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Stammt "Lahme Ente" vom Citroen 2CV?
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Erik Meltzer
2018-10-08 16:29:22 UTC
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Moin!

Ich frug mich gerade, woher der Ausdruck "lahme Ente" stammt --
der Entenvogel hat ja nichts sonderlich Langsames an sich, finde
ich. Meine Theorie: es stammt von der Citroën-"Ente", dem 2 CV.
Der wurde in Deutschland ja anfangs gern als "häßliches Entlein"
tituliert, was wohl schnell zu "Ente" verkürzt wurde, und war
auch für die damalige Zeit nicht eben ein Ausbund an Temperament.

Könnte sich tatsächlich die Beschimpfung des Automobils durch
genervte Hinterherfahrer als "lahme Ente" verselbständigt haben,
so daß alsbald auch (andere) trödelnde Menschen mit diesem
Begriff belegt wurden?

Liebe Grüße,
Ermel.
--
Nach 10 Jahren oder so zurück im Usenet.
Schmeckt wie früher.
Stefan Ram
2018-10-08 16:40:26 UTC
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Post by Erik Meltzer
Ich frug mich gerade, woher der Ausdruck "lahme Ente" stammt --
»ich watschelte dahin, wie eine fluglahme Ente«

"Adam Mensch" von Herman Conradi (1889)
Stefan Ram
2018-10-08 16:54:58 UTC
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Post by Stefan Ram
Post by Erik Meltzer
Ich frug mich gerade, woher der Ausdruck "lahme Ente" stammt --
»ich watschelte dahin, wie eine fluglahme Ente«
"Adam Mensch" von Herman Conradi (1889)
"Herman/n/ Conradi"

»Komm, Toms, lade deine alte Kanone auf, wir nehmen
Schütz mit; steck' die flügellahme Ente ein; wir wollen
sehen, ob wir den Krüppel nicht finden!«

Der Jäger: allgemeine Jagdzeitung für Deutschland zur
Unterhaltung (1841)

»Das faule Ding von einer Kriegsbrig, das dort vor Anker
liegt wie eine flügellahme Ente, möchte dann wohl
vergebens hinter uns drein kriechen«

Blau Wasser: Skizzen aus See- und Inselleben von Friedrich
Gerstäcker (1858)

("Fluglahm" bedeutet wohl: "nicht fliegen könnend".)

»Well, we're two lame ducks;«

"The Portrait of a Lady" - Henry James (1881)

»I'll have no lame duck's daughter in my family.«

"Vanity Fair, or A Novel without a Hero" - William
Makepeace Thackeray (1848)
Phillip Helbig (undress to reply)
2018-10-08 17:12:43 UTC
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Post by Erik Meltzer
Ich frug mich gerade, woher der Ausdruck "lahme Ente" stammt --
der Entenvogel hat ja nichts sonderlich Langsames an sich, finde
ich. Meine Theorie: es stammt von der Citroën-"Ente", dem 2 CV.
Nein, wie andere gezeigt haben (wesentlich ältere Beispiele).

Außerdem gibt es auf Englisch den Ausdruck "lame duck"; das Auto ist in
englischsprachigen Ländern kaum bekannt.

Auf Englisch ist die Bedeutung nur "ein Politiker, meistens der
Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, der zwar abgewählt aber
noch im Amt ist".
Thomas Schade
2018-10-09 19:23:44 UTC
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Post by Phillip Helbig (undress to reply)
Auf Englisch ist die Bedeutung nur "ein Politiker, meistens der
Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, der zwar abgewählt aber
noch im Amt ist".
Abgewählt wohl eher nicht sondern aufgrund der begrenzten Amtsperioden
nicht nochmal wählbar.


Ciao
Toscha
--
Capitalism: Unequal distribution of wealth.
Communism: Equal distribution of poverty.
René Marquardt
2018-10-09 19:49:00 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Phillip Helbig (undress to reply)
Auf Englisch ist die Bedeutung nur "ein Politiker, meistens der
Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, der zwar abgewählt aber
noch im Amt ist".
Abgewählt wohl eher nicht sondern aufgrund der begrenzten Amtsperioden
nicht nochmal wählbar.
A president is a lame duck after a successor has been elected,
during which time the outgoing president and president-elect
usually embark on a transition of power.

Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Thomas Schade
2018-10-09 20:01:56 UTC
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Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten
sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht einzuführen.


Ciao
Toscha
--
If there's nothing left to do
I'll be chairman of the bored.
Detlef Meißner
2018-10-09 20:32:59 UTC
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Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten sie
Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht einzuführen.
Haben eigentlich Minister bzw. Kanzler in anderen Demokratien
Amtszeitbegrenzung?

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Frank Hucklenbroich
2018-10-10 06:14:31 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten sie
Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht einzuführen.
Haben eigentlich Minister bzw. Kanzler in anderen Demokratien
Amtszeitbegrenzung?
Klar, für gewisse Freiheitsgrade von "Demokratien". Es kommt doch ständig
vor, daß gewählte Präsidenten die Verfassung ändern lassen, damit sie
länger regieren können. So geschehen z.B. in Russland - erst vier Jahre,
später auf sechs Jahre verlängert, nur zwei Amtszeiten hintereinander, es
sei denn, das ein anderer Präsident dazwischen war, so hält sich Putin bis
heute im Amt.

Grüße,

Frank
Detlef Meißner
2018-10-10 07:09:47 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Detlef Meißner
Post by Thomas Schade
Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten
sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht
einzuführen.
Haben eigentlich Minister bzw. Kanzler in anderen Demokratien
Amtszeitbegrenzung?
Klar, für gewisse Freiheitsgrade von "Demokratien". Es kommt doch ständig
vor, daß gewählte Präsidenten die Verfassung ändern lassen, damit sie
länger regieren können. So geschehen z.B. in Russland - erst vier Jahre,
später auf sechs Jahre verlängert, nur zwei Amtszeiten hintereinander, es
sei denn, das ein anderer Präsident dazwischen war, so hält sich Putin bis
heute im Amt.
Meine Frage bezog sich auf Minister bzw. Kanzler, nicht auf
Präsidenten.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Frank Hucklenbroich
2018-10-10 07:32:03 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Detlef Meißner
Post by Thomas Schade
Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten
sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht
einzuführen.
Haben eigentlich Minister bzw. Kanzler in anderen Demokratien
Amtszeitbegrenzung?
Klar, für gewisse Freiheitsgrade von "Demokratien". Es kommt doch ständig
vor, daß gewählte Präsidenten die Verfassung ändern lassen, damit sie
länger regieren können. So geschehen z.B. in Russland - erst vier Jahre,
später auf sechs Jahre verlängert, nur zwei Amtszeiten hintereinander, es
sei denn, das ein anderer Präsident dazwischen war, so hält sich Putin bis
heute im Amt.
Meine Frage bezog sich auf Minister bzw. Kanzler, nicht auf
Präsidenten.
Wie viele Länder gibt, die einen Kanzler haben? Mir fallen da jetzt nicht
so viele ein.

Grüße,

Frank
Detlef Meißner
2018-10-10 07:36:07 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Detlef Meißner
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Detlef Meißner
Post by Thomas Schade
Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten
sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht
einzuführen.
Haben eigentlich Minister bzw. Kanzler in anderen Demokratien
Amtszeitbegrenzung?
Klar, für gewisse Freiheitsgrade von "Demokratien". Es kommt doch ständig
vor, daß gewählte Präsidenten die Verfassung ändern lassen, damit sie
länger regieren können. So geschehen z.B. in Russland - erst vier Jahre,
später auf sechs Jahre verlängert, nur zwei Amtszeiten hintereinander, es
sei denn, das ein anderer Präsident dazwischen war, so hält sich Putin bis
heute im Amt.
Meine Frage bezog sich auf Minister bzw. Kanzler, nicht auf
Präsidenten.
Wie viele Länder gibt, die einen Kanzler haben? Mir fallen da jetzt nicht
so viele ein.
In manchen Ländern heißen sie Ministerpräsidenten oder Premierminister.

Ist z.b: in GB die Amtszeit begrenzt. Wie ist es in Italien oder
Spanien?

