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Simone
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Stefan Schmitz
2019-10-22 20:59:57 UTC
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Der deutsche Vorname Simone ist weiblich.
Heute war ich auf einer Veranstaltung mit einem Italiener namens Simone. Als
der mit seinem Vornamen angesprochen wurde, war ich irritiert, weil die
Aussprache exakt dem deutschen Frauennamen entsprach.
Ist es richtig, den italienischen Männernamen hierzulande so auszusprechen wie
den deutschen Frauennamen? Oder gehört da zwingend ein stimmloses S hin, wie es
mein Sprachgefühl verlangt?
Sergio Gatti
2019-10-22 21:29:36 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Der deutsche Vorname Simone ist weiblich.
Heute war ich auf einer Veranstaltung mit einem Italiener namens Simone. Als
der mit seinem Vornamen angesprochen wurde, war ich irritiert, weil die
Aussprache exakt dem deutschen Frauennamen entsprach.
Ist es richtig, den italienischen Männernamen hierzulande so auszusprechen wie
den deutschen Frauennamen? Oder gehört da zwingend ein stimmloses S hin, wie es
mein Sprachgefühl verlangt?
In Norditalien gehört da zwingend ein stimmloses S, genau
wie in meinem Vornamen Sergio.
Aber:
1. Ich kann nicht für Süditalien sprechen.
2. Keine Ahnung, inwieweit sich der italienische Simone den
deutschen Aussprachegewohnheiten angepasst hat. Bei älteren
Deutschen habe ich selbst nach mehreren erfolglosen
Versuchen aufgehört, auf die stimmlose Aussprache von S in
Sergio zu pochen. Sie sterben eh aus.
3. Warum glaubst du, dass ich häufige italienische Vornamen
wie Simone und Gabriele für mein männliches Kind von
vornherein ausgeschlossen habe?
Frank Hucklenbroich
2019-10-23 06:27:38 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Stefan Schmitz
Der deutsche Vorname Simone ist weiblich.
Heute war ich auf einer Veranstaltung mit einem Italiener namens Simone. Als
der mit seinem Vornamen angesprochen wurde, war ich irritiert, weil die
Aussprache exakt dem deutschen Frauennamen entsprach.
Ist es richtig, den italienischen Männernamen hierzulande so auszusprechen wie
den deutschen Frauennamen? Oder gehört da zwingend ein stimmloses S hin, wie es
mein Sprachgefühl verlangt?
In Norditalien gehört da zwingend ein stimmloses S, genau
wie in meinem Vornamen Sergio.
1. Ich kann nicht für Süditalien sprechen.
2. Keine Ahnung, inwieweit sich der italienische Simone den
deutschen Aussprachegewohnheiten angepasst hat. Bei älteren
Deutschen habe ich selbst nach mehreren erfolglosen
Versuchen aufgehört, auf die stimmlose Aussprache von S in
Sergio zu pochen. Sie sterben eh aus.
Das könnte auch daran liegen, daß der in Deutschland wohl bekannteste
Sergio der Regisseur Sergio Leone ist. Und der wird im deutschspachigen
Fernsehen eigentlich immer als "Sergio" mit einem stimmhaften "S"
ausgesprochen. Also glauben die meisten Deutschen, daß man diesen Namen so
ausspricht.
Post by Sergio Gatti
3. Warum glaubst du, dass ich häufige italienische Vornamen
wie Simone und Gabriele für mein männliches Kind von
vornherein ausgeschlossen habe?
Andrea nicht zu vergessen.

Grüße,

Frank
Klaus Pommerening
2019-10-24 07:23:00 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
... Bei älteren
Deutschen habe ich selbst nach mehreren erfolglosen
Versuchen aufgehört, auf die stimmlose Aussprache von S in
Sergio zu pochen. Sie sterben eh aus.
Das könnte auch daran liegen, daß der in Deutschland wohl bekannteste
Sergio der Regisseur Sergio Leone ist. Und der wird im deutschspachigen
Fernsehen eigentlich immer als "Sergio" mit einem stimmhaften "S"
ausgesprochen. Also glauben die meisten Deutschen, daß man diesen Namen so
ausspricht.
Dieses Schicksal teilt der "Sergio" mit der "Diskussion"
(und dem "El condor pasa").
--
Klaus Pommerening
Fußball sind die 90 Minuten, in denen der Ball spricht. Alles davor
und danach ist Geschwätz. (Günther Koch)
Martin Gerdes
2019-10-24 21:28:41 UTC
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Post by Klaus Pommerening
Post by Frank Hucklenbroich
Bei älteren Deutschen habe ich selbst nach mehreren erfolglosen
Versuchen aufgehört, auf die stimmlose Aussprache von S in
Sergio zu pochen. Sie sterben eh aus.
Die älteren Deutschen? Klar.
Aber auch die jüngeren Norddeutschen sprechen jedes s im Anlaut
stimmhaft aus, gelegentlich sogar bei Wörtern aus dem Englischen wie
etwa "sexy".

"... das summt so zärtlich und so sacht wie'n sanfter Säuselwind."
Post by Klaus Pommerening
Post by Frank Hucklenbroich
Das könnte auch daran liegen, daß der in Deutschland wohl bekannteste
Sergio der Regisseur Sergio Leone ist.
Das liegt daran, daß viele Deutsche praktisch alle s, die nicht Auslaute
sind, stimmhaft sprechen
Post by Klaus Pommerening
Dieses Schicksal teilt der "Sergio" mit der "Diskussion"
Doppel-s. Man sollte denken, das der Vokal davor kurz ist und das s
stimmlos. Mitnichten! Mein spezieller Freund Volker Herres, seine
Aussprache ist mir stets im Ohr -- und er braucht das Wort "Diskuhsion"
ziemlich häufig.

Volker Herres, er ist einer der ständigen Moderatoren des "Pressclubs".
Diese seine Sprachmarotte, er hat sie eigentlich ständig auf den Lippen.
Gibt es darüber eigentlich im WDR eine Diskuhsion? Ach nein, Herres, er
ist ja der Chef von det Janze. Über seine Grillen tuschelt man wohl nur
hinter vorgehaltener Hand.
Martin Udelhoven
2019-10-25 05:27:50 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Klaus Pommerening
Dieses Schicksal teilt der "Sergio" mit der "Diskussion"
Doppel-s. Man sollte denken, das der Vokal davor kurz ist und das s
stimmlos. Mitnichten! Mein spezieller Freund Volker Herres, seine
Aussprache ist mir stets im Ohr -- und er braucht das Wort
"Diskuhsion"
ziemlich häufig.
Das ist allerdings ein handfester Skandal.
Und was erst diese Engländer aus dem doppelten 's' machen! Unerhört!

Martin
Michael Kallweitt
2019-10-23 06:56:04 UTC
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Post by Sergio Gatti
3. Warum glaubst du, dass ich häufige italienische Vornamen
wie Simone und Gabriele für mein männliches Kind von
vornherein ausgeschlossen habe?
Das wäre in der Tat eine gute Frage. Männer, die auf Simone, Gabriele
oder auch Andrea hören, lösen bei mir keine Verwunderung aus, weil ich
weiß, dass diese in Italien und der Schweiz als männliche Vornamen
gebräuchlich sind.

Auf der anderen Seite assoziiere ich – vielleicht bedingt durch mein
kulturelles Umfeld – mit »Anne« nicht mehr primär den weiblichen
Vornamen. [1] ;-)



[1] <https://de.wiktionary.org/wiki/anne>
--
www.wasfuereintheater.com - Neue Theaterprojekte im Ruhrpott
»DAS UNBEKANNTE SCHÖN ZU FINDEN. DEM UNVERSTANDENEN MIT WÄRME ZU BEGEGNEN.
DAS IST WAHRE LIEBE« Barbara Bollwahn, https://www.taz.de/!472086/
Sergio Gatti
2019-10-23 09:44:13 UTC
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Post by Michael Kallweitt
Post by Sergio Gatti
3. Warum glaubst du, dass ich häufige italienische Vornamen
wie Simone und Gabriele für mein männliches Kind von
vornherein ausgeschlossen habe?
Das wäre in der Tat eine gute Frage. Männer, die auf Simone, Gabriele
oder auch Andrea hören, lösen bei mir keine Verwunderung aus, weil ich
weiß, dass diese in Italien und der Schweiz als männliche Vornamen
gebräuchlich sind.
Schön, dass Männer, die auf Simone, Gabriele oder auch
Andrea hören, bei _dir_ keine Verwunderung auslösen. Leider
werden meine Kinder nicht nur mit so gut Bescheid wissenden
Menschen wie du zu tun haben.
Der Habakuk.
2019-10-23 10:21:24 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Michael Kallweitt
Post by Sergio Gatti
3. Warum glaubst du, dass ich häufige italienische Vornamen
wie Simone und Gabriele für mein männliches Kind von
vornherein ausgeschlossen habe?
Das wäre in der Tat eine gute Frage. Männer, die auf Simone, Gabriele
oder auch Andrea hören, lösen bei mir keine Verwunderung aus, weil ich
weiß, dass diese in Italien und der Schweiz als männliche Vornamen
gebräuchlich sind.
Schön, dass Männer, die auf Simone, Gabriele oder auch
Andrea hören, bei _dir_ keine Verwunderung auslösen. Leider
werden meine Kinder nicht nur mit so gut Bescheid wissenden
Menschen wie du zu tun haben.
Na dann taufe deine Jungs halt nicht ausgerechnet Gabriele und Andrea.

Oder ertrags wie ein Mann! :-)

Apropos:

John Wayne, lt Wikipedia:

"geboren als Marion Robert Morrison, später umbenannt in Marion
Mitchell Morrison) war ein US-amerikanischer Filmschauspieler,
Filmproduzent und Regisseur. ".
--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*
Detlef Meißner
2019-10-23 12:01:58 UTC
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Post by Der Habakuk.
Post by Sergio Gatti
Post by Michael Kallweitt
Post by Sergio Gatti
3. Warum glaubst du, dass ich häufige italienische Vornamen
wie Simone und Gabriele für mein männliches Kind von
vornherein ausgeschlossen habe?
Das wäre in der Tat eine gute Frage. Männer, die auf Simone, Gabriele
oder auch Andrea hören, lösen bei mir keine Verwunderung aus, weil ich
weiß, dass diese in Italien und der Schweiz als männliche Vornamen
gebräuchlich sind.
Schön, dass Männer, die auf Simone, Gabriele oder auch
Andrea hören, bei _dir_ keine Verwunderung auslösen. Leider
werden meine Kinder nicht nur mit so gut Bescheid wissenden
Menschen wie du zu tun haben.
Na dann taufe deine Jungs halt nicht ausgerechnet Gabriele und Andrea.
Oder ertrags wie ein Mann! :-)
"geboren als Marion Robert Morrison, später umbenannt in Marion Mitchell
Morrison) war ein US-amerikanischer Filmschauspieler, Filmproduzent und
Regisseur. ".
Eben, der konnte seinen Namen auch nicht ertragen, der war kein Mann.

Detlef
--
Unfähigkeit ist nicht ganz durch Gewalt zu ersetzen.
(Brupbacher)
Der Habakuk.
2019-10-23 12:14:49 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Der Habakuk.
Post by Sergio Gatti
Post by Michael Kallweitt
Post by Sergio Gatti
3. Warum glaubst du, dass ich häufige italienische Vornamen
wie Simone und Gabriele für mein männliches Kind von
vornherein ausgeschlossen habe?
Das wäre in der Tat eine gute Frage. Männer, die auf Simone, Gabriele
oder auch Andrea hören, lösen bei mir keine Verwunderung aus, weil ich
weiß, dass diese in Italien und der Schweiz als männliche Vornamen
gebräuchlich sind.
Schön, dass Männer, die auf Simone, Gabriele oder auch
Andrea hören, bei _dir_ keine Verwunderung auslösen. Leider
werden meine Kinder nicht nur mit so gut Bescheid wissenden
Menschen wie du zu tun haben.
Na dann taufe deine Jungs halt nicht ausgerechnet Gabriele und Andrea.
Oder ertrags wie ein Mann!  :-)
"geboren als Marion Robert Morrison, später umbenannt in Marion
Mitchell Morrison) war ein US-amerikanischer Filmschauspieler,
Filmproduzent und Regisseur. ".
Eben, der konnte seinen Namen auch nicht ertragen, der war kein Mann.
Detlef
Nein, das war sicher nicht der Grund, denn Marion ist in den USA weit
überwiegend ein Männername. Ein ganz normaler.
--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*
Christian Weisgerber
2019-10-23 14:49:35 UTC
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Post by Der Habakuk.
Nein, das war sicher nicht der Grund, denn Marion ist in den USA weit
überwiegend ein Männername. Ein ganz normaler.
„Marion“ ist in den USA inzwischen außer Mode. Davor war es überwiegend
ein Frauenname.
https://www.behindthename.com/name/marion-1/top/united-states
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Der Habakuk.
2019-10-23 15:55:29 UTC
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Post by Christian Weisgerber
Post by Der Habakuk.
Nein, das war sicher nicht der Grund, denn Marion ist in den USA weit
überwiegend ein Männername. Ein ganz normaler.
„Marion“ ist in den USA inzwischen außer Mode. Davor war es überwiegend
ein Frauenname.
https://www.behindthename.com/name/marion-1/top/united-states
OK, wußte ich nicht. Sondern nur, daß er in den USA als Männername
nicht unüblich war. In Waynes Geburtsjahr trugen anscheinend nach
deiner Liste 0,371% aller Frauen den Namen Marion und 0,143 % aller
Männer.

Ich glaube nicht, daß man damals als Mann deswegen aufgefallen wäre.
--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*
U***@web.de
2019-10-23 14:45:47 UTC
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Post by Der Habakuk.
"geboren als Marion Robert Morrison, später umbenannt in Marion
Mitchell Morrison) war ein US-amerikanischer Filmschauspieler,
Filmproduzent und Regisseur. ".
In der Gegend war der Name üblich.
https://de.wikipedia.org/wiki/Marion_(Name)#Männlicher_Vorname
Andreas Karrer
2019-10-23 14:45:52 UTC
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Post by Der Habakuk.
Post by Sergio Gatti
Post by Michael Kallweitt
Post by Sergio Gatti
3. Warum glaubst du, dass ich häufige italienische Vornamen
wie Simone und Gabriele für mein männliches Kind von
vornherein ausgeschlossen habe?
Das wäre in der Tat eine gute Frage. Männer, die auf Simone, Gabriele
oder auch Andrea hören, lösen bei mir keine Verwunderung aus, weil ich
weiß, dass diese in Italien und der Schweiz als männliche Vornamen
gebräuchlich sind.
Schön, dass Männer, die auf Simone, Gabriele oder auch
Andrea hören, bei _dir_ keine Verwunderung auslösen. Leider
werden meine Kinder nicht nur mit so gut Bescheid wissenden
Menschen wie du zu tun haben.
Na dann taufe deine Jungs halt nicht ausgerechnet Gabriele und Andrea.
Genau das hat Sergio ja gesagt.

Es ist wohl tatsächlich in der CH unauffälliger als in Berlin. Ich
kenne eine ganze Anzahl von Personen namens Andrea, etwa gleich viele f
wie m, ebenso ist es bei den 4 Simones. Gabriele kenn ich nur f, und
die heissen alle Gabi.
Post by Der Habakuk.
"geboren als Marion Robert Morrison, später umbenannt in Marion
Mitchell Morrison) war ein US-amerikanischer Filmschauspieler,
Filmproduzent und Regisseur. ".
In der Firma hatten wir einen Mitarbeiter namens Marian.

Evelyn Waugh hat eine Evelyn Gardner geheiratet; die Ehe war nicht sehr
glücklich.

Um die Ecke wohnt ein traditionell heterosexuelles Paar namens
Dominique & Dominique. Ihre Nachbarn heissen allerdings Martina &
Martin.

- Andi
Frank Hucklenbroich
2019-10-23 15:00:44 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Der Habakuk.
Post by Sergio Gatti
Post by Michael Kallweitt
Post by Sergio Gatti
3. Warum glaubst du, dass ich häufige italienische Vornamen
wie Simone und Gabriele für mein männliches Kind von
vornherein ausgeschlossen habe?
Das wäre in der Tat eine gute Frage. Männer, die auf Simone, Gabriele
oder auch Andrea hören, lösen bei mir keine Verwunderung aus, weil ich
weiß, dass diese in Italien und der Schweiz als männliche Vornamen
gebräuchlich sind.
Schön, dass Männer, die auf Simone, Gabriele oder auch
Andrea hören, bei _dir_ keine Verwunderung auslösen. Leider
werden meine Kinder nicht nur mit so gut Bescheid wissenden
Menschen wie du zu tun haben.
Na dann taufe deine Jungs halt nicht ausgerechnet Gabriele und Andrea.
Genau das hat Sergio ja gesagt.
Es ist wohl tatsächlich in der CH unauffälliger als in Berlin. Ich
kenne eine ganze Anzahl von Personen namens Andrea, etwa gleich viele f
wie m, ebenso ist es bei den 4 Simones. Gabriele kenn ich nur f, und
die heissen alle Gabi.
Post by Der Habakuk.
"geboren als Marion Robert Morrison, später umbenannt in Marion
Mitchell Morrison) war ein US-amerikanischer Filmschauspieler,
Filmproduzent und Regisseur. ".
In der Firma hatten wir einen Mitarbeiter namens Marian.
Evelyn Waugh hat eine Evelyn Gardner geheiratet; die Ehe war nicht sehr
glücklich.
Mit Valery geht das auch, aber das kennt man vielleicht seit Valéry Giscard
d’Estaing - macht hier eigentlich der Akzent den Unterschied aus zwischen
Männer oder Frauenname?

Grüße,

Frank
Lanarcam
2019-10-23 15:55:34 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Mit Valery geht das auch, aber das kennt man vielleicht seit Valéry Giscard
d’Estaing - macht hier eigentlich der Akzent den Unterschied aus zwischen
Männer oder Frauenname?
Nein.

Frauenname: Valérie
Männername: Valéry.
Christian Weisgerber
2019-10-23 16:20:31 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Andreas Karrer
In der Firma hatten wir einen Mitarbeiter namens Marian.
Evelyn Waugh hat eine Evelyn Gardner geheiratet; die Ehe war nicht sehr
glücklich.
Mit Valery geht das auch, aber das kennt man vielleicht seit Valéry Giscard
d’Estaing - macht hier eigentlich der Akzent den Unterschied aus zwischen
Männer oder Frauenname?
Französisch ist „Valéry“ der Männername, „Valérie“ der Frauenname – das
(stumme) -e macht den Unterschied.

Wenn „Valery“ irgendwo als Frauenname vorkommt, ist das wahrscheinlich
durchs Englische gegangen.

Herkunft laut Wikipedia-FR:
Valère m. < lat. Valerius
Valérie f. < lat. Valeria
Valéry m. < germ. Walaric mit Einfluss von lat. Valerius

Außerdem taucht Valery/Valéry noch als französische Umschrift von
russ. Валерий auf, das ebenfalls auf lat. Valerius zurückgeht.

Alle Klarheiten beseitigt?
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Martin Gerdes
2019-10-24 21:28:41 UTC
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Post by Christian Weisgerber
Post by Frank Hucklenbroich
Mit Valery geht das auch, aber das kennt man vielleicht seit Valéry Giscard
d’Estaing - macht hier eigentlich der Akzent den Unterschied aus zwischen
Männer oder Frauenname?
Französisch ist „Valéry“ der Männername, „Valérie“ der Frauenname – das
(stumme) -e macht den Unterschied.
Nicht wenige deutsche Männer tragen den Vornamen "Renee", der mir immer
sauer aufstößt. Ich würde den Mann "René" schreiben und die Frau "Renée"
(nur echt mit Akzent!), wiewohl beide Namen gleich ausgesprochen werden.
Quinn C
2019-10-25 04:47:48 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Christian Weisgerber
Post by Frank Hucklenbroich
Mit Valery geht das auch, aber das kennt man vielleicht seit Valéry Giscard
d’Estaing - macht hier eigentlich der Akzent den Unterschied aus zwischen
Männer oder Frauenname?
Französisch ist „Valéry“ der Männername, „Valérie“ der Frauenname – das
(stumme) -e macht den Unterschied.
Nicht wenige deutsche Männer tragen den Vornamen "Renee", der mir immer
sauer aufstößt. Ich würde den Mann "René" schreiben und die Frau "Renée"
(nur echt mit Akzent!), wiewohl beide Namen gleich ausgesprochen werden.
Doppel-e kann im Deutschen halt als Ersatz für den Akzent herhalten:
Chicoré - Schikoree. Und Akzente sind nur was für Angeber.
--
gugelfechten, vb., sich närrisch aufführen, narren, fantasieren,
gauglen und gugelfechten ZWENGEL formularbuch (1568) 39b. --
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
U***@web.de
2019-10-25 07:25:20 UTC
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Post by Quinn C
Post by Martin Gerdes
Post by Christian Weisgerber
Post by Frank Hucklenbroich
Mit Valery geht das auch, aber das kennt man vielleicht seit Valéry Giscard
d’Estaing - macht hier eigentlich der Akzent den Unterschied aus zwischen
Männer oder Frauenname?
Französisch ist „Valéry“ der Männername, „Valérie“ der Frauenname – das
(stumme) -e macht den Unterschied.
Nicht wenige deutsche Männer tragen den Vornamen "Renee", der mir immer
sauer aufstößt. Ich würde den Mann "René" schreiben und die Frau "Renée"
(nur echt mit Akzent!), wiewohl beide Namen gleich ausgesprochen werden.
Chicoré - Schikoree. Und Akzente sind nur was für Angeber.
Du gehst ins Caf[ ]

Bitte hier passenden oder passende Buchstaben einsetzen.
Christian Weisgerber
2019-10-25 15:57:41 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Quinn C
Chicoré - Schikoree. Und Akzente sind nur was für Angeber.
Du gehst ins Caf[ ]
Bitte hier passenden oder passende Buchstaben einsetzen.
Caffè?
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Christian Weisgerber
2019-10-28 18:50:59 UTC
Antworten
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Post by U***@web.de
Post by Quinn C
Chicoré - Schikoree. Und Akzente sind nur was für Angeber.
Du gehst ins Caf[ ]
Bitte hier passenden oder passende Buchstaben einsetzen.
Cafè
https://inselcafe.jimdo.com/
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Voce dalla Germania
2019-10-29 06:03:36 UTC
Antworten
Permalink
Post by Christian Weisgerber
Post by U***@web.de
Post by Quinn C
Chicoré - Schikoree. Und Akzente sind nur was für Angeber.
Du gehst ins Caf[ ]
Bitte hier passenden oder passende Buchstaben einsetzen.
Cafè
https://inselcafe.jimdo.com/
Café
<www.duden.de>
Herkunft: französisch café.
<https://larousse.fr/dictionnaires/francais/caf%C3%A9/12081?q=caf%C3%A9#11930>
Martin Gerdes
2019-10-25 14:37:01 UTC
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Post by Quinn C
Post by Martin Gerdes
Nicht wenige deutsche Männer tragen den Vornamen "Renee", der mir immer
sauer aufstößt. Ich würde den Mann "René" schreiben und die Frau "Renée"
(nur echt mit Akzent!), wiewohl beide Namen gleich ausgesprochen werden.
Chicoré - Schikoree. Und Akzente sind nur was für Angeber.
Klar. Man kann Namen französischen Ursprungs (siehe Betreff) entweder
deutsch aussprechen ("Si-mo-ne") oder der französischen Aussprache
entsprechend schreiben. Das betrifft "Simon" (die man dann besser
lautgetreu "Simonn" schreibt), aber auch Anett und Christin. Bei uns hat
mal eine Christin gearbeitet, die als Ossi explizit keine Christin war.
Stefan Schmitz
2019-10-25 17:11:28 UTC
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Post by Quinn C
Post by Martin Gerdes
Nicht wenige deutsche Männer tragen den Vornamen "Renee", der mir immer
sauer aufstößt. Ich würde den Mann "René" schreiben und die Frau "Renée"
(nur echt mit Akzent!), wiewohl beide Namen gleich ausgesprochen werden.
Chicoré - Schikoree. Und Akzente sind nur was für Angeber.
Mir ist noch kein Mann namens Renee untergekommen. Google findet auch keinen.
Der Frauenname hingegen wird mitunter so geschrieben.
Detlef Meißner
2019-10-25 17:19:51 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by Quinn C
Post by Martin Gerdes
Nicht wenige deutsche Männer tragen den Vornamen "Renee", der mir immer
sauer aufstößt. Ich würde den Mann "René" schreiben und die Frau "Renée"
(nur echt mit Akzent!), wiewohl beide Namen gleich ausgesprochen werden.
Chicoré - Schikoree. Und Akzente sind nur was für Angeber.
Mir ist noch kein Mann namens Renee untergekommen.
Mir auch nicht - und ich kenne einige. :-)

Diese Schreibweise sieht auch scheiße aus.

