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Standard zu LGBTIQA+
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Heinz Lohmann
2019-11-27 13:18:40 UTC
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Sehr ausführlicher Artikel aus der Sicht der Betroffenen (mit Video).

Interessant fand ich die Begriffserklärung mitten im Artikel. "Cis" und
"Nicht-binär" kannte ich noch nicht.

Ich verstehe schon, dass es bei Betroffenen einen gewissen Leidensdruck
gibt, aber alles in allem dürfte das Thema so spezifisch breiteren
Bevölkerungsschichten vermutlich nicht mehr vermittelbar sein.

Es bleibt die grundlegende Frage, ob man den Menschen durch
Herumschrauben an der Sprache wirklich hilft.
Den Sinti und Roma hat die Umbenennung vermutlich auch konkret nicht
besonders weitergeholfen.

<https://www.derstandard.at/story/2000106804139/er-sie-they-hen-wie-wollen-trans-und-interpersonen-bezeichnet>
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Der Habakuk.
2019-11-27 13:26:40 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Sehr ausführlicher Artikel aus der Sicht der Betroffenen (mit Video).
Interessant fand ich die Begriffserklärung mitten im Artikel. "Cis"
und "Nicht-binär" kannte ich noch nicht.
Ich verstehe schon, dass es bei Betroffenen einen gewissen
Leidensdruck gibt, aber alles in allem dürfte das Thema so spezifisch
breiteren Bevölkerungsschichten vermutlich nicht mehr vermittelbar sein.
Es bleibt die grundlegende Frage, ob man den Menschen durch
Herumschrauben an der Sprache wirklich hilft.
Den Sinti und Roma hat die Umbenennung vermutlich auch konkret nicht
besonders weitergeholfen.
Weil die dummen Leute aber auch immer noch Zigeuner sagen! Würden alle
Sinti&Roma sagen, wäre die Diskriminierung doch sofort zu Ende. :-D
Post by Heinz Lohmann
<https://www.derstandard.at/story/2000106804139/er-sie-they-hen-wie-wollen-trans-und-interpersonen-bezeichnet>
--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*
Lars Bräsicke
2019-11-27 17:18:02 UTC
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Post by Der Habakuk.
wäre die Diskriminierung doch sofort zu Ende. :-D
Da sei der Habakuk Pünktchen vor!
Bertel Lund Hansen
2019-11-27 13:43:51 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Ich verstehe schon, dass es bei Betroffenen einen gewissen Leidensdruck
gibt, aber alles in allem dürfte das Thema so spezifisch breiteren
Bevölkerungsschichten vermutlich nicht mehr vermittelbar sein.
Ich weiss nicht, was ich von diesen vielen Bezeichnungen meine.
Die Sache ist nicht einfach. Ich habe aber eine dänische Sendung
im Fernsehen gesehen, und die handelte sich um einen Jungen (10
Jahren?), der als Mädchen geboren wurde. Als man ihm fragte, was
das grösste Problem war, antwortete er, dass er nicht mit den
anderen Jungen baden dürfte - und dann lief er weinend vom
Kamera.

Das Problem ist reel.
Post by Heinz Lohmann
Den Sinti und Roma hat die Umbenennung vermutlich auch konkret nicht
besonders weitergeholfen.
Vielleicht wollen sie nur ihre eigene Bezeichnung selbst
bestimmen?
--
/Bertel - aus Dänemark
Detlef Meißner
2019-11-27 13:55:04 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Heinz Lohmann
Ich verstehe schon, dass es bei Betroffenen einen gewissen Leidensdruck
gibt, aber alles in allem dürfte das Thema so spezifisch breiteren
Bevölkerungsschichten vermutlich nicht mehr vermittelbar sein.
Ich weiss nicht, was ich von diesen vielen Bezeichnungen meine.
Die Sache ist nicht einfach. Ich habe aber eine dänische Sendung
im Fernsehen gesehen, und die handelte sich um einen Jungen (10
Jahren?), der als Mädchen geboren wurde. Als man ihm fragte, was
das grösste Problem war, antwortete er, dass er nicht mit den
anderen Jungen baden dürfte - und dann lief er weinend vom
Kamera.
Das Problem ist reel.
Natürlich gibt es solche Problem.
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Heinz Lohmann
Den Sinti und Roma hat die Umbenennung vermutlich auch konkret nicht
besonders weitergeholfen.
Vielleicht wollen sie nur ihre eigene Bezeichnung selbst
bestimmen?
Und dadurch ändern sich ihre Probleme, z.B. wächst dem "Mädchen" ein
Penis?

Detlef
--
Verordnetes Gendern _ist_ Fundamentalismus!
[Henning Sponbiel]
Ewald Pfau
2019-11-27 17:03:39 UTC
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Post by Detlef Meißner
Und dadurch ändern sich ihre Probleme, z.B. wächst dem "Mädchen" ein
Penis?
Neulich hat ein verfrautes Transerl mit angehängtem Sack zwischen den Beinen
unter Berufung auf die elementaren Menschenrechte dagegen prozessiert, dass
die Damen im Schönheitssalon von ebendiesem Organ nicht die Härchen zupfen
wollten.
Detlef Meißner
2019-11-27 17:31:15 UTC
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Post by Ewald Pfau
Post by Detlef Meißner
Und dadurch ändern sich ihre Probleme, z.B. wächst dem "Mädchen" ein
Penis?
Neulich hat ein verfrautes Transerl mit angehängtem Sack zwischen den Beinen
unter Berufung auf die elementaren Menschenrechte dagegen prozessiert, dass
die Damen im Schönheitssalon von ebendiesem Organ nicht die Härchen zupfen
wollten.
Und - wie ist es ausgegangen?

Ich denke, die Damen haben auch Menschenrechte. Soll er/sie sich doch
von einem anderen Transen zupfen lassen.

Detlef
--
Unfähigkeit ist nicht ganz durch Gewalt zu ersetzen.
(Brupbacher)
Uwe Schickedanz
2019-11-27 20:33:03 UTC
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Post by Ewald Pfau
Post by Detlef Meißner
Und dadurch ändern sich ihre Probleme, z.B. wächst dem "Mädchen" ein
Penis?
Neulich hat ein verfrautes Transerl mit angehängtem Sack zwischen den Beinen
unter Berufung auf die elementaren Menschenrechte dagegen prozessiert, dass
die Damen im Schönheitssalon von ebendiesem Organ nicht die Härchen zupfen
wollten.
Und verloren.

Gruß Uwe
--
So wie die Attentäter von Brüssel Helden des IS sind,
so ist Nadejda Sawtschenko Heldin des Kiever Regimes. (Netzfundstück)
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Ewald Pfau
2019-11-30 00:43:04 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
Post by Ewald Pfau
Post by Detlef Meißner
Und dadurch ändern sich ihre Probleme, z.B. wächst dem "Mädchen" ein
Penis?
Neulich hat ein verfrautes Transerl mit angehängtem Sack zwischen den Beinen
unter Berufung auf die elementaren Menschenrechte dagegen prozessiert, dass
die Damen im Schönheitssalon von ebendiesem Organ nicht die Härchen zupfen
wollten.
Und verloren.
Und kein Skandal wurde ausgerufen? Die propagandistisch lauthals
proklamierte gegen die juristische Interpretation von Rechten im Dissens?
Ja darf denn das sein? Wo kommama denn da dahin?
Quinn C
2019-11-27 22:55:56 UTC
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[transphobes]
Ok, nun hast Du Dich endgültig als empathiefern geoutet.
Ab in den Topf zu Tann und Konsorten.
--
GUGELFAHRT, f., mutwilliges treiben, lärmende lustbarkeit
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Christina Kunze
2019-11-28 06:43:45 UTC
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Post by Quinn C
[transphobes]
Ok, nun hast Du Dich endgültig als empathiefern geoutet.
Ab in den Topf zu Tann und Konsorten.
+ 1
chr
Ewald Pfau
2019-11-30 00:43:04 UTC
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Post by Quinn C
[transphobes]
Ok, nun hast Du Dich endgültig als empathiefern geoutet.
Ab in den Topf zu Tann und Konsorten.
+ 1
Ist das in der Probe für einen Film zum einstigen ZK der KPDSU wo
Affirmationen gesammelt werden? Und ich soll mich als Hausmeisterdarsteller
bereithalten, der fotogen die Kronenzeitung zu lesen hat? Ich, meine, die
Rolle steht mir zwar absolut nicht, aber bei so lausigen Vorschusslorbeeren
kann man es ja mal mit einem Verriss in dieser Richtung probieren? Ich soll
die Kronenzeitung verteidigen? Ach, wirklich? Naja, vielleicht hat da
irgendjemand nicht mehr ganz alle Tassen im Schrank?

Der Verriss in Deine Richtung kann Dir aber auch gewiss sein, die schäbige
Seite der gebotenen Nummer scheint Dir nicht ganz klar: Das war einst die
Rolle der Weihwedelschwenker, den Leuten vorzuschreiben, was sie in welcher
Situation für Gefühle zu zeigen haben.

Zur Erinnerung: Das sind feudale Zustände, mit denen da kokettiert wird, und
das gleich noch mit der untergriffigen Androhung von Vorverurteilung
versehen. Eine miserable Nummer ist das, in Zeiten wie diesen, als Technik
zur Herrschaftssicherung leider viel zu gut geölt, da und dort in Übung.
Vielleicht brauchen Großstadtneurotiker das, Angebot von Halt in einer Welt
von komplex verzahnten Wertesystemen.

Nein, weder macht Propaganda Lebensweisen noch die Sprache dazu, auch wenn
die Attacken der Alltag sind, Vergewisserung kraft Verstandestätigkeit
zugleich auf Schritt und Tritt desavouiert werden, störender Sand im
Getriebe.

