Discussion:
blümerant
(zu alt für eine Antwort)
Christina Kunze
2021-07-28 04:31:31 UTC
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Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?

Ich habe das neulich benutzt, als es um jemanden ging, der nach einer
Spritze bewusstlos geworden ist (aus Anspannung, nicht als Reaktion auf
das Mittel).

Die Umsitzenden begannen zu rätseln, was wohl dieses Wort bedeutet und
kamen auf alles mögliche wie Übelkeit, Schmerzen usw.

Für mich ist das ein eher normaler, locker-flockiger Ausdruck für
Schwindel bzw. eine sich ankündigende Ohnmacht.

Als Urheber hatte ich die Berliner nach den Zuzügen der Hugenotten im
Verdacht, und tatsächlich kommt das Wort aus dem Französischen.
Dann müsste es doch aber weiter verbreitet sein als in Berlin, also
mindestens auch entlang der Ost-West-Achse Deutschlands oder an der
Grenze zu Frankreich oder so?

chr
Ulf Kutzner
2021-07-28 05:19:12 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
Ich habe das neulich benutzt, als es um jemanden ging, der nach einer
Spritze bewusstlos geworden ist (aus Anspannung, nicht als Reaktion auf
das Mittel).
Die Umsitzenden begannen zu rätseln, was wohl dieses Wort bedeutet
Es wird vergleichsweise selten zu Hause an die Kinder weitergegeben, scheint mir.
Post by Christina Kunze
und
kamen auf alles mögliche wie Übelkeit, Schmerzen usw.
Für mich ist das ein eher normaler, locker-flockiger Ausdruck für
Schwindel bzw. eine sich ankündigende Ohnmacht.
Als Urheber hatte ich die Berliner nach den Zuzügen der Hugenotten im
Verdacht, und tatsächlich kommt das Wort aus dem Französischen.
Dann müsste es doch aber weiter verbreitet sein als in Berlin, also
mindestens auch entlang der Ost-West-Achse Deutschlands oder an der
Grenze zu Frankreich oder so?
https://de.wiktionary.org/wiki/bl%C3%BCmerant
verweist (auch) auf Österrreich.

Die Bezeichnung 'prädikativer Gebrauch' irritiert
allerdings bei Sätzen, in denen ein nominativisches
Subjekt fehlt. Aber womöglich habe ich da begriffliche
Zuschreibungen übersehen.

Vgl. er ist ganz anders vs. ihm wird ganz anders.
Helmut Richter
2021-07-28 05:53:56 UTC
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Post by Ulf Kutzner
https://de.wiktionary.org/wiki/bl%C3%BCmerant
verweist (auch) auf Österrreich.
Die Bezeichnung 'prädikativer Gebrauch' irritiert
allerdings bei Sätzen, in denen ein nominativisches
Subjekt fehlt.
Vieren von den fünf Beispielsätzen – oder in dem das Wort „blümerant“
enthaltenden Teilsatz davon – fehlt das Subjekt ganz. Wie wäre denn ein
nicht nominativisches Subjekt definiert? Den Gebrauch von „blümerant“
passt hier nicht genau ins Schema attributiv/prädikativ/adverbiell, wobei
attributiv sicher daneben ist, man die zwei anderen aber vertreten kann,
je nach Definition.

In dem einzigen Satz mit Subjekt („Ich habe ein blümerantes Gefühl im
Magen“) ist der gebrauch eindeutig attributiv.
Post by Ulf Kutzner
Aber womöglich habe ich da begriffliche Zuschreibungen übersehen.
Es würde mich wundern, wenn es da eine eindeutige Definition gäbe, die
alle Fälle eindeutig zuordnet.
--
Helmut Richter
Ulf Kutzner
2021-07-28 06:28:36 UTC
Permalink
Post by Helmut Richter
Post by Ulf Kutzner
https://de.wiktionary.org/wiki/bl%C3%BCmerant
verweist (auch) auf Österrreich.
Die Bezeichnung 'prädikativer Gebrauch' irritiert
allerdings bei Sätzen, in denen ein nominativisches
Subjekt fehlt.
Vieren von den fünf Beispielsätzen – oder in dem das Wort „blümerant“
enthaltenden Teilsatz davon – fehlt das Subjekt ganz. Wie wäre denn ein
nicht nominativisches Subjekt definiert?
Vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Subjekt_(Grammatik)#Dativ/Akkusativ-Subjekte_im_Isländischen
Post by Helmut Richter
Den Gebrauch
Sollte das jetzt ein Spezialbeispiel werden?
Post by Helmut Richter
von „blümerant“
passt hier nicht genau ins Schema attributiv/prädikativ/adverbiell, wobei
attributiv sicher daneben ist, man die zwei anderen aber vertreten kann,
je nach Definition.
In dem einzigen Satz mit Subjekt („Ich habe ein blümerantes Gefühl im
Magen“) ist der gebrauch eindeutig attributiv.
Post by Ulf Kutzner
Aber womöglich habe ich da begriffliche Zuschreibungen übersehen.
Es würde mich wundern, wenn es da eine eindeutige Definition gäbe, die
alle Fälle eindeutig zuordnet.
Mir deucht bzw. mich dünkt, der eine oder andere Germanist
hätte in nominativlosen Sätzen semantische Ersatzsubjekte
definieren können oder mögen.

Aber womöglich ist da Agens üblicher, vielleicht auch Satzgegenstand.
https://de.wikipedia.org/wiki/Subjekt_(Grammatik)#Subjektlose_Verben_im_Deutschen
Helmut Richter
2021-07-30 08:32:02 UTC
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Post by Ulf Kutzner
Aber womöglich ist da Agens üblicher, vielleicht auch Satzgegenstand.
https://de.wikipedia.org/wiki/Subjekt_(Grammatik)#Subjektlose_Verben_im_Deutschen
Im Satz „Hans wird verprügelt“ ist Hans das Agens? So würde ich das nicht
sehen.

Ich zitiere dazu einen Auszug aus einem älteren Beitrag von mir:

Das Subjekt ist normalerweise das Thema des Satzes, es kommt früh im Satz,
es steht im Nominativ, das Verb stimmt in Zahl und Person mit ihm überein,
es ist Träger der Handlung, und meistens ist es bestimmt. Da sind
pragmatische, syntaktische, morphologische und semantische Kriterien bunt
durcheinandergeworfen, und es ist leicht, Sätze zu bauen, die höchstens
eines oder zwei von ihnen erfüllen. Das Problem ist: wir lernen Grammatik
(jedenfalls ich habe die Grammatik meiner Muttersprache in der Schule
gründlich gelernt) als wäre es klar, was ein Subjekt ist, so dass wir es
in den Nominativ setzen können. Aber es ist genau umgekehrt: es ist klar,
wo der Nominativ hingehört und das kann der entscheidende Hinweis sein, wo
das Subjekt ist. Die Subjekteigenschaft ist schon bei einer einzigen
Sprache ein unscharfes Konzept, und umso mehr wenn verschiedene Sprachen
miteinander verglichen werden. Einem Grammatikunterricht, der das nicht
deutlich herausstellt, fehlt etwas.
--
Helmut Richter
Ulf Kutzner
2021-07-30 10:04:46 UTC
Permalink
Post by Helmut Richter
Post by Ulf Kutzner
Aber womöglich ist da Agens üblicher, vielleicht auch Satzgegenstand.
https://de.wikipedia.org/wiki/Subjekt_(Grammatik)#Subjektlose_Verben_im_Deutschen
Im Satz „Hans wird verprügelt“ ist Hans das Agens? So würde ich das nicht
sehen.
Bitte vergleich, ob "Hans wird unwohl" ähnlich passivisch konstruiert ist,
bzw. ob der Satzbau sonst abweicht.
Post by Helmut Richter
Das Subjekt ist normalerweise das Thema des Satzes, es kommt früh im Satz,
es steht im Nominativ, das Verb stimmt in Zahl und Person mit ihm überein,
es ist Träger der Handlung, und meistens ist es bestimmt. Da sind
pragmatische, syntaktische, morphologische und semantische Kriterien bunt
durcheinandergeworfen, und es ist leicht, Sätze zu bauen, die höchstens
eines oder zwei von ihnen erfüllen. Das Problem ist: wir lernen Grammatik
(jedenfalls ich habe die Grammatik meiner Muttersprache in der Schule
gründlich gelernt) als wäre es klar, was ein Subjekt ist, so dass wir es
in den Nominativ setzen können. Aber es ist genau umgekehrt: es ist klar,
wo der Nominativ hingehört und das kann der entscheidende Hinweis sein, wo
das Subjekt ist.
Wenn wir niur ein Nomiativglied im Satz haben.
Post by Helmut Richter
Die Subjekteigenschaft ist schon bei einer einzigen
Sprache ein unscharfes Konzept, und umso mehr wenn verschiedene Sprachen
miteinander verglichen werden. Einem Grammatikunterricht, der das nicht
deutlich herausstellt, fehlt etwas.
Da die Schüler hier bei den Deutschkenntnissen einen Vorsprung
gegenüber den erst später gelehrten Sprachen haben, ist das mit
dem Vergleich über gleich mehrere Sprachen hinweg etwas schwierig.

