Discussion:
Aussprache von "v" in Eva
(zu alt für eine Antwort)
Bernd Pietsch
2006-09-12 14:36:30 UTC
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Hallo,
gibt es eine einheitliche Aussprache vom Namen "Eva". Bin schon häufig
darauf aufmerksam gemacht worden, dass man diesen wie "f" (stimmlos)
ausspricht. Ich tendiere aber aufgrund viele Aufenthalte in Italien mehr zu
"w".
Woher stammt eigentlich der Name? Aus der Bibel? Evangelium spricht man ja
auch stimmhaft.
Danke und Gruß
Bernd
Philipp Reichmuth
2006-09-12 14:46:32 UTC
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Post by Bernd Pietsch
Woher stammt eigentlich der Name? Aus der Bibel?
Ja, hebräisch. Mein Hebräisch ist etwas eingerostet, aber die
stimmhafte Aussprache ist "richtiger" als die stimmlose (wenn's nicht
ursprünglich sowieso mal ein Approximant wie englisch w war). Mehr zum
Namen vgl. <http://www.abarim-publications.com/Arie/Names/Eve.html>
Post by Bernd Pietsch
Evangelium spricht man ja auch stimmhaft.
Tut man? Ich nicht..

Abgesehen davon haben beide nicht viel miteinander zu tun :) Evangelium
ist griechisch und heißt sowas wie "gute Nachricht", "frohe Botschaft" etc.

Philipp
--
For contacting me via e-mail, please remove ".invalid" from my From:
address.
Joachim Pense
2006-09-12 15:09:16 UTC
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Post by Bernd Pietsch
Hallo,
gibt es eine einheitliche Aussprache vom Namen "Eva". Bin schon häufig
darauf aufmerksam gemacht worden, dass man diesen wie "f" (stimmlos)
ausspricht. Ich tendiere aber aufgrund viele Aufenthalte in Italien mehr zu
"w".
Woher stammt eigentlich der Name? Aus der Bibel?
Eva ist Sanskrit und heißt "eigentlich". Und das v wird wie w
gesprochen.

Joachim
Dirk Schneider
2006-09-12 15:44:36 UTC
Permalink
Post by Bernd Pietsch
Woher stammt eigentlich der Name? Aus der Bibel? Evangelium spricht man ja
auch stimmhaft.
Ja?

Gruß Dirk.
--
Ich weiß nicht, was soll ich bedeuten?
Oliver Voß
2006-09-12 17:02:32 UTC
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Post by Bernd Pietsch
Hallo,
gibt es eine einheitliche Aussprache vom Namen "Eva". Bin schon häufig
darauf aufmerksam gemacht worden, dass man diesen wie "f" (stimmlos)
ausspricht. Ich tendiere aber aufgrund viele Aufenthalte in Italien mehr
zu "w".
Also, in Deutschland kenne ich "Eva" nur als "Efa" ausgesprochen und habe
es eigentlich auch noch nie anders gehört (auch nicht im Radio oder
Fernsehen); allerdings immer mit langem "E" vorneweg. Gibt es evtl. auch
Gegenden, in denen "Eva" mit kurzem "E" gesprochen wird? In Polen dagegen
sagt und schreibt man "Ewa".

Gruß,

Oliver
--
Ham Radio Station DL1YOV: http://www.mydarc.de/dl1yov
Till Walther
2006-09-12 16:04:15 UTC
Permalink
Post by Oliver Voß
Also, in Deutschland kenne ich "Eva" nur als "Efa" ausgesprochen und habe
es eigentlich auch noch nie anders gehört (auch nicht im Radio oder
Fernsehen); allerdings immer mit langem "E" vorneweg. Gibt es evtl. auch
Gegenden, in denen "Eva" mit kurzem "E" gesprochen wird? In Polen dagegen
sagt und schreibt man "Ewa".
Ich kann mich an einen Campingurlaub in meiner Kindheit erinnern, als
auf dem Zeltplatz ein kleiner Junge mit Namen Victor war, der darauf
bestand, dass es Fictor und nicht Wictor heißen müsse. Sehr zu unserer
Erheiterung...
--
http://tafel.ws
Kreidebilder an der Schultafel
Dieter Bruegmann
2006-09-12 17:21:31 UTC
Permalink
-<| Till Walther | Tue, 12 Sep 2006 18:04:15 +0200 |>-
Post by Till Walther
Post by Oliver Voß
Also, in Deutschland kenne ich "Eva" nur als "Efa" ausgesprochen und habe
es eigentlich auch noch nie anders gehört (auch nicht im Radio oder
Fernsehen); allerdings immer mit langem "E" vorneweg. Gibt es evtl. auch
Gegenden, in denen "Eva" mit kurzem "E" gesprochen wird? In Polen dagegen
sagt und schreibt man "Ewa".
Ich kann mich an einen Campingurlaub in meiner Kindheit erinnern, als
auf dem Zeltplatz ein kleiner Junge mit Namen Victor war, der darauf
bestand, dass es Fictor und nicht Wictor heißen müsse. Sehr zu unserer
Erheiterung...
Da fällt nicht nur mir sicher Karl Valentin ein. Von dem ist folgender
Dialog überliefert:

- Guten Tag, Herr Walentin! Wie geht es Ihnen?
- Mir geht es gut. Und wie geht es Ihrem Water?


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de/
Friederike Kempner sagt: Amerika, das Land der Träume, * Du Wunderwelt
so lang und breit, * Wie schön sind deine Kokosbäume, * Und Deine rege
Einsamkeit!
Michael Pronay
2006-09-12 18:21:41 UTC
Permalink
Post by Dieter Bruegmann
Da fällt nicht nur mir sicher Karl Valentin ein. Von dem ist
- Guten Tag, Herr Walentin! Wie geht es Ihnen?
- Mir geht es gut. Und wie geht es Ihrem Water?
So kenn ich denn nicht. In meiner Version antwortet KV:

- Falentin! Ich sag ja auch nicht Water zu Ihrem Herrn Fater!

M.
René
2006-09-12 16:08:06 UTC
Permalink
Post by Oliver Voß
Also, in Deutschland kenne ich "Eva" nur als "Efa" ausgesprochen und habe
es eigentlich auch noch nie anders gehört (auch nicht im Radio oder
Fernsehen); allerdings immer mit langem "E" vorneweg. Gibt es evtl. auch
Gegenden, in denen "Eva" mit kurzem "E" gesprochen wird? In Polen dagegen
sagt und schreibt man "Ewa".
Sonderbar. Kenne ich nur als "Ehwa", Eva Hermann vom falschen Sender
beispielsweise.
--
The short answer is "Yes." The long answer is "No."
Christian Feldhaus
2006-09-12 16:51:51 UTC
Permalink
Post by Oliver Voß
Also, in Deutschland kenne ich "Eva" nur als "Efa" ausgesprochen und habe
es eigentlich auch noch nie anders gehört (auch nicht im Radio oder
Fernsehen); allerdings immer mit langem "E" vorneweg.
Hm, "nur"? Ich spreche den Namen immer mit langem E und einem weichen V
aus, also "Ehwa" ...

Tschüs,
Christian - auch in DE ;-)
Rolf-R.Kopp
2006-09-12 19:25:16 UTC
Permalink
Post by Oliver Voß
Post by Bernd Pietsch
Hallo,
gibt es eine einheitliche Aussprache vom Namen "Eva".
Also, in Deutschland kenne ich "Eva" nur als "Efa" ausgesprochen
In Polen dagegen sagt und schreibt man "Ewa".
Mit kurzem, offenen e wie "Bettwurst".
In Polen ist das ja auch ganz einfach - man schreibt wie man spricht,
und man spricht wie man schreibt. Eigentlich nicht schwer, wenn da
bloß nicht diese Wörter wären mit den vielen aufeinander folgenden
Konsonanten. Wie zum Beispiel Szczecin.

Rolf
Christina Kunze
2006-09-12 20:10:41 UTC
Permalink
Post by Rolf-R.Kopp
In Polen ist das ja auch ganz einfach - man schreibt wie man
spricht,
und man spricht wie man schreibt. Eigentlich nicht schwer, wenn da
bloß nicht diese Wörter wären mit den vielen aufeinander folgenden
Konsonanten. Wie zum Beispiel Szczecin.
Wieso, Muttersprachler sprechen auch dieses Wort so, wie sie es
schreiben.

chr
Rolf-R.Kopp
2006-09-12 21:07:19 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Post by Rolf-R.Kopp
In Polen ist das ja auch ganz einfach - man schreibt wie man
spricht,
und man spricht wie man schreibt. Eigentlich nicht schwer, wenn da
bloß nicht diese Wörter wären mit den vielen aufeinander folgenden
Konsonanten. Wie zum Beispiel Szczecin.
Wieso, Muttersprachler sprechen auch dieses Wort so, wie sie es
schreiben.
Ich sprech es ja auch so; nur, weil ich in dieser Sache kein
Muttersprachler bin, musste ich anfangs ziemlich üben: "Schtetschin"
ging erstmal nicht so leicht über meine deutsche Zunge.

