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Simone
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Der Habakuk.
2020-01-03 12:17:56 UTC
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Der kinematografische Kulturimperialismus des österreichischen
Films, der die hiesigen Leinwände mit albernen Heimat- und
Sissifilmen puderte,
Zum Wortschatz bitte nachgetragen haben zu wollen, dass letztere
Vokabel, transitiv gebraucht, innerostalpinisch gebraucht, den
Vorgang des menschlichen Begattens bezeichnet.
Wird aber wie "budern" geschrieben.
Nicht zwingend. Ich denke, das liegt vor allem daran, dass es hier
kaum einen Unterschied zwischen weichen und hartem b gibt...
Man kann natürlich auch "schnackseln" sagen.
Oder das. Während nach alter Überlieferung der Eskimo 50 Wörter für
Schnee hat, gefällt sich der Wiener auf anderem Gebiet.
Mariae Gloria Fer(di)nanda Joachima Josephine Wilhelmine Huberta
angeheiratete Prinzessin von Thurn und Taxis gefiel sich
nach etlichen Jahren Regensburg ebenfalls in einer solchen
Formulierung, die sie im Fernsehen zum besten gab.
Sie hat allerdings als Kind/Jugendliche viele Jahre mit ihrer Familie
in Afrika gelebt, weil ihr Papa dort arbeitete. Da mag sie durchaus
gewisse Impressionen und Einblicke in diesbezügliches Verhalten der
"Eingeborenen" erhalten haben. Ich nehme es jedenfalls sehr an.
--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*
Andreas Karrer
2020-01-03 12:47:05 UTC
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Die Niederländer bekommen, so sagte mir ein solcher,
wegen ihrer vergleichsweise geringen Zahl ausländische
Filme öfter kostengünstig untertitelt statt aufwendig
synchronisiert.
Geschieht so in ganz Nordeuropa, inklusive Finnland.
Geschieht so in den meisten Ländern dieser Welt. Synchronisieren ist die
Ausnahme.
In der CH werden viele englischsprachige Filme extra fürs Kino untertitelt,
obwohl das ein kleiner Markt ist und synchronisierte deutsche Fassungen
erhältlich wären.

Ich glaube allerdings nicht, dass das ein entscheidender Grund ist,
weshalb sehr viele Niederländer und Skandinavier Englisch und oft sehr
gutes Englisch sprechen, sonst müssten's ja die Schweizer auch so gut
können -- tun sie aber nicht.

Bei der Jugend sehe ich einen starken Einfluss von Youtube und Games.
Unsere diesbezüglich sehr versierten Söhne konnten sich etwa ab der
6. Klasse problemlos mit der Anglo-Kanadierin nebenan unterhalten. In
diesem Alter hatte ich noch nicht mal Französisch, geschweige denn
Englisch (damals Frz. ab der 7. und E ab der 9. Klasse).

- Andi
Roland Franzius
2020-01-03 15:12:26 UTC
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Post by Andreas Karrer
In der CH werden viele englischsprachige Filme extra fürs Kino untertitelt,
obwohl das ein kleiner Markt ist und synchronisierte deutsche Fassungen
erhältlich wären.
Alle Filme werden heute für alle Länder untertitelt. Man muss die
Untertitel nur einschalten. Die Zeiten, wo Ton und Titel in die Kopie
einkopiert werden mussten, liegen etwa 1 Jahrtausend zurück.

Sehr lustig ist jetzt die etwa seit letzten Sommer im TV eingeführte
Untertitelung in Echtzeit bei Nachrichten und Interviews. Kann man im
Digital-TV zuschalten und ist für uns Alten zuweilen eine echte Hilfe.