Bei uns an der Schule wurde das auch nicht wieder aufgegriffen, als man
drei Fremdsprachen beisammen hatte; nicht jeder Deutschlehrer hatte, so
muß ich annehmen, passende Kenntnisse in den vier hierfür in Betracht
kommenden Fremdsprachen.
Thomas Schade
2021-07-28 06:18:57 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
Allein berlinerisch sicher nicht, mir ist er aus der älteren Literatur
vertraut. Aktiv verwenden würde ich ihn aber wohl nicht. Zum einen
könnte ich ihn vermutlich in einer gegebenen Situation gar nicht spontan
abrufen, zum anderen hätte ich Sorge, dass er tatsächlich nicht
verstanden wird.

[...]
Post by Christina Kunze
Für mich ist das ein eher normaler, locker-flockiger Ausdruck für
Schwindel bzw. eine sich ankündigende Ohnmacht.
So kenne ich ihn auch.


Ciao
Toscha
--
Und, was machst du beruflich?
Ich helfe Menschen in Not.
Oh, du bist Notarzt?
Nein, Winzer.
Ulf Kutzner
2021-07-28 06:30:22 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
Allein berlinerisch sicher nicht, mir ist er aus der älteren Literatur
vertraut. Aktiv verwenden würde ich ihn aber wohl nicht. Zum einen
könnte ich ihn vermutlich in einer gegebenen Situation gar nicht spontan
abrufen, zum anderen hätte ich Sorge, dass er tatsächlich nicht
verstanden wird.
[...]
Post by Christina Kunze
Für mich ist das ein eher normaler, locker-flockiger Ausdruck für
Schwindel bzw. eine sich ankündigende Ohnmacht.
So kenne ich ihn auch.
Männer weinen nicht, Männern wird nicht blümerant.
Ausnahmen nicht völlig ausgeschlossen, schon zur
Regelbestätigung.
Thomas Schade
2021-07-28 06:47:11 UTC
Permalink
Post by Ulf Kutzner
Post by Thomas Schade
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
Allein berlinerisch sicher nicht, mir ist er aus der älteren Literatur
vertraut. Aktiv verwenden würde ich ihn aber wohl nicht. Zum einen
könnte ich ihn vermutlich in einer gegebenen Situation gar nicht spontan
abrufen, zum anderen hätte ich Sorge, dass er tatsächlich nicht
verstanden wird.
[...]
Post by Christina Kunze
Für mich ist das ein eher normaler, locker-flockiger Ausdruck für
Schwindel bzw. eine sich ankündigende Ohnmacht.
So kenne ich ihn auch.
Männer weinen nicht, Männern wird nicht blümerant.
Selbst modernen Frauen nicht, diese Reaktion ist vorwiegend 'älteren
Damen'(tm) vorbehalten.
Post by Ulf Kutzner
Ausnahmen nicht völlig ausgeschlossen, schon zur
Regelbestätigung.
Das selbstverständlich.


Ciao
Toscha
--
Du bist telefonisch immer so schwer zu erreichen!
Eigentlich nicht. Ich gehe halt nur nicht ran.
Quinn C
2021-07-28 13:12:47 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Post by Ulf Kutzner
Männer weinen nicht, Männern wird nicht blümerant.
Selbst modernen Frauen nicht,
Ha, mehr Grund, sich diesen Kategorien zu entziehen.
--
*Klicken Sie auf "Antwort" Fill the Grid Informationen.
Klicken Sie dann auf "Senden" One After-Füllung. *
-- SPAMPOESIE
Frank Hucklenbroich
2021-07-28 06:20:50 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
Ich als Kölner kenne den Ausdruck, finde ihn aber veraltet.
Post by Christina Kunze
Ich habe das neulich benutzt, als es um jemanden ging, der nach einer
Spritze bewusstlos geworden ist (aus Anspannung, nicht als Reaktion auf
das Mittel).
Die Umsitzenden begannen zu rätseln, was wohl dieses Wort bedeutet und
kamen auf alles mögliche wie Übelkeit, Schmerzen usw.
Für mich ist das ein eher normaler, locker-flockiger Ausdruck für
Schwindel bzw. eine sich ankündigende Ohnmacht.
Ja, oder auch für Übelkeit.
Post by Christina Kunze
Als Urheber hatte ich die Berliner nach den Zuzügen der Hugenotten im
Verdacht, und tatsächlich kommt das Wort aus dem Französischen.
Dann müsste es doch aber weiter verbreitet sein als in Berlin, also
mindestens auch entlang der Ost-West-Achse Deutschlands oder an der
Grenze zu Frankreich oder so?
Das erklärt dann auch, warum man das in Köln kennt, wir haben aus der Zeit
der Besetzung der Stadt durch Napoleon's Truppen vielen französische Wörter
übernommen (Plümo, Paraplü, Portemonnaie...).

Grüße,

Frank
Ulf Kutzner
2021-07-28 06:32:26 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
Ich als Kölner kenne den Ausdruck, finde ihn aber veraltet.
Post by Christina Kunze
Ich habe das neulich benutzt, als es um jemanden ging, der nach einer
Spritze bewusstlos geworden ist (aus Anspannung, nicht als Reaktion auf
das Mittel).
Die Umsitzenden begannen zu rätseln, was wohl dieses Wort bedeutet und
kamen auf alles mögliche wie Übelkeit, Schmerzen usw.
Für mich ist das ein eher normaler, locker-flockiger Ausdruck für
Schwindel bzw. eine sich ankündigende Ohnmacht.
Ja, oder auch für Übelkeit.
Die wurde oben bei den Deutungsversuchen bereits erwähnt,
und sie kommt bei gefühlter Kreislaufschwäche gelegentlich vor.
Quinn C
2021-07-28 13:15:28 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
Ich als Kölner kenne den Ausdruck, finde ihn aber veraltet.
So geht es mir auch (als Nichtkölner). Ich habe das Wort auch schon mal
verwendet, aber vermutlich an einer Hand abzählbar viele Male und mit
(impliziertem) Augenzwinkern.
--
nach dem Tod meines Mannes habe ich mich entschlossen,
nicht wieder heiraten oder ein Kind bekommen außerhalb
meines ehelichen Wohnung.
-- SPAMPOESIE
Diedrich Ehlerding
2021-07-28 06:51:06 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck
Nein, ist mir auch bekannt (Niedersachsen)
Post by Christina Kunze
oder veraltet
Laut Google-mgrams steigt die Verbreitung letztens:

<https://books.google.com/ngrams/graph?content=bl%C3%BCmerant&year_start=1900&year_end=2012&corpus=31&smoothing=0>
Post by Christina Kunze
oder
sonst irgendwie selten?
Ich kenne niemanden, der das aktiv benutzt. Meine Eltern benutzten das
Wort früher gelegentlich.
--
gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4
fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91A4
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2021-07-28 07:35:05 UTC
Permalink
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck
Nein, ist mir auch bekannt (Niedersachsen)
Ebenso hier in Wien.
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Christina Kunze
oder veraltet
<https://books.google.com/ngrams/graph?content=bl%C3%BCmerant&year_start=1900&year_end=2012&corpus=31&smoothing=0>
Ich kenne niemanden, der das aktiv benutzt.
Das Wort kam mir... gelegentlich unter, potentiell waren das aber
eher Bücher oder Tonaufzeichnungen. Im aktiven Gebrauch ist
blümerant hier erst seit dem Amtsantritt des etwas umstrittenen
Ministers Blümel vor einigen Jahren zu finden. Auf so niedrigem
Niveau reicht das evt. sogar aus, um bei Google bemerkbar zu werden.

Servus,
Stefan
--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Der blausame Politiker verdient Stefan. Und Sie?
(Sloganizer)
Stefan Ram
2021-07-28 13:43:05 UTC
Permalink
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck
Nein, ist mir auch bekannt (Niedersachsen)
Ein anderes, etwas selteneres, Wort, bei dem es Protest der
Teilnehmer ("Dieses Wort gibt es nicht!") gab, als ich es
verwendete, ist "zwifach".
Stefan Ram
2021-07-28 13:45:56 UTC
Permalink
Supersedes: <selten-***@ram.dialup.fu-berlin.de>
[PS]
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck
Nein, ist mir auch bekannt (Niedersachsen)
Ein anderes, etwas selteneres, Wort, bei dem es Protest der
Teilnehmer ("Dieses Wort gibt es nicht!") gab, als ich es
verwendete, ist "zwifach".

