Discussion:
Bindestrich bevorzugt
(zu alt für eine Antwort)
Stefan Ram
2019-12-06 14:33:14 UTC
Permalink
Im Web entdeckt:

|Kleiner Tipp: Bei Bewerbungen achten wir auch auf die
|richtige Schreibweise des Hauses – Friedrichstadt-Palast
|(mit Bindestrich) ;-)

. Allerdings geht es diesen Leuten wohl weniger um die
Abgrenzung zum Leerzeichen, als um die Abgrenzung zu
"Friedrichstadtpalast" - einer früher üblichen Schreibweise,
die nach den Rechtschreibregeln vollkommen korrekt sein sollte.

Leider haben sie weder Anführungszeichnen noch die
Ironie-Markierung richtig verwendet.
Ralph Aichinger
2019-12-06 14:34:54 UTC
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Post by Stefan Ram
. Allerdings geht es diesen Leuten wohl weniger um die
Abgrenzung zum Leerzeichen, als um die Abgrenzung zu
"Friedrichstadtpalast" - einer früher üblichen Schreibweise,
Nö, die wollen wahrscheinlich Leute haben, die sich die Ausschreibung
durchgelesen haben.

/ralph
--
-----------------------------------------------------------------------------
https://aisg.at
ausserirdische sind gesund
Frank Hucklenbroich
2019-12-06 14:48:49 UTC
Permalink
Post by Ralph Aichinger
Post by Stefan Ram
. Allerdings geht es diesen Leuten wohl weniger um die
Abgrenzung zum Leerzeichen, als um die Abgrenzung zu
"Friedrichstadtpalast" - einer früher üblichen Schreibweise,
Nö, die wollen wahrscheinlich Leute haben, die sich die Ausschreibung
durchgelesen haben.
Ich machte mal eine Stadtführung in Bermerhaven, wo man uns darauf hinwies,
daß die Leute dort sehr empfindlich sind, was die korrekte Schreibeweise
ihres Städtchens angeht. Briefe, die mit "Bremerhafen" adressiert wären,
würde man gerne erst mal etwas länger liegen lassen, bevor man sie
beantwortet.

Grüße,

Frank
Detlef Meißner
2019-12-06 14:56:47 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Ralph Aichinger
Post by Stefan Ram
. Allerdings geht es diesen Leuten wohl weniger um die
Abgrenzung zum Leerzeichen, als um die Abgrenzung zu
"Friedrichstadtpalast" - einer früher üblichen Schreibweise,
Nö, die wollen wahrscheinlich Leute haben, die sich die Ausschreibung
durchgelesen haben.
Ich machte mal eine Stadtführung in Bermerhaven, wo man uns darauf hinwies,
daß die Leute dort sehr empfindlich sind, was die korrekte Schreibeweise
ihres Städtchens angeht. Briefe, die mit "Bremerhafen" adressiert wären,
würde man gerne erst mal etwas länger liegen lassen, bevor man sie
beantwortet.
Andererseits haben diese Schreiber Ahnung von Rechtschreibung gehabt.

Ist so ähnlich wie mit "Mövenpick".

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
U***@web.de
2019-12-06 15:57:43 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Frank Hucklenbroich
Ich machte mal eine Stadtführung in Bermerhaven, wo man uns darauf hinwies,
daß die Leute dort sehr empfindlich sind, was die korrekte Schreibeweise
ihres Städtchens angeht. Briefe, die mit "Bremerhafen" adressiert wären,
würde man gerne erst mal etwas länger liegen lassen, bevor man sie
beantwortet.
Andererseits haben diese Schreiber Ahnung von Rechtschreibung gehabt.
War wohl Sache diachroner Betrachtung.
https://books.google.de/books?id=9eRIAAAAcAAJ&pg=PA242&lpg=PA242&dq=Schreibung+Haven&source=bl&ots=EQqy6Q4Cnc&sig=ACfU3U2C77Ket0bH-qJ_iF8fbK42dXak4Q&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiX_Ky1paHmAhVQbFAKHcb3BRAQ6AEwBnoECAcQAQ#v=onepage&q=Schreibung%20Haven&f=false

Andere führen es auf Niederdeutsche zurück.
Detlef Meißner
2019-12-06 16:06:35 UTC
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Post by Frank Hucklenbroich
Ich machte mal eine Stadtführung in Bermerhaven, wo man uns darauf hinwies,
daß die Leute dort sehr empfindlich sind, was die korrekte Schreibeweise
ihres Städtchens angeht. Briefe, die mit "Bremerhafen" adressiert wären,
würde man gerne erst mal etwas länger liegen lassen, bevor man sie
beantwortet.
Andererseits haben diese Schreiber Ahnung von Rechtschreibung gehabt.
War wohl Sache diachroner Betrachtung.
https://books.google.de/books?id=9eRIAAAAcAAJ&pg=PA242&lpg=PA242&dq=Schreibung+Haven&source=bl&ots=EQqy6Q4Cnc&sig=ACfU3U2C77Ket0bH-qJ_iF8fbK42dXak4Q&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiX_Ky1paHmAhVQbFAKHcb3BRAQ6AEwBnoECAcQAQ#v=onepage&q=Schreibung%20Haven&f=false
Andere führen es auf Niederdeutsche zurück.
Bremerhaven, Cuxhaven, Wilhelmshaven, København ...

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Peter Blancke
2019-12-06 16:14:07 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Bremerhaven, Cuxhaven, Wilhelmshaven, København ...
Jedoch: Bad Karlshafen. Im Niederdeutschen mit "Korlshoawen" mit "w"
benannt.

Gruß,

Peter Blancke
--
Hoc est enim verbum meum!
U***@web.de
2019-12-06 16:43:34 UTC
Permalink
Post by Peter Blancke
Post by Detlef Meißner
Bremerhaven, Cuxhaven, Wilhelmshaven, København ...
Jedoch: Bad Karlshafen. Im Niederdeutschen mit "Korlshoawen" mit "w"
benannt.
Die haben da in der Gegend im Zweifel eine andere Art Niederdeutsch,
wobei im Städtchen selbst wegen der hugenottischen Ansiedlung
Niederdeutsch eher nicht gängig sei. Drum herum dürfte
irgendwelches Fälisch zwischen westlichen und östliche Varietäten
zumindest gängig gewesen sein. Die genauen Dialektgrenzen konnte
ich mit vernünftigem Zeitaufwand nicht herausfinden.

Gruß, ULF
Detlef Meißner
2019-12-06 17:52:40 UTC
Permalink
Post by Peter Blancke
Post by Detlef Meißner
Bremerhaven, Cuxhaven, Wilhelmshaven, København ...
Jedoch: Bad Karlshafen. Im Niederdeutschen mit "Korlshoawen" mit "w"
benannt.
In vielen Gegenden Deutschlands wir das f Richtung w abgeschliffen.

