Discussion:
Um Erlaubnis fragen
(zu alt für eine Antwort)
Peter Gründler
2008-11-15 22:23:05 UTC
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Wieder eine meiner spätabendlichen Sprachverwirrungen:

Fragt man um Erlaubnis, etwas zu tun
oder
um Erlaubnis, etwas tun zu dürfen?

P
Yvonne Steiner
2008-11-15 22:41:56 UTC
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Post by Peter Gründler
Fragt man um Erlaubnis, etwas zu tun
oder
um Erlaubnis, etwas tun zu dürfen?
| Erlaubnis: Bei Sätzen wie Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald
| reisen zu dürfen handelt es sich eigentlich um einen Pleonasmus.
| Ausreichend: Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald zu reisen.

© Duden - Richtiges und gutes Deutsch, 6. Aufl. Mannheim 2007 [CD-ROM]

Mir persönlich gefällt die "zu-dürfen"-Variante trotzdem besser;
Pleonasmus hin oder her.
--
Yvonne Steiner
Heinz Lohmann
2008-11-16 00:36:20 UTC
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Post by Yvonne Steiner
Post by Peter Gründler
Fragt man um Erlaubnis, etwas zu tun
oder
um Erlaubnis, etwas tun zu dürfen?
| Erlaubnis: Bei Sätzen wie Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald
| reisen zu dürfen handelt es sich eigentlich um einen Pleonasmus.
| Ausreichend: Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald zu reisen.
© Duden - Richtiges und gutes Deutsch, 6. Aufl. Mannheim 2007 [CD-ROM]
Mir persönlich gefällt die "zu-dürfen"-Variante trotzdem besser;
Pleonasmus hin oder her.
Me, too! Komisch. Obwohl ich sonst bei Korrekturen von Aufsätzen viel
korrigiere (Er war in der Lage, seine Karriere planen zu können.)

mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25°07'58"N 121°27'56"E
--
Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Volker Gringmuth
2008-11-16 07:38:13 UTC
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Post by Yvonne Steiner
Mir persönlich gefällt die "zu-dürfen"-Variante trotzdem besser;
Pleonasmus hin oder her.
Es ist MUSEN ein Höflichkeitspleonasmus, sprachlich ähnlich sinnvoll
wie der Höflichkeitskonjunktiv: "Dürfte es noch etwas sein?" - "Danke,
das wärs." (Ich zwinge mich dann immer zu "Das war's", aber der Sog ist
schon ziemlich stark.) - "Dann wärns vier Euro neuzig, bitte."


vG
--
Ceterum censeo Popocatepetlum non in Canada sed in Mexico situm esse.

<http://einklich.net>
Wolfram Heinrich
2008-11-16 08:04:52 UTC
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Post by Volker Gringmuth
Post by Yvonne Steiner
Mir persönlich gefällt die "zu-dürfen"-Variante trotzdem besser;
Pleonasmus hin oder her.
Es ist MUSEN ein Höflichkeitspleonasmus, sprachlich ähnlich sinnvoll
wie der Höflichkeitskonjunktiv: "Dürfte es noch etwas sein?" - "Danke,
das wärs." (Ich zwinge mich dann immer zu "Das war's", aber der Sog ist
schon ziemlich stark.) - "Dann wärns vier Euro neuzig, bitte."
Mit diesem Höflichkeitskonjunktiv kommst du in barbarischen Weltgegenden
manchmal in ernsthafte Schwierigkeiten, wie jener Bayer, der in
Norddeutschland im Wirtshaus (Lokal) äußerte: "I hätt gern a Bier", worauf
der Kellner erstmal lange Zeit abwartete, bis der Gast sich entschieden
hätte, was er nun eigentlich wolle, wenn...

Ciao
Wolfram
--
Es kann passieren, was will: Es gibt immer einen, der es kommen sah.
FERNANDEL
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Volker Gringmuth
2008-11-16 08:38:17 UTC
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Mit diesem Höflichkeitskonjunktiv kommst du in barbarischen
Weltgegenden manchmal in ernsthafte Schwierigkeiten, wie jener
Bayer, der in Norddeutschland im Wirtshaus (Lokal) äußerte: "I
hätt gern a Bier",
"Hätte gern" /kann/ man als Höflichkeitskonjunktiv auffassen, MUSE
sieht darin aber eher den føllig indikativen Ausdruck eines Verlangens:
"Was gäb ich dafür, wenn ich ... hätte!". Jedenfalls ist mir dieses
"ich hätte gern" (dorten natürlich mit -e) beim Einkaufen auch aus dem
Norden vertraut, deshalb kaufe ich Dir die Geschichte so nicht ganz ab.

Reiner Höflichkeitskonjunktiv wäre^Wist Irrealis, also "Ich würde ein
Bier bestellen". /Das/ kann einen norddeutschen Wirt schon in Richtung
"... wenn /was/?" verwirren.


vG
--
Ceterum censeo Popocatepetlum non in Canada sed in Mexico situm esse.

<http://einklich.net>
Wolfram Heinrich
2008-11-16 10:10:12 UTC
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Post by Volker Gringmuth
Reiner Höflichkeitskonjunktiv wäre^Wist Irrealis, also "Ich würde ein
Bier bestellen". /Das/ kann einen norddeutschen Wirt schon in Richtung
"... wenn /was/?" verwirren.
Die Konstruktion ist mir noch nie begegnet.

Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, dem Alise seine Uhr ist zwar größer und goldener als
seine, aber seine, sagt er, geht schneller.
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Volker Gringmuth
2008-11-16 11:12:47 UTC
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Post by Wolfram Heinrich
Post by Volker Gringmuth
Reiner Höflichkeitskonjunktiv wäre^Wist Irrealis, also "Ich würde
ein Bier bestellen". /Das/ kann einen norddeutschen Wirt schon in
Richtung "... wenn /was/?" verwirren.
Die Konstruktion ist mir noch nie begegnet.
Mir auch nicht, daher "wäre". - Oder doch?


vG
--
Ceterum censeo Popocatepetlum non in Canada sed in Mexico situm esse.

<http://einklich.net>
Helga Schulz
2008-11-17 20:58:55 UTC
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Post by Volker Gringmuth
Post by Wolfram Heinrich
Post by Volker Gringmuth
Reiner Höflichkeitskonjunktiv wäre^Wist Irrealis, also "Ich würde
ein Bier bestellen". /Das/ kann einen norddeutschen Wirt schon in
Richtung "... wenn /was/?" verwirren.
Die Konstruktion ist mir noch nie begegnet.
Mir auch nicht, daher "wäre". - Oder doch?
Doch, das gibts. Meine Schweizer Schwägerin (Schaffhausen/Zürich)
redet manchmal so.
Walter Schmid
2008-11-16 09:49:00 UTC
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Post by Wolfram Heinrich
Post by Volker Gringmuth
Post by Yvonne Steiner
Mir persönlich gefällt die "zu-dürfen"-Variante trotzdem besser;
Pleonasmus hin oder her.
Es ist MUSEN ein Höflichkeitspleonasmus, sprachlich ähnlich sinnvoll
wie der Höflichkeitskonjunktiv: "Dürfte es noch etwas sein?" - "Danke,
das wärs." (Ich zwinge mich dann immer zu "Das war's", aber der Sog ist
schon ziemlich stark.) - "Dann wärns vier Euro neuzig, bitte."
Mit diesem Höflichkeitskonjunktiv kommst du in barbarischen Weltgegenden
manchmal in ernsthafte Schwierigkeiten, wie jener Bayer, der in
Norddeutschland im Wirtshaus (Lokal) äußerte: "I hätt gern a Bier", worauf
der Kellner erstmal lange Zeit abwartete, bis der Gast sich entschieden
hätte, was er nun eigentlich wolle, wenn...
Es geht auch kürzer:

Gast: Kann ich ein Bier haben?
Wirt: Ja.

Für die, die den Witz nicht kapieren:

Tnfg. Jnaa xbzzg qnf Ovre?
Jveg: Anpuqrz Fvr rf orfgryyg unora.

Gruss

Walter
Dieter Bruegmann
2008-11-16 10:10:21 UTC
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Post by Walter Schmid
Post by Wolfram Heinrich
Post by Volker Gringmuth
Post by Yvonne Steiner
Mir persönlich gefällt die "zu-dürfen"-Variante trotzdem besser;
Pleonasmus hin oder her.
Es ist MUSEN ein Höflichkeitspleonasmus, sprachlich ähnlich sinnvoll
wie der Höflichkeitskonjunktiv: "Dürfte es noch etwas sein?" - "Danke,
das wärs." (Ich zwinge mich dann immer zu "Das war's", aber der Sog ist
schon ziemlich stark.) - "Dann wärns vier Euro neuzig, bitte."
Mit diesem Höflichkeitskonjunktiv kommst du in barbarischen Weltgegenden
manchmal in ernsthafte Schwierigkeiten, wie jener Bayer, der in
Norddeutschland im Wirtshaus (Lokal) äußerte: "I hätt gern a Bier", worauf
der Kellner erstmal lange Zeit abwartete, bis der Gast sich entschieden
hätte, was er nun eigentlich wolle, wenn...
Gast: Kann ich ein Bier haben?
Wirt: Ja.
Gast: Kann ich zahlen?
Wirt: Hoffentlich.


Da Didi
lizisten haben überlebt! * Tchibo: Gesundheit! * Nikolausi +83 * JERUS
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de
Management by Opportunity: Schnell zupacken, wenn die Mieze schwach
wird.
Wolfgang Krietsch
2008-11-16 14:08:28 UTC
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Post by Dieter Bruegmann
Post by Walter Schmid
Gast: Kann ich ein Bier haben?
Wirt: Ja.
Gast: Kann ich zahlen?
Wirt: Hoffentlich.
Gast: Ich bekomme ein Schnitzel.
Wirt: So? Von wem denn?

Bye

woffi
--
"We'll be saying a big hello to all intelligent life forms everywhere
... and to everyone else out there, the secret is to bang the rocks
together, guys."
- Douglas Adams, the Hitch Hikers Guide To The Galaxy
Walter Schmid
2008-11-16 15:26:00 UTC
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Post by Wolfgang Krietsch
Post by Dieter Bruegmann
Post by Walter Schmid
Gast: Kann ich ein Bier haben?
Wirt: Ja.
Gast: Kann ich zahlen?
Wirt: Hoffentlich.
Gast: Ich bekomme ein Schnitzel.
Wirt: So? Von wem denn?
Wirt: Hats gschmeckt?
Gast: ich habe schon besser gegessen.
Wirt: aber nicht bei mir!

Gruss

Walter
Dieter Bruegmann
2008-11-16 16:57:43 UTC
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Post by Walter Schmid
Post by Wolfgang Krietsch
Post by Dieter Bruegmann
Post by Walter Schmid
Gast: Kann ich ein Bier haben?
Wirt: Ja.
Gast: Kann ich zahlen?
Wirt: Hoffentlich.
Gast: Ich bekomme ein Schnitzel.
Wirt: So? Von wem denn?
Wirt: Hats gschmeckt?
Gast: ich habe schon besser gegessen.
Wirt: aber nicht bei mir!
Gast: Ich möchte etwas essen.
Wirt: Das geht jetzt nicht. Der Koch ist gegenüber an der Wurstbude,
ihm schmeckt es hier einfach nicht.


Da Didi
en ist fertig! * WETTER: Abends zunehmende Dunkelheit. * OSTEN: Im Wes
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de
Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht
ändern kann; den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann; und die
Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Manfred Hoß
2008-11-16 17:31:49 UTC
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Post by Dieter Bruegmann
Post by Walter Schmid
Post by Wolfgang Krietsch
Post by Dieter Bruegmann
Post by Walter Schmid
Gast: Kann ich ein Bier haben?
Wirt: Ja.
Gast: Kann ich zahlen?
Wirt: Hoffentlich.
Gast: Ich bekomme ein Schnitzel.
Wirt: So? Von wem denn?
Wirt: Hats gschmeckt?
Gast: ich habe schon besser gegessen.
Wirt: aber nicht bei mir!
Gast: Ich möchte etwas essen.
Wirt: Das geht jetzt nicht. Der Koch ist gegenüber an der Wurstbude,
ihm schmeckt es hier einfach nicht.
Sind wir hier in de.talk.jokes? Dann möchte ich auch meinen Beitrag
leisten:

Ober: Wie fanden sie das Schnitzel?
Gast: Ich habe einfach das Salatblatt angehoben und da war es.

Gruß
Manfred.
Volker Gringmuth
2008-11-16 11:13:25 UTC
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Post by Walter Schmid
Gast: Kann ich ein Bier haben?
Wirt: Ja.
"Werner, du bist dran, sach ma Bescheid!"


vG
--
Ceterum censeo Popocatepetlum non in Canada sed in Mexico situm esse.

<http://einklich.net>
Heinz Lohmann
2008-11-17 00:40:32 UTC
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Post by Walter Schmid
Post by Wolfram Heinrich
Mit diesem Höflichkeitskonjunktiv kommst du in barbarischen Weltgegenden
manchmal in ernsthafte Schwierigkeiten, wie jener Bayer, der in
Norddeutschland im Wirtshaus (Lokal) äußerte: "I hätt gern a Bier", worauf
der Kellner erstmal lange Zeit abwartete, bis der Gast sich entschieden
hätte, was er nun eigentlich wolle, wenn...
Gast: Kann ich ein Bier haben?
Wirt: Ja.
Gast. Wann kommt das Bier?
Wirt: Nachdem Sie es bestellt haben.
Carlos Taverne mit Bartaufwickelmaschine im Keller.
Gilt auch für den Rest des Threads.

Das Beste war noch das Werner-Zitat.

mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25°07'58"N 121°27'56"E
--
It is better to remain silent and be thought a fool, than to open your
mouth and remove all doubt. - Groucho Marx
Frank Hucklenbroich
2008-11-17 15:30:22 UTC
Permalink
Post by Walter Schmid
Gast: Kann ich ein Bier haben?
Wirt: Ja.
Düsseldorfer Gast in Kölner Brauhaus: "Ich hätte gerne ein Glas Altbier"
Köbes (Kellner) stellt ein Glas Kölsch auf den Nebentisch und wartet eine
halbe Stunde, bevor er es dem Düsseldorfer rüberreicht: "Alt genug?"

Grüße,

Frank
Jakob Achterndiek
2008-11-16 10:33:13 UTC
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Post by Volker Gringmuth
"Dann wärns vier Euro neuzig, bitte."
Mit diesem Höflichkeitskonjunktiv kommst du in barbarischen
Weltgegenden manchmal in ernsthafte Schwierigkeiten, wie jener
"I hätt gern a Bier", worauf der Kellner erstmal lange Zeit
abwartete, bis der Gast sich entschieden hätte, was er nun
eigentlich wolle, wenn...
Bring unsere Gastronomie nicht in Verruf!! Wenn jener Bayer
dort, abseits der Metropolen, einmal etwas Wirtshausähnliches
gefunden hat, dann gibt es da selbstverständlich auch eine
Bedienung, die ihn versteht und ihm ein gar zierlich geformtes
Stielgläschen mit Manschette um den Fuß, in andächtigen fünf
Minuten kunstgerecht mit 0,2 Litern Pils gefüllt, vorsetzt. -
Nein, an der Sprache und der Höflichkeit liegt es nicht!

Es könnte an den Erwartungen liegen. Wir waren im Land hinter
den Deichen mit Freunden aus Schwaben unterwegs, suchten eine
Beiz, und unser Schwab griff sich die Straßenkarte, zeigte
auf eine markante Kreuzung und postulierte: "Dort gibt's eine."
Er hatte irgendwie recht, nur kannte er den Norden noch nicht:
In Schwaben, selbstverständlich, hätte es dort eine gegeben.

j/\a
--
Helmut P. Einfalt
2008-11-16 14:00:19 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Bring unsere Gastronomie nicht in Verruf!!
... und ihm ein gar zierlich geformtes
Stielgläschen mit Manschette um den Fuß, in andächtigen fünf
Minuten kunstgerecht mit 0,2 Litern Pils gefüllt, vorsetzt. -
ALso, wenn das nur fünf Minuten dauern tät, könnte mensch das ja
aushalten.
Aber meiner Erfahrung nach dauert es mehr gegen eine halbe Ewigkeit, und
danach stellt der Durstige erstaunt fest: Der armselige Fingerhut kommt
allein, nicht etwa mit seinen ihn erst zu einer Grundeinheit ergänzenden
vier Brüdern.

Helmut
--
Nach dera Zei'n kimmt nix mehr
Wolfram Heinrich
2008-11-17 06:26:00 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Post by Volker Gringmuth
"Dann wärns vier Euro neuzig, bitte."
Mit diesem Höflichkeitskonjunktiv kommst du in barbarischen
Weltgegenden manchmal in ernsthafte Schwierigkeiten, wie jener
"I hätt gern a Bier", worauf der Kellner erstmal lange Zeit
abwartete, bis der Gast sich entschieden hätte, was er nun
eigentlich wolle, wenn...
Bring unsere Gastronomie nicht in Verruf!! Wenn jener Bayer
dort, abseits der Metropolen, einmal etwas Wirtshausähnliches
gefunden hat, dann gibt es da selbstverständlich auch eine
Bedienung, die ihn versteht und ihm ein gar zierlich geformtes
Stielgläschen mit Manschette um den Fuß, in andächtigen fünf
Minuten kunstgerecht mit 0,2 Litern Pils gefüllt, vorsetzt. -
Nein, an der Sprache und der Höflichkeit liegt es nicht!
Ich weiß. Niemand liebt den Norden mehr als ich.
Einmal suchten wir in Zeven, das Meer war schon fast zu riechen, die
Landschaft platt, die Häuser rot und allerorten Ernst Albrecht mit einem
Jungschwein im Arm, was zu futtern. Wir registrieren andere Gerichte auf
den aushängenden Kästen, vermissen bekannte Kost und ein Blick durchs
Fenster zeigt uns Lokale, in denen wir beim Eintreten vermutlich angestarrt
würden. Schließlich entdecken wir ein jugoslawisches Restaurant. "Da gemma
nei."
Auf mein gewohnheitsmäßiges "Grüß Gott!" beim Eintritt reagiert der Kellner
ganz cool, antwortet ungerührt desgleichen, wo jeder Einheimische mit
"Tach" oder "A'md" gegrüßt hätte. Hier bekomme ich deutsch in vertrautem
Zungenschlag zu hören. Hier fühl ich mich wohl und daheim. Desgleichen in
der italienischen Eisdiele.
Die in Deutschland lebenden Ausländer sind das, was Deutschland verbindet.
Post by Jakob Achterndiek
Es könnte an den Erwartungen liegen. Wir waren im Land hinter
den Deichen mit Freunden aus Schwaben unterwegs, suchten eine
Beiz, und unser Schwab griff sich die Straßenkarte, zeigte
auf eine markante Kreuzung und postulierte: "Dort gibt's eine."
In Schwaben, selbstverständlich, hätte es dort eine gegeben.
Als Kommentar verweise ich auf die Signatur, die mir vom Schicksal
vorgegeben wurde.

Ciao
Wolfram
--
Hoffnung ist Mangel an Information.
HEINER MÜLLER
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Dieter Bruegmann
2008-11-17 09:07:23 UTC
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Post by Wolfram Heinrich
Die in Deutschland lebenden Ausländer sind das, was Deutschland verbindet.
Das ist so gut, daß man es gleich wiederholen und .siggen muß.
(Volker Müller in detebe)

Da Didi
es Quatsch! * Hauwechdiekacke +0,21 * Denkdran 74,74$ * Schnuffiduffi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de
Die in Deutschland lebenden Ausländer sind das, was Deutschland
verbindet. (Wolfram Heinrich, de.etc.sprache.deutsch, 17.11.2008)
Wolfram Heinrich
2008-11-17 10:21:33 UTC
Permalink
Post by Dieter Bruegmann
Post by Wolfram Heinrich
Die in Deutschland lebenden Ausländer sind das, was Deutschland verbindet.
Das ist so gut, daß man es gleich wiederholen und .siggen muß.
(Volker Müller in detebe)
Wer Zitate nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
Zitate sich verschafft und in Umlauf bringt, wird mit Unsterblichkeit nicht
unter drei Jahren bestraft.
aus der Halskrausordnung von Karl III.