PS: Na gut, diese Schreibweise mit "zwi" ist wirklich alt.
Ich meinte oben tatsächlich aber "zwiefach". Sorry!
Stefan Ram
2021-07-28 14:20:15 UTC
Permalink
Post by Stefan Ram
PS: Na gut, diese Schreibweise mit "zwi" ist wirklich alt.
Ihre Verwendung war sozusagen ein Atavismus.
Martin Gerdes
2021-07-28 22:02:24 UTC
Permalink
Post by Stefan Ram
Ein anderes, etwas selteneres, Wort, bei dem es Protest der
Teilnehmer ("Dieses Wort gibt es nicht!") gab, als ich es
verwendete, ist "zwiefach".
| Hei! Wie Fibels Waffe sauset!
| Heißa! Wie der Sabel blitzt!
| Zwiefach ist der Stich der Gabel,
| weil sie zwiefach zugespitzt. –

Niedersächsisches Kulturgut.
Thomas Schade
2021-07-29 06:19:55 UTC
Permalink
Post by Stefan Ram
Ein anderes, etwas selteneres, Wort, bei dem es Protest der
Teilnehmer ("Dieses Wort gibt es nicht!") gab, als ich es
verwendete, ist "zwifach".
PS: Na gut, diese Schreibweise mit "zwi" ist wirklich alt.
Ich meinte oben tatsächlich aber "zwiefach". Sorry!
Ich empfinde 'zwiefach' ebenfalls als veraltet, aber dennoch für
problemlos verständlich. Der immer noch im Handel befindliche Zwieback
sollte dafür eigentlich reichen.


Ciao
Toscha
--
Du bist telefonisch immer so schwer zu erreichen!
Eigentlich nicht. Ich gehe halt nur nicht ran.
Bertel Lund Hansen
2021-07-29 07:23:22 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Ich empfinde 'zwiefach' ebenfalls als veraltet, aber dennoch für
problemlos verständlich. Der immer noch im Handel befindliche Zwieback
sollte dafür eigentlich reichen.
Auf Dänisch haben wir "tve-". Es ist in sich selbst veraltet, aber es
lebt noch in mehreren festen Ausdrücken:

tvebak, tveægget sværd, tvetunge, tvedele, tvekamp
Zwieback, zweischneidiges Schwert, Zweizunge (Lügner), zweiteilen,
Zweikampf

In alten (oder poetischen) Texten findet man "tvende", das "zwei" bedeutet.
--
Bertel
Thomas Schade
2021-07-29 07:49:56 UTC
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Thomas Schade
Ich empfinde 'zwiefach' ebenfalls als veraltet, aber dennoch für
problemlos verständlich. Der immer noch im Handel befindliche Zwieback
sollte dafür eigentlich reichen.
Auf Dänisch haben wir "tve-". Es ist in sich selbst veraltet, aber es
tvebak, tveægget sværd, tvetunge, tvedele, tvekamp
Zwieback, zweischneidiges Schwert, Zweizunge (Lügner), zweiteilen,
Zweikampf
Davon ist mir lediglich die 'Zweizunge' nicht geläufig, da kenne ich als
Entsprechung mit gleicher Bedeutung nur die 'gespaltene Zunge'.


Ciao
Toscha
--
How do you sleep at night knowing that there are some people in the
world who don't like you?
With no underwear in case they want to kiss my ass.
[Jim Carrey]
Ulf Kutzner
2021-07-29 09:27:01 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Thomas Schade
Ich empfinde 'zwiefach' ebenfalls als veraltet, aber dennoch für
problemlos verständlich. Der immer noch im Handel befindliche Zwieback
sollte dafür eigentlich reichen.
Auf Dänisch haben wir "tve-". Es ist in sich selbst veraltet, aber es
tvebak, tveægget sværd, tvetunge, tvedele, tvekamp
Zwieback, zweischneidiges Schwert, Zweizunge (Lügner), zweiteilen,
Zweikampf
Davon ist mir lediglich die 'Zweizunge' nicht geläufig, da kenne ich als
Entsprechung mit gleicher Bedeutung nur die 'gespaltene Zunge'.
Die aber eigentlich nur in Indianerfilmen oder -Büchern verwendet wird.
Nicht auch in der Beschreibung gliedmaßenloser Wirbeltiere?
René Marquardt
2021-07-29 13:28:20 UTC
Permalink
Post by Ulf Kutzner
Post by Thomas Schade
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Thomas Schade
Ich empfinde 'zwiefach' ebenfalls als veraltet, aber dennoch für
problemlos verständlich. Der immer noch im Handel befindliche Zwieback
sollte dafür eigentlich reichen.
Auf Dänisch haben wir "tve-". Es ist in sich selbst veraltet, aber es
tvebak, tveægget sværd, tvetunge, tvedele, tvekamp
Zwieback, zweischneidiges Schwert, Zweizunge (Lügner), zweiteilen,
Zweikampf
Davon ist mir lediglich die 'Zweizunge' nicht geläufig, da kenne ich als
Entsprechung mit gleicher Bedeutung nur die 'gespaltene Zunge'.
Die aber eigentlich nur in Indianerfilmen oder -Büchern verwendet wird.
Nicht auch in der Beschreibung gliedmaßenloser Wirbeltiere?
Auch Kolibris, Schuppenkriechtiere und Buschbabies (Galagos) besitzen gegabelte Zungen.
Martin Gerdes
2021-07-29 19:57:01 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Davon ist mir lediglich die 'Zweizunge' nicht geläufig, da kenne ich als
Entsprechung mit gleicher Bedeutung nur die 'gespaltene Zunge'.
Die aber eigentlich nur in Indianerfilmen oder -Büchern verwendet wird.
Darf ich als alter weißer Mann als Teil der so benamten Gruppe
eigentlich die zweifellos rassistische Bezeichnung "Bleichgesicht"
verwenden? Oder ist das etwa auch nicht politisch korrekt?
Ulf Kutzner
2021-07-29 09:12:38 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Post by Stefan Ram
Ein anderes, etwas selteneres, Wort, bei dem es Protest der
Teilnehmer ("Dieses Wort gibt es nicht!") gab, als ich es
verwendete, ist "zwifach".
PS: Na gut, diese Schreibweise mit "zwi" ist wirklich alt.
Ich meinte oben tatsächlich aber "zwiefach". Sorry!
Ich empfinde 'zwiefach' ebenfalls als veraltet, aber dennoch für
problemlos verständlich. Der immer noch im Handel befindliche Zwieback
sollte dafür eigentlich reichen.
Und selbst, wenn man den meidet, stößt man auf Zwietracht
und zwielichtige Gestalten.

Unterschied: Du kannst da nicht einfach die Vokalbuchstaben
an der Vokalhäufungsstelle vertauschen.
Thomas Schade
2021-07-29 13:26:02 UTC
Permalink
Post by Ulf Kutzner
Post by Thomas Schade
Post by Stefan Ram
Ich meinte oben tatsächlich aber "zwiefach". Sorry!
Ich empfinde 'zwiefach' ebenfalls als veraltet, aber dennoch für
problemlos verständlich. Der immer noch im Handel befindliche Zwieback
sollte dafür eigentlich reichen.
Und selbst, wenn man den meidet, stößt man auf Zwietracht
und zwielichtige Gestalten.
Unterschied: Du kannst da nicht einfach die Vokalbuchstaben
an der Vokalhäufungsstelle vertauschen.
Wobei statt des langweiligen Eintracht $blablabla ein Zweitracht
$blablabla als Vereinsname wenigstens originell wäre.


Ciao
Toscha
--
Pandemie doch wir sind da.
Durchgeimpfte ANTIFA.
Ulf Kutzner
2021-07-29 18:47:42 UTC
Permalink
Post by Ulf Kutzner
Post by Thomas Schade
Ich empfinde 'zwiefach' ebenfalls als veraltet, aber dennoch für
problemlos verständlich. Der immer noch im Handel befindliche Zwieback
sollte dafür eigentlich reichen.
Und selbst, wenn man den meidet, stößt man auf Zwietracht
und zwielichtige Gestalten.
Danke, und selbst? Ach, das Komma war gar nicht gemeint.
Stimmt, das Komma vor der Konjunktion habe ich fast automatisch
gesetzt, obgleich man es ohne größeren Schaden weglassen könnte.
Also, ich stehe so altmodischen Präfixen zwiespältig gegenüber.
Solch Zwiespalt folgt nicht selten auf Zwiegespräche.
Dialoge also meiden!
Oliver Voß
2021-08-02 12:47:07 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Wobei statt des langweiligen Eintracht $blablabla ein Zweitracht
$blablabla als Vereinsname wenigstens originell wäre.
Das wird scherzhaft tatsächlich zuweilen im Sportjournalismus verwendet
(z.B. "Zwietracht Zankfurt"), wenn es da mal wieder Zoff gibt.


