Discussion:
Ist eine Dose immer aus Metall?
Add Reply
Ralf Joerres
2018-08-02 09:07:35 UTC
Antworten
Permalink
Spontan würde ich sagen, dass man beim Wort 'Dose' an eine Metallbüchse
denkt, aber wer weiß. Wie sieht es aus bei den Materialien, aus denen
ein(e)

Dose
Büchse
Schachtel
Kästchen
Box
Kistchen

a) eurer spontanen Vorstellung nach
b) eurem Weltwissen nach

gefertigt sind?
Detlef Meißner
2018-08-02 09:20:13 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralf Joerres
Spontan würde ich sagen, dass man beim Wort 'Dose' an eine Metallbüchse
denkt, aber wer weiß. Wie sieht es aus bei den Materialien, aus denen
ein(e)
Dose
Büchse
Schachtel
Kästchen
Box
Kistchen
a) eurer spontanen Vorstellung nach
b) eurem Weltwissen nach
gefertigt sind?
Bei einer Dose aus Metall sagt man auch "Blechdose". Eine Dose kann
auch aus Kunststoff sein oder Holz sein.

Eine Dose ist für mich etwas Rundes, Niedriges, relativ Kleines mit
Deckel (Niveadose, Tabakdose).

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Ralf Joerres
2018-08-02 11:46:27 UTC
Antworten
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Ralf Joerres
Spontan würde ich sagen, dass man beim Wort 'Dose' an eine Metallbüchse
denkt, aber wer weiß. Wie sieht es aus bei den Materialien, aus denen
ein(e)
Dose
Büchse
Schachtel
Kästchen
Box
Kistchen
a) eurer spontanen Vorstellung nach
b) eurem Weltwissen nach
gefertigt sind?
Bei einer Dose aus Metall sagt man auch "Blechdose". Eine Dose kann
auch aus Kunststoff sein oder Holz sein.
Eine Dose ist für mich etwas Rundes, Niedriges, relativ Kleines mit
Deckel (Niveadose, Tabakdose).
Die sind aber aus Metall. Hättest Du ein Beispiel für eine Nicht-Metall-Dose?

Ralf Joerres
Detlef Meißner
2018-08-02 12:48:18 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralf Joerres
Post by Detlef Meißner
Eine Dose ist für mich etwas Rundes, Niedriges, relativ Kleines mit
Deckel (Niveadose, Tabakdose).
Die sind aber aus Metall. Hättest Du ein Beispiel für eine Nicht-Metall-Dose?
Es wurden ja schon Beispiele genannt.

Es fällt mir noch ein: Zuckerdose (aus Porzellan)
Steckdose (ursprünglich auch aus Porzellan und Metall)
Dann noch eine, die ich hier nicht nennen möchte. ;-)

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Quinn C
2018-08-05 14:59:11 UTC
Antworten
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Ralf Joerres
Post by Detlef Meißner
Eine Dose ist für mich etwas Rundes, Niedriges, relativ Kleines mit
Deckel (Niveadose, Tabakdose).
Die sind aber aus Metall. Hättest Du ein Beispiel für eine Nicht-Metall-Dose?
Es wurden ja schon Beispiele genannt.
Es fällt mir noch ein: Zuckerdose (aus Porzellan)
Steckdose (ursprünglich auch aus Porzellan und Metall)
Dann noch eine, die ich hier nicht nennen möchte. ;-)
Auch eine Art, sie zu nennen.

Die Dosen, in denen Leute herumkutschieren, sind aus Blech, und die
Metapher dürfte daher stammen. DOSen waren früher auch ziemlich
metallisch, heute meist weniger.
--
gugelfechten, vb., sich närrisch aufführen, narren, fantasieren,
gauglen und gugelfechten ZWENGEL formularbuch (1568) 39b. --
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Detlef Meißner
2018-08-05 15:25:24 UTC
Antworten
Permalink
Post by Quinn C
Post by Detlef Meißner
Dann noch eine, die ich hier nicht nennen möchte. ;-)
Auch eine Art, sie zu nennen.
Deshalb nannte ich sie nicht. :-)

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Hartmut Ott
2018-08-02 12:53:20 UTC
Antworten
Permalink
Hej,
Post by Ralf Joerres
Post by Detlef Meißner
Eine Dose ist für mich etwas Rundes, Niedriges, relativ Kleines mit
Deckel (Niveadose, Tabakdose).
Die sind aber aus Metall. Hättest Du ein Beispiel für eine Nicht-Metall-Dose?
Niveaähnliches wird durchaus auch in Plastikdosen verkauft und den
Camembert den ich kaufe, der hat so ein Holzdöschen. Oder denke an
KB-Filme als Meterware, die kamen auch in Plastikdosen, darin bewahre
ich den Kleinkram für Computerbasteleien auf.


mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
--
Trage es lachend
U***@web.de
2018-08-02 14:34:14 UTC
Antworten
Permalink
Post by Hartmut Ott
Niveaähnliches wird durchaus auch in Plastikdosen verkauft und den
Camembert den ich kaufe, der hat so ein Holzdöschen.
Bei mir eher Holzschachtel.

Gruß, ULF
Quinn C
2018-08-05 14:59:57 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Hartmut Ott
Niveaähnliches wird durchaus auch in Plastikdosen verkauft und den
Camembert den ich kaufe, der hat so ein Holzdöschen.
Bei mir eher Holzschachtel.
Die würde ich auch Schachtel nennen. Hat wohl mit der Stabilität zu
tun.
--
GUGELFUHR(E), f., scherz, spasz, narrheit,
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Detlef Meißner
2018-08-02 17:24:00 UTC
Antworten
Permalink
Post by Hartmut Ott
Niveaähnliches wird durchaus auch in Plastikdosen verkauft und den
Camembert den ich kaufe, der hat so ein Holzdöschen. Oder denke an
KB-Filme als Meterware, die kamen auch in Plastikdosen, darin bewahre
ich den Kleinkram für Computerbasteleien auf.
Hmm, meine KB-Meterware kam nur in Metalldosen, die fertig
konfektionierten KB-Filme in den Patronen kamen in Filmdosen.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Quinn C
2018-08-05 15:00:36 UTC
Antworten
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Hartmut Ott
Niveaähnliches wird durchaus auch in Plastikdosen verkauft und den
Camembert den ich kaufe, der hat so ein Holzdöschen. Oder denke an
KB-Filme als Meterware, die kamen auch in Plastikdosen, darin bewahre
ich den Kleinkram für Computerbasteleien auf.
Hmm, meine KB-Meterware kam nur in Metalldosen, die fertig
konfektionierten KB-Filme in den Patronen kamen in Filmdosen.
Für mich waren die freilich immer Filmdöschen.
--
gugelfechten, vb., sich närrisch aufführen, narren, fantasieren,
gauglen und gugelfechten ZWENGEL formularbuch (1568) 39b. --
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
U***@web.de
2018-08-02 14:36:05 UTC
Antworten
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Ralf Joerres
Spontan würde ich sagen, dass man beim Wort 'Dose' an eine Metallbüchse
denkt, aber wer weiß. Wie sieht es aus bei den Materialien, aus denen
ein(e)
Dose
Büchse
Schachtel
Kästchen
Box
Kistchen
a) eurer spontanen Vorstellung nach
b) eurem Weltwissen nach
gefertigt sind?
Bei einer Dose aus Metall sagt man auch "Blechdose". Eine Dose kann
auch aus Kunststoff sein oder Holz sein.
Eine Dose ist für mich etwas Rundes, Niedriges, relativ Kleines mit
Deckel (Niveadose, Tabakdose).
Die Frischhalte- oder Tupperdosen gibt es durchaus
in Quadergrundform.

Gruß, ULF
Ralf Joerres
2018-08-02 14:58:10 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Post by Ralf Joerres
Spontan würde ich sagen, dass man beim Wort 'Dose' an eine Metallbüchse
denkt, aber wer weiß. Wie sieht es aus bei den Materialien, aus denen
ein(e)
Dose
Büchse
Schachtel
Kästchen
Box
Kistchen
a) eurer spontanen Vorstellung nach
b) eurem Weltwissen nach
gefertigt sind?
Bei einer Dose aus Metall sagt man auch "Blechdose". Eine Dose kann
auch aus Kunststoff sein oder Holz sein.
Eine Dose ist für mich etwas Rundes, Niedriges, relativ Kleines mit
Deckel (Niveadose, Tabakdose).
Das ist Detlefs Prototyp.
Post by U***@web.de
Die Frischhalte- oder Tupperdosen gibt es durchaus
in Quadergrundform.
Das ist Ulfs Weltwissen.

Gruß Ralf Joerres
U***@web.de
2018-08-02 15:06:27 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralf Joerres
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Eine Dose ist für mich etwas Rundes, Niedriges, relativ Kleines mit
Deckel (Niveadose, Tabakdose).
Das ist Detlefs Prototyp.
Post by U***@web.de
Die Frischhalte- oder Tupperdosen gibt es durchaus
in Quadergrundform.
Das ist Ulfs Weltwissen.
Über Tabakdosen weiß ich zu wenig.

Gruß, ULF
Detlef Meißner
2018-08-02 17:27:38 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Über Tabakdosen weiß ich zu wenig.
Sind rund, aber manche nur rundlich.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Detlef Meißner
2018-08-02 17:26:21 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Eine Dose ist für mich etwas Rundes, Niedriges, relativ Kleines mit
Deckel (Niveadose, Tabakdose).
Die Frischhalte- oder Tupperdosen gibt es durchaus
in Quadergrundform.
Möglicherweise gibt's die auch noch in Würfelgrundform oder
Zylindergrundform.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
U***@web.de
2018-08-02 18:10:45 UTC
Antworten
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Eine Dose ist für mich etwas Rundes, Niedriges, relativ Kleines mit
Deckel (Niveadose, Tabakdose).
Die Frischhalte- oder Tupperdosen gibt es durchaus
in Quadergrundform.
Möglicherweise gibt's die auch noch in Würfelgrundform
Zeig mir einen Würfel, der kein Quader wäre...

Gruß, ULF
René Marquardt
2018-08-02 18:15:49 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Zeig mir einen Würfel, der kein Quader wäre...
Loading Image...
U***@web.de
2018-08-02 18:29:26 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Post by U***@web.de
Zeig mir einen Würfel, der kein Quader wäre...
https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/71km9I6Cl2L._SL1492_.jpg
Danke, das Ding kannste würfeln, ist aber
geometrisch-mathematisch kein Würfel.

Gruß, ULF
Detlef Meißner
2018-08-02 18:37:36 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Eine Dose ist für mich etwas Rundes, Niedriges, relativ Kleines mit
Deckel (Niveadose, Tabakdose).
Die Frischhalte- oder Tupperdosen gibt es durchaus
in Quadergrundform.
Möglicherweise gibt's die auch noch in Würfelgrundform
Zeig mir einen Würfel, der kein Quader wäre...
Wer ist jetzt der größere Klugscheißer?

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
U***@web.de
2018-08-02 18:50:39 UTC
Antworten
Permalink
Post by Detlef Meißner
Wer ist jetzt der größere Klugscheißer?
Der Titel sei Dir geschenkt.
Lanarcam
2018-08-02 18:52:05 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Wer ist jetzt der größere Klugscheißer?
Der Titel sei Dir geschenkt.
Ist Klugscheisserei nicht der Kern von Usenet?
Detlef Meißner
2018-08-02 19:07:28 UTC
Antworten
Permalink
Post by Lanarcam
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Wer ist jetzt der größere Klugscheißer?
Der Titel sei Dir geschenkt.
Ist Klugscheisserei nicht der Kern von Usenet?
Rechthaberei noch kerniger.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Detlef Meißner
2018-08-02 19:06:49 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Wer ist jetzt der größere Klugscheißer?
Der Titel sei Dir geschenkt.
So leicht gibts du auf?
Kenne ich gar nicht von dir!

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Roland Franzius
2018-08-03 05:27:06 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Post by U***@web.de
Die Frischhalte- oder Tupperdosen gibt es durchaus
in Quadergrundform.
Möglicherweise gibt's die auch noch in Würfelgrundform
Zeig mir einen Würfel, der kein Quader wäre...
Warum streicht dann der Deutschlehrer die Bezeichnung "Ellipse" für
einen Kreis als "falsch" an, obwohl der nebenan lehrende Mathematiker
diese Bezeichung als "nicht falsch" durchgehen lässt?