Detlef
--
Unfähigkeit ist nicht ganz durch Gewalt zu ersetzen.
(Brupbacher)
Quinn C
2019-10-25 17:22:45 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by Quinn C
Post by Martin Gerdes
Nicht wenige deutsche Männer tragen den Vornamen "Renee", der mir immer
sauer aufstößt. Ich würde den Mann "René" schreiben und die Frau "Renée"
(nur echt mit Akzent!), wiewohl beide Namen gleich ausgesprochen werden.
Chicoré - Schikoree. Und Akzente sind nur was für Angeber.
Mir ist noch kein Mann namens Renee untergekommen. Google findet auch keinen.
Der Frauenname hingegen wird mitunter so geschrieben.
| Geschäftsführer Herr Renee Böttcher
<https://www.aam-it.eu/de/ueber-uns.html>

| Herr Renee Blumenthal
<https://bportal.staedteregion-aachen.de/staedteregion-a-z/-/egov-bis-search/employee/8676>

| Name Herr Renee Bäcker (‎reneeb‎)
<http://act.yapc.eu/gpw2014/user/1275>

IRL ist es mir noch nicht begegnet, aber Andree schon. Das blickt
freilich auf eine jahrhundertelange Tradition zurück:
<https://de.wikipedia.org/wiki/Andree_von_Graben>
--
The only BS around here is butternut squash, one of the dozens of
varieties of squash I grow. I hope you like squash.
-- Unbreakable Kimmy Schmidt, S01E10
René Marquardt
2019-10-25 22:30:53 UTC
Antworten
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Quinn C
Post by Martin Gerdes
Nicht wenige deutsche Männer tragen den Vornamen "Renee", der mir immer
sauer aufstößt. Ich würde den Mann "René" schreiben und die Frau "Renée"
(nur echt mit Akzent!), wiewohl beide Namen gleich ausgesprochen werden.
Chicoré - Schikoree. Und Akzente sind nur was für Angeber.
Mir ist noch kein Mann namens Renee untergekommen. Google findet auch
keinen. Der Frauenname hingegen wird mitunter so geschrieben.
Geschäftsführer Herr Renee Böttcher
Herr Renee Blumenthal
Herr Renee Bäcker (‎reneeb‎)
Manchmal gab es kein ´ auf der Schreibmaschine, da sagte dann der
Standesbeamte: "Schreiben wir es wie Allee."
Kompletter Quark. So es kein é (shift 2) auf der Tastatur gab, half man sich mit
einem per halbzeiligen versetzten und per Rueckschritt eingesetztem Komma,
oder mit dem oben zwischen O und P vorhandenem Akzentzzeichen:

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Detlef Meißner
2019-10-26 07:21:57 UTC
Antworten
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Post by René Marquardt
Post by Stefan Schmitz
Post by Quinn C
Post by Martin Gerdes
Nicht wenige deutsche Männer tragen den Vornamen "Renee", der mir immer
sauer aufstößt. Ich würde den Mann "René" schreiben und die Frau "Renée"
(nur echt mit Akzent!), wiewohl beide Namen gleich ausgesprochen werden.
Chicoré - Schikoree. Und Akzente sind nur was für Angeber.
Mir ist noch kein Mann namens Renee untergekommen. Google findet auch
keinen. Der Frauenname hingegen wird mitunter so geschrieben.
Geschäftsführer Herr Renee Böttcher
Herr Renee Blumenthal
Herr Renee Bäcker (‎reneeb‎)
Manchmal gab es kein ´ auf der Schreibmaschine, da sagte dann der
Standesbeamte: "Schreiben wir es wie Allee."
Kompletter Quark. So es kein é (shift 2) auf der Tastatur gab, half man sich
mit einem per halbzeiligen versetzten und per Rueckschritt eingesetztem
Du glaubst gar nicht, was Standesbeamte so geschrieben haben!

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
René Marquardt
2019-10-26 13:46:55 UTC
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Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Post by Stefan Schmitz
Post by Quinn C
Post by Martin Gerdes
Nicht wenige deutsche Männer tragen den Vornamen "Renee", der mir immer
sauer aufstößt. Ich würde den Mann "René" schreiben und die Frau "Renée"
(nur echt mit Akzent!), wiewohl beide Namen gleich ausgesprochen werden.
Chicoré - Schikoree. Und Akzente sind nur was für Angeber.
Mir ist noch kein Mann namens Renee untergekommen. Google findet auch
keinen. Der Frauenname hingegen wird mitunter so geschrieben.
Geschäftsführer Herr Renee Böttcher
Herr Renee Blumenthal
Herr Renee Bäcker (‎reneeb‎)
Manchmal gab es kein ´ auf der Schreibmaschine, da sagte dann der
Standesbeamte: "Schreiben wir es wie Allee."
Kompletter Quark. So es kein é (shift 2) auf der Tastatur gab, half man sich
mit einem per halbzeiligen versetzten und per Rueckschritt eingesetztem
Du glaubst gar nicht, was Standesbeamte so geschrieben haben!
Eikentina, nach der Saengerin...
Bertel Lund Hansen
2019-10-27 09:16:24 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Mir ist noch kein Mann namens Renee untergekommen.
In Dänemark gibt es 77 Frauen und 43 Männer, die alle Renee
heissen.

Es gibt 1054 Vornamen, die sowohl weiblich als auch männlich
sind.
--
/Bertel - aus Dänemark
Quinn C
2019-10-28 03:05:50 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Stefan Schmitz
Mir ist noch kein Mann namens Renee untergekommen.
In Dänemark gibt es 77 Frauen und 43 Männer, die alle Renee
heissen.
Es gibt 1054 Vornamen, die sowohl weiblich als auch männlich
sind.
Ist das de facto oder spielt da auch ein de jure hinein?

Island ist ja ein interessanter Fall. Bis vor kurzem gab es fast keine
Vornamen, die für beide Geschlechter erlaubt waren, jetzt wurden sie
kurzerhand alle für neutral erklärt.

Da der Standardtip zum Eintrag eines in Island nicht zugelassenen
Vornamens war, den Antrag in Dänemark zu stellen, nehme ich an, daß
Dänemark nicht streng ist.
--
GUGELFUHR(E), f., scherz, spasz, narrheit,
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Bertel Lund Hansen
2019-10-28 08:26:52 UTC
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Post by Quinn C
Post by Bertel Lund Hansen
Es gibt 1054 Vornamen, die sowohl weiblich als auch männlich
sind.
Ist das de facto oder spielt da auch ein de jure hinein?
Ich bin ziemlich sicher, dass das de facto ist. Es gibt eine
Behörde, wo man fragen kann, ob einen bestimmten Namen erlaubt
ist, und sie bestimmt, ob neue Namen erlaubt werden sollen.

Ein Name, der einem Einwanderer zugehört, wird aber automatisch
anerkannt, wenn es in seinem (vorigen) Heimland gewöhnlich ist,
und deshalb sind unser Namenlisten in den letzten Dekaden
explodiert.

Deshalb sind viele neue Unisexnamen in die Liste inkludiert, und
sie stammen von Leuten, die die Namen tragen.

Die Regeln wurden vor einigen Jahren geändert. Vorher war es
relativ schwierig und teuer einen neuen Namen zu bekommen. Heute
ist einfach und billig. Berühmt ist die Sache mit der Frau, deren
Sohn "Christophpher" heissen sollte. Sie bekam nicht die
Erlaubnis, und sie bezahlte mindestens 25'000 kr. als Strafgeld,
weil sie ihren Beschluss nicht ändern wollte.

Nach der Änderung bekam sie aber die Erlaubnis, und
"Christophpher" steht jetzt auf der Liste. Ich *vermute*, dass
das Strafgeld zurüchbezahlt wurde.
Post by Quinn C
Da der Standardtip zum Eintrag eines in Island nicht zugelassenen
Vornamens war, den Antrag in Dänemark zu stellen, nehme ich an, daß
Dänemark nicht streng ist.
Vorher war es ganz streng - heute nicht.

Dass Island Dänemark gefragt haben sollte, habe ich nicht vorher
gehört, und es wundert mich sehr. Island ist völlig unabhängig
von Dänemark, gehört aber zu unserer kleinen Gruppe "Norden"
(Dänemark+Färöer-Inseln, Norwegen, Schweden, Finland, Island).

Wir Dänen verstehen übrigens nicht die islandische Sprache, weder
geschrieben noch gesprochen.

PS. Eine Änderung von der Regeln besteht darin, dass man heute
einen Nachnamen, von der Namen seiner Eltern gebildet, nehmen
kann. Deshalb könnte ich ohne weiteres "Bertel Getrudssøn" oder
"Bertel Paulssøn" heissen, wenn ich das wünschte. So ist es immer
in Island gewesen.
--
/Bertel - aus Dänemark
Hans
2019-10-28 10:58:07 UTC
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[... Namen ...]
Post by Bertel Lund Hansen
Deshalb sind viele neue Unisexnamen in die Liste inkludiert, und
sie stammen von Leuten, die die Namen tragen.
Die Regeln wurden vor einigen Jahren geändert. Vorher war es
relativ schwierig und teuer einen neuen Namen zu bekommen. Heute
ist einfach und billig. Berühmt ist die Sache mit der Frau, deren
Sohn "Christophpher" heissen sollte. Sie bekam nicht die
Erlaubnis, und sie bezahlte mindestens 25'000 kr. als Strafgeld,
weil sie ihren Beschluss nicht ändern wollte.
Nach der Änderung bekam sie aber die Erlaubnis, und
"Christophpher" steht jetzt auf der Liste. Ich *vermute*, dass
das Strafgeld zurüchbezahlt wurde.
Post by Quinn C
Da der Standardtip zum Eintrag eines in Island nicht zugelassenen
Vornamens war, den Antrag in Dänemark zu stellen, nehme ich an, daß
Dänemark nicht streng ist.
Vorher war es ganz streng - heute nicht.
Dass Island Dänemark gefragt haben sollte, habe ich nicht vorher
gehört, und es wundert mich sehr. Island ist völlig unabhängig
von Dänemark, gehört aber zu unserer kleinen Gruppe "Norden"
(Dänemark+Färöer-Inseln, Norwegen, Schweden, Finland, Island).
Wir Dänen verstehen übrigens nicht die islandische Sprache, weder
geschrieben noch gesprochen.
Und umgekehrt? Verstehen die Isländer Dänisch, bzw. wird das nicht in
der Schule unterrichtet? Der Schwiegersohn einer Bekannten aus
Kopenhagen ist Isländer, der allerdings schon mehrere Jahre in Dänemark
lebt. Die Kinder der beiden wachsen zweisprachig auf.
Post by Bertel Lund Hansen
PS. Eine Änderung von der Regeln besteht darin, dass man heute
einen Nachnamen, von der Namen seiner Eltern gebildet, nehmen
kann. Deshalb könnte ich ohne weiteres "Bertel Getrudssøn" oder
"Bertel Paulssøn" heissen, wenn ich das wünschte. So ist es immer
in Island gewesen.
PS: Gehörst du zur deutschen Minderheit in Dänemark? Ich vermute es,
denn dein Deutsch ist makellos.

Hans
Bertel Lund Hansen
2019-10-28 10:50:58 UTC
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Post by Hans
Post by Bertel Lund Hansen
Wir Dänen verstehen übrigens nicht die islandische Sprache, weder
geschrieben noch gesprochen.
Und umgekehrt? Verstehen die Isländer Dänisch, bzw. wird das nicht in
der Schule unterrichtet?
Doch, und deshalb verstehen sie Dänisch. Eine Isländerin hat mir
einmal erzählt, dass Dänisch in Island nicht populär ist, etwa
wie Deutsch für dänische Kinder (leider, und eigentlich
unverständlich).
Post by Hans
Der Schwiegersohn einer Bekannten aus Kopenhagen ist Isländer,
der allerdings schon mehrere Jahre in Dänemark lebt. Die
Kinder der beiden wachsen zweisprachig auf.
Ich habe einige Isländer kennen gelernt, und sie hatten keine
Probleme mit der dänischen Sprache.
Post by Hans
PS: Gehörst du zur deutschen Minderheit in Dänemark?
Nein, ich muss zurück zu einer Ururgrossmutter suchen um eine
deutsche Vorvater[1] zu finden. Alle parallelle und folgende
Vorväter, die ich 'kenne', sind Dänisch.
Post by Hans
Ich vermute es, denn dein Deutsch ist makellos.
Mehr, mehr ...

Ich liebe Sprachen, ich liebte Deutsch in der Schule, und im
Gymnasium wählte ich Deutsch statt Engisch (das ich auch liebte),
und ich war glücklich einen sehr guten Deutschlehrer zu bekommen.

Seit etwa 2000 habe ich täglich in dieser Gruppe gelesen und
geschrieben, und die andere Beiträger sind sehr freundlich
gewesen und haben mir ab und zu Korrektionen gegeben ohne die
Gruppe oder mich mit Berichtigungen zu bombardieren. Deshalb ist
mein Deutsch ständig besser geworden.

[1] Warum kennt Duden nicht "Vorvater"? Man braucht doch das
Wort.
--
/Bertel - aus Dänemark
Hans
2019-10-28 12:05:11 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Hans
Post by Bertel Lund Hansen
Wir Dänen verstehen übrigens nicht die islandische Sprache, weder
geschrieben noch gesprochen.
Und umgekehrt? Verstehen die Isländer Dänisch, bzw. wird das nicht in
der Schule unterrichtet?
Doch, und deshalb verstehen sie Dänisch. Eine Isländerin hat mir
einmal erzählt, dass Dänisch in Island nicht populär ist, etwa
wie Deutsch für dänische Kinder (leider, und eigentlich
unverständlich).
Post by Hans
Der Schwiegersohn einer Bekannten aus Kopenhagen ist Isländer,
der allerdings schon mehrere Jahre in Dänemark lebt. Die
Kinder der beiden wachsen zweisprachig auf.
Ich habe einige Isländer kennen gelernt, und sie hatten keine
Probleme mit der dänischen Sprache.
Post by Hans
PS: Gehörst du zur deutschen Minderheit in Dänemark?
Nein, ich muss zurück zu einer Ururgrossmutter suchen um eine
deutsche Vorvater[1] zu finden. Alle parallelle und folgende
Vorväter, die ich 'kenne', sind Dänisch.
Post by Hans
Ich vermute es, denn dein Deutsch ist makellos.
Mehr, mehr ...
Ich liebe Sprachen, ich liebte Deutsch in der Schule, und im
Gymnasium wählte ich Deutsch statt Engisch (das ich auch liebte),
und ich war glücklich einen sehr guten Deutschlehrer zu bekommen.
Seit etwa 2000 habe ich täglich in dieser Gruppe gelesen und
geschrieben, und die andere Beiträger sind sehr freundlich
gewesen und haben mir ab und zu Korrektionen gegeben ohne die
Gruppe oder mich mit Berichtigungen zu bombardieren. Deshalb ist
mein Deutsch ständig besser geworden.
[1] Warum kennt Duden nicht "Vorvater"? Man braucht doch das
Wort.
Der Duden kennt aber "Vorväter", also Pluralwort, "Pluraletantum".

https://www.duden.de/rechtschreibung/Vorvaeter

Hans
Sergio Gatti
2019-10-28 15:10:16 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Nein, ich muss zurück zu einer Ururgrossmutter suchen um eine
deutsche Vorvater[1] zu finden.
[1] Warum kennt Duden nicht "Vorvater"? Man braucht doch das
Wort.
Deutsche Wörterbücher kennen keinen Vorvater, weil man dafür
Vorfahr(e) (des Vorfahren, die Vorfahren) benutzt. Im Duden
findet man auch die weibliche Form Vorfahrin.
Helmut Richter
2019-10-28 16:18:22 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Bertel Lund Hansen
Nein, ich muss zurück zu einer Ururgrossmutter suchen um eine
deutsche Vorvater[1] zu finden.
[1] Warum kennt Duden nicht "Vorvater"? Man braucht doch das
Wort.
Deutsche Wörterbücher kennen keinen Vorvater, weil man dafür
Vorfahr(e) (des Vorfahren, die Vorfahren) benutzt. Im Duden
findet man auch die weibliche Form Vorfahrin.
Dass zu einem Wort eine weibliche Form im Duden steht, bedeutet nicht,
dass jemand diese Form verwendet; Google Ngram kennt es beispielsweise
nicht. Solche Formen können im Prinzip maschinell erzeugt werden –
vielleicht auch durch Menschen, die genauso funktionieren.

Gegen die vollautomatische Erzeugung spricht allerdings, dass weder
„Bergfrau“ noch „Bergmännin“ im Duden steht.
--
Helmut Richter
Quinn C
2019-10-28 17:18:49 UTC
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Post by Helmut Richter
Post by Sergio Gatti
Post by Bertel Lund Hansen
Nein, ich muss zurück zu einer Ururgrossmutter suchen um eine
deutsche Vorvater[1] zu finden.
[1] Warum kennt Duden nicht "Vorvater"? Man braucht doch das
Wort.
Deutsche Wörterbücher kennen keinen Vorvater, weil man dafür
Vorfahr(e) (des Vorfahren, die Vorfahren) benutzt. Im Duden
findet man auch die weibliche Form Vorfahrin.
Dass zu einem Wort eine weibliche Form im Duden steht, bedeutet nicht,
dass jemand diese Form verwendet; Google Ngram kennt es beispielsweise
nicht.
Merkwürdig. Das DWDS vermeldet 3 Treffer im Kernkorpus, 8 im Deutschen
Textarchiv und immerhin 37 im ZEIT-Archiv.

| Er enthielt die alten Trachten von den Vorfahrinnen seiner Mutter,
| wie sie die Frauen gern aufzubewahren pflegen.
Keller, Der grüne Heinrich

| Helene, die ihn versuchte, und Sulamith, Salomos Braut, die mit dem
| Gesetzeslehrer vermählt war und seine Vorfahrin wurde.
Langgässer: Das unauslöschliche Siegel

| Damit lebte der Frühmensch zur selben Zeit und in der selben Region
| wie Lucy, die eine zeitlang als "Mutter der Menschheit" und direkte
| Vorfahrin der heutigen Menschen galt.
ZEIT 2015
--
es sol kain leitgeb eim paurnknecht nicht mer parigen
dann sein gurtelgewant, ... swert und gugel wert ist
österr. weist.
Sergio Gatti
2019-10-28 17:36:04 UTC
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Post by Helmut Richter
Post by Sergio Gatti
Post by Bertel Lund Hansen
Nein, ich muss zurück zu einer Ururgrossmutter suchen um eine
deutsche Vorvater[1] zu finden.
[1] Warum kennt Duden nicht "Vorvater"? Man braucht doch das
Wort.
Deutsche Wörterbücher kennen keinen Vorvater, weil man dafür
Vorfahr(e) (des Vorfahren, die Vorfahren) benutzt. Im Duden
findet man auch die weibliche Form Vorfahrin.
Dass zu einem Wort eine weibliche Form im Duden steht, bedeutet nicht,
dass jemand diese Form verwendet;
Das habe ich auch nie behauptet und ich habe selbst einige
Zweifel. Deswegen meine sehr vorsichtige Formulierung.
Allerdings ist die Häufigkeit von Vorfahrin laut
<www.duden.de> 2 auf einer Skala von 1 bis 5. Daher vermute
ich, dass "Vorfahrin" deutlich öfter benutzt wird als du und
ich glauben.
U***@web.de
2019-10-28 18:42:11 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Helmut Richter
Post by Sergio Gatti
Im Duden
findet man auch die weibliche Form Vorfahrin.
Dass zu einem Wort eine weibliche Form im Duden steht, bedeutet nicht,
dass jemand diese Form verwendet;
Das habe ich auch nie behauptet
Aber ich behaupte. Ich frage mich nur, wo mein dahingehendes
Posting abgeblieben ist.
https://www.sueddeutsche.de/wissen/die-aelteste-vorfahrin-des-menschen-unsere-neue-nummer-eins-1.44175

Gruß, ULF
Helmut Richter
2019-10-29 09:54:53 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Helmut Richter
Dass zu einem Wort eine weibliche Form im Duden steht, bedeutet nicht,
dass jemand diese Form verwendet;
Das habe ich auch nie behauptet und ich habe selbst einige
Zweifel. Deswegen meine sehr vorsichtige Formulierung.
Allerdings ist die Häufigkeit von Vorfahrin laut
<www.duden.de> 2 auf einer Skala von 1 bis 5. Daher vermute
ich, dass "Vorfahrin" deutlich öfter benutzt wird als du und
ich glauben.
Ich verwende das Wort „Vorfahr[e]“ eh nur im Plural: meine Vorfahren. Und
soweit durchgegendert bin ich nicht, dass ich dann „meine Vorfahrinnen und
Vorfahren“ sagen würde. Vielmehr setze ich voraus, dass der Hörer weiß,
dass unter meinen Vorfahren etwa die Hälfte weiblich war.
--
Helmut Richter
Quinn C
2019-10-29 16:30:31 UTC
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Post by Helmut Richter
Ich verwende das Wort „Vorfahr[e]“ eh nur im Plural: meine Vorfahren. Und
soweit durchgegendert bin ich nicht, dass ich dann „meine Vorfahrinnen und
Vorfahren“ sagen würde. Vielmehr setze ich voraus, dass der Hörer weiß,
dass unter meinen Vorfahren etwa die Hälfte weiblich war.
Zur Erinnerung, hier ging es um den Satz:

| ich muss zurück zu einer Ururgrossmutter suchen um eine
| deutsche Vorvater[1] zu finden.