Gruß,

Oliver
Stefan Ram
2021-07-29 19:10:50 UTC
Permalink
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck
Nein, ist mir auch bekannt (Niedersachsen)
Mir ist es bekannt, und ich verstehe es als "übel",
irgendwie erwarte ich eine Verwendung nach "etwas"
oder daß es nur "leicht übel" bedeutet, aber da bin
ich mir nicht sicher.

Allerdings benutze ich es nicht aktiv und höre es
selten, vielleicht eher noch früher.

Ich hatte neulich einmal die Idee, das Wort "sporadisch"
als Meßlatte für die Häufigkeit zu verwenden: Jedes
Wort, das häufiger ist als "sporadisch" ist häufig,
und jedes andere Wort selten. Auf einer nach absteigender
Häufigkeit sortierten Liste wäre "sporadisch" also das
erste seltene Wort.

Dabei denke ich an ein persönliches Erlebnis, das sich
erstaunlich mit einem Film deckt: In meiner Jugend sprach
ich mit einem anderen Jugendlichen aus einem Elternhaus, das
sprachlich besonders gebildet war. Von ihm erlernte ich das
Wort "sporadisch", als ich nachfragte nachdem er es verwendete.
Später entdeckte ich eine Szene in einem Film ("clueless"),
die mit dem englischen Wort "sporadic" meine damalige
Erfahrung recht gut wiedergibt:

Jugendlicher A: Just as long as we do it every day, not sporadically.
Jugendlicher B: How do you know if we're doing it sporadically?
Jugendlicher A: "Sporadic" means "once in a while".

Daher könnte man "sporadisch"/"sporadic" als ein Wort
ansehen, das typisch für Wörter ist, die so selten sind,
daß sie nicht mehr jeder Jugendliche in seiner Muttersprache
kennt.

"Blümerant" hat nach einer Quelle nur zirka 7 Prozent der
Häufigkeit von "sporadisch", darf also als "selten" bezeichnet
werden, da es seltener ist als "sporadisch".

Nennt man Wörter mit weniger als 10 Prozent der Häufigkeit
von "sporadisch" nun "sehr selten", so ist "blümerant" sogar
ein sehr seltenes Wort!
Detlef Meißner
2021-07-28 07:47:06 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
Ich kenne das nur als "plümerant". Wundert mich, dass die Berliner das
mit b aussprechen sollten.

Detlef
Bärbel Nolden
2021-07-28 09:00:12 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
Ich kenne das nur als "plümerant". Wundert mich, dass die Berliner das
mit b aussprechen sollten.
So (mit p) kenne ich das auch hier aus Köln. Ich benutze es, aber eher,
wenn ich Kölsch / angekölscht spreche.

Bärbel
Bernd
2021-07-28 08:39:56 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
Als Urheber hatte ich die Berliner nach den Zuzügen der Hugenotten im
Verdacht, und tatsächlich kommt das Wort aus dem Französischen.
Dann müsste es doch aber weiter verbreitet sein als in Berlin, also
mindestens auch entlang der Ost-West-Achse Deutschlands oder an der
Grenze zu Frankreich oder so?
Etymologisches Wörterbuch des Deutschen :
'blümerant, auch plümerant Adj. 'hellblau, blassblau', entlehnt
(blömerant, blümerandt, auch bleumourant, 17. Jh.) aus gleichbed. frz.
bleu mourant, eigentlich 'sterbendes Blau' (vgl. frz. bleu 'blau' und
frz. mourant 'sterbend'). Später (19. Jh.) auch 'eigenwillig,
eigenartig' und umgangssprachlich, nach der Farbe, die Ohnmächtige
zeigen, in der Wendung mir wird (es) blümerant 'übel, unwohl,
schwindlig'.

In Frankreich würde ich dieses Wort (bleu mourant) nicht verwenden - ich
habe den Eindruck, dass niemand es verstehen würde.
Google kennt dieses 'bleu mourant' nur als Farbe (eine Art helles Blau).
--
A+
Romer
Antonia H.
2021-07-28 09:32:01 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
"Blümerant" kenne ich noch von älteren Angehörigen (Sachsen).
Es wurde - so glaube ich mich zu erinnern -
als "etwas ängstlich" verwendet. "Vor der Prüfung wurde mir dann
doch etwas "blümerant".

A.
Detlef Meißner
2021-07-28 09:36:16 UTC
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Post by Antonia H.
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
"Blümerant" kenne ich noch von älteren Angehörigen (Sachsen).
Es wurde - so glaube ich mich zu erinnern -
als "etwas ängstlich" verwendet. "Vor der Prüfung wurde mir dann
doch etwas "blümerant".
Ein alternativer Begriff wäre "mulmig".
Das beinhaltet ängstlich, aber auch schwindlig, übel.

"Plümerant" wurde von Frauen auch gern als Umschreibung für ihre
Hitzewallungen in den Wechseljahren verwendet.

Detlef
Ulf Kutzner
2021-07-28 11:21:45 UTC
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Post by Antonia H.
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
"Blümerant" kenne ich noch von älteren Angehörigen (Sachsen).
Es wurde - so glaube ich mich zu erinnern -
als "etwas ängstlich" verwendet. "Vor der Prüfung wurde mir dann
doch etwas "blümerant".
Moderner etwa: "flau im Magen".
Antonia H.
2021-07-28 14:02:15 UTC
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Post by Ulf Kutzner
Post by Antonia H.
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
"Blümerant" kenne ich noch von älteren Angehörigen (Sachsen).
Es wurde - so glaube ich mich zu erinnern -
als "etwas ängstlich" verwendet. "Vor der Prüfung wurde mir dann
doch etwas "blümerant".
Moderner etwa: "flau im Magen".
"Mulmig" fällt mir noch ein.

A.
Andreas Karrer
2021-07-28 10:31:06 UTC
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Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
Selten und veraltend.

Ich hätte schwören können, dass es einen Schlager aus den 20/30ern gibt
namens "Mir ist so blümerant zumute", aber ein Schlager - oder sagte man
damals noch Gassenhauer? -, der auf Youtube nicht zu finden ist,
existiert nicht.

Nach dem Leipziger Wortschatz Häufigkeitsklasse 21, das ist schon sehr
selten. So als Kontext:

22: bauchpinseln (benutze ich aktiv und nicht zu selten), spornstreichs, Muhme
21: blümerant, Oheim
20: hienieden, gebenedeit, Plaudertasche
19: Archetyp, übellaunig, Fibel

Natürlich ist "blümerant" ein eher umgangssprachliches Wort, und der
Leipziger Wortschatz beruht auf Zeitungsartikeln.

Ist eins der Wörter in "Das Buch der fast vergessenen Wörter" von
Petra Cnyrim. Meine Mutter weiss, dass ich mich für Sprache
interessiere, und beschenkt mich mit entsprechenden Büchern, die ich
dann ganz gern lese, die ich aber nie kaufen würde.
Post by Christina Kunze
Die Umsitzenden begannen zu rätseln, was wohl dieses Wort bedeutet und
kamen auf alles mögliche wie Übelkeit, Schmerzen usw.
Für mich ist das ein eher normaler, locker-flockiger Ausdruck für
Schwindel bzw. eine sich ankündigende Ohnmacht.
Du hast einfach einen viel grösseren Wortschatz als die Umsitzenden.
In desd fällt das nicht so auf, aber mir passiert es nicht so selten,
dass jemand nachfragt, wenn ich ein für mich normales Wort benutze.

- Andi
Detlef Meißner
2021-07-28 11:01:59 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
Selten und veraltend.
Ich hätte schwören können, dass es einen Schlager aus den 20/30ern gibt
namens "Mir ist so blümerant zumute", aber ein Schlager - oder sagte man
damals noch Gassenhauer? -, der auf Youtube nicht zu finden ist,
existiert nicht.
Meinst du das hier?
"Mir ist so komisch zumute, ich ahne und vermute, es liegt was in der
Luft ..."