Ciao
Wolfram
--
Es läßt sich ohne sonderlich viel Witz so schreiben, daß andere sehr viel
haben müssen, es zu verstehen.
G. CH. LICHTENBERG
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Helmut Richter
2008-11-16 18:11:19 UTC
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Post by Wolfram Heinrich
Mit diesem Höflichkeitskonjunktiv kommst du in barbarischen Weltgegenden
manchmal in ernsthafte Schwierigkeiten, wie jener Bayer, der in
Norddeutschland im Wirtshaus (Lokal) äußerte: "I hätt gern a Bier", worauf
der Kellner erstmal lange Zeit abwartete, bis der Gast sich entschieden
hätte, was er nun eigentlich wolle, wenn...
Vielleicht hat er sich vorher höftlichkeitskonjunktivisch vorstellt: "Da
Stoaleitner Hiasl waar (wäre!) i."
--
Helmut Richter
Martin Gerdes
2008-11-16 11:00:04 UTC
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Post by Peter Gründler
Fragt man um Erlaubnis, etwas zu tun
oder
um Erlaubnis, etwas tun zu dürfen?
| Erlaubnis: Bei Sätzen wie "Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald
| reisen zu dürfen" handelt es sich eigentlich um einen Pleonasmus.
| Ausreichend: Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald zu reisen.
© Duden - Richtiges und gutes Deutsch, 6. Aufl. Mannheim 2007 [CD-ROM]
Mir persönlich gefällt die "zu-dürfen"-Variante trotzdem besser;
Pleonasmus hin oder her.
MUSE ist hier offenbar genauso gestrickt wie DUSE.

"Er ersuchte den König um die Erlaubnis, sich zurückziehen zu dürfen."

Das würde ich immer so schreiben.

Pleonastisch wird die Chose für mich erst beim Wechsel der Perspektive:

"Der König gab ihm die Erlaubnis, sich zurückzuziehen."

Hier kommt kein "dürfen" dazu.
--
Martin Gerdes
Helga Schulz
2008-11-17 20:58:55 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Peter Gründler
Fragt man um Erlaubnis, etwas zu tun
oder
um Erlaubnis, etwas tun zu dürfen?
| Erlaubnis: Bei Sätzen wie "Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald
| reisen zu dürfen" handelt es sich eigentlich um einen Pleonasmus.
| Ausreichend: Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald zu reisen.
© Duden - Richtiges und gutes Deutsch, 6. Aufl. Mannheim 2007 [CD-ROM]
Mir persönlich gefällt die "zu-dürfen"-Variante trotzdem besser;
Pleonasmus hin oder her.
MUSE ist hier offenbar genauso gestrickt wie DUSE.
"Er ersuchte den König um die Erlaubnis, sich zurückziehen zu dürfen."
Das würde ich immer so schreiben.
"Der König gab ihm die Erlaubnis, sich zurückzuziehen."
Hier kommt kein "dürfen" dazu.
Genau so. Sätze wie "Sie hatte die Erlaubnis, möglichst bald zu
reisen" oder "XY erlaubte ihr, möglichst bald zu reisen" sind
völlig unauffällig. Aber solange noch vom Bitten um Erlaubnis
gesprochen wird, erwartet man "dürfen".
Oliver Cromm
2008-11-17 06:02:04 UTC
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Post by Yvonne Steiner
Post by Peter Gründler
Fragt man um Erlaubnis, etwas zu tun
oder
um Erlaubnis, etwas tun zu dürfen?
| Erlaubnis: Bei Sätzen wie Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald
| reisen zu dürfen handelt es sich eigentlich um einen Pleonasmus.
| Ausreichend: Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald zu reisen.
© Duden - Richtiges und gutes Deutsch, 6. Aufl. Mannheim 2007 [CD-ROM]
Mir persönlich gefällt die "zu-dürfen"-Variante trotzdem besser;
Pleonasmus hin oder her.
Mir ebenfalls. Warum soll ein Pleonasmus auch immer was Schlechtes sein?
Die "Verdopplung" hat man mir ja auch gerade trotz ausdrücklichem
gegenteiligen Hinweis als Kritik gewertet. Man hat es echt nicht leicht
als Wissenschaftler, wenn man mit unwissenschaftlichen Hirngetrieben
konfrontiert wird, die keine "Neutral"-Stellung kennen.
--
(\__/)
(='.'=) This is Bunny. Copy and paste Bunny into your
(")_(") signature to help him gain world domination.
Peter Gründler
2008-11-17 06:48:51 UTC
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Man hat es echt nicht leicht als Wissenschaftler,
wenn man mit unwissenschaftlichen Hirngetrieben
konfrontiert wird, die keine "Neutral"-Stellung kennen.
Eigentlich kann man alles nach dem Beistrich streichen.
P
Helga Schulz
2008-11-17 20:58:55 UTC
Permalink
Post by Yvonne Steiner
Post by Peter Gründler
Fragt man um Erlaubnis, etwas zu tun
oder
um Erlaubnis, etwas tun zu dürfen?
| Erlaubnis: Bei Sätzen wie Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald
| reisen zu dürfen handelt es sich eigentlich um einen Pleonasmus.
| Ausreichend: Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald zu reisen.
Und das schreiben die so hin? Gleich 2 Gründe,
Post by Yvonne Steiner
© Duden - Richtiges und gutes Deutsch, 6. Aufl. Mannheim 2007 [CD-ROM]
auf die schwarze Liste "nie kaufen!" zu setzen. Erst lassen sie
die Anführungszeichen um den Beispielsatz aus, dann empfehlen sie
eine Satzwendung, die völlig unidiomatisch ist.
Post by Yvonne Steiner
Mir persönlich gefällt die "zu-dürfen"-Variante trotzdem besser;
Pleonasmus hin oder her.
Ich halte "Pleonasmus" in diesem Zusammenhang für genauso an den
Haaren herbeigezogen wie den gelegentlichen "man kann sich nicht
selbst entschuldigen"-Quatsch. Natürlich bittet man um die
Erlaubnis, etwas zu dürfen. Nein, das Dürfen versteht sich nicht
von selbst. Sonst müßte man ja nicht um Erlaubnis bitten.

Davon abgesehen: der Satz "Sie bat um Erlaubnis, möglichst bald
zu reisen" klingt für sich genommen wie die Aufforderung zu einem
saftigen Arschtritt, die Treppe hinunter. Nämlich unverfroren und
unverschämt.
Ekkehard Dengler
2008-11-18 01:48:22 UTC
Permalink
Post by Helga Schulz
Post by Yvonne Steiner
Post by Peter Gründler
Fragt man um Erlaubnis, etwas zu tun
oder
um Erlaubnis, etwas tun zu dürfen?
Erlaubnis: Bei Sätzen wie Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald
reisen zu dürfen handelt es sich eigentlich um einen Pleonasmus.
Ausreichend: Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald zu reisen.
Und das schreiben die so hin? Gleich 2 Gründe,
Post by Yvonne Steiner
© Duden - Richtiges und gutes Deutsch, 6. Aufl. Mannheim 2007 [CD-ROM]
auf die schwarze Liste "nie kaufen!" zu setzen. Erst lassen sie
die Anführungszeichen um den Beispielsatz aus, dann empfehlen sie
eine Satzwendung, die völlig unidiomatisch ist.
Mir scheint, du schließt hier von deinem persönlichen auf den allgemeinen
Sprachgebrauch, denn die Variante ohne "dürfen" ist auf jeden Fall auch
üblich.

Grüße,
Ekkehard
Gunhild Simon
2008-11-18 09:19:01 UTC
Permalink
Post by Ekkehard Dengler
Mir scheint, du schließt hier von deinem persönlichen auf den allgemeinen
Sprachgebrauch, denn die Variante ohne "dürfen" ist auf jeden Fall auch
üblich.
Ich finde den dezenten Hinweis auf die Pleonasmusanfälligkeit sehr
verdienstvoll.

Gerade hier gilt es, sich das Mitschwimmen auf den Wogen
salbungsvoller Nichtaussage zu versagen.

Präzise Sprache, die einem Inhalt Form gibt, verzichtet auf
wohlklingende Pleonasmen.


Gunhild
Christian Seidl
2008-11-18 10:03:31 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
Post by Ekkehard Dengler
Mir scheint, du schließt hier von deinem persönlichen auf den allgemeinen
Sprachgebrauch, denn die Variante ohne "dürfen" ist auf jeden Fall auch
üblich.
Ich finde den dezenten Hinweis auf die Pleonasmusanfälligkeit sehr
verdienstvoll.
Gerade hier gilt es, sich das Mitschwimmen auf den Wogen
salbungsvoller Nichtaussage zu versagen.
Präzise Sprache, die einem Inhalt Form gibt, verzichtet auf
wohlklingende Pleonasmen.
So eine Sprache gibt's nicht. Was du forderst, ist die Schwundstufe
einer Sprache, ein seelenloser, geistloser, witzloser Krüppel, der
merkwürdigerweise in der hochtönenden Ausformung des 19. Jahrhunderts
daherkommt.

Ch.
Gunhild Simon
2008-11-18 10:25:20 UTC
Permalink
Post by Christian Seidl
Post by Gunhild Simon
Post by Ekkehard Dengler
Mir scheint, du schließt hier von deinem persönlichen auf den allgemeinen
Sprachgebrauch, denn die Variante ohne "dürfen" ist auf jeden Fall auch
üblich.
Ich finde den dezenten Hinweis auf die Pleonasmusanfälligkeit sehr
verdienstvoll.
Gerade hier gilt es, sich das Mitschwimmen auf den Wogen
salbungsvoller Nichtaussage zu versagen.
Präzise Sprache, die einem Inhalt Form gibt, verzichtet auf
wohlklingende Pleonasmen.
So eine Sprache gibt's nicht. Was du forderst, ist die Schwundstufe
einer Sprache, ein seelenloser, geistloser, witzloser Krüppel, der
merkwürdigerweise in der hochtönenden Ausformung des 19. Jahrhunderts
daherkommt.
Was ich fordere, ist der Verzicht auf Phrasen - Worthülsen nennt man
das metaphorisch. Jeder weiß, wie zu vermeintlich Großartigem
aufgeplusterte Worte verschüchtern, verstimmen und ablenken können.
Ein Sprachwerk mit dem Titel "Richtiges und gutes Deutsch", das dafür
sensibilisiert, erfüllt nur seine Aufgabe.

Gruß
Gunhild
Dieter Bruegmann
2008-11-18 10:42:13 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
Post by Christian Seidl
Post by Gunhild Simon
Post by Ekkehard Dengler
Mir scheint, du schließt hier von deinem persönlichen auf den allgemeinen
Sprachgebrauch, denn die Variante ohne "dürfen" ist auf jeden Fall auch
üblich.
Ich finde den dezenten Hinweis auf die Pleonasmusanfälligkeit sehr
verdienstvoll.
Gerade hier gilt es, sich das Mitschwimmen auf den Wogen
salbungsvoller Nichtaussage zu versagen.
Präzise Sprache, die einem Inhalt Form gibt, verzichtet auf
wohlklingende Pleonasmen.
So eine Sprache gibt's nicht. Was du forderst, ist die Schwundstufe
einer Sprache, ein seelenloser, geistloser, witzloser Krüppel, der
merkwürdigerweise in der hochtönenden Ausformung des 19. Jahrhunderts
daherkommt.
Was ich fordere, ist der Verzicht auf Phrasen - Worthülsen nennt man
das metaphorisch. Jeder weiß, wie zu vermeintlich Großartigem
aufgeplusterte Worte verschüchtern, verstimmen und ablenken können.
Aha, du hast dir also auch schon mal die Texte von Peter Maffay
durchgelesen!


Da Didi
senfett +88 * POTSDAM: Falshce Schreibweise von "Postamt" * HAWAII: Es
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de
Management by Herodes: Intensiv nach dem geeignetsten Nachfolger
suchen und dann feuern.
Gunhild Simon
2008-11-18 10:55:40 UTC
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Post by Dieter Bruegmann
Aha, du hast dir also auch schon mal die Texte von Peter Maffay
durchgelesen!
Gib mal ein Stichwort, dann sag ich was dazu.
"Revanche" kenne ich noch auswendig.

Gruß
Gunhild
Dieter Bruegmann
2008-11-18 12:16:35 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
Post by Dieter Bruegmann
Aha, du hast dir also auch schon mal die Texte von Peter Maffay
durchgelesen!
Gib mal ein Stichwort, dann sag ich was dazu.
"Revanche" kenne ich noch auswendig.
Speziell von dem Geschwurbel von "Eiszeit" weiß ich, daß mir die Galle
hochgekommen ist und ich deshalb die Wiedergabe abgebrochen habe.

Von dem, was ich sonst von ihm mitgekriegt habe, kann ich nur sagen:
Gut gemeint!

Und neulich wurde mir mal die neueste CD "ewig" zur Verfügung
gestellt. Ja, gut gemeint, musikalisch perfekt - aber beim
durchgehenden Anhören kriege ich Depressionen. Der Mann ist wie die
Dörte in der Sicknatur!


Da Didi
falsch! * Immerschneller -50 * Kamikaze -33,4 * Backenbart -12 * Grmp
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de
Dörte, du bist der Ausweg aus der Spaßgesellschaft!
(Rainald Grebe)
Helga Schulz
2008-11-18 19:49:33 UTC
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Post by Gunhild Simon
Was ich fordere, ist der Verzicht auf Phrasen - Worthülsen nennt man
das metaphorisch.
Es ist aber sehr die Frage, ob auch Formeln unter "Phrasen"
fallen - ganz gewöhnliche Höflichkeitsformeln, wie "Guten Tag!",
"Schönen Tag noch." und dergleichen. Denn in diese Kategorie
gehört mMn das "um Erlaubnis bitten, XY zu dürfen".
Markus Donath
2008-11-18 20:29:40 UTC
Permalink
Post by Helga Schulz
Post by Gunhild Simon
Was ich fordere, ist der Verzicht auf Phrasen - Worthülsen nennt man
das metaphorisch.
Es ist aber sehr die Frage, ob auch Formeln unter "Phrasen"
fallen - ganz gewöhnliche Höflichkeitsformeln, wie "Guten Tag!",
"Schönen Tag noch." und dergleichen. Denn in diese Kategorie
gehört mMn das "um Erlaubnis bitten, XY zu dürfen".
"Schönen Tag noch." sollte mit Stockschlägen bestraft werden.

Markus
Dieter Bruegmann
2008-11-18 20:55:00 UTC
Permalink
Post by Markus Donath
Post by Helga Schulz
Post by Gunhild Simon
Was ich fordere, ist der Verzicht auf Phrasen - Worthülsen nennt man
das metaphorisch.
Es ist aber sehr die Frage, ob auch Formeln unter "Phrasen"
fallen - ganz gewöhnliche Höflichkeitsformeln, wie "Guten Tag!",
"Schönen Tag noch." und dergleichen. Denn in diese Kategorie
gehört mMn das "um Erlaubnis bitten, XY zu dürfen".
"Schönen Tag noch." sollte mit Stockschlägen bestraft werden.
Als nächstes möchtest du auch noch "Mahlzeit!" bestraft haben!


Da Didi
rsteher +92 * Immerschneller -50 * ARSCH: Auf Grundeis * BERLIN: Koffe
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de
Wußten Sie schon, daß die neuen HiFi-Boxen gleich viel besser klingen,
wenn man sie aus der Verpackung nimmt?
Gregor Frowein
2008-11-18 21:06:51 UTC
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Post by Dieter Bruegmann
Post by Markus Donath
Post by Helga Schulz
Post by Gunhild Simon
Was ich fordere, ist der Verzicht auf Phrasen - Worthülsen nennt man
das metaphorisch.
Es ist aber sehr die Frage, ob auch Formeln unter "Phrasen"
fallen - ganz gewöhnliche Höflichkeitsformeln, wie "Guten Tag!",
"Schönen Tag noch." und dergleichen. Denn in diese Kategorie
gehört mMn das "um Erlaubnis bitten, XY zu dürfen".
"Schönen Tag noch." sollte mit Stockschlägen bestraft werden.
Als nächstes möchtest du auch noch "Mahlzeit!" bestraft haben!
ich höre zur Mittagspause immer öfter "Mahli!"

Gibt es schlimmeres?

Gruß
Gregor
Uwe Schickedanz
2008-11-18 22:04:27 UTC
Permalink
On Tue, 18 Nov 2008 22:06:51 +0100, Gregor Frowein
Post by Gregor Frowein
Post by Dieter Bruegmann
Als nächstes möchtest du auch noch "Mahlzeit!" bestraft haben!
ich höre zur Mittagspause immer öfter "Mahli!"
Gibt es schlimmeres?
Ja, wenn du am Pissoir stehst und dir jemand "Guten Tag", "Mahlzeit"
oder einen anderen Gruß entbietet. Immerhin hat er auf das
Händeschütteln dann doch verzichtet.

Gruß Uwe
--
Wie spricht man denn das Leerzeichen mit Akut aus? "Hmp!" oder so?
vG

=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Heinz Lohmann
2008-11-19 00:05:16 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Gregor Frowein
Gibt es schlimmeres?
Ja, wenn du am Pissoir stehst und dir jemand "Guten Tag", "Mahlzeit"
oder einen anderen Gruß entbietet. Immerhin hat er auf das
Händeschütteln dann doch verzichtet.
Mir wollte ein kleiner Fabrikbesitzer auf einem hiesigen Pissoir vor
etwa 20 Jahren, nachdem er meine Verrichtung schon durch ein relativ
intensives Frage- und Antwortspiel beeinträchtigt hatte, anschließend
noch seine Visitenkarte überreichen, obwohl ich noch lange nicht beim
Hosezuknöpfen angelangt war, worauf ich ihn dann doch um einen kurzen
Moment der Geduld bat.

Man muss dazu auch noch wissen, dass es in diesem Teil Asiens höflich
ist, die angebotene Visitenkarte mit *beiden* Händen zu greifen, etwas
drauf rumzulesen und anerkennende Laute auszustoßen. Leider waren die
Hände beide beschäftigt.

Ich empfing die Karte dann mit den üblichen Komplimenten zu meinem
hervorragenden Chinesischkenntnissen 3 Minuten später. Ich hätte sie
einrahmen lassen sollen ...

mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25°07'58"N 121°27'56"E
--
Herr Camper erzählte, daß eine Gemeinde Grönländer, als ein Missionair
ihnen die Flammen der Hölle recht fürchterlich malte, und viel von ihrer
Hitze sprach, sich alle nach der Hölle zu sehnen angefangen hätten.
G. Chr. Lichtenberg (Sudelbuch G 11)
Florian Ritter
2008-11-19 15:25:18 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Gregor Frowein
Gibt es schlimmeres?
Ja, wenn du am Pissoir stehst und dir jemand "Guten Tag", "Mahlzeit"
oder einen anderen Gruß entbietet. Immerhin hat er auf das
Händeschütteln dann doch verzichtet.
Mir wollte ein kleiner Fabrikbesitzer auf einem hiesigen Pissoir ...
Er meinte: Besitzer einer kleinen Fabrique.

fr
Heinz Lohmann
2008-11-20 01:31:22 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by Uwe Schickedanz
Post by Gregor Frowein
Gibt es schlimmeres?
Ja, wenn du am Pissoir stehst und dir jemand "Guten Tag", "Mahlzeit"
oder einen anderen Gruß entbietet. Immerhin hat er auf das
Händeschütteln dann doch verzichtet.
Mir wollte ein kleiner Fabrikbesitzer auf einem hiesigen Pissoir ...
Er meinte: Besitzer einer kleinen Fabrique.
Was weißt denn du, was er meinte?

mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25°07'58"N 121°27'56"E
--
"Go, and never darken my towels again."
- Groucho Marx
Volker Gringmuth
2008-11-20 05:41:01 UTC
Permalink
Post by Heinz Lohmann
Post by Florian Ritter
Er meinte: Besitzer einer kleinen Fabrique.
Was weißt denn du, was er meinte?
Es ging nur um eine Replique - kein Grund für solche Kritique.


vG
--
Ceterum censeo Popocatepetlum non in Canada sed in Mexico situm esse.

<http://einklich.net>
Florian Ritter
2008-11-20 15:45:21 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Florian Ritter
Post by Uwe Schickedanz
Ja, wenn du am Pissoir stehst und dir jemand "Guten Tag", "Mahlzeit"
oder einen anderen Gruß entbietet. Immerhin hat er auf das
Händeschütteln dann doch verzichtet.
Mir wollte ein kleiner Fabrikbesitzer auf einem hiesigen Pissoir ...
Er meinte: Besitzer einer kleinen Fabrique.
Was weißt denn du, was er meinte?
Mir eignet diese Gabe, seitdem sich an meinem Hinterkopf ein drittes
Auge ausgebildet hat - fr
Heinz Lohmann
2008-11-21 00:45:17 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by Heinz Lohmann
Post by Florian Ritter
Post by Uwe Schickedanz
Ja, wenn du am Pissoir stehst und dir jemand "Guten Tag", "Mahlzeit"
oder einen anderen Gruß entbietet. Immerhin hat er auf das
Händeschütteln dann doch verzichtet.
Mir wollte ein kleiner Fabrikbesitzer auf einem hiesigen Pissoir ...
Er meinte: Besitzer einer kleinen Fabrique.
Was weißt denn du, was er meinte?
Mir eignet diese Gabe, seitdem sich an meinem Hinterkopf ein drittes
Auge ausgebildet hat - fr
Zu deiner Information. Die betreffende Person war wirklich kleinwüchsig.
Lass dein 3. Auge reparieren.

mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25°07'58"N 121°27'56"E
--
Why don't you bore a hole into your head and let the sap run out?
- Groucho Marx
Wolfram Heinrich
2008-11-21 07:24:22 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Florian Ritter
Post by Heinz Lohmann
Post by Florian Ritter
Post by Uwe Schickedanz
Ja, wenn du am Pissoir stehst und dir jemand "Guten Tag", "Mahlzeit"
oder einen anderen Gruß entbietet. Immerhin hat er auf das
Händeschütteln dann doch verzichtet.
Mir wollte ein kleiner Fabrikbesitzer auf einem hiesigen Pissoir ...
Er meinte: Besitzer einer kleinen Fabrique.
Was weißt denn du, was er meinte?
Mir eignet diese Gabe, seitdem sich an meinem Hinterkopf ein drittes
Auge ausgebildet hat - fr
Zu deiner Information. Die betreffende Person war wirklich kleinwüchsig.
Lass dein 3. Auge reparieren.
So ist es, der Chiniese,
Ist selten nur ein Riese.