Außer bei Sky-News, das ist eine Katastrophe.
--
Roland Franzius
Hans
2020-01-03 12:53:37 UTC
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Der kinematografische Kulturimperialismus des österreichischen
Films, der die hiesigen Leinwände mit albernen Heimat- und
Sissifilmen puderte,
Zum Wortschatz bitte nachgetragen haben zu wollen, dass letztere
Vokabel, transitiv gebraucht, innerostalpinisch gebraucht, den
Vorgang des menschlichen Begattens bezeichnet.
Wird aber wie "budern" geschrieben.
Nicht zwingend. Ich denke, das liegt vor allem daran, dass es hier
kaum einen Unterschied zwischen weichen und hartem b gibt...
Man kann natürlich auch "schnackseln" sagen.
Oder das. Während nach alter Überlieferung der Eskimo 50 Wörter für
Schnee hat, gefällt sich der Wiener auf anderem Gebiet.
In Wien gibt es ja eh fast keinen Schnee mehr
Roland Franzius
2020-01-03 15:13:37 UTC
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Post by Hans
In Wien gibt es ja eh fast keinen Schnee mehr
Über den Kokaingehalt der Donau hört man Gegenteiliges.
--
Roland Franzius
Carlo XYZ
2020-01-03 13:23:13 UTC
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Vermutung: Schweizer und Österreicher sind seit jeher besser in
Englisch - und generell in Fremdsprachen - als durchschnittliche
Deutsche, die trotz >70 Jahre Kulturimperialismus (zumindest
angeblich) immer noch synchronisierte Filme benötigen.
Ist das wirklich so? Von Niederländern und Norwegern hört man das
regelmäßig, von Österreichern und Schweizern ist mir das auch
anekdotisch nicht in Erinnerung.
Individuell empirisch. Beruflich treibe ich mich nur international
in englischsprachigen Kontexten (Konferenzen u.v.m.) herum, mündlich,
schriftlich, alles, und da schnitten Ösis und Schweizer bislang gut
ab. (Das ist sicher nicht reprästentativ, und sorry, wenn ich euch
Unrecht getan habe.. ;)
Repräsentative Daten dazu gibt es wohl nicht, beim gern zitierten EF
English Proficiency Index liegen die drei Länder nahe beieinander.
Wird da auch Sprechfähigkeit (fluency) und Aussprache getestet?
Den kostenlosen Teil habe ich mir mal kurz angeschaut: dort
anscheinend nicht.
Das sehr gute mittlere Abschneiden von D (speziell verglichen
mit I und F) kann ich aus persönlicher Erfahrung jedenfalls nicht
bestätigen. Ausnahmen bestätigen natürlich, wie immer, die Regel.
Sergio Gatti
2020-01-03 13:47:13 UTC
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Post by Carlo XYZ
Das sehr gute mittlere Abschneiden von D (speziell verglichen
mit I und F) kann ich aus persönlicher Erfahrung jedenfalls
nicht
bestätigen.
Dann hast du mit "deinen" Italienern Glück gehabt. Ganz viel
Glück sogar!
Oder du hast nur mit jüngeren Italienern zu tun und der
Sprachunterricht an italienischen Schulen ist seit den
Siebzigern unglaublich besser geworden. Unglaublich, weil
ich nicht daran glaube. ;-)
Carlo XYZ
2020-01-03 14:02:21 UTC
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Post by Sergio Gatti
Dann hast du mit "deinen" Italienern Glück gehabt. Ganz viel
Glück sogar!
Oder du hast nur mit jüngeren Italienern zu tun und der
Ab 20 bis 80, alle international tätig und in wissenschaftlichen
oder technischen Karrieren an Hochschulen bzw. in Unternehmen
befindlich.
Post by Sergio Gatti
Sprachunterricht an italienischen Schulen ist seit den
Siebzigern unglaublich besser geworden. Unglaublich, weil
ich nicht daran glaube. ;-)
Wie gesagt, nicht repräsentativ.
U***@web.de
2020-01-03 13:28:36 UTC
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Vermutung: Schweizer und Österreicher sind seit jeher besser in
Englisch - und generell in Fremdsprachen - als durchschnittliche
Deutsche, die trotz >70 Jahre Kulturimperialismus (zumindest
angeblich) immer noch synchronisierte Filme benötigen.
Ist das wirklich so? Von Niederländern und Norwegern hört man das
regelmäßig, von Österreichern und Schweizern ist mir das auch
anekdotisch nicht in Erinnerung.
In Oesterreich sind Filme im Fernsehen und im Kommerzkino jedenfalls
auch durchwegs synchronisiert.
Spräche man in Österreich eine eigenständige Sprache, würde für die paar
Leutchen bestimmt nicht synchronisiert.
Kaum. Doch spricht man in Österreich eh überwiegend Deutsch, wenn auch in
einer österreichischen Variante, doch für eine eigen "österreichische
Sprache" reicht das wohl nicht.
Aber umgekehrt wäre es manchmal notwendig. ;-)
Manch verpacktes Lebensmittel hat
je eine Zutatenliste für D und AT.
Detlef Meißner
2020-01-03 14:19:44 UTC
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Post by U***@web.de
Vermutung: Schweizer und Österreicher sind seit jeher besser in
Englisch - und generell in Fremdsprachen - als durchschnittliche
Deutsche, die trotz >70 Jahre Kulturimperialismus (zumindest
angeblich) immer noch synchronisierte Filme benötigen.
Ist das wirklich so? Von Niederländern und Norwegern hört man das
regelmäßig, von Österreichern und Schweizern ist mir das auch
anekdotisch nicht in Erinnerung.
In Oesterreich sind Filme im Fernsehen und im Kommerzkino jedenfalls
auch durchwegs synchronisiert.
Spräche man in Österreich eine eigenständige Sprache, würde für die paar
Leutchen bestimmt nicht synchronisiert.
Kaum. Doch spricht man in Österreich eh überwiegend Deutsch, wenn auch in
einer österreichischen Variante, doch für eine eigen "österreichische
Sprache" reicht das wohl nicht.
Aber umgekehrt wäre es manchmal notwendig. ;-)
Manch verpacktes Lebensmittel hat
je eine Zutatenliste für D und AT.
Und mancher Schweizer Film hat Untertitel.

