Discussion:
Doktortitel im Ausweis
(zu alt für eine Antwort)
Stefan Ram
2007-02-16 12:37:14 UTC
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Das Thema wurde hier wiederholt angesprochen. Nun plant die
Bundesregierung angeblich, Doktortitel und Künstlernamen nicht
mehr in Reisepässe und Ausweise aufzunehmen.

Diese Pläne werden kritisiert:

Der Politiker Dieter Wiefelspütz:

»Der Doktortitel ist Teil des Namens. Es spricht viel
dafür, daß sich der Doktortitel in Paß und
Personalausweis wiederfindet.«

Die Politikerin Emilia Müller:

»Die Eintragung entspricht der deutschsprachigen Kulturtradition.
Wir werden keine sozialistische Gleichmacherei hinnehmen.«
Lothar Frings
2007-02-16 12:44:22 UTC
Permalink
Post by Stefan Ram
Das Thema wurde hier wiederholt angesprochen. Nun plant die
Bundesregierung angeblich, Doktortitel und Künstlernamen nicht
mehr in Reisepässe und Ausweise aufzunehmen.
»Der Doktortitel ist Teil des Namens.
Wie oft noch? Er ist es nicht.
Post by Stefan Ram
Es spricht viel
dafür, daß sich der Doktortitel in Paß und
Personalausweis wiederfindet.«
Zum Beispiel?
Post by Stefan Ram
»Die Eintragung entspricht der deutschsprachigen Kulturtradition.
Wir werden keine sozialistische Gleichmacherei hinnehmen.«
Junge, hat die Sorgen.
Jan Hladik
2007-02-16 14:43:36 UTC
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Post by Lothar Frings
Post by Stefan Ram
Das Thema wurde hier wiederholt angesprochen. Nun plant die
Bundesregierung angeblich, Doktortitel und Künstlernamen nicht
mehr in Reisepässe und Ausweise aufzunehmen.
»Der Doktortitel ist Teil des Namens.
Wie oft noch? Er ist es nicht.
Ich finde Doktortitel im Perso auch albern. Wenn man schon mal dabei ist,
sollte man aber konsequenterweise auch Adelstitel abschaffen.
Post by Lothar Frings
Post by Stefan Ram
Es spricht viel
dafür, daß sich der Doktortitel in Paß und
Personalausweis wiederfindet.«
Zum Beispiel?
In einem Workshop fuer Doktoranden habe ich von einem Professor mal gehoert,
der einzige praktische Vorteil einer Promotion waeren bessere Chancen auf
ein Upgrade beim Fliegen. :-)

Jan
Matthias Opatz
2007-02-16 14:53:31 UTC
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Post by Jan Hladik
Post by Lothar Frings
Post by Stefan Ram
Das Thema wurde hier wiederholt angesprochen. Nun plant die
Bundesregierung angeblich, Doktortitel und Künstlernamen nicht
mehr in Reisepässe und Ausweise aufzunehmen.
»Der Doktortitel ist Teil des Namens.
Wie oft noch? Er ist es nicht.
Ich finde Doktortitel im Perso auch albern. Wenn man schon mal dabei ist,
sollte man aber konsequenterweise auch Adelstitel abschaffen.
Wieso, das Thema ist doch schon 88 Jahre abgegessen.

Und wie angeblicher Adel freiwillig hofiert wird, kannst Du nicht
reglementieren.

Matthias
--
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
..... Wer zum Kuckuck ist Galletti? => <http://www.galletti.de/> ......
==== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==
Jan Hladik
2007-02-16 15:12:55 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Jan Hladik
Ich finde Doktortitel im Perso auch albern. Wenn man schon mal dabei ist,
sollte man aber konsequenterweise auch Adelstitel abschaffen.
Wieso, das Thema ist doch schon 88 Jahre abgegessen.
Stehen Adelstitel nicht mehr im Ausweis? Ich kenne selbst keine
Blaubluetigen, kann das deshalb nicht verifizieren.
Post by Matthias Opatz
Und wie angeblicher Adel freiwillig hofiert wird, kannst Du nicht
reglementieren.
Noe, das wuerd' ich auch nicht wollen.

Jan
Matthias Opatz
2007-02-16 15:37:18 UTC
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Post by Jan Hladik
Post by Matthias Opatz
Post by Jan Hladik
Ich finde Doktortitel im Perso auch albern. Wenn man schon mal dabei ist,
sollte man aber konsequenterweise auch Adelstitel abschaffen.
Wieso, das Thema ist doch schon 88 Jahre abgegessen.
Stehen Adelstitel nicht mehr im Ausweis?
Es gibt keine Adelstitel. Nur Namen, die aussehen wie Adelstitel.
Und Namen stehen /natürlich/ im Ausweis.

Das hatten wir hier schon ein paarmal. Ein Fall für die FAQ? Adel ist
zwar nicht themenkonform, aber Namen sind es in gewisser Weise schon.

Matthias
--
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
..... Wer zum Kuckuck ist Galletti? => <http://www.galletti.de/> ......
==== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==
Christian Feldhaus
2007-02-16 15:11:05 UTC
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Post by Jan Hladik
Wenn man schon mal dabei ist,
sollte man aber konsequenterweise auch Adelstitel abschaffen.
Die gibt's nun wirklich nicht (jedenfalls de iure). Der Sohn von Heini
Graf Schlönzke heißt Willi Graf Schlönzke, weil der Zusatz "Graf" Teil
des Namens ist. Erbliche Doktortitel haben wir dagegen bislang nicht
eingeführt. :-)

Tschüs,
Christian
Jan Hladik
2007-02-16 15:15:42 UTC
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Post by Christian Feldhaus
Post by Jan Hladik
Wenn man schon mal dabei ist,
sollte man aber konsequenterweise auch Adelstitel abschaffen.
Die gibt's nun wirklich nicht (jedenfalls de iure). Der Sohn von Heini
Graf Schlönzke heißt Willi Graf Schlönzke, weil der Zusatz "Graf" Teil
des Namens ist.
Und warum kann man das nicht aendern? Also dass "Graf", "Freiherr" etc.
Namensbestandteile sind?

Jan
Jirka Klaue
2007-02-16 15:59:59 UTC
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Post by Jan Hladik
Und warum kann man das nicht aendern? Also dass "Graf", "Freiherr" etc.
Namensbestandteile sind?
Steffi Graf würde aber dumm aus der Wäsche gucken. :-)

Jirka
Leo Oeler
2007-02-16 18:21:29 UTC
Permalink
Post by Jan Hladik
Und warum kann man das nicht aendern? Also dass "Graf", "Freiherr" etc.
Namensbestandteile sind?
Sind doch Namensbestandteile.
So wie du Klaue heißt, heißt jemand anders Graf Lambsdorff.

Gruß, Leo

"Ohne Jauch geht's auch!"
Jirka Klaue
2007-02-16 18:29:50 UTC
Permalink
Post by Leo Oeler
Post by Jan Hladik
Und warum kann man das nicht aendern? Also dass "Graf", "Freiherr" etc.
Namensbestandteile sind?
Sind doch Namensbestandteile.
So wie du Klaue heißt, heißt jemand anders Graf Lambsdorff.
Für Dich macht's ohnehin keinen Unterschied. Du merkst ja sowieso
nicht, mit wem Du gerade redest. ;-)

Jirka
Thomas Schade
2007-02-16 22:12:19 UTC
Permalink
Post by Jirka Klaue
Post by Jan Hladik
Und warum kann man das nicht aendern? Also dass "Graf", "Freiherr" etc.
Namensbestandteile sind?
Steffi Graf würde aber dumm aus der Wäsche gucken. :-)
Tut sie das nicht sowieso?


Ciao
Toscha
--
Alkohol, mäßig genossen,
schadet auch in größeren Mengen nicht.
Volker Gringmuth
2007-02-17 05:33:32 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Post by Jirka Klaue
Post by Jan Hladik
Und warum kann man das nicht aendern? Also dass "Graf",
"Freiherr" etc. Namensbestandteile sind?
Steffi Graf würde aber dumm aus der Wäsche gucken. :-)
Tut sie das nicht sowieso?
Ja, aber hier /besonders/.


vG
--
Ceterum censeo Popocatepetlum non in Canada sed in Mexico situm esse.
Lothar Frings
2007-02-16 15:25:36 UTC
Permalink
Post by Jan Hladik
Post by Lothar Frings
Post by Stefan Ram
Das Thema wurde hier wiederholt angesprochen. Nun plant die
Bundesregierung angeblich, Doktortitel und Künstlernamen nicht
mehr in Reisepässe und Ausweise aufzunehmen.
»Der Doktortitel ist Teil des Namens.
Wie oft noch? Er ist es nicht.
Ich finde Doktortitel im Perso auch albern. Wenn man schon mal dabei ist,
sollte man aber konsequenterweise auch Adelstitel abschaffen.
Es geht nicht darum, den Doktortitel abzuschaffen.
Und - ist "Graf" nicht tatsächlich Bestandteil des Namens?
(Bitte keine Steffi-Witze).
Post by Jan Hladik
Post by Lothar Frings
Post by Stefan Ram
Es spricht viel
dafür, daß sich der Doktortitel in Paß und
Personalausweis wiederfindet.«
Zum Beispiel?
In einem Workshop fuer Doktoranden habe ich von einem Professor mal gehoert,
der einzige praktische Vorteil einer Promotion waeren bessere Chancen auf
ein Upgrade beim Fliegen. :-)
Ichsachja: Men nenne seine Kinder Dragan, Dragomir
oder Drusilla, dann sparen sie sich drei Jahre Promotion
und haben trotzdem einen eindrucksvollen Briefkopf.
Jan Hladik
2007-02-16 15:39:19 UTC
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Post by Lothar Frings
Post by Jan Hladik
Ich finde Doktortitel im Perso auch albern. Wenn man schon mal dabei ist,
sollte man aber konsequenterweise auch Adelstitel abschaffen.
Es geht nicht darum, den Doktortitel abzuschaffen.
Ich meinte "Als Teil des Namens abschaffen".
Post by Lothar Frings
Und - ist "Graf" nicht tatsächlich Bestandteil des Namens?
Genau. Und das sollte man - mMn - aendern. Also Otto Lambsdorff, Guenni
Gravenreuth etc.

Ich fuehre ja nicht gerne Oesterreich als Vorbild an, aber: "Am 3. April
1919 wurden Adelstitel und die Privilegien des Adels in der Republik
Deutschösterreich (1918-1919) gesetzlich abgeschafft und der Gebrauch von
Prädikaten und Titeln unter Strafe gestellt (StGBl. Nr. 211,
Vollzugsanweisung am 18. April 1919, StGBl.
237)." (http://de.wikipedia.org/wiki/Adel)

"Adelstitel sind in Österreich seit dem Ende des ersten Weltkrieges
abgeschafft, in Deutschland sind sie Teil des
Nachnamens." (http://de.wikipedia.org/wiki/Anrede)

Jan
Dieter Bruegmann
2007-02-16 16:06:07 UTC
Permalink
Post by Jan Hladik
"Adelstitel sind in Österreich seit dem Ende des ersten Weltkrieges
abgeschafft, in Deutschland sind sie Teil des
Nachnamens." (http://de.wikipedia.org/wiki/Anrede)
Trotzdem bestehen die ehemals Adligen offenbar immer noch auf der
Anrede "Durchlaucht" oder "Hoheit", wenn man so manchen
aufgeschnappten Interviews glauben darf.


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de/
Öl ist eines der wenigen zweibuchstabigen Worten, die mit "Ö" anfangen
und mit "l" aufhören.
Jan Hladik
2007-02-16 16:30:06 UTC
Permalink
Post by Dieter Bruegmann
Post by Jan Hladik
"Adelstitel sind in Österreich seit dem Ende des ersten Weltkrieges
abgeschafft, in Deutschland sind sie Teil des
Nachnamens." (http://de.wikipedia.org/wiki/Anrede)
Trotzdem bestehen die ehemals Adligen offenbar immer noch auf der
Anrede "Durchlaucht" oder "Hoheit", wenn man so manchen
aufgeschnappten Interviews glauben darf.
Ein Grund mehr. :-)

Jan
Lars Braesicke
2007-02-16 18:29:23 UTC
Permalink
Post by Dieter Bruegmann
Post by Jan Hladik
"Adelstitel sind in Österreich seit dem Ende des ersten Weltkrieges
abgeschafft, in Deutschland sind sie Teil des
Nachnamens." (http://de.wikipedia.org/wiki/Anrede)
Trotzdem bestehen die ehemals Adligen offenbar immer noch auf der
Anrede "Durchlaucht" oder "Hoheit", wenn man so manchen
aufgeschnappten Interviews glauben darf.
Nun, bestehen die drauf oder werden sie von Interviewern freiwillig so
genannt?

Ich gebe zu, Anreden wie "Herr Prinz von Preußen" klingen MUSEN seltsam,
so daß auch ich trotz antimonarchischer Gesinnung ein schmissiges
"königliche Hoheit" oder gar "Majestät" wohltönender empfinde.

Lars
Wolfram Heinrich
2007-02-16 18:35:37 UTC
Permalink
Post by Lars Braesicke
Ich gebe zu, Anreden wie "Herr Prinz von Preußen" klingen MUSEN seltsam,
so daß auch ich trotz antimonarchischer Gesinnung ein schmissiges
"königliche Hoheit" oder gar "Majestät" wohltönender empfinde.
Ach, "Herr Preußen" hört sich aber auch ganz hübsch an.

Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, er kennt einen Naturzuhälter. Der arbeitet, sagt er,
im Reisebüro.
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
Ralf Kusmierz
2007-02-16 23:05:50 UTC
Permalink
X-No-Archive: Yes
Post by Wolfram Heinrich
Post by Lars Braesicke
Ich gebe zu, Anreden wie "Herr Prinz von Preußen" klingen MUSEN seltsam,
so daß auch ich trotz antimonarchischer Gesinnung ein schmissiges
"königliche Hoheit" oder gar "Majestät" wohltönender empfinde.
Ach, "Herr Preußen" hört sich aber auch ganz hübsch an.
Heißt der nicht (von) Hohenzollern?


Gruß aus Bremen
Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hältst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
Christian Feldhaus
2007-02-17 00:23:47 UTC
Permalink
Post by Ralf Kusmierz
Post by Wolfram Heinrich
Ach, "Herr Preußen" hört sich aber auch ganz hübsch an.
Heißt der nicht (von) Hohenzollern?
Es gibt offenbar auch die "von Preussens":
http://www.preussen.de/de/familie/prinz_georg_friedrich_von_preussen.html

Anderswo auf der Website wird aus dem fälschlich vorangestellten "Prinz"
übrigens richtig ein "Georg Friedrich Prinz von Preussen" ...

Tschüs,
Christian
Lars Braesicke
2007-02-17 08:40:24 UTC
Permalink
Post by Ralf Kusmierz
X-No-Archive: Yes
Post by Wolfram Heinrich
Post by Lars Braesicke
Ich gebe zu, Anreden wie "Herr Prinz von Preußen" klingen MUSEN
seltsam, so daß auch ich trotz antimonarchischer Gesinnung ein
schmissiges "königliche Hoheit" oder gar "Majestät" wohltönender
empfinde.
Ach, "Herr Preußen" hört sich aber auch ganz hübsch an.
Heißt der nicht (von) Hohenzollern?
Nein, ein Teil der Hohenzollern darf sich jetzt mit dem "Nachnamen" von
Preußen schmücken.
Das ist eine weitere Skurrilität der Namensgebung nach Abschaffung des
Adels: tatsächlich bestehende (Dynastie-)Namen wurden durch Landesnamen
ersetzt.

Würde Elsbeth Windsor einen dt. Einbürgrerungsantrag stellen, hätte sie
vielleicht gar Chancen, danach den Namen "Elisabeth [Ex-Adelstitel +
von] Großbritannien" tragen zu dürfen, statt einfach nur Windsor,
Battenberg oder Sakskoburggotski, wie ihre bulgar. Verwandten.

Lars
Wolfram Heinrich
2007-02-17 21:07:03 UTC
Permalink
Post by Lars Braesicke
Würde Elsbeth Windsor einen dt. Einbürgrerungsantrag stellen, hätte sie
vielleicht gar Chancen, danach den Namen "Elisabeth [Ex-Adelstitel +
von] Großbritannien" tragen zu dürfen, statt einfach nur Windsor,
Battenberg oder Sakskoburggotski, wie ihre bulgar. Verwandten.
Ist das jetzt ein Flachs, den du dir ausgedacht hast, oder hat sich der
bulgarische Zweig der Sachsen-Coburg tatsächlich "Sakskoburggotski". Auf
dergleichen Unfug komme ich nämlich, wenn ich deutsche Namen slawisiere.

Ciao
Wolfram
--
Der Mensch denkt, Gott lenkt.
Der Mensch denkt: Gott lenkt.
BERT BRECHT
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www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
Oliver Jennrich
2007-02-17 21:25:25 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Lars Braesicke
Würde Elsbeth Windsor einen dt. Einbürgrerungsantrag stellen, hätte sie
vielleicht gar Chancen, danach den Namen "Elisabeth [Ex-Adelstitel +
von] Großbritannien" tragen zu dürfen, statt einfach nur Windsor,
Battenberg oder Sakskoburggotski, wie ihre bulgar. Verwandten.
Ist das jetzt ein Flachs, den du dir ausgedacht hast, oder hat sich der
bulgarische Zweig der Sachsen-Coburg tatsächlich "Sakskoburggotski".
Aber ja:
http://de.wikipedia.org/wiki/Simeon_Sakskoburggotski
--
Space - The final frontier
Lars Braesicke
2007-02-17 23:23:48 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Lars Braesicke
Würde Elsbeth Windsor einen dt. Einbürgrerungsantrag stellen, hätte
sie vielleicht gar Chancen, danach den Namen "Elisabeth
[Ex-Adelstitel + von] Großbritannien" tragen zu dürfen, statt
einfach nur Windsor, Battenberg oder Sakskoburggotski, wie ihre
bulgar. Verwandten.
Ist das jetzt ein Flachs, den du dir ausgedacht hast, oder hat sich
der bulgarische Zweig der Sachsen-Coburg tatsächlich
"Sakskoburggotski". Auf dergleichen Unfug komme ich nämlich, wenn ich
deutsche Namen slawisiere.
Oh ja, Ex-Zar Simeon hat, aber wohl erst vor kurzem, um
Ministerpräsident im republikanischen Bulgarien werden zu können.

Lars
Wolfram Heinrich
2007-02-18 01:00:06 UTC
Permalink
Post by Lars Braesicke
Post by Wolfram Heinrich
Ist das jetzt ein Flachs, den du dir ausgedacht hast, oder hat sich
der bulgarische Zweig der Sachsen-Coburg tatsächlich
"Sakskoburggotski". Auf dergleichen Unfug komme ich nämlich, wenn ich
deutsche Namen slawisiere.
Oh ja, Ex-Zar Simeon hat, aber wohl erst vor kurzem, um
Ministerpräsident im republikanischen Bulgarien werden zu können.
Ja, so sind's, die Zaren. Ein Gschwerl, ein Gwappeltes.