Detlef
--
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist, dir beizustehen, wenn du im
Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist.
(Mark Twain)
U***@web.de
2019-12-06 16:20:41 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Post by Frank Hucklenbroich
Ich machte mal eine Stadtführung in Bermerhaven, wo man uns darauf hinwies,
daß die Leute dort sehr empfindlich sind, was die korrekte Schreibeweise
ihres Städtchens angeht. Briefe, die mit "Bremerhafen" adressiert wären,
würde man gerne erst mal etwas länger liegen lassen, bevor man sie
beantwortet.
Andererseits haben diese Schreiber Ahnung von Rechtschreibung gehabt.
War wohl Sache diachroner Betrachtung.
https://books.google.de/books?id=9eRIAAAAcAAJ&pg=PA242&lpg=PA242&dq=Schreibung+Haven&source=bl&ots=EQqy6Q4Cnc&sig=ACfU3U2C77Ket0bH-qJ_iF8fbK42dXak4Q&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiX_Ky1paHmAhVQbFAKHcb3BRAQ6AEwBnoECAcQAQ#v=onepage&q=Schreibung%20Haven&f=false
Andere führen es auf Niederdeutsche zurück.
Bremerhaven, Cuxhaven, Wilhelmshaven,
Macht ja nicht. Schau, woher der Hafen entlehnt ist:
https://de.wiktionary.org/wiki/Hafen#Hafen_(Deutsch)
Post by Detlef Meißner
København ...
Da weiß ich nicht, wie man auf -hagen kam.

https://de.wiktionary.org/wiki/havn#havn_(Dänisch)

Gruß, ULF
Detlef Meißner
2019-12-06 17:55:39 UTC
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Post by Frank Hucklenbroich
Ich machte mal eine Stadtführung in Bermerhaven, wo man uns darauf
hinwies, daß die Leute dort sehr empfindlich sind, was die korrekte
Schreibeweise ihres Städtchens angeht. Briefe, die mit "Bremerhafen"
adressiert wären, würde man gerne erst mal etwas länger liegen lassen,
bevor man sie beantwortet.
Andererseits haben diese Schreiber Ahnung von Rechtschreibung gehabt.
War wohl Sache diachroner Betrachtung.
https://books.google.de/books?id=9eRIAAAAcAAJ&pg=PA242&lpg=PA242&dq=Schreibung+Haven&source=bl&ots=EQqy6Q4Cnc&sig=ACfU3U2C77Ket0bH-qJ_iF8fbK42dXak4Q&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiX_Ky1paHmAhVQbFAKHcb3BRAQ6AEwBnoECAcQAQ#v=onepage&q=Schreibung%20Haven&f=false
Andere führen es auf Niederdeutsche zurück.
Bremerhaven, Cuxhaven, Wilhelmshaven,
https://de.wiktionary.org/wiki/Hafen#Hafen_(Deutsch)
Post by Detlef Meißner
København ...
Da weiß ich nicht, wie man auf -hagen kam.
Ich auch nicht.
Hagen bedeutet ja Wäldchen.

Und auf das p.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Heinz Lohmann
2019-12-07 01:48:10 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
København ...
Da weiß ich nicht, wie man auf -hagen kam.
Ich auch nicht.
Hagen bedeutet ja Wäldchen.
Und auf das p.
Dazu Wikipedia:
Im Mitteldänischen hieß die Stadt Køpmannæhafn, was mit „Kaufmannshafen“
bzw. „Hafen der Kaufleute“ zu übersetzen ist und damit die Bedeutung der
Kaufleute im Mittelalter ausdrückt. Im Jahr 1043 wurde der Ort erstmals
als Havn erwähnt – parallel zur latinisierten Namensform Hafnia für „Hafen“.

Was sagt Bertel dazu?

https://de.wikipedia.org/wiki/Kopenhagen#Ortsname
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Jakob Achterndiek
2019-12-06 22:43:08 UTC
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Ich machte mal eine Stadtführung in Bermerhaven, [..]
Andererseits haben diese Schreiber Ahnung von Rechtschreibung gehabt.
War wohl Sache diachroner Betrachtung.
https://books.google.de/books?id=9eRIAAAAcAAJ&pg=PA242&lpg=PA242&dq=Schreibung+Haven&source=bl&ots=EQqy6Q4Cnc&sig=ACfU3U2C77Ket0bH-qJ_iF8fbK42dXak4Q&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiX_Ky1paHmAhVQbFAKHcb3BRAQ6AEwBnoECAcQAQ#v=onepage&q=Schreibung%20Haven&f=false
Einen wunderschönen Titel hat das Büchlein:
| Ausführliche
| Schreibungslehre
| für Denkende
| [..]
--
j/\a
Klaus Dahlwitz
2019-12-06 17:56:49 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Ich machte mal eine Stadtführung in Bermerhaven, wo man uns darauf hinwies,
daß die Leute dort sehr empfindlich sind, was die korrekte Schreibeweise
ihres Städtchens angeht. Briefe, die mit "Bremerhafen" adressiert wären,
würde man gerne erst mal etwas länger liegen lassen, bevor man sie
beantwortet.
Gab es bei der Stadtführung auch eine gewollte Verzögerung?