Falls Dir da selbst nicht mehr dazu einfällt, kann ich Dir auch nicht
helfen. Ich werd's nicht weiter versuchen zu erklären. Allenfalls bieten
sich Assoziationen an, zur Konkretisierung, womit man es da eigentlich zu
tun hat.

Nebenbei kann noch das Zusammentreffen angenommen werden, dass sich für
Österreich in seiner seltsam unausgegorenen und zugleich schwülstigen
Vorreiterrolle mit der Genderei irgendwie unrühmliche Zwischentöne
breitgemacht haben könnten. Propagandistische Einwürfe haben so gesehen ihre
eigene Logik, wie sie als Durchhalteparolen motiviert sein könnten.

Das wäre allemal auch Grund sich zu amüsieren, wenn nicht die Hysteriker vom
Dienst immer rabiater würden, da gehört direkt die nähere Zeitgeschichte
dazu - mit der Otpor war eine Agitationsschule in die Welt gesetzt und mit
blutigen Exzessen ausgebreitet worden, diese Übung schwappt immer und immer
wieder neu auf: wie Leute dazu zu bringen seien, den Verstand auszuschalten,
um hysterischem Gekreische Vorschub zu leisten, anderorts mit handfesten und
teilweise sehr bösen Konsequenzen. Es sind die gesellschaftlichen Schichten
der verwöhnten Großbürgerskindern, die in Venezuela oder in Hongkong
Verwüstung verbreitet haben, und dies nun in Bolivien anstellen - im Iran
flammte das kurz auf, spielt dort aber keine Rolle mehr, dafür im Libanon
gerade genau eben so - großkotzige alt-europäische Wurzeln eines wild
Um-Sich-Schlagens, ich würde die Empathie eines Andre Vltchek beispielgebend
anführend, das zu suchen, fair zu beschreiben, weil zu dem Durcheinander der
geistigen Verfassung zugleich reale Problemlösungen gefunden werden müssen,
und die Stränge sind dort zugleich diffus, wer an welchem Ende zieht, um
Einfluss zu erhalten, im Gegensatz etwa zu Hongkong, wo das durchgeknallte
Personal kreischt, sie wollten die Herrschaft des Britischen Imperiums
zurückhaben. Kein Verstand hier. Das ist der Punkt.

Erst der Schwenk nach Südamerika:
https://www.voltairenet.org/article208411.html
Bolivien, Labor für eine neue Destabilisierungsstrategie
- von Thierry Meyssan

Dieser Titel beschreibt viel genauer, worum es geht, wenn faktische
Problemlagen nebensächlich werden, wo zugleich Herrschaftsstrategien
durchzusetzen sind (in Lateinamerika sind die Nachkommen der weißen
Oberschicht immer noch gewohnt, sich die Indios billig einkaufen zu können,
und können sie nicht, dann werden sie blutig rabiat, Herrenmenschmentalität
als Import aus Europa.)

Nun ...

Die Genderei fußte fraglos auch einmal auf einer Problemlage, aber das ist
nun länger her, und das ist gekippt, als die Feministerei politisch gekapert
wurde, um Menschen gegeneinander auszuspielen - anstatt förderliche
Integration zu bewerkstelligen. Seitdem ist das ein böses Spiel ebenso, wenn
auch in zivilisierteren Bahnen, aber diese alt-europäischen Strickmuster
sind dieselben.

Die Nähe zu solchen bösen Spielen ist schlechte Gesellschaft. Und dann ...
hat man in den meisten Nachbarländern einen besseren Draht dazu, als
ausgerechnet in Österreich, wo seit der Gegenreformation immer zuerst die
Frage nach der Herrschaftssicherung buchstabiert wird, vielleicht elegant,
vielleicht phantasievoll im Kreis herum, aber immer zugleich von der
Verunsicherung zehrend. Da lässt sich leicht mit dem Holzhammer dann
Top-Down konstruieren, was die Leute hier und was sie da genau zu tun und zu
lassen und zu denken und zu fühlen haben. Und dann läuft das mangels
feinerer Verzahnung mit der Welt der Tatsächlichkeit immer wieder entweder
leer oder an die Wand, oder man schlampert sich irgendwie durch, bis einem
zufällig etwas besseres einfällt. Die Genderei ist hier im Land jedenfalls
ein reichlich peinliche Nummer. Das kann man auch witzig sehen, wenn man
will, etwa, wenn sich das Bundesheer aus den Formalvorschriften ausdrücklich
ausklinkt.

In Deutschland würde man dann sagen, ach! was haben wir da gelacht! aber das
traut man sich in Österreich nicht, das geht schon einmal garnicht. Andere
Nummer.

Nun, und dann schaut man dorthin, wo die zivilisatorischen Errungenschaften
fast nurmehr in merkantiler Kontrolle durch private Konsortien gehortet
werden, entsprechend die Willkür alltäglich Begleiter ist, Angst vor
elementarer Not sowieso, das ist Nordamerika, und dort buchstabiert sich
Verunsicherung gleich wieder anders. Urbane Dauerneurose kann im alten
Europa mit einem ironische Zwinkern verstanden werden, dort geht das nicht,
dort ist das harter Ernst des Alltags. Eigentlich interessiert mich das
nicht, höchstens es schlägt als Neurosen-Export hier in der Gegend auf, was
zuweilen geschieht.

Aber man muss sich in der anderen Weltgegend ja nur die Komik der Situation
imaginieren, wie sich das im alten Europa buchstabiert, treffen sich zwei,
und müssen erstmal ihre Konditionierung getreulich abspulen, politisch
korrekt mit den Formalien die erlaubten und die verbotenen Erwartungen
vorprogrammieren: Ich bin X, meine Parameter sind a,b,c, meine Anrede ist z
oder y. Und das ist dann des Lebens voller Ernst.

Da schau ich doch lieber bei Chomsky und Konsorten nach, die erklären, warum
das eine absolut kaputte und unerträgliche Welt geworden ist, die sich die
Leute da zusammenbrauen. Leider ist im Europa der Vasallen immer wieder der
Vorzug des Hegomons reklamiert, recht haben zu wollen, egal welchen Schrott
abgeliefert wird. Das kompliziert die Lage, wenn gar zuviele und die
redaktionell geführten bürgerlichen Massenmedien sowieso, getreulich die
Tonlage skandierend nachäffen. Und lassen sie es an Treue und Aufric higkeit
bei der Unterwürdigkeit missen, dann schimpft der U-S-Botschafter mit ihnen,
oder irgendein unheimlich wichtiger NATO-Heini. Das ist massiv
durchstruktiert. Die Forderung nach steter Herrschaftssicherung ist
entsprechend rigide als Muster vorgegeben.

Nebenbei: Schon mal über das Desaster mit der Leihmutterschaften als
Exportartikel nachgedacht? Wenn man da Probleme künstlich hochzüchtet, und
dann die Vorzüge der Zucht buchstabieren will, dann bitte doch das ganze
Alphabet. Danke.

Ach so, Empathie bei Andre Vltchek, siehe hier:
https://journal-neo.org/2019/11/26/quo-vadis-lebanon/
Lars Bräsicke
2019-11-27 17:52:39 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Heinz Lohmann
Ich verstehe schon, dass es bei Betroffenen einen gewissen Leidensdruck
gibt, aber alles in allem dürfte das Thema so spezifisch breiteren
Bevölkerungsschichten vermutlich nicht mehr vermittelbar sein.
Ich weiss nicht, was ich von diesen vielen Bezeichnungen meine.
Die Sache ist nicht einfach. Ich habe aber eine dänische Sendung
im Fernsehen gesehen, und die handelte sich um einen Jungen (10
Jahren?), der als Mädchen geboren wurde. Als man ihm fragte, was
das grösste Problem war, antwortete er, dass er nicht mit den
anderen Jungen baden dürfte - und dann lief er weinend vom
Kamera.
Das Problem ist reel.
Post by Heinz Lohmann
Den Sinti und Roma hat die Umbenennung vermutlich auch konkret nicht
besonders weitergeholfen.
Vielleicht wollen sie nur ihre eigene Bezeichnung selbst
bestimmen?
Das fände ich schwierig.
Sollten wir Deutschsprachige unseren östlichen Nachbarsprachgruppen
tatsächlich anempfehlen, uns nicht mehr als "Stumme" oder gar als
"Sachsen" zu bezeichnen?
Wie nennt ihr Dänen uns (und könnten wir euch das nicht verbieten)?
Bertel Lund Hansen
2019-11-27 18:45:29 UTC
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Post by Lars Bräsicke
Wie nennt ihr Dänen uns (und könnten wir euch das nicht verbieten)?
en tysker - flere tyskere
(eine regelmässige Bezeichnung von "Tyskland")

Haben die Romas versucht etwas zu verbieten - oder haben sie nur
gesagt, dass sie wüschen als Romas bezeichnet zu werden?
--
/Bertel - aus Dänemark
Detlef Meißner
2019-11-27 19:15:50 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Lars Bräsicke
Wie nennt ihr Dänen uns (und könnten wir euch das nicht verbieten)?
en tysker - flere tyskere
(eine regelmässige Bezeichnung von "Tyskland")
Haben die Romas versucht etwas zu verbieten - oder haben sie nur
gesagt, dass sie wüschen als Romas bezeichnet zu werden?
Ja.

Detlef
--
Verordnetes Gendern _ist_ Fundamentalismus!
[Henning Sponbiel]
Uwe Schickedanz
2019-11-27 20:35:49 UTC
Antworten
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On Wed, 27 Nov 2019 19:45:29 +0100, Bertel Lund Hansen
Post by Bertel Lund Hansen
Haben die Romas versucht etwas zu verbieten - oder haben sie nur
gesagt, dass sie wüschen als Romas bezeichnet zu werden?
Ersteres wohl nicht und bei zweitem bin ich nicht sicher.

