Discussion:
Wie geht moppern?
(zu alt für eine Antwort)
Heinz Lohmann
2019-11-03 03:21:49 UTC
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Heute auf Spon:
In Indien ist die Welt noch in Ordnung - zumindest für Angela Merkel.
Auf Auslandsreise genießt sie die angenehme Seite des
Regierungschefinnen-Daseins - weit ab von moppernden Möchtegern-Nachfolgern.

„Moppern“? Wie geht das?

<https://www.spiegel.de/politik/ausland/angela-merkel-in-indien-die-schoenen-stunden-der-kanzlerin-a-1294590.html>
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Roland Franzius
2019-11-03 07:36:21 UTC
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Post by Heinz Lohmann
In Indien ist die Welt noch in Ordnung - zumindest für Angela Merkel.
Auf Auslandsreise genießt sie die angenehme Seite des
Regierungschefinnen-Daseins - weit ab von moppernden
Möchtegern-Nachfolgern.
„Moppern“? Wie geht das?
<https://www.spiegel.de/politik/ausland/angela-merkel-in-indien-die-schoenen-stunden-der-kanzlerin-a-1294590.html>
Kann man sich überlegen, welche Konsonantenfolge auf Skype from India
gekappt wurden:

mobbenden, moppelnden, mompernden, mockenden, deppernden.
--
Roland Franzius
Manfred Hoß
2019-11-03 08:16:43 UTC
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Post by Heinz Lohmann
In Indien ist die Welt noch in Ordnung - zumindest für Angela Merkel.
Auf Auslandsreise genießt sie die angenehme Seite des
Regierungschefinnen-Daseins - weit ab von moppernden Möchtegern-Nachfolgern.
„Moppern“? Wie geht das?
<https://www.spiegel.de/politik/ausland/angela-merkel-in-indien-die-schoenen-stunden-der-kanzlerin-a-1294590.html>
Im 2. Kommentar findet sich (eine/die) Lösung: "Jetzt musste ich doch glatt
mal Google befragen was "moppern" ist: "westmitteldeutsch für meckern,
murren". Wieder was gelernt - und vermutlich in zwei Minuten wieder
vergessen. Vielleicht sollte ein SPIEGEL Journalist auf exotische Worte
seiner Heimat verzichten, die nur ein kleiner Kreis der Deutschen versteht.
Ehrlich gesagt dachte ich zuerst, er hätte "mobbenden" falsch geschrieben."

Gruß
Manfred.
Ralf Joerres
2019-11-05 15:30:21 UTC
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Post by Manfred Hoß
Post by Heinz Lohmann
In Indien ist die Welt noch in Ordnung - zumindest für Angela Merkel.
Auf Auslandsreise genießt sie die angenehme Seite des
Regierungschefinnen-Daseins - weit ab von moppernden Möchtegern-Nachfolgern.
„Moppern“? Wie geht das?
<https://www.spiegel.de/politik/ausland/angela-merkel-in-indien-die-schoenen-stunden-der-kanzlerin-a-1294590.html>
Im 2. Kommentar findet sich (eine/die) Lösung: "Jetzt musste ich doch glatt
mal Google befragen was "moppern" ist: "westmitteldeutsch für meckern,
murren". Wieder was gelernt - und vermutlich in zwei Minuten wieder
vergessen. Vielleicht sollte ein SPIEGEL Journalist auf exotische Worte
seiner Heimat verzichten, die nur ein kleiner Kreis der Deutschen versteht.
Ehrlich gesagt dachte ich zuerst, er hätte "mobbenden" falsch geschrieben."
'Moppern' kenne ich, seltsamerweise benutze ich es nicht. In ähnlicher
Bedeutung haben wir noch 'mosern' bzw. '(he)rummosern'
https://de.wiktionary.org/wiki/mosern). Bei diesem Verb frage ich mich
schon lange, ob es sich von dem unvergleichlichen Genuschel des
unsterblichen Hans Moser herleitet, und wenn ja, wie man von 'nuscheln'
zur Bedeutung 'meckern' gelangt.