Richtig. Die Sprache deklariert die Abweichung vom Ideal, eine Ellipse
ist ein unvollkommener Kreis. Der Mathematiker deklariert die
Einschränkung der allgemeineren Form, der Kreis ist ein Spezialfall der
Ellipse.

Drum kommt der männliche Mathematiker mit seinen Komplimenten bei den
Nichtmathematikerinnen generell nicht so gut an, wenn er Abweichungen
von den geometrischen Idealformen thematisiert.
--
Roland Franzius
Quinn C
2018-08-05 15:06:12 UTC
Antworten
Permalink
Post by Roland Franzius
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Post by U***@web.de
Die Frischhalte- oder Tupperdosen gibt es durchaus
in Quadergrundform.
Möglicherweise gibt's die auch noch in Würfelgrundform
Zeig mir einen Würfel, der kein Quader wäre...
Warum streicht dann der Deutschlehrer die Bezeichnung "Ellipse" für
einen Kreis als "falsch" an, obwohl der nebenan lehrende Mathematiker
diese Bezeichung als "nicht falsch" durchgehen lässt?
Richtig. Die Sprache deklariert die Abweichung vom Ideal, eine Ellipse
ist ein unvollkommener Kreis. Der Mathematiker deklariert die
Einschränkung der allgemeineren Form, der Kreis ist ein Spezialfall der
Ellipse.
Drum kommt der männliche Mathematiker mit seinen Komplimenten bei den
Nichtmathematikerinnen generell nicht so gut an, wenn er Abweichungen
von den geometrischen Idealformen thematisiert.
Du bringst einen auf Ideen! "Ideale Körperform" ist doch ein schöner
Euphemismus für "kugelrund".
--
die gugel gehört seit je zur narrenkleidung:
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Werner Tann
2018-08-02 09:25:34 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralf Joerres
Spontan würde ich sagen, dass man beim Wort 'Dose' an eine Metallbüchse
denkt, aber wer weiß. Wie sieht es aus bei den Materialien,
Eine Dose kann aus allen möglichen Materialien hergestellt sein. Dass
du spontan an Metall denkst, liegt an der massenhaften Verbreitung der
Konservendose, die eigentlich immer aus Blech ist. Metall ist aber
keine notwendige Eigenschaft einer Dose. Schau mal auf Amazon, da gibt
es z. B. eine Unmenge an Frischhaltedosen und Pillendosen aus
Kunststoff.
Ralf Joerres
2018-08-02 11:47:18 UTC
Antworten
Permalink
Post by Werner Tann
Post by Ralf Joerres
Spontan würde ich sagen, dass man beim Wort 'Dose' an eine Metallbüchse
denkt, aber wer weiß. Wie sieht es aus bei den Materialien,
Eine Dose kann aus allen möglichen Materialien hergestellt sein. Dass
du spontan an Metall denkst, liegt an der massenhaften Verbreitung der
Konservendose, die eigentlich immer aus Blech ist. Metall ist aber
keine notwendige Eigenschaft einer Dose. Schau mal auf Amazon, da gibt
es z. B. eine Unmenge an Frischhaltedosen und Pillendosen aus
Kunststoff.
Okay, an die hatte ich nicht gedacht.

Ralf Joerres
Jakob Achterndiek
2018-08-02 12:46:34 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralf Joerres
Okay, an die hatte ich nicht gedacht.
Genau das macht die Unterhaltung mit dir immer wieder spannend, daß man
bei deiner Art, die Sprache zu handhaben, nie genau wissen kann, woran
genau du denkst und was genau du meinst. Auch mit meinem Hinweis auf die
Weltmarktpreise wollte ich also nur sagen: Drück dich doch einfach mal
genau aus, wenn du von uns etwas über die Verbreitung von Holz-, Blech-,
Keramik-, Kunststoff- und was noch für -Dosen hören möchtest, statt
einfach assoziativ daher zu blubbern: Wie sieht es bei euch aus mit
Spontaneität und Weltwissen?
--
j/\a
Ralf Joerres
2018-08-02 14:24:16 UTC
Antworten
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Post by Ralf Joerres
Okay, an die hatte ich nicht gedacht.
Genau das macht die Unterhaltung mit dir immer wieder spannend, daß man
bei deiner Art, die Sprache zu handhaben, nie genau wissen kann, woran
genau du denkst und was genau du meinst. Auch mit meinem Hinweis auf die
Weltmarktpreise wollte ich also nur sagen: Drück dich doch einfach mal
genau aus, wenn du von uns etwas über die Verbreitung von Holz-, Blech-,
Keramik-, Kunststoff- und was noch für -Dosen hören möchtest, statt
einfach assoziativ daher zu blubbern: Wie sieht es bei euch aus mit
Spontaneität und Weltwissen?
Wie Du Dir vielleicht denken kannst, habe ich Situationen im Sinn, in
denen ich meinen Deutschlernern eventuelle Bedeutungsunterschiede
zwischen den verschiedenen Wörtern zu erklären versuche. In diesem
Zusammenhang wäre die Frage, ob eine Information wie 'Dosen sind meistens
aus Metall' zutreffender ist als 'sehr viele Dosen sind aus Metall'.
Dummerweise bin ich im Vor-Plastozän geboren, in dem es
Frischhaltedosen noch nicht gab, in dem aber bereits mein Dosen-'Urbild'
in meinem Bewusstsein angelegt wurde, das leider bis jetzt recht stabil
zu sein scheint. Eigentlich hätte die Frage lauten sollen: Was alles
macht eine Dose zur Dose und eine Schachtel zur Schachtel usw., aber ich
wollte nicht unverschämt sein. Es geht um die prototypische Dose, nicht
um irgendwelche Spezialfälle.

[Dass 'man' nie genau weiß, was ich meine, gilt insoweit umgekehrt,
dass ich ebenfalls oft nicht weiß, worauf Du Deinerseits hinauswillst,
in diesem Fall etwa, was Du mit Deinem Hinweis auf 'Weltmarktpreise'
bezweckst.]

Solche Probleme stellen sich vielfach, etwa beim Unterscheiden von
Becher und Tasse. Viele scheinen diese großen Kaffee'potts' mit Henkel
'Kaffeebecher' zu nennen, in meiner Sprachausprägung hat jedoch ein
Becher im Unterschied zur Tasse keinen Henkel, daher nenne ich diese
'Becher' eine 'große Tasse', was wahrscheinlich nicht dem allgemeinen
Sprachgebrauch entspricht.

Vielleicht ist Deine Sprache anders organisiert und Du hast keine
Vorstellung von einer prototypischen Tasse oder von einer prototypischen
Dose, dann kannst Du die Frage halt nicht beantworten.

Das mit dem Weltwissen war ungeschickt formuliert. Die meisten denken
sofort an einen Hammer (Prototyp), wenn sie nach einem Werkzeug gefragt
werden, sie wissen aber (Weltwissen), dass es Dutzende weiterer Werkzeuge
gibt, die sie auch benennen könnten. Wenn ich 'Schachtel' sage, habe
ich ein ungefähres Bild vor Augen, auch eine Materialeigenschaft,
ebenso bei 'Sessel', 'Stuhl', 'Hocker', da gibt es benennbare
Unterschiede. Vielleicht trifft das auf andere Personen als mich nicht
zu, das wäre auch mal interessant, dann müsste man nur eine gewisse
Menge an Komposita lernen, die mehr oder weniger isoliert nebeneinander-
stehen und die mal '-dose' heißen, mal '-schachtel', mal '-box', ohne
jeweils gemeinsamen Nenner für die hinteren Wortteile.

Gruß Ralf Joerres
Stefan Ram
2018-08-02 14:49:09 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralf Joerres
Dummerweise bin ich im Vor-Plastozän geboren, in dem es
Frischhaltedosen noch nicht gab
Zuckerdosen? Tabaksdosen? Spieldosen? Butterdosen?
Streudosen? Steckdosen? Tabletten, die man "in kleinen
Dosen" zu sich nimmt?

»MARQUIS. Und diese Dose? LA FLEUR. Kostbar und zierlich.«

"Der Großkophta" - Johann Wolfgang von Goethe

»So nimm voraus, was dich vergnügen kann, Von diesen
Uhren, diesen Dosen. Wähle!«

"Die natürliche Tochter" - Johann Wolfgang von Goethe

»Kindereien, lallt der Franzose nach und schnellt
triumphierend auf seine Dose à la Grecque.«

"Theoretische Schriften" - Johann Wolfgang von Goethe

»Dieser Mensch ward nach und nach bekleidet und bis auf
Uhr und Dose equipiert und ausgestattet.«

"Wilhelm Meisters Lehrjahre" - Johann Wolfgang von Goethe
Post by Ralf Joerres
wollte nicht unverschämt sein. Es geht um die prototypische Dose, nicht
um irgendwelche Spezialfälle.
Die prototypischen Dosen sind Campbell's soup cans.
Martin Gerdes
2018-08-03 18:56:25 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralf Joerres
Solche Probleme stellen sich vielfach, etwa beim Unterscheiden von
Becher und Tasse. Viele scheinen diese großen Kaffee'potts' mit Henkel
'Kaffeebecher' zu nennen, in meiner Sprachausprägung hat jedoch ein
Becher im Unterschied zur Tasse keinen Henkel, daher nenne ich diese
'Becher' eine 'große Tasse', was wahrscheinlich nicht dem allgemeinen
Sprachgebrauch entspricht.
Zunächst einmal würde ein der deutschen Sprache wirklich Mächtiger den
Plural des Wortes "Pott" nicht mit -s bilden, sondern sagen: Der Pott,
die Pötte.

Eine Tasse ist (grob) halbkugelförmig, ein Becher zylindrisch oder
konisch, meistens höher als ihr Durchmesser. Die meisten Tassen haben
Henkel (aber nicht alle), ein solcher ist gerade für heiße Getränke
praktisch. Becher haben oft keinen Henkel (sind dann aber primär für
kalte Getränke gedacht. Kaffee- bzw. Teebecher haben aus dem obigen
Grund meistens Henkel.
René Marquardt
2018-08-02 14:47:35 UTC
Antworten
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Post by Ralf Joerres
Okay, an die hatte ich nicht gedacht.
Genau das macht die Unterhaltung mit dir immer wieder spannend, daß man
bei deiner Art, die Sprache zu handhaben, nie genau wissen kann, woran
genau du denkst und was genau du meinst.
Wieso? Er denkt, so kommt es mir zumindest vor, _immmer_ vom
Hundertsten ins Tausendste, und versucht seinen Deutschlernern
Feinstheiten zu vermitteln, an denen sie eigentlich keinerlei
Bedarf haben. Taete er ihnen "Behälter" oder "Gefäß" beibringen,
reichte dies voellig, und sie koennen spaeter selbst die
Feinheiten von Doeschen, Flaschen, Schachteln, Kisten, Buechsen,
Containern, Faessern, Emballagen usw usw lernen, so das not tut
oder Sinn macht.
U***@web.de
2018-08-02 14:53:42 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Jakob Achterndiek
Post by Ralf Joerres
Okay, an die hatte ich nicht gedacht.
Genau das macht die Unterhaltung mit dir immer wieder spannend, daß man
bei deiner Art, die Sprache zu handhaben, nie genau wissen kann, woran
genau du denkst und was genau du meinst.
Wieso? Er denkt, so kommt es mir zumindest vor, _immmer_ vom
Hundertsten ins Tausendste, und versucht seinen Deutschlernern
Feinstheiten zu vermitteln, an denen sie eigentlich keinerlei
Bedarf haben.
Wer weiß? Ich habe den Eindruck, daß Ralfs Zielgruppe
vor hat, einmal recht gut zu sprechen, auf akademischem Niveau.
Post by René Marquardt
Taete er ihnen "Behälter" oder "Gefäß" beibringen,
reichte dies voellig,
Schön. Kennst Du die prüfungsrelevanten Wortlisten der
einzelnen Deutsch-Kenntnisstufen von A1 bis C2?
René Marquardt
2018-08-02 15:05:16 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Post by René Marquardt
Post by Jakob Achterndiek
Post by Ralf Joerres
Okay, an die hatte ich nicht gedacht.
Genau das macht die Unterhaltung mit dir immer wieder spannend, daß man
bei deiner Art, die Sprache zu handhaben, nie genau wissen kann, woran
genau du denkst und was genau du meinst.
Wieso? Er denkt, so kommt es mir zumindest vor, _immmer_ vom
Hundertsten ins Tausendste, und versucht seinen Deutschlernern
Feinstheiten zu vermitteln, an denen sie eigentlich keinerlei
Bedarf haben.
Wer weiß? Ich habe den Eindruck, daß Ralfs Zielgruppe
vor hat, einmal recht gut zu sprechen, auf akademischem Niveau.
Post by René Marquardt
Taete er ihnen "Behälter" oder "Gefäß" beibringen,
reichte dies voellig,
Schön. Kennst Du die prüfungsrelevanten Wortlisten der
einzelnen Deutsch-Kenntnisstufen von A1 bis C2?
Ich kenne Leute mit Doktorgraden in Deutsch und Germanistik,
mit denen eine Unterhaltung auf Deutsch, egal auf welchem
Niveau, komplett unmoeglich ist.
(Gegengewicht: ich kenne allerdings auch Leute, bei denen
du tausend Eide schwoeren wuerdest, dass sie Deutsch als
Muttersprache gelernt haben, komplett mit leichter lokaler
Einfaerbung ihrer Uni-Stadt in Deutschland).
U***@web.de
2018-08-03 07:24:08 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Post by U***@web.de
Schön. Kennst Du die prüfungsrelevanten Wortlisten der
einzelnen Deutsch-Kenntnisstufen von A1 bis C2?
Ich kenne Leute mit Doktorgraden in Deutsch und Germanistik,
mit denen eine Unterhaltung auf Deutsch, egal auf welchem
Niveau, komplett unmoeglich ist.
Dann haben die Probleme, nach Eheschließung
einen Familiennachzug hierher bewilligt zu bekommen.