Würdest Du in diesem Kontext einfach "Vorfahren" benutzen? Oder was
sonst?

Für mich ist hier "Vorfahrin" die natürliche Wahl.
--
GUGELFUHR(E), f., scherz, spasz, narrheit,
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Helmut Richter
2019-10-29 17:24:42 UTC
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Post by Quinn C
Post by Helmut Richter
Ich verwende das Wort „Vorfahr[e]“ eh nur im Plural: meine Vorfahren. Und
soweit durchgegendert bin ich nicht, dass ich dann „meine Vorfahrinnen und
Vorfahren“ sagen würde. Vielmehr setze ich voraus, dass der Hörer weiß,
dass unter meinen Vorfahren etwa die Hälfte weiblich war.
| ich muss zurück zu einer Ururgrossmutter suchen um eine
| deutsche Vorvater[1] zu finden.
Würdest Du in diesem Kontext einfach "Vorfahren" benutzen? Oder was
sonst?
Für mich ist hier "Vorfahrin" die natürliche Wahl.
Kommt darauf an, ob speziell nach Vorfahrinnen oder nach Vorfahren
beliebigen Geschlechts gesucht wird.

(Ich stamme aus der Zeit, als generische Wörter noch nicht bäh waren.)
--
Helmut Richter
Quinn C
2019-10-29 21:48:06 UTC
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Post by Helmut Richter
Post by Quinn C
Post by Helmut Richter
Ich verwende das Wort „Vorfahr[e]“ eh nur im Plural: meine Vorfahren. Und
soweit durchgegendert bin ich nicht, dass ich dann „meine Vorfahrinnen und
Vorfahren“ sagen würde. Vielmehr setze ich voraus, dass der Hörer weiß,
dass unter meinen Vorfahren etwa die Hälfte weiblich war.
| ich muss zurück zu einer Ururgrossmutter suchen um eine
| deutsche Vorvater[1] zu finden.
Würdest Du in diesem Kontext einfach "Vorfahren" benutzen? Oder was
sonst?
Für mich ist hier "Vorfahrin" die natürliche Wahl.
Kommt darauf an, ob speziell nach Vorfahrinnen oder nach Vorfahren
beliebigen Geschlechts gesucht wird.
Und speziell nach Vorfahren, nämlich nur männlichen, würde nie gesucht,
weil ... das der Normalfall ist? Diese Formulierung bestätigt gerade
das Problem, dessen Existenz Du abstreitest.
Post by Helmut Richter
(Ich stamme aus der Zeit, als generische Wörter noch nicht bäh waren.)
Die politische Formulierung hat einen Platz, aber hier war er m.E.
nicht. Besonders schade, daß Du meine Frage nicht mal klar beantwortet
hast.

Ich denke, Du weißt, daß ich generische Wörter gar nicht bäh finde,
sondern mir eins wünsche, aber "Vorfahre" aus den oben genannten
Gründen für untauglich halte.

Ja, um speziell nach männlichen Vorfahren zu suchen, schreibt man halt
"männliche Vorfahren". Wenn man dann auch entsprechend "weibliche
Vorfahren" schriebe, und das Wort "Vorfahrinnen" aus dem Lexikon
streichte, dann hätte man zumindest einen Kandidaten für ein neutrales
Wort. Aber man kann ein Wort halt nicht per Edikt aus dem Gedächtnis
der Leute entfernen.
--
die gugelmänner schleppen leichen, kranke LILIENCRON
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Helmut Richter
2019-10-30 16:45:52 UTC
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Date: Tue, 29 Oct 2019 17:48:06 -0400
Newsgroups: de.etc.sprache.deutsch
Subject: Re: Simone
Post by Helmut Richter
Post by Quinn C
| ich muss zurück zu einer Ururgrossmutter suchen um eine
| deutsche Vorvater[1] zu finden.
Würdest Du in diesem Kontext einfach "Vorfahren" benutzen? Oder was
sonst?
Für mich ist hier "Vorfahrin" die natürliche Wahl.
Für mich nicht. Wieso sollte ich sagen, ich suchte nach einer Vorfahrin,
wenn es mir egal ist, ob ich bei der Suche auf männliche oder weibliche
Vorfahren stoße, weil mich beide interessieren?
Post by Helmut Richter
Kommt darauf an, ob speziell nach Vorfahrinnen oder nach Vorfahren
beliebigen Geschlechts gesucht wird.
Und speziell nach Vorfahren, nämlich nur männlichen, würde nie gesucht,
weil ... das der Normalfall ist? Diese Formulierung bestätigt gerade
das Problem, dessen Existenz Du abstreitest.
Warum sollte jemand, der seine Vorfahren sucht, seine Suche auf männliche
einschränken? Und falls er das tut, wieso wäre das der „Normalfall“?

Den Verdacht, dass diese für mich unnormale Variante „normalerweise“
gemeint ist, setzt voraus, dass Vorfahrinnen keine vollgültigen Vorfahren
sind – und aus diesem kruden Verständnis lässt sich dann dessen Krudheit
per Zirkelschluss nachweisen.

Ich verstehe den Einwand *wirklich* nicht und tue nicht nur so.

Wie ich nicht müde werde zu schreiben, gibt es durchaus generische Wörter,
deren Generizität auch heute allgemein anerkannt ist, obwohl sie ein
grammatisches Genus haben: ein Mensch kann weiblich sein, eine Person kann
männlich sein, ein Kind kann weiblich oder männlich sein.
Missverständnisse können erst auftreten, wenn es auch
geschlechtsspezifischen Gebrauch generischer Wörter gibt und sich nicht
aus dem Kontext ergibt, wie es gemeint ist. Und wie immer bei mehrdeutigen
Wörtern muss man den Kontext *dann* mitliefern, wenn man verstanden werden
will. Stattdessen einen abwegigen Kontext stillschweigend anzunehmen, ist
auch in anderen Zusammenhängen Unfug.
--
Helmut Richter
Diedrich Ehlerding
2019-10-30 19:30:08 UTC
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Post by Helmut Richter
Für mich nicht. Wieso sollte ich sagen, ich suchte nach einer Vorfahrin,
wenn es mir egal ist, ob ich bei der Suche auf männliche oder weibliche
Vorfahren stoße, weil mich beide interessieren?
So sehe ich das auch.
Post by Helmut Richter
Warum sollte jemand, der seine Vorfahren sucht, seine Suche auf
männliche einschränken? Und falls er das tut, wieso wäre das der
„Normalfall“?
Den Verdacht, dass diese für mich unnormale Variante „normalerweise“
gemeint ist, setzt voraus, dass Vorfahrinnen keine vollgültigen
Vorfahren sind – und aus diesem kruden Verständnis lässt sich dann
dessen Krudheit per Zirkelschluss nachweisen.
Danke für diese Analyse - genau das ist der Zirkelschluss. Wer
voraussetzt, dass mit "Vorfahren" nur Männer gemeint sind, kann natürlich
danach leicht folgern, dass das generisch gemeinte Maskulinum eben nicht
generisch, sondern sexistisch und diskriminierend sei. Richtiger wird
diese Schlussfolgerung aus einer falschen Prämisse aber nicht - ex falso
quodlibet.
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
Quinn C
2019-10-30 21:54:26 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Post by Helmut Richter
Für mich nicht. Wieso sollte ich sagen, ich suchte nach einer Vorfahrin,
wenn es mir egal ist, ob ich bei der Suche auf männliche oder weibliche
Vorfahren stoße, weil mich beide interessieren?
So sehe ich das auch.
Post by Helmut Richter
Warum sollte jemand, der seine Vorfahren sucht, seine Suche auf
männliche einschränken? Und falls er das tut, wieso wäre das der
„Normalfall“?
Den Verdacht, dass diese für mich unnormale Variante „normalerweise“
gemeint ist, setzt voraus, dass Vorfahrinnen keine vollgültigen
Vorfahren sind – und aus diesem kruden Verständnis lässt sich dann
dessen Krudheit per Zirkelschluss nachweisen.
Danke für diese Analyse - genau das ist der Zirkelschluss. Wer
voraussetzt, dass mit "Vorfahren" nur Männer gemeint sind, kann natürlich
danach leicht folgern, dass das generisch gemeinte Maskulinum eben nicht
generisch, sondern sexistisch und diskriminierend sei. Richtiger wird
diese Schlussfolgerung aus einer falschen Prämisse aber nicht - ex falso
quodlibet.
Nein, das ist eine ganz falsche Analyse - jedenfalls meiner Aussagen
und Absichten. Zum Teil sind sie auch schon gegenstandslos geworden,
denn ein wichtiger Teil meiner Analyse war die Ablehnung meines
Vorschlags "Vorfahrin" im Beispielsatz. Ich muß daher meine (bisher
unveröffentlichte) Replik umschreiben.

Die Prämisse ist jedenfalls nicht, daß "Vorfahren" nur eine Bedeutung
hat, sondern gerade, daß es zwei hat, und somit keine Symmetrie zu
"Vorfahrinnen" aufweist, das nur eine hat.
--
The trouble some people have being German, I thought,
I have being human.
-- Margaret Atwood, Surfacing (novel), p.130
Manfred Hoß
2019-10-31 04:44:45 UTC
Antworten
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Post by Quinn C
Die Prämisse ist jedenfalls nicht, daß "Vorfahren" nur eine Bedeutung
hat, sondern gerade, daß es zwei hat, und somit keine Symmetrie zu
"Vorfahrinnen" aufweist, das nur eine hat.
Es hängt vom Verständnis des Einzelnen ab, ob "Vorfahre" als ausschließlich
Männer oder aber Männer und Frauen umfassend verstanden wird. Die Begriffe
"Vorväter" und "Vormütter", die zum Beispiel bei Karl May auftauchen, sind
hingegen auf jeden Fall geschlechtsspezifisch.

Gruß
Manfred.
Martin Gerdes
2019-10-31 09:39:10 UTC
Antworten
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Post by Manfred Hoß
Post by Quinn C
Die Prämisse ist jedenfalls nicht, daß "Vorfahren" nur eine Bedeutung
hat, sondern gerade, daß es zwei hat, und somit keine Symmetrie zu
"Vorfahrinnen" aufweist, das nur eine hat.
Es hängt vom Verständnis des Einzelnen ab, ob "Vorfahre" als ausschließlich
Männer oder aber Männer und Frauen umfassend verstanden wird. Die Begriffe
"Vorväter" und "Vormütter", die zum Beispiel bei Karl May auftauchen, sind
hingegen auf jeden Fall geschlechtsspezifisch.
"Vormütter" ist auf jeden Fall geschlechtsspezifisch, "Vorväter" nicht.

Wären auf der Mayflower wirklich nur "pilgrim fathers" nach Amerika
gesegelt und nicht auch zumindest eine "pilgrim mother", hätte kaum
während der Überfahrt ein Kind geboren werden können.

Wir haben momentan eine ärgerliche Tendenz zur Sexualisierung der
Sprache, bei der mit großem Eifer nach einem sexuellen sprachlichen
Bezug gesucht wird, auf daß man sich auskömmlich entrüsten kann. Früher
hieß es beispielsweise: "der Feuerwehrmann, die Feuerwehr_leute_", heute
heißt es bewußt: "... die Feuerwehr_männer_". Das wird deswegen gemacht,
damit die (bis heute wenigen) Feuerwehrfrauen sich bei den
"Feuerwehrleuten" nicht mitgemeint fühlen, sondern extra genannt werden
müssen. Dabei ist es mir persönlich herzlich egal, ob eine Frau oder ein
Mann meine brennende Garage löscht, auch ein Diverses würde gern
genommen, wenn hinterher das Feuer aus ist.
Diedrich Ehlerding
2019-10-31 09:55:08 UTC
Antworten
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Post by Quinn C
Früher
hieß es beispielsweise: "der Feuerwehrmann, die Feuerwehr_leute_", heute
heißt es bewußt: "... die Feuerwehr_männer_". Das wird deswegen gemacht,
damit die (bis heute wenigen) Feuerwehrfrauen sich bei den
"Feuerwehrleuten" nicht mitgemeint fühlen, sondern extra genannt werden
müssen.
Ich warte jetzt darauf, dass die Einzelhandels- und Industriekaufleute
demnächst eine "kaufmännisch-kauffräuische" Ausbildung durchlaufen müssen.
Oder har eine "kaufdiversische".
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
Diedrich Ehlerding
2019-10-31 10:10:29 UTC
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Post by Quinn C
Früher
hieß es beispielsweise: "der Feuerwehrmann, die Feuerwehr_leute_", heute
heißt es bewußt: "... die Feuerwehr_männer_". Das wird deswegen gemacht,
damit die (bis heute wenigen) Feuerwehrfrauen sich bei den
"Feuerwehrleuten" nicht mitgemeint fühlen, sondern extra genannt werden
müssen.
Ich warte jetzt darauf, dass die Einzelhandels- und Industriekaufleute
demnächst eine "kaufmännisch-kauffräuische" Ausbildung durchlaufen müssen.
Oder gar eine "kaufdiversische".
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
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Hans
2019-10-31 13:13:05 UTC
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Am 31.10.2019 um 10:39 schrieb Martin Gerdes:

[.....]
Post by Martin Gerdes
Wir haben momentan eine ärgerliche Tendenz zur Sexualisierung der
Sprache, bei der mit großem Eifer nach einem sexuellen sprachlichen
Bezug gesucht wird, auf daß man sich auskömmlich entrüsten kann. Früher
hieß es beispielsweise: "der Feuerwehrmann, die Feuerwehr_leute_", heute
heißt es bewußt: "... die Feuerwehr_männer_". Das wird deswegen gemacht,
damit die (bis heute wenigen) Feuerwehrfrauen sich bei den
"Feuerwehrleuten" nicht mitgemeint fühlen, sondern extra genannt werden
müssen. Dabei ist es mir persönlich herzlich egal, ob eine Frau oder ein
Mann meine brennende Garage löscht, auch ein Diverses würde gern
genommen, wenn hinterher das Feuer aus ist.
Klar. Und die Fellfarbe der Katzen ist auch egal - Hauptsache, die
Katzen fangen Mäuse.

Dennoch ist diese Genderei totaler Schwachsinn.

Hans
Roland Franzius
2019-10-31 06:23:17 UTC
Antworten
Permalink
Post by Quinn C
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Helmut Richter
Für mich nicht. Wieso sollte ich sagen, ich suchte nach einer Vorfahrin,
wenn es mir egal ist, ob ich bei der Suche auf männliche oder weibliche
Vorfahren stoße, weil mich beide interessieren?
So sehe ich das auch.
Post by Helmut Richter
Warum sollte jemand, der seine Vorfahren sucht, seine Suche auf
männliche einschränken? Und falls er das tut, wieso wäre das der
„Normalfall“?
Den Verdacht, dass diese für mich unnormale Variante „normalerweise“
gemeint ist, setzt voraus, dass Vorfahrinnen keine vollgültigen
Vorfahren sind – und aus diesem kruden Verständnis lässt sich dann
dessen Krudheit per Zirkelschluss nachweisen.
Danke für diese Analyse - genau das ist der Zirkelschluss. Wer
voraussetzt, dass mit "Vorfahren" nur Männer gemeint sind, kann natürlich
danach leicht folgern, dass das generisch gemeinte Maskulinum eben nicht
generisch, sondern sexistisch und diskriminierend sei. Richtiger wird
diese Schlussfolgerung aus einer falschen Prämisse aber nicht - ex falso
quodlibet.
Nein, das ist eine ganz falsche Analyse - jedenfalls meiner Aussagen
und Absichten. Zum Teil sind sie auch schon gegenstandslos geworden,
denn ein wichtiger Teil meiner Analyse war die Ablehnung meines
Vorschlags "Vorfahrin" im Beispielsatz. Ich muß daher meine (bisher
unveröffentlichte) Replik umschreiben.
Die Prämisse ist jedenfalls nicht, daß "Vorfahren" nur eine Bedeutung
hat, sondern gerade, daß es zwei hat, und somit keine Symmetrie zu
"Vorfahrinnen" aufweist, das nur eine hat.
Wie Bertel ganz richtig bemerkte, bestehen die Menge der Vorfahren nicht
aus Vorfahrern und Vorfahrinnen.

Die Menge ist weder geschlechtlich noch sexuell noch zeitlich irgendwie
geordnet.

Als Mengenbegriff ist sie sogar mit weitgehend unbekannten
Reduktionsrelationen versehen, bekannt unter dem Begriff
Vorfahrenschwund, der dazu führt dass verschiedene Knoten im Baum
identisch sind und mit jeder früheren Generation die Untermenge immer
stärker von der formalen Zahl 2^n abweicht.

Das unterscheidet die Vorfahren grundsätzlich von den Nachfahren, für
die kein Waschtumsbeschränkungsgesetz bekannt ist, aber für das
ebenfalls wie bei Kindern und Enkeln und beim Vieh zumindest ein
generischer Plural besteht.
--
Roland Franzius
Jakob Achterndiek
2019-10-31 11:04:40 UTC
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Post by Roland Franzius
Post by Quinn C
[..]
Die Prämisse ist jedenfalls nicht, daß "Vorfahren" nur eine Bedeutung
hat, sondern gerade, daß es zwei hat, und somit keine Symmetrie zu
"Vorfahrinnen" aufweist, das nur eine hat.
Wie Bertel ganz richtig bemerkte, bestehen die Menge der Vorfahren nicht
aus Vorfahrern und Vorfahrinnen.
Die Menge ist weder geschlechtlich noch sexuell noch zeitlich irgendwie
geordnet. [..]
Sehr wahr!!

Aber schon unser aller Goethe wußte (und das 100 Jahre vor Cantor):
Denn unfühlend
Ist die Natur.
[..]
Nur allein der Mensch
Vermag das Unmögliche:
Er unterscheidet,
[..]

Als einzig sicher an der Menge der Vorfahren gilt ja, daß sie
naturgesetzlich keine leere Menge sein kann. Die Hypothese, daß für
die Zahl Z der Elemente dieser Menge immer Z mod 2 = 0 gelten müsse,
läßt sich seit geraumer Zeit nicht mehr halten. Damit entfällt auch
die Folgerung, daß in der Menge der Vorfahren die Teilmengen der
männlichen und weiblichen Vorfahren gleich groß sein müßten und daß
also jeder, der nicht gendermäßig verblendet ist, beide mit annähernd
gleicher Wahrscheinlichkeit müssen finden können.
Aber es ändert doch nichts daran, daß man in der Menge insgesamt
zwischen Elementen und Elementinnen unterscheiden kann. Ob man mit
denen dann jeweils unterschiedlich operieren müsse, läßt sich bisher
mit den Mitteln der Wissenschaft noch nicht verbindlich entscheiden.
--
;) j/\a
Florian Ritter
2019-10-31 14:50:20 UTC
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Post by Roland Franzius
Post by Quinn C
Die Prämisse ist jedenfalls nicht, daß "Vorfahren" nur eine Bedeutung
hat, sondern gerade, daß es zwei hat, und somit keine Symmetrie zu
"Vorfahrinnen" aufweist, das nur eine hat.
Wie Bertel ganz richtig bemerkte, bestehen die Menge der Vorfahren nicht
aus Vorfahrern und Vorfahrinnen.
Die Menge ist weder geschlechtlich noch sexuell noch zeitlich irgendwie
geordnet.
Als Mengenbegriff ist sie sogar mit weitgehend unbekannten
Reduktionsrelationen versehen, bekannt unter dem Begriff
Vorfahrenschwund
Kenne ich als Ahnenschwund - FR

U***@web.de
2019-10-31 11:16:45 UTC
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Post by Helmut Richter
Post by Quinn C
Post by Helmut Richter
Kommt darauf an, ob speziell nach Vorfahrinnen oder nach Vorfahren
beliebigen Geschlechts gesucht wird.
Und speziell nach Vorfahren, nämlich nur männlichen, würde nie gesucht,
weil ... das der Normalfall ist? Diese Formulierung bestätigt gerade
das Problem, dessen Existenz Du abstreitest.
Warum sollte jemand, der seine Vorfahren sucht, seine Suche auf männliche
einschränken?
Weil womöglich patrilineare Weitergabe einer Staatsangehörigkeit,
soweit Eltern miteinander verheiratet, interessiert? War früher
Rechtstradition.

