Discussion:
1860 München feuert Trainer von Ahlen
(zu alt für eine Antwort)
Ingo Stiller
2015-02-17 23:53:38 UTC
Permalink
Guude

Eben gerade folgende Schlagzeile gesehen:
"1860 München feuert Trainer von Ahlen"
Ich, meines Zeichen keine Ahnung von Fußball, wundere mich wie München den Trainer der Mannschaft von Ahlen feuern kann.
Bis ich dann darauf gekommen bin, dass "von Ahlen" der Name des Trainers ist.
Gibt es im Deutsche eigentliche eine vernünftige Möglichkeit, Name als solche zu kennzeichnen?
Durchkoppeln mit Bindestrich ist wohl nicht gangbar.
Gänsefüßchen vielleicht?
Oder ...?

Gruß Ingo
Heinz Brueckner
2015-02-18 01:15:05 UTC
Permalink
am Tue, 17 Feb 2015 15:53:38 -0800 (PST) schrieb Ingo Stiller
Post by Ingo Stiller
Guude
"1860 München feuert Trainer von Ahlen"
Ich, meines Zeichen keine Ahnung von Fußball, wundere mich wie München den Trainer der Mannschaft von Ahlen feuern kann.
Bis ich dann darauf gekommen bin, dass "von Ahlen" der Name des Trainers ist.
Gibt es im Deutsche eigentliche eine vernünftige Möglichkeit, Name als solche zu kennzeichnen?
Durchkoppeln mit Bindestrich ist wohl nicht gangbar.
Gänsefüßchen vielleicht?
Oder ...?
Wenns keine Schlagzeile sein muss: den Trainer, Herrn von Ahlen.
Allerdings feuert man dann nicht; eher wird sich getrennt.

Heinz
--
Haargel ist Spargel.
Volker Gringmuth
2015-02-18 10:35:37 UTC
Permalink
Post by Heinz Brueckner
Wenns keine Schlagzeile sein muss: den Trainer, Herrn von Ahlen.
Seit wann werden Personen des öffentlichen Lebens als „Herr“ oder „Frau“
bezeichnet?

Um 2005, als die Besetzung des Bunzkanzleramtes mit einer weiblichen Person
noch neu war, hieß es in den Nachrichten noch „Frau Merkel sagte“. Aber
schon seit geraumer Zeit sagte einfach Merkel das, wie es bei Männern ja
auch schon immer üblich war.


vG
Thomas Schade
1970-01-01 00:00:00 UTC
Permalink
Post by Ingo Stiller
"1860 München feuert Trainer von Ahlen"
Ich, meines Zeichen keine Ahnung von Fußball, wundere mich wie München den Trainer der Mannschaft von Ahlen feuern kann.
Bis ich dann darauf gekommen bin, dass "von Ahlen" der Name des Trainers ist.
Gibt es im Deutsche eigentliche eine vernünftige Möglichkeit, Name als solche zu kennzeichnen?
Durchkoppeln mit Bindestrich ist wohl nicht gangbar.
Gänsefüßchen vielleicht?
Oder ...?
Das alberne 'von' einfach weglassen.

Ciao
Toscha
--
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Juergen Barsuhn
2015-02-18 20:55:01 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Post by Ingo Stiller
"1860 München feuert Trainer von Ahlen"
Ich, meines Zeichen keine Ahnung von Fußball, wundere mich wie München den Trainer der Mannschaft von Ahlen feuern kann.
Bis ich dann darauf gekommen bin, dass "von Ahlen" der Name des Trainers ist.
Gibt es im Deutsche eigentliche eine vernünftige Möglichkeit, Name als solche zu kennzeichnen?
Durchkoppeln mit Bindestrich ist wohl nicht gangbar.
Gänsefüßchen vielleicht?
Oder ...?
Das alberne 'von' einfach weglassen.
Das geht schon in die richtige Richtung, aber
... feuert Trainer v.Ahlen.
vermeidet die Änderung des Nachnamens und ist dennoch eindeutig.

Gruß
Jürgen
Gunhild Simon
2015-02-19 11:58:16 UTC
Permalink
Am Mittwoch, 18. Februar 2015 21:55:02 UTC+1 schrieb Juergen Barsuhn:

...
Post by Juergen Barsuhn
... feuert Trainer v.Ahlen.
...
Ich glaube, die Schreibweise "v. Sowieso"
ist nur dem Besitzer des Adelstitels
"gestattet". Andere müssen "von Sowieso" schreiben.

Gruß
Gunhild
Detlef Meißner
2015-02-19 12:04:18 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
...
Post by Juergen Barsuhn
... feuert Trainer v.Ahlen.
...
Ich glaube, die Schreibweise "v. Sowieso"
ist nur dem Besitzer des Adelstitels
"gestattet". Andere müssen "von Sowieso" schreiben.
v.d. Leyen ist v. Adel?

Detlef
Walter Schmid
2015-02-19 12:41:14 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Gunhild Simon
...
Post by Juergen Barsuhn
... feuert Trainer v.Ahlen.
...
Ich glaube, die Schreibweise "v. Sowieso"
ist nur dem Besitzer des Adelstitels
"gestattet". Andere müssen "von Sowieso" schreiben.
v.d. Leyen ist v. Adel?
Ja, Ursi ist adelig angeheiratet. Oder sagt man hier "eingeheiratet"?

Gruss

Walter
--
- Wer hat euch herfahren geheißen?
- Ich heiße nicht Herfahren, das ist ein kurioser Name.
(Georg Büchner, Dantons Tod)
horst-d.winzler
2015-02-19 17:04:07 UTC
Permalink
Post by Walter Schmid
Ja, Ursi ist adelig angeheiratet. Oder sagt man hier "eingeheiratet"?
Sie hat in eine adlige familie "eingeheiratet". Ein onkel jedoch kann
"angeheiratet" sein. ;-)
Müßte ich das jetzt präzise erklären, käme ich fürchterlich ins schwimmen.
--
mfg hdw
Gunhild Simon
2015-02-19 12:59:30 UTC
Permalink
Am Donnerstag, 19. Februar 2015 13:04:22 UTC+1 schrieb Detlef Meißner:

...
Post by Detlef Meißner
v.d. Leyen ist v. Adel?
Unser früherer Nachbar war der Baron von der Leyen,
ein leidenschaftlicher Katzenjäger.
Kinder, wie ich damals, die sich in dem weitläufigen Park,
der sein verwunschenes Schloß umgab, verirrten,
mußten sich hüten.

Sein Lieblingsort war das Gasthaus "Zum Hone", wo
er mit seinem Jagdgefolge Einkehr hielt.
Wenn jemand Gewöhnliches dort erschien, wurde er
von Agnes, der Besitzerin, mürrisch wieder
hinauskomplimentiert.

Gruß
Gunhild
Detlef Meißner
2015-02-19 13:20:22 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
...
Post by Detlef Meißner
v.d. Leyen ist v. Adel?
Unser früherer Nachbar war der Baron von der Leyen,
ein leidenschaftlicher Katzenjäger.
Kinder, wie ich damals, die sich in dem weitläufigen Park,
der sein verwunschenes Schloß umgab, verirrten,
mußten sich hüten.
Sein Lieblingsort war das Gasthaus "Zum Hone", wo
er mit seinem Jagdgefolge Einkehr hielt.
Wenn jemand Gewöhnliches dort erschien, wurde er
von Agnes, der Besitzerin, mürrisch wieder
hinauskomplimentiert.
Solche Leute liebe ich.

Ein angeheirateter Großvater (Schmiedemeister) sollte Anfang der 50er
den Auftrag bekommen, auf Schloss Marienburg die Fenster zu erneuern.
Hat er abgelehnt, weil er den damaligen Schlossherrn mit "Eure
Durchlaucht" anreden sollte.
Bei manchen hohen Herrn ist einzig die Nase hoch.

Detlef
horst-d.winzler
2015-02-20 11:51:03 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Ein angeheirateter Großvater (Schmiedemeister) sollte Anfang der 50er
den Auftrag bekommen, auf Schloss Marienburg die Fenster zu erneuern.
Hat er abgelehnt, weil er den damaligen Schlossherrn mit "Eure
Durchlaucht" anreden sollte.
Ein Mann von Ehre, eben!

Marienburg > Welfeschloss nahe Hildesheim?
Post by Detlef Meißner
Bei manchen hohen Herrn ist einzig die Nase hoch.
Speichellecker können das noch besser.
--
mfg hdw
Detlef Meißner
2015-02-20 12:29:21 UTC
Permalink
Post by horst-d.winzler
Post by Detlef Meißner
Ein angeheirateter Großvater (Schmiedemeister) sollte Anfang der 50er
den Auftrag bekommen, auf Schloss Marienburg die Fenster zu erneuern.
Hat er abgelehnt, weil er den damaligen Schlossherrn mit "Eure
Durchlaucht" anreden sollte.
Ein Mann von Ehre, eben!
Marienburg > Welfeschloss nahe Hildesheim?
Ja.
Post by horst-d.winzler
Post by Detlef Meißner
Bei manchen hohen Herrn ist einzig die Nase hoch.
Speichellecker können das noch besser.
Aber was wären die Durchlauchten ohne Speichellecker?

Detlef
horst-d.winzler
2015-02-20 12:54:14 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by horst-d.winzler
Post by Detlef Meißner
Ein angeheirateter Großvater (Schmiedemeister) sollte Anfang der 50er
den Auftrag bekommen, auf Schloss Marienburg die Fenster zu erneuern.
Hat er abgelehnt, weil er den damaligen Schlossherrn mit "Eure
Durchlaucht" anreden sollte.
Ein Mann von Ehre, eben!
Marienburg > Welfeschloss nahe Hildesheim?
Ja.
Post by horst-d.winzler
Post by Detlef Meißner
Bei manchen hohen Herrn ist einzig die Nase hoch.
Speichellecker können das noch besser.
Aber was wären die Durchlauchten ohne Speichellecker?
Sie würden an sich selbst ersticken. Was ja durchaus nicht als die
schlechteste lösung anzusehen wäre.
--
mfg hdw
horst-d.winzler
2015-02-20 16:40:34 UTC
Permalink
Post by horst-d.winzler
Post by Detlef Meißner
Post by horst-d.winzler
Post by Detlef Meißner
Ein angeheirateter Großvater (Schmiedemeister) sollte Anfang der 50er
den Auftrag bekommen, auf Schloss Marienburg die Fenster zu erneuern.
Hat er abgelehnt, weil er den damaligen Schlossherrn mit "Eure
Durchlaucht" anreden sollte.
Ein Mann von Ehre, eben!
Marienburg > Welfeschloss nahe Hildesheim?
Ja.
Post by horst-d.winzler
Post by Detlef Meißner
Bei manchen hohen Herrn ist einzig die Nase hoch.
Speichellecker können das noch besser.
Aber was wären die Durchlauchten ohne Speichellecker?
Sie würden an sich selbst ersticken. Was ja durchaus nicht als die
schlechteste lösung anzusehen wäre.
Es ist aber nicht ganz ausgeschlossen das sie ohne speichellecker zu
ganz manierlichen zeitgenossen mutieren. Oder frei nach Kalle Marx: "Das
Sein bestimmt das Bewußtsein"
--
mfg hdw
Sepp Neuper
2015-02-20 20:33:45 UTC
Permalink
Post by horst-d.winzler
Es ist aber nicht ganz ausgeschlossen das sie ohne speichellecker zu
ganz manierlichen zeitgenossen mutieren.
Wenn man sich in einer Gruppe zur deutschen Sprache bewegt,
sollte man sich zumindest an die Grundregeln derselben halten,
und diese beinhalten die Großschreibung von Substantiven.