Detlef
Hartmut Ott
2021-07-28 13:29:00 UTC
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Hej,
Post by Andreas Karrer
Nach dem Leipziger Wortschatz Häufigkeitsklasse 21, das ist schon sehr
22: bauchpinseln (benutze ich aktiv und nicht zu selten), spornstreichs, Muhme
"Sag mal, muss ich dich erst bebauchpinseln"
Post by Andreas Karrer
21: blümerant, Oheim
20: hienieden, gebenedeit, Plaudertasche
19: Archetyp, übellaunig, Fibel
Natürlich ist "blümerant" ein eher umgangssprachliches Wort, und der
Leipziger Wortschatz beruht auf Zeitungsartikeln.
Alles bekannte, wenn auch nicht oft benutzte Worte.
--
--
mfg
Hartmut Ott
Ulf Kutzner
2021-07-28 16:50:31 UTC
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Post by Hartmut Ott
Post by Andreas Karrer
Nach dem Leipziger Wortschatz Häufigkeitsklasse 21, das ist schon sehr
22: bauchpinseln (benutze ich aktiv und nicht zu selten), spornstreichs, Muhme
"Sag mal, muss ich dich erst bebauchpinseln"
Post by Andreas Karrer
21: blümerant, Oheim
20: hienieden, gebenedeit, Plaudertasche
19: Archetyp, übellaunig, Fibel
Natürlich ist "blümerant" ein eher umgangssprachliches Wort, und der
Leipziger Wortschatz beruht auf Zeitungsartikeln.
Alles bekannte, wenn auch nicht oft benutzte Worte.
Ich möchte hier und jetzt 'Wörter' zur Diskussion stellen.
Johannes Leckebusch
2021-07-28 16:57:43 UTC
Permalink
Post by Ulf Kutzner
Post by Hartmut Ott
Post by Andreas Karrer
Nach dem Leipziger Wortschatz Häufigkeitsklasse 21, das ist schon sehr
22: bauchpinseln (benutze ich aktiv und nicht zu selten), spornstreichs, Muhme
"Sag mal, muss ich dich erst bebauchpinseln"
Post by Andreas Karrer
21: blümerant, Oheim
20: hienieden, gebenedeit, Plaudertasche
19: Archetyp, übellaunig, Fibel
Natürlich ist "blümerant" ein eher umgangssprachliches Wort, und der
Leipziger Wortschatz beruht auf Zeitungsartikeln.
Alles bekannte, wenn auch nicht oft benutzte Worte.
Ich möchte hier und jetzt 'Wörter' zur Diskussion stellen.
Man folge Deinen Worten.
--
Johannes Leckebusch - AR3

https://johannes-leckebusch.de/
https://johannes-leckebusch.de/Fotogalerien/index.html
https://foto.ungruen.de/index2.html
https://flickr.com/photos/johannes_leckebusch/
Quinn C
2021-07-28 17:45:12 UTC
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Post by Johannes Leckebusch
Post by Ulf Kutzner
Post by Hartmut Ott
Alles bekannte, wenn auch nicht oft benutzte Worte.
Ich möchte hier und jetzt 'Wörter' zur Diskussion stellen.
Man folge Deinen Worten.
Heißt das nicht "follow the money"?
--
And don't forget to cherche the femme
Johannes Leckebusch
2021-07-28 18:05:42 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by Johannes Leckebusch
Post by Ulf Kutzner
Post by Hartmut Ott
Alles bekannte, wenn auch nicht oft benutzte Worte.
Ich möchte hier und jetzt 'Wörter' zur Diskussion stellen.
Man folge Deinen Worten.
Heißt das nicht "follow the money"?
Ja, wenn einem der Wind die Scheine davonweht ... (wehe wenn wer Wind weht)
--
Johannes Leckebusch - AR3

https://johannes-leckebusch.de/
https://johannes-leckebusch.de/Fotogalerien/index.html
https://foto.ungruen.de/index2.html
https://flickr.com/photos/johannes_leckebusch/
Frank Hucklenbroich
2021-07-29 06:42:34 UTC
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Post by Ulf Kutzner
Post by Hartmut Ott
Post by Andreas Karrer
Nach dem Leipziger Wortschatz Häufigkeitsklasse 21, das ist schon sehr
22: bauchpinseln (benutze ich aktiv und nicht zu selten), spornstreichs, Muhme
"Sag mal, muss ich dich erst bebauchpinseln"
Post by Andreas Karrer
21: blümerant, Oheim
20: hienieden, gebenedeit, Plaudertasche
19: Archetyp, übellaunig, Fibel
Natürlich ist "blümerant" ein eher umgangssprachliches Wort, und der
Leipziger Wortschatz beruht auf Zeitungsartikeln.
Alles bekannte, wenn auch nicht oft benutzte Worte.
Ich möchte hier und jetzt 'Wörter' zur Diskussion stellen.
Rey Aman ist ja leider nicht mehr unter uns, der legte größten Wert auf
diesen Unterschied.

Grüße,

Frank
Bertel Lund Hansen
2021-07-29 07:24:21 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Ulf Kutzner
Post by Hartmut Ott
Alles bekannte, wenn auch nicht oft benutzte Worte.
Ich möchte hier und jetzt 'Wörter' zur Diskussion stellen.
Rey Aman ist ja leider nicht mehr unter uns, der legte größten Wert auf
diesen Unterschied.
Tun das nicht alle?
--
Bertel
Helmut Richter
2021-07-29 09:40:11 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Ulf Kutzner
Post by Hartmut Ott
Alles bekannte, wenn auch nicht oft benutzte Worte.
^^^^^^
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Ulf Kutzner
Ich möchte hier und jetzt 'Wörter' zur Diskussion stellen.
Rey Aman ist ja leider nicht mehr unter uns, der legte größten Wert auf
diesen Unterschied.
Tun das nicht alle?
Offenbar nicht, sonst käme es nicht regelmäßig zu solchen Hinweisen. ;)
Und es tun wenige genug, dass man den alten Plural „Worte“ (im Mhd und
frühen Nhd noch einfach unverändert „Wort“) verwenden kann, auch wenn
Wörter gemeint sind. Die kürzlich eingeführte neumodische (12. Jhdt.)
Pluralbildung „Wörter“ und die noch neuere (17. Jhdt.)
Bedeutungsunterscheidung muss man nicht unbedingt mitmachen.

Umgekehrt kann man „Wörter“ nicht gut für ganze Aussprüche verwenden;
trotzdem heißen geflügelte Worte (nicht Wörter!) „Sprichwörter“ (nicht
Sprichworte!).

Der Wort sind genug getan.
--
Helmut Richter
Ulf Kutzner
2021-07-29 10:13:58 UTC
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Post by Helmut Richter
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Ulf Kutzner
Post by Hartmut Ott
Alles bekannte, wenn auch nicht oft benutzte Worte.
^^^^^^
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Ulf Kutzner
Ich möchte hier und jetzt 'Wörter' zur Diskussion stellen.
Rey Aman ist ja leider nicht mehr unter uns, der legte größten Wert auf
diesen Unterschied.
Tun das nicht alle?
Offenbar nicht, sonst käme es nicht regelmäßig zu solchen Hinweisen. ;)
Und es tun wenige genug, dass man den alten Plural „Worte“ (im Mhd und
frühen Nhd noch einfach unverändert „Wort“) verwenden kann, auch wenn
Wörter gemeint sind. Die kürzlich eingeführte neumodische (12. Jhdt.)
Pluralbildung „Wörter“ und die noch neuere (17. Jhdt.)
Bedeutungsunterscheidung muss man nicht unbedingt mitmachen.
Wo kämen wir da auch hin, wenn wir jeder
jahrhundertealten Anwandelung in der
Sprachgeschichte folgen wollten?

Nehmen wir einmal aus späterer Zeit den Fall der Brandtin,
damals wurde noch ordentlich gegendert, die Stoff für
die Gretchentragödie lieferte, zu peinlicher Untersuchungssachen
und auf vorgängige umständliche Erforschung, anderen zum
abscheulichen Exempel.