Wenn man jetzt gemein wäre, könnte man bei
Deiner Schilderung natürlich auch an
Promovierte hiesiger Muttersprache denken.
Post by René Marquardt
(Gegengewicht: ich kenne allerdings auch Leute, bei denen
du tausend Eide schwoeren wuerdest, dass sie Deutsch als
Muttersprache gelernt haben,
Bevor ich derlei tue, rede ich notfalls einen Tag
mit der Person. Kenne jemand,
Post by René Marquardt
komplett mit leichter lokaler
Einfaerbung ihrer Uni-Stadt in Deutschland).
genau, mit etwa einem Fehler pro Tag, der
für mich Muttersprachlichkeit ausschließt.

Gruß, ULF
Detlef Meißner
2018-08-02 17:31:38 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Post by René Marquardt
Post by Jakob Achterndiek
Post by Ralf Joerres
Okay, an die hatte ich nicht gedacht.
Genau das macht die Unterhaltung mit dir immer wieder spannend, daß man
bei deiner Art, die Sprache zu handhaben, nie genau wissen kann, woran
genau du denkst und was genau du meinst.
Wieso? Er denkt, so kommt es mir zumindest vor, _immmer_ vom
Hundertsten ins Tausendste, und versucht seinen Deutschlernern
Feinstheiten zu vermitteln, an denen sie eigentlich keinerlei
Bedarf haben.
Wer weiß? Ich habe den Eindruck, daß Ralfs Zielgruppe
vor hat, einmal recht gut zu sprechen, auf akademischem Niveau.
Hmm, dann sollte man aber noch gezielter auf die Bedutung von Büchse,
Dose, Schachtel ... eingehen!

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Ralf Joerres
2018-08-02 15:20:16 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Jakob Achterndiek
Post by Ralf Joerres
Okay, an die hatte ich nicht gedacht.
Genau das macht die Unterhaltung mit dir immer wieder spannend, daß man
bei deiner Art, die Sprache zu handhaben, nie genau wissen kann, woran
genau du denkst und was genau du meinst.
Wieso? Er denkt, so kommt es mir zumindest vor, _immmer_ vom
Hundertsten ins Tausendste, und versucht seinen Deutschlernern
Feinstheiten zu vermitteln, an denen sie eigentlich keinerlei
Bedarf haben. Taete er ihnen "Behälter" oder "Gefäß" beibringen,
reichte dies voellig, und sie koennen spaeter selbst die
Feinheiten von Doeschen, Flaschen, Schachteln, Kisten, Buechsen,
Containern, Faessern, Emballagen usw usw lernen, so das not tut
oder Sinn macht.
Herr Marquardt: Es erschiene mir außerordentlich kontraproduktiv, meinen
Deutschlernern zu empfehlen, jede Art von Verkaufsverpackung 'Behälter' oder
'Gefäß' zu nennen (kannst du bitte noch zwei Gefäße Cola mitbringen?);
auch ist Ähnliches im Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen der Sprach-
zertifikate für die verschiedenen Kompetenzstufen nicht vorgesehen.
Sinnvoll ist es, Wörter in einem Kontext zu lernen, in dem sie häufig
vorkommen. Damit scheidet Deine Idee, praktisch nur noch mit Oberbegriffen
zu arbeiten, aus.

Zum zweiten ist die hier gestellte Frage eine typische Frage, wie sie
mir von Teilnehmern gestellt wird, und ich sollte eine möglichst
kurze, möglichst korrekte, möglichst verständliche, am besten bild-
kräftige und alltagsrelevante Antwort darauf haben, die einen sehr
weitreichenden Verwendungsbereich abdeckt. Ich sollte die TN auf
keinen Fall darin unterweisen, sich ein Deutsch anzueignen, das
niemand außer ihnen spricht.

In diesem Sinne schlage ich vor, dass Du Deinen Vorschlag noch einmal
überdenkst.

Gruß Ralf Joerres
René Marquardt
2018-08-02 15:46:59 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralf Joerres
In diesem Sinne schlage ich vor, dass Du Deinen Vorschlag noch einmal
überdenkst.
Meinetwegen: Es gibt Cola-, Film-, und Butterdosen,
und die sind dementsprechend aus Metall, Plastijk und Glas gefertigt.

Holzdosen haette ich eher nicht vermutet, aber kaufen kann
man solche zB bei Amazon.
Bertel Lund Hansen
2018-08-02 16:47:26 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Meinetwegen: Es gibt Cola-, Film-, und Butterdosen,
und die sind dementsprechend aus Metall, Plastijk und Glas gefertigt.
Der deutsche Sprachgebrauch in diesem Gebiet kenne ich nicht gut
genug, aber auf Dänisch ist die Sache gar nicht einfach. Ich
glaube nicht, dass ich eine langlebige Definition der
verschiedenen Begriffe geben kann. Ein Behälter kann ich als
"dåse" bezeichnen, wenn er aus Metall ist, aber "æske", wenn er
aus Holz gemacht ist. Wenn er aus Plastik gemacht ist, bin ich
unsicher.

Ich erinnere mich plötzlich, dass wir "stikdåse" sagen, obwohl
die Form gar nicht Doseachtig ist.

Ich würde sagen, dass Dosen in der Regel aus Metall gemacht sind.
Dass es Ausnahmen gibt, braucht wohl kaum unterstrichen zu
werden?
--
/Bertel - aus Dänemark
René Marquardt
2018-08-02 16:59:51 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Post by René Marquardt
Meinetwegen: Es gibt Cola-, Film-, und Butterdosen,
und die sind dementsprechend aus Metall, Plastijk und Glas gefertigt.
Der deutsche Sprachgebrauch in diesem Gebiet kenne ich nicht gut
genug, aber auf Dänisch ist die Sache gar nicht einfach. Ich
glaube nicht, dass ich eine langlebige Definition der
verschiedenen Begriffe geben kann. Ein Behälter kann ich als
"dåse" bezeichnen, wenn er aus Metall ist, aber "æske", wenn er
aus Holz gemacht ist. Wenn er aus Plastik gemacht ist, bin ich
unsicher.
Ich erinnere mich plötzlich, dass wir "stikdåse" sagen, obwohl
die Form gar nicht Doseachtig ist.
Ich würde sagen, dass Dosen in der Regel aus Metall gemacht sind.
Dass es Ausnahmen gibt, braucht wohl kaum unterstrichen zu
werden?
Siehste, und genau das meine ich. ICH will Ralphies Deutschlerner
zum selbstaendigen Denken erziehen; ihr wollt sie jede irgendmoegliche
Bezeichnung UND die Ausnahmen auswendig lernen lassen.
"Liebe Studenten, in diesem Semester erfahren sie ALLES ueber
Nudeln und ihre verschiedenen Namen, Formen und Zubereitungsformen!"
Sowas gehoert in den Kochkurs, nicht in die Sprachklasse.
Bertel Lund Hansen
2018-08-02 19:30:39 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Siehste, und genau das meine ich. ICH will Ralphies Deutschlerner
zum selbstaendigen Denken erziehen; ihr wollt sie jede irgendmoegliche
Bezeichnung UND die Ausnahmen auswendig lernen lassen.
Das ist ein Strohmann.
--
/Bertel - aus Dänemark
René Marquardt
2018-08-02 19:50:38 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Post by René Marquardt
Siehste, und genau das meine ich. ICH will Ralphies Deutschlerner
zum selbstaendigen Denken erziehen; ihr wollt sie jede irgendmoegliche
Bezeichnung UND die Ausnahmen auswendig lernen lassen.
Das ist ein Strohmann.
Nein, das ist eine Erfahrung aus dem von mir erlebten Fremdsprachen-
Unterricht. Mein Schul-Russisch, -Englisch und -Franzoesisch konnte
ich mir spaeter im wahren Leben komplett an die Backe klatschen.
Allen moeglichen, unsinnigen Scheiss hat man uns beigebracht und
zum Auswendiglernen gezwungen, und in der Praxis hat das alles
nichts, aber auch gar nichts getaugt.

Fein, ich kenne 34 Woerter fuer Tupperdose, aber wie man bei
den Amis nach dem Klo fragt, und dass das "entree" keine Vorspeise
ist, das durfte ich dann schon wieder selbst rausfinden.
Bertel Lund Hansen
2018-08-02 20:57:16 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Bertel Lund Hansen
Post by René Marquardt
Siehste, und genau das meine ich. ICH will Ralphies Deutschlerner
zum selbstaendigen Denken erziehen; ihr wollt sie jede irgendmoegliche
Bezeichnung UND die Ausnahmen auswendig lernen lassen.
Das ist ein Strohmann.
Nein, das ist eine Erfahrung
Du hast keine Erfarung beschrieben. Du hast postuliert, was Ralph
und ich wollen. Das nenne ich ein Strohmann.
Post by René Marquardt
aus dem von mir erlebten Fremdsprachen- Unterricht. Mein
Schul-Russisch, -Englisch und -Franzoesisch konnte ich mir
spaeter im wahren Leben komplett an die Backe klatschen. Allen
moeglichen, unsinnigen Scheiss hat man uns beigebracht und zum
Auswendiglernen gezwungen, und in der Praxis hat das alles
nichts, aber auch gar nichts getaugt.
Ich glaube dich natürlich, wenn du deine eigene Erfarungen
beschreibst. Meine Erfarungen mit Fremdspachlernen sind anders
positiv. Ich habe gute Lehrer gehabt. Die meisten Lehrer mag ich
gern, und die anderen waren mindestens effektiv.
Post by René Marquardt
Fein, ich kenne 34 Woerter fuer Tupperdose, aber wie man bei
den Amis nach dem Klo fragt, und dass das "entree" keine Vorspeise
ist, das durfte ich dann schon wieder selbst rausfinden.
Das "entree" eine Vorspeise sein sollte, wusste ich nicht. Nach
der Toilette zu fragen lernte ich aber relativ schnell. Es half
mir wohl auch, dass meine Eltern und vier Geschwister alle sehr
Sprachinteressiert waren.
--
/Bertel - aus Dänemark
René Marquardt
2018-08-02 21:14:55 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Ich glaube dich natürlich, wenn du deine eigene Erfarungen
beschreibst. Meine Erfarungen mit Fremdspachlernen sind anders
positiv. Ich habe gute Lehrer gehabt.
Merkt man jedem deiner Beiträge an.
Post by Bertel Lund Hansen
Post by René Marquardt
Fein, ich kenne 34 Woerter fuer Tupperdose, aber wie man bei
den Amis nach dem Klo fragt, und dass das "entree" keine Vorspeise
ist, das durfte ich dann schon wieder selbst rausfinden.
Das "entree" eine Vorspeise sein sollte, wusste ich nicht.
Ist es nicht. Auf Frz. ist entrée die Vorspeise.
In Am.En. das Hauptgericht und Vorspeisen heißen appetizer.
Post by Bertel Lund Hansen
Nach
der Toilette zu fragen lernte ich aber relativ schnell.
Und zwar wann? Im Unterricht, oder als dich das erste Mal
jemand blöde angeguckt hat?
Helmut Richter
2018-08-02 21:32:01 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Bertel Lund Hansen
Nach
der Toilette zu fragen lernte ich aber relativ schnell.
Und zwar wann? Im Unterricht, oder als dich das erste Mal
jemand blöde angeguckt hat?
Die richtige Frage ist nicht nur von der Sprache abhängig, sondern auch
von der Kultur. In England wird mal wohl blöd angeguckt, wenn man nach
einem Ruheraum fragt, wenn man in Wirklichkeit auf die Toilette will, in
den USA ist dagegen eine Toilette unschicklich, wenn sie so heißt.

