Discussion:
unter Wasser stuten?
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w***@wp.pl
2018-09-10 12:18:33 UTC
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Guten Tag,

eine Szene aus einem deutschen Kinderfilm: ein Junge drückt den Kopf seines Freundes beim Schwimmen unter Wasser.
Am Abend erzählt er das seiner Mutter. Sie wundert sich und sagt: Er hat dich unter Wasser gestuht? Ich kann es nicht glauben, dass er dich aus feien Stücken untergestuht hat.
Wahrscheinlich habe ich dieses Verb falsch entziffert. Wie schreibt man es.

Hier habe ich leider nur die russische Fassung mit dutschen Stimmen im Hintergrund:


Danke im Voraus für Eure Antwort.
Gruß
Marcin
Jan Bruns
2018-09-10 12:52:08 UTC
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Post by w***@wp.pl
eine Szene aus einem deutschen Kinderfilm: ein Junge drückt den Kopf
seines Freundes beim Schwimmen unter Wasser.
Am Abend erzählt er das seiner Mutter. Sie wundert sich und sagt: Er hat
dich unter Wasser gestuht? Ich kann es nicht glauben, dass er dich aus
feien Stücken untergestuht hat.
Wahrscheinlich habe ich dieses Verb falsch entziffert. Wie schreibt man es.
Ich denke, da geht es um eine Handlung, für die sehr viele verschiedene
unterschiedliche regionale Bezeichnungen verwendet werden. Wobei mir
allerdings spontan keine einzige solche Bezeichnung einfällt. Ich würde
wohl einfach von "unter Wasser drücken" oder "untertauchen" sprechen.

Daher kann ich Dir jetzt auch nicht sagen, ob Du das Wort richtig
entziffert hast.
Vielleicht eine durch Auslassungen entstandene Form des Verbs
"stülpen" (umhüllen, mit etwas umziehen/überziehen)?
Post by w***@wp.pl
http://youtu.be/zmUQsnYFmXI
Äh, der Film geht 2Std., da habe ich jetzt keine Lust zu.

Gruss

Jan Bruns
Frank Hucklenbroich
2018-09-10 13:21:42 UTC
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Post by Jan Bruns
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eine Szene aus einem deutschen Kinderfilm: ein Junge drückt den Kopf
seines Freundes beim Schwimmen unter Wasser.
Am Abend erzählt er das seiner Mutter. Sie wundert sich und sagt: Er hat
dich unter Wasser gestuht? Ich kann es nicht glauben, dass er dich aus
feien Stücken untergestuht hat.
Wahrscheinlich habe ich dieses Verb falsch entziffert. Wie schreibt man es.
Ich denke, da geht es um eine Handlung, für die sehr viele verschiedene
unterschiedliche regionale Bezeichnungen verwendet werden. Wobei mir
allerdings spontan keine einzige solche Bezeichnung einfällt. Ich würde
wohl einfach von "unter Wasser drücken" oder "untertauchen" sprechen.
Daher kann ich Dir jetzt auch nicht sagen, ob Du das Wort richtig
entziffert hast.
Evtl. "stuppen"? Ist im Rheinland üblich für "anstoßen" oder "stoßen". Man
könnte es auch fürs Untertauchen verwenden, auch wenn ich diese Verwendung
selbst so noch nicht gehört habe.

Grüße,

Frank
Florian Ritter
2018-09-22 15:09:28 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Jan Bruns
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eine Szene aus einem deutschen Kinderfilm: ein Junge drückt den Kopf
seines Freundes beim Schwimmen unter Wasser.
Am Abend erzählt er das seiner Mutter. Sie wundert sich und sagt: Er hat
dich unter Wasser gestuht? Ich kann es nicht glauben, dass er dich aus
feien Stücken untergestuht hat.
Wahrscheinlich habe ich dieses Verb falsch entziffert. Wie schreibt man es.
Ich denke, da geht es um eine Handlung, für die sehr viele verschiedene
unterschiedliche regionale Bezeichnungen verwendet werden. Wobei mir
allerdings spontan keine einzige solche Bezeichnung einfällt. Ich würde
wohl einfach von "unter Wasser drücken" oder "untertauchen" sprechen.
Daher kann ich Dir jetzt auch nicht sagen, ob Du das Wort richtig
entziffert hast.
Evtl. "stuppen"? Ist im Rheinland üblich für "anstoßen" oder "stoßen". Man
könnte es auch fürs Untertauchen verwenden, auch wenn ich diese Verwendung
selbst so noch nicht gehört habe.
Berlin & nördlich: "stuken" oder "dükern" - FR
Peter Meyns
2018-09-10 13:47:34 UTC
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eine Szene aus einem deutschen Kinderfilm: ein Junge drückt den
Kopf seines Freundes beim Schwimmen unter Wasser.
Er hat dich unter Wasser gestuht? Ich kann es nicht glauben, dass er
dich aus feien Stücken untergestuht hat.
Wahrscheinlich habe ich dieses Verb falsch entziffert. Wie schreibt man es.
Aus meiner Kindheit in Hamburg kenne ich (unter)stuken für jemanden
untertauchen.
--
Gruß
Peter
Jan Bruns
2018-09-10 22:31:07 UTC
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Post by Peter Meyns
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eine Szene aus einem deutschen Kinderfilm: ein Junge drückt den Kopf
seines Freundes beim Schwimmen unter Wasser.
Er hat dich unter Wasser gestuht? Ich kann es nicht glauben, dass er
dich aus feien Stücken untergestuht hat.
Wahrscheinlich habe ich dieses Verb falsch entziffert. Wie schreibt man es.
Aus meiner Kindheit in Hamburg kenne ich (unter)stuken für jemanden
untertauchen.
Interessant. Ich meine das auch schonmal gehört zu haben, hab das aber
als Erinnerung an Westfälische Unart eingeordnet. Für mein
Sprachempfinden wäre das jedenfalls eine ekelerregende Wortschöpfung.