Grüßle
Ralf
Manfred Hoß
2019-11-05 21:58:47 UTC
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Post by Ralf Joerres
In ähnlicher
Bedeutung haben wir noch 'mosern' bzw. '(he)rummosern'
https://de.wiktionary.org/wiki/mosern). Bei diesem Verb frage ich mich
schon lange, ob es sich von dem unvergleichlichen Genuschel des
unsterblichen Hans Moser herleitet, und wenn ja, wie man von 'nuscheln'
zur Bedeutung 'meckern' gelangt.
Im "Wörterbuch der deutschen Umgangssprache" heißt es zu "mosern":

"mosern intr
1. nörgeln; sich mißmutig, halb beleidigt, halb streitlüstern äußern;
aufbegehren. Hängt wahrscheinlich mit der Sprechweise des Bühnen- und
Filmschauspielers Hans Moser (1880-1964) zusammen, sofern diese Sprechweise
schon 1920 seine Eigenheit war; denn das Wort wurde umgangssprachlich
erstmals 1920 vernommen. Wahrscheinlicher ist eine Sonderentwicklung des
Folgenden anzunehmen.
2. insgeheim Verabredungen treffen; sich heimlich verständigen; Verräter
sein. Fußt auf jidd »mosser = Verräter«. Rotw 1753 ff.
3. sich anbiedern, einschmeicheln. Jug 1955 ff."
[Wörterbuch: mosern. Wörterbuch der deutschen Umgangssprache, S. 18648
(vgl. Küpper-WddU, S. 548) (c) Marianne Küpper]

Gruß
Manfred.
U***@web.de
2019-11-06 07:47:29 UTC
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Post by Manfred Hoß
Post by Ralf Joerres
In ähnlicher
Bedeutung haben wir noch 'mosern' bzw. '(he)rummosern'
https://de.wiktionary.org/wiki/mosern). Bei diesem Verb frage ich mich
schon lange, ob es sich von dem unvergleichlichen Genuschel des
unsterblichen Hans Moser herleitet, und wenn ja, wie man von 'nuscheln'
zur Bedeutung 'meckern' gelangt.
"mosern intr
1. nörgeln; sich mißmutig, halb beleidigt, halb streitlüstern äußern;
aufbegehren. Hängt wahrscheinlich mit der Sprechweise des Bühnen- und
Filmschauspielers Hans Moser (1880-1964) zusammen, sofern diese Sprechweise
schon 1920 seine Eigenheit war; denn das Wort wurde umgangssprachlich
erstmals 1920 vernommen. Wahrscheinlicher ist eine Sonderentwicklung des
Folgenden anzunehmen.
2. insgeheim Verabredungen treffen; sich heimlich verständigen; Verräter
sein. Fußt auf jidd »mosser = Verräter«. Rotw 1753 ff.
3. sich anbiedern, einschmeicheln. Jug 1955 ff."
[Wörterbuch: mosern. Wörterbuch der deutschen Umgangssprache, S. 18648
(vgl. Küpper-WddU, S. 548) (c) Marianne Küpper]
Ich las hier, möglicherweise fehlerhaft, aus einem Buch von 1841, Boz's sämmtliche Werke., Neu aus dem Englischen von Dr. Carl Kolb,
S. 281:

"moserte über eine Massematte".

Darauf kann ich mir einstweilen keinen Reim machen.

Gruß, ULF
Frank Hucklenbroich
2019-11-06 12:28:47 UTC
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Post by U***@web.de
Ich las hier, möglicherweise fehlerhaft, aus einem Buch von 1841, Boz's sämmtliche Werke., Neu aus dem Englischen von Dr. Carl Kolb,
"moserte über eine Massematte".
Darauf kann ich mir einstweilen keinen Reim machen.
Masematte scheint ein Münsteraner Dialekt zu sein, siehe:

https://de.wikipedia.org/wiki/Masematte

Aber was das mosern in dem Zusammenhang bedeutet, weiß ich auch nicht.

Grüße,

Frank
Carlo XYZ
2019-11-06 12:48:42 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by U***@web.de
Ich las hier, möglicherweise fehlerhaft, aus einem Buch von 1841, Boz's sämmtliche Werke., Neu aus dem Englischen von Dr. Carl Kolb,
"moserte über eine Massematte".
Darauf kann ich mir einstweilen keinen Reim machen.
Boz = Charles Dickens

Masematte zum Beispiel hiet:

<https://gutenberg.spiegel.de/buch/master-humphrey-s-wanduhr-erster-band-8299/39>
Post by Frank Hucklenbroich
https://de.wikipedia.org/wiki/Masematte
Aber was das mosern in dem Zusammenhang bedeutet, weiß ich auch nicht.
Auf der WP steht auch "Einbruch" oder so etwas.

