Discussion:
Smokgummi
(zu alt für eine Antwort)
w***@wp.pl
2020-02-10 17:22:08 UTC
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Guten Abend,

in einer Kinderzeitschrift aus der DDR (1984) bin ich auf das Wort Smokgummi gestossen und dachte zuerst, dass es sich um ein DDR-Wort handelt. Dann habe ich ein Amazon-Angebot gefunden.
Was bedeutet Smok?
https://www.amazon.de/CKM-Smokgummi-weiss/dp/B007CHXX9E?language=de_DE

Danke im Voraus für eine Antwort.

Gruß
Marcin
Quinn C
2020-02-10 17:31:16 UTC
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Post by w***@wp.pl
Guten Abend,
in einer Kinderzeitschrift aus der DDR (1984) bin ich auf das Wort Smokgummi gestossen und dachte zuerst, dass es sich um ein DDR-Wort handelt. Dann habe ich ein Amazon-Angebot gefunden.
Was bedeutet Smok?
https://www.amazon.de/CKM-Smokgummi-weiss/dp/B007CHXX9E?language=de_DE
Das war einfach:
<https://de.wikipedia.org/wiki/Smok>
--
ê liezen sich die man schouwen
âne gugel vor den frouwen,
nu siht mans in den gugeln gân
vor den frouwen als ein man, -- TEICHNER
Christina Kunze
2020-02-10 19:32:43 UTC
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Post by Quinn C
Post by w***@wp.pl
Guten Abend,
in einer Kinderzeitschrift aus der DDR (1984) bin ich auf das Wort Smokgummi gestossen und dachte zuerst, dass es sich um ein DDR-Wort handelt. Dann habe ich ein Amazon-Angebot gefunden.
Was bedeutet Smok?
https://www.amazon.de/CKM-Smokgummi-weiss/dp/B007CHXX9E?language=de_DE
<https://de.wikipedia.org/wiki/Smok>
Diese Art Gummi kenne ich (auch schon zu DDR-Zeiten) als Gummifaden.
Auch auf amazon kommt alles Smokgummi von derselben Firma. Wer sich das
wohl ausgedacht hat?

chr
Ralph Aichinger
2020-02-10 19:37:44 UTC
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Post by Christina Kunze
Diese Art Gummi kenne ich (auch schon zu DDR-Zeiten) als Gummifaden.
Auch auf amazon kommt alles Smokgummi von derselben Firma. Wer sich das
wohl ausgedacht hat?
Prinzipiell ist es sehr clever, Produkte auch unter älteren und
ungebräuchlichen Bezeichnungen anzubieten. Das zusätzliche Schlag-
wort kostet nix, bringt aber u.U. Käufer.

/ralph
--
-----------------------------------------------------------------------------
https://aisg.at
ausserirdische sind gesund
Andreas Karrer
2020-02-11 11:01:09 UTC
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Post by Christina Kunze
Post by Quinn C
Post by w***@wp.pl
Guten Abend,
in einer Kinderzeitschrift aus der DDR (1984) bin ich auf das Wort Smokgummi gestossen und dachte zuerst, dass es sich um ein DDR-Wort handelt. Dann habe ich ein Amazon-Angebot gefunden.
Was bedeutet Smok?
https://www.amazon.de/CKM-Smokgummi-weiss/dp/B007CHXX9E?language=de_DE
<https://de.wikipedia.org/wiki/Smok>
Da steht nichts von Gummi, es wird nur die "alte" Smoktechnik (ohne
Gummi) beschrieben, und angedeutet es gebe einen "elastischen oder
unelastischen Ziereffekt".

Woher das Wort "smok" kommt und ob es etwas mit Rauch zu tun hat, steht
da auch nicht. Wohl eher nicht, denn im Englischen heisste es
"smocking", verwandt mit "smock", früher ein altes Wort für Bluse,
Unterhemd, heute nur noch für Kittelschürze.
(Die Abendanzug-Jacke namens "Smoking" heisst im Englischen meistens
dinner jacket oder ungenau tuxedo, manchmal "smoking jacket",
vermutlich tatsächlich vom Rauchen abgeleitet).

Smokgummi ist ein dünner Gummifaden, oft mit feiner Textilummantelung,
mit dem die in der WP gezeigten Fältchen im Stoff elastisch werden.
Man kann den Faden mit der Nähmaschine verarbeiten, braucht aber eine
besondere Nadel. Moderne gesmokte Teile mit diesem Gummifaden sieht man
oft bei schlauchartigen trägerlosen Oberteilen oder bei
Kinderkleidchen im Empire-Stil:

https://s7g10.scene7.com/is/image/UrbanOutfittersEU/0148449701638_012_b?$xlarge$
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Post by Christina Kunze
Diese Art Gummi kenne ich (auch schon zu DDR-Zeiten) als Gummifaden.
Auch auf amazon kommt alles Smokgummi von derselben Firma. Wer sich das
wohl ausgedacht hat?
Gesmokt wurde auch im Westen. Ich bin ziemlich sicher, dass
ich das Wort aus der BRAVO kenne, 70er Jahre, oder halt aus einer
Frauenzeitschrift meiner Mutter aus dieser Zeit.