Gruss

Jan Bruns
Heinz Lohmann
2018-09-11 00:50:33 UTC
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Post by Jan Bruns
Post by Peter Meyns
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eine Szene aus einem deutschen Kinderfilm: ein Junge drückt den Kopf
seines Freundes beim Schwimmen unter Wasser.
Er hat dich unter Wasser gestuht? Ich kann es nicht glauben, dass er
dich aus feien Stücken untergestuht hat.
Wahrscheinlich habe ich dieses Verb falsch entziffert. Wie schreibt man es.
Aus meiner Kindheit in Hamburg kenne ich (unter)stuken für jemanden
untertauchen.
Interessant. Ich meine das auch schonmal gehört zu haben, hab das aber
als Erinnerung an Westfälische Unart eingeordnet. Für mein
Sprachempfinden wäre das jedenfalls eine ekelerregende Wortschöpfung.
Gruss
Jan Bruns
Im Münsterland nannten wir das "döppen". Münsterländer Platt.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Ewald Pfau
2018-09-11 06:13:55 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Jan Bruns
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eine Szene aus einem deutschen Kinderfilm: ein Junge drückt den Kopf
seines Freundes beim Schwimmen unter Wasser.
Er hat dich unter Wasser gestuht? Ich kann es nicht glauben, dass er
dich aus feien Stücken untergestuht hat.
Wahrscheinlich habe ich dieses Verb falsch entziffert. Wie schreibt man es.
Aus meiner Kindheit in Hamburg kenne ich (unter)stuken für jemanden
untertauchen.
Interessant. Ich meine das auch schonmal gehört zu haben, hab das aber
als Erinnerung an Westfälische Unart eingeordnet. Für mein
Sprachempfinden wäre das jedenfalls eine ekelerregende Wortschöpfung.
Im Münsterland nannten wir das "döppen". Münsterländer Platt.
Wie wär's mit eintunken, untertunken?
Christina Kunze
2018-09-11 14:04:46 UTC
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Post by Ewald Pfau
Post by Heinz Lohmann
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eine Szene aus einem deutschen Kinderfilm: ein Junge drückt den Kopf
seines Freundes beim Schwimmen unter Wasser.
Er hat dich unter Wasser gestuht? Ich kann es nicht glauben, dass er
dich aus feien Stücken untergestuht hat.
Wahrscheinlich habe ich dieses Verb falsch entziffert. Wie schreibt man es.
Aus meiner Kindheit in Hamburg kenne ich (unter)stuken für jemanden
untertauchen.
Interessant. Ich meine das auch schonmal gehört zu haben, hab das aber
als Erinnerung an Westfälische Unart eingeordnet. Für mein
Sprachempfinden wäre das jedenfalls eine ekelerregende Wortschöpfung.
Im Münsterland nannten wir das "döppen". Münsterländer Platt.
Wie wär's mit eintunken, untertunken?
Eintunken kann man den Pinsel in Wasser, Brot in Suppe und Kekse in
Kaffee kann man stippen (und bestimmt auch tunken), aber Menschen unter
Wasser werden auch bei uns gestukt.
Da ist mit drin, dass sie versuchen hochzukommen, was Pinsel, Brot und
Kekse ja nun eher nicht machen.

chr
Heinz Lohmann
2018-09-11 15:39:08 UTC
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Post by Christina Kunze
Post by Ewald Pfau
Post by Heinz Lohmann
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eine Szene aus einem deutschen Kinderfilm: ein Junge drückt den Kopf
seines Freundes beim Schwimmen unter Wasser.
Er hat dich unter Wasser gestuht? Ich kann es nicht glauben, dass er
dich aus feien Stücken untergestuht hat.
Wahrscheinlich habe ich dieses Verb falsch entziffert. Wie schreibt man es.
Aus meiner Kindheit in Hamburg kenne ich (unter)stuken für jemanden
untertauchen.
Interessant. Ich meine das auch schonmal gehört zu haben, hab das aber
als Erinnerung an Westfälische Unart eingeordnet. Für mein
Sprachempfinden wäre das jedenfalls eine ekelerregende Wortschöpfung.
Im Münsterland nannten wir das "döppen". Münsterländer Platt.
Wie wär's mit eintunken, untertunken?
Eintunken kann man den Pinsel in Wasser, Brot in Suppe und Kekse in
Kaffee kann man stippen (und bestimmt auch tunken), aber Menschen unter
Wasser werden auch bei uns gestukt.
Da ist mit drin, dass sie versuchen hochzukommen, was Pinsel, Brot und
Kekse ja nun eher nicht machen.
Na, zumindest getrocknetes Weißbrot (Knabbeln) hab ich im Kaffee
durchaus schon wieder auftauchen sehen.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Detlef Meißner
2018-09-11 15:41:48 UTC
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Post by Christina Kunze
Eintunken kann man den Pinsel in Wasser, Brot in Suppe und Kekse in
Kaffee kann man stippen (und bestimmt auch tunken), aber Menschen unter
Wasser werden auch bei uns gestukt.
Da ist mit drin, dass sie versuchen hochzukommen, was Pinsel, Brot und
Kekse ja nun eher nicht machen.
Na, zumindest getrocknetes Weißbrot (Knabbeln) hab ich im Kaffee durchaus
schon wieder auftauchen sehen.
Pinsel kommen auch hoch, zumindest die in Wasser stehenden
Aquarellpinsel.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
x***@gmail.com
2018-10-19 11:20:22 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Christina Kunze
Eintunken kann man den Pinsel in Wasser, Brot in Suppe und Kekse in
Kaffee kann man stippen (und bestimmt auch tunken), aber Menschen unter
Wasser werden auch bei uns gestukt.
Da ist mit drin, dass sie versuchen hochzukommen, was Pinsel, Brot und
Kekse ja nun eher nicht machen.
Na, zumindest getrocknetes Weißbrot (Knabbeln) hab ich im Kaffee
durchaus schon wieder auftauchen sehen.
Wer Weißbrot trocknet und strafverschärfend in Kaffee schmeißt,
ist nach meinem Verständnis schon mal kein anständiger Mensch.
Der kernige Norddeutsche delektiert sich an Roggenvollkornbrot -
jeden Mittwoch buk eine wönzöge Bäckerei in Greifswald solches
und war dessen Verzehr, noch ofenwarm, mit Butter und Salz mir
ein Fest, ein wahres Fest.