In dem Zusammenhang würde ich einen Einbruch oder eine
Einbruchstour vermuten, über die man mosert (weil man
lieber schlafen würde, zum Beispiel, oder weil der
Bruch bei einem selber war).
Christina Kunze
2019-11-07 06:11:15 UTC
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Post by U***@web.de
Ich las hier, möglicherweise fehlerhaft, aus einem Buch von 1841, Boz's sämmtliche Werke., Neu aus dem Englischen von Dr. Carl Kolb,
"moserte über eine Massematte".
Darauf kann ich mir einstweilen keinen Reim machen.
Gruß, ULF
Von wo kommt der Übersetzer? Im Elsass gibt es:

Massematte, - m, - n [Màsəmàtə Liebsd. Heidw. Henfli. Wittenh. Rapp.
Kerzf. Str. K. Z. Lohr; Màsəmàtəm Bisch.; Màsəmatən Avolsh.; Masəmatə
Roppenzw.] m. Geschäft: e gueteⁿ M. macheⁿ ein gewinnbringendes,
einträgliches Geschäft machen allg. — hebr. massâ-u-mattân JB. XII 150.

<http://woerterbuchnetz.de/ElsWB/call_wbgui_py_from_form?sigle=ElsWB&lemid=EM01201&hitlist=&patternlist=&mode=Volltextsuche>

Kann das passen?

chr
Heinz Lohmann
2019-11-07 10:33:50 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Post by U***@web.de
Ich las hier, möglicherweise fehlerhaft, aus einem Buch von 1841, Boz's sämmtliche Werke., Neu aus dem Englischen von Dr. Carl Kolb,
"moserte über eine Massematte".
Darauf kann ich mir einstweilen keinen Reim machen.
Gruß, ULF
Massematte, - m, - n [Màsəmàtə Liebsd. Heidw. Henfli. Wittenh. Rapp.
Kerzf. Str. K. Z. Lohr; Màsəmàtəm Bisch.; Màsəmatən Avolsh.; Masəmatə
Roppenzw.] m. Geschäft: e gueteⁿ M. macheⁿ ein gewinnbringendes,
einträgliches Geschäft machen allg. — hebr. massâ-u-mattân JB. XII 150.
<http://woerterbuchnetz.de/ElsWB/call_wbgui_py_from_form?sigle=ElsWB&lemid=EM01201&hitlist=&patternlist=&mode=Volltextsuche>
Kann das passen?
Meines Wissens aus dem Rotwelschen:
"Im Rotwelschen, der seit dem Spätmittelalter entstandenen Sondersprache
des Fahrenden Volks, ist das Wort Masematte mit Varianten Massematte(n),
Masemotten, Massemaite bereits seit dem 18. Jahrhundert bezeugt. Der
älteste Beleg von 1750 (als Femininum Massematte) stammt aus dem
Zuchthaus Sankt Georgen am See im Fürstentum Brandenburg-Bayreuth. Es
geht zurück auf jiddisch masso umatan („Handel, Handelsbetrieb“, von
hebräisch massa u'matan „Verhandlungen“) und nahm im Rotwelschen
zusätzlich und vorrangig die Bedeutung „Diebstahl, Einbruchdiebstahl“ an
(masematte-betook: gewaltsamer Einbruch, bei dem man die Bewohner des
Hauses „bindet und raitelt“; zierliche Masematten: Einbruch bei
schlafenden Hausbewohnern; betuchter Masematten: Diebstahl ohne Lärm).

In der Münsteraner Masematte bedeutet das Wort „Sprache“
(Masemattefreier: Sprecher dieser Sprache, Mitglied der
Sprechergemeinschaft), es hat aber auch dort noch die zusätzlichen
Bedeutungen „Handel, Hausiererei“ beibehalten."

https://de.wikipedia.org/wiki/Masematte#Name

So sehen ees auch Strunge und Kassenbrock in "Masematte. Das Leben und
die Sprache der Menschen in Münsters vergessenen Vierteln". Münster 1980
im Selbstverlag.