- Andi
Florian Ritter
2020-02-11 13:58:42 UTC
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Post by Andreas Karrer
Woher das Wort "smok" kommt und ob es etwas mit Rauch zu tun hat, steht
da auch nicht. Wohl eher nicht, denn im Englischen heisste es
"smocking", verwandt mit "smock", früher ein altes Wort für Bluse,
Unterhemd, heute nur noch für Kittelschürze.
Könnte auch von jiddisch "Schmok" kommen.
Post by Andreas Karrer
(Die Abendanzug-Jacke namens "Smoking" heisst im Englischen meistens
dinner jacket
In deutschen Kreuzfahrt-Kreisen ist Dinnerjacket von weißer
Farbe und darf nur südlich vom Wendekreis des Krebses zu
Abend angelegt werden. Darwiderhandelnde werden zum Schmock.
Post by Andreas Karrer
Post by Christina Kunze
Diese Art Gummi kenne ich (auch schon zu DDR-Zeiten) als Gummifaden.
Auch auf amazon kommt alles Smokgummi von derselben Firma. Wer sich das
wohl ausgedacht hat?
Gesmokt wurde auch im Westen. Ich bin ziemlich sicher, dass
ich das Wort aus der BRAVO kenne, 70er Jahre, oder halt aus einer
Frauenzeitschrift meiner Mutter aus dieser Zeit.
Im Textilbereich gibt es Fachausdrücke, dor is dat End von wech.
Nachdem ich drei Nähmaschinen (mit "Rundschiffchen"!) instandgesetzt
hatte, beschaffte ich mir ein Lehrbuch für die Nähterei mit
solchen - es war mir unverständlich. Wer weiß schon, was ein
"Kapper" ist (ein Fuß, der eine "Kappnaht" erzeugt)?
Ich lieferte öfters Beiträge fürs renommierte Fachblatt
"Boden - Wand - Decke" auf. In den mir drauf zugegangenen
Belegexemplaren versuchte ich, die Geheimnisse textiler
Bodenbelege zu ergründen - vergeblich. Unter "Schlingenware"
konnte ich mir ungefähr was vorstellen, aber was "Saxony" ist,
das, lieben Freunde, das, sage ich, bleibt schlichten Gemütern
wie mir verschlossen - FR
Florian Ritter
2020-02-11 15:45:41 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Im Textilbereich gibt es Fachausdrücke, dor is dat End von wech.
Nachdem ich drei Nähmaschinen (mit "Rundschiffchen"!) instandgesetzt
hatte
Erratum: Statt "Rundschiffchen" lies "Langschiffchen"

Ich krieg hier noch den Stupor - FR
Dorothee Hermann
2020-02-11 17:11:59 UTC
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(Zitat etwas erweitert)
Post by Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Im Textilbereich gibt es Fachausdrücke, dor is dat End von wech.
Nachdem ich drei Nähmaschinen (mit "Rundschiffchen"!)
instandgesetzt hatte,
Da d.e.s.d - vielleicht "instand gesetzt"?
Post by Florian Ritter
Post by Florian Ritter
beschaffte ich mir ein Lehrbuch für die Nähterei mit solchen - es
war mir unverständlich.
Na ja, Fachausdrücke sind schon speziell!
Post by Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Wer weiß schon, was ein "Kapper" ist (ein Fuß, der eine "Kappnaht"
erzeugt)?
Den Ausdruck gibt es heute noch:
https://www.naehwelt24.de/Zubehoer/Naehmaschinen-Naehfuesse/Pfaff-Naehfuesse/Pfaff-Kapper-6-5-44-Kategorie-A-Klipper-schmal.html
Post by Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Ich lieferte öfters Beiträge fürs renommierte Fachblatt "Boden -
Wand - Decke" auf. In den mir drauf zugegangenen Belegexemplaren
versuchte ich, die Geheimnisse textiler Bodenbelege zu ergründen -
vergeblich. Unter "Schlingenware" konnte ich mir ungefähr was
vorstellen, aber was "Saxony" ist, das, lieben Freunde, das, sage
ich, bleibt schlichten Gemütern wie mir verschlossen.
Für normales Nähen (Kleidung, Stoffe, etc.) ist eine
Haushaltsnähmaschine passend. Was Du beschreibst, scheint eine
Industriemaschine (Auslegwaren, Teppiche, sehr feste Stoffe, usw.) zu sein.
Post by Florian Ritter
Erratum: Statt "Rundschiffchen" lies "Langschiffchen"
Es gibt beides. [¹]
Trotzdem könnte es natürlich sein, dass es in o.a. Falle ein
Langschiffchen war.
Post by Florian Ritter
Ich krieg hier noch den Stupor - FR
Wirklich?
Ich lese: "Stupor ist ein Zustand extremer seelischer und motorischer
Erstarrung. Die Betroffenen sind wach, reagieren aber nicht auf Reize"!
Du reagierst aber!