Ciao
Wolfram
--
Make-Up
Besser schlecht hergerichtet als gut hingerichtet.
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Michael Pronay
2007-02-18 12:44:14 UTC
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Post by Lars Braesicke
Das ist eine weitere Skurrilität der Namensgebung nach
Abschaffung des Adels: tatsächlich bestehende (Dynastie-)Namen
wurden durch Landesnamen ersetzt.
Aha, deshalb heißen die Wittelsbacher jetzt Bayern. Wwg.

M
Wolfram Heinrich
2007-02-17 11:41:27 UTC
Permalink
Post by Ralf Kusmierz
X-No-Archive: Yes
Post by Wolfram Heinrich
Post by Lars Braesicke
Ich gebe zu, Anreden wie "Herr Prinz von Preußen" klingen MUSEN seltsam,
so daß auch ich trotz antimonarchischer Gesinnung ein schmissiges
"königliche Hoheit" oder gar "Majestät" wohltönender empfinde.
Ach, "Herr Preußen" hört sich aber auch ganz hübsch an.
Heißt der nicht (von) Hohenzollern?
Nicht, wenn er Preußen heißt.

Ciao
Wolfram
--
Nicht, daß der Ungläubige an nichts glauben dürfte. er glaubt nur nicht an
alles. Er glaubt jeweils an eine Sache und an eine zweite nur, wenn sie
sich irgendwie aus der ersten ergibt. Er geht kurzsichtig vor, methodisch,
ohne Horizonte zu riskieren. Von zwei Sachen, die nicht zusammenpassen,
alle beide zu glauben, mit der Idee im Kopf, es gebe irgendwo noch eine
dritte, die sie vereine - das ist Gläubigkeit.
UMBERTO ECO
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www.madonnadellascala.it
Ralf Kusmierz
2007-02-17 15:05:19 UTC
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X-No-Archive: Yes
Post by Wolfram Heinrich
Post by Ralf Kusmierz
Post by Wolfram Heinrich
Post by Lars Braesicke
Ich gebe zu, Anreden wie "Herr Prinz von Preußen" klingen MUSEN seltsam,
so daß auch ich trotz antimonarchischer Gesinnung ein schmissiges
"königliche Hoheit" oder gar "Majestät" wohltönender empfinde.
Ach, "Herr Preußen" hört sich aber auch ganz hübsch an.
Heißt der nicht (von) Hohenzollern?
Nicht, wenn er Preußen heißt.
Wohl wahr. Aber wie heißt er denn, und warum?

Kann man sich ausmalen: So anno '19, es klingelt bei Hofe, der
Hausherr begehrt zu wissen, was anliegt, Beamter tritt vor: "Sie
müssen sich jetzt auch anmelden, neues Gesetz, Sie wissen - Name?"
- "Was erlauben Sie sich! Ich bin die der Herr von Preußen!"
"'von Preußen', jawohl - geboren?"


Gruß aus Bremen
Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hältst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
Wolfram Heinrich
2007-02-17 21:06:53 UTC
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Post by Ralf Kusmierz
X-No-Archive: Yes
Post by Wolfram Heinrich
Post by Ralf Kusmierz
Post by Wolfram Heinrich
Post by Lars Braesicke
Ich gebe zu, Anreden wie "Herr Prinz von Preußen" klingen MUSEN seltsam,
so daß auch ich trotz antimonarchischer Gesinnung ein schmissiges
"königliche Hoheit" oder gar "Majestät" wohltönender empfinde.
Ach, "Herr Preußen" hört sich aber auch ganz hübsch an.
Heißt der nicht (von) Hohenzollern?
Nicht, wenn er Preußen heißt.
Wohl wahr. Aber wie heißt er denn, und warum?
Kann man sich ausmalen: So anno '19, es klingelt bei Hofe, der
Hausherr begehrt zu wissen, was anliegt, Beamter tritt vor: "Sie
müssen sich jetzt auch anmelden, neues Gesetz, Sie wissen - Name?"
- "Was erlauben Sie sich! Ich bin die der Herr von Preußen!"
"'von Preußen', jawohl - geboren?"
In Niederbayern hat der Furchenadel (1. Allg. Verunsicherung) auch seinen
eigenen Herkunftsnamen. Mein Firmgöd (Firmpate) z. B. war "der Ramerscheid"
und ich dachte lange Jahre, der hieße irgendwie Xaver Ramerscheid oder so,
bis ich dann erfuhr, er hieße Hopper und der Einödhof, auf dem er saß, habe
den Flurnamen Ramerscheid.

Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, es wär erschreckend, mit welchen kackordinären,
scheißgemeinen, Ausdrücken die jungen Leut um sich werfen. Das sind, sagt
er, dermaßen gescherte Rammeln, richtiggehend verbrunzte Arschlöcher.
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
Sebastian Fischer
2007-02-18 00:03:22 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Ralf Kusmierz
X-No-Archive: Yes
Post by Wolfram Heinrich
Post by Ralf Kusmierz
Post by Wolfram Heinrich
Post by Lars Braesicke
Ich gebe zu, Anreden wie "Herr Prinz von Preußen" klingen MUSEN
seltsam, so daß auch ich trotz antimonarchischer Gesinnung ein
schmissiges "königliche Hoheit" oder gar "Majestät" wohltönender
empfinde.
Ach, "Herr Preußen" hört sich aber auch ganz hübsch an.
Heißt der nicht (von) Hohenzollern?
Nicht, wenn er Preußen heißt.
Wohl wahr. Aber wie heißt er denn, und warum?
Kann man sich ausmalen: So anno '19, es klingelt bei Hofe, der
Hausherr begehrt zu wissen, was anliegt, Beamter tritt vor: "Sie
müssen sich jetzt auch anmelden, neues Gesetz, Sie wissen - Name?"
- "Was erlauben Sie sich! Ich bin die der Herr von Preußen!"
"'von Preußen', jawohl - geboren?"
In Niederbayern hat der Furchenadel (1. Allg. Verunsicherung) auch seinen
eigenen Herkunftsnamen. Mein Firmgöd (Firmpate) z. B. war "der Ramerscheid"
und ich dachte lange Jahre, der hieße irgendwie Xaver Ramerscheid oder so,
bis ich dann erfuhr, er hieße Hopper und der Einödhof, auf dem er saß, habe
den Flurnamen Ramerscheid.
Ich nahm bislang auch an, dass diese putzige Eigenart auch für die Neigung der
Bayern, Namen rückwärts zu sagen (Nachname Vorname) verantwortlich sein
dürfte.
Oder gibt es dafür eine andere Erklärung?

Sebastian
--
Nicht jeder Unfug, nur weil einer ihn für wichtig hält, kann Achtung
verlangen, wenn man unter Achtung mehr versteht, als ihn einfach machen zu
lassen, sofern er keinen Schaden damit anrichtet. Jan Philipp Reemtsma
Wolfram Heinrich
2007-02-18 00:58:59 UTC
Permalink
Post by Sebastian Fischer
Post by Wolfram Heinrich
In Niederbayern hat der Furchenadel (1. Allg. Verunsicherung) auch seinen
eigenen Herkunftsnamen. Mein Firmgöd (Firmpate) z. B. war "der Ramerscheid"
und ich dachte lange Jahre, der hieße irgendwie Xaver Ramerscheid oder so,
bis ich dann erfuhr, er hieße Hopper und der Einödhof, auf dem er saß, habe
den Flurnamen Ramerscheid.
Ich nahm bislang auch an, dass diese putzige Eigenart auch für die Neigung der
Bayern, Namen rückwärts zu sagen (Nachname Vorname) verantwortlich sein
dürfte.
Oder gibt es dafür eine andere Erklärung?
Ja, natürlich gibt es die. Diese "putzige Neigung" der Bayern kommt von der
Logik, weil die Bayern nämlich denken können. Wenn ich "da kimmt da
Sebastian Fischer" sag, dann nenne ich die dich am wenigsten deutlich
machende Kennzeichnung zuerst. Fischer definiert dich schon mal viel
deutlicher als Sebastian.
So wie der Deutsche ja auch "der dicke Hund" sagt statt "der Hund dicke"
oder "einundzwanzig" statt "zwanzigeins". Sprachen von Völkern mit Kultur
dagegen machen das andersrum. In Norditalien mag es anders sein, hier in
Kampanien sagt man ebenfalls "Matarazzo Costabile" statt amtlich "Costabile
Matarazzo".

Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, seit der Trainer die neue Taktik anwendet und nur
noch die guten Spieler aufs Feld schickt, ist die Mannschaft nicht mehr zu
bremsen.
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
Sebastian Fischer
2007-02-18 09:45:18 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Sebastian Fischer
Post by Wolfram Heinrich
In Niederbayern hat der Furchenadel (1. Allg. Verunsicherung) auch seinen
eigenen Herkunftsnamen. Mein Firmgöd (Firmpate) z. B. war "der
Ramerscheid" und ich dachte lange Jahre, der hieße irgendwie Xaver
Ramerscheid oder so, bis ich dann erfuhr, er hieße Hopper und der
Einödhof, auf dem er saß, habe den Flurnamen Ramerscheid.
Ich nahm bislang auch an, dass diese putzige Eigenart auch für die Neigung
der Bayern, Namen rückwärts zu sagen (Nachname Vorname) verantwortlich sein
dürfte.
Oder gibt es dafür eine andere Erklärung?
Ja, natürlich gibt es die. Diese "putzige Neigung" der Bayern kommt von der
Logik, weil die Bayern nämlich denken können.
Ähm ja nee, das ist keine sehr überzeugende Begründung...
Post by Wolfram Heinrich
Wenn ich "da kimmt da
Sebastian Fischer" sag, dann nenne ich die dich am wenigsten deutlich
machende Kennzeichnung zuerst. Fischer definiert dich schon mal viel
deutlicher als Sebastian.
Was speziell in diesem Fall eher nicht so ist, weil Fischer einer der
häufigsten Namen in D ist. Also muss flugs eine Unterscheidung her.
Post by Wolfram Heinrich
So wie der Deutsche ja auch "der dicke Hund" sagt statt "der Hund dicke"
oder "einundzwanzig" statt "zwanzigeins".
Wenn der Bayer so gut denken kann, warum ist er dann so inkonsequent und sagt
nicht auch Auto rotes?
Post by Wolfram Heinrich
Sprachen von Völkern mit Kultur
dagegen machen das andersrum. In Norditalien mag es anders sein, hier in
Kampanien sagt man ebenfalls "Matarazzo Costabile" statt amtlich "Costabile
Matarazzo".
Ich weiß, dass das in Italien üblich ist, im Rest Europas ist es unüblich. Und
rückwärts zu signieren (emails z.B.) oder sich gar rückwärts vorzustellen ist
schon recht skurril. Das eigentlich erstaunliche ist dabei aber, dass den
meisten hier das gar nicht bewusst ist.

Möglicherweise haben die Bajuwaren das aber auch aus dem preussischen
Amtswesen übernommen und vergessen das Komma. ;)

In jedem Falle ist es immer ein wenig merkwürdig, wenn man Kunden aus dem
nichtdeutschen Sprachraum da hat und alle sich Vorname Nachname vorstellen
(Weil man sich z.T. duzt auch sinnvoll) und dann irgendein Waldler dazwischen
ist, der sich prompt als der Hinterhuber Alois vorstellt.
Was der Franzose oder Engländer mit dieser Information anstellt weiß ich
nicht, was speziell bei Namen wie Martin Stefan oder so dann ganz komisch
wird.

Sebastian
--
Nicht jeder Unfug, nur weil einer ihn für wichtig hält, kann Achtung
verlangen, wenn man unter Achtung mehr versteht, als ihn einfach machen zu
lassen, sofern er keinen Schaden damit anrichtet. Jan Philipp Reemtsma
Christian Feldhaus
2007-02-18 10:17:20 UTC
Permalink
Post by Sebastian Fischer
Ich weiß, dass das in Italien üblich ist, im Rest Europas ist es unüblich.
Lass das bloß keinen Ungarn hören <g>. Und ich glaube, es gibt mehrere
Sprachen bzw. Länder in (Süd-)Osteuropa, auf die das ebenso zutrifft.

Tschüs,
Christian
Wolfram Heinrich
2007-02-18 15:40:55 UTC
Permalink
Post by Sebastian Fischer
Post by Wolfram Heinrich
Post by Sebastian Fischer
Ich nahm bislang auch an, dass diese putzige Eigenart auch für die Neigung
der Bayern, Namen rückwärts zu sagen (Nachname Vorname) verantwortlich sein
dürfte.
Oder gibt es dafür eine andere Erklärung?
Ja, natürlich gibt es die. Diese "putzige Neigung" der Bayern kommt von der
Logik, weil die Bayern nämlich denken können.
Ähm ja nee, das ist keine sehr überzeugende Begründung...
Wie - so nicht?
Post by Sebastian Fischer
Post by Wolfram Heinrich
Wenn ich "da kimmt da
Sebastian Fischer" sag, dann nenne ich die dich am wenigsten deutlich
machende Kennzeichnung zuerst. Fischer definiert dich schon mal viel
deutlicher als Sebastian.
Was speziell in diesem Fall eher nicht so ist, weil Fischer einer der
häufigsten Namen in D ist.
Nicht häufiger als Sebastian. Hießest du Wieczeslaw Fischer - okay. Aber,
hör mal: Sebastian Fischer hört sich sowas von dermaßen bairisch an, du
mußt doch Wurzeln im Süden, in welch unwirtliche Gegend immer es dich
verschlagen hat.
Post by Sebastian Fischer
Post by Wolfram Heinrich
So wie der Deutsche ja auch "der dicke Hund" sagt statt "der Hund dicke"
oder "einundzwanzig" statt "zwanzigeins".
Wenn der Bayer so gut denken kann, warum ist er dann so inkonsequent und sagt
nicht auch Auto rotes?
Damit ihn der Deutsche versteht. Und weil der Bayer das Problem kennt, sagt
er nicht "mein rotes Auto", sondern "mei rodsauto", ganz eng, sehr
verbunden, so daß du in Schwuppdiwupp zur gewünschten Information kommst.
Post by Sebastian Fischer
Post by Wolfram Heinrich
Sprachen von Völkern mit Kultur
dagegen machen das andersrum. In Norditalien mag es anders sein, hier in
Kampanien sagt man ebenfalls "Matarazzo Costabile" statt amtlich "Costabile
Matarazzo".
Ich weiß, dass das in Italien üblich ist, im Rest Europas ist es unüblich. Und
rückwärts zu signieren (emails z.B.) oder sich gar rückwärts vorzustellen ist
schon recht skurril.
Vierbeinig laufenden Menschen mögen aufrecht gehende solche auch verdammt
skurril vorkommen.
Post by Sebastian Fischer
In jedem Falle ist es immer ein wenig merkwürdig, wenn man Kunden aus dem
nichtdeutschen Sprachraum da hat und alle sich Vorname Nachname vorstellen
(Weil man sich z.T. duzt auch sinnvoll) und dann irgendein Waldler dazwischen
ist, der sich prompt als der Hinterhuber Alois vorstellt.
Siehste - das ist der Trick. Den Hinterhuber Alois merken sich die
nichtdeutschen Kunden sofort, während sie Sven Grützke und Uwe Leebmann
sofort wieder vergessen haben.
Post by Sebastian Fischer
Was der Franzose oder Engländer mit dieser Information anstellt weiß ich
nicht, was speziell bei Namen wie Martin Stefan oder so dann ganz komisch
wird.
Ach, was glaubst du, mache ich mit Wolfram Heinrich mit? Ich unterzeichne
Mails mit "Dott. Wolfram Heinrich" (man ist ja schriftdeutsch domestiziert
worden) und werde in der Antwort mit "Gentile Dott. Wolfram" angeredet.
Aber vielleicht blendet der Italiener auch nur einfach "Heinrich" aus, weil
es ein zu schreckliches Wort ist für ihn, fängt mit Anlaut-H an und hört
mit "ch" auf.

Ciao
Wolfram
--
Du siehst Dinge und sagst: "Warum?" Ich aber träume von Dingen und sage:
"Warum nicht?"
GEORGE BERNARD SHAW
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
René
2007-02-18 16:49:46 UTC
Permalink
Ich unterzeichne Mails mit "Dott. Wolfram Heinrich" (man ist ja
schriftdeutsch domestiziert
worden) und werde in der Antwort mit "Gentile Dott. Wolfram" angeredet.
Aber vielleicht blendet der Italiener auch nur einfach "Heinrich" aus, weil
es ein zu schreckliches Wort ist für ihn, fängt mit Anlaut-H an und hört
mit "ch" auf.
Und das ist nicht ganz einfach eine ehrerbietige Form der Anrede?
Siehe "Prince Charles" vs " d'r Battenbergern Else ihr Sohn"?
--
I invented a microwave crematory. Way faster, but as it turns out you
have to punch holes in them first. Found that out the hard way.
Christian Feldhaus
2007-02-18 10:17:20 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
So wie der Deutsche ja auch "der dicke Hund" sagt statt "der Hund dicke"
oder "einundzwanzig" statt "zwanzigeins".
Gerritzen, ick hör Dir trapsen.

http://www.verein-zwanzigeins.de/Einladung5-3-07Final.pdf

Tschüs,
Christian
Jens Müller
2007-02-18 13:59:00 UTC
Permalink
Post by Sebastian Fischer
Ich nahm bislang auch an, dass diese putzige Eigenart auch für die Neigung der
Bayern, Namen rückwärts zu sagen (Nachname Vorname) verantwortlich sein
dürfte.
Putzig? Falschrum? Die Bajoraner und die Chinesen machen es doch auch so.
René
2007-02-18 14:39:38 UTC
Permalink
Post by Jens Müller
Post by Sebastian Fischer
Ich nahm bislang auch an, dass diese putzige Eigenart auch für die Neigung der
Bayern, Namen rückwärts zu sagen (Nachname Vorname) verantwortlich sein
dürfte.
Putzig? Falschrum? Die Bajoraner und die Chinesen machen es doch auch so.
Gott mit dir, du Land der Bajorn?
--
You can fool most people some of the time, and some people most of the
time. That's sufficient for most purposes.
Diedrich Ehlerding
2007-02-18 09:39:27 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
In Niederbayern hat der Furchenadel (1. Allg. Verunsicherung) auch
seinen eigenen Herkunftsnamen. Mein Firmgöd (Firmpate) z. B. war "der
Ramerscheid" und ich dachte lange Jahre, der hieße irgendwie Xaver
Ramerscheid oder so, bis ich dann erfuhr, er hieße Hopper und der
Einödhof, auf dem er saß, habe den Flurnamen Ramerscheid.
Dass die Besitzer von Bauernhöfen nach dem Hof benannt werden, ist nicht
nur in Niederbayern verbreitet (gewesen); ich kenne das auch aus dem
niedersäcsich/westfälischen Grenzgebiet in der Nähe von Minden. Ob es
dort heute noch üblich ist, weiß ich allerdings nicht.