Imvho haben weder die Roma noch die Sinti derartige Ansprüche erhoben
und auch nicht die Jenischen.
Nebenbei bemerkt würde ein Sinto vermutlich ungern als Rom bezeichnet
werden, und eine Jenische desgleichen.

Es bleibt also kompliziert.

Gruß Uwe
--
So wie die Attentäter von Brüssel Helden des IS sind,
so ist Nadejda Sawtschenko Heldin des Kiever Regimes. (Netzfundstück)
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Lars Bräsicke
2019-11-28 17:29:28 UTC
Antworten
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Lars Bräsicke
Wie nennt ihr Dänen uns (und könnten wir euch das nicht verbieten)?
en tysker - flere tyskere
(eine regelmässige Bezeichnung von "Tyskland")
Haben die Romas versucht etwas zu verbieten - oder haben sie nur
gesagt, dass sie wüschen als Romas bezeichnet zu werden?
Da ist ja schon mal die Tücke: Es heißt Roma.
Das ist ja schon ein Plural und eben kein deutscher Plural. Sie wollen
anscheinend nicht "Romas", "Romen", "Romaer" genannt werden.
Einzahl hingegen ist Rom (männl.) bzw. Romni (weibl.). Wer soll sich das
merken? Und woher soll man wissen, ob eine Frau eine Romni oder eine
Sintiza ist? Oder ist sie eine "Sintiza-und/oder-Romni"?
Eine "X und Y"-Bezeichnung mit nicht eingedeutschter Grammatik ist
einfach unpraktischer Murks.

Dann stellt sich die Frage: Wer spricht für alle Roma, Romnija, Sinte
und Sintize auf dieser Welt und kann für alle irgend etwas wünschen?
Was ist mit Manouches und Kale? Was mit Gitanos?
Christina Kunze
2019-11-28 20:43:01 UTC
Antworten
Permalink
Post by Lars Bräsicke
Da ist ja schon mal die Tücke: Es heißt Roma.
Das ist ja schon ein  Plural und eben kein deutscher Plural. Sie wollen
anscheinend nicht "Romas", "Romen", "Romaer" genannt werden.
Einzahl hingegen ist Rom (männl.) bzw. Romni (weibl.). Wer soll sich das
merken? Und woher soll man wissen, ob eine Frau eine Romni oder eine
Sintiza ist? Oder ist sie eine "Sintiza-und/oder-Romni"?
Oder eine Angehöriger der zahlreichen anderen Völker dieser Gruppe.
Das ist wirklich ein Problem.

Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit einem ungarischen Zigeuner
(Bojasch, wenn ich mich richtig erinnere, jedenfalls weder Rom noch
Sinto) mit dem ich klären musste, was ich mit dem in seinem Text häufig
auftretenden Wort "cigány" (problemlos erkennbar, oder?) auf Deutsch
mache, weil der deutsche Verlag es geändert haben wollte und ich mich
auf "Sinti und Roma" schon deswegen nicht einlassen konnte, weil die
Sinti da in Bezug auf Ungarn fehl am Platz sind.
Nun, er jedenfalls hielt "Roma" als Überbegriff sozusagen für das
geringere Übel und meinte, das würde sich auch in anderen Sprachen
langsam durchsetzen, auch er selbst könne sich damit identifizieren.

chr
Sergio Gatti
2019-11-28 23:02:31 UTC
Antworten
Permalink
Post by Christina Kunze
Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit einem
ungarischen Zigeuner (Bojasch, wenn ich mich richtig
erinnere, jedenfalls weder Rom noch Sinto) mit dem ich
klären musste, was ich mit dem in seinem Text häufig
auftretenden Wort "cigány" (problemlos erkennbar, oder?) auf
Deutsch mache, weil der deutsche Verlag es geändert haben
wollte und ich mich auf "Sinti und Roma" schon deswegen
nicht einlassen konnte, weil die Sinti da in Bezug auf
Ungarn fehl am Platz sind.
Nun, er jedenfalls hielt "Roma" als Überbegriff sozusagen
für das geringere Übel und meinte, das würde sich auch in
anderen Sprachen langsam durchsetzen, auch er selbst könne
sich damit identifizieren.
Muss ich wirklich erklären, warum ich meine, dass die
Durchsetzung in meiner Muttersprache äußerst
unwahrscheinlich ist?

Rom geht noch, aber roma als Plural: nein danke!
Hans
2019-11-29 00:35:10 UTC
Antworten
Permalink
Post by Sergio Gatti
Post by Christina Kunze
Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit einem
ungarischen Zigeuner (Bojasch, wenn ich mich richtig
erinnere, jedenfalls weder Rom noch Sinto) mit dem ich
klären musste, was ich mit dem in seinem Text häufig
auftretenden Wort "cigány" (problemlos erkennbar, oder?) auf
Deutsch mache, weil der deutsche Verlag es geändert haben
wollte und ich mich auf "Sinti und Roma" schon deswegen
nicht einlassen konnte, weil die Sinti da in Bezug auf
Ungarn fehl am Platz sind.
Nun, er jedenfalls hielt "Roma" als Überbegriff sozusagen
für das geringere Übel und meinte, das würde sich auch in
anderen Sprachen langsam durchsetzen, auch er selbst könne
sich damit identifizieren.
Muss ich wirklich erklären, warum ich meine, dass die
Durchsetzung in meiner Muttersprache äußerst
unwahrscheinlich ist?
Rom geht noch, aber roma als Plural: nein danke!
Bei "Rom" denke ich an die italienische Hauptstadt, und ich esse
weiterhin gelegentlich "Zigeunerschnitzel" oder höre Musikstücke aus dem
"Zigeunerbaron".

Hans
Christina Kunze
2019-11-29 06:21:06 UTC
Antworten
Permalink
Post by Hans
Bei "Rom" denke ich an die italienische Hauptstadt,
Dann hast Du es noch nie gesprochen gehört. Was irgendwie zeigt, dass Du
wenig tangiert bist.
Post by Hans
und ich esse
weiterhin gelegentlich "Zigeunerschnitzel" oder höre Musikstücke aus dem
"Zigeunerbaron".
Bin allerdings schon in Pension und brauche da auf
niemanden Rücksicht zu nehmen.
Außerdem hast Du mithin den Altersbonus.
Trotzdem gehört das diskutiert, denn alle, die heute in Beruf und Alltag
mit diesem sprachlichen Problem konfrontiert sind (und solche gibt es,
das sage ich aus eigener Erfahrung), müssen sich da sprachlich
positionieren. Da liegt es relativ nahe, sich mit anderen
Sprachinteressierten dazu auszutauschen.

Und ja, wir können aushalten, dass immer wieder jemand den Zigeunerbaron
und das Zigeunerschnitzel aus der Tasche zieht und so tut, als wäre das
ein Argument.

chr
Jan Bruns
2019-11-29 14:05:04 UTC
Antworten
Permalink
Post by Christina Kunze
Und ja, wir können aushalten, dass immer wieder jemand den Zigeunerbaron
und das Zigeunerschnitzel aus der Tasche zieht und so tut, als wäre das
ein Argument.
Ist es das dann nicht?

Wer etwa "absichtlich im Familienverbunddauerhaft je für eie begrenzte
Zeit in Westeuropäischen Verschlägen hausender Jugoslawe" zum Ausdruck
bringen will liegt doch mit dem Begriff Zigeuner etwa richtig, oder nicht?

Gruss

Jan Bruns
U***@web.de
2019-11-29 08:31:47 UTC
Antworten
Permalink
Post by Sergio Gatti
Post by Christina Kunze
Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit einem
ungarischen Zigeuner (Bojasch, wenn ich mich richtig
erinnere, jedenfalls weder Rom noch Sinto)
Hm. Wird mir nur als Familienname angezeigt.
Post by Sergio Gatti
Post by Christina Kunze
mit dem ich
klären musste, was ich mit dem in seinem Text häufig
auftretenden Wort "cigány" (problemlos erkennbar, oder?) auf
Deutsch mache, weil der deutsche Verlag es geändert haben
wollte und ich mich auf "Sinti und Roma" schon deswegen
nicht einlassen konnte, weil die Sinti da in Bezug auf
Ungarn fehl am Platz sind.
Nun, er jedenfalls hielt "Roma" als Überbegriff sozusagen
für das geringere Übel und meinte, das würde sich auch in
anderen Sprachen langsam durchsetzen, auch er selbst könne
sich damit identifizieren.
Muss ich wirklich erklären, warum ich meine, dass die
Durchsetzung in meiner Muttersprache äußerst
unwahrscheinlich ist?
Rom geht noch, aber roma als Plural: nein danke!
Plural auf -a gibt es doch im Italienischen, wenn
auch bislang eher nicht für Menschen/Volksgruppen.
Sergio Gatti
2019-11-29 09:47:20 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Plural auf -a gibt es doch im Italienischen, wenn
auch bislang eher nicht für Menschen/Volksgruppen.
[ ] Du weißt, wie die Hauptstadt von Italien heißt.

Ein ähnliches Beispiel: Für fast alle Italiener ist Pisa nur
eine Stadt in der Toskana.
Über die Bedeutung der PISA-Studien in Italien: Auch wer
überhaupt kein Italienisch kann, braucht nur Textlänge und
Tabellen in
<https://de.wikipedia.org/wiki/PISA-Studien> und
<https://it.wikipedia.org/wiki/Programma_per_la_valutazione_internazionale_dell%27allievo>
zu betrachten.
U***@web.de
2019-11-29 11:51:39 UTC
Antworten
Permalink
Post by Sergio Gatti
Post by U***@web.de
Plural auf -a gibt es doch im Italienischen, wenn
auch bislang eher nicht für Menschen/Volksgruppen.
[ ] Du weißt, wie die Hauptstadt von Italien heißt.
Wer hat Dich gebeten, mir derart dumm zu kommen?