Sie beziehen sich dabei auf Wolf, S.A. Wörterbuch des Rotwelchen.
Deutsche Gaunersprache. Mannheim (1956)
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Manfred Hoß
2019-11-07 19:55:15 UTC
Permalink
Am Thu, 7 Nov 2019 18:33:50 +0800 schrieb Heinz Lohmann:

[Masematte]
Post by Heinz Lohmann
Sie beziehen sich dabei auf Wolf, S.A. Wörterbuch des Rotwelchen.
Deutsche Gaunersprache. Mannheim (1956)
Da kann ich aushelfen.

"*Massematten* [3442] /m/ 1. Handel und Wandel; 2. Diebstahl, besonders
Einbruchsdiebstahl (im Rw fast ausschließlich in der zweiten Bedeutung
gebraucht): 1922 Po, 1906 Os, 1892 berl., 1840 Th; /Masematten:/ 1922 Po,
1916 Bi, 1906 Ra, 1847 K 147; /Masemotten:/ 1814 K 123; /Massematte f:/
1822 vG, 1750 K 90; /Massemaite:/ 1812 K 147, 1818 K 124. - /Massemat/
Geschäft: Hä Pf. - /Maßamatten/ Handel: 1700 jidd. - /Massemätter m/
Handelsmann: Hä Wi. - Jidd. /masso umattan/ Handel, Handelsbetrieb. -
/Frankenscher Masematten/ sehr einträglicher Einbruchsdiebstahl: 1922 Po,
1847 K 147. - /Einen Massematten baldowern/ eine Diebstahlsgelegenheit
auskundschaften: 1922 Po, 1862 AL, 1840 Th. - /Einen Massematten handeln/
einen Diebstahl verüben: 1862 AL, 1840 Th; /Massematte handeln:/ 1822 vG. -
/Einen Massematten stehen haben/ einen Diebstahl vorhaben: 1906 Os, 1862
AL, 1840 Th. - /Der Masematten fällt/ der Diebstahl wird ausgeführt: 1906
Os. - /Masematten im Untergrund/ Kellereinbruch: 1922 Po."
(Quelle: "Deutsche Gaunersprache : Wörterbuch des Rotwelschen" / von
Siegmund A. Wolf. - Hamburg : Helmut Buske Verlag, 1993. - ISBN
3-87118-736-4. - S. 209f.)

Gruß
Manfred.
Stefan Schmitz
2019-11-09 17:24:20 UTC
Permalink
Post by Manfred Hoß
"mosern intr
1. nörgeln; sich mißmutig, halb beleidigt, halb streitlüstern äußern;
aufbegehren. Hängt wahrscheinlich mit der Sprechweise des Bühnen- und
Filmschauspielers Hans Moser (1880-1964) zusammen, sofern diese Sprechweise
schon 1920 seine Eigenheit war; denn das Wort wurde umgangssprachlich
erstmals 1920 vernommen. Wahrscheinlicher ist eine Sonderentwicklung des
Folgenden anzunehmen.
2. insgeheim Verabredungen treffen; sich heimlich verständigen; Verräter
sein. Fußt auf jidd »mosser = Verräter«. Rotw 1753 ff.
3. sich anbiedern, einschmeicheln. Jug 1955 ff."
[Wörterbuch: mosern. Wörterbuch der deutschen Umgangssprache, S. 18648
(vgl. Küpper-WddU, S. 548) (c) Marianne Küpper]
Was ist denn das für eine seltsame Aussage?
"Wahrscheinlich hängt es mit Hans Moser zusammen, aber die anderen Erklärungen
sind wahrscheinlicher."
Heinz Lohmann
2019-11-10 01:37:37 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Manfred Hoß
"mosern intr
1. nörgeln; sich mißmutig, halb beleidigt, halb streitlüstern äußern;
aufbegehren. Hängt wahrscheinlich mit der Sprechweise des Bühnen- und
Filmschauspielers Hans Moser (1880-1964) zusammen, sofern diese Sprechweise
schon 1920 seine Eigenheit war; denn das Wort wurde umgangssprachlich
erstmals 1920 vernommen. Wahrscheinlicher ist eine Sonderentwicklung des
Folgenden anzunehmen.
2. insgeheim Verabredungen treffen; sich heimlich verständigen; Verräter
sein. Fußt auf jidd »mosser = Verräter«. Rotw 1753 ff.
3. sich anbiedern, einschmeicheln. Jug 1955 ff."
[Wörterbuch: mosern. Wörterbuch der deutschen Umgangssprache, S. 18648
(vgl. Küpper-WddU, S. 548) (c) Marianne Küpper]
Was ist denn das für eine seltsame Aussage?
"Wahrscheinlich hängt es mit Hans Moser zusammen, aber die anderen Erklärungen
sind wahrscheinlicher."
Vielleicht ist diese Erklärung schlüssiger:

" mosern Vb. ‘beanstanden, bemängeln’ (18. Jh.). Vielleicht nach rotw.
mos(s)ern, mas(s)ern ‘verraten, angeben, schwatzen’, Moser, Mosser
‘Denunziant’, aus jidd. massern ‘verraten’ (Wolf Rotw. 223).

