.
Post by Markus Loch
Im Latein gibt es den Buchstaben "w" nicht, sodass bei
der Verwendung eines deutschen Begriffes mit einem "w"
in einem lateinischen Text die Frage auftaucht, welchen
oder welche Buchstaben man an der Stelle des "w"s setzt.
Wissenschaftliche Texte waren "bis vor kurzen" noch durchweg
in Latein gehalten.
Bei _W_olfram (spätes 18. Jahrhundert) war das W offensichtlich
kein Problem.
Post by Markus Loch
Bison ist die latinisierte Form des germanischen
Wortes Wisent, das aus den geschilderten
Gründen (prä-ascii Zeichensatz!) in lateinischen
Texten nicht mit einem Anfangs-w geschrieben
werden konnte.
Das ist nicht schlüssig. "Bison" ist klassisches Latein. Die Römer
hätten das Wort als "vison" entlehnen müssen, germanisches /w/
direkt als lateinisches /w/ <v>.
Post by Markus Loch
Heute sprechen wir ganz selbstverständlich von Bisons und
meinen damit die amerikanischen Wildrinder im Gegensatz zu
den europäischen, die wir Wisent nennen.
Für mich kann "Bison" sowohl die amerikanische als auch die europäische
Art bezeichnen.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Markus Loch
2009-12-20 21:40:23 UTC
Permalink
Post by Christian Weisgerber
Post by Markus Loch
Bei dem Wort Bismut scheint es sich um die Latinisierung
eines deutschen Wortes -nämlich Wismut- zu handeln.
Ja, soweit sind sich die Wörterbücher einig.
Post by Markus Loch
Im Latein gibt es den Buchstaben "w" nicht, sodass bei
der Verwendung eines deutschen Begriffes mit einem "w"
in einem lateinischen Text die Frage auftaucht, welchen
oder welche Buchstaben man an der Stelle des "w"s setzt.
Wissenschaftliche Texte waren "bis vor kurzen" noch durchweg
in Latein gehalten.
Bei _W_olfram (spätes 18. Jahrhundert) war das W offensichtlich
kein Problem.
Wolframerze wurden als "lupi spuma" in lateinischen Texten geführt.
Hätte man diese als "bolframus" in die wissenschaftliche
Literatur eingeführt, wäre diese Form früh verbreitet
und dann möglicherweise übernommen worden, als man das Element
rein darstellen konnte.
Wismut konnte man sehr früh rein darstellen und verwendete
den Namen bismut in der wiss. Lit. von Anfang an dafür.

Und ja, ein "w" in der wiss. Lit. war im späten
18.Jahrh. kein Problem mehr.
Post by Christian Weisgerber
Post by Markus Loch
Bison ist die latinisierte Form des germanischen
Wortes Wisent, das aus den geschilderten
Gründen (prä-ascii Zeichensatz!) in lateinischen
Texten nicht mit einem Anfangs-w geschrieben
werden konnte.
Das ist nicht schlüssig. "Bison" ist klassisches Latein. Die Römer
hätten das Wort als "vison" entlehnen müssen, germanisches /w/
direkt als lateinisches /w/ <v>.
Fakt ist aber, dass die Römer das Wort in der Form "bison"
übernommen haben.
Post by Christian Weisgerber
Für mich kann "Bison" sowohl die amerikanische als auch die europäische
Art bezeichnen.
Das kann jeder halten wie er will. Ich verwende für "Bison bonasus"
nur Wisent.

Gruss
Markus
Diedrich Ehlerding
2009-12-21 07:46:45 UTC
Permalink
Post by Christian Weisgerber
Bei _W_olfram (spätes 18. Jahrhundert) war das W offensichtlich
kein Problem.
Warts nur ab. Das heißt auch hier zu Lande bald nur noch "Tungsten". Und
"Natrium" gibts bald auch nicht mehr, sondern nur "Sodium".

Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungelesen entsorgt.
Lothar Frings
2009-12-21 09:06:51 UTC
Permalink
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Christian Weisgerber
Bei _W_olfram (spätes 18. Jahrhundert) war das W offensichtlich
kein Problem.
Warts nur ab. Das heißt auch hier zu Lande bald nur noch "Tungsten". Und
"Natrium" gibts bald auch nicht mehr, sondern nur "Sodium".
Dafür werden die begnadeten Übersetzer amerikanischen
Filmschaffens schon sorgen.
Klaus Scholl
2009-12-21 10:35:58 UTC
Permalink
Post by Markus Loch
Bei dem Wort Bismut scheint es sich um die Latinisierung
eines deutschen Wortes -nämlich Wismut- zu handeln.
[...]
Interessanter Beitrag. Allerdings bezweifle ich, daß
lat. bismutum nach deu. "Wismut" gebildet wurde,
zumindest bei lat. bison ist das nicht der Fall,
es wurde nicht nach deu. "Wisent" gebildet,
Post by Markus Loch
bisōn, ontis, m. (βίσων, nach
Oppian. cyn. 2, 155 von den
thrazischen Βίστονες benannt)
Eher denke ich, daß "b" und "w" zeitgeschichtlich
nebeneinander entstanden, zumindest sollte man davon
ausgehen bis Belege da sind, die eine Entstehungsfolge
beweisen.

Jedenfalls ist Wismut das deutsche Wort, soweit d'accord.
Roland Franzius
2009-12-21 11:06:22 UTC
Permalink
Post by Klaus Scholl
Post by Markus Loch
Bei dem Wort Bismut scheint es sich um die Latinisierung
eines deutschen Wortes -nämlich Wismut- zu handeln.
[...]
Interessanter Beitrag. Allerdings bezweifle ich, daß
lat. bismutum nach deu. "Wismut" gebildet wurde,
zumindest bei lat. bison ist das nicht der Fall,
es wurde nicht nach deu. "Wisent" gebildet,
Post by Markus Loch
bisōn, ontis, m. (βίσων, nach
Oppian. cyn. 2, 155 von den
thrazischen Βίστονες benannt)
Eher denke ich, daß "b" und "w" zeitgeschichtlich
nebeneinander entstanden, zumindest sollte man davon
ausgehen bis Belege da sind, die eine Entstehungsfolge
beweisen.
Jedenfalls ist Wismut das deutsche Wort, soweit d'accord.
Im Übergang von der Alchemie zur Chemie mit lateinischer Nomenklatur im
18. Jh. hatten die Leute wenig Hemmungen, ihr Kirchen- und
Medizinerlatein anzureichern.