FR
Ewald Pfau
2018-09-11 16:20:37 UTC
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Post by Christina Kunze
Eintunken kann man den Pinsel in Wasser, Brot in Suppe und Kekse in
Kaffee kann man stippen (und bestimmt auch tunken), aber Menschen unter
Wasser werden auch bei uns gestukt.
Da ist mit drin, dass sie versuchen hochzukommen, was Pinsel, Brot und
Kekse ja nun eher nicht machen.
Kann ich nachvollziehen. Lerne somit eine neue Vokabel (tatsächlich - war in
meinem Umfeld nie in Verwendung und eine genau treffende hätte ich nicht,
untergetunkt wurde zuweilen gesagt, nicht dass das gut passend wäre). Da
muss ich mich vorsichtig annähern.
Martin Gerdes
2018-09-11 20:44:41 UTC
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Post by Christina Kunze
Post by Ewald Pfau
Wie wär's mit eintunken, untertunken?
Eintunken kann man den Pinsel in Wasser, Brot in Suppe und Kekse in
Kaffee kann man stippen (und bestimmt auch tunken), aber Menschen unter
Wasser werden auch bei uns gestukt.
Da ist mit drin, dass sie versuchen hochzukommen, was Pinsel, Brot und
Kekse ja nun eher nicht machen.
Pinsel nicht, Brot auch nicht, Kekse aber durchaus, weil die Flüssigkeit
nur schwer in sie eindringt und sie daher zunächst noch nennenswert
Auftrieb haben.
Frank Hucklenbroich
2018-09-11 06:24:32 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Jan Bruns
Post by Peter Meyns
Post by w***@wp.pl
eine Szene aus einem deutschen Kinderfilm: ein Junge drückt den Kopf
seines Freundes beim Schwimmen unter Wasser.
Er hat dich unter Wasser gestuht? Ich kann es nicht glauben, dass er
dich aus feien Stücken untergestuht hat.
Wahrscheinlich habe ich dieses Verb falsch entziffert. Wie schreibt man es.
Aus meiner Kindheit in Hamburg kenne ich (unter)stuken für jemanden
untertauchen.
Interessant. Ich meine das auch schonmal gehört zu haben, hab das aber
als Erinnerung an Westfälische Unart eingeordnet. Für mein
Sprachempfinden wäre das jedenfalls eine ekelerregende Wortschöpfung.
Gruss
Jan Bruns
Im Münsterland nannten wir das "döppen". Münsterländer Platt.
Das verstehe ich als Kölner auch. Wobei man neudeutsch ja auch das Brot
eindippt in den Dip (ist das eigentlich schon ein Anglizismus?).

Grüße,

Frank
Michael Pachta
2018-09-11 06:36:45 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Heinz Lohmann
Im Münsterland nannten wir das "döppen". Münsterländer Platt.
Das verstehe ich als Kölner auch.
Ich als gelernter Niederrheiner ebenso, d.h. wir haben genau dieses Wort
dafür benutzt.
Bertel Lund Hansen
2018-09-11 08:35:40 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Das verstehe ich als Kölner auch. Wobei man neudeutsch ja auch das Brot
eindippt in den Dip (ist das eigentlich schon ein Anglizismus?).
Duden: Herkunft englisch to dip
--
/Bertel - aus Dänemark
Roland Franzius
2018-09-11 09:37:19 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Frank Hucklenbroich
Das verstehe ich als Kölner auch. Wobei man neudeutsch ja auch das Brot
eindippt in den Dip (ist das eigentlich schon ein Anglizismus?).
Duden: Herkunft englisch to dip
Der Dip für die Industriesoßen und der Tip für eine Wette sind
Reimporte, die so eingängig sind, weil sie in die Landschaft passen.

Dippen, tippen, doppen, döppen, tappen, tapern, wahrscheinlich auch
toppen und betuppen sind niederdeutsches Sprachgut zur freien Verwendung.