Ciao
Wolfram
--
Wenn Elefanten kämpfen leidet das Gras.
AFRIKANISCHES SPRICHWORT
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Heinz Lohmann
2008-11-21 14:25:59 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Heinz Lohmann
Post by Florian Ritter
Post by Heinz Lohmann
Post by Florian Ritter
Post by Uwe Schickedanz
Ja, wenn du am Pissoir stehst und dir jemand "Guten Tag", "Mahlzeit"
oder einen anderen Gruß entbietet. Immerhin hat er auf das
Händeschütteln dann doch verzichtet.
Mir wollte ein kleiner Fabrikbesitzer auf einem hiesigen Pissoir ...
Er meinte: Besitzer einer kleinen Fabrique.
Was weißt denn du, was er meinte?
Mir eignet diese Gabe, seitdem sich an meinem Hinterkopf ein drittes
Auge ausgebildet hat - fr
Zu deiner Information. Die betreffende Person war wirklich kleinwüchsig.
Lass dein 3. Auge reparieren.
So ist es, der Chiniese,
Ist selten nur ein Riese.
Schon wieder falsch. Es war ein Taiwaner.

mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25°07'58"N 121°27'56"E
--
Der Mann hatte so viel Verstand, daß er fast zu nichts mehr in der Welt
zu gebrauchen war. G. Chr. Lichtenberg (Sudelbuch D 451)
Wolfram Heinrich
2008-11-21 16:40:22 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Wolfram Heinrich
Post by Heinz Lohmann
Post by Florian Ritter
Post by Heinz Lohmann
Post by Florian Ritter
Post by Uwe Schickedanz
Ja, wenn du am Pissoir stehst und dir jemand "Guten Tag", "Mahlzeit"
oder einen anderen Gruß entbietet. Immerhin hat er auf das
Händeschütteln dann doch verzichtet.
Mir wollte ein kleiner Fabrikbesitzer auf einem hiesigen Pissoir ...
Er meinte: Besitzer einer kleinen Fabrique.
Was weißt denn du, was er meinte?
Mir eignet diese Gabe, seitdem sich an meinem Hinterkopf ein drittes
Auge ausgebildet hat - fr
Zu deiner Information. Die betreffende Person war wirklich kleinwüchsig.
Lass dein 3. Auge reparieren.
So ist es, der Chiniese,
Ist selten nur ein Riese.
Schon wieder falsch. Es war ein Taiwaner.
Der Taiwaner ist kein Chinese?

Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, der Xaver wenn das noch hätt erleben können, sagt er,
der hätt sich totgelacht.
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Oliver Cromm
2008-11-21 18:16:26 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Heinz Lohmann
Post by Wolfram Heinrich
So ist es, der Chiniese,
Ist selten nur ein Riese.
Schon wieder falsch. Es war ein Taiwaner.
Der ist noch viel seltener ein Riese als der (andere) Chinese.
Post by Wolfram Heinrich
Der Taiwaner ist kein Chinese?
Eine hochpolitische Frage. War Mozart Deutscher? Österreicher?
--
Java is the SUV of programming tools.
A project done in Java will cost 5 times as much, take twice as long,
and be harder to maintain than a project done in a scripting language
such as PHP or Perl. - Philip Greenspun
Wolfram Heinrich
2008-11-21 18:25:07 UTC
Permalink
Post by Oliver Cromm
Post by Wolfram Heinrich
Post by Heinz Lohmann
Post by Wolfram Heinrich
So ist es, der Chiniese,
Ist selten nur ein Riese.
Schon wieder falsch. Es war ein Taiwaner.
Der ist noch viel seltener ein Riese als der (andere) Chinese.
Post by Wolfram Heinrich
Der Taiwaner ist kein Chinese?
Eine hochpolitische Frage. War Mozart Deutscher? Österreicher?
Von China aus gesehen war Mozart sicher Deutscher. Ich meinte "Chinese"
auch eher schlitzaugen- und sprachmäßig, weniger paßeshalber.

Ciao
Wolfram
--
Frau Hildegard erleichtert nickte, / Als Romuald ein Astloch fickte.
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Helmut P. Einfalt
2008-11-22 05:40:09 UTC
Permalink
Post by Oliver Cromm
Post by Wolfram Heinrich
Post by Heinz Lohmann
Schon wieder falsch. Es war ein Taiwaner.
Der ist noch viel seltener ein Riese als der (andere) Chinese.
Post by Wolfram Heinrich
Der Taiwaner ist kein Chinese?
Eine hochpolitische Frage. War Mozart Deutscher? Österreicher?
Also *das* ist geklärt:
Er war f.e. salzburgischer Untertan, ergo weder-noch.

Helmut
--
Nach dera Zei'n kimmt nix mehr
Heinz Lohmann
2008-11-22 00:18:51 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Heinz Lohmann
Schon wieder falsch. Es war ein Taiwaner.
Der Taiwaner ist kein Chinese?
Die Frage ist ein ganz heißes politisches Eisen.
Definier erstmal, was deiner Meinung nah ein "Chinese" ist, dann, was
ein "Deutscher" ist, und dann definier ich dir, was ein "Taiwaner" ist.
Zumindest versuch ich's.

mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25°07'58"N 121°27'56"E
--
Die meisten Glaubens-Lehrer verteidigen ihre Sätze, nicht weil sie
von der Wahrheit derselben überzeugt sind, sondern weil sie die Wahrheit
derselben einmal behauptet haben.
G. Chr. Lichtenberg (Sudelbuch J 521)
Helmut P. Einfalt
2008-11-22 05:40:55 UTC
Permalink
Post by Heinz Lohmann
Post by Wolfram Heinrich
Post by Heinz Lohmann
Schon wieder falsch. Es war ein Taiwaner.
Der Taiwaner ist kein Chinese?
Die Frage ist ein ganz heißes politisches Eisen.
Definier erstmal, was deiner Meinung nah ein "Chinese" ist, dann, was
ein "Deutscher" ist, und dann definier ich dir, was ein "Taiwaner"
ist. Zumindest versuch ich's.
Der Taiwaneser is a Inselchines -- das war jetzt leicht.

Helmut
--
Nach dera Zei'n kimmt nix mehr
Wolfram Heinrich
2008-11-22 07:22:05 UTC
Permalink
Post by Heinz Lohmann
Post by Wolfram Heinrich
Post by Heinz Lohmann
Schon wieder falsch. Es war ein Taiwaner.
Der Taiwaner ist kein Chinese?
Die Frage ist ein ganz heißes politisches Eisen.
Ich meinte es aber nicht politisch.
Post by Heinz Lohmann
Definier erstmal, was deiner Meinung nah ein "Chinese" ist, dann, was
ein "Deutscher" ist,
Ein Deutscher und ein Chinese ist jemand, der einen deutschen bzw. einen
chinesischen Paß hat. Aber das ist banal. Deutsche und Chinesen im
kulturellen Sinn sind Leute, die Deutsch oder Chinesisch als Muttersprache
haben (die Österreicher oder Schweizer mögen mir verzeihen) und damit an
der deutschen und chinesischen Kultur teilhaben, mögen sie auch in San
Francisco leben.

Die politischen Besonderheiten und Empfindlichkeiten waren mir bei deinem
brunzenden Fabrikbesitzer ziemlich wurscht und sie sind es mir noch.

Ciao
Wolfram
--
Gibst du einem Hungernden einen Fisch, dann hat er einen Tag zu essen.
Lehrst du ihn aber Fischen, dann hat er ein Leben zu essen.
CHINESISCHES SPRICHWORT
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Heinz Lohmann
2008-11-22 10:54:23 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Die politischen Besonderheiten und Empfindlichkeiten waren mir bei deinem
brunzenden Fabrikbesitzer ziemlich wurscht und sie sind es mir noch.
Schon wieder falsch. Das kommt davon, dass du zu viel postest. Er hat
gepinkelt.

mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25°07'58"N 121°27'56"E
--
"Now there's a man with an open mind - you can feel the breeze from
here!" - Groucho Marx
Wolfram Heinrich
2008-11-22 14:31:13 UTC
Permalink
Post by Heinz Lohmann
Post by Wolfram Heinrich
Die politischen Besonderheiten und Empfindlichkeiten waren mir bei deinem
brunzenden Fabrikbesitzer ziemlich wurscht und sie sind es mir noch.
Schon wieder falsch. Das kommt davon, dass du zu viel postest. Er hat
gepinkelt.
Wozu man in Niederbayern brunzen sagt.

Ciao
Wolfram
--
Auch zur Bewachung von Gedanken verwendet man Eunuchen.
STANISLAW JERZY LEC
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Michael Pronay
2008-11-22 15:03:04 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Heinz Lohmann
Schon wieder falsch. Das kommt davon, dass du zu viel postest.
Er hat gepinkelt.
Wozu man in Niederbayern brunzen sagt.
Kommt von dort auch die Paraphrase auf das Wilhelm Busch'sche
"Alphabet der Tiere":

Der Marabu lässt sich nicht hunzen,
die Mädchen gehen paarweis' brunzen.

M.
Wolfram Heinrich
2008-11-22 21:14:30 UTC
Permalink
Post by Michael Pronay
Post by Wolfram Heinrich
Post by Heinz Lohmann
Schon wieder falsch. Das kommt davon, dass du zu viel postest.
Er hat gepinkelt.
Wozu man in Niederbayern brunzen sagt.
Kommt von dort auch die Paraphrase auf das Wilhelm Busch'sche
Der Marabu lässt sich nicht hunzen,
die Mädchen gehen paarweis' brunzen.
Keine Ahnung, aber sein könnt's schon.
Altdeutsches Sprichwort:
Wer gegen den Wind brunzt, macht sich die Hosen naß.

Ciao
Wolfram
--
Obertraubling - Ein Ort in der Nähe von Regensburg und nicht die
Bezeichnung für den Reichs-Winzerführer im Dritten Reich.
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Heinz Brueckner
2008-11-22 21:21:59 UTC
Permalink
am Sat, 22 Nov 2008 15:31:13 +0100 schrieb Wolfram Heinrich
Post by Wolfram Heinrich
Post by Heinz Lohmann
Post by Wolfram Heinrich
Die politischen Besonderheiten und Empfindlichkeiten waren mir bei deinem
brunzenden Fabrikbesitzer ziemlich wurscht und sie sind es mir noch.
Schon wieder falsch. Das kommt davon, dass du zu viel postest. Er hat
gepinkelt.
Wozu man in Niederbayern brunzen sagt.
Schwäbischer Bahnhof, an einschlägig tätige Leutz gerichtet:
"Sie, meine Herra, da dürfet se net nabiesla! Wenn se brunza müaßet,
kennat se do nasoicha, wo au de andere Lait hischiffa!"

Heinz, Vattern zitierend
Richard Loebner
2008-11-22 22:22:03 UTC
Permalink
Post by Heinz Brueckner
am Sat, 22 Nov 2008 15:31:13 +0100 schrieb Wolfram Heinrich
Post by Wolfram Heinrich
Post by Heinz Lohmann
Post by Wolfram Heinrich
Die politischen Besonderheiten und Empfindlichkeiten waren mir bei deinem
brunzenden Fabrikbesitzer ziemlich wurscht und sie sind es mir noch.
Schon wieder falsch. Das kommt davon, dass du zu viel postest. Er hat
gepinkelt.
Wozu man in Niederbayern brunzen sagt.
"Sie, meine Herra, da dürfet se net nabiesla! Wenn se brunza müaßet,
kennat se do nasoicha, wo au de andere Lait hischiffa!"
... und schiffte schnell sich ein?
--
Gruß
Richard
Dieter Bruegmann
2008-11-23 06:52:26 UTC
Permalink
Post by Richard Loebner
Post by Heinz Brueckner
am Sat, 22 Nov 2008 15:31:13 +0100 schrieb Wolfram Heinrich
Post by Wolfram Heinrich
Post by Heinz Lohmann
Post by Wolfram Heinrich
Die politischen Besonderheiten und Empfindlichkeiten waren mir bei deinem
brunzenden Fabrikbesitzer ziemlich wurscht und sie sind es mir noch.
Schon wieder falsch. Das kommt davon, dass du zu viel postest. Er hat
gepinkelt.
Wozu man in Niederbayern brunzen sagt.
"Sie, meine Herra, da dürfet se net nabiesla! Wenn se brunza müaßet,
kennat se do nasoicha, wo au de andere Lait hischiffa!"
... und schiffte schnell sich ein?
Er machte sich auf die Socken. Als die Socken wieder trocken waren,
ging er los.


Da Didi
+88£ * VATIKAN: Papst besucht Island * Brasnikadowje +713,4$ * KAIRO:
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de
"Nehmen wir die Potato Wedges?" - "Keine Ahnung, wie heißen die denn
auf deutsch?" - "Country Potatoes."
Heinz Lohmann
2008-11-23 01:49:03 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Heinz Lohmann
Post by Wolfram Heinrich
Die politischen Besonderheiten und Empfindlichkeiten waren mir bei deinem
brunzenden Fabrikbesitzer ziemlich wurscht und sie sind es mir noch.
Schon wieder falsch. Das kommt davon, dass du zu viel postest. Er hat
gepinkelt.
Wozu man in Niederbayern brunzen sagt.
Ich bin kein Niederbayer. Drück dich *allgemein* verständlich aus oder
gibt den Sprachcode an. soviel Zeit muss sein.

Mir als Norddeutschem ist der Ausdruck so nicht geläufig. Bei uns sagt
man strullen oder pullern.

mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25°07'58"N 121°27'56"E
--
"Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana."
- Groucho Marx
Wolfram Heinrich
2008-11-23 02:00:24 UTC
Permalink
Post by Heinz Lohmann
Post by Wolfram Heinrich
Post by Heinz Lohmann
Post by Wolfram Heinrich
Die politischen Besonderheiten und Empfindlichkeiten waren mir bei deinem
brunzenden Fabrikbesitzer ziemlich wurscht und sie sind es mir noch.
Schon wieder falsch. Das kommt davon, dass du zu viel postest. Er hat
gepinkelt.
Wozu man in Niederbayern brunzen sagt.
Ich bin kein Niederbayer. Drück dich *allgemein* verständlich aus oder
gibt den Sprachcode an. soviel Zeit muss sein.
Mir als Norddeutschem ist der Ausdruck so nicht geläufig. Bei uns sagt
man strullen oder pullern.
Das weiß ich. Was ich nicht wußte ist, daß du "brunzen" nicht kennst.

Aus dem Grimmschen Wörterbuch:
BRUNZEN, mingere, würde ahd. prunnazan, prunazan lauten, erscheint aber
nicht verzeichnet. it. far l'acqua, franz. lâcher l'eau, engl. make water,
böhm. wodu pustiti, na wodu gjti = brunzen gehn; vgl. bächeln 1, 1062. mhd.

die lêr ich kolen waschen,
die brunzen in die aschen.
a. w. 2, 56;

ein witwîp brunzet hovelich
durch einer nâdlun œre.
Ls. 2, 388.

nhd. da aber ieder heim gieng und Esopus Xanto nachfolget, füget sich, das
Xantus gieng und brunzet. STEINHÖWEL (1555) 6b; dann ich můsz hinausz
brunzen gehn. FREY garteng. cap. 118; wie er aber seinen hůt also
finsterlich aufsetzen wil, so haben in die katzen voll gebrunzt. cap. 77;
der lůgt einsmals, dasz er zwei käntlin uberkam, das ein brunzt er voll,
das ander liesz er im voll weins schenken. cap. 22; einer von den zweien
ward sehr wol betrunken, were derhalben gern von dem tisch gewesen, ein
wässerlin zů machen. sein gefatter sagt, hei, wolt ir darumb aufstehen,
nempt hin meinen hůt, brunzt darein. WICKRAM rollw. 65b (115);

wer im in die schueh laszt brunzen
und gstatt, das sein fraw ir profunzen
feil mag iederman heine tragen,
der mag wol han ein guten magen.
MURNER narrenb. cap. 59;

ich wolt dich nider werfen vor,
und dir selbst brunzen in ein or.
H. SACHS IV. 3, 45a;

Bd. 2, Sp. 442


auch wann dir not zu prunzen ist,
und mitten in der gassen bist,
so ler die blasen aus und steh,
und acht nit wer fur uber geh.
SCHEIT grob. D 4a;

in dhosen brunz zuweiln darzů,
dasz es hinab rinn in die schů.
D 4b;

es ist kein jungfer so verzwunzen,
sie lasz ein furz, wann sie will brunzen;

und wer ihnen die blase schon se verstopft gewesen, dasz sie kein bone
hetten prunzen können, noch werden sie in eim schnaps so gesund, wie ein
fauler apfel auf faulem stro. bienenk. 114a; dann dieselben
(Hundsruckerinnen) sitzen grattelig, wann sie zu acker fahren, und schadet
ihnen nichts am brunzen. Garg. 230b; ei was zeihest du dich im stinkenden
see, darein die fische brunzen (vgl. pisciare mit piscis), zu wohnen.
PHILAND. lugd. 3, 243; du darfst nur das linke bein aufheben, wie ein hund,
der an eine ecke brunzt. Simpl. 1, 97; brunze nicht gegen den wind. SIMROCK
no 1365; von dem trocisci werde geben zů iedem mal 7 gerstenkörner schwer,
also lang bisz er plůt brunzet. BRAUNSCHWEIG 29; wann einen gaul die feifel
anstoszt, so geusz ihm wasser in ein ohr oder brunz ihm darein. SEUTER 229;
laszt einen gesunden menschen, der lauter wein trinket über zwei handvoll
gersten s. v. brunzen, laszt die gersten die ganze nacht in dem harn
erweichen. HOHBERG 3, 2, 209a.
ADELUNG sieht wol ein, dasz dieses wort anfangs ein anständiges war,
'allein es sei mit allen seinen ableitungen nunmehr schon lange dem
niedrigsten pöbel preisgegeben worden, daher er sich nicht dabei aufhalten
wolle'; als wenn es nicht pflicht der sprachforschung wäre, solchen
wörtern, die herabgekommen sind nicht weil sie das volk in ihrer
natürlichen geltung festhielt, sondern weil die vornehme welt sie durch
fremde, nichts sagende verdrängte und zuletzt vergasz, gleichsam die ehre
zu retten. würde ein italienischer lexicograph über far l'acqua so
unbesonnen geurtheilt haben? diese althergebrachten, grunddeutschen wörter
in ihrer vermeinten erniedrigung hat selbst die neue sprache, wenn sie sie
auch nicht oft in den mund nimmt, für die kraft und abschattung der rede
als nothwendige und durchsichtige aufrecht zu erhalten und die
vorausgehenden belege sind dazu aufgesucht worden. wer wollte in PLATERS
treuherziger erzählung für brünzeln irgend einen andern ausdruck setzen?