Ich denke nicht, dass zB Pottasche, potash <-> Potassium und dergleichen
Bildungen viel etymologischen Tiefsinn erforderten. Und wenn ein
seinerzeit natürlich griechisch Gebildeter mit Kenntnis der Aussprache
von beta<->wita im Wiesent einen Abkömmling von βίσων vermutet hat, kann
man das ihm nicht verdenken.
--
Roland Franzius
Markus Loch
2009-12-21 16:49:00 UTC
Permalink
Post by Roland Franzius
Und wenn ein
seinerzeit natürlich griechisch Gebildeter mit Kenntnis der Aussprache
von beta<->wita im Wiesent einen Abkömmling von βίσων vermutet hat, kann
man das ihm nicht verdenken.
Es verhält sich aber umgekehrt. Wisent ist das Ausgangswort,
das aus dem Germanischen ins Latein entlehnt und dann
von den Griechen übernommen wird.

Gruss
Markus
Gunhild Simon
2009-12-21 12:13:36 UTC
Permalink
Markus Loch schrieb:> Bei dem Wort Bismut scheint es sich um die Latinisierung
Post by Markus Loch
eines deutschen Wortes -nämlich Wismut- zu handeln.
[...]
Interessanter Beitrag. Allerdings bezweifle ich, daß
lat. bismutum nach deu. "Wismut" gebildet wurde,
zumindest bei lat. bison ist das nicht der Fall,
es wurde nicht nach deu. "Wisent" gebildet,
 > bisōn, ontis, m. (βίσων, nach
 > Oppian. cyn. 2, 155 von den
 > thrazischen Βίστονες benannt)
Eher denke ich, daß "b" und "w" zeitgeschichtlich
nebeneinander entstanden, zumindest sollte man davon
ausgehen bis Belege da sind, die eine Entstehungsfolge
beweisen.
Jedenfalls ist Wismut das deutsche Wort, soweit d'accord.
Zwei Dinge scheinen hier nebeneinander zu stehen.

Das eine ist die Lautverschiebung des W, des verdoppelten V oder dem
Double-U.
Die Verbindungen zwischen B und W hat Markus Loch genau dargestellt.

Auch am Beispiel Taube - englisch dove erkenne ich auch diesen
Zusammenhang. Dazu doof, ugs dumm - "taube Nuß!" - englisch deaf,
schwedisch döv, taub. Die Dove Elbe, ein für die Schiffahrt "toter",
"tauber" Elbarm, läßt auch diesen Zusammenhang erkennen.

Die Römer schrieben das U in ihrer lateinischen Großletternschrift
als V. Offenbar bestehen zwischen den Buchstaben und den Lauten
vielfältige Querverbindungen.

Daneben fällt mir auf, daß es nur wenige - ich wage zu behaupten: REIN
- lateinische Wörter, die mit B beginnen, gibt. Eing wirklich
bekanntes ist bonus.

(Dann vielleicht noch der Ziehsohn des Gaius Iulius Caesar: Brutus.

Und abgekürzt vermutet man bei C.Iulius Caesar, daß das G wohl eine
ähnliche Geschichte hat. Auch dies beansprucht wie das B kaum sieben
Seiten, dagegen steht P mit ~60, neben G steht C mit ~60 Einträgen*.
Dabei habe ich den Eindruck, daß diese Laute, B, W, G - so wie man es
an K und J ganz verständlich findet - dem Latein fremd sind. Die Römer
waren weltläufig und legten Wert auf intellektuelle Bereicherung, die
verständlicherweise von den Griechen zu erwarten war.)

Gruß
Gunhild
*Pons Schülerwörterbuch, Stuttgart 05
Christian Weisgerber
2009-12-21 16:35:29 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
Die Verbindungen zwischen B und W hat Markus Loch genau dargestellt.
Auch am Beispiel Taube - englisch dove erkenne ich auch diesen
Zusammenhang. Dazu doof, ugs dumm - "taube Nuß!" - englisch deaf,
schwedisch döv, taub. Die Dove Elbe, ein für die Schiffahrt "toter",
"tauber" Elbarm, läßt auch diesen Zusammenhang erkennen.
[b], [B], [v] sind alles Labiale. Lautverschiebungen in diesem
Bereich sind häufig. So sind im Spanischen historisches b und v
zusammengefallen: beide Grapheme, <b> und <v>, haben heute die
gleiche Aussprache, nämlich [b] am Wortanfang und nach Nasal, [B]
sonst.

(Das Symbol [B] steht hier für den stimmhaften bilabialen Frikativ,
ein kleines Beta in IPA.)

Germanisches *b war wahrscheinlich [B] und hat dann eine Verteilung
[b] und [B] ähnlich wie im Spanischen angenommen. Im Deutschen ist
dieses [B] zu /b/ geworden, im Englischen zu /v/, was zusammen mit
weiteren Lautverschiebungen Paare wie "deaf"/"taub" und "love"/"Liebe"
erklärt.
Post by Gunhild Simon
Die Römer schrieben das U in ihrer lateinischen Großletternschrift
als V. Offenbar bestehen zwischen den Buchstaben und den Lauten
vielfältige Querverbindungen.
Das lateinische Graphem <V> stand für den Vokal [u] und den
Halbvokal/Approximanten [w]. Ein Wort wie <VINVM> sprach sich sowas
wie [wi:num] oder [wi:nu~].

(Nicht direkt verwandt, aber analog ist die Verwendung von <ou> im
modernen Französisch, wo es für den Vokal [u] oder, vor anderen
Vokalen, für [w] steht.)

Ganz entsprechend stand <I> für [i] und [j]. Die Trennung der
Buchstaben <V> in <u> und <v>, <I> in <i> und <j> ist erst in der
Renaissance entstanden.