Rolf
Sissy Strolch
2006-09-13 07:26:44 UTC
Permalink
Rolf-R.Kopp schrieb:
....
Post by Rolf-R.Kopp
Post by Rolf-R.Kopp
und man spricht wie man schreibt. Eigentlich nicht schwer, wenn da
bloß nicht diese Wörter wären mit den vielen aufeinander folgenden
Konsonanten. Wie zum Beispiel Szczecin.
...
Post by Rolf-R.Kopp
Ich sprech es ja auch so; nur, weil ich in dieser Sache kein
Muttersprachler bin, musste ich anfangs ziemlich üben: "Schtetschin"
...
Ich dachte, dass heißt "Schtschetsin".

Gruß
Sissy
Sissy Strolch
2006-09-13 07:35:29 UTC
Permalink
Post by Sissy Strolch
Ich dachte, dass heißt "Schtschetsin".
Oops! Ich dachte, dass das "Schtschetsin" heißt.

Gruß
Sissy
Christina Kunze
2006-09-13 09:10:02 UTC
Permalink
Post by Sissy Strolch
Post by Rolf-R.Kopp
Ich sprech es ja auch so; nur, weil ich in dieser Sache kein
"Schtetschin"
...
Ich dachte, dass heißt "Schtschetsin".
"Schtsch" ist schon mal o.k., das ci ist allerdings tatsächlich ein
tch wie in Frettchen. Jedenfalls so ähnlich.
Für meine Ohren wird der "sch"-Laut im Polnischen viel weiter vorn als
im Deutschen, mit viel weniger Lippenrundung und
auseinandergezogenerem Mund gesprochen. Wenn man das wirklich
hinbekommen will, muß man ordentlich üben.

chr
Rolf-R.Kopp
2006-09-13 19:26:39 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Post by Sissy Strolch
Post by Rolf-R.Kopp
Ich sprech es ja auch so; nur, weil ich in dieser Sache kein
"Schtetschin"
...
Ich dachte, dass heißt "Schtschetsin".
"Schtsch" ist schon mal o.k., das ci ist allerdings tatsächlich ein
tch wie in Frettchen. Jedenfalls so ähnlich.
Ja, wenn Boris Becker das sagt. Altbundeskanzler Kohl spricht ähnlich,
beide kommen ja aus derselben Gegend.
Post by Christina Kunze
Für meine Ohren wird der "sch"-Laut im Polnischen viel weiter vorn als
im Deutschen, mit viel weniger Lippenrundung und
auseinandergezogenerem Mund gesprochen. Wenn man das wirklich
hinbekommen will, muß man ordentlich üben.
Ich finde, das ist eine sehr gute Beschreibung.
Szczecin sollte einem Bauchredner gefallen. Es wird ja nur mit der
Zunge artikuliert; keine Lippenbewegung, Zähne fest aufeinander.

Rolf
Patrick Bonacker
2006-09-12 22:07:26 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Rolf-R.Kopp
Post by Oliver Voß
In Polen dagegen sagt und schreibt man "Ewa".
Mit kurzem, offenen e wie "Bettwurst".
Tschechich Eva, Aussprache wie polnisch.
Russisch Aussprache Jewa (e auch offen).

Patrick
Christina Kunze
2006-09-13 09:12:02 UTC
Permalink
Post by Patrick Bonacker
Post by Rolf-R.Kopp
Post by Oliver Voß
In Polen dagegen sagt und schreibt man "Ewa".
Mit kurzem, offenen e wie "Bettwurst".
Tschechich Eva, Aussprache wie polnisch.
Russisch Aussprache Jewa (e auch offen).
Wenn wir beim Sammeln sind:
Ungarisch Éva, langes e, kurzes a, leicht in Richtung o tendierend
(dieser Laut ist etwas auf der Hälfte zwischen a in "Affen" und o in
"offen)

chr
Volker Gringmuth
2006-09-13 05:22:13 UTC
Permalink
Post by Oliver Voß
Also, in Deutschland kenne ich "Eva" nur als "Efa" ausgesprochen
und habe es eigentlich auch noch nie anders gehört (auch nicht
im Radio oder Fernsehen); allerdings immer mit langem "E"
vorneweg.
"Ehwa" hab ich zum ersten Mal in der "Feuerzangenbowle" gehört.


vG
Oliver Cromm
2006-09-12 16:40:15 UTC
Permalink
Post by Bernd Pietsch
gibt es eine einheitliche Aussprache vom Namen "Eva".
Danke, daß Du uns diese mitteilst. Üblicher ist allerdings die
Satzstellung "Es gibt ...".
Post by Bernd Pietsch
Bin schon häufig darauf aufmerksam gemacht worden, dass man diesen wie
"f" (stimmlos) ausspricht. Ich tendiere aber aufgrund viele
Aufenthalte in Italien mehr zu "w".
"F" ist im Deutschen üblicher. Wenn ich es mit w spreche, dann neige ich
auch zu kurzem, offenem E vorne; dann also nicht deutsch.
--
ASCII to ASCII, DOS to DOS
Michael Pronay
2006-09-12 16:54:13 UTC
Permalink
Post by Oliver Cromm
"F" ist im Deutschen üblicher.
^
Binnen-

In AT dürfte die Aussprache Ewa üblicher sein. Allerdings
interessanterweise nie im Diminutiv, da ist's Efi.

M.
Andreas Prilop
2006-09-12 16:56:30 UTC
Permalink
Post by Michael Pronay
In AT dürfte die Aussprache Ewa üblicher sein.
Dort gibt's ja auch den Wizepräsidenten.
Michael Pronay
2006-09-12 16:58:10 UTC
Permalink
Post by Andreas Prilop
Post by Michael Pronay
In AT dürfte die Aussprache Ewa üblicher sein.
Dort gibt's ja auch den Wizepräsidenten.
Eben. "Worte in Wersen" hat schon KK geschrieben.

M.
Thomas Gerlach
2006-09-12 17:26:48 UTC
Permalink
Post by Andreas Prilop
Post by Michael Pronay
In AT dürfte die Aussprache Ewa üblicher sein.
Dort gibt's ja auch den Wizepräsidenten.
Hat der eigentlich eine Blumenfase?

CU
Thomas
Rolf-R.Kopp
2006-09-12 21:10:27 UTC
Permalink
Post by Thomas Gerlach
Post by Andreas Prilop
Post by Michael Pronay
In AT dürfte die Aussprache Ewa üblicher sein.
Dort gibt's ja auch den Wizepräsidenten.
Hat der eigentlich eine Blumenfase?
Am Niederrhein hätte er bestimmt ein Väsken.

Rolf
Volker Gringmuth
2006-09-13 05:23:04 UTC
Permalink
Post by Andreas Prilop
Post by Michael Pronay
In AT dürfte die Aussprache Ewa üblicher sein.
Dort gibt's ja auch den Wizepräsidenten.
Immerhin. Bei uns gibts nur noch den Weißpresident.


vG
Christian Hackl
2006-09-12 17:05:51 UTC
Permalink
Post by Michael Pronay
In AT dürfte die Aussprache Ewa üblicher sein. Allerdings
interessanterweise nie im Diminutiv, da ist's Efi.
Ich spreche die Namen genau umgekehrt aus. "Efa" und "Ewi". Ich hätte
auch rein vom Gefühl her behauptet, daß das hierzulande so üblicher sei.
--
Christian Hackl
***@sbox.tugraz.at
Michael Pronay
2006-09-12 17:10:39 UTC
Permalink
Post by Christian Hackl
Post by Michael Pronay
In AT dürfte die Aussprache Ewa üblicher sein. Allerdings
interessanterweise nie im Diminutiv, da ist's Efi.
Ich spreche die Namen genau umgekehrt aus. "Efa" und "Ewi". Ich
hätte auch rein vom Gefühl her behauptet, daß das hierzulande so
üblicher sei.
Sehr interessant. Woher kommt diese Diskrepanz?

M.
Christian Hackl
2006-09-12 17:23:13 UTC
Permalink
Post by Michael Pronay
Post by Christian Hackl
Ich spreche die Namen genau umgekehrt aus. "Efa" und "Ewi". Ich
hätte auch rein vom Gefühl her behauptet, daß das hierzulande so
üblicher sei.
Sehr interessant. Woher kommt diese Diskrepanz?
Gute Frage. Vielleicht hat man das Bedürfnis, den Spitznamen etwas
weicher auszusprechen.