Servus, Sepp
Detlef Meißner
2015-02-20 21:15:11 UTC
Permalink
Post by Sepp Neuper
Post by horst-d.winzler
Es ist aber nicht ganz ausgeschlossen das sie ohne speichellecker zu
ganz manierlichen zeitgenossen mutieren.
Wenn man sich in einer Gruppe zur deutschen Sprache bewegt,
sollte man sich zumindest an die Grundregeln derselben halten,
und diese beinhalten die Großschreibung von Substantiven.
Da haben sich die Telegramme früher auch nicht dran gehalten!

BTW: Steht das in der dieser Gruppe zugehörigen FAQ?

Detlef
Sepp Neuper
2015-02-20 23:31:16 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Sepp Neuper
Wenn man sich in einer Gruppe zur deutschen Sprache bewegt,
sollte man sich zumindest an die Grundregeln derselben halten,
und diese beinhalten die Großschreibung von Substantiven.
Da haben sich die Telegramme früher auch nicht dran gehalten!
Was hat das mit meinem Argument zu tun?
Post by Detlef Meißner
BTW: Steht das in der dieser Gruppe zugehörigen FAQ?
Weiß ich nicht, aber ein solches Verhalten erscheint mir logisch in
einer Gruppe, in der man laufend Rechtschreib- und Grammatikfehler
der User korrigiert.

Servus, Sepp
horst-d.winzler
2015-02-21 04:51:13 UTC
Permalink
Post by Sepp Neuper
Post by Detlef Meißner
Post by Sepp Neuper
Wenn man sich in einer Gruppe zur deutschen Sprache bewegt,
sollte man sich zumindest an die Grundregeln derselben halten,
und diese beinhalten die Großschreibung von Substantiven.
Da haben sich die Telegramme früher auch nicht dran gehalten!
Was hat das mit meinem Argument zu tun?
Post by Detlef Meißner
BTW: Steht das in der dieser Gruppe zugehörigen FAQ?
Weiß ich nicht, aber ein solches Verhalten erscheint mir logisch in
einer Gruppe, in der man laufend Rechtschreib- und Grammatikfehler
der User korrigiert.
Um mißverständnissen vorzubeugen, im amtlichen schriftverkehr ist die
neue deutsche rechtschreibung verbindlich!

Gilt das in dieser uneingeschränktheit auch für diese gruppe?
Man bedenke, das selbst der PEN vor inzwischen "undenklichen" zeiten die
gemäßigte kleinschreibung wehement gefordert hat. Wovon er heute
offenbar nichts mehr wissen will.

Ist die Großschreibung, die heute praktiziert wird, nicht weitgehend
überholt? Besonders eben im hinblick auf den wettberwerb zu anderen
sprachen? Macht sie die schriftliche wiedergabe von gedanken nicht
unnötig kompliziert?
Und ist diese gruppe nicht per se für diesen konflikt prädestiniert?
--
mfg hdw
Detlef Meißner
2015-02-21 06:05:21 UTC
Permalink
Post by horst-d.winzler
Post by Sepp Neuper
Post by Detlef Meißner
Post by Sepp Neuper
Wenn man sich in einer Gruppe zur deutschen Sprache bewegt,
sollte man sich zumindest an die Grundregeln derselben halten,
und diese beinhalten die Großschreibung von Substantiven.
Da haben sich die Telegramme früher auch nicht dran gehalten!
Was hat das mit meinem Argument zu tun?
Post by Detlef Meißner
BTW: Steht das in der dieser Gruppe zugehörigen FAQ?
Weiß ich nicht, aber ein solches Verhalten erscheint mir logisch in
einer Gruppe, in der man laufend Rechtschreib- und Grammatikfehler
der User korrigiert.
Um mißverständnissen vorzubeugen, im amtlichen schriftverkehr ist die
neue deutsche rechtschreibung verbindlich!
Gilt das in dieser uneingeschränktheit auch für diese gruppe?
Man bedenke, das selbst der PEN vor inzwischen "undenklichen" zeiten die
gemäßigte kleinschreibung wehement gefordert hat. Wovon er heute
offenbar nichts mehr wissen will.
Prinzipiell gilt für das deutsche Usenet, dass man die Groß- und
Kleinschreibung verwendet. Ob die alte oder neue Rechtschreibung, das
ist egal.
Post by horst-d.winzler
Ist die Großschreibung, die heute praktiziert wird, nicht weitgehend
überholt? Besonders eben im hinblick auf den wettberwerb zu anderen
sprachen? Macht sie die schriftliche wiedergabe von gedanken nicht
unnötig kompliziert?
Darüber ließe sich trefflich streiten, ist aber öde, da schon
tausendfach geschehen?
Post by horst-d.winzler
Und ist diese gruppe nicht per se für diesen konflikt prädestiniert?
Diskussionen darüber sind IMO reine Zeitverschwendung, weil sie rein
akademischer Natur sind.

Detlef
horst-d.winzler
2015-02-22 07:45:03 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by horst-d.winzler
Ist die Großschreibung, die heute praktiziert wird, nicht weitgehend
überholt? Besonders eben im hinblick auf den wettberwerb zu anderen
sprachen? Macht sie die schriftliche wiedergabe von gedanken nicht
unnötig kompliziert?
Darüber ließe sich trefflich streiten, ist aber öde, da schon
tausendfach geschehen?
Und wie üblich, tausendfach zerredet. Hinterher hat es ja jeder gewußt. ;-)
Post by Detlef Meißner
Post by horst-d.winzler
Und ist diese gruppe nicht per se für diesen konflikt prädestiniert?
Diskussionen darüber sind IMO reine Zeitverschwendung, weil sie rein
akademischer Natur sind.
Eben, man macht es oder läßt es. ;-)
--
mfg hdw
Uwe Schickedanz
2015-02-21 08:52:00 UTC
Permalink
On Sat, 21 Feb 2015 05:51:13 +0100, "horst-d.winzler"
Post by horst-d.winzler
Ist die Großschreibung, die heute praktiziert wird, nicht weitgehend
überholt?
Nein.
Post by horst-d.winzler
Besonders eben im hinblick auf den wettberwerb zu anderen
sprachen?
Welcher Wettbewerb?
Post by horst-d.winzler
Macht sie die schriftliche wiedergabe von gedanken nicht
unnötig kompliziert?
Komplizierter als konsequente Kleinschreibung. Schließlich muß man
beim Schreiben nicht soviel Nachdenken.
Jedoch unnötig komplizierter? Natürlich nicht. Sprache und Schrift
bestehen immer aus zwei Elementen - der Wiedergabe von Gedanken, und
der Aufnahme von Gedanken durch andere Personen.
Wenn man von einem Wiedergebenden und einem Aufnehmenden ausgeht, so
hält sich das Verhältnis von Aufwandsverringerung auf der einen und
-erhöhung auf der anderen Seite etwa die Waage. Bereits bei nur zwei
Lesenden stimmt das nicht mehr.

Als Fazit: konsequente Keinschreibung ist lediglich für
write-only-Texte zu empfehlen.

Gruß Uwe
--
"Wer grün wählt, wählt den Krieg, das ist so sicher
wie das Amen in der Kirche" Willy Wimmer
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
horst-d.winzler
2015-02-22 06:50:33 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
On Sat, 21 Feb 2015 05:51:13 +0100, "horst-d.winzler"
Post by horst-d.winzler
Ist die Großschreibung, die heute praktiziert wird, nicht weitgehend
überholt?
Nein.
Beweis durch Behauptung.
Post by Uwe Schickedanz
Post by horst-d.winzler
Besonders eben im hinblick auf den wettberwerb zu anderen
sprachen?
Welcher Wettbewerb?
zB an Instituten an denen ausländische Mitarbeiter arbeiten. Selbst wenn
die Deutschkurse belegen und somit zeigen das sie deutsch sprechen
wollen, sprechen Deutsche grundsätzlich englisch mit denen.
Offensichtlich eine besonderheit von Deutschen?
Ähnliches findet sich auch bei Unternehmen die überwiegend von
Aktivitäten im Ausland leben.
Post by Uwe Schickedanz
Post by horst-d.winzler
Macht sie die schriftliche wiedergabe von gedanken nicht
unnötig kompliziert?
Komplizierter als konsequente Kleinschreibung. Schließlich muß man
beim Schreiben nicht soviel Nachdenken.
Jedoch unnötig komplizierter? Natürlich nicht. Sprache und Schrift
bestehen immer aus zwei Elementen - der Wiedergabe von Gedanken, und
der Aufnahme von Gedanken durch andere Personen.
Wenn man von einem Wiedergebenden und einem Aufnehmenden ausgeht, so
hält sich das Verhältnis von Aufwandsverringerung auf der einen und
-erhöhung auf der anderen Seite etwa die Waage. Bereits bei nur zwei
Lesenden stimmt das nicht mehr.
Als Fazit: konsequente Keinschreibung ist lediglich für
write-only-Texte zu empfehlen.
Du sprichst von konsequnter Kleinschrteibung. Aber Wie steht es mit der
gemäßigten Kleinschreibung?

-
mfg hdw
Uwe Schickedanz
2015-02-22 07:41:37 UTC
Permalink
On Sun, 22 Feb 2015 07:50:33 +0100, "horst-d.winzler"
Post by horst-d.winzler
Du sprichst von konsequnter Kleinschrteibung. Aber Wie steht es mit der
gemäßigten Kleinschreibung?
Offensichtlich nicht zum besten.