Ciao
Wolfram
--
Ich glaube, daß einige der größten Geister, die je gelebt haben, nicht halb
so viel gelesen haben und bei weitem nicht so viel wußten, als manche
unserer mittelmäßigen Gelehrten. Und mancher unserer mittelmäßigen
Gelehrten hätte ein größerer Mann werden können, wenn er nicht so viel
gelesen hätte.
LICHTENBERG
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Heinz Lohmann
2008-11-23 12:52:24 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Heinz Lohmann
Post by Wolfram Heinrich
Post by Heinz Lohmann
Post by Wolfram Heinrich
Die politischen Besonderheiten und Empfindlichkeiten waren mir bei deinem
brunzenden Fabrikbesitzer ziemlich wurscht und sie sind es mir noch.
Schon wieder falsch. Das kommt davon, dass du zu viel postest. Er hat
gepinkelt.
Wozu man in Niederbayern brunzen sagt.
Ich bin kein Niederbayer. Drück dich *allgemein* verständlich aus oder
gibt den Sprachcode an. soviel Zeit muss sein.
Mir als Norddeutschem ist der Ausdruck so nicht geläufig. Bei uns sagt
man strullen oder pullern.
Das weiß ich. Was ich nicht wußte ist, daß du "brunzen" nicht kennst.
[snip]
Jetzt weißt du es.
Und ein elektronisches Grimmsches Wörterbuch hab ich auch.

mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25°07'58"N 121°27'56"E
--
She's afraid that if she leaves, she'll become the life of the party.
- Groucho Marx
Wolfram Heinrich
2008-11-23 13:32:15 UTC
Permalink
Post by Heinz Lohmann
Post by Wolfram Heinrich
Post by Heinz Lohmann
Post by Wolfram Heinrich
Post by Heinz Lohmann
Post by Wolfram Heinrich
Die politischen Besonderheiten und Empfindlichkeiten waren mir bei deinem
brunzenden Fabrikbesitzer ziemlich wurscht und sie sind es mir noch.
Schon wieder falsch. Das kommt davon, dass du zu viel postest. Er hat
gepinkelt.
Wozu man in Niederbayern brunzen sagt.
Ich bin kein Niederbayer. Drück dich *allgemein* verständlich aus oder
gibt den Sprachcode an. soviel Zeit muss sein.
Mir als Norddeutschem ist der Ausdruck so nicht geläufig. Bei uns sagt
man strullen oder pullern.
Das weiß ich. Was ich nicht wußte ist, daß du "brunzen" nicht kennst.
[snip]
Jetzt weißt du es.
Und ein elektronisches Grimmsches Wörterbuch hab ich auch.
Gut.

Ciao
Wolfram
--
Der Mensch stirbt nicht am Gift, der Mensch stirbt nicht vom Tod
Er stirbt aus lauter Todesangst, er stirbt, wenn man ihm droht.
ARIK BRAUER
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Helmut P. Einfalt
2008-11-23 05:07:48 UTC
Permalink
Post by Heinz Lohmann
Post by Wolfram Heinrich
Wozu man in Niederbayern brunzen sagt.
Ich bin kein Niederbayer. Drück dich *allgemein* verständlich aus oder
gibt den Sprachcode an. soviel Zeit muss sein.
Mir als Norddeutschem ist der Ausdruck so nicht geläufig. Bei uns sagt
man strullen oder pullern.
"Ich muss mal strullern..." -- "Saufst hoid no a Mass, aft kannst aa
richtig brunzn!"

Helmut
--
Nach dera Zei'n kimmt nix mehr
Christian Seidl
2008-11-22 13:36:11 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Ein Deutscher und ein Chinese ist jemand, der einen deutschen bzw. einen
chinesischen Paß hat. Aber das ist banal. Deutsche und Chinesen im
kulturellen Sinn sind Leute, die Deutsch oder Chinesisch als Muttersprache
haben (die Österreicher oder Schweizer mögen mir verzeihen) und damit an
der deutschen und chinesischen Kultur teilhaben, mögen sie auch in San
Francisco leben.
Merkwürdig, dass Leute mit deutschem Pass so oft das Bedürfnis
verspüren, anderen, die einfach Deutsch als Muttersprache haben, zu
erklären, was sie "kulturell" eigentlich seien. Worin definiert sich
denn diese gemeinsame "Kultur"?

Ich war diese Woche im Saarland und was ich bei meinen kulturellen
Mitdeutschen dort an Obrigkeitsgläubigkeit und Untertanengeist gesehen
habe, lässt mich eigentlich daran zweifeln, dass wir kulturell
wirklich zusammengehören – abgesehen davon, dass man im Hauptbahnhof
von Saarbrücken nicht mal ein gescheites Sandwich als Reiseproviant
erwerben kann.

Ch.
Michael Pronay
2008-11-22 14:05:35 UTC
Permalink
... – abgesehen davon, dass man im Hauptbahnhof von Saarbrücken
nicht mal ein gescheites Sandwich als Reiseproviant erwerben
kann.
Und ich hab grad ein über 600 Seiten starkes, lexikongroßes
(23 x 33 cm), mit Schuber über 5 cm dickes, mindestens drei
Kilo schweres, in DE knapp 100, in AT über 100 Euro, in der
Schweiz 169 Franken teures Opus rezensiert ... :

<http://snipurl.com/6de4n> [www_buchhandel_de]

M.
Walter Schmid
2008-11-22 14:31:00 UTC
Permalink
Post by Michael Pronay
... – abgesehen davon, dass man im Hauptbahnhof von Saarbrücken
nicht mal ein gescheites Sandwich als Reiseproviant erwerben
kann.
Und ich hab grad ein über 600 Seiten starkes, lexikongroßes
(23 x 33 cm), mit Schuber über 5 cm dickes, mindestens drei
Kilo schweres, in DE knapp 100, in AT über 100 Euro, in der
<http://snipurl.com/6de4n> [www_buchhandel_de]
Ein Sandwich mit Trüffeln zu 100 €: o.k. - aber ein Sandwich mit
Schuber?

Gruss

Walter
Michael Pronay
2008-11-22 15:01:11 UTC
Permalink
Post by Michael Pronay
... – abgesehen davon, dass man im Hauptbahnhof von Saarbrücken
nicht mal ein gescheites Sandwich als Reiseproviant erwerben
kann.
Und ich hab grad ein über 600 Seiten starkes, lexikongroßes
(23 x 33 cm), mit Schuber über 5 cm dickes, mindestens drei
Kilo schweres, in DE knapp 100, in AT über 100 Euro, in der
<http://snipurl.com/6de4n> [www_buchhandel_de]
Ein Sandwich mit Trüffeln zu 100 €: o.k. - aber ein Sandwich mit
Schuber?
Tja, was Du wieder unter Opus verstehst ...

M.
Walter Schmid
2008-11-22 15:07:26 UTC
Permalink
Post by Michael Pronay
Post by Walter Schmid
Post by Michael Pronay
... – abgesehen davon, dass man im Hauptbahnhof von Saarbrücken
nicht mal ein gescheites Sandwich als Reiseproviant erwerben
kann.
Und ich hab grad ein über 600 Seiten starkes, lexikongroßes
(23 x 33 cm), mit Schuber über 5 cm dickes, mindestens drei
Kilo schweres, in DE knapp 100, in AT über 100 Euro, in der
<http://snipurl.com/6de4n> [www_buchhandel_de]
Ein Sandwich mit Trüffeln zu 100 €: o.k. - aber ein Sandwich mit
Schuber?
Tja, was Du wieder unter Opus verstehst ...
Wenn Opus - dann Schubert (mit T!)

Gruss

Walter
Michael Pronay
2008-11-23 09:31:04 UTC
Permalink
Post by Walter Schmid
Post by Michael Pronay
Ein Sandwich mit Trüffeln zu 100 €: o.k. - aber ein Sandwich
mit Schuber?
Tja, was Du wieder unter Opus verstehst ...
Wenn Opus - dann Schubert (mit T!)
Grad der hat wiederum keine Opus-Zahlen, sondern die aus dem
Deutsch-Verzeichnis.

M.
Walter Schmid
2008-11-23 09:52:14 UTC
Permalink
Post by Michael Pronay
Post by Walter Schmid
Post by Michael Pronay
Post by Walter Schmid
Ein Sandwich mit Trüffeln zu 100 €: o.k. - aber ein Sandwich
mit Schuber?
Tja, was Du wieder unter Opus verstehst ...
Wenn Opus - dann Schubert (mit T!)
Grad der hat wiederum keine Opus-Zahlen, sondern die aus dem
Deutsch-Verzeichnis.
wenig # keine!

Gruss

Walter
Wolfram Heinrich
2008-11-22 20:44:19 UTC
Permalink
Post by Michael Pronay
... – abgesehen davon, dass man im Hauptbahnhof von Saarbrücken
nicht mal ein gescheites Sandwich als Reiseproviant erwerben
kann.
Und ich hab grad ein über 600 Seiten starkes, lexikongroßes
(23 x 33 cm), mit Schuber über 5 cm dickes, mindestens drei
Kilo schweres, in DE knapp 100, in AT über 100 Euro, in der
<http://snipurl.com/6de4n> [www_buchhandel_de]
Wer das kauft, hat danach kein Geld mehr zum Essen.

Ciao
Wolfram
--
Dr Genich gommd, dr Genich ged, / Dr Genich is a bißl bled. / Man sagt, er
sei auch öfter blau. / Ich habs vom Genich seiner Frau.
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Michael Pronay
2008-11-23 09:38:24 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Michael Pronay
Und ich hab grad ein über 600 Seiten starkes, lexikongroßes
(23 x 33 cm), mit Schuber über 5 cm dickes, mindestens drei
Kilo schweres, in DE knapp 100, in AT über 100 Euro, in der
<http://snipurl.com/6de4n> [www_buchhandel_de]
Wer das kauft, hat danach kein Geld mehr zum Essen.
Sowas kauft man nicht, sowas kriegt man geschenkt.

M.
Wolfram Heinrich
2008-11-22 14:35:58 UTC
Permalink
Post by Christian Seidl
Post by Wolfram Heinrich
Ein Deutscher und ein Chinese ist jemand, der einen deutschen bzw. einen
chinesischen Paß hat. Aber das ist banal. Deutsche und Chinesen im
kulturellen Sinn sind Leute, die Deutsch oder Chinesisch als Muttersprache
haben (die Österreicher oder Schweizer mögen mir verzeihen) und damit an
der deutschen und chinesischen Kultur teilhaben, mögen sie auch in San
Francisco leben.
Merkwürdig, dass Leute mit deutschem Pass so oft das Bedürfnis
verspüren, anderen, die einfach Deutsch als Muttersprache haben, zu
erklären, was sie "kulturell" eigentlich seien. Worin definiert sich
denn diese gemeinsame "Kultur"?
Was weiß denn ich.
Echte Interessenfrage: Wohin schaut der normale Deutsch-Schweizer, wenn er
mal über den Tellerrand schaut? Eher nach Genf und ins Tessin oder eher
nach Berlin oder Wien?
Post by Christian Seidl
Ich war diese Woche im Saarland und was ich bei meinen kulturellen
Mitdeutschen dort an Obrigkeitsgläubigkeit und Untertanengeist gesehen
habe, lässt mich eigentlich daran zweifeln, dass wir kulturell
wirklich zusammengehören – abgesehen davon, dass man im Hauptbahnhof
von Saarbrücken nicht mal ein gescheites Sandwich als Reiseproviant
erwerben kann.
Ja mei, was glaubst du, wie fremd ich mich in Hamburg fühle und wie wenig
fremd in Linz...

Ciao
Wolfram
--
Wir plündern eure Stadt, / Wir brennen sie dann ab, / Denn wir sind edle
Ritter!/ Wir töten jeden Mann, / Wir ficken jede Frau, / Denn wir sind edle
Ritter!
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<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Walter Schmid
2008-11-22 14:59:33 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Was weiß denn ich.
Echte Interessenfrage: Wohin schaut der normale Deutsch-Schweizer, wenn er
mal über den Tellerrand schaut? Eher nach Genf und ins Tessin oder eher
nach Berlin oder Wien?
Das hängt von individuellen Prägungen ab. Ich schaue dann weit
weg, also nach Japan oder China. Deutschland ist mir zu nahe.

Es gibt die gemeinsame Kultur (z.B. Deutsche Sprache) und die
Abgrenzungskultur (lokale Färbung, Dialekt) nebeneinander. Lokal,
auf Staatenebene und Abendland gegen den Rest der Welt.

Die Menschheit ist ein Netz - keine Kette. Man kann sich nah und
fern zugleich sein.

Gruss

Walter
Christian Seidl
2008-11-22 16:24:16 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Echte Interessenfrage: Wohin schaut der normale Deutsch-Schweizer, wenn er
mal über den Tellerrand schaut? Eher nach Genf und ins Tessin oder eher
nach Berlin oder Wien?
Das kommt sehr auf den Deutschschweizer drauf an. Natürlich weiß man,
dank RTL, SAT1 und wie die alle heißen, was in Deutschland politisch
und dschungelcampmäßig so abgeht, aber über diese Fernsehbekanntschaft
hinaus wissen viele Schweizer aus eigener Anschauung nur wenig über
Deutschland.

Und Österreich ist, von ein paar Kulturbeflissenen und den nicht
wenigen Skiurlaubern abgesehen, die lieber in Tirol Ferien machen,
weil's dort billiger ist, überhaupt terra incognita.
Post by Wolfram Heinrich
Ja mei, was glaubst du, wie fremd ich mich in Hamburg fühle und wie wenig
fremd in Linz...
Na ja, in Linz hat's ja auch anderen Leuten ausnehmend gut gefallen.

Ch.
Wolfram Heinrich
2008-11-22 21:17:34 UTC
Permalink
Post by Christian Seidl
Post by Wolfram Heinrich
Echte Interessenfrage: Wohin schaut der normale Deutsch-Schweizer, wenn er
mal über den Tellerrand schaut? Eher nach Genf und ins Tessin oder eher
nach Berlin oder Wien?
Das kommt sehr auf den Deutschschweizer drauf an. Natürlich weiß man,
dank RTL, SAT1 und wie die alle heißen, was in Deutschland politisch
und dschungelcampmäßig so abgeht, aber über diese Fernsehbekanntschaft
hinaus wissen viele Schweizer aus eigener Anschauung nur wenig über
Deutschland.
Und Österreich ist, von ein paar Kulturbeflissenen und den nicht
wenigen Skiurlaubern abgesehen, die lieber in Tirol Ferien machen,
weil's dort billiger ist, überhaupt terra incognita.
Mich würde jetzt aber dann doch der Vergleich mit der Welschschweiz
interessieren, politisch gesehen ja Inland.
Post by Christian Seidl
Post by Wolfram Heinrich
Ja mei, was glaubst du, wie fremd ich mich in Hamburg fühle und wie wenig
fremd in Linz...
Na ja, in Linz hat's ja auch anderen Leuten ausnehmend gut gefallen.
Ich sagte nicht, daß es mir in Hamburg nicht und in Linz sehr gefallen
hätte, ich meinte nur, daß ich mich in Hamburg mehr als Fremder gefühlt
habe als in Linz. Ich liebe das norddeutsche Flachland und die Nordsee...

Ciao
Wolfram
--
Warum liebt der Mensch? Der eine findet einen Menschen und er liebt ihn.
Und der andere will lieben und sucht sich einen Menschen dazu. So liebt der
eine den Geliebten und der andere das Lieben.
BERTOLT BRECHT
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Christian Seidl
2008-11-22 23:41:56 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Mich würde jetzt aber dann doch der Vergleich mit der Welschschweiz
interessieren, politisch gesehen ja Inland.
Wie du mit dem Verweis auf die Deutschkenntnisse und die kulturelle
Zugehörigkeit zum, hm, Deutschtum oder wie man das nennen will, schon
richtig gesagt hast, muss man natürlich zunächst mal die Sprache
kennen.

Punkto Französisch kommt das auf die Landesgegend an. In den
sprachgrenznahen Gebieten ist die Kenntnis der französischen Sprache
noch relativ verbreitet; dort rezipiert man folglich auch eher, was im
Welschland läuft. Aber ich habe Freunde, die 3 km von der Sprachgrenze
entfernt wohnen, die sind aber nicht auf ihre nahe – französische –
Kantonshauptstadt Freiburg zentriert, sondern auf das weiter entfernte
Bern.

Und je weiter östlich man kommt, desto seltener werden zweisprachige
Leute. Zumal heute, wo von Frankreich ja keine größeren Impulse mehr
ausgehen, die einen animieren würden, die Sprache zu lernen.

Zur Politik:
Der Parteichef der größten Schweizer Partei (SVP) spricht
beispielsweise praktisch kein Französisch. Zwar ist das ein tumber
Ostschweizer Bauer, aber die Tatsache ist doch erschütternd. Und von
den Kandidaten für den frei werdenden Posten als Bundesrat (= Minister
und Co-Staatsoberhaupt), die derzeit aufgestellt werden, ist einer,
ein Berner Oberländer Kleinunternehmer mit intakten Chancen, der
angeblich auch kein Wort Französisch spricht. Dafür gelten die
welschen Kandidaten als völlig chancenlos, da sie in der
Deutschschweiz unbekannt seien. Das ist das typische Bild.

Die völlige Unkenntnis der welschen Gepflogenheiten und politischen
Gebräuche hat übrigens im Frühling bei der Abstimmungsniederlage der
SVP eine große Rolle gespielt: Selbst die gewieften Strategen haben
nicht bedacht, dass Welsche die Unsitte, über einzubürgernde Ausländer
an der Urne abstimmen zu lassen, gar nicht kannten und deshalb auch
nichts gegen die Abschaffung dieses Brauchs hatten.

Ch.
Wolfram Heinrich
2008-11-23 01:09:01 UTC
Permalink
Post by Christian Seidl
Post by Wolfram Heinrich
Mich würde jetzt aber dann doch der Vergleich mit der Welschschweiz
interessieren, politisch gesehen ja Inland.
Wie du mit dem Verweis auf die Deutschkenntnisse und die kulturelle
Zugehörigkeit zum, hm, Deutschtum oder wie man das nennen will,
Ich weiß auch nicht so recht, wie man das Ding nennen könnte, "Deutschtum"
ist jedenfalls bis zum Erbrechen abgelutscht.
Post by Christian Seidl
schon
richtig gesagt hast, muss man natürlich zunächst mal die Sprache
kennen.
Ich hatte früher mal geglaubt, bzw. als selbstverständlich angenommen, daß
jedes Schulkind in der Schweiz, vielleicht schon im Kindergarten, die
jeweils beiden anderen Sprachen lernen muß. Eine Selbstverständlichkeit, so
schien es mir, in einem Land, in dem es nun mal, und das auf engstem Raum,
drei Sprachen gibt (ich lasse das Rätoromanische als doch gar zu exotisch
außen vor). Dem scheint nicht so zu sein.
Post by Christian Seidl
Punkto Französisch kommt das auf die Landesgegend an. In den
sprachgrenznahen Gebieten ist die Kenntnis der französischen Sprache
noch relativ verbreitet; dort rezipiert man folglich auch eher, was im
Welschland läuft. Aber ich habe Freunde, die 3 km von der Sprachgrenze
entfernt wohnen, die sind aber nicht auf ihre nahe – französische –
Kantonshauptstadt Freiburg zentriert, sondern auf das weiter entfernte
Bern.
Und je weiter östlich man kommt, desto seltener werden zweisprachige
Leute. Zumal heute, wo von Frankreich ja keine größeren Impulse mehr
ausgehen, die einen animieren würden, die Sprache zu lernen.
Der Parteichef der größten Schweizer Partei (SVP) spricht
beispielsweise praktisch kein Französisch. Zwar ist das ein tumber
Ostschweizer Bauer, aber die Tatsache ist doch erschütternd. Und von
den Kandidaten für den frei werdenden Posten als Bundesrat (= Minister
und Co-Staatsoberhaupt), die derzeit aufgestellt werden, ist einer,
ein Berner Oberländer Kleinunternehmer mit intakten Chancen, der
angeblich auch kein Wort Französisch spricht. Dafür gelten die
welschen Kandidaten als völlig chancenlos, da sie in der
Deutschschweiz unbekannt seien. Das ist das typische Bild.
Das bestätigt aber doch eher meine Einschätzung, daß die Bindungen der
Schweizer doch sehr viel eher in Richtung ihrer jeweiligen Sprachheimaten
gehen (Deutschland/Österreich, bzw. Frankreich und Italien) als in Richtung
der "Landsleute" jenseits der Sprachgrenzen. Wahrscheinlich kennt einer aus
Genf den "Ausländer" Sartre sehr viel besser als den einheimischen
Dürrenmatt. Daß die Deutsch-Schweizer dann auch wieder ihre Vorbehalte,
meinetwegen auch Vorurteile gegenüber den Deutschen haben, ist nochmal was
anderes.

Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, er kann Egoisten nicht ausstehen, wo immer, sagt er,
nur an sich denken, nie an ihn.
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Christian Seidl
2008-11-23 12:14:55 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Ich hatte früher mal geglaubt, bzw. als selbstverständlich angenommen, daß
jedes Schulkind in der Schweiz, vielleicht schon im Kindergarten, die
jeweils beiden anderen Sprachen lernen muß. Eine Selbstverständlichkeit, so
schien es mir, in einem Land, in dem es nun mal, und das auf engstem Raum,
drei Sprachen gibt (ich lasse das Rätoromanische als doch gar zu exotisch
außen vor). Dem scheint nicht so zu sein.
Das ist ein im Ausland verbreiteter Mythos, der noch nie gestimmt hat.
Mehrsprachig sind nicht die Schweizer selbst, sondern nur der
Gesamtstaat. Das ist freilich schon viel. Allerdings waren früher auch
unter nicht so sehr Gebildeten Kenntnisse der anderen Landessprache
verbreiteter, damals, als es noch üblich war, während/nach der
Ausbildung ein "Welschlandjahr" zu machen bzw. "d'aller aux
Allemands" (wobei die "Allemands" die Deutschschweizer sind). Das ist
ziemlich außer Gebrauch gekommen und man geht lieber eine Weile in die
USA.
Post by Wolfram Heinrich
Das bestätigt aber doch eher meine Einschätzung, daß die Bindungen der
Schweizer doch sehr viel eher in Richtung ihrer jeweiligen Sprachheimaten
gehen (Deutschland/Österreich, bzw. Frankreich und Italien) als in Richtung
der "Landsleute" jenseits der Sprachgrenzen.
Das schon – oder in Richtung englischsprachige Welt. Und nicht zu
vergessen: Viele Deutschschweizer haben einen so deutlichen
Widerwillen gegen die deutsche Sprache, dass die Behauptung, sie
gehörten zur deutschen Kulturnation, für sie eine Zumutung ist.