Gruß, ULF
Helmut Richter
2019-10-30 16:52:40 UTC
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Post by Helmut Richter
Post by Quinn C
Für mich ist hier "Vorfahrin" die natürliche Wahl.
Kommt darauf an, ob speziell nach Vorfahrinnen oder nach Vorfahren
beliebigen Geschlechts gesucht wird.
Vielleicht hätte ich dazuschreiben sollen, dass die „Vorfahrin“ auch für
mich eine natürliche Wahl ist, nachdem die Suche bei einer Frau geendet
hat; allerdings habe ich das Wort nie bewusst gehört oder gelesen. Ich
hätte also vermutlich ein anderes Wort gewählt, z.B. „Auf der Suche nach
meinen Vorfahren bin ich auf eine Urkunde über meine Ururgroßmutter
gestoßen.“ Nein, ich hätte die nicht zum „...vater“ ernannt, falls du
diesen Verdacht hegst.

Solange man nicht fündig ist, hat die gesuchte Person kein bekanntes
Geschlecht, und man nimmt ein generisches Wort, wenn es eines gibt. Wie
hier.
--
Helmut Richter
Bertel Lund Hansen
2019-10-29 18:47:32 UTC
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Post by Quinn C
| ich muss zurück zu einer Ururgrossmutter suchen um eine
| deutsche Vorvater[1] zu finden.
Würdest Du in diesem Kontext einfach "Vorfahren" benutzen? Oder was
sonst?
Für mich ist hier "Vorfahrin" die natürliche Wahl.
Aber ich suche nicht spezifisch nach einer Vorfahrin. Nur
zufälligerweise ist eine Frau die erste.
--
/Bertel - aus Dänemark
Bertel Lund Hansen
2019-10-30 20:02:15 UTC
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Post by Quinn C
Für mich ist hier "Vorfahrin" die natürliche Wahl.
Ich suchte nach einem Vorfahrer (generisch) und fand eine
Vorfahrin.
--
/Bertel - aus Dänemark
Heinz Lohmann
2019-10-31 01:04:04 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Quinn C
Für mich ist hier "Vorfahrin" die natürliche Wahl.
Ich suchte nach einem Vorfahrer (generisch) und fand eine
Vorfahrin.
Korrektur: der Vorfahr, der Vorfahre (n-Deklination)
Also: ... nach einem Vorfahren.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
U***@web.de
2019-10-28 17:38:50 UTC
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Post by Helmut Richter
Post by Sergio Gatti
Deutsche Wörterbücher kennen keinen Vorvater, weil man dafür
Vorfahr(e) (des Vorfahren, die Vorfahren) benutzt. Im Duden
findet man auch die weibliche Form Vorfahrin.
Dass zu einem Wort eine weibliche Form im Duden steht, bedeutet nicht,
dass jemand diese Form verwendet; Google Ngram kennt es beispielsweise
nicht.
Deren Problem.

https://www.sueddeutsche.de/wissen/die-aelteste-vorfahrin-des-menschen-unsere-neue-nummer-eins-1.44175
Kind, Jaakob
2019-10-30 10:08:58 UTC
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Post by Helmut Richter
Dass zu einem Wort eine weibliche Form im Duden steht, bedeutet nicht,
dass jemand diese Form verwendet;
Ich würde "Vorfahrin" im passenden Kontext ohne schlechtes Gefühl
verwenden. Dafür würde ich nicht mal in den Duden schauen, die Form
bilde ich ganz spontan. Und ich lehne das generische Maskulinum gar
nicht streng ab. Wenn es aber nur um Frauen geht, verwende ich natürlich
weibliche Formen. Alles andere käme mir merkwürdig vor.

Hast du weitere Beispiele von weiblichen Formen, die im Duden stehen,
aber deiner Meinung nach nicht verwendet werden (sollten)?

Viele Grüße
Jaakob
Helmut Richter
2019-10-30 17:00:24 UTC
Antworten
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Post by Helmut Richter
Dass zu einem Wort eine weibliche Form im Duden steht, bedeutet nicht,
dass jemand diese Form verwendet;
Ich würde "Vorfahrin" im passenden Kontext ohne schlechtes Gefühl verwenden.
Dafür würde ich nicht mal in den Duden schauen, die Form bilde ich ganz
spontan. Und ich lehne das generische Maskulinum gar nicht streng ab. Wenn es
aber nur um Frauen geht, verwende ich natürlich weibliche Formen. Alles andere
käme mir merkwürdig vor.
Wenn man schon, weiß, dass es eine Frau ist, nimmt man natürlich eine
weibliche Form. Siehe auch meinen anderen Beitrag gerade eben.
Hast du weitere Beispiele von weiblichen Formen, die im Duden stehen, aber
deiner Meinung nach nicht verwendet werden (sollten)?
Die Frage ist nicht, ob man sie verwenden sollte, sondern ob es sie
außerhalb der Dudenredaktion gibt. Falls ja, darf man sie freilich
verwenden. „Gästin“ steht im Duden, und gabs auch mal vor 200 Jahren; im
*heutigen* Duden stehts meinem Sprachgefühl nach zu Unrecht – ein Opfer
des Kampfes gegen generische Wörter. Zur „Flüchtlingin“ hat er sich noch
nicht aufgeschwungen, wohl weil es inzwischen den oder die
geschlechtsneutrale/n Geflüchtete/n gibt.
--
Helmut Richter
Martin Gerdes
2019-10-31 09:39:10 UTC
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Post by Kind, Jaakob
Post by Helmut Richter
Dass zu einem Wort eine weibliche Form im Duden steht, bedeutet nicht,
dass jemand diese Form verwendet
Ich würde "Vorfahrin" im passenden Kontext ohne schlechtes Gefühl
verwenden. Dafür würde ich nicht mal in den Duden schauen, die Form
bilde ich ganz spontan.
Ich darf feststellen, daß Du ein schlechter Untertan bist. Wörter zu
verwenden, die nicht im Duden stehen! Wo kämen wir denn da hin, wenn das
jeder täte?
Post by Kind, Jaakob
Und ich lehne das generische Maskulinum gar nicht streng ab. Wenn es
aber nur um Frauen geht, verwende ich natürlich weibliche Formen.
Alles andere käme mir merkwürdig vor.
In Grenzen. Die weibliche Form des Wortes "Gast" ist schon lange und
momentan noch ungebräuchlich.

Im Ernst würde ich beispielsweise sagen: "Simone ist mir ein geschätzter
Gast." Aber weil ich gern spotte, könnte ich durchaus mit einem
Schmunzeln sagen: "... eine geschätzte Gästin", so wie die
hyperemanzipierte junge Frau drei Häuser weiter nicht die Tochter dieses
Hauses ist, sondern natürlich die Tochterin. Das Wort "Tochterin" steht
nicht im Duden, ich benutze es dennoch völlig schmerzbefreit. Auch ich
bin offenkundig ein schlechter Untertan.
Post by Kind, Jaakob
Hast du weitere Beispiele von weiblichen Formen, die im Duden stehen,
aber deiner Meinung nach nicht verwendet werden (sollten)?
Der Duden wirbt mit der Zahl der Lemmata, die er aufführt. Daher hat man
vor einigen Jahren mal die Redaktion durch den Wortbestand wirbeln
lassen und ggf. mit der Brechstange weibliche Formen bilden lassen (die
normalerweise keine rechtschreibliche Schwierigkeit darstellen und sich
problemlos auch ohne dudige Hilfe korrekt bilden lassen). Reine
Marketingaktion.

Neulich habe ich in einem Vortrag in Wort und Schrift das Wort
"Nationalsozialist*innen" gehört und im Begleitmaterial auch gelesen.
Das hat mich sehr erstaunt. Bisher dachte ich immer, daß von explizit
als böse bekannten Begriffen wie etwa "Nationalsozialist" im Rahmen der
political Correctness keine weiblichen Formen gebildet werden (oder
werden sollen), da das Böse ausdrücklich ausschließlich männlich sei.
Offensichtlich ist das heute nicht mehr so.

Interessehalber: Kennt einer ein offen gelebt habendes Diverses, das
gleichzeitig Nazi war?
Hans
2019-10-31 13:21:10 UTC
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[.....]
Post by Martin Gerdes
Neulich habe ich in einem Vortrag in Wort und Schrift das Wort
"Nationalsozialist*innen" gehört und im Begleitmaterial auch gelesen.
Das hat mich sehr erstaunt. Bisher dachte ich immer, daß von explizit
als böse bekannten Begriffen wie etwa "Nationalsozialist" im Rahmen der
political Correctness keine weiblichen Formen gebildet werden (oder
werden sollen), da das Böse ausdrücklich ausschließlich männlich sei.
Offensichtlich ist das heute nicht mehr so.
Interessehalber: Kennt einer ein offen gelebt habendes Diverses, das
gleichzeitig Nazi war?
Das Nazi?

Vor einiger Zeit war mal im österreichischen TV ein
niederösterreichischer Landespolitiker zu sehen und zu hören, der sich
nicht entblödete, "Mitglieder und Mitgliederinnen" zu sagen. Er wollte
offenbar obergescheit sein...

Hans
René Marquardt
2019-10-28 22:16:14 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Bertel Lund Hansen
Nein, ich muss zurück zu einer Ururgrossmutter suchen um eine
deutsche Vorvater[1] zu finden.
[1] Warum kennt Duden nicht "Vorvater"? Man braucht doch das
Wort.
Deutsche Wörterbücher kennen keinen Vorvater, weil man dafür
Vorfahr(e) (des Vorfahren, die Vorfahren) benutzt. Im Duden
findet man auch die weibliche Form Vorfahrin.
Und weil jeder Mensch unzaehlige Vorvaeter hat; so viele, dass
notwendigerweise manche diese Vorvaeter mehrere Vorvaeter sind,
in Personalunion. Und wenn man jenen spricht, tut man dies im Plural,
und meint nicht einen ganz bestimmten. Also ueblicherweise.
Helmut Richter
2019-10-28 16:20:29 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Seit etwa 2000 habe ich täglich in dieser Gruppe gelesen und
geschrieben, und die andere Beiträger sind sehr freundlich
gewesen und haben mir ab und zu Korrektionen gegeben ohne die
Gruppe oder mich mit Berichtigungen zu bombardieren. Deshalb ist
mein Deutsch ständig besser geworden.
„Beiträger“ steht zwar im Duden, aber ich verwende es nicht und habe es
auch noch nicht verwendet gehört.
--
Helmut Richter
Helmut Richter
2019-10-28 16:44:55 UTC
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Post by Helmut Richter
Post by Bertel Lund Hansen
Seit etwa 2000 habe ich täglich in dieser Gruppe gelesen und
geschrieben, und die andere Beiträger sind sehr freundlich
gewesen und haben mir ab und zu Korrektionen gegeben ohne die
Gruppe oder mich mit Berichtigungen zu bombardieren. Deshalb ist
mein Deutsch ständig besser geworden.
„Beiträger“ steht zwar im Duden, aber ich verwende es nicht und habe es
auch noch nicht verwendet gehört.
Noch eins: „Korrektion“ steht auch im Duden, aber als veraltet, mindestens
dort, wo es als Synonym von „Korrektur“ verwendet wird. Also: die
Übersetzung von englisch „correction“ ist „Korrektur“.
--
Helmut Richter
Sergio Gatti
2019-10-28 17:31:50 UTC
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Post by Helmut Richter
Post by Helmut Richter
Post by Bertel Lund Hansen
Seit etwa 2000 habe ich täglich in dieser Gruppe gelesen und
geschrieben, und die andere Beiträger sind sehr freundlich
gewesen und haben mir ab und zu Korrektionen gegeben ohne die
Gruppe oder mich mit Berichtigungen zu bombardieren. Deshalb ist
mein Deutsch ständig besser geworden.
„Beiträger“ steht zwar im Duden, aber ich verwende es nicht und habe es
auch noch nicht verwendet gehört.
Noch eins: „Korrektion“ steht auch im Duden, aber als veraltet, mindestens
dort, wo es als Synonym von „Korrektur“ verwendet wird. Also: die
Übersetzung von englisch „correction“ ist „Korrektur“.
Alles richtig, aber wäre es nicht höflicher, Fehler eines
Ausländers privat zu erläutern, wenn die Erläuterung nicht
von allgemeinem Interesse ist?
Bertels Adresse sieht echt aus. Falls nicht, hast du
natürlich recht, da er eine Privatmail nicht erhalten würde.
Dieser Hinweis gilt ausdrücklich nicht für mich, obwohl
meine E-Mail-Adresse gültig ist. Ich habe zwar nie als
Deutschlehrer gearbeitet, aber anders als Bertel lebe ich in
der Bundesrepublik, und zwar schon seit langem.
U***@web.de
2019-10-28 18:47:38 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Helmut Richter
Post by Helmut Richter
Post by Bertel Lund Hansen
Seit etwa 2000 habe ich täglich in dieser Gruppe gelesen und
geschrieben, und die andere Beiträger sind sehr freundlich
gewesen und haben mir ab und zu Korrektionen gegeben ohne die
Gruppe oder mich mit Berichtigungen zu bombardieren. Deshalb ist
mein Deutsch ständig besser geworden.
„Beiträger“ steht zwar im Duden, aber ich verwende es nicht und habe es
auch noch nicht verwendet gehört.
Noch eins: „Korrektion“ steht auch im Duden, aber als veraltet, mindestens
dort, wo es als Synonym von „Korrektur“ verwendet wird. Also: die
Übersetzung von englisch „correction“ ist „Korrektur“.
Alles richtig, aber wäre es nicht höflicher, Fehler eines
Ausländers privat zu erläutern, wenn die Erläuterung nicht
von allgemeinem Interesse ist?
Bertels Adresse sieht echt aus. Falls nicht, hast du
natürlich recht, da er eine Privatmail nicht erhalten würde.
Dieser Hinweis gilt ausdrücklich nicht für mich, obwohl
meine E-Mail-Adresse gültig ist. Ich habe zwar nie als
Deutschlehrer gearbeitet, aber anders als Bertel lebe ich in
der Bundesrepublik, und zwar schon seit langem.
Ein "Regular", also ständiger Mitschreiber, hat
m.E. nicht Anspruch auf Privatheit von Korrekturhinweisen.

Auch ich hätte mir öffentliche Korrektur gefallen zu lassen;
ich schreibe öffentlich fremdsprachig.
Roland Franzius
2019-10-29 06:54:52 UTC
Antworten
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Post by Sergio Gatti
Post by Helmut Richter
Post by Helmut Richter
Post by Bertel Lund Hansen
Seit etwa 2000 habe ich täglich in dieser Gruppe gelesen und
geschrieben, und die andere Beiträger sind sehr freundlich
gewesen und haben mir ab und zu Korrektionen gegeben ohne die
Gruppe oder mich mit Berichtigungen zu bombardieren. Deshalb ist
mein Deutsch ständig besser geworden.
„Beiträger“ steht zwar im Duden, aber ich verwende es nicht und habe es
auch noch nicht verwendet gehört.
Noch eins: „Korrektion“ steht auch im Duden, aber als veraltet, mindestens
dort, wo es als Synonym von „Korrektur“ verwendet wird. Also: die
Übersetzung von englisch „correction“ ist „Korrektur“.
Alles richtig, aber wäre es nicht höflicher, Fehler eines
Ausländers privat zu erläutern, wenn die Erläuterung nicht
von allgemeinem Interesse ist?
Bertels Adresse sieht echt aus. Falls nicht, hast du
natürlich recht, da er eine Privatmail nicht erhalten würde.
Dieser Hinweis gilt ausdrücklich nicht für mich, obwohl
meine E-Mail-Adresse gültig ist. Ich habe zwar nie als
Deutschlehrer gearbeitet, aber anders als Bertel lebe ich in
der Bundesrepublik, und zwar schon seit langem.
Kurz zusammengefasst in dem hier viel zu geringgeschätzten Bibelvers:

Du sollst nicht verrichtern auf dass du nicht vergatterst wirst.
--
Roland Franzius
Florian Ritter
2019-10-29 20:14:51 UTC
Antworten
Permalink
Post by Roland Franzius
Post by Sergio Gatti
Dieser Hinweis gilt ausdrücklich nicht für mich, obwohl
meine E-Mail-Adresse gültig ist. Ich habe zwar nie als
Deutschlehrer gearbeitet, aber anders als Bertel lebe ich in
der Bundesrepublik, und zwar schon seit langem.
Du sollst nicht verrichtern auf dass du nicht vergatterst wirst.
Und wer sich verfranziust, der wird der Komplexbrigade
Hackfrucht überstellt.
Ich warne Neugierige!

FR
Roland Franzius
2019-10-31 08:25:04 UTC
Antworten
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by Roland Franzius
Post by Sergio Gatti
Dieser Hinweis gilt ausdrücklich nicht für mich, obwohl
meine E-Mail-Adresse gültig ist. Ich habe zwar nie als
Deutschlehrer gearbeitet, aber anders als Bertel lebe ich in
der Bundesrepublik, und zwar schon seit langem.
Du sollst nicht verrichtern auf dass du nicht vergatterst wirst.
Und wer sich verfranziust, der wird der Komplexbrigade
Hackfrucht überstellt.
Ich warne Neugierige!
Mit Muttern '47 -'48 für halbes Schwein rübenverzogen. Wen also möchtest
du schrecken zu Halloween?

Im Übrigen entgeht nur dem Sprachgrobmotoriker die feine etymologische
Verwandtschaft von vergattern und richten im händisch grobmotorischen
Zimmermannsgewerbe.
--
Roland Franzius
Bertel Lund Hansen
2019-10-29 08:40:36 UTC
Antworten
Permalink
Post by Sergio Gatti
Alles richtig, aber wäre es nicht höflicher, Fehler eines
Ausländers privat zu erläutern, wenn die Erläuterung nicht
von allgemeinem Interesse ist?
Mein Fehler ist nicht für andere interessant, aber das Wort
"Beiträger" vielleicht?

Ich habe das Wort vorher in dieser Gruppe benutzt, ohne das es
kommentiert wurde.

Meine Mailadresse wird *immer* benutzbar sein.
--
/Bertel - aus Dänemark
U***@web.de
2019-10-29 09:07:21 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Mein Fehler ist nicht für andere interessant, aber das Wort
"Beiträger" vielleicht?
Ich habe das Wort vorher in dieser Gruppe benutzt, ohne das es
kommentiert wurde.
Ist ja als solches auch nicht beanstandungswürdig.
http://woerterbuchnetz.de/DWB/call_wbgui_py_from_form?sigle=DWB&mode=Volltextsuche&hitlist=&patternlist=&lemid=GB03359
https://www.dwds.de/wb/Beitr%C3%A4ger
Bertel Lund Hansen
2019-10-29 12:40:52 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Ist ja als solches auch nicht beanstandungswürdig.
http://woerterbuchnetz.de/DWB/call_wbgui_py_from_form?sigle=DWB&mode=Volltextsuche&hitlist=&patternlist=&lemid=GB03359
https://www.dwds.de/wb/Beitr%C3%A4ger
Also kein Fehler. Danke.
--
/Bertel - aus Dänemark
U***@web.de
2019-10-28 18:37:39 UTC
Antworten
Permalink
Post by Helmut Richter
Noch eins: „Korrektion“ steht auch im Duden, aber als veraltet, mindestens
dort, wo es als Synonym von „Korrektur“ verwendet wird. Also: die
Übersetzung von englisch „correction“ ist „Korrektur“.
Zur Korrektion konnte man früher verurteilen.

https://books.google.de/books?id=BL9DAAAAcAAJ&pg=PA67&lpg=PA67&dq=Korrektion+Zuchthaus&source=bl&ots=nTtA1uChda&sig=ACfU3U2mFx_aXYMrpm4d_0DatC98ijHTYw&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjJsP7wy7_lAhVLyqQKHVddAMcQ6AEwAnoECAgQAQ#v=onepage&q=Korrektion%20Zuchthaus&f=false

Korrektionsanstalten entsprachen sehr grob den späteren
Zuchthäusern.
Bertel Lund Hansen
2019-10-29 08:42:21 UTC
Antworten
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Post by Helmut Richter
Noch eins: „Korrektion“ steht auch im Duden, aber als veraltet, mindestens
dort, wo es als Synonym von „Korrektur“ verwendet wird. Also: die
Übersetzung von englisch „correction“ ist „Korrektur“.
Da muss ich aufpassen. Auf Dänisch ist "korrektur" ganz abstrakt,
und "korrektion" konkret.
--
/Bertel - aus Dänemark
Bertel Lund Hansen
2019-10-29 19:00:10 UTC
Antworten
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Post by Bertel Lund Hansen
Nein, ich muss zurück zu einer Ururgrossmutter suchen um eine
deutsche Vorvater[1] zu finden. Alle parallelle und folgende
Vorväter, die ich 'kenne', sind Dänisch.
Erst jetzt habe ich gesehen, dass die Beugung von "eine deutsche"
falsch ist - ich hatte aber erst "eine deutsche Vormutter"
geshrieben und nachher zu "Vorvater" geändert.
--
/Bertel - aus Dänemark
René Marquardt
2019-10-28 11:42:02 UTC
Antworten
Permalink
Post by Hans
PS: Gehörst du zur deutschen Minderheit in Dänemark? Ich vermute es,
denn dein Deutsch ist makellos.
Du bist neu hier, oder?
Hans
2019-10-28 14:20:07 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Hans
PS: Gehörst du zur deutschen Minderheit in Dänemark? Ich vermute es,
denn dein Deutsch ist makellos.
Du bist neu hier, oder?
Erst seit ca. 15 Jahren...