[ ] Du hast jedenfalls ansatzweise Ahnung vom kontextuellen Lesen.

Aber dann mache ich es für Dich etwas einfacher.
https://it.wikipedia.org/wiki/Rom_(popolo)
Sergio Gatti
2019-11-29 16:08:15 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Sergio Gatti
Post by U***@web.de
Plural auf -a gibt es doch im Italienischen, wenn
auch bislang eher nicht für Menschen/Volksgruppen.
[ ] Du weißt, wie die Hauptstadt von Italien heißt.
Wer hat Dich gebeten, mir derart dumm zu kommen?
[ ] Du hast jedenfalls ansatzweise Ahnung vom kontextuellen Lesen.
Aber dann mache ich es für Dich etwas einfacher.
https://it.wikipedia.org/wiki/Rom_(popolo)
Danke (?), Herr (?), aber ich hatte schon
<https://it.wikipedia.org/wiki/Popoli_roman%C3%AD>
sorgfältig gelesen und dort fand ich meine Vermutung
bestätigt, dass "Roma" als Mehrzahl von "Rom" auf
Italienisch schlechte Karten hat.

Bei "romanì" muss man auch aufpassen, damit keine
Verwechslung mit "romani" (Einwohner von Rom) und "romeni"
(Einwohner Rumäniens) möglich ist. Aber immer noch viel
besser als "roma", vom italienischen Standpunkt aus gesehen.

Andere Sprachen mögen andere Lösungen finden und z.B. "Roma"
als Mehrzahl von "Rom" übernehmen und verwenden. Das ist
noch wahrscheinlicher, wenn ihre Sprecher die Hauptstadt von
Italien Rom, Rzym, Rome, Rim, Ruma, An Róimh oder wie auch
immer nennen.
Bertel Lund Hansen
2019-11-29 17:24:14 UTC
Antworten
Permalink
Post by Sergio Gatti
Andere Sprachen mögen andere Lösungen finden und z.B. "Roma"
als Mehrzahl von "Rom" übernehmen und verwenden.
Ja, das geht schön auf Dänisch ... aber wir nennen die Stadt
"Rom", so das Problem ist nur umtauscht worden.
--
/Bertel - aus Dänemark
U***@web.de
2019-11-29 17:41:16 UTC
Antworten
Permalink
Post by Sergio Gatti
Post by U***@web.de
Post by Sergio Gatti
Post by U***@web.de
Plural auf -a gibt es doch im Italienischen, wenn
auch bislang eher nicht für Menschen/Volksgruppen.
[ ] Du weißt, wie die Hauptstadt von Italien heißt.
Wer hat Dich gebeten, mir derart dumm zu kommen?
[ ] Du hast jedenfalls ansatzweise Ahnung vom kontextuellen Lesen.
Aber dann mache ich es für Dich etwas einfacher.
https://it.wikipedia.org/wiki/Rom_(popolo)
Danke (?), Herr (?), aber ich hatte schon
<https://it.wikipedia.org/wiki/Popoli_roman%C3%AD>
sorgfältig gelesen und dort fand ich meine Vermutung
bestätigt, dass "Roma" als Mehrzahl von "Rom" auf
Italienisch schlechte Karten hat.
Dann hast Du die Erwähnung der zumindest Nebenform unterschlagen.
Das ist unaufrichtig.
Jan Bruns
2019-11-29 18:52:32 UTC
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Werden da echt ca. 15-jährigen Jugendlichen solche Tests vorgeworfen?

https://pisa2018-questions.oecd.org/platform/index.html?user=&domain=REA&unit=R548-ChickenForum&lang=deu-DEU

Das kann die doch nur provozieren, da extraflach zu drücken, oder nicht?

Gruss

Jan Bruns
Christina Kunze
2019-11-29 21:44:10 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Christina Kunze
Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit einem
ungarischen Zigeuner (Bojasch, wenn ich mich richtig
erinnere, jedenfalls weder Rom noch Sinto)
Hm. Wird mir nur als Familienname angezeigt.
Auf Ungarisch heißen sie beás cigány, auf Deutsch Bajeschi oder Bojaschi.

Hier aufgezählt:
https://www.romev.de/?page_id=151

Und hier mit rumänischer Schreibung:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rudari

chr
Heinz Lohmann
2019-11-29 01:33:49 UTC
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Post by Christina Kunze
Post by Lars Bräsicke
Da ist ja schon mal die Tücke: Es heißt Roma.
Das ist ja schon ein  Plural und eben kein deutscher Plural. Sie wollen
anscheinend nicht "Romas", "Romen", "Romaer" genannt werden.
Einzahl hingegen ist Rom (männl.) bzw. Romni (weibl.). Wer soll sich das
merken? Und woher soll man wissen, ob eine Frau eine Romni oder eine
Sintiza ist? Oder ist sie eine "Sintiza-und/oder-Romni"?
Oder eine Angehöriger der zahlreichen anderen Völker dieser Gruppe.
Das ist wirklich ein Problem.
Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit einem ungarischen Zigeuner
(Bojasch, wenn ich mich richtig erinnere, jedenfalls weder Rom noch
Sinto) mit dem ich klären musste, was ich mit dem in seinem Text häufig
auftretenden Wort "cigány" (problemlos erkennbar, oder?) auf Deutsch
mache, weil der deutsche Verlag es geändert haben wollte und ich mich
auf "Sinti und Roma" schon deswegen nicht einlassen konnte, weil die
Sinti da in Bezug auf Ungarn fehl am Platz sind.
Nun, er jedenfalls hielt "Roma" als Überbegriff sozusagen für das
geringere Übel und meinte, das würde sich auch in anderen Sprachen
langsam durchsetzen, auch er selbst könne sich damit identifizieren.
chr
Vielleicht wäre eine Entlehnung von ungarisch "cigány" als Oberbegriff
Cigany eine Lösung, wo das Wort Zigeuner anscheinend tabu ist?
Die Doppelform ist offensichtlich etwas sperrig und wird der Volksgruppe
auch nicht ganz gerecht.

Was schlagen denn deren Verbände vor?

Zur heutigen Position von „Zigeuner“ im privaten Sprachgebrauch bietet
die Wikipedia einige Aspekte:
<https://de.wikipedia.org/wiki/Zigeuner#Zur_heutigen_Position_von_%E2%80%9EZigeuner%E2%80%9C_im_privaten_Sprachgebrauch>
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Heinz Lohmann
2019-11-29 02:03:01 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Vielleicht wäre eine Entlehnung von ungarisch "cigány" als Oberbegriff
Cigany eine Lösung, wo das Wort Zigeuner anscheinend tabu ist?
Die Doppelform ist offensichtlich etwas sperrig und wird der Volksgruppe
auch nicht ganz gerecht.
<ingrid>

Konkreter:
Cigano (m)
Cigana (f)
Cigani (pl)
ciganisch (adj)

</ingrid>
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Helmut Richter
2019-11-29 08:48:00 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Heinz Lohmann
Vielleicht wäre eine Entlehnung von ungarisch "cigány" als Oberbegriff
Cigany eine Lösung, wo das Wort Zigeuner anscheinend tabu ist?
Die Doppelform ist offensichtlich etwas sperrig und wird der Volksgruppe
auch nicht ganz gerecht.
<ingrid>
Cigano (m)
Cigana (f)
Cigani (pl)
ciganisch (adj)
</ingrid>
Und das merkt dann keiner, dass das dasselbe Wort ist?
--
Helmut Richter
Manfred Russ
2019-11-30 00:19:24 UTC
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Post by Helmut Richter
Post by Heinz Lohmann
Post by Heinz Lohmann
Vielleicht wäre eine Entlehnung von ungarisch "cigány" als Oberbegriff
Cigany eine Lösung, wo das Wort Zigeuner anscheinend tabu ist?
Die Doppelform ist offensichtlich etwas sperrig und wird der Volksgruppe
auch nicht ganz gerecht.
<ingrid>
Cigano (m)
Cigana (f)
Cigani (pl)
ciganisch (adj)
</ingrid>
Und das merkt dann keiner, dass das dasselbe Wort ist?
Darauf kommt es nicht an. Wichtig ist, das es für diejenigen, die das
umbenannt haben wollen, ein neues/anderes Wort ist.
Heinz Lohmann
2019-11-30 02:13:25 UTC
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Post by Manfred Russ
Post by Helmut Richter
Post by Heinz Lohmann
Post by Heinz Lohmann
Vielleicht wäre eine Entlehnung von ungarisch "cigány" als Oberbegriff
Cigany eine Lösung, wo das Wort Zigeuner anscheinend tabu ist?
Die Doppelform ist offensichtlich etwas sperrig und wird der Volksgruppe
auch nicht ganz gerecht.
<ingrid>
Cigano (m)
Cigana (f)
Cigani (pl)
ciganisch (adj)
</ingrid>
Und das merkt dann keiner, dass das dasselbe Wort ist?
Darauf kommt es nicht an. Wichtig ist, das es für diejenigen, die das
umbenannt haben wollen, ein neues/anderes Wort ist.
In Esperanto ist es mW auch Cigano.

Ich denke, im Deutschen belastet uns immer noch die Nazizeit und ihr
Wortgebrauch.Das werden wir nicht so bald abschütteln.