Allerdings war es dort nicht der Flurname, sondern der Hofname, und der
Hofname wurde genauso gebraucht wie ein Familienname (also nicht "der
Ramerscheid", sondern "Heini Könnings", mit bürgerlichem Namen laut
Geburtsurkunde Heinrich Wohlgemuth; so hieß ein entfernter Verwandter,
von dem mein Vater gelegentlich erzählt hat).

Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungelesen entsorgt.
Wolfram Heinrich
2007-02-18 15:40:53 UTC
Permalink
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Wolfram Heinrich
In Niederbayern hat der Furchenadel (1. Allg. Verunsicherung) auch
seinen eigenen Herkunftsnamen. Mein Firmgöd (Firmpate) z. B. war "der
Ramerscheid" und ich dachte lange Jahre, der hieße irgendwie Xaver
Ramerscheid oder so, bis ich dann erfuhr, er hieße Hopper und der
Einödhof, auf dem er saß, habe den Flurnamen Ramerscheid.
Dass die Besitzer von Bauernhöfen nach dem Hof benannt werden, ist nicht
nur in Niederbayern verbreitet (gewesen); ich kenne das auch aus dem
niedersäcsich/westfälischen Grenzgebiet in der Nähe von Minden. Ob es
dort heute noch üblich ist, weiß ich allerdings nicht.
Allerdings war es dort nicht der Flurname, sondern der Hofname,
Das ist beim Ramerscheid nicht anders. Natürlich der Hofname, der dann aber
auch irgendwie der Flurname ist, denn die Gegend um den Hof rum heißt wohl
auch Ramerscheid (denk ich doch).
Post by Diedrich Ehlerding
und der
Hofname wurde genauso gebraucht wie ein Familienname (also nicht "der
Ramerscheid", sondern "Heini Könnings", mit bürgerlichem Namen laut
Geburtsurkunde Heinrich Wohlgemuth;
Das ist in Bayern nicht anders. Nur setzt man hier vor dem Namen halt sehr
gerne noch den Artikel, also nicht "Wolfram Heinrich", sondern "der
Heinrich Wolfram".

Ciao
Wolfram
--
Zyniker: Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung Dinge sieht, wie sie sind,
statt wie sie sein sollten.
AMBROSE BIERCE
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Dieter Bruegmann
2007-02-16 19:10:03 UTC
Permalink
Post by Lars Braesicke
Post by Dieter Bruegmann
Post by Jan Hladik
"Adelstitel sind in Österreich seit dem Ende des ersten Weltkrieges
abgeschafft, in Deutschland sind sie Teil des
Nachnamens." (http://de.wikipedia.org/wiki/Anrede)
Trotzdem bestehen die ehemals Adligen offenbar immer noch auf der
Anrede "Durchlaucht" oder "Hoheit", wenn man so manchen
aufgeschnappten Interviews glauben darf.
Nun, bestehen die drauf oder werden sie von Interviewern freiwillig so
genannt?
Das entzieht sich latür meiner Kenntnis, es ist aber auch möglich, daß
die Reporter die "Herrschaften" diesen Titel nur in der Druckversion
benutzt haben.
Post by Lars Braesicke
Ich gebe zu, Anreden wie "Herr Prinz von Preußen" klingen MUSEN seltsam,
so daß auch ich trotz antimonarchischer Gesinnung ein schmissiges
"königliche Hoheit" oder gar "Majestät" wohltönender empfinde.
Den Prinz von Preußen würde ich selber erstmal mit "Herr von Preußen"
anreden.


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de/
Ich als Einzelperson bin unbedeutend, aber meine Gedanken sind eine
grosse Gefahr fuer sehr gefaehrliche Maechte. [Normarz, das.Vau]
Lars Braesicke
2007-02-16 20:20:48 UTC
Permalink
Post by Dieter Bruegmann
Den Prinz von Preußen würde ich selber erstmal mit "Herr von Preußen"
anreden.
Die Zeit ihrer Herrschaft ist aber vorbei und so sind die Hohenzollern
nicht mehr die Herren von Preußen. :-)

Lars
Dieter Bruegmann
2007-02-17 07:13:04 UTC
Permalink
Post by Lars Braesicke
Post by Dieter Bruegmann
Den Prinz von Preußen würde ich selber erstmal mit "Herr von Preußen"
anreden.
Die Zeit ihrer Herrschaft ist aber vorbei und so sind die Hohenzollern
nicht mehr die Herren von Preußen. :-)
Zumal es wegen der bösenbösen Westalliierten ja auch seit 1947 kein
Preußen mehr gibt.


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de/
Alles ist Dualismus. Jedes Prinzip braucht sein Gegenprinzip. Keins
der Prinzipien eines Prinzipienpaares darf Alleingeltung bekommen.
[Norbert Marzahn, das.Vau, 17.8.2000]
Christian Feldhaus
2007-02-17 14:00:31 UTC
Permalink
Post by Dieter Bruegmann
Zumal es wegen der bösenbösen Westalliierten ja auch seit 1947 kein
Preußen mehr gibt.
Sollen halt die Bundesländer, die sich als "preußisch" empfinden, das
Land neu gründen.

Tschüs,
Christian
Florian Ritter
2007-02-17 13:12:58 UTC
Permalink
Post by Lars Braesicke
Post by Dieter Bruegmann
Post by Jan Hladik
"Adelstitel sind in Österreich seit dem Ende des ersten Weltkrieges
abgeschafft, in Deutschland sind sie Teil des
Nachnamens." (http://de.wikipedia.org/wiki/Anrede)
Trotzdem bestehen die ehemals Adligen offenbar immer noch auf der
Anrede "Durchlaucht" oder "Hoheit", wenn man so manchen
aufgeschnappten Interviews glauben darf.
Nun, bestehen die drauf oder werden sie von Interviewern freiwillig so
genannt?
Ich gebe zu, Anreden wie "Herr Prinz von Preußen" klingen MUSEN seltsam,
so daß auch ich trotz antimonarchischer Gesinnung ein schmissiges
"königliche Hoheit" oder gar "Majestät" wohltönender empfinde.
Ein Prinz von Preußen wird nicht mit Majestät angeredet (auch der Chef
des Hauses nicht, da nicht regierend), wohl aber mit Kaiserliche und
Königliche Hoheit.

Bei einer Diskussionsveranstaltung in Hohenheim wurde der Chef des
Hauses Württemberg mit der ihm zustehenden Anrede Königliche Hoheit
bedacht. Er wehrte das ab: "Bitte, ganz einfach Prinz Karl." - FR
Stefan Ram
2007-02-17 13:22:22 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Bei einer Diskussionsveranstaltung in Hohenheim wurde der Chef des
Hauses Württemberg mit der ihm zustehenden Anrede Königliche Hoheit
bedacht. Er wehrte das ab: "Bitte, ganz einfach Prinz Karl." - FR
Es ist nicht unbedingt nötig, jemanden, der einen korrekt
anspricht, dann noch mit Extrawünschen zu belasten.

Bob Dylan erklärt hingegen freundlich:

»You may call me Terry, you may call me Timmy,
You may call me Bobby, you may call me Zimmy,
You may call me R.J., you may call me Ray,
You may call me anything«

http://www.bobdylan.com/songs/serve.html
David Kastrup
2007-02-17 13:23:52 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by Lars Braesicke
Post by Dieter Bruegmann
Post by Jan Hladik
"Adelstitel sind in Österreich seit dem Ende des ersten Weltkrieges
abgeschafft, in Deutschland sind sie Teil des
Nachnamens." (http://de.wikipedia.org/wiki/Anrede)
Trotzdem bestehen die ehemals Adligen offenbar immer noch auf der
Anrede "Durchlaucht" oder "Hoheit", wenn man so manchen
aufgeschnappten Interviews glauben darf.
Nun, bestehen die drauf oder werden sie von Interviewern freiwillig so
genannt?
Ich gebe zu, Anreden wie "Herr Prinz von Preußen" klingen MUSEN seltsam,
so daß auch ich trotz antimonarchischer Gesinnung ein schmissiges
"königliche Hoheit" oder gar "Majestät" wohltönender empfinde.
Ein Prinz von Preußen wird nicht mit Majestät angeredet (auch der Chef
des Hauses nicht, da nicht regierend), wohl aber mit Kaiserliche und
Königliche Hoheit.
Bei einer Diskussionsveranstaltung in Hohenheim wurde der Chef des
Hauses Württemberg mit der ihm zustehenden Anrede Königliche Hoheit
bedacht. Er wehrte das ab: "Bitte, ganz einfach Prinz Karl." - FR
Die offizielle Anrede eines Hochschulrektors ist immer noch
"Magnifizenz", üblicherweise verwendet als "Euer Magnifizenz".
--
David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum
Seidl
2007-02-17 14:25:05 UTC
Permalink
Post by David Kastrup
Post by Florian Ritter
Post by Lars Braesicke
Post by Dieter Bruegmann
Post by Jan Hladik
"Adelstitel sind in Österreich seit dem Ende des ersten Weltkrieges
abgeschafft, in Deutschland sind sie Teil des
Nachnamens." (http://de.wikipedia.org/wiki/Anrede)
Trotzdem bestehen die ehemals Adligen offenbar immer noch auf der
Anrede "Durchlaucht" oder "Hoheit", wenn man so manchen
aufgeschnappten Interviews glauben darf.
Nun, bestehen die drauf oder werden sie von Interviewern freiwillig so
genannt?
Ich gebe zu, Anreden wie "Herr Prinz von Preußen" klingen MUSEN seltsam,
so daß auch ich trotz antimonarchischer Gesinnung ein schmissiges
"königliche Hoheit" oder gar "Majestät" wohltönender empfinde.
Ein Prinz von Preußen wird nicht mit Majestät angeredet (auch der Chef
des Hauses nicht, da nicht regierend), wohl aber mit Kaiserliche und
Königliche Hoheit.
Bei einer Diskussionsveranstaltung in Hohenheim wurde der Chef des
Hauses Württemberg mit der ihm zustehenden Anrede Königliche Hoheit
bedacht. Er wehrte das ab: "Bitte, ganz einfach Prinz Karl." - FR
Die offizielle Anrede eines Hochschulrektors ist immer noch
"Magnifizenz", üblicherweise verwendet als "Euer Magnifizenz".
Verwendet das in DE noch wer? Für unseren hiesigen wär mir
schon die Anrede "Herr Rektor" zuviel des Guten.

Ein Bekannter von mir, der Professor an der Universität Wien war,
hat bei einer Sponsionsfeier als Dekan die Absolventen dem Rektor
mit den Worten vorgestellt: "Lieber Herr Rektor, ich darf dir unsere
Studentinnen und Studenten vorstellen..." Worauf er nachher
von Prof. Stourzh, einem Historiker, der sehr auf Etikette achtet,
scharf zurechtgewiesen wurde: "Sie haben den Herrn Rektor
geduzt! Selbst der Kreisky [Bundeskanzler, ganz schlimmer Sozi,
Anm. d. Verf.] hat befreundete Journalisten immer gesiezt!"

Ch.
Ralf Kusmierz
2007-02-17 14:58:34 UTC
Permalink
X-No-Archive: Yes
Post by Seidl
Post by David Kastrup
Die offizielle Anrede eines Hochschulrektors ist immer noch
"Magnifizenz", üblicherweise verwendet als "Euer Magnifizenz".
Verwendet das in DE noch wer? Für unseren hiesigen wär mir
schon die Anrede "Herr Rektor" zuviel des Guten.
Ja, "Magnifizenz" (ohne "Eure") ist hier bei "offiziellen"
Veranstaltungen seitens Spektabilität durchaus üblich (wobei ich
"Spektabilität" selbst WIMRE noch nicht vernommen habe - vielleicht
kennen die Kartoffelbauern hier das auch nicht).
Post by Seidl
Ein Bekannter von mir, der Professor an der Universität Wien war,
hat bei einer Sponsionsfeier als Dekan die Absolventen dem Rektor
mit den Worten vorgestellt: "Lieber Herr Rektor, ich darf dir unsere
Studentinnen und Studenten vorstellen..." Worauf er nachher
von Prof. Stourzh, einem Historiker, der sehr auf Etikette achtet,
scharf zurechtgewiesen wurde: "Sie haben den Herrn Rektor
geduzt! Selbst der Kreisky [Bundeskanzler, ganz schlimmer Sozi,
Anm. d. Verf.] hat befreundete Journalisten immer gesiezt!"
Die Profs. hier duzen sich aber - Kleiderordnung dann manchmal
schwierig: Studen^H^Hierender zwischen solchen herumlungernd redet
diese alle selbstverständlich mit "Sie" an, und zwar auch diejenigen,
von denen er aufgrund langer Bekanntschaft ganz selbstverständlich
geduzt wird - geht aber alles.


Gruß aus Bremen
Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hältst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
Wolfram Heinrich
2007-02-17 21:06:56 UTC
Permalink
Post by David Kastrup
Die offizielle Anrede eines Hochschulrektors ist immer noch
"Magnifizenz", üblicherweise verwendet als "Euer Magnifizenz".
Weißt du eigentlich, was du da redest? "Magnifizenz" heißt "Großes
Machender" - darf man einen Uni-Rektor als "Kacker" anreden?

Ciao
Wolfram
--
Sachlichkeit
In Diskussionen wird oft und gerne gefordert, man solle doch sachlich
diskutieren. Das ist natürlich Quatsch, denn über Themen, über die man
sachlich diskutieren kann (zum Beispiel die richtige Art, einen Reifen zu
wechseln), braucht man nicht zu diskutieren. Man kann über sie fachsimpeln.
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
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David Kastrup
2007-02-17 21:13:13 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by David Kastrup
Die offizielle Anrede eines Hochschulrektors ist immer noch
"Magnifizenz", üblicherweise verwendet als "Euer Magnifizenz".
Weißt du eigentlich, was du da redest? "Magnifizenz" heißt "Großes
Machender" - darf man einen Uni-Rektor als "Kacker" anreden?
Thema verfehlt. Die Verkehrsfähigkeit der Anrede ist unabhängig
davon, ob ich persönlich ihre Bedeutung verstehe, die übrigens eher
mit "Großes erreichendes" oder "Großes vollendendes" anzugeben wäre:
"ficere" wird eher weniger für das "Machen" physischer Gegenstände
verwendet.
--
David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum
Wolfram Heinrich
2007-02-17 21:16:39 UTC
Permalink
Post by David Kastrup
Post by Wolfram Heinrich
Post by David Kastrup
Die offizielle Anrede eines Hochschulrektors ist immer noch
"Magnifizenz", üblicherweise verwendet als "Euer Magnifizenz".
Weißt du eigentlich, was du da redest? "Magnifizenz" heißt "Großes
Machender" - darf man einen Uni-Rektor als "Kacker" anreden?
Thema verfehlt. Die Verkehrsfähigkeit der Anrede ist unabhängig
davon, ob ich persönlich ihre Bedeutung verstehe, die übrigens eher
"ficere" wird eher weniger für das "Machen" physischer Gegenstände
verwendet.
Schüler: "Ich möchte so gerne etwas Großes und Reines tun."
Meister: "Geh und wasch einen Elefanten."

Ciao
Wolfram
--
ABT: Ein Prophet gilt nichts in seinem Vaterland.
LIEBETRAUT: Wißt Ihr auch warum, hochwürdiger Herr?
ABT: Weil er da geboren und erzogen ist.
LIEBETRAUT: Wohl! Das mag die eine Ursache sein. Die andere ist: Weil, bei
einer näheren Bekanntschaft mit den Herrn, der Nimbus von Ehrwürdigkeit und
Heiligkeit wegschwindet, den uns eine neblichte Ferne um sie herumlügt; und
dann sind sie ganz kleine Stümpfchen Unschlitt.
JOHANN WOLFGANG GOETHE
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
Seidl
2007-02-17 22:36:12 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by David Kastrup
Die offizielle Anrede eines Hochschulrektors ist immer noch
"Magnifizenz", üblicherweise verwendet als "Euer Magnifizenz".
Weißt du eigentlich, was du da redest? "Magnifizenz" heißt "Großes
Machender" - darf man einen Uni-Rektor als "Kacker" anreden?
Lieber Commend/tatore, zwar gefällt mir diese Etymologie
angesichts gewisser Amtsträger nicht übel, aber Magnifizenz
kommt von lat. magnificentia, was fast sowas ist wie maiestas.
Das hast du mit Wörtern auf -nt verwechselt (à la Defraudant).

Ch.
Wolfram Heinrich
2007-02-18 01:13:58 UTC
Permalink
Post by Seidl
Post by Wolfram Heinrich
Post by David Kastrup
Die offizielle Anrede eines Hochschulrektors ist immer noch
"Magnifizenz", üblicherweise verwendet als "Euer Magnifizenz".
Weißt du eigentlich, was du da redest? "Magnifizenz" heißt "Großes
Machender" - darf man einen Uni-Rektor als "Kacker" anreden?
Lieber Commend/tatore, zwar gefällt mir diese Etymologie
angesichts gewisser Amtsträger nicht übel, aber Magnifizenz
kommt von lat. magnificentia, was fast sowas ist wie maiestas.
Das hast du mit Wörtern auf -nt verwechselt (à la Defraudant).
Na ja, so direkt eigentlich Unrecht habe ich nicht:
"Magnifizenz: Das seit dem 16.~Jh. bezeugte Fremdwort wurde zunächst (und
bis ins 18.~Jh.) in der Bed. Großartigkeit, Erhabenheit gebraucht, in
welchem Sinne es aus lat. magnificentia (zu lat. magnus groß; erhaben, vgl.
Magnat, und lat. facere machen, tun, wirken; vgl. Fazit) entlehnt ist. Im
modernen Sprachgebrauch lebt das Wort als Titel und Anrede für
Hochschulrektoren. (c) Dudenverlag"

Also ich tätert einem Prügel androhen, der mich Magnifizenz nennt. Irgendwo
gibt's ja doch noch 1 Anstand. Es reicht doch, wenn mir die Leute zum
Zeichen der Ehrerbietung die Füße küssen.