(In dem Französisch, das ich nicht auf der Schule, sondern in Frankreich
gelernt habe, hieß die Frage etwa „Elle est par où, la chiette?“. Also
nicht nur Kultur, sondern auch noch Sub- oder Unkultur.)
--
Helmut Richter
Bertel Lund Hansen
2018-08-03 09:29:21 UTC
Antworten
Permalink
Post by Helmut Richter
Die richtige Frage ist nicht nur von der Sprache abhängig, sondern auch
von der Kultur.
Ich sage nicht, dass ich immer den richtigen Stil treffen wird -
nur das meine Absicht verstanden wird.
--
/Bertel - aus Dänemark
Christian Weisgerber
2018-08-03 16:01:21 UTC
Antworten
Permalink
Post by Helmut Richter
(In dem Französisch, das ich nicht auf der Schule, sondern in Frankreich
gelernt habe, hieß die Frage etwa „Elle est par où, la chiette?“. Also
chiotte
Post by Helmut Richter
nicht nur Kultur, sondern auch noch Sub- oder Unkultur.)
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
René Marquardt
2018-08-03 16:37:19 UTC
Antworten
Permalink
Post by Helmut Richter
Post by René Marquardt
Post by Bertel Lund Hansen
Nach
der Toilette zu fragen lernte ich aber relativ schnell.
Und zwar wann? Im Unterricht, oder als dich das erste Mal
jemand blöde angeguckt hat?
Die richtige Frage ist nicht nur von der Sprache abhängig, sondern auch
von der Kultur. In England wird mal wohl blöd angeguckt, wenn man nach
einem Ruheraum fragt, wenn man in Wirklichkeit auf die Toilette will, in
den USA ist dagegen eine Toilette unschicklich, wenn sie so heißt.
Eben.
Post by Helmut Richter
(In dem Französisch, das ich nicht auf der Schule, sondern in Frankreich
gelernt habe, hieß die Frage etwa „Elle est par où, la chiette?“. Also
nicht nur Kultur, sondern auch noch Sub- oder Unkultur.)
Wo ist die Eule?
U***@web.de
2018-08-03 17:48:55 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Helmut Richter
(In dem Französisch, das ich nicht auf der Schule, sondern in Frankreich
gelernt habe, hieß die Frage etwa „Elle est par où, la chiette?“. Also
nicht nur Kultur, sondern auch noch Sub- oder Unkultur.)
Wo ist die Eule?
'Eule' trifft es nicht ganz: http://granu.skyrock.com/2506029197-le-chiette.html

Gruß, ULF
Bertel Lund Hansen
2018-08-03 09:24:04 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Nach der Toilette zu fragen lernte ich aber relativ schnell.
Und zwar wann?
In der Schule glaube ich, aber ich erinnere mich nicht, wann es
geschah.
--
/Bertel - aus Dänemark
Bertel Lund Hansen
2018-08-03 09:44:23 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Ist es nicht. Auf Frz. ist entrée die Vorspeise.
Grmpf!

http://www.larousse.fr/dictionnaires/francais-anglais/entr%C3%A9e/29937

"Entrée" hat ganz viele Bedeutungen auf Französisch, und
"Vorspeise" kommt erst unter Punkt 8.

Auf Dänisch ist "entré" das, was Britischen als "(small) hall"
bezeichnen". Diese Bedeutung findet man nicht im Wörterbuch.
--
/Bertel - aus Dänemark
U***@web.de
2018-08-03 14:35:50 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Auf Dänisch ist "entré" das, was Britischen als "(small) hall"
bezeichnen". Diese Bedeutung findet man nicht im Wörterbuch.
https://ordnet.dk/ddo/ordbog?query=entr%C3%A9
scheint nicht zu existieren, oder mißverstand ich?
Bertel Lund Hansen
2018-08-03 15:25:23 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
https://ordnet.dk/ddo/ordbog?query=entr%C3%A9
scheint nicht zu existieren, oder mißverstand ich?
Du hast nicht missverstanden - und dein Link führt genau zum
richtigen Nachschlag, so ich verstehe nicht "scheint nicht zu
existieren"?

Ich zitiere:

1. rum i en bolig der ligger umiddelbart inden for
indgangsdøren (evt. efter vindfanget) og har døre ind til
andre rum

Raum in einer Wohnung, der unmittelbar innerhalb der
Eingangstür liegt (eventuell nach dem Windfang) und Türe
zur anderen Räumen hat.
--
/Bertel - aus Dänemark
Poul E. Jørgensen
2018-08-03 18:23:01 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Raum in einer Wohnung, der unmittelbar innerhalb der
Eingangstür liegt (eventuell nach dem Windfang) und Türe
zur anderen Räumen hat.
[Dänisch Entre] Zum besseren Verständnis, siehe
https://www.prebenjorgensenhuse.dk/wp-content/uploads/2016/12/Type-121-V-Perspektiv.pdf

Grundriss ganz unten.
--
Poul E. Jørgensen

Fjern Z hvis du svarer pr. e-mail.
Remove the Z if replying by e-mail.
Stefan Schmitz
2018-08-03 19:33:27 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Post by U***@web.de
https://ordnet.dk/ddo/ordbog?query=entr%C3%A9
scheint nicht zu existieren, oder mißverstand ich?
Du hast nicht missverstanden - und dein Link führt genau zum
richtigen Nachschlag, so ich verstehe nicht "scheint nicht zu
existieren"?
Das bezieht sich auf deine Aussage
"Diese Bedeutung findet man nicht im Wörterbuch."

Der Link scheint ihr zu widersprechen. Meintest du vielleicht im französischen
Wörterbuch?
Bertel Lund Hansen
2018-08-04 08:05:59 UTC
Antworten
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Der Link scheint ihr zu widersprechen. Meintest du vielleicht im französischen
Wörterbuch?
Ja, das meinte ich. Mein Fehler.
--
/Bertel - aus Dänemark
Quinn C
2018-08-05 14:50:17 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Post by René Marquardt
Ist es nicht. Auf Frz. ist entrée die Vorspeise.
Grmpf!
http://www.larousse.fr/dictionnaires/francais-anglais/entr%C3%A9e/29937
"Entrée" hat ganz viele Bedeutungen auf Französisch, und
"Vorspeise" kommt erst unter Punkt 8.
Auf der Speisekarte ist das aber die sofort verständliche Bedeutung.
Und die englische Bedeutung ist nicht intuitiv, siehe unten.
Post by Bertel Lund Hansen
Auf Dänisch ist "entré" das, was Britischen als "(small) hall"
bezeichnen". Diese Bedeutung findet man nicht im Wörterbuch.
Das würdest auch Du hoffentlich nicht auf der Speisekarte vermuten.
Aber die Analogie ist doch klar - hier der Hauseingang, dort, was man
zum Eingang des Mahles zu sich nimmt. Vorraum, Vorspeise.

Muß man ein Sprachliebhaber sein, um sich des Zusammenhangs von
"entree" und "entrance" bewußt zu werden?
--
GUGELN, vb., um sich schlagen
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Helmut Richter
2018-08-02 22:07:35 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Du hast keine Erfarung beschrieben. Du hast postuliert, was Ralph
und ich wollen. Das nenne ich ein Strohmann.
Ein Fehler und ein falscher Freund.

Richtig wäre: Das nenne ich *einen* Strohmann.
(2 Akkusativ-Objekte!)

Und der falsche Freund:

1. Ein "Strohmann" ist im Deutschen eine Person, die anstelle einer anderen
ein Geschäft tätigt, so dass der Auftraggeber, der wirklich hinter dem
Geschäft steht, unbekannt bleibt. Englische Wörter dafür sind: front man,
(kontextabhängig auch:) nominee.

2. Ein "straw man" (in zwei Wörterbüchern nur als "man of straw" enthalten)
ist im Englischen ein leicht widerlegbares falsches Argument, das
verfälscht wiedergibt, was der richtige Gegner gesagt haben soll. Das ist
es, was du hier meinst. Auf Deutsch heißt es "Popanz" (etwa "du baust da
einen Popanz auf").

Das zugrundeliegende Bild ist dasselbe: eine Strohpuppe. Im Fall (1) wird
darauf angespielt, dass die Strohpuppe zwar aussieht wie ein Mensch, aber
nicht selbständig agieren kann, sondern sich nur bewegt, wenn sie jemand
führt. Im Fall (2) geht es eher um eine Puppe, die gefährlich aussieht, aber
nicht real ist wie eine Vogelscheuche.

Sicher ist die englische Bedeutung auch ins Deutsche übersetzt und
übernommen worden wie viele englische Ausdrücke ("Flaschenhals" statt
"Engpass"; "am Ende des Tages" statt "letzten Endes"; "etwas in Englisch
sagen" statt "... auf Englisch ..." usw.)

--
Helmut Richter
Bertel Lund Hansen
2018-08-03 09:36:57 UTC
Antworten
Permalink
Post by Helmut Richter
Ein Fehler und ein falscher Freund.
Okay.
Post by Helmut Richter
Richtig wäre: Das nenne ich *einen* Strohmann.
(2 Akkusativ-Objekte!)
Auf Dänisch folgt Nominativ nach "kalde" ("nennen").
Post by Helmut Richter
1. Ein "Strohmann" ist im Deutschen eine Person, die anstelle einer anderen
ein Geschäft tätigt, so dass der Auftraggeber, der wirklich hinter dem
Geschäft steht, unbekannt bleibt. Englische Wörter dafür sind: front man,
(kontextabhängig auch:) nominee.
Auf Dänisch hat "stråmand" beide Bedeutungen.
Post by Helmut Richter
Sicher ist die englische Bedeutung auch ins Deutsche übersetzt und
übernommen worden wie viele englische Ausdrücke ("Flaschenhals" statt
"Engpass"; "am Ende des Tages" statt "letzten Endes"; "etwas in Englisch
sagen" statt "... auf Englisch ..." usw.)
"Flaschenhals" ist vielleicht älter, als du dir vorstellst. ODS
hat ein Beispiel (mit "flaskehals") von 1943 und nebenstellt
"flaskehals", "Flaschenhals" und "bottleneck".

In 1943 war der englische Einfluss auf Dänisch gering. Deine
andere Beispiele sind neu und kommen auch auf Dänisch vor.
--
/Bertel - aus Dänemark
Helmut Richter
2018-08-03 10:40:09 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Helmut Richter
Ein Fehler und ein falscher Freund.
Okay.
Post by Helmut Richter
Richtig wäre: Das nenne ich *einen* Strohmann.
(2 Akkusativ-Objekte!)
Auf Dänisch folgt Nominativ nach "kalde" ("nennen").
Gibt es denn einen vom Nominativ verschiedenen Akkusativ?
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Helmut Richter
1. Ein "Strohmann" ist im Deutschen eine Person, die anstelle einer anderen
ein Geschäft tätigt, so dass der Auftraggeber, der wirklich hinter dem
Geschäft steht, unbekannt bleibt. Englische Wörter dafür sind: front man,
(kontextabhängig auch:) nominee.
Auf Dänisch hat "stråmand" beide Bedeutungen.
Im Deutschen – wie ich vermute, aber nicht belegen kann – durch englischen
Einfluss inzwischen auch.
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Helmut Richter
Sicher ist die englische Bedeutung auch ins Deutsche übersetzt und
übernommen worden wie viele englische Ausdrücke ("Flaschenhals" statt
"Engpass"; "am Ende des Tages" statt "letzten Endes"; "etwas in Englisch
sagen" statt "... auf Englisch ..." usw.)
"Flaschenhals" ist vielleicht älter, als du dir vorstellst. ODS
hat ein Beispiel (mit "flaskehals") von 1943 und nebenstellt
"flaskehals", "Flaschenhals" und "bottleneck".
=> stellt ihm ... an die Seite
=> stellt ... daneben
Post by Bertel Lund Hansen
In 1943 war der englische Einfluss auf Dänisch gering. Deine
andere Beispiele sind neu und kommen auch auf Dänisch vor.
=> deine anderen Beispiele

(Wir waren uns ja einig, dass ich korrigieren darf, es aber nicht immer
tue.)