Vielleicht ist meine Aussprache aber auch nur ein Einzelfall, und ich
müßte mehr Evas kennenlernen, um mir ein genaueres Bild zu machen :)
--
Christian Hackl
***@sbox.tugraz.at
G.O.Tuhls
2006-09-12 20:12:34 UTC
Permalink
Post by Christian Hackl
Post by Michael Pronay
In AT dürfte die Aussprache Ewa üblicher sein. Allerdings
interessanterweise nie im Diminutiv, da ist's Efi.
Ich spreche die Namen genau umgekehrt aus. "Efa" und "Ewi". Ich hätte
auch rein vom Gefühl her behauptet, daß das hierzulande so üblicher sei.
Ich darf mal wieder zurückdrehen: Meine Schwester heißt Evelin
(Ewelin) und wird von allen Bekannten und Verwandten - bundesweit - Evi
(Efi) genannt. Niemand käme es in den Sinn, Efelin oder Ewi zu sagen.

Ciao
G.O.
Rolf-R.Kopp
2006-09-12 21:16:15 UTC
Permalink
Post by Christian Hackl
Post by Michael Pronay
In AT dürfte die Aussprache Ewa üblicher sein. Allerdings
interessanterweise nie im Diminutiv, da ist's Efi.
Ich spreche die Namen genau umgekehrt aus. "Efa" und "Ewi". Ich hätte
auch rein vom Gefühl her behauptet, daß das hierzulande so üblicher sei.
Ja, die Kosenamen.
In einer Fotogruppe zeigte jemand mal Fotos von seiner Stephi. Mir kam
es so vor, als stünde dort Stehpie. Eigentlich ja eine Knaben- oder
Männerangelegenheit, irgendwie unerwünscht.

Rolf
Oliver Cromm
2006-09-12 22:12:39 UTC
Permalink
Post by Rolf-R.Kopp
In einer Fotogruppe zeigte jemand mal Fotos von seiner Stephi. Mir kam
es so vor, als stünde dort Stehpie. Eigentlich ja eine Knaben- oder
Männerangelegenheit, irgendwie unerwünscht.
Warum sollen Frauen nicht im Stehen Kuchen essen?
--
Performance: A statement of the speed at which a computer system works.
Or rather, might work under certain circumstances. Or was
rumored to be working over in Jersey about a month ago.
Peter Gruendler
2006-09-12 20:22:28 UTC
Permalink
Post by Michael Pronay
In AT dürfte die Aussprache Ewa üblicher sein. Allerdings
interessanterweise nie im Diminutiv, da ist's Efi.
Ich sag Efa und Efi. Scheint mir auch hier üblicher.
Allerdings habe ich einen Freund, dessen Gattin Eva heißt und er spricht
es Ewa. Er ist allerdings vom 13. bis 18. LJ in einer
italienischsprachigen Schule in Südtirol gewesen.
P
Joerg Schleicher
2006-09-12 17:29:08 UTC
Permalink
Post by Oliver Cromm
"F" ist im Deutschen üblicher. Wenn ich es mit w spreche, dann neige ich
auch zu kurzem, offenem E vorne; dann also nicht deutsch.
Auch bei "Evita" wie in "Peron"?

Auch mir scheint auf Deutsch (und nur auf Deutsch)
"Efa" vorzuherrschen. Generell würde ich aber keine
Regel aufstellen wollen, sondern empfehlen, Namen
immer gemäß des Wunsches ihres Trägers auszusprechen.

Jörg
Oliver Cromm
2006-09-12 22:07:41 UTC
Permalink
Post by Joerg Schleicher
Post by Oliver Cromm
"F" ist im Deutschen üblicher. Wenn ich es mit w spreche, dann neige ich
auch zu kurzem, offenem E vorne; dann also nicht deutsch.
Auch bei "Evita" wie in "Peron"?
Da genau letzteres (kurzes e und w).
Post by Joerg Schleicher
Auch mir scheint auf Deutsch (und nur auf Deutsch)
"Efa" vorzuherrschen. Generell würde ich aber keine
Regel aufstellen wollen, sondern empfehlen, Namen
immer gemäß des Wunsches ihres Trägers auszusprechen.
Sicher. Eventuell mit Grenzen bei Ausländern. Was ich zum Beispiel mal
problematisch fand, war der Wunsch einer Österreicherin, nur Ssussi
genannt zu werden. Das ist doch eine recht unnatürliche Lautfolge in
meinem Deutsch.
--
Microsoft designed a user-friendly car:
instead of the oil, alternator, gas and engine
warning lights it has just one: "General Car Fault"
Oliver Cromm
2006-09-12 22:18:29 UTC
Permalink
Post by Joerg Schleicher
Post by Oliver Cromm
"F" ist im Deutschen üblicher. Wenn ich es mit w spreche, dann neige ich
auch zu kurzem, offenem E vorne; dann also nicht deutsch.
Auch bei "Evita" wie in "Peron"?
Da genau letzteres (kurzes e und w). Eben
spanisch/italienisch/polnisch/...

Passiv kenne ich auch die deutsche Eewa.
Post by Joerg Schleicher
Auch mir scheint auf Deutsch (und nur auf Deutsch)
"Efa" vorzuherrschen. Generell würde ich aber keine
Regel aufstellen wollen, sondern empfehlen, Namen
immer gemäß des Wunsches ihres Trägers auszusprechen.
Sicher. Eventuell mit Grenzen bei Ausländern. Was ich zum Beispiel mal
problematisch fand, war der Wunsch einer Österreicherin, nur ßußi
genannt zu werden. Das ist doch eine recht unnatürliche Lautfolge in
meinem Deutsch.
--
Microsoft designed a user-friendly car:
instead of the oil, alternator, gas and engine
warning lights it has just one: "General Car Fault"
Joerg Schleicher
2006-09-13 14:44:03 UTC
Permalink
Post by Oliver Cromm
Post by Joerg Schleicher
Post by Oliver Cromm
"F" ist im Deutschen üblicher. Wenn ich es mit w spreche, dann neige ich
auch zu kurzem, offenem E vorne; dann also nicht deutsch.
Auch bei "Evita" wie in "Peron"?
Da genau letzteres (kurzes e und w). Eben
spanisch/italienisch/polnisch/...
Ja, kurz. Aber bei romanischen Sprachen
geschlossen, nicht offen, oder?
Post by Oliver Cromm
Passiv kenne ich auch die deutsche Eewa.
Ja, hören kann man so einiges.
Auch "eventuell" als "effentwell".
Auch bei "Evangelium" und "evangelisch"
hört man beides, wenn ich auch f für
vorherrschend halte.

Jörg
Renata Kussack
2006-09-13 16:30:48 UTC
Permalink
Auch bei "Evangelium" und "evangelisch" hört man beides, wenn ich auch f
für vorherrschend halte.
Ich halte das wiederum für einen Regionalismus. Wärend hier durchgehend
"Ewangelium" und "ewangelisch" gesagt wird, kommen mir diese Dinge mit F
aus der württembergischen Ecke sehr vertraut vor: dort gibts auch den
gewöhnungsbedürftigen "Hl. Finzenz"; und meine Schwester Verena hat
immer zu tun, die Leute dazu zu bringen, nicht "Ferena" zu sagen -
vielleicht hat sie es auch mittlerweile aufgegeben.

In einem Interview, das ich einmal mit mit einer noch lebenden
Verwandten der verblichenen Ordensschwester Bertha Hummel (die mit
Geburtsnamen wohl Viktoria hieß) gesehen habe, sagte die Verwandte
immerzu "Jo, die Ficky...". Das hat mich wirklich erheblich abgelenkt.

Gruß
Renata
--
Wozu schwierig sein, wenn man mit ein wenig Mühe
komplett unmöglich sein kann?
Felix Neumann
2006-09-17 09:28:31 UTC
Permalink
Post by Renata Kussack
In einem Interview, das ich einmal mit mit einer noch lebenden
Verwandten der verblichenen Ordensschwester Bertha Hummel (die mit
Geburtsnamen wohl Viktoria hieß) gesehen habe, sagte die Verwandte
immerzu "Jo, die Ficky...". Das hat mich wirklich erheblich
abgelenkt.
Ein Pfarrer hat mir erzählt, er sei zunächst etwas konsterniert
gewesen, als der Schweizer Kollege, bei dem er Urlaub machte, ihn
fragte, ob er ihn "fickarieren" könne.

