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Lolle gets Lucky
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Frank Hucklenbroich
2018-11-19 07:53:38 UTC
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Hallo,

gerade bekam ich unser Kirchenblättchen (katholische Pfarre), wo sich auch
immer die Rubrik "Geheiratet, verstorben, getauft" findet.

Letzteres ist immer interessant, weil man da schön die aktuellen Modenamen
für Kinder findet. Neben vielen Maximilians, Gretas und Tims fand sich da
tatsächlich eine "Lolle" und ein "Lucky".

Nun kenne ich Lolle zwar als Spitznamen für Lotte, aber schreibt man so
einen Namen tatsächlich in den Paß?
Und Lucky mag ja als Spitzname für Lukas durchgehen, aber ich hätte nicht
gedacht, daß der Standesbeamte sowas einträgt. Ich assoziiere mit Lucky
doch eher einen Kater, oder vielleicht einen kleinen Hund.

Übrigens in beiden Fällen Kinder mit stinknormalen deutschen Nachnamen, was
zumindest beim Lucky doch irgendwie zum Fremdschämen führt.

Grüße,

Frank
Roland Franzius
2018-11-19 08:37:38 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Hallo,
gerade bekam ich unser Kirchenblättchen (katholische Pfarre), wo sich auch
immer die Rubrik "Geheiratet, verstorben, getauft" findet.
Letzteres ist immer interessant, weil man da schön die aktuellen Modenamen
für Kinder findet. Neben vielen Maximilians, Gretas und Tims fand sich da
tatsächlich eine "Lolle" und ein "Lucky".
Nun kenne ich Lolle zwar als Spitznamen für Lotte, aber schreibt man so
einen Namen tatsächlich in den Paß?
Und Lucky mag ja als Spitzname für Lukas durchgehen, aber ich hätte nicht
gedacht, daß der Standesbeamte sowas einträgt. Ich assoziiere mit Lucky
doch eher einen Kater, oder vielleicht einen kleinen Hund.
Übrigens in beiden Fällen Kinder mit stinknormalen deutschen Nachnamen, was
zumindest beim Lucky doch irgendwie zum Fremdschämen führt.
https://blog.beliebte-vornamen.de/name/lolle/
https://vornamen.blog/Lucky#berlin
--
Roland Franzius
Frank Hucklenbroich
2018-11-19 14:48:02 UTC
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Post by Roland Franzius
https://blog.beliebte-vornamen.de/name/lolle/
Das ist von 2008, würde passen, die Fernsehserie mit "Lolle" lief von
2002-2005:

https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin,_Berlin

Vorher war zumindest mir der Name nicht geläufig.
Post by Roland Franzius
https://vornamen.blog/Lucky#berlin
Interessant finde ich hier, daß der Name anscheinend für Jungen und Mädchen
vergeben wird. Ich dachte, das sei eigentlich nicht gestattet und aus dem
Namen müsse man das Geschlecht erkennen können? Ich hätte Lucky als
männlichen Namen verortet (Lucky Luke, Lucky Luciano).

Bei einer Frau namens "Lucky" würde ich erstmal einen Rechtschreibfehler
vermuten, wenn ich den Namen ausgeschrieben sehe (die eigentlich "Lucy"
heißt).

Grüße,

Frank
Stephan Seitz
2018-11-19 15:55:55 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Namen müsse man das Geschlecht erkennen können? Ich hätte Lucky als
männlichen Namen verortet (Lucky Luke, Lucky Luciano).
Hm, ich glaube nicht, daß Lucky zumindest in Lucky Luke als richtiger
Vorname zählt. Der Vorname dürfte Luke sein, und Lucky ist ein
Beiname.

Der indische Snooker-Spieler Vatnani nennt sich selber auch Lucky
Vatnani. Sich selber einen Rufnamen zu geben, ist in Indien wohl nicht
unüblich.

Shade and sweet water!

Stephan
--
| Stephan Seitz E-Mail: stse+***@fsing.rootsland.net |
| Public Keys: http://fsing.rootsland.net/~stse/keys.html |
Bertel Lund Hansen
2018-11-20 09:06:32 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Interessant finde ich hier, daß der Name anscheinend für Jungen und Mädchen
vergeben wird. Ich dachte, das sei eigentlich nicht gestattet und aus dem
Namen müsse man das Geschlecht erkennen können?
Eine solche Regel gibt es in Dänemark. Trotzdem sind 1030 Namen
für sowohl Mädchen als auch Jungen genehmigt worden. Man kann
hier eine Liste finden:

https://ast.dk/born-familie/navne/navnelister/godkendte-fornavne

Rechts unter "Se og udskriv navnelister": Markierung beim dritten
Punkt. Man bekommt eine XLS-Datei.

Beispiele:
Adi, Aiko, Alex, Andy, Anne, Benny, Carol, Charlie, Gerd, Inge,
Joan, Man, Messi ...
--
/Bertel - aus Dänemark
Matthias Opatz
2018-11-20 21:59:28 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Adi, Aiko, Alex, Andy, Anne, Benny, Carol, Charlie, Gerd, Inge,
Joan, Man, Messi ...
Die sollen alle unisex sein?

Verwundert:
Matthias
René Marquardt
2018-11-20 22:21:57 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Bertel Lund Hansen
Adi, Aiko, Alex, Andy, Anne, Benny, Carol, Charlie, Gerd, Inge,
Joan, Man, Messi ...
Die sollen alle unisex sein?
Matthias
Alex, Carol, Charlie akzeptiere ich als unisex. Den Rest eher nicht.
Wenn er jetzt Vivian gesagt hatte Reagan, Marion oder Quinn...
Inge kenne ich als Nachnamen. Deren männlichen Abkommen
heißen für gewöhnlich Zebulon mit Vornamen. Bekanntester
Vertreter logischerweise Lieutenant Zebulon M. P. Inge, gefallen
im Mexikanisch-Amerikanischen Kriege, auch bekannt als
die Mexikanische Intervention, wo man den Mexikanern
gütlich klarmachte, daß sie nicht einfach so auf all dem Land
sitzen können, das Texas und die US gerne hätten.
Christian Weisgerber
2018-11-21 00:21:09 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Bertel Lund Hansen
Adi, Aiko, Alex, Andy, Anne, Benny, Carol, Charlie, Gerd, Inge,
Joan, Man, Messi ...
Die sollen alle unisex sein?
Alex, Andy, Benny, Charlie sind Kurzformen.

Carol ist ein alter englischer Männername:
https://de.wikipedia.org/wiki/Carol_Reed

Joan ist irgendwo im gallo-/iberoromanischen Raum ein Männername:
https://de.wikipedia.org/wiki/Joan_Mir%C3%B3

Wer erklärt den Rest?
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
U***@web.de
2018-11-21 19:32:20 UTC
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Post by Christian Weisgerber
Carol ist ein alter englischer
und rumänischer
Post by Christian Weisgerber
Männername
https://de.wikipedia.org/wiki/Karl

Gruß, ULF
Quinn C
2018-11-21 19:32:52 UTC
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Post by Christian Weisgerber
Post by Matthias Opatz
Post by Bertel Lund Hansen
Adi, Aiko, Alex, Andy, Anne, Benny, Carol, Charlie, Gerd, Inge,
Joan, Man, Messi ...
Die sollen alle unisex sein?
Alex, Andy, Benny, Charlie sind Kurzformen.
Ebenso Adi.
Post by Christian Weisgerber
https://de.wikipedia.org/wiki/Carol_Reed
https://de.wikipedia.org/wiki/Joan_Mir%C3%B3
Wer erklärt den Rest?
Traditionell ist in Holland Anne männlich, in Skandinavien Inge
männlich und Gerd weiblich.

Bei Aiko vermute ich eine (populäre) Fehlinterpretation.
--
die pfaffen mit ihren platten,
die münch mit ihren gugeln schon
bergreihen 26 ndr.
Bertel Lund Hansen
2018-11-22 07:32:05 UTC
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Post by Quinn C
Traditionell ist in Holland Anne männlich, in Skandinavien Inge
männlich und Gerd weiblich.
Als Kind kannte ich sowohl ein Gert als auch eine Gerd. Meine
Mutter meinte, dass T oder D zeigte, ob es mannlich oder weiblich
war, aber daran zweifle ich.
--
/Bertel - aus Dänemark
Bertel Lund Hansen
2018-11-21 08:30:11 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Bertel Lund Hansen
Adi, Aiko, Alex, Andy, Anne, Benny, Carol, Charlie, Gerd, Inge,
Joan, Man, Messi ...
Die sollen alle unisex sein?
Ja. Wenn irgendeiner Ausländer zu Dänemark kommt und
Staatsbürgerschaft bekommt, werden seine Namen als Normalnamen
genehmigt, wenn sie in der Originalland üblich sind. Ich glaube,
dass das die Erklärung ist.

Deshalb sind unsere Namenlisten in den letzten Jahrzehnten
explodiert.

"Inge" ist z.B. in Norwegen ein üblicher Name für Männer, was
Dänen wundert. Wir kennen es nur als Mädchenname.
--
/Bertel - aus Dänemark
Klaus Dahlwitz
2018-11-21 19:57:01 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
"Inge" ist z.B. in Norwegen ein üblicher Name für Männer, was
Dänen wundert. Wir kennen es nur als Mädchenname.
Meinen früheren norwegischen Kollegen Inge in Berlin haben wir
praktischerweise Ingo genannt. Das vermied etliche Mißverständnisse.