Auf Deutsch besser "1943 war ...". Aber vom Englischen haben wir
inzwischen gelernt, dass "in 1843 ..." besser/internationaler/englischer
ist. Ich habe nichts gegen die kaufmännische Formulierung "in 1943" als
Abkürzung von "im Zeitraum vom 1.1.1943 bis zum 31.12.1943", aber als
genereller Ersatz von "im Jahre 1943" empfinde ich sie immer noch als
falsch aus dem Englischen übersetzt.
--
Helmut Richter
Bertel Lund Hansen
2018-08-03 11:23:49 UTC
Antworten
Permalink
Post by Helmut Richter
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Helmut Richter
Richtig wäre: Das nenne ich *einen* Strohmann.
(2 Akkusativ-Objekte!)
Auf Dänisch folgt Nominativ nach "kalde" ("nennen").
Gibt es denn einen vom Nominativ verschiedenen Akkusativ?
Nein, in der Regel nicht, aber der Gedanke ("Nominativ") lag in
meinem Gehirn, als ich schrieb. Nur bei Pronomen sieht man den
Unterschied.
Post by Helmut Richter
Auf Deutsch besser "1943 war ...". Aber vom Englischen haben wir
inzwischen gelernt, dass "in 1843 ..." besser/internationaler/englischer
ist.
Auf Dänisch: " i 1943".
--
/Bertel - aus Dänemark
U***@web.de
2018-08-03 14:32:26 UTC
Antworten
Permalink
Post by Helmut Richter
Post by Bertel Lund Hansen
Das nenne ich ein Strohmann.
Ein Fehler und ein falscher Freund.
Richtig wäre: Das nenne ich *einen* Strohmann.
(2 Akkusativ-Objekte!)
Man könnte jetzt auch über Prädikativum
diskutieren, ohne daß ich mich schon
festgelegt hätte.

Gruß, ULF
Ralf Joerres
2018-08-02 21:41:33 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Bertel Lund Hansen
Post by René Marquardt
Siehste, und genau das meine ich. ICH will Ralphies Deutschlerner
zum selbstaendigen Denken erziehen; ihr wollt sie jede irgendmoegliche
Bezeichnung UND die Ausnahmen auswendig lernen lassen.
Das ist ein Strohmann.
Nein, das ist eine Erfahrung aus dem von mir erlebten Fremdsprachen-
Unterricht. Mein Schul-Russisch, -Englisch und -Franzoesisch konnte
ich mir spaeter im wahren Leben komplett an die Backe klatschen.
Allen moeglichen, unsinnigen Scheiss hat man uns beigebracht und
zum Auswendiglernen gezwungen, und in der Praxis hat das alles
nichts, aber auch gar nichts getaugt.
Damit hast Du ziemlich exakt formuliert, warum die Wörter 'Behälter'
und 'Gefäß' zumindest bis B1 nicht vorgesehen sind, wohl aber die
'Dose', die allerdings auch erst in B1 'dran ist'.

Die damals von Dir gelernten Sprachen hatten übrigens im Bereich Wortschatz
sehr viele Bezüge zum Deutschen; eingeschränkt gilt das auch fürs Russische,
zumindest was wissenschaftlichen, technischen, sozialen und politischen
Wortschatz angeht. Das ist für die Herkunftssprachen meiner Kadetten anders,
da gibt es so gut wie keine Korrespondenzen, und die deutschen Satzstrukturen
und grammatischen Strukturen sind für sie sehr fremd. Der große Vorteil ist:
Sie leben in dem Land, dessen Sprache sie lernen. Der große Nachteil ist da
jedoch: Sie leben größtenteils unter sich und haben kaum weitergehende
Kontakte zu Deutschen, das ist eine massive Bremse. Fast der ganze Unterricht
besteht aus Trockenübungen, so lernt man natürlich nicht schwimmen,
ist mehr so ein Kennenlernen, was es so alles gibt. Im Unterrichtsraum haben wir eine kleine improvisierte Teeküche mit Kaffeedose und Zuckerdose (ne
umfunktionierte Cappucino-Dose), Milch gibt's im Tetrapack oder Getränkekarton
und heißt einfach 'Milch', und ich arbeite viel mit Fotos und Beamer, und da
müssen die Lernlinge dann so intelligente Sätze machen wie 'das ist eine
Tasse Tee' oder 'eine Teetasse' oder 'ein Stück Käse', weil sie eine unglaub-
lich starke Hemmung dagegen haben, solche Sätze mit Artikel zu bilden. Ist
nur ein Beispiel, es gibt reichlich andere Übungen, die mehr grammatisches
Können erfordern. Jedenfalls haben sie nach dem Kurs jede Menge Normaldeutsch
kennengelernt und nicht so abgefahrenes Zeugs wie 'Behältnis' - leider aber
auch Wörter wie 'Touristenattraktion' und 'Paragliding' und ähnlichen Unfug.
Sie sollen ja auch nicht jedes Wort verstehen, sondern nur die wesentliche
Information erfassen, auch wenn sie gerade _nicht_ jedes Wort verstehen. Und
so werden sie überschüttet mit Texten mit Unmengen von Vokabular...
Post by René Marquardt
Fein, ich kenne 34 Woerter fuer Tupperdose, aber wie man bei
den Amis nach dem Klo fragt, und dass das "entree" keine Vorspeise
ist, das durfte ich dann schon wieder selbst rausfinden.
Nu übertreib' mal nicht mit den Tupperdosen; mit 'entrée' meinst du die
Bedeutung in den USA? In Frankreich ist es wohl doch (auch) so etwas wie
eine Vorspeise. Unsere TN können sich jedenfalls zur Toilette aus dem
Unterricht abmelden - authentisches Alltagsdeutsch.

Gruß Ralf Joerres
Christina Kunze
2018-08-03 06:26:38 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Nein, das ist eine Erfahrung aus dem von mir erlebten Fremdsprachen-
Unterricht. Mein Schul-Russisch, -Englisch und -Franzoesisch konnte
ich mir spaeter im wahren Leben komplett an die Backe klatschen.
Allen moeglichen, unsinnigen Scheiss hat man uns beigebracht und
zum Auswendiglernen gezwungen, und in der Praxis hat das alles
nichts, aber auch gar nichts getaugt.
Fein, ich kenne 34 Woerter fuer Tupperdose, aber wie man bei
den Amis nach dem Klo fragt, und dass das "entree" keine Vorspeise
ist, das durfte ich dann schon wieder selbst rausfinden.
Komm, das ist eine Spezialität des Sprachunterrichts in der DDR gewesen.
Da ging es nicht darum, was eine Dose oder Schachtel ist, sondern darum,
die Sicherung des Friedens und die PArteischlagworte in der Fremsprache
nachbeten zu können.

chr
U***@web.de
2018-08-03 07:24:35 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Bertel Lund Hansen
Post by René Marquardt
Siehste, und genau das meine ich. ICH will Ralphies Deutschlerner
zum selbstaendigen Denken erziehen; ihr wollt sie jede irgendmoegliche
Bezeichnung UND die Ausnahmen auswendig lernen lassen.
Das ist ein Strohmann.
Nein, das ist eine Erfahrung
Die Behauptung, was alle anderen außer Dir
angeblich zum Schaden der Lernenden wollen?
Post by René Marquardt
aus dem von mir erlebten Fremdsprachen-
Unterricht. Mein Schul-Russisch, -Englisch und -Franzoesisch
Erwies sich bei mir immer als hilfreich, das
mit Aufenthalten in Gegenden zu verbinden, wo
das Gelernte zumindest Verkehrssprache ist.
Post by René Marquardt
konnte
ich mir spaeter im wahren Leben komplett an die Backe klatschen.
Allen moeglichen, unsinnigen Scheiss hat man uns beigebracht und
zum Auswendiglernen gezwungen, und in der Praxis hat das alles
nichts, aber auch gar nichts getaugt.
Fein, ich kenne 34 Woerter fuer Tupperdose, aber wie man bei
den Amis nach dem Klo fragt, und dass das "entree" keine Vorspeise
ist, das durfte ich dann schon wieder selbst rausfinden.
Das war selbst dort mal Vorspeise und unterlag dann
einem Bedeutungswandel.
https://en.wiktionary.org/wiki/entr%C3%A9e#English

Gruß, ULF
Stefan Ram
2018-08-02 15:58:55 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralf Joerres
Herr Marquardt: Es erschiene mir außerordentlich kontraproduktiv, meinen
Deutschlernern zu empfehlen, jede Art von Verkaufsverpackung 'Behälter' oder
'Gefäß' zu nennen (kannst du bitte noch zwei Gefäße Cola mitbringen?);
Aber genau das hatte ich in
<Oberbegriffe-***@ram.dialup.fu-berlin.de>
doch hier empfohlen!

|Tatsächlich würde ich empfehlen, beim Erlernen einer Sprache
|zunächst bevorzugt solche Oberbegriffe zu lernen, die gerade
|etwas spezieller als »Ding« sind, aber nicht noch
|spezieller, weil man dann mit wenig Lernaufwand vieles schon
|näherungsweise bezeichnen kann. Auf deutsch beispielsweise
|kann man dann vielleicht nicht sagen: »Gib mir bitte das
|Glas Bier!«, aber »Gib mir den Behälter mit der Flüssigkeit!«.
|
|Einige Oberbegriffe dieser Art: Behälter, Gebäude,
|Kleidungsstück, Körperteil, Geschirrteil, Haushaltsgerät,
|Werkzeug, Flüssigkeit, Gas, Getränk, Speise, Tier, Pflanze,
|Lebewesen, Wesen, Himmelskörper, Begriff. (Interessant wäre
|es, wenn jemand schon eine Liste von so etwas gemacht hat.)
|
|Einige entsprechend sehr allgemeine Verben: haben, sein;
|geben, machen, nehmen, ausführen, lassen, einrichten,
|bewegen, erhalten.
|
|Bei Kindern kommt da die Synekdoche zum Einsatz, vermute
|ich: Wenn ein Kind schon Hunde kennt, aber noch keine
|Pferde, dann ist das Pferd für das Kind kein »Säugetier«,
|sondern ein »großer Hund«.

Natürlich muß das kein Endzustand des Lernens sein.
Es geht hier um einen ersten Schritt für Anfänger!
Jedem Schüler ist es freigestellt, später spezifischere
Begriffe zu erlernen.

Interessant ist es vielleicht noch, daß Menschen in
Frühphasen einer Alzheimer-Erkrankung beginnen, immer mehr
solcher Oberbegriffe zu verwenden, weil ihnen die
spezifischeren Begriffe entfallen.
Quinn C
2018-08-04 15:28:20 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralf Joerres
Zum zweiten ist die hier gestellte Frage eine typische Frage, wie sie
mir von Teilnehmern gestellt wird, und ich sollte eine möglichst
kurze, möglichst korrekte, möglichst verständliche, am besten bild-
kräftige und alltagsrelevante Antwort darauf haben, die einen sehr
weitreichenden Verwendungsbereich abdeckt. Ich sollte die TN auf
keinen Fall darin unterweisen, sich ein Deutsch anzueignen, das
niemand außer ihnen spricht.
Das entspricht auch meiner Erfahrung: Sprachlerner stellen oft Fragen
der Art "was ist der Unterschied zwischen ...", und viele sind sehr
frustriert, wenn man ihnen die beste Antwort anbietet: das lernt man im
Gebrauch.

