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Aufreger Kassenbon
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Diedrich Ehlerding
2020-01-02 07:36:05 UTC
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Zugbegleiter, von älteren Semestern "Schaffner" genannt (also von
denselben Leuten, die "Marmelade" statt "Konfitüre" sagen, auch wenn
das Zeug offiziell anders heißt und beim Auto weiterhin von "PS" statt
"kW" ) gibts in .de in Fernzügen bis hinunter zur Regionalbahn
regelmäßig und in manchen S-Bahnen ebenfalls.
Zugbegleiter ist ebenfalls abwertend, weil die da nur eine Sache
begleiten.
a) wieso "abwertend"?

b) wieso "ebenfalls" - was ist dMn auch abwertend?

b) die DB ist offenbar nicht deiner Ansicht, "Zugbegleiter" sei abwertend,
und wirbt für die Ausbildung zum Zugbegleiter (ja, mit dieser
Bezeichnung):

Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE?
"Marmelade", Kein Mensch sagt "Konfitüre", nur der Handel schreibt
gezwungenermaßen "Konfitüre".

EU-Offiziell ist "Konfitüre" die Bezeichnung für das, was in .de
umgangssprachlich als "Marmelade" bezeichnet wird - mit Zuckerzusatz
konservierte gekochter Fruchtbrei; in der .de-Umgangssprache gibt es also
Erdbeer- oder Johannisbeermarmelade. EU-offiziell bezeichnet "Marmelade"
ausschließlich Konfitüre aus Zitrusfrüchten, diese Einengung der Bedeutung
hat sich aber jedenfalls in der bundesdeutschen Umgangssprache nicht
durchgesetzt, wenngleich der Handel sich halt danach richten muss, Es war
wohl ein Wunsch der Briten; vielleicht wird diese Vorschrift ja demnächst
in den Papierkorb geworfen - Sonderwünsche der Briten sind ja demnächst
nicht mehr ganz so relevant.

Das ist alles eigentlich kein rechtliches Thema mehr (weder ob
"Zugbegleiter" abwertend ist, noch wie Marmelade in Deutschland
umgangssprachlich genannt wird; ich schlage daher einen Umzug vor - es sei
denn, die EU-Verordnung solle diskutiert werden.
--
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fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91AD
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Hans-Peter Diettrich
2020-01-02 11:56:59 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
"Marmelade", Kein Mensch sagt "Konfitüre", nur der Handel schreibt
gezwungenermaßen "Konfitüre".
EU-Offiziell ist "Konfitüre" die Bezeichnung für das, was in .de
umgangssprachlich als "Marmelade" bezeichnet wird - mit Zuckerzusatz
konservierte gekochter Fruchtbrei;
Früher[tm] gab es
Gelee = eingedickter Fruchtsaft
Konfitüre = ganze Früchte in Gelee
Marmelade = zerquetschtes Obst (Hausmacher Art)

Die englische Orangenmarmelade paßt so garnicht in diese Klassifizierung.

DoDi
Henning Sponbiel
2020-01-02 16:10:32 UTC
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Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE? Zu Adolfs Zeiten war
ja noch "Süssschmiere" aktuell, weil Konfitüre ein undeutsches Wort ist.
Bitte belegen.



XPost und F'up.

Henning
Detlef Meißner
2020-01-02 16:20:57 UTC
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Post by Henning Sponbiel
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE? Zu Adolfs Zeiten war
ja noch "Süssschmiere" aktuell, weil Konfitüre ein undeutsches Wort ist.
Bitte belegen.
Aktuell bestimmt nicht, oder so aktuell wie Gesichtserker.

Detlef
René Marquardt
2020-01-02 23:28:26 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Henning Sponbiel
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE? Zu Adolfs Zeiten war
ja noch "Süssschmiere" aktuell, weil Konfitüre ein undeutsches Wort ist.
Bitte belegen.
Aktuell bestimmt nicht, oder so aktuell wie Gesichtserker.
Und wohl auch so authentisch. Will sagen, nicht existent.
U***@web.de
2020-01-02 17:40:20 UTC
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Post by Henning Sponbiel
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE? Zu Adolfs Zeiten war
ja noch "Süssschmiere" aktuell, weil Konfitüre ein undeutsches Wort ist.
Bitte belegen.
Zumindest war oder ist der Begriff landsmannschaftlich gängig.
http://woerterbuchnetz.de/PfWB/call_wbgui_py_from_form?sigle=PfWB&lemid=PS12751&hitlist=&patternlist=&mode=Gliederung
http://ernaehrungsdenkwerkstatt.de/fileadmin/user_upload/EDWText/TextElemente/Philatelie/ARGE_LANDWIRTSCHAFT/Agrarphilatelie_Heft_165_Oktober_2016_kompl.pdf
Florian Ritter
2020-01-02 18:27:39 UTC
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Post by U***@web.de
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE? Zu Adolfs Zeiten war
ja noch "Süssschmiere" aktuell, weil Konfitüre ein undeutsches Wort ist.
Zumindest war oder ist der Begriff landsmannschaftlich gängig.
Nie gehört.
In Stuttgart, wo ich einige Zeit nachhaltig tätig war, lernte
ich dafür "Gsälz" kennen.
Rezenterweise kommt mir auf Etiketten "Fruchtaufstrich" vor
Augen.
Aber was hat das mit dem im Betreff angeführten Kassenbeleg
zum Tun?

FR
U***@web.de
2020-01-02 18:30:12 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by U***@web.de
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE? Zu Adolfs Zeiten war
ja noch "Süssschmiere" aktuell, weil Konfitüre ein undeutsches Wort ist.
Zumindest war oder ist der Begriff landsmannschaftlich gängig.
Nie gehört.
In Stuttgart, wo ich einige Zeit nachhaltig tätig war, lernte
ich dafür "Gsälz" kennen.
Rezenterweise kommt mir auf Etiketten "Fruchtaufstrich" vor
Augen.
Aber was hat das mit dem im Betreff angeführten Kassenbeleg
zum Tun?
Frag Diedrich E.
Manfred Hoß
2020-01-02 19:01:16 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by U***@web.de
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE? Zu Adolfs Zeiten war
ja noch "Süssschmiere" aktuell, weil Konfitüre ein undeutsches Wort ist.
Zumindest war oder ist der Begriff landsmannschaftlich gängig.
Nie gehört.
In Stuttgart, wo ich einige Zeit nachhaltig tätig war, lernte
ich dafür "Gsälz" kennen.
Gsälz ist selbstgemacht.

Gruß
Manfred.
Christina Kunze
2020-01-03 08:34:38 UTC
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Post by Manfred Hoß
Post by Florian Ritter
Post by U***@web.de
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE? Zu Adolfs Zeiten war
ja noch "Süssschmiere" aktuell, weil Konfitüre ein undeutsches Wort ist.
Zumindest war oder ist der Begriff landsmannschaftlich gängig.
Nie gehört.
In Stuttgart, wo ich einige Zeit nachhaltig tätig war, lernte
ich dafür "Gsälz" kennen.
Gsälz ist selbstgemacht.
Und wie heißt es, wenn es gekauft ist?
Und wie heißt Pflaumenmus?

chr
Diedrich Ehlerding
2020-01-03 09:25:57 UTC
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Post by Christina Kunze
Und wie heißt Pflaumenmus?
in Südhessen "Latwäjje", in Österreich wohl "Powidl"
--
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Manfred Hoß
2020-01-03 10:08:18 UTC
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Post by Christina Kunze
Post by Manfred Hoß
Post by Florian Ritter
Post by U***@web.de
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE? Zu Adolfs Zeiten war
ja noch "Süssschmiere" aktuell, weil Konfitüre ein undeutsches Wort ist.
Zumindest war oder ist der Begriff landsmannschaftlich gängig.
Nie gehört.
In Stuttgart, wo ich einige Zeit nachhaltig tätig war, lernte
ich dafür "Gsälz" kennen.
Gsälz ist selbstgemacht.
Und wie heißt es, wenn es gekauft ist?
Gekauftes heißt Marmelade.

Gruß
Manfred.
U***@web.de
2020-01-03 10:11:21 UTC
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Post by Manfred Hoß
Post by Christina Kunze
Post by Manfred Hoß
Post by Florian Ritter
Post by U***@web.de
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE? Zu Adolfs Zeiten war
ja noch "Süssschmiere" aktuell, weil Konfitüre ein undeutsches Wort ist.
Zumindest war oder ist der Begriff landsmannschaftlich gängig.
Nie gehört.
In Stuttgart, wo ich einige Zeit nachhaltig tätig war, lernte
ich dafür "Gsälz" kennen.
Gsälz ist selbstgemacht.
Und wie heißt es, wenn es gekauft ist?
Gekauftes heißt Marmelade.
Es sei denn...
https://simmler.de/shop/koestlich-fruchtig-dreierlei-gsaelz-extra-450g/

Gruß, ULF
Heinz Lohmann
2020-01-03 15:22:25 UTC
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Post by Christina Kunze
Und wie heißt Pflaumenmus?
Das von Schwartau heißt "Pflaumenmus" (nach Holsteiner Originalrezept).

