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Deutsche Aussprache von "Colorado"
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Stephen Hust
2014-12-23 21:37:53 UTC
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Seit Stunden ist nichts los in dieser Gruppe. Ist heute ein Feiertag?
Läuft die große Peter-Alexander-Show im Fernsehen? Ist schon wieder
Fußball-Weltmeisterschaft?

Wie auch immer, es geht in diesem mit Parenthesen bespickten Beitrag um
die deutsche Aussprache des a in "Colorado".

Gestern in einer österreichischen Nachrichtensendung sagte die
Sprecherin weder "Color&do" (wie a in den englischen Wörtern /cat/ oder
/map/ (so spreche ich es aus)) noch, was eher zu erwarten wäre,
"ColorAdo" (etwa wie a in Vater oder /father/ (so sprechen manche
Amerikaner es aus (nach Merriam Webster /chiefly outsiders/))), sondern
"Coloredo" oder "ColoreIdo" (wie Beet bzw. engl. /play/ oder /mail/).

Überrascht war ich nicht, daß sie "Coloredo" sagt, denn ich höre diese
Variante nicht zum ersten Mal, aber ich habe sie schon länger nicht
gehört, und ich frage mich, wie es kommt, daß man das Wort so
ausspricht. Glaubt man, daß die Amerikaner es so aussprechen? Oder ist
man in Österreich durch den Namen Colloredo beeinflußt (es gibt eine
Colloredogasse im 18. Wiener Gemeindebezirk, auch ein Palais Colloredo
im 4. Bezirk)? Hört man "Coloredo" für "Colorado" auch in Deutschland?
--
Steve

My e-mail address works as is.
Joachim Pense
2014-12-23 21:52:04 UTC
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Post by Stephen Hust
Überrascht war ich nicht, daß sie "Coloredo" sagt, denn ich höre diese
Variante nicht zum ersten Mal, aber ich habe sie schon länger nicht
gehört, und ich frage mich, wie es kommt, daß man das Wort so
ausspricht. Glaubt man, daß die Amerikaner es so aussprechen? Oder ist
man in Österreich durch den Namen Colloredo beeinflußt (es gibt eine
Colloredogasse im 18. Wiener Gemeindebezirk, auch ein Palais Colloredo
im 4. Bezirk)? Hört man "Coloredo" für "Colorado" auch in Deutschland?
Für mich ist "ej" die Default-Aussprache des englischen betonten a in
Abwesenheit anderer Informationen.

Joachim
Sergio Gatti
2014-12-23 22:43:20 UTC
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Post by Joachim Pense
Für mich ist "ej" die Default-Aussprache des englischen
betonten a in Abwesenheit anderer Informationen.
Verblüffend. Dank dir habe ich entdeckt, dass die deutsche
und die englische Wikipedia beide Aussprachen (æ/ɑ) angeben.
Bis jetzt hätte ich ohne den geringsten Zweifel a gesagt und
wäre nie auf "ej" gekommen. Wikipedia auch nicht: æ ist wohl
eher ä.
Keine anderen Informationen? Ist dir wirklich nicht
aufgefallen, dass Colorado kein uraltes angelsächsisches
Wort ist?
Aber ich weiß, dass ich als Italiener einen großen
Startvorteil habe. Das sehr ähnlich klingende und eng
verwandte Wort "colorato" habe ich schon im Kindergarten
kennengelernt, denn colorato, wie das spanische colorado,
bedeutet schlicht und einfach "bunt" bzw. "farbig". Und wenn
ein Ding nicht einfarbig ist, ist es eben bunt. :-)
David Seppi
2014-12-23 22:47:09 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Joachim Pense
Für mich ist "ej" die Default-Aussprache des englischen
betonten a in Abwesenheit anderer Informationen.
Für mich genauso.
Post by Sergio Gatti
Keine anderen Informationen? Ist dir wirklich nicht
aufgefallen, dass Colorado kein uraltes angelsächsisches
Wort ist?
Das sind San Francisco und Los Angeles auch nicht. Die werden
aber auch nicht spanisch ausgesprochen.
--
David Seppi
1220 Wien
Martin Hedinger
2014-12-23 23:00:03 UTC
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Post by David Seppi
Post by Joachim Pense
Für mich ist "ej" die Default-Aussprache des englischen
betonten a in Abwesenheit anderer Informationen.
Für mich genauso.
Ditto. Und soweit ich mich erinnere, haben das die Einheimischen dort
auch so ausgesprochen.

Da hier aber nach der /deutschen/ Aussprache gefragt wurde, würde ich
Kolorado als korrekt akzeptieren.

Gruss Martin
Oliver Jennrich
2014-12-24 08:40:05 UTC
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Post by Martin Hedinger
Post by David Seppi
Post by Joachim Pense
Für mich ist "ej" die Default-Aussprache des englischen
betonten a in Abwesenheit anderer Informationen.
Für mich genauso.
Ditto. Und soweit ich mich erinnere, haben das die Einheimischen dort
auch so ausgesprochen.
Mit 'ej'? Colorado ist Heimat vieler Zungen...

Ernsthaft - irgendwo zwischen 'but' und 'cat'. Und je einheimischer,
desto breiter das 'a'. 'Koloreijdo' hört man selten.
Post by Martin Hedinger
Da hier aber nach der /deutschen/ Aussprache gefragt wurde, würde ich
Kolorado als korrekt akzeptieren.
Zumal das soweit weg von der lokalen Aussprache nicht ist - man wird
verstanden werden.
--
Space - The final frontier
Martin Hedinger
2014-12-24 20:41:26 UTC
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Post by Oliver Jennrich
Post by Martin Hedinger
Post by David Seppi
Post by Joachim Pense
Für mich ist "ej" die Default-Aussprache des englischen
betonten a in Abwesenheit anderer Informationen.
Für mich genauso.
Ditto. Und soweit ich mich erinnere, haben das die Einheimischen dort
auch so ausgesprochen.
Mit 'ej'? Colorado ist Heimat vieler Zungen...
Nunja, kann sein, dass das beim Iren, Italiener, Chinesen und Mexikaner
je ein bisschen anders tönt.
Post by Oliver Jennrich
Ernsthaft - irgendwo zwischen 'but' und 'cat'. Und je einheimischer,
desto breiter das 'a'. 'Koloreijdo' hört man selten.
Du meinst, dass die einheimische WASP-Aussprache die mit breitem "a" ist?

Gruss Martin
Phillip Helbig (undress to reply)
2014-12-24 21:01:19 UTC
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Post by Martin Hedinger
Du meinst, dass die einheimische WASP-Aussprache die mit breitem "a" ist?
Warum so viel Rätselraten?

Colorado, wie auf Deutsch oder Spanisch (Colorado ist ein spanisches
Wort), gibt es, ebenso Colorädo, wo ä eigentlich das englische kurze "a"
ist (nicht das breite "a", was übrigens mit WASP kaum etwas zu tun hat),
wie auch Coloredo, wo das "e" das englische lange "a" ist.

Einfach das Lied "Rocky Mountain High" von John Denver anhören. :-)
Martin Hedinger
2014-12-24 23:23:22 UTC
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Post by Phillip Helbig (undress to reply)
Post by Martin Hedinger
Du meinst, dass die einheimische WASP-Aussprache die mit breitem "a" ist?
Warum so viel Rätselraten?
Colorado, wie auf Deutsch oder Spanisch (Colorado ist ein spanisches
Wort), gibt es, ebenso Colorädo, wo ä eigentlich das englische kurze "a"
ist (nicht das breite "a", was übrigens mit WASP kaum etwas zu tun hat),
wie auch Coloredo, wo das "e" das englische lange "a" ist.
Einfach das Lied "Rocky Mountain High" von John Denver anhören. :-)
Ganz grundsätzlich ist die Vielfalt im Englischen, denke ich, ebenso
gross wie im Deutschen. Ich war längere Zeit im westlichen Irland, und
da war ich mit meinem "Schweizer" Englisch näher bei den Leuten als bei
jenen auf der Mutterinsel, die sich eines gediegenen Englisch bedienten.
Aber auch der Londoner Taxifahrer sprach ziemlich anders als die Dame am
Hotelempfang, und die New Yorker tönen anders als der Farmer in Wyoming.

Was mich zur Frage führt:
Es gibt ja ein Standardenglisch in der Oxford-/Cambridge-Ausprägung.
Gibt es eigentlich auch ein Standard-Amerikanisch?