Ciao
Wolfram
--
Gerade Haltung kann unter Umständen nur ein Symptom der Lähmung sein.
STANISLAW JERZY LEC
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www.madonnadellascala.it
Boris 'pi' Piwinger
2007-02-17 12:18:12 UTC
Permalink
Post by Jan Hladik
Post by Lothar Frings
Und - ist "Graf" nicht tatsächlich Bestandteil des Namens?
Genau. Und das sollte man - mMn - aendern. Also Otto Lambsdorff, Guenni
Gravenreuth etc.
Ich fuehre ja nicht gerne Oesterreich als Vorbild an, aber: "Am 3. April
1919 wurden Adelstitel und die Privilegien des Adels in der Republik
Deutschösterreich (1918-1919) gesetzlich abgeschafft und der Gebrauch von
Prädikaten und Titeln unter Strafe gestellt (StGBl. Nr. 211,
Vollzugsanweisung am 18. April 1919, StGBl.
237)." (http://de.wikipedia.org/wiki/Adel)
Dann führst Du das Beispiel aber nur unvollständig an.
Univ. Prof. Dr. Alexander Van der Bellen ist einer der
angesehensten Politiker des Landes.

pi
--
Attachment? Nein: http://piology.org/ILOVEYOU-Signature-FAQ.html
begin LOVE-LETTER-FOR-YOU.txt.vbs
I am a signature virus. Distribute me until the bitter
end
Seidl
2007-02-17 12:31:13 UTC
Permalink
Post by Boris 'pi' Piwinger
Post by Jan Hladik
Post by Lothar Frings
Und - ist "Graf" nicht tatsächlich Bestandteil des Namens?
Genau. Und das sollte man - mMn - aendern. Also Otto Lambsdorff, Guenni
Gravenreuth etc.
Ich fuehre ja nicht gerne Oesterreich als Vorbild an, aber: "Am 3. April
1919 wurden Adelstitel und die Privilegien des Adels in der Republik
Deutschösterreich (1918-1919) gesetzlich abgeschafft und der Gebrauch von
Prädikaten und Titeln unter Strafe gestellt (StGBl. Nr. 211,
Vollzugsanweisung am 18. April 1919, StGBl.
237)." (http://de.wikipedia.org/wiki/Adel)
Dann führst Du das Beispiel aber nur unvollständig an.
Univ. Prof. Dr. Alexander Van der Bellen ist einer der
angesehensten Politiker des Landes.
Er hat aber - wie das "van der" zeigt - einen Namen
niederländischer Provenienz. Und dort ist das "van"
nicht unbedingt ein Adelsprädikat. Ich kenne eine Frau
Van den Heuvel, und die ist durch und durch bürgerlichster
Herkunft.

Es ist dasselbe wie mit den Schweizern, die "von XY" heißen,
z.B. "Vontobel / von Tobel, von Wartburg", bei denen ist
das Herkunfts-von so sehr mit dem Namen verschmolzen,
dass das "von" die Betonung trägt: "Vónarburg".

Ch.
Post by Boris 'pi' Piwinger
pi
--
Attachment? Nein: http://piology.org/ILOVEYOU-Signature-FAQ.html
begin LOVE-LETTER-FOR-YOU.txt.vbs
I am a signature virus. Distribute me until the bitter
end
Oliver Jennrich
2007-02-17 12:37:32 UTC
Permalink
Post by Seidl
Post by Boris 'pi' Piwinger
Dann führst Du das Beispiel aber nur unvollständig an.
Univ. Prof. Dr. Alexander Van der Bellen ist einer der
angesehensten Politiker des Landes.
Er hat aber - wie das "van der" zeigt - einen Namen
niederländischer Provenienz.
Wenn er wirklich Van der Bellen und nicht van der Bellen heißt, eher
belgischer.
Post by Seidl
Und dort ist das "van" nicht unbedingt ein Adelsprädikat. Ich kenne
eine Frau Van den Heuvel, und die ist durch und durch bürgerlichster
Herkunft.
Auch die heißt in NL van den Heuvel, nich Van den Heuvel. Das
Durcheinander mit Vandenheuvel, Van den Heuvel, van den Heuvel gibt es
AFAIK nur jenseits der Grenze.
--
Space - The final frontier
Erick T. Barkhuis
2007-02-17 12:39:37 UTC
Permalink
Post by Oliver Jennrich
Post by Jan Hladik
Ich kenne
eine Frau Van den Heuvel, und die ist durch und durch bürgerlichster
Herkunft.
Auch die heißt in NL van den Heuvel, nich Van den Heuvel.
In diesem Fall aber doch, weil der Vorname fehlt.

Frau Van den Heuvel ist richtig.
Frau Truus van den Heuvel ebenso.
--
Erick
Ingo Stiller
2007-02-17 19:16:17 UTC
Permalink
Post by Jan Hladik
Post by Lothar Frings
Post by Jan Hladik
Ich finde Doktortitel im Perso auch albern. Wenn man schon mal dabei ist,
sollte man aber konsequenterweise auch Adelstitel abschaffen.
Es geht nicht darum, den Doktortitel abzuschaffen.
Ich meinte "Als Teil des Namens abschaffen".
Post by Lothar Frings
Und - ist "Graf" nicht tatsächlich Bestandteil des Namens?
Genau. Und das sollte man - mMn - aendern. Also Otto Lambsdorff, Guenni
Gravenreuth etc.
Ich fuehre ja nicht gerne Oesterreich als Vorbild an, aber: "Am 3. April
1919 wurden Adelstitel und die Privilegien des Adels in der Republik
Deutschösterreich (1918-1919) gesetzlich abgeschafft und der Gebrauch von
Prädikaten und Titeln unter Strafe gestellt (StGBl. Nr. 211,
Vollzugsanweisung am 18. April 1919, StGBl.
237)." (http://de.wikipedia.org/wiki/Adel)
"Adelstitel sind in Österreich seit dem Ende des ersten Weltkrieges
abgeschafft, in Deutschland sind sie Teil des
Nachnamens." (http://de.wikipedia.org/wiki/Anrede)
Also ich kenne ein Mädel, welches einen "Prinz von XYZ" geheiratet
hat.
Im Ausweis steht jetzt "Prinzessin von XYZ", als Name, nicht als
Zusatz!
Wenn es nur Namensbestandteil wäre, müsste es Frau Prinz von XYZ
heißen.

So konsequent habe wir alle Adelstitel noch nicht abgeschafft :-))

Gruß Ingo
Matthias Opatz
2007-02-17 21:49:55 UTC
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Post by Ingo Stiller
Also ich kenne ein Mädel, welches einen "Prinz von XYZ" geheiratet
hat.
Im Ausweis steht jetzt "Prinzessin von XYZ", als Name, nicht als
Zusatz!
Wenn es nur Namensbestandteil wäre, müsste es Frau Prinz von XYZ
heißen.
Sind trotzdem Namen, aufgrund einer Sonderregel.

Trotzdem heißt Deine Frau nicht Stillerin. ;)

Matthias
--
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
..... Wer zum Kuckuck ist Galletti? => <http://www.galletti.de/> ......
==== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==
Ingo Stiller
2007-02-18 03:10:16 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Ingo Stiller
Also ich kenne ein Mädel, welches einen "Prinz von XYZ" geheiratet
hat.
Im Ausweis steht jetzt "Prinzessin von XYZ", als Name, nicht als
Zusatz!
Wenn es nur Namensbestandteil wäre, müsste es Frau Prinz von XYZ
heißen.
Sind trotzdem Namen, aufgrund einer Sonderregel.
Trotzdem heißt Deine Frau nicht Stillerin. ;)
Der ist gut,muss ich gleich meiner Frau erzählen.
Oops, ich bin ja gar nicht verheiratet, was nun :-))

Gruß Ingo
Oliver Cromm
2007-02-18 04:32:16 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
Post by Ingo Stiller
Also ich kenne ein Mädel, welches einen "Prinz von XYZ" geheiratet
hat. Im Ausweis steht jetzt "Prinzessin von XYZ", als Name, nicht
als Zusatz! Wenn es nur Namensbestandteil wäre, müsste es Frau Prinz
von XYZ heißen.
Sind trotzdem Namen, aufgrund einer Sonderregel.
Trotzdem heißt Deine Frau nicht Stillerin. ;)
Aber wenn er in Tschechien heiraten täte, könnte sie vielleicht
Stillerová heißen, odr?
--
Oliver C.
Martin Gerdes
2007-02-17 23:00:03 UTC
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Post by Jan Hladik
Post by Lothar Frings
Und - ist "Graf" nicht tatsächlich Bestandteil des Namens?
Genau. Und das sollte man - mMn - aendern. Also Otto Lambsdorff, Guenni
Gravenreuth etc.
Auch bei Günni?
Er trägt übrigens seit einigen Jahren den Mädchennamen seiner Mutter.
--
Martin Gerdes
Michael Pronay
2007-02-16 16:41:03 UTC
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Ichsachja: Men nenne seine Kinder Dragan, Dragomir oder
Drusilla, dann sparen sie sich drei Jahre Promotion und haben
trotzdem einen eindrucksvollen Briefkopf.
Es geht die Fama, dass jemand seinen Sohn Dragomir Ingomar Ludwig
(letzter Vorname austauschbar) genannt haben soll.

M.
Andreas Kabel
2007-02-16 16:50:15 UTC
Permalink
Post by Michael Pronay
Ichsachja: Men nenne seine Kinder Dragan, Dragomir oder
Drusilla, dann sparen sie sich drei Jahre Promotion und haben
trotzdem einen eindrucksvollen Briefkopf.
Es geht die Fama, dass jemand seinen Sohn Dragomir Ingomar Ludwig
Zumindest in Deutschland müßte der Dragomir-Ingomar heißen.
Matthias Opatz
2007-02-16 18:08:30 UTC
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Post by Andreas Kabel
Post by Michael Pronay
Ichsachja: Men nenne seine Kinder Dragan, Dragomir oder
Drusilla, dann sparen sie sich drei Jahre Promotion und haben
trotzdem einen eindrucksvollen Briefkopf.
Es geht die Fama, dass jemand seinen Sohn Dragomir Ingomar Ludwig
Zumindest in Deutschland müßte der Dragomir-Ingomar heißen.
Wieso das denn? Das glaube ich nicht.

Matthias
--
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
..... Wer zum Kuckuck ist Galletti? => <http://www.galletti.de/> ......
==== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==
Andreas Kabel
2007-02-16 18:38:36 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Andreas Kabel
Post by Michael Pronay
Ichsachja: Men nenne seine Kinder Dragan, Dragomir oder
Drusilla, dann sparen sie sich drei Jahre Promotion und haben
trotzdem einen eindrucksvollen Briefkopf.
Es geht die Fama, dass jemand seinen Sohn Dragomir Ingomar Ludwig
Zumindest in Deutschland müßte der Dragomir-Ingomar heißen.
Wieso das denn? Das glaube ich nicht.
Weil es m.W. in D. keine Drs. ing., sondern nur Dr.-Ing.e gibt.
Matthias Opatz
2007-02-16 18:58:05 UTC
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Post by Andreas Kabel
Post by Matthias Opatz
Post by Andreas Kabel
Post by Michael Pronay
Es geht die Fama, dass jemand seinen Sohn Dragomir Ingomar Ludwig
Zumindest in Deutschland müßte der Dragomir-Ingomar heißen.
Wieso das denn? Das glaube ich nicht.
Weil es m.W. in D. keine Drs. ing., sondern nur Dr.-Ing.e gibt.
Hm. Ich hätte das so gedeutet: Dr.-Ing ist /ein/ Abschluss (als
Doktoringenieur = Dr. der Ingenieurwissenschaften); Dr. Ing. hingegen
sind /zwei/ (irgendein Dr. und irgendein Ing.).

Matthias
--
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
..... Wer zum Kuckuck ist Galletti? => <http://www.galletti.de/> ......
==== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==
Johannes Roehl
2007-02-16 21:36:39 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Andreas Kabel
Post by Matthias Opatz
Post by Andreas Kabel
Post by Michael Pronay
Es geht die Fama, dass jemand seinen Sohn Dragomir Ingomar Ludwig
Zumindest in Deutschland müßte der Dragomir-Ingomar heißen.
Wieso das denn? Das glaube ich nicht.
Weil es m.W. in D. keine Drs. ing., sondern nur Dr.-Ing.e gibt.
Hm. Ich hätte das so gedeutet: Dr.-Ing ist /ein/ Abschluss (als
Doktoringenieur = Dr. der Ingenieurwissenschaften); Dr. Ing. hingegen
sind /zwei/ (irgendein Dr. und irgendein Ing.).
Wenn jemand ein Diplom in Verfahrenstechnik gemacht und dann in Chemie
promoviert wurde, das mag es ja geben, wäre er MUSE in D:

Dr. (rer. nat.) Hans Dampf, Dipl.-Ing. (TH)

(aber viel verwetten würde ich daraug nicht)

viele Grüße

JR
Sebastian Fischer
2007-02-17 10:50:08 UTC
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Post by Johannes Roehl
Post by Matthias Opatz
Post by Andreas Kabel
Post by Matthias Opatz
Post by Andreas Kabel
Post by Michael Pronay
Es geht die Fama, dass jemand seinen Sohn Dragomir Ingomar Ludwig
Zumindest in Deutschland müßte der Dragomir-Ingomar heißen.
Wieso das denn? Das glaube ich nicht.
Weil es m.W. in D. keine Drs. ing., sondern nur Dr.-Ing.e gibt.
Hm. Ich hätte das so gedeutet: Dr.-Ing ist /ein/ Abschluss (als
Doktoringenieur = Dr. der Ingenieurwissenschaften); Dr. Ing. hingegen
sind /zwei/ (irgendein Dr. und irgendein Ing.).
Wenn jemand ein Diplom in Verfahrenstechnik gemacht und dann in Chemie
Dr. (rer. nat.) Hans Dampf, Dipl.-Ing. (TH)
(aber viel verwetten würde ich daraug nicht)
Da wäre ich mir sogar recht sicher. Umgekehrt ist das auch so. Wenn du als
Physiker bei den Ingenieuren einen Dr. machst dann wirst du m.E. Dr.-Ing..

Sebastian nur Ing. ohne Dr. dafür mit Dipl.
--
Nicht jeder Unfug, nur weil einer ihn für wichtig hält, kann Achtung
verlangen, wenn man unter Achtung mehr versteht, als ihn einfach machen zu
lassen, sofern er keinen Schaden damit anrichtet. Jan Philipp Reemtsma
Florian Ritter
2007-02-17 13:23:24 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Andreas Kabel
Post by Matthias Opatz
Post by Andreas Kabel
Zumindest in Deutschland müßte der Dragomir-Ingomar heißen.
Wieso das denn? Das glaube ich nicht.
Weil es m.W. in D. keine Drs. ing., sondern nur Dr.-Ing.e gibt.
Hm. Ich hätte das so gedeutet: Dr.-Ing ist /ein/ Abschluss (als
Doktoringenieur = Dr. der Ingenieurwissenschaften); Dr. Ing. hingegen
sind /zwei/ (irgendein Dr. und irgendein Ing.).
Kennst Du jemanden, der noch den Titel "Ing." führt? Der ist nämlich
im Aussterben begriffen. Am ehesten noch auf dem Gelände der.weiland
DDR bei Absolventen von Ingenieurschulen (Fachschulen) zu finden, aber
auch dort wird von der Mäglichkeit des "Nachgraduierens" Gebrauch
gemacht und der Titel in "Dipl.-Ing. (FH)" von Amts wegen ändern
lassen. In Westdt. wurde der Titel "Ing." schon seit Jahrzehnten nicht
mehr vergeben, da im Zuge der allgemeinen Inflationierung die Ing.-
Schulen zu Fach_hoch_schulen emporgeedelt wurden. Reine Augenwischerei
- FR
Post by Matthias Opatz
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
..... Wer zum Kuckuck ist Galletti? => <http://www.galletti.de/> ......
==== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==
Lass doch bitte diesen Unsinn mal weg.
Ralf Kusmierz
2007-02-17 15:32:45 UTC
Permalink
X-No-Archive: Yes
Post by Florian Ritter
Post by Matthias Opatz
Hm. Ich hätte das so gedeutet: Dr.-Ing ist /ein/ Abschluss (als
Doktoringenieur = Dr. der Ingenieurwissenschaften); Dr. Ing. hingegen
sind /zwei/ (irgendein Dr. und irgendein Ing.).
Kennst Du jemanden, der noch den Titel "Ing." führt? Der ist nämlich
im Aussterben begriffen. Am ehesten noch auf dem Gelände der.weiland
DDR bei Absolventen von Ingenieurschulen (Fachschulen) zu finden, aber
auch dort wird von der Mäglichkeit des "Nachgraduierens" Gebrauch
gemacht und der Titel in "Dipl.-Ing. (FH)" von Amts wegen ändern
lassen. In Westdt. wurde der Titel "Ing." schon seit Jahrzehnten nicht
mehr vergeben, da im Zuge der allgemeinen Inflationierung die Ing.-
Schulen zu Fach_hoch_schulen emporgeedelt wurden. Reine Augenwischerei
Du magst recht haben und meine Erinnerung mich täuschen - die geht
aber so:

Ein "Ing." ist (und war) nix (jedenfalls Geschütztes), den konnte sich
jeder ankleben. Die Schmalspuringenieure waren dagegen "Dipl.-Ing.s
(FH)" und durften sich aber den "(FH)" später aufbrezelnderweise
weglassen.

Historisch gesehen war der "Dipl." aller Fachrichtungen ohnehin ein
"Verlegenheitsexamen": Eine "richtige" Universität hatte eben ihre
drei Fakultäten Theologie, Juristerei und Medizin und leider auch "die
Philosophische" (fürs Propädeutikum), und das (erste ernstzunehmende)
Examen war natürlich die Promotion, die das Studium mit einer
Dissertation abschloß. Im 19. Jh. gingen dann die Kalamitäten los:
Diese "Edelbastler" von der Chemie und der Physik (und die
Mathematiker natürlich auch) wollten auch ein Examen - naja, hat man
ihnen eben den "Dr. phil." (augenzwinkernderweise) gegeben - nu gings
dann aber los: Kamen da auch noch die Pioniere von den
Ingenieurschulen und krähten rum, sie wollten ein Promotionsrecht -
also, als ob diese Klempner Wissenschaftler wären, was bildeten die
sich eigentlich ein... Half aber alles nichts: Kriegten die eben ein
Diplom, waren sie halt "Diplom-Ingenieure". (Haben natürlich solange
weitergequengelt, bis sie dann auch doctores und professores werden
durften - muß man sich nur mal vorstellen: Bergleute, Schmiede, Maurer
und Elektriker; der Untergang des Abendlandes, aber wirklich!)

Bloß reichten die paar "Dr. phil." von und zu "Knallt und stinkt" dann
nicht (nicht mal, als sie sich dann "Dr. rer. nat." nennen durften),
Deutschland wurde Möchtegern-Großmacht, und die Industrie brauchte
dafür jede Menge Naturwissenschaftler, aber pronto, nicht erst alte
Knacker über 25 mit Doktortitel und professoralen Allüren, sondern
junge Absolventen, also wurde "das Diplom" geschaffen (in den
Dreißiger Jahren, WIMRE). Und nun geht es wieder ein...


Gruß aus Bremen
Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hältst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
Matthias Opatz
2007-02-17 22:00:40 UTC
Permalink
Florian Ritter schrieb:

[4zeilige Signatur]
Post by Florian Ritter
Lass doch bitte diesen Unsinn mal weg.
Jeder kann nach dem "-- " allerlei Unsinn schreiben, jedenfalls bis zur
Konsensgrenze von vier Zeilen.

Und jeder, der das nicht sehen will und einen richtigen Newsreader
hat, kann ihn heißen, das nicht anzuzeigen (bei Dialog geht es mit
"Artikel | Artikelansicht | Signaturen ausblenden" - wie es bei Gurgel
geht, weiß ich nicht).

