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streunen
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Stefan Schmitz
2020-03-05 17:22:08 UTC
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SZ-Artikel:
"Es ist noch früh am Tag, als ein Bombenspürhund namens Berri fröhlich hechelnd durch den Erfurter Plenarsaal streunt"

Streunen ist nach meinem Verständnis ziellos. DWDS bestätigt das.
Passt das zu einem Bombenspürhund im Einsatz?
Thomas Schade
2020-03-05 17:35:26 UTC
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Post by Stefan Schmitz
"Es ist noch früh am Tag, als ein Bombenspürhund namens Berri fröhlich hechelnd durch den Erfurter Plenarsaal streunt"
Streunen ist nach meinem Verständnis ziellos. DWDS bestätigt das.
Passt das zu einem Bombenspürhund im Einsatz?
Zwei Möglichkeiten sehe ich. Zum einen mag der Hund noch nicht im
Einsatz sein, und er läuft also einfach frei herum. Oder aber seine
Suchstrategie wirkt ziellos, also streunend, obwohl sie vielleicht genau
so richtig ist.
Und nicht ausgeschlossen werden kann letztlich, dass 'streunen' hier
einfach falsch verwendet wurde.


Ciao
Toscha
--
The adrenalin and stress of an adventure are better
than a thousand peaceful days.
[Paulo Coelho]
Jakob Achterndiek
2020-03-05 19:13:14 UTC
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Post by Stefan Schmitz
"Es ist noch früh am Tag, als ein Bombenspürhund namens Berri fröhlich hechelnd durch den Erfurter Plenarsaal streunt"
Streunen ist nach meinem Verständnis ziellos. DWDS bestätigt das.
Passt das zu einem Bombenspürhund im Einsatz?
Na klar doch - denn er soll sein Ziel ja erst finden.
--
j/\a
U***@web.de
2020-03-06 12:09:55 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Post by Stefan Schmitz
"Es ist noch früh am Tag, als ein Bombenspürhund namens Berri fröhlich hechelnd durch den Erfurter Plenarsaal streunt"
Streunen ist nach meinem Verständnis ziellos. DWDS bestätigt das.
Passt das zu einem Bombenspürhund im Einsatz?
Na klar doch - denn er soll sein Ziel ja erst finden.
Ich hätte angenommen, daß Spürhunde
systematisch so durch das Objekt geführt
werden, daß möglichst alles abgespürt wird.

Ob und wo dann ein Gefahrenobjekt aufgespürt
wird, sieht man dann.
Gunhild Simon
2020-03-05 19:36:37 UTC
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Post by Stefan Schmitz
"Es ist noch früh am Tag, als ein Bombenspürhund namens Berri fröhlich hechelnd durch den Erfurter Plenarsaal streunt"
Streunen ist nach meinem Verständnis ziellos. DWDS bestätigt das.
Passt das zu einem Bombenspürhund im Einsatz?
Ich finde es dennoch passend.

Hunde erleben auch "Arbeit" als Vergnügen.
Lob und Zustimmung sind ihr Antrieb.
Arbeit ist eine menschliche Kategorie. Das wird auch mit
dem Attribut "fröhlich hechelnd" ausgesagt.

Hätten sie eine Vorstellung von dem Risiko für Leib und
Leben, dem sie ausgesetzt werden, wären sie keine Tiere,
insbesondere Hunde, die ALLES für ihren Rudelführer, ihr
Herrchen, den polizeilichen Hundeführer vergnügt,
widerspruchslos und vertrauensvoll geben.

Gruß
Gunhild
Jan Bruns
2020-03-06 15:45:07 UTC
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Hätten sie eine Vorstellung von dem Risiko für Leib und Leben, dem sie
ausgesetzt werden, wären sie keine Tiere, insbesondere Hunde, die ALLES
für ihren Rudelführer, ihr Herrchen, den polizeilichen Hundeführer
vergnügt, widerspruchslos und vertrauensvoll geben.
Hm, nein, ich denke, allein die Fähigkeit, diese Perspektive einzunehmen,
ist es nicht. Auch Menschen erledigen teils noch deutlich gefährlichere
Jobs, gerade weil sie die Gefahr im Überblick haben.

Gruss

Jan Bruns
Gunhild Simon
2020-03-07 12:03:02 UTC
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Post by Jan Bruns
Hätten sie eine Vorstellung von dem Risiko für Leib und Leben, dem sie
ausgesetzt werden, wären sie keine Tiere, insbesondere Hunde, die ALLES
für ihren Rudelführer, ihr Herrchen, den polizeilichen Hundeführer
vergnügt, widerspruchslos und vertrauensvoll geben.
Hm, nein, ich denke, allein die Fähigkeit, diese Perspektive einzunehmen,
ist es nicht. Auch Menschen erledigen teils noch deutlich gefährlichere
Jobs, gerade weil sie die Gefahr im Überblick haben.
Ich kann mir nicht vorstellen,daß Menschen sehenden Auges -
und das fehlt Tieren, einen Job wie ihn ein Minensuchhund afür
meistens
ausübt, aus freien Stücken übernehmen.
Es sei denn, sie sind ideologisch so gepolt z. B. als
Sprengstoffgürtelträger/in.
Warum nur opfern sie sich?
Oder:
Werden sie wegen ihres Status' leichter geopfert?