-fn-
Martin Gerdes
2006-09-17 10:00:05 UTC
Permalink
Post by Felix Neumann
Post by Renata Kussack
In einem Interview, das ich einmal mit mit einer noch lebenden
Verwandten der verblichenen Ordensschwester Bertha Hummel (die mit
Geburtsnamen wohl Viktoria hieß) gesehen habe, sagte die Verwandte
immerzu "Jo, die Ficky...". Das hat mich wirklich erheblich
abgelenkt.
Ein Pfarrer hat mir erzählt, er sei zunächst etwas konsterniert
gewesen, als der Schweizer Kollege, bei dem er Urlaub machte, ihn
fragte, ob er ihn "fickarieren" könne.
Ich kenne für den "Vikar" (also den "Pfarrvertreter") seit jeher nur die
Aussprache mit F. Ich halte für durchaus wahrscheinlich, daß diese
Aussprache allgemein süddeutsch ist. Wer einigermaßen der Kirche nahe ist
(bei einem Pfarrer darf man das unterstellen), kennt das Wort.

Ob das obige angebliche Mißverständnis möglicherweise an den Haaren
herbeigezogen ist?


Fremdwörterbuch: vikariieren (wohl Doppel-i gesprochen) -> aushelfen, jmds.
Stelle vertreten.

Ich habe das Wort auch nicht gekannt und daher nachgeschlagen. Für mich
gehört böser Wille dazu, es mißzuverstehen. Hätte ich es im Gespräch gehört,
hätte ich nachgefragt, weil es erkennbar den Sinn trägt und ich es schlicht
nicht kannte. Mit "ficken" verwechselt hätte ich es sicherlich nicht.
--
Martin Gerdes
Felix Neumann
2006-09-17 12:04:28 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Ich kenne für den "Vikar" (also den "Pfarrvertreter") seit jeher
nur die Aussprache mit F. Ich halte für durchaus wahrscheinlich,
daß diese Aussprache allgemein süddeutsch ist.
In den mitteldeutsche Dialekte sprechenden Gebieten Süddeutschlands
nicht. Ich zum Beispiel nicht.
Post by Martin Gerdes
Wer einigermaßen
der Kirche nahe ist (bei einem Pfarrer darf man das unterstellen),
kennt das Wort.
"Vikar" kennt man hier in der Erzdiözese Freiburg natürlich, wenn auch
(zumindest im üblichen Sprachgebrauch) nur der Generalvikar vorkommt.
"Pfarrvertreter" ist mißverständlich: Ein Priester, der einem Pfarrer
unterstellt ist, ist Pfarrvikar (can. 545), heißt aber hier
ausschließlich "Kaplan" auch wenn der laut Kirchenrecht (can. 564)
etwas ganz anderes ist. Ein Aushilfspfarrer wird nicht Vikar genannt.
"Vikariiert" wird hier erst recht nicht.
Post by Martin Gerdes
Ob das obige angebliche Mißverständnis möglicherweise an den
Haaren herbeigezogen ist?
Natürlich.

-fn-
Martin Gerdes
2006-09-17 22:00:12 UTC
Permalink
Post by Felix Neumann
Post by Martin Gerdes
Ich kenne für den "Vikar" (also den "Pfarrvertreter") seit jeher
nur die Aussprache mit F. Ich halte für durchaus wahrscheinlich,
daß diese Aussprache allgemein süddeutsch ist.
In den mitteldeutsche Dialekte sprechenden Gebieten Süddeutschlands
nicht. Ich zum Beispiel nicht.
Heißt das: Du sprichst das Wort "Vikar" mit "W"?

Im fraglos vorwiegend katholischen München spricht man den "Viktualienmarkt"
und den Karl "Valentin" mit "F"; im auch vorwiegend katholischen Österreich
spricht man den Stellvertreter "Vize-", den ich mit "F" spreche, mit "W"
Post by Felix Neumann
Post by Martin Gerdes
Wer einigermaßen der Kirche nahe ist (bei einem Pfarrer darf man das
unterstellen), kennt das Wort.
"Vikar" kennt man hier in der Erzdiözese Freiburg natürlich, wenn auch
(zumindest im üblichen Sprachgebrauch) nur der Generalvikar vorkommt.
"Pfarrvertreter" ist mißverständlich: Ein Priester, der einem Pfarrer
unterstellt ist, ist Pfarrvikar (can. 545), heißt aber hier
ausschließlich "Kaplan" auch wenn der laut Kirchenrecht (can. 564)
etwas ganz anderes ist. Ein Aushilfspfarrer wird nicht Vikar genannt.
Die Konkurrenz nennt einen Pfarrer in Ausbildung "Vikar".
Post by Felix Neumann
"Vikariiert" wird hier erst recht nicht.
Klar, aber eben deswegen liegt die Verwechslung auch nicht in der Luft.
--
Martin Gerdes
Stefan Ram
2006-09-18 04:48:46 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Die Konkurrenz nennt einen Pfarrer in Ausbildung "Vikar".
Post by Felix Neumann
"Vikariiert" wird hier erst recht nicht.
Klar, aber eben deswegen liegt die Verwechslung auch nicht in der Luft.
Nun las ich zufällig gerade bei Schopenhauer:

»*) In Folge der Beschreibung der Aerzte erscheint
Katalepsie als gänzliche Lähmung der motorischen Nerven,
Somnambulismus hingegen als die der sensiblen; für welche
sodann das Traumorgan vikarirt.«

Fußnote in »Versuch über das Geistersehn und was damit
zusammenhängt«

Was immer »vikariren« darin nun bedeuten mag.

Andreas Karrer
2006-09-17 22:29:56 UTC
Permalink
Post by Felix Neumann
Ein Pfarrer hat mir erzählt, er sei zunächst etwas konsterniert
gewesen, als der Schweizer Kollege, bei dem er Urlaub machte, ihn
fragte, ob er ihn "fickarieren" könne.
Die in katholischen Kreisen übliche Terminologie und Aussprache ist mir
nicht so bekannt.

In der Schweiz bezeichnet Vikar aber auch einen Aushilfs*lehrer*, der
den eigentlichen wegen Krankheit oder was immer vertritt. Also ganz
ohne Kirche. Dazu Vikariat, vikarisieren, vikarieren. Die werden alle
mit f ausgesprochen.

"Nach der PH werde ich wohl erst einige Zeit vikarisiseren, um
Erfahrungen zu sammeln".


- Andi
Oliver Cromm
2006-09-14 11:18:20 UTC
Permalink
Post by Joerg Schleicher
Post by Oliver Cromm
Post by Joerg Schleicher
Post by Oliver Cromm
"F" ist im Deutschen üblicher. Wenn ich es mit w spreche, dann neige ich
auch zu kurzem, offenem E vorne; dann also nicht deutsch.
Auch bei "Evita" wie in "Peron"?
Da genau letzteres (kurzes e und w). Eben
spanisch/italienisch/polnisch/...
Ja, kurz. Aber bei romanischen Sprachen
geschlossen, nicht offen, oder?
Im Französischen offen, bei den anderen hatte ich das möglicherweise
falsch im Gefühl.
--
Oliver C.
Die demoskopische Hauptzielgruppe von "Focus" sind Maenner aus dem
gehobenen Mittelstand zwischen 40 und 65 (IQ, nicht Alter).
Andreas Kabel in de.etc.sprache.deutsch
Heinz Brueckner
2006-09-13 22:15:03 UTC
Permalink
am Tue, 12 Sep 2006 18:18:29 -0400 schrieb Oliver Cromm
Post by Oliver Cromm
Sicher. Eventuell mit Grenzen bei Ausländern. Was ich zum Beispiel mal
problematisch fand, war der Wunsch einer Österreicherin, nur ßußi
genannt zu werden. Das ist doch eine recht unnatürliche Lautfolge in
meinem Deutsch.
Nu, der Sisi hat man im Film extra ein zweites "s" verpasst,
damit das klappt.

Heinz
--
"Laut dem achten Rundfunksänderungs-Staatsvertrag handelt
es sich beim Internet um eine neuartige Form von Rundfunk."
(***@DasErste.de)
Manfred Russ
2006-09-13 22:37:36 UTC
Permalink
Post by Oliver Cromm
Passiv kenne ich auch die deutsche Eewa.
Ist das die, an die die Aufforderung erging, nicht zu weinen?
(Wer hat's noch im Ohr: War's eine Eeewa oder eine Eeefa?)




Manfred
--
Ruhm beginnt doch erst dort, wo man von einer Sache weiß,
sie aber nicht kennt. (Musil)
Christian Feldhaus
2006-09-14 08:49:11 UTC
Permalink
Post by Manfred Russ
Ist das die, an die die Aufforderung erging, nicht zu weinen?
(Wer hat's noch im Ohr: War's eine Eeewa oder eine Eeefa?)
Die deutsche kenn' ich nicht, und die englische bzw. spanische hatte
natürlich ein W. (Wobei erstere etwas mehr nach Äiwa klang, letztere
nach Ewwa <g>.) Vermutlich hat man es in einer deutschen Version dabei
belassen ...