Dorothee
--
Semikolon, Minus, Klammer zu
Florian Ritter
2020-02-13 15:05:11 UTC
Permalink
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Im Textilbereich gibt es Fachausdrücke, dor is dat End von wech.
Nachdem ich drei Nähmaschinen (mit "Rundschiffchen"!)
instandgesetzt hatte,
Da d.e.s.d - vielleicht "instand gesetzt"?
Ich machte sie betriebebereit.
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Wer weiß schon, was ein "Kapper" ist (ein Fuß, der eine "Kappnaht"
erzeugt)?
Den Ausdruck gibt es heute noch
Ha'ck ooch nüsch besweifelt.
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Ich lieferte öfters Beiträge fürs renommierte Fachblatt "Boden -
Wand - Decke" auf. In den mir drauf zugegangenen Belegexemplaren
versuchte ich, die Geheimnisse textiler Bodenbeläge zu ergründen -
vergeblich. Unter "Schlingenware" konnte ich mir ungefähr was
vorstellen, aber was "Saxony" ist, das, lieben Freunde, das, sage
ich, bleibt schlichten Gemütern wie mir verschlossen.
Für normales Nähen (Kleidung, Stoffe, etc.) ist eine
Haushaltsnähmaschine passend. Was Du beschreibst, scheint eine
Industriemaschine (Auslegwaren, Teppiche, sehr feste Stoffe, usw.) zu sein.
Ach, Dottelinchen, ich schrieb nichts von einer Maschine,
vielmehro von Bodenbelägen. Solche zu besäumen gibt's
Abkettelmaschinen, kann man um geringes ausleihen.
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Erratum: Statt "Rundschiffchen" lies "Langschiffchen"
Es gibt beides. [¹]
Trotzdem könnte es natürlich sein, dass es in o.a. Falle ein
Langschiffchen war.
Dottel, es reicht!
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Ich krieg hier noch den Stupor.
Wirklich?
Ich lese: "Stupor ist ein Zustand extremer seelischer und motorischer
Erstarrung. Die Betroffenen sind wach, reagieren aber nicht auf Reize"!
Du reagierst aber!
Und zwar bei weiterem Fehlbetragen Deinerseits heftig!

Mit einer in ihrer Sparsamkeit royalen Handbewegung: FR
Dorothee Hermann
2020-02-14 14:14:31 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Im Textilbereich gibt es Fachausdrücke, dor is dat End von wech.
Nachdem ich drei Nähmaschinen (mit "Rundschiffchen"!)
instandgesetzt hatte,
Da d.e.s.d - vielleicht "instand gesetzt"?
Ich machte sie betriebebereit.
Gut.
Obwohl: Müsste es dann nicht "Betriebe bereit" oder besser
"betriebsbereit" heißen?
Post by Florian Ritter
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Wer weiß schon, was ein "Kapper" ist (ein Fuß, der eine "Kappnaht"
erzeugt)?
Den Ausdruck gibt es heute noch
Ha'ck ooch nüsch besweifelt.
Na gut. Du fragst, wer das heute noch weiß, dann ist die Antwort: Jeder,
der näht.
Post by Florian Ritter
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Ich lieferte öfters Beiträge fürs renommierte Fachblatt "Boden -
Wand - Decke" auf. In den mir drauf zugegangenen Belegexemplaren
versuchte ich, die Geheimnisse textiler Bodenbeläge zu ergründen -
vergeblich. Unter "Schlingenware" konnte ich mir ungefähr was
vorstellen, aber was "Saxony" ist, das, lieben Freunde, das, sage
ich, bleibt schlichten Gemütern wie mir verschlossen.
Für normales Nähen (Kleidung, Stoffe, etc.) ist eine
Haushaltsnähmaschine passend. Was Du beschreibst, scheint eine
Industriemaschine (Auslegwaren, Teppiche, sehr feste Stoffe, usw.) zu sein.
Ach, Dottelinchen, ich schrieb nichts von einer Maschine,
vielmehro von Bodenbelägen.
Deine merkwürdige Namensgebung verschleiert aber nicht, dass Du wohl zu
besagtem Zeitpunkt als "Nähmaschineninstandsetzer unterwegs warst - denn
s.o.: "Nachdem ich drei Nähmaschinen (mit "Rundschiffchen"!)
instandgesetzt hatte ...)?!
Post by Florian Ritter
Solche zu besäumen gibt's Abkettelmaschinen, kann man um geringes ausleihen.
Kann man auch mit einer (sehr guten) Nähmaschine machen, die durch
mehrere Schichten Jeansstoff, gesteppten Decken, sogar Leder, näht.

Du warst halt zu Deinem o.a. Zeitpunkt zu jung, um bestimmte Stoffe zu
kennen!
Post by Florian Ritter
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Erratum: Statt "Rundschiffchen" lies "Langschiffchen"
Es gibt beides. [¹]
Trotzdem könnte es natürlich sein, dass es in o.a. Falle ein
Langschiffchen war.
Dottel, es reicht!
Liebchen, ich lass mir doch nicht von einem Hansi ... ;-)
Post by Florian Ritter
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Ich krieg hier noch den Stupor.
Wirklich?
Ich lese: "Stupor ist ein Zustand extremer seelischer und motorischer
Erstarrung. Die Betroffenen sind wach, reagieren aber nicht auf Reize"!
Du reagierst aber!
Und zwar bei weiterem Fehlbetragen Deinerseits heftig!
Prima! In Deinem hohen Alter ist so ein bisschen geistige Erregung auch
dem Gemüte zuträglich!
Post by Florian Ritter
Mit einer in ihrer Sparsamkeit royalen Handbewegung: FR
Wedel nur, wedel!