Hans
U***@web.de
2019-10-28 11:59:38 UTC
Antworten
Permalink
Post by Hans
Post by Bertel Lund Hansen
PS. Eine Änderung von der Regeln besteht darin, dass man heute
einen Nachnamen, von der Namen seiner Eltern gebildet, nehmen
kann. Deshalb könnte ich ohne weiteres "Bertel Getrudssøn" oder
"Bertel Paulssøn" heissen, wenn ich das wünschte. So ist es immer
in Island gewesen.
PS: Gehörst du zur deutschen Minderheit in Dänemark? Ich vermute es,
denn dein Deutsch ist makellos.
Das ist es nicht.
HC Ahlmann
2019-10-28 11:08:01 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Deshalb könnte ich ohne weiteres "Bertel Getrudssøn" oder
"Bertel Paulssøn" heissen, wenn ich das wünschte.
Das steckt in Deinem Nachnamen, auch wenn es ein Genitiv (-en) und nicht
Sohn (-søn) ist: Hans' Sohn – Hansen.
Post by Bertel Lund Hansen
So ist es immer in Island gewesen.
Patronymische Namensgebung war auch in Friesland bis Napoleon
verbreitet, aber nicht eine Entsprechung des isländischen -dottir.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
U***@web.de
2019-10-28 12:05:56 UTC
Antworten
Permalink
Post by HC Ahlmann
Post by Bertel Lund Hansen
Deshalb könnte ich ohne weiteres "Bertel Getrudssøn" oder
"Bertel Paulssøn" heissen, wenn ich das wünschte.
Das steckt in Deinem Nachnamen, auch wenn es ein Genitiv (-en) und nicht
Sohn (-søn) ist: Hans' Sohn – Hansen.
Oder hat man nur ein 's' eingespart? https://de.wikipedia.org/wiki/Hansen_(Familienname)
http://wiki-de.genealogy.net/Hansen_(Familienname)
Bertel Lund Hansen
2019-10-28 12:51:49 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Post by HC Ahlmann
Das steckt in Deinem Nachnamen, auch wenn es ein Genitiv (-en) und nicht
Sohn (-søn) ist: Hans' Sohn – Hansen.
Oder hat man nur ein 's' eingespart?
Ja, das hat man. In Schweden haben sie es behalten: Hansson.
--
/Bertel - aus Dänemark
Bertel Lund Hansen
2019-10-28 12:50:08 UTC
Antworten
Permalink
Post by HC Ahlmann
Das steckt in Deinem Nachnamen, auch wenn es ein Genitiv (-en) und nicht
Sohn (-søn) ist: Hans' Sohn – Hansen.
Ja, das weiss ich schon, aber mein Vater heisst nicht Hans.
--
/Bertel - aus Dänemark
Quinn C
2019-10-28 15:01:42 UTC
Antworten
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by HC Ahlmann
Das steckt in Deinem Nachnamen, auch wenn es ein Genitiv (-en) und nicht
Sohn (-søn) ist: Hans' Sohn – Hansen.
Ja, das weiss ich schon, aber mein Vater heisst nicht Hans.
Dann war es wohl ein Vorvater.

Ich akzeptiere nicht, daß "Vorväter" ein Pluralwort sein soll. Das dwds
führt die Singularform, auch wenn sie deutlich seltener ist als der
Plural.
<https://www.dwds.de/wb/Vorvater>

Das üblichere Wort ist aber jedenfalls "Vorfahre/Vorfahrin". "Vorväter"
gehören eher in Sonntagsreden.
--
Be afraid of the lame - They'll inherit your legs
Be afraid of the old - They'll inherit your souls
-- Regina Spektor, Après moi
U***@web.de
2019-10-28 17:36:42 UTC
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Post by Quinn C
Post by Bertel Lund Hansen
Post by HC Ahlmann
Das steckt in Deinem Nachnamen, auch wenn es ein Genitiv (-en) und nicht
Sohn (-søn) ist: Hans' Sohn – Hansen.
Ja, das weiss ich schon, aber mein Vater heisst nicht Hans.
Dann war es wohl ein Vorvater.
Ich akzeptiere nicht, daß "Vorväter" ein Pluralwort sein soll. Das dwds
führt die Singularform, auch wenn sie deutlich seltener ist als der
Plural.
<https://www.dwds.de/wb/Vorvater>
Das üblichere Wort ist aber jedenfalls "Vorfahre/Vorfahrin". "Vorväter"
gehören eher in Sonntagsreden.
Ich dachte gerade an den Urahn, der aber ist nur mittelgeläufig.
Quinn C
2019-10-29 16:30:30 UTC
Antworten
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Post by U***@web.de
Post by Quinn C
Das üblichere Wort ist aber jedenfalls "Vorfahre/Vorfahrin". "Vorväter"
gehören eher in Sonntagsreden.
Ich dachte gerade an den Urahn, der aber ist nur mittelgeläufig.
Urhammel, Großbutter, Butter und Zimt?
--
GUGELN, vb., um sich schlagen
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
U***@web.de
2019-10-29 16:38:28 UTC
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Post by Quinn C
Post by U***@web.de
Post by Quinn C
Das üblichere Wort ist aber jedenfalls "Vorfahre/Vorfahrin". "Vorväter"
gehören eher in Sonntagsreden.
Ich dachte gerade an den Urahn, der aber ist nur mittelgeläufig.
Urhammel, Großbutter
Die Wörter sind weniger geläufig, insbesondere was
die Bezeichnung derer betrifft, von denen Menschen abstammen.

Auch Butter und Zimt passen eher in die Weihnachtsbäckerei
als dort hinein.
René Marquardt
2019-10-28 11:41:14 UTC
Antworten
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Post by Bertel Lund Hansen
Dass Island Dänemark gefragt haben sollte, habe ich nicht vorher
gehört, und es wundert mich sehr. Island ist völlig unabhängig
von Dänemark, gehört aber zu unserer kleinen Gruppe "Norden"
(Dänemark+Färöer-Inseln, Norwegen, Schweden, Finland, Island).
Lernt man denn in der Daenenschule auch nichts mehr?

https://da.wikipedia.org/wiki/Island#Middelalderen
Post by Bertel Lund Hansen
Wir Dänen verstehen übrigens nicht die islandische Sprache, weder
geschrieben noch gesprochen.
Wie auch, ist ne andere Sprache :P
Post by Bertel Lund Hansen
PS. Eine Änderung von der Regeln besteht darin, dass man heute
einen Nachnamen, von der Namen seiner Eltern gebildet, nehmen
kann. Deshalb könnte ich ohne weiteres "Bertel Getrudssøn" oder
"Bertel Paulssøn" heissen, wenn ich das wünschte. So ist es immer
in Island gewesen.
So ist es auch heute noch.
Bertel Lund Hansen
2019-10-28 13:00:53 UTC
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Post by René Marquardt
Lernt man denn in der Daenenschule auch nichts mehr?
?

Ich habe einen Artikel über die islandische Regeln von Namen
gelesen. Das erste Gesetz wurde in 1913 gemacht. Nichts im
Artikel deutet an, dass Dänemark etwas damit zu tun hat, und auch
nicht das neue Gesetz spricht von Dänemark.
Post by René Marquardt
Post by Bertel Lund Hansen
Wir Dänen verstehen übrigens nicht die islandische Sprache, weder
geschrieben noch gesprochen.
Wie auch, ist ne andere Sprache :P
Deutsch und Englisch sind aber auch andere Sprachen, und von
deren kan man als Däne etwas verstehen ohne die Sprachen gelernt
zu haben. Ich glaube, dass jutlandische uns schottische Fischer
seit langem miteinander sprechen können (ohne es bestätigen zu
können).
--
/Bertel - aus Dänemark
Quinn C
2019-10-28 15:01:42 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Quinn C
Da der Standardtip zum Eintrag eines in Island nicht zugelassenen
Vornamens war, den Antrag in Dänemark zu stellen, nehme ich an, daß
Dänemark nicht streng ist.
Vorher war es ganz streng - heute nicht.
Dass Island Dänemark gefragt haben sollte, habe ich nicht vorher
gehört, und es wundert mich sehr. Island ist völlig unabhängig
von Dänemark, gehört aber zu unserer kleinen Gruppe "Norden"
(Dänemark+Färöer-Inseln, Norwegen, Schweden, Finland, Island).
Es geht nicht darum, daß Island Dänemark fragt, was immer Du damit
genau meinst. Aber Isländer können ihre Kinder problemlos in Dänemark
registrieren lassen, und eine Registrierung in Dänemark wird in Island
problemlos anerkannt, auch wenn sie nicht den isländischen Regeln
entspricht. Das betrifft auch den Nachnamen, für einige Isländer, die
die -son/-dottir-Namen nicht mochten.

So habe ich es jedenfalls in Erinnerung. Ich weiß nicht, ob das
zwischen allen Ländern der Gruppe so ist, oder speziell zwischen den
beiden.
--
Do not they speak false English ... that doth not speak thou to one,
and what ever he be, Father, Mother, King, or Judge, is he not a
Novice, and Unmannerly, and an Ideot, and a Fool, that speaks Your
to one, which is not to be spoken to a singular, but to many?
-- George Fox (1660)
Bertel Lund Hansen
2019-10-29 08:46:28 UTC
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Post by Quinn C
Es geht nicht darum, daß Island Dänemark fragt, was immer Du damit
genau meinst. Aber Isländer können ihre Kinder problemlos in Dänemark
registrieren lassen, und eine Registrierung in Dänemark wird in Island
problemlos anerkannt, auch wenn sie nicht den isländischen Regeln
entspricht. Das betrifft auch den Nachnamen, für einige Isländer, die
die -son/-dottir-Namen nicht mochten.
Ach so. Das hatte ich nicht verstanden. Danke für die Erklärung.
--
/Bertel - aus Dänemark
Quinn C
2019-10-23 17:42:17 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Der Habakuk.
"geboren als Marion Robert Morrison, später umbenannt in Marion
Mitchell Morrison) war ein US-amerikanischer Filmschauspieler,
Filmproduzent und Regisseur. ".
In der Firma hatten wir einen Mitarbeiter namens Marian.
Ich habe ab und zu mit einem Karan zu tun. Auf Englisch klingt das
genauso wie Karen.
Post by Andreas Karrer
Evelyn Waugh hat eine Evelyn Gardner geheiratet; die Ehe war nicht sehr
glücklich.
Taylor Swift/Taylor Lautner hat auch nicht lange gehalten. Daraus würde
ich allerdings noch keine Regel ableiten.
--
die gugel gehört seit je zur narrenkleidung:
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
U***@web.de
2019-10-23 17:50:45 UTC
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Post by Quinn C
Taylor Swift/Taylor Lautner hat auch nicht lange gehalten. Daraus würde
ich allerdings noch keine Regel ableiten.
Folgte wohl der Regel, daß in USA auch Familiennamen
zu Vornamen wählbar sind.
Quinn C
2019-10-23 22:52:05 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Quinn C
Taylor Swift/Taylor Lautner hat auch nicht lange gehalten. Daraus würde
ich allerdings noch keine Regel ableiten.
Folgte wohl der Regel, daß in USA auch Familiennamen
zu Vornamen wählbar sind.
"Wählbar" ist in den USA fast alles. Es hängt ein wenig vom Bundesstaat
ab, aber Einschränkungen beziehen sich meist nur auf die Zeichen, die
man eintragen kann, also z.B. kein @ oder - stellenweise - kein é oder
ä.

Wichtiger ist, daß es in der Tat eine Tradition in der
englischsprachigen Welt gibt, Familiennamen als Vornamen zu benutzen.
Quinn ist auch ein solcher - irischer Herkunft, aber Quinn ist die
englische Schreibweise. Früher wurden diese eher an männlichen
Nachwuchs vergeben, heutzutage gibt's da keine Konventionen mehr.
Addison, Harper und Madison sind aktuell beliebte Namen, überwiegend
für Mädchen.
--
No automatic weapons for him this trip, anyway. No weapons at
all, but for his wits. They seemed a meager arsenal, just at
the moment.
-- L. McMaster Bujold, Diplomatic Immunity
René Marquardt
2019-10-23 23:13:35 UTC
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Post by Quinn C
Addison, Harper und Madison sind aktuell beliebte Namen, überwiegend
für Mädchen.
Na, das ist schon wieder ein paar Jahre her.
Der grosse Schwung von Madisons und Addisons kam um die Jahrtausendwende
auf die Welt und befindet sich in den letzten High School-, ersten College-
Jahren.
Quinn C
2019-10-24 03:11:09 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Quinn C
Addison, Harper und Madison sind aktuell beliebte Namen, überwiegend
für Mädchen.
Na, das ist schon wieder ein paar Jahre her.
Der grosse Schwung von Madisons und Addisons kam um die Jahrtausendwende
auf die Welt und befindet sich in den letzten High School-, ersten College-
Jahren.
Für Madison mag das gelten; Addison und erst recht Harper sind aber
erst in den 2010er Jahren in die Top 20 aufgerückt, und da ist Madison
auch noch.
<https://www.ssa.gov/OACT/babynames/decades/names2010s.html>
--
gugelgesang, m., mönchsgesang, pejorativ
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Andreas Karrer
2019-10-24 07:18:46 UTC
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Post by Quinn C
Post by René Marquardt
Post by Quinn C
Addison, Harper und Madison sind aktuell beliebte Namen, überwiegend
für Mädchen.
Na, das ist schon wieder ein paar Jahre her.
Der grosse Schwung von Madisons und Addisons kam um die Jahrtausendwende
auf die Welt und befindet sich in den letzten High School-, ersten College-
Jahren.
Für Madison mag das gelten; Addison und erst recht Harper sind aber
erst in den 2010er Jahren in die Top 20 aufgerückt, und da ist Madison
auch noch.
<https://www.ssa.gov/OACT/babynames/decades/names2010s.html>
Kein Mensch hiess Harper ausser Lee, und schon gar nicht eine Frau,
aber diesen Namen kennen fast alle Amis, weil's Pflichtschullektüre
war/ist. Ist der Name erst nach 2015 wieder aufgekommen, als diese
Aufregung um das "neue" Buch "Go Set a Watchman" war?

- Andi
Quinn C
2019-10-24 16:09:52 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Quinn C
Post by René Marquardt
Post by Quinn C
Addison, Harper und Madison sind aktuell beliebte Namen, überwiegend
für Mädchen.
Na, das ist schon wieder ein paar Jahre her.
Der grosse Schwung von Madisons und Addisons kam um die Jahrtausendwende
auf die Welt und befindet sich in den letzten High School-, ersten College-
Jahren.
Für Madison mag das gelten; Addison und erst recht Harper sind aber
erst in den 2010er Jahren in die Top 20 aufgerückt, und da ist Madison
auch noch.
<https://www.ssa.gov/OACT/babynames/decades/names2010s.html>
Kein Mensch hiess Harper ausser Lee, und schon gar nicht eine Frau,
aber diesen Namen kennen fast alle Amis, weil's Pflichtschullektüre
war/ist. Ist der Name erst nach 2015 wieder aufgekommen, als diese
Aufregung um das "neue" Buch "Go Set a Watchman" war?
Nein, der rasante Aufstieg begann um 2010.
<http://www.babynamewizard.com/voyager#prefix=harper&sw=both&exact=false>
--
dasz jederman sehe, wie falsch unsere gugelmönche zu ihres ordens
verteidigung der ersten kirchenexempel anziehen Calvin
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Bertel Lund Hansen
2019-10-27 09:17:29 UTC
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Post by U***@web.de
Folgte wohl der Regel, daß in USA auch Familiennamen
zu Vornamen wählbar sind.
Gibt es in USA überhaupt Regeln für Namen?
--
/Bertel - aus Dänemark
René Marquardt
2019-10-27 12:42:53 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by U***@web.de
Folgte wohl der Regel, daß in USA auch Familiennamen
zu Vornamen wählbar sind.
Gibt es in USA überhaupt Regeln für Namen?
Variiert je nach Staat.

https://www.thelist.com/126745/wildest-baby-naming-laws-in-the-u-s/
Detlef Meißner
2019-10-23 12:00:58 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Michael Kallweitt
Post by Sergio Gatti
3. Warum glaubst du, dass ich häufige italienische Vornamen
wie Simone und Gabriele für mein männliches Kind von
vornherein ausgeschlossen habe?
Das wäre in der Tat eine gute Frage. Männer, die auf Simone, Gabriele
oder auch Andrea hören, lösen bei mir keine Verwunderung aus, weil ich
weiß, dass diese in Italien und der Schweiz als männliche Vornamen
gebräuchlich sind.
Schön, dass Männer, die auf Simone, Gabriele oder auch
Andrea hören, bei _dir_ keine Verwunderung auslösen. Leider
werden meine Kinder nicht nur mit so gut Bescheid wissenden
Menschen wie du zu tun haben.
Kinder sind häufig brutal und hänseln andere, wo sie nur können. Das
sollte bei der Namensfindung auch bedacht werden. Hänseleien, die 100%
sicher sind, sollte man deshalb zu vermeiden suchen.

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
Frank Hucklenbroich
2019-10-23 15:02:54 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Sergio Gatti
Post by Michael Kallweitt
Post by Sergio Gatti
3. Warum glaubst du, dass ich häufige italienische Vornamen
wie Simone und Gabriele für mein männliches Kind von
vornherein ausgeschlossen habe?
Das wäre in der Tat eine gute Frage. Männer, die auf Simone, Gabriele
oder auch Andrea hören, lösen bei mir keine Verwunderung aus, weil ich
weiß, dass diese in Italien und der Schweiz als männliche Vornamen
gebräuchlich sind.
Schön, dass Männer, die auf Simone, Gabriele oder auch
Andrea hören, bei _dir_ keine Verwunderung auslösen. Leider
werden meine Kinder nicht nur mit so gut Bescheid wissenden
Menschen wie du zu tun haben.
Kinder sind häufig brutal und hänseln andere, wo sie nur können. Das
sollte bei der Namensfindung auch bedacht werden. Hänseleien, die 100%
sicher sind, sollte man deshalb zu vermeiden suchen.
Ein Bekannter von mir, der mit Nachnamen "Pfennig" heißt, hatte kurz
darüber nachgedacht, seinen Sohn "Mark" zu taufen, bis ihm aufging, daß das
eine Schnapsidee ist (das war noch zu D-Mark-Zeiten, bei heutigen Kindern
ist das vielleicht schon wieder unauffällig).

Grüße,

Frank
Detlef Meißner
2019-10-23 15:17:31 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Detlef Meißner
Post by Sergio Gatti
Post by Michael Kallweitt
Post by Sergio Gatti
3. Warum glaubst du, dass ich häufige italienische Vornamen
wie Simone und Gabriele für mein männliches Kind von
vornherein ausgeschlossen habe?
Das wäre in der Tat eine gute Frage. Männer, die auf Simone, Gabriele
oder auch Andrea hören, lösen bei mir keine Verwunderung aus, weil ich
weiß, dass diese in Italien und der Schweiz als männliche Vornamen
gebräuchlich sind.
Schön, dass Männer, die auf Simone, Gabriele oder auch
Andrea hören, bei _dir_ keine Verwunderung auslösen. Leider
werden meine Kinder nicht nur mit so gut Bescheid wissenden
Menschen wie du zu tun haben.
Kinder sind häufig brutal und hänseln andere, wo sie nur können. Das
sollte bei der Namensfindung auch bedacht werden. Hänseleien, die 100%
sicher sind, sollte man deshalb zu vermeiden suchen.
Ein Bekannter von mir, der mit Nachnamen "Pfennig" heißt, hatte kurz
darüber nachgedacht, seinen Sohn "Mark" zu taufen, bis ihm aufging, daß das
eine Schnapsidee ist (das war noch zu D-Mark-Zeiten, bei heutigen Kindern
ist das vielleicht schon wieder unauffällig).
Zum Hänseln taugt der Name "Mark Pfennig" aber wenig.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
U***@web.de
2019-10-23 15:38:24 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Frank Hucklenbroich
Ein Bekannter von mir, der mit Nachnamen "Pfennig" heißt, hatte kurz
darüber nachgedacht, seinen Sohn "Mark" zu taufen, bis ihm aufging, daß das
eine Schnapsidee ist (das war noch zu D-Mark-Zeiten, bei heutigen Kindern
ist das vielleicht schon wieder unauffällig).
Zum Hänseln taugt der Name "Mark Pfennig" aber wenig.
Mark und Pfennig, komm mal her!
Detlef Meißner
2019-10-23 15:59:27 UTC
Antworten
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Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Post by Frank Hucklenbroich
Ein Bekannter von mir, der mit Nachnamen "Pfennig" heißt, hatte kurz
darüber nachgedacht, seinen Sohn "Mark" zu taufen, bis ihm aufging, daß das
eine Schnapsidee ist (das war noch zu D-Mark-Zeiten, bei heutigen Kindern
ist das vielleicht schon wieder unauffällig).
Zum Hänseln taugt der Name "Mark Pfennig" aber wenig.
Mark und Pfennig, komm mal her!
Ist schwach und wird den Besitzer des Namens wenig beeindrucken,
wohingegen "Andrea! Ein Mädchen!" einen Jungen sehr verletzen kann.

Detlef
--
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist, dir beizustehen, wenn du im
Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist.
(Mark Twain)
U***@web.de
2019-10-23 17:48:56 UTC
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Post by Detlef Meißner
wohingegen "Andrea! Ein Mädchen!" einen Jungen sehr verletzen kann.
Andrea aus Italien wurde in Rumänien auf die Mädelsbude eingebucht...
Martin Gerdes
2019-10-24 21:28:42 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Ein Bekannter von mir, der mit Nachnamen "Pfennig" heißt, hatte kurz
darüber nachgedacht, seinen Sohn "Mark" zu taufen, bis ihm aufging, daß das
eine Schnapsidee ist (das war noch zu D-Mark-Zeiten, bei heutigen Kindern
ist das vielleicht schon wieder unauffällig).
Einen Zahnarzt Markus Pfennig gibts immerhin in Braunschweig.
Christina Kunze
2019-10-23 18:46:24 UTC
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Post by Sergio Gatti
Schön, dass Männer, die auf Simone, Gabriele oder auch
Andrea hören, bei _dir_ keine Verwunderung auslösen. Leider
werden meine Kinder nicht nur mit so gut Bescheid wissenden
Menschen wie du zu tun haben.
Man könnte den Kindern auch offiziell die deutsche Version des Namens
geben (und sie dann, wenn man Italienisch spricht, doch mit der
italienischen ansprechen).

