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bio-deutsch
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Jakob Achterndiek
2018-11-20 12:12:32 UTC
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Aus dem Bundesfamilienministerium kam heute die Nachricht,
die Männer, die hierzulande ihre Ehefrauen mißhandeln,
hätten mehrheitlich keinen Migrationshintergrund, sondern
seien "Bio-Deutsche".
--
j/\a
Ralph Aichinger
2018-11-20 12:31:02 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
hätten mehrheitlich keinen Migrationshintergrund, sondern
seien "Bio-Deutsche".
Wie soll man sonst sagen? "Kartoffeln" wird oft gehört.

https://www.vice.com/de/article/bjbvja/alman-kartoffel-problem-rassismus-deutsche-ausgrenzung-ironie-deutschland

/ralph
--
-----------------------------------------------------------------------------
https://aisg.at
ausserirdische sind gesund
Ralf Joerres
2018-11-20 14:40:37 UTC
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Post by Ralph Aichinger
Post by Jakob Achterndiek
hätten mehrheitlich keinen Migrationshintergrund, sondern
seien "Bio-Deutsche".
Wie soll man sonst sagen? "Kartoffeln" wird oft gehört.
Bio-Kartoffeln, wenn schon.

Ralf Joerres
Bertel Lund Hansen
2018-11-20 15:07:08 UTC
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Post by Ralph Aichinger
Wie soll man sonst sagen? "Kartoffeln" wird oft gehört.
Das hört man auch in Dänemark ("kartofler").
--
/Bertel - aus Dänemark
Matthias Opatz
2018-11-20 22:25:17 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Ralph Aichinger
Wie soll man sonst sagen? "Kartoffeln" wird oft gehört.
Das hört man auch in Dänemark ("kartofler").
In der Comicserie "Percy Pickwick" (ein englischer Detektiv) gibt es
in mehreren Alben einen deutschen Bösewicht namens Ottokar Toffel.

Matthias
Werner Tann
2018-11-20 12:36:01 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Aus dem Bundesfamilienministerium kam heute die Nachricht,
die Männer, die hierzulande ihre Ehefrauen mißhandeln,
hätten mehrheitlich keinen Migrationshintergrund, sondern
seien "Bio-Deutsche".
Erstens bezweifle ich die zugrundeliegende Statistik. Solange es nicht
mindestens so viele Migrationshintergründige gibt wie "Bio-Deutsche",
ist die familiäre Gewaltausübung der Ersteren natürlich weniger als
50%. Zweitens ist es denkbar, dass in muslimischen Familien die
Unterdrückung von Ehefrau(en) und Töchtern ganz ohne physische Gewalt
funktioniert. Eine Muslima z. B., die den Koran verinnerlicht hat,
braucht keine Ohrfeigen, um - obwohl gerade keine Lust - ihren
ehelichen Pflichten nachzukommen. Sie gehorcht wie eine Sklavin.
Drittens möchte ich gerne wissen, wie das Bundesfamilienministerium zu
den Daten gekommen ist. Viele vergewaltigte und geschlagene Ehefrauen
und Töchter deklarieren, wenn sie überhaupt einen Arzt konsultieren,
die Verletzungen als Unfallfolgen bzw. haben in ihrer
Parallelgesellschaft Ärzte, die trotz Meldepflicht (bei
Kindesmissbrauch bzw. schwerer Körperverletzung) die Verletzungen
nicht anzeigen.

Der passende Ausdruck für die "Bio-Deutschen" ist im Übrigen
"autochthone Bevölkerung".
Detlef Meißner
2018-11-20 12:47:18 UTC
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Post by Werner Tann
Post by Jakob Achterndiek
Aus dem Bundesfamilienministerium kam heute die Nachricht,
die Männer, die hierzulande ihre Ehefrauen mißhandeln,
hätten mehrheitlich keinen Migrationshintergrund, sondern
seien "Bio-Deutsche".
Erstens bezweifle ich die zugrundeliegende Statistik.
Eine Statistik kannst du nicht bezweifeln.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Kind, Jaakob
2018-11-20 12:50:49 UTC
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Post by Detlef Meißner
Eine Statistik kannst du nicht bezweifeln.
Wie meinst du das? Glaubst du, dass jede Statistik fehlerfrei ist? Oder
geht es hier um etwas anderes?

Viele Grüße
Jaakob
Heinz Tauer
2018-11-20 13:14:55 UTC
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Post by Kind, Jaakob
Post by Detlef Meißner
Eine Statistik kannst du nicht bezweifeln.
Wie meinst du das? Glaubst du, dass jede Statistik fehlerfrei ist? Oder
geht es hier um etwas anderes?
Es geht um den Inhalt.
--
Gruß
Heinz
Bertel Lund Hansen
2018-11-20 15:10:58 UTC
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Post by Kind, Jaakob
Wie meinst du das? Glaubst du, dass jede Statistik fehlerfrei ist?
Das ist sie ja - wenn die Zahlen nicht frei erfunden sind.

Nur die Konklusionen können falsch sein.
--
/Bertel - aus Dänemark
Kind, Jaakob
2018-11-20 15:23:59 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Das ist sie ja - wenn die Zahlen nicht frei erfunden sind.
Detlev spricht aber ja über alle Statistiken (wenn ich ihn richtig
verstehe). Ich fürchte, dass es Statistiken gibt, deren Inhalte
bezweifelt werden sollten.

Viele Grüße
Jaakob
René Marquardt
2018-11-20 15:28:41 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Kind, Jaakob
Wie meinst du das? Glaubst du, dass jede Statistik fehlerfrei ist?
Das ist sie ja - wenn die Zahlen nicht frei erfunden sind.
Oder die Zahlen gezielt ausgewaehlt, um das gewuenschte Ergebnis
zu erhalten.

Bestes, schlechtestes Beispiel, die Argumentation der Waffen-Gegner
in den USA, wonach die Wahrscheinlichkeit, eines gewalttaetigen
Todes zu sterben, 43x (oder so) hoeher ist, wenn Waffen im Haus sind.

Huch, das klingt ja schlimm, denkt man sich. Bis man nachgraebt und
feststellt, dass die Studie/Statistik, sich darauf beruft, dass man
Haushalte, in dem jemand eines gewalttaetigen Todes starb, untersuchte,
ob in diesen Waffen vorhanden waren; statt auf die weitaus groessere
Zahl der Waffenbesitzer zu schauen, und zu fragen, wieviele von
denen sich heute noch des Lebens erfreuen, und festzustellen, dass
die Wahrscheinlichkeit ohne jede statistische Relevanz ist.
Bertel Lund Hansen
2018-11-20 16:03:01 UTC
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Post by René Marquardt
Oder die Zahlen gezielt ausgewaehlt, um das gewuenschte Ergebnis
zu erhalten.
Da hast du recht, und dein Beispiel zeigt es.
--
/Bertel - aus Dänemark
Lars Bräsicke
2018-11-20 16:37:41 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by René Marquardt
Oder die Zahlen gezielt ausgewaehlt, um das gewuenschte Ergebnis
zu erhalten.
Da hast du recht, und dein Beispiel zeigt es.
Wirklich? Hast du das Beispiel denn nachgeprüft?
René Marquardt
2018-11-20 16:44:19 UTC
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Post by Lars Bräsicke
Post by Bertel Lund Hansen
Post by René Marquardt
Oder die Zahlen gezielt ausgewaehlt, um das gewuenschte Ergebnis
zu erhalten.
Da hast du recht, und dein Beispiel zeigt es.
Wirklich? Hast du das Beispiel denn nachgeprüft?
Ups, bitte vielmals um Verzeihung, ich wollte den Link zu
der vielzitierten Studie selbstverstaendlich mit anbringen:

https://academic.oup.com/aje/article/160/10/929/140858

Schluesselphrase: "Data from a US mortality follow-back survey",
statt zB "Survey of households with guns present".
Lars Bräsicke
2018-11-20 17:00:30 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Lars Bräsicke
Post by Bertel Lund Hansen
Post by René Marquardt
Oder die Zahlen gezielt ausgewaehlt, um das gewuenschte Ergebnis
zu erhalten.
Da hast du recht, und dein Beispiel zeigt es.
Wirklich? Hast du das Beispiel denn nachgeprüft?
Ups, bitte vielmals um Verzeihung, ich wollte den Link zu
https://academic.oup.com/aje/article/160/10/929/140858
Schluesselphrase: "Data from a US mortality follow-back survey",
statt zB "Survey of households with guns present".
Du hältst also nichts von retrospektiven Mortalitätsstudien?
René Marquardt
2018-11-20 17:08:26 UTC
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Post by Lars Bräsicke
Post by René Marquardt
Post by Lars Bräsicke
Post by Bertel Lund Hansen
Post by René Marquardt
Oder die Zahlen gezielt ausgewaehlt, um das gewuenschte Ergebnis
zu erhalten.
Da hast du recht, und dein Beispiel zeigt es.
Wirklich? Hast du das Beispiel denn nachgeprüft?
Ups, bitte vielmals um Verzeihung, ich wollte den Link zu
https://academic.oup.com/aje/article/160/10/929/140858
Schluesselphrase: "Data from a US mortality follow-back survey",
statt zB "Survey of households with guns present".
Du hältst also nichts von retrospektiven Mortalitätsstudien?
Wenn sie die Wirklichkeit verzerrt darstellen, um zu einem
gewuenschten Ergebnis zu kommen, nein.