Gruss Martin
Phillip Helbig (undress to reply)
2014-12-25 09:32:27 UTC
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Post by Martin Hedinger
Es gibt ja ein Standardenglisch in der Oxford-/Cambridge-Ausprägung.
Standard in dem Sinne, dass man es bei der BBC usw. hört, aber nicht in
dem Sinne, dass jeder in England dies lernt.
Post by Martin Hedinger
Gibt es eigentlich auch ein Standard-Amerikanisch?
Jein. Es gibt nur 3 große Dialekte: Nordost, Südost, und alles andere
(was oft "middle American") genannt wird. Fast alle Nachrichtensprecher
usw. benutzen middle American. Natürlich gibt es viele Unterdialekte,
aber die Bandbreite ist insgesamt nicht so groß wie in England.
Sergio Gatti
2014-12-24 07:41:08 UTC
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Post by David Seppi
Post by Sergio Gatti
Post by Joachim Pense
Für mich ist "ej" die Default-Aussprache des englischen
betonten a in Abwesenheit anderer Informationen.
Für mich genauso.
Post by Sergio Gatti
Keine anderen Informationen? Ist dir wirklich nicht
aufgefallen, dass Colorado kein uraltes angelsächsisches
Wort ist?
Das sind San Francisco und Los Angeles auch nicht. Die werden
aber auch nicht spanisch ausgesprochen.
Aber auch nicht mit der angeblichen Default-Aussprache "ej".
Wie Stefan schon erklärte: "Den Laut »&« ([æ]) gibt es im
Deutschen nicht." Und ich füge hinzu: [ɛ] wie in Hälfte ist
wohl die beste deutsche Annäherung, sicher besser als [e]
wie in Reform und viel besser als "ej".

Zu deiner anderen Frage: "Sagt man dann auch Los Angeles so
wie Angela (Merkel)?"
Gegenfrage: Auf Deutsch oder auf Englisch?
Auf Englisch: Ich verweise auf alt.usage.english.
Auf Deutsch: Nein, mit Ausnahme der Minderheit, die die
Bundeskanzlerin "Ändschi" (geschrieben: Angie) nennt.
Helmut Richter
2014-12-24 12:48:27 UTC
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Post by Sergio Gatti
Aber auch nicht mit der angeblichen Default-Aussprache "ej".
... die in vielen britischen regionalen Akzenten eher offen ([EI], "äj")
und in amerikanischen eher geschlossen ([eI], "ej") gesprochen wird --
sicher mit Gegenbeispielen in .uk und .us.
Post by Sergio Gatti
Wie Stefan schon erklärte: "Den Laut »&« ([æ]) gibt es im Deutschen
nicht." Und ich füge hinzu: [ɛ] wie in Hälfte ist wohl die beste
deutsche Annäherung, sicher besser als [e] wie in Reform und viel besser
als "ej".
Der Satz ist etwas mehrdeutig. Es gibt im Englischen ein Phonem /eI/ wie
in "cater", das durch [EI] oder [eI] realisiert wird und ein anderes
Phonem /&/, das durch [&] oder auch [E] realisiert wird. Hier gehts nur
um das letztere, and dafür ist [E] eine passable Annäherung (eher .us)
und kurzes /a/ auch (eher .uk), aber alle Formen von "ej" überhaupt
nicht. Wer Colorejdo sagt, hat das falsche Phonem im Kopf, nicht das
richtige, das er falsch ausspricht. COD hat dort übrigens ein richtiges
a, nämlich /A:/ wie in "father".
--
Helmut Richter
Reinhard Zwirner
2014-12-24 15:51:58 UTC
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Sergio Gatti schrieb:

[...]
Zu deiner anderen Frage: "Sagt man dann auch Los Angeles so wie
Angela (Merkel)?"
Gegenfrage: Auf Deutsch oder auf Englisch?
Auf Englisch: Ich verweise auf alt.usage.english.
Auf Deutsch: Nein, mit Ausnahme der Minderheit, die die
Bundeskanzlerin "Ändschi" (geschrieben: Angie) nennt.
Haben die Rolling Stones nicht mal eine "Ejndschie" besungen?

Fragt
ein frohes Fest wünschend

Reinhard
Oliver Cromm
2014-12-24 18:17:50 UTC
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Post by Joachim Pense
Post by Stephen Hust
Überrascht war ich nicht, daß sie "Coloredo" sagt, denn ich höre diese
Variante nicht zum ersten Mal, aber ich habe sie schon länger nicht
gehört, und ich frage mich, wie es kommt, daß man das Wort so
ausspricht. Glaubt man, daß die Amerikaner es so aussprechen?
Für mich ist "ej" die Default-Aussprache des englischen betonten a in
Abwesenheit anderer Informationen.
Für "Colorado" habe ich im Englischen nur die Aussprache mit /A/
im Ohr, als Alternative hätte ich aber eher auf /eI/ getippt als
auf /&/.

Wenn ich das im Schnelldurchlauf richtig mitgekriegt habe, sagt
auf der Seite <http://de.forvo.com/word/Colorado> nur dpaswaters
/&/, alle anderen /A/.
--
Performance: A statement of the speed at which a computer system
works. Or rather, might work under certain circumstances. Or was
rumored to be working over in Jersey about a month ago.
Stephen Hust
2014-12-24 18:55:19 UTC
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Post by Oliver Cromm
Für "Colorado" habe ich im Englischen nur die Aussprache mit /A/
im Ohr, als Alternative hätte ich aber eher auf /eI/ getippt als
auf /&/.
Wenn ich das im Schnelldurchlauf richtig mitgekriegt habe, sagt
auf der Seite <http://de.forvo.com/word/Colorado> nur dpaswaters
/&/, alle anderen /A/.
(/&/ (wie /cat/, /map/), /A/ wie /father/, /bother/:)

anakat - /&/
JimAtLarge - /&/
redluvr - /&/
tugulshan - /&/ (? - nicht eindeutig)
Kae4 - /&/
dpaswaters - /&/
sandman - /&/

ijarritos - /A/
JohnnyGreen (Australier) - /A/ (?)
nimbusania (Australier) - /A/
clarkdavej - /A/
--
Steve

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Oliver Cromm
2014-12-24 19:26:38 UTC
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Post by Stephen Hust
Post by Oliver Cromm
Für "Colorado" habe ich im Englischen nur die Aussprache mit /A/
im Ohr, als Alternative hätte ich aber eher auf /eI/ getippt als
auf /&/.
Wenn ich das im Schnelldurchlauf richtig mitgekriegt habe, sagt
auf der Seite <http://de.forvo.com/word/Colorado> nur dpaswaters
/&/, alle anderen /A/.
(/&/ (wie /cat/, /map/), /A/ wie /father/, /bother/:)
anakat - /&/
JimAtLarge - /&/
redluvr - /&/
tugulshan - /&/ (? - nicht eindeutig)
Kae4 - /&/
dpaswaters - /&/
sandman - /&/
Dann muß ich konstatieren, daß ich die beiden Laute nicht
unterscheiden kann. Manche davon finde ich nicht eindeutig, aber
außer dpaswaters waren sie für meine Ohren spontan näher an /A/
als an /&/, insbesondere und immer noch (auch wenn ich versuche,
sie als /&/ zu hören) redluvr, tugulshan und Kae4.
--
The nice thing about standards is that you have so many to choose
from; furthermore, if you do not like any of them, you can just
wait for next year's model.
Andrew Tanenbaum, _Computer Networks_ (1981), p. 168.
Stephen Hust
2014-12-24 20:17:45 UTC
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Post by Oliver Cromm
Post by Stephen Hust
Post by Oliver Cromm
Für "Colorado" habe ich im Englischen nur die Aussprache mit /A/
im Ohr, als Alternative hätte ich aber eher auf /eI/ getippt als
auf /&/.
Wenn ich das im Schnelldurchlauf richtig mitgekriegt habe, sagt
auf der Seite <http://de.forvo.com/word/Colorado> nur dpaswaters
/&/, alle anderen /A/.
(/&/ (wie /cat/, /map/), /A/ wie /father/, /bother/:)
anakat - /&/
JimAtLarge - /&/
redluvr - /&/
tugulshan - /&/ (? - nicht eindeutig)
Kae4 - /&/
dpaswaters - /&/
sandman - /&/
Dann muß ich konstatieren, daß ich die beiden Laute nicht
unterscheiden kann. Manche davon finde ich nicht eindeutig, aber
außer dpaswaters waren sie für meine Ohren spontan näher an /A/
als an /&/, insbesondere und immer noch (auch wenn ich versuche,
sie als /&/ zu hören) redluvr, tugulshan und Kae4.
Hmm. Was hörst Du hier?

<http://www.merriam-webster.com/dictionary/colorado>

Ich: /&/.

Oder hier?

<https://ahdictionary.com/word/search.html?q=Colorado>

Ich: /&/, wenn vielleicht nicht so eindeutig wie oben.

Hier sind die Hörbeispiele seltsam (/colorado/ oben, /Colorado/ ein
bißchen weiter unten).

<http://www.collinsdictionary.com/dictionary/american/colorado>

Das oberste links ist /&/, zeigt aber das falsche Symbol für den Vokal
nach dem r, nämlich dasselbe wie nach dem k (ˌkɑləˈrɑdoʊ). Die Vokale im
Hörbeispiel sind eindeutig verschieden.

Beim obersten rechts scheint der Sprecher irgendwelche Verrenkungen nach
dem r zu machen. Außerdem weiß ich nicht, was das auf dem Kopf stehende
V in der ersten Silbe bedeuten soll (ˌkʌləˈrædoʊ).