Kein Problem, wenn das gewünscht wird.
Ulf Kutzner
2021-07-31 14:42:59 UTC
Permalink
Post by Helmut Richter
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Frank Hucklenbroich
Rey Aman ist ja leider nicht mehr unter uns, der legte größten Wert auf
diesen Unterschied.
Tun das nicht alle?
Offenbar nicht, sonst käme es nicht regelmäßig zu solchen Hinweisen. ;)
Und es tun wenige genug, dass man den alten Plural „Worte“ (im Mhd und
frühen Nhd noch einfach unverändert „Wort“) verwenden kann, auch wenn
Wörter gemeint sind. Die kürzlich eingeführte neumodische (12. Jhdt.)
Pluralbildung „Wörter“ und die noch neuere (17. Jhdt.)
Bedeutungsunterscheidung muss man nicht unbedingt mitmachen.
Umgekehrt kann man „Wörter“ nicht gut für ganze Aussprüche verwenden;
trotzdem heißen geflügelte Worte (nicht Wörter!) „Sprichwörter“ (nicht
Sprichworte!).
Der Wort sind genug getan.
- "Hirsch!"
- "Volldepp!"
- "Wildsau!"
________________

Der Wörter sind genug gewechselt.
Martin Gerdes
2021-07-28 22:02:24 UTC
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Post by Andreas Karrer
Nach dem Leipziger Wortschatz Häufigkeitsklasse 21, das ist schon sehr
22: bauchpinseln (benutze ich aktiv und nicht zu selten), spornstreichs, Muhme
21: blümerant, Oheim
20: hienieden, gebenedeit, Plaudertasche
Hm.
Das Wort "gebenedeit" kennt und nutzt jeder gute Katholik.

Das Wort "hienieden" zähle ich zum niedersächsischen Kulturgut:

| Die Verstorbnen, die hienieden schon so frühe abgeschieden,
| ganz im stillen und in Ehren gut gebraten zu verzehren.
Post by Andreas Karrer
19: Archetyp, übellaunig, Fibel
Natürlich ist "blümerant" ein eher umgangssprachliches Wort, und der
Leipziger Wortschatz beruht auf Zeitungsartikeln.
Ist eins der Wörter in "Das Buch der fast vergessenen Wörter" von
Petra Cnyrim. Meine Mutter weiss, dass ich mich für Sprache
interessiere, und beschenkt mich mit entsprechenden Büchern, die ich
dann ganz gern lese, die ich aber nie kaufen würde.
Na ja, Riva-Verlag, das läßt nichts Rechtes vermuten. Auf dem Titel
stehen "blümerant", "kommod", "Schindluder" -- für mich alle drei
aktiver Wortschatz. Ok, ich bin ja auch ein alter weißer Mann :-(

Einer der ersten Kommentatoren schreibt:

| Kurzweilig und nett,aber ich schließe mich einigen Bewertungen
| an. Ich bin Baujahr 82 und kenne 98% der Wörter und 90% nutze
| ich im täglichen Sprachgebrauch.

Hinweis an Deine Mutter:
"Das Buch der leider vergessenen Wörter" und
"Das Buch der Schimpfwörter (!) und Flüche" hat die gleiche Autorin auch
geschrieben (und im gleichen Verlag veröffentlicht).

:-)
Post by Andreas Karrer
Post by Christina Kunze
Die Umsitzenden begannen zu rätseln, was wohl dieses Wort bedeutet
Für mich ist das ein eher normaler, locker-flockiger Ausdruck für
Schwindel bzw. eine sich ankündigende Ohnmacht.
Du hast einfach einen viel grösseren Wortschatz als die Umsitzenden.
In desd fällt das nicht so auf, aber mir passiert es nicht so selten,
dass jemand nachfragt, wenn ich ein für mich normales Wort benutze.
Das dürfte etlichen der hierzugroupigen Regulars auch so gehen.

O tempo'a o mo'es!
Frank Hucklenbroich
2021-07-29 06:47:15 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Andreas Karrer
Nach dem Leipziger Wortschatz Häufigkeitsklasse 21, das ist schon sehr
22: bauchpinseln (benutze ich aktiv und nicht zu selten), spornstreichs, Muhme
21: blümerant, Oheim
20: hienieden, gebenedeit, Plaudertasche
Hm.
Das Wort "gebenedeit" kennt und nutzt jeder gute Katholik.
Genau, "Gegrüßet seist Du Maria".
Post by Martin Gerdes
| Die Verstorbnen, die hienieden schon so frühe abgeschieden,
| ganz im stillen und in Ehren gut gebraten zu verzehren.
Das ist das einzige der obigen Wörter, die ich nicht kenne, auch wenn ich
mir die Bedeutung denken kann.

Der "Oheim" wird im Kölschen zum "Ühm", das ist ein Onkel oder allgemein
ein alter Mann. Ich glaube, im Niederländischen gibt es den "Ohm" mit
gleicher Bedeutung.

Grüße,

Frank
wolfgang sch
2021-07-29 07:44:58 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Der "Oheim" wird im Kölschen zum "Ühm", das ist ein Onkel oder
allgemein ein alter Mann. Ich glaube, im Niederländischen gibt es den
"Ohm" mit gleicher Bedeutung.
In der EUROPA Hörspiel-Fassung vom "Kleinen Muck" kommt das Wort vor.
Ich hab das als Kind nicht verstanden, aus dem Kontext dachte ich dass
das ein böser Mensch sein musste.

01:45
--
Wollt ihr den totalen Klimaschutz?

http://www.wschwanke.de/ usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Ulf Kutzner
2021-07-29 09:22:13 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Martin Gerdes
Post by Andreas Karrer
Nach dem Leipziger Wortschatz Häufigkeitsklasse 21, das ist schon sehr
22: bauchpinseln (benutze ich aktiv und nicht zu selten), spornstreichs, Muhme
21: blümerant, Oheim
20: hienieden, gebenedeit, Plaudertasche
Hm.
Das Wort "gebenedeit" kennt und nutzt jeder gute Katholik.
Genau, "Gegrüßet seist Du Maria".
Post by Martin Gerdes
| Die Verstorbnen, die hienieden schon so frühe abgeschieden,
| ganz im stillen und in Ehren gut gebraten zu verzehren.
Das ist das einzige der obigen Wörter, die ich nicht kenne, auch wenn ich
mir die Bedeutung denken kann.
Der "Oheim" wird im Kölschen zum "Ühm", das ist ein Onkel oder
Genauer steht das Wort für etwa anderthalb Hektoliter
oder den Mutterbruder, wohingegen der Onkel ursprünglich
der väterlichen Linie zu entstammen hatte.
Martin Gerdes
2021-07-29 19:57:01 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Martin Gerdes
| Die Verstorbnen, die hienieden schon so frühe abgeschieden,
| ganz im stillen und in Ehren gut gebraten zu verzehren.
Das ist das einzige der obigen Wörter, die ich nicht kenne, auch wenn ich
mir die Bedeutung denken kann.
Bei einem alten weißen Mann wie Dir sollte man eigentlich voraussetzen,
daß er obiges Textfragment kennt (und vielleicht sogar erkennt).
Post by Frank Hucklenbroich
Der "Oheim" wird im Kölschen zum "Ühm", das ist ein Onkel oder allgemein
ein alter Mann. Ich glaube, im Niederländischen gibt es den "Ohm" mit
gleicher Bedeutung.
Das Wort "Oheim" kenne ich aus dem Micky-Maus-Heft, über das Frau Dr.
Erika Fuchs einer ganzen Generation (damals junger) Deutscher eine ganze
Menge Bildung mitgegeben hat.
Ulf Kutzner
2021-07-29 09:16:28 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Das Wort "gebenedeit" kennt und nutzt jeder gute Katholik.
Ein ranghoher deutscher Katholik nutzte es gar für seinen dienstlichen
Namen.
Mir hingegen war so, als habe man als deutsche Variante die
vollateinische Kompositumsform ohne Schlußendung genutzt.

So kann man sich täuschen.
Markus Ermert
2021-07-29 19:29:32 UTC
Permalink
Post by Ulf Kutzner
Post by Martin Gerdes
Das Wort "gebenedeit" kennt und nutzt jeder gute Katholik.
Ein ranghoher deutscher Katholik nutzte es gar für seinen dienstlichen
Namen.
Mir hingegen war so, als habe man als deutsche Variante die
vollateinische Kompositumsform ohne Schlußendung genutzt.
So kann man sich täuschen.
Dabei ist es eigentlich nicht schwer, ein c von einem k zu unterscheiden.
René Marquardt
2021-07-29 19:39:22 UTC
Permalink
Post by Markus Ermert
Post by Ulf Kutzner
Post by Martin Gerdes
Das Wort "gebenedeit" kennt und nutzt jeder gute Katholik.
Ein ranghoher deutscher Katholik nutzte es gar für seinen dienstlichen
Namen.
Mir hingegen war so, als habe man als deutsche Variante die
vollateinische Kompositumsform ohne Schlußendung genutzt.
So kann man sich täuschen.
Dabei ist es eigentlich nicht schwer, ein c von einem k zu unterscheiden.
Wie hiess es schon im Fussbereich von Meyer's Conversationslexicon von 1929:
Was unter C vermisst wird, siehe unter K und Z.
Ulf Kutzner
2021-07-29 20:41:40 UTC
Permalink
Post by Markus Ermert
Post by Ulf Kutzner
Post by Martin Gerdes
Das Wort "gebenedeit" kennt und nutzt jeder gute Katholik.
Ein ranghoher deutscher Katholik nutzte es gar für seinen dienstlichen
Namen.
Mir hingegen war so, als habe man als deutsche Variante die
vollateinische Kompositumsform ohne Schlußendung genutzt.
So kann man sich täuschen.
Dabei ist es eigentlich nicht schwer, ein c von einem k zu unterscheiden.
Du meintest ja, der Mann habe 'gebenedeit' zu seinem dienstlichen
Namen erhoben. Da kommt es freilich auf die Eindeutschung von
c zu k gar nicht an, die man beim Vornamen gar nicht zwingend braucht,
bei jenem Namen aber kirchenamtlich für die deutsche Sprachfassung
wohl vorgenommen wurde.