Sie haetten zB einen representativen Querschnitt von Waffenbesitzern
untersuchen koenne, um rauszufinden, wieviele von denen durch Waffen
ums Leben kamen. Mit der von den Herausgebern der Studie benutzten
Methode kann man auch beweisen, dass ein Auto im Haus es wahrscheinlicher
macht, ueberfahren zu werden, oder das ein Wasserhahn das Absaufen
im Baggersee wahrscheinlicher macht "Wir untersuchten 100 Wasserleichen,
und die hatten ALLE einen Badewanne zuhause!"
Lars Bräsicke
2018-11-20 17:13:45 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Lars Bräsicke
Post by René Marquardt
Post by Lars Bräsicke
Post by Bertel Lund Hansen
Post by René Marquardt
Oder die Zahlen gezielt ausgewaehlt, um das gewuenschte Ergebnis
zu erhalten.
Da hast du recht, und dein Beispiel zeigt es.
Wirklich? Hast du das Beispiel denn nachgeprüft?
Ups, bitte vielmals um Verzeihung, ich wollte den Link zu
https://academic.oup.com/aje/article/160/10/929/140858
Schluesselphrase: "Data from a US mortality follow-back survey",
statt zB "Survey of households with guns present".
Du hältst also nichts von retrospektiven Mortalitätsstudien?
Wenn sie die Wirklichkeit verzerrt darstellen, um zu einem
gewuenschten Ergebnis zu kommen, nein.
Sie haetten zB einen representativen Querschnitt von Waffenbesitzern
untersuchen koenne, um rauszufinden, wieviele von denen durch Waffen
ums Leben kamen.
Dann mach es doch.
Post by René Marquardt
Mit der von den Herausgebern der Studie benutzten
Methode kann man auch beweisen, dass ein Auto im Haus es wahrscheinlicher
macht, ueberfahren zu werden,
Ja, ein fahrbereites Auto in einem Haus, mit fahrbaren Wegen macht es
wahrscheinlicher, dort überfahren zu werden.
Und?
Post by René Marquardt
oder das ein Wasserhahn das Absaufen
im Baggersee wahrscheinlicher macht "Wir untersuchten 100 Wasserleichen,
und die hatten ALLE einen Badewanne zuhause!"
Und schon schwimmt er in völligem Unsinn.
René Marquardt
2018-11-20 17:23:21 UTC
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Post by Lars Bräsicke
Post by René Marquardt
Post by Lars Bräsicke
Post by René Marquardt
Post by Lars Bräsicke
Post by Bertel Lund Hansen
Post by René Marquardt
Oder die Zahlen gezielt ausgewaehlt, um das gewuenschte Ergebnis
zu erhalten.
Da hast du recht, und dein Beispiel zeigt es.
Wirklich? Hast du das Beispiel denn nachgeprüft?
Ups, bitte vielmals um Verzeihung, ich wollte den Link zu
https://academic.oup.com/aje/article/160/10/929/140858
Schluesselphrase: "Data from a US mortality follow-back survey",
statt zB "Survey of households with guns present".
Du hältst also nichts von retrospektiven Mortalitätsstudien?
Wenn sie die Wirklichkeit verzerrt darstellen, um zu einem
gewuenschten Ergebnis zu kommen, nein.
Sie haetten zB einen representativen Querschnitt von Waffenbesitzern
untersuchen koenne, um rauszufinden, wieviele von denen durch Waffen
ums Leben kamen.
Dann mach es doch.
Habe wohl sonst nichts zu tun?
Post by Lars Bräsicke
Post by René Marquardt
Mit der von den Herausgebern der Studie benutzten
Methode kann man auch beweisen, dass ein Auto im Haus es wahrscheinlicher
macht, ueberfahren zu werden,
Ja, ein fahrbereites Auto in einem Haus, mit fahrbaren Wegen macht es
wahrscheinlicher, dort überfahren zu werden.
Und?
Und welche Kausalitaetskette knuepfst du, wenn ich als
Fussgaenger plattgefahren werde, oder vor nen Laster hopse?
Solche Faelle haben die in der Studie mitgezaehlt.
Post by Lars Bräsicke
Post by René Marquardt
oder das ein Wasserhahn das Absaufen
im Baggersee wahrscheinlicher macht "Wir untersuchten 100 Wasserleichen,
und die hatten ALLE einen Badewanne zuhause!"
Und schon schwimmt er in völligem Unsinn.
Inwiefern? Ist genau dieselbe Methode.
Lars Bräsicke
2018-11-20 17:59:10 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Lars Bräsicke
Post by René Marquardt
Post by Lars Bräsicke
Post by René Marquardt
Post by Lars Bräsicke
Post by Bertel Lund Hansen
Post by René Marquardt
Oder die Zahlen gezielt ausgewaehlt, um das gewuenschte Ergebnis
zu erhalten.
Da hast du recht, und dein Beispiel zeigt es.
Wirklich? Hast du das Beispiel denn nachgeprüft?
Ups, bitte vielmals um Verzeihung, ich wollte den Link zu
https://academic.oup.com/aje/article/160/10/929/140858
Schluesselphrase: "Data from a US mortality follow-back survey",
statt zB "Survey of households with guns present".
Du hältst also nichts von retrospektiven Mortalitätsstudien?
Wenn sie die Wirklichkeit verzerrt darstellen, um zu einem
gewuenschten Ergebnis zu kommen, nein.
Sie haetten zB einen representativen Querschnitt von Waffenbesitzern
untersuchen koenne, um rauszufinden, wieviele von denen durch Waffen
ums Leben kamen.
Dann mach es doch.
Habe wohl sonst nichts zu tun?
Post by Lars Bräsicke
Post by René Marquardt
Mit der von den Herausgebern der Studie benutzten
Methode kann man auch beweisen, dass ein Auto im Haus es wahrscheinlicher
macht, ueberfahren zu werden,
Ja, ein fahrbereites Auto in einem Haus, mit fahrbaren Wegen macht es
wahrscheinlicher, dort überfahren zu werden.
Und?
Und welche Kausalitaetskette knuepfst du, wenn ich als
Fussgaenger plattgefahren werde, oder vor nen Laster hopse?
Solche Faelle haben die in der Studie mitgezaehlt.
Wirklich?
Als Schusswaffenopfer?
Post by René Marquardt
Post by Lars Bräsicke
Post by René Marquardt
oder das ein Wasserhahn das Absaufen
im Baggersee wahrscheinlicher macht "Wir untersuchten 100 Wasserleichen,
und die hatten ALLE einen Badewanne zuhause!"
Und schon schwimmt er in völligem Unsinn.
Inwiefern? Ist genau dieselbe Methode.
René Marquardt
2018-11-20 18:24:59 UTC
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Post by Lars Bräsicke
Post by René Marquardt
Post by Lars Bräsicke
Post by René Marquardt
Post by Lars Bräsicke
Post by René Marquardt
Post by Lars Bräsicke
Post by Bertel Lund Hansen
Post by René Marquardt
Oder die Zahlen gezielt ausgewaehlt, um das gewuenschte Ergebnis
zu erhalten.
Da hast du recht, und dein Beispiel zeigt es.
Wirklich? Hast du das Beispiel denn nachgeprüft?
Ups, bitte vielmals um Verzeihung, ich wollte den Link zu
https://academic.oup.com/aje/article/160/10/929/140858
Schluesselphrase: "Data from a US mortality follow-back survey",
statt zB "Survey of households with guns present".
Du hältst also nichts von retrospektiven Mortalitätsstudien?
Wenn sie die Wirklichkeit verzerrt darstellen, um zu einem
gewuenschten Ergebnis zu kommen, nein.
Sie haetten zB einen representativen Querschnitt von Waffenbesitzern
untersuchen koenne, um rauszufinden, wieviele von denen durch Waffen
ums Leben kamen.
Dann mach es doch.
Habe wohl sonst nichts zu tun?
Post by Lars Bräsicke
Post by René Marquardt
Mit der von den Herausgebern der Studie benutzten
Methode kann man auch beweisen, dass ein Auto im Haus es wahrscheinlicher
macht, ueberfahren zu werden,
Ja, ein fahrbereites Auto in einem Haus, mit fahrbaren Wegen macht es
wahrscheinlicher, dort überfahren zu werden.
Und?
Und welche Kausalitaetskette knuepfst du, wenn ich als
Fussgaenger plattgefahren werde, oder vor nen Laster hopse?
Solche Faelle haben die in der Studie mitgezaehlt.
Wirklich?
Als Schusswaffenopfer?
Post by René Marquardt
Post by Lars Bräsicke
Post by René Marquardt
oder das ein Wasserhahn das Absaufen
im Baggersee wahrscheinlicher macht "Wir untersuchten 100 Wasserleichen,
und die hatten ALLE einen Badewanne zuhause!"
Und schon schwimmt er in völligem Unsinn.
Inwiefern? Ist genau dieselbe Methode.
Muss ich echt erklaeren, was eine Analogie ist?
Detlef Meißner
2018-11-20 18:32:03 UTC
Antworten
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Post by René Marquardt
Post by René Marquardt
Post by Lars Bräsicke
Post by René Marquardt
oder das ein Wasserhahn das Absaufen
im Baggersee wahrscheinlicher macht "Wir untersuchten 100 Wasserleichen,
und die hatten ALLE einen Badewanne zuhause!"
Und schon schwimmt er in völligem Unsinn.
Inwiefern? Ist genau dieselbe Methode.
Muss ich echt erklaeren, was eine Analogie ist?
Ist das was für'n Arsch?

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Frank Hucklenbroich
2018-11-21 08:24:26 UTC
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Post by René Marquardt
Und welche Kausalitaetskette knuepfst du, wenn ich als
Fussgaenger plattgefahren werde, oder vor nen Laster hopse?
Solche Faelle haben die in der Studie mitgezaehlt.
Gut, wer eine Schußwaffe in Haus hat, nutzt die eher zum Suizid als andere
Methoden. Dazu gibt es wohl auch seriöse Studien aus der Schweiz, wo alle
Männer im Wehrfähigen Alter ihr Sturmgewehr und Munition zuhause haben.

Die Anzahl der Selbstmorde mit Schußwaffen ist dort signifikant höher als
z.B. in Deutschland. Die Anzahl der Gewalttaten mit Schußwaffen aber nicht,
und auch die Anzahl der Suizide ist insgesamt auf ähnlichem Niveau wie in
Deutschland. Man darf natürlich nicht den Fehler begehen und Suizid als
Gewalttat zu zählen, wie es die Leute in der US-Studie wohl gemacht haben.

Grüße,

Frank
U***@web.de
2018-11-21 19:16:19 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
aus der Schweiz, wo alle
Männer im Wehrfähigen Alter ihr Sturmgewehr und Munition zuhause haben.
Was mal richtig gewesen sein mag, bleibt es nicht durch ständige Wiederholung.

Gruß, ULF
Frank Hucklenbroich
2018-11-21 21:53:43 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Frank Hucklenbroich
aus der Schweiz, wo alle
Männer im Wehrfähigen Alter ihr Sturmgewehr und Munition zuhause haben.
Was mal richtig gewesen sein mag, bleibt es nicht durch ständige Wiederholung.
Was genau daran stimmt nicht mehr? Das Sturmgewehr haben die doch immernoch
zuhause, soweit ich weiß.

Ob es noch das in olivgrünem Stoff eingenähte Munitionspäckli für den
Kriegsfall gibt, weiß ich nicht. Natürlich war es bei Strafe verboten, das
zu öffnen. Das dürfte einen Suizidkandidaten allerdings nicht abschrecken.

Und daß Samstags auf dem Schießplatz wirklich mitgezählt wird, ob die
ausgegebene Munition tatsächlich zu 100 % verballert wird, glaubt doch auch
niemand. Wer es darauf anlegt, hat denn auch genügend Munition im Haus.

Grüße,

Frank
x***@gmail.com
2018-11-22 02:57:40 UTC
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Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by U***@web.de
Post by Frank Hucklenbroich
aus der Schweiz, wo alle
Männer im Wehrfähigen Alter ihr Sturmgewehr und Munition zuhause haben.
Was mal richtig gewesen sein mag, bleibt es nicht durch ständige Wiederholung.
Was genau daran stimmt nicht mehr? Das Sturmgewehr haben die doch immernoch
zuhause, soweit ich weiß.
Ob es noch das in olivgrünem Stoff eingenähte Munitionspäckli für den
Kriegsfall gibt, weiß ich nicht. Natürlich war es bei Strafe verboten, das
zu öffnen. Das dürfte einen Suizidkandidaten allerdings nicht abschrecken.
In Dänemark ging ein Offz. der Heimwehr mit mir in den Keller
seines Hauses und wies mir eine nur sehr notdürftig gesicherte
Alu-Kiste, in der sich ein Sturmgewehr G 3 befand sowie 1.000 (!)
Schuß Munition.
Post by Frank Hucklenbroich
Und daß Samstags auf dem Schießplatz wirklich mitgezählt wird, ob die
ausgegebene Munition tatsächlich zu 100 % verballert wird, glaubt doch auch
niemand. Wer es darauf anlegt, hat denn auch genügend Munition im Haus.
Auch die reguläre Truppe hat immer Bestände an schwarzer Munition - FR
René Marquardt
2018-11-22 06:16:48 UTC
Antworten
Permalink
Post by x***@gmail.com
In Dänemark ging ein Offz. der Heimwehr mit mir in den Keller
seines Hauses und wies mir eine nur sehr notdürftig gesicherte
Alu-Kiste, in der sich ein Sturmgewehr G 3 befand sowie 1.000 (!)
Schuß Munition.
1.000 Schuss Kaliber 7,62 NATO UND das G3?
Die Kiste ist alleine durch das Gewicht gesichert.
Wenn ich mein Kistchen mit 1.000 Schuss 8mm Mauser umräumen will,
muss ich vorher 500 rausnehmen, LOL. Man wird ja auch nicht jünger.
Ansonsten sind tausend Schuss nicht sehr viel. Haben dieses Jahr
schon ein Vielfaches davon verbraten.
Martin Udelhoven
2018-11-22 11:57:03 UTC
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Post by René Marquardt
Wenn ich mein Kistchen mit 1.000 Schuss 8mm Mauser umräumen will,
muss ich vorher 500 rausnehmen, LOL. Man wird ja auch nicht jünger.
Ansonsten sind tausend Schuss nicht sehr viel. Haben dieses Jahr
schon ein Vielfaches davon verbraten.
Du bist ein ganz toller Hecht.

Martin
Roland Franzius
2018-11-22 12:01:00 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Udelhoven
Post by René Marquardt
Wenn ich mein Kistchen mit 1.000 Schuss 8mm Mauser umräumen will,
muss ich vorher 500 rausnehmen, LOL. Man wird ja auch nicht jünger.
Ansonsten sind tausend Schuss nicht sehr viel. Haben dieses Jahr
schon ein Vielfaches davon verbraten.
Du bist ein ganz toller Hecht.
Die Theorie geht ja, wenn Mann als Kind regelmäßig geschlagen wurde,
kann Mann ohne Schläge nicht mehr auskommen, auch wenn es nur
Rückschläge oder Rückstöße sind.
--
Roland Franzius
Detlef Meißner
2018-11-22 12:17:00 UTC
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Post by Martin Udelhoven
Post by René Marquardt
Wenn ich mein Kistchen mit 1.000 Schuss 8mm Mauser umräumen will,
muss ich vorher 500 rausnehmen, LOL. Man wird ja auch nicht jünger.
Ansonsten sind tausend Schuss nicht sehr viel. Haben dieses Jahr
schon ein Vielfaches davon verbraten.
Du bist ein ganz toller Hecht.
Die Theorie geht ja, wenn Mann als Kind regelmäßig geschlagen wurde, kann
Mann ohne Schläge nicht mehr auskommen, auch wenn es nur Rückschläge oder
Rückstöße sind.
Die andere Theorie: Wenn man als Kind bestimmte Dinge nicht ausleben
kann, dann macht man das als Erwachsener.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Werner Tann
2018-11-22 13:24:05 UTC
Antworten
Permalink
Post by Detlef Meißner
Die andere Theorie: Wenn man als Kind bestimmte Dinge nicht ausleben
kann, dann macht man das als Erwachsener.
Dann hat man dir als Kind bestimmt immer gesagt, sei ruhig, wenn
Erwachsene reden.
U***@web.de
2018-11-22 13:28:15 UTC
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Post by Werner Tann
Dann hat man dir als Kind bestimmt immer gesagt, sei ruhig, wenn
Erwachsene reden.
Aus gegebenem Anlaß sei es Dir jetzt und hiermit gesagt.
Detlef Meißner
2018-11-22 13:53:28 UTC
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Post by Werner Tann
Post by Detlef Meißner
Die andere Theorie: Wenn man als Kind bestimmte Dinge nicht ausleben
kann, dann macht man das als Erwachsener.
Dann hat man dir als Kind bestimmt immer gesagt, sei ruhig, wenn
Erwachsene reden.
Zählst du dich dazu?