Gruß Uwe
--
"Wer grün wählt, wählt den Krieg, das ist so sicher
wie das Amen in der Kirche" Willy Wimmer
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
horst-d.winzler
2015-02-22 07:45:55 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
On Sun, 22 Feb 2015 07:50:33 +0100, "horst-d.winzler"
Post by horst-d.winzler
Du sprichst von konsequnter Kleinschrteibung. Aber Wie steht es mit der
gemäßigten Kleinschreibung?
Offensichtlich nicht zum besten.
Ich meine, es ist zu bedauern.
--
mfg hdw
Volker Gringmuth
2015-02-21 08:59:26 UTC
Permalink
Post by horst-d.winzler
Ist die Großschreibung, die heute praktiziert wird, nicht weitgehend
überholt? Besonders eben im hinblick auf den wettberwerb zu anderen
sprachen? Macht sie die schriftliche wiedergabe von gedanken nicht
unnötig kompliziert?
Selbst Mark Twain, der an der deutschen Sprache bekanntlich kaum ein gutes
Haar ließ, hielt die Großschreibung der Substantive generell für eine gute
Idee (bezüglich des Deutschen sogar für dessen einzige gute Idee).


vG
horst-d.winzler
2015-02-22 06:52:16 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Post by horst-d.winzler
Ist die Großschreibung, die heute praktiziert wird, nicht weitgehend
überholt? Besonders eben im hinblick auf den wettberwerb zu anderen
sprachen? Macht sie die schriftliche wiedergabe von gedanken nicht
unnötig kompliziert?
Selbst Mark Twain, der an der deutschen Sprache bekanntlich kaum ein gutes
Haar ließ, hielt die Großschreibung der Substantive generell für eine gute
Idee (bezüglich des Deutschen sogar für dessen einzige gute Idee).
Großschreibung der Substantive jedoch nicht von Substantivierungen. So
ich mich recht erinnere. Eine durchaus überlegenswerte Variante.
--
mfg hdw
Sepp Neuper
2015-02-21 09:50:24 UTC
Permalink
Post by horst-d.winzler
Ist die Großschreibung, die heute praktiziert wird, nicht weitgehend
überholt? Besonders eben im hinblick auf den wettberwerb zu anderen
sprachen? Macht sie die schriftliche wiedergabe von gedanken nicht
unnötig kompliziert?
Umgekehrt. Deine kleingeschriebenen Texte sind schwierig zu lesen.
Je länger sie sind, desto stärker ist bei mir der Impuls, sie einfach
ungelesen weiterzuklicken.

Welcher Wettbewerb zu anderen Sprachen?
Glaubst du, wenn man Kleinschreibung einführe, würde Deutsch
plötzlich wieder zur Weltsprache werden?
Warum stellen dann die Russen ihre Schrift nicht von Kyrillisch
auf Lateinisch um?
Post by horst-d.winzler
Und ist diese gruppe nicht per se für diesen konflikt prädestiniert?
Nein. Deine Kleinschreibung ist eine reine Unhöflichkeit gegenüber
deinen Lesern, sonst nichts.
Es sei denn, du bist nicht in der Lage korrektes Deutsch zu schreiben.

bye, Sepp
Gunhild Simon
2015-02-21 10:52:57 UTC
Permalink
Am Samstag, 21. Februar 2015 10:50:26 UTC+1 schrieb Sepp Neuper:

...
Glaubst du, wenn man Kleinschreibung einführe, würde ...?
Ich würde in diesem Fall "einführte" als Konjunktiv II,
Potentialis, wählen.

"einführe" ist zwar die Indikativ-Form von einführen,
aber eben auch, und da wird der Fall mißverständlich,
von einfahren, Konjunktiv II der 1. und 3. pers.sing.

Vielleicht wares aber nur ein Tippfehler, und ich
habe mir zu viel dabei gedacht.

Gruß
Gunhild,

die, aus leidvoller Erfahrung gesprochen,
sich aus guten Gründen -
beim Tippen, was die reine Bequemheit war! -
von der Kleinschreibung wieder verabschiedet hat.

Das war mehr Mühe, als wenn ich es gleich richtig
eingeübt hätte.
Sepp Neuper
2015-02-21 16:57:45 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
Ich würde in diesem Fall "einführte" als Konjunktiv II,
Potentialis, wählen.
"einführe" ist zwar die Indikativ-Form von einführen,
aber eben auch, und da wird der Fall mißverständlich,
von einfahren, Konjunktiv II der 1. und 3. pers.sing.
Ich war davon ausgegangen, daß "einführe" einfach nur
die Kurzform von "einführen würde" sei.
Die Verwechselbarkeit mit "einfahren" war mir zum Zeitpunkt des
Schreibens nicht gegenwärtig.

Ciao, Sepp
Stefan Schmitz
2015-02-21 17:11:18 UTC
Permalink
Post by Sepp Neuper
Post by horst-d.winzler
Ist die Großschreibung, die heute praktiziert wird, nicht weitgehend
überholt? Besonders eben im hinblick auf den wettberwerb zu anderen
sprachen? Macht sie die schriftliche wiedergabe von gedanken nicht
unnötig kompliziert?
Umgekehrt. Deine kleingeschriebenen Texte sind schwierig zu lesen.
Ging mir jedenfalls bei seinen Texten nicht so. Ist mir teils gar nicht
aufgefallen, dass da Großbuchstaben fehlten.
Post by Sepp Neuper
Je länger sie sind, desto stärker ist bei mir der Impuls, sie einfach
ungelesen weiterzuklicken.
Der Impuls hängt bei mir fast ausschließlich an der Länge.

Mag sein, dass Großbuchstaben das Lesen etwaa erleichtern. Bei gewöhnlichen
Usenet-Beiträgen scheint mir der Effekt aber nicht spürbar zu sein.
Martin Hedinger
2015-02-21 19:34:46 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Sepp Neuper
Post by horst-d.winzler
Ist die Großschreibung, die heute praktiziert wird, nicht weitgehend
überholt? Besonders eben im hinblick auf den wettberwerb zu anderen
sprachen? Macht sie die schriftliche wiedergabe von gedanken nicht
unnötig kompliziert?
Umgekehrt. Deine kleingeschriebenen Texte sind schwierig zu lesen.
Ging mir jedenfalls bei seinen Texten nicht so. Ist mir teils gar nicht
aufgefallen, dass da Großbuchstaben fehlten.
Post by Sepp Neuper
Je länger sie sind, desto stärker ist bei mir der Impuls, sie einfach
ungelesen weiterzuklicken.
Der Impuls hängt bei mir fast ausschließlich an der Länge.
Mag sein, dass Großbuchstaben das Lesen etwaa erleichtern. Bei gewöhnlichen
Usenet-Beiträgen scheint mir der Effekt aber nicht spürbar zu sein.
alles eine frage der gewöhnung. wenn wir alle ein paar jahre lang alles
klein schreiben, werden wir das bald ebenso gut lesen können wie früher
mit der grossschreibung. und wenn schon würde ich die kleinschreibung
ganz konsequent durchziehen.

gruss martin
Detlef Meißner
2015-02-21 19:53:38 UTC
Permalink
Post by Martin Hedinger
Post by Stefan Schmitz
Mag sein, dass Großbuchstaben das Lesen etwaa erleichtern. Bei gewöhnlichen
Usenet-Beiträgen scheint mir der Effekt aber nicht spürbar zu sein.
alles eine frage der gewöhnung. wenn wir alle ein paar jahre lang alles
klein schreiben, werden wir das bald ebenso gut lesen können wie früher
mit der grossschreibung. und wenn schon würde ich die kleinschreibung
ganz konsequent durchziehen.
Je weniger sich die Buchstaben in ihren Längen (Ober- und Unterlänge)
unterscheiden, desto schwerer ist eine Schrift zu lesen bzw. desto mehr
Mühe macht es.
Am besten ist die "Deutsche Schrift zu lesen" (wenn man sie kann).

Und warum sollte man jetzt zukünftig unbedingt die Kleinschreibung
verwenden, warum nicht die Großschreibung?

Detlef
Martin Hedinger
2015-02-21 22:31:50 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Und warum sollte man jetzt zukünftig unbedingt die Kleinschreibung
verwenden, warum nicht die Großschreibung?
Muss man weder noch - es ging mir nur um die Aussage, dass man sich an
Kleinschreibung gewöhnen würde. Fremdsprachen mit Kleinschreibung haben
ebenfalls grosse Literatur und grosse Leser hervorgebracht. Scheint also
kein unüberwindbares Hindernis und kein kulturelles Defizit zu sein.

Gruss Martin
Detlef Meißner
2015-02-21 23:03:29 UTC
Permalink
Post by Martin Hedinger
Post by Detlef Meißner
Und warum sollte man jetzt zukünftig unbedingt die Kleinschreibung
verwenden, warum nicht die Großschreibung?
Muss man weder noch - es ging mir nur um die Aussage, dass man sich an
Kleinschreibung gewöhnen würde.
Man gewöhnt sich an allem.
Post by Martin Hedinger
Fremdsprachen mit Kleinschreibung haben
ebenfalls grosse Literatur und grosse Leser hervorgebracht. Scheint also
kein unüberwindbares Hindernis und kein kulturelles Defizit zu sein.
Wobei man da sehr vorsichtig sein muss, zumal viele Sprachen erst nach
und nach die Großschreibung abgeschafft haben.

Davon mal ganz abgesehen, wird natürlich auch in anderen Sprachen, z.B.
Englisch, die Großschreibung verwendet.
Ist also nicht so, dass die nur klein schreiben.

Detlef
Sepp Neuper
2015-02-21 23:33:45 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Und warum sollte man jetzt zukünftig unbedingt die Kleinschreibung
verwenden, warum nicht die Großschreibung?
VÖLLIG RICHTIG, DETLEF!
WENN WIR UNS SCHON EINE DER BEIDEN BUCHSTABEN-
GRÖSSEN ERSPAREN, DANN SOLLTE ES DIE KLEINE SEIN.
SCHLIESSLICH HABEN SCHON DIE ALTEN RÖMER ES SO
GEHALTEN, UND DIE WAREN JA BEKANNTLICH EIN KULTUR-
VOLK.
AUCH HATTEN SIE WOHL KEINE GROSSEN PROBLEME DAMIT,
OBWOHL IHR IMPERIUM DANN DOCH UNTERGING. ABER DAS MUSS
JA NICHT AN DEN GROSSBUCHSTABEN GELEGEN HABEN.

SERVUS, SEPP
horst-d.winzler
2015-02-22 07:13:56 UTC
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Post by Sepp Neuper
Post by horst-d.winzler
Ist die Großschreibung, die heute praktiziert wird, nicht weitgehend
überholt? Besonders eben im hinblick auf den wettberwerb zu anderen
sprachen? Macht sie die schriftliche wiedergabe von gedanken nicht
unnötig kompliziert?
Umgekehrt. Deine kleingeschriebenen Texte sind schwierig zu lesen.
Je länger sie sind, desto stärker ist bei mir der Impuls, sie einfach
ungelesen weiterzuklicken.
Das täte mir leid.

Es gäbe die variante lediglich substanive groß zu schreiben und
substantivierungen zu unterlassen?
Post by Sepp Neuper
Welcher Wettbewerb zu anderen Sprachen?
Glaubst du, wenn man Kleinschreibung einführe, würde Deutsch
plötzlich wieder zur Weltsprache werden?
Gegenfrage, welches wären die gründe für menschen anderer kulturen
deutsch zu lernen?
Vor dem WK_II war DE führend in Physik, Medizin etc. Und heute? Mir
fällt da nichts wesentliches ein.

Deutschland hatte es geschafft sich seiner eliten in wissenschaft,
kultur und technik zu entledigen. Wahrlich ein einzigartiger vorgang.
Post by Sepp Neuper
Warum stellen dann die Russen ihre Schrift nicht von Kyrillisch
auf Lateinisch um?
Das entzieht sich meiner kenntnis.