Papst gebenedeit kehrte von seiner Auslandsreise zurück, so etwa.
Frank Hucklenbroich
2021-07-29 06:40:15 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
Selten und veraltend.
Ich hätte schwören können, dass es einen Schlager aus den 20/30ern gibt
namens "Mir ist so blümerant zumute", aber ein Schlager - oder sagte man
damals noch Gassenhauer? -, der auf Youtube nicht zu finden ist,
existiert nicht.
Nach dem Leipziger Wortschatz Häufigkeitsklasse 21, das ist schon sehr
22: bauchpinseln (benutze ich aktiv und nicht zu selten), spornstreichs, Muhme
21: blümerant, Oheim
20: hienieden, gebenedeit, Plaudertasche
19: Archetyp, übellaunig, Fibel
Fibel im Sinne von Heft oder Schmuckspange?

Ersteres kenne ich aus meiner Schulzeit, da war die Fibel ein kleines Heft,
in das man z.B. Vokabeln schreibt.

Die Fibel als Spange kenne ich ausschließlich aus dem Museum, bei Funden
aus der Römerzeit.

Grüße,

Frank
Christina Kunze
2021-07-29 06:46:17 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Fibel im Sinne von Heft oder Schmuckspange?
Ersteres kenne ich aus meiner Schulzeit, da war die Fibel ein kleines Heft,
in das man z.B. Vokabeln schreibt.
Bei mir
<Loading Image...>
und meinen Kindern
<Loading Image...>
war die Fibel das Lesebuch in der ersten Klasse.

chr
wolfgang sch
2021-07-29 07:43:01 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Post by Frank Hucklenbroich
Fibel im Sinne von Heft oder Schmuckspange?
Ersteres kenne ich aus meiner Schulzeit, da war die Fibel ein kleines
Heft, in das man z.B. Vokabeln schreibt.
Bei mir
<https://pictures.abebooks.com/inventory/md/md30868939722.jpg>
und meinen Kindern
<https://bilder.buecher.de/produkte/41/41137/41137571n.jpg>
war die Fibel das Lesebuch in der ersten Klasse.
Wir haben die gleichen Assoziationen, das wollte ich auch schreiben.
Hier die West-Version:

https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Martin-Berges-Behrendt+Berliner-Fibel-Ein-Lese-und-Arbeitsbuch-f%C3%BCr-den-Anfangsunterricht-auf/id/A02rmWOh01ZZH
--
Wollt ihr den totalen Klimaschutz?

http://www.wschwanke.de/ usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Martin Gerdes
2021-07-29 19:57:01 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Andreas Karrer
19: Archetyp, übellaunig, Fibel
Fibel im Sinne von Heft oder Schmuckspange?
Im Sinne von "Wadenbein". :-)
Post by Frank Hucklenbroich
Ersteres kenne ich aus meiner Schulzeit, da war die Fibel ein kleines Heft,
in das man z.B. Vokabeln schreibt.
Die Fibel ist eigentlich das erste Lesebuch in der Schule.
Johannes Leckebusch
2021-07-29 20:07:36 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Andreas Karrer
19: Archetyp, übellaunig, Fibel
Fibel im Sinne von Heft oder Schmuckspange?
Im Sinne von "Wadenbein". :-)
Post by Frank Hucklenbroich
Ersteres kenne ich aus meiner Schulzeit, da war die Fibel ein kleines Heft,
in das man z.B. Vokabeln schreibt.
Die Fibel ist eigentlich das erste Lesebuch in der Schule.
Heißt das heute nicht Fiblofon oder ähnlich smart?
--
Johannes Leckebusch - AR3

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Quinn C
2021-07-29 21:43:53 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Andreas Karrer
19: Archetyp, übellaunig, Fibel
Fibel im Sinne von Heft oder Schmuckspange?
Im Sinne von "Wadenbein". :-)
Du fibul... fabulierst.
--
Sic tibi terra levis!
Daß Dir die Erde nur leicht ans Schienbein stoße.
Johannes Leckebusch
2021-07-28 15:27:13 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
Ich habe das neulich benutzt, als es um jemanden ging, der nach einer
Spritze bewusstlos geworden ist (aus Anspannung, nicht als Reaktion auf
das Mittel).
Die Umsitzenden begannen zu rätseln, was wohl dieses Wort bedeutet und
kamen auf alles mögliche wie Übelkeit, Schmerzen usw.
Für mich ist das ein eher normaler, locker-flockiger Ausdruck für
Schwindel bzw. eine sich ankündigende Ohnmacht.
Mir kommt das auch bekannt vor, allerdings muss es lange her sein, dass
das jemand in der Famile gesagt hat. Ob's vom Vater (Ruhrgebietler) oder
der Mutter (Bayerin) kam, weiß ich nicht mehr.
Post by Christina Kunze
Als Urheber hatte ich die Berliner nach den Zuzügen der Hugenotten im
Verdacht, und tatsächlich kommt das Wort aus dem Französischen.
Dann müsste es doch aber weiter verbreitet sein als in Berlin, also
mindestens auch entlang der Ost-West-Achse Deutschlands oder an der
Grenze zu Frankreich oder so?
Ah ja: blü|me|rant <Adj.> [aus frz. bleu mourant= sterbendes (=blasses)
Blau, aus: bleu (bleu) u. mourant= sterbend, 1.Part von: mourir =
sterben] (ugs.): flau, unwohl, übel: ein -es Gefühl; mir ist, wird ganz
b. [zumute]; Schon gestern... habe er sich ganz b. gefühlt (Süskind,
Parfum 187).

© 2000 Dudenverlag
--
Johannes Leckebusch - AR3

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Manfred Hoß
2021-07-28 17:48:05 UTC
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Post by Johannes Leckebusch
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
Ich habe das neulich benutzt, als es um jemanden ging, der nach einer
Spritze bewusstlos geworden ist (aus Anspannung, nicht als Reaktion auf
das Mittel).
Die Umsitzenden begannen zu rätseln, was wohl dieses Wort bedeutet und
kamen auf alles mögliche wie Übelkeit, Schmerzen usw.
Für mich ist das ein eher normaler, locker-flockiger Ausdruck für
Schwindel bzw. eine sich ankündigende Ohnmacht.
Mir kommt das auch bekannt vor, allerdings muss es lange her sein, dass
das jemand in der Famile gesagt hat. Ob's vom Vater (Ruhrgebietler) oder
der Mutter (Bayerin) kam, weiß ich nicht mehr.
Ich kenne "blümerant" seit meiner Kindheit, habe das Wort aber seit
Jahrzehnten nicht mehr gehört oder gelesen. Auch bin ich mir nicht sicher,
wo ich den Begriff zum ersten Mal gehört habe. Es könnte sein, dass er in
alten Filmen verwendet wurde und ich ihn daher kenne.

Gruß
Manfred.
Hans-R. Biermann
2021-07-28 18:25:16 UTC
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Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
Ich habe das neulich benutzt, als es um jemanden ging, der nach einer
Spritze bewusstlos geworden ist (aus Anspannung, nicht als Reaktion auf
das Mittel).
Wolle statt "das Mittel" bitte "die Wirkstoffe" setzen.

Ist eigentlich "Brüsche" für "Beule" (am Kopf) noch angängig?

FR
Christina Kunze
2021-07-28 19:21:12 UTC
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Post by Hans-R. Biermann
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
Ich habe das neulich benutzt, als es um jemanden ging, der nach einer
Spritze bewusstlos geworden ist (aus Anspannung, nicht als Reaktion auf
das Mittel).
Wolle statt "das Mittel" bitte "die Wirkstoffe" setzen.
Ist eigentlich "Brüsche" für "Beule" (am Kopf) noch angängig?
Beule ist nur Beule, Brüsche ist mit Bluterguss und/oder Schorf.
Oder?