Auch beim Wort "Jude" beschleicht einige ein ungutes Gefühl, und man
weicht aus auf "Mitbürger mosaischen Glaubens" o.ä.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Bertel Lund Hansen
2019-11-30 08:37:00 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Ich denke, im Deutschen belastet uns immer noch die Nazizeit und ihr
Wortgebrauch.Das werden wir nicht so bald abschütteln.
Vielleicht nicht, aber ich meine, dass "sigøjner" auf Dänisch
genau so belastet ist wie "Zigeuner" auf Deutsch.
Integrationsprobleme sind viel älter als die Nazizeit.
--
/Bertel - aus Dänemark
Hans
2019-11-30 08:40:26 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Heinz Lohmann
Ich denke, im Deutschen belastet uns immer noch die Nazizeit und ihr
Wortgebrauch.Das werden wir nicht so bald abschütteln.
Vielleicht nicht, aber ich meine, dass "sigøjner" auf Dänisch
genau so belastet ist wie "Zigeuner" auf Deutsch.
Integrationsprobleme sind viel älter als die Nazizeit.
Zur Integration gehören zwei. Das Zielland, das eine Integration
anbietet, und die Zuwanderer, die diese Integrationsmöglichkeit annehnen
und sich integrieren - oder auch nicht, wie es bei vielen Mohammedanern
der Fall ist.

Hans
Jakob Achterndiek
2019-11-30 09:35:47 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Heinz Lohmann
Ich denke, im Deutschen belastet uns immer noch die Nazizeit und ihr
Wortgebrauch.Das werden wir nicht so bald abschütteln.
Vielleicht nicht, aber ich meine, dass "sigøjner" auf Dänisch
genau so belastet ist wie "Zigeuner" auf Deutsch.
Integrationsprobleme sind viel älter als die Nazizeit.
Es ist nun einmal so, daß Sprache auch Geschichte aufbewahrt. Das
verführt offenbar viele Menschen zu glauben, man könne Geschichte
abschütteln, indem man Sprache abschüttelt. Der Haken bei der Sache
ist aber: Ist es sinnvoll, an meinem Birnbaum zu rütteln, damit in
Nachbars Garten die Äpfel fallen?
--
j/\a
U***@web.de
2019-11-29 08:34:09 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Die Doppelform ist offensichtlich etwas sperrig und wird der Volksgruppe
auch nicht ganz gerecht.
Nach der Umbenennung von Restjugoslawien war es auch ein
zumindest theoretisches Problem.

"Auf Amtsstelle am... um... vorgesprochen hat
ein Serbe und/oder Montenegriner."

Gruß, ULF
Sergio Gatti
2019-11-29 08:44:27 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Christina Kunze
Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit einem
ungarischen Zigeuner
(Bojasch, wenn ich mich richtig erinnere, jedenfalls weder
Rom noch
Sinto) mit dem ich klären musste, was ich mit dem in
seinem Text häufig
auftretenden Wort "cigány" (problemlos erkennbar, oder?)
auf Deutsch
mache, weil der deutsche Verlag es geändert haben wollte
und ich mich
auf "Sinti und Roma" schon deswegen nicht einlassen
konnte, weil die
Sinti da in Bezug auf Ungarn fehl am Platz sind.
Vielleicht wäre eine Entlehnung von ungarisch "cigány" als
Oberbegriff Cigany eine Lösung, wo das Wort Zigeuner
anscheinend tabu ist?
Die Doppelform ist offensichtlich etwas sperrig und wird der
Volksgruppe auch nicht ganz gerecht.
Was schlagen denn deren Verbände vor?
Zur heutigen Position von „Zigeuner“ im privaten
<https://de.wikipedia.org/wiki/Zigeuner#Zur_heutigen_Position_von_%E2%80%9EZigeuner%E2%80%9C_im_privaten_Sprachgebrauch>
Die _Veröffentlichung_ einer Übersetzung in Buchform gehört
offensichtlich nicht zum _privaten_ Sprachgebrauch.
Helmut Richter
2019-11-29 08:45:40 UTC
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Post by Christina Kunze
Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit einem ungarischen Zigeuner
(Bojasch, wenn ich mich richtig erinnere, jedenfalls weder Rom noch
Sinto) mit dem ich klären musste, was ich mit dem in seinem Text häufig
auftretenden Wort "cigány" (problemlos erkennbar, oder?) auf Deutsch
mache, weil der deutsche Verlag es geändert haben wollte und ich mich
auf "Sinti und Roma" schon deswegen nicht einlassen konnte, weil die
Sinti da in Bezug auf Ungarn fehl am Platz sind.
Nun, er jedenfalls hielt "Roma" als Überbegriff sozusagen für das
geringere Übel und meinte, das würde sich auch in anderen Sprachen
langsam durchsetzen, auch er selbst könne sich damit identifizieren.
Kann er mit dieser Meinung auf eine Mehrheit unter deutschsprachigen [...]
hoffen? (Ich weiß *wirklich* kein Wort, das nicht viele von den [...] für
belastet halten.)
Vielleicht wäre eine Entlehnung von ungarisch "cigány" als Oberbegriff Cigany
eine Lösung, wo das Wort Zigeuner anscheinend tabu ist?
Die Doppelform ist offensichtlich etwas sperrig und wird der Volksgruppe auch
nicht ganz gerecht.
Was schlagen denn deren Verbände vor?
Zur heutigen Position von „Zigeuner“ im privaten Sprachgebrauch bietet die
<https://de.wikipedia.org/wiki/Zigeuner#Zur_heutigen_Position_von_%E2%80%9EZigeuner%E2%80%9C_im_privaten_Sprachgebrauch>
Ja, diese Ressentiments gibt es. Aber ändert sich das durch Umbenennung?

Ich erinnere mich noch an Artikel im Web von einem Verein von Zigeunern
(wie sie sich selbst nannten!), die sich deutlich *gegen* die Verfemung
des Wortes „Zigeuner“ wandten, erstens, weil es keinen Ersatz gibt, und
zweitens, weil ein schlechtes Image eines Wortes zur Verschlechterung des
Images der damit Bezeichneten beiträgt. Kann das Ding aber nicht mehr
finden. Entweder sie wurden vom Gegenteil überzeugt, oder sie konnten sich
gegen die Verbandsmeinung nicht durchsetzen.
--
Helmut Richter
Uwe Schickedanz
2019-12-01 20:14:23 UTC
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On Fri, 29 Nov 2019 09:33:49 +0800, Heinz Lohmann
Post by Heinz Lohmann
Zur heutigen Position von „Zigeuner“ im privaten Sprachgebrauch bietet
<https://de.wikipedia.org/wiki/Zigeuner#Zur_heutigen_Position_von_%E2%80%9EZigeuner%E2%80%9C_im_privaten_Sprachgebrauch>
Die de-wp ist bei politisch umstrittenen Themen eigentlich nicht
zitierfähig.

Gruß Uwe
--
So wie die Attentäter von Brüssel Helden des IS sind,
so ist Nadejda Sawtschenko Heldin des Kiever Regimes. (Netzfundstück)
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Heinz Lohmann
2019-12-02 01:25:06 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
On Fri, 29 Nov 2019 09:33:49 +0800, Heinz Lohmann
Post by Heinz Lohmann
Zur heutigen Position von „Zigeuner“ im privaten Sprachgebrauch bietet
<https://de.wikipedia.org/wiki/Zigeuner#Zur_heutigen_Position_von_%E2%80%9EZigeuner%E2%80%9C_im_privaten_Sprachgebrauch>
Die de-wp ist bei politisch umstrittenen Themen eigentlich nicht
zitierfähig.
Vielleicht helfen da die angegebenen Einzelnachweise und Anmerkungen weiter?

Zum Beispiel ein Artikel aus der SZ:
<https://www.sueddeutsche.de/sport/fussball-dfb-testspiel-in-ungarn-zick-zack-zigeunerpack-1.951619>
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Uwe Schickedanz
2019-12-02 14:13:35 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Uwe Schickedanz
On Fri, 29 Nov 2019 09:33:49 +0800, Heinz Lohmann
Post by Heinz Lohmann
Zur heutigen Position von „Zigeuner“ im privaten Sprachgebrauch bietet
<https://de.wikipedia.org/wiki/Zigeuner#Zur_heutigen_Position_von_%E2%80%9EZigeuner%E2%80%9C_im_privaten_Sprachgebrauch>
Die de-wp ist bei politisch umstrittenen Themen eigentlich nicht
zitierfähig.
Vielleicht helfen da die angegebenen Einzelnachweise und Anmerkungen weiter?
<https://www.sueddeutsche.de/sport/fussball-dfb-testspiel-in-ungarn-zick-zack-zigeunerpack-1.951619>
A.a.O.: "Hassgesänge wie "Zick, zack, Zigeunerpack" hallen Woche für
Woche durch deutsche Stadien."

Ich selbst habe das nie gehört und wäre der Süddeutschen überaus
dankbar, wenn sie diese Aussage ein wenig konkreter gestaltet hätte.