Grimm warnt allerdings davor, anzunehmen, dass das alles aus derselben
idg. Quelle stammt.
--
Roland Franzius
Hartmut Ott
2018-09-11 13:09:26 UTC
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Hej,
Post by Roland Franzius
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Frank Hucklenbroich
eindippt in den Dip (ist das eigentlich schon ein Anglizismus?).
Duden: Herkunft englisch to dip
Der Dip für die Industriesoßen und der Tip für eine Wette sind
Reimporte, die so eingängig sind, weil sie in die Landschaft passen.
Jetzt muss ich gerade an dip, dip, dip von oTTo denken



mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
--
Trage es lachend
Frank Zeeb
2018-09-12 06:56:13 UTC
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Post by Roland Franzius
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Frank Hucklenbroich
Das verstehe ich als Kölner auch. Wobei man neudeutsch ja auch das Brot
eindippt in den Dip (ist das eigentlich schon ein Anglizismus?).
Duden: Herkunft englisch to dip
Der Dip für die Industriesoßen und der Tip für eine Wette sind
Reimporte, die so eingängig sind, weil sie in die Landschaft passen.
Dippen, tippen, doppen, döppen, tappen, tapern, wahrscheinlich auch
toppen und betuppen sind niederdeutsches Sprachgut zur freien Verwendung.
Grimm warnt allerdings davor, anzunehmen, dass das alles aus derselben
idg. Quelle stammt.
Und ersteres vermutlich urverwandt mit got. daupjan und damit nhd. "taufen".

Gruß
Frank
x***@gmail.com
2018-10-19 11:08:34 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Heinz Lohmann
Im Münsterland nannten wir das "döppen". Münsterländer Platt.
Das verstehe ich als Kölner auch. Wobei man neudeutsch ja auch das Brot
eindippt
Nun, lieber Junge, es heißt stippen oder einstippen. Tante Else
pflegte ihr nachmittägliches Splitterbrötchen (gibt's heute nur
noch von ganz wenigen Bäckern) in den Kaffee zu stippen.
Post by Frank Hucklenbroich
in den Dip (ist das eigentlich schon ein Anglizismus?).
Zu Deutsch heißt das Stippe im Sinne von Soße, liest man manchmal
auf Fischdosen, etwa Heringshappen mit Schlagmichdot-Stippe.
Auch sei auf den Titel der Jugenderinnerungen der Gräfin Bredow
verwiesen: Kartoffeln mit Stippe - FR
Jakob Achterndiek
2018-10-19 11:45:32 UTC
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Post by x***@gmail.com
Nun, lieber Junge, es heißt stippen oder einstippen. Tante Else
pflegte ihr nachmittägliches Splitterbrötchen (gibt's heute nur
noch von ganz wenigen Bäckern) in den Kaffee zu stippen.
Das Stippen, heute als unfein verpönt, war in unseren Gegenden einmal
so normal und üblich, daß es zu diesem besorgt anteilnehmenden Schnack
führen konnte:
Du ißt mich nich, du trinkst mich nich,
du stippst mich nich in'n Kaffee ein -
du büscha woll nich krank?
--
j/\a
Ralf Joerres
2018-09-11 07:38:18 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Peter Meyns
Post by w***@wp.pl
eine Szene aus einem deutschen Kinderfilm: ein Junge drückt den Kopf
seines Freundes beim Schwimmen unter Wasser.
Er hat dich unter Wasser gestuht? Ich kann es nicht glauben, dass er
dich aus feien Stücken untergestuht hat.
Wahrscheinlich habe ich dieses Verb falsch entziffert. Wie schreibt man es.
Aus meiner Kindheit in Hamburg kenne ich (unter)stuken für jemanden
untertauchen.
Im Münsterland nannten wir das "döppen". Münsterländer Platt.
So kenne ich das auch, allerdings aus Kindertagen. Ob 'nachwachsende
Generationen' dieses Wort noch kennen?

Ein Mitmacher aus dem rheinischen Mitmachwörterbuch kennt das als 'zoppen':

http://www.mitmachwoerterbuch.lvr.de/detailansicht.php?Artikel=d%C3%B6ppen&Eintrag1=764

Gruß Ralf Joerres
Bertel Lund Hansen
2018-09-11 08:33:07 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Im Münsterland nannten wir das "döppen". Münsterländer Platt.
Interessant. Das dänische Verb, "dyppe" (etwa dieselbe
Aussprache) ist sehr üblich. Das bedeutet, dass man etwas in
Wasser niedersenkt und sofort wieder aufhebt.
--
/Bertel - aus Dänemark
Hartmut Ott
2018-09-11 13:07:08 UTC
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Hej,
Post by Jan Bruns
Post by Peter Meyns
Aus meiner Kindheit in Hamburg kenne ich (unter)stuken für jemanden
untertauchen.
Interessant. Ich meine das auch schonmal gehört zu haben, hab das aber
als Erinnerung an Westfälische Unart eingeordnet. Für mein
Sprachempfinden wäre das jedenfalls eine ekelerregende Wortschöpfung.
Hier, Schleswig-Holstein, ist das Wort auch bekannt. stuken, stucken,
stuuken. Die Bedeutung geht von "he stuukt de Hann gegen de Dischkant"
über stauchen, zurechtsetzen, stoßen, in Haufen aufsetzen bis "dat Heu
dalstruken 'zusammenpressen'" oder ein Eisenstück kürzer und dicker
machen. Sagt jedenfalls der Mensing.