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
HC Ahlmann
2018-10-10 13:16:49 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Detlef Meißner
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Detlef Meißner
Haben eigentlich Minister bzw. Kanzler in anderen Demokratien
Amtszeitbegrenzung?
Klar, für gewisse Freiheitsgrade von "Demokratien". Es kommt doch ständig
vor, daß gewählte Präsidenten die Verfassung ändern lassen, damit sie
länger regieren können. So geschehen z.B. in Russland - erst vier Jahre,
später auf sechs Jahre verlängert, nur zwei Amtszeiten hintereinander, es
sei denn, das ein anderer Präsident dazwischen war, so hält sich Putin bis
heute im Amt.
Meine Frage bezog sich auf Minister bzw. Kanzler, nicht auf
Präsidenten.
Wie viele Länder gibt, die einen Kanzler haben? Mir fallen da jetzt nicht
so viele ein.
In manchen Ländern heißen sie Ministerpräsidenten oder Premierminister.
Ist z.b: in GB die Amtszeit begrenzt. Wie ist es in Italien oder
Spanien?
Da ist die Amtszeit auch begrenzt, in Italien sogar stärker als andeswo
in Europa B-)
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Detlef Meißner
2018-10-10 14:03:16 UTC
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Post by HC Ahlmann
Post by Detlef Meißner
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Detlef Meißner
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Detlef Meißner
Haben eigentlich Minister bzw. Kanzler in anderen Demokratien
Amtszeitbegrenzung?
Klar, für gewisse Freiheitsgrade von "Demokratien". Es kommt doch ständig
vor, daß gewählte Präsidenten die Verfassung ändern lassen, damit sie
länger regieren können. So geschehen z.B. in Russland - erst vier Jahre,
später auf sechs Jahre verlängert, nur zwei Amtszeiten hintereinander, es
sei denn, das ein anderer Präsident dazwischen war, so hält sich Putin
bis heute im Amt.
Meine Frage bezog sich auf Minister bzw. Kanzler, nicht auf
Präsidenten.
Wie viele Länder gibt, die einen Kanzler haben? Mir fallen da jetzt nicht
so viele ein.
In manchen Ländern heißen sie Ministerpräsidenten oder Premierminister.
Ist z.b: in GB die Amtszeit begrenzt. Wie ist es in Italien oder
Spanien?
Da ist die Amtszeit auch begrenzt, in Italien sogar stärker als andeswo
in Europa B-)
Statt Amtszeit sollte man vielleicht "Laufzeit" verwenden.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Klaus Dahlwitz
2018-10-10 10:20:54 UTC
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Post by Detlef Meißner
Haben eigentlich Minister bzw. Kanzler in anderen Demokratien
Amtszeitbegrenzung?
Überall: Bis dass der Tod uns scheidet.

Klaus
--
Herbst: nachts ist's kälter als draußen
René Marquardt
2018-10-10 11:24:59 UTC
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Post by Klaus Dahlwitz
Post by Detlef Meißner
Haben eigentlich Minister bzw. Kanzler in anderen Demokratien
Amtszeitbegrenzung?
Überall: Bis dass der Tod uns scheidet.
Wie kommst du auf dieses sehr schmale und dünne Brett?

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_political_term_limits
Stefan Schmitz
2018-10-10 20:47:44 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Klaus Dahlwitz
Post by Detlef Meißner
Haben eigentlich Minister bzw. Kanzler in anderen Demokratien
Amtszeitbegrenzung?
Überall: Bis dass der Tod uns scheidet.
Wie kommst du auf dieses sehr schmale und dünne Brett?
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_political_term_limits
Und wo steht da jetzt eine echte Begrenzung für Nicht-Staatsoberhäupter?

Aufgefallen ist mir Japan:
"4-years term with no limit restrictions on number of terms served"

Das entspricht genau der Regelung für den Bundeskanzler.
Quinn C
2018-10-10 21:42:41 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by René Marquardt
Post by Klaus Dahlwitz
Post by Detlef Meißner
Haben eigentlich Minister bzw. Kanzler in anderen Demokratien
Amtszeitbegrenzung?
Überall: Bis dass der Tod uns scheidet.
Wie kommst du auf dieses sehr schmale und dünne Brett?
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_political_term_limits
Und wo steht da jetzt eine echte Begrenzung für Nicht-Staatsoberhäupter?
"4-years term with no limit restrictions on number of terms served"
Das entspricht genau der Regelung für den Bundeskanzler.
Aber eine ganz andere Tradition, in der Amtszeiten von 1-2 Jahren
üblich sind. Abes ist mit demnächst 6 Jahren glaube ich die längste
bisher je.
--
gugelgans, f., alberne gans, schelte:
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Stefan Schmitz
2018-10-11 20:45:22 UTC
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Post by Quinn C
Post by Stefan Schmitz
Post by René Marquardt
Post by Klaus Dahlwitz
Post by Detlef Meißner
Haben eigentlich Minister bzw. Kanzler in anderen Demokratien
Amtszeitbegrenzung?
Überall: Bis dass der Tod uns scheidet.
Wie kommst du auf dieses sehr schmale und dünne Brett?
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_political_term_limits
Und wo steht da jetzt eine echte Begrenzung für Nicht-Staatsoberhäupter?
"4-years term with no limit restrictions on number of terms served"
Das entspricht genau der Regelung für den Bundeskanzler.
Aber eine ganz andere Tradition, in der Amtszeiten von 1-2 Jahren
üblich sind. Abes ist mit demnächst 6 Jahren glaube ich die längste
bisher je.
Die kurze Amtszeit scheint aber meist auf Wechsel in der Parteiführung
zurückzugehen.
Ist das eigentlich gesetzlich verankert, dass immer nur der Parteichef
Ministerpräsident wird? Habe ich mich auch bei den Briten schon öfter gefragt,
warum ein Wechsel an der Parteispitze immer zu einem in der Regierung führt.
Uwe Schickedanz
2018-10-12 08:31:48 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Ist das eigentlich gesetzlich verankert, dass immer nur der Parteichef
Ministerpräsident wird? Habe ich mich auch bei den Briten schon öfter gefragt,
warum ein Wechsel an der Parteispitze immer zu einem in der Regierung führt.
Mal angenommen, die Linken gewinnen und Sarah Wagenknecht wird
Bundeskanzler, während Katja Kipping Parteivorsitzende bleibt. wie
soll das funktionieren? Das würde bedeuten, daß Kipping in
Parteisachen Vorgesetzte von Wagenknecht wäre. Glaubst Du, das würde
funktionieren? Und - gab es so eine Konstellation schon mal?

Gruß Uwe
--
So wie die Attentäter von Brüssel Helden des IS sind,
so ist Nadejda Sawtschenko Heldin des Kiever Regimes. (Netzfundstück)
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Thomas Schade
2018-10-12 08:50:08 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
Post by Stefan Schmitz
Ist das eigentlich gesetzlich verankert, dass immer nur der Parteichef
Ministerpräsident wird? Habe ich mich auch bei den Briten schon öfter gefragt,
warum ein Wechsel an der Parteispitze immer zu einem in der Regierung führt.
Mal angenommen, die Linken gewinnen und Sarah Wagenknecht wird
Sahra
Post by Uwe Schickedanz
Bundeskanzler, während Katja Kipping Parteivorsitzende bleibt. wie
soll das funktionieren? Das würde bedeuten, daß Kipping in
Parteisachen Vorgesetzte von Wagenknecht wäre. Glaubst Du, das würde
funktionieren? Und - gab es so eine Konstellation schon mal?
Klar, Gerhard Schröder trat, als er schon Bundeskanzler war, vom Posten
des Parteivorsitzenden zurück. Sein Nachfolger in der Funktion wurde
Franz Müntefering.


Ciao
Toscha
--
Der neue Faschismus wird nicht sagen, er sei der neuer Faschismus.
Er wird sagen: "Ich bin ja kein Nazi, aber ..."
U***@web.de
2018-10-12 09:16:05 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Uwe Schickedanz
Post by Stefan Schmitz
Ist das eigentlich gesetzlich verankert, dass immer nur der Parteichef
Ministerpräsident wird? Habe ich mich auch bei den Briten schon öfter gefragt,
warum ein Wechsel an der Parteispitze immer zu einem in der Regierung führt.
Mal angenommen, die Linken gewinnen und Sarah Wagenknecht wird
Sahra
Post by Uwe Schickedanz
Bundeskanzler, während Katja Kipping Parteivorsitzende bleibt. wie
soll das funktionieren? Das würde bedeuten, daß Kipping in
Parteisachen Vorgesetzte von Wagenknecht wäre. Glaubst Du, das würde
funktionieren? Und - gab es so eine Konstellation schon mal?
Klar, Gerhard Schröder trat, als er schon Bundeskanzler war, vom Posten
des Parteivorsitzenden zurück. Sein Nachfolger in der Funktion wurde
Franz Müntefering.
Oder ein Nie-Bundesvorsitzender: https://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Schmidt#Parteilaufbahn

Gruß, ULF
Uwe Schickedanz
2018-10-12 09:28:31 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Uwe Schickedanz
Post by Stefan Schmitz
Ist das eigentlich gesetzlich verankert, dass immer nur der Parteichef
Ministerpräsident wird? Habe ich mich auch bei den Briten schon öfter gefragt,
warum ein Wechsel an der Parteispitze immer zu einem in der Regierung führt.
Mal angenommen, die Linken gewinnen und Sarah Wagenknecht wird
Sahra
Post by Uwe Schickedanz
Bundeskanzler, während Katja Kipping Parteivorsitzende bleibt. wie
soll das funktionieren? Das würde bedeuten, daß Kipping in
Parteisachen Vorgesetzte von Wagenknecht wäre. Glaubst Du, das würde
funktionieren? Und - gab es so eine Konstellation schon mal?
Klar, Gerhard Schröder trat, als er schon Bundeskanzler war, vom Posten
des Parteivorsitzenden zurück. Sein Nachfolger in der Funktion wurde
Franz Müntefering.
2004. Man hat ja gesehen, was daraus wurde.