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
René Marquardt
2018-11-22 14:29:49 UTC
Antworten
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Post by Martin Udelhoven
Post by René Marquardt
Wenn ich mein Kistchen mit 1.000 Schuss 8mm Mauser umräumen will,
muss ich vorher 500 rausnehmen, LOL. Man wird ja auch nicht jünger.
Ansonsten sind tausend Schuss nicht sehr viel. Haben dieses Jahr
schon ein Vielfaches davon verbraten.
Du bist ein ganz toller Hecht.
Martin
Seien Sie versichert, daß ich dieser und anderer Ihrer Meinungen den
angemessenen Wert zuschreibe und Sie sich diese dahin schieben können,
wo sie herkam.
Martin Udelhoven
2018-11-22 15:25:14 UTC
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Permalink
Post by René Marquardt
Post by Martin Udelhoven
Post by René Marquardt
Wenn ich mein Kistchen mit 1.000 Schuss 8mm Mauser umräumen will,
muss ich vorher 500 rausnehmen, LOL. Man wird ja auch nicht jünger.
Ansonsten sind tausend Schuss nicht sehr viel. Haben dieses Jahr
schon ein Vielfaches davon verbraten.
Du bist ein ganz toller Hecht.
Martin
Seien Sie versichert, daß ich dieser und anderer Ihrer Meinungen den
angemessenen Wert zuschreibe und Sie sich diese dahin schieben können,
wo sie herkam.
Das geht schon in Ordnung.
Bekomme ich auch noch Einschüchterungsschreiben von der NRA?

Martin
Detlef Meißner
2018-11-22 16:19:34 UTC
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Post by René Marquardt
Post by x***@gmail.com
In Dänemark ging ein Offz. der Heimwehr mit mir in den Keller
seines Hauses und wies mir eine nur sehr notdürftig gesicherte
Alu-Kiste, in der sich ein Sturmgewehr G 3 befand sowie 1.000 (!)
Schuß Munition.
1.000 Schuss Kaliber 7,62 NATO UND das G3?
Die Kiste ist alleine durch das Gewicht gesichert.
Wenn ich mein Kistchen mit 1.000 Schuss 8mm Mauser umräumen will,
muss ich vorher 500 rausnehmen, LOL. Man wird ja auch nicht jünger.
Ansonsten sind tausend Schuss nicht sehr viel. Haben dieses Jahr
schon ein Vielfaches davon verbraten.
Dann bist du bestimmt so gut wie diese:



Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
René Marquardt
2018-11-22 16:36:50 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Post by x***@gmail.com
In Dänemark ging ein Offz. der Heimwehr mit mir in den Keller
seines Hauses und wies mir eine nur sehr notdürftig gesicherte
Alu-Kiste, in der sich ein Sturmgewehr G 3 befand sowie 1.000 (!)
Schuß Munition.
1.000 Schuss Kaliber 7,62 NATO UND das G3?
Die Kiste ist alleine durch das Gewicht gesichert.
Wenn ich mein Kistchen mit 1.000 Schuss 8mm Mauser umräumen will,
muss ich vorher 500 rausnehmen, LOL. Man wird ja auch nicht jünger.
Ansonsten sind tausend Schuss nicht sehr viel. Haben dieses Jahr
schon ein Vielfaches davon verbraten.
http://youtu.be/w2b8b7MuZPs
Bei einem kleinen, informellen Wettschiessen gegen die Vertreter
der lokalen Polizei (Farmers Branch und Dallas) habe ich immerhin
den ersten Platzbelegt. Und meine Frau den zweiten:

https://imgur.com/gallery/XFLAso3

Tontauben mit ner Makarav zerstaeuben oder einen Pappteller
ne Minute lang in der Luft balancieren ist auch lustig.
U***@web.de
2018-11-22 13:25:44 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by U***@web.de
Post by Frank Hucklenbroich
aus der Schweiz, wo alle
Männer im Wehrfähigen Alter ihr Sturmgewehr und Munition zuhause haben.
Was mal richtig gewesen sein mag, bleibt es nicht durch ständige Wiederholung.
Was genau daran stimmt nicht mehr? Das Sturmgewehr haben die doch immernoch
zuhause, soweit ich weiß.
Die Regeln wurden modifiziert. https://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Armee#Persönliche_Schusswaffe

Gruß, ULF
Frank Hucklenbroich
2018-11-22 14:17:55 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
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Post by Frank Hucklenbroich
aus der Schweiz, wo alle
Männer im Wehrfähigen Alter ihr Sturmgewehr und Munition zuhause haben.
Was mal richtig gewesen sein mag, bleibt es nicht durch ständige Wiederholung.
Was genau daran stimmt nicht mehr? Das Sturmgewehr haben die doch immernoch
zuhause, soweit ich weiß.
Die Regeln wurden modifiziert. https://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Armee#Persönliche_Schusswaffe
Also immer noch die Waffe zuhause, bis man mit 40(?) aus der Armee
ausscheidet, nur das Munitionspäckli gibt es nicht mehr. Die müssen also
tatsächlich Munition vom Schießplatz herausschmuggeln, was vermutlich nicht
so schwer ist, bei den vielen kleinen Dorfschießplätzen, die es da gibt.

Grüße,

Frank
Andreas Karrer
2018-11-22 15:20:35 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by U***@web.de
Die Regeln wurden modifiziert. https://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Armee#Persönliche_Schusswaffe
Also immer noch die Waffe zuhause, bis man mit 40(?) aus der Armee
ausscheidet, nur das Munitionspäckli gibt es nicht mehr. Die müssen also
tatsächlich Munition vom Schießplatz herausschmuggeln, was vermutlich nicht
so schwer ist, bei den vielen kleinen Dorfschießplätzen, die es da gibt.
Richtig, das ist je nach Schiessverein nicht sehr schwierig.

Aber Helen, die Frau aus unserer Clique, die sich damals, mit 18, mit
dem Sturmgewehr ihres Freunds erschossen hat, wäre nicht so einfach an
Munition rangekommen.

Man kann natürlich behaupten, dass sie sich dann einfach mit
Schlaftabletten umgebracht hätte, aber das ist zu kurz gedacht. Denn
Suizidveruche mit Schusswaffen "gelingen" sehr häufig, solche mit
Medikamenten eher selten (etwa 63% vs. 8%, [1]).

Die Schweiz hat etwa die gleiche Suizidrate wie AT/F, aber eine
deutlich höhere als D/NL/DK/N/S/GB/I. Insbesondere gibt es mehr
Suizide durch Schusswaffen als in jedem anderen europäischen Land [2].
Aber nur etwa 1/3-1/2 dieser Schusswaffen-Suizide werden mit
Armeewaffen begangen; das liegt daran, dass auch andere Waffen in der
CH relativ einfach legal beschafft werden können. Eine Volksinitiative
für ein zeitgemässeres Waffengesetz wurde 2011 mit 56% Nein
abgelehnt; urbane Gegenden (Zürich, Basel) und die Romandie waren
dafür [3]. Die Waffengesetzgebung wurde aber auch ohne diese
Initiative in den letzten Jahrzehnten immer wieder verschärft,
insbesondere beim Beitritt zum Schengenraum, ist aber im Vergleich zu D
immer noch zahnarm.


[1] https://www.projuventute.ch/fileadmin/kundendaten/projuventute/tv-spot/studien/Suizid_und_Suizidversuch_OBSAN_2009.pdf
[2] https://www.projuventute.ch/fileadmin/kundendaten/projuventute/tv-spot/studien/Monitoring_von_suizidalem_Verhalten_2008_final_1_.pdf
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Eidgen%C3%B6ssische_Volksinitiative_%C2%ABF%C3%BCr_den_Schutz_vor_Waffengewalt%C2%BB

- Andi
Uwe Schickedanz
2018-11-22 16:59:12 UTC
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Post by Andreas Karrer
Die Schweiz hat etwa die gleiche Suizidrate wie AT/F, aber eine
deutlich höhere als D/NL/DK/N/S/GB/I. Insbesondere gibt es mehr
Suizide durch Schusswaffen als in jedem anderen europäischen Land [2].
Aber nur etwa 1/3-1/2 dieser Schusswaffen-Suizide werden mit
Armeewaffen begangen; das liegt daran, dass auch andere Waffen in der
CH relativ einfach legal beschafft werden können. Eine Volksinitiative
für ein zeitgemässeres Waffengesetz wurde 2011 mit 56% Nein
abgelehnt; urbane Gegenden (Zürich, Basel) und die Romandie waren
dafür [3]. Die Waffengesetzgebung wurde aber auch ohne diese
Initiative in den letzten Jahrzehnten immer wieder verschärft,
insbesondere beim Beitritt zum Schengenraum, ist aber im Vergleich zu D
immer noch zahnarm.
Worauf zielst Du ab? Durch schärfere Waffengesetzgebung die
Selbstmordrate senken? Das wird nicht funktionieren, siehe Australien.

Warum nicht gleich den Selbstmord an sich verbieten, anstatt an den
Symptomen herumzudoktern?

Im übrigen: was bilden sich die Leute eigentlich ein, anderen Leuten
vorzuschreiben, wie lange sie zu leben haben? Sterbehilfe ja, aber nur
auf Rezept?

Gruß Uwe
--
So wie die Attentäter von Brüssel Helden des IS sind,
so ist Nadejda Sawtschenko Heldin des Kiever Regimes. (Netzfundstück)
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Roland Franzius
2018-11-22 17:40:32 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
Post by Andreas Karrer
Die Schweiz hat etwa die gleiche Suizidrate wie AT/F, aber eine
deutlich höhere als D/NL/DK/N/S/GB/I. Insbesondere gibt es mehr
Suizide durch Schusswaffen als in jedem anderen europäischen Land [2].
Aber nur etwa 1/3-1/2 dieser Schusswaffen-Suizide werden mit
Armeewaffen begangen; das liegt daran, dass auch andere Waffen in der
CH relativ einfach legal beschafft werden können. Eine Volksinitiative
für ein zeitgemässeres Waffengesetz wurde 2011 mit 56% Nein
abgelehnt; urbane Gegenden (Zürich, Basel) und die Romandie waren
dafür [3]. Die Waffengesetzgebung wurde aber auch ohne diese
Initiative in den letzten Jahrzehnten immer wieder verschärft,
insbesondere beim Beitritt zum Schengenraum, ist aber im Vergleich zu D
immer noch zahnarm.
Worauf zielst Du ab? Durch schärfere Waffengesetzgebung die
Selbstmordrate senken? Das wird nicht funktionieren, siehe Australien.
Warum nicht gleich den Selbstmord an sich verbieten, anstatt an den
Symptomen herumzudoktern?
Im übrigen: was bilden sich die Leute eigentlich ein, anderen Leuten
vorzuschreiben, wie lange sie zu leben haben? Sterbehilfe ja, aber nur
auf Rezept?
.. und donnernd krachte die eichene Stammtischplatte mangels
tragfähigen Untergestells den Diskutanten auf die
ungeschützen Zehennägel.
--
Roland Franzius
Frank Hucklenbroich
2018-11-22 21:05:31 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
Post by Andreas Karrer
Die Schweiz hat etwa die gleiche Suizidrate wie AT/F, aber eine
deutlich höhere als D/NL/DK/N/S/GB/I. Insbesondere gibt es mehr
Suizide durch Schusswaffen als in jedem anderen europäischen Land [2].
Aber nur etwa 1/3-1/2 dieser Schusswaffen-Suizide werden mit
Armeewaffen begangen; das liegt daran, dass auch andere Waffen in der
CH relativ einfach legal beschafft werden können. Eine Volksinitiative
für ein zeitgemässeres Waffengesetz wurde 2011 mit 56% Nein
abgelehnt; urbane Gegenden (Zürich, Basel) und die Romandie waren
dafür [3]. Die Waffengesetzgebung wurde aber auch ohne diese
Initiative in den letzten Jahrzehnten immer wieder verschärft,
insbesondere beim Beitritt zum Schengenraum, ist aber im Vergleich zu D
immer noch zahnarm.
Worauf zielst Du ab? Durch schärfere Waffengesetzgebung die
Selbstmordrate senken? Das wird nicht funktionieren, siehe Australien.
Jein, spontaner Selbstmord (Freund/in hat mich verlassen, ich will nicht
meh leben) wird vielleicht etwas erschwert. Ein Kopfschuß mit der Waffe ist
einfacher, als ein Sprung von der Brücke oder vor den Zug.