Dorothee
Florian Ritter
2020-02-14 14:40:04 UTC
Permalink
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Im Textilbereich gibt es Fachausdrücke, dor is dat End von wech.
Nachdem ich drei Nähmaschinen (mit "Rundschiffchen"!)
instandgesetzt hatte,
Da d.e.s.d - vielleicht "instand gesetzt"?
Ich machte sie betriebebereit.
Gut.
Obwohl: Müsste es dann nicht "Betriebe bereit" oder besser
"betriebsbereit" heißen?
Gott, was können Weiber nerven...
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Wer weiß schon, was ein "Kapper" ist (ein Fuß, der eine "Kappnaht"
erzeugt)?
Den Ausdruck gibt es heute noch
Ha'ck ooch nüsch besweifelt.
Na gut. Du fragst, wer das heute noch weiß, dann ist die Antwort: Jeder,
der näht.
Ich habe bislang ohne Kapper und vergnügt meine Lebensbahn gezogen.
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Ich lieferte öfters Beiträge fürs renommierte Fachblatt "Boden -
Wand - Decke" auf. In den mir drauf zugegangenen Belegexemplaren
versuchte ich, die Geheimnisse textiler Bodenbeläge zu ergründen -
vergeblich. Unter "Schlingenware" konnte ich mir ungefähr was
Post by Florian Ritter
vorstellen, aber was "Saxony" ist, das, lieben Freunde, das, sage
ich, bleibt schlichten Gemütern wie mir verschlossen.
Für normales Nähen (Kleidung, Stoffe, etc.) ist eine
Haushaltsnähmaschine passend. Was Du beschreibst, scheint eine
Industriemaschine (Auslegwaren, Teppiche, sehr feste Stoffe, usw.) zu sein.
Ach, Dottelinchen, ich schrieb nichts von einer Maschine,
vielmehro von Bodenbelägen.
Deine merkwürdige Namensgebung verschleiert aber nicht, dass Du wohl zu
besagtem Zeitpunkt als "Nähmaschineninstandsetzer unterwegs warst - denn
s.o.: "Nachdem ich drei Nähmaschinen (mit "Rundschiffchen"!)
instandgesetzt hatte ...)?!
Solche plumpen Anödungen ignoriere ich gar nicht erst.
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Solche zu besäumen gibt's Abkettelmaschinen, kann man um geringes ausleihen.
Kann man auch mit einer (sehr guten) Nähmaschine machen, die durch
mehrere Schichten Jeansstoff, gesteppten Decken, sogar Leder, näht.
Meine Maschinen waren ganz normale von Anfang des XX. Jhdt.s -
die nähten Zeltstoff, aus dem ich Werkzeugwickel verfertigte.
Post by Dorothee Hermann
Du warst halt zu Deinem o.a. Zeitpunkt zu jung, um bestimmte Stoffe zu
kennen!
Ich bin im Herzen jung geblieben!
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Erratum: Statt "Rundschiffchen" lies "Langschiffchen"
Es gibt beides. [¹]
Trotzdem könnte es natürlich sein, dass es in o.a. Falle ein
Langschiffchen war.
Dottel, es reicht!
Liebchen, ich lass mir doch nicht von einem Hansi ... ;-)
Du hast ma heute noch jefehlt in meene Raupensammlung...
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Ich krieg hier noch den Stupor.
Wirklich?
Ich lese: "Stupor ist ein Zustand extremer seelischer und motorischer
Erstarrung. Die Betroffenen sind wach, reagieren aber nicht auf Reize"!
Du reagierst aber!
Und zwar bei weiterem Fehlbetragen Deinerseits heftig!
Prima! In Deinem hohen Alter ist so ein bisschen geistige Erregung auch
dem Gemüte zuträglich!
Post by Florian Ritter
Mit einer in ihrer Sparsamkeit royalen Handbewegung
Wedel nur, wedel!
Passe bloß mal auf, daß Du nicht eine gewedelt kriegst - FR
Klaus Pommerening
2020-02-15 14:38:51 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Im Textilbereich gibt es Fachausdrücke, dor is dat End von wech.
Nachdem ich drei Nähmaschinen (mit "Rundschiffchen"!)
instandgesetzt hatte,
Da d.e.s.d - vielleicht "instand gesetzt"?
Ich machte sie betriebebereit.
Gut.
Obwohl: Müsste es dann nicht "Betriebe bereit" oder besser
"betriebsbereit" heißen?
Gott, was können Weiber nerven...
Besonders, wenn sie recht haben.
--
Klaus Pommerening
Wenn ein Mann einer Frau versprochen hat etwas zu reparieren, dann
tut er das auch. Sie braucht ihn nicht ständig alle sechs Monate
dran zu erinnern. (Christian Schill)
Christina Kunze
2020-02-11 21:24:25 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Im Textilbereich gibt es Fachausdrücke, dor is dat End von wech.
Nachdem ich drei Nähmaschinen (mit "Rundschiffchen"!) instandgesetzt
hatte
Erratum: Statt "Rundschiffchen" lies "Langschiffchen"
Ich krieg hier noch den Stupor - FR
Na, immerhin sind sie im Querschnitt ja doch rund.


chr
René Marquardt
2020-02-11 23:34:04 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Bodenbelege zu ergründen - vergeblich. Unter "Schlingenware"
konnte ich mir ungefähr was vorstellen, aber was "Saxony" ist,
das, lieben Freunde, das, sage ich, bleibt schlichten Gemütern
wie mir verschlossen - FR
Kurzfassung: der spanische Koenig schenkte seinem Cousin,
dem saechsichen Kurfuerst eine Herde Merinoschafe, die in Sachsen mit
dem einheimischen Schaf gekreuzt wurde.
Diese saechsischen Merinoschafe produzierten was einstmals als die feinste
Wolle des Abendlandes galt, und wurde daraus eine Art Twill bzw Tweed gewoben,
dieses oft in kariertem Muster, welcher auswaerts als Saxony bekannt war.