Pflaumenmus ist mW keine Konfitüre oder Marmelade.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Christina Kunze
2020-01-03 15:54:41 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Christina Kunze
Und wie heißt Pflaumenmus?
Das von Schwartau heißt "Pflaumenmus" (nach Holsteiner Originalrezept).
Pflaumenmus ist mW keine Konfitüre oder Marmelade.
Aber es ist ein Lebensmittel und überregional verbreitet (oder?), und da
könnte es sein, dass es viele verschiedene Bezeichnungen dafür gibt.

chr
Heinz Lohmann
2020-01-04 01:39:03 UTC
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Post by Christina Kunze
Post by Heinz Lohmann
Post by Christina Kunze
Und wie heißt Pflaumenmus?
Das von Schwartau heißt "Pflaumenmus" (nach Holsteiner Originalrezept).
Pflaumenmus ist mW keine Konfitüre oder Marmelade.
Aber es ist ein Lebensmittel und überregional verbreitet (oder?), und da
könnte es sein, dass es viele verschiedene Bezeichnungen dafür gibt.
Ein früherer Kommilitone aus K'town nannte es "Latwerdsch" (sp?).
Einmal haben wir versucht, es selbst herzustellen, und uns damit einen
schönen Kochtopf total ruiniert.

Wikipedia kennt noch mehr Ausdrücke für das Mus, die mir alle nicht
geläufig waren.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Stefan Schmitz
2020-01-04 16:20:19 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Pflaumenmus ist mW keine Konfitüre oder Marmelade.
Gerade nachgelesen, dass es anders hergestellt wird. Dabei frage ich mich, warum
diese Herstellung nicht mit anderen Früchten praktiziert wird.
Diedrich Ehlerding
2020-01-04 20:25:19 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by Heinz Lohmann
Pflaumenmus ist mW keine Konfitüre oder Marmelade.
Marmelade ist es EU-bezeichnungstechnisch auf gar keinen Fall.
Post by Stefan Schmitz
Gerade nachgelesen, dass es anders hergestellt wird. Dabei frage ich
mich, warum diese Herstellung nicht mit anderen Früchten praktiziert
wird.
Pflaumenmus wird (bei guter Fruchtqualität) traditionell ganz ohne
Zuckerzusatz oder (bei nicht ganz so süßen Früchten) mit deutlich weniger
Zuckerzusatz hergestellt als z.B. Kirsch- oder Johannisbeermarmelade, äh
ich meine natürlich -konfitüre, hergestellt, Allenfalls gehört da ein
bisschen Gewürz (Zimt, gern auch ein Schuss Rum) dran. Die dafür
verwendeten Pflaumen bzw. Zwetschgen sind von Haus aus ziemlich süß, und
wenn genug Wasser verdampft wird, reicht der Zuckergehalt, das Endprodukt
zu konservieren. Andere Früchte enthalten wohl weniger Zucker und/oder
einen höheren Wasseranteil.

Ich überweise zur genaueren Klärung deine Frage an die zuständigen Organe.
--
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Quinn C
2020-01-07 22:50:34 UTC
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Im Supermarkt findet man dagegen
normalerweise hochgezüchtete Pflaumensorten, die viel süßer sind (und
größer und runder), und die ich nicht "Zwetschge" nenne.
Die runden heißen in der Tat "Pflaumen" und sind für
Pflaumenmus/Powidl/Latwersche ebenso ungeeignet wie für Pflaumenkuchen.
Zwetschgen sind die eher länglichen. Und der KUchen heißt in Schwaben aus
gutem GFrund "Zwetschgendatschi" und nicht "Pflaumendatschi".
Das gehört eher nach desd, daher mit Umleitungsvorschlag:

Für mich ist "Pflaumen" der Oberbegriff für Zwetschgen, Mirabellen und
diverse andere Sorten. Der hochdeutsche Name für das, was im Dialekt
meiner Heimatgegend Zwetschgenkuchen genannt wird, ist Pflaumenkuchen.

Der hochdeutsche Name ist damit zwar weniger spezifisch, aber wir sagen
auch Käsekuchen statt Quarkkuchen.
--
Der Internationale Währungsfonds kontaktiert uns für Ihre Entschädigung
ein paar Stunden von Ihrem Sicherheitscode zugeteilt.Sie ??gesagt, dass
sie, um eine E-Mail-Adresse anstelle eines Namens zu senden wählen.
-- SPAMPOESIE
Johann Mayerwieser
2020-01-08 03:02:20 UTC
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Post by Quinn C
Der hochdeutsche Name ist damit zwar weniger spezifisch, aber wir sagen
auch Käsekuchen statt Quarkkuchen.
Was erzählst da für eine Topfen - das ist Topfentorte und nichts anderes.
--
Mailadresse ist gültig Mails werden nur gelesen, wenn im Betreff [usenet]
steht
U***@web.de
2020-01-08 08:11:23 UTC
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Post by Johann Mayerwieser
Post by Quinn C
Der hochdeutsche Name ist damit zwar weniger spezifisch, aber wir sagen
auch Käsekuchen statt Quarkkuchen.
Was erzählst da für eine Topfen - das ist Topfentorte und nichts anderes.
Danke für Deinen erhellenden Beitrag zur deutschen Standardsprache.
Christina Kunze
2020-01-09 07:02:33 UTC
Antworten
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Post by U***@web.de
Post by Johann Mayerwieser
Post by Quinn C
Der hochdeutsche Name ist damit zwar weniger spezifisch, aber wir sagen
auch Käsekuchen statt Quarkkuchen.
Was erzählst da für eine Topfen - das ist Topfentorte und nichts anderes.
Danke für Deinen erhellenden Beitrag zur deutschen Standardsprache.
Batterien leer?

chr
Ewald Pfau
2020-01-08 13:31:10 UTC
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Post by Quinn C
Käsekuchen statt Quarkkuchen.
Was erzählst da für eine Topfen - das ist Topfentorte und nichts anderes.
Genau
Diedrich Ehlerding
2020-01-08 07:22:43 UTC
Antworten
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Ich hätte das wegen des kulinarischen Themas eher in drm belassen, aber
wenn du meinst, ziehe ich auch um.
Post by Quinn C
Für mich ist "Pflaumen" der Oberbegriff für Zwetschgen, Mirabellen und
diverse andere Sorten. Der hochdeutsche Name für das, was im Dialekt
meiner Heimatgegend Zwetschgenkuchen genannt wird, ist Pflaumenkuchen.
In der Tat sind Zwetschgen wohl biologisch eine Unterart der Pflaumen
(d.h. jede Zwetschge ist auch eine Pflaume, aber nicht umgekehrt), und die
Bezeichnungen sind nicht eindeutig ("Pflaumenkuchen" heißt der
oberschwäbische "Zwetschgendatschi" hier zu Gegend auch). Dass auch
Mirabellen als Pflaumen bezeichnet werden, ist mir neu.

Siehe auch <http://www.atlas-alltagssprache.de/r11-f1hg/> und
<http://www.atlas-alltagssprache.de/r11-f1f/>.
--
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fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91AD
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Der Habakuk.
2020-01-08 08:03:01 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Ich hätte das wegen des kulinarischen Themas eher in drm belassen, aber
wenn du meinst, ziehe ich auch um.
Post by Quinn C
Für mich ist "Pflaumen" der Oberbegriff für Zwetschgen, Mirabellen und
diverse andere Sorten. Der hochdeutsche Name für das, was im Dialekt
meiner Heimatgegend Zwetschgenkuchen genannt wird, ist Pflaumenkuchen.
In der Tat sind Zwetschgen wohl biologisch eine Unterart der Pflaumen
(d.h. jede Zwetschge ist auch eine Pflaume, aber nicht umgekehrt), und die
Bezeichnungen sind nicht eindeutig ("Pflaumenkuchen" heißt der
oberschwäbische "Zwetschgendatschi" hier zu Gegend auch). Dass auch
Mirabellen als Pflaumen bezeichnet werden, ist mir neu.
Die Renekloden, Reineclauden, bzw. schlicht Ringlo, wie sie in Bayern
heißen, nicht zu vergessen.
Post by Diedrich Ehlerding
Siehe auch <http://www.atlas-alltagssprache.de/r11-f1hg/> und
<http://www.atlas-alltagssprache.de/r11-f1f/>.
--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*
Florian Ritter
2020-01-08 17:07:09 UTC
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Post by Quinn C
Im Supermarkt findet man dagegen
normalerweise hochgezüchtete Pflaumensorten, die viel süßer sind (und
größer und runder), und die ich nicht "Zwetschge" nenne.
Die runden heißen in der Tat "Pflaumen" und sind für
Pflaumenmus/Powidl/Latwersche ebenso ungeeignet wie für Pflaumenkuchen.
Zwetschgen sind die eher länglichen. Und der KUchen heißt in Schwaben aus
gutem GFrund "Zwetschgendatschi" und nicht "Pflaumendatschi".
Für mich ist "Pflaumen" der Oberbegriff für Zwetschgen, Mirabellen und
diverse andere Sorten. Der hochdeutsche Name für das, was im Dialekt
Täte ich so nicht sagen - im Norddeutschen Pflaumen, in etlichen
Gegenden des Südens Zwetschgen, im Taunus wohl auch Quetschen.
Post by Quinn C
meiner Heimatgegend Zwetschgenkuchen genannt wird, ist Pflaumenkuchen.
Up Platt Plumm'kauken
Post by Quinn C
Der hochdeutsche Name ist damit zwar weniger spezifisch, aber wir sagen
auch Käsekuchen statt Quarkkuchen.
Nun, Quark wird in Berlin Weißkäse genannt; Pellkartoffeln mit
Weißkäse und Leinöl zählen zu des Eingeborenen Leibgerichten - FR
Matthias Opatz
2020-01-08 23:35:49 UTC
Antworten
Permalink
Post by Florian Ritter
Nun, Quark wird in Berlin Weißkäse genannt; Pellkartoffeln mit
Weißkäse und Leinöl zählen zu des Eingeborenen Leibgerichten - FR
Mit Leinöl ist Lausitzer Art. Berliner ooch?