Gruß
Gunhild
U***@web.de
2020-03-07 15:20:46 UTC
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Post by Gunhild Simon
Post by Jan Bruns
Hätten sie eine Vorstellung von dem Risiko für Leib und Leben, dem sie
ausgesetzt werden, wären sie keine Tiere, insbesondere Hunde, die ALLES
für ihren Rudelführer, ihr Herrchen, den polizeilichen Hundeführer
vergnügt, widerspruchslos und vertrauensvoll geben.
Hm, nein, ich denke, allein die Fähigkeit, diese Perspektive einzunehmen,
ist es nicht. Auch Menschen erledigen teils noch deutlich gefährlichere
Jobs, gerade weil sie die Gefahr im Überblick haben.
Ich kann mir nicht vorstellen,daß Menschen sehenden Auges -
und das fehlt Tieren, einen Job wie ihn ein Minensuchhund afür
meistens
ausübt, aus freien Stücken übernehmen.
Der Sprengstoffspürhund soll ja nicht
hochgehen. https://de.wikipedia.org/wiki/Sprengstoffsp%C3%BCrhund

Auch menschliche Kampfmittelräumer sind hierzulande
keine Zwangsarbeiter.

Gruß, ULF
Jan Bruns
2020-03-07 15:28:45 UTC
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Post by Jan Bruns
Hätten sie eine Vorstellung von dem Risiko für Leib und Leben, dem
sie ausgesetzt werden, wären sie keine Tiere, insbesondere Hunde, die
ALLES für ihren Rudelführer, ihr Herrchen, den polizeilichen
Hundeführer vergnügt, widerspruchslos und vertrauensvoll geben.
Hm, nein, ich denke, allein die Fähigkeit, diese Perspektive
einzunehmen,
ist es nicht. Auch Menschen erledigen teils noch deutlich gefährlichere
Jobs, gerade weil sie die Gefahr im Überblick haben.
Ich kann mir nicht vorstellen,daß Menschen sehenden Auges - und das
fehlt Tieren, einen Job wie ihn ein Minensuchhund afür meistens ausübt,
aus freien Stücken übernehmen.
Es sei denn, sie sind ideologisch so gepolt z. B. als
Sprengstoffgürtelträger/in.
Warum nur opfern sie sich?
Werden sie wegen ihres Status' leichter geopfert?
Hm. Also von Minensuchhunden weiss ich jetzt nichts, aber vllt. gibt es
die auch irgendwo, auch wenn das nun wirklich eher nach einer Aufgabe für
Fahrzeuge klingt. Andere Tiere haben dann auch Jobs wie "Fellspender"
oder "Fleischansetzer".

Aber Menschen tun doch schon auch echt gefährliche Dinge. Z.B. diese AKW-
Mitarbeiter in Fukushima, die da ja wohl erstmal noch schlimmeres
verhinderten, obwohl erstmal 14 Tage Urlaub zweifellos gesünder gewesen
wären, und die Jobbeschreibung ursprünglich sicherlich auch eher wie
"machen wir risikolos Strom aus nix!" geklungen haben wird. Oder einfach
diese Leitern an Industrie-Schornsteinen. Man kann wohl davon ausgehen,
daß da für Objektverniedlichungs-Scherze kein Geld ausgegeben wird,
sondern da echt zuweilen mal wer hochgeht. Windräder und Pipelines durchs
Meer kosten auch Blut. Und auch Dächer decken, in irgendwelchen Schächten
irgendwelche Bodenschätze fördern, oder mit dem Rad in der Stadt
Lieferungen zustellen bedeutet Gefahr. Selbst das blosse Überqueren einer
frisch verlegten Strasse, oder das Leben eines Wolfs in mal völlig
theoretisiert gar unberührter Natur.

Verglichen damit wird Sprengstoff-Hund bei der Polizei recht risikoarm
sein. Habe ich überhaupt schonmal von einem "fehlgeschlagenen" Bombensuch-
und Entschärfungsversuch gelesen?