Links unten wieder diese Verrenkungen nach dem r, und rechts unten ein
komisches /&/ in der ersten Silbe (ˌkæləˈrɑdoʊ).
--
Steve

My e-mail address works as is.
Stefan Ram
2014-12-25 02:39:42 UTC
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Post by Stephen Hust
Außerdem weiß ich nicht, was das auf dem Kopf stehende
V in der ersten Silbe bedeuten soll
Das auf dem Kopf stehende V in der IPA ist ein
entrundetes /O/, es ähnelt einem nach hinten
(und etwas nach unten) verlagerten Schwa.

Nathan Sanders wrote:

|There is a long tradition of transcribing the AmE "up" vowel
|with /V/ (inverted v), but in official IPA usage, /V/ is
|phonetically a back vowel, which doesn't match the AmE "up"
|vowel. The mid central /@/ (schwa) is a better match for the
|vowel quality of "up".
...

|AIUI, in BrE, the "up" vowel is much backer than the first
|vowel of "about", so for those speakers, it makes more sense
|to use [V] and [@]
Lars Bräsicke
2014-12-24 21:17:14 UTC
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Post by Oliver Cromm
Dann muß ich konstatieren, daß ich die beiden Laute nicht
unterscheiden kann. Manche davon finde ich nicht eindeutig, aber
außer dpaswaters waren sie für meine Ohren spontan näher an /A/
als an /&/, insbesondere und immer noch (auch wenn ich versuche,
sie als /&/ zu hören) redluvr, tugulshan und Kae4.
Vielleicht liegt es an deiner Vorstellung vom /æ/-Laut.

Viele Deutsche ersetzen in ihrem "German accent" ja konsequent /æ/ durch
/E/. "Man" und "men" klingt dann quasi gleich.
Der Schul-Englisch-Unterricht mit seiner geringen Beachtung der
phonologischen Verhältnisse versaut da viel.
Das ging mir jedenfalls so.

Erst über das Kennenlernen von anderen Sprachen mit /æ/-Laut, wo /E/
partout nicht passt, merkte ich, dass /æ/ doch deutlich näher an /a/ als
an /E/ ist.
Erst als ich das geschnallt hatte, hörte ich es auch so im Englischen,
und mit etwas Anstrengung bekomme ich den Laut auch selbst hin.
Andreas Karrer
2014-12-24 23:23:41 UTC
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Post by Oliver Cromm
Wenn ich das im Schnelldurchlauf richtig mitgekriegt habe, sagt
auf der Seite <http://de.forvo.com/word/Colorado> nur dpaswaters
/&/, alle anderen /A/.
Tolle Website, kannte ich nicht. Vor 25 Jahren in den USA hätt
ich das gebraucht! Heute ist es nur peinlich, rauszufinden, wie viele
Wörter ich falsch ausgesprochen habe...

Da gibt es offenbar Leute wie anakat, die 2800 Wörter aufgenommen hat,
gehtjanoch. Aber Thonatas, ein Deutscher in Malmö, bringts auf 54000,
und Bartleby gar auf 178000. Das ist eine enorme Arbeitsleistung. Wenn
man annimmt, dass er pro Wort 10 Sekunden benötigt, sind das fast 500h,
oder mehr als 12 Wochen Vollzeitstelle.


- Andi
Florian Ritter
2014-12-25 22:53:06 UTC
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Post by Andreas Karrer
Da gibt es offenbar Leute wie anakat, die 2800 Wörter aufgenommen hat,
gehtjanoch. Aber Thonatas, ein Deutscher in Malmö, bringts auf 54000,
und Bartleby gar auf 178000. Das ist eine enorme Arbeitsleistung. Wenn
man annimmt, dass er pro Wort 10 Sekunden benötigt, sind das fast 500h,
oder mehr als 12 Wochen Vollzeitstelle.
Im Hinblick auf Europäische Harmonisierung sollten solcherart Angaben auf
Mannjahre runtergebrochen werden - FR
Wolfgang Schwanke
2014-12-23 22:47:12 UTC
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Post by Stephen Hust
Läuft die große Peter-Alexander-Show im Fernsehen?
Peter Alexander weilt leider nicht mehr unter uns.
Post by Stephen Hust
Überrascht war ich nicht, daß sie "Coloredo" sagt, denn ich höre diese
Variante nicht zum ersten Mal, aber ich habe sie schon länger nicht
gehört, und ich frage mich, wie es kommt, daß man das Wort so
ausspricht. Glaubt man, daß die Amerikaner es so aussprechen?
In den Medien sind viele Falschaussprachen für englische Wörter
eingebürgert. Ich finde es müßig sich über deren Ursprünge den Kopf zu
zerbrechen. Wobei "Colorado" wohl nativ spanisch ist.
Post by Stephen Hust
Hört man "Coloredo" für "Colorado" auch in Deutschland?
Keine Ahnung, ich würde es intuitiv deutsch aussprechen: /kolo'rado/.
Das gleichnamige Produkt von Haribo heißt auf jeden Fall so.
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Joachim Pense
2014-12-24 07:24:30 UTC
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Post by Wolfgang Schwanke
Post by Stephen Hust
Hört man "Coloredo" für "Colorado" auch in Deutschland?
Keine Ahnung, ich würde es intuitiv deutsch aussprechen: /kolo'rado/.
Das gleichnamige Produkt von Haribo heißt auf jeden Fall so.
Das Produkt von Haribo heißt Color-Rado.

Joachim
Dr. Falstaff
2014-12-24 07:35:52 UTC
Antworten
Permalink
Post by Joachim Pense
Das Produkt von Haribo heißt Color-Rado.
__________________________
< Gottschwall verpiß Dich! >
--------------------------
\
\
__
UooU\.'@@@@@@`.
\__/(@@@@@@@@@@)
(@@@@@@@@)
`YY~~~~YY'
|| ||
Wolfgang Schwanke
2014-12-24 14:09:30 UTC
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Permalink
Post by Dr. Falstaff
Post by Joachim Pense
Das Produkt von Haribo heißt Color-Rado.
__________________________
< Gottschwall verpiß Dich! >
--------------------------
Bevor er ins Fernsehen kam, war Gottschalk ja Radiomoderator einer
täglichen Teenager-Sendung im Bayerischen Rundfunk. Die Zielgruppe fand
ihn damals wohl ganz toll.
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Uwe Schickedanz
2014-12-24 14:35:44 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Dr. Falstaff
Post by Joachim Pense
Das Produkt von Haribo heißt Color-Rado.
__________________________
< Gottschwall verpiß Dich! >
--------------------------
Bevor er ins Fernsehen kam, war Gottschalk ja Radiomoderator einer
täglichen Teenager-Sendung im Bayerischen Rundfunk. Die Zielgruppe fand
ihn damals wohl ganz toll.
Und das hielt auch noch ungefähr bis Mitte der 90er bei mir an, aber
dann war Schluß mit dem tollfinden.

Gruß Uwe
--
"Wer grün wählt, wählt den Krieg, das ist so sicher
wie das Amen in der Kirche" Willy Wimmer
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Joachim Pense
2014-12-24 16:25:49 UTC
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Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Dr. Falstaff
Post by Joachim Pense
Das Produkt von Haribo heißt Color-Rado.
__________________________
< Gottschwall verpiß Dich! >
--------------------------
Bevor er ins Fernsehen kam, war Gottschalk ja Radiomoderator einer
täglichen Teenager-Sendung im Bayerischen Rundfunk. Die Zielgruppe fand
ihn damals wohl ganz toll.
In der Anfangszeit war er recht fortschrittlich, hat in den 70ern schon
Siouxsee oder die Stranglers ins deutsche Fernsehen gebracht, als noch
die Mär galt, New Wave wären alles Neonazis.

Joachim
Phillip Helbig (undress to reply)
2014-12-24 17:20:35 UTC
Antworten
Permalink
Post by Joachim Pense
In der Anfangszeit war er recht fortschrittlich, hat in den 70ern schon
Siouxsee oder die Stranglers ins deutsche Fernsehen gebracht, als noch
die Mär galt, New Wave wären alles Neonazis.
Diesen Vorwurf habe ich sonst nie gehört, allerdings kann ich mich an
ein Bild von Siouxsee erinnern, wo sie ein Naziarmband trägt. Nein, ich
glaube nicht, dass dies ihrer Gesinnung entspricht, aber was soll das?
Das ist Humor auf dem Niveau von Prinz Harry.
Wolfgang Schwanke
2014-12-24 18:30:02 UTC
Antworten
Permalink
Post by Joachim Pense
In der Anfangszeit war er recht fortschrittlich, hat in den 70ern schon
Siouxsee oder die Stranglers ins deutsche Fernsehen gebracht,
Wie hieß denn die Sendung, in der Solches geschah?
Post by Joachim Pense
als noch die Mär galt, New Wave wären alles Neonazis.
Die Mär ist an mir vorübergegangen.
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Ralf . K u s m i e r z
2014-12-25 09:43:32 UTC
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X-No-Archive: Yes
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Joachim Pense
In der Anfangszeit war er recht fortschrittlich, hat in den 70ern schon
Siouxsee oder die Stranglers ins deutsche Fernsehen gebracht,
Wie hieß denn die Sendung, in der Solches geschah?
Post by Joachim Pense
als noch die Mär galt, New Wave wären alles Neonazis.
Die Mär ist an mir vorübergegangen.
Die Existenz von Neuwelle ist an mir vorübergegangen.