Aber groß ändern wird das nichts, es entlastet aber die armen Zugführer,
die traumatisiert werden, wenn ihnen einer vor die Lok springt. Dann doch
lieber die Waffe, so zynisch das jetzt vielleicht klingt.

Grüße,

Frank
U***@web.de
2018-11-22 21:19:49 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Jein, spontaner Selbstmord (Freund/in hat mich verlassen, ich will nicht
meh leben) wird vielleicht etwas erschwert. Ein Kopfschuß mit der Waffe ist
einfacher, als ein Sprung von der Brücke oder vor den Zug.
Aber groß ändern wird das nichts, es entlastet aber die armen Zugführer,
die traumatisiert werden, wenn ihnen einer vor die Lok springt. Dann doch
lieber die Waffe, so zynisch das jetzt vielleicht klingt.
Blöd sind da die erweiterten Mordsuizide.

Gruß, ULF
Andreas Karrer
2018-11-23 09:27:07 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
Post by Andreas Karrer
Die Schweiz hat etwa die gleiche Suizidrate wie AT/F, aber eine
deutlich höhere als D/NL/DK/N/S/GB/I. Insbesondere gibt es mehr
Suizide durch Schusswaffen als in jedem anderen europäischen Land [2].
Aber nur etwa 1/3-1/2 dieser Schusswaffen-Suizide werden mit
Armeewaffen begangen; das liegt daran, dass auch andere Waffen in der
CH relativ einfach legal beschafft werden können. Eine Volksinitiative
für ein zeitgemässeres Waffengesetz wurde 2011 mit 56% Nein
abgelehnt; urbane Gegenden (Zürich, Basel) und die Romandie waren
dafür [3]. Die Waffengesetzgebung wurde aber auch ohne diese
Initiative in den letzten Jahrzehnten immer wieder verschärft,
insbesondere beim Beitritt zum Schengenraum, ist aber im Vergleich zu D
immer noch zahnarm.
Worauf zielst Du ab? Durch schärfere Waffengesetzgebung die
Selbstmordrate senken? Das wird nicht funktionieren, siehe Australien.
Selbstverständlich wird das funktionieren, es funktioniert ja
nachgewiesenermassen in D und überall in Europa. Europa ist nicht
Australien; das war sozusagen vorgestern noch eine Sträflingskolonie.

Mir geht es zunächst mal darum, den schnellen Zugang zu Schiesswaffen
und Munition zu erschweren. Wenn Sturmgewehr/Pistole und Munition, wie
in der CH nicht selten geschieht, in Kleiderschrank oder in der
Nachttischschublade rumliegen, dann braucht ein Teenager in einer
depressiven Phase nur eine Minute, um seine Kurzschlusshandlung zu
vollziehen. Wenn er dazu erst Munition beschaffen muss, oder wenn
Gewehr und Verschluss an unterschiedlichen Orten und einigermassen
gesichert aufbewahrt werden, wird er das eher nicht tun. Noch viel
weniger wird er eine Armeewaffe nehmen, wenn sie im Zeughaus aufbewahrt
wird. Klar, vielleicht springt er dann von einer Brücke, vielleicht
kommt er aber an der frischen Luft zur Besinnung oder er versucht es
mit Schlaftabletten, was, wie gesagt, nur selten funktioniert.
Post by Uwe Schickedanz
Warum nicht gleich den Selbstmord an sich verbieten, anstatt an den
Symptomen herumzudoktern?
Die Selbstmordraten sind bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr
hoch. Es ist völlig klar, dass das in der weit überwiegenden Zahl der
Fälle eine vergleichsweise kurze depressive Phase ist, die zu einer
Kurzschlusshandlung führt. Das ist etwas ganz anderes als ...
Post by Uwe Schickedanz
Im übrigen: was bilden sich die Leute eigentlich ein, anderen Leuten
vorzuschreiben, wie lange sie zu leben haben? Sterbehilfe ja, aber nur
auf Rezept?
... die Entscheidung eines alten, kranken Menschen, der sich die Sache
lange Zeit überlegt hat, wiederholt zur selben Entscheidung gekommen
ist und in einem wirklichen Sinn des Lebens müde geworden ist.

Suizid ist nicht nur Privatsache. Was glaubst zu, wie das Leben des
Freunds meiner Jugendfreundin verlaufen ist, der Knarre und Munition im
Kleiderschrank hatte? Hat er sich jeden Tag Gewissensbisse gemacht oder
nur jeden zweiten?

Ausserdem wird ein strengeres Waffengesetz Auswirkungen auf
das Verhältnis des Bürgers zu Waffen haben. Mmn muss diese
Selbstverständlichkeit, dass es in einem "richtigen" Schweizer
Haushalt neben einem Fernseher, einem Kühlschrank und einem Klo
auch eine Schusswaffe gibt, gebrochen werden. Der Grund für diese
weltweit einmalige Sache, dass ein Soldat seine Waffe zwischen
Diensteinsätzen und nach der Armeezeit nach Hause nehmen darf, ist
sozusagen mythologisch: Jeder Schweizer ist ein kleiner Wilhelm Tell,
der seine Armbrust immer dabei hat und bei Bedarf jeden Gessler umlegen
wird. Dahinter steckt ein viel zu optimistisches Bild des
verantwortungsvollen Bürgers, das in der CH aber verbreitet ist: Der
deklariert Einkommen und Vermögen ehrlich in der Steuererklärung, der
geht bei Rot nicht über den Zebrastreifen, der steht im Tram auf, wenn
alte Leute zusteigen usw. Dabei weiss jeder, dass bei den Steuern
geschummelt oder betrogen wird, dass Fussgängerampeln höchstens
empfehlenden Charakter haben und das im Tram viele aufs Handy starren,
auch wenn eine offensichtlich gehbehinderte Person vor ihnen steht.



- Andi
Sergio Gatti
2018-11-23 11:28:38 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Uwe Schickedanz
Worauf zielst Du ab? Durch schärfere Waffengesetzgebung die
Selbstmordrate senken? Das wird nicht funktionieren, siehe Australien.
Selbstverständlich wird das funktionieren, es funktioniert ja
nachgewiesenermassen in D und überall in Europa. Europa ist nicht
Australien; das war sozusagen vorgestern noch eine Sträflingskolonie.
Mir geht es zunächst mal darum, den schnellen Zugang zu Schiesswaffen
und Munition zu erschweren. Wenn Sturmgewehr/Pistole und Munition, wie
in der CH nicht selten geschieht, in Kleiderschrank oder in der
Nachttischschublade rumliegen, dann braucht ein Teenager in einer
depressiven Phase nur eine Minute, um seine Kurzschlusshandlung zu
vollziehen. Wenn er dazu erst Munition beschaffen muss, oder wenn
Gewehr und Verschluss an unterschiedlichen Orten und einigermassen
gesichert aufbewahrt werden, wird er das eher nicht tun.
Selbstmord wird zum Glück noch schwieriger, wenn weder eine
Waffe noch Munition in der Wohnung rumliegen.
Post by Andreas Karrer
Post by Uwe Schickedanz
Warum nicht gleich den Selbstmord an sich verbieten, anstatt an den
Symptomen herumzudoktern?
Die Selbstmordraten sind bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr
hoch. Es ist völlig klar, dass das in der weit überwiegenden Zahl der
Fälle eine vergleichsweise kurze depressive Phase ist, die zu einer
Kurzschlusshandlung führt. Das ist etwas ganz anderes als ...
Außerdem: Welche Strafe soll jemanden abschrecken, der sich
sowieso umbringen will?
Kind, Jaakob
2018-11-22 13:02:36 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Man darf natürlich nicht den Fehler begehen und Suizid als
Gewalttat zu zählen, wie es die Leute in der US-Studie wohl gemacht haben.
Sie betrachten beides, werten es aber getrennt aus. Deshalb kann ich
(zumindest an dieser Stelle) keinen Fehler erkennen.

Viele Grüße
Jaakob
Frank Hucklenbroich
2018-11-22 14:43:14 UTC
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Post by Kind, Jaakob
Post by Frank Hucklenbroich
Man darf natürlich nicht den Fehler begehen und Suizid als
Gewalttat zu zählen, wie es die Leute in der US-Studie wohl gemacht haben.
Sie betrachten beides, werten es aber getrennt aus. Deshalb kann ich
(zumindest an dieser Stelle) keinen Fehler erkennen.
Stimmt, wenn man die Studie wirklich liest. Die vielzitierte Zahl (43x)
schließt die Selbstmorde aber mit ein, und der unbedarfte Leser, der die
Studie im Detail nicht kennt, hat dieses Hintergrundwissen nicht und
gruselt sich.

Grüße,

Frank
U***@web.de
2018-11-22 14:47:52 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Die vielzitierte Zahl (43x)
schließt die Selbstmorde aber mit ein, und der unbedarfte Leser, der die
Studie im Detail nicht kennt, hat dieses Hintergrundwissen nicht und
gruselt sich.
Früher brachte man unsicheren Kantonisten den geladenen
Schießkurzprügel zur Sicherheit mit und legte ihn
selbigen auf den Tisch.

Ja nicht auszudenken, wenn es an der fehlenden Schußwaffe
gescheitert wäre.

Gruß, ULF
René Marquardt
2018-11-22 14:51:33 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Frank Hucklenbroich
Die vielzitierte Zahl (43x)
schließt die Selbstmorde aber mit ein, und der unbedarfte Leser, der die
Studie im Detail nicht kennt, hat dieses Hintergrundwissen nicht und
gruselt sich.
Früher brachte man unsicheren Kantonisten den geladenen
Schießkurzprügel zur Sicherheit mit und legte ihn
selbigen auf den Tisch.
Ja nicht auszudenken, wenn es an der fehlenden Schußwaffe
gescheitert wäre.

Quinn C
2018-11-21 23:41:40 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Kind, Jaakob
Wie meinst du das? Glaubst du, dass jede Statistik fehlerfrei ist?
Das ist sie ja - wenn die Zahlen nicht frei erfunden sind.
Oder die Zahlen gezielt ausgewaehlt, um das gewuenschte Ergebnis
zu erhalten.
Bestes, schlechtestes Beispiel, die Argumentation der Waffen-Gegner
in den USA, wonach die Wahrscheinlichkeit, eines gewalttaetigen
Todes zu sterben, 43x (oder so) hoeher ist, wenn Waffen im Haus sind.
Huch, das klingt ja schlimm, denkt man sich. Bis man nachgraebt und
feststellt, dass die Studie/Statistik, sich darauf beruft, dass man
Haushalte, in dem jemand eines gewalttaetigen Todes starb, untersuchte,
ob in diesen Waffen vorhanden waren; statt auf die weitaus groessere
Zahl der Waffenbesitzer zu schauen, und zu fragen, wieviele von
denen sich heute noch des Lebens erfreuen, und festzustellen, dass
die Wahrscheinlichkeit ohne jede statistische Relevanz ist.
Ja, das scheint verdreht ausgedrückt. Ich habe eine vage Erinnerung,
daß die Wahrscheinlichkeit, an einer Schußverletzung zu sterben,
ungefähr 3x so hoch ist, wenn eine Schußwaffe im Haus vorhanden ist.
Das größte Problem dabei sind Selbsttötungen.

Die Waffenlobby steht dem natürlich in nichts nach, behauptet zum
Beispiel gerne, daß jährlich über eine Million Leute eine Schußwaffe
zur rechtmäßigen Verteidigung einsetzen; diese vielzitierte Zahl beruht
anscheinend auf eigenen Angaben von ein paar Dutzend Leuten.

Eine breiter angelegte Studie, die auf Polizeiberichten fußt, kam zu
dem Ergebnis, daß es vermutlich nur ein paar tausend Fälle pro Jahr
sind, in denen ein Opfer eine Waffe überhaupt zur Hand hat, meist ohne
Auswirkung auf den Tathergang. Das bei 300 Millionen vorhandenen
Schußwaffen. Nicht mitgezählt sind hier die Fälle, wo jemand
Nachbarskinder mit dem Gewehr vom eigenen Rasen vertreibt und das dann
sinnvollerweise nicht bei der Polizei anzeigt. Und natürlich
Bandenkriminalität und dgl.
--
es sol kain leitgeb eim paurnknecht nicht mer parigen
dann sein gurtelgewant, ... swert und gugel wert ist
österr. weist.
Frank Hucklenbroich
2018-11-22 07:22:43 UTC
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Post by Quinn C
Ja, das scheint verdreht ausgedrückt. Ich habe eine vage Erinnerung,
daß die Wahrscheinlichkeit, an einer Schußverletzung zu sterben,
ungefähr 3x so hoch ist, wenn eine Schußwaffe im Haus vorhanden ist.
Das größte Problem dabei sind Selbsttötungen.
Wobei nun die Frage ist, ob die Selbsttötungen tatsächlich ein Problem
sind. Es ist ja nicht so, daß derjenige sich nun nur deshalb umbringt, weil
er eine Schußwaffe im Haus hat. Er wäre sonst vielleicht vom Hochhaus
gesprungen oder hätte sich vor einen Zug geworfen (in Deutschland wohl eine
recht beliebte Methode). Zumindest in letzterem Fall zieht er dabei andere
Menschen mit hinein, die im schlimmsten Fall schwer traumatisiert werden.