Matthias
Jakob Achterndiek
2020-01-09 09:13:39 UTC
Antworten
Permalink
Post by Matthias Opatz
Post by Florian Ritter
Nun, Quark wird in Berlin Weißkäse genannt; Pellkartoffeln mit
Weißkäse und Leinöl zählen zu des Eingeborenen Leibgerichten - FR
Mit Leinöl ist Lausitzer Art. Berliner ooch?
Zu "Pellkartoffeln und Quark" auch aus Mecklenburg überliefert.
--
j/\a
Gunhild Simon
2020-01-12 12:41:04 UTC
Antworten
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Post by Jakob Achterndiek
Post by Matthias Opatz
Post by Florian Ritter
Nun, Quark wird in Berlin Weißkäse genannt; Pellkartoffeln mit
Weißkäse und Leinöl zählen zu des Eingeborenen Leibgerichten - FR
Mit Leinöl ist Lausitzer Art. Berliner ooch?
Zu "Pellkartoffeln und Quark" auch aus Mecklenburg überliefert.
Ich habe einmal in meinem nunmehr betagteren Leben zur
Selbstjustiz gegriffen, indem ich einem Autofahrer in einer
Nacht-und-Nebel-Aktion bestes Leinöl über die Windschutzscheibe
gekippt habe, weil er mich an einem Fußgängerüberweg sexistisch
beleidigend beschimpft hatte.

Danach war es aus mit Pellkartoffeln mit Leinöl.
Butter und Salz schmeckt auch.

Gruß
Gunhild
Florian Ritter
2020-01-12 15:52:07 UTC
Antworten
Permalink
Post by Gunhild Simon
Post by Jakob Achterndiek
Post by Matthias Opatz
Mit Leinöl ist Lausitzer Art. Berliner ooch?
Zu "Pellkartoffeln und Quark" auch aus Mecklenburg überliefert.
Ich habe einmal in meinem nunmehr betagteren Leben zur
Selbstjustiz gegriffen, indem ich einem Autofahrer in einer
Nacht-und-Nebel-Aktion bestes Leinöl über die Windschutzscheibe
gekippt habe, weil er mich an einem Fußgängerüberweg sexistisch
beleidigend beschimpft hatte.
Skurril - aber warum Leinöl?
Japanisches Holzöl wäre besser geeignet gewesen.
Post by Gunhild Simon
Danach war es aus mit Pellkartoffeln mit Leinöl.
Die Verknotigung von Ausgießung und Verzicht ist schwer unklar.
Post by Gunhild Simon
Butter und Salz schmeckt auch.
Am besten mit Speck und Zwiebeln - FR
Matthias Opatz
2020-01-12 16:25:42 UTC
Antworten
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Post by Florian Ritter
Post by Gunhild Simon
Post by Jakob Achterndiek
Zu "Pellkartoffeln und Quark" auch aus Mecklenburg überliefert.
Ich habe einmal in meinem nunmehr betagteren Leben zur
Selbstjustiz gegriffen, indem ich einem Autofahrer in einer
Nacht-und-Nebel-Aktion bestes Leinöl über die Windschutzscheibe
gekippt habe, weil er mich an einem Fußgängerüberweg sexistisch
beleidigend beschimpft hatte.
Skurril - aber warum Leinöl?
Japanisches Holzöl wäre besser geeignet gewesen.
Post by Gunhild Simon
Danach war es aus mit Pellkartoffeln mit Leinöl.
Die Verknotigung von Ausgießung und Verzicht ist schwer unklar.
Wer Kartoffeln mit Leinöl essen mag, kauft es zuerst ein.

Wer spontan was zum Ärern benötigt, nimmt das, was er verfügbar hat.

Wer, was verfügbar war, anderweitig verwendet, kann es nicht mehr essen.

Matthias
Quinn C
2020-01-13 00:59:55 UTC
Antworten
Permalink
Post by Matthias Opatz
Post by Florian Ritter
Post by Gunhild Simon
Post by Jakob Achterndiek
Zu "Pellkartoffeln und Quark" auch aus Mecklenburg überliefert.
Ich habe einmal in meinem nunmehr betagteren Leben zur
Selbstjustiz gegriffen, indem ich einem Autofahrer in einer
Nacht-und-Nebel-Aktion bestes Leinöl über die Windschutzscheibe
gekippt habe, weil er mich an einem Fußgängerüberweg sexistisch
beleidigend beschimpft hatte.
Skurril - aber warum Leinöl?
Japanisches Holzöl wäre besser geeignet gewesen.
Post by Gunhild Simon
Danach war es aus mit Pellkartoffeln mit Leinöl.
Die Verknotigung von Ausgießung und Verzicht ist schwer unklar.
Wer Kartoffeln mit Leinöl essen mag, kauft es zuerst ein.
Wer spontan was zum Ärern benötigt, nimmt das, was er verfügbar hat.
Wer, was verfügbar war, anderweitig verwendet, kann es nicht mehr essen.
Es klang für mich freilich so, daß Gunhild seit dem Vorfall keine
Pellkartoffeln mit Leinöl mehr auf den Tisch kommen. Vielleicht wegen
der schlechten Erinnerung, die dabei wieder aufkommt.
--
dasz jederman sehe, wie falsch unsere gugelmönche zu ihres ordens
verteidigung der ersten kirchenexempel anziehen Calvin
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Gunhild Simon
2020-01-13 00:49:21 UTC
Antworten
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by Gunhild Simon
Post by Jakob Achterndiek
Post by Matthias Opatz
Mit Leinöl ist Lausitzer Art. Berliner ooch?
Zu "Pellkartoffeln und Quark" auch aus Mecklenburg überliefert.
Ich habe einmal in meinem nunmehr betagteren Leben zur
Selbstjustiz gegriffen, indem ich einem Autofahrer in einer
Nacht-und-Nebel-Aktion bestes Leinöl über die Windschutzscheibe
gekippt habe, weil er mich an einem Fußgängerüberweg sexistisch
beleidigend beschimpft hatte.
Skurril - aber warum Leinöl?
Japanisches Holzöl wäre besser geeignet gewesen.
Es war eine Frage der Verfügbarkeit - und des Wissens.
Ich hatte gelesen und mich daran erinnert, daß Leinöl
hoffnungslos verharze.Also die Scheibe unwiederbringlich
ruiniere.
Post by Florian Ritter
Post by Gunhild Simon
Danach war es aus mit Pellkartoffeln mit Leinöl.
Die Verknotigung von Ausgießung und Verzicht ist schwer unklar.
Post by Gunhild Simon
Butter und Salz schmeckt auch.
Am besten mit Speck und Zwiebeln - FR
Bloß nicht eben gesund und figurfreundlich.

Gruß
Gunhild
Jakob Achterndiek
2020-01-13 09:00:58 UTC
Antworten
Permalink
Post by Gunhild Simon
Post by Florian Ritter
Skurril - aber warum Leinöl?
Es war eine Frage der Verfügbarkeit - und des Wissens.
Ich hatte gelesen und mich daran erinnert, daß Leinöl
hoffnungslos verharze.Also die Scheibe unwiederbringlich
ruiniere.
Wohl darum verwenden es die Maler auch gern für einen besonders
haltbaren Firnis ihrer fertigen Bilder.
--
j/\a

ps.:
Warum möchte mein Rechtschreib-Korrekturprogramm dort lieber
"Firniß" lesen?
Gunhild Simon
2020-01-13 18:47:14 UTC
Antworten
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Post by Gunhild Simon
Post by Florian Ritter
Skurril - aber warum Leinöl?
Es war eine Frage der Verfügbarkeit - und des Wissens.
Ich hatte gelesen und mich daran erinnert, daß Leinöl
hoffnungslos verharze.Also die Scheibe unwiederbringlich
ruiniere.
Wohl darum verwenden es die Maler auch gern für einen besonders
haltbaren Firnis ihrer fertigen Bilder.
--
Warum möchte mein Rechtschreib-Korrekturprogramm dort lieber
"Firniß" lesen?
Erstens ist Dein Rechtschreibprogramm bei Wörtern auf -nis
offenbar etwas eingeschränkt. Diese sind alle weiblichen
Geschlechts, wie die meisten Abstrakta.
Firnis ist dagegen ein Maskulinum, das sein n in Firnis aus einer worteigenen Quelle - franz. vernis - Lack - bezieht, wie etwa
auch Firnschnee.
https://www.duden.de/rechtschreibung/Firnis