SCNR,
Klaus
--
500: Vielen Dank, dass Sie bei uns einsteigen!
Leider ist unser Server gerade ausgestiegen.
(Fehlermeldung von hochbahn.de)
Roland Franzius
2019-12-06 21:59:00 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Ich machte mal eine Stadtführung in Bermerhaven, wo man uns darauf hinwies,
daß die Leute dort sehr empfindlich sind, was die korrekte Schreibeweise
ihres Städtchens angeht.
Man kann die Bermerhavener verstehen, wenn sie möchten, dass wenigstens
der Stadtführer wissen sollte, dass er durch Bermerhaven führt.
--
Roland Franzius
Heinz Lohmann
2019-12-07 01:49:37 UTC
Permalink
Post by Roland Franzius
Post by Frank Hucklenbroich
Ich machte mal eine Stadtführung in Bermerhaven, wo man uns darauf hinwies,
daß die Leute dort sehr empfindlich sind, was die korrekte Schreibeweise
ihres Städtchens angeht.
Man kann die Bermerhavener verstehen, wenn sie möchten, dass wenigstens
der Stadtführer wissen sollte, dass er durch Bermerhaven führt.
Bermerhaven an der Berme? Ja, die sind empfindlich!
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Frank Hucklenbroich
2019-12-07 14:20:19 UTC
Permalink
Post by Roland Franzius
Post by Frank Hucklenbroich
Ich machte mal eine Stadtführung in Bermerhaven, wo man uns darauf hinwies,
daß die Leute dort sehr empfindlich sind, was die korrekte Schreibeweise
ihres Städtchens angeht.
Man kann die Bermerhavener verstehen, wenn sie möchten, dass wenigstens
der Stadtführer wissen sollte, dass er durch Bermerhaven führt.
Autsch, wie peinlich :-)
HC Ahlmann
2019-12-06 22:20:06 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Ralph Aichinger
Post by Stefan Ram
. Allerdings geht es diesen Leuten wohl weniger um die
Abgrenzung zum Leerzeichen, als um die Abgrenzung zu
"Friedrichstadtpalast" - einer früher üblichen Schreibweise,
Nö, die wollen wahrscheinlich Leute haben, die sich die Ausschreibung
durchgelesen haben.
Ich machte mal eine Stadtführung in Bermerhaven, wo man uns darauf hinwies,
daß die Leute dort sehr empfindlich sind, was die korrekte Schreibeweise
ihres Städtchens angeht. Briefe, die mit "Bremerhafen" adressiert wären,
würde man gerne erst mal etwas länger liegen lassen, bevor man sie
beantwortet.
Solche dösbaddelige Fischköppe; in Cuxhaven und Wilhelmshaven weiß man,
dass sich durch langes Liegen ein f nicht zu einem v verformt.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Stefan Schmitz
2019-12-07 16:01:31 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Ich machte mal eine Stadtführung in Bermerhaven, wo man uns darauf hinwies,
daß die Leute dort sehr empfindlich sind, was die korrekte Schreibeweise
ihres Städtchens angeht. Briefe, die mit "Bremerhafen" adressiert wären,
würde man gerne erst mal etwas länger liegen lassen, bevor man sie
beantwortet.
Und was halten sie davon, wenn man ihre Großstadt als Städtchen herabwürdigt?
Frank Hucklenbroich
2019-12-07 19:00:00 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Frank Hucklenbroich
Ich machte mal eine Stadtführung in Bermerhaven, wo man uns darauf hinwies,
daß die Leute dort sehr empfindlich sind, was die korrekte Schreibeweise
ihres Städtchens angeht. Briefe, die mit "Bremerhafen" adressiert wären,
würde man gerne erst mal etwas länger liegen lassen, bevor man sie
beantwortet.
Und was halten sie davon, wenn man ihre Großstadt als Städtchen herabwürdigt?
Sorry, aber für mich als Kölner sind Städte mit knapp mehr als 100.000
Seelen keine Großstadt.

Nach der Lesart wäre ja selbst Leverkusen eine Großstadt.

Großstädte sind Berlin, Hamburg, München, Köln, Dortmund, Dresden, Leipzig,
Stuttgart, Chemnitz...

Aber Bremerhaven oder Leverkusen? Nö.

*duck*

Grüße,

Frank
Detlef Meißner
2019-12-07 19:14:34 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Stefan Schmitz
Post by Frank Hucklenbroich
Ich machte mal eine Stadtführung in Bermerhaven, wo man uns darauf hinwies,
daß die Leute dort sehr empfindlich sind, was die korrekte Schreibeweise
ihres Städtchens angeht. Briefe, die mit "Bremerhafen" adressiert wären,
würde man gerne erst mal etwas länger liegen lassen, bevor man sie
beantwortet.
Und was halten sie davon, wenn man ihre Großstadt als Städtchen herabwürdigt?
Sorry, aber für mich als Kölner sind Städte mit knapp mehr als 100.000
Seelen keine Großstadt.
Nach der Lesart wäre ja selbst Leverkusen eine Großstadt.
Großstädte sind Berlin, Hamburg, München, Köln, Dortmund, Dresden, Leipzig,
Stuttgart, Chemnitz...
Chemnitz ist aber gegenüber den übrigen erwähnten schon stark
abgeschlagen. Dann müsstest du noch ein paar andere nennen.

Detlef
--
Unfähigkeit ist nicht ganz durch Gewalt zu ersetzen.
(Brupbacher)
Hans
2019-12-07 19:14:40 UTC
Permalink
[.....]
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Stefan Schmitz
Und was halten sie davon, wenn man ihre Großstadt als Städtchen herabwürdigt?
Sorry, aber für mich als Kölner sind Städte mit knapp mehr als 100.000
Seelen keine Großstadt.
Für mich als Einwohner Wiens (mit 1,8 Millionen) ist Köln auch kleiner.
Post by Frank Hucklenbroich
Nach der Lesart wäre ja selbst Leverkusen eine Großstadt.
Großstädte sind Berlin, Hamburg, München, Köln, Dortmund, Dresden, Leipzig,
Stuttgart, Chemnitz...
Aber Bremerhaven oder Leverkusen? Nö.
Laut einer Definition sind Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern eine
Großstadt.

Und solche Großstädte gibt es in Deutschland wie Sand am Meer; in
Österreich wesentlich weniger: Neben Wien als einziger Millionenstadt
sind das noch Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt; diese Stadt
aber nur arschknapp mit laut Wikipedia 100.817 Einwohnern. Aber einen
internationalen Verkehrsflughafen haben diese Städte alle.

Hans
Post by Frank Hucklenbroich
*duck*
Grüße,
Frank
Detlef Meißner
2019-12-07 19:17:06 UTC
Permalink
Post by Hans
[.....]
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Stefan Schmitz
Und was halten sie davon, wenn man ihre Großstadt als Städtchen herabwürdigt?
Sorry, aber für mich als Kölner sind Städte mit knapp mehr als 100.000
Seelen keine Großstadt.
Für mich als Einwohner Wiens (mit 1,8 Millionen) ist Köln auch kleiner.
Post by Frank Hucklenbroich
Nach der Lesart wäre ja selbst Leverkusen eine Großstadt.
Großstädte sind Berlin, Hamburg, München, Köln, Dortmund, Dresden, Leipzig,
Stuttgart, Chemnitz...
Aber Bremerhaven oder Leverkusen? Nö.
Laut einer Definition sind Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern eine
Großstadt.
Vielleicht möchte er ja Köln als Groß-Großstadt bezeichnet wissen.:-)

Detlef
--
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist, dir beizustehen, wenn du im
Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist.
(Mark Twain)
Frank Hucklenbroich
2019-12-08 13:16:26 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Hans
[.....]
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Stefan Schmitz
Und was halten sie davon, wenn man ihre Großstadt als Städtchen herabwürdigt?
Sorry, aber für mich als Kölner sind Städte mit knapp mehr als 100.000
Seelen keine Großstadt.
Für mich als Einwohner Wiens (mit 1,8 Millionen) ist Köln auch kleiner.
Post by Frank Hucklenbroich
Nach der Lesart wäre ja selbst Leverkusen eine Großstadt.
Großstädte sind Berlin, Hamburg, München, Köln, Dortmund, Dresden, Leipzig,
Stuttgart, Chemnitz...
Aber Bremerhaven oder Leverkusen? Nö.
Laut einer Definition sind Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern eine
Großstadt.
Vielleicht möchte er ja Köln als Groß-Großstadt bezeichnet wissen.:-)
Überhaupt nicht, hier gibt es den Spruch "Köln ist ein Dorf", und wenn man
mal in New York City oder Tokio war, dann findet man deutsche Großstädte
entsetzlich provinziell. Köln auch, allein wenn ich sehe, daß die
Weihnachtsmärkte hier pünklich um 21.00 Uhr ihre Tore schließen, obwohl da
noch tausende Leute sind (Busladungen von Touristen aus NL und UK), die
gerne noch zwei Stunden länger bleiben würden. Und komm mir niemand mit
Ruhestörung, in der City wohnt eh fast keiner mehr.