Waren die vokalische und halbvokalische Variante von <V> bzw. <I>
im Lateinischen noch sehr ähnlich, so haben sich die alten Halbvokale
in den romanischen Sprachen zu ganz anderen Konsonanten entwickelt:
/w/ > /v/
/j/ > /dZ/ > frz. /Z/, span. /x/
Post by Gunhild Simon
Daneben fällt mir auf, daß es nur wenige - ich wage zu behaupten: REIN
- lateinische Wörter, die mit B beginnen, gibt. Eing wirklich
bekanntes ist bonus.
Und es gibt nur wenige germanische Wörter, die mit p anfangen. Das
beiden zugrundeliegende indogermanische *b war selten - warum, weiß
man nicht.
Post by Gunhild Simon
(Dann vielleicht noch der Ziehsohn des Gaius Iulius Caesar: Brutus.
Und abgekürzt vermutet man bei C.Iulius Caesar, daß das G wohl eine
ähnliche Geschichte hat. Auch dies beansprucht wie das B kaum sieben
Seiten, dagegen steht P mit ~60, neben G steht C mit ~60 Einträgen*.
Lateinisches G setzt indogermanisches *g fort, da ist nichts
Ungewöhnliches. Die Römer haben ursprünglich von den Etruskern nur
den Buchstaben <C> geerbt, der für /k/ und /g/ verwendet wurde. Da
diese beiden im Lateinischen aber klar getrennt sind, hat Spurius
Carvilius Ruga um 230 v. Chr. einen modifizierten Buchstaben für
/g/ eingeführt: <G>.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Markus Loch
2009-12-21 16:42:23 UTC
Permalink
Post by Klaus Scholl
Post by Markus Loch
Bei dem Wort Bismut scheint es sich um die Latinisierung
eines deutschen Wortes -nämlich Wismut- zu handeln.
[...]
Interessanter Beitrag. Allerdings bezweifle ich, daß
lat. bismutum nach deu. "Wismut" gebildet wurde,
Wonach wurde "bismut" denn deiner Meinung nach gebildet?
Post by Klaus Scholl
zumindest bei lat. bison ist das nicht der Fall,
es wurde nicht nach deu. "Wisent" gebildet,
Post by Markus Loch
bisōn, ontis, m. (βίσων, nach
Oppian. cyn. 2, 155 von den
thrazischen Βίστονες benannt)
Das Wort Wisent ist aus dem germanischen ins
Latein und dann ins griechische gewandert.
Post by Klaus Scholl
Eher denke ich, daß "b" und "w" zeitgeschichtlich
nebeneinander entstanden, zumindest sollte man davon
ausgehen bis Belege da sind, die eine Entstehungsfolge
beweisen.
Was soll das alles bedeuten, was du da sagst?
Was bedeutet z.B. "zeitgeschichtlich nebeneinander
entstanden"?
Post by Klaus Scholl
Jedenfalls ist Wismut das deutsche Wort, soweit d'accord.
Und Bismut nicht davon abgeleitet?

Gruss
Markus
Holger Kunadt
2009-12-21 07:28:54 UTC
Permalink
Post by Michael Schumacher
Außerhalb der Chemie kenne ich höchstens "Wismut Aue", und
... die nennen sich heute "FC Erzgebirge Aue". Wollten sie damit der
Umbenennung in "Bismut Aue" entgehen ...?

Qno
--
»Kisuaheli wird sich bereits kurze Zeit nach Einführung der
Rechtschreibreform als deutsche Amtssprache durchsetzen.«
TERRAsse, das Alternativwelt-Magazin
http://www.urania-dresden.de/terrasse/orthogra.htm
Heinz Lohmann
2009-12-20 14:32:47 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Die Frage lautete, "wie Ihr das seht" in Bezug auf Fach- oder
Standardsprache und Veraltung von Wismut.
Es geht _nicht_ um den Artikel zum Element Bismut, sondern um den
Gebrauch außerhalb der Chemie.
Der Wortschatz der Uni Leipzig meldet zum Suchbegriff "Bismut":
|Es wurden keine Ergebnisse gefunden.

In der Presse scheint also diese Bezeichnung ungebräuchlich zu sein.
Ich persönlich hab das Wort auch erst spät kennengelernt.
--
mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25°07'58"N 121°27'56"E
--
Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Uwe Schickedanz
2009-12-20 14:41:04 UTC
Permalink
On Sun, 20 Dec 2009 22:32:47 +0800, Heinz Lohmann
Post by Heinz Lohmann
|Es wurden keine Ergebnisse gefunden.
Ein wenig wundert micht das, denn bei bei Google taucht es recht
häufig auf.
Aber es stützt natürlich mein Empfinden, daß im Prinzip außerhalb der
Chemie Bismut ziemlich ungebräuchlich ist.
Post by Heinz Lohmann
In der Presse scheint also diese Bezeichnung ungebräuchlich zu sein.
Ich persönlich hab das Wort auch erst spät kennengelernt.
Ich wußte, daß es lat. für Wismut ist, aber mehr auch nicht.

Gruß Uwe
--
"Demokratie ist riskant. Das Volk kann sich ja auch irren."
Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Roland Franzius
2009-12-20 19:11:54 UTC
Permalink
Post by Heinz Lohmann
Post by Uwe Schickedanz
Die Frage lautete, "wie Ihr das seht" in Bezug auf Fach- oder
Standardsprache und Veraltung von Wismut.
Es geht _nicht_ um den Artikel zum Element Bismut, sondern um den
Gebrauch außerhalb der Chemie.
|Es wurden keine Ergebnisse gefunden.
In der Presse scheint also diese Bezeichnung ungebräuchlich zu sein.
Ich persönlich hab das Wort auch erst spät kennengelernt.
Warum auch. Umgekehrt wundern sich Amerikaner über die Bezeichnungen und
chemische Abkürzungen für ihr Sodium, Potassium und Aluminum.

Für die Entwicklung von Fachsprachen siehe die Grafik unten auf

http://www.brookview.karoo.net/BFA/language.htm
--
Roland Franzius
Michael Pronay
2009-12-21 06:13:31 UTC
Permalink
Post by Roland Franzius
Umgekehrt wundern sich Amerikaner über die Bezeichnungen und
chemische Abkürzungen für ihr Sodium, Potassium und Aluminum.
Was gibt's an "Al" für "Aluminum" groß zu wundern?