Allerdings könnte ich dir erklären, warum die Chinesen bei ihren
Schriftzeichen bleiben.
Post by Sepp Neuper
Post by horst-d.winzler
Und ist diese gruppe nicht per se für diesen konflikt prädestiniert?
Nein. Deine Kleinschreibung ist eine reine Unhöflichkeit gegenüber
deinen Lesern, sonst nichts.
Das ist eine ansichtssache.
Post by Sepp Neuper
Es sei denn, du bist nicht in der Lage korrektes Deutsch zu schreiben.
Es gibt substantivierungen da bin ich in der tat unsicher. Allerdings
fehlt es vielen an der wohl wünschenswerten(?) diesbezüglichen
sicherheit. Ich stehe nur dazu.
--
mfg hdw
Detlef Meißner
2015-02-21 06:00:44 UTC
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Post by Sepp Neuper
Post by Detlef Meißner
Post by Sepp Neuper
Wenn man sich in einer Gruppe zur deutschen Sprache bewegt,
sollte man sich zumindest an die Grundregeln derselben halten,
und diese beinhalten die Großschreibung von Substantiven.
Da haben sich die Telegramme früher auch nicht dran gehalten!
Was hat das mit meinem Argument zu tun?
Da wurde *alles* groß geschrieben.
Post by Sepp Neuper
Post by Detlef Meißner
BTW: Steht das in der dieser Gruppe zugehörigen FAQ?
Weiß ich nicht, aber ein solches Verhalten erscheint mir logisch in
einer Gruppe, in der man laufend Rechtschreib- und Grammatikfehler
der User korrigiert.
Nicht sehr oft.

Detlef
Ingo Stiller
2015-02-19 16:30:03 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
...
Ich glaube, die Schreibweise "v. Sowieso"
ist nur dem Besitzer des Adelstitels
"gestattet". Andere müssen "von Sowieso" schreiben.
In Deutschland gibt es seit 100 Jahren keinen Adelstitel mehr :-)
Mit dem Artikel 109 der Weimarer Verfassung wurde die Titel abgeschafft. Bestehende Titel wurde als Namensbestandteil weitergeführt.
Und ein "Recht" auf Abkürzung seines Familiennamens gibt es nicht.
Das gewissen Kreise in Deutschland immer noch so tun, als ob es Adel geben, ist eine ganz andere Sache.
Und jedermann kann im Alltag Namen schreiben wie er will, solange der Inhaber des Namens nicht dagegen einschreitet :-)

Gruß Ingo
Thomas Schade
1970-01-01 00:00:00 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
...
Post by Juergen Barsuhn
... feuert Trainer v.Ahlen.
...
Ich glaube, die Schreibweise "v. Sowieso"
ist nur dem Besitzer des Adelstitels
"gestattet". Andere müssen "von Sowieso" schreiben.
Für welche Werte von 'müssen'? Sich ein 'von' vor den Namen zu
setzen ist schon albern genug, aber dann auch noch vermeintliche
Regeln aufstellen zu wollen, wie das abgekürzt wird, ist ja wohl
nur noch lächerlich (was sich nicht auf dich beziehen soll,
Gunhild). Ins Bild dieser Namenszusatzträger an sich passt es
allerdings.


Ciao
Toscha
--
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Ingo Stiller
2015-02-19 18:40:23 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Gunhild Simon
Ich glaube, die Schreibweise "v. Sowieso"
ist nur dem Besitzer des Adelstitels
"gestattet". Andere müssen "von Sowieso" schreiben.
Für welche Werte von 'müssen'? Sich ein 'von' vor den Namen zu
setzen ist schon albern genug, aber dann auch noch vermeintliche
Regeln aufstellen zu wollen, wie das abgekürzt wird, ist ja wohl
nur noch lächerlich
Für das "von" vorm Namen können die Träger eines solchen Namens nicht. Das ist halt der Familienname.
Und mit den Regeln, das hast du Recht, das denken sich einige Kreise aus, die meinen sie seinen etwas besonders. Aber das kann dir und mir am Allerwertesten vorbei gehen :-)

Gruß Ingo
Oliver Cromm
2015-02-19 22:58:14 UTC
Permalink
Post by Ingo Stiller
Post by Thomas Schade
Post by Gunhild Simon
Ich glaube, die Schreibweise "v. Sowieso"
ist nur dem Besitzer des Adelstitels "gestattet". Andere müssen "von
Sowieso" schreiben.
Für welche Werte von 'müssen'? Sich ein 'von' vor den Namen zu
setzen ist schon albern genug, aber dann auch noch vermeintliche
Regeln aufstellen zu wollen, wie das abgekürzt wird, ist ja wohl nur
noch lächerlich
Für das "von" vorm Namen können die Träger eines solchen Namens nicht.
Das ist halt der Familienname.
Sie können zwar nichts dafür, aber dagegen. Es gibt Leute, die das im
Alltag nicht benutzen, weil sie es selber albern finden, und einige, die
es sogar offiziell haben streichen lassen.
--
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Martin Gerdes
2015-02-20 16:00:04 UTC
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Post by Oliver Cromm
Post by Ingo Stiller
Für das "von" vorm Namen können die Träger eines solchen Namens nicht.
Das ist halt der Familienname.
Sie können zwar nichts dafür, aber dagegen. Es gibt Leute, die das im
Alltag nicht benutzen, weil sie es selber albern finden, und einige, die
es sogar offiziell haben streichen lassen.
Mir hat ein "von Stieglitz" mal erklärt, daß man sich als solcher selbst
mit "Stieglitz" am Telefon melde. Man selber spräche das "von" nie mit.
Roland Franzius
2015-02-20 17:32:12 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Oliver Cromm
Post by Ingo Stiller
Für das "von" vorm Namen können die Träger eines solchen Namens nicht.
Das ist halt der Familienname.
Sie können zwar nichts dafür, aber dagegen. Es gibt Leute, die das im
Alltag nicht benutzen, weil sie es selber albern finden, und einige, die
es sogar offiziell haben streichen lassen.
Mir hat ein "von Stieglitz" mal erklärt, daß man sich als solcher selbst
mit "Stieglitz" am Telefon melde. Man selber spräche das "von" nie mit.
Das bedeutet nur, dass man sich selbst nie mit Titel meldet, steht
wahrscheinlich so bei Knigge. Den niederen Kleinbürgeradel erkannte man
an seiner Art der Vorstellung "Ich bin Herr Müller".

Um so genauer wurde darauf geschaut, dass das Vorzimmer oder das
Hauspersonal am Telefon die korrekte Gesamtanrede übermittelt, damit da
keine Fauxes passieren.

Dazu gehörte in alten Zeiten eben auch, dass man sich grundsätzlich
vorstellen ließ und nicht selbst Namen und Titel ableierte.
--
Roland Franzius
Detlef Meißner
2015-02-20 18:22:04 UTC
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Post by Roland Franzius
Post by Martin Gerdes
Post by Oliver Cromm
Post by Ingo Stiller
Für das "von" vorm Namen können die Träger eines solchen Namens nicht.
Das ist halt der Familienname.
Sie können zwar nichts dafür, aber dagegen. Es gibt Leute, die das im
Alltag nicht benutzen, weil sie es selber albern finden, und einige, die
es sogar offiziell haben streichen lassen.
Mir hat ein "von Stieglitz" mal erklärt, daß man sich als solcher selbst
mit "Stieglitz" am Telefon melde. Man selber spräche das "von" nie mit.
Das bedeutet nur, dass man sich selbst nie mit Titel meldet, steht
wahrscheinlich so bei Knigge. Den niederen Kleinbürgeradel erkannte man
an seiner Art der Vorstellung "Ich bin Herr Müller".
Den etwas höheren an "Ich bin Dr. Müller".

Detlef
horst-d.winzler
2015-02-21 05:19:02 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Den etwas höheren an "Ich bin Dr. Müller".
Mal etwas OT.
Wenn jemand den nachweis, das er mal wissenschaftlich gearbeitet hat als
namensbestandteil trägt, ist folglich an seinem handeln nicht ein
höherer maßstab verpflichtend anzulegen als an otto normalbürger?
--
mfg hdw
Detlef Meißner
2015-02-21 06:11:29 UTC
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Post by horst-d.winzler
Post by Detlef Meißner
Den etwas höheren an "Ich bin Dr. Müller".
Mal etwas OT.
Wenn jemand den nachweis, das er mal wissenschaftlich gearbeitet hat als
namensbestandteil trägt, ist folglich an seinem handeln nicht ein
höherer maßstab verpflichtend anzulegen als an otto normalbürger?
Welches Handeln?

Deine Frage zielt darauf ab, dass du höhere Maßstäbe an solche Menschen
anlegst.
Kannst du völlig vergessen!

Man hat sogar manchmal den Eindruck, sie glauben, sie seien etwas
Besseres und nehmen sich viel mehr raus.

Detlef
horst-d.winzler
2015-02-22 07:27:47 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by horst-d.winzler
Post by Detlef Meißner
Den etwas höheren an "Ich bin Dr. Müller".
Mal etwas OT.
Wenn jemand den nachweis, das er mal wissenschaftlich gearbeitet hat als
namensbestandteil trägt, ist folglich an seinem handeln nicht ein
höherer maßstab verpflichtend anzulegen als an otto normalbürger?
Welches Handeln?
Das sie sich, zumindest auf dem gebiet auf dem sie ihren Dr. gemacht
haben, selbsttätig weiterbilden.
Post by Detlef Meißner
Deine Frage zielt darauf ab, dass du höhere Maßstäbe an solche Menschen
anlegst.
Kannst du völlig vergessen!
Da stimme ich dir 100% zu.
Post by Detlef Meißner
Man hat sogar manchmal den Eindruck, sie glauben, sie seien etwas
Besseres und nehmen sich viel mehr raus.
So auch meine erfahrungen.
Bei meinem hausarzt, zahnarzt etc sehe ich es garnicht so gern, wenn sie
einen Dr besitzen. Ich benötige zB für meine Zähne einen guten handwerker!
Wissenschaftliches arbeiten sehe ich an universitäten etc gut aufgehoben.
--
mfg hdw
Detlef Meißner
2015-02-22 08:22:32 UTC
Permalink
Post by horst-d.winzler
Post by Detlef Meißner
Post by horst-d.winzler
Post by Detlef Meißner
Den etwas höheren an "Ich bin Dr. Müller".
Mal etwas OT.
Wenn jemand den nachweis, das er mal wissenschaftlich gearbeitet hat als
namensbestandteil trägt, ist folglich an seinem handeln nicht ein
höherer maßstab verpflichtend anzulegen als an otto normalbürger?
Welches Handeln?
Das sie sich, zumindest auf dem gebiet auf dem sie ihren Dr. gemacht
haben, selbsttätig weiterbilden.
Das mit dem selbständig Weiterbilden ist so eine Sache. Inzwischen sind
solche Weiterbildungen bei vielen Berufen Vorschrift und müssen auch
entsprechend nachgewiesen werden. Ist nicht so beliebt.
Post by horst-d.winzler
Post by Detlef Meißner
Deine Frage zielt darauf ab, dass du höhere Maßstäbe an solche Menschen
anlegst.
Kannst du völlig vergessen!
Da stimme ich dir 100% zu.
Post by Detlef Meißner
Man hat sogar manchmal den Eindruck, sie glauben, sie seien etwas
Besseres und nehmen sich viel mehr raus.
So auch meine erfahrungen.
Bei meinem hausarzt, zahnarzt etc sehe ich es garnicht so gern, wenn sie
einen Dr besitzen. Ich benötige zB für meine Zähne einen guten handwerker!
Wissenschaftliches arbeiten sehe ich an universitäten etc gut aufgehoben.
Uiii, Arzt und Handwerker!
Manche sehen sich sogar als Künstler.