Grüße,

Frank
Helmut Richter
2019-12-08 17:39:39 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Überhaupt nicht, hier gibt es den Spruch "Köln ist ein Dorf", und wenn man
mal in New York City oder Tokio war, dann findet man deutsche Großstädte
entsetzlich provinziell.
Provinziell vielleicht schon, aber warum entsetzlich? Fehlt da die
Monotonie der Betonwüste? Na ja, ich war noch nicht in genug *wirklichen*
Großstädten, um herauszufinden, was an deren Größe herrlich unproviziell
ist. Meist ist man dort eh nur irgendwo und hat gar keinen Eindruck, wie
es woanders in derselben Stadt aussieht, und wenn es eine City gibt, sieht
sie aus wie alle anderen Innenstädte amorpher Städte.
--
Helmut Richter
U***@web.de
2019-12-08 17:48:16 UTC
Permalink
Post by Helmut Richter
Post by Frank Hucklenbroich
Überhaupt nicht, hier gibt es den Spruch "Köln ist ein Dorf", und wenn man
mal in New York City oder Tokio war, dann findet man deutsche Großstädte
entsetzlich provinziell.
Provinziell vielleicht schon, aber warum entsetzlich? Fehlt da die
Monotonie der Betonwüste? Na ja, ich war noch nicht in genug *wirklichen*
Großstädten, um herauszufinden, was an deren Größe herrlich unproviziell
ist. Meist ist man dort eh nur irgendwo und hat gar keinen Eindruck, wie
es woanders in derselben Stadt aussieht, und wenn es eine City gibt, sieht
sie aus wie alle anderen Innenstädte amorpher Städte.
Von Istanbul dürften zumindest Teile der Altstadt erhalten geblieben sein.
Martin Udelhoven
2019-12-09 16:21:53 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Überhaupt nicht, hier gibt es den Spruch "Köln ist ein Dorf", und wenn man
mal in New York City oder Tokio war, dann findet man deutsche
Großstädte
entsetzlich provinziell. Köln auch, allein wenn ich sehe, daß die
Weihnachtsmärkte hier pünklich um 21.00 Uhr ihre Tore schließen, obwohl da
noch tausende Leute sind (Busladungen von Touristen aus NL und UK), die
gerne noch zwei Stunden länger bleiben würden. Und komm mir niemand mit
Ruhestörung, in der City wohnt eh fast keiner mehr.
Da wohnen noch einige und die beschweren sich auch regelmäßig über
späten Lärm in Altstadt, Belgischem Viertel und anderen, wenn auch nicht
speziell wegen Weihnachtsmärkten. Eher im Sommer.

Zum Weihnachtsmarkt:
Die meisten machen um 21°° Schluss, gestern aber noch persönlich
festgestellt:
Alter Markt und Heumarkt hatten um 21:30 noch die Buden geöffnet.

Martin
U***@web.de
2019-12-09 18:20:45 UTC
Permalink
Post by Martin Udelhoven
Post by Frank Hucklenbroich
Überhaupt nicht, hier gibt es den Spruch "Köln ist ein Dorf", und wenn man
mal in New York City oder Tokio war, dann findet man deutsche Großstädte
entsetzlich provinziell. Köln auch, allein wenn ich sehe, daß die
Weihnachtsmärkte hier pünklich um 21.00 Uhr ihre Tore schließen, obwohl da
noch tausende Leute sind (Busladungen von Touristen aus NL und UK), die
gerne noch zwei Stunden länger bleiben würden. Und komm mir niemand mit
Ruhestörung, in der City wohnt eh fast keiner mehr.
Da wohnen noch einige und die beschweren sich auch regelmäßig über
späten Lärm in Altstadt, Belgischem Viertel und anderen, wenn auch nicht
speziell wegen Weihnachtsmärkten. Eher im Sommer.
Die meisten machen um 21°° Schluss, gestern aber noch persönlich
Alter Markt und Heumarkt hatten um 21:30 noch die Buden geöffnet.
Und wer später weitertrinken will, kann einkehren.

Gruß, ULF
U***@web.de
2019-12-07 16:08:23 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Leute dort sehr empfindlich sind, was die korrekte Schreibeweise
Auch dieses Wort könnte man zur Diskussion stellen.

Gruß, ULF
Detlef Meißner
2019-12-07 16:38:00 UTC
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Frank Hucklenbroich
Leute dort sehr empfindlich sind, was die korrekte Schreibeweise
Auch dieses Wort könnte man zur Diskussion stellen.
Lohnt sich das?

Detlef
--
Verordnetes Gendern _ist_ Fundamentalismus!
[Henning Sponbiel]
Der Habakuk.
2019-12-07 16:43:39 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Am Freitag, 6. Dezember 2019 15:48:54 UTC+1 schrieb Frank
Post by Frank Hucklenbroich
Leute dort sehr empfindlich sind, was die korrekte Schreibeweise
Auch dieses Wort könnte man zur Diskussion stellen.
Lohnt sich das?
Wenn man drauf aus ist.
Post by Detlef Meißner
Detlef
--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*
Matthias Opatz
2019-12-08 13:03:20 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Briefe, die mit "Bremerhafen" adressiert wären,
würde man gerne erst mal etwas länger liegen lassen, bevor man sie
beantwortet.
Das tun sie aber auch mit Briefen nach Bermerhaven.

Matthias
Roland Franzius
2019-12-08 13:56:14 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
Post by Frank Hucklenbroich
Briefe, die mit "Bremerhafen" adressiert wären,
würde man gerne erst mal etwas länger liegen lassen, bevor man sie
beantwortet.
Das tun sie aber auch mit Briefen nach Bermerhaven.
Aus Familienkreisen ist mir bekannt, dass Bremerhavener Briefe erst dann
beanworten, wenn sie gelesen und verstanden worden sind.
--
Roland Franzius
Klaus Dahlwitz
2019-12-08 18:24:35 UTC
Permalink
Post by Roland Franzius
Aus Familienkreisen ist mir bekannt, dass Bremerhavener Briefe erst dann
beanworten, wenn sie gelesen und verstanden worden sind.
Antworten auf Usenet-Postings funktionieren gelegentlich auch ohne Lesen
und Verstehen.

Klaus
--
500: Vielen Dank, dass Sie bei uns einsteigen!
Leider ist unser Server gerade ausgestiegen.
(Fehlermeldung von hochbahn.de)
Sergio Gatti
2019-12-08 19:05:22 UTC
Permalink
Post by Klaus Dahlwitz
Post by Roland Franzius
Aus Familienkreisen ist mir bekannt, dass Bremerhavener Briefe erst dann
beanworten, wenn sie gelesen und verstanden worden sind.
Antworten auf Usenet-Postings funktionieren gelegentlich auch ohne Lesen
und Verstehen.
Gelegentlich? Das ist fast die Norm!
Detlef Meißner
2019-12-08 19:12:19 UTC
Permalink
Post by Sergio Gatti
Post by Klaus Dahlwitz
Post by Roland Franzius
Aus Familienkreisen ist mir bekannt, dass Bremerhavener Briefe erst dann
beanworten, wenn sie gelesen und verstanden worden sind.
Antworten auf Usenet-Postings funktionieren gelegentlich auch ohne Lesen
und Verstehen.
Gelegentlich? Das ist fast die Norm!
Welche DIN soll das sein?