Und ich kenne das Wort auch noch aus meiner Kindheit, da wurde es für
das unter Wasser drücken, so wie oben benutzt.



mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
--
Trage es lachend
Klaus Pommerening
2018-09-14 06:42:33 UTC
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Post by Hartmut Ott
Post by Peter Meyns
Aus meiner Kindheit in Hamburg kenne ich (unter)stuken für jemanden
untertauchen.
...
Hier, Schleswig-Holstein, ist das Wort auch bekannt. stuken, stucken,
stuuken. Die Bedeutung geht von "he stuukt de Hann gegen de Dischkant"
über stauchen, zurechtsetzen, stoßen, in Haufen aufsetzen bis "dat Heu
dalstruken 'zusammenpressen'" oder ein Eisenstück kürzer und dicker
machen. Sagt jedenfalls der Mensing.
Und ich kenne das Wort auch noch aus meiner Kindheit, da wurde es für
das unter Wasser drücken, so wie oben benutzt.
Bingo. In den Fünfzigerjahren, vor der flächendeckenden Verbreitung
von Waschmaschinen, wurde die Wäsche gestuckt (oder gestukt). Dazu
gab es ein Gerät namens Stucker, das aus einem Besenstiel und einem
mit einer geeigneten Halterung am Ende angebrachten Ringtennisring
bestand und mit dessen Hilfe die Wäsche in die Waschlauge gedrückt
und dabei durchgewalkt wurde. Die dabei entstehenden Geräusche
könnte man als "stuck - schmatz - stuck - schmatz - stuck - ..."
wiedergeben; das ging so lange weiter, bis aller Schmutz aus der
Wäsche gestuckt und geschmatzt war.
--
Klaus Pommerening
Nur Miele Miele, sagte Tante, die alle Waschmaschinen kannte.
(Werbeslogan)
Michael Pachta
2018-09-14 07:22:10 UTC
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Post by Klaus Pommerening
Dazu
gab es ein Gerät namens Stucker, das aus einem Besenstiel und einem
mit einer geeigneten Halterung am Ende angebrachten Ringtennisring
bestand
Was ist denn ein "Ringtennisring"? Ich erinnere mich daran, einmal ein
Gerät mit "Besenstiel" gesehen zu haben, an dessen Ende eine Art Glocke
aus Metall (nur ohne Klöppel) angebracht war. Aber das meinst du nicht,
oder?
Andreas Karrer
2018-09-14 08:42:29 UTC
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Post by Michael Pachta
Was ist denn ein "Ringtennisring"?
Sagte mir bis eben auch nichts, aber die Allwissende weiss es.

Das ist offenbar ein Ring aus Gummi, ca. 20 cm Durchmesser, mit dem man
Ringtennis spielt. Eine Randsportart, der die höheren Weihen - wie
beispielsweise dem Männer-Synchronschwimmen - bisher versagt geblieben
sind.

ObDesd: Ein Ringtennisring ist so etwas wie der Seealpsee beim Säntis,
ein See auf einer Alp, die nach diesem See benannt ist. Oder das nahe
verwandte Seelisbergseeli.

Oder das Kindergartenkind, die Kugellagerkugel, der Motorradmotor.
Vielleicht gibt es besondere Pfannkuchenpfannen.

Im weiteren Sinn der Anschlussflansch, der Analogkanal,

- Andi
Michael Pachta
2018-09-14 14:41:48 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Michael Pachta
Was ist denn ein "Ringtennisring"?
Sagte mir bis eben auch nichts, aber die Allwissende weiss es.
Das ist offenbar ein Ring aus Gummi, ca. 20 cm Durchmesser, mit dem man
Ringtennis spielt. Eine Randsportart, der die höheren Weihen - wie
beispielsweise dem Männer-Synchronschwimmen - bisher versagt geblieben
sind.
Ah ja, danke. Ähnlich aussehende Ringe kenne ich aus dem Schwimmbad.
Damit haben wir gespielt, indem wir sie vom Boden des Beckens aufklaubten.
Detlef Meißner
2018-09-14 15:25:43 UTC
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Post by Michael Pachta
Post by Andreas Karrer
Post by Michael Pachta
Was ist denn ein "Ringtennisring"?
Sagte mir bis eben auch nichts, aber die Allwissende weiss es.
Das ist offenbar ein Ring aus Gummi, ca. 20 cm Durchmesser, mit dem man
Ringtennis spielt. Eine Randsportart, der die höheren Weihen - wie
beispielsweise dem Männer-Synchronschwimmen - bisher versagt geblieben
sind.
Ah ja, danke. Ähnlich aussehende Ringe kenne ich aus dem Schwimmbad.
Damit haben wir gespielt, indem wir sie vom Boden des Beckens aufklaubten.
Das sind dann spezielle Ringe. Tennisringe aus Kunststoff oder Gummi
gehen nicht unter.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Florian Ritter
2018-09-22 15:19:15 UTC
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Post by Andreas Karrer
ObDesd: Ein Ringtennisring ist so etwas wie der Seealpsee beim Säntis,
ein See auf einer Alp, die nach diesem See benannt ist. Oder das nahe
verwandte Seelisbergseeli.
Oder das Kindergartenkind, die Kugellagerkugel, der Motorradmotor.
Vielleicht gibt es besondere Pfannkuchenpfannen.
Kugellager läßt kein Werkmeister durchgehen, es heißt Wälzlager.
Post by Andreas Karrer
Im weiteren Sinn der Anschlussflansch
Der Flansch ist genau zu bezeichnen, zB Vorschweißflansch - FR
U***@web.de
2018-09-22 15:28:25 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by Andreas Karrer
ObDesd: Ein Ringtennisring ist so etwas wie der Seealpsee beim Säntis,
ein See auf einer Alp, die nach diesem See benannt ist. Oder das nahe
verwandte Seelisbergseeli.
Oder das Kindergartenkind, die Kugellagerkugel, der Motorradmotor.
Vielleicht gibt es besondere Pfannkuchenpfannen.
Kugellager läßt kein Werkmeister durchgehen, es heißt Wälzlager.
Die lassen sich durchaus nach Art der Wälzkörper
differenzieren. https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4lzlager#Wälzkörper_und_Wälzkörperkäfig
https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4lzlager#Wälzlager-Bauformen
x***@gmail.com
2018-10-19 11:30:39 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Florian Ritter
Post by Andreas Karrer
Oder das Kindergartenkind, die Kugellagerkugel, der Motorradmotor.
Für Letztgenannten wolle bitte Kraftradtreibling setzen.
Post by U***@web.de
Post by Florian Ritter
Kugellager läßt kein Werkmeister durchgehen, es heißt Wälzlager.
Die lassen sich durchaus nach Art der Wälzkörper
differenzieren. https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4lzlager#Wälzkörper_und_Wälzkörperkäfig
https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4lzlager#Wälzlager-Bauformen
Nicht nur, ich weise auf das axial belastbare Schulterlager
hin - FR
Andreas Karrer
2018-09-22 16:56:21 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by Andreas Karrer
ObDesd: Ein Ringtennisring ist so etwas wie der Seealpsee beim Säntis,
ein See auf einer Alp, die nach diesem See benannt ist. Oder das nahe
verwandte Seelisbergseeli.
Oder das Kindergartenkind, die Kugellagerkugel, der Motorradmotor.
Vielleicht gibt es besondere Pfannkuchenpfannen.
Kugellager läßt kein Werkmeister durchgehen, es heißt Wälzlager.
Quark. Wälzlager ist der Oberbegriff für Kugel-, Nadel-, Rollen-,
Kegelrollenlager und dergleichen.