Gruß Uwe
--
So wie die Attentäter von Brüssel Helden des IS sind,
so ist Nadejda Sawtschenko Heldin des Kiever Regimes. (Netzfundstück)
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Stefan Schmitz
2018-10-13 19:15:40 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
Post by Stefan Schmitz
Ist das eigentlich gesetzlich verankert, dass immer nur der Parteichef
Ministerpräsident wird? Habe ich mich auch bei den Briten schon öfter gefragt,
warum ein Wechsel an der Parteispitze immer zu einem in der Regierung führt.
Mal angenommen, die Linken gewinnen und Sarah Wagenknecht wird
Bundeskanzler, während Katja Kipping Parteivorsitzende bleibt. wie
soll das funktionieren? Das würde bedeuten, daß Kipping in
Parteisachen Vorgesetzte von Wagenknecht wäre. Glaubst Du, das würde
funktionieren? Und - gab es so eine Konstellation schon mal?
Beispiele wurden ja schon genannt.

Und warum sollte beim Kanzler nicht gehen, was bei Ministern und Fraktionschefs
regelmäßig funktioniert?
Das ist einzig und allein eine Frage der jeweiligen Parteikultur. Gerade bei
Linken und Grünen würde ich fest davon ausgehen, dass niemand gleichzeitig
Kanzler und Parteichef wäre.

Quinn C
2018-10-09 22:06:38 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten
sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht einzuführen.
Einen Grund, namens Adenauer?
--
GUGELIEREN, vb., schwelgen: dann das ander jar war ein solch
gugelieren bei dem guten most J. HEROLT
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Detlef Meißner
2018-10-10 07:11:12 UTC
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Post by Quinn C
Post by Thomas Schade
Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten
sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht einzuführen.
Einen Grund, namens Adenauer?
Hatte der bei der Erstellung des GG was zu sagen?

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Roland Franzius
2018-10-10 18:32:04 UTC
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Post by Quinn C
Post by Thomas Schade
Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten
sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht einzuführen.
Einen Grund, namens Adenauer?
Die Allierten haben in Deutschland (West) gar nichts eingeführt.

Sie mussten erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass ihnen die deutschen
Staatwissenschaftler und Juristen ein bis zwei Jahrhunderte voraus waren
und dass im HHR schon demokratische Strukturen und Staaten bestanden,
als anderswo noch meist Herrschaft vererbt wurde.

Ist schon erstaunlich, wie sich die historische Weltsicht der
Republikaner, der AfD und der NPD sich allmählich ins Hirn wie Schimmel
durchs Graubrot frisst.
--
Roland Franzius
Quinn C
2018-10-10 21:42:41 UTC
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Post by Roland Franzius
Post by Quinn C
Post by Thomas Schade
Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten
sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht einzuführen.
Einen Grund, namens Adenauer?
Die Allierten haben in Deutschland (West) gar nichts eingeführt.
Sie mussten erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass ihnen die deutschen
Staatwissenschaftler und Juristen ein bis zwei Jahrhunderte voraus waren
und dass im HHR schon demokratische Strukturen und Staaten bestanden,
als anderswo noch meist Herrschaft vererbt wurde.
Ist schon erstaunlich, wie sich die historische Weltsicht der
Republikaner, der AfD und der NPD sich allmählich ins Hirn wie Schimmel
durchs Graubrot frisst.
Wird Zeit, daß in dieser Gruppe mal jemand Ordnung einführt!

Man könnte auch die Monarchie in Deutschland (wieder) einführen.
"Einführen" sagt gar nichts darüber aus, ob etwas neuartig oder modern
ist.
--
If Helen Keller is alone in the forest and falls down, does she
make a sound?
U***@web.de
2018-10-11 11:38:43 UTC
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Post by Roland Franzius
Post by Quinn C
Post by Thomas Schade
Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten
sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht einzuführen.
Einen Grund, namens Adenauer?
Die Allierten haben in Deutschland (West) gar nichts eingeführt.
Sie mussten erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass ihnen die deutschen
Staatwissenschaftler und Juristen ein bis zwei Jahrhunderte voraus waren
und dass im HHR schon demokratische Strukturen und Staaten bestanden,
als anderswo noch meist Herrschaft vererbt wurde.
Klingt so, als wäre bei deren Eintreffen insoweit alles in Ordnung
gewesen.

Im übrigen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Alliiertes_Vorbehaltsrecht
https://de.wikipedia.org/wiki/Alliierte_Hohe_Kommission
https://de.wikipedia.org/wiki/Verfassungskonvent_auf_Herrenchiemsee#Vorgeschichte

Gruß, ULF
Roland Franzius
2018-10-11 12:37:35 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Roland Franzius
Post by Quinn C
Post by Thomas Schade
Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten
sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht einzuführen.
Einen Grund, namens Adenauer?
Die Allierten haben in Deutschland (West) gar nichts eingeführt.
Sie mussten erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass ihnen die deutschen
Staatwissenschaftler und Juristen ein bis zwei Jahrhunderte voraus waren
und dass im HHR schon demokratische Strukturen und Staaten bestanden,
als anderswo noch meist Herrschaft vererbt wurde.
Klingt so, als wäre bei deren Eintreffen insoweit alles in Ordnung
gewesen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Alliiertes_Vorbehaltsrecht
https://de.wikipedia.org/wiki/Alliierte_Hohe_Kommission
https://de.wikipedia.org/wiki/Verfassungskonvent_auf_Herrenchiemsee#Vorgeschichte
Im übrigen: Ja, die BRD wurde erst am 5.5. 1955 souverän und das
sofortige Landerecht der Westalliierten hierzulande, falls sich die
Regierung als Feind der USA erklären sollte, das besteht bis heute.

Das ändert aber nichts daran, dass das Grundgesetz der BRD auf den
jahrhundertelangen Erfahrungen mit Ständestaat, Bund souveräner Staaten
nach 1648 und 1815, dem Bismarkreich und der Weimarer Republik beruht
und irgendeine Einflussnahme der Aliierten auf den Text wegen deren
höchst unterschiedlicher Staatsformen eh nicht möglich war. Natürlich
hätten die Westallierten das Inkrafttreten der Verfassung verhindern
können, aber das Gegenteil war zur Zeit der stalinschen
Aggressionspolitik im Osten das Ziel, möglichst schnell den deutschen
Weststaat wirtschaftlich wieder funktionsfähig zu machen.

Es gibt immerhin einen wichtigen Einfluss amerikanischer Juristen auf
die bundesdeutsche Gerichtsverfassung, die die absolute Macht des
preußischen Militär-Obrigkeitsstaats brechen sollte: die Einführung der
Verwaltungsgerichtsbarkeit und die Trennung von Verfassungsgericht und
Bundesgerichtshof.

Aber ich nehme mal an, dass ganze Generationen im Osten praktisch keinen
brauchbaren Schulunterricht in BRD-Geschichte und -Gemeinschaftskunde
genossen haben.

Müssen wir halt noch eine Generation damit leben, so wie wir im Westen
bis 1968 mit den impliziten Nazis leben mussten, soweit sie bei
Kriegsende älter als 12 waren. Man kommt da irgendwie durch.
--
Roland Franzius
Henning Sponbiel
2018-10-10 07:10:19 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten
sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht einzuführen.
Man sollte schon zwischen Präsidenten und Kanzler unterscheiden. Beim
Bundespräsidenten gibt es eine Amtszeitbegrenzung.