Aber insgesamt: Ja.

chr
Martin Gerdes
2021-07-29 10:02:09 UTC
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Post by Christina Kunze
Post by Hans-R. Biermann
Ist eigentlich "Brüsche" für "Beule" (am Kopf) noch angängig?
Beule ist nur Beule, Brüsche ist mit Bluterguss und/oder Schorf.
Aber insgesamt: Ja.
Nie gehört. Duden sagt "landschaftlich". Welche Landschaft?
Engl. "bruise" könnte damit zusammenhängen, DWDS hat leider wenig zur
Etymologie.
Frank Hucklenbroich
2021-07-29 12:38:18 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Christina Kunze
Post by Hans-R. Biermann
Ist eigentlich "Brüsche" für "Beule" (am Kopf) noch angängig?
Beule ist nur Beule, Brüsche ist mit Bluterguss und/oder Schorf.
Aber insgesamt: Ja.
Nie gehört.
+1
Diedrich Ehlerding
2021-07-29 16:40:38 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Christina Kunze
Beule ist nur Beule, Brüsche ist mit Bluterguss und/oder Schorf.
Aber insgesamt: Ja.
Nie gehört.
"Brüsche" kenne ich auch nicht.
--
gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4
fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91A4
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
Manfred Hoß
2021-07-29 18:52:51 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Post by Martin Gerdes
Post by Christina Kunze
Beule ist nur Beule, Brüsche ist mit Bluterguss und/oder Schorf.
Aber insgesamt: Ja.
Nie gehört.
"Brüsche" kenne ich auch nicht.
"*Brausche* /Sf/ 'Beule auf der Stirn' /per. imd./ (13. Jh.), mhd.
/brüsche/. Eine Bildung aus einer Grundlage, die ae. /brẏsan/ 'stoßen,
schürfen' (ne. /bruise/) entspricht."
(Quelle: Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. - 25.
Auflage. - S. 148)

Gruß
Manfred.
Diedrich Ehlerding
2021-07-29 19:04:15 UTC
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Post by Manfred Hoß
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Martin Gerdes
Post by Christina Kunze
Beule ist nur Beule, Brüsche ist mit Bluterguss und/oder Schorf.
Aber insgesamt: Ja.
Nie gehört.
"Brüsche" kenne ich auch nicht.
"*Brausche* /Sf/ 'Beule auf der Stirn' /per. imd./ (13. Jh.), mhd.
/brüsche/. Eine Bildung aus einer Grundlage, die ae. /brẏsan/ 'stoßen,
schürfen' (ne. /bruise/) entspricht."
(Quelle: Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. - 25.
Auflage. - S. 148)
Danke - aber es ändert nichgts daran, dassich das hierzugruppe zum
ersten Mal gelesen und nie gehört habe.
--
gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4
fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91A4
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
Hans-R. Biermann
2021-07-31 18:20:42 UTC
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Post by Christina Kunze
Post by Hans-R. Biermann
Ist eigentlich "Brüsche" für "Beule" (am Kopf) noch angängig?
Beule ist nur Beule, Brüsche ist mit Bluterguss und/oder Schorf.
Oder?
Nö, die Beule entsteht ja durch Unterblutung.
Meine Mitter benutzte ausschließlich Brüsche, muß also in
Mecklenburg marktgängig sein - FR
Quinn C
2021-07-28 22:54:12 UTC
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Post by Hans-R. Biermann
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
Ich habe das neulich benutzt, als es um jemanden ging, der nach einer
Spritze bewusstlos geworden ist (aus Anspannung, nicht als Reaktion auf
das Mittel).
Wolle statt "das Mittel" bitte "die Wirkstoffe" setzen.
Reaktionen bei Injektionen können auch auf die nicht-medizinischen
Inhaltsstoffe zurückgehen.
--
Ihre E-Mail-ID Haben Sie gewann £ 500.000,00 GBP in der
SAMSUNG UK Promotion Lotterie ziehen.
-- SPAMPOESIE
Martin Gerdes
2021-07-29 19:57:02 UTC
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Post by Quinn C
Post by Hans-R. Biermann
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
Ich habe das neulich benutzt, als es um jemanden ging, der nach einer
Spritze bewusstlos geworden ist (aus Anspannung, nicht als Reaktion auf
das Mittel).
Wolle statt "das Mittel" bitte "die Wirkstoffe" setzen.
Reaktionen bei Injektionen können auch auf die nicht-medizinischen
Inhaltsstoffe zurückgehen.
Oder auf den weißen Kittel des Arztes.
Hans-R. Biermann
2021-07-31 16:52:34 UTC
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Post by Hans-R. Biermann
Post by Christina Kunze
Ich habe das neulich benutzt, als es um jemanden ging, der nach einer
Spritze bewusstlos geworden ist (aus Anspannung, nicht als Reaktion auf
das Mittel).
Wolle statt "das Mittel" bitte "die Wirkstoffe" setzen.
Kennst Du alle Erwägungen der Legislative, als das
Gesetz nicht "Arzneiwirkstoffgesetz" genannt wurde?
Und wie wurde die Ausarbeitung schließlich benamst?
In der Pharmazeut. Industrie jedenfalls spricht man von
Wirkstoffen, da gibt's etwa die Wirkstofforschung - FR
Stefan Schmitz
2021-07-31 17:00:45 UTC
Permalink
Post by Hans-R. Biermann
Post by Hans-R. Biermann
Post by Christina Kunze
Ich habe das neulich benutzt, als es um jemanden ging, der nach einer
Spritze bewusstlos geworden ist (aus Anspannung, nicht als Reaktion auf
das Mittel).
Wolle statt "das Mittel" bitte "die Wirkstoffe" setzen.
Kennst Du alle Erwägungen der Legislative, als das
Gesetz nicht "Arzneiwirkstoffgesetz" genannt wurde?
Und wie wurde die Ausarbeitung schließlich benamst?
In der Pharmazeut. Industrie jedenfalls spricht man von
Wirkstoffen, da gibt's etwa die Wirkstofforschung - FR
Wirkstoffe bekommt man als Kunde aber nicht zu kaufen, die muss man
schon in Mitteln verarbeitet nehmen.
Hans-R. Biermann
2021-07-31 18:30:34 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by Hans-R. Biermann
Kennst Du alle Erwägungen der Legislative, als das
Gesetz nicht "Arzneiwirkstoffgesetz" genannt wurde?
Und wie wurde die Ausarbeitung schließlich benamst?
In der Pharmazeut. Industrie jedenfalls spricht man von
Wirkstoffen, da gibt's etwa die Wirkstofforschung.
Wirkstoffe bekommt man als Kunde aber nicht zu kaufen, die muss man
schon in Mitteln verarbeitet nehmen.
Und die nennt der Pharmazeut Darreichungsform - FR
René Marquardt
2021-08-04 17:21:32 UTC
Permalink
Post by Hans-R. Biermann
Post by Stefan Schmitz
Post by Hans-R. Biermann
Kennst Du alle Erwägungen der Legislative, als das
Gesetz nicht "Arzneiwirkstoffgesetz" genannt wurde?
Und wie wurde die Ausarbeitung schließlich benamst?
In der Pharmazeut. Industrie jedenfalls spricht man von
Wirkstoffen, da gibt's etwa die Wirkstofforschung.
Wirkstoffe bekommt man als Kunde aber nicht zu kaufen, die muss man
schon in Mitteln verarbeitet nehmen.
Und die nennt der Pharmazeut Darreichungsform - FR
Ach, ich dachte, Darreichungsform waere rauchen, schniefen, schlucken,
spritzen usw.

Martin Gerdes
2021-07-28 22:02:24 UTC
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Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck
Eigentlich nicht.
Post by Christina Kunze
oder veraltet oder sonst irgendwie selten?
Viele Wörter sind in diesen Zeiten selten :-)
Post by Christina Kunze
Für mich ist das ein eher normaler, locker-flockiger Ausdruck für
Schwindel bzw. eine sich ankündigende Ohnmacht.
+1
Quinn C
2021-07-28 22:54:11 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck
Eigentlich nicht.
Post by Christina Kunze
oder veraltet oder sonst irgendwie selten?
Viele Wörter sind in diesen Zeiten selten :-)
Dafür gab's viele Wörter damals noch gar nicht.
--
Ihre Kreditkarte wird freigeschaltet, nachdem Sie und laden Sie
das beigefügte Formular werden.
-- SPAMPOESIE
Martin Ebert
2021-07-29 02:11:25 UTC
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Post by Christina Kunze
Ist "blümerant" eigentlich ein Berliner Ausdruck oder veraltet oder
sonst irgendwie selten?
Oma (1900 geboren) aus dem Mansfelder Land wurde es ab
und an blümerant: Entweder hatte sie leichten Schwindel
oder die konkrete Situation war für sie komisch.
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