Klaus
--
Herbst: nachts ist's kälter als draußen
Michael Pachta
2018-11-23 00:42:35 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Ja. Wenn irgendeiner Ausländer zu Dänemark kommt
til Danmark = _nach_ Dänemark (verflixte Präpositionen)
Post by Bertel Lund Hansen
[...]
"Inge" ist z.B. in Norwegen ein üblicher Name für Männer, was
Dänen wundert. Wir kennen es nur als Mädchenname.
Das wusste ich nicht. Analog übrigens zu "Andrea": in Deutschland ein
weiblicher, in Italien ein männlicher Vorname.
Heinz Lohmann
2018-11-23 02:17:33 UTC
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Post by Michael Pachta
Post by Bertel Lund Hansen
Ja. Wenn irgendeiner Ausländer zu Dänemark kommt
til Danmark = _nach_ Dänemark (verflixte Präpositionen)
Post by Bertel Lund Hansen
[...]
"Inge" ist z.B. in Norwegen ein üblicher Name für Männer, was
Dänen wundert. Wir kennen es nur als Mädchenname.
Das wusste ich nicht. Analog übrigens zu "Andrea": in Deutschland ein
weiblicher, in Italien ein männlicher Vorname.
Marion Robert Morrison <=> John Wayne.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Quinn C
2018-11-23 03:54:12 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Michael Pachta
Post by Bertel Lund Hansen
Ja. Wenn irgendeiner Ausländer zu Dänemark kommt
til Danmark = _nach_ Dänemark (verflixte Präpositionen)
Post by Bertel Lund Hansen
[...]
"Inge" ist z.B. in Norwegen ein üblicher Name für Männer, was
Dänen wundert. Wir kennen es nur als Mädchenname.
Das wusste ich nicht. Analog übrigens zu "Andrea": in Deutschland ein
weiblicher, in Italien ein männlicher Vorname.
Marion Robert Morrison <=> John Wayne.
Es gibt eine ganze Latte von englischen Namen, die ursprünglich
männlich waren und mit der Zeit überwiegend weiblich geworden sind. Bei
einer Reihe davon ist der Wechsel nur in den USA passiert, aber nicht
in UK (Ashley, Vivian und Robin fallen mir ein, aber es gibt mehr.)

"Marion" ist im Englischen geschlechtsneutral.
--
GUGEL, f., m., kapuze, mlat. cuculla, cucullus, ahd. cucalun cucullam
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Quinn C
2018-11-23 04:23:51 UTC
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Post by Quinn C
"Marion" ist im Englischen geschlechtsneutral.
Vielleicht auch nicht. 85% weiblich laut
<http://www.magicbabynames.com/?name=Marion>

Ich mußte mich wieder auf diese Seite besinnen, die diese
Prozentangaben macht. Die beruhen natürlich auf einer bestimmten
Stichprobe, in der vermutlich die USA überrepräsentiert sind.
--
... their average size remains so much smaller; so that the sum
total of food converted into thought by women can never equal
[that of] men. It follows therefore, that men will always think
more than women. -- M.A. Hardaker in Popular Science (1881)
Quinn C
2018-11-23 03:43:32 UTC
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Post by Michael Pachta
Post by Bertel Lund Hansen
Ja. Wenn irgendeiner Ausländer zu Dänemark kommt
til Danmark = _nach_ Dänemark (verflixte Präpositionen)
Post by Bertel Lund Hansen
[...]
"Inge" ist z.B. in Norwegen ein üblicher Name für Männer, was
Dänen wundert. Wir kennen es nur als Mädchenname.
Das wusste ich nicht. Analog übrigens zu "Andrea": in Deutschland ein
weiblicher, in Italien ein männlicher Vorname.
Ebenso Gabriele.
--
gugelgesang, m., mönchsgesang, pejorativ
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Bertel Lund Hansen
2018-11-23 08:23:07 UTC
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Post by Quinn C
Post by Michael Pachta
Das wusste ich nicht. Analog übrigens zu "Andrea": in Deutschland ein
weiblicher, in Italien ein männlicher Vorname.
Ebenso Gabriele.
Gabriel ist männlich in Dänemark. Der Engel Gabriel ist
vermutenlich wohlbekannt. "Gabriele/Gabriela" würde ich als
weiblich sehen.
--
/Bertel - aus Dänemark
Sergio Gatti
2018-11-23 11:22:06 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Quinn C
Post by Michael Pachta
Das wusste ich nicht. Analog übrigens zu "Andrea": in Deutschland ein
weiblicher, in Italien ein männlicher Vorname.
Ebenso Gabriele.
Gabriel ist männlich in Dänemark. Der Engel Gabriel ist
vermutenlich wohlbekannt. "Gabriele/Gabriela" würde ich als
weiblich sehen.
Gabriela sehen auch Italiener als weiblich und meistens als
Ausländerin, obwohl es Ausnahmen gibt. Die übliche
italienische Form ist Gabriella.

Gabriele kannst du, wie die Deutschen, als weiblich sehen.
Das ist trotzdem ein gar nicht so seltener Vorname
italienischer Männer und auch der italienische Name des Engels.
Nur ein Beispiel, extra für dich:
<https://da.wikipedia.org/wiki/Gabriele_D%27Annunzio>

Gabriel ist für Italiener ein männlicher (fast immer
ausländischer) Vorname.
Martin Gerdes
2018-11-23 14:29:35 UTC
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Post by Quinn C
Post by Michael Pachta
Post by Bertel Lund Hansen
[...]
"Inge" ist z.B. in Norwegen ein üblicher Name für Männer, was
Dänen wundert. Wir kennen es nur als Mädchenname.
Das wusste ich nicht. Analog übrigens zu "Andrea": in Deutschland ein
weiblicher, in Italien ein männlicher Vorname.
Ebenso Gabriele.
Und einige andere (Raffaele zB). "Andrea" ist aber m.W. der einzige, der
auf -a endet. Namen auf -a sind in Deutschland und einigen anderen
Ländern praktisch alle weiblich. In Mütterchen Rußland nicht, da sind
Sascha, Aljoscha und Wanja Männer, wenngleich eigentlich kleine.
Andreas Karrer
2018-11-23 14:46:07 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Quinn C
Ebenso Gabriele.
Und einige andere (Raffaele zB). "Andrea" ist aber m.W. der einzige, der
auf -a endet.
Nicola ist in I sozusagen immer und in der Deutschschweiz stark
überwiegend m; in D und in Schottland eher f.

Luca, Elia, Mattia.

- Andi
Martin Gerdes
2018-11-24 00:13:18 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Martin Gerdes
Post by Quinn C
Ebenso Gabriele.
Und einige andere (Raffaele zB). "Andrea" ist aber m.W. der einzige, der
auf -a endet.
Nicola ist in I sozusagen immer und in der Deutschschweiz stark
überwiegend m;
... wohingegen man den gleich gesprochenen Namen in Germanistan zwar auf
der ersten Silbe betont, aber französisch schreibt, also Nicola_s_
(Kiefer z.B.).
Post by Andreas Karrer
in D und in Schottland eher f.
_Die_ Nicola schreibt man dann auch so (ohne s), aber spricht sie
genauso.
Post by Andreas Karrer
Luca, Elia, Mattia.
Luca ist akzeptiert, der Elia heißt hierzulande regelmäßig Elia_s_. Ist
der Mattia unser Matthias? Letzteren gibts hier auch nur mit s.
Quinn C
2018-11-24 03:32:25 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Andreas Karrer
Post by Martin Gerdes
Post by Quinn C
Ebenso Gabriele.
Und einige andere (Raffaele zB). "Andrea" ist aber m.W. der einzige, der
auf -a endet.
Nicola ist in I sozusagen immer und in der Deutschschweiz stark
überwiegend m;
... wohingegen man den gleich gesprochenen Namen in Germanistan zwar auf
der ersten Silbe betont, aber französisch schreibt, also Nicola_s_
(Kiefer z.B.).
Ach, das -s wird da nicht gesprochen? Ob sich die Mehrheit mal daran
hält?

Ich habe bei der Namenswahl für mein Kind auch Namen ausgeschlossen,
die viele Deutsche in einer für mich unangenehmen Weise aussprechen,
oft wegen Leseaussprache. Darum war ich ein bißchen überrascht, daß
eines der wenigen deutschen Pärchen, die ich hier im Ausland
kennengelernt habe, ihre Tochter "Jessica" genannt hat. Das wäre für
mich so ein Fall. Ich finde "Dschessika" schön, aber "Yessica" klingt
für mich einfach doof.
Post by Martin Gerdes
Luca, Elia, Mattia.
Luca ist akzeptiert,
Das sehe ich wirklich als Ausnahme - ich fand das eher merkwürdig, daß
die Tochter von Nachbarn in Köln so hieß.
--
It gets hot in Raleigh, but Texas! I don't know why anybody
lives here, honestly.
-- Robert C. Wilson, Vortex (novel), p.220
Quinn C
2018-11-23 17:36:50 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Quinn C
Post by Michael Pachta
Post by Bertel Lund Hansen
[...]
"Inge" ist z.B. in Norwegen ein üblicher Name für Männer, was
Dänen wundert. Wir kennen es nur als Mädchenname.
Das wusste ich nicht. Analog übrigens zu "Andrea": in Deutschland ein
weiblicher, in Italien ein männlicher Vorname.
Ebenso Gabriele.
Und einige andere (Raffaele zB). "Andrea" ist aber m.W. der einzige, der
auf -a endet. Namen auf -a sind in Deutschland und einigen anderen
Ländern praktisch alle weiblich.
Für -e gilt das in Deutschland und Frankreich freilich auch, zumindest
als starke Tendenz.
Post by Martin Gerdes
In Mütterchen Rußland nicht, da sind
Sascha, Aljoscha und Wanja Männer, wenngleich eigentlich kleine.
(Sascha durchaus auch für Frauen, ähnlich wie "Alex" oder "Chris".)