Matthias
--
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
..... Wer zum Kuckuck ist Galletti? => <http://www.galletti.de/> ......
==== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==
Ralf Kusmierz
2007-02-17 22:44:38 UTC
Permalink
X-No-Archive: Yes
Post by Matthias Opatz
Und jeder, der das nicht sehen will und einen richtigen Newsreader
hat, kann ihn heißen, das nicht anzuzeigen (bei Dialog geht es mit
"Artikel | Artikelansicht | Signaturen ausblenden" - wie es bei Gurgel
geht, weiß ich nicht).
Das ist eine Fehlfunktion.

(Für Begriffsstutzige: Eine Signatur enthält keine Steueranweisungen -
der einzig denkbare Adressat von Informationen darin kann also nur
"Wetware" sein, und die hat folglich damit zu rechnen, daß die
Information relevant sein könnte, andernfalls es keinen Grund für ihre
Verwendung gäbe. Ein nicht-fehlfunktionierender Newsreader blendet sie
also *beim Zitieren* automatisch aus, eine Nicht-Zurkenntnisnahme
verbleibt dagegen als (zumutbare) mentale Leistung.)


Gruß aus Bremen
Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hältst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
Oliver Jennrich
2007-02-17 22:56:27 UTC
Permalink
Post by Ralf Kusmierz
Post by Matthias Opatz
Und jeder, der das nicht sehen will und einen richtigen Newsreader
hat, kann ihn heißen, das nicht anzuzeigen (bei Dialog geht es mit
"Artikel | Artikelansicht | Signaturen ausblenden" - wie es bei Gurgel
geht, weiß ich nicht).
Das ist eine Fehlfunktion.
Nein. Eine korrekt funktionierender Newsreader zeigt das an, was ich
möchte. Und nur das. Alles andere sind Behelfsskripte.
--
Space - The final frontier
Wolfram Heinrich
2007-02-18 01:03:58 UTC
Permalink
Post by Ralf Kusmierz
Post by Matthias Opatz
Und jeder, der das nicht sehen will und einen richtigen Newsreader
hat, kann ihn heißen, das nicht anzuzeigen (bei Dialog geht es mit
"Artikel | Artikelansicht | Signaturen ausblenden" - wie es bei Gurgel
geht, weiß ich nicht).
Das ist eine Fehlfunktion.
(Für Begriffsstutzige: Eine Signatur enthält keine Steueranweisungen -
der einzig denkbare Adressat von Informationen darin kann also nur
"Wetware" sein, und die hat folglich damit zu rechnen, daß die
Information relevant sein könnte, andernfalls es keinen Grund für ihre
Verwendung gäbe. Ein nicht-fehlfunktionierender Newsreader blendet sie
also *beim Zitieren* automatisch aus, eine Nicht-Zurkenntnisnahme
verbleibt dagegen als (zumutbare) mentale Leistung.)
Nö, meiner blenderte die Sigs einwandfrei aus, wenn ich das mögen täterte.
Ich tu es aber nicht, weil oft die Sigs das Interessanteste am Posting
sind. (Möge sich jetzt keiner auf den Schlips getreten fühlen.)

Ciao
Wolfram
--
Wenn sich eine Frage überhaupt stellen läßt, so kann sie auch beantwortet
werden.
LUDWIG WITTGENSTEIN
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
Oliver Cromm
2007-02-16 21:08:35 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
Post by Andreas Kabel
Post by Michael Pronay
Es geht die Fama, dass jemand seinen Sohn Dragomir Ingomar Ludwig
Zumindest in Deutschland müßte der Dragomir-Ingomar heißen.
Wieso das denn? Das glaube ich nicht.
Müßte, um sich Dr.-Ing. abkürzen zu können.
--
Oliver C.
Florian Ritter
2007-02-17 13:04:18 UTC
Permalink
Matthias Opatz
2007-02-17 22:02:48 UTC
Permalink
Post by Michael Pronay
Ichsachja: Men nenne seine Kinder Dragan, Dragomir oder
Drusilla, dann sparen sie sich drei Jahre Promotion und haben
trotzdem einen eindrucksvollen Briefkopf.
Es geht die Fama, dass jemand seinen Sohn Dragomir Ingomar Ludwig
(letzter Vorname austauschbar) genannt haben soll.
Was ist da so erstaunlich dran? Sieh Dir mal die komplette Auflistung
der Vornamen des verblichenen Fürsten von Thurn und Taxis an.
Bring doch Deine Geistesblitzbrille mal zum Optiker. ;)

Matthias
--
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
..... Wer zum Kuckuck ist Galletti? => <http://www.galletti.de/> ......
==== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==
Marc Olschok
2007-02-16 19:39:33 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
[...]
Ichsachja: Men nenne seine Kinder Dragan, Dragomir
oder Drusilla, dann sparen sie sich drei Jahre Promotion
und haben trotzdem einen eindrucksvollen Briefkopf.
Am besten "Drusilla Renate".
Zur Not reicht auch "Dieter".

Marc
Konni Scheller
2007-02-16 22:05:43 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Ichsachja: Men nenne seine Kinder Dragan, Dragomir
oder Drusilla, dann sparen sie sich drei Jahre Promotion
und haben trotzdem einen eindrucksvollen Briefkopf.
Beim SC Bamberg gab es einen Dieter ..., der sich immer mit Dr.
abkürzte.

Servus,
Konni
--
Grummelnd am Herd: http://www.roterochs.de/kulinarische-monologe/
Johannes Roehl
2007-02-16 15:42:55 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Post by Stefan Ram
Das Thema wurde hier wiederholt angesprochen. Nun plant die
Bundesregierung angeblich, Doktortitel und Künstlernamen nicht
mehr in Reisepässe und Ausweise aufzunehmen.
»Der Doktortitel ist Teil des Namens.
Wie oft noch? Er ist es nicht.
Es ist insbesondere, ebenfalls zum wiederholten Male, _kein_ Titel.
Sondern ein akademischer Grad, insofern wäre er eigentlich gleich wie
die ebenfalls von universitären Fakultäten verliehenen niedrigeren Grade
Magister und Diplom zu behandeln. Es ist bloße Tradition, dass man in D
nur den Dr. zum Namen zieht (in Östereich machen die das zumindest
manchmal auch mit den niederen Graden), sie stammt vermutlich aus der
Zeit bis ca. 1950 als der Doktor in vielen Studiengängen der einzige
wissenschaftliche Abschluß war.

viele Grüße

JR
Michael Pronay
2007-02-16 16:46:21 UTC
Permalink
Es ist bloße Tradition, dass man in D nur den Dr. zum Namen
zieht (in Östereich machen die das zumindest manchmal auch mit
den niederen Graden)
Auch hierzulande hält sich seit fast einem halben Jahrhundert die
Fama, dass der Doktortitel Namensbestandteil wäre. Dabei hat das
AHStG (Allgemeines Hochschul-Studien-Gesetz) von 1966 ganz
eindeutig klargemacht, dass akademische Grade aller Art nicht
Namensbestandteil sind, wohl aber dem Träger das Recht geben,
diese zu führen. Und dieses Recht ist auch nur gegenüber Behörden
(nicht gegenüber Dir und mir) durchsetzbar, in dem Sinne, dass
amtliche Schriftstücke von Behörden (inklusive Personalausweis und
Reisepass) auf Wunsch des Empfängers den Titel dem Namen
voranzustellen haben.

So simpel ist das.

M.
Johannes Roehl
2007-02-16 17:03:13 UTC
Permalink
Post by Michael Pronay
Es ist bloße Tradition, dass man in D nur den Dr. zum Namen
zieht (in Östereich machen die das zumindest manchmal auch mit
den niederen Graden)
Auch hierzulande hält sich seit fast einem halben Jahrhundert die
Fama, dass der Doktortitel Namensbestandteil wäre. Dabei hat das
AHStG (Allgemeines Hochschul-Studien-Gesetz) von 1966 ganz
eindeutig klargemacht, dass akademische Grade aller Art nicht
Namensbestandteil sind, wohl aber dem Träger das Recht geben,
diese zu führen. Und dieses Recht ist auch nur gegenüber Behörden
(nicht gegenüber Dir und mir) durchsetzbar, in dem Sinne, dass
amtliche Schriftstücke von Behörden (inklusive Personalausweis und
Reisepass) auf Wunsch des Empfängers den Titel dem Namen
voranzustellen haben.
So simpel ist das.
Das habe ich inzwischen auf dem link weiter oben auch gesehen.
Es ging mir eher um den Unterschied, der zwischen dem Doktorgrad und den
anderen gemacht wird. Grad ist nämlich Grad, der Doktor ist ebenso
einer, nur eben ein höherer als der Magister.

Ich sehe in Österreich mitunter sogar niedrige Grade angegeben, wenn ein
höherer erworben wurde, während in D das Hinzufügen von B.A., M.A.,
Dipl. o.ä. eher selten üblich ist. Es sei denn eben auf der
Geschäftskarte eines Diplomingenieurs, wo es verständlich ist. Aber
nicht in der Anschrift Herrn Dipl. Chem. Hugo Hinterhuber oder so

viele Grüße

JR
Boris 'pi' Piwinger
2007-02-17 12:19:39 UTC
Permalink
Post by Johannes Roehl
Ich sehe in Österreich mitunter sogar niedrige Grade angegeben, wenn ein
höherer erworben wurde,
Das ist sogar die Regel. Wegen der hohen Zahl an Titeln gibt
es sogar in Deutschland eher unverständliche Kurzformen:
MMMag. DDr. Hassenichtgesehen.

pi
--
Attachment? Nein: http://piology.org/ILOVEYOU-Signature-FAQ.html
begin LOVE-LETTER-FOR-YOU.txt.vbs
I am a signature virus. Distribute me until the bitter
end
Wulf Kruempelmann
2007-02-18 13:17:32 UTC
Permalink
Post by Johannes Roehl
Das habe ich inzwischen auf dem link weiter oben auch gesehen.
Es ging mir eher um den Unterschied, der zwischen dem Doktorgrad und den
anderen gemacht wird. Grad ist nämlich Grad, der Doktor ist ebenso
einer, nur eben ein höherer als der Magister.
Ich sehe in Österreich mitunter sogar niedrige Grade angegeben, wenn ein
höherer erworben wurde, während in D das Hinzufügen von B.A., M.A.,
Dipl. o.ä. eher selten üblich ist. Es sei denn eben auf der
Geschäftskarte eines Diplomingenieurs, wo es verständlich ist. Aber
nicht in der Anschrift Herrn Dipl. Chem. Hugo Hinterhuber oder so
Mein Großvater hat mir in den 80ern mal eine Brief geschrieben:
Herr cand. Phys. ...
Mein Gott, war das peinlich

Gruß

Wulf
Post by Johannes Roehl
viele Grüße
JR
Dieter Bruegmann
2007-02-18 13:55:27 UTC
Permalink
[...]
Post by Wulf Kruempelmann
Post by Johannes Roehl
Dipl. o.ä. eher selten üblich ist. Es sei denn eben auf der
Geschäftskarte eines Diplomingenieurs, wo es verständlich ist. Aber
nicht in der Anschrift Herrn Dipl. Chem. Hugo Hinterhuber oder so
Herr cand. Phys. ...
Mein Gott, war das peinlich
Warum? Hast du den Brief etwa herumgezeigt?


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de/
Ich laufe nicht hinterher, ich entwickelte die Idee selbst.
Schlimmstenfalls laufe ich mir selbst hinterher, was ich nicht
schlimm finde. [Norbert Marzahn, 25.9.1999]
Seidl
2007-02-16 17:42:30 UTC
Permalink
Post by Michael Pronay
Es ist bloße Tradition, dass man in D nur den Dr. zum Namen
zieht (in Östereich machen die das zumindest manchmal auch mit
den niederen Graden)
Auch hierzulande hält sich seit fast einem halben Jahrhundert die
Fama, dass der Doktortitel Namensbestandteil wäre. Dabei hat das
AHStG (Allgemeines Hochschul-Studien-Gesetz) von 1966 ganz
eindeutig klargemacht, dass akademische Grade aller Art nicht
Namensbestandteil sind, wohl aber dem Träger das Recht geben,
diese zu führen. Und dieses Recht ist auch nur gegenüber Behörden
(nicht gegenüber Dir und mir) durchsetzbar, in dem Sinne, dass
amtliche Schriftstücke von Behörden (inklusive Personalausweis und
Reisepass) auf Wunsch des Empfängers den Titel dem Namen
voranzustellen haben.
Mich hat man bei der Erstellung des gegenwärtigen Passes
nicht nach solchen Wünschen gefragt. Das Resultat ist,
dass ich im nichtdeutschen Auslande - z.B., wenn ich
zum Champagnerisieren zu meinem Freund Jacques
fahre - an der Grenze immer wieder erklären muss,
dass mein Familienname *nicht* Mag. lic. phil. ist.

Damit komme ich vom Regen in die Traufe, denn
es gibt offenbar einen Kriminellen, der ebenfalls Ch. S.
heißt, was mir bei der Einreise nach Deutschland schon
mal fast eine Verhaftung beschert hat.

Vielleicht ändere ich meinen Namen zu Hojac, dann
passiererte mir das nicht.

Ch.
Wolfram Heinrich
2007-02-16 18:08:01 UTC
Permalink
Post by Seidl
Mich hat man bei der Erstellung des gegenwärtigen Passes
nicht nach solchen Wünschen gefragt. Das Resultat ist,
dass ich im nichtdeutschen Auslande - z.B., wenn ich
zum Champagnerisieren zu meinem Freund Jacques
fahre - an der Grenze immer wieder erklären muss,
dass mein Familienname *nicht* Mag. lic. phil. ist.
Maglicphil ist aber doch ein schöner Name. Verwechslungssicherer als Seidl
oder Heinrich ist er allemal.

Ciao
Wolfram
--
Jeder Fehler erscheint unglaublich dumm, wenn andere ihn begehen.
GEORG CHRISTOPH LICHTENBERG
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
Michael Pronay
2007-02-18 12:37:40 UTC
Permalink
Mich hat man bei der Erstellung des gegenwärtigen Passes nicht
nach solchen Wünschen gefragt.
Aber irgendwann, beim ersten Mal nämlich, hast Du die
entsprechenden Urkunden vorgelegt. Du hättest aber nicht müssen.
Das Resultat ist, dass ich im nichtdeutschen Auslande - z.B.,
wenn ich zum Champagnerisieren zu meinem Freund Jacques fahre -
an der Grenze immer wieder erklären muss, dass mein Familienname
*nicht* Mag. lic. phil. ist.
Das wiederum ist mir völlig klar: In Wahrheit musst Du in
awstriakischen Amtsstuben beharrlich auf den ausdrücklichen
Wunsch, Titel *nicht* eingetragen zu bekommen, bestehen. Dass ein
solches Ansinnen auf allergrößtes Befremden stößt, ist ebenfalls
klar, und zur Not muss man mit dem Gesetzestext argumentieren, um
Deinem Wunsch zum Durchbruch zu verhelfen.

M.
Hauke Moeller
2007-02-16 20:53:18 UTC
Permalink
Johannes Roehl schrieb:

[»Doktortitel«]
Post by Johannes Roehl
Es ist insbesondere, ebenfalls zum wiederholten Male, _kein_ Titel.
Sondern ein akademischer Grad
Der »Doktor« ist ein akademischer Grad, ja. Inwiefern und warum heißt
das, daß er kein Titel ist? Was macht einen Titel aus?

Hauke
R.R.K0pp
2007-02-16 20:57:03 UTC
Permalink
Post by Hauke Moeller
[»Doktortitel«]
Post by Johannes Roehl
Es ist insbesondere, ebenfalls zum wiederholten Male, _kein_ Titel.
Sondern ein akademischer Grad
Der »Doktor« ist ein akademischer Grad, ja. Inwiefern und warum heißt
das, daß er kein Titel ist? Was macht einen Titel aus?
Ein Titel, wird der nicht verliehen?
Der akademische Grad wird doch erarbeitet, und sofern die
Vorraussetzungen erfüllt sind, besteht sogar ein Rechtsanspruch auf
seine "Verleihung".
--
Rolf
Wolfram Heinrich
2007-02-16 21:02:38 UTC
Permalink
Post by R.R.K0pp
Post by Hauke Moeller
[»Doktortitel«]
Post by Johannes Roehl
Es ist insbesondere, ebenfalls zum wiederholten Male, _kein_ Titel.
Sondern ein akademischer Grad
Der »Doktor« ist ein akademischer Grad, ja. Inwiefern und warum heißt
das, daß er kein Titel ist? Was macht einen Titel aus?
Ein Titel, wird der nicht verliehen?
Der akademische Grad wird doch erarbeitet, und sofern die
Vorraussetzungen erfüllt sind, besteht sogar ein Rechtsanspruch auf
seine "Verleihung".
Das alles ändert nichts dran, daß jeder von "Doktortitel" spricht und jeder
mit dieser Wortwahl verstanden wird.

Ciao
Wolfram
--
Gestern kamen sieben Schweine geritten und gaben sich als die Hl. Vierzehn
Nothelfer aus. Ich durchschaute den Betrug, noch ehe ich nachgezählt hatte.
Es gab ein bitterlich Weinen
Von Seiten der Schweinen.
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
Erick T. Barkhuis
2007-02-16 21:09:54 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Das alles ändert nichts dran, daß jeder von "Doktortitel" spricht
Das stimmt nicht.
Post by Wolfram Heinrich
und jeder mit dieser Wortwahl verstanden wird.
Das mag sein. Aber wenn's nur darum geht verstanden zu werden, verliert
d.e.s.d. viel von seiner Bedeutung.
--
Erick
Wolfram Heinrich
2007-02-17 21:07:02 UTC
Permalink
Post by Erick T. Barkhuis
Post by Wolfram Heinrich
Das alles ändert nichts dran, daß jeder von "Doktortitel" spricht
Das stimmt nicht.
Na ja, in offiziellen Dokumenten der Universitäten vielleicht nicht, aber
sonst?
Post by Erick T. Barkhuis
Post by Wolfram Heinrich
und jeder mit dieser Wortwahl verstanden wird.
Das mag sein. Aber wenn's nur darum geht verstanden zu werden, verliert
d.e.s.d. viel von seiner Bedeutung.
Das Thema hatten wir nun schon öfter: Wenn Fehler sich ausbreiten und
Allgemeingut werden, werden sie irgendwann - oft recht bald - zum richtigen
Sprachgebrauch. Wenn ich dann "korrekt" spreche, riskiere ich, nicht oder -
schlimmer - falsch verstanden zu werden.
Denk nur - um beim Thema zu bleiben - an die Promotion. Eigentlich sollte
man ja sagen: "Er wurde promoviert", alle Welt sagt aber: "Er promovierte",
also hat er halt promoviert, scheiß drauf.