Gruß
Gunhild
Jakob Achterndiek
2020-01-13 19:44:45 UTC
Antworten
Permalink
Post by Gunhild Simon
Post by Jakob Achterndiek
Warum möchte mein Rechtschreib-Korrekturprogramm dort lieber
"Firniß" lesen?
Erstens ist Dein Rechtschreibprogramm bei Wörtern auf -nis
offenbar etwas eingeschränkt. Diese sind alle weiblichen
Geschlechts, wie die meisten Abstrakta.
Da muß es noch andere Kriterien geben, denn was wäre sonst mit
"Gleichnis, Hindernis, Vergängnis" und anderen?
Post by Gunhild Simon
Firnis ist dagegen ein Maskulinum, das sein n in Firnis
aus einer worteigenen Quelle - franz. vernis - Lack - bezieht,
wie etwa auch Firnschnee.
Ja, das leuchtet ein.
Aber mit der von meinem Programm eingeforderten "Firniß" muß es
noch eine andere Bewandtnis haben. EINE mögliche Erklärung finde
ich in Briefen früherer Generationen: Da wurden diese ~niß-Endungen
_regelmäßig_ mit ß geschrieben. Aber das war 19. Jahrhundert.
--
j/\a
Jakob Achterndiek
2020-01-13 22:55:42 UTC
Antworten
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Da muß es noch andere Kriterien geben, denn was wäre sonst mit
"Gleichnis, Hindernis, Vergängnis" und anderen?
Da mußte natürlich "Verhängnis" stehen.
-- ^^^
j/\a
Quinn C
2020-01-13 23:28:10 UTC
Antworten
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Post by Jakob Achterndiek
Da muß es noch andere Kriterien geben, denn was wäre sonst mit
"Gleichnis, Hindernis, Vergängnis" und anderen?
Da mußte natürlich "Verhängnis" stehen.
-- ^^^
Ich wollte schon nachfragen. Es hätte ja Insider-Jargon sein können:
"alles Gleiche ist nur Vergängnis"?
--
selbstheiligen und vom himmel dünkelheilige gefallene gugelfritzen
FISCHART
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
U***@web.de
2020-01-14 08:16:10 UTC
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Post by Quinn C
Post by Jakob Achterndiek
Post by Jakob Achterndiek
Da muß es noch andere Kriterien geben, denn was wäre sonst mit
"Gleichnis, Hindernis, Vergängnis" und anderen?
Da mußte natürlich "Verhängnis" stehen.
-- ^^^
"alles Gleiche ist nur Vergängnis"?
Das Wort gab es durchaus, wenn auch ohne häufigen Gebrauch.
https://www.faz.net/aktuell/wissen/darwin/wirkung/200-jahre-darwin-vom-nutzen-der-vergaengnis-und-des-zufalls-1754956-p4.html

Ältere Schreibweise: https://books.google.de/books?id=Jjd2MHAU0IsC&pg=PA252&lpg=PA252&dq=%22Verg%C3%A4ngni%C3%9F%22&source=bl&ots=i6Pjvol4gQ&sig=ACfU3U1Iz4U_d76KqMwblkEnQuQGwPUQlA&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjL-9P40oLnAhVBUlAKHRviBwsQ6AEwCHoECAMQAQ#v=onepage&q=%22Verg%C3%A4ngni%C3%9F%22&f=false
Gunhild Simon
2020-01-14 02:40:11 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Post by Jakob Achterndiek
Da muß es noch andere Kriterien geben, denn was wäre sonst mit
"Gleichnis, Hindernis, Vergängnis" und anderen?
Da mußte natürlich "Verhängnis" stehen.
Ja, dann bleiben die abstrakten -nis-Femina auch
unter sich.

Ursprünglich war die Endung -nis auch ein ß-Kandidat.
Deshalb fällt sie auch rechtschreibmäßig aus dem
regulären Rahmen.Eigentlich müßte sie wie Biß/Biss,
laß/lass, Faß/Fass, am Ende mit (ß)/-ss geschrieben werden,
wohin die Verlängerung im Plural oder Genitiv weist:
Verhängnisse, Ereignisse.

Gruß
Gunhild
U***@web.de
2020-01-14 08:12:53 UTC
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Post by Gunhild Simon
Post by Jakob Achterndiek
Post by Jakob Achterndiek
Da muß es noch andere Kriterien geben, denn was wäre sonst mit
"Gleichnis, Hindernis, Vergängnis" und anderen?
Da mußte natürlich "Verhängnis" stehen.
Ja, dann bleiben die abstrakten -nis-Femina auch
unter sich.
Ursprünglich war die Endung -nis auch ein ß-Kandidat.
Vollmitglied. http://woerterbuchnetz.de/Adelung/call_wbgui_py_from_form?sigle=Adelung&lemid=DG02367&hitlist=&patternlist=&mode=Vernetzung

Gruß, ULF
Sergio Gatti
2020-01-14 11:07:47 UTC
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Post by Gunhild Simon
Post by Jakob Achterndiek
Post by Jakob Achterndiek
Da muß es noch andere Kriterien geben, denn was wäre sonst mit
"Gleichnis, Hindernis, Vergängnis" und anderen?
Da mußte natürlich "Verhängnis" stehen.
Ja, dann bleiben die abstrakten -nis-Femina auch
unter sich.
Ursprünglich war die Endung -nis auch ein ß-Kandidat.
Deshalb fällt sie auch rechtschreibmäßig aus dem
regulären Rahmen.Eigentlich müßte sie wie Biß/Biss,
laß/lass, Faß/Fass, am Ende mit (ß)/-ss geschrieben werden,
Verhängnisse, Ereignisse.
Andererseits schrieb man -nis und nicht -niß schon vor der
letzten Rechtsschreibreform, unter anderem in August
Engeliens Grammatik der neuhochdeutschen Sprache, Berlin C,
1892.
Jakob Achterndiek
2020-01-14 12:10:32 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Gunhild Simon
Ursprünglich war die Endung -nis auch ein ß-Kandidat.
Deshalb fällt sie auch rechtschreibmäßig aus dem
regulären Rahmen.Eigentlich müßte sie wie Biß/Biss,
laß/lass, Faß/Fass, am Ende mit (ß)/-ss geschrieben werden,
Verhängnisse, Ereignisse.
Andererseits schrieb man -nis und nicht -niß schon vor der
letzten Rechtsschreibreform, unter anderem in August
Engeliens Grammatik der neuhochdeutschen Sprache, Berlin C,
1892.
Die Änderung hat sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts vollzogen.
Adelung verzeichnet 1801 noch "die Bedrängniß", "das Verhängniß",
Duden schon 1880 "die Bedrängnis", "das Verhängnis" und alle
weiteren.
--
j/\a
Manfred Hoß
2020-01-14 20:18:37 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Post by Sergio Gatti
Post by Gunhild Simon
Ursprünglich war die Endung -nis auch ein ß-Kandidat.
Deshalb fällt sie auch rechtschreibmäßig aus dem
regulären Rahmen.Eigentlich müßte sie wie Biß/Biss,
laß/lass, Faß/Fass, am Ende mit (ß)/-ss geschrieben werden,
Verhängnisse, Ereignisse.
Andererseits schrieb man -nis und nicht -niß schon vor der
letzten Rechtsschreibreform, unter anderem in August
Engeliens Grammatik der neuhochdeutschen Sprache, Berlin C,
1892.
Die Änderung hat sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts vollzogen.
Adelung verzeichnet 1801 noch "die Bedrängniß", "das Verhängniß",
Duden schon 1880 "die Bedrängnis", "das Verhängnis" und alle
weiteren.
Duden verzeichnete 1880 das, was die Kultusminister von Bayern und Preußen
den Schulen vorgaben. Eine Suche im DWDS mit der Einschränkung auf das
Deutsche Textarchiv (1473-1927) und dabei die Jahre von 1800 bis 1879, also
vor Herausgeabe der bayerischen und preußischen Schulorthographie, liefert
folgende Trefferzahlen zu den von dir genannten Begriffen:

Bedrängniß: 192 Treffer
Bedrängnis: 4 Treffer

Verhängniß: 239 Treffer
Verhängnis: 12 Treffer

Der Wandel hat sich eben nicht im Verlauf des 19. Jahrhunderts vollzogen,
sondern er wurde vollzogen, par ordre du mufti.

Bei anderen Wörtern, die auf -niß/-nis enden, sind die Zahlen ebenso
eindeutig:

Ergebniß: 873 Treffer
Ergebnis: 28 Treffer

Finsterniß: 756 Treffer
Finsternis: 51 Treffer

Geständniß: 567 Treffer
Geständnis: 9 Treffer

Hinderniß: 923 Treffer
Hindernis: 18 Treffer

und so geht das weiter bis zu

Verständniß: 1465 Treffer
Verständnis: 14 Treffer

Wildniß: 421 Treffer
Wildnis: 37 Treffer

Zeugniß: 1618 Treffer
Zeugnis: 51 Treffer

Gruß
Manfred.
Jakob Achterndiek
2020-01-14 22:51:03 UTC
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Post by Manfred Hoß
Der Wandel hat sich eben nicht im Verlauf des 19. Jahrhunderts vollzogen,
sondern er wurde vollzogen, par ordre du mufti.
Ja.
<https://tinyurl.com/wemljr7> scheint das zu bestätigen.
--
j/\a
U***@web.de
2020-01-15 08:10:48 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Gunhild Simon
Post by Jakob Achterndiek
Post by Jakob Achterndiek
Da muß es noch andere Kriterien geben, denn was wäre sonst mit
"Gleichnis, Hindernis, Vergängnis" und anderen?
Da mußte natürlich "Verhängnis" stehen.
Ja, dann bleiben die abstrakten -nis-Femina auch
unter sich.
Ursprünglich war die Endung -nis auch ein ß-Kandidat.
Deshalb fällt sie auch rechtschreibmäßig aus dem
regulären Rahmen.Eigentlich müßte sie wie Biß/Biss,
laß/lass, Faß/Fass, am Ende mit (ß)/-ss geschrieben werden,
Verhängnisse, Ereignisse.
Andererseits schrieb man -nis und nicht -niß schon vor der
letzten Rechtsschreibreform
Ist ja auch kein Wunder, denn der verdanken wir
hauptsächlich 'dass' und viele Auseinander Schreibungen.
Stefan Schmitz
2020-01-18 19:01:15 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Aber mit der von meinem Programm eingeforderten "Firniß" muß es
noch eine andere Bewandtnis haben. EINE mögliche Erklärung finde
ich in Briefen früherer Generationen: Da wurden diese ~niß-Endungen
_regelmäßig_ mit ß geschrieben. Aber das war 19. Jahrhundert.
Du besitzt also ein Rechtschreibprogramm aus dem 19. Jahrhundert?
Oder wie sonst könnte die damalige Schreibung sein Verhalten erklären?
Jakob Achterndiek
2020-01-18 19:23:21 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by Jakob Achterndiek
Aber mit der von meinem Programm eingeforderten "Firniß" muß es
noch eine andere Bewandtnis haben. EINE mögliche Erklärung finde
ich in Briefen früherer Generationen: Da wurden diese ~niß-Endungen
_regelmäßig_ mit ß geschrieben. Aber das war 19. Jahrhundert.
Du besitzt also ein Rechtschreibprogramm aus dem 19. Jahrhundert?
Oder wie sonst könnte die damalige Schreibung sein Verhalten erklären?
Weiß der Geier, wieso - aber inzwischen ist der Thesaurus des Programms
im 20. Jahrhundert angekommen. Daß die Firefox-Applikatoren auch die
alte Rechtschreibung noch anbieten, rechne ich denen hoch an.
--
j/\a
Florian Ritter
2020-01-13 20:43:16 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Post by Gunhild Simon
Post by Florian Ritter
Skurril - aber warum Leinöl?
Es war eine Frage der Verfügbarkeit - und des Wissens.
Ich hatte gelesen und mich daran erinnert, daß Leinöl
hoffnungslos verharze.Also die Scheibe unwiederbringlich
ruiniere.
Wohl darum verwenden es die Maler auch gern für einen besonders
haltbaren Firnis ihrer fertigen Bilder.
In der That ist europäische Malerey vom Mittelalter bis auf
den Heutigen mit Leinöl als Bindemittel verbunden.
Das zu Speisezwecken verwendete Leinöl ist jedoch nicht
identisch mit Firnis - und auch der ist nicht so haltbar,
wie von Deiner vermutet: Bereits nach wenigen Jahrzehnten
vergilbt er und wird rissig, lässt sich aber abwaschen
und ersetzen, was die ursprüngliche Anmutung der
Farbpigmente wiederherstellt.
Ein mir bekannter Maler bildete über Jahre die immer selbe
norddeutsche Landschaft ab und konnte diese Hervorbringungen
gut verkaufen - sie hängen in etlichen Vorstandsetagen.
Nun war er, wie alle seines Schlages, nicht der Fleißigsten
einer und lag, statt zu malen, lieber des Kartenspieles
mit Landwirten bei Bier & Geistigem ob.
Dieser wurde dabei beobachtet, wie er, kurz vor Ablieferungstermin,
dem applizierten Schlußfirnis mit einem Fön versuchte zur
Durchhärtung zu verhelfen.
Mein Hinweis, der Zusatz von ca. 15 % Holzöl (wesentlich
ungesättigter als Leinöl) täte die Härtung wesentlich
beschleunigen, wurde mit Interesse zur Kenntnis genommen - FR
U***@web.de
2020-01-14 08:10:46 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by Jakob Achterndiek
Post by Gunhild Simon
Post by Florian Ritter
Skurril - aber warum Leinöl?
Es war eine Frage der Verfügbarkeit - und des Wissens.
Ich hatte gelesen und mich daran erinnert, daß Leinöl
hoffnungslos verharze.Also die Scheibe unwiederbringlich
ruiniere.
Wohl darum verwenden es die Maler auch gern für einen besonders
haltbaren Firnis ihrer fertigen Bilder.
In der That ist europäische Malerey vom Mittelalter bis auf
den Heutigen mit Leinöl als Bindemittel verbunden.
Das zu Speisezwecken verwendete Leinöl ist jedoch nicht
identisch mit Firnis - und auch der ist nicht so haltbar,
wie von Deiner vermutet: Bereits nach wenigen Jahrzehnten
vergilbt er und wird rissig,
Zumindest das Rissige findet sich auf den
meisten gealterten Bildern.
Post by Florian Ritter
lässt sich aber abwaschen
und ersetzen, was die ursprüngliche Anmutung der
Farbpigmente wiederherstellt.
Ein mir bekannter Maler bildete über Jahre die immer selbe
norddeutsche Landschaft ab und konnte diese Hervorbringungen
gut verkaufen - sie hängen in etlichen Vorstandsetagen.
Nun war er, wie alle seines Schlages, nicht der Fleißigsten
einer und lag, statt zu malen, lieber des Kartenspieles
mit Landwirten bei Bier & Geistigem ob.
Dieser wurde dabei beobachtet, wie er, kurz vor Ablieferungstermin,
dem applizierten Schlußfirnis mit einem Fön versuchte zur
Durchhärtung zu verhelfen.
Mein Hinweis, der Zusatz von ca. 15 % Holzöl (wesentlich
ungesättigter als Leinöl) täte die Härtung wesentlich
beschleunigen, wurde mit Interesse zur Kenntnis genommen - FR
Letztens lief eine Sendung, in der berschrieben wurde,
wie man versuchte, binnen WIMRE 30 Tagen eine
Kopie eines Mondrian zu fertigen. Man nutzte unter
anderem eine UV-Kammer.
Florian Ritter
2020-01-19 21:23:48 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Florian Ritter
Mein Hinweis, der Zusatz von ca. 15 % Holzöl (wesentlich
ungesättigter als Leinöl) täte die Härtung wesentlich
beschleunigen, wurde mit Interesse zur Kenntnis genommen.
Letztens lief eine Sendung, in der berschrieben wurde,
wie man versuchte, binnen WIMRE 30 Tagen eine
Kopie eines Mondrian zu fertigen. Man nutzte unter
Hätte ich gerne geglotzt.
Post by U***@web.de
anderem eine UV-Kammer.
Es gibt UV-härtende Klarlacke, z.B. für Fertigparkett.
Um die in Sekunden zur Reaktion zu bringen braucht es
aber keine Kammer. In der stomatologischen Praxis werden
UV-härtende Klebstoffe eingesetzt, da bekommt Patient
eine UV-Lampe ins Maul und fertig.
Beim Fälschen von Gemälden sollten aber keine modernen
Materialien verwendet werden. Der sehr erfolgreiche
Fälscher Beltracchi flog dadurch auf, daß er Titandioxid
(TiO2) verwendet hatte, das als Weißpigment erst nach
Mitte des 20. Jhdt.s verfügbar war - FR
U***@web.de
2020-01-20 08:41:09 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by U***@web.de
Post by Florian Ritter
Mein Hinweis, der Zusatz von ca. 15 % Holzöl (wesentlich
ungesättigter als Leinöl) täte die Härtung wesentlich
beschleunigen, wurde mit Interesse zur Kenntnis genommen.
Letztens lief eine Sendung, in der berschrieben wurde,
wie man versuchte, binnen WIMRE 30 Tagen eine
Kopie eines Mondrian zu fertigen. Man nutzte unter
Hätte ich gerne geglotzt.
Post by U***@web.de
anderem eine UV-Kammer.
Es gibt UV-härtende Klarlacke, z.B. für Fertigparkett.
Um die in Sekunden zur Reaktion zu bringen braucht es
aber keine Kammer. In der stomatologischen Praxis werden
UV-härtende Klebstoffe eingesetzt, da bekommt Patient
eine UV-Lampe ins Maul und fertig.
Beim Fälschen von Gemälden sollten aber keine modernen
Materialien verwendet werden. Der sehr erfolgreiche
Fälscher Beltracchi flog dadurch auf, daß er Titandioxid
(TiO2) verwendet hatte, das als Weißpigment erst nach
Mitte des 20. Jhdt.s verfügbar war
Da wurde auch mal einer nach NY geschickt, auf daß er
bei solchen Händlern, die nie entrümpeln, Klebestreifen
besorge.