Und auch wenn es bei irgendwelchen deutschen Innungen so wäre, ist das
deren Privatsprache, die sie von mir aus pflegen können, bis sie
schwarz oder von China übernommen werden. Denn es weiss jedes Kind,
was ein Kugellager ist - sie lernen das im Kindergartenalter bei den
Rollschuhen, den Tretrollern und letzthin bei diesen Fidget Spinners -,
wie es auch weiss, was eine Glühbirne (nagut, vielleicht schon nicht
mehr), eine Lampe, ein Zollstock und ein Schraubenzieher ist.

- Andi
U***@web.de
2018-09-23 08:37:38 UTC
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Post by Andreas Karrer
Und auch wenn es bei irgendwelchen deutschen Innungen so wäre, ist das
deren Privatsprache, die sie von mir aus pflegen können, bis sie
schwarz oder von China übernommen werden. Denn es weiss jedes Kind,
was ein Kugellager ist - sie lernen das im Kindergartenalter bei den
Rollschuhen, den Tretrollern
Ihr müßte andere Kindergärten gehabt haben. Wir lernten da
das Schuhzubinden, aber nichts über das Innenleben von
Radtechnik.

Gruß, ULF
Florian Ritter
2018-09-23 13:20:25 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Andreas Karrer
Und auch wenn es bei irgendwelchen deutschen Innungen so wäre, ist das
deren Privatsprache, die sie von mir aus pflegen können, bis sie
schwarz oder von China übernommen werden. Denn es weiss jedes Kind,
was ein Kugellager ist - sie lernen das im Kindergartenalter bei den
Rollschuhen, den Tretrollern
Ihr müßte andere Kindergärten gehabt haben. Wir lernten da
das Schuhzubinden, aber nichts über das Innenleben von
Radtechnik.
Ihr habt ja seltsame Kindertagesstätten gehabt.
Trat in der meinigen ein Tantchen morgens mit gleisnerischem
Lächeln auf und bat die lieben Kleinen, die Stühlchen im Kreise
aufzustellen, so war der Tag schon für mich gelaufen, denn das
hieß, es sollte wieder mal ein Kirchenlied einstudiert werden
(davon waren auch Kinder von etwa Volkspolizisten und
SED-Mitgliedern nicht ausgenommen).
Ich bin irgendwann in den Singestreik getreten - FR
U***@web.de
2018-09-23 17:51:24 UTC
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Post by Florian Ritter
Ihr habt ja seltsame Kindertagesstätten gehabt.
Trat in der meinigen ein Tantchen morgens mit gleisnerischem
Lächeln auf und bat die lieben Kleinen, die Stühlchen im Kreise
aufzustellen, so war der Tag schon für mich gelaufen, denn das
hieß, es sollte wieder mal ein Kirchenlied einstudiert werden
(davon waren auch Kinder von etwa Volkspolizisten und
SED-Mitgliedern nicht ausgenommen).
Die gingen in einen kirchlichen Kindergarten?

Im staatlichen wird man doch wohl mit Kirchenliedern
nicht zu rechnen gehabt
U***@web.de
2018-09-23 18:10:49 UTC
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Post by Florian Ritter
Ihr habt ja seltsame Kindertagesstätten gehabt.
Trat in der meinigen ein Tantchen morgens mit gleisnerischem
Lächeln auf und bat die lieben Kleinen, die Stühlchen im Kreise
aufzustellen, so war der Tag schon für mich gelaufen, denn das
hieß, es sollte wieder mal ein Kirchenlied einstudiert werden
(davon waren auch Kinder von etwa Volkspolizisten und
SED-Mitgliedern nicht ausgenommen).
Die gingen in einen kirchlichen Kindergarten?