Im 20. Jh. gewinnt das Verb an Verbreitung im semantisch abgewandelten
Sinne ‘sich kleinlich und widerborstig gebärden und ständig maulen,
nörgeln, nuscheln, quengeln’ (wie der Schauspieler H. Moser in seinen
Filmrollen)."

„mosern“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des
Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete
Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache,
<https://www.dwds.de/wb/mosern>, abgerufen am 10.11.2019.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Florian Ritter
2019-11-06 13:20:23 UTC
Permalink
Post by Ralf Joerres
Post by Manfred Hoß
Ehrlich gesagt dachte ich zuerst, er hätte "mobbenden" falsch geschrieben."
'Moppern' kenne ich, seltsamerweise benutze ich es nicht. In ähnlicher
Bedeutung haben wir noch 'mosern' bzw. '(he)rummosern'
https://de.wiktionary.org/wiki/mosern). Bei diesem Verb frage ich mich
schon lange, ob es sich von dem unvergleichlichen Genuschel des
unsterblichen Hans Moser herleitet, und wenn ja, wie man von 'nuscheln'
zur Bedeutung 'meckern' gelangt.
Hinsichtlich dieses Showspielers bedauerte ASch es, daß Totschlag
strafbewehrt ist - FR
Frank Hucklenbroich
2019-11-03 19:07:45 UTC
Permalink
Post by Heinz Lohmann
In Indien ist die Welt noch in Ordnung - zumindest für Angela Merkel.
Auf Auslandsreise genießt sie die angenehme Seite des
Regierungschefinnen-Daseins - weit ab von moppernden Möchtegern-Nachfolgern.
„Moppern“? Wie geht das?
Umgangsprachlich für "nörgeln".

Grüße,

Frank
Detlef Meißner
2019-11-03 21:02:41 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Heinz Lohmann
In Indien ist die Welt noch in Ordnung - zumindest für Angela Merkel.
Auf Auslandsreise genießt sie die angenehme Seite des
Regierungschefinnen-Daseins - weit ab von moppernden Möchtegern-Nachfolgern.
„Moppern“? Wie geht das?
Umgangsprachlich für "nörgeln".
Ich kenne es als "möppern".

Detlef
--
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist, dir beizustehen, wenn du im
Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist.
(Mark Twain)
Quinn C
2019-11-04 17:45:36 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Heinz Lohmann
In Indien ist die Welt noch in Ordnung - zumindest für Angela Merkel.
Auf Auslandsreise genießt sie die angenehme Seite des
Regierungschefinnen-Daseins - weit ab von moppernden Möchtegern-Nachfolgern.
„Moppern“? Wie geht das?
Umgangsprachlich für "nörgeln".
Ich kenne es als "möppern".
Ich weder noch. Mein Denken ging in die gleiche Richtung wie das DWDS:

| Meinten Sie vielleicht:
|
| moppen

Aber: Politiker in der Putzkolonne? Wohl kaum.

Vermutlich besteht ein Zusammenhang zur Etymologie von Mops:

| Übernahme (Anfang 18. Jh.) von nl. mops (neben mop), das zu nl.
| moppen ‘verdrießlich sein, brummen, knurren’ gebildet ist. Daneben
| begegnet bereits gegen Ende des 16. Jhs. nhd. Mops ‘träger,
| unfreundlicher, verdrießlicher Mensch’, das zu (mit nl. moppen
| verwandten) Verben wie nd. (westfäl.) möpen ‘Gesichter schneiden’
| (engl. to mop), nhd. muffen ‘das Maul hängen lassen, finster
| blicken, knurren, murren’ zu stellen ist. Vgl. auch mengl. moppe,
| engl. mope ‘trübsinniger Mensch, Griesgram’.
--
gugelfranz, m., spöttische bezeichnung eines mönchs
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Heinz Lohmann
2019-11-05 01:06:26 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by Detlef Meißner
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Heinz Lohmann
In Indien ist die Welt noch in Ordnung - zumindest für Angela Merkel.
Auf Auslandsreise genießt sie die angenehme Seite des
Regierungschefinnen-Daseins - weit ab von moppernden Möchtegern-Nachfolgern.
„Moppern“? Wie geht das?
Umgangsprachlich für "nörgeln".
Ich kenne es als "möppern".
|
| moppen
Aber: Politiker in der Putzkolonne? Wohl kaum.
| Übernahme (Anfang 18. Jh.) von nl. mops (neben mop), das zu nl.
| moppen ‘verdrießlich sein, brummen, knurren’ gebildet ist. Daneben
| begegnet bereits gegen Ende des 16. Jhs. nhd. Mops ‘träger,
| unfreundlicher, verdrießlicher Mensch’, das zu (mit nl. moppen
| verwandten) Verben wie nd. (westfäl.) möpen ‘Gesichter schneiden’
| (engl. to mop), nhd. muffen ‘das Maul hängen lassen, finster
| blicken, knurren, murren’ zu stellen ist. Vgl. auch mengl. moppe,
| engl. mope ‘trübsinniger Mensch, Griesgram’.
Mir war "sich mopsen" bekannt, in der Bedeutung "sich schlecht gelaunt
langweilen". Aber das ist mir auch nur 2-3mal übern Weg gelaufen ...
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Oliver Voß
2019-11-05 20:28:22 UTC
Permalink
Post by Heinz Lohmann
Mir war "sich mopsen" bekannt, in der Bedeutung "sich schlecht gelaunt
langweilen". Aber das ist mir auch nur 2-3mal übern Weg gelaufen ...
Das wiederum kenne ich nicht, ich kenne nur "mopsen" im Sinne von "klauen".

Gruß,

Oliver
Christina Kunze
2019-11-05 21:30:54 UTC
Permalink
Post by Oliver Voß
Post by Heinz Lohmann
Mir war "sich mopsen" bekannt, in der Bedeutung "sich schlecht gelaunt
langweilen". Aber das ist mir auch nur 2-3mal übern Weg gelaufen ...
Das wiederum kenne ich nicht, ich kenne nur "mopsen" im Sinne von "klauen".
"Sich mopsen" kommt in Mädchenromanen aus der Zwischenkriegszeit vor.
Das muss so eine Art Jugendsprache gewesen sein, das Wort wird von
Jugendlichen verwendet und von den Erwachsenen abgelehnt. Es gilt
ausdrücklich als unerwünscht.

(Ich weiß nicht mehr, wie die Bücher hießen, es war nichts so Bekanntes
wie Nesthäkchen etc.)

Aber eine Google-Suche nach
"mopst sich" site:.gutenberg.spiegel.de
bringt gleich oben zwei Treffer von Else Ury.

chr
Manfred Hoß
2019-11-05 22:10:07 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Post by Oliver Voß
Post by Heinz Lohmann
Mir war "sich mopsen" bekannt, in der Bedeutung "sich schlecht gelaunt
langweilen". Aber das ist mir auch nur 2-3mal übern Weg gelaufen ...
Das wiederum kenne ich nicht, ich kenne nur "mopsen" im Sinne von "klauen".
"Sich mopsen" kommt in Mädchenromanen aus der Zwischenkriegszeit vor.
Das muss so eine Art Jugendsprache gewesen sein, das Wort wird von
Jugendlichen verwendet und von den Erwachsenen abgelehnt. Es gilt
ausdrücklich als unerwünscht.
Dem "Wörterbuch der deutschen Umgangssprache" zufolge stammt "sich mopsen"
nicht aus der Zwischenkriegszeit, sondern ist bedeutend älter.

"mopsen v
[...]
4. sich mopsen = sich langweilen. Wer sich langweilt, zeigt eine unfrohe
Miene. Mops 1. Spätestens seit 1800.
5. sich mopsen = sich ärgern; schmollen; murren. Mops 1. 1830 ff.
[...]"
[Wörterbuch: mopsen. Wörterbuch der deutschen Umgangssprache, S. 18386
(vgl. Küpper-WddU, S. 544) (c) Marianne Küpper]

Gruß
Manfred.
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