Was natürlich noch in die Statistik mit hereinspielt, sind Unfälle mit
Schußwaffen, das ist in der Tat ein Problem.

Grüße,

Frank
Quinn C
2018-11-22 17:26:01 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Quinn C
Ja, das scheint verdreht ausgedrückt. Ich habe eine vage Erinnerung,
daß die Wahrscheinlichkeit, an einer Schußverletzung zu sterben,
ungefähr 3x so hoch ist, wenn eine Schußwaffe im Haus vorhanden ist.
Das größte Problem dabei sind Selbsttötungen.
Wobei nun die Frage ist, ob die Selbsttötungen tatsächlich ein Problem
sind. Es ist ja nicht so, daß derjenige sich nun nur deshalb umbringt, weil
er eine Schußwaffe im Haus hat. Er wäre sonst vielleicht vom Hochhaus
gesprungen oder hätte sich vor einen Zug geworfen (in Deutschland wohl eine
recht beliebte Methode).
Die Frage wurde in der Radiosendung, aus der ich das habe, durchaus
thematisiert. In mehreren US-Staaten sei die Selbsttötungsrate merklich
gesunken, nachdem die Waffengesetze verschärft worden waren.

Ich hätte das intuitiv vorwiegend auf die Erfolgsquote zurückgeführt,
die anwesenden Experten hoben aber mehr auf die niedrige Schwelle ab,
es überhaupt zu versuchen, weil es mit einer Pistole so schnell und
unkompliziert geht. In anderen Worten, auf dem Weg zum Dachgarten oder
Eisenbahngleis brechen viele den Versuch ab. 15 Minuten mehr Bedenkzeit
würden schon einen großen Unterschied machen.
--
Ice hockey is a form of disorderly conduct
in which the score is kept.
-- Doug Larson
Detlef Meißner
2018-11-22 17:30:50 UTC
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Post by Quinn C
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Quinn C
Ja, das scheint verdreht ausgedrückt. Ich habe eine vage Erinnerung,
daß die Wahrscheinlichkeit, an einer Schußverletzung zu sterben,
ungefähr 3x so hoch ist, wenn eine Schußwaffe im Haus vorhanden ist.
Das größte Problem dabei sind Selbsttötungen.
Wobei nun die Frage ist, ob die Selbsttötungen tatsächlich ein Problem
sind. Es ist ja nicht so, daß derjenige sich nun nur deshalb umbringt, weil
er eine Schußwaffe im Haus hat. Er wäre sonst vielleicht vom Hochhaus
gesprungen oder hätte sich vor einen Zug geworfen (in Deutschland wohl eine
recht beliebte Methode).
Die Frage wurde in der Radiosendung, aus der ich das habe, durchaus
thematisiert. In mehreren US-Staaten sei die Selbsttötungsrate merklich
gesunken, nachdem die Waffengesetze verschärft worden waren.
Ich hätte das intuitiv vorwiegend auf die Erfolgsquote zurückgeführt,
die anwesenden Experten hoben aber mehr auf die niedrige Schwelle ab,
es überhaupt zu versuchen, weil es mit einer Pistole so schnell und
unkompliziert geht. In anderen Worten, auf dem Weg zum Dachgarten oder
Eisenbahngleis brechen viele den Versuch ab. 15 Minuten mehr Bedenkzeit
würden schon einen großen Unterschied machen.
Bei den Eisenbahngleisen sollte man evtl. auch vorher den Fahrplan
studieren, sonst passiert es, dass man, bevor der Zug kommt, verdurstet
oder erfriert.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
René Marquardt
2018-11-22 17:49:46 UTC
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Post by Quinn C
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Quinn C
Ja, das scheint verdreht ausgedrückt. Ich habe eine vage Erinnerung,
daß die Wahrscheinlichkeit, an einer Schußverletzung zu sterben,
ungefähr 3x so hoch ist, wenn eine Schußwaffe im Haus vorhanden ist.
Das größte Problem dabei sind Selbsttötungen.
Wobei nun die Frage ist, ob die Selbsttötungen tatsächlich ein Problem
sind. Es ist ja nicht so, daß derjenige sich nun nur deshalb umbringt, weil
er eine Schußwaffe im Haus hat. Er wäre sonst vielleicht vom Hochhaus
gesprungen oder hätte sich vor einen Zug geworfen (in Deutschland wohl eine
recht beliebte Methode).
Die Frage wurde in der Radiosendung, aus der ich das habe, durchaus
thematisiert. In mehreren US-Staaten sei die Selbsttötungsrate merklich
gesunken, nachdem die Waffengesetze verschärft worden waren.
Ich hätte das intuitiv vorwiegend auf die Erfolgsquote zurückgeführt,
die anwesenden Experten hoben aber mehr auf die niedrige Schwelle ab,
es überhaupt zu versuchen, weil es mit einer Pistole so schnell und
unkompliziert geht. In anderen Worten, auf dem Weg zum Dachgarten oder
Eisenbahngleis brechen viele den Versuch ab. 15 Minuten mehr Bedenkzeit
würden schon einen großen Unterschied machen.
Und manche machen da eine ganz komplizierte Sache draus:

https://www.washingtonpost.com/world/2018/11/21/american-believed-dead-after-encounter-with-remote-indian-tribe-hostile-outsiders/
Helmut Richter
2018-11-22 21:15:45 UTC
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Post by Quinn C
Ich hätte das intuitiv vorwiegend auf die Erfolgsquote zurückgeführt,
die anwesenden Experten hoben aber mehr auf die niedrige Schwelle ab,
es überhaupt zu versuchen, weil es mit einer Pistole so schnell und
unkompliziert geht. In anderen Worten, auf dem Weg zum Dachgarten oder
Eisenbahngleis brechen viele den Versuch ab. 15 Minuten mehr Bedenkzeit
würden schon einen großen Unterschied machen.
Ich würde auch darauf tippen, das dasselbe auch für häuslichen Zoff gilt.
10 Minuten in den Schuppen geben und die Axt holen kann auch mehr
Bedenkzeit sein, als die bereitliegende Knarre zu nutzen.
--
Helmut Richter
Frank Hucklenbroich
2018-11-23 07:21:22 UTC
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Post by Helmut Richter
Post by Quinn C
Ich hätte das intuitiv vorwiegend auf die Erfolgsquote zurückgeführt,
die anwesenden Experten hoben aber mehr auf die niedrige Schwelle ab,
es überhaupt zu versuchen, weil es mit einer Pistole so schnell und
unkompliziert geht. In anderen Worten, auf dem Weg zum Dachgarten oder
Eisenbahngleis brechen viele den Versuch ab. 15 Minuten mehr Bedenkzeit
würden schon einen großen Unterschied machen.
Ich würde auch darauf tippen, das dasselbe auch für häuslichen Zoff gilt.
10 Minuten in den Schuppen geben und die Axt holen kann auch mehr
Bedenkzeit sein, als die bereitliegende Knarre zu nutzen.
Hmm, man könnte auch einfach ein großes Messer aus der Küchenschublade
nehmen.

Grüße,

Frank
René Marquardt
2018-11-20 13:38:55 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Werner Tann
Post by Jakob Achterndiek
Aus dem Bundesfamilienministerium kam heute die Nachricht,
die Männer, die hierzulande ihre Ehefrauen mißhandeln,
hätten mehrheitlich keinen Migrationshintergrund, sondern
seien "Bio-Deutsche".
Erstens bezweifle ich die zugrundeliegende Statistik.
Eine Statistik kannst du nicht bezweifeln.
Man kann, nein: soll! als Mensch des Zeitalters der Aufklaerung
ALLES bezweifeln, was einem so vorgelegt wird.
Ganz besonders, wenn es um Statistiken geht, mit denen sich
alles beweisen laesst, was man will.
Schlimmer sind nur noch "Umfragen".
Jakob Achterndiek
2018-11-20 13:39:00 UTC
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Post by Werner Tann
Der passende Ausdruck für die "Bio-Deutschen" ist im Übrigen
"autochthone Bevölkerung".
Ob auchtochthon, ob Blut und Boden oder bio:
Bisher hieß es nur: Sowas *sagt* man nicht!
Muß es jetzt heißen: Sowas *ist* man nicht?

Was lernt uns das?
Du kannst dich drehen, wie du willst:
Der Arsch bleibt immer hinten.
--
;) j/\a
Roland Franzius
2018-11-20 14:02:38 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Post by Werner Tann
Der passende Ausdruck für die "Bio-Deutschen" ist im Übrigen
"autochthone Bevölkerung".
Bisher hieß es nur: Sowas *sagt* man nicht!
Muß es jetzt heißen: Sowas *ist* man nicht?
Was lernt uns das?
Der Arsch bleibt immer hinten
Merkwürdig bleibt nur, dass der Ausdruck "Bio-Deutscher" in den
Veröffentlichungen, die ich sehen, nicht vorkommt.

In der Statistik nach Herkunft werden zB in der Zeit nur Deutsche,
Polen, Türken, Rumänen und Syrer explizit erwähnt.

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-11/haeusliche-gewalt-partnerschaftsgewalt-statistik-beziehungstaten-metoo/seite-2
--
Roland Franzius
Detlef Meißner
2018-11-20 14:46:01 UTC
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Post by Roland Franzius
Post by Jakob Achterndiek
Post by Werner Tann
Der passende Ausdruck für die "Bio-Deutschen" ist im Übrigen
"autochthone Bevölkerung".
Bisher hieß es nur: Sowas *sagt* man nicht!
Muß es jetzt heißen: Sowas *ist* man nicht?
Was lernt uns das?
Der Arsch bleibt immer hinten
Merkwürdig bleibt nur, dass der Ausdruck "Bio-Deutscher" in den
Veröffentlichungen, die ich sehen, nicht vorkommt.
https://www.tagesschau.de/inland/haeusliche-gewalt-giffey-101.html

Der Begriff scheint von Frau Giffey zu stammen.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Werner Tann
2018-11-20 14:35:17 UTC
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Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Bisher hieß es nur: Sowas *sagt* man nicht!
Muß es jetzt heißen: Sowas *ist* man nicht?
Was lernt uns das?
Der Arsch bleibt immer hinten.
In einer Welt voller Unterschiede keine Unterschiede machen zu wollen,
weil man sich moralischen Denk- und Sprachverboten unterordnet, steht
natürlich jedem frei.

Ein Einheimischer ist einheimisch, während viele Zugewanderte - ja
selbst seit Jahrzehnten Ansässige - hier nicht heimisch sind, sie
leben nur da. Zum Heimisch-Sein reicht es nicht, hier daheim zu sein.
Von denen ohne Aufenthaltstitel zu schweigen.
U***@web.de
2018-11-20 14:46:12 UTC
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Post by Werner Tann
Von denen ohne Aufenthaltstitel zu schweigen.
Ich hab auch keinen, also schweig.
Quinn C
2018-11-20 22:49:40 UTC
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Post by Werner Tann
Post by Jakob Achterndiek
Bisher hieß es nur: Sowas *sagt* man nicht!
Muß es jetzt heißen: Sowas *ist* man nicht?
Was lernt uns das?
Der Arsch bleibt immer hinten.
In einer Welt voller Unterschiede keine Unterschiede machen zu wollen,
weil man sich moralischen Denk- und Sprachverboten unterordnet, steht
natürlich jedem frei.
Ein Einheimischer ist einheimisch, während viele Zugewanderte - ja
selbst seit Jahrzehnten Ansässige - hier nicht heimisch sind, sie
leben nur da. Zum Heimisch-Sein reicht es nicht, hier daheim zu sein.
Ich habe mich nie so ganz heimisch gefühlt, wo ich aufgewachsen bin.