Und auch nicht z.B. in Indien (Rama, Shiva, Krishna). In Japan ist -a
häufig männlich (Akira) und -ko meistens weiblich, aber im Prinzip eh
alles möglich - das Geschlecht sieht man der geschriebenen Form eher an
als der gesprochenen.
--
Are you sure your sanity chip is fully screwed in?
-- Kryten to Rimmer (Red Dwarf)
U***@web.de
2018-11-23 17:44:34 UTC
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Post by Quinn C
Post by Martin Gerdes
Post by Quinn C
Post by Michael Pachta
Das wusste ich nicht. Analog übrigens zu "Andrea": in Deutschland ein
weiblicher, in Italien ein männlicher Vorname.
Ebenso Gabriele.
Und einige andere (Raffaele zB). "Andrea" ist aber m.W. der einzige, der
auf -a endet. Namen auf -a sind in Deutschland und einigen anderen
Ländern praktisch alle weiblich.
Für -e gilt das in Deutschland und Frankreich freilich auch, zumindest
als starke Tendenz.
Post by Martin Gerdes
In Mütterchen Rußland nicht, da sind
Sascha, Aljoscha und Wanja Männer, wenngleich eigentlich kleine.
(Sascha durchaus auch für Frauen, ähnlich wie "Alex" oder "Chris".)
Und auch nicht z.B. in Indien (Rama, Shiva, Krishna).
Auch schreiben die Ungarn 'Aldalbert' etwas abweichend.
https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%A9la
Christina Kunze
2018-11-23 19:34:01 UTC
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Post by Quinn C
Post by Martin Gerdes
Namen auf -a sind in Deutschland und einigen anderen
Ländern praktisch alle weiblich.
In Mütterchen Rußland nicht, da sind
Sascha, Aljoscha und Wanja Männer, wenngleich eigentlich kleine.
(Sascha durchaus auch für Frauen, ähnlich wie "Alex" oder "Chris".)
Und auch nicht z.B. in Indien (Rama, Shiva, Krishna). In Japan ist -a
häufig männlich (Akira) und -ko meistens weiblich, aber im Prinzip eh
alles möglich - das Geschlecht sieht man der geschriebenen Form eher an
als der gesprochenen.
Und auch nicht z.B. in Ungarn: Géza, Csaba, Gyula, Béla usw. sind
Männernamen.

chr
Martin Gerdes
2018-11-24 00:13:18 UTC
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Post by Quinn C
Post by Martin Gerdes
Post by Quinn C
Post by Michael Pachta
Post by Bertel Lund Hansen
"Inge" ist z.B. in Norwegen ein üblicher Name für Männer, was
Dänen wundert. Wir kennen es nur als Mädchenname.
Das wusste ich nicht. Analog übrigens zu "Andrea": in Deutschland ein
weiblicher, in Italien ein männlicher Vorname.
<näsel>Dann is ja alles kla-a-a auf _der_ Andreha Do-oria-a-a.</näsel>
Post by Quinn C
Post by Martin Gerdes
Post by Quinn C
Ebenso Gabriele.
Und einige andere (Raffaele zB). "Andrea" ist aber m.W. der einzige, der
auf -a endet. Namen auf -a sind in Deutschland und einigen anderen
Ländern praktisch alle weiblich.
Für -e gilt das in Deutschland und Frankreich freilich auch, zumindest
als starke Tendenz.
Das wird dem Arne und dem Helge aber nicht gefallen. (Alte Leute
kennen/kannten noch als Ausnahme die Soziologin Helge Pross).
Post by Quinn C
Post by Martin Gerdes
In Mütterchen Rußland nicht, da sind
Sascha, Aljoscha und Wanja Männer, wenngleich eigentlich kleine.
(Sascha durchaus auch für Frauen,
Selten.
Post by Quinn C
ähnlich wie "Alex" oder "Chris".)
Ich kenne eine einzige "Alex", Chris für Christine allerdings ist
gängig.

Unsere Christin ist übrigens keine, aber fast konsequent lautgetreu
geschrieben, wie es im Osten üblich war. Eine entsprechende Simon kenne
ich allerdings nicht, unsere Simone wird deutsch dreisilbig
angesprochen.
Post by Quinn C
Und auch nicht z.B. in Indien (Rama, Shiva, Krishna).
Und natürlich Ranga.
Post by Quinn C
In Japan ist -a häufig männlich (Akira) und -ko meistens weiblich, aber
im Prinzip eh alles möglich - das Geschlecht sieht man der geschriebenen
Form eher an als der gesprochenen.
Als ich meinen Beitrag schrieb, ging mir der Name Atahualpa durch den
Kopf. Aber der ist nun ja auch schon ein Weilchen tot.
Quinn C
2018-11-24 03:42:38 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Quinn C
Post by Martin Gerdes
Und einige andere (Raffaele zB). "Andrea" ist aber m.W. der einzige, der
auf -a endet. Namen auf -a sind in Deutschland und einigen anderen
Ländern praktisch alle weiblich.
Für -e gilt das in Deutschland und Frankreich freilich auch, zumindest
als starke Tendenz.
Das wird dem Arne und dem Helge aber nicht gefallen. (Alte Leute
kennen/kannten noch als Ausnahme die Soziologin Helge Pross).
Bei Helge war ich lange unsicher, bei Hauke noch viel mehr, da mir so
jemand nie begegnet ist.
Post by Martin Gerdes
Post by Quinn C
Post by Martin Gerdes
In Mütterchen Rußland nicht, da sind
Sascha, Aljoscha und Wanja Männer, wenngleich eigentlich kleine.
(Sascha durchaus auch für Frauen,
Selten.
Post by Quinn C
ähnlich wie "Alex" oder "Chris".)
Ich kenne eine einzige "Alex", Chris für Christine allerdings ist
gängig.
Letzteres ist nicht meine Erfahrung - und das obwohl meine Mutter den
Namen manchmal benutzt (für Christa). Aber keine der vielen Christines
meiner Generation.

Weibliche Alex sind in Deutschland m.E. einfach deshalb selten, weil
Alexandras selten sind (jedenfalls im Vergleich zu Alexanders). Im
englischen Sprachraum ist "Alex" aber *der* Vorname schlechthin, wenn
man das Geschlecht einer Romanfigur erst mal offenlassen will, oder für
nicht-traditionelle Mädchenfiguren.
Post by Martin Gerdes
Unsere Christin ist übrigens keine, aber fast konsequent lautgetreu
geschrieben, wie es im Osten üblich war. Eine entsprechende Simon kenne
ich allerdings nicht, unsere Simone wird deutsch dreisilbig
angesprochen.
Susann ist mir ein paar Mal begegnet. Auch eine, die sich Susan
schrieb, aber keiner englischen Aussprache pflegte.
Post by Martin Gerdes
Post by Quinn C
Und auch nicht z.B. in Indien (Rama, Shiva, Krishna).
Und natürlich Ranga.
Man sieht, daß ich dem deutschen Fernsehen nicht mehr folge.
--
Was den Juengeren fehlt, sind keine Botschaften, es ist der Sinn
fuer Zusammenhaenge. [Young people aren't short of messages, but
of a sense for interconnections.]
-- Helen Feng im Zeit-Interview
Christina Kunze
2018-11-24 05:54:19 UTC
Antworten
Permalink
Post by Quinn C
Bei Helge war ich lange unsicher, bei Hauke noch viel mehr, da mir so
jemand nie begegnet ist.
Schimmelreiter nicht gelesen?

chr
Thomas Schade
2018-11-24 10:56:54 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Michael Pachta
Das wusste ich nicht. Analog übrigens zu "Andrea": in Deutschland ein
weiblicher, in Italien ein männlicher Vorname.
<näsel>Dann is ja alles kla-a-a auf _der_ Andreha Do-oria-a-a.</näsel>
Ich hatte das immer auf das gleichnamige Schiff, benannt nach dem Mann,
bezogen, nicht auf eine Frau namens 'Andrea Doria'. :)


Ciao
Toscha
--
If there's nothing left to do
I'll be chairman of the bored.
Detlef Meißner
2018-11-24 11:16:01 UTC
Antworten
Permalink
Post by Thomas Schade
Post by Martin Gerdes
Post by Michael Pachta
Das wusste ich nicht. Analog übrigens zu "Andrea": in Deutschland ein
weiblicher, in Italien ein männlicher Vorname.
<näsel>Dann is ja alles kla-a-a auf _der_ Andreha Do-oria-a-a.</näsel>
Ich hatte das immer auf das gleichnamige Schiff, benannt nach dem Mann,
bezogen, nicht auf eine Frau namens 'Andrea Doria'. :)
Haben Schiffe nicht immer weibliche Namen?

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Martin Udelhoven
2018-11-24 11:52:52 UTC
Antworten
Permalink
Post by Detlef Meißner
Haben Schiffe nicht immer weibliche Namen?
_Die_ Gorch Fock ist jedenfalls nach _dem_ Gorch (Georg) Fock benannt.

Martin
U***@web.de
2018-11-24 13:19:55 UTC
Antworten
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Thomas Schade
Post by Martin Gerdes
Post by Michael Pachta
Das wusste ich nicht. Analog übrigens zu "Andrea": in Deutschland ein
weiblicher, in Italien ein männlicher Vorname.
<näsel>Dann is ja alles kla-a-a auf _der_ Andreha Do-oria-a-a.</näsel>
Ich hatte das immer auf das gleichnamige Schiff, benannt nach dem Mann,
bezogen, nicht auf eine Frau namens 'Andrea Doria'. :)
Haben Schiffe nicht immer weibliche Namen?
Beginnend mit der 'Otto Hahn'?
Roland Franzius
2018-11-24 16:11:42 UTC
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Permalink
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Post by Thomas Schade
Post by Martin Gerdes
Post by Michael Pachta
Das wusste ich nicht. Analog übrigens zu "Andrea": in Deutschland ein
weiblicher, in Italien ein männlicher Vorname.
<näsel>Dann is ja alles kla-a-a auf _der_ Andreha Do-oria-a-a.</näsel>
Ich hatte das immer auf das gleichnamige Schiff, benannt nach dem Mann,
bezogen, nicht auf eine Frau namens 'Andrea Doria'. :)
Haben Schiffe nicht immer weibliche Namen?
Beginnend mit der 'Otto Hahn'?
Nein, es begann mit "der" Peter von Danzig.

https://books.google.de/books?id=-_tRAAAAcAAJ&pg=PR17&dq=%22peter+von+danzig%22&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiXjJazte3eAhXEC-wKHRAeBWwQ6AEILjAB#v=onepage&q=%22peter%20von%20danzig%22&f=false
--
Roland Franzius
Sergio Gatti
2018-11-24 13:21:22 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Martin Gerdes
Post by Michael Pachta
Das wusste ich nicht. Analog übrigens zu "Andrea": in
Deutschland ein
weiblicher, in Italien ein männlicher Vorname.
<näsel>Dann is ja alles kla-a-a auf _der_ Andreha
Do-oria-a-a.</näsel>
Ich hatte das immer auf das gleichnamige Schiff, benannt
nach dem Mann, bezogen, nicht auf eine Frau namens 'Andrea
Doria'. :)
Und du hast völlig recht!
Heinz Lohmann
2018-11-24 01:56:36 UTC
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Post by Quinn C
Post by Martin Gerdes
Und einige andere (Raffaele zB). "Andrea" ist aber m.W. der einzige, der
auf -a endet. Namen auf -a sind in Deutschland und einigen anderen
Ländern praktisch alle weiblich.
Für -e gilt das in Deutschland und Frankreich freilich auch, zumindest
als starke Tendenz.
Friesische Männernamen auf -e haben mich früher öfters irritiert.