Gruß aus Bremen
Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hältst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
Wolfgang Schwanke
2014-12-24 18:44:19 UTC
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Permalink
Post by Joachim Pense
als noch die Mär galt, New Wave wären alles Neonazis.
Vielleicht kommt das Missverständnis daher, dass britische Skinheads
z.T. Ska hörten? Was zu inhaltlichen Widersprüchen führte, wenn es
rechtsextreme Skinheads waren.
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Carsten Thumulla
2014-12-24 19:50:52 UTC
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Post by Wolfgang Schwanke
Bevor er ins Fernsehen kam, war Gottschalk ja Radiomoderator einer
täglichen Teenager-Sendung im Bayerischen Rundfunk. Die Zielgruppe fand
ihn damals wohl ganz toll.
BR3, war ganz gut
Martin Gerdes
2014-12-24 22:00:09 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Dr. Falstaff
__________________________
< Gottschwall verpiß Dich! >
--------------------------
Bevor er ins Fernsehen kam, war Gottschalk ja Radiomoderator einer
täglichen Teenager-Sendung im Bayerischen Rundfunk. Die Zielgruppe fand
ihn damals wohl ganz toll.
Die Teenager von damals sind mit dem Moderator älter geworden;
allerdings sind mittlerweile Moderator und Publikum aus dem für die
Werbewirtschaft leicht erreichbaren Alter herausgewachsen. Vielleicht
liegt es daran?
Wolfgang Schwanke
2014-12-24 14:08:16 UTC
Antworten
Permalink
Post by Joachim Pense
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Stephen Hust
Hört man "Coloredo" für "Colorado" auch in Deutschland?
Keine Ahnung, ich würde es intuitiv deutsch aussprechen: /kolo'rado/.
Das gleichnamige Produkt von Haribo heißt auf jeden Fall so.
Das Produkt von Haribo heißt Color-Rado.
Jaja. Aber meinst du nicht, dass der US-Staat bei der Namensgebung -
und folglich der Aussprache - Pate stand? Thomas Gottschalk meinte zwar
es sei umgekehrt, aber auch dann wäre /kolo'rado/ vorzuziehen. :)
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Jakob Achterndiek
2014-12-24 17:26:06 UTC
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Post by Wolfgang Schwanke
Jaja. Aber meinst du nicht, dass der US-Staat bei der Namensgebung -
und folglich der Aussprache - Pate stand?
Nun ja: Wenn wir damals England erobert hätten, dann hätten wir
ja auch London nicht Lannün genannt -

j/\a
--
Stefan Ram
2014-12-23 23:56:07 UTC
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Post by Stephen Hust
Seit Stunden ist nichts los in dieser Gruppe. Ist heute ein Feiertag?
Immer diese Leute mit einem Leben!
Post by Stephen Hust
Wie auch immer, es geht in diesem mit Parenthesen bespickten Beitrag um
die deutsche Aussprache des a in "Colorado".
Ah, Colorado of South Park fame!

|weder "Color&do" noch "ColorAdo", sondern "Coloredo" oder "ColoreIdo"

Den Laut »&« gibt es im Deutschen nicht. Laute, die im
Inventar eines Sprechers fehlen, werden dann oft durch Laute
aus dem Inventar des Sprechers ersetzt, welche den fehlenden
Lauten aus der Sicht des Sprechers ähneln oder welche
konventionell im Deutschen zur Eindeutschung jener fremden
Laute verwendet werden. Oder es werden gar nicht die Laute
eingedeutscht, sondern es wird die /Schreibweise/ mit
speziellen Ausspracheregeln interpretiert, dabei wird einem
Graphem manchmal auch schematisch ein bestimmtes, festes
Phon zugeordnet.

Das »&« ([æ]) ist ein Laut, bei dem die Zunge maximal vorne
und maximal unten ist. Wenn man ihn durch /A/ ersetzt, verliert
man die Eigenschaft »maximal vorne«; ersetzt man ihn durch
/e/, verliert man die Eigenschaft »maximal unten«. Daher ist
beides ungefähr gleich weit vom englischen Laut entfernt.

Die deutschen Aussprachewörterbücher führen dieses Wort nicht,
abgesehen vom Wiktionär. Er gibt folgende deutsche Aussprache an:

kolo'Ra:do

Man sieht hier schön die bei deutschen Sprechern oft
schematische Zuordnung des Graphems <o> zum Phon [o].

In englischen Wörterbüchern findet man:

,kA l@ 'rA do (Wörterbuch A)
,kA l@ 'r& doU (Wörterbuch B)
,k& l@ 'rA doU (Wörterbuch B)

Da gibt es also schon eine gewisse Schwankungsbreite selbst
im Englischen.
Post by Stephen Hust
a in Vater oder /father/
In »Vater« hat man ein /a:/, in »father« ein /A:/, letzteres
ist etwas weiter hinten, aber der Unterschied ist nur gering.

Zusammengefaßt können wir sagen:

.--------------------------------------------------.
| Legt man die Aussprache des Wiktionärs zugrunde, |
| so war die Aussprache der Sprecherin falsch. |
'--------------------------------------------------'

Jedoch gilt die Aussprache des Wiktionärs nicht spezifisch
für das Österreichische.
Manfred Hoß
2014-12-24 07:44:14 UTC
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Am 23 Dec 2014 23:56:07 GMT schrieb Stefan Ram:

[Colorado]
Post by Stefan Ram
Die deutschen Aussprachewörterbücher führen dieses Wort nicht,
abgesehen vom Wiktionär.
In der 2. Auflage von "Duden. Das Aussprachewörterbuch" ist das Wort
aufgeführt.

"*Colorado* kolo'ra:do, /engl./ kɔlə'rɑ:doʊ, /span./ kolo'raðo"

Gruß
Manfred.
Volker Gringmuth
2014-12-24 07:47:07 UTC
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Post by Manfred Hoß
/engl./ kɔlə'rɑ:doʊ
also wie „Cholera do“.


vG
Stephen Hust
2014-12-25 14:42:40 UTC
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Post by Stefan Ram
Post by Stephen Hust
Seit Stunden ist nichts los in dieser Gruppe. Ist heute ein Feiertag?
Immer diese Leute mit einem Leben!
Genau! Die sind mir auch zuwider.
--
Steve

My e-mail address works as is.
Martin Gerdes
2014-12-24 00:00:05 UTC
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Post by Stephen Hust
Hört man "Coloredo" für "Colorado" auch in Deutschland?
Ja, von Angebern. Üblicherweise sagt man "Kolorado" (für Fluß, Staat und
Gummibärchen).
David Seppi
2014-12-24 01:57:05 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Stephen Hust
Hört man "Coloredo" für "Colorado" auch in Deutschland?
Ja, von Angebern. Üblicherweise sagt man "Kolorado" (für Fluß, Staat und
Gummibärchen).
Sagt man dann auch Los Angeles so wie Angela (Merkel)?
--
David Seppi
1220 Wien
Volker Gringmuth
2014-12-24 06:50:31 UTC
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Post by David Seppi
Sagt man dann auch Los Angeles so wie Angela (Merkel)?
Wie sagt die das denn?


vG
Volker Gringmuth
2014-12-24 06:53:25 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Stephen Hust
Hört man "Coloredo" für "Colorado" auch in Deutschland?
Ja, von Angebern. Üblicherweise sagt man "Kolorado" (für Fluß, Staat und
Gummibärchen).
Erstens sind in letzterem eben nicht nur Gummibärchen drin, zweitens heißt
es „Color-Rado“ (strenggenommen „Color·Rado“, aber eine Multiplikation ist
wohl nicht gemeint), deshalb spreche ich es drittens anders (das erste r
hervorhebend – man spreche Color-TV, ersetze das TV durch ein Radio und
stehle diesem zuletzt das i).


vG
Oliver Cromm
2014-12-24 15:34:47 UTC
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Post by Volker Gringmuth
Post by Martin Gerdes
Post by Stephen Hust
Hört man "Coloredo" für "Colorado" auch in Deutschland?
Ja, von Angebern. Üblicherweise sagt man "Kolorado" (für Fluß, Staat und
Gummibärchen).
Erstens sind in letzterem eben nicht nur Gummibärchen drin, zweitens heißt
es „Color-Rado“ (strenggenommen „Color·Rado“, aber eine Multiplikation ist
wohl nicht gemeint), deshalb spreche ich es drittens anders (das erste r
hervorhebend – man spreche Color-TV, ersetze das TV durch ein Radio und
stehle diesem zuletzt das i).
"Color-TV" spräche ich aber Kallertivie. Auf deutsch heißt das
Fabbfernseh. Sagt jemand tatsächlich "Color" wie die Mitte von
"Kokolores"?
--
There are two ways of constructing a software design. One way is
to make it so simple that there are obviously no deficiencies.
And the other way is to make it so complicated that there are no
obvious deficiencies. The first method is far more difficult.
-- C. A. R. Hoare
Wolfgang Schwanke
2014-12-24 15:52:47 UTC
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Post by Oliver Cromm
"Color-TV" spräche ich aber Kallertivie. Auf deutsch heißt das
Fabbfernseh. Sagt jemand tatsächlich "Color" wie die Mitte von
"Kokolores"?
Ja. Als Buntfernsehen neu war, warben gerade auch deutsche TV-Hersteller
mit Produktbezeichnungen, die das Wort "Color" enthielten. Ich würd
davon ausgehen, dass das Lateinisch auszusprechen war.