M.
Roland Franzius
2009-12-21 10:09:59 UTC
Permalink
Post by Michael Pronay
Post by Roland Franzius
Umgekehrt wundern sich Amerikaner über die Bezeichnungen und
chemische Abkürzungen für ihr Sodium, Potassium und Aluminum.
Was gibt's an "Al" für "Aluminum" groß zu wundern?
Nächstes Lernziel verzweigte Logik mit "und".
--
Roland Franzius
Lothar Frings
2009-12-21 10:17:22 UTC
Permalink
Post by Roland Franzius
Post by Michael Pronay
Post by Roland Franzius
Umgekehrt wundern sich Amerikaner über die Bezeichnungen und
chemische Abkürzungen für ihr Sodium, Potassium und Aluminum.
Was gibt's an "Al" für "Aluminum" groß zu wundern?
Nächstes Lernziel verzweigte Logik mit "und".
Ich würde lieber rudern lernen, das brauchst du nämlich jetzt.
Roland Franzius
2009-12-21 10:20:45 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Post by Roland Franzius
Post by Michael Pronay
Post by Roland Franzius
Umgekehrt wundern sich Amerikaner über die Bezeichnungen und
chemische Abkürzungen für ihr Sodium, Potassium und Aluminum.
Was gibt's an "Al" für "Aluminum" groß zu wundern?
Nächstes Lernziel verzweigte Logik mit "und".
Ich würde lieber rudern lernen, das brauchst du nämlich jetzt.
Ich habe Beispiel 3 genau deshalb mit aufgenommen.
--
Roland Franzius
Lothar Frings
2009-12-21 10:26:51 UTC
Permalink
Post by Roland Franzius
Ich habe Beispiel 3 genau deshalb mit aufgenommen.
Könnten wir die sinnlosen Threadverlängerer überspringen?
Das "Aluminum" paßt nicht zu dem, was du allem
Anschein nach sagen wolltest. Warum also ist es drin?
Roland Franzius
2009-12-21 10:41:39 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Post by Roland Franzius
Ich habe Beispiel 3 genau deshalb mit aufgenommen.
Könnten wir die sinnlosen Threadverlängerer überspringen?
Das "Aluminum" paßt nicht zu dem, was du allem
Anschein nach sagen wolltest. Warum also ist es drin?
Weil die Amerikaner sich mit den Briten um Aluminum gegen Aluminium -
wie in der von nationalen Eitelkeiten geprägten Chemie üblich -
Jahrzehnte streiten und nun gegen die internationale chemische Normung
verloren haben. Alle weltweit benutzten chemischen Namen werden genormt.

In der EU werden dann noch die 27-45 national üblichen Bezeichnungen
dazugedruckt. Chemie ist im Gegensatz zu IT lebensgefährlich, so dass
jeder auch ohne Abitur lesen können muss, was drin ist.

Die Amerikaner sind da wie üblich in Welthandelsfragen liberaler, da
solls reichen, wenn der Firmenname oder die Adresse eines Anwaltsbüros
drauf steht.
--
Roland Franzius
Carsten Thumulla
2009-12-21 10:54:27 UTC
Permalink
Post by Roland Franzius
Chemie ist im Gegensatz zu IT lebensgefährlich,
Verbal(l)hornung des Umgangssprachlichen "Da is' Chemie drin"?

Ansonsten: Fang bitte nicht auch noch damit an.


Carsten
--
_______________________________________
( Seit ich die Menschen kenne liebe ich )
( die Tiere )
---------------------------------------
o
o \_\_ _/_/
o \__/ x
(oo)\_______/
(__)\ )
||----; |
|| ||
Lothar Frings
2009-12-21 11:10:24 UTC
Permalink
Post by Roland Franzius
Weil die Amerikaner sich mit den Briten um Aluminum gegen Aluminium -
wie in der von nationalen Eitelkeiten geprägten Chemie üblich -
Jahrzehnte streiten und nun gegen die internationale chemische Normung
verloren haben.
Ich wußte tatsächlich nicht, daß "Aluminium" im britischen
Englisch "Aluminium" heißt.
Ingo Stiller
2009-12-21 15:31:44 UTC
Permalink
Post by Roland Franzius
Chemie ist im Gegensatz zu IT lebensgefährlich, so dass
jeder auch ohne Abitur lesen können muss, was drin ist.
Ist nun Chlorwasserstoffsäure gefährlicher wie Ascorbinsäure oder
nicht? :-)
Und was ist mit NatriumChlorid in Dihydrogenmonoxid?

Okay, für die meisten dieser Stoffe gibt es einen Trivialnamen, der
auch im Handel benutzt werden darf. Es ist aber eben nicht immer der
genormte Name, der uns auf die Gefährlichkeit hinweist.

Um wieder ontopic zu werden:
Ist "Dihydrogenmonoxid" wirklich die richtige Schreibweise?
Fehlt da nicht ein "o", also "Dihydrogenmonooxid"?

Google meint ja, das "o" sei abkömmlich (72000 zu 2300 Treffern), aber
irgendwas sagt mir, dass "mono" und "oxid" zusammengesetzt sei O's
hintereinander ergeben sollte

Gruß Ingo
Lothar Frings
2009-12-21 18:31:02 UTC
Permalink
Post by Ingo Stiller
Ist nun Chlorwasserstoffsäure gefährlicher wie Ascorbinsäure oder
nicht? :-)
Ja.
Post by Ingo Stiller
Und was ist mit NatriumChlorid in Dihydrogenmonoxid?
Okay, für die meisten dieser Stoffe gibt es einen Trivialnamen, der
auch im Handel benutzt werden darf. Es ist aber eben nicht immer der
genormte Name, der uns auf die Gefährlichkeit hinweist.
Ist "Dihydrogenmonoxid" wirklich die richtige Schreibweise?
Fehlt da nicht ein "o", also "Dihydrogenmonooxid"?
Ja. Nein.
Eigentlich würde man auf Deutsch aber "Diwasserstoffmonoxid"
schreiben.
Roland Franzius
2009-12-21 19:24:12 UTC
Permalink
Post by Ingo Stiller
Post by Roland Franzius
Chemie ist im Gegensatz zu IT lebensgefährlich, so dass
jeder auch ohne Abitur lesen können muss, was drin ist.
Ist nun Chlorwasserstoffsäure gefährlicher wie Ascorbinsäure oder
nicht? :-)
Und was ist mit NatriumChlorid in Dihydrogenmonoxid?
Okay, für die meisten dieser Stoffe gibt es einen Trivialnamen, der
auch im Handel benutzt werden darf. Es ist aber eben nicht immer der
genormte Name, der uns auf die Gefährlichkeit hinweist.
Ist "Dihydrogenmonoxid" wirklich die richtige Schreibweise?
Fehlt da nicht ein "o", also "Dihydrogenmonooxid"?
Google meint ja, das "o" sei abkömmlich (72000 zu 2300 Treffern), aber
irgendwas sagt mir, dass "mono" und "oxid" zusammengesetzt sei O's
hintereinander ergeben sollte
Wie gesagt konnten die Chemiker einst Griechisch und in dieser Sprache
werden Doppelvokale vehement kontrahiert. Griechisch spricht sich bei
durchschnittlich dreifacher Wortlänge ca doppelt so schnell wie Deutsch.