Sowas weiss man aber doch!
Dorothee Hermann
2020-02-12 12:12:35 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Bodenbelege zu ergründen - vergeblich. Unter "Schlingenware"
konnte ich mir ungefähr was vorstellen, aber was "Saxony" ist, das,
lieben Freunde, das, sage ich, bleibt schlichten Gemütern wie mir
verschlossen - FR
Kurzfassung: der spanische Koenig schenkte seinem Cousin, dem
saechsichen Kurfuerst eine Herde Merinoschafe, die in Sachsen mit
dem einheimischen Schaf gekreuzt wurde. Diese saechsischen
Merinoschafe produzierten was einstmals als die feinste Wolle des
Abendlandes galt, und wurde daraus eine Art Twill bzw Tweed gewoben,
dieses oft in kariertem Muster, welcher auswaerts als Saxony bekannt war.
Ich kenne "Saxony" von einem Teppichboden in einer Wohnung in einem
alten Haus, der wurde mir/uns Studenten als "auch geräuschdämpfend"
empfohlen. Die damalige Verkinüpfung mit Herrn Sax, dem Erfinder des
Saxophons, erwies sich später als Scherzchen, aber der Name blieb mir
im Gedächtnis!
Sowas weiss man aber doch!
Klar!
;-)

Dorothee
--
... und extra gegoogelt:
https://www.carpetyourlife.com/de/teppichboden/textur/saxony
Florian Ritter
2020-02-13 15:21:05 UTC
Permalink
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Bodenbelege zu ergründen - vergeblich. Unter "Schlingenware"
konnte ich mir ungefähr was vorstellen, aber was "Saxony" ist, das,
lieben Freunde, das, sage ich, bleibt schlichten Gemütern wie mir
verschlossen - FR
Kurzfassung: der spanische Koenig schenkte seinem Cousin, dem
saechsichen Kurfuerst eine Herde Merinoschafe, die in Sachsen mit
dem einheimischen Schaf gekreuzt wurde. Diese saechsischen
Merinoschafe produzierten was einstmals als die feinste Wolle des
Abendlandes galt, und wurde daraus eine Art Twill bzw Tweed gewoben,
dieses oft in kariertem Muster, welcher auswaerts als Saxony bekannt war.
Ich kenne "Saxony" von einem Teppichboden in einer Wohnung in einem
alten Haus, der wurde mir/uns Studenten als "auch geräuschdämpfend"
empfohlen.
Das ewig wiederholte Argument der Teppichindustrie für ihre Produkte,
deren Absatz seit vielen Jahren zurückgeht.
Post by Dorothee Hermann
https://www.carpetyourlife.com/de/teppichboden/textur/saxony
Also nüscht von kariert.
Solche Fotos kosten übrigens ein Heidengeld.
Ich wollte mal die Schalterhalle eines gerade errichteten
Bankgebäudes ablichten lassen, wozu ein schnöseliger
Werbefotograf erschien. Der wollte sämtliche Fensterfronten
mit schwarzem Papier abkleben, Scheinwerfer aufbauen und was
derley Possen mehr sind. Pro Bild wären über 1.000 EUR
fällig gewesen - ich nahm von der Idee Abstand.

FR
U***@web.de
2020-02-13 15:39:04 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by Dorothee Hermann
Kurzfassung: der spanische Koenig schenkte seinem Cousin, dem
saechsichen Kurfuerst eine Herde Merinoschafe, die in Sachsen mit
dem einheimischen Schaf gekreuzt wurde. Diese saechsischen
Merinoschafe produzierten was einstmals als die feinste Wolle des
Abendlandes galt, und wurde daraus eine Art Twill bzw Tweed gewoben,
dieses oft in kariertem Muster, welcher auswaerts als Saxony bekannt war.
Ich kenne "Saxony" von einem Teppichboden in einer Wohnung in einem
alten Haus, der wurde mir/uns Studenten als "auch geräuschdämpfend"
empfohlen.
Das ewig wiederholte Argument der Teppichindustrie für ihre Produkte,
deren Absatz seit vielen Jahren zurückgeht.
Es ist aber nicht ganz falsch und gilt
sogar für Wandteppiche, auch wenn die
eher keinen Trittschall dämpfen.
Dorothee Hermann
2020-02-14 14:14:40 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
... "auch geräuschdämpfend" empfohlen.
Das ewig wiederholte Argument der Teppichindustrie für ihre
Produkte, deren Absatz seit vielen Jahren zurückgeht.
Hat verschiedene Gründe.
Post by Florian Ritter
https://www.carpetyourlife.com/de/teppichboden/textur/saxony
Also nüscht von kariert.
Solche Fotos kosten übrigens ein Heidengeld.
Interieur aufzubauen, in Szene zu setzen, fotografieren?
Na ja, "bisschen" Geld gibt die Werbung doch gern aus - Werbung soll ja
auch verkaufen helfen!
Post by Florian Ritter
Ich wollte mal die Schalterhalle eines gerade errichteten
Bankgebäudes ablichten lassen, wozu ein schnöseliger Werbefotograf
erschien. Der wollte sämtliche Fensterfronten mit schwarzem Papier
abkleben, Scheinwerfer aufbauen und was derley Possen mehr sind. Pro
Bild wären über 1.000 EUR fällig gewesen - ich nahm von der Idee
Abstand.
Du hättest halt einen Fachmann beauftragen sollen - aber vielleicht
warst Du als Auftraggeber auch noch (zu) jung?