"Dein Vater ging unter und Momme, mein Sohn;
Drei Jahre verschollen ist Uwe schon,
Mein Uwe, mein Uwe!"

Uwe war wg. Uwe Seeler gängig.
Ach ja, und Hauke Haien war auch bekannt aus dem Deutschunterricht.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Christian Weisgerber
2018-11-24 01:51:05 UTC
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Post by Quinn C
Post by Martin Gerdes
Namen auf -a sind in Deutschland und einigen anderen
Ländern praktisch alle weiblich.
Für -e gilt das in Deutschland und Frankreich freilich auch, zumindest
als starke Tendenz.
Was auch kein Zufall ist, sondern historischen Lautverschiebungen
geschuldet:

Im Französischen sind die lateinischen Vokale in der Endsilbe
verstummt, bis auf /a/ > /ə/. Das Schwa ist inzwischen auch weitgehend
stumm, aber noch als -e in der Schreibung erhalten.

Im Deutschen haben sich auf dem Weg von Alt- zu Mittelhochdeutsch
alle unbetonten Vokale zu /ə/ abgeschwächt, geschrieben e.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
U***@web.de
2018-11-24 09:55:35 UTC
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Post by Christian Weisgerber
Post by Quinn C
Post by Martin Gerdes
Namen auf -a sind in Deutschland und einigen anderen
Ländern praktisch alle weiblich.
Für -e gilt das in Deutschland und Frankreich freilich auch, zumindest
als starke Tendenz.
Was auch kein Zufall ist, sondern historischen Lautverschiebungen
Im Französischen sind die lateinischen Vokale in der Endsilbe
verstummt, bis auf /a/ > /ə/.
Und welcher Entwicklung verdanken die Sprachnutzer den 'taureau'?
Rückentlehnung aus dem Kastilischen mit latinisierter Schreibung?

Gruß, ULF
U***@web.de
2018-11-24 16:03:14 UTC
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Post by Quinn C
Post by Martin Gerdes
In Mütterchen Rußland nicht, da sind
Sascha, Aljoscha und Wanja Männer, wenngleich eigentlich kleine.
(Sascha durchaus auch für Frauen,
Beim ukrainischen Dativ bekommt man die Geschlechter aber wieder getrennt.

Gruß, ULF
Thomas Schade
2018-11-23 17:54:40 UTC
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Post by Martin Gerdes
Und einige andere (Raffaele zB). "Andrea" ist aber m.W. der einzige, der
auf -a endet. Namen auf -a sind in Deutschland und einigen anderen
Ländern praktisch alle weiblich.
Mir fällt bis auf Bela und Ilja gar keiner ein. Und bei Bela dürfte
'Bela Block' ursächlich sein für die Verbreitung.


Ciao
Toscha
--
Capitalism: Unequal distribution of wealth.
Communism: Equal distribution of poverty.
Quinn C
2018-11-23 18:28:43 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Martin Gerdes
Und einige andere (Raffaele zB). "Andrea" ist aber m.W. der einzige, der
auf -a endet. Namen auf -a sind in Deutschland und einigen anderen
Ländern praktisch alle weiblich.
Mir fällt bis auf Bela und Ilja gar keiner ein.
Ich nehme an Du meintest "keine Ausnahme".
Post by Thomas Schade
Und bei Bela dürfte
'Bela Block' ursächlich sein für die Verbreitung.
Nein, Frau Bella Block hat mit der Verbreitung des männlichen Namens
Bela nichts zu tun.

Ich nehme jetzt mal nicht an, daß das eine Verwechslung für "Bela
Bartok" war.
--
Trans people are scapegoated for the impossibilities of this two-box
system, but the system harms all of us. Most people have felt ashamed
of the ways we don't conform to whatever narrow idea of man or woman
has been prescribed onto our bodies -- H.P.Keenan in Slate
Roland Franzius
2018-11-23 18:33:04 UTC
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Post by Quinn C
Post by Thomas Schade
Post by Martin Gerdes
Und einige andere (Raffaele zB). "Andrea" ist aber m.W. der einzige, der
auf -a endet. Namen auf -a sind in Deutschland und einigen anderen
Ländern praktisch alle weiblich.
Mir fällt bis auf Bela und Ilja gar keiner ein.
Ich nehme an Du meintest "keine Ausnahme".
Post by Thomas Schade
Und bei Bela dürfte
'Bela Block' ursächlich sein für die Verbreitung.
Nein, Frau Bella Block hat mit der Verbreitung des männlichen Namens
Bela nichts zu tun.
Ich nehme jetzt mal nicht an, daß das eine Verwechslung für "Bela
Bartok" war.
Nein, die hieß ja Eva.
--
Roland Franzius
Thomas Schade
2018-11-24 11:03:51 UTC
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Post by Quinn C
Post by Thomas Schade
Post by Martin Gerdes
Und einige andere (Raffaele zB). "Andrea" ist aber m.W. der einzige, der
auf -a endet. Namen auf -a sind in Deutschland und einigen anderen
Ländern praktisch alle weiblich.
Mir fällt bis auf Bela und Ilja gar keiner ein.
Ich nehme an Du meintest "keine Ausnahme".
Ich bin mir nicht sicher, was du meinst, was ich meinte. Ich meinte
jedenfalls, dass mir außer den genannten kein männlicher Vorname im
Deutschen einfällt, der auf a endet.
Post by Quinn C
Post by Thomas Schade
Und bei Bela dürfte
'Bela Block' ursächlich sein für die Verbreitung.
Nein, Frau Bella Block hat mit der Verbreitung des männlichen Namens
Bela nichts zu tun.
Mein Fehler, ich meinte 'Bela B.'.
Post by Quinn C
Ich nehme jetzt mal nicht an, daß das eine Verwechslung für "Bela
Bartok" war.
Das halte ich für unwahrscheinlich, vor allem dass der Name den Anstieg
ab 2005 erklären würde. :)


Ciao
Toscha
--
The old fortune teller lies dead on the floor
Nobody needs fortunes told anymore
[The Kinks: Death of a Clown]
Detlef Meißner
2018-11-23 18:59:26 UTC
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Post by Martin Gerdes
Und einige andere (Raffaele zB). "Andrea" ist aber m.W. der einzige, der
auf -a endet. Namen auf -a sind in Deutschland und einigen anderen
Ländern praktisch alle weiblich.
Mir fällt bis auf Bela und Ilja gar keiner ein. Und bei Bela dürfte 'Bela
Block' ursächlich sein für die Verbreitung.
Béla Réthy

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Manfred Hoß
2018-11-23 19:59:46 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Martin Gerdes
Und einige andere (Raffaele zB). "Andrea" ist aber m.W. der einzige, der
auf -a endet. Namen auf -a sind in Deutschland und einigen anderen
Ländern praktisch alle weiblich.
Mir fällt bis auf Bela und Ilja gar keiner ein. Und bei Bela dürfte 'Bela
Block' ursächlich sein für die Verbreitung.
Béla Réthy
Offensichtlich ist Bela Lugosis Ruhm bereits verblasst.

Gruß
Manfred.
Martin Gerdes
2018-11-24 00:13:18 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Martin Gerdes
Und einige andere (Raffaele zB). "Andrea" ist aber m.W. der einzige, der
auf -a endet. Namen auf -a sind in Deutschland und einigen anderen
Ländern praktisch alle weiblich.
Mir fällt bis auf Bela und Ilja gar keiner ein. Und bei Bela dürfte
'Bela Block' ursächlich sein für die Verbreitung.
Na ja, die heißt ja eher "Bella Block" (die Schöne).

Ciao bello.
Diedrich Ehlerding
2018-11-23 17:52:57 UTC
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Post by Martin Gerdes
In Mütterchen Rußland nicht, da sind
Sascha, Aljoscha und Wanja Männer, wenngleich eigentlich kleine.
Und sie heißen eigentlich(in der von dir genannten Reihenfolge)
Aleksander, Aleksej oder Iwan. Als Sascha, Aljoscha oder Wanja werden sie
nur von engen Familienangehörigen oder sehr guten Bekannten angeredet.

Unter russischen Vornamen ist den Älteren unter uns außerdem noch "Nikita"
bekannt (von N. S. Chruschtschow), ursprünglich eine Koseform von Nikefor,
aber offenbar inzwischen eigenständig gebraucht. Bekannt ist auch der
Vorname "Ilja", auch im Deutschen gelegentlich geräuchlich (Ija Richter),
im Russischen ursprünglich eine Koseform von Elias.