Gerade gestern wollte jemand, der noch Schwierigkeiten hatte, die
Grundstruktur japanischer Sätze zu durchschauen, durchaus wissen, was
für einen Unterschied es macht, wenn man am Ende ein "yo" oder "ne"
anhängt (das sind Abtönungspartikeln). Die einzige anwesende
Muttersprachlerin stolperte dann vom hundertsten ins tausendste
Beispiel, ohne daß eine klare Linie erkennbar wurde. Da hab ich es doch
mal gesagt, um sie zu erlösen.
--
nun schmeckt, wer ich sei, ihr gugelnarren! PARACELSUS
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
René Marquardt
2018-08-04 15:39:27 UTC
Antworten
Permalink
Post by Quinn C
Post by Ralf Joerres
Zum zweiten ist die hier gestellte Frage eine typische Frage, wie sie
mir von Teilnehmern gestellt wird, und ich sollte eine möglichst
kurze, möglichst korrekte, möglichst verständliche, am besten bild-
kräftige und alltagsrelevante Antwort darauf haben, die einen sehr
weitreichenden Verwendungsbereich abdeckt. Ich sollte die TN auf
keinen Fall darin unterweisen, sich ein Deutsch anzueignen, das
niemand außer ihnen spricht.
Das entspricht auch meiner Erfahrung: Sprachlerner stellen oft Fragen
der Art "was ist der Unterschied zwischen ...", und viele sind sehr
frustriert, wenn man ihnen die beste Antwort anbietet: das lernt man im
Gebrauch.
Interessant. Jetzt will ich auch noch Sergio's und Stephen's Antwort dazu.
Post by Quinn C
Gerade gestern wollte jemand, der noch Schwierigkeiten hatte, die
Grundstruktur japanischer Sätze zu durchschauen, durchaus wissen, was
für einen Unterschied es macht, wenn man am Ende ein "yo" oder "ne"
anhängt (das sind Abtönungspartikeln). Die einzige anwesende
Muttersprachlerin stolperte dann vom hundertsten ins tausendste
Beispiel, ohne daß eine klare Linie erkennbar wurde. Da hab ich es doch
mal gesagt, um sie zu erlösen.
Im Zweifelsfall immer desu ;)
Christina Kunze
2018-08-04 19:16:18 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Quinn C
Das entspricht auch meiner Erfahrung: Sprachlerner stellen oft Fragen
der Art "was ist der Unterschied zwischen ...", und viele sind sehr
frustriert, wenn man ihnen die beste Antwort anbietet: das lernt man im
Gebrauch.
Interessant. Jetzt will ich auch noch Sergio's und Stephen's Antwort dazu.
Bezüglich des amerikanischen Apostrophgebrauchs im Deutschen?

Wer schon mehrere Sprachen gelernt hat, hat dabei die Erfahrung gemacht,
dass man sehr vieles im GEbrauch lernt, weil der Versuch eines
zweisprachigen Lernens (also mit eindeutiger Übersetzung) ebenso in die
Irre führt wie die Erklärungen von Muttersprachlern, die nicht zufällig
Sprachlehrer sind.

In der Zeit des Internets hat man ja auch alle Möglichkeiten, sich mit
O-Ton berieseln zu lassen.

chr
Sergio Gatti
2018-08-04 20:51:35 UTC
Antworten
Permalink
Post by Christina Kunze
On Saturday, August 4, 2018 at 10:28:08 AM UTC-5, Quinn C
Post by Quinn C
Das entspricht auch meiner Erfahrung: Sprachlerner
stellen oft Fragen
der Art "was ist der Unterschied zwischen ...", und viele
sind sehr
das lernt man im
Gebrauch.
Interessant. Jetzt will ich auch noch Sergio's und
Stephen's Antwort dazu.
Bezüglich des amerikanischen Apostrophgebrauchs im Deutschen?
ROFL.
Post by Christina Kunze
Wer schon mehrere Sprachen gelernt hat, hat dabei die
Erfahrung gemacht, dass man sehr vieles im GEbrauch lernt,
weil der Versuch eines zweisprachigen Lernens (also mit
eindeutiger Übersetzung) ebenso in die Irre führt wie die
Erklärungen von Muttersprachlern, die nicht zufällig
Sprachlehrer sind.
In der Zeit des Internets hat man ja auch alle
Möglichkeiten, sich mit O-Ton berieseln zu lassen.
Das bleibt allerdings ein passives Lernen, wenn man
niemanden zum Nachfragen hat.

Quinn hat recht: Die Frage "Was ist der Unterschied ..."
stelle ich gelegentlich noch heute.

Du hast auch recht: Die Erklärungen von Muttersprachlern
sind oft alles andere als klar.
Das Problem kenne ich auch in der anderen Richtung, wenn mir
meine Frau eine Frage über italienische
Wörter/Redewendungen/Ausdrücke stellt.
René Marquardt
2018-08-04 21:15:48 UTC
Antworten
Permalink
Post by Sergio Gatti
Post by Christina Kunze
On Saturday, August 4, 2018 at 10:28:08 AM UTC-5, Quinn C
Post by Quinn C
Das entspricht auch meiner Erfahrung: Sprachlerner
stellen oft Fragen
der Art "was ist der Unterschied zwischen ...", und viele
sind sehr
das lernt man im
Gebrauch.
Interessant. Jetzt will ich auch noch Sergio's und
Stephen's Antwort dazu.
Bezüglich des amerikanischen Apostrophgebrauchs im Deutschen?
ROFL.
LOL, nee. Als einer der Mitgruppanten hier, der die Sprachkenntnis
per Immersion im "Gast"land perfektioniert hat.
Post by Sergio Gatti
Post by Christina Kunze
Wer schon mehrere Sprachen gelernt hat, hat dabei die
Erfahrung gemacht, dass man sehr vieles im GEbrauch lernt,
weil der Versuch eines zweisprachigen Lernens (also mit
eindeutiger Übersetzung) ebenso in die Irre führt wie die
Erklärungen von Muttersprachlern, die nicht zufällig
Sprachlehrer sind.
In der Zeit des Internets hat man ja auch alle
Möglichkeiten, sich mit O-Ton berieseln zu lassen.
Das bleibt allerdings ein passives Lernen, wenn man
niemanden zum Nachfragen hat.
Quinn hat recht: Die Frage "Was ist der Unterschied ..."
stelle ich gelegentlich noch heute.
Ebenfalls. Meine Frau, das olle Süßmaul, sah es neulich
vonnöten, mir den Unterschied zwischen jam und jelly
zu erklären. Hab ich aber schon wieder vergessen.
Soll sie doch ihre Marmelade selber kaufen, wenns ihr
nicht passt, was ich ihr mitbringe.
Post by Sergio Gatti
Du hast auch recht: Die Erklärungen von Muttersprachlern
sind oft alles andere als klar.
Das Problem kenne ich auch in der anderen Richtung, wenn mir
meine Frau eine Frage über italienische
Wörter/Redewendungen/Ausdrücke stellt.
Es ist ein großer Fortschritt beim Sprachenlernen, wenn
einem die Erkenntnis in den Schoß fällt, daß es eben
NICHT immer 1:1 geht. Ab diesem Quantensprung
verdrahtet sich das Hirn neu, und man fängt an,
in der jeweiligen Sprache zu denken, statt erst in der
einen, um das dann in die andere zu übersetzen.
U***@web.de
2018-08-05 06:25:57 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Soll sie doch ihre Marmelade selber kaufen, wenns ihr
nicht passt, was ich ihr mitbringe.
Hier hättest Du einen Deiner Apostrophen unterbringen sollen.

Gruß, ULF
Quinn C
2018-08-05 14:44:55 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Sergio Gatti
Quinn hat recht: Die Frage "Was ist der Unterschied ..."
stelle ich gelegentlich noch heute.
Ebenfalls. Meine Frau, das olle Süßmaul, sah es neulich
vonnöten, mir den Unterschied zwischen jam und jelly
zu erklären. Hab ich aber schon wieder vergessen.
Soll sie doch ihre Marmelade selber kaufen, wenns ihr
nicht passt, was ich ihr mitbringe.
Es würde auch reichen, daß sie Dir sagt, welches sie möchte, und Du das
bringst, das so heißt. Wenn man's versteht, ist es einfacher, es sich
zu merken, aber dafür haben unsere Vorväter die Schrift erfunden.
Post by René Marquardt
Post by Sergio Gatti
Du hast auch recht: Die Erklärungen von Muttersprachlern
sind oft alles andere als klar.
Das Problem kenne ich auch in der anderen Richtung, wenn mir
meine Frau eine Frage über italienische
Wörter/Redewendungen/Ausdrücke stellt.
Es ist ein großer Fortschritt beim Sprachenlernen, wenn
einem die Erkenntnis in den Schoß fällt, daß es eben
NICHT immer 1:1 geht. Ab diesem Quantensprung
verdrahtet sich das Hirn neu, und man fängt an,
in der jeweiligen Sprache zu denken, statt erst in der
einen, um das dann in die andere zu übersetzen.
Seit ich neulich angefangen habe, wieder zu solchen japanischen
Sprachaustauschen zu gehen, fällt mir auf, wie viel ich spontan nicht
aus dem Japanischen übersetzen kann. Oft fühlt es sich so an, als hätte
ich darüber noch nie nachgedacht - das mag ein Irrtum sein, ich kann es
vergessen haben, aber es ist halt nicht wichtig.

Ja, es ist einen Tick schwieriger, weil ich um eine englische oder
französische Übersetzung gebeten werde, da falle ich dann manchmal
geistig in ein Loch zwischen allen Sprachen.
--
er (Tristan) hiez im ein tôrenkleit
an der stete machen:
von wunderlîchen sachen
einen roc seltsên getan
und eine gugelen daran
H. V. FREIBERG Tristan
Sergio Gatti
2018-08-05 15:20:01 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Es ist ein großer Fortschritt beim Sprachenlernen, wenn
einem die Erkenntnis in den Schoß fällt, daß es eben
NICHT immer 1:1 geht.
Ich gratuliere! Sie haben soeben das Rad erfunden!
U***@web.de
2018-08-05 18:31:48 UTC
Antworten
Permalink
Post by Quinn C
Post by René Marquardt
Ebenfalls. Meine Frau, das olle Süßmaul, sah es neulich
vonnöten, mir den Unterschied zwischen jam und jelly
zu erklären. Hab ich aber schon wieder vergessen.
Soll sie doch ihre Marmelade selber kaufen, wenns ihr
nicht passt, was ich ihr mitbringe.
Es würde auch reichen, daß sie Dir sagt, welches sie möchte, und Du das
bringst, das so heißt.
Schwierig wird's, wenn sie beide selbst eingekocht hat und beide
in gleichartigen Schälchen auf dem Tisch stehen.

Gruß, ULF
René Marquardt
2018-08-05 18:39:00 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Quinn C
Post by René Marquardt
Ebenfalls. Meine Frau, das olle Süßmaul, sah es neulich
vonnöten, mir den Unterschied zwischen jam und jelly
zu erklären. Hab ich aber schon wieder vergessen.
Soll sie doch ihre Marmelade selber kaufen, wenns ihr
nicht passt, was ich ihr mitbringe.
Es würde auch reichen, daß sie Dir sagt, welches sie möchte, und Du das
bringst, das so heißt.
Schwierig wird's, wenn sie beide selbst eingekocht hat und beide
in gleichartigen Schälchen auf dem Tisch stehen.
Es war quasi dieselbe Schwäche die manche Asiaten mit L und R haben:
sie sind an den Unterschied nicht gewöhnt, und daher hören sie ihn nicht
und können diese Laute auch nicht ordentlich reproduzieren.
Ich höre "grape jelly", stehe im Laden vor einem Glas mit lila Glibber drinnen,
haut Traben auf dem Etikett, da steht was von jelly oder jam, was weiß ich,
mit J fing es an, was sie wollte, wird schon das richtige Zeug sein.
"Jam", hat, wie sich heraus stellte, Fruchtstücke drin. Die sind "yuck".