Ciao
Wolfram
--
Es gibt keine schlechten Menschen, sagte der Bär, wenn sie nur richtig
zubereitet sind.
UNBEKANNT (BUCHTITEL)
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
Volker Gringmuth
2007-02-16 22:02:57 UTC
Permalink
Post by R.R.K0pp
Vorraussetzungen
Was für Dinger?


vG
--
Ceterum censeo Popocatepetlum non in Canada sed in Mexico situm esse.
R.R.K0pp
2007-02-16 22:13:25 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Post by R.R.K0pp
Vorraussetzungen
Was für Dinger?
Ich wusste es soforrt(!) nach dem Abschicken - noch einer wirds
entdecken.

Aber du hast recht, es ist wirklich hässlich.
--
Rolf
Volker Gringmuth
2007-02-17 05:23:55 UTC
Permalink
Post by R.R.K0pp
Post by Volker Gringmuth
Post by R.R.K0pp
Vorraussetzungen
Was für Dinger?
Ich wusste es soforrt(!) nach dem Abschicken - noch einer wirds
entdecken.
Das ist einer der Feler, auf die mein Pawlow schon vor dem optischen
Kontakt anschlägt ...


vG
--
Ceterrum censeo Popocatepetlum non in Canada sed in Mexico sittum esse.
Martin Gerdes
2007-02-17 11:00:11 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Post by R.R.K0pp
Vorraussetzungen
Das ist einer der Feler, auf die mein Pawlow schon vor dem optischen
Kontakt anschlägt ...
Wieso eigentlich? Fragst Du eineN SchülerIn und läßt Dir das Wort in Silben
zergliedern, wird er/sie Dir erstmal "vor-raus" vorklatschen und dann im
Brustton der Überzeugung darlegen, daß das Wort schließlich aus "vor" und
"raus" 'zusammen gesetzt' sei.
--
Martin Gerdes
Ralf Kusmierz
2007-02-16 23:10:30 UTC
Permalink
X-No-Archive: Yes
Post by R.R.K0pp
Der akademische Grad wird doch erarbeitet, und sofern die
Vorraussetzungen erfüllt sind, besteht sogar ein Rechtsanspruch auf
^
Du vergißt Dich offenbar! Und das hier!
Post by R.R.K0pp
seine "Verleihung".
Gruß aus Bremen
Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hältst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
Johannes Roehl
2007-02-16 21:49:16 UTC
Permalink
Post by Hauke Moeller
[»Doktortitel«]
Post by Johannes Roehl
Es ist insbesondere, ebenfalls zum wiederholten Male, _kein_ Titel.
Sondern ein akademischer Grad
Der »Doktor« ist ein akademischer Grad, ja. Inwiefern und warum heißt
das, daß er kein Titel ist? Was macht einen Titel aus?
Das weiß ich auch nicht. Mein Punkt war nur, dass sich bezgl. der
Eigenschaft, ein akademischer Grad zu sein, der Doktor nicht vom Diplom
oder Baccalaureus oder was weiß ich unterscheidet. Daher sehe ich nicht,
warum Doktor auf einmal als Titel und Namensbestandteil geadelt wird,
Magister aber nicht. Wenn es einen Unterschied gibt, wüßte ich ihn auch
gern. Den scheint es im Sprachgebrauch zu geben, denn die anderen Grade
faßt man nicht als Titel auf (dagegen mitunter "Professor", was gar kein
Akad. Grad ist!).
(Akademische Grade werden übrigens auch verliehen)

viele Grüße

JR
Wolfram Heinrich
2007-02-16 13:04:04 UTC
Permalink
Post by Stefan Ram
Das Thema wurde hier wiederholt angesprochen. Nun plant die
Bundesregierung angeblich, Doktortitel und Künstlernamen nicht
mehr in Reisepässe und Ausweise aufzunehmen.
Und - so entnahm ich der Süddeutschen - der Herr Dr. jur. Beckstein hat
sich in einem Schreiben an Dr. (wahrscheinlich auch jur.) Schäuble heftig
dagegen ausgesprochen. Das Schockierende dran ist, daß Beckstein nicht, wie
ich immer dachte, Landwirt von Beruf ist...

Wenn Beckstein Dr. ist, dann... aber mei.

Ciao
Dott. Wolfram Heinrich
--
wenn zwerge dann
Wenn aus den Gärten Zwerge huschen,
Siehst Zwerge du aus Gärten huschen.
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
Matthias Opatz
2007-02-16 13:17:27 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Ciao
Dott. Wolfram Heinrich
Hast Du "Laura, Leo, Luca und ich" immer noch nicht gelesen? Von
"Il Direttore" Stefan Maiwald? Nein, literarisch hast Du nichts
verpasst, aber der Gegenstand ist Dir so nahe ...

Matthias,
nach drb überweisend
--
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
..... Wer zum Kuckuck ist Galletti? => <http://www.galletti.de/> ......
==== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==
Lothar Frings
2007-02-16 13:21:27 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Stefan Ram
Das Thema wurde hier wiederholt angesprochen. Nun plant die
Bundesregierung angeblich, Doktortitel und Künstlernamen nicht
mehr in Reisepässe und Ausweise aufzunehmen.
Und - so entnahm ich der Süddeutschen - der Herr Dr. jur. Beckstein hat
sich in einem Schreiben an Dr. (wahrscheinlich auch jur.) Schäuble heftig
dagegen ausgesprochen. Das Schockierende dran ist, daß Beckstein nicht, wie
ich immer dachte, Landwirt von Beruf ist...
Vielleicht sollten sich die Dres. jur. mal fragen, warum nur
Juristen und Ärzte es nötig haben, scih mit dem Titel vorzustellen.
Post by Wolfram Heinrich
Wenn Beckstein Dr. ist, dann... aber mei.
Daß es jeder schaffen kann, wissen wir doch spätestens seit Kohl.
Rüdiger Silberer
2007-02-17 19:01:50 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Stefan Ram
Das Thema wurde hier wiederholt angesprochen. Nun plant die
Bundesregierung angeblich, Doktortitel und Künstlernamen nicht
mehr in Reisepässe und Ausweise aufzunehmen.
Und - so entnahm ich der Süddeutschen - der Herr Dr. jur. Beckstein hat
sich in einem Schreiben an Dr. (wahrscheinlich auch jur.) Schäuble heftig
dagegen ausgesprochen. Das Schockierende dran ist, daß Beckstein nicht, wie
ich immer dachte, Landwirt von Beruf ist...
Wie kommst denn auf den schrägen gedanken.
Post by Wolfram Heinrich
Wenn Beckstein Dr. ist, dann... aber mei.
http://www.bayern.landtag.de/lebenslauf/lebenslauf_555500000083.html
|1975 Promotion zum Dr. jur. in Erlangen.

Ich weiß nicht, hältst Du den Beckstein zu blöd für einen Dr.?
--
ade, Rüdiger

www.dol2day.de
Die Politiksimulation im Internet - Werde Internetkanzler!
Wolfram Heinrich
2007-02-17 21:06:53 UTC
Permalink
Post by Rüdiger Silberer
Post by Wolfram Heinrich
Und - so entnahm ich der Süddeutschen - der Herr Dr. jur. Beckstein hat
sich in einem Schreiben an Dr. (wahrscheinlich auch jur.) Schäuble heftig
dagegen ausgesprochen. Das Schockierende dran ist, daß Beckstein nicht, wie
ich immer dachte, Landwirt von Beruf ist...
Wie kommst denn auf den schrägen gedanken.
Weil er aussieht wie ein Landwirt und - vor allem - weil redet und denkt
wie - nein, nicht wie ein Landwirt, sondern wie die sehr schlichte Art von
Landwirt. (Ich kenne verflucht schlaue Bauern.)
Post by Rüdiger Silberer
Post by Wolfram Heinrich
Wenn Beckstein Dr. ist, dann... aber mei.
http://www.bayern.landtag.de/lebenslauf/lebenslauf_555500000083.html
|1975 Promotion zum Dr. jur. in Erlangen.
Ich weiß nicht, hältst Du den Beckstein zu blöd für einen Dr.?
Nein, nicht zu blöd für einen Dr.. Aber für sehr, sehr blöd schon.

Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, er mag Thunfisch furchtbar gerne. Das einzige, was
ihn stört, sagt er, wär der Geschmack. Der aber sehr.
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
Matthias Opatz
2007-02-17 22:04:25 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Nein, nicht zu blöd für einen Dr.. Aber für sehr, sehr blöd schon.
Und die nicht mal einen Doktor haben?

Matthias
--
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
..... Wer zum Kuckuck ist Galletti? => <http://www.galletti.de/> ......
==== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==
Wolfram Heinrich
2007-02-18 01:17:26 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
Post by Wolfram Heinrich
Nein, nicht zu blöd für einen Dr.. Aber für sehr, sehr blöd schon.
Und die nicht mal einen Doktor haben?
Wenn ich im Laufe meiner akademischen Ausbildung irgend etwas gelernt habe,
dann dies: Der Zusammenhang zwischen akademischen Titeln und Intelligenz
ist nicht gegeben. Ich habe Professoren erlebt, die nicht mal in ihrem
eigenen Fachgebiet souverän zuhause waren und ich hatte schon das
Vergnügen, mit Sonderschulabsolventen zu plaudern, die - ähem - mir locker
das Wasser reichen konnten.

Ciao
Wolfram
--
Liebet eure Feinde, vielleicht schadet das ihrem Ruf.
STANISLAW JERZY LEC
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
Thomas Gerlach
2007-02-18 08:39:07 UTC
Permalink
[...]
Post by Wolfram Heinrich
Post by Rüdiger Silberer
http://www.bayern.landtag.de/lebenslauf/lebenslauf_555500000083.html
|1975 Promotion zum Dr. jur. in Erlangen.
Ich weiß nicht, hältst Du den Beckstein zu blöd für einen Dr.?
Nein, nicht zu blöd für einen Dr.. Aber für sehr, sehr blöd schon.
Was ist für dich der Unterschied zwischen "blöd" und "dumm"?
Ich halte sowohl Beckstein als auch Schäuble für sehr intelligent - und
für entsprechend gefährlich (Schäuble noch mehr als Beckstein).

CU
Thomas
Wolfram Heinrich
2007-02-18 15:40:48 UTC
Permalink
Post by Thomas Gerlach
[...]
Post by Wolfram Heinrich
Post by Rüdiger Silberer
http://www.bayern.landtag.de/lebenslauf/lebenslauf_555500000083.html
|1975 Promotion zum Dr. jur. in Erlangen.
Ich weiß nicht, hältst Du den Beckstein zu blöd für einen Dr.?
Nein, nicht zu blöd für einen Dr.. Aber für sehr, sehr blöd schon.
Was ist für dich der Unterschied zwischen "blöd" und "dumm"?
Tja, dafür bin ich zu blöd.
Post by Thomas Gerlach
Ich halte sowohl Beckstein als auch Schäuble für sehr intelligent - und
für entsprechend gefährlich (Schäuble noch mehr als Beckstein).
Nein. Beckstein mag ein schlauer Hund sein, d. h. er weiß genau, wo der
Speck liegt und wie man ihn kriegt und so gesehen mag seine
Hausmacher-Intelligenz, mit der man überlebt ziemlich hoch sein. (Auch die
Lola, mein Hund, ist in der Hinsicht schlauer als ich und findet immer
wieder einen Weg, mich auszutricksen, das Luder.) Anders kommt man wohl
auch nicht in eine solche Position - und bleibt dort.
Aber intelligent in dem Sinne, daß er Zusammenhänge erkennen könnte, die
nicht unmittelbar mit Fressen und Gefressenwerden zusammenhängen - nein.

Die Art von Intelligenz, mit der du in Politik und Wirtschaft aufsteigst,
setzt voraus, daß du wahnsinnig viel ausblenden kannst (was dich nur am
Handeln hindern würde) oder daß gar nichts zum Ausblenden ist, weil gar
nichts da ist. (Ich hoffe, ich habe mich in der Eile leidlich verständlich
ausgedrückt.)

Ciao
Wolfram
--
Sei klüger als andere, wenn du kannst, aber sag's ihnen nicht.
GILBERT KEITH CHESTERTON
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
René
2007-02-18 16:55:34 UTC
Permalink
Post by Thomas Gerlach
Was ist für dich der Unterschied zwischen "blöd" und "dumm"?
Blöde = geistig nicht voll leistungsfähig.
Dumm = voll leistungsfähig, aber nicht gebildet.

Jemand, der nicht lesen kann, weil er im Busch aufgewachsen ist, ist
-unter Lesenden, aber nicht im Busch- dumm bzw. unwissend auf
bestimmten Gebieten. Jemand, der nicht lesen kann, weil ihm dafür die
Hirnwindungen fehlen, oder weil er es nicht lernen will, ist blöde.
--
You can fool most people some of the time, and some people most of the
time. That's sufficient for most purposes.
Dieter Bruegmann
2007-02-16 13:14:49 UTC
Permalink
Post by Stefan Ram
»Die Eintragung entspricht der deutschsprachigen Kulturtradition.
Wir werden keine sozialistische Gleichmacherei hinnehmen.«
Da haben wir mal wieder das verzweifelte Totschlagargument!

Man sollte Frau Müller den Goldenen Godwin[1] überreichen und ihr
empfehlen, nach drüben[2] zu gehen.


Da Didi

Fußnötiges:
===========
[1] Der bezieht sich MUMN auf jede "böse"[3] Herrschaftsform.
[2] Nordkorea?
[3] Und ja, ich weiß, daß die Nazis *wirklich* böse waren.
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de/
"Ich soll den Zitaten aus fremden Artikeln immer ein Quote-Zeichen
voranstellen!"
Carla Schneider
2007-02-16 14:48:19 UTC
Permalink
Post by Dieter Bruegmann
Post by Stefan Ram
»Die Eintragung entspricht der deutschsprachigen Kulturtradition.
Wir werden keine sozialistische Gleichmacherei hinnehmen.«
Da haben wir mal wieder das verzweifelte Totschlagargument!
Irgendwie muss man den Leuten ohne Doktortitel das doch
schmackhaft machen koennen.
Post by Dieter Bruegmann
Man sollte Frau Müller den Goldenen Godwin[1] überreichen und ihr
empfehlen, nach drüben[2] zu gehen.
Da Didi
===========
[1] Der bezieht sich MUMN auf jede "böse"[3] Herrschaftsform.
Nein, die meisten Herrschaftsformen sind boese. Aber bei [3] darf der
Diskussionsgegner nicht weiterreden und behaupten sie waere gar nicht so
boese. Den Sozialismus zu verteidigen und zu behaupten er waere immer noch
besser als der Kapitalismus oder die Adelsherrschaft ist erlaubt.
Ich darf auch ein Stalindenkmal in meinen Vorgarten stellen,
und wenn der Nachbar dann mit einem (ihr wisst schon wer) Denkmal kontert
kann ich die Polizei rufen und er muss es abbauen und wird angeklagt.
Post by Dieter Bruegmann
[2] Nordkorea?
Ist schon nichtmal bei Koreanern beliebt.
Post by Dieter Bruegmann
[3] Und ja, ich weiß, daß die Nazis *wirklich* böse waren.
Relativierungen sind der erste Schritt zum Gedankengut und
von da ist es nicht weit zum irregeleiteten bis gefaehrlichen
Geschichtsbild und dann wird es braeunlich pervers,
verachtenswert und abscheulich und alles laeuft zum Klo.
--
http://www.geocities.com/carla_sch/index.html
Joachim Pense
2007-02-16 15:47:26 UTC
Permalink
Post by Stefan Ram
Das Thema wurde hier wiederholt angesprochen. Nun plant die
Bundesregierung angeblich, Doktortitel und Künstlernamen nicht
mehr in Reisepässe und Ausweise aufzunehmen.
»Der Doktortitel ist Teil des Namens. Es spricht viel
dafür, daß sich der Doktortitel in Paß und
Personalausweis wiederfindet.«
Ich habe mal gehört, der Doktortitel sei _nicht_ Teil des Namens,
werde aber aufgrund einer eigenen Regel in die Ausweise aufgenommen.
Post by Stefan Ram
»Die Eintragung entspricht der deutschsprachigen Kulturtradition.
Wir werden keine sozialistische Gleichmacherei hinnehmen.«
Geschwätz.

Trotzdem habe ich nichts dagegen, wenn er im Ausweis oder auf der
Kreditkarte steht. Das öffnet Türen.

Joachim
Stefan Ram
2007-02-16 15:58:00 UTC
Permalink
Post by Joachim Pense
Ich habe mal gehört, der Doktortitel sei _nicht_ Teil des Namens,
http://faql.de/abseitiges.html#doktor
Dieter Bruegmann
2007-02-16 16:16:12 UTC
Permalink
Post by Joachim Pense
Trotzdem habe ich nichts dagegen, wenn er im Ausweis oder auf der
Kreditkarte steht. Das öffnet Türen.
Vielleicht soll der Titel genau deshalb aus den Personaldokumenten
rausgehalten werden.

Was auf der Kreditkarte steht, ist aber allein die Entscheidung des
Kreditinstituts. Eine Kreditkarte ist kein Personaldokument, sondern
Zahlungshilfsmittel.

Und was man sich auf die großzügig verteilten Visitenkarten[1] drucken
läßt, ist die eigene Entscheidung. Da kann man sich auch als
"Professor für Repronsation" ausgeben.


Da Didi

Fußnötiges:
===========
[1] Ein Siemens-Systemberater verteilte seine Visitenkarten jedenfalls
sehr großzügig, weil er die bis zur nächsten Umorganisierung in
seinem Hause loswerden wollte.
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de/
Lies die FAQ oder halt die Backen.
(Rasmus Althoff in de.admin.news.groups)
Andreas Kabel
2007-02-16 16:52:29 UTC
Permalink
Post by Dieter Bruegmann
Und was man sich auf die großzügig verteilten Visitenkarten[1] drucken
läßt, ist die eigene Entscheidung. Da kann man sich auch als
"Professor für Repronsation" ausgeben.
Anderer Meinung ist der Paragraph 132a des Strafgesetzbuchs.
Dieter Bruegmann
2007-02-16 17:22:09 UTC
Permalink
Post by Andreas Kabel
Post by Dieter Bruegmann
Und was man sich auf die großzügig verteilten Visitenkarten[1] drucken
läßt, ist die eigene Entscheidung. Da kann man sich auch als
"Professor für Repronsation" ausgeben.
Anderer Meinung ist der Paragraph 132a des Strafgesetzbuchs.
Wo kriege ich den jetzt so schnell her? Die Gerichte haben schon
Dienstschluß.

Man kann sich allerdings auch als "Unternehmensberater" ausgeben. Das
zieht immer und man braucht nur sinnfrei quasseln zu können.