Henning
René Marquardt
2018-10-10 11:23:09 UTC
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Post by Henning Sponbiel
Post by Thomas Schade
Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten
sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht einzuführen.
Man sollte schon zwischen Präsidenten und Kanzler unterscheiden. Beim
Bundespräsidenten gibt es eine Amtszeitbegrenzung.
Der Bundespräsident hat aber null Power, und es ist völlig egal, wer und
wie lange das Amt besetzt. Er ist nicht mehr als ein alberner Grüßaugust.
Detlef Meißner
2018-10-10 12:26:09 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Henning Sponbiel
Post by Thomas Schade
Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten
sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht einzuführen.
Man sollte schon zwischen Präsidenten und Kanzler unterscheiden. Beim
Bundespräsidenten gibt es eine Amtszeitbegrenzung.
Der Bundespräsident hat aber null Power, und es ist völlig egal, wer und
wie lange das Amt besetzt. Er ist nicht mehr als ein alberner Grüßaugust.
Darum geht es aber nicht.
Es geht um das Amt des Präsidenten, ganz gleich, wie es ausgestaltet
wurde.
Nehmen wir den Reichspräsidenten in der Weimarer Republik. Der hatte
bedeutend mehr Befugnisse, dessen Amtszeit war aber auch begrenzt.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
René Marquardt
2018-10-10 13:17:28 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Post by Henning Sponbiel
Post by Thomas Schade
Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten
sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht einzuführen.
Man sollte schon zwischen Präsidenten und Kanzler unterscheiden. Beim
Bundespräsidenten gibt es eine Amtszeitbegrenzung.
Der Bundespräsident hat aber null Power, und es ist völlig egal, wer und
wie lange das Amt besetzt. Er ist nicht mehr als ein alberner Grüßaugust.
Darum geht es aber nicht.
Es geht um das Amt des Präsidenten, ganz gleich, wie es ausgestaltet
wurde.
Darum geht es wohl, denn genau DAS habe ich oben geschrieben.
Im ersten Absatz dieses Beitrages immer noch sichtbar.
Detlef Meißner
2018-10-10 14:05:07 UTC
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Post by René Marquardt
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Post by René Marquardt
Post by Henning Sponbiel
Post by Thomas Schade
Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten
sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht einzuführen.
Man sollte schon zwischen Präsidenten und Kanzler unterscheiden. Beim
Bundespräsidenten gibt es eine Amtszeitbegrenzung.
Der Bundespräsident hat aber null Power, und es ist völlig egal, wer und
wie lange das Amt besetzt. Er ist nicht mehr als ein alberner Grüßaugust.
Darum geht es aber nicht.
Es geht um das Amt des Präsidenten, ganz gleich, wie es ausgestaltet
wurde.
Darum geht es wohl, denn genau DAS habe ich oben geschrieben.
Im ersten Absatz dieses Beitrages immer noch sichtbar.
Nein, du schreibst oben von KanzlerInnen!

Ist es denn so schwer, zwischen Kanzler/Ministerpräsident und dem
Präsidenten zu unterscheiden?

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
René Marquardt
2018-10-10 14:13:54 UTC
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Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten
sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht einzuführen.
Man sollte schon zwischen Präsidenten und Kanzler unterscheiden. Beim
Bundespräsidenten gibt es eine Amtszeitbegrenzung.
Der Bundespräsident hat aber null Power, und es ist völlig egal, wer und
wie lange das Amt besetzt. Er ist nicht mehr als ein alberner Grüßaugust.
Darum geht es aber nicht.
Es geht um das Amt des Präsidenten, ganz gleich, wie es ausgestaltet
wurde.
Darum geht es wohl, denn genau DAS habe ich oben geschrieben.
Im ersten Absatz dieses Beitrages immer noch sichtbar.
Nein, du schreibst oben von KanzlerInnen!
Eben.
Post by Detlef Meißner
Ist es denn so schwer, zwischen Kanzler/Ministerpräsident und dem
Präsidenten zu unterscheiden?
Fuer dich, offensichtlich. Was bringst du staendig irgendwelche
Praesident an? Von denen redet keiner.
Detlef Meißner
2018-10-10 15:38:44 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
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Post by Henning Sponbiel
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Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht
hatten sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht
einzuführen.
Man sollte schon zwischen Präsidenten und Kanzler unterscheiden. Beim
Bundespräsidenten gibt es eine Amtszeitbegrenzung.
Der Bundespräsident hat aber null Power, und es ist völlig egal, wer und
wie lange das Amt besetzt. Er ist nicht mehr als ein alberner Grüßaugust.
Darum geht es aber nicht.
Es geht um das Amt des Präsidenten, ganz gleich, wie es ausgestaltet
wurde.
Darum geht es wohl, denn genau DAS habe ich oben geschrieben.
Im ersten Absatz dieses Beitrages immer noch sichtbar.
Nein, du schreibst oben von KanzlerInnen!
Eben.
Post by Detlef Meißner
Ist es denn so schwer, zwischen Kanzler/Ministerpräsident und dem
Präsidenten zu unterscheiden?
Fuer dich, offensichtlich. Was bringst du staendig irgendwelche
Praesident an? Von denen redet keiner.
Du redest etwas von "am Sessel kleben" und willst offensichtlich darauf
hinaus, dass die Regierungszeit begrenzt werden sollte.
Regierungstzeiten von Kanzlern/Ministerpräsidenten werden aber in so
gut wie allen Demokratien *nicht* begrenzt, sondern nur die von
Präsidenten. Und die meisten werden vom Volk gewählt.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Quinn C
2018-10-10 16:44:32 UTC
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Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten
sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht einzuführen.
Man sollte schon zwischen Präsidenten und Kanzler unterscheiden. Beim
Bundespräsidenten gibt es eine Amtszeitbegrenzung.
Der Bundespräsident hat aber null Power, und es ist völlig egal, wer und
wie lange das Amt besetzt. Er ist nicht mehr als ein alberner Grüßaugust.
Darum geht es aber nicht.
Es geht um das Amt des Präsidenten, ganz gleich, wie es ausgestaltet
wurde.
Das ist aber eine doofe Frage, "Inwieweit ähneln sich die Bedingungen
für nicht direkt vergleichbare Ämter, die in verschiedenen Weltgegenden
den gleichen Namen tragen?"

Sinnvoller finde ich, vergleichbare Ämter zu vergleichen, egal welchen
Names sie tragen. Du hast doch selber geschrieben: "In manchen Ländern
heißen sie [d.h. Kanzler] Ministerpräsidenten oder Premierminister."

Der amerikanische Präsident z.B. vereinigt die dem Bundeskanzler und
-präsidenten vergleichbaren Ämter (Regierungschef und Staatsoberhaupt),
wobei das des Bundeskanzlers das wichtigere ist. Wie man die
französischen Ämter am besten auf die deutschen abbildet, ist mir nicht
klar.
--
dasz jederman sehe, wie falsch unsere gugelmönche zu ihres ordens
verteidigung der ersten kirchenexempel anziehen Calvin
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Detlef Meißner
2018-10-10 17:34:48 UTC
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Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten
sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht einzuführen.
Man sollte schon zwischen Präsidenten und Kanzler unterscheiden. Beim
Bundespräsidenten gibt es eine Amtszeitbegrenzung.
Der Bundespräsident hat aber null Power, und es ist völlig egal, wer und
wie lange das Amt besetzt. Er ist nicht mehr als ein alberner Grüßaugust.
Darum geht es aber nicht.
Es geht um das Amt des Präsidenten, ganz gleich, wie es ausgestaltet
wurde.
Das ist aber eine doofe Frage, "Inwieweit ähneln sich die Bedingungen
für nicht direkt vergleichbare Ämter, die in verschiedenen Weltgegenden
den gleichen Namen tragen?"
Sinnvoller finde ich, vergleichbare Ämter zu vergleichen, egal welchen
Names sie tragen. Du hast doch selber geschrieben: "In manchen Ländern
heißen sie [d.h. Kanzler] Ministerpräsidenten oder Premierminister."
Der amerikanische Präsident z.B. vereinigt die dem Bundeskanzler und
-präsidenten vergleichbaren Ämter (Regierungschef und Staatsoberhaupt),
wobei das des Bundeskanzlers das wichtigere ist. Wie man die
französischen Ämter am besten auf die deutschen abbildet, ist mir nicht
klar.
Nochmal: Das Amt des Präsidenten ist in der Regel auf zwei Amtsperioden
beschränkt, dabei spielt es keine Rolle, ob der Präsident regiert (USA,
Frankreich...) oder mehr oder weniger nur repräsentiert (Deutschland,
Italien, Österreich ...)