Speaking of which, jetzt wo Britannien aus der E.U. austritt, wird man
hoffentlich auch wieder Marmelade wieder als solche bezeichnen
dürfen, auch wenn sie nicht aus bitterem Orangenzeug besteht, oder?
Stefan Schmitz
2018-08-05 19:09:05 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Ich höre "grape jelly", stehe im Laden vor einem Glas mit lila Glibber drinnen,
haut Traben auf dem Etikett, da steht was von jelly oder jam, was weiß ich,
mit J fing es an, was sie wollte, wird schon das richtige Zeug sein.
"Jam", hat, wie sich heraus stellte, Fruchtstücke drin. Die sind "yuck".
Und was ist an "Jam hat Fruchtstücke" schwieriger als an "Konfitüre hat
Fruchtstücke"? (letzteres stimmt heute nicht mehr)
Post by René Marquardt
Speaking of which, jetzt wo Britannien aus der E.U. austritt, wird man
hoffentlich auch wieder Marmelade wieder als solche bezeichnen
dürfen, auch wenn sie nicht aus bitterem Orangenzeug besteht, oder?
Wohl kaum.
Alle EU-Staaten haben sich seit 2001 umgestellt. Warum sollten die sich
demnächst alle einigen, schon wieder umzustellen?
René Marquardt
2018-08-06 01:30:25 UTC
Antworten
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by René Marquardt
Ich höre "grape jelly", stehe im Laden vor einem Glas mit lila Glibber drinnen,
haut Traben auf dem Etikett, da steht was von jelly oder jam, was weiß ich,
mit J fing es an, was sie wollte, wird schon das richtige Zeug sein.
"Jam", hat, wie sich heraus stellte, Fruchtstücke drin. Die sind "yuck".
Und was ist an "Jam hat Fruchtstücke" schwieriger als an "Konfitüre hat
Fruchtstücke"?
Nur die Erstbegegnung mit dem Begriff und dem Unterschied.
In der Zukunft werde ich es mir wohl merken können. Besonders
da jetzt ein Pfund von Traubenkonfitüre mit Stücken im
Kühlschrank steht und ich das, weil "Lebensmittel" und DDR-Sozialisierung,
unmöglich wegschmeißen kann.
Post by Stefan Schmitz
Post by René Marquardt
Speaking of which, jetzt wo Britannien aus der E.U. austritt, wird man
hoffentlich auch wieder Marmelade wieder als solche bezeichnen
dürfen, auch wenn sie nicht aus bitterem Orangenzeug besteht, oder?
Wohl kaum.
Alle EU-Staaten haben sich seit 2001 umgestellt. Warum sollten die sich
demnächst alle einigen, schon wieder umzustellen?
Meiner Bequemlichkeit zuliebe, logischerweise.
Quinn C
2018-08-06 00:14:41 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Speaking of which, jetzt wo Britannien aus der E.U. austritt, wird man
hoffentlich auch wieder Marmelade wieder als solche bezeichnen
dürfen, auch wenn sie nicht aus bitterem Orangenzeug besteht, oder?
Im Alltag konnte man das schon immer, im Handelsverkehr war das zu
meinen Lebzeiten in Westdeutschland nicht üblich.
--
... man muss oft schon Wissenschaft infrage stellen bei den Wirt-
schaftsmenschen [...] das Denken wird haeufig blockiert von einem
ideologischen Ueberbau [...] Es ist halt in vielen Teilen eher
eine Religion als eine Wissenschaft. -- Heiner Flassbeck
René Marquardt
2018-08-06 01:27:39 UTC
Antworten
Permalink
Post by Quinn C
Post by René Marquardt
Speaking of which, jetzt wo Britannien aus der E.U. austritt, wird man
hoffentlich auch wieder Marmelade wieder als solche bezeichnen
dürfen, auch wenn sie nicht aus bitterem Orangenzeug besteht, oder?
Im Alltag konnte man das schon immer, im Handelsverkehr war das zu
meinen Lebzeiten in Westdeutschland nicht üblich.
Ach, ich hätte dich für älter gehalten. Denn erst in der Verordnung 79/693/EWG
(Neufassung durch 2001/113/EG) hat die EG bestimmt, dass die Bezeichnung
Marmelade künftig Fruchtaufstrichen aus Zitrusfrüchten vorbehalten sein soll.
Dies ist auf den britischen Einfluss zurückzuführen, denn der englische Begriff
marmalade bezeichnete schon vorher die besondere britische (Bitter-) Orangenmarmelade.

Dem üblichen Sprachgebrauch zuliebe darf nach § 3 Abs. 2 Satz 3 der
deutschen Konfitürenverordnung bzw. § 4 Abs. 2 der österreichischen
Konfitürenverordnung Konfitüre im Sinne des EU-Rechts weiterhin
als „Marmelade“ bezeichnet werden, wenn die Erzeugnisse auf örtlichen Märkten,
insbesondere Bauernmärkten oder Wochenmärkten direkt an (End)Verbraucher
abgegeben werden.
Quinn C
2018-08-06 01:44:34 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Quinn C
Post by René Marquardt
Speaking of which, jetzt wo Britannien aus der E.U. austritt, wird man
hoffentlich auch wieder Marmelade wieder als solche bezeichnen
dürfen, auch wenn sie nicht aus bitterem Orangenzeug besteht, oder?
Im Alltag konnte man das schon immer, im Handelsverkehr war das zu
meinen Lebzeiten in Westdeutschland nicht üblich.
Ach, ich hätte dich für älter gehalten. Denn erst in der Verordnung 79/693/EWG
(Neufassung durch 2001/113/EG) hat die EG bestimmt, dass die Bezeichnung
Marmelade künftig Fruchtaufstrichen aus Zitrusfrüchten vorbehalten sein soll.
Dies ist auf den britischen Einfluss zurückzuführen, denn der englische Begriff
marmalade bezeichnete schon vorher die besondere britische (Bitter-) Orangenmarmelade.
Dem üblichen Sprachgebrauch zuliebe darf nach § 3 Abs. 2 Satz 3 der
deutschen Konfitürenverordnung bzw. § 4 Abs. 2 der österreichischen
Konfitürenverordnung Konfitüre im Sinne des EU-Rechts weiterhin
als „Marmelade“ bezeichnet werden, wenn die Erzeugnisse auf örtlichen Märkten,
insbesondere Bauernmärkten oder Wochenmärkten direkt an (End)Verbraucher
abgegeben werden.
Auf Wochenmärkten mag das vorgekommen sein, da war ich nicht so oft und
habe ich nie nach Marmelade geschaut.
--
Do not they speak false English ... that doth not speak thou to one,
and what ever he be, Father, Mother, King, or Judge, is he not a
Novice, and Unmannerly, and an Ideot, and a Fool, that speaks Your
to one, which is not to be spoken to a singular, but to many?
-- George Fox (1660)
Stefan Schmitz
2018-08-05 18:38:36 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Ebenfalls. Meine Frau, das olle Süßmaul, sah es neulich
vonnöten, mir den Unterschied zwischen jam und jelly
zu erklären. Hab ich aber schon wieder vergessen.
Soll sie doch ihre Marmelade selber kaufen, wenns ihr
nicht passt, was ich ihr mitbringe.
Könntest du denn auf Deutsch den Unterschied zwischen Marmelade und Gelee
erklären?
René Marquardt
2018-08-05 18:41:36 UTC
Antworten
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by René Marquardt
Ebenfalls. Meine Frau, das olle Süßmaul, sah es neulich
vonnöten, mir den Unterschied zwischen jam und jelly
zu erklären. Hab ich aber schon wieder vergessen.
Soll sie doch ihre Marmelade selber kaufen, wenns ihr
nicht passt, was ich ihr mitbringe.
Könntest du denn auf Deutsch den Unterschied zwischen Marmelade und Gelee
erklären?
Konfitüre ist Marmelade mit Fruchtstücken. Und da verließen sie mich.
U***@web.de
2018-08-05 18:57:04 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Konfitüre ist Marmelade mit Fruchtstücken. Und da verließen sie mich.
Das ist hier alles recht kompliziert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Konfit%C3%BCre#Rechtliche_Grundlagen

Gruß, ULF
Quinn C
2018-08-05 14:47:33 UTC
Antworten
Permalink
Post by Sergio Gatti
Quinn hat recht: Die Frage "Was ist der Unterschied ..."
stelle ich gelegentlich noch heute.
Ich ja auch, aber ich bin mir bewußt, daß ich in der Regel nur eine
Teilantwort finden werde, und beschäftige mich nicht zu lange damit.
Oft wird es ein Stück klarer, wenn man diese Frage über die Jahre
hinweg mehrfach stellt und einen weiteren Legostein anbaut.
--
dasz jederman sehe, wie falsch unsere gugelmönche zu ihres ordens
verteidigung der ersten kirchenexempel anziehen Calvin
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Bertel Lund Hansen
2018-08-02 16:32:51 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Taete er ihnen "Behälter" oder "Gefäß" beibringen,
reichte dies voellig,
Und "Sitzmöbel" reicht für sowohl "Stuhl" als auch "Sofa",
"Hocker" u.s.w. Pidgindeutsch kann man schnell lernen.
--
/Bertel - aus Dänemark
Jakob Achterndiek
2018-08-02 09:38:20 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralf Joerres
Spontan würde ich sagen, dass man beim Wort 'Dose' an eine
Metallbüchse denkt, aber wer weiß.
Wie sieht es aus bei den Materialien, aus denen ein(e) Dose, Büchse,
Schachtel, Kästchen, Box, Kistchen a) eurer spontanen Vorstellung
nach b) eurem Weltwissen nach gefertigt sind?
Die Weltmarktpreise steigen, und die Dosenmaterialerzeuger migrieren
derzeit in Scharen aus den Ländern der Dosenmaterialerzeugung in die
Länder des Dosen- und Dosenmaterialverbrauchs. Es sieht also bei den
Materialien, kurz gesagt, sowohl spontan als auch weltwissensmäßig
finster aus.

Ich hoffe, das konnte zur Klärung deines Sprachproblems beitragen.
--
j/\a
René Marquardt
2018-08-02 11:26:50 UTC
Antworten
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Post by Ralf Joerres
Spontan würde ich sagen, dass man beim Wort 'Dose' an eine
Metallbüchse denkt, aber wer weiß.
Wie sieht es aus bei den Materialien, aus denen ein(e) Dose, Büchse,
Schachtel, Kästchen, Box, Kistchen a) eurer spontanen Vorstellung
nach b) eurem Weltwissen nach gefertigt sind?
Die Weltmarktpreise steigen, und die Dosenmaterialerzeuger migrieren
derzeit in Scharen aus den Ländern der Dosenmaterialerzeugung in die
Länder des Dosen- und Dosenmaterialverbrauchs. Es sieht also bei den
Materialien, kurz gesagt, sowohl spontan als auch weltwissensmäßig
finster aus.
Ich hoffe, das konnte zur Klärung deines Sprachproblems beitragen.
Ja, wenn sie jetzt denn wenigstens ein paar Dosen mitbringen würden,
aber nein, sie wollen unbedingt die einheimischen Dosen deckeln.
Zumindest in den "hurrah, so'ne tolle Integration'-Verlautbarungen
hat man noch nie eine Migrantendose mit einheimischen Deckel gesehen.
Ralf Joerres
2018-08-02 11:51:28 UTC
Antworten
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Post by Ralf Joerres
Spontan würde ich sagen, dass man beim Wort 'Dose' an eine
Metallbüchse denkt, aber wer weiß.
Wie sieht es aus bei den Materialien, aus denen ein(e) Dose, Büchse,
Schachtel, Kästchen, Box, Kistchen a) eurer spontanen Vorstellung
nach b) eurem Weltwissen nach gefertigt sind?
Die Weltmarktpreise steigen, und die Dosenmaterialerzeuger migrieren
derzeit in Scharen aus den Ländern der Dosenmaterialerzeugung in die
Länder des Dosen- und Dosenmaterialverbrauchs. Es sieht also bei den
Materialien, kurz gesagt, sowohl spontan als auch weltwissensmäßig
finster aus.
Ich hoffe, das konnte zur Klärung deines Sprachproblems beitragen.
Eher nicht. Ich höre da einen kritischen Unterton des Inhalts 'Was
soll diese Frage mit der deutschen Sprache zu tun haben?' Dazu sage
ich schlicht: Für mich hat sie das.

Ralf Joerres
Gerald Gruner
2018-08-02 15:27:45 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralf Joerres
Spontan würde ich sagen, dass man beim Wort 'Dose' an eine Metallbüchse
denkt, aber wer weiß. Wie sieht es aus bei den Materialien, aus denen
ein(e)
Dose
Büchse
Schachtel
Kästchen
Box
Kistchen
a) eurer spontanen Vorstellung nach
b) eurem Weltwissen nach
Nach meiner spontanen Vorstellung ist eine Dose im Wesentlichen bestimmt
durch ihre Funktion, meist Lebensmittel hinein zu tun und sie mit einem
Deckel zu verschließen. Und fast immer ist sie zylindrisch.
Eine Keksdose, Pillendose etc. kann auch eckig sein.
Schachtel, Kästchen, Box und Kistchen sind für mich im Grunde immer
quaderförmig.
Dabei spielt das Material für mich eine eher untergeordnete Rolle.