Wenn man dort o-o oder o-a sagt, ist irgendwas Schlimmes passiert.
--
Roland Franzius
Diedrich Ehlerding
2009-12-21 10:40:52 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Könnten wir die sinnlosen Threadverlängerer überspringen?
Das "Aluminum" paßt nicht zu dem, was du allem
Anschein nach sagen wolltest. Warum also ist es drin?
Um Lothars Bitte zu unterstützen, oute^Wgebe ich mich als jemand zu erkennen,
der ebensowenig verstanden hat, was das Aluminium uns hier sagen soll.

Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungelesen entsorgt.
Michael Dahms
2009-12-21 11:05:51 UTC
Permalink
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Lothar Frings
Könnten wir die sinnlosen Threadverlängerer überspringen?
Das "Aluminum" paßt nicht zu dem, was du allem
Anschein nach sagen wolltest. Warum also ist es drin?
Um Lothars Bitte zu unterstützen, oute^Wgebe ich mich als jemand zu erkennen,
der ebensowenig verstanden hat, was das Aluminium uns hier sagen soll.
Die Amerikaner sagen und schreiben "Aluminum" für "Aluminium".

Michael Dahms
Reinhard Zwirner
2009-12-21 18:38:40 UTC
Permalink
Michael Pronay
2009-12-21 18:44:46 UTC
Permalink
Post by Michael Dahms
Post by Diedrich Ehlerding
Könnten wir die sinnlosen Threadverlängererüberspringen?
Das "Aluminum" paßt nicht zu dem, was du allem
Anschein nach sagen wolltest. Warum also ist es drin?
Um Lothars Bitte zu unterstützen, oute^Wgebe ich mich als
jemand zu erkennen, der ebensowenig verstanden hat, was das
Aluminium uns hier sagen soll.
Die Amerikaner sagen und schreiben "Aluminum" für "Aluminium".
Stimmt. Aber was genau hat das mit Rolands
<Zitat>
Umgekehrt wundern sich Amerikaner über die Bezeichnungen und
chemische Abkürzungen für ihr Sodium, Potassium und Aluminum.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
</Zitat>
zu tun?
Fragt - sich ebenfalls als Nichtversteher outend -
Reinhard
Rolands Frage war extrem missverständlich gestellt. Sie hätte
etwa so lauten sollen:

Umgekehrt wundern sich Amerikaner über die chemischen
Abkürzungen für ihr Sodium und Potassium sowie über die
Bezeichnung von Aluminum.

M.
Reinhard Zwirner
2009-12-20 18:07:35 UTC
Permalink
Uwe Schickedanz schrieb:
[...]
Post by Uwe Schickedanz
Die Frage lautete, "wie Ihr das seht" in Bezug auf Fach- oder
Standardsprache und Veraltung von Wismut.
Es geht _nicht_ um den Artikel zum Element Bismut, sondern um den
Gebrauch außerhalb der Chemie.
Ich kenne Wismut (=Bi) aus dem Chemieunterricht nur als Wismut und
habe Wismut noch nie als Bismut bezeichnet gehört.

Natürlich hat man uns damals erklärt, warum Wismut als Kurzzeichen
"Bi" hat (wg. bismutium), ebenso wie uns das für ferrum, aurum und
argentum etc. erklärt wurde.

Trotzdem haben wir im Unterricht stets Eisenhydroxid, Goldchlorid
bzw. Silbernitrat gesagt ...

HTH

Reinhard
Lothar Frings
2009-12-20 19:24:06 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Die Frage lautete, "wie Ihr das seht" in Bezug auf Fach- oder
Standardsprache und Veraltung von Wismut.
Es geht _nicht_ um den Artikel zum Element Bismut, sondern um den
Gebrauch außerhalb der Chemie.
Ok, ich dachte, daß etwas, das gut drei Viertel
deines Postings ausmacht, auch irgendwas mit der Frage
zu tun hat.

Außerhalb der Chemie habe ich "Bismut" noch nie gehört.
Uwe Schickedanz
2009-12-20 20:03:40 UTC
Permalink
On Sun, 20 Dec 2009 11:24:06 -0800 (PST), Lothar Frings
Post by Lothar Frings
Post by Uwe Schickedanz
Die Frage lautete, "wie Ihr das seht" in Bezug auf Fach- oder
Standardsprache und Veraltung von Wismut.
Es geht _nicht_ um den Artikel zum Element Bismut, sondern um den
Gebrauch außerhalb der Chemie.
Ok, ich dachte, daß etwas, das gut drei Viertel
deines Postings ausmacht, auch irgendwas mit der Frage
zu tun hat.
Der WP-Artikel "Bismut" machte genau eine Zeile aus, nämlich die mit
dem URL.
Die Frage war als Frage formuliert, der Rest Erläuterung des
Hintergrundes und der Begleitumstände. Ich war der Meinung, daß in
einer Sprachgruppe alle dies verstehen würden, doch offensichtlich
habe ich mich geirrt.
Post by Lothar Frings
Außerhalb der Chemie habe ich "Bismut" noch nie gehört.
Schön.