Dorothee
Florian Ritter
2020-02-14 14:45:01 UTC
Permalink
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Ich wollte mal die Schalterhalle eines gerade errichteten
Bankgebäudes ablichten lassen, wozu ein schnöseliger Werbefotograf
erschien. Der wollte sämtliche Fensterfronten mit schwarzem Papier
abkleben, Scheinwerfer aufbauen und was derley Possen mehr sind. Pro
Bild wären über 1.000 EUR fällig gewesen - ich nahm von der Idee
Abstand.
Du hättest halt einen Fachmann beauftragen sollen
Es war eine Werbeagentur beauftragt, die auch den Lichtbildner
bestellt hatte.
Post by Dorothee Hermann
aber vielleicht warst Du als Auftraggeber auch noch (zu) jung?
Haltlose Unterstellung - FR
Dorothee Hermann
2020-02-14 14:14:45 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Solche Fotos kosten übrigens ein Heidengeld.
Woher kommt dieses "Heidengeld"

Wurde mit den "Heiden" früher viel Geld gemacht?

Googelnderweise fand ich nicht sooo viel Erhellendes:
https://www.dwds.de/wb/Heidengeld
(unter "Etymologie" wird nur auf die Erklärung zu "Heiden" eingegangen,
aber nicht, was der Zusammenhang mit "Geld" sein soll)

Und in diesem Link
https://www.btn-muenzen.de/finanzmarkt/geld-im-volksmund/ausdruecke-fuer-geld/ein-heidengeld-machen
wird dieses "Heidengeld machen" eher positiv belegt:
"Das Sprichwort drückt in seiner Bedeutung vor allem Bewunderung für den
Umstand aus, dass jemand eine große Menge an Geld verdient hat" und dann
weiter: "Die Wortbedeutung leitet sich aus dem Althochdeutschen her, wo
der Wortstamm "Heid" als Synonym für (sehr) groß und gewaltig zu
verstehen ist. Dieser Herleitung ist am sichersten belegt und am ehesten
plausibel für die Bedeutung als Sprichwort".

Und hier
https://wortschaetze.uni-graz.at/de/wortschaetze/religion/belegdatenbank/h/heidengeld/

wird das Wort 'Heide' mit "germanischen Ursprungs" und der Bedeutung
'wild', 'niedrig stehend', erst später 'Nichtchrist' erklärt.

Weiß jemand etwas anderes, besseres, (mir) Einleuchtenderes?

Dorothee
Ewald Pfau
2020-02-14 14:49:51 UTC
Permalink
Post by Dorothee Hermann
Woher kommt dieses "Heidengeld"
https://www.dwds.de/wb/Heidengeld
(unter "Etymologie" wird nur auf die Erklärung zu "Heiden" eingegangen,
aber nicht, was der Zusammenhang mit "Geld" sein soll)
Vielleicht gibbet unter Triftgeld etwas.

Schaustu (wieder einmal dort in der Ecke)
http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/Heidengeld,+das

landestu bei Abmachungen zwischen Bauern, wie entgolten wird, dass Vieh auf
fremden Flächen zur eigenen Weide getrieben werden kann -

mit dem Hinweis, dass der Heide hierin eine vormalige Bedeutung von Feld und
FLur beikomme.

(Nehme gern die Anregung, mich dieserthalben nun auch selbst unterrichtet zu
haben - ich hätte das auch nicht gewusst.)
Christina Kunze
2020-02-14 15:40:54 UTC
Permalink
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Solche Fotos kosten übrigens ein Heidengeld.
Woher kommt dieses "Heidengeld"
"Heiden-" scheint ein Verstärkungselement zu sein, und für diese
Verstärkungsfunktion wird wohl die Bedeutung "wild", "ungestüm" dienen,
die in dem Wort enthalten ist.

Man kann auch eine Heidenangst haben, einen Heidenärger bekommen ...

chr
Dorothee Hermann
2020-02-15 12:59:53 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Post by Dorothee Hermann
Woher kommt dieses "Heidengeld"
"Heiden-" scheint ein Verstärkungselement zu sein, und für diese
Verstärkungsfunktion wird wohl die Bedeutung "wild", "ungestüm" dienen,
die in dem Wort enthalten ist.
Ja, diese Erklärungen fand ich zwischenzeitlich auch. Ich fand auch das
Wort "Heidewitzka" als eine Art "lustiges, überbordendes Erstaunen".
Post by Christina Kunze
Man kann auch eine Heidenangst haben, einen Heidenärger bekommen ...
Sicher.