Detlef
--
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Persönlichkeit. (Mark Twain)
René Marquardt
2018-10-10 18:14:36 UTC
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Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten
sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht einzuführen.
Man sollte schon zwischen Präsidenten und Kanzler unterscheiden. Beim
Bundespräsidenten gibt es eine Amtszeitbegrenzung.
Der Bundespräsident hat aber null Power, und es ist völlig egal, wer und
wie lange das Amt besetzt. Er ist nicht mehr als ein alberner Grüßaugust.
Darum geht es aber nicht.
Es geht um das Amt des Präsidenten, ganz gleich, wie es ausgestaltet
wurde.
Das ist aber eine doofe Frage, "Inwieweit ähneln sich die Bedingungen
für nicht direkt vergleichbare Ämter, die in verschiedenen Weltgegenden
den gleichen Namen tragen?"
Sinnvoller finde ich, vergleichbare Ämter zu vergleichen, egal welchen
Names sie tragen. Du hast doch selber geschrieben: "In manchen Ländern
heißen sie [d.h. Kanzler] Ministerpräsidenten oder Premierminister."
Der amerikanische Präsident z.B. vereinigt die dem Bundeskanzler und
-präsidenten vergleichbaren Ämter (Regierungschef und Staatsoberhaupt),
wobei das des Bundeskanzlers das wichtigere ist. Wie man die
französischen Ämter am besten auf die deutschen abbildet, ist mir nicht
klar.
Nochmal: Das Amt des Präsidenten ist in der Regel auf zwei Amtsperioden
beschränkt, dabei spielt es keine Rolle, ob der Präsident regiert (USA,
Frankreich...) oder mehr oder weniger nur repräsentiert (Deutschland,
Italien, Österreich ...)
Nochmal: ich rede von der Person, die als Staatsoberhaupt und/oder
Regierungschef die tatsaechlich die Macht aussuebt, egal wie ob das
Amt jetzt Kanzler, Prime Minister oder Plumperquatsch der Wiesentroll
genannt wird.
Detlef Meißner
2018-10-10 20:21:28 UTC
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Post by René Marquardt
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Post by Henning Sponbiel
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Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht
hatten sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht
einzuführen.
Man sollte schon zwischen Präsidenten und Kanzler unterscheiden. Beim
Bundespräsidenten gibt es eine Amtszeitbegrenzung.
Der Bundespräsident hat aber null Power, und es ist völlig egal, wer und
wie lange das Amt besetzt. Er ist nicht mehr als ein alberner Grüßaugust.
Darum geht es aber nicht.
Es geht um das Amt des Präsidenten, ganz gleich, wie es ausgestaltet
wurde.
Das ist aber eine doofe Frage, "Inwieweit ähneln sich die Bedingungen
für nicht direkt vergleichbare Ämter, die in verschiedenen Weltgegenden
den gleichen Namen tragen?"
Sinnvoller finde ich, vergleichbare Ämter zu vergleichen, egal welchen
Names sie tragen. Du hast doch selber geschrieben: "In manchen Ländern
heißen sie [d.h. Kanzler] Ministerpräsidenten oder Premierminister."
Der amerikanische Präsident z.B. vereinigt die dem Bundeskanzler und
-präsidenten vergleichbaren Ämter (Regierungschef und Staatsoberhaupt),
wobei das des Bundeskanzlers das wichtigere ist. Wie man die
französischen Ämter am besten auf die deutschen abbildet, ist mir nicht
klar.
Nochmal: Das Amt des Präsidenten ist in der Regel auf zwei Amtsperioden
beschränkt, dabei spielt es keine Rolle, ob der Präsident regiert (USA,
Frankreich...) oder mehr oder weniger nur repräsentiert (Deutschland,
Italien, Österreich ...)
Nochmal: ich rede von der Person, die als Staatsoberhaupt und/oder
Regierungschef die tatsaechlich die Macht aussuebt, egal wie ob das
Amt jetzt Kanzler, Prime Minister oder Plumperquatsch der Wiesentroll
genannt wird.
Du meinst also konkret unsere Bundeskanzlerin.
Und die übt die Macht aus?
Welches Demokratieverständnis hast du?
Frau Merkel ist nicht Trump.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
René Marquardt
2018-10-10 21:33:37 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Du meinst also konkret unsere Bundeskanzlerin.
ACH!?
Post by Detlef Meißner
Und die übt die Macht aus?
Welches Demokratieverständnis hast du?
Eins, in dem Regierungscheffinnen nicht jahrzehntelang
"alternativlos" am Thron fest kleben.
Post by Detlef Meißner
Frau Merkel ist nicht Trump.
Eben. Nach höchstens 8 Jahren ist der wieder in der Versenkung verschwunden.
Detlef Meißner
2018-10-10 22:27:59 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Du meinst also konkret unsere Bundeskanzlerin.
ACH!?
Und wie ist es bei Ministerpräsidenten in den Ländern? Gibt es da diese
Probleme nicht?
Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
Und die übt die Macht aus?
Welches Demokratieverständnis hast du?
Eins, in dem Regierungscheffinnen nicht jahrzehntelang
"alternativlos" am Thron fest kleben.
Dafür sind die Wähler und die Abgeordneten zuständig.

Bist du der Meinung, dass in einer großen Firma der Chef nur deshalb
gewechselt werden soll, weil seine festgelegte Amtszeit rum ist?
Ob Zuckerberg bald geht?
Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
Frau Merkel ist nicht Trump.
Eben. Nach höchstens 8 Jahren ist der wieder in der Versenkung verschwunden.
Leider hat er dann einen Scherbenhaufen hinterlassen.

In den USA ist die gesamte Politik viel zu sehr auf eine bestimmte
Person ausgerichtet. Das sieht man auch daran, wie diese Person
geschützt wird. Ohne diese Person ist die USA völlig gelähmt. In D
spielt die Person weniger eine Rolle, da geht es allein um das Amt, das
jeder übernehmen kann.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
René Marquardt
2018-10-10 22:49:21 UTC
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Post by Detlef Meißner
Und wie ist es bei Ministerpräsidenten in den Ländern? Gibt es da diese
Probleme nicht?
Und wie ist das mit Karnickelzüchtervereinen? Und Postboten? And what about...?
Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
Und die übt die Macht aus?
Welches Demokratieverständnis hast du?
Eins, in dem Regierungscheffinnen nicht jahrzehntelang
"alternativlos" am Thron fest kleben.
Dafür sind die Wähler und die Abgeordneten zuständig.
Die Wähler dürfen in Deutschland alle paar Jahre mal ein paar Kreuzlein
machen, und dann heißt es wieder "wir müssen unsere Politik
dem Bürger klarer machen, auch wenn er sich noch so sträubt!"
Post by Detlef Meißner
Bist du der Meinung, dass in einer großen Firma der Chef nur deshalb
gewechselt werden soll, weil seine festgelegte Amtszeit rum ist?
Ob Zuckerberg bald geht?
And what about...
Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
Frau Merkel ist nicht Trump.
Eben. Nach höchstens 8 Jahren ist der wieder in der Versenkung verschwunden.
Leider hat er dann einen Scherbenhaufen hinterlassen.
In den USA ist die gesamte Politik viel zu sehr auf eine bestimmte
Person ausgerichtet. Das sieht man auch daran, wie diese Person
geschützt wird. Ohne diese Person ist die USA völlig gelähmt.
Ja nee, is klar. In den USA kann die komplette Bundesregierung
aus Trotz Ferien machen, weil irgendein Finanzierungsgesetz
nicht durchgewunken wurde, und es merkt kein Schwein.
Der Präsi golft mittlerweile, meldet sich erst nach ein paar Tagen
per Twitter, und es juckt auch keinen.

Und vor allem ist in den USA eben NICHT alles auf den Präser
fixiert. Demokratie findet auch im kleinsten Dorf statt.
So Sachen wie "Abwasserverein baut unsinnig übergroße Kläranlage
und will Anwohner zur Zwangskasse bitten" kannste zB knicken.
Oder gar eine Zwangsgebühr für Regierungspropaganda.
Post by Detlef Meißner
In D
spielt die Person weniger eine Rolle, da geht es allein um das Amt, das
jeder übernehmen kann.
Was in Deutschland keine Rolle spielt, ist der Wählerwillen, auch
wenn das Volk angeblich der Souverän sein soll, aber nach dem
Wählerwillen fragen ist ganz doll böser Populismus.
Und die "Verfassung" ist eh ein Witz. Gab nie eine Volksabstimmung
darüber. und selbst wenn man dem Grundgesetz Verfassungsrang
zustünde, also so diskussionshalber, was ist das denn für eine
Verfassung, die nicht ÜBER allen Gesetzen steht.
Wenn in Deutschland ein Gesetz verfassungswidrig ist,
wird halt das Grundgesetz geändert. statt das Gesetz
wegzuschmeißen.
Detlef Meißner
2018-10-11 06:31:32 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
Und wie ist es bei Ministerpräsidenten in den Ländern? Gibt es da diese
Probleme nicht?
Und wie ist das mit Karnickelzüchtervereinen?
Da bleiben die "Präsidenten" manchmal jahrzehntelang auf ihrem Posten.