Detlef
--
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist, dir beizustehen, wenn du im
Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist.
(Mark Twain)
Klaus Dahlwitz
2019-12-09 15:49:52 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Sergio Gatti
Post by Klaus Dahlwitz
Post by Roland Franzius
Aus Familienkreisen ist mir bekannt, dass Bremerhavener Briefe erst dann
beanworten, wenn sie gelesen und verstanden worden sind.
Antworten auf Usenet-Postings funktionieren gelegentlich auch ohne Lesen
und Verstehen.
Gelegentlich? Das ist fast die Norm!
Ich untertreibe gelegentlich.
Post by Detlef Meißner
Welche DIN soll das sein?
Es gibt verschiedene und unterschiedliche Normungsgremien.

Klaus
--
500: Vielen Dank, dass Sie bei uns einsteigen!
Leider ist unser Server gerade ausgestiegen.
(Fehlermeldung von hochbahn.de)
U***@web.de
2019-12-08 17:16:16 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
daß die Leute dort sehr empfindlich sind, was die korrekte Schreibeweise
ihres Städtchens angeht. Briefe, die mit "Bremerhafen" adressiert wären,
würde man gerne erst mal etwas länger liegen lassen, bevor man sie
beantwortet.
Beginnt das Problem vielleicht schon vor und bei der Zustellung?

Gruß, ULF
Michael Pachta
2019-12-09 16:58:05 UTC
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Blöd ist es, wenn die Bewerbung an eine Institution geht, die einen
Rechtschreibfehler im Namen hat.
https://www.rki.de/DE/Content/Institut/institut_node.html
Robert Koch-Institut
https://www.uni-hannover.de/de/kontakt/
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover

"Deppen leer Zeichen" gehören mittlerweile schon fast zum guten Ton.
Über kurz oder lang werden sie im Duden landen.
Andreas Karrer
2019-12-09 17:36:34 UTC
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Post by Stefan Ram
|Kleiner Tipp: Bei Bewerbungen achten wir auch auf die
|richtige Schreibweise des Hauses – Friedrichstadt-Palast
|(mit Bindestrich) ;-)
Blöd ist es, wenn die Bewerbung an eine Institution geht, die einen
Rechtschreibfehler im Namen hat.
Ich lese das so, dass die Personalerin genau darauf herauswollte, dass
ihr Institut eben *keine* "Herzogin Anna Amalia Bibliothek" und kein
"Valentin Karlstadt Musäum" ist, sondern ein orthographisch korrekter
"Friedrichstadt-Palast". Vermutlich hätte sie "Friedrichstadtpalast"
ohne weiteres akzeptiert.
https://www.rki.de/DE/Content/Institut/institut_node.html
https://www.uni-hannover.de/de/kontakt/
Nicht nur gelegentlich -- es scheint mir eher die Regel zu sein.

Das erwähnte Musäum hiess zu meiner Münchener Zeit noch
"Valentin-Musäum". Das war in bezug auf Durchkoppelung richtig, wenn
auch sonst orthographisch etwas zweifelhaft, und natürlich politisch
bodenlos unkorrekt.

Hingegen hat die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald,
hierzugruppe doch schon ein- oder zweimal erwähnt, ihren sperrigen,
gleichwohl korrekt durchgekoppelten Namen abgelegt und heisst
fürderhin bloss noch, aber immer noch korrekt, Universität
Greifswald.

- Andi
Matthias Opatz
2019-12-16 11:42:13 UTC
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Post by Andreas Karrer
Hingegen hat die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald,
hierzugruppe doch schon ein- oder zweimal erwähnt, ihren sperrigen,
gleichwohl korrekt durchgekoppelten Namen abgelegt und heisst
fürderhin bloss noch, aber immer noch korrekt, Universität
Greifswald.
Studentische sog. "Aktivisten" hatten den Namenspatron für böse
erklärt und die Streichung aus dem Uni-Namen erzwungen. Wegen seiner
Haltung zum Judentum. Daß die einem bürgerlichen Zeitgeist entsprach,
geschenkt. Luthers Popularität sitzt noch zu tief, aber der ist
auch noch dran.

Überhaupt gehen verheiratete Männer aus der voremamzipatorischen Ära
bald fast alle nicht mehr. Die haben sich doch tatsächlich als
Familienvorstand aufgeführt und hingen der überlieferten Rollenverteilung
in Beruf, Haus und Familie nach ...

Historischer Kontext? Ach, das wird überbewertet.

Matthias
Helmut Richter
2019-12-16 12:30:24 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Andreas Karrer
Hingegen hat die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald,
hierzugruppe doch schon ein- oder zweimal erwähnt, ihren sperrigen,
gleichwohl korrekt durchgekoppelten Namen abgelegt und heisst
fürderhin bloss noch, aber immer noch korrekt, Universität
Greifswald.
Studentische sog. "Aktivisten" hatten den Namenspatron für böse
erklärt und die Streichung aus dem Uni-Namen erzwungen. Wegen seiner
Haltung zum Judentum. Daß die einem bürgerlichen Zeitgeist entsprach,
geschenkt. Luthers Popularität sitzt noch zu tief, aber der ist
auch noch dran.
Noch problematischer finde ich die Abwertung der Nicht-anti-Nazi-Helden
durch die heutigen Lehnstuhlhelden, die selbstverständlich dem Nazitum
aufrechter widerstanden hätten bis zum Tod im KZ. Wer überlebt hat, ist
verdächtig.
--
Helmut Richter
Andreas Karrer
2019-12-16 19:02:09 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Andreas Karrer
Hingegen hat die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald,
hierzugruppe doch schon ein- oder zweimal erwähnt, ihren sperrigen,
gleichwohl korrekt durchgekoppelten Namen abgelegt und heisst
fürderhin bloss noch, aber immer noch korrekt, Universität
Greifswald.
Studentische sog. "Aktivisten" hatten den Namenspatron für böse
erklärt und die Streichung aus dem Uni-Namen erzwungen. Wegen seiner
Haltung zum Judentum. Daß die einem bürgerlichen Zeitgeist entsprach,
geschenkt. Luthers Popularität sitzt noch zu tief, aber der ist
auch noch dran.
Tja, Deutschland wird noch hundert Jahre in Sachen Antisemitismus eine
Sonderstellung behalten. Da kannst du lange die Gnade der späten
Geburt vorbringen oder anmerken, dass Deutschland im Gegensatz zu
vielen anderen die dunkle Vergangenheit sehr gründlich aufgearbeitet
habe; wenn ein Ami, Engländer oder Franzose Antisemitismus hört,
denkt er zuerst "Deutschland".