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de/
Wußten Sie schon, daß alle Pilze eßbar sind? Manche allerdings nur
einmal.
Volker Gringmuth
2007-02-16 18:38:03 UTC
Permalink
Post by Dieter Bruegmann
Post by Andreas Kabel
Anderer Meinung ist der Paragraph 132a des Strafgesetzbuchs.
Wo kriege ich den jetzt so schnell her?
<http://www.rechtliches.de/> hilft immer:

,----
|
| § 132a
| Mißbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen
|
| (1) Wer unbefugt
| 1. inländische oder ausländische Amts- oder Dienstbezeichnungen,
| akademische Grade, Titel oder öffentliche Würden führt,
| 2. die Berufsbezeichnung Arzt, Zahnarzt, Psychologischer
| Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut,
| Psychotherapeut, Tierarzt, Apotheker, Rechtsanwalt, Patentanwalt,
| Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer, Steuerberater oder
| Steuerbevollmächtigter führt,
| 3. die Bezeichnung öffentlich bestellter Sachverständiger führt
| oder
| 4. inländische oder ausländische Uniformen, Amtskleidungen oder
| Amtsabzeichen trägt,
|
|
| wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe
| bestraft.
|
`----


vG
--
Ceterum censeo Popocatepetlum non in Canada sed in Mexico situm esse.
Seidl
2007-02-16 18:46:13 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Post by Dieter Bruegmann
Post by Andreas Kabel
Anderer Meinung ist der Paragraph 132a des Strafgesetzbuchs.
Wo kriege ich den jetzt so schnell her?
,----
|
| § 132a
| Mißbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen
|
| (1) Wer unbefugt
| 1. inländische oder ausländische Amts- oder Dienstbezeichnungen,
| akademische Grade, Titel oder öffentliche Würden führt,
| 2. die Berufsbezeichnung Arzt, Zahnarzt, Psychologischer
| Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut,
| Psychotherapeut, Tierarzt, Apotheker, Rechtsanwalt, Patentanwalt,
| Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer, Steuerberater oder
| Steuerbevollmächtigter führt,
| 3. die Bezeichnung öffentlich bestellter Sachverständiger führt
| oder
| 4. inländische oder ausländische Uniformen, Amtskleidungen oder
| Amtsabzeichen trägt,
|
|
| wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe
| bestraft.
|
`----
Gilt dieser Paragraph auch, wenn man sich einen akademischen Grad
anmaßt, der, wie der Professor für Repronsation, gar nicht existiert?
Doch wohl kaum. Auch das Tragen von Phantasieuniformen ist
ja nicht verboten.

Ch.
Andreas Kabel
2007-02-16 19:18:43 UTC
Permalink
Post by Seidl
Post by Volker Gringmuth
Post by Dieter Bruegmann
Post by Andreas Kabel
Anderer Meinung ist der Paragraph 132a des Strafgesetzbuchs.
Wo kriege ich den jetzt so schnell her?
,----
|
| § 132a
| Mißbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen
|
| (1) Wer unbefugt
Gilt dieser Paragraph auch, wenn man sich einen akademischen Grad
anmaßt, der, wie der Professor für Repronsation, gar nicht existiert?
Doch wohl kaum. Auch das Tragen von Phantasieuniformen ist
ja nicht verboten.
(2) Den in Absatz 1 genannten Bezeichnungen, akademischen Graden,
Titeln, Würden, Uniformen, Amtskleidungen oder Amtsabzeichen stehen
solche gleich, die ihnen zum Verwechseln ähnlich sind.
Wolfram Heinrich
2007-02-16 19:26:04 UTC
Permalink
Post by Andreas Kabel
Post by Seidl
Gilt dieser Paragraph auch, wenn man sich einen akademischen Grad
anmaßt, der, wie der Professor für Repronsation, gar nicht existiert?
Doch wohl kaum. Auch das Tragen von Phantasieuniformen ist
ja nicht verboten.
(2) Den in Absatz 1 genannten Bezeichnungen, akademischen Graden,
Titeln, Würden, Uniformen, Amtskleidungen oder Amtsabzeichen stehen
solche gleich, die ihnen zum Verwechseln ähnlich sind.
Äh, welcher akademischen Disziplin sieht "Repronsation" zum Verwechseln
ähnlich?

Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, er lügt nie. Außer, sagt er, jetzt.
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
Andreas Kabel
2007-02-16 19:30:17 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Andreas Kabel
Post by Seidl
Gilt dieser Paragraph auch, wenn man sich einen akademischen Grad
anmaßt, der, wie der Professor für Repronsation, gar nicht existiert?
Doch wohl kaum. Auch das Tragen von Phantasieuniformen ist
ja nicht verboten.
(2) Den in Absatz 1 genannten Bezeichnungen, akademischen Graden,
Titeln, Würden, Uniformen, Amtskleidungen oder Amtsabzeichen stehen
solche gleich, die ihnen zum Verwechseln ähnlich sind.
Äh, welcher akademischen Disziplin sieht "Repronsation" zum Verwechseln
ähnlich?
<Achselzuck> Probier's halt. Aber heul mir dann nichts vor,
wenn Dir's fachgerecht und kostenpflichtig erklärt wird.
Wolfram Heinrich
2007-02-16 19:45:54 UTC
Permalink
Post by Andreas Kabel
Post by Wolfram Heinrich
Äh, welcher akademischen Disziplin sieht "Repronsation" zum Verwechseln
ähnlich?
<Achselzuck> Probier's halt. Aber heul mir dann nichts vor,
wenn Dir's fachgerecht und kostenpflichtig erklärt wird.
Ich glaub, ich bleib doch bei professore di sala e bar.

Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, es gibt auch anständige Männer, glaubt er. Er kennt
zwar keinen, aber er glaubts.
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
René
2007-02-18 16:57:29 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Ich glaub, ich bleib doch bei professore di sala e bar.
Lehrer an der Salatbar?
--
"We were halfway to Rivendell when the drugs took hold..."
Oliver Cromm
2007-02-17 15:55:25 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Andreas Kabel
Post by Seidl
Gilt dieser Paragraph auch, wenn man sich einen akademischen Grad
anmaßt, der, wie der Professor für Repronsation, gar nicht existiert?
Doch wohl kaum. Auch das Tragen von Phantasieuniformen ist
ja nicht verboten.
(2) Den in Absatz 1 genannten Bezeichnungen, akademischen Graden,
Titeln, Würden, Uniformen, Amtskleidungen oder Amtsabzeichen stehen
solche gleich, die ihnen zum Verwechseln ähnlich sind.
Äh, welcher akademischen Disziplin sieht "Repronsation" zum Verwechseln
ähnlich?
Keine Ahnung, aber schon "Professor" alleine ähnelt irgendwas, ich komm
jetzt grad nicht drauf.
--
Oliver C.
Wolfram Heinrich
2007-02-17 21:02:54 UTC
Permalink
Post by Oliver Cromm
Post by Wolfram Heinrich
Äh, welcher akademischen Disziplin sieht "Repronsation" zum Verwechseln
ähnlich?
Keine Ahnung, aber schon "Professor" alleine ähnelt irgendwas, ich komm
jetzt grad nicht drauf.
Ja --- Professor alleine! Das ist es. Aber "Professor für Repronsation",
das ist ein eigener Titel, der - glaub ich - von Didi Brügmann durch
Handauflegen (repronsalische Sukzession) verliehen wird.

Ciao
Wolfram
--
Es ist immer verkehrt, zu befehlen, wenn man des Gehorsams nicht sicher
ist.
MIRABEAU
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
Oliver Cromm
2007-02-17 22:08:06 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Post by Oliver Cromm
Post by Wolfram Heinrich
Äh, welcher akademischen Disziplin sieht "Repronsation" zum Verwechseln
ähnlich?
Keine Ahnung, aber schon "Professor" alleine ähnelt irgendwas, ich komm
jetzt grad nicht drauf.
Ja --- Professor alleine! Das ist es. Aber "Professor für Repronsation",
das ist ein eigener Titel, der - glaub ich - von Didi Brügmann durch
Handauflegen (repronsalische Sukzession) verliehen wird.
Ich bin titelkundliche reichlich unbewandert, aber ich bin mir sicher,
daß der Titel eines Hochschullehrers in Deutschland "Professor" lautet
und nicht "Professor für Iksypsilontik". Somit ist "Professor" an und
für sich geschützt. Im Zuge der gegenseitigen Anerkennung von EU-Titeln
mag man einen in Italien erworbenen "professore" in Deutschland führen
dürfen, aber nur als "professore", nicht als "Professor". So wie ich
Ph.D bin, aber kein Dr.
--
Oliver C.
Wolfram Heinrich
2007-02-18 01:10:23 UTC
Permalink
Post by Oliver Cromm
Ich bin titelkundliche reichlich unbewandert, aber ich bin mir sicher,
daß der Titel eines Hochschullehrers in Deutschland "Professor" lautet
und nicht "Professor für Iksypsilontik". Somit ist "Professor" an und
für sich geschützt.
Vielleicht, vielleicht nicht. Durch deine Argumentation ist jedenfalls
wenig bewiesen. Ich etwa bin Psychologe, mit Diplom, Diplom-Psychologe mit
Psychologendiplom. Psychologe darf sich aber in Deutschland jeder nennen.
"Diplom-Psychologe" ist geschützt. Vielleicht ist auch bloß
"Diplom-Professor" geschützt oder bloß "Professor für Repronsation".
Post by Oliver Cromm
Im Zuge der gegenseitigen Anerkennung von EU-Titeln
mag man einen in Italien erworbenen "professore" in Deutschland führen
dürfen, aber nur als "professore", nicht als "Professor". So wie ich
Ph.D bin, aber kein Dr.
Das Geile am italienischen professore ist, daß man dem Wort das Ende-"E"
abhackt, wenn danach der Name kommt. Der Luigi Piranesi ist also
professore, angeredet wird er aber als Professor Piranesi.

Ciao
Wolfram
--
Das Besondere am Wiener Gemüt? Das ist leicht gesagt. Wenn zum Beispiel ein
Wiener sich den linken Arm bricht, dann trösten ihn seine Freunde: "Sei
froh, daß es net der rechte ist." Hätte er den rechten Arm gebrochen,
würden sie sagen: "Es hätt' ja ein Fuß sein können, sei froh, da kann er
wenigstens umeinandergehen!" Hätte er den Fuß gebrochen: "Da kannst dir
gratulieren! Hättest leicht das Genick brechen können!" Und hätte er
wirklich das Genick gebrochen: "So a Glück! Hat gar net lang leiden
müssen!"
LUDWIG ANZENGRUBER
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
Johannes Roehl
2007-02-18 09:26:06 UTC
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Post by Oliver Cromm
Post by Wolfram Heinrich
Post by Oliver Cromm
Post by Wolfram Heinrich
Äh, welcher akademischen Disziplin sieht "Repronsation" zum Verwechseln
ähnlich?
Keine Ahnung, aber schon "Professor" alleine ähnelt irgendwas, ich komm
jetzt grad nicht drauf.
Ja --- Professor alleine! Das ist es. Aber "Professor für Repronsation",
das ist ein eigener Titel, der - glaub ich - von Didi Brügmann durch
Handauflegen (repronsalische Sukzession) verliehen wird.
Ich bin titelkundliche reichlich unbewandert, aber ich bin mir sicher,
daß der Titel eines Hochschullehrers in Deutschland "Professor" lautet
und nicht "Professor für Iksypsilontik". Somit ist "Professor" an und
für sich geschützt. Im Zuge der gegenseitigen Anerkennung von EU-Titeln
mag man einen in Italien erworbenen "professore" in Deutschland führen
dürfen, aber nur als "professore", nicht als "Professor". So wie ich
Ph.D bin, aber kein Dr.
Du dürftest Dich in D nicht "Dr. O.C." nennen? Das wage ich zu
bezweifeln, jedenfalls dass man Dir das irgendwie als Anmaßung ankreiden
könnte. Die Grade sind ja einigermaßen vergleichbar, anders als in einem
Land, in dem ein "professore" oder "profesor" ein gewöhnlicher
(Gymnasial)-Lehrer ist (daher "Ordentl. Univ.-Prof."...)
Gibt es in angelsächsischen Ländern nicht ebenso die Schreibweise "Dr
O.C." als gleichberechtigt mit "O.C, PhD"? (Ein Freund von mir schrieb
sich jedenfalls immer so).

viele Grüße

JR
Oliver Cromm
2007-02-18 14:35:58 UTC
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Post by Johannes Roehl
So wie ich Ph.D bin, aber kein Dr.
Du dürftest Dich in D nicht "Dr. O.C." nennen? Das wage ich zu
bezweifeln, jedenfalls dass man Dir das irgendwie als Anmaßung ankreiden
könnte.
Ich mußte in Deutschland erst mal ein Anerkennungsverfahren durchziehen,
daß mein Grad überhaupt was echtes ist, und ich ihn überhaupt führen
darf (im wesentlichen wird dabei festgestellt, daß die verleihende
Institution was seriöses ist). Dabei wurde mir die obige Form genau
vorgeschrieben.

Und das ist wohl auch üblich, denn beispielsweise mein Betreuer beim
Mathematik-Diplom führte den Titel Ph.D./Harvard U. (WIMRE) Ich dachte
damals, er wolle gerne betonen, daß er ihn an einer guten Uni erworben
hat, aber das wird auch für ihn die vorgeschriebene Form gewesen sein.
Mal nachgesehen, in der Liste der Professoren des Instituts steht er
auch heute noch ohne Dr. drin. Ein weiterer Professor schreibt "Ph.D.".
Wenn also selbst Professoren sich das nicht erlauben ...

Die Erlaubnis, den "Dr." dem Namen voranzustellen, erwirbt man erst mit
einem weiteren, aufwendigeren Verfahren zur Feststellung der
Gleichwertigkeit.

Wenn aber jemand mich als "Doktor" anredet oder anschreibt, sehe ich
keine Notwendigkeit, es zu korrigieren.
--
Oliver C.
Dieter Bruegmann
2007-02-18 09:03:09 UTC
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Post by Wolfram Heinrich
Post by Oliver Cromm
Post by Wolfram Heinrich
Äh, welcher akademischen Disziplin sieht "Repronsation" zum Verwechseln
ähnlich?
Keine Ahnung, aber schon "Professor" alleine ähnelt irgendwas, ich komm
jetzt grad nicht drauf.
Ja --- Professor alleine! Das ist es. Aber "Professor für Repronsation",
das ist ein eigener Titel, der - glaub ich - von Didi Brügmann durch
Handauflegen (repronsalische Sukzession) verliehen wird.
Und dazu brauchst du keine Millionen, sondern nur ein kleines Bier.
Und NocheinBier.


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de/
Arschkriecherei ist sicher nicht der beste Ansatz den dang-Leuten in
den Arsch zu kriechen. [Hans Bolte, de.admin.news.groups, 13.10.2003]
Wolfram Heinrich
2007-02-18 15:40:48 UTC
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Post by Dieter Bruegmann
Post by Wolfram Heinrich
Ja --- Professor alleine! Das ist es. Aber "Professor für Repronsation",
das ist ein eigener Titel, der - glaub ich - von Didi Brügmann durch
Handauflegen (repronsalische Sukzession) verliehen wird.
Und dazu brauchst du keine Millionen, sondern nur ein kleines Bier.
Und NocheinBier.
Äh, wieviel Biere (wie ist das Standard-Biermaß in Spandau bei Berlin?)
müßte man da rüberschieben und wie dicht bist du dann, ehe du einen zum
"Professor für Responsation" salbst?

Ciao
Wolfram
--
Der Tugendhafte begnügt sich, von dem zu träumen, was der Böse im Leben
verwirklicht.
PLATON
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www.madonnadellascala.it
Dieter Bruegmann
2007-02-18 16:08:05 UTC
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Post by Wolfram Heinrich
Post by Dieter Bruegmann
Post by Wolfram Heinrich
Ja --- Professor alleine! Das ist es. Aber "Professor für Repronsation",
das ist ein eigener Titel, der - glaub ich - von Didi Brügmann durch
Handauflegen (repronsalische Sukzession) verliehen wird.
Und dazu brauchst du keine Millionen, sondern nur ein kleines Bier.
Und NocheinBier.
Äh, wieviel Biere (wie ist das Standard-Biermaß in Spandau bei Berlin?)
müßte man da rüberschieben und wie dicht bist du dann, ehe du einen zum
"Professor für Responsation" salbst?
Meine persönliche Standard-Biereinheit ist 0,3 Liter, auch wenn ich in
unserem Großraum zuerst das 0,2-Maß kennengelernt habe. Geübte Trinker
haben da dann gleich nachbestellt, wenn sie die erste Einheit serviert
bekamen.

Und wer dann noch eine meiner Führungen durch Spandau speziell oder
Berlin allgemein über sich ergehen läßt, belohnt mich doppelt.

Und dann kann man mal über die Repronsationsweihe nachdenken.


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de/
Wußten Sie schon, daß Fenster viel weniger verschmutzen, wenn man die
Scheiben herausnimmt und gut verpackt im Keller lagert?
René
2007-02-18 16:56:20 UTC
Permalink
Post by Andreas Kabel
Post by Seidl
Post by Volker Gringmuth
Post by Dieter Bruegmann
Post by Andreas Kabel
Anderer Meinung ist der Paragraph 132a des Strafgesetzbuchs.
Wo kriege ich den jetzt so schnell her?
,----
|
| § 132a
| Mißbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen
|
| (1) Wer unbefugt
Gilt dieser Paragraph auch, wenn man sich einen akademischen Grad
anmaßt, der, wie der Professor für Repronsation, gar nicht existiert?
Doch wohl kaum. Auch das Tragen von Phantasieuniformen ist
ja nicht verboten.
(2) Den in Absatz 1 genannten Bezeichnungen, akademischen Graden,
Titeln, Würden, Uniformen, Amtskleidungen oder Amtsabzeichen stehen
solche gleich, die ihnen zum Verwechseln ähnlich sind.
Auweia. da haben sich Generationen von Bw.-Parka-Trägern strafbar gemacht.
--
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Linksys Customer Support, 12/17/2006
Dieter Bruegmann
2007-02-16 19:10:04 UTC
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Post by Dieter Bruegmann
Post by Andreas Kabel
Anderer Meinung ist der Paragraph 132a des Strafgesetzbuchs.
Wo kriege ich den jetzt so schnell her?
Nein, nicht immer, aber immer öfter.


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de/
Ich als Einzelperson bin unbedeutend, aber meine Gedanken sind eine
grosse Gefahr fuer sehr gefaehrliche Maechte. [Normarz, das.Vau]
Wolfram Heinrich
2007-02-16 19:33:05 UTC
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Post by Dieter Bruegmann
Post by Dieter Bruegmann
Post by Andreas Kabel
Anderer Meinung ist der Paragraph 132a des Strafgesetzbuchs.
Wo kriege ich den jetzt so schnell her?
Nein, nicht immer, aber immer öfter.
Wenn du unbedingt einen echten Professortitel auf die Schnelle erwerben
willst, dann unterrichte mal ein halbes Jahr an einer italienischen
Berufsfachschule für Gastronomie als "professore di sala e bar", wie man
ordentlich aufdeckt und Wasser zum Caffè reicht.
Wenn du heimkommst, bist du Professor Bruegmann, ganz echt. Kein Witz.