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--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Oliver Cromm
2014-12-24 18:17:50 UTC
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Post by Wolfgang Schwanke
Post by Oliver Cromm
"Color-TV" spräche ich aber Kallertivie. Auf deutsch heißt das
Fabbfernseh. Sagt jemand tatsächlich "Color" wie die Mitte von
"Kokolores"?
Ja. Als Buntfernsehen neu war, warben gerade auch deutsche TV-Hersteller
mit Produktbezeichnungen, die das Wort "Color" enthielten. Ich würd
davon ausgehen, dass das Lateinisch auszusprechen war.
http://www.radiomuseum.org/images/radio/telefunken/palcolor_v3210_793894.jpg
http://hpbimg.marcelstvmuseum.com/grundig%20super%20color%206031%20totaal04.jpg
Stimmt, in Produktnamen häufig (Ich erinnere mich an "Nordmende
Spectra Color"), und da spreche ich das auch deutsch aus. Aber als
generisches Wort hat es den Weg in meinen Wortschatz nicht
geschafft, anders als sein Cousin "kolorieren".

Ähnlich ist es mit "TV": gesprochen Tefau z.B. als Teil des Namens
mancher Zeitschriften, aber als Wort für das Gerät oder den
Service benutze ich es nicht, empfinde es als Englisch und würde
dann zu Tivie neigen.

Ich bin wohl einfach kein Televisionär.
--
Software is getting slower
more rapidly than hardware becomes faster
--Wirth's law
Wolfgang Schwanke
2014-12-24 18:29:57 UTC
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Post by Oliver Cromm
Ähnlich ist es mit "TV": gesprochen Tefau z.B. als Teil des Namens
mancher Zeitschriften, aber als Wort für das Gerät oder den
Service benutze ich es nicht, empfinde es als Englisch und würde
dann zu Tivie neigen.
Nina Hagen sang 1978 "Tefau is ne Droge, Tefau macht süchtäsch"
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Oliver Cromm
2014-12-24 18:43:31 UTC
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Post by Wolfgang Schwanke
Post by Oliver Cromm
Ähnlich ist es mit "TV": gesprochen Tefau z.B. als Teil des Namens
mancher Zeitschriften, aber als Wort für das Gerät oder den
Service benutze ich es nicht, empfinde es als Englisch und würde
dann zu Tivie neigen.
Nina Hagen sang 1978 "Tefau is ne Droge, Tefau macht süchtäsch"
Ich kenne auch persönlich Leute, die das sagen, aber ich habe das
bisher immer als schrullig empfunden, vielleicht daß sie damit
eine Distanzierung zum Ausdruck bringen wollen oder sowas.

Ist es in irgendeiner Region oder Subkultur völlig normal, ohne
spezielle Konnotation?
--
If Helen Keller is alone in the forest and falls down, does she
make a sound?
-- Michael O'Donohue
Wolfgang Schwanke
2014-12-24 18:49:48 UTC
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Post by Oliver Cromm
Ist es in irgendeiner Region oder Subkultur völlig normal, ohne
spezielle Konnotation?
Ich empfinde die Aussprache als unauffällig. "Television" ist ja nicht
notwendigerweise Englisch.
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Manfred Hoß
2014-12-24 22:49:11 UTC
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Post by Oliver Cromm
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Oliver Cromm
Ähnlich ist es mit "TV": gesprochen Tefau z.B. als Teil des Namens
mancher Zeitschriften, aber als Wort für das Gerät oder den
Service benutze ich es nicht, empfinde es als Englisch und würde
dann zu Tivie neigen.
Nina Hagen sang 1978 "Tefau is ne Droge, Tefau macht süchtäsch"
Ich kenne auch persönlich Leute, die das sagen, aber ich habe das
bisher immer als schrullig empfunden, vielleicht daß sie damit
eine Distanzierung zum Ausdruck bringen wollen oder sowas.
Ist es in irgendeiner Region oder Subkultur völlig normal, ohne
spezielle Konnotation?
In meiner Umgebung ist Tefau völlig unauffällig. Hingegen kenne ich
persönlich niemanden, der Tivie sagt.

Gruß
Manfred.
Jakob Achterndiek
2014-12-25 10:40:09 UTC
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Am 24.12.2014, 19:43 Uhr, schrieb Oliver Cromm
Post by Oliver Cromm
Post by Wolfgang Schwanke
Nina Hagen sang 1978 "Tefau is ne Droge, Tefau macht süchtäsch"
[..]
Ist es in irgendeiner Region oder Subkultur völlig normal, ohne
spezielle Konnotation?
Als es für Radio und Fernsehen noch Fachgeschäfte gab statt
der heutigen Handelsketten, also in den 70er Jahren, da war
die Aussprache "Radio Tefau" ganz geläufig. Mit der "Hifi"
oder "Heifi" (unter Spöttern "Heifeideileitei") begann die
große Verwirrung.

j/\a
--
Volker Gringmuth
2014-12-24 18:22:14 UTC
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Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Ja. Als Buntfernsehen neu war, warben gerade auch deutsche TV-Hersteller
mit Produktbezeichnungen, die das Wort "Color" enthielten
Und noch heute tun es die Waschmittelhersteller. MUSEN steht Pärsiel Kolohr
im Regal, nicht Pärsiel Kaller und schon gar nicht Pörßel Kaller.


vG
Joachim Pense
2014-12-25 05:43:08 UTC
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Post by Wolfgang Schwanke
Ja. Als Buntfernsehen neu war, warben gerade auch deutsche TV-Hersteller
mit Produktbezeichnungen, die das Wort "Color" enthielten. Ich würd
davon ausgehen, dass das Lateinisch auszusprechen war.
Glaube ich nicht. Lateinisch wäre es mit Betonung auf der ersten Silbe.
Ich kenne "Color" im Deutschen aber ausschließlich auf der zweiten Silbe
betont.

Joachim
Sam Sung
2014-12-25 05:50:44 UTC
Antworten
Permalink
Post by Joachim Pense
Ich kenne "Color" im Deutschen aber ausschließlich auf der zweiten Silbe
betont.
Beispiel(e)?
Joachim Pense
2014-12-25 06:32:42 UTC
Antworten
Permalink
Post by Sam Sung
Post by Joachim Pense
Ich kenne "Color" im Deutschen aber ausschließlich auf der zweiten Silbe
betont.
Beispiel(e)?
Meine Aussage würde auch ohne Beispiele stimmen, da sie ja behauptet,
dass ich keine Beispiele kenne, wo die Aussprache anders ist.

Beispiele von "Color" im Deutschen? "Agfacolor" fällt mir halt ein; es
gibt/gab aber zahreiche Produktnamen (Filme, Waschmittel, alles was bunt
ist) mit dem Suffix -color, fällt mir nur grad eben keins ein.

Und dann eben "Color Climax", aber das habe ich bereits in meinem
anderen Beitrag erwähnt - da bin ich mir nicht so sicher, ob ich das je
gesprochen gehört habe.