Dorothee
Roland Franzius
2020-02-14 15:50:05 UTC
Permalink
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Solche Fotos kosten übrigens ein Heidengeld.
Woher kommt dieses "Heidengeld"
Wurde mit den "Heiden" früher viel Geld gemacht?
https://www.dwds.de/wb/Heidengeld
(unter "Etymologie" wird nur auf die Erklärung zu "Heiden" eingegangen,
aber nicht, was der Zusammenhang mit "Geld" sein soll)
Und in diesem Link
https://www.btn-muenzen.de/finanzmarkt/geld-im-volksmund/ausdruecke-fuer-geld/ein-heidengeld-machen
"Das Sprichwort drückt in seiner Bedeutung vor allem Bewunderung für den
Umstand aus, dass jemand eine große Menge an Geld verdient hat" und dann
weiter: "Die Wortbedeutung leitet sich aus dem Althochdeutschen her, wo
der Wortstamm "Heid" als Synonym für (sehr) groß und gewaltig zu
verstehen ist. Dieser Herleitung ist am sichersten belegt und am ehesten
plausibel für die Bedeutung als Sprichwort".
Und hier
https://wortschaetze.uni-graz.at/de/wortschaetze/religion/belegdatenbank/h/heidengeld/
wird das Wort 'Heide' mit "germanischen Ursprungs" und der Bedeutung
'wild', 'niedrig stehend', erst später 'Nichtchrist' erklärt.
Weiß jemand etwas anderes, besseres, (mir) Einleuchtenderes?
ngrams wirf ein altes französisches Lexikon aus, das es mit (Agr.
paturage) mit Triftgeld gleichsetzt. Also handelt es sich wohl um
Entschädigungen an die Landbesitzer für Viehtrieb.

Auch die exorbitanten Lösegelder für christliche Sklaven (zB Cervantes)
der Piratenemirate in Nordafrika wurden wohl um 1800 so bezeichnet, ein
Spuk im Mittelmeer, den die USA 1815 beendeten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Barbareskenkrieg

--

Roland Franzius
Dorothee Hermann
2020-02-15 12:59:59 UTC
Permalink
Post by Roland Franzius
Post by Dorothee Hermann
Woher kommt dieses "Heidengeld"
Wurde mit den "Heiden" früher viel Geld gemacht?
https://www.dwds.de/wb/Heidengeld
(unter "Etymologie" wird nur auf die Erklärung zu "Heiden" eingegangen,
aber nicht, was der Zusammenhang mit "Geld" sein soll)
Und in diesem Link
https://www.btn-muenzen.de/finanzmarkt/geld-im-volksmund/ausdruecke-fuer-geld/ein-heidengeld-machen
"Das Sprichwort drückt in seiner Bedeutung vor allem Bewunderung für den
Umstand aus, dass jemand eine große Menge an Geld verdient hat" und dann
weiter: "Die Wortbedeutung leitet sich aus dem Althochdeutschen her, wo
der Wortstamm "Heid" als Synonym für (sehr) groß und gewaltig zu
verstehen ist. Dieser Herleitung ist am sichersten belegt und am ehesten
plausibel für die Bedeutung als Sprichwort".
Und hier
https://wortschaetze.uni-graz.at/de/wortschaetze/religion/belegdatenbank/h/heidengeld/
wird das Wort 'Heide' mit "germanischen Ursprungs" und der Bedeutung
'wild', 'niedrig stehend', erst später 'Nichtchrist' erklärt.
Weiß jemand etwas anderes, besseres, (mir) Einleuchtenderes?
ngrams wirf ein altes französisches Lexikon aus, das es mit (Agr.
paturage) mit Triftgeld gleichsetzt. Also handelt es sich wohl um
Entschädigungen an die Landbesitzer für Viehtrieb.
Aha - Wenn man denn unter *Heidegeld* (statt "Heidengeld") sucht, findet
man Erklärungen in Deinem o.a. Sinne (wie auch Christina erwähnte):
|Heidegeld
|I
|Geld, das für das Betreiben der Felder mit dem Vieh entrichtet wird,
|Triftgeld. Adelung II 1061
|II
|Geldabgabe, die jeder neu eintretende Bürger in die Marktkasse zu
|Pöllau für den Mitgenuß des sogenannten Heideholzes zu zahlen hatte.
|Unger,SteirWsch. 336
https://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~cd2/drw/e/he/ideg/heidegeld.htm

Und hier werden Eure Hinweise gut zusammengefasst:
Heidengeld: (etwas kostet) ein Heidengeld
Umschreibung: 1. sehr große Geldsumme [Rö] 2. (etwas kostet) übermäßig
viel Geld, ist sehr teuer [Sch]
Historische Analyse:
1. nach Heide = jeder, der noch nicht oder nicht mehr den orthodoxen
glauben an Christum hegt [Gr, Bd. 10 Sp. 800]
2. Heiden- drückt in Bildungen mit Substantiven einen besonders hohen
Grad von etwas aus [PCUn]
3. Gemäß dem lateinischen 'paganus' ist der Heide der Landbewohner.
Daraus hat sich vielleicht die Bedeutung 'Nichtchrist' entwickelt, weil
die Christen zumeist in Städten wohnten. Das Wort 'Heide' ist
germanischen Ursprungs und bedeutet 'wild', 'niedrig stehend', erst
später 'Nichtchrist'. [Rö]
4. in einigen Obersächsischen Gegenden, ein Geld, welches für das
Betreiben der Felder mit dem Viehe gegeben und auch das Triftgeld
genannt wird. Vielleicht, weil es zunächst für das Betreiben der
Waldungen entrichtet wird; oder auch weil Heide hier noch die erste
Bedeutung des Feldes, der Flur hat. [Adel, S. 1065] - Entstehungszeit:
seit dem 19. Jahrhundert [Kü, S. 336] - Gebräuchlichkeit: ugs. [PCUn]
Ende Zitat aus:
https://wortschaetze.uni-graz.at/de/wortschaetze/religion/belegdatenbank/h/heidengeld/