Und Postboten? Die werden nicht gewählt!
Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
Und die übt die Macht aus?
Welches Demokratieverständnis hast du?
Eins, in dem Regierungscheffinnen nicht jahrzehntelang
"alternativlos" am Thron fest kleben.
Dafür sind die Wähler und die Abgeordneten zuständig.
Die Wähler dürfen in Deutschland alle paar Jahre mal ein paar Kreuzlein
machen,
Im Gegensatz zu welchem Land?
Post by René Marquardt
und dann heißt es wieder "wir müssen unsere Politik
dem Bürger klarer machen, auch wenn er sich noch so sträubt!"
Das ändert nichts an der Tatsache, dass sie Frau Merkel hätten abwählen
können.
Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
Bist du der Meinung, dass in einer großen Firma der Chef nur deshalb
gewechselt werden soll, weil seine festgelegte Amtszeit rum ist?
Ob Zuckerberg bald geht?
And what about...
Ausweichen unbequemer Fragen!
Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
Frau Merkel ist nicht Trump.
Eben. Nach höchstens 8 Jahren ist der wieder in der Versenkung verschwunden.
Leider hat er dann einen Scherbenhaufen hinterlassen.
In den USA ist die gesamte Politik viel zu sehr auf eine bestimmte
Person ausgerichtet. Das sieht man auch daran, wie diese Person
geschützt wird. Ohne diese Person ist die USA völlig gelähmt.
Ja nee, is klar. In den USA kann die komplette Bundesregierung
aus Trotz Ferien machen, weil irgendein Finanzierungsgesetz
nicht durchgewunken wurde, und es merkt kein Schwein.
Der Präsi golft mittlerweile, meldet sich erst nach ein paar Tagen
per Twitter, und es juckt auch keinen.
Präsident und Vizepräsident dürfen nicht im gleichen Flugzeug sitzen.
Und solche Beispiele gibt es viele.
Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
In D
spielt die Person weniger eine Rolle, da geht es allein um das Amt, das
jeder übernehmen kann.
Was in Deutschland keine Rolle spielt, ist der Wählerwillen, auch
wenn das Volk angeblich der Souverän sein soll, aber nach dem
Wählerwillen fragen ist ganz doll böser Populismus.
Und die "Verfassung" ist eh ein Witz. Gab nie eine Volksabstimmung
darüber. und selbst wenn man dem Grundgesetz Verfassungsrang
zustünde, also so diskussionshalber, was ist das denn für eine
Verfassung, die nicht ÜBER allen Gesetzen steht.
Wenn in Deutschland ein Gesetz verfassungswidrig ist,
wird halt das Grundgesetz geändert. statt das Gesetz
wegzuschmeißen.
Das lasse ich jetzt einfach so stehen.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Martin Udelhoven
2018-10-11 10:46:58 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Die Wähler dürfen in Deutschland alle paar Jahre mal ein paar Kreuzlein
machen,
Im Gegensatz zu welchem Land?
Post by René Marquardt
und dann heißt es wieder "wir müssen unsere Politik
dem Bürger klarer machen, auch wenn er sich noch so sträubt!"
Das ändert nichts an der Tatsache, dass sie Frau Merkel hätten
abwählen können.
Irgendwie ist eure Diskussion hier ein bisschen albern.
Übrigens wird auch in den USA der Präsident nicht direkt von den Wählern
gewählt.
Man kann ihn dort auch nur ähnlich indirekt, nämlich über
Stellvertreter, wählen und abwählen wie in Deutschland die Kanzlerin.

Martin
Detlef Meißner
2018-10-11 10:54:56 UTC
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Post by Martin Udelhoven
Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Die Wähler dürfen in Deutschland alle paar Jahre mal ein paar Kreuzlein
machen,
Im Gegensatz zu welchem Land?
Post by René Marquardt
und dann heißt es wieder "wir müssen unsere Politik
dem Bürger klarer machen, auch wenn er sich noch so sträubt!"
Das ändert nichts an der Tatsache, dass sie Frau Merkel hätten abwählen
können.
Irgendwie ist eure Diskussion hier ein bisschen albern.
Das sag mal René, der über D meckert, obwohl ihn das überhaupt nicht
tangiert.
Post by Martin Udelhoven
Übrigens wird auch in den USA der Präsident nicht direkt von den Wählern
gewählt.
Sach bloß!
Post by Martin Udelhoven
Man kann ihn dort auch nur ähnlich indirekt,
Aber nur sehr entfernt ähnlich.
Post by Martin Udelhoven
nämlich über Stellvertreter,
wählen und abwählen wie in Deutschland die Kanzlerin.
Abwählen kann man nicht.
Und bei den Stellvertretern weiß man auch nicht so genau, wofür die
sich dann entscheiden.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Quinn C
2018-10-11 12:48:47 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Die Wähler dürfen in Deutschland alle paar Jahre mal ein paar Kreuzlein
machen,
Im Gegensatz zu welchem Land?
Post by René Marquardt
und dann heißt es wieder "wir müssen unsere Politik
dem Bürger klarer machen, auch wenn er sich noch so sträubt!"
Das ändert nichts an der Tatsache, dass sie Frau Merkel hätten abwählen
können.
Eben, und das ist für mich der Wesensunterschied zwischen real
existierender Demokratie und anderen Systemen - daß man den aktuellen
Obermotz, oder auch die ganze Mischpoke ersetzen kann, wenn sie
allzusehr über die Stränge schlagen. Dieses zentrale Element ist in den
USA mangelhaft verwirklicht.
Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
In D
spielt die Person weniger eine Rolle, da geht es allein um das Amt, das
jeder übernehmen kann.
Was in Deutschland keine Rolle spielt, ist der Wählerwillen, auch
wenn das Volk angeblich der Souverän sein soll, aber nach dem
Wählerwillen fragen ist ganz doll böser Populismus.
Nee, diese Behauptung, *das* ist Populismus - die Behauptung "unsere
Gaunerbande kennt den Wählerwillen besser als Eure."
--
gugelgans, f., alberne gans, schelte:
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
René Marquardt
2018-10-11 13:05:30 UTC
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Post by Quinn C
Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Die Wähler dürfen in Deutschland alle paar Jahre mal ein paar Kreuzlein
machen,
Im Gegensatz zu welchem Land?
Post by René Marquardt
und dann heißt es wieder "wir müssen unsere Politik
dem Bürger klarer machen, auch wenn er sich noch so sträubt!"
Das ändert nichts an der Tatsache, dass sie Frau Merkel hätten abwählen
können.
Eben, und das ist für mich der Wesensunterschied zwischen real
existierender Demokratie und anderen Systemen - daß man den aktuellen
Obermotz, oder auch die ganze Mischpoke ersetzen kann, wenn sie
allzusehr über die Stränge schlagen. Dieses zentrale Element ist in den
USA mangelhaft verwirklicht.
Impeachment-Prozess existiert, und in ein paar Wochen sind wieder Wahlen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Halbzeitwahlen_in_den_Vereinigten_Staaten
Detlef Meißner
2018-10-11 16:19:30 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Quinn C
Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Die Wähler dürfen in Deutschland alle paar Jahre mal ein paar Kreuzlein
machen,
Im Gegensatz zu welchem Land?
Post by René Marquardt
und dann heißt es wieder "wir müssen unsere Politik
dem Bürger klarer machen, auch wenn er sich noch so sträubt!"
Das ändert nichts an der Tatsache, dass sie Frau Merkel hätten abwählen
können.
Eben, und das ist für mich der Wesensunterschied zwischen real
existierender Demokratie und anderen Systemen - daß man den aktuellen
Obermotz, oder auch die ganze Mischpoke ersetzen kann, wenn sie
allzusehr über die Stränge schlagen. Dieses zentrale Element ist in den
USA mangelhaft verwirklicht.
Impeachment-Prozess existiert,
Die Amis bevorzugten bisher den Colt. Der war erfolgreicher.

Bei uns gibt es das Misstrauensvotum. Schon gewusst?
Post by René Marquardt
und in ein paar Wochen sind wieder Wahlen.
Und durch diese Wahlen kann der Präsident abgesetzt werden?

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
René Marquardt
2018-10-11 17:08:39 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Impeachment-Prozess existiert,
Die Amis bevorzugten bisher den Colt. Der war erfolgreicher.
Du alberst umher. Ausserdem wurde noch nie ein Colt benutzt.
Booth hatte einen Deringer, Guiteau einen British Bulldog,
Czolgosz einen Iver Johnson (alles Revolver, weil die
Selbstladepistole noch nicht erfunden war), und Oswald einen
Carcano M91/38-Karabiner.

https://en.wikipedia.org/wiki/Impeachment_in_the_United_States
Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
und in ein paar Wochen sind wieder Wahlen.
Und durch diese Wahlen kann der Präsident abgesetzt werden?
Wenn zB die Republikaner die Mehrheiten in Haus und Senat verlieren,
kann zB mit Aussicht auf Erfolg ein Impeachment eingebracht werden.
Detlef Meißner
2018-10-11 17:25:15 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Impeachment-Prozess existiert,
Die Amis bevorzugten bisher den Colt. Der war erfolgreicher.
Du alberst umher.
Behauptest du!
Amis sind, was das "Absetzen" ihres Präsidenten geht, halt sehr
pragmatisch.
Post by René Marquardt
Ausserdem wurde noch nie ein Colt benutzt.
Booth hatte einen Deringer, Guiteau einen British Bulldog,
Czolgosz einen Iver Johnson (alles Revolver, weil die
Selbstladepistole noch nicht erfunden war), und Oswald einen
Carcano M91/38-Karabiner.
Ein Colt ist kein Revolver?
Aber bei Schusswaffen bist du der Experte.
Post by René Marquardt
https://en.wikipedia.org/wiki/Impeachment_in_the_United_States
Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
und in ein paar Wochen sind wieder Wahlen.
Und durch diese Wahlen kann der Präsident abgesetzt werden?
Wenn zB die Republikaner die Mehrheiten in Haus und Senat verlieren,
kann zB mit Aussicht auf Erfolg ein Impeachment eingebracht werden.
Und wie viele Präsidenten wurden bisher durch ein Impeachment
"gefeuert"?