Gruß Uwe
--
So wie die Attentäter von Brüssel Helden des IS sind,
so ist Nadejda Sawtschenko Heldin des Kiever Regimes. (Netzfundstück)
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
U***@web.de
2019-11-28 08:44:35 UTC
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Post by Lars Bräsicke
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Heinz Lohmann
Ich verstehe schon, dass es bei Betroffenen einen gewissen Leidensdruck
gibt, aber alles in allem dürfte das Thema so spezifisch breiteren
Bevölkerungsschichten vermutlich nicht mehr vermittelbar sein.
Ich weiss nicht, was ich von diesen vielen Bezeichnungen meine.
Die Sache ist nicht einfach. Ich habe aber eine dänische Sendung
im Fernsehen gesehen, und die handelte sich um einen Jungen (10
Jahren?), der als Mädchen geboren wurde. Als man ihm fragte, was
das grösste Problem war, antwortete er, dass er nicht mit den
anderen Jungen baden dürfte - und dann lief er weinend vom
Kamera.
Das Problem ist reel.
Post by Heinz Lohmann
Den Sinti und Roma hat die Umbenennung vermutlich auch konkret nicht
besonders weitergeholfen.
Vielleicht wollen sie nur ihre eigene Bezeichnung selbst
bestimmen?
Das fände ich schwierig.
Sollten wir Deutschsprachige unseren östlichen Nachbarsprachgruppen
tatsächlich anempfehlen, uns nicht mehr als "Stumme" oder gar als
"Sachsen" zu bezeichnen?
Wie nennt ihr Dänen uns (und könnten wir euch das nicht verbieten)?
Die Samen jedenfalls legen Wert darauf, nicht als 'Lappen'
bezeichnet zu werden, und das scheint ihnen halbwegs brauchbar
zu gelingen, was die Bezeichnung der Volksgruppe, weniger
der Gegend, in der sie siedeln, angeht.
Heinz Lohmann
2019-11-28 01:36:00 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Heinz Lohmann
Den Sinti und Roma hat die Umbenennung vermutlich auch konkret nicht
besonders weitergeholfen.
Vielleicht wollen sie nur ihre eigene Bezeichnung selbst
bestimmen?
Das Recht kann man ihnen schlecht absprechen. Aber wer kann für die
Gruppe diese Forderung stellen?
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Uwe Schickedanz
2019-12-01 20:17:01 UTC
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On Thu, 28 Nov 2019 09:36:00 +0800, Heinz Lohmann
Post by Heinz Lohmann
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Heinz Lohmann
Den Sinti und Roma hat die Umbenennung vermutlich auch konkret nicht
besonders weitergeholfen.
Vielleicht wollen sie nur ihre eigene Bezeichnung selbst
bestimmen?
Das Recht kann man ihnen schlecht absprechen. Aber wer kann für die
Gruppe diese Forderung stellen?
Irgendein Zentralrat der Irgendwas. Zentralräte haben heutzutage
Konjunktur. Und ihr ureigenster Zweck ist es, Forderungen zu stellen.


Gruß Uwe
--
So wie die Attentäter von Brüssel Helden des IS sind,
so ist Nadejda Sawtschenko Heldin des Kiever Regimes. (Netzfundstück)
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Ewald Pfau
2019-11-27 17:03:39 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Es bleibt die grundlegende Frage, ob man den Menschen durch
Herumschrauben an der Sprache wirklich hilft.
Die Frage ist falsch gestellt. Man muss den Leuten nicht helfen.
Man lebt mit ihnen zusammen. Das ist die Integration. Und das war's dann.

Die neuerdingliche Gruppe der Experten für Integrationsmanagement braucht es
nicht zur Integration, die braucht es nur zum Beweis der Unentbehrlichkeit
von Herrschaftssicherung.

Im postkaiserlichen Austriakien mit nur vereinzelt verstreuten
republikanischen Nischen kennt man sich damit besonders gut aus.

Res Publica: Die Integration der Leute, die zusammenleben, zur Gesellschaft,
ist Sache der Leute selbst. Nicht wahr? So herum wird ein Schuh daraus.
Detlef Meißner
2019-11-27 18:31:49 UTC
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Ich verstehe schon, dass es bei Betroffenen einen gewissen Leidensdruck gibt,
Es fühlen sich aktuell so viele betroffen.
Auch Gutmenschen, die ein Helfersyndrom haben.

(Warum sind das eigentlich vorwiegend Frauen? Liegt das in ihren Genen
oder liegt's an den Hormonen?)

Detlef
--
Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten
Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit, diese
Sprache zu lernen. (Mark Twain)
Quinn C
2019-11-27 18:57:52 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Sehr ausführlicher Artikel aus der Sicht der Betroffenen (mit Video).
Interessant fand ich die Begriffserklärung mitten im Artikel. "Cis" und
"Nicht-binär" kannte ich noch nicht.
Dann hast Du noch nicht mitgekriegt, daß ich nicht-binär bin, und
deshalb jetzt den nicht sehr genderspezifischen Namen Quinn benutze?
Post by Heinz Lohmann
Es bleibt die grundlegende Frage, ob man den Menschen durch
Herumschrauben an der Sprache wirklich hilft.
Den Sinti und Roma hat die Umbenennung vermutlich auch konkret nicht
besonders weitergeholfen.
Wie Bertel sagt, unsereins möchte Begriffe und Redeweisen finden, durch
die wir uns nicht ausgeschlossen fühlen, womöglich sogar verstanden.

Diese Findung ist momentan noch sehr im Fluß. Deutsch oder Französisch
sind leider recht sperrig in der Hinsicht, und ich bin mit deutschen
Redeweisen auch nicht up-to-date. Englisch ist da einfach bequemer.
--
selbstheiligen und vom himmel dünkelheilige gefallene gugelfritzen
FISCHART
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Quinn C
2019-11-27 22:55:55 UTC
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Post by Quinn C
Post by Heinz Lohmann
Sehr ausführlicher Artikel aus der Sicht der Betroffenen (mit Video).
Interessant fand ich die Begriffserklärung mitten im Artikel. "Cis" und
"Nicht-binär" kannte ich noch nicht.
Dann hast Du noch nicht mitgekriegt, daß ich nicht-binär bin, und
deshalb jetzt den nicht sehr genderspezifischen Namen Quinn benutze?
Ich habe jetzt auch das Video in dem Standard-Artikel angeschaut.

Zwei Bemerkungen dazu:

Erstens: Beim Thema Trans gleich die "Störung"
(Geschlechtsidentitätsstörung) aufzubringen, finde ich problematisch.
Das wird leicht mißverstanden. Bei Intersexualität war das Video
besser, die wurde als "Variation" bezeichnet.

Zum Begriff "Störung":
| Der Fachverband, die World Professional Association for Transgender
| Health (WPATH), weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Störung
| oder Erkrankung nicht den Menschen oder seine Identität beschreibt,
| sondern etwas, mit dem der Mensch möglicherweise zu kämpfen hat.

Die meisten kämpfen mit mangelnder gesellschaftlicher Akzeptanz. Eher
"wird behindert" als "ist behindert" eben.

| Transsexuelle, transgender und geschlechtsnichtkonforme Menschen
| sind nicht grundsätzlich gestört.
<https://de.wikipedia.org/wiki/Geschlechtsidentit%C3%A4tsst%C3%B6rung>

Zweitens: Die Geschlechtsidentität nicht-binärer Menschen als "zwischen
männlich und weiblich" einzustufen, ist grob vereinfachend. Die meisten
nichtbinären Leute, die ich kenne, würden sich nicht so sehen.

Außer dazwischen kann es auch eine Kombination beider, etwas ganz
anderes, eine Kombination eines oder beider mit noch was anderem, etwas
Wechselndes oder, wie bei mir, gar kein Geschlechtsempfinden sein.
--
GUGELFUHR(E), f., scherz, spasz, narrheit,
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Lars Bräsicke
2019-11-29 17:10:08 UTC
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Post by Quinn C
Post by Heinz Lohmann
Sehr ausführlicher Artikel aus der Sicht der Betroffenen (mit Video).
Interessant fand ich die Begriffserklärung mitten im Artikel. "Cis" und
"Nicht-binär" kannte ich noch nicht.
Dann hast Du noch nicht mitgekriegt, daß ich nicht-binär bin, und
deshalb jetzt den nicht sehr genderspezifischen Namen Quinn benutze?
Irisch Conn (Genitiv Cuinn, daher Ó Cuinn, anglis. (O’)Quinn) ist schon
ein sehr männlicher Name.
Und auch von der Etymologie unabhämgig würde ich nie etwas anderes als
einen Mann hinter dem Namen Quinn vermuten.
Bertel Lund Hansen
2019-11-29 17:29:04 UTC
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Post by Lars Bräsicke
Und auch von der Etymologie unabhämgig würde ich nie etwas anderes als
einen Mann hinter dem Namen Quinn vermuten.
Eng. "Queen", dä. "kvinde" ...

In "Anthony Quinn" ist es eine (künstliche?) Familienname.

In Dänemark gibt es drei Männer namens "Quinn" und vier Frauen,
und es gibt 28 Personen mit dem Familennamen "Quinn".

Ich kann nicht nachschlagen, wie viele Leute "Quinn Quinn"
heissen (zwei oder weniger).
--
/Bertel - aus Dänemark
Quinn C
2019-11-29 18:04:37 UTC
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Post by Lars Bräsicke
Post by Quinn C
Post by Heinz Lohmann
Sehr ausführlicher Artikel aus der Sicht der Betroffenen (mit Video).
Interessant fand ich die Begriffserklärung mitten im Artikel. "Cis" und
"Nicht-binär" kannte ich noch nicht.
Dann hast Du noch nicht mitgekriegt, daß ich nicht-binär bin, und
deshalb jetzt den nicht sehr genderspezifischen Namen Quinn benutze?
Irisch Conn (Genitiv Cuinn, daher Ó Cuinn, anglis. (O’)Quinn) ist schon
ein sehr männlicher Name.
Naja, der Genitiv ist die bekannte Form irischer Familiennamen mit O'.
Als solche sind sie natürlich nicht auf Männer beschränkt.

| ... Irish Ó Coinn. The latter surname means "descendant of Conn" ...
Post by Lars Bräsicke
Und auch von der Etymologie unabhämgig würde ich nie etwas anderes als
einen Mann hinter dem Namen Quinn vermuten.
Von Deutschland aus vielleicht schwer zu beurteilen, aber heutzutage
wird der Name hauptsächlich an Mädchen vergeben. Ich vermute, daß
Fernsehserien dabei eine Rolle gespielt haben - die Figuren in
<https://en.wikipedia.org/wiki/Quinn#Given> sind überwiegend Frauen.