https://www.3sat.de/kultur/kulturdoku/geheimnis-der-meister-mondrian-100.html

Außerdem wurde das annähernd fertige Werk noch mit Zigarrenrauch zugepafft.
Florian Ritter
2020-01-13 20:17:28 UTC
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Post by Gunhild Simon
Post by Florian Ritter
Post by Gunhild Simon
Ich habe einmal in meinem nunmehr betagteren Leben zur
Selbstjustiz gegriffen, indem ich einem Autofahrer in einer
Nacht-und-Nebel-Aktion bestes Leinöl über die Windschutzscheibe
gekippt habe, weil er mich an einem Fußgängerüberweg sexistisch
beleidigend beschimpft hatte.
Skurril - aber warum Leinöl?
Japanisches Holzöl wäre besser geeignet gewesen.
Es war eine Frage der Verfügbarkeit - und des Wissens.
Ich hatte gelesen und mich daran erinnert, daß Leinöl
hoffnungslos verharze.Also die Scheibe unwiederbringlich
ruiniere.
Naja, so ist es mit dem Hörensagen. Leinöl ist in der Tat
ungesättigt, hat also Doppelbindungen, die mit Luftsauerstoff
reagieren, was also chemische Härtung ergibt.
Unbehandeltes Leinöl reagiert aber so langsam mit Sauerstoff,
daß Härtung Wochen benötigt. Leinöl-Standöl ist vorerhitztes
Leinöl und reagiert schneller. Man kann dessen Härtung aber
noch weiter beschleunigen durch Zugabe von Sikkativen,
besonders effektiv z.B. Bleistearat.
Das Opfer Deines selbstiustitionellen, möchte fast sagen
heimtückischen Anschlages wird sein Glas durch schlichtes,
mehrfachen Benetzen mit Wasser vor dem Ruin gerettet haben.
Post by Gunhild Simon
Post by Florian Ritter
Post by Gunhild Simon
Danach war es aus mit Pellkartoffeln mit Leinöl.
Die Verknotigung von Ausgießung und Verzicht ist schwer unklar.
Post by Gunhild Simon
Butter und Salz schmeckt auch.
Am besten mit Speck und Zwiebeln.
Bloß nicht eben gesund und figurfreundlich.
Wer aus solchen Erwägungen heraus auf Genuß verzichtet, ist
für mich verachtenswert - FR, bei bester Gesundheit & Idealgewicht
U***@web.de
2020-01-13 08:09:04 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by Gunhild Simon
Post by Jakob Achterndiek
Post by Matthias Opatz
Mit Leinöl ist Lausitzer Art. Berliner ooch?
Zu "Pellkartoffeln und Quark" auch aus Mecklenburg überliefert.
Ich habe einmal in meinem nunmehr betagteren Leben zur
Selbstjustiz gegriffen, indem ich einem Autofahrer in einer
Nacht-und-Nebel-Aktion bestes Leinöl über die Windschutzscheibe
gekippt habe, weil er mich an einem Fußgängerüberweg sexistisch
beleidigend beschimpft hatte.
Skurril - aber warum Leinöl?
Japanisches Holzöl wäre besser geeignet gewesen.
Post by Gunhild Simon
Danach war es aus mit Pellkartoffeln mit Leinöl.
Die Verknotigung von Ausgießung und Verzicht ist schwer unklar.
Das Leinöl von der Frontscheibe wollte Gunhild nicht
nehmen, weiteres war wohl nicht im Haus.
Christina Kunze
2020-01-09 21:43:18 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Florian Ritter
Nun, Quark wird in Berlin Weißkäse genannt; Pellkartoffeln mit
Weißkäse und Leinöl zählen zu des Eingeborenen Leibgerichten - FR
Mit Leinöl ist Lausitzer Art. Berliner ooch?
Ich weiß nicht, an welcher Ecke von Berlin der Ritter Florian lebt
(geographisch drei Straßen weit weg von mir, aber im Sprachgebrauch
irgendwie Lichtjahre).
In meinem Berlin sind Pellkartoffeln mit Quark gebräuchlich, und mit
Leinöl ist es Spreewald.
Allerdings habe ich Weißkäse für Quark gefühlt vor 30 Jahren das letzte
Mal gehört.

chr
U***@web.de
2020-01-09 08:24:47 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by Quinn C
Die runden heißen in der Tat "Pflaumen" und sind für
Pflaumenmus/Powidl/Latwersche ebenso ungeeignet wie für Pflaumenkuchen.
Zwetschgen sind die eher länglichen. Und der KUchen heißt in Schwaben aus
gutem GFrund "Zwetschgendatschi" und nicht "Pflaumendatschi".
Für mich ist "Pflaumen" der Oberbegriff für Zwetschgen, Mirabellen und
diverse andere Sorten. Der hochdeutsche Name für das, was im Dialekt
Täte ich so nicht sagen - im Norddeutschen Pflaumen, in etlichen
Gegenden des Südens Zwetschgen, im Taunus wohl auch Quetschen.
Um das Maß voll zu machen, ist mancherorts auch die Rede von Zwetschen.
Stefan Schmitz
2020-01-10 19:02:47 UTC
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Post by Florian Ritter
Nun, Quark wird in Berlin Weißkäse genannt; Pellkartoffeln mit
Weißkäse und Leinöl zählen zu des Eingeborenen Leibgerichten - FR
Im Handel scheint "Weißkäse" für Schafskäse aus Kuhmilch zu stehen.
U***@web.de
2020-01-11 08:03:04 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by Florian Ritter
Nun, Quark wird in Berlin Weißkäse genannt; Pellkartoffeln mit
Weißkäse und Leinöl zählen zu des Eingeborenen Leibgerichten - FR
Im Handel scheint "Weißkäse" für Schafskäse aus Kuhmilch zu stehen.
Du hast 'Hirtenkäse' etwas merkwürdig niedergeschrieben.
Gut, um präzise zu sein, der ist Fetasurrogat.
Stefan Schmitz
2020-01-11 17:24:20 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Stefan Schmitz
Post by Florian Ritter
Nun, Quark wird in Berlin Weißkäse genannt; Pellkartoffeln mit
Weißkäse und Leinöl zählen zu des Eingeborenen Leibgerichten - FR
Im Handel scheint "Weißkäse" für Schafskäse aus Kuhmilch zu stehen.
Du hast 'Hirtenkäse' etwas merkwürdig niedergeschrieben.
Gut, um präzise zu sein, der ist Fetasurrogat.
Stimmt, das Wort gibt es ja auch noch.
Laut https://de.wikipedia.org/wiki/Salzlakenk%C3%A4se#Weitere stammt der
Begriff Weißkäse hierfür aus der Türkei.
Matthias Opatz
2020-01-08 23:34:19 UTC
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Post by Quinn C
Für mich ist "Pflaumen" der Oberbegriff für Zwetschgen, Mirabellen und
diverse andere Sorten.
Bei mir sind Pflaumen Pflaumen (andernorts Zwetschgen genannt) und
Mirabellen Mirabellen. Verwandt, aber würde ich nie Pflaumen nennen.

Eierpflaumen sind besondere Pflaumen (und wahrscheinlich keine
Zwetschgen).

Matthias
Martin Gerdes
2020-01-03 23:34:18 UTC
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Post by Christina Kunze
Post by Manfred Hoß
Gsälz ist selbstgemacht.
Und wie heißt es, wenn es gekauft ist?
"Gsälz"
Post by Christina Kunze
Und wie heißt Pflaumenmus?
"Zwetschgagsälz"
Florian Ritter
2020-01-04 16:02:20 UTC
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Post by Manfred Hoß
Post by Florian Ritter
In Stuttgart, wo ich einige Zeit nachhaltig tätig war, lernte
ich dafür "Gsälz" kennen.
Gsälz ist selbstgemacht.
Gloob ick nich - det Zeuch, wat et inne Kantine in kleene
Plastiknäppels jab, wurde ooch Gsälz jenannt - FR
Manfred Hoß
2020-01-04 23:57:07 UTC
Antworten
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Post by Florian Ritter
Post by Manfred Hoß
Post by Florian Ritter
In Stuttgart, wo ich einige Zeit nachhaltig tätig war, lernte
ich dafür "Gsälz" kennen.
Gsälz ist selbstgemacht.
Gloob ick nich - det Zeuch, wat et inne Kantine in kleene
Plastiknäppels jab, wurde ooch Gsälz jenannt - FR
In meinen Kreisen ist Gsälz selbstgemacht, unabhängig von dem, was ein
Hersteller auf das Etikett schreiben lässt.

Gruß
Manfred.
Stefan Schmitz
2020-01-03 09:56:24 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by U***@web.de
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE? Zu Adolfs Zeiten war
ja noch "Süssschmiere" aktuell, weil Konfitüre ein undeutsches Wort ist.
Zumindest war oder ist der Begriff landsmannschaftlich gängig.
Nie gehört.
In Stuttgart, wo ich einige Zeit nachhaltig tätig war, lernte
ich dafür "Gsälz" kennen.
Was ist denn das für ein seltsames Wort? Das klingt für mich eher nach
Fleisch- als nach Fruchtbrei.
Post by Florian Ritter
Rezenterweise kommt mir auf Etiketten "Fruchtaufstrich" vor
Augen.
Der hat wohl zu wenig zugesetzten Zucker, um sich Konfitüre nennen zu dürfen.
Und vielleicht auch zuviel Frucht, um den gleichen Namen tragen zu wollen.
Manfred Hoß
2020-01-03 10:16:37 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by Florian Ritter
Post by U***@web.de
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE? Zu Adolfs Zeiten war
ja noch "Süssschmiere" aktuell, weil Konfitüre ein undeutsches Wort ist.
Zumindest war oder ist der Begriff landsmannschaftlich gängig.
Nie gehört.
In Stuttgart, wo ich einige Zeit nachhaltig tätig war, lernte
ich dafür "Gsälz" kennen.
Was ist denn das für ein seltsames Wort? Das klingt für mich eher nach
Fleisch- als nach Fruchtbrei.
Es hat tatsächlich ein Nichtschwabe gedacht, als er zum ersten Mal "Gsälz"
hörte, es wäre "Geselchtes" gemeint.

Übrigens habe ich zwischenzeitlich einen Wikipedia-Artikel gefunden, der
die unterschiedlichen, regional verwendeten Küchenbegriffe aufführt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Regionale_K%C3%BCchenbegriffe

Ich kann allerdings nicht sagen, ob alle der dort genannten Regionalismen
tatsächlich verwendet werden und richtig zugeordnet sind.