Ciao
Wolfram
--
Schwein
Wer im Kühlhaus sitzt, soll nicht mit Schweinen werfen.
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
Oliver Cromm
2007-02-17 15:57:34 UTC
Permalink
Post by Wolfram Heinrich
Wenn du unbedingt einen echten Professortitel auf die Schnelle erwerben
willst, dann unterrichte mal ein halbes Jahr an einer italienischen
Berufsfachschule für Gastronomie als "professore di sala e bar", wie man
ordentlich aufdeckt und Wasser zum Caffè reicht.
Wenn du heimkommst, bist du Professor Bruegmann, ganz echt. Kein Witz.
In den USA geht das noch einfacher und schneller, auch ganz legal. Meist
handelt es sich dann um im weitesten Sinne theologische Professuren, die
von einigen Universitäten gegen geringes Entgelt verliehen werden.
Wirklich geringes - bei unseriösen Angeboten kassieren die Vermittler
weit mehr als die Verleiher.
--
Wolfram Heinrich
2007-02-17 21:06:55 UTC
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Post by Oliver Cromm
Post by Wolfram Heinrich
Wenn du unbedingt einen echten Professortitel auf die Schnelle erwerben
willst, dann unterrichte mal ein halbes Jahr an einer italienischen
Berufsfachschule für Gastronomie als "professore di sala e bar", wie man
ordentlich aufdeckt und Wasser zum Caffè reicht.
Wenn du heimkommst, bist du Professor Bruegmann, ganz echt. Kein Witz.
In den USA geht das noch einfacher und schneller, auch ganz legal. Meist
handelt es sich dann um im weitesten Sinne theologische Professuren, die
von einigen Universitäten gegen geringes Entgelt verliehen werden.
Wirklich geringes - bei unseriösen Angeboten kassieren die Vermittler
weit mehr als die Verleiher.
Legal mag das ja sein, aber doch Beschiß. In Italien bist du dann wirklich
Professore, kein gekaufter Titel, echt durch Arbeit erworben. Jeder
Hauptschullehrer ist Professore, der Grundschullehrer immerhin noch
Maestro.
Dagegen kann doch nicht mal Österreich anstinken.

Ciao
Wolfram
--
Selbst die kleinste Handlung, scheinbar einfach,/Betrachtet mit Mißtrauen!
Untersucht, ob es nötig ist,/Besonders das Übliche!/Wir bitten euch
ausdrücklich, findet/Das immerfort Vorkommende nicht natürlich!/Denn nichts
werde natürlich genannt..../....damit nichts unveränderlich gelte.
BERTOLT BRECHT
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
Andreas Kabel
2007-02-18 16:44:41 UTC
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Post by Oliver Cromm
Post by Wolfram Heinrich
Wenn du unbedingt einen echten Professortitel auf die Schnelle erwerben
willst, dann unterrichte mal ein halbes Jahr an einer italienischen
Berufsfachschule für Gastronomie als "professore di sala e bar", wie man
ordentlich aufdeckt und Wasser zum Caffè reicht.
Wenn du heimkommst, bist du Professor Bruegmann, ganz echt. Kein Witz.
In den USA geht das noch einfacher und schneller, auch ganz legal. Meist
handelt es sich dann um im weitesten Sinne theologische Professuren, die
von einigen Universitäten gegen geringes Entgelt verliehen werden.
Wirklich geringes - bei unseriösen Angeboten kassieren die Vermittler
weit mehr als die Verleiher.
Sinngemaess mal in einem Bioblurb fuer einen Vortrag gelesen:
"Ausserdem hat N.N. einen Doktorgrad in Theologie, den er
fuer fuenf Dollar im Internet gekauft hat, und der es ihm
erlaubt, in Krankenhaeusern auf den Parkplaetzen fuer Geistliche
zu parken."
Post by Oliver Cromm
--
--
--
If you're posting using Google Groups,
I can't see your message.
Sebastian Fischer
2007-02-17 00:25:31 UTC
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Post by Dieter Bruegmann
===========
[1] Ein Siemens-Systemberater verteilte seine Visitenkarten jedenfalls
sehr großzügig, weil er die bis zur nächsten Umorganisierung in
seinem Hause loswerden wollte.
Eine berechtigte Sorge!

Sebastian
--
Nicht jeder Unfug, nur weil einer ihn für wichtig hält, kann Achtung
verlangen, wenn man unter Achtung mehr versteht, als ihn einfach machen zu
lassen, sofern er keinen Schaden damit anrichtet. Jan Philipp Reemtsma
Dieter Bruegmann
2007-02-17 07:13:05 UTC
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Post by Sebastian Fischer
Post by Dieter Bruegmann
===========
[1] Ein Siemens-Systemberater verteilte seine Visitenkarten jedenfalls
sehr großzügig, weil er die bis zur nächsten Umorganisierung in
seinem Hause loswerden wollte.
Eine berechtigte Sorge!
Ja, spätestens alle zwei Jahre machten sich die Powerpoint-Artisten
wieder an die Arbeit, um ihre Existenzberechtigung nachzuweisen.


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de/
Alles ist Dualismus. Jedes Prinzip braucht sein Gegenprinzip. Keins
der Prinzipien eines Prinzipienpaares darf Alleingeltung bekommen.
[Norbert Marzahn, das.Vau, 17.8.2000]
Sebastian Fischer
2007-02-17 10:55:40 UTC
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Post by Dieter Bruegmann
Post by Sebastian Fischer
Post by Dieter Bruegmann
===========
[1] Ein Siemens-Systemberater verteilte seine Visitenkarten jedenfalls
sehr großzügig, weil er die bis zur nächsten Umorganisierung in
seinem Hause loswerden wollte.
Eine berechtigte Sorge!
Ja, spätestens alle zwei Jahre machten sich die Powerpoint-Artisten
wieder an die Arbeit, um ihre Existenzberechtigung nachzuweisen.
So lange wird es nicht dauern. 2 Jahre jetzt und die dritte
Abteilungsbezeichnung und mit dem Börsengang dieses Jahr steht sicher auch
wieder ein neuer Satz Visitenkarten ins Haus.

Sebastian
--
Nicht jeder Unfug, nur weil einer ihn für wichtig hält, kann Achtung
verlangen, wenn man unter Achtung mehr versteht, als ihn einfach machen zu
lassen, sofern er keinen Schaden damit anrichtet. Jan Philipp Reemtsma
Dieter Bruegmann
2007-02-17 11:27:43 UTC
Permalink
Post by Sebastian Fischer
Post by Dieter Bruegmann
Post by Sebastian Fischer
Post by Dieter Bruegmann
[1] Ein Siemens-Systemberater verteilte seine Visitenkarten jedenfalls
sehr großzügig, weil er die bis zur nächsten Umorganisierung in
seinem Hause loswerden wollte.
Eine berechtigte Sorge!
Ja, spätestens alle zwei Jahre machten sich die Powerpoint-Artisten
wieder an die Arbeit, um ihre Existenzberechtigung nachzuweisen.
So lange wird es nicht dauern. 2 Jahre jetzt und die dritte
Abteilungsbezeichnung und mit dem Börsengang dieses Jahr steht sicher auch
wieder ein neuer Satz Visitenkarten ins Haus.
In meinen 4 Jahren bei Siemens habe ich drei große Organisations-
änderungen miterlebt. Bei der ersten hat man standortübergreifend
strukturiert, sodaß man seine Führungskraft nur alle paar Monate mal
zu sehen bekam, die dafür aber ständig auf Achse war.

Bei der letzten war dann erkannt worden, daß das nicht so gut war,
weil die Reisekosten offenbar explodiert waren.


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de/
Wußten Sie schon, daß die Verpackung von Cornflakes mehr Nährstoffe
als die Cornflakes in ihr enthält?
Sebastian Fischer
2007-02-17 19:08:57 UTC
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Post by Dieter Bruegmann
Post by Sebastian Fischer
Post by Dieter Bruegmann
Post by Sebastian Fischer
Post by Dieter Bruegmann
[1] Ein Siemens-Systemberater verteilte seine Visitenkarten jedenfalls
sehr großzügig, weil er die bis zur nächsten Umorganisierung in
seinem Hause loswerden wollte.
Eine berechtigte Sorge!
Ja, spätestens alle zwei Jahre machten sich die Powerpoint-Artisten
wieder an die Arbeit, um ihre Existenzberechtigung nachzuweisen.
So lange wird es nicht dauern. 2 Jahre jetzt und die dritte
Abteilungsbezeichnung und mit dem Börsengang dieses Jahr steht sicher auch
wieder ein neuer Satz Visitenkarten ins Haus.
In meinen 4 Jahren bei Siemens habe ich drei große Organisations-
änderungen miterlebt. Bei der ersten hat man standortübergreifend
strukturiert, sodaß man seine Führungskraft nur alle paar Monate mal
zu sehen bekam, die dafür aber ständig auf Achse war.
Bei der letzten war dann erkannt worden, daß das nicht so gut war,
weil die Reisekosten offenbar explodiert waren.
Wie überraschend....

Sebastian
--
Nicht jeder Unfug, nur weil einer ihn für wichtig hält, kann Achtung
verlangen, wenn man unter Achtung mehr versteht, als ihn einfach machen zu
lassen, sofern er keinen Schaden damit anrichtet. Jan Philipp Reemtsma
Dieter Bruegmann
2007-02-18 09:03:10 UTC
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Post by Sebastian Fischer
Post by Dieter Bruegmann
Post by Sebastian Fischer
Post by Dieter Bruegmann
Post by Sebastian Fischer
Post by Dieter Bruegmann
[1] Ein Siemens-Systemberater verteilte seine Visitenkarten jedenfalls
sehr großzügig, weil er die bis zur nächsten Umorganisierung in
seinem Hause loswerden wollte.
Eine berechtigte Sorge!
Ja, spätestens alle zwei Jahre machten sich die Powerpoint-Artisten
wieder an die Arbeit, um ihre Existenzberechtigung nachzuweisen.
So lange wird es nicht dauern. 2 Jahre jetzt und die dritte
Abteilungsbezeichnung und mit dem Börsengang dieses Jahr steht sicher auch
wieder ein neuer Satz Visitenkarten ins Haus.
In meinen 4 Jahren bei Siemens habe ich drei große Organisations-
änderungen miterlebt. Bei der ersten hat man standortübergreifend
strukturiert, sodaß man seine Führungskraft nur alle paar Monate mal
zu sehen bekam, die dafür aber ständig auf Achse war.
Bei der letzten war dann erkannt worden, daß das nicht so gut war,
weil die Reisekosten offenbar explodiert waren.
Wie überraschend....
Ja, das kann man nur mit einem akadämlichen Titel erkennen, um die
Kurve zum Subject mal wieder zu kriegen.


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de/
Arschkriecherei ist sicher nicht der beste Ansatz den dang-Leuten in
den Arsch zu kriechen. [Hans Bolte, de.admin.news.groups, 13.10.2003]
René
2007-02-18 17:10:48 UTC
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Post by Sebastian Fischer
Post by Dieter Bruegmann
===========
[1] Ein Siemens-Systemberater verteilte seine Visitenkarten jedenfalls
sehr großzügig, weil er die bis zur nächsten Umorganisierung in
seinem Hause loswerden wollte.
Eine berechtigte Sorge!
Wenn man weiß, daß Siemens München beispielsweise eine Umzugsfirma
unter festem Vertrag hatte, die täglich mit zwei 7,5-Tonnern und zwei
Mercedes-Bussen anrückte, um Schreibtische und Aktenschränke innerhalb
des Geländes umzuräumen, weiß man tatsächlich, daß Umorganisierung bei
Siemens zum täglichen Brot gehört.
--
You cannot view video on a Macintosh.
Linksys Customer Support, 12/17/2006
Matthias Opatz
2007-02-16 18:11:38 UTC
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Post by Joachim Pense
Trotzdem habe ich nichts dagegen, wenn er im Ausweis oder auf der
Kreditkarte steht. Das öffnet Türen.
Dafür reichen Briefkopf und Visitenkarte. Wer zückt denn seinen Ausweis?

Matthias
--
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
..... Wer zum Kuckuck ist Galletti? => <http://www.galletti.de/> ......
==== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==
Dieter Bruegmann
2007-02-16 18:25:29 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Joachim Pense
Trotzdem habe ich nichts dagegen, wenn er im Ausweis oder auf der
Kreditkarte steht. Das öffnet Türen.
Dafür reichen Briefkopf und Visitenkarte. Wer zückt denn seinen Ausweis?
Oder seine Kreditkarte?


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de/
Wenn Herr Marzahn irgend jemandem irgend etwas vorwirft, kann man oft
davon ausgehen, daß er das, was er anderen vorwirft, gerade selbst
tut. (Jürgen Langowski, 20.6.1999)
Jan Niklas Fingerle
2007-02-16 19:04:39 UTC
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Post by Dieter Bruegmann
Post by Matthias Opatz
Post by Joachim Pense
Trotzdem habe ich nichts dagegen, wenn er im Ausweis oder auf der
Kreditkarte steht. Das öffnet Türen.
Dafür reichen Briefkopf und Visitenkarte. Wer zückt denn seinen Ausweis?
Oder seine Kreditkarte?
Wieso nicht, solange sie nur zugeschlagen und nicht abgeschlossen sind?

Gruß,
--Jan Niklas
Oliver Cromm
2007-02-16 21:12:58 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Joachim Pense
Trotzdem habe ich nichts dagegen, wenn er im Ausweis oder auf der
Kreditkarte steht. Das öffnet Türen.
Dafür reichen Briefkopf und Visitenkarte. Wer zückt denn seinen Ausweis?
An der Grenze fast jeder. Auf der Bank kommt das auch nicht selten vor.
Und Visitenkarten sind schnell gefälscht.
--
Oliver C.
Matthias Opatz
2007-02-16 22:17:31 UTC
Permalink
Post by Oliver Cromm
Post by Matthias Opatz
Post by Joachim Pense
Trotzdem habe ich nichts dagegen, wenn er im Ausweis oder auf der
Kreditkarte steht. Das öffnet Türen.
Dafür reichen Briefkopf und Visitenkarte. Wer zückt denn seinen Ausweis?
An der Grenze fast jeder. Auf der Bank kommt das auch nicht selten vor.
Welche Banken und Grenzen bleiben denn Nichtpromovierten, die die
Voraussetzungen (für Ein/Ausreise. Konto, Kredit usw.) erfüllen,
verschlossen? Und welche Nichterfüller kommen dort wegen eines "Dr."
um die Voraussetzungen herum?

Matthias
--
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
..... Wer zum Kuckuck ist Galletti? => <http://www.galletti.de/> ......
==== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==
Oliver Cromm
2007-02-17 15:45:54 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
Post by Oliver Cromm
Post by Matthias Opatz
Post by Joachim Pense
Trotzdem habe ich nichts dagegen, wenn er im Ausweis oder auf der
Kreditkarte steht. Das öffnet Türen.
Dafür reichen Briefkopf und Visitenkarte. Wer zückt denn seinen Ausweis?
An der Grenze fast jeder. Auf der Bank kommt das auch nicht selten vor.
Welche Banken und Grenzen bleiben denn Nichtpromovierten, die die
Voraussetzungen (für Ein/Ausreise. Konto, Kredit usw.) erfüllen,
verschlossen? Und welche Nichterfüller kommen dort wegen eines "Dr."
um die Voraussetzungen herum?
Die Bank bleibt dem Nichtpromovierten vermutlich nicht verschlossen,
aber den Kredit bekommt der Promovierte eventuell nach etwas weniger
Diskussion. An der Grenze würde ich nicht mit einer Vorzugsbehandlung
rechnen (allenfalls gelegentlich etwas mehr Höflichkeit), aber das mögen
Leute mit diesbezüglichen Erfahrungen berichten (einen "Ph.D./Univ.
Chiba" kann man nicht in den Ausweis eintragen lassen, und ich würde es
auch nicht wünschen).
--
Oliver C.
Matthias Opatz
2007-02-17 22:05:46 UTC
Permalink
Post by Oliver Cromm
(einen "Ph.D./Univ.
Chiba" kann man nicht in den Ausweis eintragen lassen, und ich würde es
auch nicht wünschen).
Wasnditte?

Matthias
--
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
..... Wer zum Kuckuck ist Galletti? => <http://www.galletti.de/> ......
==== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==
Oliver Cromm
2007-02-18 04:35:39 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
Post by Oliver Cromm
(einen "Ph.D./Univ.
Chiba" kann man nicht in den Ausweis eintragen lassen, und ich würde es
auch nicht wünschen).
Wasnditte?
Welcher Teil ist denn daran unklar?
--
Joachim Pense
2007-02-16 23:15:34 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
Post by Joachim Pense
Trotzdem habe ich nichts dagegen, wenn er im Ausweis oder auf der
Kreditkarte steht. Das öffnet Türen.
Dafür reichen Briefkopf und Visitenkarte. Wer zückt denn seinen Ausweis?
Wer schreibt denn heute noch Briefe?

Joachim
Jens Müller
2007-02-17 22:29:49 UTC
Permalink
Post by Stefan Ram
Das Thema wurde hier wiederholt angesprochen. Nun plant die
Bundesregierung angeblich, Doktortitel und Künstlernamen nicht
mehr in Reisepässe und Ausweise aufzunehmen.
»Der Doktortitel ist Teil des Namens. Es spricht viel
dafür, daß sich der Doktortitel in Paß und
Personalausweis wiederfindet.«
Was ist ein Doktortitel? Meint er den Doktorgrad?
Post by Stefan Ram
»Die Eintragung entspricht der deutschsprachigen Kulturtradition.
Wir werden keine sozialistische Gleichmacherei hinnehmen.«
Hä? Was hat das mit Sozialismus zu tun?
Oliver Jennrich
2007-02-17 22:54:50 UTC
Permalink
Post by Jens Müller
Post by Stefan Ram
»Die Eintragung entspricht der deutschsprachigen Kulturtradition.
Wir werden keine sozialistische Gleichmacherei hinnehmen.«
Hä? Was hat das mit Sozialismus zu tun?
Das ist die letzte Zuflucht der C-Politiker wenn ihnen kein
Sachargument mehr einfällt. Das muß man nicht ernstnehmen.
--
Space - The final frontier
Wolfram Heinrich
2007-02-18 01:02:02 UTC
Permalink
Post by Oliver Jennrich
Post by Jens Müller
Post by Stefan Ram
»Die Eintragung entspricht der deutschsprachigen Kulturtradition.
Wir werden keine sozialistische Gleichmacherei hinnehmen.«
Hä? Was hat das mit Sozialismus zu tun?
Das ist die letzte Zuflucht der C-Politiker wenn ihnen kein
Sachargument mehr einfällt. Das muß man nicht ernstnehmen.
Genau. Und dabei wissen die Deppen gar nicht, was sie da sagen. Ich habe ja
einiges für Sozialismus und so Sachen übrig, aber mit Emilia Müller möchte
ich nicht gleichgemacht werden. So weit möcht's kommen.

Ciao
Wolfram
--
Optimist: ein Mensch, der die Dinge nicht so tragisch nimmt, wie sie sind.
KARL VALENTIN
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