Discussion:
Namensvetter, Namensbase
(zu alt für eine Antwort)
Ewald Pfau
2019-02-07 19:42:16 UTC
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Namensvetter, Namensbase,
Schätze, das wird nicht verstanden werden.

In Zeiten wie diesen klingt aber das zu erwartende Namensvetterin schon
wieder, naja ...

Was tun?
Detlef Meißner
2019-02-07 19:51:37 UTC
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Post by Ewald Pfau
Namensvetter, Namensbase,
Schätze, das wird nicht verstanden werden.
Doch, schon.
Post by Ewald Pfau
In Zeiten wie diesen klingt aber das zu erwartende Namensvetterin schon
wieder, naja ...
Vetterinnenwirtschaft.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Manfred Hoß
2019-02-07 20:56:03 UTC
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Post by Ewald Pfau
Namensvetter, Namensbase,
Schätze, das wird nicht verstanden werden.
In Zeiten wie diesen klingt aber das zu erwartende Namensvetterin schon
wieder, naja ...
Willst du dich jemandem anvettern?

Gruß
Manfred.
Detlef Meißner
2019-02-07 21:00:34 UTC
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Post by Manfred Hoß
Post by Ewald Pfau
Namensvetter, Namensbase,
Schätze, das wird nicht verstanden werden.
In Zeiten wie diesen klingt aber das zu erwartende Namensvetterin schon
wieder, naja ...
Willst du dich jemandem anvettern?
Kommt bei molligen Damen akustisch vielleicht nicht so gut.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Christian Weisgerber
2019-02-07 20:32:39 UTC
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Post by Ewald Pfau
Namensvetter, Namensbase,
Schätze, das wird nicht verstanden werden.
Ja, würde ich auch nicht verstehen, -base als engl. „base“ vermuten
und rätseln.
Post by Ewald Pfau
In Zeiten wie diesen klingt aber das zu erwartende Namensvetterin schon
wieder, naja ...
Seit Jahren in Gebrauch, wie eine Google-Suche über spiegel.de
belegt. Der älteste unter den ersten zwanzig Treffern:

Der Spiegel
17.08.1970
Das Kremp-Papier
Frankreichs "Le Monde" staunte, weil ihre bundesdeutsche Namensvetterin
"Die Welt" in der Schlagzeile ihrer Deutschland-Ausgabe vom vorletzten
Freitag "als einzige unter den großen Tageszeitungen" der Bundesrepublik
der alltäglichen Luftverschmutzung den Vorzug vor der Meldung über
die Einigung Scheels und Gromykos in Moskau gab. [...]
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Ewald Pfau
2019-02-08 22:23:20 UTC
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Post by Christian Weisgerber
Post by Ewald Pfau
Namensvetter, Namensbase,
Schätze, das wird nicht verstanden werden.
Ja, würde ich auch nicht verstehen, -base als engl. „base“ vermuten
und rätseln.
Der Plot hatte ein rekursives Element, das vergaß ich anzuführen -

wie also, wenn einer seine Cousine darauf anspricht, dass ihm eine zu ihr
gleichnamige Zeitgenossin untergekommen sei?

Plötzlich hätte ich dann Hemmungen, hier von der Namensvetterin zu sprechen,
wenn zugleich diese Rede an die Base ginge.

Etwas später leuchtete mir aber dann auch die nicht-gegenderte Version als
ebenso voll plausibel ein.

Ihr Namensvetter. Warum nicht.
Vereinfacht die Chose enorm.
Post by Christian Weisgerber
Post by Ewald Pfau
In Zeiten wie diesen klingt aber das zu erwartende Namensvetterin schon
wieder, naja ...
(und da war dieser rekursive Knick noch dazwischen)
Post by Christian Weisgerber
Seit Jahren in Gebrauch, wie eine Google-Suche über spiegel.de
Der Spiegel
17.08.1970
Das Kremp-Papier
Frankreichs "Le Monde" staunte, weil ihre bundesdeutsche Namensvetterin
"Die Welt" in der Schlagzeile ihrer Deutschland-Ausgabe vom vorletzten
Freitag "als einzige unter den großen Tageszeitungen" der Bundesrepublik
der alltäglichen Luftverschmutzung den Vorzug vor der Meldung über
die Einigung Scheels und Gromykos in Moskau gab. [...]
Vielleicht leuchtet die Base ein, wenn vom Kontext her eingeführt. Als
alleinstehende Vokabel gewiss zu weit hergeholt.

Und die gegenderte Vetterin, wenn sonst der Zusammenhang bröselt, braucht es
die da und dort gewiss.

Aber der Vetter kann trotzdem überleben, kam mit dann so vor.

Die Monde und ihr bundesdeutscher Namensvetter.
Auf Anhieb scheint mir das eigentlich unauffällig.

Apropos - die Namensvetternschaft geht dann aber schon ungegendert durch.
Oder?

Heinz Lohmann
2019-02-08 01:19:36 UTC
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Post by Ewald Pfau
Namensvetter, Namensbase,
Der Namensvetter ist mir seit diesem Roman (wieder) bekannt:
Jhumpa Lahiri - Der Namensvetter

Die Namensbase hab ich nie gehört oder gelesen.

Beide finde ich nicht sehr geläufig.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Manfred Hoß
2019-02-08 14:52:56 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Ewald Pfau
Namensvetter, Namensbase,
[...]
Post by Heinz Lohmann
Die Namensbase hab ich nie gehört oder gelesen.
Hier mal eins der wenigen Vorkommen:

"Muhme Justine war zwar keine leibliche, aber doch eine Namensbase der
kleinen Dorl. Beide nannten sich Müllerin; ..."
[François: Die letzte Reckenburgerin. Deutsche Literatur von Luther bis
Tucholsky, S. 139587f.
(vgl. François-GW Bd. 1, S. 108)]

Über DWDS erhalte ich gerade einmal 4 Treffer. Es ist ganz offensichtlich
ziemlich selten.
Post by Heinz Lohmann
Beide finde ich nicht sehr geläufig.
Der Namensvetter hat es zusammen mit dem Namensbruder immerhin in das
Deutsche Wörterbuch geschafft, die Namensbase nicht.

Gruß
Manfred.
Martin Gerdes
2019-02-08 21:39:28 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Ewald Pfau
Namensvetter, Namensbase,
Jhumpa Lahiri - Der Namensvetter
Die Namensbase hab ich nie gehört oder gelesen.
Beide finde ich nicht sehr geläufig.
"Namensvetter" gehört zu meinem aktiven Wortschatz. "Namensbase" ist mir
noch nicht über den Weg gelaufen, das Wort ist aber unmittelbar
verständlich. Ich habe den Eindruck, daß der Ausdruck "Vetter" noch
gängig ist, die "Base" heißt heute aber regelmäßig "Cousine".

Die Wörter "Oheim" und "Muhme" sind schon weg ("veraltet").
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