Die Frage ist halt, ob es gescheit ist, Universitäten, Schulen und
dgl. nach Personen zu benennen. Leute, die etwas geleistet haben, haben
immer auch Gegner oder Feinde, und die werden immer etwas finden, was
sie als Dreck am Stecken uminterpretieren können.

Scheint's wurde die Uni Greifswald erst von den Nazis mit Arndts Namen
bedacht, weil ihren bestimmte Teile seines Werks in den Kram passten.
In der DDR hat man dann offenbar bei ihm ganz andere Aspekte gefunden,
die man als lobenswert erachtete, obwohl man ihn ja auch beispielsweise
für den "Gott, der Eisen wachsen liess" ohne weiteres hätte verdammen
können. Und jetzt findet man, dass er nicht nur Kriegstreiber und
Nationalist, sondern auch Antisemit war. Nun denn.

Dass man Strassen oder Schulen aus politischen Gründen umbenennnt, ist
ja keine neue Erscheinung. Nach dem Krieg musste ja ganz geschwind
einiges umbenannt werden, und es dachten wohl viele oder alle, dass
beispielsweise eine Erich-Kästner-Schule für immer und ewig diesen
Namen behalten könnte. Aber wart nur, bis die Zeit reif ist, dass
seine Frauengeschichten, sein unehelicher Sohn, sein Alkoholismus, sein
Mutterkomplex, seine Frauenfiguren so verabscheuungswürdig sind, dass
er Persona non grata wird. Verbrannt wurde er schon mal.

Kästner hat übrigens den Arndt-Ausdruck "der Gott, der Eisen wachsen
liess" mehrfach ironisch gebraucht, 1928 als Anspielung auf die
Stahlbarone im Ruhrgebiet, nach dem Krieg auf Hitler.
Post by Matthias Opatz
Historischer Kontext? Ach, das wird überbewertet.
Jefferson hielt Sklaven.


- Andi
Florian Ritter
2019-12-16 19:47:06 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Matthias Opatz
Post by Andreas Karrer
Hingegen hat die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald,
hierzugruppe doch schon ein- oder zweimal erwähnt, ihren sperrigen,
gleichwohl korrekt durchgekoppelten Namen abgelegt und heisst
fürderhin bloss noch, aber immer noch korrekt, Universität
Greifswald.
Studentische sog. "Aktivisten" hatten den Namenspatron für böse
erklärt und die Streichung aus dem Uni-Namen erzwungen. Wegen seiner
Haltung zum Judentum. Daß die einem bürgerlichen Zeitgeist entsprach,
geschenkt. Luthers Popularität sitzt noch zu tief, aber der ist
auch noch dran.
Tja, Deutschland wird noch hundert Jahre in Sachen Antisemitismus eine
Sonderstellung behalten. Da kannst du lange die Gnade der späten
Geburt vorbringen oder anmerken, dass Deutschland im Gegensatz zu
vielen anderen die dunkle Vergangenheit sehr gründlich aufgearbeitet
habe; wenn ein Ami, Engländer oder Franzose Antisemitismus hört,
denkt er zuerst "Deutschland".
Die Frage ist halt, ob es gescheit ist, Universitäten, Schulen und
dgl. nach Personen zu benennen. Leute, die etwas geleistet haben, haben
immer auch Gegner oder Feinde, und die werden immer etwas finden, was
sie als Dreck am Stecken uminterpretieren können.
Scheint's wurde die Uni Greifswald erst von den Nazis mit Arndts Namen
bedacht, weil ihren bestimmte Teile seines Werks in den Kram passten.
Nee, die Nazis hatten damit nischt zu tun. Es war eher zufällig,
daß der Antrag auf Zuerkennung des Namens von einigen Angehörigen
der Theolog. Fakultät im Jahre 1933 gestellt wurde - FR
U***@web.de
2019-12-16 19:58:05 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by Andreas Karrer
Scheint's wurde die Uni Greifswald erst von den Nazis mit Arndts Namen
bedacht, weil ihren bestimmte Teile seines Werks in den Kram passten.
Nee, die Nazis hatten damit nischt zu tun. Es war eher zufällig,
daß der Antrag auf Zuerkennung des Namens von einigen Angehörigen
der Theolog. Fakultät im Jahre 1933 gestellt wurde - FR
Bewilligt wurde der Antrag von einem langjährigen
Parteimitglied, einem gewissen Göring.
Detlef Meißner
2019-12-16 20:57:13 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Florian Ritter
Post by Andreas Karrer
Scheint's wurde die Uni Greifswald erst von den Nazis mit Arndts Namen
bedacht, weil ihren bestimmte Teile seines Werks in den Kram passten.
Nee, die Nazis hatten damit nischt zu tun. Es war eher zufällig,
daß der Antrag auf Zuerkennung des Namens von einigen Angehörigen
der Theolog. Fakultät im Jahre 1933 gestellt wurde - FR
Bewilligt wurde der Antrag von einem langjährigen
Parteimitglied, einem gewissen Göring.
Als Ministerpräsident von Preußen.

Göring war eigentlich nie so ein *richtiger* Nazi, zumindest nicht
einer, wie man ihn sich vorstellt.
Für die neuen Nazis scheint er auch kein Vorbild zu sein.

Detlef
--
Verordnetes Gendern _ist_ Fundamentalismus!
[Henning Sponbiel]
Hans
2019-12-16 21:08:37 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by U***@web.de
Post by Florian Ritter
Post by Andreas Karrer
Scheint's wurde die Uni Greifswald erst von den Nazis mit Arndts Namen
bedacht, weil ihren bestimmte Teile seines Werks in den Kram passten.
Nee, die Nazis hatten damit nischt zu tun. Es war eher zufällig,
daß der Antrag auf Zuerkennung des Namens von einigen Angehörigen
der Theolog. Fakultät im Jahre 1933 gestellt wurde - FR
Bewilligt wurde der Antrag von einem langjährigen
Parteimitglied, einem gewissen Göring.
Als Ministerpräsident von Preußen.
Göring war eigentlich nie so ein *richtiger* Nazi, zumindest nicht
einer, wie man ihn sich vorstellt.
Für die neuen Nazis scheint er auch kein Vorbild zu sein.
Immerhin hat er "zwölf Jahre gut gelebt".