Aber wen würde man wohl eher an sich ranlassen, Handwerker oder Künstler.

Detlef
Stefan Schmitz
2015-02-21 17:18:11 UTC
Permalink
Post by horst-d.winzler
Post by Detlef Meißner
Den etwas höheren an "Ich bin Dr. Müller".
Mal etwas OT.
Wenn jemand den nachweis, das er mal wissenschaftlich gearbeitet hat als
namensbestandteil trägt, ist folglich an seinem handeln nicht ein
höherer maßstab verpflichtend anzulegen als an otto normalbürger?
Den Namensbestandteil verwendet man ja, um Nichtakademiker zu beeindrucken. Und
die sind i.a. nicht in der Lage, die adäquaten Ansprüche anzulegen.
Jemandem, der ebenfalls ernsthaft studiert hat, muss solches Gehabe lächerlich
vorkommen.
Detlef Meißner
2015-02-21 17:55:07 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by horst-d.winzler
Post by Detlef Meißner
Den etwas höheren an "Ich bin Dr. Müller".
Mal etwas OT.
Wenn jemand den nachweis, das er mal wissenschaftlich gearbeitet hat als
namensbestandteil trägt, ist folglich an seinem handeln nicht ein
höherer maßstab verpflichtend anzulegen als an otto normalbürger?
Den Namensbestandteil verwendet man ja, um Nichtakademiker zu beeindrucken. Und
die sind i.a. nicht in der Lage, die adäquaten Ansprüche anzulegen.
Jemandem, der ebenfalls ernsthaft studiert hat, muss solches Gehabe lächerlich
vorkommen.
Klar.
Aber so'n Dr. vor dem Namen hat schon seine Vorteile, besonders eben bei
Nichtakademikern (z.B. Sprechstundenhilfen), die glauben nämlich
manchmal, Menschen ohne Dr. seien nichts wert, die könne man abkanzeln.

Detlef
Jaakob Kind
2015-02-26 15:23:56 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Den Namensbestandteil verwendet man ja, um Nichtakademiker zu
beeindrucken.
Um welchen Namensbestandteil soll es hier gehen? Doktorgrade können es ja
nicht sein, die werden nicht Bestandteil des Namens.

Viele Grüße
Jaakob
Karsten Düsterloh
2015-02-26 19:57:33 UTC
Permalink
Post by Jaakob Kind
Post by Stefan Schmitz
Den Namensbestandteil verwendet man ja, um Nichtakademiker zu
beeindrucken.
Um welchen Namensbestandteil soll es hier gehen? Doktorgrade können es ja
nicht sein, die werden nicht Bestandteil des Namens.
Du könntest dein Kind Dragoslav Ingmar nennen. ;-)


Karsten
--
Freiheit stirbt | Fsayannes SF&F-Bibliothek:
Mit Sicherheit | http://fsayanne.tprac.de/
Reinhard Forster
2015-02-21 06:07:57 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Roland Franzius
wahrscheinlich so bei Knigge. Den niederen Kleinbürgeradel erkannte man
an seiner Art der Vorstellung "Ich bin Herr Müller".
Den etwas höheren an "Ich bin Dr. Müller".
Und den noch etwas höheren an "Ich bin Prof. Dr. von Müller" ...?

Ade

Reinhard
Detlef Meißner
2015-02-21 06:33:39 UTC
Permalink
Post by Reinhard Forster
Post by Detlef Meißner
Post by Roland Franzius
wahrscheinlich so bei Knigge. Den niederen Kleinbürgeradel erkannte man
an seiner Art der Vorstellung "Ich bin Herr Müller".
Den etwas höheren an "Ich bin Dr. Müller".
Und den noch etwas höheren an "Ich bin Prof. Dr. von Müller" ...?
Nein, sondern "ich bin Herr Dr. Müller".

Detlef
Oliver Cromm
2015-02-20 17:55:23 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Oliver Cromm
Post by Ingo Stiller
Für das "von" vorm Namen können die Träger eines solchen Namens nicht.
Das ist halt der Familienname.
Sie können zwar nichts dafür, aber dagegen. Es gibt Leute, die das im
Alltag nicht benutzen, weil sie es selber albern finden, und einige, die
es sogar offiziell haben streichen lassen.
Mir hat ein "von Stieglitz" mal erklärt, daß man sich als solcher selbst
mit "Stieglitz" am Telefon melde. Man selber spräche das "von" nie mit.
Das ist noch ein anderer Aspekt, also ist "nicht benutzen"
vielleicht nicht die klarste Formulierung. Ich meinte damit schon
auch, wie sie angesprochen werden möchten.

Jetzt ist mir auch wieder das Beispiel eingefallen, das mir bei
dem Thema gleich in den Sinn kommt: Hermann Otto Prinz zu
Solms-Hohensolms-Lich, der "Herr Solms" genannt werden möchte.
--
If you kill one person, you go to jail; if you kill 20, you go
to an institution for the insane; if you kill 20,000, you get
political asylum. -- Reed Brody, special counsel
for prosecutions at Human Rights Watch
Jaakob Kind
2015-02-26 15:30:11 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Mir hat ein "von Stieglitz" mal erklärt, daß man sich als solcher selbst
mit "Stieglitz" am Telefon melde. Man selber spräche das "von" nie mit.
Da ist dann aber die Frage, ob das Bescheidenheit oder Adelsmarotte ist, da
aus bürgerlicher Sicht das "von" oder gar der "Freiherr" Teil des Namens ist
und das Weglassen deshalb vielleicht gerade unbescheiden ist.

Viele Grüße
Jaakob
Walter Schmid
2015-02-26 15:48:48 UTC
Permalink
Post by Jaakob Kind
Post by Martin Gerdes
Mir hat ein "von Stieglitz" mal erklärt, daß man sich als solcher selbst
mit "Stieglitz" am Telefon melde. Man selber spräche das "von" nie mit.
Da ist dann aber die Frage, ob das Bescheidenheit oder Adelsmarotte ist, da
aus bürgerlicher Sicht das "von" oder gar der "Freiherr" Teil des Namens ist
und das Weglassen deshalb vielleicht gerade unbescheiden ist.
Ja, denn man setzt voraus, dass man den ganzen Namen kennen *muss*.

Man kann "Teil des Namens" aber auch als das Renommée des Namens
verstehen. "Weizsäcker" ist auch ohne "von" wertvoll. Wenn ich
mit einem solchen gut befreundet wäre, würde ich einfach "Müller"
zu ihm sagen. ;-)

Gruss

Walter
--
Diä Lüt wo d'Helen Fischer ushaltä
Sin aifach z'schwach um's Radio usz'schalte.
(Basler Schnitzelbangg)
Markus Ermert
2015-02-21 10:49:22 UTC
Permalink
Post by Oliver Cromm
Post by Ingo Stiller
Für das "von" vorm Namen können die Träger eines solchen Namens nicht.
Das ist halt der Familienname.
Sie können zwar nichts dafür, aber dagegen. Es gibt Leute, die das im
Alltag nicht benutzen, weil sie es selber albern finden, und einige, die
es sogar offiziell haben streichen lassen.
So ist es. Ebenso können Journalisten wie alle anderen Menschen Namen
sinnvoll und höflichkeitswahrend vereinfachen, wenn es aus Platz- oder
Stilgründen geboten ist.

Ein irgendwie geartetes Recht, immer und ausnahmslos mit seinen
vollständigen Namen, Titeln und Graden angesprochen zu werden, gibt es
nicht. Auch wenn viele (etwa viele derer, die ihren Doktorgrad in die
Unterschrift oder E-Mail-Adresse aufnehmen) das fälschlich meinen.
Thomas Schade
1970-01-01 00:00:00 UTC
Permalink
Post by Ingo Stiller
Post by Thomas Schade
Post by Gunhild Simon
Ich glaube, die Schreibweise "v. Sowieso"
ist nur dem Besitzer des Adelstitels
"gestattet". Andere müssen "von Sowieso" schreiben.
Für welche Werte von 'müssen'? Sich ein 'von' vor den Namen zu
setzen ist schon albern genug, aber dann auch noch vermeintliche
Regeln aufstellen zu wollen, wie das abgekürzt wird, ist ja wohl
nur noch lächerlich
Für das "von" vorm Namen können die Träger eines solchen Namens nicht. Das ist halt der Familienname.
Genau gekommen sind die ein Namensbestandteil, den man
selbstverständlich weglassen kann. Jemand wie Hermann Otto Solms
zu Hassenichgesehen z.B. hat es nicht nötig, seinen kleinen
Prinzen in der Öffentlichkeit raushängen zu lassen.
Post by Ingo Stiller
Und mit den Regeln, das hast du Recht, das denken sich einige Kreise aus, die meinen sie seinen etwas besonders. Aber das kann dir und mir am Allerwertesten vorbei gehen :-)
Aber so was von. :)


Ciao
Toscha
--
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Ingo Stiller
2015-02-20 14:35:26 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Genau gekommen sind die ein Namensbestandteil, den man
selbstverständlich weglassen kann. Jemand wie Hermann Otto Solms
zu Hassenichgesehen z.B. hat es nicht nötig, seinen kleinen
Prinzen in der Öffentlichkeit raushängen zu lassen.
Also selbst bei dem Weglassen bin ich mir nicht sicher.
Hier ein Artikel im Spiegel über einen Adligen, der sich kritisch mit Seinesgleichen auseinandersetzt:

======================
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13220409.html
Auch das Abkürzen von Namensbestandteilen, wie "v.", "Frhr.", "Rr." kritisiert Spoenla-Metternich: "Namen wie ,Obermüller'' oder ,Hoffmann'' dürfen auch nicht ,O.müller'' oder ,Hoffm.'' abgekürzt werden." Und da der Name eine Einheit sei, müßten in Literaturverzeichnissen und Katalogen alle "vons" unter "V" eingeordnet werden.

Als Negativbeispiel führt er Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker an, der bei der Unterzeichnung von Gesetzen "nie mit seinem gesetzlichen Namen unterschrieb, sondern immer nur mit ,Weizsäcker'', also ohne ,von'' und ohne ,Freiherr''". Somit habe er diese Worte nicht wie Namensbestandteile behandelt, sondern wie Titel, die weggelassen werden können: "Das war schlichtweg unzulässig!" Schließlich sei "jede Sonderbehandlung vormals adliger Namen eine Grundrechtsverletzung".
======================================

Danach ist nichts mit weglassen oder abkürzen :-)
Gruß Ingo
Martin Gerdes
2015-02-20 16:00:04 UTC
Permalink
Post by Ingo Stiller
Also selbst bei dem Weglassen bin ich mir nicht sicher.
Hier ein Artikel im Spiegel über einen Adligen, der sich
... unter seinesgleichen.