Die Büchse würde ich in diesem Kontext (also z.B. kein Gewehr) ziemlich eng
als "zylindrischer, mit Deckel verschlossener Behälter aus Blech" ansehen.
Und "Glasdose" geht gar nicht. Die ist einfach nur ein "Glas". ;-)

Die enge Assoziation mit zylindrisch und Metall kommt wohl daher, dass die
am weitesten verbreiteten Dosen/Büchsen wohl die Konservenbüchse und die
Getränkedose sind.

MfG
Gerald
--
I am actually a socialist. Just not the kind that shifts resources from
most productive to least productive, pretending to do good, while actually
causing harm. True socialism seeks greatest good for all.
- Elon Musk auf Twitter
Ralf Joerres
2018-08-02 20:43:50 UTC
Antworten
Permalink
Post by Gerald Gruner
Post by Ralf Joerres
Spontan würde ich sagen, dass man beim Wort 'Dose' an eine Metallbüchse
denkt, aber wer weiß. Wie sieht es aus bei den Materialien, aus denen
ein(e)
Dose
Büchse
Schachtel
Kästchen
Box
Kistchen
a) eurer spontanen Vorstellung nach
b) eurem Weltwissen nach
Nach meiner spontanen Vorstellung ist eine Dose im Wesentlichen bestimmt
durch ihre Funktion, meist Lebensmittel hinein zu tun und sie mit einem
Deckel zu verschließen. Und fast immer ist sie zylindrisch.
Eine Keksdose, Pillendose etc. kann auch eckig sein.
Schachtel, Kästchen, Box und Kistchen sind für mich im Grunde immer
quaderförmig.
Dabei spielt das Material für mich eine eher untergeordnete Rolle.
Die Büchse würde ich in diesem Kontext (also z.B. kein Gewehr) ziemlich eng
als "zylindrischer, mit Deckel verschlossener Behälter aus Blech" ansehen.
Und "Glasdose" geht gar nicht. Die ist einfach nur ein "Glas". ;-)
Die enge Assoziation mit zylindrisch und Metall kommt wohl daher, dass die
am weitesten verbreiteten Dosen/Büchsen wohl die Konservenbüchse und die
Getränkedose sind.
Ich danke dir!

Gruß Ralf Joerres
Erik Meltzer
2018-08-02 16:32:56 UTC
Antworten
Permalink
Moin!
Post by Ralf Joerres
Dose
Butterdosen aus Plastik, Gefrier- und Tupperdosen ebenso,
Cremedosen auch aus Glas, Pillendosen meist aus Plastik --
aber "Dose" ohne weiteren Kontext ruft immer noch das Bild
einer blechernen Konserven- oder Getränkedose ins Hirn.
Post by Ralf Joerres
Büchse
Gefühlt ist das eher ein lockerer Ausdruck für Dose, wenn
man militärische Utensilien, über die ich nichts weiter
weiß, mal außen vorläßt.
Post by Ralf Joerres
Schachtel
Meistens Karton, aber auch Plastikschachteln gibts.
Post by Ralf Joerres
Kästchen
Materialunabhängig, aber stabiler und besser verarbeitet
als eine Schachel.
Post by Ralf Joerres
Box
Das kann fast alles sein, solange es quaderförmig ist.
Von der stabileren Zigarettenschachtel bis zum
45"-Container.
Post by Ralf Joerres
Kistchen
Genau wie Kiste: vermutlich Holz. Als -chen dann wohl
eher kleiner als eine Zigarrenkiste, je nach Kontext
aber auch mit Abweichungen.

Liebe Grüße,
Ermel.
--
Nach 10 Jahren oder so zurück im Usenet.
Schmeckt wie früher.
U***@web.de
2018-08-02 18:10:41 UTC
Antworten
Permalink
Post by Erik Meltzer
Box
Das kann fast alles sein, solange es quaderförmig ist.
Muß es gar nicht.
Post by Erik Meltzer
Von der stabileren Zigarettenschachtel bis zum
45"-Container.
45 Zoll sind Kinderkram.

Gruß, ULF
Ralf Joerres
2018-08-02 20:39:36 UTC
Antworten
Permalink
Post by Erik Meltzer
Moin!
Post by Ralf Joerres
Dose
Butterdosen aus Plastik, Gefrier- und Tupperdosen ebenso,
Cremedosen auch aus Glas, Pillendosen meist aus Plastik --
aber "Dose" ohne weiteren Kontext ruft immer noch das Bild
einer blechernen Konserven- oder Getränkedose ins Hirn.
Post by Ralf Joerres
Büchse
Gefühlt ist das eher ein lockerer Ausdruck für Dose, wenn
man militärische Utensilien, über die ich nichts weiter
weiß, mal außen vorläßt.
Post by Ralf Joerres
Schachtel
Meistens Karton, aber auch Plastikschachteln gibts.
Post by Ralf Joerres
Kästchen
Materialunabhängig, aber stabiler und besser verarbeitet
als eine Schachel.
Post by Ralf Joerres
Box
Das kann fast alles sein, solange es quaderförmig ist.
Von der stabileren Zigarettenschachtel bis zum
45"-Container.
Post by Ralf Joerres
Kistchen
Genau wie Kiste: vermutlich Holz. Als -chen dann wohl
eher kleiner als eine Zigarrenkiste, je nach Kontext
aber auch mit Abweichungen.
Danke. Ich nehme das als Bestätigung für das meiste, was mir selbst
dazu einfällt. Ist für mich auch ne Beruhigungspille, ich kann im
Unterricht nie sicher sein, ob mir da immer eine gut passende Erklärung
einfällt und ob meine 'Weltsicht' von einem maßgeblichen Teil unserer
Sprachgemeinschaft geteilt wird. Das scheint hier aber mal der Fall zu
sein, anders als bei 'Kaffeebecher'.

Gruß zurück von: Ralf Joerres
Oliver Jennrich
2018-08-02 18:03:59 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralf Joerres
Spontan würde ich sagen, dass man beim Wort 'Dose' an eine Metallbüchse
denkt, aber wer weiß. Wie sieht es aus bei den Materialien, aus denen
ein(e)
Dose
Metall, seltener Holz oder Kunststoff
Post by Ralf Joerres
Büchse
Vorwiegend Metall
Post by Ralf Joerres
Schachtel
Pappe, Papier, seltener Holz
Post by Ralf Joerres
Kästchen
Holz oder Kuststoff, seltener Metall
Post by Ralf Joerres
Box
Pappe. oder Holz
Post by Ralf Joerres
Kistchen
Holz
Post by Ralf Joerres
a) eurer spontanen Vorstellung nach
Alles nach Kriterium a)
--
Space - The final frontier
Ralf Joerres
2018-08-02 20:41:47 UTC
Antworten
Permalink
Post by Oliver Jennrich
Post by Ralf Joerres
Spontan würde ich sagen, dass man beim Wort 'Dose' an eine Metallbüchse
denkt, aber wer weiß. Wie sieht es aus bei den Materialien, aus denen
ein(e)
Dose
Metall, seltener Holz oder Kunststoff
Post by Ralf Joerres
Büchse
Vorwiegend Metall
Post by Ralf Joerres
Schachtel
Pappe, Papier, seltener Holz
Post by Ralf Joerres
Kästchen
Holz oder Kuststoff, seltener Metall
Post by Ralf Joerres
Box
Pappe. oder Holz
Post by Ralf Joerres
Kistchen
Holz
Post by Ralf Joerres
a) eurer spontanen Vorstellung nach
Alles nach Kriterium a)
Vielen Dank! Genau, was ich wollte!

Gruß Ralf Joerres
Christina Kunze
2018-08-03 06:22:20 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralf Joerres
Spontan würde ich sagen, dass man beim Wort 'Dose' an eine Metallbüchse
denkt, aber wer weiß. Wie sieht es aus bei den Materialien, aus denen
ein(e)
Dose
Kunststoff (Tiefkühl-), Metall (Creme-, Pillen-), Holz (solche alten
gedrechselten), Porzellan/Keramik (Bonbon-, Schmuck-)
Sie ist mit einem Deckel verschlossen, man kann sie öffnen und mit
demselben Verschluss wieder verschließen.
Post by Ralf Joerres
Büchse
Blech. Sie ist verschlossen, und wenn sie einmal geöffnet ist, lässt sie
sich nicht auf dieselbe Weise wieder verschließen (Konserven, Getränke)
Post by Ralf Joerres
Schachtel
Holz, Blech (alte Zigarrenschachteln), Papier/Pappe
Sie ist immer eckig.
Post by Ralf Joerres
Kästchen
Holz, Kunststoff, Papier/Pappe
Post by Ralf Joerres
Box
für alles, wo die anderen nicht passen, z.B. Kunststoff (Unterbettkommode)
Post by Ralf Joerres
Kistchen
Dazu fällt mir jetzt kein Beispiel ein.
Bei einer Kiste denke ich an Transportkisten z.B. aus Holzlatten oder
Kunststoff (Postkisten, Bäckerkisten), davon eben eine kleine Ausführung.

chr
Thomas Schade
2018-08-03 06:37:55 UTC
Antworten
Permalink
Post by Christina Kunze
Post by Ralf Joerres
Schachtel
Holz, Blech (alte Zigarrenschachteln), Papier/Pappe
Sie ist immer eckig.
Das würde ich im Fall der Hutschachtel nicht unbedingt unterschreiben.


Ciao
Toscha
--
Newton's third Law of Emotion:
For every male action there is a female overreaction.
d***@gmail.com
2018-08-04 08:15:36 UTC
Antworten
Permalink
BUY FAKE UNDETECTED COUNTERFEIT MONEY IN ALL CURRENCY AND SSD CHEMICAL WHATSAPP ME (+4915166376407)OR EMAIL ME (***@gmail.com)

Thanks for you patronage.
DOCTOR FRANKY

contact: ***@gmail.com
***@gmail.com
WhatsApp.....+4915166376407
wickr........andrewpurlker


Why would you buy from us?
Our banknotes contain the following security features that make
it to be genius and we have the best grade counterfeit in the world both Euro and Dollar and any bills of your choice you want.
Security features of our bank notes below :
Intaglio printing
Watermarks
Security thread
See-through register
Special foil/special foil elements
Iridescent stripe / shifting colors.


We are the best producer of HIGH QUALITY COUNTERFEIT Banknotes,
Novelty And High Quality Passports, Driver license,ID cards, Green Card, Certificates,

Diploms documents. With over a billion of our products circulating
around the world. We offer only original high-quality
COUNTERFEIT currency NOTES and fake documents.Shipping from Casablanca, Morocco.

This bills are not home made but industrial and professional manufacturing. From High

Quality IT techinicians from US,Russia,Korea and China
We offer high quality COUNTERFEIT NOTES for the following currencies;


contact: ***@gmail.com
***@gmail.com
WhatsApp.....+4915166376407
wickr........andrewpurlker

EUR - Euro
USD - US Dollar
GBP - British Pound
AUD - Australian Dollar
CAD - Canadian

Tags:
counterfeit cash, counterfeiting
High Quality Undetectable Counterfeit Banknotes For Sale
HIGH QUALITY UNDETECTABLE COUNTERFEIT BANKNOTES FOR SALE
BUY SUPER HIGH QUALITY FAKE MONEY ONLINE GBP, DOLLAR, EUROS
BUY 100% UNDETECTABLE COUNTERFEIT MONEY £,$,€
BEST COUNTERFEIT MONEY ONLINE, DOLLARS, GBP, EURO NOTES AVAILABLE
BUY TOP GRADE COUNTERFEIT MONEY ONLINE, DOLLARS, GBP, EURO NOTES AVAILABLE.
TOP QUALITY COUNTERFEIT MONEY FOR SALE. DOLLAR, POUNDS, EUROS AND OTHER CURRENCIES AVAILABLE
Counterfeit money for sale
money, banknotes, fake money, prop money,
EUROS,DOLLARS AND POUNDS AND NOVELTY DOCUMENTS LIKE PASSPORTS,ID CARDS,GREEN CARDS AND DRIVERS LICENSE
counterfeit money for sale, buy fake money online, fake dollars, fake pounds, fake euro, buy money online, fake money for sale. Buy Fake Dollars, Buy Fake British Pounds, Buy Fake Euro, Money, where can i buy counterfeit money?.
Loading...