Ch.
Michael Pronay
2008-11-23 12:32:35 UTC
Permalink
Post by Christian Seidl
Post by Wolfram Heinrich
Ich hatte früher mal geglaubt, bzw. als selbstverständlich
angenommen, daß jedes Schulkind in der Schweiz, vielleicht
schon im Kindergarten, die jeweils beiden anderen Sprachen
lernen muß. Eine Selbstverständlichkeit, so schien es mir, in
einem Land, in dem es nun mal, und das auf engstem Raum, drei
Sprachen gibt (ich lasse das Rätoromanische als doch gar zu
exotisch außen vor). Dem scheint nicht so zu sein.
Das ist ein im Ausland verbreiteter Mythos, der noch nie
gestimmt hat.
Hab ich das richtig im Kopf, dass jeder Schweizer in seiner
Pflichtschulzeit eine weitere Landessprache (nicht zwei) als
Pflichtgegenstand hatte, oder täusche ich mich da?

M.
Walter Schmid
2008-11-23 10:00:15 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Christian Seidl
Post by Wolfram Heinrich
Echte Interessenfrage: Wohin schaut der normale Deutsch-Schweizer, wenn er
mal über den Tellerrand schaut? Eher nach Genf und ins Tessin oder eher
nach Berlin oder Wien?
Das kommt sehr auf den Deutschschweizer drauf an. Natürlich weiß man,
dank RTL, SAT1 und wie die alle heißen, was in Deutschland politisch
und dschungelcampmäßig so abgeht, aber über diese Fernsehbekanntschaft
hinaus wissen viele Schweizer aus eigener Anschauung nur wenig über
Deutschland.
Und Österreich ist, von ein paar Kulturbeflissenen und den nicht
wenigen Skiurlaubern abgesehen, die lieber in Tirol Ferien machen,
weil's dort billiger ist, überhaupt terra incognita.
Mich würde jetzt aber dann doch der Vergleich mit der Welschschweiz
interessieren, politisch gesehen ja Inland.
Die Westschweiz ist für die meisten Deutschschweizer terra
incognita. Es gibt sogar Deutschschweizer, die in Genf wohnen,
untereinander sogar nahezu perfekt französisch sprechen, aber
trotzdem nicht gerne Fondu essen, sondern Rösti bevorzugen. Man
spricht deshalb vom "Röstigraben" wenn man die Sprachgrenze dt/fr
meint. Die Genannten lesen lieber Max Frisch in französischer
Uebersetzung als Welsche Autoren. Ein Volk, das nur Stehtoiletten
anbietet, kann man einfach nicht lieben - aber seine Weine und
seine Landschaft liebt man sehr.

Gruss

Walter
Yvonne Steiner
2008-11-22 17:38:35 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Echte Interessenfrage: Wohin schaut der normale Deutsch-Schweizer, wenn er
mal über den Tellerrand schaut? Eher nach Genf und ins Tessin oder eher
nach Berlin oder Wien?
Definiere erst mal: "normaler" Deutsch-Schweizer!
--
Yvonne Steiner
Wolfram Heinrich
2008-11-22 21:17:49 UTC
Permalink
Post by Yvonne Steiner
Post by Wolfram Heinrich
Echte Interessenfrage: Wohin schaut der normale Deutsch-Schweizer, wenn er
mal über den Tellerrand schaut? Eher nach Genf und ins Tessin oder eher
nach Berlin oder Wien?
Definiere erst mal: "normaler" Deutsch-Schweizer!
Soweit kommt's noch.

Ciao
Wolfram
--
Die beste Möglichkeit, Träume zu verwirklichen, ist aufzuwachen.
UNBEKANNTER MEISTER
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Walter Schmid
2008-11-23 10:03:06 UTC
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Post by Wolfram Heinrich
Post by Yvonne Steiner
Post by Wolfram Heinrich
Echte Interessenfrage: Wohin schaut der normale Deutsch-Schweizer, wenn er
mal über den Tellerrand schaut? Eher nach Genf und ins Tessin oder eher
nach Berlin oder Wien?
Definiere erst mal: "normaler" Deutsch-Schweizer!
Soweit kommt's noch.
Dann ziehe ich meine Antworten zurück!

Gruss

Walter
Yvonne Steiner
2008-11-23 10:51:24 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Yvonne Steiner
Post by Wolfram Heinrich
Echte Interessenfrage: Wohin schaut der normale Deutsch-Schweizer, wenn er
mal über den Tellerrand schaut? Eher nach Genf und ins Tessin oder eher
nach Berlin oder Wien?
Definiere erst mal: "normaler" Deutsch-Schweizer!
Soweit kommt's noch.
Tja, damit bestätigst du jetzt mein Gefühl: dass du oft gar nicht
weisst, was du hier alles so zusammenschreibst.
--
Yvonne Steiner
Dieter Bruegmann
2008-11-23 11:47:14 UTC
Permalink
Post by Yvonne Steiner
Post by Wolfram Heinrich
Post by Yvonne Steiner
Post by Wolfram Heinrich
Echte Interessenfrage: Wohin schaut der normale Deutsch-Schweizer, wenn er
mal über den Tellerrand schaut? Eher nach Genf und ins Tessin oder eher
nach Berlin oder Wien?
Definiere erst mal: "normaler" Deutsch-Schweizer!
Soweit kommt's noch.
Tja, damit bestätigst du jetzt mein Gefühl: dass du oft gar nicht
weisst, was du hier alles so zusammenschreibst.
Schon wieder schlechte Kritik, Wolfram!


Da Didi
TER: Alles klar! * Schlimmerfinger +0€ * Dallidalli 138,3¥ * Taxi Shar
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de
Schön, wenn das Leben so einfach ist wie MacOberfläche.
(Peter Brülls in de.comp.sys.mac)
Wolfram Heinrich
2008-11-23 12:50:57 UTC
Permalink
Post by Yvonne Steiner
Post by Wolfram Heinrich
Post by Yvonne Steiner
Post by Wolfram Heinrich
Echte Interessenfrage: Wohin schaut der normale Deutsch-Schweizer, wenn er
mal über den Tellerrand schaut? Eher nach Genf und ins Tessin oder eher
nach Berlin oder Wien?
Definiere erst mal: "normaler" Deutsch-Schweizer!
Soweit kommt's noch.
Tja, damit bestätigst du jetzt mein Gefühl: dass du oft gar nicht
weisst, was du hier alles so zusammenschreibst.
Definiere erst mal: "Gefühl"!

Ich kein Hund, dem du ein Stöckchen hinhältst und dann springt er danach
hoch. Ich plane hier keine psychologische oder soziologische Doktorarbeit,
bei der die verwendeten Kernbegriffe sauber definiert sein sollten. Für die
Zwecke eines Usenet-Postings ist der Begriff "'normaler' Deutsch-Schweizer"
hinreichend verständlich.

Ciao
Wolfram
--
wenn ich sage mu / wenn ich sage blob / wenn ich sage dob / sag ich einfach
/ mublobdob
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Heinz Brueckner
2008-11-22 21:24:35 UTC
Permalink
am Sat, 22 Nov 2008 05:36:11 -0800 (PST) schrieb Christian Seidl
Post by Christian Seidl
Ich war diese Woche im Saarland und was ich bei meinen kulturellen
Mitdeutschen dort an Obrigkeitsgläubigkeit und Untertanengeist gesehen
habe, lässt mich eigentlich daran zweifeln, dass wir kulturell
wirklich zusammengehören – [...]
Genau. Der ganze Achtasechzger-Kwastsch: Alles für die Katz.

Heinz
Florian Ritter
2008-11-22 16:54:52 UTC
Permalink
Post by Heinz Lohmann
Post by Florian Ritter
Post by Heinz Lohmann
Post by Florian Ritter
Post by Uwe Schickedanz
Ja, wenn du am Pissoir stehst und dir jemand "Guten Tag", "Mahlzeit"
oder einen anderen Gruß entbietet. Immerhin hat er auf das
Händeschütteln dann doch verzichtet.
Mir wollte ein kleiner Fabrikbesitzer auf einem hiesigen Pissoir ...
Er meinte: Besitzer einer kleinen Fabrique.
Was weißt denn du, was er meinte?
Mir eignet diese Gabe, seitdem sich an meinem Hinterkopf ein drittes
Auge ausgebildet hat - fr
Zu deiner Information. Die betreffende Person war wirklich kleinwüchsig.
Kleinwüchsiger Chinese zwängelt sich mir zwickend als Pleonasmus auf.
Post by Heinz Lohmann
Lass dein 3. Auge reparieren.
Is jeritzt, werd ihm 'ne Linse vorschnallen - fr
Florian Ritter
2008-11-19 15:22:08 UTC
Permalink
Post by Gregor Frowein
ich höre zur Mittagspause immer öfter "Mahli!"
Gibt es schlimmeres?
Ja, wenn du am Pissoir stehst und dir jemand "Guten Tag", "Mahlzeit" oder einen anderen Gruß entbietet.
Immerhin hat er auf das Händeschütteln dann doch verzichtet.
Der Greifswalder Biologe Heinzi hatte darauf nicht verzichtet, nahm
seine Rechte von der Nudel und reichte sie rüber: Glückwunsch zum
Geburtstag, Herr Professor.

Heinzi - nicht zu verwexeln mit dem Militärmediziner gleichen Namens,
dessen Feder wohl das "Handbuch für den KC-Aufklärer" entquollen war -
war eine sog. Spezialkraft.

fr
Uwe Schickedanz
2008-11-19 17:24:30 UTC
Permalink
On Wed, 19 Nov 2008 07:22:08 -0800 (PST), Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Heinzi - nicht zu verwexeln mit dem Militärmediziner gleichen Namens,
dessen Feder wohl das "Handbuch für den KC-Aufklärer" entquollen war -
war eine sog. Spezialkraft.
Ach. Der Name war mir nicht mehr geläufig, aber das Handbuch mußte ich
seinerzeit studieren.

Gruß Uwe
--
Wie spricht man denn das Leerzeichen mit Akut aus? "Hmp!" oder so?
vG

=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Wolfram Heinrich
2008-11-19 17:35:25 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
On Wed, 19 Nov 2008 07:22:08 -0800 (PST), Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Heinzi - nicht zu verwexeln mit dem Militärmediziner gleichen Namens,
dessen Feder wohl das "Handbuch für den KC-Aufklärer" entquollen war -
war eine sog. Spezialkraft.
Ach. Der Name war mir nicht mehr geläufig, aber das Handbuch mußte ich
seinerzeit studieren.
Und was ist jetzt ein KC-Aufklärer?

Ciao
Wolfram
--
Besser schlecht hergerichtet als gut hingerichtet.
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Uwe Schickedanz
2008-11-19 18:02:50 UTC
Permalink
On Wed, 19 Nov 2008 18:35:25 +0100, Wolfram Heinrich
Post by Wolfram Heinrich
Post by Uwe Schickedanz
On Wed, 19 Nov 2008 07:22:08 -0800 (PST), Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Heinzi - nicht zu verwexeln mit dem Militärmediziner gleichen Namens,
dessen Feder wohl das "Handbuch für den KC-Aufklärer" entquollen war -
war eine sog. Spezialkraft.
Ach. Der Name war mir nicht mehr geläufig, aber das Handbuch mußte ich
seinerzeit studieren.
Und was ist jetzt ein KC-Aufklärer?
Kern- und chemische Waffen.
Bei uns im BChA (Bataillon chemische Abwehr) vorhanden, aber auch wir
Pioniere mußten da reinschnuppern.

Gruß Uwe
--
Wie spricht man denn das Leerzeichen mit Akut aus? "Hmp!" oder so?
vG

=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Wolfram Heinrich
2008-11-19 18:20:22 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
On Wed, 19 Nov 2008 18:35:25 +0100, Wolfram Heinrich
Post by Wolfram Heinrich
Post by Uwe Schickedanz
On Wed, 19 Nov 2008 07:22:08 -0800 (PST), Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Heinzi - nicht zu verwexeln mit dem Militärmediziner gleichen Namens,
dessen Feder wohl das "Handbuch für den KC-Aufklärer" entquollen war -
war eine sog. Spezialkraft.
Ach. Der Name war mir nicht mehr geläufig, aber das Handbuch mußte ich
seinerzeit studieren.
Und was ist jetzt ein KC-Aufklärer?
Kern- und chemische Waffen.
Bei uns im BChA (Bataillon chemische Abwehr) vorhanden, aber auch wir
Pioniere mußten da reinschnuppern.
Dank für die Auskunft.

Ciao
Wolfram
--
Man kann nur sehen, worauf man seine Aufmerksamkeit richtet, und man
richtet seine Aufmerksamkeit nur auf Dinge, die bereits einen Platz im
Bewußtsein einnehmen.
ALPHONSE BERTILLON
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Michael Pronay
2008-11-20 10:32:00 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Wolfram Heinrich
Und was ist jetzt ein KC-Aufklärer?
Kern- und chemische Waffen.
Das hieß in AT (oder heißt immer noch) "ABC-Waffen":
atomare, biologische und chemische.

M.
Rüdiger Silberer
2008-11-20 12:32:43 UTC
Permalink
Post by Michael Pronay
Post by Uwe Schickedanz
Post by Wolfram Heinrich
Und was ist jetzt ein KC-Aufklärer?
Kern- und chemische Waffen.
atomare, biologische und chemische.
So heißt es bei der Bundeswehr (Bw) auch.
--
ade, Rüdiger
Erst wenn der letzte Software-Entwickler verhaftet,
und die letzte Idee patentiert ist...
... werdet Ihr merken, daß Rechtsanwälte nicht programmieren können.
Matthias Opatz
2008-11-20 22:34:32 UTC
Permalink
Post by Rüdiger Silberer
Post by Michael Pronay
Post by Uwe Schickedanz
Post by Wolfram Heinrich
Und was ist jetzt ein KC-Aufklärer?
Kern- und chemische Waffen.
atomare, biologische und chemische.
So heißt es bei der Bundeswehr (Bw) auch.
Ausse DDR kenne ich eigentlich auch nur ABC~. KC~ scheint Fachquack
zu sein. Manchmal haben sie auch irgendwas neu erfunden, nur um den
Klassenfeind zu verwirren.

Matthias
--
Die Regierungen der Päpste waren nur kurz, obgleich immer der Vater
auf den Sohn folgte. Prof. Galletti
Wer zum Kuckuck ist dieser Galletti? => <http://www.galletti.de/>
= Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. =
Reinhard Gonaus
2008-11-20 18:26:39 UTC
Permalink
Post by Michael Pronay
Post by Uwe Schickedanz
Post by Wolfram Heinrich
Und was ist jetzt ein KC-Aufklärer?
Kern- und chemische Waffen.
atomare, biologische und chemische.
M.
Seinerzeit, als man mich einrückend gemacht hatte, wurden wir bei
Erreichung des entsprechenden Ausbildungsabschnitts (welcher im
Herumhüpfen mit aufgesetzter ABC-Maske bestand) dahingehend belehrt,
dass wir AC-Maske bzw. AC-Waffe zu sagen hätten. B-Waffen wären ja
schließlich verboten, und B-Masken infolgedessen nicht vorhanden.
Florian Ritter
2008-11-20 15:42:40 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Wolfram Heinrich
Post by Uwe Schickedanz
Post by Florian Ritter
Heinzi - nicht zu verwexeln mit dem Militärmediziner gleichen Namens,
dessen Feder wohl das "Handbuch für den KC-Aufklärer" entquollen war -
war eine sog. Spezialkraft.
Ach. Der Name war mir nicht mehr geläufig, aber das Handbuch mußte ich
seinerzeit studieren.
Und was ist jetzt ein KC-Aufklärer?
Kern- und chemische Waffen.
Bei uns im BChA (Bataillon chemische Abwehr) vorhanden, aber auch wir
Pioniere mußten da reinschnuppern.
Gab's auch den B-Aufklärer? FR
Uwe Schickedanz
2008-11-20 18:25:45 UTC
Permalink
On Thu, 20 Nov 2008 07:42:40 -0800 (PST), Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Post by Uwe Schickedanz
Post by Wolfram Heinrich
Und was ist jetzt ein KC-Aufklärer?
Kern- und chemische Waffen.
Bei uns im BChA (Bataillon chemische Abwehr) vorhanden, aber auch wir
Pioniere mußten da reinschnuppern.
Gab's auch den B-Aufklärer? FR
Mir nicht momentan. Bei gesteigertem Interesse möchte ich anregen, den
werten Kollegen Schulze, G. um Auskunft zu bitten.
Wenn, dann gehörte dies mit einiger Sicherheit auch zu den Aufgaben
des BChA.
Wobei ich mich frage, wie man unter Feldbedingungen biologische
Kampfstoffe aufklären kann - jedenfalls rechtzeitig.

Gruß Uwe
--
Wie spricht man denn das Leerzeichen mit Akut aus? "Hmp!" oder so?
vG

=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Florian Ritter
2008-11-22 16:35:11 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Florian Ritter
Post by Uwe Schickedanz
Post by Wolfram Heinrich
Und was ist jetzt ein KC-Aufklärer?
Kern- und chemische Waffen.
Bei uns im BChA (Bataillon chemische Abwehr) vorhanden, aber auch wir
Pioniere mußten da reinschnuppern.
Gab's auch den B-Aufklärer?
Mir nicht momentan. Bei gesteigertem Interesse möchte ich anregen, den
werten Kollegen Schulze, G. um Auskunft zu bitten.
Wenn, dann gehörte dies mit einiger Sicherheit auch zu den Aufgaben
des BChA.
Wobei ich mich frage, wie man unter Feldbedingungen biologische
Kampfstoffe aufklären kann - jedenfalls rechtzeitig.
Interessante Frage. Wohl eher nicht. Übrigens wurde an der Mlitärmed.
in Gwd. sehr wohl an B-Waffen gearbeitet (ein Bekannter an
Pesterregern, was er aber erst nach Mauerfall preisgab), wiewohl
öffentlich immer geleugnet - FR
Heinz Brueckner
2008-11-21 19:51:59 UTC
Permalink
am Wed, 19 Nov 2008 19:02:50 +0100 schrieb Uwe Schickedanz
Post by Uwe Schickedanz
Post by Wolfram Heinrich
Post by Uwe Schickedanz
Ach. Der Name war mir nicht mehr geläufig, aber das Handbuch mußte ich
seinerzeit studieren.
Und was ist jetzt ein KC-Aufklärer?
Kern- und chemische Waffen.
Bei uns im BChA (Bataillon chemische Abwehr) vorhanden, aber auch wir
Pioniere mußten da reinschnuppern.
Anfangs der letzten Siebziger war ich stellv. Behördenselbstschutzleiter.
Seither weiß ich alles über die segensreiche Wirkung der Aktentasche im
bisher seltenen Atomarernstfall.

Heinz
Florian Ritter
2008-11-20 15:41:36 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Florian Ritter
Heinzi - nicht zu verwexeln mit dem Militärmediziner gleichen Namens,
dessen Feder wohl das "Handbuch für den KC-Aufklärer" entquollen war -
war eine sog. Spezialkraft.
Ach. Der Name war mir nicht mehr geläufig, aber das Handbuch mußte ich
seinerzeit studieren.
Bei "Chemische Dienste" jewesen? fr
Uwe Schickedanz
2008-11-20 18:28:49 UTC
Permalink
On Thu, 20 Nov 2008 07:41:36 -0800 (PST), Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Post by Uwe Schickedanz
Post by Florian Ritter
Heinzi - nicht zu verwexeln mit dem Militärmediziner gleichen Namens,
dessen Feder wohl das "Handbuch für den KC-Aufklärer" entquollen war -
war eine sog. Spezialkraft.
Ach. Der Name war mir nicht mehr geläufig, aber das Handbuch mußte ich
seinerzeit studieren.
Bei "Chemische Dienste" jewesen? fr
Der Einfachheit halber zitiere ich mich mal selbst: "...aber auch wir
Pioniere...".
Interessant fand ich den Sperrdienst, wo uns unter anderem beigebracht
wurde, wie man Atomminen entschärft. Ziemlicher Humbug, das. Weitere
Ausführungen würden den Rahmen dieser Gruppe sprengen.