Oder wie rechtfertigst Du -- gerade hierzugroup! -- die Großschreibung?
Post by Ingo Stiller
======================
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13220409.html
Auch das Abkürzen von Namensbestandteilen, wie "v.",
"Frhr.", "Rr." kritisiert Spoenla-Metternich
... der vermutlich mindestens "von Spoenla-Metternich" heißen müßte.
Post by Ingo Stiller
Als Negativbeispiel führt er Ex-Bundespräsident Richard von
Weizsäcker an, der bei der Unterzeichnung von Gesetzen
"nie mit seinem gesetzlichen Namen unterschrieb, sondern
immer nur mit ,,Weizsäcker'', also ohne ,,von'' und ohne
,,Freiherr''".
Schröcklich!

Ich kannte mal einen Herrn "Moser von Filseck", den alle Welt nur "von
Moser" nannte. Mir ist das zu kompliziert.
Sergio Gatti
2015-02-20 16:50:41 UTC
Permalink
Post by Ingo Stiller
Als Negativbeispiel führt er Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker an, der bei der Unterzeichnung von Gesetzen "nie mit seinem gesetzlichen Namen unterschrieb, sondern immer nur mit ,Weizsäcker'', also ohne ,von'' und ohne ,Freiherr''". Somit habe er diese Worte nicht wie Namensbestandteile behandelt, sondern wie Titel, die weggelassen werden können: "Das war schlichtweg unzulässig!" Schließlich sei "jede Sonderbehandlung vormals adliger Namen eine Grundrechtsverletzung".
Nach welchen gesetzlichen Bestimmungen muss eine
Unterschrift _alle_ Namensbestandteile und womöglich sogar
alle Vornamen enthalten?
Meines Wissens muss eine Unterschrift möglichst individuell
und charakteristisch sein. Wenigstens halbwegs lesbar wäre
auch nicht verkehrt, aber das ist nicht zwingend, wenn ich
die Hieroglyphe eines alten Bekannten beurteilen darf, bei
der auch andere gemeinsame Freunde nur ein großes N vor
einem unleserlichen Kringel und keine Spur von einem
Vornamen zu lesen vermochten. Trotzdem wurden seine
unterschriebenen Schecks immer problemlos ausgezahlt.
Detlef Meißner
2015-02-20 17:03:35 UTC
Permalink
Post by Sergio Gatti
Post by Ingo Stiller
Als Negativbeispiel führt er Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker an, der bei der Unterzeichnung von Gesetzen "nie mit seinem gesetzlichen Namen unterschrieb, sondern immer nur mit ,Weizsäcker'', also ohne ,von'' und ohne ,Freiherr''". Somit habe er diese Worte nicht wie Namensbestandteile behandelt, sondern wie Titel, die weggelassen werden können: "Das war schlichtweg unzulässig!" Schließlich sei "jede Sonderbehandlung vormals adliger Namen eine Grundrechtsverletzung".
Nach welchen gesetzlichen Bestimmungen muss eine
Unterschrift _alle_ Namensbestandteile und womöglich sogar
alle Vornamen enthalten?
Mus natürlich nicht.
Post by Sergio Gatti
Meines Wissens muss eine Unterschrift möglichst individuell
und charakteristisch sein. Wenigstens halbwegs lesbar wäre
auch nicht verkehrt, aber das ist nicht zwingend, wenn ich
die Hieroglyphe eines alten Bekannten beurteilen darf, bei
der auch andere gemeinsame Freunde nur ein großes N vor
einem unleserlichen Kringel und keine Spur von einem
Vornamen zu lesen vermochten. Trotzdem wurden seine
unterschriebenen Schecks immer problemlos ausgezahlt.
Klar. Bei der Bank muss man eine Unterschrift hinterlegen, die man
zukünftig verwenden will.

Im Personalausweis musste man früher mit allen Namensteilen
unterschreiben, das wurde dann häufig schon mehr als eng, heute steht
dort nur noch "Unterschrift des Inhabers".
Und ob für alle die vielen Freiherrn und ~frolleins auf dem Ausweis
Platz ist, möchte ich bezweifeln. Da muss reduziert werden. Kann
verstehen, dass ihnen das nicht gefällt, denn wir leben aktuell in einer
Zeit, in der solche "Titel" wieder mehr zählen als vor 30-40 Jahren.

Und wenn ein Herr Meckernicht den Ex-Bundespräsidenten kritisiert hat,
dann doch wohl nur, weil der den "Adel" nicht entsprechend gewürdigt hat.
Nun, Adel verflichtet.

Detlef
Stefan Schmitz
2015-02-20 17:56:36 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Im Personalausweis musste man früher mit allen Namensteilen
unterschreiben,
Wann war denn das?

Nur beim Führerschein wurde ich genötigt, mit beiden Vornamen zu unterschreiben.
Vielleicht, weil der ewig galt und man nicht wissen konnte, welchen Vornamen ich
in 30 Jahren benutzen würde.
Detlef Meißner
2015-02-20 18:37:00 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Detlef Meißner
Im Personalausweis musste man früher mit allen Namensteilen
unterschreiben,
Wann war denn das?
Vor 30 oder 40 Jahren.
Kann aber auch sein, dass es beim Pass war, das ist ja mehr Platz. ;-)
Post by Stefan Schmitz
Nur beim Führerschein wurde ich genötigt, mit beiden Vornamen zu unterschreiben.
Vielleicht, weil der ewig galt und man nicht wissen konnte, welchen Vornamen ich
in 30 Jahren benutzen würde.
Und wenn man drei oder vier Vornamen hat?

Auf die neuen Checkkarten-Ausweise passt sowieso kaum was drauf. Aber
dafür gibt es dann genau Richtlinien.

Die Vornamen dürfen insgesamt nur 28 Zeichen incl. Leerzeichen lang sein.
http://blog.beliebte-vornamen.de/2010/12/personalausweis-rufname/

Wie es mit dem/den Nachnamen ist, weiß ich nicht.

Detlef
Thomas Schade
1970-01-01 00:00:00 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Detlef Meißner
Im Personalausweis musste man früher mit allen Namensteilen
unterschreiben,
Wann war denn das?
Nur beim Führerschein wurde ich genötigt, mit beiden Vornamen zu unterschreiben.
Vielleicht, weil der ewig galt und man nicht wissen konnte, welchen Vornamen ich
in 30 Jahren benutzen würde.
Selbst da musste ich das, vor ziemlich genau 40 Jahren, nicht.


Ciao
Toscha
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Ingo Stiller
2015-02-20 17:06:16 UTC
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http://de.wikipedia.org/wiki/Unterschrift#Anforderungen_an_die_Lesbarkeit

Ist aber auch nicht eindeutig, ob jetzt wirklich jeder Namensbestandteil in der Unterschrift erscheinen muss. Da gibt es wohl unterschiedliche Auslegungen
Thomas Schade
1970-01-01 00:00:00 UTC
Permalink
Post by Ingo Stiller
Post by Thomas Schade
Genau gekommen sind die ein Namensbestandteil, den man
selbstverständlich weglassen kann. Jemand wie Hermann Otto Solms
zu Hassenichgesehen z.B. hat es nicht nötig, seinen kleinen
Prinzen in der Öffentlichkeit raushängen zu lassen.
Also selbst bei dem Weglassen bin ich mir nicht sicher.
======================
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13220409.html
Auch das Abkürzen von Namensbestandteilen, wie "v.", "Frhr.", "Rr." kritisiert Spoenla-Metternich: "Namen wie ,Obermüller'' oder ,Hoffmann'' dürfen auch nicht ,O.müller'' oder ,Hoffm.'' abgekürzt werden." Und da der Name eine Einheit sei, müßten in Literaturverzeichnissen und Katalogen alle "vons" unter "V" eingeordnet werden.
[...]
Post by Ingo Stiller
======================================
Danach ist nichts mit weglassen oder abkürzen :-)
Da hätte ich denn doch lieber eine ernstzunehmendere Quelle.
Nichts gegen SPON, die desd-folkloristische Ablehnung teile ich
nicht, aber hier halte ich ihn als Quelle für nicht ausreichend.
Noch weniger allerdings jemanden namens 'Spönla-Metternich'.


Ciao
Toscha
--
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Ingo Stiller
2015-02-20 14:47:18 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Ingo Stiller
Und mit den Regeln, das hast du Recht, das denken sich einige Kreise aus, die meinen sie seinen etwas besonders. Aber das kann dir und mir am Allerwertesten vorbei gehen :-)
Aber so was von. :)
Ach ja, der Adelsverband äußert sich auch dazu:
http://www.adelsverband.de/html/adelstitel.html
Erstmal stellt er klar, dass es in Deutschland keinen Adel und damit keine Adelstitel mehr gibt. Aber im letzten Abschnitt, relativiert man das dann geschickt doch etwas :-)
============
Damit bestärkt der adelsverband.de die Maßgabe des Deutschen Grundgesetzes, wonach jeder Mensch gleiche Rechte hat und jeder Mensch unabhängig von seinem Geburtsstatus frei entscheiden kann, welche Ideologien und Traditionen er in seinem Leben vertritt und nach außen trägt. Die Beurteilung des Adelsstatusses erfolgt durch das IFAA Institut ausschließlich nach empirischen Befunden bezüglich historischer Adelsstatuten und neuzeitlicher, im Verleihungsland angewendeter Adelsrichtlinien, ganz unabhängig vom sozialen Status des Begünstigten.
================

Gruß Ingo
Thomas Schade
1970-01-01 00:00:00 UTC
Permalink
Post by Ingo Stiller
Post by Thomas Schade
Post by Ingo Stiller
Und mit den Regeln, das hast du Recht, das denken sich einige Kreise aus, die meinen sie seinen etwas besonders. Aber das kann dir und mir am Allerwertesten vorbei gehen :-)
Aber so was von. :)
http://www.adelsverband.de/html/adelstitel.html
Erstmal stellt er klar, dass es in Deutschland keinen Adel und damit keine Adelstitel mehr gibt.
Da gibt es nichts klarzustellen, das kann er bestenfalls mit knapp
hundertjähriger Verspätung endlich zur Kenntnis nehmen.
Post by Ingo Stiller
Aber im letzten Abschnitt, relativiert man das dann geschickt doch
etwas :-)
============
Damit bestärkt der adelsverband.de die Maßgabe des Deutschen Grundgesetzes, wonach jeder Mensch gleiche Rechte hat und jeder Mensch unabhängig von seinem Geburtsstatus frei entscheiden kann, welche Ideologien und Traditionen er in seinem Leben vertritt und nach außen trägt.
Da wird sich das 'Deutsche Grundgesetz' aber freuen, dass es nun
endlich auch von adelsverband.de anerkannt wurde.


Ciao
Toscha
--
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Gunhild Simon
2015-02-20 07:59:43 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Gunhild Simon
...
Post by Juergen Barsuhn
... feuert Trainer v.Ahlen.
...
Ich glaube, die Schreibweise "v. Sowieso"
ist nur dem Besitzer des Adelstitels
"gestattet". Andere müssen "von Sowieso" schreiben.
Für welche Werte von 'müssen'? Sich ein 'von' vor den Namen zu
setzen ist schon albern genug, aber dann auch noch vermeintliche
Regeln aufstellen zu wollen, wie das abgekürzt wird, ist ja wohl
nur noch lächerlich (was sich nicht auf dich beziehen soll,
Gunhild). Ins Bild dieser Namenszusatzträger an sich passt es
allerdings.
Finde ich nicht.