Im staatlichen wird man doch wohl mit Kirchenliedern
nicht zu rechnen gehabt haben.
Florian Ritter
2018-09-24 09:19:12 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Florian Ritter
Ihr habt ja seltsame Kindertagesstätten gehabt.
Trat in der meinigen ein Tantchen morgens mit gleisnerischem
Lächeln auf und bat die lieben Kleinen, die Stühlchen im Kreise
aufzustellen, so war der Tag schon für mich gelaufen, denn das
hieß, es sollte wieder mal ein Kirchenlied einstudiert werden
(davon waren auch Kinder von etwa Volkspolizisten und
SED-Mitgliedern nicht ausgenommen).
Die gingen in einen kirchlichen Kindergarten?
Der Greifswalder ML-Dozent Gewi-Krüger (so benannt, ihn
von Russisch-Krüger zu scheiden) äußerte einmal achtersinnig,
in der DDR gäbe es nichts, was es nicht gäbe.
Die Leiterin der von mir besuchten Einrichtung, gleichzeitig
Hort, war Tochter eines Missionars in Südostasien,
beaufsichtigte nachmittags die Erledigung von Hausaufgaben
und setzte mit grüner Tinte ihre Paraphe unter
Fertiggestelltes - derart Abgesegnetes wurde von Lehrern
nicht kontrolliert.
Post by U***@web.de
Im staatlichen wird man doch wohl mit Kirchenliedern
nicht zu rechnen gehabt haben.
Nun, da wäre eine Betrachtung der Liturgie des
Marxismus-Leninismus angesagt, aber das täte zu weit führen.

FR
U***@web.de
2018-09-26 12:11:19 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by U***@web.de
Post by Andreas Karrer
Und auch wenn es bei irgendwelchen deutschen Innungen so wäre, ist das
deren Privatsprache, die sie von mir aus pflegen können, bis sie
schwarz oder von China übernommen werden. Denn es weiss jedes Kind,
was ein Kugellager ist - sie lernen das im Kindergartenalter bei den
Rollschuhen, den Tretrollern
Ihr müßte andere Kindergärten gehabt haben. Wir lernten da
das Schuhzubinden, aber nichts über das Innenleben von
Radtechnik.
Ihr habt ja seltsame Kindertagesstätten gehabt.
Kann immer noch Schuhe zubinden; so verkehrt
war's also gar nicht.
Florian Ritter
2018-09-23 13:27:59 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Florian Ritter
Post by Andreas Karrer
ObDesd: Ein Ringtennisring ist so etwas wie der Seealpsee beim Säntis,
ein See auf einer Alp, die nach diesem See benannt ist. Oder das nahe
verwandte Seelisbergseeli.
Oder das Kindergartenkind, die Kugellagerkugel, der Motorradmotor.
Vielleicht gibt es besondere Pfannkuchenpfannen.
Just gesehen: elektrischer Crepebereiter
Post by Andreas Karrer
Post by Florian Ritter
Kugellager läßt kein Werkmeister durchgehen, es heißt Wälzlager.
Quark. Wälzlager ist der Oberbegriff für Kugel-, Nadel-, Rollen-,
Kegelrollenlager und dergleichen.
Gut, kommen wir jetzt zu den Gleitlagern. Ich pflegte sie, in
Ermangelung eines Satzes verstellbarer Reibahlen, mit einem
schäbigen Dreikantschaber einlauffertig zu bearbeiten, wobei
mir Altöl als Tuschierflüssigkeit diente.
Ja, liebe Leute, da könntet Ihr Euch ja mal ein Scheibchen von
abschneiden - FR
Klaus Dahlwitz
2018-09-23 15:19:26 UTC
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Post by Andreas Karrer
wie es auch weiss, was eine Glühbirne (nagut, vielleicht schon nicht
mehr), eine Lampe, ein Zollstock und ein Schraubenzieher ist.
Glühbirne, Zollstock, Schraubenzieher -- soll das hier jetzt eine
weitere UFH-"Diskussion" werden?

Klaus
--
McDeutsch2: "eine mittlere Pommes ohne alles!"
Christina Kunze
2018-09-15 04:27:27 UTC
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Post by Michael Pachta
Post by Klaus Pommerening
Dazu
gab es ein Gerät namens Stucker, das aus einem Besenstiel und einem
mit einer geeigneten Halterung am Ende angebrachten Ringtennisring
bestand
Was ist denn ein "Ringtennisring"? Ich erinnere mich daran, einmal ein
Gerät mit "Besenstiel" gesehen zu haben, an dessen Ende eine Art Glocke
aus Metall (nur ohne Klöppel) angebracht war. Aber das meinst du nicht,
oder?
Da gab es vermutlich auch verschiedene individuelle Lösungen. Meine
Mutter hatte etwas aus Holz, das aussah wie ein überdimensionierter,
unten gerader Kochlöffel. Wobei ich nicht weiß, ob das unten gerade
hergestellt oder vom vielen Gebrauch abgenutzt war.

chr
Klaus Pommerening
2018-09-15 06:52:11 UTC
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Post by Michael Pachta
Post by Klaus Pommerening
Dazu
gab es ein Gerät namens Stucker, das aus einem Besenstiel und einem
mit einer geeigneten Halterung am Ende angebrachten Ringtennisring
bestand
Was ist denn ein "Ringtennisring"? Ich erinnere mich daran, einmal ein
Gerät mit "Besenstiel" gesehen zu haben, an dessen Ende eine Art Glocke
aus Metall (nur ohne Klöppel) angebracht war. Aber das meinst du nicht,
oder?
Doch, genau diese Geräte meine ich. Der Tennisring sollte wohl die
Wäsche davor bewahren, von der Metallglocke zerfetzt zu werden.
Es gab noch eine Luxusvariante des Stu(c)kers, bei der die Glocke
verdoppelt war, in der Form zweier konzentrischer Halbkugeln, die
durch Sprungfedern verbunden waren. Vielleicht sollte diese
Konstruktion den Druck auf die Wäsche erhöhen, auf jeden Fall
erweiterte sie das Stuck-Geräusch zu "stuck - spratz - schmatz".
Und in den Stuckpausen konnten die Kinder mit dem Gerät in der
Waschküche umherhüpfen.

Die Schreibweise "Stucker" mit "c" ist wohl nicht korrekt, gibt
aber die in meinem damaligen sozialen Umfeld gebräuchliche
Aussprache wieder.