Aber wie willst Du das bitte messen? Ich habe viele Zugewanderte der
zweiten Generation getroffen, und sogar ein paar der ersten - als junge
Menschen angekommene -, die mir auf Anhieb einheimischer vorkamen als
ich selbst, z.B. von der Sprache und Körpersprache her. Bei Dir frage
ich mich, ob Du das bemerken würdest, ohne Dich von Nebensächlichkeiten
wie der Hautfarbe ablenken zu lassen.
--
GUGELFAHRT, f., mutwilliges treiben, lärmende lustbarkeit
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Werner Tann
2018-11-21 09:22:53 UTC
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Post by Quinn C
Ich habe mich nie so ganz heimisch gefühlt, wo ich aufgewachsen bin.
Dann hättest du vielleicht nur in einen anderen Ort ziehen müssen. Es
gibt keine einheimische (einzige) "Normkultur". Irgendwelche
Bergbauern sind genauso "einheimisch" wie die Proleten im Gemeindebau.
Klarerweise fühlt sich nicht jeder überall "zuhause".
Post by Quinn C
Aber wie willst Du das bitte messen?
Es ging hier um den Gegenbegriff zum Migrationshintergründler. Der
Asylwerber kann nicht "autochthon" sein, weil ein Zuwanderer, egal wie
er sich verhält, nicht als "eingesessen" bezeichnet werden kann. Diese
Zuschreibung wird man bestenfalls in ein paar Generationen vornehmen,
so der Begriff des Einheimischen dann überhaupt noch eine Rolle spielt
und nicht von der Kategorie der Rechtgläubigkeit restlos verdrängt
worden ist. Und nein, Rechtgläubigkeit wird sich nicht auf den
christlichen Glauben beziehen.
Quinn C
2018-11-21 23:31:13 UTC
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Post by Werner Tann
Post by Quinn C
Ich habe mich nie so ganz heimisch gefühlt, wo ich aufgewachsen bin.
Dann hättest du vielleicht nur in einen anderen Ort ziehen müssen. Es
gibt keine einheimische (einzige) "Normkultur". Irgendwelche
Bergbauern sind genauso "einheimisch" wie die Proleten im Gemeindebau.
Klarerweise fühlt sich nicht jeder überall "zuhause".
Eher "daheim" fühlte ich mich später in akademischen Kreisen, dabei
spielte dann die Herkunft weniger eine Rolle. Im Gegenteil, die
internationalen Kontakte waren prägend für mich, mitsamt ihren
unterschiedlichen Wertvorstellungen.
Post by Werner Tann
Post by Quinn C
Aber wie willst Du das bitte messen?
Es ging hier um den Gegenbegriff zum Migrationshintergründler. Der
Asylwerber kann nicht "autochthon" sein, weil ein Zuwanderer, egal wie
er sich verhält, nicht als "eingesessen" bezeichnet werden kann.
Wir waren auch nicht "eingesessen", wo ich aufgewachsen bin, weil meine
Eltern erst dorthin gezogen sind, aus zwei verschiedenen Regionen
kommend. Meine Nichten und Neffen sind es vielleicht gerade so, als
zweite dort geborene Generation.
--
GUGELIEREN, vb., schwelgen: dann das ander jar war ein solch
gugelieren bei dem guten most J. HEROLT
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Lars Bräsicke
2018-11-20 15:24:17 UTC
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Post by Werner Tann
Post by Jakob Achterndiek
Aus dem Bundesfamilienministerium kam heute die Nachricht,
die Männer, die hierzulande ihre Ehefrauen mißhandeln,
hätten mehrheitlich keinen Migrationshintergrund, sondern
seien "Bio-Deutsche".
Erstens bezweifle ich die zugrundeliegende Statistik. Solange es nicht
mindestens so viele Migrationshintergründige gibt wie "Bio-Deutsche",
ist die familiäre Gewaltausübung der Ersteren natürlich weniger als
50%.
Wie jetzt?
Nicht jeder Migrationshintergründler schlägt seine Frau?
Post by Werner Tann
Zweitens ist es denkbar,
Es ist so vieles denkbar.
Und so wenig wird gedacht.
Gerade in braunen Hirnen.
Post by Werner Tann
dass in muslimischen Familien die
Unterdrückung von Ehefrau(en) und Töchtern ganz ohne physische Gewalt
funktioniert. Eine Muslima z. B., die den Koran verinnerlicht hat,
braucht keine Ohrfeigen, um - obwohl gerade keine Lust - ihren
ehelichen Pflichten nachzukommen. Sie gehorcht wie eine Sklavin.
Schön, dass du zeigst, dass du keine Ahnung hast von der "Muslima z. B."
Post by Werner Tann
Drittens möchte ich gerne wissen, wie das Bundesfamilienministerium zu
den Daten gekommen ist. Viele vergewaltigte und geschlagene Ehefrauen
und Töchter deklarieren, wenn sie überhaupt einen Arzt konsultieren,
die Verletzungen als Unfallfolgen bzw. haben in ihrer
Parallelgesellschaft Ärzte, die trotz Meldepflicht (bei
Kindesmissbrauch bzw. schwerer Körperverletzung) die Verletzungen
nicht anzeigen.
Gerade darum beschrieb die Ministerin eine große Dunkelziffer.
Denn der ...
Post by Werner Tann
Der passende Ausdruck für die "Bio-Deutschen" ist im Übrigen
"autochthone Bevölkerung".
[Oder auch "Ureinwohner" bzw. "Eingeborene"]

... Ureinwohner hat in seiner Parallelgesellschaft natürlich Ärzte, die
trotz Meldepflicht die Verletzungen nicht anzeigen.
Schlimme Ureinwohnerärzte!
Quinn C
2018-11-20 22:49:40 UTC
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Post by Werner Tann
Eine Muslima z. B., die den Koran verinnerlicht hat,
braucht keine Ohrfeigen, um - obwohl gerade keine Lust - ihren
ehelichen Pflichten nachzukommen.
Das passiert vielen Leuten, aus allen Kulturen und Geschlechtern.

Das heißt nicht, daß es keine Unterschiede gibt, aber es ist auch nicht
hilfreich, eigene Probleme unter den Teppich zu kehren, weil sie
woanders vielleicht noch größer sind.
--
binsaugnesseln, hummelsköl, mönchspfeffer, gugelköpf, minbrüdermüntz
FISCHART
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Heinz Lohmann
2018-11-21 01:32:12 UTC
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Post by Werner Tann
Der passende Ausdruck für die "Bio-Deutschen" ist im Übrigen
"autochthone Bevölkerung".
Duden online sagt zu "autochthon":
(Völkerkunde) (von Völkern oder Stämmen) eingeboren, einheimisch, indigen

Das Wiktionary:
1. Ethnologie: im Lande selbst geboren

Der Fremdwörterduden:
alteingesessen, eingeboren, bodenständig (von Völkern oder Stämmen)

Gehören die Hugenotten und die Polnischstämmigen im Ruhrgebiet auch
dazu? Sind die alteingesessen genug?

Auf die die Sorben und Friesen scheint der Ausdruck recht gut zu passen.

Wie ist es mit mir als Westfale? Gehöre ich zu einem autochthonen Stamm?
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Werner Tann
2018-11-21 09:22:53 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Gehören die Hugenotten und die Polnischstämmigen im Ruhrgebiet auch
dazu? Sind die alteingesessen genug?
Auf die die Sorben und Friesen scheint der Ausdruck recht gut zu passen.
Wie ist es mit mir als Westfale? Gehöre ich zu einem autochthonen Stamm?
Du wärest echt witzig, wenn ich ein Alkoholiker wäre.
Heinz Lohmann
2018-11-22 08:24:11 UTC
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Post by Werner Tann
Post by Heinz Lohmann
Gehören die Hugenotten und die Polnischstämmigen im Ruhrgebiet auch
dazu? Sind die alteingesessen genug?
Auf die die Sorben und Friesen scheint der Ausdruck recht gut zu passen.
Wie ist es mit mir als Westfale? Gehöre ich zu einem autochthonen Stamm?
Du wärest echt witzig, wenn ich ein Alkoholiker wäre.
Nur mal so aus Neugierde: Was fändest du denn an meinem Beitrag nach
mehreren Schnäpsen so besonders witzig? Auch gerne außerhalb des von dir
hier zitierten.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Werner Tann
2018-11-22 08:56:13 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Werner Tann
Post by Heinz Lohmann
Gehören die Hugenotten und die Polnischstämmigen im Ruhrgebiet auch
dazu? Sind die alteingesessen genug?
Auf die die Sorben und Friesen scheint der Ausdruck recht gut zu passen.
Wie ist es mit mir als Westfale? Gehöre ich zu einem autochthonen Stamm?
Du wärest echt witzig, wenn ich ein Alkoholiker wäre.
Nur mal so aus Neugierde: Was fändest du denn an meinem Beitrag nach
mehreren Schnäpsen so besonders witzig?
... dass sich jemand in Mitteleuropa für einen reinen Germanen halten
könnte, hahaha.
Heinz Lohmann
2018-11-22 13:04:25 UTC
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Post by Werner Tann
Post by Heinz Lohmann
Post by Werner Tann
Post by Heinz Lohmann
Gehören die Hugenotten und die Polnischstämmigen im Ruhrgebiet auch
dazu? Sind die alteingesessen genug?
Auf die die Sorben und Friesen scheint der Ausdruck recht gut zu passen.
Wie ist es mit mir als Westfale? Gehöre ich zu einem autochthonen Stamm?
Du wärest echt witzig, wenn ich ein Alkoholiker wäre.
Nur mal so aus Neugierde: Was fändest du denn an meinem Beitrag nach
mehreren Schnäpsen so besonders witzig?
... dass sich jemand in Mitteleuropa für einen reinen Germanen halten
könnte, hahaha.
Na, wer gehört denn dann deiner Meinung nach konkret zur "autochthonen
Bevölkerung"? In Deutschland? Welche Völker und Stämme (Duden) sind
gemeint? Oder definierst du den Begriff anders?
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Werner Tann
2018-11-22 13:24:06 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Na, wer gehört denn dann deiner Meinung nach konkret zur "autochthonen
Bevölkerung"? In Deutschland? Welche Völker und Stämme (Duden) sind
gemeint? Oder definierst du den Begriff anders?
Alteingesessen: alle, die schon so lange "dasitzen", dass sie nicht
mehr als einstens zugewandert wahrgenommen werden. Im Deutschland 2070
könnte es bei muslimischer Mehrheit durchaus sein, dass die Muslime
insofern als einheimisch und autochthon gelten, als sie tatsächlich zu
einem "Teil Deutschlands" geworden sind und nicht mehr als zugewandert
betrachtet werden. Unabhängig davon ist die Frage, wie Gesellschaft
und Politik dann organisiert sein werden. Optimisten meinen, bis dahin
würden sich alle Zuwanderer an die abendländische Demokratie mit der
Trennung von Kirche und Staat angepasst haben. Irren sie, wird der
Muselmann ein "Autochthoner" sein. Sein Andersein wird nicht mehr
wahrgenommen. Von wem auch. Die meisten wären Muslime, die wenigen
anderen wären mit diesem Anblick aufgewachsen.
Martin Udelhoven
2018-11-22 18:30:34 UTC
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[...] Optimisten meinen, bis dahin
würden sich alle Zuwanderer an die abendländische Demokratie mit der
Trennung von Kirche und Staat angepasst haben. [...]
Aha, verstehe, du lebst also in Frankreich?
In Deutschland kann von einer Trennung von Kirche und Staat ja weiß Gott
(*) keine Rede sein.

Martin

(*) haha.
Werner Tann
2018-11-22 20:44:40 UTC
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Post by Martin Udelhoven
[...] Optimisten meinen, bis dahin
würden sich alle Zuwanderer an die abendländische Demokratie mit der
Trennung von Kirche und Staat angepasst haben. [...]
Aha, verstehe, du lebst also in Frankreich?
In Deutschland kann von einer Trennung von Kirche und Staat ja weiß Gott
(*) keine Rede sein.
Die Verbindung sind Reste, die vielleicht im Kampf gegen die
Islamisierung zusammen mit dem Islam hinweggefegt werden. Sollten die
Demokratien gegen den Islam verlieren, wirst du dir angesichts der
Scharia die jetzt bestehende Verflechtung von Kirche und Staat als
paradiesischen Zustand zurückwünschen.

In den Augen eines gläubigen Muslims sind Österreich und Deutschland
gottlose politische Systeme.
Heinz Lohmann
2018-11-23 02:05:49 UTC
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Post by Werner Tann
Alteingesessen: alle, die schon so lange "dasitzen", dass sie nicht
mehr als einstens zugewandert wahrgenommen werden.
Das ist sehr subjektiv und zeitlich ungenau. Ich frage mich auch: Von
wem wahrgenommen?
Aber vielleicht kann man von dem Adjektiv "autochthon" auch nicht mehr
erwarten.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Werner Tann
2018-11-23 08:43:37 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Werner Tann
Alteingesessen: alle, die schon so lange "dasitzen", dass sie nicht
mehr als einstens zugewandert wahrgenommen werden.
Das ist sehr subjektiv und zeitlich ungenau. Ich frage mich auch: Von
wem wahrgenommen?
Hast du mein news:***@mid.individual.net verstanden?