In Russland gibt es zu vielen (den meisten?) Männernamen eine solche
Koseform, die fast durchweg auf -a oder -ja enden (also auch im Russischen
eigentlich weiblich wäre). Nicht alle diese Koseformen lassen für
Nichtrussen spontan den Rückschluss auf die Ursprungsform zu ;-) . Weitere
Beispiele, neben den von dir genannten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Wassilij → Wassja
Wladimir → Wolodja
Fjodor → Fedja
Pjotr → Petja
Konstantin → Kostja
Nikolai → Kolja
Jewgenij → Shenja
Michail → Mischa
Grigorij → Grischa
Sergej → Serjosha


Das führt beim Lesen russischer Romane für den unbedarften Leser
gelegentlich zu Verwirrung - da kann ein "Jewgenij P. Iwanow" als "Herr
Iwanow" (oder Bürger Iwanow, oder Genosse Iwanow) erwähnt werden, oder als
"Jewgenij Petrowitsch" angeredet werden, und seine Frau oder Freundin
nennt ihn oder spricht von ihm als "Shenja" ...
--
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U***@web.de
2018-11-23 18:38:15 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Unter russischen Vornamen ist den Älteren unter uns außerdem noch "Nikita"
Ukrainisch: Mykyta
Post by Diedrich Ehlerding
bekannt (von N. S. Chruschtschow),
Je nach Sprachvariante können also die Initialen wechseln.
Post by Diedrich Ehlerding
ursprünglich eine Koseform von Nikefor,
aber offenbar inzwischen eigenständig gebraucht. Bekannt ist auch der
Vorname "Ilja", auch im Deutschen gelegentlich geräuchlich
Ich spende ein 'b'.
Post by Diedrich Ehlerding
(Ija Richter),
im Russischen ursprünglich eine Koseform
Da hatte ich vor ca. 25 Jahren gar nicht mal extrem unrecht,
als ich bat, die Namensform lt. Reisepaß erfragen zu wollen.
Post by Diedrich Ehlerding
von Elias.
Bzw. Elihu/Äliakhu oder so ähnlich.
https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%98%D0%BB%D1%8C%D1%8F#Этимология
Diedrich Ehlerding
2018-11-23 19:48:25 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Diedrich Ehlerding
Unter russischen Vornamen ist den Älteren unter uns außerdem noch "Nikita"
Ukrainisch: Mykyta
Post by Diedrich Ehlerding
bekannt (von N. S. Chruschtschow),
Je nach Sprachvariante können also die Initialen wechseln.
Interessant. Tatsächlich, die Ukrainer schreiben ihn in ihrer Wikipedia
mit M: "Микита Сергійович Хрущов" statt "Никита Сергеевич Хрущёв" Aber
war er denn Ukrainer?

Laut
<https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%A5%D1%80%D1%83%D1%89%D1%91%D0%B2,_%D0%9D%D0%B8%D0%BA%D0%B8%D1%82%D0%B0_%D0%A1%D0%B5%D1%80%D0%B3%D0%B5%D0%B5%D0%B2%D0%B8%D1%87>
stammte Chruschtschow offenbar aus der Gegend von Kursk, das gehört heute
jedenfalls zu Russland. Sein Nachfolger Leonid Breshnjew war wohl
Ukrainer, sagt jedenfalls sagt jedenfalls auch die russische Википедия
<https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%91%D1%80%D0%B5%D0%B6%D0%BD%D0%B5%D0%B2,_%D0%9B%D0%B5%D0%BE%D0%BD%D0%B8%D0%B4_%D0%98%D0%BB%D1%8C%D0%B8%D1%87>,
die beide Schreibweisen erwähnt ("Леонид Ильи́ч Брежнев" und "Леонід Ілліч
Брежнєв"). Für Хрущёв wird die ukrainische Schreibweise nicht erwähnt.
--
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Christina Kunze
2018-11-24 05:51:27 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Post by U***@web.de
Post by Diedrich Ehlerding
Unter russischen Vornamen ist den Älteren unter uns außerdem noch "Nikita"
Ukrainisch: Mykyta
Post by Diedrich Ehlerding
bekannt (von N. S. Chruschtschow),
Je nach Sprachvariante können also die Initialen wechseln.
Interessant. Tatsächlich, die Ukrainer schreiben ihn in ihrer Wikipedia
mit M: "Микита Сергійович Хрущов" statt "Никита Сергеевич Хрущёв" Aber
war er denn Ukrainer?
Die Übersetzung von Namen bekannter Persönlichkeiten ist ja nun nicht
selten.

Johann Hunyadi (ungarisch Hunyadi János, rumänisch Ioan de Hunedoara,
kroatisch und serbisch Sibinjanin Janko
(https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Hunyadi)

oder

https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Zrinski
https://hr.wikipedia.org/wiki/Nikola_VII._Zrinski
https://hu.wikipedia.org/wiki/Zr%C3%ADnyi_Mikl%C3%B3s_(k%C3%B6lt%C5%91)


auch
https://hu.wikipedia.org/wiki/Luther_M%C3%A1rton

Wobei mir das in letzter Zeit abzunehmen scheint.

chr
Diedrich Ehlerding
2018-11-24 09:17:38 UTC
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Post by Christina Kunze
Post by Diedrich Ehlerding
Interessant. Tatsächlich, die Ukrainer schreiben ihn in ihrer Wikipedia
mit M: "Микита Сергійович Хрущов" statt "Никита Сергеевич Хрущёв" Aber
war er denn Ukrainer?
Die Übersetzung von Namen bekannter Persönlichkeiten ist ja nun nicht
selten.
Ja, gewiss. Insbesondere bei Namen von Monarchen mwar das früher sehr
üblich, schon seit Jahrhunderten und nicht nur in Deutschland - wo die
einen von "Karl dem Großen" sprechen, reden die anderen von "Charlemagne";
wir sprechen von Ludwig dem Vierzehnten, wo Frankreich in Louis quatorze
nennt; Wilhelm der Eroberer heißt in England William the Conqueror und in
Frankreich Guillaume le Conquérant), sein Verwandter bei uns "Wilhelm
Langschwert" und in Frankreich "Guillaume Longue-Epée" und auf Dänisch
"Vilhelm Langsværd"; der spanische König in Schillers "Don Carlos" heißt
im Drama Philipp, in Spanien aber Felipe, und Richard Löwenherz, englisch
Richard the Lionheart, auf Französisch Richard Cœur-de-Lion und auf
Spanisch Ricardo Corazón de León. Und die Kaiserin Elisabeth ("Sissi")
hieß in Ungarn "Erzsébet".

Das tat man nicht nur mit Monarchen; vgl. Friedrich/Bedřich Smetana und
Emmerich Kalman / Kálmán Imre.

Aber nicht alle Namenw werden und wwurden übersetzt. bei Iwan groznyj
wird zwar "groznyi" mehr schlecht als recht mit "schrecklich", aber der
Name nicht zu Johann oder Hans übersetzt. Und es wird seltener - die
enlischen Thronanwärter heißen auch hierzulande und heutztage nicht
"Karl" und Wilhelm".

Bei Herrn Chruschtschow hatte ich allerdings Ulfs Einwand so verstanden,
dass er meinte, dieser sei Ukrainer gewesen und insofern die ukrainische
Schreibweise für einen deutschen Text relevant; aber das scheint nicht der
Fall zu sein.
--
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U***@web.de
2018-11-24 16:00:09 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Aber nicht alle Namenw werden und wwurden übersetzt. bei Iwan groznyj
wird zwar "groznyi" mehr schlecht als recht mit "schrecklich", aber der
Name nicht zu Johann oder Hans übersetzt. Und es wird seltener - die
enlischen Thronanwärter heißen auch hierzulande und heutztage nicht
"Karl" und Wilhelm".
Päpste werden weiterhin übersetzt.
U***@web.de
2018-11-24 09:52:52 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Post by U***@web.de
Post by Diedrich Ehlerding
Unter russischen Vornamen ist den Älteren unter uns außerdem noch "Nikita"
Ukrainisch: Mykyta
Post by Diedrich Ehlerding
bekannt (von N. S. Chruschtschow),
Je nach Sprachvariante können also die Initialen wechseln.
Interessant. Tatsächlich, die Ukrainer schreiben ihn in ihrer Wikipedia
mit M: "Микита Сергійович Хрущов" statt "Никита Сергеевич Хрущёв" Aber
war er denn Ukrainer?
Laut
<https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%A5%D1%80%D1%83%D1%89%D1%91%D0%B2,_%D0%9D%D0%B8%D0%BA%D0%B8%D1%82%D0%B0_%D0%A1%D0%B5%D1%80%D0%B3%D0%B5%D0%B5%D0%B2%D0%B8%D1%87>
stammte Chruschtschow offenbar aus der Gegend von Kursk, das gehört heute
jedenfalls zu Russland.
Es sei lt. https://uk.wikipedia.org/wiki/%D0%A5%D1%80%D1%83%D1%89%D0%BE%D0%B2_%D0%9C%D0%B8%D0%BA%D0%B8%D1%82%D0%B0_%D0%A1%D0%B5%D1%80%D0%B3%D1%96%D0%B9%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87#Молоді_роки
https://uk.wikipedia.org/wiki/%D0%9A%D1%83%D1%80%D1%81%D1%8C%D0%BA%D0%B0_%D0%B3%D1%83%D0%B1%D0%B5%D1%80%D0%BD%D1%96%D1%8F
ethnisch-ukrainisches Siedlungsgebiet gewesen.