Detlef
--
Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten
Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit, diese
Sprache zu lernen. (Mark Twain)
Diedrich Ehlerding
2020-01-03 14:34:32 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by U***@web.de
Manch verpacktes Lebensmittel hat
je eine Zutatenliste für D und AT.
Und mancher Schweizer Film hat Untertitel.
Für schweizerische Filme (mit Original schweizisch sprechenden Personen)
braucht man auch in Deutschland dringend Untertitel. Selbst ium schweizer
Fernsehen werden Benutzer extremer Scheizer Dialekte untertitelt
(Interviews mit Walliser Bergbauern oder so); die sind wohlö nicht einmal
in der Schweiz bzw. ihrem angeblich deutschsprachigen Teil
allgemeinsverständlich
--
gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4
fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91AD
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
Christina Kunze
2020-01-03 15:48:39 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Post by Detlef Meißner
Post by U***@web.de
Manch verpacktes Lebensmittel hat
je eine Zutatenliste für D und AT.
Und mancher Schweizer Film hat Untertitel.
Für schweizerische Filme (mit Original schweizisch sprechenden Personen)
braucht man auch in Deutschland dringend Untertitel. Selbst ium schweizer
Fernsehen werden Benutzer extremer Scheizer Dialekte untertitelt
(Interviews mit Walliser Bergbauern oder so); die sind wohlö nicht einmal
in der Schweiz bzw. ihrem angeblich deutschsprachigen Teil
allgemeinsverständlich
Schweinslederne Hosen, ok, aber allgemeinsverständlich, so weit geht die
Fugenlautmanie ja wohl nirgends.
Ist irgendwas mit Deinen Fingern? Alle Beiträge, die ich von Dir lese,
sind mit Tippfehlern nur so gespickt.
Wenn es zu gasneresk wird, liest es sich wirklich nicht mehr gut.

chr
Sergio Gatti
2020-01-03 17:10:36 UTC
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Post by Christina Kunze
Wenn es zu gasneresk wird, liest es sich wirklich nicht mehr
gut.
Die Suchmaschine meines Vertrauens findet 73 Gasner, aber
kein "gasneresk" unter den 5 überprüften Treffer. Was
bedeutet dieses Wort?
U***@web.de
2020-01-03 17:21:27 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Christina Kunze
Wenn es zu gasneresk wird, liest es sich wirklich nicht mehr
gut.
Die Suchmaschine meines Vertrauens findet 73 Gasner, aber
kein "gasneresk" unter den 5 überprüften Treffer. Was
bedeutet dieses Wort?
Ist ein Neologismus. Bedeutung entsprechend 'kafkaesk',
'dantesk'.
Quinn C
2020-01-03 17:48:03 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Post by Detlef Meißner
Post by U***@web.de
Manch verpacktes Lebensmittel hat
je eine Zutatenliste für D und AT.
Und mancher Schweizer Film hat Untertitel.
Für schweizerische Filme (mit Original schweizisch sprechenden Personen)
braucht man auch in Deutschland dringend Untertitel.
Ich habe schon oft diese Untertitel gesehen und fand sie unnötig. Für
echte Nooddoitsche mag das anders sein. Ich mußte ja auch schon mal
zwischen einem Bayern und einer Hamburgerin dolmetschen.