Gruß Uwe
--
"Demokratie ist riskant. Das Volk kann sich ja auch irren."
Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Lothar Frings
2009-12-20 22:33:24 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
On Sun, 20 Dec 2009 11:24:06 -0800 (PST), Lothar Frings
Post by Lothar Frings
Ok, ich dachte, daß etwas, das gut drei Viertel
deines Postings ausmacht, auch irgendwas mit der Frage
zu tun hat.
Der WP-Artikel "Bismut" machte genau eine Zeile aus, nämlich die mit
dem URL.
Die URL machte eine Zeile aus, nicht der Artikel.
Außerdem hast du noch einen anderen Artikel zitiert.
Post by Uwe Schickedanz
Die Frage war als Frage formuliert, der Rest Erläuterung des
Hintergrundes und der Begleitumstände. Ich war der Meinung, daß in
einer Sprachgruppe alle dies verstehen würden, doch offensichtlich
habe ich mich geirrt.
Ja, stimmt. Du darfst aber gerne erläutern, weshalb du zwar nur
wissen willst, wie der Leser deines Postings einen Begrff versteht,
trotzdem aber Wikipedia, den Online-Duden und eine nicht genannte
Quelle zitierst.
Uwe Schickedanz
2009-12-21 15:22:40 UTC
Permalink
On Sun, 20 Dec 2009 14:33:24 -0800 (PST), Lothar Frings
Post by Lothar Frings
Post by Uwe Schickedanz
Die Frage war als Frage formuliert, der Rest Erläuterung des
Hintergrundes und der Begleitumstände. Ich war der Meinung, daß in
einer Sprachgruppe alle dies verstehen würden, doch offensichtlich
habe ich mich geirrt.
Ja, stimmt. Du darfst aber gerne erläutern, weshalb du zwar nur
wissen willst, wie der Leser deines Postings einen Begrff versteht,
trotzdem aber Wikipedia, den Online-Duden und eine nicht genannte
Quelle zitierst.
Damit Ihr Euch nicht alles selber ergooglen müsst? Willst Du fürs
nächste Mal eine Spoilerwarnung?

Gruß Uwe
--
"Demokratie ist riskant. Das Volk kann sich ja auch irren."
Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Ingo Stiller
2009-12-20 14:13:29 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Da unlängst jemand mir gegenüber behauptete, "Bismut" sei für ihn
standardsprachlich und er kenne es nicht anders, während "Wismut"
völlig veraltet sei, möchte ich Euch fragen, wie Ihr das seht.
Angeblich sei Bismut seit 1979 offiziell, doch einen Beleg dafür gibt
es anscheinend nicht.http://de.wikipedia.org/wiki/Bismut
Der Online-Duden weiß nichts von einer Veraltung, sondern stellt beide
Bezeichnungen nebeneinander: „Wis|mut, (chem. fachspr.:) Bismut, das;
-[e]s [spätmhd. wisma-t, H. u.]: rötlich weißes, glänzendes
Schwermetall ...“, wobei Bismut als explizit chemisch fachsprachlich
ausgewiesen wird.
Leider gibt es Menschen, die "...die Chemie-Zuständigkeit und damit
die entsprechenden Schreibweisen bei allen Artikeln, die unterhalb der
Kategorie:Chemie steht. Die wenigsten Artikel sind reine
"Chemie-Artikel" (egal ob Anteile von Medizin, Geologie,
Essen+Trinken, Physik, Metallurgie... bestehen), nichstdestotrotz sind
alle Stoffartikel (egal ob Verbindung oder Element) für mich klare
Chemie-Artikel und es gelten damit die Chemie-Richtlinien." sehen.
Anmaßung der Deutungshoheit? Denn letztenendes sind alle Artikel, die
ein Material zum Gegenstand haben, "Stoffartikel".
Gruß Uwe
Ohne Garantie und Wetterkarte:

Umgangssprachlich und älter: Wismut
Im Englischen und fachsprachlich: Bismut


=== Aus "Oekonomische Encyklopädie" von J. G. Krünitz ===
http://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/b/kb01546.htm

Der Name Wismuth wurde nach Matthesius dem Metalle von den Bergleuten
gegeben, um das Buntangelaufene zu bezeichnen, weil es wie eine schöne
Wiese (Wiesenmatte) blühe, worauf allerlei Blumen stehen
================================0

Gruß Ingo
Stephen Hust
2009-12-20 17:31:52 UTC
Permalink
Post by Ingo Stiller
Umgangssprachlich und älter: Wismut
Im Englischen und fachsprachlich: Bismut
Im Englischen: /bismuth/.

Gibt es jetzt Pepto-Bismol in Deutschland zu kaufen?

(Active Ingredient: bismuth subsalicylate.)
--
Steve

My e-mail address works as is.
Lars Bräsicke
2009-12-20 18:00:48 UTC
Permalink
Post by Stephen Hust
Post by Ingo Stiller
Umgangssprachlich und älter: Wismut
Im Englischen und fachsprachlich: Bismut
Im Englischen: /bismuth/.
Gibt es jetzt Pepto-Bismol in Deutschland zu kaufen?
(Active Ingredient: bismuth subsalicylate.)
Bismutverbindungen sind auf dem Markt, ob nun Bismutsubsalicylat weiß
ich nicht.
Eine Suche danach führt zu "Bismutsubsalicylat Steigerwald".

Lars
Oliver Cromm
2009-12-21 17:52:52 UTC
Permalink
Post by Stephen Hust
Post by Ingo Stiller
Umgangssprachlich und älter: Wismut
Im Englischen und fachsprachlich: Bismut
Im Englischen: /bismuth/.
Gibt es jetzt Pepto-Bismol in Deutschland zu kaufen?
(Active Ingredient: bismuth subsalicylate.)
Ich hab das ein paar mal geschluckt, und beim Lesen gedacht: Na sowas,
Wismut als Medizin! Daß fachsprachlich "Bismut" verwendet werde, war mir
allenfalls aus theoretischen Diskussionen bekannt (ebenso wie bei
"Iod").
--
GUGELIEREN, vb., schwelgen: dann das ander jar war ein solch gugelieren
bei dem guten most J. HEROLT
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Christian Weisgerber
2009-12-20 16:58:46 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Da unlängst jemand mir gegenüber behauptete, "Bismut" sei für ihn
standardsprachlich und er kenne es nicht anders, während "Wismut"
völlig veraltet sei, möchte ich Euch fragen, wie Ihr das seht.
Für mich ist "Wismut" deutsch und "bismuth" englisch/französisch.
Ich weiß nicht, was fachsprachlich gängig ist.

Der "Brockhaus der Naturwissenschaften und der Technik", 1964, hat
nur einen Eintrag "Wismut".
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Christian Weisgerber
2009-12-21 21:38:48 UTC
Permalink
Post by Christian Weisgerber
Post by Uwe Schickedanz
Da unlängst jemand mir gegenüber behauptete, "Bismut" sei für ihn
standardsprachlich und er kenne es nicht anders, während "Wismut"
völlig veraltet sei, möchte ich Euch fragen, wie Ihr das seht.
Der "Brockhaus der Naturwissenschaften und der Technik", 1964, hat
nur einen Eintrag "Wismut".
Der "Volks-Brockhaus" von 1939 kennt erwartungsgemäß nur "Wismut".