Platz 22 - so beliebt war der Name für Jungen nie auch nur annähernd:
<https://www.babycenter.ca/a1050077/canadas-top-100-baby-names-for-2011>

Oder USA:
| For 2018, the number of [female] births with name Quinn is 3369
| For 2018, the number of [male] births with name Quinn is 828
<https://www.ssa.gov/cgi-bin/babyname.cgi>
--
... it might be nice to see ourselves reflected in TV shows and
Pride season campaigns, but the cis white men who invented the
gender binary still own the damn mirror.
-- Delilah Friedler at slate.com
Lars Bräsicke
2019-11-30 11:57:32 UTC
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Post by Quinn C
Post by Lars Bräsicke
Post by Quinn C
Post by Heinz Lohmann
Sehr ausführlicher Artikel aus der Sicht der Betroffenen (mit Video).
Interessant fand ich die Begriffserklärung mitten im Artikel. "Cis" und
"Nicht-binär" kannte ich noch nicht.
Dann hast Du noch nicht mitgekriegt, daß ich nicht-binär bin, und
deshalb jetzt den nicht sehr genderspezifischen Namen Quinn benutze?
Irisch Conn (Genitiv Cuinn, daher Ó Cuinn, anglis. (O’)Quinn) ist schon
ein sehr männlicher Name.
Naja, der Genitiv ist die bekannte Form irischer Familiennamen mit O'.
Als solche sind sie natürlich nicht auf Männer beschränkt.
Auch wieder wahr.
Christina Kunze
2019-11-29 21:49:41 UTC
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Post by Lars Bräsicke
Post by Quinn C
Post by Heinz Lohmann
Sehr ausführlicher Artikel aus der Sicht der Betroffenen (mit Video).
Interessant fand ich die Begriffserklärung mitten im Artikel. "Cis" und
"Nicht-binär" kannte ich noch nicht.
Dann hast Du noch nicht mitgekriegt, daß ich nicht-binär bin, und
deshalb jetzt den nicht sehr genderspezifischen Namen Quinn benutze?
Irisch Conn (Genitiv Cuinn, daher Ó Cuinn, anglis. (O’)Quinn) ist schon
ein sehr männlicher Name.
Und auch von der Etymologie unabhämgig würde ich nie etwas anderes als
einen Mann hinter dem Namen Quinn vermuten.
Als Quinn angefangen hat, den Namen zu verwenden, ging es mir ähnlich.
Sind wir von Freddy Quinn vorgeprägt?
Alle Bekannten aus dem englischsprachigen Raum, die ich dazu gefragt
habe, und jüngere Bekannte von hier fanden es eher einen Frauennamen.

chr
Quinn C
2019-11-29 23:10:26 UTC
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Post by Christina Kunze
Post by Lars Bräsicke
Und auch von der Etymologie unabhämgig würde ich nie etwas anderes als
einen Mann hinter dem Namen Quinn vermuten.
Als Quinn angefangen hat, den Namen zu verwenden, ging es mir ähnlich.
Sind wir von Freddy Quinn vorgeprägt?
Oder Anthony Quinn? Aber Nachnamen sind Nachnamen. Ich habe glaube ich
damals gefragt, ob dann "Hermann" in dieser Gruppe als weiblich
eingestuft wird.

Hat denn niemand "Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft" geschaut? Ich
nicht, aber jetzt sage ich manchmal "Du kannst mich Dr. Quinn nennen."
--
binsaugnesseln, hummelsköl, mönchspfeffer, gugelköpf, minbrüdermüntz
FISCHART
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Thomas Schade
2019-11-29 23:27:45 UTC
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Post by Quinn C
Oder Anthony Quinn? Aber Nachnamen sind Nachnamen. Ich habe glaube ich
damals gefragt, ob dann "Hermann" in dieser Gruppe als weiblich
eingestuft wird.
Hat denn niemand "Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft" geschaut? Ich
nicht, aber jetzt sage ich manchmal "Du kannst mich Dr. Quinn nennen."
Habe ich nicht, nein. Aber bei Dr. Quinn hätte ich Quinn ebenfalls als
Nachname interpretiert. Ärztin hin, Ärztin her.


Ciao
Toscha
--
Real men are feminists.
Quinn C
2019-11-29 23:38:18 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Quinn C
Oder Anthony Quinn? Aber Nachnamen sind Nachnamen. Ich habe glaube ich
damals gefragt, ob dann "Hermann" in dieser Gruppe als weiblich
eingestuft wird.
Hat denn niemand "Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft" geschaut? Ich
nicht, aber jetzt sage ich manchmal "Du kannst mich Dr. Quinn nennen."
Habe ich nicht, nein. Aber bei Dr. Quinn hätte ich Quinn ebenfalls als
Nachname interpretiert. Ärztin hin, Ärztin her.
Isses ja auch. Aber eben kein rein männlicher Nachname, auch in der
begrenzten Welt eines deutschen Fernsehzuschauers.
--
GUGELFUHR(E), f., scherz, spasz, narrheit,
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Thomas Schade
2019-11-29 23:50:23 UTC
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Post by Quinn C
Post by Thomas Schade
Post by Quinn C
Oder Anthony Quinn? Aber Nachnamen sind Nachnamen. Ich habe glaube ich
damals gefragt, ob dann "Hermann" in dieser Gruppe als weiblich
eingestuft wird.
Hat denn niemand "Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft" geschaut? Ich
nicht, aber jetzt sage ich manchmal "Du kannst mich Dr. Quinn nennen."
Habe ich nicht, nein. Aber bei Dr. Quinn hätte ich Quinn ebenfalls als
Nachname interpretiert. Ärztin hin, Ärztin her.
Isses ja auch. Aber eben kein rein männlicher Nachname, auch in der
begrenzten Welt eines deutschen Fernsehzuschauers.
Zum ersten Mal seit Langem gelingt es dir, mich nachhaltig zu
irritieren. Was bitte ist denn ein 'rein männlicher Nachname'?

Die mir bekannteste Erwähnung von 'Quinn' als Vorname ist 'Mighty
Quinn'. Wobei ich da bei 'Quinn the Eskimo' tatsächlich auch eher an
einen Mann denke als an eine Frau.


Ciao
Toscha
--
The adrenalin and stress of an adventure are better
than a thousand peaceful days.
[Paulo Coelho]
Quinn C
2019-11-30 00:01:53 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Quinn C
Post by Thomas Schade
Post by Quinn C
Oder Anthony Quinn? Aber Nachnamen sind Nachnamen. Ich habe glaube ich
damals gefragt, ob dann "Hermann" in dieser Gruppe als weiblich
eingestuft wird.
Hat denn niemand "Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft" geschaut? Ich
nicht, aber jetzt sage ich manchmal "Du kannst mich Dr. Quinn nennen."
Habe ich nicht, nein. Aber bei Dr. Quinn hätte ich Quinn ebenfalls als
Nachname interpretiert. Ärztin hin, Ärztin her.
Isses ja auch. Aber eben kein rein männlicher Nachname, auch in der
begrenzten Welt eines deutschen Fernsehzuschauers.
Zum ersten Mal seit Langem gelingt es dir, mich nachhaltig zu
irritieren. Was bitte ist denn ein 'rein männlicher Nachname'?
Am ehesten sowas wie das isländische Patronym Sigurðsson; seine
Schwester hieße traditionell Sigurðardóttir.

Aber hier habe ich nur die Theorie aufgegriffen und weitergesponnen,
daß der Vorname Quinn wegen Freddy Quinn männlich assoziiert sein
könnte.
Post by Thomas Schade
Die mir bekannteste Erwähnung von 'Quinn' als Vorname ist 'Mighty
Quinn'. Wobei ich da bei 'Quinn the Eskimo' tatsächlich auch eher an
einen Mann denke als an eine Frau.
War es ja wohl auch. Auch das haben wir damals besprochen - Fazit: ihr
seid zu alt <g> Mir war dieser Song nicht vertraut, und die Quinns, die
mir zu Bewußtsein gekommen sind, stammen daher alle aus der Zeit nach
2000 und sind überwiegend weiblich. Besonders präsent war mir zu der
Zeit meiner eigenen Namenswahl Quinn Perkins aus "Scandal".
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--
If Helen Keller is alone in the forest and falls down, does she
make a sound?
Thomas Schade
2019-11-30 00:16:29 UTC
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Post by Quinn C
Post by Thomas Schade
Post by Quinn C
Post by Thomas Schade
Habe ich nicht, nein. Aber bei Dr. Quinn hätte ich Quinn ebenfalls als
Nachname interpretiert. Ärztin hin, Ärztin her.
Isses ja auch. Aber eben kein rein männlicher Nachname, auch in der
begrenzten Welt eines deutschen Fernsehzuschauers.
Zum ersten Mal seit Langem gelingt es dir, mich nachhaltig zu
irritieren. Was bitte ist denn ein 'rein männlicher Nachname'?
Am ehesten sowas wie das isländische Patronym Sigurðsson; seine
Schwester hieße traditionell Sigurðardóttir.
Ah, so meinst du das. Ja, das kenne ich zwar, ist aber etwas sehr
abseits meines üblichen Sprachraumes.
Post by Quinn C
Aber hier habe ich nur die Theorie aufgegriffen und weitergesponnen,
daß der Vorname Quinn wegen Freddy Quinn männlich assoziiert sein
könnte.
Wie jemand anders auch schon schrieb, eher käme mir Anthony Quinn in den
Sinn. Freddy Quinn ist mir zu sehr 50er und zu wenig meine Musik.
Post by Quinn C
Post by Thomas Schade
Die mir bekannteste Erwähnung von 'Quinn' als Vorname ist 'Mighty
Quinn'. Wobei ich da bei 'Quinn the Eskimo' tatsächlich auch eher an
einen Mann denke als an eine Frau.
War es ja wohl auch. Auch das haben wir damals besprochen - Fazit: ihr
seid zu alt <g>
Aber gut gehalten. ;) Abgesehen davon gibt es eine sehr gute
Cover-Version von Gotthard, und die ist gerade mal etwas über 20 Jahre alt.
Post by Quinn C
Mir war dieser Song nicht vertraut, und die Quinns, die
mir zu Bewußtsein gekommen sind, stammen daher alle aus der Zeit nach
2000 und sind überwiegend weiblich.
Ich erinnere mich dunkel. Dass einem aber auch als eher Spätgeborenem
Mann's 'Mighty Quinn' unbekannt war, zum Zeitpunkt der Diskussion, war
da schon beinahe unvorstellbar für mich.
Post by Quinn C
Besonders präsent war mir zu der
Zeit meiner eigenen Namenswahl Quinn Perkins aus "Scandal".
<https://en.wikipedia.org/wiki/Quinn_Perkins#/media/File:Quinn_Perkins,_Scandal_season_4,_jan_2015.jpg>
So was kennt natürlich meine Frau, die ist bekenndender Serien-Junkie.