So geschehen in einer Familie in gleicher Konstellation wie bei Euch, wo
sie wussten, dass sie im deutschen Sprachraum leben werden.

Insgesamt gibt es aber ja viele Vornamen, bei denen man ohne
einschlägige Sprachkenntnisse nicht weiß, ob sie männlich oder weiblich
sind. Und Italienischkenntnisse sind ja in Deutschland noch relativ weit
verbreitet.

chr
Detlef Meißner
2019-10-23 19:32:59 UTC
Antworten
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Insgesamt gibt es aber ja viele Vornamen, bei denen man ohne einschlägige
Sprachkenntnisse nicht weiß, ob sie männlich oder weiblich sind. Und
Italienischkenntnisse sind ja in Deutschland noch relativ weit verbreitet.
Nützt aber nichts, wenn man nicht weiß, dass das ein italienischer
Vorname ist.

Wie ist's eigentlich umgekehrt?
Aber wir haben ja leider keine Andrea hier.

Detlef
--
Die Mathematik lehrt uns, dass man Nullen nicht übersehen darf.
Sergio Gatti
2019-10-23 19:47:44 UTC
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Post by Christina Kunze
Post by Sergio Gatti
Schön, dass Männer, die auf Simone, Gabriele oder auch
Andrea hören, bei _dir_ keine Verwunderung auslösen. Leider
werden meine Kinder nicht nur mit so gut Bescheid wissenden
Menschen wie du zu tun haben.
Insgesamt gibt es aber ja viele Vornamen, bei denen man ohne
einschlägige Sprachkenntnisse nicht weiß, ob sie männlich
oder weiblich sind. Und Italienischkenntnisse sind ja in
Deutschland noch relativ weit verbreitet.
Deswegen haben ich und meine Frau solche Vornamen gesucht
und zwei davon ausgewählt.
U***@web.de
2019-10-24 06:37:38 UTC
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Permalink
Post by Sergio Gatti
Deswegen haben ich und meine Frau solche Vornamen gesucht
und zwei davon ausgewählt.
Ich rate zur Subjektvertauschung.
Manfred Hoß
2019-10-24 19:14:32 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Sergio Gatti
Deswegen haben ich und meine Frau solche Vornamen gesucht
und zwei davon ausgewählt.
Ich rate zur Subjektvertauschung.
Vielleicht ist es so, dass Sergio denjenigen, der das letzte Wort hat, auch
als letztes erwähnt.

Gruß
Manfred.
Martin Udelhoven
2019-10-25 05:32:01 UTC
Antworten
Permalink
Post by Manfred Hoß
Post by U***@web.de
Post by Sergio Gatti
Deswegen haben ich und meine Frau solche Vornamen gesucht
und zwei davon ausgewählt.
Ich rate zur Subjektvertauschung.
Vielleicht ist es so, dass Sergio denjenigen, der das letzte Wort hat, auch
als letztes erwähnt.
Ist diese noble Übung, sich selbst zuletzt zu nennen, vielleicht eine
deutsche Eigenart?
Ich erinnere mich noch, wie mein Deutschlehrer eine entsprechende
Passage in meinem Aufsatz in der 5. Klasse mit dem Hinweis "der Esel und
ich" rot markierte. Ich verstand zunächst nicht.

Martin
Detlef Meißner
2019-10-25 07:12:12 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Udelhoven
Post by Manfred Hoß
Post by U***@web.de
Post by Sergio Gatti
Deswegen haben ich und meine Frau solche Vornamen gesucht
und zwei davon ausgewählt.
Ich rate zur Subjektvertauschung.
Vielleicht ist es so, dass Sergio denjenigen, der das letzte Wort hat, auch
als letztes erwähnt.
Ist diese noble Übung, sich selbst zuletzt zu nennen, vielleicht eine
deutsche Eigenart?
Ich erinnere mich noch, wie mein Deutschlehrer eine entsprechende Passage in
meinem Aufsatz in der 5. Klasse mit dem Hinweis "der Esel und ich" rot
markierte. Ich verstand zunächst nicht.
Logisch, heißt es doch "der Esel nennt sich immer zuerst".

Detlef
--
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist, dir beizustehen, wenn du im
Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist.
(Mark Twain)
Martin Udelhoven
2019-10-25 09:09:57 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Martin Udelhoven
Ist diese noble Übung, sich selbst zuletzt zu nennen, vielleicht eine
deutsche Eigenart?
Ich erinnere mich noch, wie mein Deutschlehrer eine entsprechende
Passage in meinem Aufsatz in der 5. Klasse mit dem Hinweis "der Esel
und ich" rot markierte. Ich verstand zunächst nicht.
Logisch, heißt es doch "der Esel nennt sich immer zuerst".
Ich gratuliere, du hast das Niveau der 5. Klasse erreicht.

Martin
Hans
2019-10-25 09:16:37 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Udelhoven
Post by Detlef Meißner
Post by Martin Udelhoven
Ist diese noble Übung, sich selbst zuletzt zu nennen, vielleicht eine
deutsche Eigenart?
Ich erinnere mich noch, wie mein Deutschlehrer eine entsprechende
Passage in meinem Aufsatz in der 5. Klasse mit dem Hinweis "der Esel
und ich" rot markierte. Ich verstand zunächst nicht.
Logisch, heißt es doch "der Esel nennt sich immer zuerst".
Ich gratuliere, du hast das Niveau der 5. Klasse erreicht.
Ich war auch einmal in der 5. Klasse, und hatte am 5. 5. 1961 am 5. Tag
der Woche in der 5. Stunde die 5. Schularbeit in Griechisch.

Komischerweise bekam ich da keinen Fünfer (in AT die schlechteste Note)...

Hans
Florian Ritter
2019-10-25 13:19:38 UTC
Antworten
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Post by Martin Udelhoven
Post by Detlef Meißner
Logisch, heißt es doch "der Esel nennt sich immer zuerst".
Ich gratuliere, du hast das Niveau der 5. Klasse erreicht.
Ich war auch einmal in der 5. Klasse (...)
Und Du durftest schon rauchen, weil Du 16 Jahre alt warst - FR
Hans
2019-10-25 13:23:00 UTC
Antworten
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Post by Florian Ritter
Post by Martin Udelhoven
Post by Detlef Meißner
Logisch, heißt es doch "der Esel nennt sich immer zuerst".
Ich gratuliere, du hast das Niveau der 5. Klasse erreicht.
Ich war auch einmal in der 5. Klasse (...)
Und Du durftest schon rauchen, weil Du 16 Jahre alt warst - FR
Ich war bis zum 20. Lebensjahr Nichtraucher, dann 26 Jahre lange Raucher
und bin es seit 28 Jahren nicht mehr. Mithin ein Jüngling von 74.

Hans
Detlef Meißner
2019-10-25 13:35:05 UTC
Antworten
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Post by Florian Ritter
Post by Martin Udelhoven
Post by Detlef Meißner
Logisch, heißt es doch "der Esel nennt sich immer zuerst".
Ich gratuliere, du hast das Niveau der 5. Klasse erreicht.
Ich war auch einmal in der 5. Klasse (...)
Und Du durftest schon rauchen, weil Du 16 Jahre alt warst - FR
Ich war bis zum 20. Lebensjahr Nichtraucher, dann 26 Jahre lange Raucher und
bin es seit 28 Jahren nicht mehr. Mithin ein Jüngling von 74.
Nach deiner Aussage in MID<qouei3$2fu$***@news.albasani.net> hast du in
der 5. Klasse am 5.5.1961 eine Arbeit in Griechisch geschrieben.
Das sind jetzt 58 Jahre her. Wenn ich davon ausgehe, dass man in der 5.
Klasse 10/11 Jahre alt ist, dann müsstest du jetzt 68/69 sein, bist
aber 74. Da fehlen 5/6 Jahre. Also warst du doch mit 16 in Klasse 5.
:-)

Detlef
--
Unfähigkeit ist nicht ganz durch Gewalt zu ersetzen.
(Brupbacher)
Hans
2019-10-25 13:46:24 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Hans
Post by Florian Ritter
Post by Martin Udelhoven
Post by Detlef Meißner
Logisch, heißt es doch "der Esel nennt sich immer zuerst".
Ich gratuliere, du hast das Niveau der 5. Klasse erreicht.
Ich war auch einmal in der 5. Klasse (...)
Und Du durftest schon rauchen, weil Du 16 Jahre alt warst - FR
Ich war bis zum 20. Lebensjahr Nichtraucher, dann 26 Jahre lange
Raucher und bin es seit 28 Jahren nicht mehr. Mithin ein Jüngling von 74.
der 5. Klasse am 5.5.1961 eine Arbeit in Griechisch geschrieben.
Das sind jetzt 58 Jahre her. Wenn ich davon ausgehe, dass man in der 5.
Klasse 10/11 Jahre alt ist, dann müsstest du jetzt 68/69 sein, bist aber
74. Da fehlen 5/6 Jahre. Also warst du doch mit 16 in Klasse 5. :-)
In Österreich sind die Zählungen der Klassen anders als in Deutschland:
Volksschule 1. bis 4. Klasse; im Gymnasium beginnt die Zählung wieder
mit der 1. Klasse und geht dann bis zur Matura (Abitur) in der 8. Klasse.

Dafür sind Begriffe wie "Unterprima", "Quinta" etc. in Österreich nicht
üblich bzw. weitgehend unbekannt.

Siehe auch

https://de.wikipedia.org/wiki/Jahrgangsstufe

Hans
Detlef Meißner
2019-10-25 14:25:25 UTC
Antworten
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Post by Detlef Meißner
Post by Hans
Post by Florian Ritter
Post by Martin Udelhoven
Post by Detlef Meißner
Logisch, heißt es doch "der Esel nennt sich immer zuerst".
Ich gratuliere, du hast das Niveau der 5. Klasse erreicht.
Ich war auch einmal in der 5. Klasse (...)
Und Du durftest schon rauchen, weil Du 16 Jahre alt warst - FR
Ich war bis zum 20. Lebensjahr Nichtraucher, dann 26 Jahre lange Raucher
und bin es seit 28 Jahren nicht mehr. Mithin ein Jüngling von 74.
5. Klasse am 5.5.1961 eine Arbeit in Griechisch geschrieben.
Das sind jetzt 58 Jahre her. Wenn ich davon ausgehe, dass man in der 5.
Klasse 10/11 Jahre alt ist, dann müsstest du jetzt 68/69 sein, bist aber
74. Da fehlen 5/6 Jahre. Also warst du doch mit 16 in Klasse 5. :-)
Volksschule 1. bis 4. Klasse; im Gymnasium beginnt die Zählung wieder mit der
1. Klasse und geht dann bis zur Matura (Abitur) in der 8. Klasse.
Ich wunderte mich bereits, wieso du schon in Klasse 5 eine
Griechisch-Arbeit geschrieben hast.
Dafür sind Begriffe wie "Unterprima", "Quinta" etc. in Österreich nicht
üblich bzw. weitgehend unbekannt.
Die kennt heutzutage auch kaum noch jemand. Wird wegen des elitären
Gedankenguts in der Schule nicht mehr verwendet.

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
Der Habakuk.
2019-10-25 14:32:31 UTC
Antworten
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Post by Hans
Post by Hans
Post by Florian Ritter
Post by Martin Udelhoven
Post by Detlef Meißner
Logisch, heißt es doch "der Esel nennt sich immer zuerst".
Ich gratuliere, du hast das Niveau der 5. Klasse erreicht.
Ich war auch einmal in der 5. Klasse (...)
Und Du durftest schon rauchen, weil Du 16 Jahre alt warst - FR
Ich war bis zum 20. Lebensjahr Nichtraucher, dann 26 Jahre lange
Raucher und bin es seit 28 Jahren nicht mehr. Mithin ein Jüngling von 74.
in der 5. Klasse am 5.5.1961 eine Arbeit in Griechisch geschrieben.
Das sind jetzt 58 Jahre her. Wenn ich davon ausgehe, dass man in der
5. Klasse 10/11 Jahre alt ist, dann müsstest du jetzt 68/69 sein,
bist aber 74. Da fehlen 5/6 Jahre. Also warst du doch mit 16 in
Klasse 5. :-)
In Österreich sind die Zählungen der Klassen anders als in
Deutschland: Volksschule 1. bis 4. Klasse; im Gymnasium beginnt die
Zählung wieder mit der 1. Klasse und geht dann bis zur Matura (Abitur)
in der 8. Klasse.
Dafür sind Begriffe wie "Unterprima", "Quinta" etc. in Österreich
nicht üblich bzw. weitgehend unbekannt.
Das waren sie anscheinend in Bayern zu meiner Zeit auch. Vielleicht
durch die Nähe zu Österreich. :-)
Aber ich kann mich nicht erinnern, daß auch nur einer, egal ob
Schüler, oder Lehrer die Klassenstufen so genannt hätte. Bei uns wurde
einfach nach den Grundschulkassen weitergezählt: nach der 4. Klasse
Grundschule kam die 5. Klasse auf dem Gymnasium, dann die 6., usw.

Vielleicht ist/war dieses Quinta/Qarta-Dings bei den "Breißn"
verbreitet? Oder deutlich vor meiner Schulzeit.
Post by Hans
Siehe auch
https://de.wikipedia.org/wiki/Jahrgangsstufe
Hans
--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*
Detlef Meißner
2019-10-25 14:44:49 UTC
Antworten
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Post by Detlef Meißner
Post by Hans
Post by Florian Ritter
Post by Martin Udelhoven
Post by Detlef Meißner
Logisch, heißt es doch "der Esel nennt sich immer zuerst".
Ich gratuliere, du hast das Niveau der 5. Klasse erreicht.
Ich war auch einmal in der 5. Klasse (...)
Und Du durftest schon rauchen, weil Du 16 Jahre alt warst - FR
Ich war bis zum 20. Lebensjahr Nichtraucher, dann 26 Jahre lange Raucher
und bin es seit 28 Jahren nicht mehr. Mithin ein Jüngling von 74.
5. Klasse am 5.5.1961 eine Arbeit in Griechisch geschrieben.
Das sind jetzt 58 Jahre her. Wenn ich davon ausgehe, dass man in der 5.
Klasse 10/11 Jahre alt ist, dann müsstest du jetzt 68/69 sein, bist aber
74. Da fehlen 5/6 Jahre. Also warst du doch mit 16 in Klasse 5. :-)
Volksschule 1. bis 4. Klasse; im Gymnasium beginnt die Zählung wieder mit
der 1. Klasse und geht dann bis zur Matura (Abitur) in der 8. Klasse.
Dafür sind Begriffe wie "Unterprima", "Quinta" etc. in Österreich nicht
üblich bzw. weitgehend unbekannt.
Das waren sie anscheinend in Bayern zu meiner Zeit auch. Vielleicht durch die
Nähe zu Österreich. :-)
Aber ich kann mich nicht erinnern, daß auch nur einer, egal ob Schüler, oder
Lehrer die Klassenstufen so genannt hätte. Bei uns wurde einfach nach den
Grundschulkassen weitergezählt: nach der 4. Klasse Grundschule kam die 5.
Klasse auf dem Gymnasium, dann die 6., usw.
Vielleicht ist/war dieses Quinta/Qarta-Dings bei den "Breißn" verbreitet?
Oder deutlich vor meiner Schulzeit.
Hamburger Abkommen 1964

Detlef
--
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist, dir beizustehen, wenn du im
Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist.
(Mark Twain)
Detlef Meißner
2019-10-25 17:18:22 UTC
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Post by Detlef Meißner
Vielleicht ist/war dieses Quinta/Qarta-Dings bei den "Breißn" verbreitet?
Oder deutlich vor meiner Schulzeit.
Hamburger Abkommen 1964
Unter dem Stichwort finde ich nichts über diese Bezeichnungen.
https://deacademic.com/dic.nsf/dewiki/676641#Deutschland

************************************************************************
Aktuelle Bezeichnung

Im Zuge der Vereinheitlichung des Deutschen Schulsystems durch das
sogenannte Hamburger Abkommen 1964 wurde durch die Ministerpräsidenten
der Länder die Abschaffung der bis dahin teilweise üblichen Zählung der
Klassen eines Gymnasiums, neu beginnend bei der ersten Klasse und
endend mit der neunten Klasse, beschlossen.
************************************************************************
Bis wann hieß eigentlich der Realschulabschluss offiziell "Einjähriges"?
Laut Wikipedia ging es bei diesem Namen um Militärdienst im 19. Jahrhundert.
Aber meine Eltern haben ihn auch zur Jahrtausendwende noch benutzt.
Der Begriff war nach dem Kriege offiziell nicht mehr üblich.

Detlef
--
Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten
Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit, diese
Sprache zu lernen. (Mark Twain)
Quinn C
2019-10-25 17:38:26 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Detlef Meißner
Vielleicht ist/war dieses Quinta/Qarta-Dings bei den "Breißn" verbreitet?
Oder deutlich vor meiner Schulzeit.
Hamburger Abkommen 1964
Unter dem Stichwort finde ich nichts über diese Bezeichnungen.
https://deacademic.com/dic.nsf/dewiki/676641#Deutschland
************************************************************************
Aktuelle Bezeichnung
Im Zuge der Vereinheitlichung des Deutschen Schulsystems durch das
sogenannte Hamburger Abkommen 1964 wurde durch die Ministerpräsidenten
der Länder die Abschaffung der bis dahin teilweise üblichen Zählung der
Klassen eines Gymnasiums, neu beginnend bei der ersten Klasse und
endend mit der neunten Klasse, beschlossen.
************************************************************************
Diese Zählweise habe ich nun freilich nie gehört. Wie gesagt war es bei
uns alt "Sexta", neu "5. Klasse".
--
GUGELIEREN, vb., schwelgen: dann das ander jar war ein solch
gugelieren bei dem guten most J. HEROLT
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Detlef Meißner
2019-10-25 17:44:55 UTC
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Post by Quinn C
Post by Detlef Meißner
Post by Detlef Meißner
Vielleicht ist/war dieses Quinta/Qarta-Dings bei den "Breißn" verbreitet?
Oder deutlich vor meiner Schulzeit.
Hamburger Abkommen 1964
Unter dem Stichwort finde ich nichts über diese Bezeichnungen.
https://deacademic.com/dic.nsf/dewiki/676641#Deutschland
************************************************************************
Aktuelle Bezeichnung
Im Zuge der Vereinheitlichung des Deutschen Schulsystems durch das
sogenannte Hamburger Abkommen 1964 wurde durch die Ministerpräsidenten
der Länder die Abschaffung der bis dahin teilweise üblichen Zählung der
Klassen eines Gymnasiums, neu beginnend bei der ersten Klasse und
endend mit der neunten Klasse, beschlossen.
************************************************************************
Diese Zählweise habe ich nun freilich nie gehört. Wie gesagt war es bei
uns alt "Sexta", neu "5. Klasse".
Ich halte die Formulierung auch für falsch, wahrscheinlich jemandem
geschrieben, der es selbst nicht miterlebt hat und auf einer
Gesamtschule war,kann aber den Originaltext nicht finden. Ich weiß nur,
dass ich die Abschaffung von Sexta, Quinta ... miterlebt habe.

Und wenn dann (in Hessen) jemand sagte, er sei in der Quinta, wusste
man: Aha, Gymnasium.

Detlef

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
Heinz Lohmann
2019-10-25 15:25:23 UTC
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Post by Hans
Post by Florian Ritter
Und Du durftest schon rauchen, weil Du 16 Jahre alt warst - FR
Ich war bis zum 20. Lebensjahr Nichtraucher, dann 26 Jahre lange Raucher
und bin es seit 28 Jahren nicht mehr. Mithin ein Jüngling von 74.
Wenn du nie geraucht hättest, wärst du jetzt schon 85.

SCNR
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Hans
2019-10-25 16:23:18 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Hans
Post by Florian Ritter
Und Du durftest schon rauchen, weil Du 16 Jahre alt warst - FR
Ich war bis zum 20. Lebensjahr Nichtraucher, dann 26 Jahre lange Raucher
und bin es seit 28 Jahren nicht mehr. Mithin ein Jüngling von 74.
Wenn du nie geraucht hättest, wärst du jetzt schon 85.
Mindestens...
Post by Heinz Lohmann
SCNR
Alles klar. :-)

Hans
Hans
2019-10-25 18:55:16 UTC
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Post by Hans
Post by Heinz Lohmann
Post by Hans
Post by Florian Ritter
Und Du durftest schon rauchen, weil Du 16 Jahre alt warst - FR
Ich war bis zum 20. Lebensjahr Nichtraucher, dann 26 Jahre lange Raucher
und bin es seit 28 Jahren nicht mehr. Mithin ein Jüngling von 74.
Wenn du nie geraucht hättest, wärst du jetzt schon 85.
Mindestens...
Hättest du noch mehr geraucht, sähest du aus wie 95.
Kaum, denn dann wäre ich schon längst "six feet under"...

Hans
Manfred Hoß
2019-10-25 21:05:43 UTC
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Post by Hans
Post by Hans
Post by Heinz Lohmann
Post by Hans
Post by Florian Ritter
Und Du durftest schon rauchen, weil Du 16 Jahre alt warst - FR
Ich war bis zum 20. Lebensjahr Nichtraucher, dann 26 Jahre lange Raucher
und bin es seit 28 Jahren nicht mehr. Mithin ein Jüngling von 74.
Wenn du nie geraucht hättest, wärst du jetzt schon 85.
Mindestens...
Hättest du noch mehr geraucht, sähest du aus wie 95.
Kaum, denn dann wäre ich schon längst "six feet under"...
Möglich, aber alle Raucher kennen natürlich mindestens einen anderen
Raucher, der mit 90 noch gelebt und geraucht hat, z. B. Helmut Schmidt.