"Das moderne Lexikon" von Bertelsmann, Anfang 1970er, hat einen
Verweis "Bismutum: lat. Bez. für Wismut" und den Haupteintrag
"Wismut".

Diverse Schulbücher, Formelsammlungen u.ä. im Haus verwenden nur
"Wismut".
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Oliver Cromm
2009-12-22 18:06:21 UTC
Permalink
Post by Christian Weisgerber
Post by Uwe Schickedanz
Da unlängst jemand mir gegenüber behauptete, "Bismut" sei für ihn
standardsprachlich und er kenne es nicht anders, während "Wismut"
völlig veraltet sei, möchte ich Euch fragen, wie Ihr das seht.
"Das moderne Lexikon" von Bertelsmann, Anfang 1970er, hat einen
Verweis "Bismutum: lat. Bez. für Wismut" und den Haupteintrag
"Wismut".
Diverse Schulbücher, Formelsammlungen u.ä. im Haus verwenden nur
"Wismut".
Hier ist noch eine relativ aktuelle, relativ seriöse Quelle:
<http://www-sul.stanford.edu/depts/swain/beilstein/bedict3i.html#bee>

Allerdings mit dem Warnhinweis:
| No German language expert was consulted
--
GUGEL, f., m., kapuze, mlat. cuculla, cucullus, ahd. cucalun cucullam
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Matthias Opatz
2009-12-21 01:30:01 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Da unlängst jemand mir gegenüber behauptete, "Bismut" sei für ihn
standardsprachlich und er kenne es nicht anders, während "Wismut"
völlig veraltet sei, möchte ich Euch fragen, wie Ihr das seht.
Bismut ist für mich fachsprachlich.

Matthias
--
Nach der Schlacht von Leipzig sah man Pferde, denen 3, 4 und noch mehr
Beine abgeschossen waren, herrenlos herumlaufen. Prof. Galletti
Wer zum Kuckuck ist dieser Galletti? ==> <http://www.galletti.de/>
== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==
Ralf Heinrich Arning
2009-12-22 20:06:04 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Da unlängst jemand mir gegenüber behauptete, "Bismut" sei für ihn
standardsprachlich und er kenne es nicht anders, während "Wismut"
völlig veraltet sei, möchte ich Euch fragen, wie Ihr das seht.
Angeblich sei Bismut seit 1979 offiziell, doch einen Beleg dafür gibt
es anscheinend nicht.
Welches Amt könnte dafür zuständig sein? Das DIN?
Post by Uwe Schickedanz
http://de.wikipedia.org/wiki/Bismut
Diesen Artikel kann man "Bismut" nennen, wenn das Metall denn in
aktuellen Lehrbüchern und Fachlexika tatsächlich durchgängig so genannt
wird.

Weiter unten im Faden hast Du auf
<http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Bismut#Nochmal:_Wismut_oder_Bis
mut.3F>
hingewiesen. Dort wird ein "allgemeiner Sprachgebrauch" mit
Google-Suchen zu belegen versucht, in denen "Element" erscheint. Es geht
also eher um Fachtexte.
Die Wikipedia behauptet zwar eine Art Enzyklopädie zu sein und
vergleicht sich gern mit dem Brockhaus oder der Encyclopædia Britannica.
Aber an einem solchen Punkt sieht man, daß das nicht stimmt. Ein
chemisches Fachlexikon wird vielleicht wie in obigem Artikel "Bismut"
als Titel angeben und "Wismut" erwähnen. Ein an die Allgemeinheit
gerichtetes Lexikon macht das nicht. Ich habe hier auf der Platte einen
PC-Brockhaus, veröffentlicht 2000. Vom Stichwort "Bismut" wird man zu
"Wismut" weitergeleitet, wo der Begriff mitsamt chemischen Formeln
erläutert wird.
Von völlig veraltet kann nicht die Rede sein.
Post by Uwe Schickedanz
Der Online-Duden weiß nichts von einer Veraltung, sondern stellt beide
Bezeichnungen nebeneinander: "Wis|mut, (chem. fachspr.:) Bismut, das;
-[e]s [spätmhd. wisma-t, H. u.]: rötlich weißes, glänzendes
Schwermetall ...", wobei Bismut als explizit chemisch fachsprachlich
ausgewiesen wird.
Ich bin überzeugt, daß mehr Menschen den Ausdruck "Glühlampe" als
"Bismut" kennen. Fachsprache muß nicht, kann aber so esoterisch sein,
daß ein Fachausdruck nicht als standardsprachlich zu bezeichnen ist.
Post by Uwe Schickedanz
Leider gibt es Menschen, die "...die Chemie-Zuständigkeit und damit
die entsprechenden Schreibweisen bei allen Artikeln, die unterhalb der
Kategorie:Chemie steht. Die wenigsten Artikel sind reine
"Chemie-Artikel" (egal ob Anteile von Medizin, Geologie,
Essen+Trinken, Physik, Metallurgie... bestehen), nichstdestotrotz sind
alle Stoffartikel (egal ob Verbindung oder Element) für mich klare
Chemie-Artikel und es gelten damit die Chemie-Richtlinien." sehen.
Wenn ein chemisches Element beschrieben wird, kann man von reinem
"Chemie-Artikel" sprechen. Wenn nun ein Chemiker behauptet, er sei für
die Terminologie chemischer Stoffe in anderen Fachsprachen zuständig,
kann ich ihm nur empfehlen, er soll im Labor nicht so viele giftige
Dämpfe einatmen. Sonst steht zu befürchten, daß er den Philosophen noch
erklären will, was eine Substanz ist.
Post by Uwe Schickedanz
Anmaßung der Deutungshoheit? Denn letztenendes sind alle Artikel, die
ein Material zum Gegenstand haben, "Stoffartikel".
Die angeblich exakten Wissenschaften haben nicht das Instrumentarium,
die eigene Ideologielastigkeit zu erkennen.

Für mich ist Wismut ein Metall, das in Bergwerken abgebaut und
industriell verarbeitet wird. Das Wort ist nicht zuletzt durch
Sportvereine der DDR bekannt.
Und es gibt <http://www.wismut.de/>.
Die Domain bismut.de will aber keiner haben.