Das ist alles nur bemerkenswert, weil ich mich selbst als "nicht
besonders gut mit Dialekten" einstufe.
--
er (Tristan) hiez im ein tôrenkleit
an der stete machen:
von wunderlîchen sachen
einen roc seltsên getan
und eine gugelen daran
H. V. FREIBERG Tristan
Hans
2020-01-03 15:43:56 UTC
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[.....]
Post by Detlef Meißner
Post by U***@web.de
Spräche man in Österreich eine eigenständige Sprache, würde für die
paar Leutchen bestimmt nicht synchronisiert.
Kaum. Doch spricht man in Österreich eh überwiegend Deutsch, wenn
auch in einer österreichischen Variante, doch für eine eigen
"österreichische Sprache" reicht das wohl nicht.
Aber umgekehrt wäre es manchmal notwendig. ;-)
Manch verpacktes Lebensmittel hat
je eine Zutatenliste für D und AT.
Und mancher Schweizer Film hat Untertitel.
Die gibt es im österreichischen Fernsehen auch, wenn da irgendwelche
Tchiroler Ureinwohner aus irgendwelchen hintersten Tälern was sagen -
das versteht sonst eh niemand.
Detlef Meißner
2020-01-03 16:18:46 UTC
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Post by Hans
[.....]
Post by Detlef Meißner
Post by U***@web.de
Spräche man in Österreich eine eigenständige Sprache, würde für die
paar Leutchen bestimmt nicht synchronisiert.
Kaum. Doch spricht man in Österreich eh überwiegend Deutsch, wenn auch
in einer österreichischen Variante, doch für eine eigen "österreichische
Sprache" reicht das wohl nicht.
Aber umgekehrt wäre es manchmal notwendig. ;-)
Manch verpacktes Lebensmittel hat
je eine Zutatenliste für D und AT.
Und mancher Schweizer Film hat Untertitel.
Die gibt es im österreichischen Fernsehen auch, wenn da irgendwelche
Tchiroler Ureinwohner aus irgendwelchen hintersten Tälern was sagen - das
versteht sonst eh niemand.
Neulich gab's im deutschen TV einen österreichischen Krimi. (Ok, kommt
öfter mal vor.) Ich mag österr. Krimis i.A. ganz gern, aber hier wurde
der Dialekt und das Genuschele übertrieben. Wenn man sich mehr auf den
Ton als auf den Inhalt konzentrieren muss, wird's anstrengend.
Aber dafür war's bestimmt authentisch, besonders die Leich'.

Detlef
--
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist, dir beizustehen, wenn du im
Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist.
(Mark Twain)
Sergio Gatti
2020-01-03 13:55:14 UTC
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Nicht zwingend. Ich denke, das liegt vor allem daran, dass es hier
kaum einen Unterschied zwischen weichen und hartem b gibt...
Ist das möglicherweise die geheime Erklärung der damaligen
guten Beziehungen zwischen der neutralen Republik Österreich
und der Sächsischen Deutschen Republik? ;-)
Quinn C
2020-01-03 14:05:09 UTC
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In Oesterreich sind Filme im Fernsehen und im Kommerzkino jedenfalls
auch durchwegs synchronisiert.
Spräche man in Österreich eine eigenständige Sprache, würde für die
paar Leutchen bestimmt nicht synchronisiert.
Mit staatlicher Förderung/Gängelung eventuell schon, wie etwa hier in
Quebec. Ja, hier kann man oft auch eine französische Fassung aus
Frankreich beziehen, aber in vielen Fällen wird dennoch eine eigene
Synchronisation für Quebec produziert.
--
Dies ist das dritte Mal schreibe ich euch bin diese E-Mail
-- SPAMPOESIE
Detlef Meißner
2020-01-03 14:21:51 UTC
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Post by Quinn C
In Oesterreich sind Filme im Fernsehen und im Kommerzkino jedenfalls
auch durchwegs synchronisiert.
Spräche man in Österreich eine eigenständige Sprache, würde für die
paar Leutchen bestimmt nicht synchronisiert.
Mit staatlicher Förderung/Gängelung eventuell schon, wie etwa hier in
Quebec. Ja, hier kann man oft auch eine französische Fassung aus
Frankreich beziehen, aber in vielen Fällen wird dennoch eine eigene
Synchronisation für Quebec produziert.
Was ja IMHO Blödsinn ist. Aber, wie du schreibst: staatliche Förderung.
Und da ist es bekanntlich so, dass die eingeschränkt wird oder ganz
wegfällt, wenn es zu wenig zu tun gibt.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
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