Später zog er mit seinen Eltern in die Sowjetukraine,
zu der auch ukrainischsprachige Gebiete im Kaukasusvorland
nicht gezählt wurden.
Martin Gerdes
2018-11-24 00:13:18 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Post by Martin Gerdes
In Mütterchen Rußland nicht, da sind
Sascha, Aljoscha und Wanja Männer, wenngleich eigentlich kleine.
Und sie heißen eigentlich(in der von dir genannten Reihenfolge)
Aleksand[]r, Aleksej oder Iwan. Als Sascha, Aljoscha oder Wanja werden sie
nur von engen Familienangehörigen oder sehr guten Bekannten angeredet.
Daß es sich hierbei um Kosenamen handelt, wollte ich eigentlich mit den
"kleinen Männern" angedeutet haben. Offenbar ist das nicht angekommen.
Post by Diedrich Ehlerding
In Russland gibt es zu vielen (den meisten?) Männernamen
... und Frauennamen ...
Post by Diedrich Ehlerding
eine solche Koseform, die fast durchweg auf -a oder -ja enden (also auch im Russischen
eigentlich weiblich wäre).
Manchmal gibt es sogar mehrere Koseformen: Katja, Katenka, Katjuscha,
Katjuschka, Katjuschenka, Katinka.
Post by Diedrich Ehlerding
Nicht alle diese Koseformen lassen für Nichtrussen spontan den Rückschluss
auf die Ursprungsform zu ;-)
Jepp.
Diedrich Ehlerding
2018-11-24 09:20:22 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Diedrich Ehlerding
Als Sascha, Aljoscha oder Wanja werden sie
nur von engen Familienangehörigen oder sehr guten Bekannten angeredet.
Daß es sich hierbei um Kosenamen handelt, wollte ich eigentlich mit den
"kleinen Männern" angedeutet haben. Offenbar ist das nicht angekommen.
Doch, schon - aber sie werden nicht nur für Kinder gebraucht; Tschechows
"Onkel Wanja" ist kein Kind mehr.
Post by Martin Gerdes
Post by Diedrich Ehlerding
In Russland gibt es zu vielen (den meisten?) Männernamen
... und Frauennamen ...
Post by Diedrich Ehlerding
eine solche Koseform, die fast durchweg auf -a oder -ja enden
Bei den Frauen ist es ja auch nicht verwunderlich, dass die Koseformen den
Anschein erwecken, femininen Generis zu sein.
--
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U***@web.de
2018-11-24 09:58:17 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Post by Martin Gerdes
Post by Diedrich Ehlerding
Als Sascha, Aljoscha oder Wanja werden sie
nur von engen Familienangehörigen oder sehr guten Bekannten angeredet.
Daß es sich hierbei um Kosenamen handelt, wollte ich eigentlich mit den
"kleinen Männern" angedeutet haben. Offenbar ist das nicht angekommen.
Doch, schon - aber sie werden nicht nur für Kinder gebraucht; Tschechows
"Onkel Wanja" ist kein Kind mehr.
Post by Martin Gerdes
Post by Diedrich Ehlerding
In Russland gibt es zu vielen (den meisten?) Männernamen
... und Frauennamen ...
Post by Diedrich Ehlerding
eine solche Koseform, die fast durchweg auf -a oder -ja enden
Bei den Frauen ist es ja auch nicht verwunderlich, dass die Koseformen den
Anschein erwecken, femininen Generis zu sein.
Wobei beim Herbeirufen der Endvokal auch gerne mal entfällt.

"Natasch!"
Jakob Achterndiek
2018-11-24 10:57:21 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Diedrich Ehlerding
Bei den Frauen ist es ja auch nicht verwunderlich, dass die Koseformen den
Anschein erwecken, femininen Generis zu sein.
Wobei beim Herbeirufen der Endvokal auch gerne mal entfällt.
Das laute Ausrufen hat ja auch mit Kosen wenig zu tun. Deshalb fällt
wieder umgekehrt auf, daß ursprünglich elegante Namen durch lautes
Ausrufen schwer erträglich proletarisiert werden: "Simóhnäh!" statt
Simónn; "Schackellíenäh!" statt Jacqu'lin; "Máhrion!" statt Marióng;
sogar "Iewónnäh!" statt Yvonn usw..
[Pardon: Diese Ver-Lautschrift-ungen sind ganz unorthodox.]
--
j/\a
Christian Weisgerber
2018-11-24 15:17:53 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Diedrich Ehlerding
Bei den Frauen ist es ja auch nicht verwunderlich, dass die Koseformen den
Anschein erwecken, femininen Generis zu sein.
Wobei beim Herbeirufen der Endvokal auch gerne mal entfällt.
"Natasch!"
Ich glaube, die russischen Grammatiker zieren sich noch etwas, aber
das sieht verdächtig nach einem neuen Vokativ aus. (Nicht weiter
verwandt mit dem traditionellen slawischen Vokativ, der im Russischen
bis auf ein paar religiöse Floskeln - боже мой! - geschwunden ist.)
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Christian Weisgerber
2018-11-23 17:45:54 UTC
Antworten
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Post by Martin Gerdes
Post by Quinn C
Post by Michael Pachta
Das wusste ich nicht. Analog übrigens zu "Andrea": in Deutschland ein
weiblicher, in Italien ein männlicher Vorname.
Ebenso Gabriele.
Und einige andere (Raffaele zB). "Andrea" ist aber m.W. der einzige, der
auf -a endet.
Da müsste es noch mehr geben, die auf griechisch -as zurückgehen.
Aeneas > Enea usw.
Post by Martin Gerdes
Namen auf -a sind in Deutschland und einigen anderen
Ländern praktisch alle weiblich. In Mütterchen Rußland nicht,
Doch!
Post by Martin Gerdes
da sind Sascha, Aljoscha und Wanja Männer, wenngleich eigentlich kleine.
Eben, das sind Verkleinerungsformen. Eigentlich heißen die Alexandr,
Alexej und Iwan.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
U***@web.de
2018-11-23 18:42:13 UTC
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Post by Martin Gerdes
Namen auf -a sind in Deutschland und einigen anderen
Ländern praktisch alle weiblich. In Mütterchen Rußland nicht,
Doch!
Nach einem Musa hat man da Straßen benannt; er war allerdings Tatare.
https://de.wikipedia.org/wiki/Musa_C%C3%A4lil

Gruß, ULF
Martin Gerdes
2018-11-24 00:13:18 UTC
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Post by Christian Weisgerber
Post by Martin Gerdes
Namen auf -a sind in Deutschland und einigen anderen
Ländern praktisch alle weiblich. In Mütterchen Rußland nicht,
da sind Sascha, Aljoscha und Wanja Männer, wenngleich eigentlich kleine.
Eben, das sind Verkleinerungsformen. Eigentlich heißen die Alexandr,
Alexej und Iwan.
Nicht Aleksandr und Aleksej?
Christian Weisgerber
2018-11-24 01:39:10 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Christian Weisgerber
Post by Martin Gerdes
da sind Sascha, Aljoscha und Wanja Männer, wenngleich eigentlich kleine.
Eben, das sind Verkleinerungsformen. Eigentlich heißen die Alexandr,
Alexej und Iwan.
Nicht Aleksandr und Aleksej?
Das kannst du halten, wie du lustig bist. Die Duden-Transkription
gibt кс = x „in allen Fällen“ vor. Die deutsche Wikipedia macht das
auch so; allerdings werden dort die Александр zu Alexander.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
U***@web.de
2018-11-23 09:53:06 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Ja. Wenn irgendeiner Ausländer zu Dänemark kommt
Struensee? Den haben die Dänen nicht ertragen und
letztlich hingerichtet.
Bertel Lund Hansen
2018-11-23 10:31:53 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Struensee? Den haben die Dänen nicht ertragen und
letztlich hingerichtet.
Ja, leider. Er war ein sehr kluger Politiker. Vielleicht wäre is
klüger von ihm gewesen, wenn er sich mit der Königin nicht
involviert hätte.
--
/Bertel - aus Dänemark
Roland Franzius
2018-11-23 10:50:24 UTC
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Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Post by U***@web.de
Struensee? Den haben die Dänen nicht ertragen und
letztlich hingerichtet.
Ja, leider. Er war ein sehr kluger Politiker. Vielleicht wäre is
klüger von ihm gewesen, wenn er sich mit der Königin nicht
involviert hätte.
Interessant.

Welche erotische Bedeutung hat involviert im Dänischen?
Eingelassen, im Bett gewälzt oder eingekringelt?
--
Roland Franzius
Bertel Lund Hansen
2018-11-23 12:26:47 UTC
Antworten
Permalink
Post by Roland Franzius
Welche erotische Bedeutung hat involviert im Dänischen?
Eingelassen, im Bett gewälzt oder eingekringelt?
Ich verstehe die Frage nicht ganz. Struensee war der Liebhaber
der Königin. Wikipedia hat einen deutschen Artikel über ihn:

https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Friedrich_Struensee

Es gibt einen dänischen Film über sein Leben:

(auf Englisch:)
https://www.imdb.com/title/tt1276419/
--
/Bertel - aus Dänemark
Diedrich Ehlerding
2018-11-23 17:55:20 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Roland Franzius
Welche erotische Bedeutung hat involviert im Dänischen?
Eingelassen, im Bett gewälzt oder eingekringelt?
Ich verstehe die Frage nicht ganz. Struensee war der Liebhaber
der Königin.
Ja, das ist bekannt. Es ging um das Wort "involviert" - das ist im
Deutschen eher unüblich für eine romantische oder sexuelle Beziehung.
--
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Bertel Lund Hansen
2018-11-24 12:06:15 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Ja, das ist bekannt. Es ging um das Wort "involviert" - das ist im
Deutschen eher unüblich für eine romantische oder sexuelle Beziehung.
Vielleicht ist es auch unüblich auf Dänisch, aber es kann
allerlei Verbindungen beschreiben.
--
/Bertel - aus Dänemark
x***@gmail.com
2018-11-23 12:47:49 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by U***@web.de
Struensee? Den haben die Dänen nicht ertragen und
letztlich hingerichtet.
Ja, leider. Er war ein sehr kluger Politiker.
Nun, Schwamm drüber, kann ja mal passieren - FR
x***@gmail.com
2018-11-23 12:46:13 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Bertel Lund Hansen
Ja. Wenn irgendeiner Ausländer zu Dänemark kommt
Struensee? Den haben die Dänen nicht ertragen und
letztlich hingerichtet.
Am Stockholmer Hof gab es sogar einen Aufstand des
schwedischen Adels gegen den deutschen, der dort über
starken Einfluß verfügte - FR
Thomas Schade
2018-11-19 17:47:25 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Übrigens in beiden Fällen Kinder mit stinknormalen deutschen Nachnamen, was
zumindest beim Lucky doch irgendwie zum Fremdschämen führt.
Spätestens wenn der Sohn des Nachbarn Ludwig Ayrton Hubauer[1] heißt,
gewöhnst du dir das Fremdschämen ab.