Gruss

Jan Bruns
U***@web.de
2020-03-07 15:39:26 UTC
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Post by Jan Bruns
Post by Jan Bruns
Hätten sie eine Vorstellung von dem Risiko für Leib und Leben, dem
sie ausgesetzt werden, wären sie keine Tiere, insbesondere Hunde, die
ALLES für ihren Rudelführer, ihr Herrchen, den polizeilichen
Hundeführer vergnügt, widerspruchslos und vertrauensvoll geben.
Hm, nein, ich denke, allein die Fähigkeit, diese Perspektive einzunehmen,
ist es nicht. Auch Menschen erledigen teils noch deutlich gefährlichere
Jobs, gerade weil sie die Gefahr im Überblick haben.
Ich kann mir nicht vorstellen,daß Menschen sehenden Auges - und das
fehlt Tieren, einen Job wie ihn ein Minensuchhund afür meistens ausübt,
aus freien Stücken übernehmen.
Es sei denn, sie sind ideologisch so gepolt z. B. als
Sprengstoffgürtelträger/in.
Warum nur opfern sie sich?
Werden sie wegen ihres Status' leichter geopfert?
Hm. Also von Minensuchhunden weiss ich jetzt nichts, aber vllt. gibt es
die auch irgendwo, auch wenn das nun wirklich eher nach einer Aufgabe für
Fahrzeuge klingt. Andere Tiere haben dann auch Jobs wie "Fellspender"
oder "Fleischansetzer".
Aber Menschen tun doch schon auch echt gefährliche Dinge. Z.B. diese AKW-
Mitarbeiter in Fukushima, die da ja wohl erstmal noch schlimmeres
verhinderten, obwohl erstmal 14 Tage Urlaub zweifellos gesünder gewesen
wären, und die Jobbeschreibung ursprünglich sicherlich auch eher wie
"machen wir risikolos Strom aus nix!" geklungen haben wird.
Bei einem frischen Unfall heißt es dann:

"Die Leute wissen, daß sie notfalls in den Tod gehen müssen."

Diese Arbeitsplatzbeschreibungen mit allem Drumherum
würden mich dann doch interessieren.
Post by Jan Bruns
Oder einfach
diese Leitern an Industrie-Schornsteinen. Man kann wohl davon ausgehen,
daß da für Objektverniedlichungs-Scherze kein Geld ausgegeben wird,
sondern da echt zuweilen mal wer hochgeht. Windräder und Pipelines durchs
Meer kosten auch Blut. Und auch Dächer decken, in irgendwelchen Schächten
irgendwelche Bodenschätze fördern, oder mit dem Rad in der Stadt
Lieferungen zustellen bedeutet Gefahr. Selbst das blosse Überqueren einer
frisch verlegten Strasse, oder das Leben eines Wolfs in mal völlig
theoretisiert gar unberührter Natur.
Verglichen damit wird Sprengstoff-Hund bei der Polizei recht risikoarm
sein. Habe ich überhaupt schonmal von einem "fehlgeschlagenen" Bombensuch-
und Entschärfungsversuch gelesen?
Kommt vor, tödlich für Entschärfer:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kampfmittelr%C3%A4umdienst#Ausbildung_des_Personals
Christina Kunze
2020-03-08 05:49:56 UTC
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Post by Gunhild Simon
Post by Jan Bruns
Hätten sie eine Vorstellung von dem Risiko für Leib und Leben, dem sie
ausgesetzt werden, wären sie keine Tiere, insbesondere Hunde, die ALLES
für ihren Rudelführer, ihr Herrchen, den polizeilichen Hundeführer
vergnügt, widerspruchslos und vertrauensvoll geben.
Hm, nein, ich denke, allein die Fähigkeit, diese Perspektive einzunehmen,
ist es nicht. Auch Menschen erledigen teils noch deutlich gefährlichere
Jobs, gerade weil sie die Gefahr im Überblick haben.
Ich kann mir nicht vorstellen,daß Menschen sehenden Auges -
und das fehlt Tieren, einen Job wie ihn ein Minensuchhund afür
meistens
ausübt, aus freien Stücken übernehmen.
Es sei denn, sie sind ideologisch so gepolt z. B. als
Sprengstoffgürtelträger/in.
Warum nur opfern sie sich?
Werden sie wegen ihres Status' leichter geopfert?
Könnte es sein, dass es Deine Vorstellung ist, dass ein Minensuchhund so
lange über evtl. vermintes Gelände läuft, bis er eine Mine auslöst? So
ist es aber nicht. Und natürlich gibt es auch Menschen, die verminte
Gebiete sichern, indem sie (mit Technik) Minen suchen. Das ist z.B. bei
der Trinkwassersuche in ehem. Kriegsgebieten sehr wichtig. Die sind
nicht ideologisch verblendet, sondern angestellte Ingenieure, die sich
zu dieser Arbeit bereit erklärt haben.

chr

Uwe Schickedanz
2020-03-06 15:37:16 UTC
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Post by Stefan Schmitz
"Es ist noch früh am Tag, als ein Bombenspürhund namens Berri fröhlich hechelnd durch den Erfurter Plenarsaal streunt"
Streunen ist nach meinem Verständnis ziellos. DWDS bestätigt das.
Passt das zu einem Bombenspürhund im Einsatz?
Nein, aber es passt zu Qualitäts-Dchörnalists.

Gruß Uwe
--
"Wir haben der CDU ganz dringend ans Herz gelegt, sich im dritten
Wahlgang zu enthalten...Leider sind die Abgeordneten sozusagen
ihrer eigenen Entscheidung gefolgt." (AKK)
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