Ist nun mal ein Teil des Namens.

Ja, ich hatte eine damals Linke der siebziger
Jahre als Kollegin, die hat erst das "von"
demonstrativ weggelassen, um es dann später
aber, sich auf die Familiengeschichte
besinnend, wieder anzunehmen. Verheiratet hat sie
später einen anderen adeligen Namen angenommen.

Ich kenne auch eine mit mit adeligem Doppelnamen.
Klingt bombastisch.

Eine andere hat sich in die Ehe mit einem
Bürgerlichen geflüchtet, um den adeligen Namen,
der in der NS-Zeit eine unrühmliche Rolle
spielte,loszuwerden.

Eine vierte legt auch heutzutage Wert auf das
"von" in ihrem Namen, einem ehedem bürgerlichen,
banal klingenden,wo der Zusatz offenbar auf
Verleihung aufgrund
von politischen Verdiensten beruht.
Ist vielleicht als Achtung vor den Vorfahren
auszulegen.

Gruß
Gunhild
Heinz Brueckner
2015-02-20 16:32:38 UTC
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am Thu, 19 Feb 2015 23:59:43 -0800 (PST) schrieb Gunhild Simon
Post by Gunhild Simon
Post by Thomas Schade
Post by Gunhild Simon
...
Post by Juergen Barsuhn
... feuert Trainer v.Ahlen.
...
Ich glaube, die Schreibweise "v. Sowieso"
ist nur dem Besitzer des Adelstitels
"gestattet". Andere müssen "von Sowieso" schreiben.
Für welche Werte von 'müssen'? Sich ein 'von' vor den Namen zu
setzen ist schon albern genug, aber dann auch noch vermeintliche
Regeln aufstellen zu wollen, wie das abgekürzt wird, ist ja wohl
nur noch lächerlich (was sich nicht auf dich beziehen soll,
Gunhild). Ins Bild dieser Namenszusatzträger an sich passt es
allerdings.
Finde ich nicht.
Ist nun mal ein Teil des Namens.
Kann man ändern. Siehe Jutta Hoimarstochter.

Heinz
--
Haargel ist Spargel.
Stefan Schmitz
2015-02-20 17:57:33 UTC
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Post by Heinz Brueckner
am Thu, 19 Feb 2015 23:59:43 -0800 (PST) schrieb Gunhild Simon
Post by Gunhild Simon
Ist nun mal ein Teil des Namens.
Kann man ändern. Siehe Jutta Hoimarstochter.
Eben nicht:
"1978 versuchte sie, ihren Namen ändern zu lassen, dies wurde abgelehnt. Sie nennt sich Jutta Ditfurth."
Thomas Schade
1970-01-01 00:00:00 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
Post by Thomas Schade
Post by Gunhild Simon
...
Post by Juergen Barsuhn
... feuert Trainer v.Ahlen.
...
Ich glaube, die Schreibweise "v. Sowieso"
ist nur dem Besitzer des Adelstitels
"gestattet". Andere müssen "von Sowieso" schreiben.
Für welche Werte von 'müssen'? Sich ein 'von' vor den Namen zu
setzen ist schon albern genug, aber dann auch noch vermeintliche
Regeln aufstellen zu wollen, wie das abgekürzt wird, ist ja wohl
nur noch lächerlich (was sich nicht auf dich beziehen soll,
Gunhild). Ins Bild dieser Namenszusatzträger an sich passt es
allerdings.
Finde ich nicht.
Ist nun mal ein Teil des Namens.
Es geht hier gerade nur um die Abkürzung von 'von'. Ein
Möchtegern-Regelwerk, das dem Bevonten 'erlaubt' 'v.' zu
schreiben aber andere dazu verpflichten will, das 'von'
auszuschreiben, ist so was von verstaubt, dass ich es nicht
einmal mehr lächerlich nennen mag.

[...]
Post by Gunhild Simon
Ist vielleicht als Achtung vor den Vorfahren
auszulegen.
Wie auch immer, ich habe eventuell Respekt vor einem
selbsterarbeiteten Titel, aber überhaupt keinen vor einem nur
ererbten. Ein solcher ist nichts wert, ich verstehe das Bohei
darum nicht.


Ciao
Toscha
--
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Andreas Karrer
2015-02-22 11:16:17 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Wie auch immer, ich habe eventuell Respekt vor einem
selbsterarbeiteten Titel, aber überhaupt keinen vor einem nur
ererbten. Ein solcher ist nichts wert, ich verstehe das Bohei
darum nicht.
In der Schweiz gibt es eine Anzahl von "von"-Namen, die nichts mit Adel
zu tun haben, sondern die nur darauf hinweisen, woher die Familie
(ehemals) kam. Als es mehr Menschen als Vornamen gab¹, sah man sich
genötigt, dem Heinrich "von Gunten" mit diesem Namensanhängsel
auszustatten, um ihm von Heinrich "von Allmen" zu unterscheiden. Das
war natürlich bei den adligen "von"s nicht anders, aber in der Schweiz
geschah das auch bei ganz normalen Bürgerfamilien.

Manche dieser Namen werden heute zusammengeschrieben (Vonlanthen,
Vonäsch, Vonmoss, Vonderlinn), bei anderen gibt es beide Schreibweisen
oder gar noch skurillere (Vonder Mühll). So jemanden einfach als Äsch,
Moos oder Mühl zu bezeichnen, halte ich für grob ungehörig.

Natürlich ist klar, dass das bei "von Thurn und Taxis" oder bei "von
Hohenzollern" eher nicht so ist, aber wie willst du das unterscheiden?
Ist die Berner Patrizierfamilie von Wattenwyl adlig oder nicht? Ist
"von Grüningen" verdächtig, weil Grüningen ein Zürcher Landstädtchen
mit Vogtei und Schloss ist? Oder war das nur ein Bauer aus Grüningen?


- Andi
Ingo Stiller
2015-02-22 12:56:23 UTC
Permalink
Post by Andreas Karrer
In der Schweiz gibt es eine Anzahl von "von"-Namen, die nichts mit Adel
zu tun haben, sondern die nur darauf hinweisen, woher die Familie
(ehemals) kam. Als es mehr Menschen als Vornamen gab¹, sah man sich
genötigt, dem Heinrich "von Gunten" mit diesem Namensanhängsel
auszustatten, um ihm von Heinrich "von Allmen" zu unterscheiden. Das
war natürlich bei den adligen "von"s nicht anders, aber in der Schweiz
geschah das auch bei ganz normalen Bürgerfamilien.
Ist in den Niederlanden ganz ähnlich.
Das dortige "van" ist meistens auch nur eine Ortsbezeichnung :-)

Gruß Ingo
Thomas Schade
2015-02-22 17:06:17 UTC
Permalink
Post by Andreas Karrer
Post by Thomas Schade
Wie auch immer, ich habe eventuell Respekt vor einem
selbsterarbeiteten Titel, aber überhaupt keinen vor einem nur
ererbten. Ein solcher ist nichts wert, ich verstehe das Bohei
darum nicht.
In der Schweiz gibt es eine Anzahl von "von"-Namen, die nichts mit Adel
zu tun haben, sondern die nur darauf hinweisen, woher die Familie
(ehemals) kam. Als es mehr Menschen als Vornamen gab¹, sah man sich
genötigt, dem Heinrich "von Gunten" mit diesem Namensanhängsel
auszustatten, um ihm von Heinrich "von Allmen" zu unterscheiden. Das
war natürlich bei den adligen "von"s nicht anders, aber in der Schweiz
geschah das auch bei ganz normalen Bürgerfamilien.
Manche dieser Namen werden heute zusammengeschrieben (Vonlanthen,
Vonäsch, Vonmoss, Vonderlinn), bei anderen gibt es beide Schreibweisen
oder gar noch skurillere (Vonder Mühll). So jemanden einfach als Äsch,
Moos oder Mühl zu bezeichnen, halte ich für grob ungehörig.
Ganz im Ernst, warum?
Post by Andreas Karrer
Natürlich ist klar, dass das bei "von Thurn und Taxis" oder bei "von
Hohenzollern" eher nicht so ist, aber wie willst du das unterscheiden?
Ist die Berner Patrizierfamilie von Wattenwyl adlig oder nicht? Ist
"von Grüningen" verdächtig, weil Grüningen ein Zürcher Landstädtchen
mit Vogtei und Schloss ist? Oder war das nur ein Bauer aus Grüningen?
Es geht mir nicht um verdächtig, sondern um albern. Dafür ist der
Hintergrund des vons ziemlich irrelevant. Zudem gibt es das 'von' im
Sinne 'von wo ich weg bin' kaum, hier ist das hauptsächlich ein Relikt
aus Zeiten ehemaliger preußischer Landjunker o.ä.
Das mag in der Schweiz oder in Holland anders sein, ist aber für mich
in .de kein relevantes Argument.


Ciao
Toscha
--
What do you call a dinosaur with an extensive vocabulary?
A Thesaurus.
Stefan Schmitz
2015-02-22 18:17:03 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Andreas Karrer
Manche dieser Namen werden heute zusammengeschrieben (Vonlanthen,
Vonäsch, Vonmoss, Vonderlinn), bei anderen gibt es beide Schreibweisen
oder gar noch skurillere (Vonder Mühll). So jemanden einfach als Äsch,
Moos oder Mühl zu bezeichnen, halte ich für grob ungehörig.
Ganz im Ernst, warum?
Was brächte dich überhaupt auf die Idee, Herrn Vonäsch mit Äsch anzureden?
Das wäre genau so ungehörig, wie dich Ade zu nennen.
Thomas Schade
1970-01-01 00:00:00 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Thomas Schade
Post by Andreas Karrer
Manche dieser Namen werden heute zusammengeschrieben (Vonlanthen,
Vonäsch, Vonmoss, Vonderlinn), bei anderen gibt es beide Schreibweisen
oder gar noch skurillere (Vonder Mühll). So jemanden einfach als Äsch,
Moos oder Mühl zu bezeichnen, halte ich für grob ungehörig.
Ganz im Ernst, warum?
Was brächte dich überhaupt auf die Idee, Herrn Vonäsch mit Äsch anzureden?
Das wäre genau so ungehörig, wie dich Ade zu nennen.
Ich hatte Andreas' Frage nicht auf die zusammengeschriebenen Namen
bezogen, solche ließe ich sicher unangetastet.


Ciao
Toscha
--
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Andreas Karrer
2015-02-22 20:58:54 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Post by Andreas Karrer
Manche dieser Namen werden heute zusammengeschrieben (Vonlanthen,
Vonäsch, Vonmoss, Vonderlinn), bei anderen gibt es beide Schreibweisen
oder gar noch skurillere (Vonder Mühll). So jemanden einfach als Äsch,
Moos oder Mühl zu bezeichnen, halte ich für grob ungehörig.
Ganz im Ernst, warum?
So wie man halt einen O'Hara, McDonald, Dall'O, van Gogh nicht Hara,
Donald, O oder Gogh nennt. Wie man die Schreibweise von Merck, Goethe,
Gauck, Burckhardt, Seelig nicht korrigiert. Das ist Teil des Namens,
und die Leute reagieren m.E. zurecht ungehalten auf die Verstümmelung
des eigenen Namens.