Gruß Uwe
--
Wie spricht man denn das Leerzeichen mit Akut aus? "Hmp!" oder so?
vG

=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Diedrich Dirks
2008-11-20 20:56:00 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Weitere
Ausführungen würden den Rahmen dieser Gruppe sprengen.
und ich denke da gern an den Ausruf "Atomblitz von rechts!", mit dem uns
unsere Ausbilder in der Grundausbildung '58 erfreuten.

Diedrich
Florian Ritter
2008-11-22 16:52:49 UTC
Permalink
Post by Diedrich Dirks
Weitere Ausführungen würden den Rahmen dieser Gruppe sprengen.
und ich denke da gern an den Ausruf "Atomblitz von rechts!", mit dem uns
unsere Ausbilder in der Grundausbildung '58 erfreuten.
Hauptwachtmeister Poluwitzki - ein Arsch mit Ohren & konstanter
Schnapsfahne - annoncierte: Panzer von rechts - STÄLLUUUUNG! Man wird
das Wunder nimmer ergründen können, warum die Gefahren nie nich von
links kamen.

Nachdem die Marschkolonne mühsam und unter wüstem Gebrüll von
Huntertschafts- (so hieß das da) und Zugführern wieder formiert war,
blökte ein Witzbold mit tödlicher Sicherheit: Uboot von oben! Und
Hauptwachtmeister Poluwitzki bildete Schaumflocken vorm Maul aus.
Gotting, wir waren, 16, 17.

In München saß mal ein absoluter Kommißknopp neben mir, der sprach von
einer Zeit, da er noch Oberst war (er war in Zivil), also mußte er ja
General sein. Der Mann war aus Mitteldeutschld. geflüchtet, gleich
nach dem Abitur zu den Gebirgsjägern gegangen und verfluchte mir
gegenüber immer noch seinen Feldwebel der Grundausbildungszeit. Das
Gesräch war kurz nach der Vereinigung und ich riet ihm, sich für
Verwendung im Osten zur Verfügung zu stellen. Und richtig, kurze Zeit
später bekam ich von ihm eine Postkarte aus Mecklenburg. Hat man doch
mal was bewirkt.

Unlängst hatte ich übrigens mit einem Fregattenkpt. zu tun,
stationiert in Bln., man weiß dann ja schon... Also, ich bin durchaus
in der Lage, ein gerüttelt Maß an Arrojanz zu produzieren, aber der
Mann schlug mich um Längen. fr
Florian Ritter
2008-11-19 15:15:50 UTC
Permalink
Post by Gregor Frowein
Post by Dieter Bruegmann
Post by Markus Donath
"Schönen Tag noch." sollte mit Stockschlägen bestraft werden.
Als nächstes möchtest du auch noch "Mahlzeit!" bestraft haben!
ich höre zur Mittagspause immer öfter "Mahli!"
Gibt es schlimmeres?
"Guten Hunger".

Im Studentenwohnheim hatten wir einen, der sagte "'n Abend schön"

fr
Frank Hucklenbroich
2008-11-19 15:59:06 UTC
Permalink
Post by Gregor Frowein
ich höre zur Mittagspause immer öfter "Mahli!"
Hab ihr einen afrikanischen Koch?

Grüße,

Frank
Gregor Frowein
2008-11-19 16:12:40 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Gregor Frowein
ich höre zur Mittagspause immer öfter "Mahli!"
Hab ihr einen afrikanischen Koch?
einen extra dicken mit "h"?

Es geht natürlich um das Litti-, Poldi., Schwein(s?)i- Tschaui-,
Tschüssi-"I". Die Verkleinerung des Nichtverkleinerbaren.

Gruß
Gregor
Wolfram Heinrich
2008-11-19 17:16:17 UTC
Permalink
Post by Gregor Frowein
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Gregor Frowein
ich höre zur Mittagspause immer öfter "Mahli!"
Hab ihr einen afrikanischen Koch?
einen extra dicken mit "h"?
Es geht natürlich um das Litti-, Poldi., Schwein(s?)i- Tschaui-,
Tschüssi-"I". Die Verkleinerung des Nichtverkleinerbaren.
Der Fachausdruck ist "Läppi-Doitsch".

Ciao
Wolfram
--
Ich fürchte, unsere allzu sorgfältige Erziehung liefert uns Zwergobst.
G. CH. LICHTENBERG
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Christian Schulz
2008-11-19 22:20:05 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Der Fachausdruck ist "Läppi-Doitsch".
Besonderen Unmut darüber, dass viele "Läppi" als Kosewort für ihren
tragbaren Klapprechner verwenden.
--
Ich meine diese Filme, wo so alle immer irgendwie verliebt, aber auch sehr
melancholisch sind, das Leben als sinnlos empfinden und dazu Milchkaffee
trinken und traurig gucken, na diese französischen Filme halt, du weißt schon.
Jens Richter, 10 Jan 2006 in de.rec.musik.klassik
Wolfram Heinrich
2008-11-20 06:52:34 UTC
Permalink
Post by Christian Schulz
Post by Wolfram Heinrich
Der Fachausdruck ist "Läppi-Doitsch".
Besonderen Unmut darüber, dass viele "Läppi" als Kosewort für ihren
tragbaren Klapprechner verwenden.
Ich toppe mit "Sui".

Ciao
Wolfram
--
Egoist: Person minderen Geschmacks; mehr an sich interessiert als an mir.
AMBROSE BIERCE
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Matthias Opatz
2008-11-20 22:35:08 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Ich toppe mit "Sui".
Und was ist das?

Matthias
--
Die Regierungen der Päpste waren nur kurz, obgleich immer der Vater
auf den Sohn folgte. Prof. Galletti
Wer zum Kuckuck ist dieser Galletti? => <http://www.galletti.de/>
= Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. =
Oliver Cromm
2008-11-20 23:09:22 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
Post by Wolfram Heinrich
Ich toppe mit "Sui".
Und was ist das?
Eine Kürzung /sui generis/ für "Suizid". Habe ich erstmals und bisher
nur von Wolfi vernommen. Ich halte diese Kürzi für einen ziemlichen
Faupi.
--
Bug: An elusive creature living in a program that makes it incorrect.
The activity of "debugging," or removing bugs from a program, ends
when people get tired of doing it, not when the bugs are removed.
Wolfram Heinrich
2008-11-21 07:24:21 UTC
Permalink
Post by Oliver Cromm
Post by Matthias Opatz
Post by Wolfram Heinrich
Ich toppe mit "Sui".
Und was ist das?
Eine Kürzung /sui generis/ für "Suizid". Habe ich erstmals und bisher
nur von Wolfi vernommen.
Ha ick aba nich eafundn. Ha ick im Jusnet jefundn.
Post by Oliver Cromm
Ich halte diese Kürzi für einen ziemlichen
Faupi.
Nicht "Fauxpi"?

Ciao
Wolfram
--
Es sei noch einmal betont, daß das Buch "Über die Kunst mit Jägern zu
vögeln" von Roxanne Hoax geschrieben wurde und nicht, wie behauptet, von
Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen. Friedrich II. schrieb dagegen das
Buch "Über die Kunst, mit Vögeln zu jagen".
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Oliver Cromm
2008-11-21 18:17:06 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Oliver Cromm
Post by Matthias Opatz
Post by Wolfram Heinrich
Ich toppe mit "Sui".
Und was ist das?
Eine Kürzung /sui generis/ für "Suizid". Habe ich erstmals und bisher
nur von Wolfi vernommen.
Ha ick aba nich eafundn.
Das wollte ich auch nicht unterstellt gehabt haben.
Post by Wolfram Heinrich
Post by Oliver Cromm
Ich halte diese Kürzi für einen ziemlichen
Faupi.
Nicht "Fauxpi"?
Ich wollte halt mal testen, ob man es überhaupt erkennt.
--
A computer will do what you tell it to do, but that may be much
different from what you had in mind. - Joseph Weizenbaum
Wolfram Heinrich
2008-11-21 18:23:50 UTC
Permalink
Post by Oliver Cromm
Post by Wolfram Heinrich
Post by Oliver Cromm
Post by Matthias Opatz
Post by Wolfram Heinrich
Ich toppe mit "Sui".
Und was ist das?
Eine Kürzung /sui generis/ für "Suizid". Habe ich erstmals und bisher
nur von Wolfi vernommen.
Ha ick aba nich eafundn.
Das wollte ich auch nicht unterstellt gehabt haben.
Post by Wolfram Heinrich
Post by Oliver Cromm
Ich halte diese Kürzi für einen ziemlichen
Faupi.
Nicht "Fauxpi"?
Ich wollte halt mal testen, ob man es überhaupt erkennt.
Ha! Ich kann aus dem Gekotzten vor einer Pommes-Bude das Dritte Geheimnis
von Fatima herauslesen.

Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, schlecht hergerichtet wär immer noch besser als gut
hingerichtet.
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Wolfram Heinrich
2008-11-21 07:24:22 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
Post by Wolfram Heinrich
Ich toppe mit "Sui".
Und was ist das?
Halte dich gut fest: Fhvmvq.

Ciao
Wolfram
--
Spontaneität will gut überlegt sein
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Frank Hucklenbroich
2008-11-21 08:56:33 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
Post by Wolfram Heinrich
Ich toppe mit "Sui".
Und was ist das?
Halte dich gut fest: Suizid.
Naja, bei Bahnens macht man kurzerhand einen PU draus.

Klingt doch auch harmlos und man denkt eher an knuffige Teddybären als an
Geschmadder vor der Lok.

Oder "Hilo" im Polizeislang.

Grüße,

Frank
Helmut P. Einfalt
2008-11-21 09:24:47 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Wolfram Heinrich
Ich toppe mit "Sui".
Naja, bei Bahnens macht man kurzerhand einen PU draus.
SVP ("Selbstverschuldeter Personenschaden") heißt das teilweise bei den
ÖBB.

Helmut
--
Nach dera Zei'n kimmt nix mehr
Andreas Karrer
2008-11-21 21:16:35 UTC
Permalink
Post by Helmut P. Einfalt
SVP ("Selbstverschuldeter Personenschaden") heißt das teilweise bei den
ÖBB.
Die hiesige Partei gleichen Namens versucht gerade, einen Bundesrat,
der schon mal vom Parlament abgewählt wurde, vom gleichen Parlament
wieder wählen zu lassen. Das Resultat dürfte ein selbstverschuldeter
Politpersonalschaden sein.

- Andi
Rüdiger Silberer
2008-11-21 23:54:43 UTC
Permalink
Post by Andreas Karrer
Post by Helmut P. Einfalt
SVP ("Selbstverschuldeter Personenschaden") heißt das teilweise bei den
ÖBB.
Die hiesige Partei gleichen Namens versucht gerade, einen Bundesrat,
der schon mal vom Parlament abgewählt wurde, vom gleichen Parlament
wieder wählen zu lassen. Das Resultat dürfte ein selbstverschuldeter
Politpersonalschaden sein.
So ähnlich wie bei uns in Hessen die SPD.
--
ade, Rüdiger
Erst wenn der letzte Software-Entwickler verhaftet,
und die letzte Idee patentiert ist...
... werdet Ihr merken, daß Rechtsanwälte nicht programmieren können.
Matthias Opatz
2008-11-21 23:26:58 UTC
Permalink
Post by Helmut P. Einfalt
Post by Frank Hucklenbroich
Naja, bei Bahnens macht man kurzerhand einen PU draus.
SVP ("Selbstverschuldeter Personenschaden") heißt das teilweise bei den
ÖBB.
Beide Verschleierungen sind Absicht. Wenn schon einer das Leben satt hat,
soll er das gefälligst mit sich selber abmachen, und nicht noch Dritte
da hineinziehen (Lokführer zum Beispiel). Deshalb kommt diese recht häufige
Methode so selten in öffentlichen Berichten vor. Man muss Selbstmordgeneige
nicht alle Nase lang an diese Variante erinnern. Finde ich richtig.

Matthias
--
Die Regierungen der Päpste waren nur kurz, obgleich immer der Vater
auf den Sohn folgte. Prof. Galletti
Wer zum Kuckuck ist dieser Galletti? => <http://www.galletti.de/>
= Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. =
Volker Gringmuth
2008-11-20 07:57:24 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Gregor Frowein
Es geht natürlich um das Litti-, Poldi., Schwein(s?)i- Tschaui-,
Tschüssi-"I". Die Verkleinerung des Nichtverkleinerbaren.
Der Fachausdruck ist "Läppi-Doitsch".
Supi!


vG
Wolfram Heinrich
2008-11-20 08:55:47 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Gregor Frowein
Es geht natürlich um das Litti-, Poldi., Schwein(s?)i- Tschaui-,
Tschüssi-"I". Die Verkleinerung des Nichtverkleinerbaren.
Der Fachausdruck ist "Läppi-Doitsch".
Supi!
Ah! Ein Kenni.

Ciao
Wolfram
--
Seelenwanderung - au ja! Ich will auch mal eine Indische Prinzessin gewesen
sein.
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Dieter Bruegmann
2008-11-20 09:05:14 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Wolfram Heinrich
Post by Gregor Frowein
Es geht natürlich um das Litti-, Poldi., Schwein(s?)i- Tschaui-,
Tschüssi-"I". Die Verkleinerung des Nichtverkleinerbaren.
Der Fachausdruck ist "Läppi-Doitsch".
Supi!
Ah! Ein Kenni.
Und sogar im Brummi.


Da Didi
ild gestohlen! * FRANKFURT: Johann Wolfgang wird ein echter Goethe * M
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de
Wer andere mit Dreck bewirft, kann selbst nicht ganz sauber sein.
Richard Loebner
2008-11-18 21:15:20 UTC
Permalink
Post by Dieter Bruegmann
Post by Markus Donath
Post by Helga Schulz
Post by Gunhild Simon
Was ich fordere, ist der Verzicht auf Phrasen - Worthülsen nennt man
das metaphorisch.
Es ist aber sehr die Frage, ob auch Formeln unter "Phrasen"
fallen - ganz gewöhnliche Höflichkeitsformeln, wie "Guten Tag!",
"Schönen Tag noch." und dergleichen. Denn in diese Kategorie
gehört mMn das "um Erlaubnis bitten, XY zu dürfen".
"Schönen Tag noch." sollte mit Stockschlägen bestraft werden.
Als nächstes möchtest du auch noch "Mahlzeit!" bestraft haben!
Auf jeden Fall bei MuckDonneralds.
--
Gruß
Richard
Christian Seidl
2008-11-18 21:57:40 UTC
Permalink
Post by Markus Donath
"Schönen Tag noch." sollte mit Stockschlägen bestraft werden.
Kannst du auch einen Grund nennen, warum du hier körperliche Strafen
wiedereinführen willst?

Ch.
Jakob Achterndiek
2008-11-18 22:16:48 UTC
Permalink
Post by Christian Seidl
Post by Markus Donath
"Schönen Tag noch." sollte mit Stockschlägen bestraft werden.
Kannst du auch einen Grund nennen, warum du hier körperliche Strafen
wiedereinführen willst?
Auge um Auge, Zahn um Zahn!
Weil: "Schönen Tag noch" ist genauso eine Körperverletzung
wie Kaufhausmusik oder Achselschweiß!

j/\a
--
Volker Gringmuth
2008-11-19 01:54:43 UTC
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Weil: "Schönen Tag noch" ist genauso eine Körperverletzung
wie Kaufhausmusik oder Achselschweiß!
Angesichts der Anzahl der Menschen auf diesem Planeten, die dem Himmel
danken würden, wären solche Körperverletzungen die einzigen, die ihnen
zugefügt würden, muß ich doch mal konstatieren, daß es uns viel zu gut
zu gehen scheint.


vG
--
Ceterum censeo Popocatepetlum non in Canada sed in Mexico situm esse.

<http://einklich.net>
Florian Ritter
2008-11-19 15:27:49 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Weil: "Schönen Tag noch" ist genauso eine Körperverletzung wie Kaufhausmusik oder Achselschweiß!
Angesichts der Anzahl der Menschen auf diesem Planeten, die dem Himmel
danken würden, wären solche Körperverletzungen die einzigen, die ihnen
zugefügt würden, muß ich doch mal konstatieren, daß es uns viel zu gut
zu gehen scheint.
Es geht uns schlecht, aber auf relativ hohem Niwoh, sorum wird 'n
Schuh draus, Aldäh - fr
Oliver Cromm
2008-11-19 03:37:24 UTC
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Post by Christian Seidl
Post by Markus Donath
"Schönen Tag noch." sollte mit Stockschlägen bestraft werden.
Kannst du auch einen Grund nennen, warum du hier körperliche Strafen
wiedereinführen willst?
Auge um Auge, Zahn um Zahn!
Weil: "Schönen Tag noch" ist genauso eine Körperverletzung
wie Kaufhausmusik oder Achselschweiß!
Dann fordere ich mal im gleichen Sinne Stinkbombenfolter für
Tomatenverkäufer.

Siehe <news:***@mid.crommatograph.info>
--
'Ah yes, we got that keyboard from Small Gods when they threw out their
organ. Unfortunately for complex theological reasons they would only
give us the white keys, so we can only program in C'.
Colin Fine in sci.lang
Florian Ritter
2008-11-19 15:17:16 UTC
Permalink
Post by Markus Donath
"Schönen Tag noch." sollte mit Stockschlägen bestraft werden.
Kannst du auch einen Grund nennen, warum du hier körperliche Strafen wiedereinführen willst?
Ich möchte sprechen, sie sind zielführend - fr
Jakob Achterndiek
2008-11-18 22:06:23 UTC
Permalink
Post by Helga Schulz
Post by Gunhild Simon
Was ich fordere, ist der Verzicht auf Phrasen - Worthülsen nennt man
das metaphorisch.
Es ist aber sehr die Frage, ob auch Formeln unter "Phrasen"
fallen - ganz gewöhnliche Höflichkeitsformeln, wie "Guten Tag!",
"Schönen Tag noch." und dergleichen. Denn in diese Kategorie
gehört mMn das "um Erlaubnis bitten, XY zu dürfen".
So dahersagen mag ja noch angehen. Aber beim Schreiben müssen
da die Bremsklappen ausfahren! Da stimme ich Gunhild zu.
Würde ich meinen wollen, sagen zu dürfen.

j/\a
--
Christian Seidl
2008-11-18 22:19:27 UTC
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Post by Helga Schulz
Es ist aber sehr die Frage, ob auch Formeln unter "Phrasen"
fallen - ganz gewöhnliche Höflichkeitsformeln, wie "Guten Tag!",
"Schönen Tag noch." und dergleichen. Denn in diese Kategorie
gehört mMn das "um Erlaubnis bitten, XY zu dürfen".
So dahersagen mag ja noch angehen. Aber beim Schreiben müssen
da die Bremsklappen ausfahren! Da stimme ich Gunhild zu.
Würde ich meinen wollen, sagen zu dürfen.
Na also: All die genannten Phrasen und auch die Sache mit der
Erlaubnis blablabla *sind* doch typisch für die gesprochene Sprache!

Ch.
Jakob Achterndiek
2008-11-18 22:32:19 UTC
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
So dahersagen mag ja noch angehen.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Na also: All die genannten Phrasen und auch die Sache mit der
Erlaubnis blablabla *sind* doch typisch für die gesprochene Sprache!
^^^
Man wird immerhin fragen dürfen: WESSEN gesprochene Sprache?
^^^^^^
j/\a
--
Gregor Frowein
2008-11-19 06:15:51 UTC
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Post by Jakob Achterndiek
So dahersagen mag ja noch angehen.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Na also: All die genannten Phrasen und auch die Sache mit der
Erlaubnis blablabla *sind* doch typisch für die gesprochene Sprache!
^^^
Man wird immerhin fragen dürfen: WESSEN gesprochene Sprache?
^^^^^^
j/\a
der zitierte Satz existiert nur im Hirn des Redakteurs, der sich für
die abstruse Konstruktion konsequenterweise gleich selbst bestraft.

Da er für seine Erfindung nicht direkt belangt werden will,
konstruiert er einen quasi auktorialen Berichterstatter, der von einer
(aus Gründen der Geschlechtergerechtigkeit weiblichen) Person kündet,
die einen Satz gemacht haben soll.
Post by Jakob Achterndiek
| Erlaubnis: Bei Sätzen wie Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald
| reisen zu dürfen handelt es sich eigentlich um einen Pleonasmus.
| Ausreichend: Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald zu reisen.
© Duden - Richtiges und gutes Deutsch, 6. Aufl. Mannheim 2007 [CD-ROM]
Daß der Pleonasmus im übrigen ein bewährtes, ja notwendiges
evolutionäres Konzept ist (z. B. zwei Eier) und die Sprache sich
nicht gekünstelt vom Leben entfernen sollte, sei nur am Rande erwähnt.