Joachim
Sam Sung
2014-12-25 07:04:47 UTC
Antworten
Permalink
Post by Joachim Pense
Post by Sam Sung
Post by Joachim Pense
Ich kenne "Color" im Deutschen aber ausschließlich auf der zweiten Silbe
betont.
Beispiel(e)?
Meine Aussage würde auch ohne Beispiele stimmen, da sie ja behauptet,
dass ich keine Beispiele kenne, wo die Aussprache anders ist.
Beispiele von "Color" im Deutschen? "Agfacolor" fällt mir halt ein; es
gibt/gab aber zahreiche Produktnamen (Filme, Waschmittel, alles was bunt
ist) mit dem Suffix -color, fällt mir nur grad eben keins ein.
Fiel mir ebenfalls ein, ebenso Technicolor oder Tricolor.
Post by Joachim Pense
Und dann eben "Color Climax", aber das habe ich bereits in meinem
anderen Beitrag erwähnt - da bin ich mir nicht so sicher, ob ich das je
gesprochen gehört habe.
Ja. Mir fiel noch ein Koloratur, Koloraturgesang und Kolorit, kolorieren,
wobei sicherlich keine der beiden Silben extra betont wird, aber wenn,
dann würde ich/man wohl sicherlich eher zur Betonung der ersten Silbe
neigen...
Joachim Pense
2014-12-25 08:21:29 UTC
Antworten
Permalink
Post by Sam Sung
Ja. Mir fiel noch ein Koloratur, Koloraturgesang und Kolorit, kolorieren,
wobei sicherlich keine der beiden Silben extra betont wird, aber wenn,
dann würde ich/man wohl sicherlich eher zur Betonung der ersten Silbe
neigen...
Die würde ich nicht mitzählen, diese Bildungen sind aus abgeleiteten
Formen des Lateinischen bzw. Französischen importiert worden, nicht die
typischen Produktbezeichnungen mit "Color".
Sam Sung
2014-12-25 08:58:47 UTC
Antworten
Permalink
Post by Joachim Pense
Post by Sam Sung
Ja. Mir fiel noch ein Koloratur, Koloraturgesang und Kolorit, kolorieren,
wobei sicherlich keine der beiden Silben extra betont wird, aber wenn,
dann würde ich/man wohl sicherlich eher zur Betonung der ersten Silbe
neigen...
Die würde ich nicht mitzählen, diese Bildungen sind aus abgeleiteten
Formen des Lateinischen bzw. Französischen importiert worden, nicht die
typischen Produktbezeichnungen mit "Color".
Obwohl gerade zBl. die Trikolore gaanz stark auf dem 2. o betont ist...
Gunhild Simon
2014-12-25 12:19:18 UTC
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Permalink
Am Donnerstag, 25. Dezember 2014 09:58:47 UTC+1 schrieb Sam Sung:
...
Post by Sam Sung
Obwohl gerade zBl. die Trikolore gaanz stark auf dem 2. o betont ist...
Das ist ja auch ein genuin französisches Wort.
La tricolore, die dreifarbige Kokarde, deren
Farben Inbegriff der Revolution sind.

Gruß
Gunhild
Sam Sung
2014-12-25 12:36:57 UTC
Antworten
Permalink
Post by Gunhild Simon
...
Post by Sam Sung
Obwohl gerade zBl. die Trikolore gaanz stark auf dem 2. o betont ist...
Das ist ja auch ein genuin französisches Wort.
La tricolore, die dreifarbige Kokarde, deren
Farben Inbegriff der Revolution sind.
Post by Sam Sung
Die würde ich nicht mitzählen, diese Bildungen sind aus abgeleiteten
Formen des Lateinischen bzw. Französischen importiert worden, nicht die
typischen Produktbezeichnungen mit "Color".
Obwohl gerade zBl. die Trikolore gaanz stark auf dem 2. o betont ist...
Also du persönlich würdest sie dann halt mitzählen...
Sam Sung
2014-12-25 22:45:26 UTC
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Permalink
Post by Sam Sung
Post by Gunhild Simon
...
Post by Sam Sung
Obwohl gerade zBl. die Trikolore gaanz stark auf dem 2. o betont ist...
Das ist ja auch ein genuin französisches Wort.
La tricolore, die dreifarbige Kokarde, deren
Farben Inbegriff der Revolution sind.
Post by Sam Sung
Die würde ich nicht mitzählen, diese Bildungen sind aus abgeleiteten
Formen des Lateinischen bzw. Französischen importiert worden, nicht die
typischen Produktbezeichnungen mit "Color".
Obwohl gerade zBl. die Trikolore gaanz stark auf dem 2. o betont ist...
Also du persönlich würdest sie dann halt mitzählen...
Ach, übrigens, falls du selbst "Trikolor" noch nicht eingeordnet hattest;
das ist eine Art techn(olog)ischer Standard: http://tricolor.tv/
( http://de.wikipedia.org/wiki/Trikolor_TV )

Hat das denn auch was mit der französischen Trikolore zu tun oder
kommt das Wort eher woanders her? (Im Duden gibts das aber auch
http://www.duden.de/suchen/dudenonline/trikolor noch, da wird sogar
das î im Adjektiv irgendwie betont...)
Reinhard Zwirner
2014-12-26 00:47:10 UTC
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Sam Sung schrieb:

[...]
Post by Sam Sung
Hat das denn auch was mit der französischen Trikolore zu tun oder
kommt das Wort eher woanders her? [...]
Nein, es kommt nicht woanders her. Die französische Nationalflagge
ist wohl die erste solche und weist die Farben blau, weiß und rot = 3
Farben ("TriKolore") auf.

<http://www.nationalflaggen.de/flagge-frankreich.html>

HTH

Reinhard
Wolfgang Schwanke
2014-12-26 04:31:27 UTC
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Post by Gunhild Simon
...
Post by Sam Sung
Obwohl gerade zBl. die Trikolore gaanz stark auf dem 2. o betont ist...
Das ist ja auch ein genuin französisches Wort.
Naja es ist eher eher ein latinisiertes Kunstwort.
Französisch wäre "trois couleurs".
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Roland Franzius
2014-12-26 05:14:43 UTC
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Post by Wolfgang Schwanke
Post by Gunhild Simon
...
Post by Sam Sung
Obwohl gerade zBl. die Trikolore gaanz stark auf dem 2. o betont ist...
Das ist ja auch ein genuin französisches Wort.
Naja es ist eher eher ein latinisiertes Kunstwort.
Französisch wäre "trois couleurs".
Merkwürdigerweise findet google unter tricolore francais nur eine
Hunderasse.

Dafür weiß aber die italienische wikipedie, dass die französische
Tricolore 1794, die italienische 1797 entstand und dass die französische
Marineflagge im Verhältnis 30:33:37 geteilt ist.

Der deutsche wikipedianer kann also noch unendlich viel dazulernen.
--
Roland Franzius
Stephen Hust
2014-12-25 09:25:25 UTC
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Post by Joachim Pense
Beispiele von "Color" im Deutschen? "Agfacolor" fällt mir halt ein; es
gibt/gab aber zahreiche Produktnamen (Filme, Waschmittel, alles was bunt
ist) mit dem Suffix -color, fällt mir nur grad eben keins ein.
Ich bilde mir ein, daß es vor vielen Jahren im österreichischen
Fernsehen Werbung für "Fewa Color" gegeben hat (co-LOR) - zum
Unterschied von "Fewa Wolle". Auf Youtube finde ich nur alte Werbung für
Fewa, ohne Color, aber die ist wahrscheinlich aus Deutschland, wo man
den Unterschied nicht betonen mußte, weil das Wollwaschmittel nicht
"Fewa Wolle" sondern "Perwoll" geheißen hat.
--
Steve

My e-mail address works as is.
Wolfgang Schwanke
2014-12-25 08:24:58 UTC
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Permalink
Post by Joachim Pense
Post by Wolfgang Schwanke
Ja. Als Buntfernsehen neu war, warben gerade auch deutsche TV-Hersteller
mit Produktbezeichnungen, die das Wort "Color" enthielten. Ich würd
davon ausgehen, dass das Lateinisch auszusprechen war.
Glaube ich nicht. Lateinisch wäre es mit Betonung auf der ersten Silbe.
Ich kenne "Color" im Deutschen aber ausschließlich auf der zweiten Silbe
betont.
Dann ist es ein am Lateinischen orientiertes Kunstwort. Heute wird in
den Medien jedes Fremdwort bis zum Beweis des Gegenteils
Pseudo-Englisch ausgesprochen, aber das war damals nicht so.
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Joachim Pense
2014-12-25 08:48:44 UTC
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Post by Wolfgang Schwanke
Dann ist es ein am Lateinischen orientiertes Kunstwort. Heute wird in
den Medien jedes Fremdwort bis zum Beweis des Gegenteils
Pseudo-Englisch ausgesprochen, aber das war damals nicht so.
Das ist wahr.
Joachim Pense
2014-12-25 08:49:16 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Dann ist es ein am Lateinischen orientiertes Kunstwort. Heute wird in
den Medien jedes Fremdwort bis zum Beweis des Gegenteils
Pseudo-Englisch ausgesprochen, aber das war damals nicht so.
Das ist wahr.
Roland Franzius
2014-12-25 10:28:57 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Oliver Cromm
"Color-TV" spräche ich aber Kallertivie. Auf deutsch heißt das
Fabbfernseh. Sagt jemand tatsächlich "Color" wie die Mitte von
"Kokolores"?
Ja. Als Buntfernsehen neu war, warben gerade auch deutsche TV-Hersteller
mit Produktbezeichnungen, die das Wort "Color" enthielten. Ich würd
davon ausgehen, dass das Lateinisch auszusprechen war.
http://www.radiomuseum.org/images/radio/telefunken/palcolor_v3210_793894.jpg
http://hpbimg.marcelstvmuseum.com/grundig%20super%20color%206031%20totaal04.jpg
Colór ist schon etwas älter und kam so um 1935 mit agfacolór, dann nach
dem Krieg auch mit Kodakcolór und so um 1958 mit Technicolór unter uns.
Veraltete als romanisches und breitgetrenes Wort plötzlich und wurde
dann im Zuge der Renaissance der Wissenschaftss- und
Hellenenbegeisterung von -chrome verdrängt.