[1] Kein Scherz


Ciao
Toscha
--
Der neue Faschismus wird nicht sagen, er sei der neuer Faschismus.
Er wird sagen: "Ich bin ja kein Nazi, aber ..."
U***@web.de
2018-11-19 19:07:02 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Frank Hucklenbroich
Übrigens in beiden Fällen Kinder mit stinknormalen deutschen Nachnamen, was
zumindest beim Lucky doch irgendwie zum Fremdschämen führt.
Spätestens wenn der Sohn des Nachbarn Ludwig Ayrton Hubauer[1] heißt,
gewöhnst du dir das Fremdschämen ab.
[1] Kein Scherz
War ursprünglich ein britischer Familienname, das da in der Mitte.
Aleks Holub
2018-11-19 19:27:14 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Frank Hucklenbroich
Übrigens in beiden Fällen Kinder mit stinknormalen deutschen Nachnamen, was
zumindest beim Lucky doch irgendwie zum Fremdschämen führt.
Spätestens wenn der Sohn des Nachbarn Ludwig Ayrton Hubauer[1] heißt,
gewöhnst du dir das Fremdschämen ab.
[1] Kein Scherz
Laß mich raten: Besagter Ludwig Ayrton ist um 1994 herum geboren, eher
nach 1994 ...
Thomas Schade
2018-11-19 19:31:15 UTC
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Post by Aleks Holub
Post by Thomas Schade
Spätestens wenn der Sohn des Nachbarn Ludwig Ayrton Hubauer[1] heißt,
gewöhnst du dir das Fremdschämen ab.
[1] Kein Scherz
Laß mich raten: Besagter Ludwig Ayrton ist um 1994 herum geboren, eher
nach 1994 ...
Etwas vorher sogar, der Vater war in der Wolle gewaschener Senna-Fan.


Ciao
Toscha
--
If there's nothing left to do
I'll be chairman of the bored.
Frank Hucklenbroich
2018-11-19 20:11:12 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Frank Hucklenbroich
Übrigens in beiden Fällen Kinder mit stinknormalen deutschen Nachnamen, was
zumindest beim Lucky doch irgendwie zum Fremdschämen führt.
Spätestens wenn der Sohn des Nachbarn Ludwig Ayrton Hubauer[1] heißt,
gewöhnst du dir das Fremdschämen ab.
[1] Kein Scherz
Ayrton Senna ist in Brasilien Nationalheiliger, ich war 1995 in Manaus, da
hatte man Schulen nach ihm benannt. Ist die Mutter vom Ludwig
Brasilianerin?

Aber klar, das ist schräg. Ich hatte zu meiner Schulzeit in den 80ern einen
deutschen Mitschüler der hieß Krishna, der hatte wohl Hippie-Eltern.

Wobei der besagte "Lucky" auch einen ganz typisch deutschen Nachnamen trug.

Grüße,

Frank
Thomas Schade
2018-11-19 22:18:19 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Thomas Schade
Spätestens wenn der Sohn des Nachbarn Ludwig Ayrton Hubauer[1] heißt,
gewöhnst du dir das Fremdschämen ab.
[1] Kein Scherz
Ayrton Senna ist in Brasilien Nationalheiliger, ich war 1995 in Manaus, da
hatte man Schulen nach ihm benannt. Ist die Mutter vom Ludwig
Brasilianerin?
Neh, beides gottesfürchtige Niederbayern. :)


Ciao
Toscha
--
If Internet Explorer is brave enough to ask you to be
your default browser You're brave enough to ask that girl out.
[Abraham Lincoln, 1863]
Aleks Holub
2018-11-19 19:27:21 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Nun kenne ich Lolle zwar als Spitznamen für Lotte
Ich kenne Lolle als Spitzname für Lothar (Arbeitskollege).
Post by Frank Hucklenbroich
Übrigens in beiden Fällen Kinder mit stinknormalen deutschen Nachnamen, was
zumindest beim Lucky doch irgendwie zum Fremdschämen führt.
Standesbeamter: "Und Sie wollen Ihre Tochter wirklich 'Claire' nennen,
Frau Grube?"
Frank Hucklenbroich
2018-11-19 20:13:51 UTC
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Post by Aleks Holub
Post by Frank Hucklenbroich
Nun kenne ich Lolle zwar als Spitznamen für Lotte
Ich kenne Lolle als Spitzname für Lothar (Arbeitskollege).
Post by Frank Hucklenbroich
Übrigens in beiden Fällen Kinder mit stinknormalen deutschen Nachnamen, was
zumindest beim Lucky doch irgendwie zum Fremdschämen führt.
Standesbeamter: "Und Sie wollen Ihre Tochter wirklich 'Claire' nennen,
Frau Grube?"
Echte Story: Ein Freund von mir heißt mit Nachnamen "Pfennig", und hatte
Ende der 90er überlegt, seinen Sohn "Mark" zu taufen, so ganz unbedarft und
ohne Hintergedanken, bis ihm dann jemand sagte, wie absurd das ist. Gut,
heutzutage wäre Mark Pfennig wohl fast schon unauffällig.

Grüße,

Frank
Heinz Lohmann
2018-11-20 01:47:44 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Aleks Holub
Post by Frank Hucklenbroich
Nun kenne ich Lolle zwar als Spitznamen für Lotte
Ich kenne Lolle als Spitzname für Lothar (Arbeitskollege).
Post by Frank Hucklenbroich
Übrigens in beiden Fällen Kinder mit stinknormalen deutschen Nachnamen, was
zumindest beim Lucky doch irgendwie zum Fremdschämen führt.
Standesbeamter: "Und Sie wollen Ihre Tochter wirklich 'Claire' nennen,
Frau Grube?"
Echte Story: Ein Freund von mir heißt mit Nachnamen "Pfennig", und hatte
Ende der 90er überlegt, seinen Sohn "Mark" zu taufen, so ganz unbedarft und
ohne Hintergedanken, bis ihm dann jemand sagte, wie absurd das ist. Gut,
heutzutage wäre Mark Pfennig wohl fast schon unauffällig.
Wann kommt der erste Vorschlag, den Sohn *Euro* zu nennen?
Geschlecht IMHO eindeutig ...
Oder gibt es den Personennamen schon?
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Roland Franzius
2018-11-20 07:06:41 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Aleks Holub
Post by Frank Hucklenbroich
Nun kenne ich Lolle zwar als Spitznamen für Lotte
Ich kenne Lolle als Spitzname für Lothar (Arbeitskollege).
Post by Frank Hucklenbroich
Übrigens in beiden Fällen Kinder mit stinknormalen deutschen Nachnamen, was
zumindest beim Lucky doch irgendwie zum Fremdschämen führt.
Standesbeamter: "Und Sie wollen Ihre Tochter wirklich 'Claire' nennen,
Frau Grube?"
Echte Story: Ein Freund von mir heißt mit Nachnamen "Pfennig", und hatte
Ende der 90er überlegt, seinen Sohn "Mark" zu taufen, so ganz unbedarft und
ohne Hintergedanken, bis ihm dann jemand sagte, wie absurd das ist. Gut,
heutzutage wäre Mark Pfennig wohl fast schon unauffällig.
Wann kommt der erste Vorschlag, den Sohn *Euro* zu nennen?
Geschlecht IMHO eindeutig ...
Oder gibt es den Personennamen schon?
Zumindest in der Kunst ist der Name Dolla Cent schon im Nutz.

https://www.rapfan.de/dj-spinking-feat-50-cent-jeremih-ty-dolla-sign-this-big-audio/

Es spricht also nichts gegen Marc Wucherpfennig oder Penny Pound.

https://www.xing.com/profile/Marc_Wucherpfennig
--
Roland Franzius
U***@web.de
2018-11-20 08:44:37 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Aleks Holub
Standesbeamter: "Und Sie wollen Ihre Tochter wirklich 'Claire' nennen,
Frau Grube?"
Echte Story: Ein Freund von mir heißt mit Nachnamen "Pfennig",
Und da war noch der Herr Fertig, der von den Behörden fertiggemacht wurde.

Verfilmung kam gerade.

https://www.weser-kurier.de/region/die-norddeutsche_artikel,-Vom-Computer-degradiert-_arid,263920.html

Die rechtliche Beurteilung erschien und erscheint mir
abenteuerlich.
Stefan Schmitz
2018-11-20 15:19:46 UTC
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Post by U***@web.de
Und da war noch der Herr Fertig, der von den Behörden fertiggemacht wurde.
Verfilmung kam gerade.
https://www.weser-kurier.de/region/die-norddeutsche_artikel,-Vom-Computer-degradiert-_arid,263920.html
Die rechtliche Beurteilung erschien und erscheint mir
abenteuerlich.
Die da war?
Bei deutscher Mutter müsste das doch mittels Geburtsurkunde trivial zu regeln sein.
U***@web.de
2018-11-20 15:30:39 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by U***@web.de
Und da war noch der Herr Fertig, der von den Behörden fertiggemacht wurde.
Verfilmung kam gerade.
https://www.weser-kurier.de/region/die-norddeutsche_artikel,-Vom-Computer-degradiert-_arid,263920.html
Die rechtliche Beurteilung erschien und erscheint mir
abenteuerlich.
Die da war?
Man habe ihn fälschlich als Deutschen registriert, und er sei staatenlos.
Post by Stefan Schmitz
Bei deutscher Mutter müsste das doch mittels Geburtsurkunde trivial zu regeln sein.
§ 4 Abs. 1 RuStaG: Deutscher, wenn unehelich geboren.
Dabei war das schon 1971 mit der Gleichberechtigung nicht mehr vereinbar.
https://www.bverwg.de/060706B5C5.05.0
x***@gmail.com
2018-11-22 03:38:13 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Stefan Schmitz
Post by U***@web.de
Die rechtliche Beurteilung erschien und erscheint mir
abenteuerlich.
Die da war?
Man habe ihn fälschlich als Deutschen registriert, und er sei staatenlos.
Post by Stefan Schmitz
Bei deutscher Mutter müsste das doch mittels Geburtsurkunde trivial zu regeln sein.
§ 4 Abs. 1 RuStaG: Deutscher, wenn unehelich geboren.
Dabei war das schon 1971 mit der Gleichberechtigung nicht mehr vereinbar.
https://www.bverwg.de/060706B5C5.05.0
Viele aus der DDR geflüchtete "Sperrbrecher" hatten zwar ihren
Personalausweis mitgebracht, nicht aber ihre Geburtsurkunde.
In solchen Fällen erwies es sich als günstig, wenn die
Betreffenden in der NVA gedient hatten - die Nachrichtendienste
hatten, wohl im NATO-Verbund, Zugriff auf sämtliche Personaldaten
der NVA. Weiters war günstig, hatten die Väter in der Wehrmacht
gedient - über die Deutsche Dienststelle/Wehrmachtsauskunftsstelle
konnten die Angaben über die Väter überprüft werden.