Hans
Detlef Meißner
2019-12-16 21:18:26 UTC
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Post by Hans
Post by Detlef Meißner
Post by U***@web.de
Post by Florian Ritter
Post by Andreas Karrer
Scheint's wurde die Uni Greifswald erst von den Nazis mit Arndts Namen
bedacht, weil ihren bestimmte Teile seines Werks in den Kram passten.
Nee, die Nazis hatten damit nischt zu tun. Es war eher zufällig,
daß der Antrag auf Zuerkennung des Namens von einigen Angehörigen
der Theolog. Fakultät im Jahre 1933 gestellt wurde - FR
Bewilligt wurde der Antrag von einem langjährigen
Parteimitglied, einem gewissen Göring.
Als Ministerpräsident von Preußen.
Göring war eigentlich nie so ein *richtiger* Nazi, zumindest nicht einer,
wie man ihn sich vorstellt.
Für die neuen Nazis scheint er auch kein Vorbild zu sein.
Immerhin hat er "zwölf Jahre gut gelebt".
Naja, man weiß nicht so genau, wie es ihm erging mit seiner
Drogensucht, dem Tode seiner Frau usw.
Ich denke, das "gute Leben" war eher Kummerfressen.

Detlef
--
Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten
Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit, diese
Sprache zu lernen. (Mark Twain)
Roland Franzius
2019-12-16 22:21:33 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by Andreas Karrer
Post by Matthias Opatz
Post by Andreas Karrer
Hingegen hat die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald,
hierzugruppe doch schon ein- oder zweimal erwähnt, ihren sperrigen,
gleichwohl korrekt durchgekoppelten Namen abgelegt und heisst
fürderhin bloss noch, aber immer noch korrekt, Universität
Greifswald.
Studentische sog. "Aktivisten" hatten den Namenspatron für böse
erklärt und die Streichung aus dem Uni-Namen erzwungen. Wegen seiner
Haltung zum Judentum. Daß die einem bürgerlichen Zeitgeist entsprach,
geschenkt. Luthers Popularität sitzt noch zu tief, aber der ist
auch noch dran.
Tja, Deutschland wird noch hundert Jahre in Sachen Antisemitismus eine
Sonderstellung behalten. Da kannst du lange die Gnade der späten
Geburt vorbringen oder anmerken, dass Deutschland im Gegensatz zu
vielen anderen die dunkle Vergangenheit sehr gründlich aufgearbeitet
habe; wenn ein Ami, Engländer oder Franzose Antisemitismus hört,
denkt er zuerst "Deutschland".
Die Frage ist halt, ob es gescheit ist, Universitäten, Schulen und
dgl. nach Personen zu benennen. Leute, die etwas geleistet haben, haben
immer auch Gegner oder Feinde, und die werden immer etwas finden, was
sie als Dreck am Stecken uminterpretieren können.
Scheint's wurde die Uni Greifswald erst von den Nazis mit Arndts Namen
bedacht, weil ihren bestimmte Teile seines Werks in den Kram passten.
Nee, die Nazis hatten damit nischt zu tun. Es war eher zufällig,
daß der Antrag auf Zuerkennung des Namens von einigen Angehörigen
der Theolog. Fakultät im Jahre 1933 gestellt wurde - FR
Ich darf dir glaubwürdig versichern, dass es 1933 an deutschen
Universitäten keine Zufälle mehr gab.

Theodor Vahlen, Greifwalder Mathematiker, Nationalsozialist der 0.ten
Stunde und glühender Antisemit, Verköperung der "Deutschen Mathematik",
war inzwischen unter Rust für die Hoschulen zuständig und mit allerlei
Reinigungsarbeiten, unter anderem der Vertreibung der gesamten
Weltspitze deutscher Mathematiker ins Ausland, betraut.

https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Vahlen
--
Roland Franzius
Frank Hucklenbroich
2019-12-10 07:33:46 UTC
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Post by Stefan Ram
|Kleiner Tipp: Bei Bewerbungen achten wir auch auf die
|richtige Schreibweise des Hauses – Friedrichstadt-Palast
|(mit Bindestrich) ;-)
Blöd ist es, wenn die Bewerbung an eine Institution geht, die einen
Rechtschreibfehler im Namen hat.
Da bewirb Dich nie bei Architekten!

Was ich da schon an merkwürdigen Schreibweisen gesehen habe - alles klein,
mit Punkten dazwischen, solche Sachen eben.

Grüße,

Frank
Helmut Richter
2019-12-10 10:00:21 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Blöd ist es, wenn die Bewerbung an eine Institution geht, die einen
Rechtschreibfehler im Namen hat.
Da bewirb Dich nie bei Architekten!
Was ich da schon an merkwürdigen Schreibweisen gesehen habe - alles klein,
mit Punkten dazwischen, solche Sachen eben.
Ja, das hat schon zu Beginn der Bundesrepublik angefangen, als Theodor
Heuss zum Bundespräsidenten gewählt wurde. Keine Ahnung von
Rechtschreibung, der Mann! „ss“ gibts weder nach Diphthong, noch –
wenigstens damals – am Wortende. Zwei Rechtschreibfehler in einem
einsilbigen Wort!
--
Helmut Richter
Manfred Hoß
2019-12-10 20:34:22 UTC
Permalink
Post by Helmut Richter
Post by Frank Hucklenbroich
Blöd ist es, wenn die Bewerbung an eine Institution geht, die einen
Rechtschreibfehler im Namen hat.
Da bewirb Dich nie bei Architekten!
Was ich da schon an merkwürdigen Schreibweisen gesehen habe - alles klein,
mit Punkten dazwischen, solche Sachen eben.
Ja, das hat schon zu Beginn der Bundesrepublik angefangen, als Theodor
Heuss zum Bundespräsidenten gewählt wurde. Keine Ahnung von
Rechtschreibung, der Mann! „ss“ gibts weder nach Diphthong, noch –
wenigstens damals – am Wortende. Zwei Rechtschreibfehler in einem
einsilbigen Wort!
Theodor Heuss hatte von Rechtschreibung offensichtlich genauso viel Ahnung
wie Günter Grass, zumindest was das Doppel-s am Wortende angeht.

Gruß
Manfred.
U***@web.de
2019-12-11 11:37:54 UTC
Permalink
Post by Manfred Hoß
Post by Helmut Richter
Ja, das hat schon zu Beginn der Bundesrepublik angefangen, als Theodor
Heuss zum Bundespräsidenten gewählt wurde. Keine Ahnung von
Rechtschreibung, der Mann! „ss“ gibts weder nach Diphthong, noch –
wenigstens damals – am Wortende. Zwei Rechtschreibfehler in einem
einsilbigen Wort!
Theodor Heuss hatte von Rechtschreibung offensichtlich genauso viel Ahnung
wie Günter Grass, zumindest was das Doppel-s am Wortende angeht.
Möchtest Du jetzt noch auf Willy Brandt herumhacken,
oder akzeptierst Du irgendwann die Eigenheiten
von Eigennamen?