Ralf
Uwe Schickedanz
2009-12-22 20:32:08 UTC
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Post by Ralf Heinrich Arning
Post by Uwe Schickedanz
Da unlängst jemand mir gegenüber behauptete, "Bismut" sei für ihn
standardsprachlich und er kenne es nicht anders, während "Wismut"
völlig veraltet sei, möchte ich Euch fragen, wie Ihr das seht.
Angeblich sei Bismut seit 1979 offiziell, doch einen Beleg dafür gibt
es anscheinend nicht.
Welches Amt könnte dafür zuständig sein? Das DIN?
Post by Uwe Schickedanz
http://de.wikipedia.org/wiki/Bismut
Diesen Artikel kann man "Bismut" nennen, wenn das Metall denn in
aktuellen Lehrbüchern und Fachlexika tatsächlich durchgängig so genannt
wird.
Weiter unten im Faden hast Du auf
<http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Bismut#Nochmal:_Wismut_oder_Bismut.3F>
hingewiesen. Dort wird ein "allgemeiner Sprachgebrauch" mit
Google-Suchen zu belegen versucht, in denen "Element" erscheint. Es geht
also eher um Fachtexte.
Ich bin auch nicht so der große Gugler vor dem Herrn. Aber so wie der
Herr Eschenmoser gesucht hat, nämlich webweit, ohne auf Deutsch
einzuschränken, konnte das natürlich nix werden.
Post by Ralf Heinrich Arning
Die Wikipedia behauptet zwar eine Art Enzyklopädie zu sein und
Ja.
Post by Ralf Heinrich Arning
vergleicht sich gern mit dem Brockhaus oder der Encyclopædia Britannica.
Eher nciht. Das tut gern die Presse.
Post by Ralf Heinrich Arning
Aber an einem solchen Punkt sieht man, daß das nicht stimmt. Ein
chemisches Fachlexikon wird vielleicht wie in obigem Artikel "Bismut"
als Titel angeben und "Wismut" erwähnen. Ein an die Allgemeinheit
gerichtetes Lexikon macht das nicht. Ich habe hier auf der Platte einen
PC-Brockhaus, veröffentlicht 2000. Vom Stichwort "Bismut" wird man zu
"Wismut" weitergeleitet, wo der Begriff mitsamt chemischen Formeln
erläutert wird.
Von völlig veraltet kann nicht die Rede sein.
Post by Uwe Schickedanz
Der Online-Duden weiß nichts von einer Veraltung, sondern stellt beide
Bezeichnungen nebeneinander: "Wis|mut, (chem. fachspr.:) Bismut, das;
-[e]s [spätmhd. wisma-t, H. u.]: rötlich weißes, glänzendes
Schwermetall ...", wobei Bismut als explizit chemisch fachsprachlich
ausgewiesen wird.
Ich bin überzeugt, daß mehr Menschen den Ausdruck "Glühlampe" als
"Bismut" kennen. Fachsprache muß nicht, kann aber so esoterisch sein,
exoterrestrisch?
Post by Ralf Heinrich Arning
daß ein Fachausdruck nicht als standardsprachlich zu bezeichnen ist.
Die angeblich exakten Wissenschaften haben nicht das Instrumentarium,
die eigene Ideologielastigkeit zu erkennen.
Für mich ist Wismut ein Metall, das in Bergwerken abgebaut und
industriell verarbeitet wird.
Wie alle Metalle. "Alles kommt vom Bergwerk her."
Post by Ralf Heinrich Arning
Das Wort ist nicht zuletzt durch
Sportvereine der DDR bekannt.
Die nach einer Firma benannt sind, die ihren Namen zur Verschleierung
ihrer wahren Aktivitäten wählte, ja.
Post by Ralf Heinrich Arning
Und es gibt <http://www.wismut.de/>.
Ja nu - Marke ist Marke. ;)


Gruß Uwe
--
"Demokratie ist riskant. Das Volk kann sich ja auch irren."
Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Carsten Thumulla
2009-12-25 13:07:45 UTC
Permalink
http://network.nationalpost.com/np/blogs/fullcomment/archive/2009/12/18/370719.aspx
Uwe Schickedanz
2009-12-25 13:34:35 UTC
Permalink
Post by Carsten Thumulla
http://network.nationalpost.com/np/blogs/fullcomment/archive/2009/12/18/370719.aspx
Hast Du Dich da etwas vertan?

Gruß Uwe
--
"Demokratie ist riskant. Das Volk kann sich ja auch irren."
Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Carsten Thumulla
2009-12-25 13:54:25 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Carsten Thumulla
http://network.nationalpost.com/np/blogs/fullcomment/archive/2009/12/18/370719.aspx
Hast Du Dich da etwas vertan?
denke nein

How Wikipedia’s green doctor rewrote 5,428 climate articles
By Lawrence Solomon

Das ist ein Kriegsschauplatz.


Carsten
--
http://www.nichtlustig.de/toondb/040602.html
Diedrich Ehlerding
2009-12-25 14:29:27 UTC
Permalink
Post by Carsten Thumulla
Post by Uwe Schickedanz
Hast Du Dich da etwas vertan?
denke nein
Ich denke doch - jedenfalls erkenne ich keinen Zusammenhang mit dem Thema,
wie man denn das Wismut nun nennen darf und soll.

Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungelesen entsorgt.
Uwe Schickedanz
2009-12-25 21:01:33 UTC
Permalink
On Fri, 25 Dec 2009 15:29:27 +0100, Diedrich Ehlerding
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Carsten Thumulla
Post by Uwe Schickedanz
Hast Du Dich da etwas vertan?
denke nein
Ich denke doch - jedenfalls erkenne ich keinen Zusammenhang mit dem Thema,
wie man denn das Wismut nun nennen darf und soll.
Naja, "nur weil jemand paranoid ist, heißt das nicht, daß sie nicht
hinter ihm her sind!"

Gruß Uwe
--
"Demokratie ist riskant. Das Volk kann sich ja auch irren."
Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Carsten Thumulla
2009-12-26 06:52:35 UTC
Permalink
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Carsten Thumulla
Post by Uwe Schickedanz
Hast Du Dich da etwas vertan?
denke nein
Ich denke doch - jedenfalls erkenne ich keinen Zusammenhang mit dem Thema,
wie man denn das Wismut nun nennen darf und soll.
Wenn Du Deinen Schweif mal etwas weiter blicken läßt wird Dein sich
weitender Horizont bald den Bezug des Artikels Bismut zu den von
Klimafanatikern manipulierten Artikeln freigeben.


Carsten
--
Jedem das Seine
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