Die Frage ist doch, ob sich Trump *bisher* hat Sachen zuschulden kommen
lassen, die für ein erfolgreiches Impeachment ausreichen. Da muss mMn
noch was Relevantes kommen. Geheimnisverrat, Geschäftemacherei, eine
Praktikantin ...

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
René Marquardt
2018-10-11 18:10:03 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Impeachment-Prozess existiert,
Die Amis bevorzugten bisher den Colt. Der war erfolgreicher.
Du alberst umher.
Behauptest du!
Amis sind, was das "Absetzen" ihres Präsidenten geht, halt sehr
pragmatisch.
Die Amis sind sehr stolz darauf, dass, anders als in einer
Bananenrepublik, Machtwechsel friedlich stattfinden.
Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Ausserdem wurde noch nie ein Colt benutzt.
Booth hatte einen Deringer, Guiteau einen British Bulldog,
Czolgosz einen Iver Johnson (alles Revolver, weil die
Selbstladepistole noch nicht erfunden war), und Oswald einen
Carcano M91/38-Karabiner.
Ein Colt ist kein Revolver?
Nicht notwendigerweise. Der beruehmteste Colt ist eine
Selbstladepistole, von 1911, immer noch sehr populaer.
Post by Detlef Meißner
Aber bei Schusswaffen bist du der Experte.
Post by René Marquardt
https://en.wikipedia.org/wiki/Impeachment_in_the_United_States
Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
und in ein paar Wochen sind wieder Wahlen.
Und durch diese Wahlen kann der Präsident abgesetzt werden?
Wenn zB die Republikaner die Mehrheiten in Haus und Senat verlieren,
kann zB mit Aussicht auf Erfolg ein Impeachment eingebracht werden.
Und wie viele Präsidenten wurden bisher durch ein Impeachment
"gefeuert"?
Direkt durch diesen Prozess? Null. Freiwillig zurueck getreten? Nixon.
Detlef Meißner
2018-10-11 18:33:52 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Impeachment-Prozess existiert,
Die Amis bevorzugten bisher den Colt. Der war erfolgreicher.
Du alberst umher.
Behauptest du!
Amis sind, was das "Absetzen" ihres Präsidenten geht, halt sehr
pragmatisch.
Die Amis sind sehr stolz darauf, dass, anders als in einer
Bananenrepublik, Machtwechsel friedlich stattfinden.
Amis sind auf vieles stolz.
Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Ausserdem wurde noch nie ein Colt benutzt.
Booth hatte einen Deringer, Guiteau einen British Bulldog,
Czolgosz einen Iver Johnson (alles Revolver, weil die
Selbstladepistole noch nicht erfunden war), und Oswald einen
Carcano M91/38-Karabiner.
Ein Colt ist kein Revolver?
Nicht notwendigerweise. Der beruehmteste Colt ist eine
Selbstladepistole, von 1911, immer noch sehr populaer.
"Für einen alten Texaner wie mich ist einfach jede Faustfeuerwaffe
(„Gun“) ein Colt. Ich war schon etwa siebzehn, als ich draufkam, dass
es außer Colt noch andere Firmen gab, die Faustfeuerwaffen in einem
größeren Kaliber als .22 herstellten. Kein Wunder: Wenn man bei uns in
Texas ein Handschuhfach irgendeines Ranch-Fahrzeugs öffnete, fiel
unweigerlich ein Colt heraus; meist ein „Daumentöter“ oder Single
Action Army oder dann ein New Service (Ordonnanzmodell), es konnte aber
auch ein Army Special oder ein Police Positive sein. Wenn ein alter
Texaner „Gun“ sagte, meinte er „Colt“.
https://cernunninsel.wordpress.com/2014/04/06/die-waffen-der-revolverhelden-des-wilden-westens/
Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
Aber bei Schusswaffen bist du der Experte.
Post by René Marquardt
https://en.wikipedia.org/wiki/Impeachment_in_the_United_States
Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
und in ein paar Wochen sind wieder Wahlen.
Und durch diese Wahlen kann der Präsident abgesetzt werden?
Wenn zB die Republikaner die Mehrheiten in Haus und Senat verlieren,
kann zB mit Aussicht auf Erfolg ein Impeachment eingebracht werden.
Und wie viele Präsidenten wurden bisher durch ein Impeachment
"gefeuert"?
Direkt durch diesen Prozess? Null. Freiwillig zurueck getreten? Nixon.
Eben!

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Stefan Ram
2018-10-11 18:57:43 UTC
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Post by Detlef Meißner
"Für einen alten Texaner wie mich ist einfach jede Faustfeuerwaffe
(„Gun“) ein Colt.
Als alter Schriftstellerseminarbesucher weiß ich eines:
Gleich am ersten Termin wird einem immer eingeschärft:

|Schreiben Sie niemals einfach "Pistole" oder "Revolver",
|damit wirken Sie ahnungslos! Geben Sie immer eine genaue
|Produktbezeichnung mit Kaliber an. Zum Beispiel:
|"Er fühlte die Ruger Redhawk .357er Magnum in seiner rechten Hand."

. Cre Erirefr Ratvarrevat nhf remäuyraqra Grkgra ragabzzra,
qnß qra Fpuevsgfgryyrea va Frzvanera jnuefpurvayvpu fbypur
Qvatr irezvggryg jreqra.
René Marquardt
2018-10-11 18:58:50 UTC
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Post by Detlef Meißner
"Für einen alten Texaner wie mich ist einfach jede Faustfeuerwaffe
(„Gun“) ein Colt. Ich war schon etwa siebzehn, als ich draufkam, dass
es außer Colt noch andere Firmen gab, die Faustfeuerwaffen in einem
größeren Kaliber als .22 herstellten. Kein Wunder: Wenn man bei uns in
Texas ein Handschuhfach irgendeines Ranch-Fahrzeugs öffnete, fiel
unweigerlich ein Colt heraus; meist ein „Daumentöter“ oder Single
Action Army oder dann ein New Service (Ordonnanzmodell), es konnte aber
auch ein Army Special oder ein Police Positive sein. Wenn ein alter
Texaner „Gun“ sagte, meinte er „Colt“.
https://cernunninsel.wordpress.com/2014/04/06/die-waffen-der-revolverhelden-des-wilden-westens/
Der Kollege erzaehlte viel, wenn der Tag lang war. 1940 geboren,
da war der Colt SAA schon lange in der Mottenkiste verschwunden.
Detlef Meißner
2018-10-11 21:08:17 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
"Für einen alten Texaner wie mich ist einfach jede Faustfeuerwaffe
(„Gun“) ein Colt. Ich war schon etwa siebzehn, als ich draufkam, dass
es außer Colt noch andere Firmen gab, die Faustfeuerwaffen in einem
größeren Kaliber als .22 herstellten. Kein Wunder: Wenn man bei uns in
Texas ein Handschuhfach irgendeines Ranch-Fahrzeugs öffnete, fiel
unweigerlich ein Colt heraus; meist ein „Daumentöter“ oder Single
Action Army oder dann ein New Service (Ordonnanzmodell), es konnte aber
auch ein Army Special oder ein Police Positive sein. Wenn ein alter
Texaner „Gun“ sagte, meinte er „Colt“.
https://cernunninsel.wordpress.com/2014/04/06/die-waffen-der-revolverhelden-des-wilden-westens/
Der Kollege erzaehlte viel, wenn der Tag lang war. 1940 geboren,
da war der Colt SAA schon lange in der Mottenkiste verschwunden.
Wir als Kinder spielten immer mit einem 45er Colt. Und wir mokierten
uns über die Synchronisation der US-Western, in denen John Wayne mit
einer Pistole schoss.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
René Marquardt
2018-10-11 21:36:41 UTC
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Post by Detlef Meißner
Wir als Kinder spielten immer mit einem 45er Colt. Und wir mokierten
uns über die Synchronisation der US-Western, in denen John Wayne mit
einer Pistole schoss.
Pistole war mal ein korrekter Oberbegriff für Handfeuerwaffen jeglicher
Konstruktion; aber Colt ist kein korrekter Oberbegriff für Handfeuerwaffen
oder auch nur Revolver.

Und von wegen .45er Colt: ich habe (u.a.) eine Selbstladepistole System Colt 1911,
(entworfen von John Browning, und mein Exemplar hergestellt bei Remington),
und meine Frau (u.a.) einen Revolver in .45 Long Colt, der aber mit Zubehör
auch .45ACP verschießen kann. Hergestellt von Smith & Wesson.