Tschüs,
Christian
Volker Gringmuth
2006-09-13 05:25:09 UTC
Permalink
Post by Joerg Schleicher
Post by Oliver Cromm
"F" ist im Deutschen üblicher. Wenn ich es mit w spreche, dann
neige ich auch zu kurzem, offenem E vorne; dann also nicht
deutsch.
Auch bei "Evita" wie in "Peron"?
Oder in "Ewiewa Eßpannja"? ;-)

"Evita" halte ich für etümologisch deutlich anders verortet ;-) als
"Eva".


vG
Joerg Schleicher
2006-09-13 14:39:38 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
"Evita" halte ich für etümologisch deutlich anders verortet ;-) als
"Eva".
Hm?

Daß -ita ein spanisches -chen ist, ist Dir aber
schon klar?

Chica - Chiquita

(Der Wechsel von c nach qu dient nur dazu,
die Aussprache als k zu erhalten, vor i würde
das c wie ß ausgesprochen.)

Die Dame hieß Eva Peron.

Jörg
Manfred Russ
2006-09-13 22:37:38 UTC
Permalink
Post by Joerg Schleicher
Chica - Chiquita
(Der Wechsel von c nach qu dient nur dazu,
die Aussprache als k zu erhalten, vor i würde
das c wie ß ausgesprochen.)
Wobei man doch allerorten von "chicen Anziehsachen" liest.



Manfred
--
Ruhm beginnt doch erst dort, wo man von einer Sache weiß,
sie aber nicht kennt. (Musil)
Volker Gringmuth
2006-09-14 05:42:51 UTC
Permalink
Post by Joerg Schleicher
Daß -ita ein spanisches -chen ist, ist Dir aber
schon klar?
Nö, war nicht. Ist aber jetzt.


vG
Helga Schulz
2006-09-12 16:53:07 UTC
Permalink
Post by Bernd Pietsch
Hallo,
gibt es eine einheitliche Aussprache vom Namen "Eva".
Ja, Efa. Das Vogel-Vau wird im Deutschen gewöhnlich stimmlos
gesprochen. Für näheres zum Vogel-Vau siehe Karl Valentin.
Post by Bernd Pietsch
Bin schon häufig
darauf aufmerksam gemacht worden, dass man diesen wie "f" (stimmlos)
ausspricht. Ich tendiere aber aufgrund viele Aufenthalte in Italien mehr zu
"w".
Sicher, in Italien spricht man es italienisch und in Polen
polnisch, aber in D spricht man es nunmal deutsch aus.
Post by Bernd Pietsch
Woher stammt eigentlich der Name? Aus der Bibel?
In der Tat. Aus dem Hebräischen.
Post by Bernd Pietsch
Evangelium spricht man ja
auch stimmhaft.
Nicht in D. Daran ändert auch die griechische Herkunft nix, wohl
aber die massenhafte Aussprache als "Efangelium" durch
Generationen von Christen, ob Laien oder Klerus.
Oliver Cromm
2006-09-12 16:50:17 UTC
Permalink
Post by Helga Schulz
Post by Bernd Pietsch
Evangelium spricht man ja
auch stimmhaft.
Nicht in D. Daran ändert auch die griechische Herkunft nix, wohl
aber die massenhafte Aussprache als "Efangelium" durch
Generationen von Christen, ob Laien oder Klerus.
Interessant. Ich kenne bei "evangelisch" gerade noch beide Varianten,
bei "Evangelium" auch nur die mit w. Ich hatte wohl wenig mit Christen
zu tun ...
--
Pentiums melt in your PC, not in your hand.
Patrick Bonacker
2006-09-12 22:03:18 UTC
Permalink
Hallo,

on Tue, 12 Sep 2006 12:50:17 -0400, Oliver Cromm
Post by Oliver Cromm
Post by Helga Schulz
Post by Bernd Pietsch
Evangelium spricht man ja
auch stimmhaft.
Nicht in D. Daran ändert auch die griechische Herkunft nix, wohl
aber die massenhafte Aussprache als "Efangelium" durch
Generationen von Christen, ob Laien oder Klerus.
Interessant. Ich kenne bei "evangelisch" gerade noch beide Varianten,
bei "Evangelium" auch nur die mit w. Ich hatte wohl wenig mit Christen
zu tun ...
Jep, bei uns (Rostock) meist Efa und Ewangelium (auch Ewangelische
Kirche usw.). Die jeweils andere Variante ist aber auch manchmal zu
hören.

Patrick
Volker Gringmuth
2006-09-13 05:29:24 UTC
Permalink
Post by Oliver Cromm
bei "Evangelium" auch nur die mit w.
Frag mal den selbsternannten E-Fun-Gelisten Arno Backhaus:
<http://www.arno-backhaus.de/>


vG
Martin Rost
2006-09-13 10:01:15 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
selbsternannten E-Fun-Gelisten
Aua.

M.
Oliver Cromm
2006-09-13 21:06:36 UTC
Permalink
Post by Oliver Cromm
bei "Evangelium" auch nur die mit w.
Aus dem Hinterhaus? Wo hängen hundert Hemden raus? Nein, danke.
--
XML combines all the inefficiency of text-based formats with most of the
unreadability of binary formats. -- Oren Tirosh, comp.lang.python
Lothar Frings
2006-09-13 08:53:57 UTC
Permalink
Post by Helga Schulz
Post by Bernd Pietsch
Hallo,
gibt es eine einheitliche Aussprache vom Namen "Eva".
Ja, Efa. Das Vogel-Vau wird im Deutschen gewöhnlich stimmlos
gesprochen. Für näheres zum Vogel-Vau siehe Karl Valentin.
Liebe Frau Schulz,

ich habe ein Problem. Ich spreche das Wort "Vase" wie
"wase" aus. Und nicht nur das - auch mit "vage" oder
"Vaseline" ist mir so etwas schon passiert. Im letzteren
Fall bin ich mir aber nicht sicher, ob der Lachanfall
meiner Partnerin in einem sehr, sehr unpassenden
Moment auf eine unkorrekte Aussprache zurückzuführen
ist. Bin ich irgendwie anormal? Mache ich etwas falsch?
Ich will doch nur, daß die Menschen mich mögen.

In Erwartung Ihrer Antwort
Lothar F.
Ralf Kusmierz
2006-09-13 10:40:31 UTC
Permalink
X-No-Archive: Yes
Post by Lothar Frings
Bin ich irgendwie anormal? Mache ich etwas falsch?
Ja: Entweder "anomal" oder "abnormal". "Anormal" ist irgendwie nicht
normal, ich stehe nicht an, zu schreiben: falsch!
Post by Lothar Frings
Ich will doch nur, daß die Menschen mich mögen.
Das sollten Sie überdenken.
Post by Lothar Frings
In Erwartung Ihrer Antwort
Mit den besten Empfehlungen.


Gruß aus Bremen
Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hältst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
Lothar Frings
2006-09-13 13:17:49 UTC
Permalink
Post by Ralf Kusmierz
Post by Lothar Frings
Bin ich irgendwie anormal? Mache ich etwas falsch?
Ja: Entweder "anomal" oder "abnormal". "Anormal" ist irgendwie nicht
normal, ich stehe nicht an, zu schreiben: falsch!
Schreibst du das bitte an die Duden-Redaktion? Die halten
"anormal" für richtig.
Horst Ruth
2006-09-13 15:21:42 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Schreibst du das bitte an die Duden-Redaktion? Die halten
"anormal" für richtig.
In der 11. Auflage (1939) steht "anomal [fälschlich: anormal] ..."

Gruß
HR
--
sunt nova grata tria: medicus, meretrix, melodia
Lothar Frings
2006-09-13 15:31:54 UTC
Permalink
Post by Horst Ruth
Post by Lothar Frings
Schreibst du das bitte an die Duden-Redaktion? Die halten
"anormal" für richtig.
In der 11. Auflage (1939) steht "anomal [fälschlich: anormal] ..."
Was sagen sie denn in dieser Auflage über die
Schreibweise von "E-Mail"?
Horst Ruth
2006-09-13 15:53:05 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Post by Horst Ruth
In der 11. Auflage (1939) steht "anomal [fälschlich: anormal] ..."
Was sagen sie denn in dieser Auflage über die
Schreibweise von "E-Mail"?
28. Zusammengestzte Hauptwörter
Zusammengestzte Hauptwörter können außer Hauptwörtern auch alle andern
Wortarten, ja Buchstaben zum Bestimmungsgliede haben ... z. B. ...
T-Träger ...