--

Roland Franzius
Andreas Karrer
2014-12-25 13:09:34 UTC
Antworten
Permalink
Post by Roland Franzius
Colór ist schon etwas älter und kam so um 1935 mit agfacolór, dann nach
dem Krieg auch mit Kodakcolór und so um 1958 mit Technicolór unter uns.
Drei-Streifen-Technicolor ist das älteste erfolgreiche
Farbfilmverfahren, Snow White, 1937; Gone with the Wind, 1939. In
Buchers Lexikon des Films steht, dass der Name so bekannt war, dass er
zu einem Synonym für Farbfilm wurde - das kann sich allerdings auch auf
den englischen Sprachraum beziehen.


- Andi
Volker Gringmuth
2014-12-25 21:36:08 UTC
Antworten
Permalink
Post by Roland Franzius
Veraltete als romanisches und breitgetrenes Wort plötzlich und wurde
dann im Zuge der Renaissance der Wissenschaftss- und
Hellenenbegeisterung von -chrome verdrängt.
In der chemischen Fotografie stand -color immer für einen Farbnegativfilm
(für Papierabzüge), während -chrome Farbumkehrfilme (für buenos Dias)
bezeichnete:

Kodacolor – Kodachrome (das waren die kodak-proprietären Filme, die
Filme für das Standardverfahren E6 hießen hier Ektachrome)
Fujicolor - Fujichrome (mein Lieblingsfilm)
Agfacolor - Agfachrome

Insofern kann ich deine Verdrängungstheorie nicht ganz nachvollziehen.

Alles WIMRE, ist ja Jahrtausende her.


vG
Christian Weisgerber
2014-12-24 20:02:52 UTC
Antworten
Permalink
Post by Oliver Cromm
"Color-TV" spräche ich aber Kallertivie. Auf deutsch heißt das
Fabbfernseh. Sagt jemand tatsächlich "Color" wie die Mitte von
"Kokolores"?
Vor 30 Jahren im Werbefernsehen? "Colorwaschmittel"?
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Volker Gringmuth
2014-12-24 21:18:29 UTC
Antworten
Permalink
Post by Christian Weisgerber
Vor 30 Jahren im Werbefernsehen? "Colorwaschmittel"?
Vor 30 Jahren war das ja noch fast handkalleriert! Da steckte Agfacaller ja
noch in den Kinderschuhen.


vG
Jakob Achterndiek
2014-12-25 10:49:35 UTC
Antworten
Permalink
Da steckte Agfacaller ja noch in den Kinderschuhen.
Da sagte man aber in den nördlichen Provinzen schon "Agfakol'or"
mit Betoniung auf der letzten Silbe. Und breitere Zungen sagten,
ebenso betont, "Akfakol'oäh". Mit einem Diphthong, für den es
noch immer keine Schreibung gibt.

j/\a
--
Volker Gringmuth
2014-12-25 21:37:33 UTC
Antworten
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Da steckte Agfacaller ja noch in den Kinderschuhen.
Da sagte man aber in den nördlichen Provinzen schon "Agfakol'or"
mit Betoniung auf der letzten Silbe.
Dieses Kallerit wollte ich ironisch verdeutlichen, ja. Ich kenne nur die
von dir angegebene Aussprache.


vG
Wolfgang Schwanke
2014-12-24 21:53:21 UTC
Antworten
Permalink
Post by Christian Weisgerber
Vor 30 Jahren im Werbefernsehen? "Colorwaschmittel"?
Oh my darling Clementine :)
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Joachim Pense
2014-12-25 05:49:12 UTC
Antworten
Permalink
Post by Christian Weisgerber
Post by Oliver Cromm
"Color-TV" spräche ich aber Kallertivie. Auf deutsch heißt das
Fabbfernseh. Sagt jemand tatsächlich "Color" wie die Mitte von
"Kokolores"?
Vor 30 Jahren im Werbefernsehen? "Colorwaschmittel"?
vor 40 bis 45 Jahren wurde der dänische Beitrag zur Weltkultur ("Color
Climax") meines Wissens ausschließlich deutsch ausgesprochen.
Andererseits, wenn ich recht darüber nachdenke, bin ich mir gar nicht so
sicher, ob ich den Namen jemals gesprochen gehört habe.

Joachim
Joachim Pense
2014-12-25 06:34:00 UTC
Antworten
Permalink
Post by Joachim Pense
Climax") meines Wissens ausschließlich deutsch ausgesprochen.
in Deutschland natürlich.
Wolfgang Schwanke
2014-12-25 08:25:38 UTC
Antworten
Permalink
der dänische Beitrag zur Weltkultur ("Color Climax")
Es gibt auch Plundergebäck, Hot Dogs und Vivi Bach.
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Martin Gerdes
2014-12-24 22:00:08 UTC
Antworten
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Post by Martin Gerdes
Post by Stephen Hust
Hört man "Coloredo" für "Colorado" auch in Deutschland?
Ja, von Angebern. Üblicherweise sagt man "Kolorado" (für Fluß, Staat und
Gummibärchen).
Erstens sind in letzterem eben nicht nur Gummibärchen drin, zweitens heißt
es „Color-Rado“
... und drittens spricht Thomas Gottschalk den Produktnamen aus wie oben
angegeben. Und das ist für mich (Tschuldigung!) das stärkere Argument
als Deine ungehörte Aussprache.
Volker Gringmuth
2014-12-25 07:30:12 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Volker Gringmuth
Post by Martin Gerdes
Post by Stephen Hust
Hört man "Coloredo" für "Colorado" auch in Deutschland?
Ja, von Angebern. Üblicherweise sagt man "Kolorado" (für Fluß, Staat
und Gummibärchen).
Erstens sind in letzterem eben nicht nur Gummibärchen drin, zweitens
heißt es „Color-Rado“
... und drittens spricht Thomas Gottschalk den Produktnamen aus wie oben
angegeben. Und das ist für mich (Tschuldigung!) das stärkere Argument
als Deine ungehörte Aussprache.
Na, wenn Gottschalk die neue Standardaussprache begründet, muß er sich
zumindest um seine Altersversorgung keine Gedanken mehr machen.


vG
Martin Gerdes
2014-12-26 01:00:05 UTC
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Post by Volker Gringmuth
Post by Martin Gerdes
Post by Volker Gringmuth
Post by Martin Gerdes
Post by Stephen Hust
Hört man "Coloredo" für "Colorado" auch in Deutschland?
Ja, von Angebern. Üblicherweise sagt man "Kolorado" (für Fluß, Staat
und Gummibärchen).
Erstens sind in letzterem eben nicht nur Gummibärchen drin, zweitens
heißt es „Color-Rado“
... und drittens spricht Thomas Gottschalk den Produktnamen aus wie oben
angegeben. Und das ist für mich (Tschuldigung!) das stärkere Argument
als Deine ungehörte Aussprache.
Na, wenn Gottschalk die neue Standardaussprache begründet, muß er sich
zumindest um seine Altersversorgung keine Gedanken mehr machen.
Das ohnehin nicht. Ansonsten bleibt für mich eine in einem öffentlichen
Medium präsentierte Ausspracheweise (und sei es ein Werbespot) das
stärkere Argument gegenüber der Privataussprache eines einzelnen (wenn
dazuhin die zweitere kontraintuitiv ist).
Christian Weisgerber
2014-12-23 23:47:43 UTC
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Post by Stephen Hust
Wie auch immer, es geht in diesem mit Parenthesen bespickten Beitrag um
die deutsche Aussprache des a in "Colorado".
/a:/
Post by Stephen Hust
Gestern in einer österreichischen Nachrichtensendung sagte die
Sprecherin weder "Color&do" (wie a in den englischen Wörtern /cat/ oder
/map/ (so spreche ich es aus)) noch, was eher zu erwarten wäre,
"ColorAdo" (etwa wie a in Vater oder /father/ (so sprechen manche
Amerikaner es aus (nach Merriam Webster /chiefly outsiders/))), sondern
"Coloredo" oder "ColoreIdo" (wie Beet bzw. engl. /play/ oder /mail/).
Überrascht war ich nicht, daß sie "Coloredo" sagt, denn ich höre diese
Variante nicht zum ersten Mal, aber ich habe sie schon länger nicht
gehört, und ich frage mich, wie es kommt, daß man das Wort so
ausspricht. Glaubt man, daß die Amerikaner es so aussprechen?
Ja. :-)

Die englische Aussprache ist nicht offensichtlich, /eI/ ist eine
plausible Annahme. Man müsste mal Briten und Australier testen.