... von der Mehrheit. Wenn die Mehrheit Kanaken sind, nehmen sie
ihresgleichen nicht als "anders" war. Das war jetzt einfach. Sie
werden sich in ein paar Jahrzehnten alle als autochthon,
alteingesessen bezeichnen. Und der Islam wäre wirklich zum "Teil
Deutschlands" geworden.
Post by Heinz Lohmann
Aber vielleicht kann man von dem Adjektiv "autochthon" auch nicht mehr
erwarten.
Du verwechselst Sprache mit Mathematik. In der Sprache ist nirgends
Eindeutigkeit gegeben. Rein rechtlich ist der Migrationshintergrund
übrigens definiert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Migrationshintergrund
Ob die Bevölkerung das auch so sieht, sei dahingestellt. Eine Folge
der rechtlichen Definition ist z. B. dass Täter, deren Großeltern noch
Migranten waren, nicht mehr als Migrationshintergründige betrachtet
werden und deswegen in den Statistiken bezüglich Migrantenkriminalität
nicht aufscheinen - obwohl jeder weiß, dass die
parallelgesellschaftlich sozialisierten Kinder und Jugendlichen, auch
wenn sie und ihre Eltern in DE und AT geboren wurden, wertemäßig oft
nichts mit DE und AT zu schaffen haben.
Heinz Lohmann
2018-11-23 10:06:09 UTC
Antworten
Permalink
Post by Werner Tann
... von der Mehrheit. Wenn die Mehrheit Kanaken sind,
Ich wüsste nicht, dass dieses in Neukaledonien autochthone Volk in
letzter Zeit in nennenswerter Zahl in die EU eingewandert ist.

Aber keine Sorge: Es sind nur ca. 100.000 insgesamt; da wird es ihnen
schwer fallen, unser jüdisch-christlich geprägtes Abendland zu majorisieren.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Werner Tann
2018-11-23 10:49:06 UTC
Antworten
Permalink
Post by Heinz Lohmann
Post by Werner Tann
... von der Mehrheit. Wenn die Mehrheit Kanaken sind,
Ich wüsste nicht, dass dieses in Neukaledonien autochthone Volk in
letzter Zeit in nennenswerter Zahl in die EU eingewandert ist.
Ich wusste nicht, dass die Defizite des sinnerfassenden Lesens auch
unter d.e.s.d.-Postern verbreitet sind. Freilich unterstelle ich dir
sowieso eine unredliche Kommunikationsstrategie.

Ach ja, damit wir beim Thema bleiben:
Gruppenvergewaltigung einer 15jährigen in München
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/muenchen-sechs-junge-maenner-sollen-jugendliche-vergewaltigt-haben-15901144.html

Indien: 4 Männer vergewaltigen Hund und verstümmeln Genitalien
http://www.news.de/panorama/855731239/brutale-gruppenvergewaltigung-in-indien-maenner-vergewaltigen-hund-und-verstuemmeln-dessen-genitalien/1/

... damit du verstehst, was ich unter "Kanaken" verstehe und wie viele
Angehörige dieser Spezies ticken. Warum "viele"? Ja, Himmel, warum
sollten sich sonst ständig *Gruppen* zu solchen Taten bereitfinden?
Das können doch nicht alles "Banden" sein. Was würdest du machen, wenn
deine Freunde, mit denen du unterwegs bist, vorschlagen, einen Hund zu
ficken? Siehst du, du und deine Freunde, ihr seid keine "Kanaken".
Hast' wieder was gelernt.

Die Kriminalitätsbelastung der Asylbewerber in DE war im Jahr 2016
doppelt so hoch wie bei den übrigen Ausländern und 7-mal so hoch wie
bei den deutschen Staatsbürgern. Bei Gruppenvergewaltigung war sie
34-mal so hoch. (Quelle: Sarrazin, Feindliche Übernahme)
Detlef Meißner
2018-11-23 12:09:36 UTC
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Permalink
Post by Werner Tann
Die Kriminalitätsbelastung der Asylbewerber in DE war im Jahr 2016
doppelt so hoch wie bei den übrigen Ausländern und 7-mal so hoch wie
bei den deutschen Staatsbürgern. Bei Gruppenvergewaltigung war sie
34-mal so hoch. (Quelle: Sarrazin, Feindliche Übernahme)
Du scheinst ja gern zu lesen. Ich hätte da einen Literaturtipp für
dich:
"Vermes, Timur - Die Hungrigen und die Satten"

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Helmut Richter
2018-11-23 11:15:28 UTC
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Permalink
Post by Werner Tann
Ob die Bevölkerung das auch so sieht, sei dahingestellt. Eine Folge
der rechtlichen Definition ist z. B. dass Täter, deren Großeltern noch
Migranten waren, nicht mehr als Migrationshintergründige betrachtet
werden und deswegen in den Statistiken bezüglich Migrantenkriminalität
nicht aufscheinen - obwohl jeder weiß, dass die
parallelgesellschaftlich sozialisierten Kinder und Jugendlichen, auch
wenn sie und ihre Eltern in DE und AT geboren wurden, wertemäßig oft
nichts mit DE und AT zu schaffen haben.
Umgekehrt haben die in Deutschland geborenen Kinder eines Deutschen und
einer Österreicherin durchaus Migrationshintergrund.
--
Helmut Richter
Sergio Gatti
2018-11-23 11:36:08 UTC
Antworten
Permalink
Post by Helmut Richter
Post by Werner Tann
Ob die Bevölkerung das auch so sieht, sei dahingestellt. Eine Folge
der rechtlichen Definition ist z. B. dass Täter, deren Großeltern noch
Migranten waren, nicht mehr als Migrationshintergründige betrachtet
werden und deswegen in den Statistiken bezüglich Migrantenkriminalität
nicht aufscheinen - obwohl jeder weiß, dass die
parallelgesellschaftlich sozialisierten Kinder und Jugendlichen, auch
wenn sie und ihre Eltern in DE und AT geboren wurden, wertemäßig oft
nichts mit DE und AT zu schaffen haben.
Umgekehrt haben die in Deutschland geborenen Kinder eines Deutschen und
einer Österreicherin durchaus Migrationshintergrund.
Gar nicht so lieber Herr (?) Tann,
wie viele Jahrhunderte sollen Ihrer überhaupt nicht
geschätzten Meinung nach meine Nachkommen warten, bis sie
nicht mehr als Migrationshintergründige* betrachtet werden?

*Sprachliche Frage: Ist das Wort Migrationshintergründige,
das ich hier zum ersten und hoffentlich letzten Mal lese,
die neueste rassistische Wortschöpfung?
Stephan Seitz
2018-11-23 12:05:41 UTC
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Post by Sergio Gatti
Gar nicht so lieber Herr (?) Tann,
wie viele Jahrhunderte sollen Ihrer überhaupt nicht
geschätzten Meinung nach meine Nachkommen warten, bis sie
nicht mehr als Migrationshintergründige* betrachtet werden?
Bis sie von ihrer Umgebung als nicht mehr Migrationshintergründige
angesehen werden. Das war jetzt einfach. Es läßt sich nämlich nicht
vorschreiben.

Shade and sweet water!

Stephan
--
| Stephan Seitz E-Mail: stse+***@fsing.rootsland.net |
| Public Keys: http://fsing.rootsland.net/~stse/keys.html |
Roland Franzius
2018-11-23 12:16:18 UTC
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Post by Stephan Seitz
Post by Sergio Gatti
Gar nicht so lieber Herr (?) Tann,
wie viele Jahrhunderte sollen Ihrer überhaupt nicht
geschätzten Meinung nach meine Nachkommen warten, bis sie
nicht mehr als Migrationshintergründige* betrachtet werden?
Bis sie von ihrer Umgebung als nicht mehr Migrationshintergründige
angesehen werden. Das war jetzt einfach. Es läßt sich nämlich nicht
vorschreiben.
Die erstaunlichste Erhebung der letzten Wochen hat ja ergeben, dass der
Deutsche gemeinhin sich den Fremden nicht als Nachbarn wünscht.

Auf Nachfrage warum und so, gibt er zu wissen, dass er Nachbarn
grundsätzlich nicht mag.

Laut Tacitus siedelten die alten Germanen wegen dieser
Charaktereigenschaft grundsätzlich in Einzelhöfen in gehörigem Abstand.
--
Roland Franzius
Werner Tann
2018-11-23 11:56:00 UTC
Antworten
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Post by Helmut Richter
Umgekehrt haben die in Deutschland geborenen Kinder eines Deutschen und
einer Österreicherin durchaus Migrationshintergrund.
In Österreich nicht, da müssen beide Eltern ...

Und ganz sicher hat dieses DE-AT-Paar eher 1 bis 2 Kinder, das
muslimische Paar dagegen 2-3.
Jakob Achterndiek
2018-11-22 16:25:34 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Werner Tann
... dass sich jemand in Mitteleuropa für einen reinen Germanen halten
könnte, hahaha.
Na, wer gehört denn dann deiner Meinung nach konkret zur "autochthonen
Bevölkerung"? In Deutschland? Welche Völker und Stämme (Duden) sind
gemeint? Oder definierst du den Begriff anders?
"Blut und Boden" waren einmal geschickt gewählte Pars-pro-toto-Wörter
für gleiche geographische und im weitesten Sinne familiäre Herkunft.
Wem "BluBo" heute zu sehr ideologisch aufgeladen und nazi-lastig
erscheint, der kann das ganz unverdächtig ungermanisch in "autochthon
und homosanguin" verfremdwörteln. Die Bedeutung bleibt erhalten.
--
j/\a
Quinn C
2018-11-22 19:33:48 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Post by Heinz Lohmann
Post by Werner Tann
... dass sich jemand in Mitteleuropa für einen reinen Germanen halten
könnte, hahaha.
Na, wer gehört denn dann deiner Meinung nach konkret zur "autochthonen
Bevölkerung"? In Deutschland? Welche Völker und Stämme (Duden) sind
gemeint? Oder definierst du den Begriff anders?
"Blut und Boden" waren einmal geschickt gewählte Pars-pro-toto-Wörter
für gleiche geographische und im weitesten Sinne familiäre Herkunft.
Wem "BluBo" heute zu sehr ideologisch aufgeladen und nazi-lastig
erscheint, der kann das ganz unverdächtig ungermanisch in "autochthon
und homosanguin" verfremdwörteln. Die Bedeutung bleibt erhalten.
Solche Diskussionen machen mich ganz melanchthonisch.
--
es sol kain leitgeb eim paurnknecht nicht mer parigen
dann sein gurtelgewant, ... swert und gugel wert ist
österr. weist.
Detlef Meißner
2018-11-20 12:48:25 UTC
Antworten
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Post by Jakob Achterndiek
Aus dem Bundesfamilienministerium kam heute die Nachricht,
die Männer, die hierzulande ihre Ehefrauen mißhandeln,
hätten mehrheitlich keinen Migrationshintergrund, sondern
seien "Bio-Deutsche".
... aus biologischem Anbau? :-)

Ja, die Nachricht habe ich auch gehört.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Frank Hucklenbroich
2018-11-20 13:45:42 UTC
Antworten
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Aus dem Bundesfamilienministerium kam heute die Nachricht,
die Männer, die hierzulande ihre Ehefrauen mißhandeln,
hätten mehrheitlich keinen Migrationshintergrund, sondern
seien "Bio-Deutsche".
Tja, ursprünglich war das ein ein rechspopulistischer Kampfbegriff, um
echte[tm] Deutsche gegen sogenannte "Paßdeutsche" abzugrenzen (so wurden
Deutsche mit Migrationshintergrund bezeichnet).

Daß ein Ministerium so eine Sprachregelung übernimmt, ist schon etwas
überraschend.

Grüße,

Frank
Stefan Schmitz
2018-11-20 15:10:38 UTC
Antworten
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Jakob Achterndiek
Aus dem Bundesfamilienministerium kam heute die Nachricht,
die Männer, die hierzulande ihre Ehefrauen mißhandeln,
hätten mehrheitlich keinen Migrationshintergrund, sondern
seien "Bio-Deutsche".
Tja, ursprünglich war das ein ein rechspopulistischer Kampfbegriff, um
echte[tm] Deutsche gegen sogenannte "Paßdeutsche" abzugrenzen (so wurden
Deutsche mit Migrationshintergrund bezeichnet).
Daß ein Ministerium so eine Sprachregelung übernimmt, ist schon etwas
überraschend.
Zum Ursprung habe ich etwas ganz anderes gefunden.
Zwar bürgt die Quelle bento nicht unbedingt für Qualität, aber dort werden
seriöse Dritte zitiert.

--
Der Ulmer Kabarettist Muhsin Omurca soll den Begriff in die Welt gesetzt haben. (Böll-Stiftung) Populär wurde er erst durch eine Rede des Grünen-Politikers Cem Özdemir, der ihn scherzhaft für Deutsche ohne Migrationshintergrund verwendete.