Gruß
HR
--
sunt nova grata tria: medicus, meretrix, melodia
Matthias Opatz
2006-09-13 20:03:12 UTC
Permalink
Post by Horst Ruth
Post by Lothar Frings
Schreibst du das bitte an die Duden-Redaktion? Die halten
"anormal" für richtig.
In der 11. Auflage (1939) steht "anomal [fälschlich: anormal] ..."
Typischer Fall von posthum.

Matthias
--
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
..... Wer zum Kuckuck ist Galletti? => <http://www.galletti.de/> ......
==== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==
Horst Ruth
2006-09-13 20:39:25 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
Post by Horst Ruth
Post by Lothar Frings
Schreibst du das bitte an die Duden-Redaktion? Die halten
"anormal" für richtig.
In der 11. Auflage (1939) steht "anomal [fälschlich: anormal] ..."
Typischer Fall von posthum.
In der 11. Auflage (1939) steht "posthum usw.; s. postum usw." ;-)

Scherz beiseite, es ist der damalige große Duden im Vierspaltensatz in
einem Band mit dem großen Stilwörterbuch. Wenn es nicht um neumodischen
Kram wie E-Mail geht, ist er zugleich kompakt und äußerst brauchbar, auch
wegen des Fraktursatzes.
Mach Zeitbedingtes ist verzeihlich: "SPD ehem. sozialdemokratische Partei".

Gruß
HR
--
sunt nova grata tria: medicus, meretrix, melodia
Matthias Opatz
2006-09-13 20:48:45 UTC
Permalink
Post by Horst Ruth
Wenn es nicht um neumodischen
Kram wie E-Mail geht, ist er zugleich kompakt und äußerst brauchbar, auch
wegen des Fraktursatzes.
Falls auf die Kennzeichnung der langen und Schluss-s anspielst: Der
Leipziger Duden nahm die noch bis 1967 vor.

Matthias
--
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
..... Wer zum Kuckuck ist Galletti? => <http://www.galletti.de/> ......
==== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==
Stefan Ram
2006-09-13 20:55:13 UTC
Permalink
Post by Horst Ruth
"SPD ehem. sozialdemokratische Partei".
Das trifft ja heute auch wieder zu.
Oliver Cromm
2006-09-13 21:08:36 UTC
Permalink
Post by Horst Ruth
Post by Lothar Frings
Schreibst du das bitte an die Duden-Redaktion? Die halten
"anormal" für richtig.
In der 11. Auflage (1939) steht "anomal [fälschlich: anormal] ..."
"Anormal" ist so absurd wie "Automobil".
--
Microsoft designed a user-friendly car:
instead of the oil, alternator, gas and engine
warning lights it has just one: "General Car Fault"
Ralf Kusmierz
2006-09-13 17:17:07 UTC
Permalink
X-No-Archive: Yes
Post by Lothar Frings
Post by Ralf Kusmierz
Ja: Entweder "anomal" oder "abnormal". "Anormal" ist irgendwie nicht
normal, ich stehe nicht an, zu schreiben: falsch!
Schreibst du das bitte an die Duden-Redaktion?
Vergebene Liebesmüh ...
Post by Lothar Frings
Die halten "anormal" für richtig.
Deren Problem.


Gruß aus Bremen
Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hältst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
Patrick Bonacker
2006-09-13 17:55:47 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Ralf Kusmierz
X-No-Archive: Yes
Post by Lothar Frings
Post by Ralf Kusmierz
Ja: Entweder "anomal" oder "abnormal". "Anormal" ist irgendwie nicht
normal, ich stehe nicht an, zu schreiben: falsch!
Schreibst du das bitte an die Duden-Redaktion?
Vergebene Liebesmüh ...
Post by Lothar Frings
Die halten "anormal" für richtig.
Deren Problem.
Google (nur deutsch):
anomal 38.200
anormal 312.000
abnormal 419.000
unnormal 236.000
"nicht normal" 817.000

Sieht recht ausgeglichen aus.
Scheint ein Massenproblem zu sein.

Patrick
Ralf Kusmierz
2006-09-13 21:53:23 UTC
Permalink
X-No-Archive: Yes
Post by Patrick Bonacker
Post by Lothar Frings
Schreibst du das bitte an die Duden-Redaktion?
Vergebene Liebesmüh ...
Post by Lothar Frings
Die halten "anormal" für richtig.
Deren Problem.
anomal 38.200
anormal 312.000
abnormal 419.000
unnormal 236.000
"nicht normal" 817.000
Sieht recht ausgeglichen aus.
Scheint ein Massenproblem zu sein.
419 / (312 + 419) = 57,3 % (abnormal ./. anormal)

172.000 Seiten auf Deutsch für
anomal OR anomale OR anomales OR anomaler OR anomalen
450.000 Seiten auf Deutsch für
anormal OR anormale OR anormales OR anormaler OR anormalen
606.000 Seiten auf Deutsch für
abnormal OR abnormale OR abnormales OR abnormaler OR abnormalen
526.000 Seiten auf Deutsch für
abnorm OR abnorme OR abnormes OR abnormer OR abnormen
20.400.000 Seiten auf Deutsch für
enorm OR enorme OR enormes OR enormer OR enormen
310.000 Seiten auf Deutsch für
unnormal OR unnormale OR unnormales OR unnormaler OR unnormalen
875.000 Seiten auf Deutsch für
"nicht normal" OR "nicht normale" OR "nicht normales" OR
"nicht normaler" OR "nicht normalen"
605.000 Seiten auf Deutsch für
"kein normal" OR "kein normale" OR "kein normales" OR
"kein normaler" OR "kein normalen" OR "keine normale" OR
"kein normaler" OR "keinen normalen"

"Anomal" ist ziemlich fachsprachlich und eher selten. Die richtigen
Bildungen "anomal" und "abnormal" stehen mit zusammen 778.000 den
450.000 "*anormal" mit einer Mehrheit von noch 63,3 % an allen
gegenüber.

Der Fehler ist häufig, aber er bleibt - trotz Dudensanktionierung -
ein Fehler.


Gruß aus Bremen
Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hältst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
Lothar Frings
2006-09-14 11:51:50 UTC
Permalink
Post by Ralf Kusmierz
"Anomal" ist ziemlich fachsprachlich und eher selten. Die richtigen
Bildungen "anomal" und "abnormal" stehen mit zusammen 778.000 den
450.000 "*anormal" mit einer Mehrheit von noch 63,3 % an allen
gegenüber.
Der Fehler ist häufig, aber er bleibt - trotz Dudensanktionierung -
ein Fehler.
Sagt das außer dir noch irgendjemand?
Oliver Cromm
2006-09-14 11:34:09 UTC
Permalink
Post by Patrick Bonacker
anomal 38.200
anormal 312.000
abnorm 220,000
Post by Patrick Bonacker
abnormal 419.000
unnormal 236.000
"nicht normal" 817.000
extranormal 41

Das hat sich noch nicht durchgesetzt.

Aber bei Deklinationsformen sieht es schon anders aus:

anomale 101,000
anormale 90,100
abnorme 326,000
abnormale 139,000
unnormale 37,100
"nicht normale" 45,100

Dann hatte ich keine Lust mehr.
--
Oliver C.
Helga Schulz
2006-09-14 21:05:11 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Bin ich irgendwie anormal?
Keine Ahnung. Muß man das wissen? Ich glaube nicht.
Post by Lothar Frings
Mache ich etwas falsch?
Ja. Zuwenig Karl Valentin lesen ist immer falsch.
Post by Lothar Frings
Ich will doch nur, daß die Menschen mich mögen.
Herrje! Das hättest Du dich in datu aber nicht getraut.
Martin Rost
2006-09-15 07:47:17 UTC
Permalink
Post by Helga Schulz
Zuwenig Karl Valentin lesen ist immer falsch.
Hören und sehen muß man ihn außerdem.

Martin Wrdlbrmpft
Diedrich Ehlerding
2006-09-12 17:29:27 UTC
Permalink
Post by Bernd Pietsch
gibt es eine einheitliche Aussprache vom Namen "Eva". Bin schon häufig
darauf aufmerksam gemacht worden, dass man diesen wie "f" (stimmlos)
ausspricht.
So spreche ich das auch.
Post by Bernd Pietsch
Ich tendiere aber aufgrund viele Aufenthalte in Italien
mehr zu "w".
Diese Aussprache kannte ich auch aus slawischem (polnischem?) Kontext,
da schreibt man wohl auch "Ewa".
Post by Bernd Pietsch
Woher stammt eigentlich der Name? Aus der Bibel?
Ja.
Post by Bernd Pietsch
Evangelium spricht man ja auch stimmhaft.
Ich nicht, und ich habe das auch noch nie als "Ewangelium" gehört.

Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungelesen entsorgt.
René
2006-09-12 18:46:02 UTC
Permalink
On 2006-09-12 12:29:27 -0500, Diedrich Ehlerding
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Bernd Pietsch
Evangelium spricht man ja auch stimmhaft.
Ich nicht, und ich habe das auch noch nie als "Ewangelium" gehört.
Ich wiederum habe es nie anders gehört. Thüringen, Hessen, Franken, Bayern.
--
The short answer is "Yes." The long answer is "No."
Michael Baumgartner
2006-09-14 08:50:02 UTC
Permalink
Post by René
On 2006-09-12 12:29:27 -0500, Diedrich Ehlerding
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Bernd Pietsch
Evangelium spricht man ja auch stimmhaft.
Ich nicht, und ich habe das auch noch nie als "Ewangelium" gehört.
Ich wiederum habe es nie anders gehört. Thüringen, Hessen, Franken, Bayern.
Häh? In Bayern wirst Du's nie anders hören als "Efangelium", außer
vielleicht von zuagroaste Breissn.

Gruß, Michael
Bernd Gramlich
2006-09-14 14:35:14 UTC
Permalink
Post by Michael Baumgartner
Post by René
On 2006-09-12 12:29:27 -0500, Diedrich Ehlerding
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Bernd Pietsch
Evangelium spricht man ja auch stimmhaft.
Ich nicht, und ich habe das auch noch nie als "Ewangelium" gehört.
Ich wiederum habe es nie anders gehört. Thüringen, Hessen, Franken, Bayern.
Häh? In Bayern wirst Du's nie anders hören als "Efangelium", außer
vielleicht von zuagroaste Breissn.
In Franken habe ich "Ewangelium" bisher auch nur von übermotivierten
Pastoralassistenten gehört. Otto Normalkirchgänger sagt "Efangelium".
--
Bernd Gramlich Quod scripsi, scripsi.
Rüdiger Silberer
2006-09-17 13:56:38 UTC
Permalink
Post by Bernd Gramlich
Post by Michael Baumgartner
Post by René
On 2006-09-12 12:29:27 -0500, Diedrich Ehlerding
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Bernd Pietsch
Evangelium spricht man ja auch stimmhaft.
Ich nicht, und ich habe das auch noch nie als "Ewangelium" gehört.
Ich wiederum habe es nie anders gehört. Thüringen, Hessen, Franken, Bayern.
Häh? In Bayern wirst Du's nie anders hören als "Efangelium", außer
vielleicht von zuagroaste Breissn.
In Franken habe ich "Ewangelium" bisher auch nur von übermotivierten
Pastoralassistenten gehört. Otto Normalkirchgänger sagt "Efangelium".
Und die Efangelischen heißen auch bei den Katholiken so.
--
ade, Rüdiger

www.dol2day.de
Die Politiksimulation im Internet - Werde Internetkanzler!
Oliver Jennrich
2006-09-12 17:57:20 UTC
Permalink
Post by Bernd Pietsch
Hallo,
gibt es eine einheitliche Aussprache vom Namen "Eva".
Ja? Welche denn?
Post by Bernd Pietsch
Bin schon häufig darauf aufmerksam gemacht worden, dass man diesen
wie "f" (stimmlos) ausspricht.
Das ist die Aussprache norddeutscher Prägung.
Post by Bernd Pietsch
Ich tendiere aber aufgrund viele Aufenthalte in Italien mehr zu "w".
Auch Mademoiselle Eva spricht sich mit w und Betonung auf der zweiten
Silbe.
Post by Bernd Pietsch
Woher stammt eigentlich der Name? Aus der Bibel?
Ja.
Post by Bernd Pietsch
Evangelium spricht man ja auch stimmhaft.
Nein.
--
Space - The final frontier
Eva Preuß
2006-09-12 16:36:04 UTC
Permalink
Post by Bernd Pietsch
Hallo,
gibt es eine einheitliche Aussprache vom Namen "Eva". Bin schon häufig
darauf aufmerksam gemacht worden, dass man diesen wie "f" (stimmlos)
ausspricht. Ich tendiere aber aufgrund viele Aufenthalte in Italien mehr zu
"w".
Frag nach. Die betreffende wird dich schon darüber aufklären, wie sie
gerne ausgesprochen wird, und daran solltest du dich dann halten.

lg,

eva (stimmlos)
Manfred Hoß
2006-09-12 20:00:17 UTC
Permalink
Post by Eva Preuß
Post by Bernd Pietsch
Hallo,
gibt es eine einheitliche Aussprache vom Namen "Eva". Bin schon häufig
darauf aufmerksam gemacht worden, dass man diesen wie "f" (stimmlos)
ausspricht. Ich tendiere aber aufgrund viele Aufenthalte in Italien mehr zu
"w".
Frag nach. Die betreffende wird dich schon darüber aufklären, wie sie
gerne ausgesprochen wird, und daran solltest du dich dann halten.
Viele werden Efa genauso akzeptieren wie Ewa. Bei dem Männernamen Guido
habe ich das auch schon erlebt. Einem ehemaligen Arbeitskollegen von mir
war es egal, ob er mit Guido oder Gido angesprochen wurde. Irgendwann
verliert jede(r) die Lust, immer wieder erklären zu müssen, wie der eigene
Name ausgesprochen werden soll.

Gruß
Manfred.
Angela Braun
2006-09-12 23:04:13 UTC
Permalink
Post by Manfred Hoß
(...)
Irgendwann
verliert jede(r) die Lust, immer wieder erklären zu müssen, wie der eigene
Name ausgesprochen werden soll.
Gruß
Manfred.
Wie wahr!

Gruß,
Angela
Matthias Opatz
2006-09-12 21:34:45 UTC
Permalink
Post by Angela Braun
Irgendwann verliert jede(r) die Lust, immer wieder erklären zu müssen,
wie der eigene Name ausgesprochen werden soll.
Ich kenne eine Jenny, die sich Jenny spricht, aber nie einen
Dschenny-Sprecher missioniert.
Post by Angela Braun
Wie wahr!
Gruß,
Angela
Angeela?

Matthias
--
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
..... Wer zum Kuckuck ist Galletti? => <http://www.galletti.de/> ......
==== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==
Angela Braun
2006-09-14 00:30:43 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
Post by Angela Braun
Irgendwann verliert jede(r) die Lust, immer wieder erklären zu müssen,
wie der eigene Name ausgesprochen werden soll.
Ich kenne eine Jenny, die sich Jenny spricht, aber nie einen
Dschenny-Sprecher missioniert.
Post by Angela Braun
Wie wahr!
Gruß,
Angela
Angeela?
Matthias
Genau das ist die Aussprache, die ich am wenigsten leiden kann ;-)
Die mir von meinen Eltern anerzogene Aussprache betont auf der ersten Silbe.
Aber die relativ häufig vorkommende italienische Aussprache stört mich
inzwischen auch nicht mehr.
Was mich nur immer wundert ist, wenn Leute meinen Namen "falsch"
aussprechen,
denen ich mich fünf Minuten vorher mit der von mir gewünschten Aussprache
vorgestellt habe.

Gruß,
Angela
Wolfram Heinrich
2006-09-14 06:38:56 UTC
Permalink
Post by Angela Braun
Was mich nur immer wundert ist, wenn Leute meinen Namen "falsch"
aussprechen,
denen ich mich fünf Minuten vorher mit der von mir gewünschten Aussprache
vorgestellt habe.
Das ist ein Phänomen, in der Tat, nicht nur bei Namen. Ich sage meine
Bankverbindung "Banco di CrEdito" und der Bank-Typ am Telefon schwatzt
weiter von "CredIto".... Mnngnarghhh!

Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, die Wahrheit sagen könnt ein jeder Idiot. Zum Lügen
aber, sagt er, bräuchts Intelligenz. Echt wahr.
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
Michael Pronay
2006-09-14 09:55:07 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Angela Braun
Was mich nur immer wundert ist, wenn Leute meinen Namen
"falsch" aussprechen, denen ich mich fünf Minuten vorher mit
der von mir gewünschten Aussprache vorgestellt habe.
Das ist ein Phänomen, in der Tat, nicht nur bei Namen. Ich sage
meine Bankverbindung "Banco di CrEdito" und der Bank-Typ am
Telefon schwatzt weiter von "CredIto".... Mnngnarghhh
Früher, als meine Matura noch weniger weit zurücklag, war dasselbe
Phänomen bei der Frage nach dem Ort dieses Abschlusses zu hören.
Auf mein korrektes "im Lycée Français" kam regelmäßig "aja, im
Lüßeh" zurück.