FR
Martin Gerdes
2018-11-20 21:39:41 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Echte Story: Ein Freund von mir heißt mit Nachnamen "Pfennig", und hatte
Ende der 90er überlegt, seinen Sohn "Mark" zu taufen
http://www.drpfennig.de/home.html
Bertel Lund Hansen
2018-11-20 09:21:53 UTC
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Post by Aleks Holub
Standesbeamter: "Und Sie wollen Ihre Tochter wirklich 'Claire' nennen,
Frau Grube?"
Als ich und meine Exfrau unsere Wahl von Vornamen für unsere
erste Tochter dem Beamten mitteilte, sass er ein Moment aus
Erstaunen mit offenem Mund. Sie heisst "Gro", und der Name ist in
Dänemark sehr ungewöhnlich. Der Beamte musste nachschlagen, ob es
wirklich erlaubt war, aber es war in der Liste mit Mädchennamen
zu finden.

"Gro" ist in Norwegen nicht unüblich, und heute kennen viele
Leute Gro Harlem Bruntland.
--
/Bertel - aus Dänemark
U***@web.de
2018-11-20 09:30:38 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
"Gro" ist in Norwegen nicht unüblich, und heute kennen viele
Leute Gro Harlem Bruntland.
Brundtland bitte, und dort interessiert mich
der Zweitvorname, Mittelname oder wie auch immer.
Poul E. Jørgensen
2018-11-20 09:49:19 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Brundtland bitte, und dort interessiert mich
der Zweitvorname, Mittelname oder wie auch immer.
Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Gro_Harlem_Brundtland
--
Poul E. Jørgensen

Fjern Z hvis du svarer pr. e-mail.
Remove the Z if replying by e-mail.
U***@web.de
2018-11-20 09:57:17 UTC
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Post by Poul E. Jørgensen
Post by U***@web.de
Brundtland bitte, und dort interessiert mich
der Zweitvorname, Mittelname oder wie auch immer.
Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Gro_Harlem_Brundtland
Ah, jetzt. Vater und Großvater hießen Gudmund Harlem.
Der Ehemann heißt Brundtland.
Andreas Karrer
2018-11-20 10:19:49 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
"Gro" ist in Norwegen nicht unüblich, und heute kennen viele
Leute Gro Harlem Bruntland.
... aber die meisten wissen nicht, dass es wie "Gru" ausgesprochen
wird.

Wir hatten norwegische Nachbarn, der Vater hiess Dag, was wir immer
für eine Akürzung von Dagobert hielten, und die grosse Schwester
meines Mitschülers eben Gro. Hach, war die hübsch.


- Andi
Bertel Lund Hansen
2018-11-20 10:55:49 UTC
Antworten
Permalink
Post by Andreas Karrer
... aber die meisten wissen nicht, dass es wie "Gru" ausgesprochen
wird.
Hoffentlich nicht. "Gru" bedeutet "Graue". Die korrekte
Aussprache ist wie die Buchstabierung - auf Dänisch, Norwegisch
und Deutsch (wie "Gross").

Heute geben aber viele Dänen U und O dieselbe Aussprache, so es
ist ganz möglich, dass du die falsche Aussprache gehört hast. Es
ist auch vorgekommen, als meine Tochter sich¨präsentiert hat,
dass die Leute sagen "Das war doch furchtbar", weil sie das
falsche Wort gehört haben.
--
/Bertel - aus Dänemark
Poul E. Jørgensen
2018-11-20 11:49:10 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Andreas Karrer
... aber die meisten wissen nicht, dass es wie "Gru" ausgesprochen
wird.
Hoffentlich nicht. "Gru" bedeutet "Graue". Die korrekte
Aussprache ist wie die Buchstabierung - auf Dänisch, Norwegisch
und Deutsch (wie "Gross").
Warst du nie in Norwegen? Gru ist eine ganz normale Aussprache.

Siehe
https://hearnames.com/pronunciations/norwegian-names/notable-norwegians/gro-harlem-brundtland
--
Poul E. Jørgensen

Fjern Z hvis du svarer pr. e-mail.
Remove the Z if replying by e-mail.
Andreas Karrer
2018-11-20 17:09:09 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Andreas Karrer
... aber die meisten wissen nicht, dass es wie "Gru" ausgesprochen
wird.
Hoffentlich nicht. "Gru" bedeutet "Graue". Die korrekte
Aussprache ist wie die Buchstabierung - auf Dänisch, Norwegisch
und Deutsch (wie "Gross").
Nein. Die Schwester meines Mitschülers wurde von ihrer Familie (die
sprachen in der Familie Norwegisch) ganz klar "Gru" (ähnlich wie dt.
"Grube") und nicht "Gro" (wie in "gross" oder "grob") gerufen. Denen
glaub ich jetzt mal auf Anhieb eher als dir.
Post by Bertel Lund Hansen
Heute geben aber viele Dänen U und O dieselbe Aussprache, so es
ist ganz möglich, dass du die falsche Aussprache gehört hast. Es
Was die Dänen mit norwegischen Namen machen, ist erstmal zweitrangig;
wenn viele zwischen o und u keinen Unterschied machen, sind sie
vielleicht nicht die besten Gewährsleute, um auf dem Unterschied
hinzuweisen.

Bei forvo.com gib es zwei Norweger und einen Schweden, die gro bzw. Gro
Harlem Bruntland aussprechen. Beim den ersten höre ich nicht den
Anflug eines o, beim letzten vielleicht 80% u, 20% o. Also immer noch
sehr klar u.

- Andi
U***@web.de
2018-11-20 17:54:27 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Andreas Karrer
... aber die meisten wissen nicht, dass es wie "Gru" ausgesprochen
wird.
Hoffentlich nicht. "Gru" bedeutet "Graue". Die korrekte
Aussprache ist wie die Buchstabierung - auf Dänisch, Norwegisch
und Deutsch (wie "Gross").
Nein. Die Schwester meines Mitschülers wurde von ihrer Familie (die
sprachen in der Familie Norwegisch) ganz klar "Gru" (ähnlich wie dt.
"Grube") und nicht "Gro" (wie in "gross" oder "grob") gerufen. Denen
glaub ich jetzt mal auf Anhieb eher als dir.
Post by Bertel Lund Hansen
Heute geben aber viele Dänen U und O dieselbe Aussprache, so es
ist ganz möglich, dass du die falsche Aussprache gehört hast. Es
Was die Dänen mit norwegischen Namen machen, ist erstmal zweitrangig;
wenn viele zwischen o und u keinen Unterschied machen, sind sie
vielleicht nicht die besten Gewährsleute, um auf dem Unterschied
hinzuweisen.
Bei forvo.com gib es zwei Norweger und einen Schweden, die gro bzw. Gro
Harlem Bruntland aussprechen. Beim den ersten höre ich nicht den
Anflug eines o, beim letzten vielleicht 80% u, 20% o. Also immer noch
sehr klar u.
Vgl. https://www.grammatiken.de/norwegische-grammatik-online-lernen/aussprache-norwegische-vokale-diphthonge-besonderheiten-aussprache-dialekte-westnorwegen-ostnorwegen.php
Bertel Lund Hansen
2018-11-20 21:22:18 UTC
Antworten
Permalink
Post by Andreas Karrer
Post by Bertel Lund Hansen
und Deutsch (wie "Gross").
Nein. Die Schwester meines Mitschülers wurde von ihrer Familie (die
sprachen in der Familie Norwegisch) ganz klar "Gru" (ähnlich wie dt.
"Grube") und nicht "Gro" (wie in "gross" oder "grob") gerufen. Denen
glaub ich jetzt mal auf Anhieb eher als dir.
Sollst du auch. Ich wusste nicht, dass die Norwegische Aussprache
anders ist als die dänische.
--
/Bertel - aus Dänemark
U***@web.de
2018-11-21 19:28:31 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Andreas Karrer
Post by Bertel Lund Hansen
und Deutsch (wie "Gross").
Nein. Die Schwester meines Mitschülers wurde von ihrer Familie (die
sprachen in der Familie Norwegisch) ganz klar "Gru" (ähnlich wie dt.
"Grube") und nicht "Gro" (wie in "gross" oder "grob") gerufen. Denen
glaub ich jetzt mal auf Anhieb eher als dir.
Sollst du auch. Ich wusste nicht, dass die Norwegische Aussprache
anders ist als die dänische.
Dafür, daß Du nur vermutetest, kam ganz schön viel Brustton
der Überzeugung.
Bertel Lund Hansen
2018-11-20 09:25:23 UTC
Antworten
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Post by Aleks Holub
Standesbeamter: "Und Sie wollen Ihre Tochter wirklich 'Claire' nennen,
Frau Grube?"
Würde jemand mir bitte den Joke erklären?
--
/Bertel - aus Dänemark
Detlef Meißner
2018-11-20 09:34:12 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Aleks Holub
Standesbeamter: "Und Sie wollen Ihre Tochter wirklich 'Claire' nennen,
Frau Grube?"
Würde jemand mir bitte den Joke erklären?
Die Tochter heißt dann Claire Grube (Klärgrube).

Anderer Joke:

Standesbeamter: "Und Sie wollen Ihren Sohn wirklich 'Axel' nennen,
Herr Schweiß?"

https://www.elterngeld.de/lustige-namen/
http://www.unmoralische.de/namen/kombis.htm

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Poul E. Jørgensen
2018-11-20 09:41:50 UTC
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Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Aleks Holub
Standesbeamter: "Und Sie wollen Ihre Tochter wirklich 'Claire' nennen,
Frau Grube?"
Würde jemand mir bitte den Joke erklären?
Siehe https://tinyurl.com/y8nez27j
--
Poul E. Jørgensen

Fjern Z hvis du svarer pr. e-mail.
Remove the Z if replying by e-mail.
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