Gruß
Gregor
Ewald Pfau
2008-11-19 09:13:09 UTC
Permalink
Post by Gregor Frowein
Post by Yvonne Steiner
| Erlaubnis: Bei Sätzen wie Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald
| reisen zu dürfen handelt es sich eigentlich um einen Pleonasmus.
| Ausreichend: Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald zu reisen.
© Duden - Richtiges und gutes Deutsch, 6. Aufl. Mannheim 2007 [CD-ROM]
Daß der Pleonasmus im übrigen ein bewährtes, ja notwendiges
evolutionäres Konzept ist (z. B. zwei Eier) und die Sprache sich
nicht gekünstelt vom Leben entfernen sollte, sei nur am Rande erwähnt.
Ich habe das deutliche Gefühl, dass hier die privatwirtschaftliche Referenz
irrt, reichlich plump zudem. Zur Herleitung, warum das nicht nur ein
Pleonasmus ist, kann ich nur als Versuch den Umweg anbieten:

Eine Erlaubnis bezieht sich rein auf eine Möglichkeit, erscheint dann als
Gewinn durch den erzielten Konsens. Nur rein den Vollzug der Möglichkeit
erlauben zu wollen, ist hingegen unverfroren und anmaßend, weil es einen
Verlust bedeutet, wenn, statt einen Konsens über eine Möglichkeit
bereitzustellen, stattdessen ein konkretes Verhalten vorwegnehmend
nahegelegt wird. Gerade wenn die Denkgewohnheiten mit Technoquack
einbetoniert sind, fällt dieser Charakter der Anmaßung weniger auf, da man
in strikt einseitiger logischer Schulung die Vorwegnahme einer Möglichkeit
(als Vielfalt) bereits für die Vorwegnahme der Entscheidung für die
Möglichkeit hält (eine Einschränkung nach konkreter Auswahl aus der
Vielfalt).

Wenn der akademische Syntaktiker mit moralischen Ambitionen den Unterschied
verwischt, positioniert er sich nur in billiger politischer Korrektheit, als
da er die Abschaffung der Schlitzohrigkeit als Selbstverständlichkeit
postuliert (gar in Folge logischer Richtigkeiten), statt den Schutz davor in
Schutz zu nehmen.

Ich kann mich trotz einer Erlaubnis immer noch entscheiden, wie ich will,
und das wichtigste ist, dass dies den Erlauber garnichts angeht, wie ich
mich dann tatsächlich verhalte. Kurz, der Gewinn, durch den Konsens alleine
über die Möglichkeit, ist sprachlich eingefangen mit der Wendung 'erlauben
... zu dürfen'.

Mit der Wendung 'erlauben ... zu tun' wird nicht nur nach dem Einverständnis
gefragt, sondern zugleich eine Zeugenschaft erbeten, weil ja das Versprechen
mit ins Spiel gebracht wird, dass das Erfragte dann auch getan wird.
Peter Gründler
2008-11-20 06:21:59 UTC
Permalink
Post by Ewald Pfau
Eine Erlaubnis bezieht sich rein auf eine Möglichkeit, erscheint dann als
Gewinn durch den erzielten Konsens. Nur rein den Vollzug der Möglichkeit
erlauben zu wollen, ist hingegen unverfroren und anmaßend, weil es einen
Verlust bedeutet, wenn, statt einen Konsens über eine Möglichkeit
bereitzustellen, stattdessen ein konkretes Verhalten vorwegnehmend
nahegelegt wird.
[...]
Ich kann mich trotz einer Erlaubnis immer noch entscheiden, wie ich will,
und das wichtigste ist, dass dies den Erlauber garnichts angeht, wie ich
mich dann tatsächlich verhalte.
Wow! Das als erste Antwort auf mein OP, und der thread hätte zwei postings
gebraucht.
P
Florian Ritter
2008-11-19 15:37:32 UTC
Permalink
Post by Gregor Frowein
Daß der Pleonasmus im übrigen ein bewährtes, ja notwendiges
evolutionäres Konzept ist  (z. B. zwei Eier)
Er meinte: Testikel. fr
Volker Gringmuth
2008-11-19 19:39:38 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by Gregor Frowein
Daß der Pleonasmus im übrigen ein bewährtes, ja notwendiges
evolutionäres Konzept ist  (z. B. zwei Eier)
Er meinte: Testikel. fr
Oder Ovarien.


v"gleichberechtigend"G
--
Ceterum censeo Popocatepetlum non in Canada sed in Mexico situm esse.

<http://einklich.net>
Peter Gründler
2008-11-20 06:24:23 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Post by Florian Ritter
Post by Gregor Frowein
Daß der Pleonasmus im übrigen ein bewährtes, ja notwendiges
evolutionäres Konzept ist  (z. B. zwei Eier)
Er meinte: Testikel. fr
Oder Ovarien.
Wenn Ovarien nur jeweils ein Ei/eine Eizelle produzierten, wäre der Erde
die Menschheit erspart geblieben. Oder das Geschlechtsverhalten der
Großstädter sähe ganz wesentlich anders aus.

P"auf der Mauer auf der Lauer sitzt a..."
Volker Gringmuth
2008-11-20 08:01:00 UTC
Permalink
Post by Peter Gründler
Post by Volker Gringmuth
Post by Florian Ritter
Post by Gregor Frowein
Daß der Pleonasmus im übrigen ein bewährtes, ja notwendiges
evolutionäres Konzept ist  (z. B. zwei Eier)
Er meinte: Testikel. fr
Oder Ovarien.
Wenn Ovarien nur jeweils ein Ei/eine Eizelle produzierten, wäre
der Erde die Menschheit erspart geblieben. Oder das
Geschlechtsverhalten der Großstädter sähe ganz wesentlich anders
aus.
Wenn Testikel dies mit Spermatozoen täten, verhielte es sich ähnlich.
Das ist also kein Argument gegen - ähm - meine Ovarien.


vG
Peter Gründler
2008-11-20 08:16:58 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Post by Peter Gründler
Post by Volker Gringmuth
Post by Florian Ritter
Post by Gregor Frowein
Daß der Pleonasmus im übrigen ein bewährtes, ja notwendiges
evolutionäres Konzept ist  (z. B. zwei Eier)
Er meinte: Testikel. fr
Oder Ovarien.
Wenn Ovarien nur jeweils ein Ei/eine Eizelle produzierten, wäre
der Erde die Menschheit erspart geblieben. Oder das
Geschlechtsverhalten der Großstädter sähe ganz wesentlich anders
aus.
Wenn Testikel dies mit Spermatozoen täten, verhielte es sich ähnlich.
Das ist also kein Argument gegen - ähm - meine Ovarien.
Ich finde doch. Denn Eier(m)=Testikel, Eier(w)=Eizelle
P
Volker Gringmuth
2008-11-20 08:26:28 UTC
Permalink
Post by Peter Gründler
Post by Volker Gringmuth
Post by Peter Gründler
Post by Volker Gringmuth
Post by Florian Ritter
Post by Gregor Frowein
Daß der Pleonasmus im übrigen ein bewährtes, ja notwendiges
evolutionäres Konzept ist  (z. B. zwei Eier)
Er meinte: Testikel. fr
Oder Ovarien.
Wenn Ovarien nur jeweils ein Ei/eine Eizelle produzierten, wäre
der Erde die Menschheit erspart geblieben. Oder das
Geschlechtsverhalten der Großstädter sähe ganz wesentlich anders
aus.
Wenn Testikel dies mit Spermatozoen täten, verhielte es sich
ähnlich. Das ist also kein Argument gegen - ähm - meine Ovarien.
Ich finde doch. Denn Eier(m)=Testikel, Eier(w)=Eizelle
Ich finde, Du nimmst meinen Beitrag zu ernst. Mir ging es nicht darum,
daß mit "Eier" auch Ovarien gemeint sein könnten, sondern darum, daß
evolutionär wirksame Redundanz sich nicht auf männliche Aspekte
beschränkt.

Daher der Zusatz "gleichberechtigend" in meiner Unterschrift.
Außerdem eine Hommage an den faszinierenden Disput der FvJ in der
Kindervorstellung. Das ist jetzt aber schon hart am Witze-Erklären.


vG
Peter Gründler
2008-11-20 11:54:34 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Post by Peter Gründler
Ich finde doch. Denn Eier(m)=Testikel, Eier(w)=Eizelle
Ich finde, Du nimmst meinen Beitrag zu ernst.
Ein Fehler, der mir ganz allgemein viel zu oft passiert.
Post by Volker Gringmuth
Kindervorstellung. Das ist jetzt aber schon hart am Witze-Erklären.
Lokale Witze sind eh nicht erklärbar.
.oO(Es gibt Witze in .xX[nein! halt den Mund,Peter]...ok)
P
Florian Ritter
2008-11-19 15:23:55 UTC
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Post by Helga Schulz
Post by Gunhild Simon
Was ich fordere, ist der Verzicht auf Phrasen - Worthülsen nennt man
das metaphorisch.
Es ist aber sehr die Frage, ob auch Formeln unter "Phrasen"
fallen - ganz gewöhnliche Höflichkeitsformeln, wie "Guten Tag!",
"Schönen Tag noch." und dergleichen. Denn in diese Kategorie
gehört mMn das "um Erlaubnis bitten, XY zu dürfen".
So dahersagen mag ja noch angehen. Aber beim Schreiben müssen
da die Bremsklappen ausfahren!
Er meinte: Schubumkehr aktivieren. fr
Volker Gringmuth
2008-11-19 19:40:39 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by Jakob Achterndiek
So dahersagen mag ja noch angehen. Aber beim Schreiben müssen
da die Bremsklappen ausfahren!
Er meinte: Schubumkehr aktivieren. fr
O nein, Herr Ritter. Bremsklappen sind etwas anderes.


vG
--
Ceterum censeo Popocatepetlum non in Canada sed in Mexico situm esse.

<http://einklich.net>
Helga Schulz
2008-11-18 19:49:34 UTC
Permalink
Post by Ekkehard Dengler
Post by Helga Schulz
Post by Yvonne Steiner
Post by Yvonne Steiner
Erlaubnis: Bei Sätzen wie Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald
reisen zu dürfen handelt es sich eigentlich um einen Pleonasmus.
Ausreichend: Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald zu reisen.
Und das schreiben die so hin? Gleich 2 Gründe,
Post by Yvonne Steiner
© Duden - Richtiges und gutes Deutsch, 6. Aufl. Mannheim 2007 [CD-ROM]
auf die schwarze Liste "nie kaufen!" zu setzen. Erst lassen sie
die Anführungszeichen um den Beispielsatz aus, dann empfehlen sie
eine Satzwendung, die völlig unidiomatisch ist.
Mir scheint, du schließt hier von deinem persönlichen auf den allgemeinen
Sprachgebrauch, denn die Variante ohne "dürfen" ist auf jeden Fall auch
üblich.
Das möchte ich diskutiert haben, hier. Ich halte das nämlich für
eine "Kautsch". Gunhild und Du sind mir zuwenig, um dieser
Schwundform schon Allgemeinheit zuzusprechen.
Christian Seidl
2008-11-18 21:59:54 UTC
Permalink
Post by Helga Schulz
Post by Ekkehard Dengler
Mir scheint, du schließt hier von deinem persönlichen auf den allgemeinen
Sprachgebrauch, denn die Variante ohne "dürfen" ist auf jeden Fall auch
üblich.
Das möchte ich diskutiert haben, hier. Ich halte das nämlich für
eine "Kautsch". Gunhild und Du sind mir zuwenig, um dieser
Schwundform schon Allgemeinheit zuzusprechen.
Bitte sehr: Mir kommt die Form ohne "dürfen" auch unidiomatisch vor.

Ch.
Ekkehard Dengler
2008-11-19 01:28:00 UTC
Permalink
Post by Christian Seidl
Post by Helga Schulz
Post by Ekkehard Dengler
Mir scheint, du schließt hier von deinem persönlichen auf den
allgemeinen Sprachgebrauch, denn die Variante ohne "dürfen" ist auf
jeden Fall auch üblich.
Das möchte ich diskutiert haben, hier. Ich halte das nämlich für
eine "Kautsch". Gunhild und Du sind mir zuwenig, um dieser
Schwundform schon Allgemeinheit zuzusprechen.
Die kürzere Form ist nicht etwa erst in letzter Zeit durch Verkürzung der
pleonastischen entstanden, sondern liegt schon immer so nahe wie der
Ausdruck "die Möglichkeit, etwas zu tun". "Können" ist im Zusammenhang mit
"Möglichkeit" so redundant wie "dürfen" im Zusammenhang mit "Erlaubnis".
Damit ist natürlich nichts darüber ausgesagt, wie oft "dürfen" tatsächlich
verwendet oder weggelassen wird.
Post by Christian Seidl
Bitte sehr: Mir kommt die Form ohne "dürfen" auch unidiomatisch vor.
Dann schließt du offenbar wie Helga von dir auf die Allgemeinheit. Was
üblich ist, kann nicht unidiomatisch sein, und wenn dir die Form ohne
"dürfen" ungewöhnlich vorkommt, hast du falsche Vorstellungen vom
bestehenden Sprachgebrauch. Google doch zum Beispiel mal nach

"bat um die erlaubnis" OR "die erlaubnis bat" OR "die Erlaubnis gebeten" OR
"die Erlaubnis bitten"

Die Form ohne "dürfen" scheint insgesamt etwas seltener zu sein, ist aber
auch üblich. Hier sind ein paar Beispiele:

http://www.sueddeutsche.de/sport/weitere/artikel/494/132254/
"Ebenso wie der Sportartikelkonzern hatte der DFB beim FC Chelsea schon vor
Wochen um die Erlaubnis gebeten, Ballack für den Zweck der Aufnahmen vom
Trainingsbetrieb freizustellen."

http://tinyurl.com/6yyfd7
"Sie bat um die Erlaubnis, den Artikel in grossen Mengen an Ärzte und
Ernährungsberater zu verteilen."

http://tinyurl.com/6gochx
"Die Darbietung war eher farblos, und das Publikum wirkte gelangweilt bis zu
jenem Moment, als Polonius' Sohn Laertes den König um die Erlaubnis bat,
nach Paris zurückzukehren."

http://www.zeit.de/1966/11/Tod-am-Fudji
"Er hatte zuvor um die Erlaubnis gebeten, vom Instrumenten- auf Sichtflug
überzugehen."

http://tinyurl.com/5p5hwn
"Ahmadineschad hatte aus Anlass seiner bevorstehenden Teilnahme an der
Vollversammlung der Vereinten Nationen um die Erlaubnis gebeten, den Ort
zweier Anschläge mit Flugzeugen vom 11. September 2001 zu besuchen."

http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2003/11/01/a0243
"In einem heftigen Tanz der Worte, der in seiner Schwindelbewegung
klarstellte, dass es die Poesie sei, 'die sich trotz allem für die
eigentliche und wesentliche Produktivkraft hält', löste Rühmkorf das
Dilemma, indem er um die Erlaubnis bat, das Preisgeld zu Hause bei sich in
Hamburg weiterzugeben bzw. umzuwidmen an den daheim gebliebenen Poeten, dass
der nicht weiter verwildere zum verbiesterten Desperado."

Grüße,
Ekkehard
Thomas Hertel
2008-11-19 10:33:41 UTC
Permalink
Post by Ekkehard Dengler
Die Form ohne "dürfen" scheint insgesamt etwas seltener zu sein, ist aber
auch üblich.
Ich finde sie wesentlich angebrachter. Auch wenn sie, wie im ersten
Beispiel, genauso in die Hose gehen kann.
Post by Ekkehard Dengler
http://www.sueddeutsche.de/sport/weitere/artikel/494/132254/
"Ebenso wie der Sportartikelkonzern hatte der DFB beim FC Chelsea schon vor
Wochen um die Erlaubnis gebeten, Ballack für den Zweck der Aufnahmen vom
Trainingsbetrieb freizustellen."
"um die Erlaubnis" ist hier überflüssig und verfälscht die Aussage
komplett. Hier will nicht der DFB freistellen, sondern das soll der FC
Chelsea.

Gruß
Thomas
Ekkehard Dengler
2008-11-19 11:31:36 UTC
Permalink
Post by Thomas Hertel
Post by Ekkehard Dengler
Die Form ohne "dürfen" scheint insgesamt etwas seltener zu sein, ist
aber auch üblich.
Ich finde sie wesentlich angebrachter. Auch wenn sie, wie im ersten
Beispiel, genauso in die Hose gehen kann.
Post by Ekkehard Dengler
http://www.sueddeutsche.de/sport/weitere/artikel/494/132254/
"Ebenso wie der Sportartikelkonzern hatte der DFB beim FC Chelsea
schon vor Wochen um die Erlaubnis gebeten, Ballack für den Zweck der
Aufnahmen vom Trainingsbetrieb freizustellen."
"um die Erlaubnis" ist hier überflüssig und verfälscht die Aussage
komplett. Hier will nicht der DFB freistellen, sondern das soll der FC
Chelsea.
Stimmt! Eine Anmerkung aber noch: Ich wollte mich nicht an einer Diskussion
über Für und Wider beteiligen, sondern lediglich darauf hinweisen, dass die
knappere Ausdrucksweise nicht "völlig unidiomatisch" ist.

Grüße,
Ekkehard
Christian Seidl
2008-11-19 11:27:15 UTC
Permalink
Post by Ekkehard Dengler
Post by Christian Seidl
Bitte sehr: Mir kommt die Form ohne "dürfen" auch unidiomatisch vor.
Dann schließt du offenbar wie Helga von dir auf die Allgemeinheit. Was
üblich ist, kann nicht unidiomatisch sein, und wenn dir die Form ohne
"dürfen" ungewöhnlich vorkommt, hast du falsche Vorstellungen vom
bestehenden Sprachgebrauch. Google doch zum Beispiel mal nach
Du solltest nicht Schlüsse ziehen, die nicht angebracht sind. Helga
wollte andere Meinungen hören, ich habe *meine* gesagt – und zwar
ausdrücklich als *meine* etikettiert: Es kommt mir so vor. Capisci?

Ch.
Ekkehard Dengler
2008-11-19 11:51:49 UTC
Permalink
Post by Christian Seidl
Post by Ekkehard Dengler
Post by Christian Seidl
Bitte sehr: Mir kommt die Form ohne "dürfen" auch unidiomatisch vor.
Dann schließt du offenbar wie Helga von dir auf die Allgemeinheit.
Was üblich ist, kann nicht unidiomatisch sein, und wenn dir die Form
ohne "dürfen" ungewöhnlich vorkommt, hast du falsche Vorstellungen
vom bestehenden Sprachgebrauch. Google doch zum Beispiel mal nach
Du solltest nicht Schlüsse ziehen, die nicht angebracht sind. Helga
wollte andere Meinungen hören, ich habe *meine* gesagt – und zwar
ausdrücklich als *meine* etikettiert: Es kommt mir so vor. Capisci?
Ich habe keine unangebrachten Schlüsse gezogen, sondern vor allem
festgestellt, dass du dich wie Helga irrst. Man kann die eine oder die
andere Ausdrucksweise vorziehen, aber darüber, ob die kürzere
"unidiomatisch" ist, kann man nicht "diskutieren", denn sie ist es einfach
nicht. "Unidiomatisch" nennt man nicht etwa einen Ausdruck, den man selbst
nicht verwendet oder nicht mag, sondern einen, der von Muttersprachlern im
Allgemeinen nicht verwendet wird, von Fehlleistungen einmal abgesehen.

Die Aussage, der Satz "Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald zu reisen"
sei "unidiomatisch", ist nachweislich falsch; da gibt es keinen Platz für
persönliche Meinungen. "Wieso" ist seltener als "warum", aber deswegen nicht
unidiomatisch.

Da ihr die gleiche Fehleinschätzung geäußert habt und beide die
pleonastische Variante vorzieht, liegt der Schluss nahe, dass ihr von eurem
eigenen Sprachgebrauch auf den der Allgemeinheit schließt. Da ich das
natürlich nicht mit Sicherheit sagen kann, habe ich "Mir scheint" bzw.
"offenbar" geschrieben.

Grüße,
Ekkehard
Oliver Cromm
2008-11-19 18:15:36 UTC
Permalink
Post by Ekkehard Dengler
Die Aussage, der Satz "Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald zu reisen"
sei "unidiomatisch", ist nachweislich falsch; da gibt es keinen Platz für
persönliche Meinungen.
Diese Aussage überrascht mich; "idiomatisch" klingt für mich nicht wie
etwas objektiv meßbares.

Ich vermute zwei verschiedene Auffassungen von "idiomatisch". Für Dich
ist anscheinend alles idiomatisch, was hinreichend oft gesagt wird, für
mich kann etwas verbreitet sein, aber dennoch auf mich unidiomatisch
wirken, das heißt leicht daneben oder ungeschickt, obwohl daran nichts
falsch ist.