Ciao
Toscha
--
Mit Vegetariern muss man diskutieren,
sobald sie eine Wurstfabrik geerbt haben.
[Danny Kaye]
Quinn C
2019-11-30 04:40:34 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Quinn C
Aber hier habe ich nur die Theorie aufgegriffen und weitergesponnen,
daß der Vorname Quinn wegen Freddy Quinn männlich assoziiert sein
könnte.
Wie jemand anders auch schon schrieb, eher käme mir Anthony Quinn in den
Sinn. Freddy Quinn ist mir zu sehr 50er und zu wenig meine Musik.
Post by Quinn C
Post by Thomas Schade
Die mir bekannteste Erwähnung von 'Quinn' als Vorname ist 'Mighty
Quinn'. Wobei ich da bei 'Quinn the Eskimo' tatsächlich auch eher an
einen Mann denke als an eine Frau.
War es ja wohl auch. Auch das haben wir damals besprochen - Fazit: ihr
seid zu alt <g>
Aber gut gehalten. ;) Abgesehen davon gibt es eine sehr gute
Cover-Version von Gotthard, und die ist gerade mal etwas über 20 Jahre alt.
Wer ist dieser Gotthard? :)
Post by Thomas Schade
Post by Quinn C
Mir war dieser Song nicht vertraut, und die Quinns, die
mir zu Bewußtsein gekommen sind, stammen daher alle aus der Zeit nach
2000 und sind überwiegend weiblich.
Ich erinnere mich dunkel. Dass einem aber auch als eher Spätgeborenem
Mann's 'Mighty Quinn' unbekannt war, zum Zeitpunkt der Diskussion, war
da schon beinahe unvorstellbar für mich.
Unbekannt würde ich nicht sagen, ich hab's sicher mal im Hintergrund
spielen gehört, aber es hat nie meine Aufmerksamkeit angezogen, so daß
ich näher auf den Text geachtet hätte. Ist halt auch nicht meine Musik.
--
(1) Vollstandiger Name:
(2) parmanent Adresse & Country:
(3) Sex & Alter:
-- SPAMPOESIE
Bertel Lund Hansen
2019-11-30 08:41:01 UTC
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Post by Thomas Schade
Die mir bekannteste Erwähnung von 'Quinn' als Vorname ist 'Mighty
Quinn'.
Das hatte ich vergessen. Ich war mir damals aber nicht sicher, ob
es ein Name oder eine Bezeichnung war.
--
/Bertel - aus Dänemark
U***@web.de
2019-11-30 07:35:41 UTC
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Post by Quinn C
Post by Thomas Schade
Habe ich nicht, nein. Aber bei Dr. Quinn hätte ich Quinn ebenfalls als
Nachname interpretiert. Ärztin hin, Ärztin her.
Isses ja auch. Aber eben kein rein männlicher Nachname, auch in der
begrenzten Welt eines deutschen Fernsehzuschauers.
Die gibt es ja auch eher bei den Adelsbezeichnungen,
bei den Slawen bzw. unter Einschluß von Patronymen
bei den Isländern.

Die ehem. Tennisspielerin heißt ja nur deswegen nicht Stefanie
Gräfin, weil die Bezeichnung einer Grafschaft in
ihrem Familiennamen fehlt.
Heinz Lohmann
2019-11-30 02:16:24 UTC
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Post by Christina Kunze
Post by Lars Bräsicke
Post by Quinn C
Post by Heinz Lohmann
Sehr ausführlicher Artikel aus der Sicht der Betroffenen (mit Video).
Interessant fand ich die Begriffserklärung mitten im Artikel. "Cis" und
"Nicht-binär" kannte ich noch nicht.
Dann hast Du noch nicht mitgekriegt, daß ich nicht-binär bin, und
deshalb jetzt den nicht sehr genderspezifischen Namen Quinn benutze?
Irisch Conn (Genitiv Cuinn, daher Ó Cuinn, anglis. (O’)Quinn) ist schon
ein sehr männlicher Name.
Und auch von der Etymologie unabhämgig würde ich nie etwas anderes als
einen Mann hinter dem Namen Quinn vermuten.
Als Quinn angefangen hat, den Namen zu verwenden, ging es mir ähnlich.
Sind wir von Freddy Quinn vorgeprägt?
Alle Bekannten aus dem englischsprachigen Raum, die ich dazu gefragt
habe, und jüngere Bekannte von hier fanden es eher einen Frauennamen.
Ich dachte spontan an "Quinn, the Escimo" von Bob Dylan/Manfred Mann.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Bertel Lund Hansen
2019-11-30 08:39:04 UTC
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Christina Kunze skrev:

[Quinn nur männlich]
Post by Christina Kunze
Als Quinn angefangen hat, den Namen zu verwenden, ging es mir ähnlich.
Sind wir von Freddy Quinn vorgeprägt?
Ich hatte keine Ahnung, welches Geschlecht Quinn hatte. Ich habe
den Namen vorher nur bei "Anthony Quinn" getroffen.
--
/Bertel - aus Dänemark
Roland Franzius
2019-11-30 08:49:25 UTC
Antworten
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Post by Bertel Lund Hansen
[Quinn nur männlich]
Post by Christina Kunze
Als Quinn angefangen hat, den Namen zu verwenden, ging es mir ähnlich.
Sind wir von Freddy Quinn vorgeprägt?
Ich hatte keine Ahnung, welches Geschlecht Quinn hatte. Ich habe
den Namen vorher nur bei "Anthony Quinn" getroffen.
Da steht ja nicht Quinn sondern QuinnCy. Also ist die primäre
Assoziation für die Älteren

https://www.serieslyawesome.tv/hassiker-der-woche-quincy/
--
Roland Franzius
Henning Sponbiel
2019-11-27 21:54:46 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Sehr ausführlicher Artikel aus der Sicht der Betroffenen (mit Video).
Interessant fand ich die Begriffserklärung mitten im Artikel. "Cis" und
"Nicht-binär" kannte ich noch nicht.
Ich verstehe schon, dass es bei Betroffenen einen gewissen Leidensdruck
gibt, aber alles in allem dürfte das Thema so spezifisch breiteren
Bevölkerungsschichten vermutlich nicht mehr vermittelbar sein.
Es bleibt die grundlegende Frage, ob man den Menschen durch
Herumschrauben an der Sprache wirklich hilft.
Den Sinti und Roma hat die Umbenennung vermutlich auch konkret nicht
besonders weitergeholfen.
<https://www.derstandard.at/story/2000106804139/er-sie-they-hen-wie-wollen-trans-und-interpersonen-bezeichnet>
Da magst du Recht haben. Die folgende Petition thematisiert das Problem:

"Wir wollen nicht als Sinti - und - Roma bezeichnet werden. Sinti sind
seit über 600 Jahren in Deutschland zu Hause. Deutschland ist unsere
Heimat. Sinti sind deutsche Staatsbürger Die Gruppe der Roma sind
zugewanderte aus Ost und Südosteuorpa. Sinti kommen weder aus Ost noch
Südosteuropa, auch nicht aus Bulgharien, Rumänien und auch nicht aus
Ex-Jugoslawien.

Deutsche Sinti verbitten sich als "Sinti - und - Roma oder gar als Roma"
bezeichnet zu werden."

<https://www.openpetition.de/petition/online/sinti-in-niedersachsen-moechten-nicht-als-sinti-und-roma-bezeichnet-werden>


Henning
U***@web.de
2019-11-28 08:47:02 UTC
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Post by Henning Sponbiel
Post by Heinz Lohmann
Sehr ausführlicher Artikel aus der Sicht der Betroffenen (mit Video).
Interessant fand ich die Begriffserklärung mitten im Artikel. "Cis" und
"Nicht-binär" kannte ich noch nicht.
Ich verstehe schon, dass es bei Betroffenen einen gewissen Leidensdruck
gibt, aber alles in allem dürfte das Thema so spezifisch breiteren
Bevölkerungsschichten vermutlich nicht mehr vermittelbar sein.
Es bleibt die grundlegende Frage, ob man den Menschen durch
Herumschrauben an der Sprache wirklich hilft.
Den Sinti und Roma hat die Umbenennung vermutlich auch konkret nicht
besonders weitergeholfen.
<https://www.derstandard.at/story/2000106804139/er-sie-they-hen-wie-wollen-trans-und-interpersonen-bezeichnet>
"Wir wollen nicht als Sinti - und - Roma bezeichnet werden. Sinti sind
seit über 600 Jahren in Deutschland zu Hause. Deutschland ist unsere
Heimat. Sinti sind deutsche Staatsbürger Die Gruppe der Roma sind
zugewanderte aus Ost und Südosteuorpa. Sinti kommen weder aus Ost noch
Südosteuropa, auch nicht aus Bulgharien, Rumänien und auch nicht aus
Ex-Jugoslawien.
Deutsche Sinti verbitten sich als "Sinti - und - Roma oder gar als Roma"
bezeichnet zu werden."
<https://www.openpetition.de/petition/online/sinti-in-niedersachsen-moechten-nicht-als-sinti-und-roma-bezeichnet-werden>
Und das trotz https://de.wikipedia.org/wiki/Sinti

Gruß, ULF
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