M.
Matthias Opatz
2006-09-12 21:33:09 UTC
Permalink
Post by Manfred Hoß
Viele werden Efa genauso akzeptieren wie Ewa.
In D höre uch zu >90% Efa. Ewa habe ich immer zuerst nach Polen *verortet.

Matthias
--
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
..... Wer zum Kuckuck ist Galletti? => <http://www.galletti.de/> ......
==== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==
Philipp Reichmuth
2006-09-13 07:47:56 UTC
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Bei dem Männernamen Guido habe ich das auch schon erlebt. Einem
ehemaligen Arbeitskollegen von mir war es egal, ob er mit Guido oder
Gido angesprochen wurde.
Ein Bekannter von mir in Rotterdam heißt (gesprochen) Chiddo, und ich
hab eine Weile und sich allmählich festigende Niederländischkenntnisse
gebraucht, bis ich das mit der Schreibweise "Guido" identifiziert habe.

Philipp
--
For contacting me via e-mail, please remove ".invalid" from my From:
address.
Wolfram Heinrich
2006-09-13 08:40:36 UTC
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Post by Philipp Reichmuth
Bei dem Männernamen Guido habe ich das auch schon erlebt. Einem
ehemaligen Arbeitskollegen von mir war es egal, ob er mit Guido oder
Gido angesprochen wurde.
Ein Bekannter von mir in Rotterdam heißt (gesprochen) Chiddo, und ich
hab eine Weile und sich allmählich festigende Niederländischkenntnisse
gebraucht, bis ich das mit der Schreibweise "Guido" identifiziert habe.
Entgegen anderslautenden Gerüchten ist "Guido" ein deutscher, norddeutscher
Name (der aus dem Wald kommt) und wird also "Guido" gesprochen. Die
Information stammt von einem italienischen Guido, ich habe sie nachgeprüft,
weil ich es erst nicht glauben wollte.

Ciao
Wolfram
--
Er ritt auf einer Schnecke und überholte alle, die nur davon sprachen, daß
man reiten müsse.
GÜNTER GRASS
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
Thomas Gerlach
2006-09-13 12:56:31 UTC
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Post by Wolfram Heinrich
Post by Philipp Reichmuth
Bei dem Männernamen Guido habe ich das auch schon erlebt. Einem
ehemaligen Arbeitskollegen von mir war es egal, ob er mit Guido oder
Gido angesprochen wurde.
Ein Bekannter von mir in Rotterdam heißt (gesprochen) Chiddo, und ich
hab eine Weile und sich allmählich festigende Niederländischkenntnisse
gebraucht, bis ich das mit der Schreibweise "Guido" identifiziert habe.
Entgegen anderslautenden Gerüchten ist "Guido" ein deutscher, norddeutscher
Name (der aus dem Wald kommt) und wird also "Guido" gesprochen. Die
Information stammt von einem italienischen Guido, ich habe sie nachgeprüft,
weil ich es erst nicht glauben wollte.
Wäre es vermessen, anzunehmen, dass es sich um einen Wido handelt, den
die Welschen zuerst wegen des W vergut und dann reexportiert haben?

CU
Tho"Guidokind hört sich etwas merkwürdig an"mas
Tassilo Halbritter
2006-09-13 15:16:27 UTC
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Bei dem M=E4nnernamen Guido habe ich das auch schon erlebt. Einem
ehemaligen Arbeitskollegen von mir war es egal, ob er mit Guido oder
Gido angesprochen wurde.
=20
Ein Bekannter von mir in Rotterdam hei=DFt (gesprochen) Chiddo, und ic=
h
hab eine Weile und sich allm=E4hlich festigende Niederl=E4ndischkenntn=
isse
gebraucht, bis ich das mit der Schreibweise "Guido" identifiziert habe=
.
=20
Entgegen anderslautenden Ger=FCchten ist "Guido" ein deutscher, norddeu=
tscher
Name (der aus dem Wald kommt) und wird also "Guido" gesprochen. Die
Information stammt von einem italienischen Guido, ich habe sie nachgepr=
=FCft,
weil ich es erst nicht glauben wollte.
=20
W=E4re es vermessen, anzunehmen, dass es sich um einen Wido handelt, den
die Welschen zuerst wegen des W vergut und dann reexportiert haben?
=20
CU
Tho"Guidokind h=F6rt sich etwas merkw=FCrdig an"mas
=20
Guido geht auf Witold (ahd. witu- =3D Wald und -wald =3D Herrscher!) zu-
r=FCck.
Daneben gibt es noch die Formen Guy, Wid/to und (flasch) Withold.

--=20
_____ _ _ mailto: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | "Die Furcht vor denjenigen unsichtbaren M=E4chten,
| | | |_| | welche der Staat anerkennt, ist Religion, die Furcht
| | | _ | vor solchen, welche er nicht anerkennt, Aberglaube."
|_|a |_| |_|a (Philosophisches W=F6rterbuch)
Wolfram Heinrich
2006-09-14 06:39:49 UTC
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Post by Thomas Gerlach
Post by Wolfram Heinrich
Entgegen anderslautenden Gerüchten ist "Guido" ein deutscher, norddeutscher
Name (der aus dem Wald kommt) und wird also "Guido" gesprochen. Die
Information stammt von einem italienischen Guido, ich habe sie nachgeprüft,
weil ich es erst nicht glauben wollte.
Wäre es vermessen, anzunehmen, dass es sich um einen Wido handelt, den
die Welschen zuerst wegen des W vergut und dann reexportiert haben?
Ja.

Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, er würd am Liebsten auf alles scheißen. Er kackt
aber, sagt er, meist daneben.
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
Thomas Gerlach
2006-09-14 06:53:22 UTC
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Post by Thomas Gerlach
Post by Wolfram Heinrich
Entgegen anderslautenden Gerüchten ist "Guido" ein deutscher, norddeutscher
Name (der aus dem Wald kommt) und wird also "Guido" gesprochen. Die
Information stammt von einem italienischen Guido, ich habe sie nachgeprüft,
weil ich es erst nicht glauben wollte.
Wäre es vermessen, anzunehmen, dass es sich um einen Wido handelt, den
die Welschen zuerst wegen des W vergut und dann reexportiert haben?
Ja.
Aber nicht falsch (siehe Tassilo)? ;)

CU
Thomas, "Gui-" und "Gue-" weiterhin für Romanisierungen haltend
Manfred Russ
2006-09-13 22:37:34 UTC
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Post by Wolfram Heinrich
Entgegen anderslautenden Gerüchten ist "Guido" ein deutscher, norddeutscher
Name (der aus dem Wald kommt) und wird also "Guido" gesprochen. Die
Wenn etwa nicht astrein deutsch aussieht, wird versucht, es ausländisch
zu sprechen. Auf eine Art ausländisch, die als möglichst coo^Wgei^Wtaff
angsehen wird.
Post by Wolfram Heinrich
Information stammt von einem italienischen Guido, ich habe sie nachgeprüft,
weil ich es erst nicht glauben wollte.
Würde Guido in Italien als "Gido" ausgesprochen werden wollen, schrübe
man es Ghido. Womit wir bei einer (hypothetischen?) deutschen Aussprache
"Tschiddo" wären. Weil Tschiddo fährt Lambordschini.



Manfred
--
Ruhm beginnt doch erst dort, wo man von einer Sache weiß,
sie aber nicht kennt. (Musil)
Volker Gringmuth
2006-09-14 05:44:28 UTC
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Post by Manfred Russ
Würde Guido in Italien als "Gido" ausgesprochen werden wollen,
schrübe man es Ghido. Womit wir bei einer (hypothetischen?)
deutschen Aussprache "Tschiddo" wären. Weil Tschiddo fährt
Lambordschini.
Über Pinotschio wurde ich zum Glück im zarten Kindesalter per
Zeichentrick aufgeklärt.


vG
Eva Preuß
2006-09-12 22:06:57 UTC
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Post by Manfred Hoß
Irgendwann
verliert jede(r) die Lust, immer wieder erklären zu müssen, wie der eigene
Name ausgesprochen werden soll.
Ich komme recht selten in die Situation, dass jemand meinen Namen liest,
bevor ich (oder jemand anderes) mich nicht mündlich vorgestellt habe.
Ein Bekannter aus Polen dagegen hat extra nachgefragt, und hält sich an
meine präferierte Aussprache.

Ich würde es auch niemandem übelnehmen, mich "Ewa" zu nennen. Aber wenn
der OP sich schon Gedanken über die Aussprache macht, dann kann er seine
Frage ebensogut an 'seine' Eva richten, denn die hat in der Sache sicher
die wichtigste Stimme.

lg,

eva
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