Zum Beispiel könnte ich die übliche Aufschrift: "Laut Gesetz ohne
Konservierungsstoffe" entweder als semantisch falsch einstufen oder aber
als einen unidiomatischen Gebrauch von "laut".
--
Java is kind of like kindergarten. There are lots of rules you have to
remember. If you don't follow them, the compiler makes you sit in the
corner until you do. - Don Raab
Ekkehard Dengler
2008-11-20 01:09:02 UTC
Permalink
Post by Oliver Cromm
Post by Ekkehard Dengler
Die Aussage, der Satz "Sie bat um die Erlaubnis, möglichst bald zu
reisen" sei "unidiomatisch", ist nachweislich falsch; da gibt es
keinen Platz für persönliche Meinungen.
Diese Aussage überrascht mich; "idiomatisch" klingt für mich nicht wie
etwas objektiv meßbares.
Die am besten etablierte Bedeutung von "idiomatisch" (in den meisten
Wörterbüchern steht keine andere) kann man mit "semantisch undurchsichtig"
angeben: Die Wendung "jemandem auf den Zeiger gehen" ist beispielsweise
idiomatisch, weil sie nicht das bedeutet, was "jemandem", "auf", "den",
"Zeiger" und "gehen", jeweils für sich betrachtet, nahelegen. Wie stark ein
Ausdruck idiomatisiert ist, lässt sich zwar nicht messen, aber Abstufungen
kann man schon angeben, und dabei ist Objektivität natürlich eine Hilfe.
Allerdings bin ich davon ausgegangen, dass Helga "unidiomatisch" nicht in
diesem Sinn verwendet.

Die einzige andere Bedeutung von "idiomatisch", die ich kenne, ist die vom
englischen "idiomatic" übernommene "[in Bezug auf Sprachgebrauch] typisch".
Dementsprechend ist alles "idiomatisch", was Muttersprachler oft sagen oder
schreiben. Wenn zwei bedeutungsgleiche und formal ähnliche Ausdrücke
annähernd gleich häufig im ähnlichen Zusammenhängen vorkommen, kann keiner
der beiden in diesem Sinn "unidiomatisch" sein.

Dass in dem Zitat aus der Duden-Grammatik das Wort "dürfen" nicht vorkommt,
ist alles andere als ungewöhnlich, wie ein beliebiges Korpus zeigen würde.
Natürlich ist die pleonastische Variante ebenfalls typisch, aber darüber
sind wir uns, denke ich, ja alle einig. Bei der Einschätzung von
Gebrauchshäufigkeiten vertut man sich leicht, weil man Ausdrücke, die man
selbst verwendet, einfach öfter hört und liest. Wer "Ich tue mir schwer
damit" sagt, dem kommt "Ich tue mich schwer damit" in der Regel seltener vor
als jemandem, der "Ich tue mich schwer damit" sagt.
Post by Oliver Cromm
Zum Beispiel könnte ich die übliche Aufschrift: "Laut Gesetz ohne
Konservierungsstoffe" entweder als semantisch falsch einstufen oder
aber als einen unidiomatischen Gebrauch von "laut".
Darüber haben wir vor dreieinhalb Jahren schon einmal diskutiert. Ich bin
mir nicht sicher, ob "laut" hier nicht doch die übliche Bedeutung hat.
Jedenfalls besteht ein wichtiger Unterschied zwischen deinem Beispiel und
dem Satz mit "Erlaubnis" darin, dass die Aufschrift "Laut Gesetz ..." sehr
oft wortgleich reproduziert wird. Sie ist insofern "idiomatisch", als sie
üblich ist. Aus diesem Grund würde ich sie heute auch nicht mehr als
"falsch" einstufen, obwohl ich zugeben muss, dass sie mir eine Zeit lang so
vorkam. Wer den Hinweis heute irgendwo aufdrucken lässt, kann sich auf
unzählige Vorgänger berufen.

Und wenn "laut" hier etwas anderes bedeutet als normalerweise, dann ist die
Aufschrift in einem anderen Sinn idiomatisch: Der Sinn des gesamten
Ausdrucks lässt sich nicht aus der üblichen Bedeutung seiner Bestandteile
erschließen.

Grüße,
Ekkehard
Gunhild Simon
2008-11-19 12:26:40 UTC
Permalink
On 18 Nov., 22:59, Christian Seidl <***@indoger.unizh.ch> wrote:

Der Ausgangssatz lautete:
Ich bitte um die Erlaubnis mich entfernen zu dürfen.
Post by Christian Seidl
Bitte sehr: Mir kommt die Form ohne "dürfen" auch unidiomatisch vor.
Mine Argumentation ist, dürfen ist im Zusammenhang mit Erlaubnis
überflüssig. Ichstime also mit der zitierten DUDEN-Referenz überein.

Zur Untermauerung meiner Ansicht stricke ich den Satz geringfügig um:
Ich bitte dich, mir zu erlauben, gehen zu dürfen.

Mutig wie immer erlaube ich mir, auf meinen heutigen, davon
inspirierten (leider noch unillustrierten*) Blogbeitrag hinweisen zu
dürfen.:-)

* Für die Illustration suche ich noch das passende Bild vom
Bohnenstroh.

Gruß
Gunhild
www.blog.institut1.de
Oliver Cromm
2008-11-19 18:15:35 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
Ich bitte um die Erlaubnis mich entfernen zu dürfen.
Post by Christian Seidl
Bitte sehr: Mir kommt die Form ohne "dürfen" auch unidiomatisch vor.
Mine Argumentation ist, dürfen ist im Zusammenhang mit Erlaubnis
überflüssig. Ichstime also mit der zitierten DUDEN-Referenz überein.
Ich bitte dich, mir zu erlauben, gehen zu dürfen.
So funktioniert die Sprache nicht. Eine andere Konstruktion konstituiert
keine echte Untermauerung, allenfalls ein Indiz.

Als Beispiel soll Georgs Pleonasmus-Beispiel dienen. "Mehr als ein Ei"
ist gleichbedeutend mit "Eier". "Zwei mehr als ein Ei" ist unidiomatisch
und absurd. Was besagt das über "zwei Eier"?
--
Give a man a fish and you feed him for a day; teach him to use the 'Net
and he won't bother you for weeks.
Stefan Ram
2008-11-15 22:42:40 UTC
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Post by Peter Gründler
Fragt man um Erlaubnis, etwas zu tun
oder
um Erlaubnis, etwas tun zu dürfen?
Das erste ist korrekt (und umfaßt das zweite für den Fall,
daß das »Tun« aus dem ersten das »Dürfen« aus dem zweiten ist).

Das zweite wäre auch korrekt, wenn die Verdoppelung »Dürfen
dürfen« wirklich gemeint sein sollte, was aber wohl sehr
selten zutrifft; wenn es nicht zutrifft, ist das zweite bei
strenger Auslegung semantisch falsch, aber
umgangssprachlich/pragmatisch ebenfalls korrekt oder
wenigstens akzeptabel.
Gunhild Simon
2008-11-16 08:13:31 UTC
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Post by Peter Gründler
Fragt man um Erlaubnis, etwas zu tun
oder
um Erlaubnis, etwas tun zu dürfen?
Gelungener finde ich allemal, "um Erlaubnis bitten" statt "fragen".

Pleonasmen wie die "Erlaubnis, ... zu dürfen, die Fähigkeit, .... zu
können" klingen bei Lichte besehen töricht und hohl.

Es zeugt von Präzision des Denkens, dies zu vermeiden.

Das betrifft nach meinem Verständnis auch:

den Anfang machen, ... zu beginnen, einzuleiten
die Initiative ergreifen, den ersten Schritt zu gehen, ... einzuführen
das Wagnis, den Mut zu haben zu ...
den Mut zu haben, zu ... wagen
Zwang, Notwendigkeit, Unausweichlichkeit, ... zu müssen
Pflicht, ... zu sollen
Recht, Berechtigung, Genehmigung ... zu dürfen, nicht zu brauchen

Weiterhin betrifft dies sogar höfliche Floskeln wie:" Hiermit (womit
denn sonst?) möchte ich Ihnen meine besten Wünsche aussprechen (tue
ich doch schon!)".

Bei der Höflichkeit beißt sich die Katze in den Schwanz: "Ich möchte
Sie höflichst bitten, ..." ist ja eigentlich eine strikte
Aufforderung.

Gruß
Gunhild
Walter Schmid
2008-11-16 09:50:42 UTC
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Post by Gunhild Simon
Post by Peter Gründler
Fragt man um Erlaubnis, etwas zu tun
oder
um Erlaubnis, etwas tun zu dürfen?
Gelungener finde ich allemal, "um Erlaubnis bitten" statt "fragen".
Heureka! Du bestätigst mein diffuses Gefühl, irgend etwas sei
falsch gewesen.

Gruss

Walter
Neil Asset
2008-11-17 13:59:41 UTC
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Post by Gunhild Simon
Weiterhin betrifft dies sogar höfliche Floskeln wie:" Hiermit (womit
denn sonst?) möchte ich Ihnen meine besten Wünsche aussprechen (tue
ich doch schon!)".
"Hiermit" finde ich in der geschriebenen Sprache durchaus akzeptabel,
zeigt es doch an, wozu der Brief/das Schreiben gedacht ist.
"Hiermit kündige ich mein Abo" finde ich daher völlig in Ordnung.

Viele Grüße

Neil
Ewald Pfau
2008-11-17 19:44:45 UTC
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Post by Neil Asset
Post by Gunhild Simon
Weiterhin betrifft dies sogar höfliche Floskeln wie:" Hiermit (womit
denn sonst?) möchte ich Ihnen meine besten Wünsche aussprechen (tue
ich doch schon!)".
"Hiermit" finde ich in der geschriebenen Sprache durchaus akzeptabel,
zeigt es doch an, wozu der Brief/das Schreiben gedacht ist.
"Hiermit kündige ich mein Abo" finde ich daher völlig in Ordnung.
Die entscheidende Wendung im performativen Aspekt des Sprachgebrauchs wird
hier betont - statt mit Sprache zu beschreiben wird mittels des Gebrauchs
von Sprache eine Handlung gesetzt.

Zur Sprechakttheorie haben sich einst wohl John Austin und John Searle
hervorgetan (Tante Wiki hat mehr dazu). Hab das meiste wohl vergessen, weil
es sich kursorisch unter der Performanz des Sprachgebrauchs zusammenfassen
lassen sollte (womit sich die Frage beantwortet: wie gelingt das
Sprachverständnis im Moment des Sprachgebrauchs).
Rüdiger Silberer
2008-11-17 22:33:16 UTC
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Post by Neil Asset
Post by Gunhild Simon
Weiterhin betrifft dies sogar höfliche Floskeln wie:" Hiermit (womit
denn sonst?) möchte ich Ihnen meine besten Wünsche aussprechen (tue
ich doch schon!)".
"Hiermit" finde ich in der geschriebenen Sprache durchaus akzeptabel,
zeigt es doch an, wozu der Brief/das Schreiben gedacht ist.
Das sieht man auch ohne das höchst überflüssige "hiermit".
Post by Neil Asset
"Hiermit kündige ich mein Abo" finde ich daher völlig in Ordnung.
Ich nicht, ich lasse das weg.
--
ade, Rüdiger
Erst wenn der letzte Software-Entwickler verhaftet,
und die letzte Idee patentiert ist...
... werdet Ihr merken, daß Rechtsanwälte nicht programmieren können.
Ingo Menger
2008-11-18 14:39:36 UTC
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Post by Rüdiger Silberer
Post by Neil Asset
Post by Gunhild Simon
Weiterhin betrifft dies sogar höfliche Floskeln wie:" Hiermit (womit
denn sonst?) möchte ich Ihnen meine besten Wünsche aussprechen (tue
ich doch schon!)".
"Hiermit" finde ich in der geschriebenen Sprache durchaus akzeptabel,
zeigt es doch an, wozu der Brief/das Schreiben gedacht ist.
Das sieht man auch ohne das höchst überflüssige "hiermit".
Post by Neil Asset
"Hiermit kündige ich mein Abo" finde ich daher völlig in Ordnung.
Ich nicht, ich lasse das weg.
Du schreibst "Kündige ich mein Abo?"

Das ist ungefähr so verständlich wie: "Das Schreiben, das Sie in
Händen halten, ist rechtsförmlicher Ausdruck der Kündigung des
Abonnements des Unterzeichneten."
Ignatios Souvatzis
2008-11-18 19:59:46 UTC
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Post by Ingo Menger
Post by Rüdiger Silberer
Post by Neil Asset
Post by Gunhild Simon
Weiterhin betrifft dies sogar höfliche Floskeln wie:" Hiermit (womit
denn sonst?) möchte ich Ihnen meine besten Wünsche aussprechen (tue
ich doch schon!)".
"Hiermit" finde ich in der geschriebenen Sprache durchaus akzeptabel,
zeigt es doch an, wozu der Brief/das Schreiben gedacht ist.
Das sieht man auch ohne das höchst überflüssige "hiermit".
Post by Neil Asset
"Hiermit kündige ich mein Abo" finde ich daher völlig in Ordnung.
Ich nicht, ich lasse das weg.
Du schreibst "Kündige ich mein Abo?"
Das ist ungefähr so verständlich wie: "Das Schreiben, das Sie in
Händen halten, ist rechtsförmlicher Ausdruck der Kündigung des
Abonnements des Unterzeichneten."
Ich habe mich heute morgen in der Bahnhofsbäckerei davor zurückgeschreckt,
"Ich erwürbe gern vier Stück von Ihren Buttercroissant's[1]." zu äußern.

-is

[1] Sic! "Angebot: 2 Croissant's - 1 Euro"
--
seal your e-mail: http://www.gnupg.org/
Neil Asset
2008-11-19 11:53:15 UTC
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Post by Ingo Menger
Das ist ungefähr so verständlich wie: "Das Schreiben, das Sie in
Händen halten, ist rechtsförmlicher Ausdruck der Kündigung des
Abonnements des Unterzeichneten."
Das hat was. Diesen Stil muss ich mir unbedingt für den Briefverkehr
mit Behörden und Versicherungen angewöhnen.

Danke! :-)

Viele Grüße

Neil
Heinz Lohmann
2008-11-20 01:35:02 UTC
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Post by Neil Asset
Post by Ingo Menger
Das ist ungefähr so verständlich wie: "Das Schreiben, das Sie in
Händen halten, ist rechtsförmlicher Ausdruck der Kündigung des
Abonnements des Unterzeichneten."
Das hat was. Diesen Stil muss ich mir unbedingt für den Briefverkehr
mit Behörden und Versicherungen angewöhnen.
Me, too! Muss unbedingt in mein Fach "Ämtergeschwurbel".

mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25°07'58"N 121°27'56"E
--
Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Frank Husel
2008-11-20 02:20:25 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Neil Asset
Post by Ingo Menger
Das ist ungefähr so verständlich wie: "Das Schreiben, das Sie in
Händen halten, ist rechtsförmlicher Ausdruck der Kündigung des
Abonnements des Unterzeichneten."
Das hat was. Diesen Stil muss ich mir unbedingt für den Briefverkehr
mit Behörden und Versicherungen angewöhnen.
Me, too! Muss unbedingt in mein Fach "Ämtergeschwurbel".
mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25°07'58"N 121°27'56"E
Oh, du hast eine Sammlung?
Kann man die vielleicht irgendwo im Netz...? ;-)


Grüße
Frank
Rüdiger Silberer
2008-11-20 12:40:32 UTC
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Post by Ingo Menger
Post by Rüdiger Silberer
Post by Neil Asset
Post by Gunhild Simon
Weiterhin betrifft dies sogar höfliche Floskeln wie:" Hiermit (womit
denn sonst?) möchte ich Ihnen meine besten Wünsche aussprechen (tue
ich doch schon!)".
"Hiermit" finde ich in der geschriebenen Sprache durchaus akzeptabel,
zeigt es doch an, wozu der Brief/das Schreiben gedacht ist.
Das sieht man auch ohne das höchst überflüssige "hiermit".
Post by Neil Asset
"Hiermit kündige ich mein Abo" finde ich daher völlig in Ordnung.
Ich nicht, ich lasse das weg.
Du schreibst "Kündige ich mein Abo?"
Nein, rate doch mal wie ich den Satz umstelle damit er richtig wird.
Post by Ingo Menger
Das ist ungefähr so verständlich wie: "Das Schreiben, das Sie in
Händen halten, ist rechtsförmlicher Ausdruck der Kündigung des
Abonnements des Unterzeichneten."
Sehr schön.
--
ade, Rüdiger
Erst wenn der letzte Software-Entwickler verhaftet,
und die letzte Idee patentiert ist...
... werdet Ihr merken, daß Rechtsanwälte nicht programmieren können.
Heinz Brueckner
2008-11-18 10:54:51 UTC
Permalink
Post by Neil Asset
Post by Gunhild Simon
Weiterhin betrifft dies sogar höfliche Floskeln wie:" Hiermit (womit
denn sonst?) möchte ich Ihnen meine besten Wünsche aussprechen (tue
ich doch schon!)".
"Hiermit" finde ich in der geschriebenen Sprache durchaus akzeptabel,
zeigt es doch an, wozu der Brief/das Schreiben gedacht ist.
"Hiermit kündige ich mein Abo" finde ich daher völlig in Ordnung.
Hiermit meine ich, dass ich mich erinnere, dass es mal hieß, man solle einen
Brief nicht mit "ich" beginnen. Manche Weiterdenker dachten, das gelte gar
für jeden einzelnen Satz. Dazu wurde das "hiermit" erfunden.

Heinz
Dieter Bruegmann
2008-11-18 12:16:35 UTC
Permalink
Post by Heinz Brueckner
Post by Neil Asset
Post by Gunhild Simon
Weiterhin betrifft dies sogar höfliche Floskeln wie:" Hiermit (womit
denn sonst?) möchte ich Ihnen meine besten Wünsche aussprechen (tue
ich doch schon!)".
"Hiermit" finde ich in der geschriebenen Sprache durchaus akzeptabel,
zeigt es doch an, wozu der Brief/das Schreiben gedacht ist.
"Hiermit kündige ich mein Abo" finde ich daher völlig in Ordnung.
Hiermit meine ich, dass ich mich erinnere, dass es mal hieß, man solle einen
Brief nicht mit "ich" beginnen. Manche Weiterdenker dachten, das gelte gar
für jeden einzelnen Satz. Dazu wurde das "hiermit" erfunden.
Wie lautet doch der Abschiedsbrief meiner Vermieterin:

,--------------------------------------------------------------------
| An alle Mieterinnen und Mieter!
| Wünsche allen ein frohes, friedvolles, schönes Weihnachtsfest.
| Für das neue Jahr, viel Glück und Zufriedenheit.
| Möchte Ihnen mitteilen, daß ich das Haus zum 1. Januar 2007 an
| $gesellschaft aus gesundheitlichen und altersbedingten Gründen
| verkauft habe.
| Wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute und bedanke mich für die
| jahrelange Gute Zusammenarbeit.
`--------------------------------------------------------------------

Wenn nur der erste Satz als "Ihnen allen ein frohes..." formuliert
worden wäre, hätte ein "Ich" am Anfang der folgenden Sätze überhaupt
nicht gestört.


Da Didi
! * HALLERVORDEN: Palim-Palim! * Lorelei +2 * ZÜRICH: Schweiz ist Gold
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de
Wußten Sie schon, daß man mit Rindern ein Schweinegeld verdienen kann?
Michael Pronay
2008-11-18 13:02:29 UTC
Permalink
Post by Dieter Bruegmann
,------------------------------------------------------------
| An alle Mieterinnen und Mieter!
|
| Wünsche allen ein frohes, friedvolles, schönes
| Weihnachtsfest. Für das neue Jahr, viel Glück und
| Zufriedenheit. Möchte Ihnen mitteilen, daß ich das Haus zum
| 1. Januar 2007 an $gesellschaft aus gesundheitlichen und
| altersbedingten Gründen verkauft habe.
| Wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute und bedanke mich
| für die jahrelange Gute Zusammenarbeit.
`------------------------------------------------------------
Wenn nur der erste Satz als "Ihnen allen ein frohes..."
formuliert worden wäre,
"Ein frohes ... wünsche ich Ihnen allen" wäre noch besser
gewesen.
Post by Dieter Bruegmann
hätte ein "Ich" am Anfang der folgenden Sätze überhaupt nicht
gestört.
In der Tat.
Christian Seidl
2008-11-18 14:00:32 UTC
Permalink
Post by Heinz Brueckner
Hiermit meine ich, dass ich mich erinnere, dass es mal hieß, man solle einen
Brief nicht mit "ich" beginnen. Manche Weiterdenker dachten, das gelte gar
für jeden einzelnen Satz.
... Oder gar für jeden Satz, unabhängig davon, wo das "ich" zu stehen
käme. Dieters Beispiel unten illustriert das sehr schön.
Post by Heinz Brueckner
Dazu wurde das "hiermit" erfunden.
Das dann doch wieder nicht. "Hiermit" (oder die ältere Form "hiemit")
ist sehr alt und bedeutet zunächst dasselbe wie unser heutiges
"damit", also "mit diesem (was hier in der Nähe ist)".

Gehalten hat es sich im Behördensprech und da die Behörde mit ihren
Untertanen vor allem in Briefform verkehrt, haben es sich die
Letzteren auch angewöhnt, sich in Briefen so auszudrücken.

Ch.
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