Gruß, ULF
Helmut Richter
2019-12-11 13:35:51 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Manfred Hoß
Post by Helmut Richter
Ja, das hat schon zu Beginn der Bundesrepublik angefangen, als Theodor
Heuss zum Bundespräsidenten gewählt wurde. Keine Ahnung von
Rechtschreibung, der Mann! „ss“ gibts weder nach Diphthong, noch –
wenigstens damals – am Wortende. Zwei Rechtschreibfehler in einem
einsilbigen Wort!
Theodor Heuss hatte von Rechtschreibung offensichtlich genauso viel Ahnung
wie Günter Grass, zumindest was das Doppel-s am Wortende angeht.
Möchtest Du jetzt noch auf Willy Brandt herumhacken,
oder akzeptierst Du irgendwann die Eigenheiten
von Eigennamen?
Inwiefern unterscheiden sich Personen-Eigennamen von Produkt- oder
Firmen-Eigennamen? Wenn ich meine Kekse „newton.kex“ nennen möchte, dann
heißen sie eben so, obwohl nur „Newton-Keks“ orthografisch richtig wäre.
Die Konkurrenz mit dem anderen Gelehrten durfte die Cakes ja auch zu Keks
(Mehrzahl: Kekse – also nicht nur orthografisch, sondern auch grammatisch
falsch) umbenennen.

Bei der unvollständigen Durchkopplung von „Geheymrath-Johann Wolfgang-von
Göte-Institut“ kräuseln sich mir zwar die Fußnägel, aber wenn die
Rechteinhaber am Namen meinen, das heiße so, dann sei es eben so. Man darf
sich trotzdem seinen Teil denken.
--
Helmut Richter
U***@web.de
2019-12-11 15:34:42 UTC
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Post by Helmut Richter
Post by U***@web.de
Post by Manfred Hoß
Post by Helmut Richter
Ja, das hat schon zu Beginn der Bundesrepublik angefangen, als Theodor
Heuss zum Bundespräsidenten gewählt wurde. Keine Ahnung von
Rechtschreibung, der Mann! „ss“ gibts weder nach Diphthong, noch –
wenigstens damals – am Wortende. Zwei Rechtschreibfehler in einem
einsilbigen Wort!
Theodor Heuss hatte von Rechtschreibung offensichtlich genauso viel Ahnung
wie Günter Grass, zumindest was das Doppel-s am Wortende angeht.
Möchtest Du jetzt noch auf Willy Brandt herumhacken,
oder akzeptierst Du irgendwann die Eigenheiten
von Eigennamen?
Inwiefern unterscheiden sich Personen-Eigennamen von Produkt- oder
Firmen-Eigennamen? Wenn ich meine Kekse „newton.kex“ nennen möchte, dann
heißen sie eben so, obwohl nur „Newton-Keks“ orthografisch richtig wäre.
Die Konkurrenz mit dem anderen Gelehrten durfte die Cakes ja auch zu Keks
(Mehrzahl: Kekse – also nicht nur orthografisch, sondern auch grammatisch
falsch) umbenennen.
Bei der unvollständigen Durchkopplung von „Geheymrath-Johann Wolfgang-von
Göte-Institut“ kräuseln sich mir zwar die Fußnägel, aber wenn die
Rechteinhaber am Namen meinen, das heiße so, dann sei es eben so. Man darf
sich trotzdem seinen Teil denken.
Der Unterschied liegt darin, daß Du Deinen eigenen
Namen nicht festlegen, in seltenen Fällen vielleicht
ändern darfst.

Insbesondere kannst Du Bindestriche nicht
willkürlich hinzufügen oder weglassen.

Das höchste der Gefühle wäre wohl eine
Namenserteilung im Sinne der Vornamenskette

"Anneliese-Bärbel Christiane Denise Emilie-Franzine"

für eine Tochter.
Martin Gerdes
2019-12-11 17:11:34 UTC
Permalink
Post by Manfred Hoß
Post by Helmut Richter
Ja, das hat schon zu Beginn der Bundesrepublik angefangen, als Theodor
Heuss zum Bundespräsidenten gewählt wurde. Keine Ahnung von
Rechtschreibung, der Mann! „ss“ gibts weder nach Diphthong, noch –
wenigstens damals – am Wortende. Zwei Rechtschreibfehler in einem
einsilbigen Wort!
Theodor Heuss hatte von Rechtschreibung offensichtlich genauso viel Ahnung
wie Günter Grass, zumindest was das Doppel-s am Wortende angeht.
Es gab zu der Zeit verschiedene Gründe, am Wortende (lateinisch) -ss zu
schreiben. Als Heuss und Grass (letzter unter dem Namen "Graß") geboren
wurden, war die Zweischriftigkeit (Fraktur/Antiqua, deutsche/lateinische
Buchstaben) Alltag. In Frakturschriften gabs immer eine Letter ß,
während die in Antiqua-Schriften des 19. Jhds regelmäßig fehlte. Nach
der Berliner Rechtschreibkonferenz 1901 wurden die Schriftenhersteller
verpflichtet, neue Antiquaschriften mit einem ß auszuliefern und es für
vorhandene Schriften nachzuliefern. Manche Leute schrieben auch in
deutscher Handschrift am Wortende lang-s-rund-s, in lateinischer
Handschrift sieht man das bei Schreiber passenden Alters sogar recht
häufig (Das kann man sogar an der Unterschrift des Günter Gra|s erahnen,

https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Grass

die ansonsten nicht erkennen läßt, ob sie in deutschen oder lateinischen
Buchstaben geschrieben ist).

Die Unterschrift von Theodor Heuss (in der Unaussprechlichen) ist vom
"d" (und vielleicht vom "r") abgesehen in lateinischen Buchstaben
geschrieben. Keine Ahnung, wie er seinen Namen in deutschen Buchstaben
geschrieben hätte.
Stefan Schmitz
2019-12-10 15:11:11 UTC
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Post by Stefan Ram
|Kleiner Tipp: Bei Bewerbungen achten wir auch auf die
|richtige Schreibweise des Hauses – Friedrichstadt-Palast
|(mit Bindestrich) ;-)
Blöd ist es, wenn die Bewerbung an eine Institution geht, die einen
Rechtschreibfehler im Namen hat.
https://www.rki.de/DE/Content/Institut/institut_node.html
Was ist denn jetzt die offizielle Schreibweise? Wie im Logo oder wie im Text?
Kind, Jaakob
2019-12-10 15:58:36 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Was ist denn jetzt die offizielle Schreibweise? Wie im Logo oder wie im Text?
Da beide falsch sind, ist das fast egal. Ich nehme aber an, dass man
"Robert Koch-Institut" heißen möchte und der Meinung ist, dass im Logo
alles möglich ist.

Viele Grüße
Jaakob
Jakob Achterndiek
2019-12-10 18:43:24 UTC
Permalink
Post by Kind, Jaakob
Post by Stefan Schmitz
Was ist denn jetzt die offizielle Schreibweise? Wie im Logo oder wie im Text?
Da beide falsch sind, ist das fast egal. Ich nehme aber an, dass man
"Robert Koch-Institut" heißen möchte und der Meinung ist, dass im Logo
alles möglich ist.
Ich glaube mich zu erinnern, daß vor geraumer Zeit ein Mitarbeiter
dieses oder eines vergleichbaren Instituts sich hier beklagt hat,
daß mit dem Einzug einer neuen Geschäftsführerin die Bindestriche
wegbefohlen worden seien - zweng der Interneschonellitie.
--
j/\a
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