(Spokane z.B. wird IIRC auch gerne von Amerikanern falsch ausgesprochen.)
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Volker Gringmuth
2014-12-24 06:49:43 UTC
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Post by Christian Weisgerber
(Spokane z.B. wird IIRC auch gerne von Amerikanern falsch ausgesprochen.)
Tacksen (Arizona) aber eher von Deutschen.


vG
Oliver Cromm
2014-12-24 18:19:51 UTC
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Post by Volker Gringmuth
Post by Christian Weisgerber
(Spokane z.B. wird IIRC auch gerne von Amerikanern falsch ausgesprochen.)
Tacksen (Arizona) aber eher von Deutschen.
Beatles-Ignoranten, denen ist eh nicht zu helfen.
--
Pentiums melt in your PC, not in your hand.
Volker Gringmuth
2014-12-24 21:14:40 UTC
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Post by Oliver Cromm
Post by Volker Gringmuth
Post by Christian Weisgerber
(Spokane z.B. wird IIRC auch gerne von Amerikanern falsch
ausgesprochen.)
Tacksen (Arizona) aber eher von Deutschen.
Beatles-Ignoranten, denen ist eh nicht zu helfen.
Get back.


vG
Uwe Schickedanz
2014-12-24 22:36:11 UTC
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On Wed, 24 Dec 2014 22:14:40 +0100, Volker Gringmuth
Post by Volker Gringmuth
Post by Oliver Cromm
Post by Volker Gringmuth
Post by Christian Weisgerber
(Spokane z.B. wird IIRC auch gerne von Amerikanern falsch
ausgesprochen.)
Tacksen (Arizona) aber eher von Deutschen.
Beatles-Ignoranten, denen ist eh nicht zu helfen.
Get back.
to the USSSR?!?

Gruß Uwe
--
"Wer grün wählt, wählt den Krieg, das ist so sicher
wie das Amen in der Kirche" Willy Wimmer
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Wolfgang Schwanke
2014-12-24 22:42:29 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
Post by Volker Gringmuth
Get back.
to the USSSR?!?
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--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Andreas Karrer
2014-12-24 23:45:11 UTC
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Post by Oliver Cromm
Post by Volker Gringmuth
Post by Christian Weisgerber
(Spokane z.B. wird IIRC auch gerne von Amerikanern falsch ausgesprochen.)
Tacksen (Arizona) aber eher von Deutschen.
Beatles-Ignoranten, denen ist eh nicht zu helfen.
Kann auch sein, dass man zwar die Aussprache aus Get Back kennt, aber
nicht darauf kommt, dass damit ein Ort gemeint sein könnte, den man
Tucson schreibt.

Da ist nichts Ehrenrühriges dabei. Die Seite
http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_places_in_the_United_States_with_counterintuitive_pronunciations
ist so lang, dass man sie in zwei aufgeteilt hat. Für UK gibt es nochmal drei.


- Andi
Martin Gerdes
2014-12-26 01:00:04 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Volker Gringmuth
Tacksen (Arizona) aber eher von Deutschen.
Da ist nichts Ehrenrühriges dabei. Die Seite
http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_places_in_the_United_States_with_counterintuitive_pronunciations
ist so lang, dass man sie in zwei aufgeteilt hat. Für UK gibt es nochmal drei.
Erstaunlich, diese Seite (und nützlich). Offenbar finden amerikanische
Wikipedianer nichts dabei, "Sammlungen" in den Bestand aufzunehmen.
Hierzulande gälte das als "Theoriefindung".
Joachim Pense
2014-12-24 07:27:06 UTC
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Post by Christian Weisgerber
(Spokane z.B. wird IIRC auch gerne von Amerikanern falsch ausgesprochen.)
Welche Falschaussprache ist üblich? Betonung auf dem o?

Joachim
Volker Gringmuth
2014-12-24 07:43:52 UTC
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Post by Joachim Pense
Post by Christian Weisgerber
(Spokane z.B. wird IIRC auch gerne von Amerikanern falsch
ausgesprochen.)
Welche Falschaussprache ist üblich? Betonung auf dem o?
Ich habs auch schon dreisilbig gehört: Spokännie.
Also analog zur Aussprache von "recipe".


vG
Bertel Lund Hansen
2014-12-24 09:08:10 UTC
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Post by Joachim Pense
Post by Christian Weisgerber
(Spokane z.B. wird IIRC auch gerne von Amerikanern falsch ausgesprochen.)
Welche Falschaussprache ist üblich? Betonung auf dem o?
Ich vermute "spou'kain".
--
Bertel, Dänemark
Christian Weisgerber
2014-12-24 20:00:04 UTC
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Post by Joachim Pense
Post by Christian Weisgerber
(Spokane z.B. wird IIRC auch gerne von Amerikanern falsch ausgesprochen.)
Welche Falschaussprache ist üblich? Betonung auf dem o?
/eɪ/ statt /æ/.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Wolfgang Schwanke
2014-12-24 15:54:13 UTC
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Post by Christian Weisgerber
(Spokane z.B. wird IIRC auch gerne von Amerikanern falsch ausgesprochen.)
Wie ist es denn richtig?
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Thomas Schade
2014-12-24 16:00:00 UTC
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Post by Wolfgang Schwanke
Post by Christian Weisgerber
(Spokane z.B. wird IIRC auch gerne von Amerikanern falsch ausgesprochen.)
Wie ist es denn richtig?
Laut Wikipedie:
|Spokane (pronunciation: /spoʊˈkæn/ spoh-KAN) is a city in the state of
Washington

<http://en.wikipedia.org/wiki/Spokane,_Washington>


Ciao
Toscha
--
Das ist die harte Zeit zwischen Twen-Tours und Seniorenpass!
Keiner gibt Rabatt - keiner der Erbarmen hat!
[Stoppok)]
Bertel Lund Hansen
2014-12-24 18:32:13 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Wolfgang Schwanke
Wie ist es denn richtig?
|Spokane (pronunciation: /spoʊˈkæn/ spoh-KAN) is a city in the state of
Washington
dictionay.com stimmt zu.
--
Bertel, Dänemark
Stephen Hust
2014-12-24 19:01:22 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Christian Weisgerber
(Spokane z.B. wird IIRC auch gerne von Amerikanern falsch ausgesprochen.)
Wie ist es denn richtig?
|Spokane (pronunciation: /spoʊˈkæn/ spoh-KAN) is a city in the state of
Washington
<http://en.wikipedia.org/wiki/Spokane,_Washington>
Ich kann mich nicht erinnern, es je anders gehört zu haben.
--
Steve

My e-mail address works as is.
Dieter Britz
2014-12-25 09:59:16 UTC
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Post by Christian Weisgerber
Post by Stephen Hust
Wie auch immer, es geht in diesem mit Parenthesen bespickten Beitrag um
die deutsche Aussprache des a in "Colorado".
/a:/
[...]
Post by Christian Weisgerber
Die englische Aussprache ist nicht offensichtlich, /eI/ ist eine
plausible Annahme. Man müsste mal Briten und Australier testen.
Hier ein (Ex-)Australier: wir sprechen das mit A aus, also wie
in Vater. Aber ich kann mir denken, dass es in USAmerika
verschieden ausgesprochen wird, abhängig davon, wo sie sind. Man
sollte mehrere USAmerikaner testen. Ich frage mal meinen Freund,
der aus Brooklyn stammt.
--
Dieter Britz
Bertel Lund Hansen
2014-12-24 08:55:19 UTC
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Post by Stephen Hust
Gestern in einer österreichischen Nachrichtensendung sagte die
Sprecherin weder "Color&do" (wie a in den englischen Wörtern /cat/ oder
/map/ (so spreche ich es aus)) noch, was eher zu erwarten wäre,
"ColorAdo" (etwa wie a in Vater oder /father/ (so sprechen manche
Amerikaner es aus (nach Merriam Webster /chiefly outsiders/))), sondern
"Coloredo" oder "ColoreIdo" (wie Beet bzw. engl. /play/ oder /mail/).
Überrascht war ich nicht, daß sie "Coloredo" sagt, denn ich höre diese
Variante nicht zum ersten Mal, aber ich habe sie schon länger nicht
gehört, und ich frage mich, wie es kommt, daß man das Wort so
ausspricht.
So würde den Namen ausgesprochen werden, wenn die besondere
Aussprache nicht existierte - und bis jetzt war das auch meine
englische Aussprache. Ich musste auf dictionary.com nachschlagen
um zu kontrollieren, das deine Aussage richtig war.

Die aussprache von fremden Namen fällt in drei Kategorien:

1. Die korrekte Aussprache, wie es in der fremden Sprache lautet.
2. Eine Aussprache, die in der lokalen Sprache natürlich ist.
3. Eine Pseudoaussprache, die die Regeln von der fremden Sprache
folgt, was aber nur nicht mit der eigentliche Aussprache stimmt.

Beispiel "Nike" (vom Dänishem).
1. "naikii"
2. "nike"
3. "naik"
Post by Stephen Hust
Glaubt man, daß die Amerikaner es so aussprechen?
Entweder das, ode man hat es so lange geglaubt, dass man die
Aussprache nicht ändert, nachdem man klüger geworden ist.

Dir dänische Aussprache von "Colorado" ist zufäligerweise ganz
nahe zu der englischen. Nur haben wir keinen Diphthong auf "o",
und unser R ist ganz schwach.
--
Bertel, Dänemark
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