- Andi
Thomas Schade
1970-01-01 00:00:00 UTC
Permalink
Post by Andreas Karrer
Post by Thomas Schade
Post by Andreas Karrer
Manche dieser Namen werden heute zusammengeschrieben (Vonlanthen,
Vonäsch, Vonmoss, Vonderlinn), bei anderen gibt es beide Schreibweisen
oder gar noch skurillere (Vonder Mühll). So jemanden einfach als Äsch,
Moos oder Mühl zu bezeichnen, halte ich für grob ungehörig.
Ganz im Ernst, warum?
So wie man halt einen O'Hara, McDonald, Dall'O, van Gogh nicht Hara,
Donald, O oder Gogh nennt. Wie man die Schreibweise von Merck, Goethe,
Gauck, Burckhardt, Seelig nicht korrigiert. Das ist Teil des Namens,
und die Leute reagieren m.E. zurecht ungehalten auf die Verstümmelung
des eigenen Namens.
Freilich, ich hatte dich offenbar missverstanden, bei keinem der
zusammengeschriebenen Namen käme ich auf auf Idee, da was
wegzulassen.



Ciao
Toscha
--
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Florian Weimer
2015-02-22 12:06:08 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
Ich glaube, die Schreibweise "v. Sowieso"
ist nur dem Besitzer des Adelstitels
"gestattet".
Es gibt zumindest in Deutschland keine Adel mehr, keine Sonderrechte
und auch keine Adelstitel. Schon seit 1918.
Post by Gunhild Simon
Andere müssen "von Sowieso" schreiben.
Diese namensrechtlichen Besonderheiten sind nicht kodifiziert und
recht willkührlich. Nicht amtliche Stellen müssen sich sowieso nicht
daran halten, weil die Sortierreihenfolge oder die unpassende
Abkürzung von Namensbestandteile regelmäßig keine
Persönlichkeitsrechte verletzt.

In einigen Ländern hat man als Ausfluß der allgemeinen
Persönlichkeitsrechte sowieso einen Anspruch darauf, von staatlichen
Stellen unter einem Namen seiner Wahl angesprochen zu werden (freilich
nicht in Deutschland, weil man gerne den Müller vom Rosentahl oder Gül
unterscheiden möchte). Mit zunehmender Migration wird die (im Sinne
der Regenbogenpresse) korrekte Handhabung der Namen sowieso unmöglich.
Bertel Lund Hansen
2015-02-18 08:20:50 UTC
Permalink
Post by Ingo Stiller
"1860 München feuert Trainer von Ahlen"
Ich, meines Zeichen keine Ahnung von Fußball, wundere mich wie
München den Trainer der Mannschaft von Ahlen feuern kann. Bis
ich dann darauf gekommen bin, dass "von Ahlen" der Name des
Trainers ist. Gibt es im Deutsche eigentliche eine vernünftige
Möglichkeit, Name als solche zu kennzeichnen?
Das glaube ich nicht.
Post by Ingo Stiller
Durchkoppeln mit Bindestrich ist wohl nicht gangbar.
Namen soll man schreiben so, wie der Besitzer es tut.
Post by Ingo Stiller
Gänsefüßchen vielleicht?
Das deutet an, dass es sich nicht um den eigentlichen Trainer
handelt, sondern vielleicht einen Jungen, der Trainer spielt.

Wer Fussball folgt, versteht die Schlagzeile.
--
Bertel, Dänemark
Florian Ritter
2015-02-19 09:10:22 UTC
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Ingo Stiller
Durchkoppeln mit Bindestrich ist wohl nicht gangbar.
Namen soll man schreiben so, wie der Besitzer es tut.
Schon wieder falsch! Der Trainer selbst kann "v. Ahlen" schreiben, für
alle anderen ist "von Ahlen" striktes G'hörtsich.
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Ingo Stiller
Gänsefüßchen vielleicht?
Immerhin gibt es die Möglichkeit, "von Ahlen" kursiv zu setzen - FR
Roland Franzius
2015-02-19 09:25:34 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Ingo Stiller
Durchkoppeln mit Bindestrich ist wohl nicht gangbar.
Namen soll man schreiben so, wie der Besitzer es tut.
Schon wieder falsch! Der Trainer selbst kann "v. Ahlen" schreiben, für
alle anderen ist "von Ahlen" striktes G'hörtsich.
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Ingo Stiller
Gänsefüßchen vielleicht?
Immerhin gibt es die Möglichkeit, "von Ahlen" kursiv zu setzen - FR
Ein Komma vorn und hinten reicht meist, um für den Nicht-Kenner
zweifelhafte Namensapposition kenntlich zu machen.
--
Roland Franzius
Bärbel Nolden
2015-02-19 13:07:36 UTC
Permalink
Post by Roland Franzius
Post by Florian Ritter
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Ingo Stiller
Durchkoppeln mit Bindestrich ist wohl nicht gangbar.
Namen soll man schreiben so, wie der Besitzer es tut.
Schon wieder falsch! Der Trainer selbst kann "v. Ahlen" schreiben, für
alle anderen ist "von Ahlen" striktes G'hörtsich.
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Ingo Stiller
Gänsefüßchen vielleicht?
Immerhin gibt es die Möglichkeit, "von Ahlen" kursiv zu setzen - FR
Ein Komma vorn und hinten reicht meist, um für den Nicht-Kenner
zweifelhafte Namensapposition kenntlich zu machen.
Dann vielleicht doch gleich andersrum:
"Von Ahlen, 1860-Trainer, gefeuert"
Gunhild Simon
2015-02-19 13:14:37 UTC
Permalink
Am Donnerstag, 19. Februar 2015 14:07:48 UTC+1 schrieb Bärbel Nolden:

...
Post by Bärbel Nolden
"Von Ahlen, 1860-Trainer, gefeuert"
^^

Ich würde "von Ahlen ..." schreiben.
Denn die Anführungszeichen ersetzen den ersten Buchstaben,
die Versalie, eines Satzes.

Gruß
Gunhild
Bertel Lund Hansen
2015-02-19 18:22:18 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
Ich würde "von Ahlen ..." schreiben.
Denn die Anführungszeichen ersetzen den ersten Buchstaben,
die Versalie, eines Satzes.
Nicht in meinem Buch.

"heute Morgen wollen wir spazieren gehen."

Würdest du ein Zitat so schreiben?
--
Bertel, Dänemark
Rüdiger Silberer
2015-02-23 21:04:08 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
...
Post by Bärbel Nolden
"Von Ahlen, 1860-Trainer, gefeuert"
^^
Ich würde "von Ahlen ..." schreiben.
Denn die Anführungszeichen ersetzen den ersten Buchstaben,
die Versalie, eines Satzes.
Das glaube ich eher nicht.
--
ade - Rüdiger

Was'n Glück, morgen is Berufsschule!
Walter Schmid
2015-02-19 15:10:52 UTC
Permalink
Post by Bärbel Nolden
"Von Ahlen, 1860-Trainer, gefeuert"
Andererseits: Insider wissen Bescheid - und dem Rest der Welt
geht es am A.... vorbei. Deshalb ist "1860 München feuert
Trainer" die beste Formulierung.

Gruss

Walter
--
- Wer hat euch herfahren geheißen?
- Ich heiße nicht Herfahren, das ist ein kurioser Name.
(Georg Büchner, Dantons Tod)
Frank Hucklenbroich
2015-02-20 07:58:19 UTC
Permalink
Post by Walter Schmid
Post by Bärbel Nolden
"Von Ahlen, 1860-Trainer, gefeuert"
Andererseits: Insider wissen Bescheid - und dem Rest der Welt
geht es am A.... vorbei. Deshalb ist "1860 München feuert
Trainer" die beste Formulierung.
Das ist aber nicht ganz eindeutig, damit könnte auch der Trainer der U21
oder der Handballdamenmannschaft gemeint sein (und soweit ich weiß haben
die 1860er auch eine recht aktive Leichtatlethikabteilung, deren Sportler
regelmäßig Medallien holen).

Grüße,

Frank
Volker Gringmuth
2015-02-20 08:37:29 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Medallien
Einklich haste recht – wenn schon Portmonee, dann auch Medallje.


vG
Sepp Neuper
2015-02-20 20:38:32 UTC
Permalink
Warum nicht gleich angloman "Meddel"? Das sagen die Stadionsprecher
immer bei Olympia: "gould meddel" und so.
Deutsche Sprecher?
Einklich nich. Meistens sagen sie nur Gold, Silber oder Bronze.

bye, Sepp
Walter Schmid
2015-02-20 11:00:06 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Walter Schmid
Post by Bärbel Nolden
"Von Ahlen, 1860-Trainer, gefeuert"
Andererseits: Insider wissen Bescheid - und dem Rest der Welt
geht es am A.... vorbei. Deshalb ist "1860 München feuert
Trainer" die beste Formulierung.
Das ist aber nicht ganz eindeutig,
Für die Insider schon.
Post by Frank Hucklenbroich
damit könnte auch der Trainer der U21
oder der Handballdamenmannschaft gemeint sein
und solches kommt in die Zeitung?

Gruss

Walter
--
- Wer hat euch herfahren geheißen?
- Ich heiße nicht Herfahren, das ist ein kurioser Name.
(Georg Büchner, Dantons Tod)
Stefan Schmitz
2015-02-20 18:00:46 UTC
Permalink
Post by Walter Schmid
Post by Bärbel Nolden
"Von Ahlen, 1860-Trainer, gefeuert"
Andererseits: Insider wissen Bescheid - und dem Rest der Welt
geht es am A.... vorbei. Deshalb ist "1860 München feuert
Trainer" die beste Formulierung.
Aus eben diesem Grund sowie zwecks Eindeutigkeit und Aktualität plädiere ich für
"1860 München feuert von Ahlen".
(Gefeuert werden in der Branche eh fast nur Trainer.)
Michael Pachta
2015-02-18 08:28:15 UTC
Permalink
Post by Ingo Stiller
Gibt es im Deutsche eigentliche eine vernünftige
Möglichkeit, Name als solche zu kennzeichnen?
In diesem Fall hätte man vielleicht den Vornamen des Trainer hinzunehmen
können:
"1860 München feuert Trainer Markus von Ahlen"

M.
Jakob Achterndiek
2015-02-18 09:03:40 UTC
Permalink
Post by Ingo Stiller
Gibt es im Deutsche eigentliche eine vernünftige Möglichkeit,
Name als solche zu kennzeichnen?
In dieser Angelegenheit würden nationale Regelungen nur zusätzliche
Verwirrung stiften. Darum wäre das eine Sache für das €uropa-Parlament.
Schreib einfach mal dem Martin Schulz einen netten Brief. Am besten
fügst du gleich den €ntwurf einer europaweiten Verordnung bei, damit
er nicht erst lange überlegen muß, worüber er diesmal nachdenken soll.

j/\a

ps.:
Bei dem €ntwurf hilft dir vielleicht euer örtlicher Karnevalsverein.
Der hat ja jetzt erst mal Lustbarkeitspause.
--
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