Seine ursprüngliche Verwendung war also keine rassistische. Im Gegenteil: Der Begriff sollte das Privileg der Etikettenlosen sichtbar machen. Wer bisher das Glück hatte, ohne Beinamen wie "mit Migrationshintergrund", "Deutsch-Türke" oder "Wo kommst du eigentlich her" durchs Leben laufen zu können, bekam nun ebenso ein Label verpasst. (taz)
Martin Udelhoven
2018-11-20 15:33:35 UTC
Antworten
Permalink
Am Dienstag, 20. November 2018 14:45:45 UTC+1 schrieb Frank
Post by Frank Hucklenbroich
Tja, ursprünglich war das ein ein rechspopulistischer Kampfbegriff, um
echte[tm] Deutsche gegen sogenannte "Paßdeutsche" abzugrenzen (so wurden
Deutsche mit Migrationshintergrund bezeichnet).
Daß ein Ministerium so eine Sprachregelung übernimmt, ist schon etwas
überraschend.
Zum Ursprung habe ich etwas ganz anderes gefunden.
Zwar bürgt die Quelle bento nicht unbedingt für Qualität, aber dort werden
seriöse Dritte zitiert.
Das halte ich auch für wesentlich plausibler. Schließlich schimpft die
rechte Szene gern über "linksgrünversiffte" Ökos usw., denen das Label
"bio" auch unausgesprochen anhaftet. Wie könnten sich die Rechten dann
selbst als Bio-Deutsche bezeichnen?

Martin
U***@web.de
2018-11-20 15:36:00 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Udelhoven
Schließlich schimpft die
rechte
Genauer: rechtsschmierige
Post by Martin Udelhoven
Szene gern über "linksgrünversiffte" Ökos usw.,
Frank Hucklenbroich
2018-11-21 08:16:01 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Udelhoven
Am Dienstag, 20. November 2018 14:45:45 UTC+1 schrieb Frank
Post by Frank Hucklenbroich
Tja, ursprünglich war das ein ein rechspopulistischer Kampfbegriff, um
echte[tm] Deutsche gegen sogenannte "Paßdeutsche" abzugrenzen (so wurden
Deutsche mit Migrationshintergrund bezeichnet).
Daß ein Ministerium so eine Sprachregelung übernimmt, ist schon etwas
überraschend.
Zum Ursprung habe ich etwas ganz anderes gefunden.
Zwar bürgt die Quelle bento nicht unbedingt für Qualität, aber dort werden
seriöse Dritte zitiert.
Das halte ich auch für wesentlich plausibler. Schließlich schimpft die
rechte Szene gern über "linksgrünversiffte" Ökos usw., denen das Label
"bio" auch unausgesprochen anhaftet. Wie könnten sich die Rechten dann
selbst als Bio-Deutsche bezeichnen?
Da ist was dran, andererseits haben die Rechten ja durchaus auch linke
Begriffe aufgenommen und umgemünzt, siehe "Multi-Kulti".

Grüße,

Frank
Markus Luft
2018-11-21 01:39:09 UTC
Antworten
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Post by Jakob Achterndiek
Aus dem Bundesfamilienministerium kam heute die Nachricht,
die Männer, die hierzulande ihre Ehefrauen mißhandeln,
hätten mehrheitlich keinen Migrationshintergrund, sondern
seien "Bio-Deutsche".
Mal abgesehen davon, daß es sich bei dem Bericht um häusliche Gewalt
dreht, was nicht auf ihre Ehefrauen schlagende Ehemänner beschränkt
ist und meines Wissens da auch niemand behauptet hat, daß sei ein
Privileg von biodeutschen Männern (Ich habe so etwas vernommen wie:
"Geht quer durch alle Schichten."), habe ich auch Nichts von einem
Begriff "Bio-Deutsche" aus dem Hause des Bundesfamilienministerium
gehört. So etwas gibt es nämlich auch gar nicht. Es gibt kein
"Deutsch-Gen". Es gibt allenfalls Gene, die auf germanische Vorfahren
schließen lassen und die sind ausgerechnet bei Männern in Deutschland
rar. Bei Frauen ist die Wahrscheinlichkeit um ein Mehrfaches höher da
germanische Vorfahren zu entdecken. Die Deutschen haben, aus
genetischer Sicht, mehrheitlich einen Migrationshintergrund.
Ich habe z.B. einen hugenottischen Nachnamen, davon gab es in meiner
Gegend so viele, daß man zur Unterscheidung der Lufts noch einen
Genanntnamen brauchte, der ist mir aber erspart geblieben oder er ist
später wieder weggefallen. Sonst hieße ich jetzt vielleicht Luft
genannt Plaisir. Desweiteren haben wir einen niederländischen Zweig in
der Familie und einen polnischen und wahrscheinlich einen ungarischen,
der möglicherweise bis in's Persische hineinreicht. Und am Ende sind
wir eh alle Afrikaner und mit recht hoher Wahrscheinlichkeit nicht mal
rein dem Homo Sapiens zuzuordnen, sondern haben auch Neandertaler in
uns.
Ach so, wenn man den Gewaltbegriff noch auf psychische Gewalt
erweitert, wird man feststellen, daß Frauen dann auch vermehrt als
Täterinnen auftreten.

Kurz: Du hast versucht den Diskurs auf ein völlig abwegiges Gleis zu
bringen.
Werner Tann
2018-11-21 09:22:53 UTC
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Post by Markus Luft
genannt Plaisir. Desweiteren haben wir einen niederländischen Zweig in
der Familie und einen polnischen und wahrscheinlich einen ungarischen,
der möglicherweise bis in's Persische hineinreicht. Und am Ende sind
wir eh alle Afrikaner und mit recht hoher Wahrscheinlichkeit nicht mal
rein dem Homo Sapiens zuzuordnen, sondern haben auch Neandertaler in
uns.
Du denkst zu engstirnig. "Am Ende" sind wir nämlich alle Sternenstaub.
Das ändert aber genau nichts am Migrationsproblem, das essentiell aus
einem beachtlich hohen Anteil von anpassungsunwilligen, ewig
nicht-einheimisch bleibenden Muslimen erwächst.
Ewald Pfau
2018-11-21 18:05:23 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Aus dem Bundesfamilienministerium kam heute die Nachricht,
die Männer, die hierzulande ihre Ehefrauen mißhandeln,
hätten mehrheitlich keinen Migrationshintergrund, sondern
seien "Bio-Deutsche".
Das lässt dann die beiden Fragen offen, ob auch Männer misshandelt wurden
(immerhin ist deren Lebenserwartung notorisch geringer), und, ob sich damit
ausdrückt, dass die Feministerei denn nun halbe oder ganze Arbeit geleistet
habe. Lassma das. Sonst landet man umgehend bei der Frage, wie und mit
welchen Mitteln sich eine Gesellschaft ihre moralischen Krüppel generiert.

Blutsdeutsche zu sagen scheint etwas aus der Mode.

Vor nicht zu langer Zeit schien es noch Verordnungen gegeben zu haben, die
eben darauf abstellten. Szenario: Vertriebene nach WW2 aus deutschen
Volksgruppen, Ansiedelung hernach in der BRD, den da geborenen Nachkommen
wurde ausdrücklich dann von Amts wegen die Bestätigung angetragen, dass sie
Nachkommen von Angehörigen deutscher Volksgruppe seien, nicht nur schlicht
im Land Geborene. Ob es das noch gibt, entzieht sich meiner Kenntnis, knapp
eine Generation später durften aber Abkömmlinge aus deutscher
Volksgruppenzugehörikeit aus Kasachstan unmittelbar Rechte als Deutsche
geltend machen.

Das ist wieder ein ganz anderes Theater als die Hoffnung auf inszenierten
Globalisierungsmischmasch, die ja nie aufgegangen ist, hingegen hier dafür
sorgt, auf andere Länder Sozialisierungs- und Ausbildungskosten abzuwälzen,
diese Länder in punkto Bedarf an verfügbarer Arbeitskraft auszuhungern,
stattdessen erhofft integrationswillige Lohnempfänger als Lohndrücker dann
in erklecklichen Massen an Land zu ziehen - nebenbei damit dann noch einen
billigen Sündenbock im Land zu haben, bevor der Druck an Unzufriedenheit
kraft ungenierten Ausbeutertums sich womöglich vernunftgemäß zielgerecht
ventilieren könnte.
Roland Franzius
2018-11-21 20:12:44 UTC
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Post by Ewald Pfau
Post by Jakob Achterndiek
Aus dem Bundesfamilienministerium kam heute die Nachricht,
die Männer, die hierzulande ihre Ehefrauen mißhandeln,
hätten mehrheitlich keinen Migrationshintergrund, sondern
seien "Bio-Deutsche".
Das lässt dann die beiden Fragen offen, ob auch Männer misshandelt wurden
Nein, das steht da drin. Wozu auch überhaupt noch Fakten, wenn sie doch
nur den freien Gedankenflug behindern.
--
Roland Franzius
Ewald Pfau
2018-11-22 16:40:44 UTC
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Post by Roland Franzius
Post by Ewald Pfau
Post by Jakob Achterndiek
Aus dem Bundesfamilienministerium kam heute die Nachricht,
die Männer, die hierzulande ihre Ehefrauen mißhandeln,
hätten mehrheitlich keinen Migrationshintergrund, sondern
seien "Bio-Deutsche".
Das lässt dann die beiden Fragen offen, ob auch Männer misshandelt wurden
Nein, das steht da drin. Wozu auch überhaupt noch Fakten, wenn sie doch
nur den freien Gedankenflug behindern.
Wo soll das stehen? Da steht, es verlautete.
Damit ist das gern erstmal auch Anlass für Fragen.

Zum Inhalt deren zwei solche waren mir parat. Eher nebensächlicherweise,
auch wenn mir das dann doch einen Augenmerk wert gewesen wäre, dass hier ein
Hinweis darauf schlummern könnte, ob denn die Feministerei nun halbe oder
ganze Arbeit geleistet hat. Immerhin hat man es dort zur Bestallung mit
eigenen einschlägig Beauftragten gebracht, ganz ministeriell, nehme an, in
Deutschland ebenso, da wird man ja wohl fragen dürfen, wie es denn nun um
deren Verantwortlichkeit steht. Oder sind das letztlich doch wieder nur
L-G-B-xyz-Marketing-Beauftragte?

Zur Formulierung und zum Eiertanz um die einschlägigen Vokabeln im
Deutschsprachigen waren mir konkrete Einlassungen geläufig, und sprachlich
gesehen ist das ja der spannendere Teil. Da läuft eine ziemlich verquere
Chose ab, wenn man das beim Wort nimmt, wie da munter je in den Topf
geworfen wird, mit dem Globalisierungsgewäsch mit drin, und sauber
umgerührt.

Niemand mehr nix Genaueres soll wissen mehr wollen. Oder so. Oder wie sollen
Vokabeln einschlägig und konkret nachvollziehbar sonst in leidlich exakte
Bedeutungen rückverkettet sein, wenn offenbar nur der Unterhaltungswert
gefragt ist, mit dem Kitzel beim Konsumieren von News und Newest-News?

Nationen sollen sich in Luft auflösen, weil sich Identität bittesehr rein
aus den Mythen der Konsumwelt rekrutieren soll, dann ist die Verschubmasse
von locker handhabbaren Arbeitssklaven ohne genauere Gebietsansprüche
pflegeleicht durchexerziert. Oder so. Globalisierung erreicht.

Oder doch nicht? Und braucht es denn nun gar wiederum die Rückverkettung in
so etwas wie einen biologischen Hinweis? Und wie soll der aussehen? Oder
beides existiert zugleich, das mit dem beliebig verschiebbaren
Arbeitssklaven ohne territoriale Anbindung, einerseits, und dem biologisch
zertifizierten Urgestein? Beide zugleich nebeneinander, lässig mit einer
nonchalanten Handbewegung locker verrührt, und keiner darf fragen, was denn
nun gemeint ist?

Das Ministerium verlautet. Ah ja. Ist derzeit ja eher ein Durcheinander,
das, in den Ministerien.

Das ist Fakt. Und das fragt nach Fragen. Oder nicht? Wenn einen zumindest
interessiert, dass Sprache vielleicht bittesehr zum Ausdruck von in der Welt
Befindlichem ermächtigen möge. Prestigeträchtige Etikettierung reicht dafür
nicht hin.
Detlef Meißner
2018-11-22 17:12:57 UTC
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Post by Ewald Pfau
Post by Roland Franzius
Post by Ewald Pfau
Post by Jakob Achterndiek
Aus dem Bundesfamilienministerium kam heute die Nachricht,
die Männer, die hierzulande ihre Ehefrauen mißhandeln,
hätten mehrheitlich keinen Migrationshintergrund, sondern
seien "Bio-Deutsche".
Das lässt dann die beiden Fragen offen, ob auch Männer misshandelt wurden
Nein, das steht da drin. Wozu auch überhaupt noch Fakten, wenn sie doch
nur den freien Gedankenflug behindern.
Wo soll das stehen?
Es sind über 80% Frauen, der Rest Männer.
Steht z.B. hier:
https://www.tagesspiegel.de/politik/haeusliche-gewalt-in-deutschland-franziska-giffey-will-frauenhaeuser-ausbauen/23656550.html

Und es gibt auch Untersuchungen darüber, dass der Anteil der Männer
wahrscheinlich viel höher ist.

BRW: Wer gegen Feministerei ist, sollte das an geeigneter Stelle
machen!

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
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