Gruß
Manfred.
Stefan Schmitz
2020-01-03 11:20:13 UTC
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Post by Manfred Hoß
Post by Stefan Schmitz
Post by Florian Ritter
Post by U***@web.de
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE? Zu Adolfs Zeiten war
ja noch "Süssschmiere" aktuell, weil Konfitüre ein undeutsches Wort ist.
Zumindest war oder ist der Begriff landsmannschaftlich gängig.
Nie gehört.
In Stuttgart, wo ich einige Zeit nachhaltig tätig war, lernte
ich dafür "Gsälz" kennen.
Was ist denn das für ein seltsames Wort? Das klingt für mich eher nach
Fleisch- als nach Fruchtbrei.
Es hat tatsächlich ein Nichtschwabe gedacht, als er zum ersten Mal "Gsälz"
hörte, es wäre "Geselchtes" gemeint.
Das Wort ist mir auch nicht geläufig. Ich assoziiere Salz einfach eher mit
Fleisch als mit Obst.

Habe gerade gefunden, dass es ursprünglich um mit Salz konservierte Lebensmittel
ging, später um alle konservierten und mittlerweile nur um salzlos konservierte
Früchte.
https://www.wer-weiss-was.de/t/xaels-etymologie/5762953
Quinn C
2020-01-03 22:36:11 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by Manfred Hoß
Post by Stefan Schmitz
Post by Florian Ritter
In Stuttgart, wo ich einige Zeit nachhaltig tätig war, lernte
ich dafür "Gsälz" kennen.
Was ist denn das für ein seltsames Wort? Das klingt für mich eher nach
Fleisch- als nach Fruchtbrei.
Es hat tatsächlich ein Nichtschwabe gedacht, als er zum ersten Mal "Gsälz"
hörte, es wäre "Geselchtes" gemeint.
Das Wort ist mir auch nicht geläufig. Ich assoziiere Salz einfach eher mit
Fleisch als mit Obst.
So ging's mir auch. Beim "Geselchten", das ich vom Hören kenne, ohne
genau zu wissen, was es ist, war mir der Zusammenhang mit Salz eher
nicht ersichtlich.
Post by Stefan Schmitz
Habe gerade gefunden, dass es ursprünglich um mit Salz konservierte Lebensmittel
ging, später um alle konservierten und mittlerweile nur um salzlos konservierte
Früchte.
https://www.wer-weiss-was.de/t/xaels-etymologie/5762953
Wiktionary stimmt dem zu, unter Berufung auf das Schwäbische Wörterbuch
von Fischer und Pfleiderer.

Also etwa wie "Eingemachtes".
--
GUGELFAHRT, f., mutwilliges treiben, lärmende lustbarkeit
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
U***@web.de
2020-01-04 09:28:00 UTC
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Post by Quinn C
Post by Stefan Schmitz
Post by Manfred Hoß
Post by Stefan Schmitz
Post by Florian Ritter
In Stuttgart, wo ich einige Zeit nachhaltig tätig war, lernte
ich dafür "Gsälz" kennen.
Was ist denn das für ein seltsames Wort? Das klingt für mich eher nach
Fleisch- als nach Fruchtbrei.
Es hat tatsächlich ein Nichtschwabe gedacht, als er zum ersten Mal "Gsälz"
hörte, es wäre "Geselchtes" gemeint.
Das Wort ist mir auch nicht geläufig. Ich assoziiere Salz einfach eher mit
Fleisch als mit Obst.
So ging's mir auch. Beim "Geselchten", das ich vom Hören kenne, ohne
genau zu wissen, was es ist, war mir der Zusammenhang mit Salz eher
nicht ersichtlich.
Ist m.W. Geräuchertes.
Christina Kunze
2020-01-03 15:53:04 UTC
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Post by Manfred Hoß
Übrigens habe ich zwischenzeitlich einen Wikipedia-Artikel gefunden, der
die unterschiedlichen, regional verwendeten Küchenbegriffe aufführt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Regionale_K%C3%BCchenbegriffe
In der aktuellen, 12. Runde des Atlas der deutschen Alltagssprache ist
eine Frage:

[Wie nennt man bei Ihnen]
Post by Manfred Hoß
(g) einen dickflüssigen süßen Brotaufstrich aus eingekochten
Früchten (mit Fruchtstücken oder passierten Früchten, also kein
Gelee)
Konfitüre
Konfi / Gomfi
Gsells / Gsälz
Marmelade
Eingemachtes
Eingekochtes
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chr
Manfred Russ
2020-01-05 00:24:19 UTC
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Post by Henning Sponbiel
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE? Zu Adolfs Zeiten war
ja noch "Süssschmiere" aktuell, weil Konfitüre ein undeutsches Wort ist.
Bitte belegen.
Hier liegt ein Irrtum vor.

Nicht die (angeblich so genannte [Ja, aus ein ander]) "Süßschmiere" wird
belegt, sondern das Brot. Nämlich damit. Also mit Gselz.
Manfred Hoß
2020-01-05 18:22:54 UTC
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Eine Theologin hatte an einem kirchlichen Evenement in Dänemark
teilgenommen und kam uns mit der verstörenden Kunde, dortlandes
täte man Marmelade auf Käse applizieren - und das wäre sogar
eßbar.
Ein Bekannter schnitt vor meinen Augen eine Scheibe Brot auseinander. Auf
die eine Hälfte schmierte er Nutellaersatz, die andere Hälfte versah er mit
Camembert, den er mit Ketchup und Gewürzen bedeckte. Anschließend legte er
die beiden Brotscheibenhälften aufeinander und aß das. Noch Fragen? Ach ja,
der Bekannte war Deutscher.

Gruß
Manfred.
Stefan Schmitz
2020-01-05 19:46:26 UTC
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Post by Manfred Russ
Post by Henning Sponbiel
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE? Zu Adolfs Zeiten war
ja noch "Süssschmiere" aktuell, weil Konfitüre ein undeutsches Wort ist.
Bitte belegen.
Hier liegt ein Irrtum vor.
Nicht die (angeblich so genannte [Ja, aus ein ander]) "Süßschmiere" wird
belegt, sondern das Brot. Nämlich damit. Also mit Gselz.
Wird es?
Belegen kann man eigentlich nur mit Wurst und Käse in Scheiben, mit schmierigen
Substanzen kann man nur bestreichen.
U***@web.de
2020-01-06 08:01:07 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by Manfred Russ
Post by Henning Sponbiel
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE? Zu Adolfs Zeiten war
ja noch "Süssschmiere" aktuell, weil Konfitüre ein undeutsches Wort ist.
Bitte belegen.
Hier liegt ein Irrtum vor.
Nicht die (angeblich so genannte [Ja, aus ein ander]) "Süßschmiere" wird
belegt, sondern das Brot. Nämlich damit. Also mit Gselz.
Wird es?
Belegen kann man eigentlich nur mit Wurst und Käse in Scheiben, mit schmierigen
Substanzen kann man nur bestreichen.
Es gibt recht feste Marmelade, die kaum streichbar ist.
Der Habakuk.
2020-01-06 08:12:17 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Stefan Schmitz
Post by Manfred Russ
Post by Henning Sponbiel
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE? Zu Adolfs Zeiten war
ja noch "Süssschmiere" aktuell, weil Konfitüre ein undeutsches Wort ist.
Bitte belegen.
Hier liegt ein Irrtum vor.
Nicht die (angeblich so genannte [Ja, aus ein ander]) "Süßschmiere" wird
belegt, sondern das Brot. Nämlich damit. Also mit Gselz.
Wird es?
Belegen kann man eigentlich nur mit Wurst und Käse in Scheiben, mit schmierigen
Substanzen kann man nur bestreichen.
Es gibt recht feste Marmelade, die kaum streichbar ist.
Und von der schneidet man sich ne Scheibe ab und legt die aufs Brot?

Hinweis: Mehr Früchte und weniger Geliermittel nehmen! :-)
--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*
U***@web.de
2020-01-06 08:18:57 UTC
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Post by Der Habakuk.
Post by U***@web.de
Post by Stefan Schmitz
Post by Manfred Russ
Post by Henning Sponbiel
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE? Zu Adolfs Zeiten war
ja noch "Süssschmiere" aktuell, weil Konfitüre ein undeutsches Wort ist.
Bitte belegen.
Hier liegt ein Irrtum vor.
Nicht die (angeblich so genannte [Ja, aus ein ander]) "Süßschmiere" wird
belegt, sondern das Brot. Nämlich damit. Also mit Gselz.
Wird es?
Belegen kann man eigentlich nur mit Wurst und Käse in Scheiben, mit schmierigen
Substanzen kann man nur bestreichen.
Es gibt recht feste Marmelade, die kaum streichbar ist.
Und von der schneidet man sich ne Scheibe ab und legt die aufs Brot?
Es wird, wie bei Jagdwurst aus dem Glas, eher keine
perfekte Scheibe entstehen, aber vom Prinzip her
scheinst Du es verstanden zu haben.
Florian Ritter
2020-01-06 11:30:30 UTC
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Post by Der Habakuk.
Post by U***@web.de
Post by Stefan Schmitz
Belegen kann man eigentlich nur mit Wurst und Käse in Scheiben, mit
schmierigen Substanzen kann man nur bestreichen.
Es gibt recht feste Marmelade, die kaum streichbar ist.
Und von der schneidet man sich ne Scheibe ab und legt die aufs Brot?
Anders ging es mit der in DDR-Kasernements u.ä. Einrichtungen
dargereichten Füffruchtmarmelade nicht.
Post by Der Habakuk.
Hinweis: Mehr Früchte und weniger Geliermittel nehmen! :-)
Typischer Fall von Wohlstandsverwahrlosung - FR
Sepp Neuper
2020-01-06 14:31:26 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by Der Habakuk.
Post by U***@web.de
Es gibt recht feste Marmelade, die kaum streichbar ist.
Und von der schneidet man sich ne Scheibe ab und legt die aufs Brot?
Anders ging es mit der in DDR-Kasernements u.ä. Einrichtungen
dargereichten Füffruchtmarmelade nicht.
Ist doch klar: Je starrer etwas ist, desto haltbarer ist es auch.
Tiere mit den höchsten Lebenserwartungen sind auch meist die
langsamsten. Also möglichst wenig bewegen, wer lange leben will!