Gruß
Manfred.
Hans
2019-10-25 22:21:42 UTC
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Post by Manfred Hoß
Post by Hans
Post by Hans
Post by Heinz Lohmann
Post by Hans
Post by Florian Ritter
Und Du durftest schon rauchen, weil Du 16 Jahre alt warst - FR
Ich war bis zum 20. Lebensjahr Nichtraucher, dann 26 Jahre lange Raucher
und bin es seit 28 Jahren nicht mehr. Mithin ein Jüngling von 74.
Wenn du nie geraucht hättest, wärst du jetzt schon 85.
Mindestens...
Hättest du noch mehr geraucht, sähest du aus wie 95.
Kaum, denn dann wäre ich schon längst "six feet under"...
Möglich, aber alle Raucher kennen natürlich mindestens einen anderen
Raucher, der mit 90 noch gelebt und geraucht hat, z. B. Helmut Schmidt.
Richtig. Doch ich war nie Bundeskanzler... :-)

Hans
Heinz Lohmann
2019-10-26 01:36:34 UTC
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Post by Manfred Hoß
Post by Hans
Post by Hans
Post by Heinz Lohmann
Post by Hans
Post by Florian Ritter
Und Du durftest schon rauchen, weil Du 16 Jahre alt warst - FR
Ich war bis zum 20. Lebensjahr Nichtraucher, dann 26 Jahre lange Raucher
und bin es seit 28 Jahren nicht mehr. Mithin ein Jüngling von 74.
Wenn du nie geraucht hättest, wärst du jetzt schon 85.
Mindestens...
Hättest du noch mehr geraucht, sähest du aus wie 95.
Kaum, denn dann wäre ich schon längst "six feet under"...
Möglich, aber alle Raucher kennen natürlich mindestens einen anderen
Raucher, der mit 90 noch gelebt und geraucht hat, z. B. Helmut Schmidt.
Nur ogginaal mit lebensverlängerndem Menthol!
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Heinz Lohmann
2019-10-26 01:58:25 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Manfred Hoß
Post by Hans
Post by Hans
Post by Heinz Lohmann
Post by Hans
Post by Florian Ritter
Und Du durftest schon rauchen, weil Du 16 Jahre alt warst - FR
Ich war bis zum 20. Lebensjahr Nichtraucher, dann 26 Jahre lange Raucher
und bin es seit 28 Jahren nicht mehr. Mithin ein Jüngling von 74.
Wenn du nie geraucht hättest, wärst du jetzt schon 85.
Mindestens...
Hättest du noch mehr geraucht, sähest du aus wie 95.
Kaum, denn dann wäre ich schon längst "six feet under"...
Möglich, aber alle Raucher kennen natürlich mindestens einen anderen
Raucher, der mit 90 noch gelebt und geraucht hat, z. B. Helmut Schmidt.
Nur ogginaal mit lebensverlängerndem Menthol!
<ingrid>
Gerade beim Spiegel gefunden:

Loki und Smoky, der Doppelschlot

Das wär doch eine Idee für die Sesamstraße!
</ingrid>
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Manfred Hoß
2019-10-25 20:56:20 UTC
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Post by Hans
Ich war bis zum 20. Lebensjahr Nichtraucher, dann 26 Jahre lange Raucher
und bin es seit 28 Jahren nicht mehr. Mithin ein Jüngling von 74.
"Auch ich war ein Jüngling mit lockigem Haar."

Gruß
Manfred.
Frank Hucklenbroich
2019-10-25 13:37:56 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by Martin Udelhoven
Post by Detlef Meißner
Logisch, heißt es doch "der Esel nennt sich immer zuerst".
Ich gratuliere, du hast das Niveau der 5. Klasse erreicht.
Ich war auch einmal in der 5. Klasse (...)
Und Du durftest schon rauchen, weil Du 16 Jahre alt warst - FR
6 Jahre nicht geraucht, nicht gesoffen, keine Weiber.

Dann wurde ich eingeschult.

Grüße,

Frank
Hans
2019-10-25 13:49:20 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Florian Ritter
Post by Martin Udelhoven
Post by Detlef Meißner
Logisch, heißt es doch "der Esel nennt sich immer zuerst".
Ich gratuliere, du hast das Niveau der 5. Klasse erreicht.
Ich war auch einmal in der 5. Klasse (...)
Und Du durftest schon rauchen, weil Du 16 Jahre alt warst - FR
6 Jahre nicht geraucht, nicht gesoffen, keine Weiber.
Dann wurde ich eingeschult.
Und dann??? :-)


Hans
U***@web.de
2019-10-25 09:26:02 UTC
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Post by Martin Udelhoven
Ich gratuliere, du hast das Niveau der 5. Klasse erreicht.
Die 5. Klasse ist nicht dazu da, daß man das in ihr
Erlernte alsbald wieder vergißt.

Das Alphabet hast Du im Zweifel noch früher
gelernt. Kinderkram, Deiner längst nicht
mehr würdig?
Martin Udelhoven
2019-10-25 09:49:38 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Martin Udelhoven
Ich gratuliere, du hast das Niveau der 5. Klasse erreicht.
Die 5. Klasse ist nicht dazu da, daß man das in ihr
Erlernte alsbald wieder vergißt.
Das Alphabet hast Du im Zweifel noch früher
gelernt. Kinderkram, Deiner längst nicht
mehr würdig?
Ich verstehe nicht. Wo habe ich wann was vergessen?

Martin
Detlef Meißner
2019-10-25 09:55:08 UTC
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Post by Martin Udelhoven
Post by Detlef Meißner
Post by Martin Udelhoven
Ist diese noble Übung, sich selbst zuletzt zu nennen, vielleicht eine
deutsche Eigenart?
Ich erinnere mich noch, wie mein Deutschlehrer eine entsprechende Passage
in meinem Aufsatz in der 5. Klasse mit dem Hinweis "der Esel und ich" rot
markierte. Ich verstand zunächst nicht.
Logisch, heißt es doch "der Esel nennt sich immer zuerst".
Ich gratuliere, du hast das Niveau der 5. Klasse erreicht.
Und wie lange dauert's noch bei dir?

Detlef
--
Die Mathematik lehrt uns, dass man Nullen nicht übersehen darf.
Martin Udelhoven
2019-10-25 10:00:19 UTC
Antworten
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Post by Detlef Meißner
Post by Martin Udelhoven
Post by Detlef Meißner
Post by Martin Udelhoven
Ich erinnere mich noch, wie mein Deutschlehrer eine entsprechende
Passage in meinem Aufsatz in der 5. Klasse mit dem Hinweis "der
Esel und ich" rot markierte. Ich verstand zunächst nicht.
Logisch, heißt es doch "der Esel nennt sich immer zuerst".
Ich gratuliere, du hast das Niveau der 5. Klasse erreicht.
Und wie lange dauert's noch bei dir?
Ich schrieb nicht: "Ich habe das bis heute nicht verstanden."
Mich darin falsch zu interpretieren ist dann vielleicht doch noch nicht
ganz das Niveau der 5. Klasse.

Martin
Detlef Meißner
2019-10-25 10:21:14 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Udelhoven
Post by Detlef Meißner
Post by Martin Udelhoven
Post by Detlef Meißner
Post by Martin Udelhoven
Ich erinnere mich noch, wie mein Deutschlehrer eine entsprechende
Passage in meinem Aufsatz in der 5. Klasse mit dem Hinweis "der Esel und
ich" rot markierte. Ich verstand zunächst nicht.
Logisch, heißt es doch "der Esel nennt sich immer zuerst".
Ich gratuliere, du hast das Niveau der 5. Klasse erreicht.
Und wie lange dauert's noch bei dir?
Ich schrieb nicht: "Ich habe das bis heute nicht verstanden."
Mich darin falsch zu interpretieren ist dann vielleicht doch noch nicht ganz
das Niveau der 5. Klasse.
Da stellt sich die Frage, welches Niveau du erreicht hast, dass dich
meine Bemerkung so erregt.

Detlef
--
Unfähigkeit ist nicht ganz durch Gewalt zu ersetzen.
(Brupbacher)
Martin Udelhoven
2019-10-25 10:31:36 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Martin Udelhoven
Post by Detlef Meißner
Post by Martin Udelhoven
Post by Detlef Meißner
Post by Martin Udelhoven
Ich erinnere mich noch, wie mein Deutschlehrer eine entsprechende
Passage in meinem Aufsatz in der 5. Klasse mit dem Hinweis "der
Esel und ich" rot markierte. Ich verstand zunächst nicht.
Logisch, heißt es doch "der Esel nennt sich immer zuerst".
Ich gratuliere, du hast das Niveau der 5. Klasse erreicht.
Und wie lange dauert's noch bei dir?
Ich schrieb nicht: "Ich habe das bis heute nicht verstanden."
Mich darin falsch zu interpretieren ist dann vielleicht doch noch
nicht ganz das Niveau der 5. Klasse.
Da stellt sich die Frage, welches Niveau du erreicht hast, dass dich
meine Bemerkung so erregt.
Eine Fehleinschätzung.
Wenn sich jemand ausnahmsweise mal dazu herablässt, in einem Faden auf
jeden Blödsinn auch zu antworten, so wie du es allüberall tust, dann
heißt das noch lange nicht, dass derjenige dabei erregt ist so wie du.

Martin
Detlef Meißner
2019-10-25 10:36:57 UTC
Antworten
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Post by Martin Udelhoven
Post by Martin Udelhoven
Post by Detlef Meißner
Post by Martin Udelhoven
Post by Detlef Meißner
Post by Martin Udelhoven
Ich erinnere mich noch, wie mein Deutschlehrer eine entsprechende
Passage in meinem Aufsatz in der 5. Klasse mit dem Hinweis "der Esel
und ich" rot markierte. Ich verstand zunächst nicht.
Logisch, heißt es doch "der Esel nennt sich immer zuerst".
Ich gratuliere, du hast das Niveau der 5. Klasse erreicht.
Und wie lange dauert's noch bei dir?
Ich schrieb nicht: "Ich habe das bis heute nicht verstanden."
Mich darin falsch zu interpretieren ist dann vielleicht doch noch nicht
ganz das Niveau der 5. Klasse.
Da stellt sich die Frage, welches Niveau du erreicht hast, dass dich meine
Bemerkung so erregt.
Eine Fehleinschätzung.
Wenn sich jemand ausnahmsweise mal dazu herablässt, in einem Faden auf jeden
Blödsinn auch zu antworten, so wie du es allüberall tust, dann heißt das noch
lange nicht, dass derjenige dabei erregt ist so wie du.
Und du meinst, das sei keine Fehleinschätzung, du Herablasser?
Na dann ...

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
Sergio Gatti
2019-10-25 08:13:10 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Sergio Gatti
Deswegen haben ich und meine Frau solche Vornamen gesucht
und zwei davon ausgewählt.
Ich rate zur Subjektvertauschung.
Warum?
Roland Franzius
2019-10-25 09:02:30 UTC
Antworten
Permalink
Post by Sergio Gatti
Post by U***@web.de
Post by Sergio Gatti
Deswegen haben ich und meine Frau solche Vornamen gesucht
und zwei davon ausgewählt.
Ich rate zur Subjektvertauschung.
Warum?
Vielleicht zur Subjektvertuschung?

Propter confluentia duo praeceptae suspicamur

"Prima le signore" + l'asino si chiama per primo" oder wie heißt "Ladies
first" und schön lautmalerisch "ο γάιδαρος ο ίδιος ο ίδιος ο ίδιος",
falls bekannt, auf italienisch?
--
Roland Franzius
Detlef Meißner
2019-10-25 09:58:52 UTC
Antworten
Permalink
Post by Sergio Gatti
Post by U***@web.de
Post by Sergio Gatti
Deswegen haben ich und meine Frau solche Vornamen gesucht
und zwei davon ausgewählt.
Ich rate zur Subjektvertauschung.
Warum?
Im Deutschen gilt es als unhöflich, wenn man sich selbst zuerst nennt.
Also: "Deswegen haben meine Frau und ich ..."

Das Sprüchlein dazu: "Der Esel nennt sich immer zuerst."

Detlef
--
Die Mathematik lehrt uns, dass man Nullen nicht übersehen darf.
Lothar Kimmeringer
2019-10-27 09:32:37 UTC
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Post by Manfred Hoß
Post by U***@web.de
Post by Sergio Gatti
Deswegen haben ich und meine Frau solche Vornamen gesucht
und zwei davon ausgewählt.
Ich rate zur Subjektvertauschung.
Vielleicht ist es so, dass Sergio denjenigen, der das letzte
Wort hat, auch als letztes erwähnt.
In einer erfolgreichen Beziehung waere das der Mann:
"Ja, Schatz".


Gruesse, Lothar
--
Lothar Kimmeringer E-Mail: ***@kimmeringer.de
PGP-encrypted mails preferred (Key-ID: 0x8BC3CD81)

Always remember: The answer is forty-two, there can only be wrong
questions!
Martin Gerdes
2019-10-24 21:28:42 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Christina Kunze
Post by Sergio Gatti
Schön, dass Männer, die auf Simone, Gabriele oder auch
Andrea hören, bei _dir_ keine Verwunderung auslösen. Leider
werden meine Kinder nicht nur mit so gut Bescheid wissenden
Menschen wie du zu tun haben.
Deutschland ist schon ganz schön bunt geworden. Bei uns kommen eine
ganze Menge Menschen vorbei, bei denen ich froh bin, daß der Computer
angibt, ob sie Männlein oder Weiblein sind.
Post by Sergio Gatti
Post by Christina Kunze
Insgesamt gibt es aber ja viele Vornamen, bei denen man ohne
einschlägige Sprachkenntnisse nicht weiß, ob sie männlich
oder weiblich sind. Und Italienischkenntnisse sind ja in
Deutschland noch relativ weit verbreitet.
Deswegen haben ich und meine Frau solche Vornamen gesucht
und zwei davon ausgewählt.
Was "solche Vornamen"? Welche, bei denen man nicht weiß, ob sie männlich
oder weiblich sind?
Frank Hucklenbroich
2019-10-24 06:43:43 UTC
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Post by Christina Kunze
Post by Sergio Gatti
Schön, dass Männer, die auf Simone, Gabriele oder auch
Andrea hören, bei _dir_ keine Verwunderung auslösen. Leider
werden meine Kinder nicht nur mit so gut Bescheid wissenden
Menschen wie du zu tun haben.
Man könnte den Kindern auch offiziell die deutsche Version des Namens
geben (und sie dann, wenn man Italienisch spricht, doch mit der
italienischen ansprechen).
So geschehen in einer Familie in gleicher Konstellation wie bei Euch, wo
sie wussten, dass sie im deutschen Sprachraum leben werden.
So einen kenne ich auch, der hatte einen deutschen Vater (sogar mit dem
Titel "von xyz") und eine italienische Mutter. Als er für eine deutsche
Firma als Vertreter für Werbeartikel tätig war, stand "Andreas von xyz" auf
seiner Visitenkarte.

Später wechselte er die Branche und verkaufte italienische Weine, die seine
Cousine in der Maremma herstellte. Da stand auf seiner Karte dann "Andrea
von xyz", und er betonte seine italienische Herkunft. Seine Kunden waren
auch im zweiten Fall in Deutschland ;-)
Post by Christina Kunze
Insgesamt gibt es aber ja viele Vornamen, bei denen man ohne
einschlägige Sprachkenntnisse nicht weiß, ob sie männlich oder weiblich
sind. Und Italienischkenntnisse sind ja in Deutschland noch relativ weit
verbreitet.
Kim oder Kai/Kay sind auch solche Fälle.

Grüße,

Frank
Quinn C
2019-10-24 16:09:52 UTC
Antworten
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Post by Christina Kunze
Post by Sergio Gatti
Schön, dass Männer, die auf Simone, Gabriele oder auch
Andrea hören, bei _dir_ keine Verwunderung auslösen. Leider
werden meine Kinder nicht nur mit so gut Bescheid wissenden
Menschen wie du zu tun haben.
Man könnte den Kindern auch offiziell die deutsche Version des Namens
geben (und sie dann, wenn man Italienisch spricht, doch mit der
italienischen ansprechen).
Ja, sowas sehe ich hier in Kanada oft. Ein Freund meines Sohnes heißt
Maximus, die meisten nennen ihn nur Max, aber für die Großmutter war er
Massimo.

Bei einem anderen habe ich nie herausgefunden, ob er nun "eigentlich"
John oder Jean heißt. Oder vielleicht Giovanni, aber bei meinen
(wenigen) Besuchen zuhause habe ich diese Version nicht gehört, also
vermutlich nein.
Post by Christina Kunze
Insgesamt gibt es aber ja viele Vornamen, bei denen man ohne
einschlägige Sprachkenntnisse nicht weiß, ob sie männlich oder weiblich
sind.
Man muß das auch nicht immer wissen. Wenn das nicht eindeutig ist, gibt
es einen Grund weniger, den Namen später zu wechseln.
--
ê liezen sich die man schouwen
âne gugel vor den frouwen,
nu siht mans in den gugeln gân
vor den frouwen als ein man, -- TEICHNER
Martin Gerdes
2019-10-24 21:28:41 UTC
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Post by Sergio Gatti
Schön, dass Männer, die auf Simone, Gabriele oder auch
Andrea hören, bei _dir_ keine Verwunderung auslösen. Leider
werden meine Kinder nicht nur mit so gut Bescheid wissenden
Menschen wie du zu tun haben.
Jeder mittelalte Deutsche weiß schließlich auch, daß es _die_ Andrea
Doria heißt.

Na dann ist ja alles klar.
U***@web.de
2019-10-23 07:03:15 UTC
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Post by Sergio Gatti
2. Keine Ahnung, inwieweit sich der italienische Simone den
deutschen Aussprachegewohnheiten angepasst hat. Bei älteren
Deutschen habe ich selbst nach mehreren erfolglosen
Versuchen aufgehört, auf die stimmlose Aussprache von S in
Sergio zu pochen. Sie sterben eh aus.
Ich hatte in Frankreich die Versuche auch
aufgegeben, mich gegen Ülf zu verwahren.

Fruchtete seltenst, und so viel lieber ist mir Oulf
auch wieder nicht.
Post by Sergio Gatti
3. Warum glaubst du, dass ich häufige italienische Vornamen
wie Simone und Gabriele für mein männliches Kind von
vornherein ausgeschlossen habe?
Nicht aber Andrea?
Christian Weisgerber
2019-10-23 14:45:36 UTC
Antworten
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Post by Sergio Gatti
2. Keine Ahnung, inwieweit sich der italienische Simone den
deutschen Aussprachegewohnheiten angepasst hat. Bei älteren
Deutschen habe ich selbst nach mehreren erfolglosen
Versuchen aufgehört, auf die stimmlose Aussprache von S in
Sergio zu pochen. Sie sterben eh aus.
Wieviele, die das S stimmlos sprechen, nennen dich dann auch gleich
Sercio?
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Sergio Gatti
2019-10-23 20:01:54 UTC
Antworten
Permalink
Post by Christian Weisgerber
Wieviele, die das S stimmlos sprechen, nennen dich dann auch gleich
Sercio?
Da muss ich noch genauer reinhören.
Sergio mit stimmhaftem s und vor allem mit gi wie in Gift
vor einem o stört mich viel mehr. Aber ich habe gelernt,
dass bei 70- und 80-Jährigen Hopfen und Malz verloren ist.
Wie gesagt, sie sterben eh aus.
Detlef Meißner
2019-10-23 20:35:55 UTC
Antworten
Permalink
Post by Sergio Gatti
Post by Christian Weisgerber
Wieviele, die das S stimmlos sprechen, nennen dich dann auch gleich
Sercio?
Da muss ich noch genauer reinhören.
Sergio mit stimmhaftem s und vor allem mit gi wie in Gift
vor einem o stört mich viel mehr. Aber ich habe gelernt,
dass bei 70- und 80-Jährigen Hopfen und Malz verloren ist.
^^^^
Aber, aber!
Gerade diese Altersgruppe war sehr oft in Italien.
Post by Sergio Gatti
Wie gesagt, sie sterben eh aus.
Auch 20Jährige werden mal 70 und sterben aus.

Generell möchte ich bezweifeln, dass die allgemeinen Sprachkenntnisse
besser als früher sind.