Dorothee
Christian Weisgerber
2020-02-14 16:24:47 UTC
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Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Solche Fotos kosten übrigens ein Heidengeld.
Woher kommt dieses "Heidengeld"
Pfeifer (DWDS.de):
Seit dem 19. Jh. begegnet Heiden-, ausgehend von der Vorstellung
des Ungezügelten, Furchterregenden, Schrecklichen (vgl. mhd.
heidenkraft ‘Heidenheer’, heidendrō ‘Heidenzorn’), als verstärkendes
Bestimmungswort in Zusammensetzungen wie Heidenangst f. ‘panische
Angst’, Heidengeld n. ‘große Menge Geldes’, Heidenlärm m. ‘starker
Lärm’.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Gunhild Simon
2020-02-14 20:29:53 UTC
Permalink
Post by Dorothee Hermann
Post by Florian Ritter
Solche Fotos kosten übrigens ein Heidengeld.
Woher kommt dieses "Heidengeld"
Wurde mit den "Heiden" früher viel Geld gemacht?
https://www.dwds.de/wb/Heidengeld
(unter "Etymologie" wird nur auf die Erklärung zu "Heiden" eingegangen,
Dazu habe ich auch etwas beizutragen.
Eine ältere Schrift, die ich eben auffand:
http://thumulla.com/home/heidenangst.html

Gruß
Gunhild
Post by Dorothee Hermann
Und in diesem Link
https://www.btn-muenzen.de/finanzmarkt/geld-im-volksmund/ausdruecke-fuer-geld/ein-heidengeld-machen
"Das Sprichwort drückt in seiner Bedeutung vor allem Bewunderung für den
Umstand aus, dass jemand eine große Menge an Geld verdient hat" und dann
weiter: "Die Wortbedeutung leitet sich aus dem Althochdeutschen her, wo
der Wortstamm "Heid" als Synonym für (sehr) groß und gewaltig zu
verstehen ist. Dieser Herleitung ist am sichersten belegt und am ehesten
plausibel für die Bedeutung als Sprichwort".
Und hier
https://wortschaetze.uni-graz.at/de/wortschaetze/religion/belegdatenbank/h/heidengeld/
wird das Wort 'Heide' mit "germanischen Ursprungs" und der Bedeutung
'wild', 'niedrig stehend', erst später 'Nichtchrist' erklärt.
Weiß jemand etwas anderes, besseres, (mir) Einleuchtenderes?
Dorothee
Dorothee Hermann
2020-02-15 12:59:51 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
Dazu habe ich auch etwas beizutragen.
http://thumulla.com/home/heidenangst.html
"Gunhild Simon Feb 06 2011"
Danke! Höchst interessant!
Ich habe mich jetzt schon einige Zeit ;-) in diese interessanten
Beiträge - rauf und runter, kreuz und quer lesend - vertieft:
http://thumulla.com/home/__index.html

Und - Überraschung! - da finde ich doch
https://groups.google.com/forum/#!topic/de.etc.sprache.deutsch/ALTIBEoAAC0%5B1-25%5D


(Christine listet da einige URLs, die ich aber noch nicht nachgelesen habe)


Dorothee
Roland Franzius
2020-02-13 15:00:34 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Post by Quinn C
Post by w***@wp.pl
Guten Abend,
in einer Kinderzeitschrift aus der DDR (1984) bin ich auf das Wort
Smokgummi gestossen und dachte zuerst, dass es sich um ein DDR-Wort
handelt. Dann habe ich ein Amazon-Angebot gefunden.
Was bedeutet Smok?
https://www.amazon.de/CKM-Smokgummi-weiss/dp/B007CHXX9E?language=de_DE
<https://de.wikipedia.org/wiki/Smok>
Diese Art Gummi kenne ich (auch schon zu DDR-Zeiten) als Gummifaden.
Auch auf amazon kommt alles Smokgummi von derselben Firma. Wer sich das
wohl ausgedacht hat?
Der Englischmann.

https://dict.leo.org/englisch-deutsch/smocking

https://dict.leo.org/englisch-deutsch/smock

Weitere diverse Bedeutungen in

https://www.urbandictionary.com/define.php?term=Smock

Zentrale Bedetung ist wohl der antike lange Arbeitskittel mit gesmokten
Ansatz am Schulterteil.
--
Roland Franzius
Diedrich Ehlerding
2020-02-11 13:47:27 UTC
Permalink
Post by w***@wp.pl
in einer Kinderzeitschrift aus der DDR (1984) bin ich auf das Wort
Smokgummi gestossen und dachte zuerst, dass es sich um ein DDR-Wort
handelt. Dann habe ich ein Amazon-Angebot gefunden. Was bedeutet Smok?
https://www.amazon.de/CKM-Smokgummi-weiss/dp/B007CHXX9E?language=de_DE
Danke im Voraus für eine Antwort.
"smoken" ist u.a. eine Bezeichnung für eine bestimmte Technik beim Nähen,
um den Stoff zu kräuseln. Dafür scheint man ggf. elastische Fäden zu
benötigen.

Hier eine anleitung, wie man das mit mit einer Nähmaschine mnacht:
<https://www.stoffe-zanderino.de/kreativ-blog/naehen/tipps-tricks-1-die-smok-technik>

Hier eine Anleitung per Video, in der ein Gummiband verwendet wird:


Ich vermute, dass dieses "Smokgummi" für diesen Zweck gedacht ist.
--
gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4
fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91A4
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
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