Servus, Sepp
U***@web.de
2020-01-06 08:04:10 UTC
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Post by Manfred Russ
Post by Henning Sponbiel
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE? Zu Adolfs Zeiten war
ja noch "Süssschmiere" aktuell, weil Konfitüre ein undeutsches Wort ist.
Bitte belegen.
Hier liegt ein Irrtum vor.
Nicht die (angeblich so genannte [Ja, aus ein ander]) "Süßschmiere" wird
belegt, sondern das Brot. Nämlich damit. Also mit Gselz.
Eine Theologin hatte an einem kirchlichen Evenement in Dänemark
teilgenommen und kam uns mit der verstörenden Kunde, dortlandes
täte man Marmelade auf Käse applizieren
Kenne ich von Niederländern.
- und das wäre sogar
eßbar. Der Skandinavier tendiert ja zu reichlichem Zuckergenuß
und nimmt zu frisch geräuchertem Lachs gesüßtes Weißbrot.
Da wendet sich der Mitteleuropäer mit Grausen - FR
Den auch süß gebeizten Lachs verzehrt mancher hier recht gern.
https://de.wikipedia.org/wiki/Graved_Lachs
Der Habakuk.
2020-01-06 08:17:24 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Manfred Russ
Post by Henning Sponbiel
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE? Zu Adolfs Zeiten war
ja noch "Süssschmiere" aktuell, weil Konfitüre ein undeutsches Wort ist.
Bitte belegen.
Hier liegt ein Irrtum vor.
Nicht die (angeblich so genannte [Ja, aus ein ander]) "Süßschmiere" wird
belegt, sondern das Brot. Nämlich damit. Also mit Gselz.
Eine Theologin hatte an einem kirchlichen Evenement in Dänemark
teilgenommen und kam uns mit der verstörenden Kunde, dortlandes
täte man Marmelade auf Käse applizieren
Kenne ich von Niederländern.
Ich hatte mal ne Freundin, die sich Marmelade aufs Leberwurstbrot
schmierte. (Nicht aus den Niederlanden, sondern aus Bayern)
Post by U***@web.de
- und das wäre sogar
eßbar. Der Skandinavier tendiert ja zu reichlichem Zuckergenuß
und nimmt zu frisch geräuchertem Lachs gesüßtes Weißbrot.
Da wendet sich der Mitteleuropäer mit Grausen - FR
Den auch süß gebeizten Lachs verzehrt mancher hier recht gern.
https://de.wikipedia.org/wiki/Graved_Lachs
--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*
Quinn C
2020-01-07 22:50:35 UTC
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Post by U***@web.de
Eine Theologin hatte an einem kirchlichen Evenement in Dänemark
teilgenommen und kam uns mit der verstörenden Kunde, dortlandes
täte man Marmelade auf Käse applizieren
Kenne ich von Niederländern.
Auf Weichkäsen wie Camembert (reif) schmeckt das vorzüglich. Gebacken
wird er doch auch mit Preiselbeeren serviert.

Wenig beeindruckt bin ich dagegen von der hierzukontinent überaus
beliebten Kombination von Erdnußbutter und Marmelade.
Post by U***@web.de
- und das wäre sogar
eßbar. Der Skandinavier tendiert ja zu reichlichem Zuckergenuß
und nimmt zu frisch geräuchertem Lachs gesüßtes Weißbrot.
Da wendet sich der Mitteleuropäer mit Grausen - FR
Den auch süß gebeizten Lachs verzehrt mancher hier recht gern.
https://de.wikipedia.org/wiki/Graved_Lachs
Ah, der, der mir in einem hiesigen Restaurant mal als "gravlax de
saumon" vorgesetzt wurde.
--
binsaugnesseln, hummelsköl, mönchspfeffer, gugelköpf, minbrüdermüntz
FISCHART
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Christina Kunze
2020-01-06 21:12:52 UTC
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Post by Manfred Russ
Post by Henning Sponbiel
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE? Zu Adolfs Zeiten war
ja noch "Süssschmiere" aktuell, weil Konfitüre ein undeutsches Wort ist.
Bitte belegen.
Hier liegt ein Irrtum vor.
Nicht die (angeblich so genannte [Ja, aus ein ander]) "Süßschmiere" wird
belegt, sondern das Brot. Nämlich damit. Also mit Gselz.
Eine Theologin hatte an einem kirchlichen Evenement in Dänemark
teilgenommen und kam uns mit der verstörenden Kunde, dortlandes
täte man Marmelade auf Käse applizieren - und das wäre sogar
eßbar. Der Skandinavier tendiert ja zu reichlichem Zuckergenuß
und nimmt zu frisch geräuchertem Lachs gesüßtes Weißbrot.
Da wendet sich der Mitteleuropäer mit Grausen - FR
Käse mit Marmelade kenne ich von Leuten aus Süddeutschland.
Noch südlicher kombiniert man - horribile dictu - sogar salzigen
Schinken mit reifer, süßer Melone.

chr
Sergio Gatti
2020-01-06 21:48:01 UTC
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Post by Christina Kunze
Noch südlicher kombiniert man - horribile dictu - sogar
salzigen Schinken mit reifer, süßer Melone.
Eine Delikatesse!
Wie ihr so schön sagt: Was dem einem sein Uhl, ist dem
anderen sein Nachtigall.
Christina Kunze
2020-01-06 22:06:19 UTC
Antworten
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Post by Sergio Gatti
Post by Christina Kunze
Noch südlicher kombiniert man - horribile dictu - sogar
salzigen Schinken mit reifer, süßer Melone.
Eine Delikatesse!
Wie ihr so schön sagt: Was dem einem sein Uhl, ist dem
anderen sein Nachtigall.
Hej, Deine Batterien sind alle!
Ich finde das auch köstlich.
An Käse mit Marmelade oder Nutella kann ich mich zwar nicht gewöhnen,
aber Butterkekse mit einer Scheibe Salami fand ich schon als Kind
schmackhaft.

chr
René Marquardt
2020-01-02 23:31:32 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE?
"Marmelade", Kein Mensch sagt "Konfitüre", nur der Handel schreibt
gezwungenermaßen "Konfitüre".
EU-Offiziell ist "Konfitüre" die Bezeichnung für das, was in .de
umgangssprachlich als "Marmelade" bezeichnet wird - mit Zuckerzusatz
konservierte gekochter Fruchtbrei; in der .de-Umgangssprache gibt es also
Erdbeer- oder Johannisbeermarmelade. EU-offiziell bezeichnet "Marmelade"
ausschließlich Konfitüre aus Zitrusfrüchten, diese Einengung der Bedeutung
hat sich aber jedenfalls in der bundesdeutschen Umgangssprache nicht
durchgesetzt, wenngleich der Handel sich halt danach richten muss, Es war
wohl ein Wunsch der Briten; vielleicht wird diese Vorschrift ja demnächst
in den Papierkorb geworfen - Sonderwünsche der Briten sind ja demnächst
nicht mehr ganz so relevant.
Aber nun, da der Brexit im Kalendar steht und somit die Briten, die dem
Rest der EU "Marmelade gilt nur fuer Bitterorangekonfituere" aufgedrueckt
haben, diesselbe verlassen, kann man auch wieder Marmelade sagen, ohne
das einem die Kilowattschraubendreher auf den Senkel gehen.
U***@web.de
2020-01-03 09:30:36 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Diedrich Ehlerding
Ja wie heisst denn heute Marmelade/Konfitüre in DE?
"Marmelade", Kein Mensch sagt "Konfitüre", nur der Handel schreibt
gezwungenermaßen "Konfitüre".
EU-Offiziell ist "Konfitüre" die Bezeichnung für das, was in .de
umgangssprachlich als "Marmelade" bezeichnet wird - mit Zuckerzusatz
konservierte gekochter Fruchtbrei; in der .de-Umgangssprache gibt es also
Erdbeer- oder Johannisbeermarmelade. EU-offiziell bezeichnet "Marmelade"
ausschließlich Konfitüre aus Zitrusfrüchten, diese Einengung der Bedeutung
hat sich aber jedenfalls in der bundesdeutschen Umgangssprache nicht
durchgesetzt, wenngleich der Handel sich halt danach richten muss, Es war
wohl ein Wunsch der Briten; vielleicht wird diese Vorschrift ja demnächst
in den Papierkorb geworfen - Sonderwünsche der Briten sind ja demnächst
nicht mehr ganz so relevant.
Aber nun, da der Brexit im Kalendar steht und somit die Briten, die dem
Rest der EU "Marmelade gilt nur fuer Bitterorangekonfituere" aufgedrueckt
haben, diesselbe verlassen, kann man auch wieder Marmelade sagen
Wie sehen die (in der EU verbleibenden) Republikiren die Sache?
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