Detlef
--
Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten
Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit, diese
Sprache zu lernen. (Mark Twain)
René Marquardt
2019-10-23 22:28:02 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Sergio Gatti
Post by Christian Weisgerber
Wieviele, die das S stimmlos sprechen, nennen dich dann auch gleich
Sercio?
Da muss ich noch genauer reinhören.
Sergio mit stimmhaftem s und vor allem mit gi wie in Gift
vor einem o stört mich viel mehr. Aber ich habe gelernt,
dass bei 70- und 80-Jährigen Hopfen und Malz verloren ist.
^^^^
Aber, aber!
Gerade diese Altersgruppe war sehr oft in Italien.
Sowohl anlaesslich des, als auch nach dem Krieg. ;)
Florian Ritter
2019-10-24 19:23:54 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
Post by Sergio Gatti
Da muss ich noch genauer reinhören.
Sergio mit stimmhaftem s und vor allem mit gi wie in Gift
vor einem o stört mich viel mehr. Aber ich habe gelernt,
dass bei 70- und 80-Jährigen Hopfen und Malz verloren ist.
Aber, aber!
Gerade diese Altersgruppe war sehr oft in Italien.
Sowohl anlaesslich des, als auch nach dem Krieg. ;)
Der Vater eines Kommilitonen war Obrist im Stabe von
Feldmarschall Kesselring, hatte jedoch trotz längeren
Aufenthalts im Italischen keine Gelegenheit zu
Spracherwerb - FR
Klaus Pommerening
2019-10-24 07:46:47 UTC
Antworten
Permalink
Christian Weisgerber kennt die Probleme der Deutschen mit der
Post by Christian Weisgerber
Post by Sergio Gatti
2. Keine Ahnung, inwieweit sich der italienische Simone den
deutschen Aussprachegewohnheiten angepasst hat. Bei älteren
Deutschen habe ich selbst nach mehreren erfolglosen
Versuchen aufgehört, auf die stimmlose Aussprache von S in
Sergio zu pochen. Sie sterben eh aus.
Wieviele, die das S stimmlos sprechen, nennen dich dann auch gleich
Sercio?
Auch wenn's langsam OT wird: Der Gründer der bekannten Suppenfabrik
war Julius Maggi, ein Schweizer mit italienischem Migrationshintergrund,
der seinen Familiennamen natürlich italienisch aussprach. Das
deutsche Zweigwerk, 1887 in Singen gegründet, wurde, und wird noch
heute von alteingesessenen Singenern, "Mattschi" ausgesprochen.
(Obwohl die Ravioli-Produktion erst in der 1950er-Jahren aufgenommen
wurde.)
--
Klaus Pommerening
Originalität ist die Fähigkeit, sich Bonmots zu merken und zu
vergessen, von wem sie stammen. (Nessie Tausendschön)
U***@web.de
2019-10-24 08:05:20 UTC
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Post by Klaus Pommerening
Christian Weisgerber kennt die Probleme der Deutschen mit der
Post by Christian Weisgerber
Post by Sergio Gatti
2. Keine Ahnung, inwieweit sich der italienische Simone den
deutschen Aussprachegewohnheiten angepasst hat. Bei älteren
Deutschen habe ich selbst nach mehreren erfolglosen
Versuchen aufgehört, auf die stimmlose Aussprache von S in
Sergio zu pochen. Sie sterben eh aus.
Wieviele, die das S stimmlos sprechen, nennen dich dann auch gleich
Sercio?
Auch wenn's langsam OT wird: Der Gründer der bekannten Suppenfabrik
war Julius Maggi, ein Schweizer mit italienischem Migrationshintergrund,
der seinen Familiennamen natürlich italienisch aussprach. Das
deutsche Zweigwerk, 1887 in Singen gegründet, wurde, und wird noch
heute von alteingesessenen Singenern, "Mattschi" ausgesprochen.
In der Schweiz erfolge hingegen ordnungsgemäße Aussprache.
https://de.wikipedia.org/wiki/Maggi
Post by Klaus Pommerening
(Obwohl die Ravioli-Produktion erst in der 1950er-Jahren aufgenommen
wurde.)
Und das trotz Werksgründung daselbst 1887.

Gruß, ULF
Frank Hucklenbroich
2019-10-25 06:13:06 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Klaus Pommerening
Christian Weisgerber kennt die Probleme der Deutschen mit der
Post by Christian Weisgerber
Post by Sergio Gatti
2. Keine Ahnung, inwieweit sich der italienische Simone den
deutschen Aussprachegewohnheiten angepasst hat. Bei älteren
Deutschen habe ich selbst nach mehreren erfolglosen
Versuchen aufgehört, auf die stimmlose Aussprache von S in
Sergio zu pochen. Sie sterben eh aus.
Wieviele, die das S stimmlos sprechen, nennen dich dann auch gleich
Sercio?
Auch wenn's langsam OT wird: Der Gründer der bekannten Suppenfabrik
war Julius Maggi, ein Schweizer mit italienischem Migrationshintergrund,
der seinen Familiennamen natürlich italienisch aussprach. Das
deutsche Zweigwerk, 1887 in Singen gegründet, wurde, und wird noch
heute von alteingesessenen Singenern, "Mattschi" ausgesprochen.
In der Schweiz erfolge hingegen ordnungsgemäße Aussprache.
https://de.wikipedia.org/wiki/Maggi
Dafür putzen sich die Schweizer ihre Zähne mit "Kollgäit".

Hat mich sehr überrascht, als ich das in einer Fernsehwerbung dort sah. In
Deutschland kannte ich die Zahnpasta nur als "Koll-Gate". Ist abr wohl der
Mehrsprachigkeit im Land geschuldet.

Grüße,

Frank
Andreas Karrer
2019-10-25 07:55:15 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Hat mich sehr überrascht, als ich das in einer Fernsehwerbung dort sah. In
Deutschland kannte ich die Zahnpasta nur als "Koll-Gate". Ist abr wohl der
Mehrsprachigkeit im Land geschuldet.
Nunja, englisch ist keine Amtssprache hier.

Mein Grossvater, Jg. 1900, wohnte in einem Dorf, in dem 1956 eine
Colgate-Fabrik gebaut wurde (nb. kaum 10 km vom ursprünglichen
Maggi-Stammwerk entfernt). Wie die meisten seiner Generation konnte er
kaum Englisch, der Name wurde von den Autochthonen ungefähr wie
"Kollgett" ausgesprochen.

Italienische Aussprache von Wörtern wie Maggi, Gnocchi, Chianti etc.
konnte er schon eher. Zwar lernte man in Zürich generell Französisch
als erste Fremdsprache (heute Englisch), aber nach dem Krieg waren die
Italiener für mindestens 50 Jahre die grösste Gruppe von
Einwanderern. Die Arbeiter im Dachdeckergeschäft besagten Grossvaters
waren zur Hälfte Italiener, meist Sizilianer, und oft Analphabeten,
die ihre Lohnquittungen mit mühsam hingemalten XXX unterschrieben.

- Andi
Florian Ritter
2019-10-25 13:28:02 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by U***@web.de
In der Schweiz erfolge hingegen ordnungsgemäße Aussprache.
https://de.wikipedia.org/wiki/Maggi
Dafür putzen sich die Schweizer ihre Zähne mit "Kollgäit".
Hat mich sehr überrascht, als ich das in einer Fernsehwerbung dort sah. In
Deutschland kannte ich die Zahnpasta nur als "Koll-Gate".
Es wird drum auch gesungen:
Agathe, Agathe,
Dein Mund riecht nach Colgate.

FR
Christian Weisgerber
2019-10-23 14:40:13 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Der deutsche Vorname Simone ist weiblich.
Heute war ich auf einer Veranstaltung mit einem Italiener namens Simone. Als
der mit seinem Vornamen angesprochen wurde, war ich irritiert, weil die
Aussprache exakt dem deutschen Frauennamen entsprach.
Diese griechischen bzw. durch griechische Vermittlung übernommenen
Namen wurden im Italienischen so angepasst, dass sie nicht auf einem
Konsonant enden, sei es durch Anhängen eines Vokals:

Simon > Simone
Gabriel > Gabriele

Oder durch Wegfall des Auslauts:

Andreas > Andrea
Nicholas > Nicola
Post by Stefan Schmitz
Ist es richtig, den italienischen Männernamen hierzulande so auszusprechen wie
den deutschen Frauennamen?
Im deutschsprachigen Raum wird man ihn an die deutsche Lautung
anpassen und damit so aussprechen wie den deutschen Frauennamen.
Im Italienischen erwarte ich, dass der letzte Vokal doch ein /e/
ist: /si'mone/
Post by Stefan Schmitz
Oder gehört da zwingend ein stimmloses S hin, wie es
mein Sprachgefühl verlangt?
Im Italienischen schon. Eingedeutscht wird man das S so sprechen,
wie auch sonst vor Vokal, also je nach Sprecher/Region entweder /z/
oder /s/.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Sergio Gatti
2019-10-23 20:01:17 UTC
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Post by Christian Weisgerber
Im deutschsprachigen Raum wird man ihn an die deutsche Lautung
anpassen und damit so aussprechen wie den deutschen Frauennamen.
Im Italienischen erwarte ich, dass der letzte Vokal doch ein /e/
ist: /si'mone/
So isses.
Post by Christian Weisgerber
Post by Stefan Schmitz
Oder gehört da zwingend ein stimmloses S hin, wie es
mein Sprachgefühl verlangt?
Im Italienischen schon. Eingedeutscht wird man das S so sprechen,
wie auch sonst vor Vokal, also je nach Sprecher/Region entweder /z/
oder /s/.
Leider ist Stefans gutes Sprachgefühl nicht maßgeblich. Fast
alle Deutschen handeln nach Christians Beschreibung. Ich
habe Erfahrung damit. :-(
Detlef Meißner
2019-10-23 20:36:55 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Christian Weisgerber
Im deutschsprachigen Raum wird man ihn an die deutsche Lautung
anpassen und damit so aussprechen wie den deutschen Frauennamen.
Im Italienischen erwarte ich, dass der letzte Vokal doch ein /e/
ist: /si'mone/
So isses.
Post by Christian Weisgerber
Post by Stefan Schmitz
Oder gehört da zwingend ein stimmloses S hin, wie es
mein Sprachgefühl verlangt?
Im Italienischen schon. Eingedeutscht wird man das S so sprechen,
wie auch sonst vor Vokal, also je nach Sprecher/Region entweder /z/
oder /s/.
Leider ist Stefans gutes Sprachgefühl nicht maßgeblich. Fast
alle Deutschen handeln nach Christians Beschreibung. Ich
habe Erfahrung damit. :-(
Woran liegt's?

Detlef
--
Unfähigkeit ist nicht ganz durch Gewalt zu ersetzen.
(Brupbacher)
René Marquardt
2019-10-23 22:26:36 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Christian Weisgerber
Im deutschsprachigen Raum wird man ihn an die deutsche Lautung
anpassen und damit so aussprechen wie den deutschen Frauennamen.
Im Italienischen erwarte ich, dass der letzte Vokal doch ein /e/
ist: /si'mone/
So isses.
Post by Christian Weisgerber
Post by Stefan Schmitz
Oder gehört da zwingend ein stimmloses S hin, wie es
mein Sprachgefühl verlangt?
Im Italienischen schon. Eingedeutscht wird man das S so sprechen,
wie auch sonst vor Vokal, also je nach Sprecher/Region entweder /z/
oder /s/.
Leider ist Stefans gutes Sprachgefühl nicht maßgeblich. Fast
alle Deutschen handeln nach Christians Beschreibung. Ich
habe Erfahrung damit. :-(
Das ist aber nicht nur in Deutschland so, wenn dich das troestet.
Wenn ich meinen Vornamen franzoesisch ausspraeche, verstuende man
mich weder in Deutschland noch in den USA.
Spreche ich ihn deutsch aus, versteht man ihn nicht in Frankreich
und in den USA.
Also spreche ich in aus, wie die Personen, die diesen, bzw. eine Variante
davon typischerweise tragen (schwarze Maedels) ueblicherweise aussprechen.
Dann kommt dann wenigstens was dabei raus.

(Sowohl das R als auch die beiden E's werden auf deutsch, frz., und en.
jeweils komplett anders ausgesprochen. Muss ich halt damit leben. Ich
habe mir zwar meinen Namen nicht ausgesucht, aber meine Wohngegend.)
Andreas Karrer
2019-10-24 07:25:21 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Sergio Gatti
Post by Christian Weisgerber
Im deutschsprachigen Raum wird man ihn an die deutsche Lautung
anpassen und damit so aussprechen wie den deutschen Frauennamen.
Im Italienischen erwarte ich, dass der letzte Vokal doch ein /e/
ist: /si'mone/
So isses.
Post by Christian Weisgerber
Post by Stefan Schmitz
Oder gehört da zwingend ein stimmloses S hin, wie es
mein Sprachgefühl verlangt?
Im Italienischen schon. Eingedeutscht wird man das S so sprechen,
wie auch sonst vor Vokal, also je nach Sprecher/Region entweder /z/
oder /s/.
Leider ist Stefans gutes Sprachgefühl nicht maßgeblich. Fast
alle Deutschen handeln nach Christians Beschreibung. Ich
habe Erfahrung damit. :-(
Das ist aber nicht nur in Deutschland so, wenn dich das troestet.
Wenn ich meinen Vornamen franzoesisch ausspraeche, verstuende man
mich weder in Deutschland noch in den USA.
Wie bitte? Wenn du dich auf forvo.com rumhörst, sind doch die
Aussprachen in fr/en/de sehr ähnlich. Bei manchen Deutschsprechern
diese zwangafte Endsilbenbetonung halt.

- Andi
U***@web.de
2019-10-24 07:42:23 UTC
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Am Donnerstag, 24. Oktober 2019 09:25:23 UTC+2 schrieb Andreas Karrer:
[René]
Post by Andreas Karrer
Post by René Marquardt
Wenn ich meinen Vornamen franzoesisch ausspraeche, verstuende man
mich weder in Deutschland noch in den USA.
Wie bitte? Wenn du dich auf forvo.com rumhörst, sind doch die
Aussprachen in fr/en/de sehr ähnlich. Bei manchen Deutschsprechern
diese zwangafte Endsilbenbetonung halt.
Jetzt mal halblang, machen die Franzosen ja auch.

Gut, saarlandnahe Lothringer habe ich mal so
vernommen:

"C*e*matin, nous s*o*mmesallés à la m*ai*rie."

Gruß, ULF
René Marquardt
2019-10-24 11:36:04 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by René Marquardt
Post by Sergio Gatti
Post by Christian Weisgerber
Im deutschsprachigen Raum wird man ihn an die deutsche Lautung
anpassen und damit so aussprechen wie den deutschen Frauennamen.
Im Italienischen erwarte ich, dass der letzte Vokal doch ein /e/
ist: /si'mone/
So isses.
Post by Christian Weisgerber
Post by Stefan Schmitz
Oder gehört da zwingend ein stimmloses S hin, wie es
mein Sprachgefühl verlangt?
Im Italienischen schon. Eingedeutscht wird man das S so sprechen,
wie auch sonst vor Vokal, also je nach Sprecher/Region entweder /z/
oder /s/.
Leider ist Stefans gutes Sprachgefühl nicht maßgeblich. Fast
alle Deutschen handeln nach Christians Beschreibung. Ich
habe Erfahrung damit. :-(
Das ist aber nicht nur in Deutschland so, wenn dich das troestet.
Wenn ich meinen Vornamen franzoesisch ausspraeche, verstuende man
mich weder in Deutschland noch in den USA.
Wie bitte? Wenn du dich auf forvo.com rumhörst, sind doch die
Aussprachen in fr/en/de sehr ähnlich. Bei manchen Deutschsprechern
diese zwangafte Endsilbenbetonung halt.
Das R alleine schon, und dann das eine e und das andere...
Original frz. hoert sich das etwa Rwoeneee an, fein deutsch Rrreneeeeh,
umg. deutsch Rrraenneh, und fuer en. faellt mir gerade keine Umschreibung
des Anfangsbuchstaben ein, jedenfalls ein amerikanisches, nicht-rhotisches R.

Im Ernst, die R's in den drei Sprachen sind verschieden, also minds. 5
verschiedene Aussprachen (dt. gerollt oder nicht, en. rhotisch oder nicht,
frz. weiss der Deibi), man kommst sich vor wie ein Japs, der, weil er
mit diesen Lauten nicht aufgewachsen ist, die Unterschiede einfach nicht
wahrnimmt, und dem daher L und R das gleiche sind.

Schreiten wir nun zu den versch. Aussprachen des Vokals E ;)

Nee, tun wir nicht. Aber zB Mercedes hat drei verschiedene Aussprachen
in einem Wort verpackt.
Quinn C
2019-10-24 16:09:52 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Andreas Karrer
Post by René Marquardt
Wenn ich meinen Vornamen franzoesisch ausspraeche, verstuende man
mich weder in Deutschland noch in den USA.
Wie bitte? Wenn du dich auf forvo.com rumhörst, sind doch die
Aussprachen in fr/en/de sehr ähnlich. Bei manchen Deutschsprechern
diese zwangafte Endsilbenbetonung halt.
Das R alleine schon, und dann das eine e und das andere...
Original frz. hoert sich das etwa Rwoeneee an, fein deutsch Rrreneeeeh,
umg. deutsch Rrraenneh, und fuer en. faellt mir gerade keine Umschreibung
des Anfangsbuchstaben ein, jedenfalls ein amerikanisches, nicht-rhotisches R.
"Nicht-rhotisch" ist keine Kategorie für den Wortanfang - da wird es
immer gesprochen.
Post by René Marquardt
Im Ernst, die R's in den drei Sprachen sind verschieden, also minds. 5
verschiedene Aussprachen (dt. gerollt oder nicht, en. rhotisch oder nicht,
frz. weiss der Deibi),
Eben. Mein französisches und deutsches R sind sich ziemlich ähnlich,
aber andere Deutsch- und Französischsprachige haben diverse andere Rs.

Auch das finale E unterscheidet sich m.E. zwischen fra und deu nicht
dramatisch.
--
er (Tristan) hiez im ein tôrenkleit
an der stete machen:
von wunderlîchen sachen
einen roc seltsên getan
und eine gugelen daran
H. V. FREIBERG Tristan
René Marquardt
2019-10-24 22:50:33 UTC
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Post by Quinn C
Post by René Marquardt
Post by Andreas Karrer
Post by René Marquardt
Wenn ich meinen Vornamen franzoesisch ausspraeche, verstuende man
mich weder in Deutschland noch in den USA.
Wie bitte? Wenn du dich auf forvo.com rumhörst, sind doch die
Aussprachen in fr/en/de sehr ähnlich. Bei manchen Deutschsprechern
diese zwangafte Endsilbenbetonung halt.
Das R alleine schon, und dann das eine e und das andere...
Original frz. hoert sich das etwa Rwoeneee an, fein deutsch Rrreneeeeh,
umg. deutsch Rrraenneh, und fuer en. faellt mir gerade keine Umschreibung
des Anfangsbuchstaben ein, jedenfalls ein amerikanisches, nicht-rhotisches R.
"Nicht-rhotisch" ist keine Kategorie für den Wortanfang - da wird es
immer gesprochen.
Gesprochen wird es immer, klar. Also fast imma. Verklingel man einem Ami "Raucher".
Vielleicht sollten wir vom stimmlosen und stimmhaften R sprechen.
Das frz. R klingt im US-en fast wie ein (en)W.
Post by Quinn C
Post by René Marquardt
Im Ernst, die R's in den drei Sprachen sind verschieden, also minds. 5
verschiedene Aussprachen (dt. gerollt oder nicht, en. rhotisch oder nicht,
frz. weiss der Deibi),
Eben. Mein französisches und deutsches R sind sich ziemlich ähnlich,
aber andere Deutsch- und Französischsprachige haben diverse andere Rs.
Auch das finale E unterscheidet sich m.E. zwischen fra und deu nicht
dramatisch.
Ja, d.E. eben. Aber dem Japaner faellt auch kein Unterschied zwischen R und L auf.
U***@web.de
2019-10-25 07:23:44 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Quinn C
Post by René Marquardt
Post by Andreas Karrer
Post by René Marquardt
Wenn ich meinen Vornamen franzoesisch ausspraeche, verstuende man
mich weder in Deutschland noch in den USA.
Wie bitte? Wenn du dich auf forvo.com rumhörst, sind doch die
Aussprachen in fr/en/de sehr ähnlich. Bei manchen Deutschsprechern
diese zwangafte Endsilbenbetonung halt.
Das R alleine schon, und dann das eine e und das andere...
Original frz. hoert sich das etwa Rwoeneee an, fein deutsch Rrreneeeeh,
umg. deutsch Rrraenneh, und fuer en. faellt mir gerade keine Umschreibung
des Anfangsbuchstaben ein, jedenfalls ein amerikanisches, nicht-rhotisches R.
"Nicht-rhotisch" ist keine Kategorie für den Wortanfang - da wird es
immer gesprochen.
Gesprochen wird es immer, klar. Also fast imma. Verklingel man einem Ami "Raucher".
Im Westerwald kämen die wohl gut zurecht.
Florian Ritter
2019-10-26 18:42:31 UTC
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Post by René Marquardt
Gesprochen wird es immer, klar. Also fast imma. Verklingel man einem Ami "Raucher".
Vielleicht sollten wir vom stimmlosen und stimmhaften R sprechen.
Das frz. R klingt im US-en fast wie ein (en)W.
In der Oberlausitz, etwa in der Gegend von Oybin, wird so ein
"amerikanisches" R gesprochen.
Post by René Marquardt
Post by Quinn C
Post by René Marquardt
Im Ernst, die R's in den drei Sprachen sind verschieden, also minds. 5
verschiedene Aussprachen (dt. gerollt oder nicht, en. rhotisch oder nicht,
frz. weiss der Deibi),
Eben. Mein französisches und deutsches R sind sich ziemlich ähnlich,
aber andere Deutsch- und Französischsprachige haben diverse andere Rs.
Auch das finale E unterscheidet sich m.E. zwischen fra und deu nicht
dramatisch.
Ja, d.E. eben. Aber dem Japaner faellt auch kein Unterschied zwischen R und L auf.
Unser Proporznipponese war jahrelang der Meinung, "Jura"
würde "Jula" geschrieben - FR
Quinn C
2019-10-24 16:09:52 UTC
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* Andreas Karrer:

[René]
Post by Andreas Karrer
Wie bitte? Wenn du dich auf forvo.com rumhörst, sind doch die
Aussprachen in fr/en/de sehr ähnlich. Bei manchen Deutschsprechern
diese zwangafte Endsilbenbetonung halt.
Zwanghafte Abgrenzung vom Schweizerischen, meinst Du?

Das ist nämlich kein allgemeines Prinzip. René wird im
(Deutsch-)Deutschen hinten betont, André nicht unbedingt.
--
GUGELIEREN, vb., schwelgen: dann das ander jar war ein solch
gugelieren bei dem guten most J. HEROLT
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Martin Gerdes
2019-10-24 21:28:42 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by René Marquardt
Das ist aber nicht nur in Deutschland so, wenn dich das troestet.
Wenn ich meinen Vornamen [René] franzoesisch ausspraeche, verstuende man
mich weder in Deutschland noch in den USA.
Wie bitte? Wenn du dich auf forvo.com rumhörst, sind doch die
Aussprachen in fr/en/de sehr ähnlich. Bei manchen Deutschsprechern
diese zwangafte Endsilbenbetonung halt.
Noch nicht einmal die fällt groß auf. Franzosen sprechen "Rönnee",
Deutsche dito oder "Rennee". Die Anglophonen sprechen auch "Rennee" und
"Rönnee" sowie das r signifikant anders, aber immer noch gut
verständlich. Bei einem Minimum an Verstehen-Wollen kann der Name keine
Schwierigkeiten bereiten.
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