Während das Ringtennis wahrscheinlich nicht mehr olympisch wird, sind
die zugehörigen Sportgeräte - handliche luftgefüllte Gummiringe - als
Kinderspielzeug nicht unüblich, wenn auch durch Frisbee-Scheiben
in ihrer Existenz bedroht. Für Mathematiker ist ein Ringtennisring
ein Torus, für Nichtmathematiker ein Gummi-Donut.
--
Klaus Pommerening
Eine Schachpartie ist die raffinierteste Vergeudung menschlicher
Intelligenz, die man irgendwo in der Welt finden kann – außer in einer
Werbeagentur. (Raymond Chandler)
Stephen Hust
2018-09-15 07:30:30 UTC
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Post by Klaus Pommerening
Post by Michael Pachta
Post by Klaus Pommerening
Dazu
gab es ein Gerät namens Stucker, das aus einem Besenstiel und einem
mit einer geeigneten Halterung am Ende angebrachten Ringtennisring
bestand
Was ist denn ein "Ringtennisring"? Ich erinnere mich daran, einmal ein
Gerät mit "Besenstiel" gesehen zu haben, an dessen Ende eine Art Glocke
aus Metall (nur ohne Klöppel) angebracht war. Aber das meinst du nicht,
oder?
Doch, genau diese Geräte meine ich. Der Tennisring sollte wohl die
Wäsche davor bewahren, von der Metallglocke zerfetzt zu werden. [...]
Waschglocke, Wäscheglocke, Wäschestampfer?

<https://www.google.com/search?biw=1536&bih=701&tbm=isch&sa=1&ei=w7ScW_DPNoi8swH8t5D4CA&q=w%C3%A4schestampfer&oq=w%C3%A4schestampfer&gs_l=img.3..0i30k1j0i5i30k1.1924.3172.0.3615.8.8.0.0.0.0.155.755.0j6.6.0....0...1c.1.64.img..2.6.749...0.0.jUg_g8xg43I>

Siehe auch:

<http://www.waeschepflegemuseum.at/wglocke2.htm>

<https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/geschichte/waschfrauen-waesche-waschen-waschmaschine100.html>
--
Steve

My e-mail address works as is.
Heinz Lohmann
2018-09-14 15:26:11 UTC
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Post by Hartmut Ott
Hej,
Post by Jan Bruns
Post by Peter Meyns
Aus meiner Kindheit in Hamburg kenne ich (unter)stuken für jemanden
untertauchen.
Interessant. Ich meine das auch schonmal gehört zu haben, hab das aber
als Erinnerung an Westfälische Unart eingeordnet. Für mein
Sprachempfinden wäre das jedenfalls eine ekelerregende Wortschöpfung.
Hier, Schleswig-Holstein, ist das Wort auch bekannt. stuken, stucken,
stuuken. Die Bedeutung geht von "he stuukt de Hann gegen de Dischkant"
über stauchen, zurechtsetzen, stoßen, in Haufen aufsetzen bis "dat Heu
dalstruken 'zusammenpressen'" oder ein Eisenstück kürzer und dicker
machen. Sagt jedenfalls der Mensing.
Und ich kenne das Wort auch noch aus meiner Kindheit, da wurde es für
das unter Wasser drücken, so wie oben benutzt.
Das "Kleine Hamburgische Wörterbuch - Plattdeutsch - Hochdeutsch
(Wachholtz 2006) verzeichnet unter dem Stichwort "stuken":

1. jmdn wohin stoßen; etw. aufstoßen.
2. etw. zusammendrücken; jmdn. zurechtweisen.
3. auf einen Widerstand stoßen.
4. [seem.:] ins Wasser eintauchen.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Lars Bräsicke
2018-09-10 17:57:53 UTC
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Post by w***@wp.pl
Guten Tag,
eine Szene aus einem deutschen Kinderfilm: ein Junge drückt den Kopf seines Freundes beim Schwimmen unter Wasser.
Am Abend erzählt er das seiner Mutter. Sie wundert sich und sagt: Er hat dich unter Wasser gestuht? Ich kann es nicht glauben, dass er dich aus feien Stücken untergestuht hat.
Wahrscheinlich habe ich dieses Verb falsch entziffert. Wie schreibt man es.
gestukt, untergestukt.
Zwerg
2018-09-11 07:32:06 UTC
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Post by w***@wp.pl
Guten Tag,
eine Szene aus einem deutschen Kinderfilm: ein Junge drückt den Kopf
seines Freundes beim Schwimmen unter Wasser. Am Abend erzählt er das
seiner Mutter. Sie wundert sich und sagt: Er hat dich unter Wasser
gestuht? Ich kann es nicht glauben, dass er dich aus feien Stücken
untergestuht hat. Wahrscheinlich habe ich dieses Verb falsch
entziffert. Wie schreibt man es.
Aus Berlin kenne ich den Ausdruck _stuken_

Runter oder herunter drücken.
--
😂 😂 😂 😂
😂 😂 😂 😂
Gunhild Simon
2018-09-25 01:09:22 UTC
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Post by w***@wp.pl
Guten Tag,
eine Szene aus einem deutschen Kinderfilm: ein Junge drückt den Kopf seines Freundes beim Schwimmen unter Wasser.
Am Abend erzählt er das seiner Mutter. Sie wundert sich und sagt: Er hat dich unter Wasser gestuht? Ich kann es nicht glauben, dass er dich aus feien Stücken untergestuht hat.
In meiner Kinderzeit in Osnabrück, Südniedersachsen, sprachlich
eher Westfalen, nannte man das "unterducken".

Gruß
Gunhild
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