Ich sehe also durchaus, wie bei Unbedarften Verwirrung entstehen kann.
U***@web.de
2018-10-12 09:14:35 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
Wir als Kinder spielten immer mit einem 45er Colt. Und wir mokierten
uns über die Synchronisation der US-Western, in denen John Wayne mit
einer Pistole schoss.
Pistole war mal ein korrekter Oberbegriff für Handfeuerwaffen jeglicher
Konstruktion;
Wenn, dann Faustfeuer- oder Kurzwaffen. Langwaffen scheinen mir
auch noch zu den Handfeuerwaffen zu gehören.

https://de.wikipedia.org/wiki/Handfeuerwaffe

Gruß, ULF
Detlef Meißner
2018-10-12 10:11:29 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
Wir als Kinder spielten immer mit einem 45er Colt. Und wir mokierten
uns über die Synchronisation der US-Western, in denen John Wayne mit
einer Pistole schoss.
Pistole war mal ein korrekter Oberbegriff für Handfeuerwaffen jeglicher
Konstruktion; aber Colt ist kein korrekter Oberbegriff für Handfeuerwaffen
oder auch nur Revolver.
Habe ich nicht behauptet. Allerdings schossen die im Wilden Westen mit
Revolvern, nicht mit Pistolen, es sein denn, sie benutzen einen
Derringer.
Post by René Marquardt
Und von wegen .45er Colt: ich habe (u.a.) eine Selbstladepistole System Colt
1911, (entworfen von John Browning, und mein Exemplar hergestellt bei
Remington), und meine Frau (u.a.) einen Revolver in .45 Long Colt, der aber
mit Zubehör auch .45ACP verschießen kann. Hergestellt von Smith & Wesson.
Ich sehe also durchaus, wie bei Unbedarften Verwirrung entstehen kann.
Eigentlich nicht. Die benötigen keine Entwirrung. Wofür denn?
Auch Modellbahnunbedarften ist es egal, ob es sich im eine Marklin,
Trix, Fleischmann, Roco oder Rivarossi handelt.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
René Marquardt
2018-10-12 11:55:15 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Post by Detlef Meißner
Wir als Kinder spielten immer mit einem 45er Colt. Und wir mokierten
uns über die Synchronisation der US-Western, in denen John Wayne mit
einer Pistole schoss.
Pistole war mal ein korrekter Oberbegriff für Handfeuerwaffen jeglicher
Konstruktion; aber Colt ist kein korrekter Oberbegriff für Handfeuerwaffen
oder auch nur Revolver.
Habe ich nicht behauptet. Allerdings schossen die im Wilden Westen mit
Revolvern, nicht mit Pistolen, es sein denn, sie benutzen einen
Derringer.
Post by René Marquardt
Und von wegen .45er Colt: ich habe (u.a.) eine Selbstladepistole System Colt
1911, (entworfen von John Browning, und mein Exemplar hergestellt bei
Remington), und meine Frau (u.a.) einen Revolver in .45 Long Colt, der aber
mit Zubehör auch .45ACP verschießen kann. Hergestellt von Smith & Wesson.
Ich sehe also durchaus, wie bei Unbedarften Verwirrung entstehen kann.
Eigentlich nicht. Die benötigen keine Entwirrung. Wofür denn?
Auch Modellbahnunbedarften ist es egal, ob es sich im eine Marklin,
Trix, Fleischmann, Roco oder Rivarossi handelt.
Du laberst so lange Dünnschiss im Quadrat, bis keiner mehr ein Interesse
daran hat, mit dir zu kommunizieren, und dann bildest du dir ein, du
hättest den Laberlolli gewonnen.
Detlef Meißner
2018-10-12 12:06:44 UTC
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Post by René Marquardt
Du laberst so lange Dünnschiss im Quadrat, bis keiner mehr ein Interesse
daran hat, mit dir zu kommunizieren, und dann bildest du dir ein, du
hättest den Laberlolli gewonnen.
Was du dir so einbildest!

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Quinn C
2018-10-11 21:36:34 UTC
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"[...] Wenn man bei uns in
Texas ein Handschuhfach irgendeines Ranch-Fahrzeugs öffnete, fiel
unweigerlich ein Colt heraus; meist ein „Daumentöter“ oder Single
Action Army oder dann ein New Service (Ordonnanzmodell), es konnte aber
auch ein Army Special oder ein Police Positive sein. Wenn ein alter
Texaner „Gun“ sagte, meinte er „Colt“.
https://cernunninsel.wordpress.com/2014/04/06/die-waffen-der-revolverhelden-des-wilden-westens/
Wenn ich "Gewehr" sage, meine ich natürlich den Henrystutzen.
--
Und wie heißt die Hose von Winnetou?
Na? Keiner?
Das ist doch die berühmte Silberbuchse!
Detlef Meißner
2018-10-12 10:17:49 UTC
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Post by Quinn C
"[...] Wenn man bei uns in
Texas ein Handschuhfach irgendeines Ranch-Fahrzeugs öffnete, fiel
unweigerlich ein Colt heraus; meist ein „Daumentöter“ oder Single
Action Army oder dann ein New Service (Ordonnanzmodell), es konnte aber
auch ein Army Special oder ein Police Positive sein. Wenn ein alter
Texaner „Gun“ sagte, meinte er „Colt“.
https://cernunninsel.wordpress.com/2014/04/06/die-waffen-der-revolverhelden-des-wilden-westens/
Wenn ich "Gewehr" sage, meine ich natürlich den Henrystutzen.
Ich eine Winchester, möglichst "Winchester 73".

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
U***@web.de
2018-10-11 19:10:48 UTC
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Post by Detlef Meißner
Und wie viele Präsidenten wurden bisher durch ein Impeachment
"gefeuert"?
Herr Nixon trat kurz vor Bestandskraft zurück.
Detlef Meißner
2018-10-11 21:09:27 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Und wie viele Präsidenten wurden bisher durch ein Impeachment
"gefeuert"?
Herr Nixon trat kurz vor Bestandskraft zurück.
Es war eine rhetorische Frage, wie meist.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
U***@web.de
2018-10-12 09:11:49 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Und wie viele Präsidenten wurden bisher durch ein Impeachment
"gefeuert"?
Herr Nixon trat kurz vor Bestandskraft zurück.
Es war eine rhetorische Frage, wie meist.
Sie war nicht offenkundig zur Beantwortung ungeeignet.
Roland Franzius
2018-10-10 19:38:44 UTC
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Post by Quinn C
Der amerikanische Präsident z.B. vereinigt die dem Bundeskanzler und
-präsidenten vergleichbaren Ämter (Regierungschef und Staatsoberhaupt),
wobei das des Bundeskanzlers das wichtigere ist.
Nein, tut er nicht. Es war noch nie ein amerikanischer Präsident in
Wien, Bonn oder Berlin, um die dortigen Spitzenämter in sich zu vereinigen.

Der amerikanische Präsident steht deutlich in der Tradition der
römischen Imperatoren mit dem Unterschied der demokatischen Wahl, der er
sich alle vier Jahre stellt.

Seine Macht ist praktisch unbegrenzt, soweit nicht Bundesstaatsrecht
Unionsrecht bricht, nur beim Geld muss er den Kongress und bei der
Besetzung der Posten den Senat beteiligen. Seine Regierung ist kein
demokratisches Minister-Kabinett mit ihm als Vorsitzendem, sondern ein
Verein von Helfern, meist der Verein, der seine Wahl organisiert hat und
keinerlei Fachkompetenz besitzt, wie sie in parlamentarischen
Demokratien zu Hauf im Parlament erworben wird.
Post by Quinn C
Wie man die französischen Ämter am besten auf die deutschen abbildet,
ist mir nicht klar.
Auch eine Präsidialdemokratie, aber die Macht der Exekutive liegt beim
Ministerkabinett von seinen Gnaden. In etwa das System der Weimarer
Rebublik. Zusätzlich hat der französische Präsident nach
Privatkonstruktion von de Gaulle das alleinige Sagen in der Außenpolitik
nach amerikanischem Vorbild.
--
Roland Franzius
Henning Sponbiel
2018-10-11 05:06:40 UTC
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Post by Quinn C
Sinnvoller finde ich, vergleichbare Ämter zu vergleichen, egal welchen
Names sie tragen. Du hast doch selber geschrieben: "In manchen Ländern
heißen sie [d.h. Kanzler] Ministerpräsidenten oder Premierminister."
Der amerikanische Präsident z.B. vereinigt die dem Bundeskanzler und
-präsidenten vergleichbaren Ämter (Regierungschef und Staatsoberhaupt),
wobei das des Bundeskanzlers das wichtigere ist. Wie man die
französischen Ämter am besten auf die deutschen abbildet, ist mir nicht
klar.
Das eine Amt (Präsident / Monarch) repräsentiert den Staat, das andere
(Kanzler, Ministerpräsident etc) führt die Regierung.

Jeweils mit (z.T. völlig) unterschiedlichen Machtbefugnissen
ausgestattet. Ausnahme (u.a.): Das amerikanische System (evtl. auch das
gegenwärtige türkische), bei dem beide Rollen von einer Person ausgeübt
werden.


Henning
U***@web.de
2018-10-10 16:02:34 UTC
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Post by René Marquardt
Der Bundespräsident hat aber null Power, und es ist völlig egal, wer und
wie lange das Amt besetzt. Er ist nicht mehr als ein alberner Grüßaugust.
Du bist soeben im Orientierungstest durchgefallen.
Quinn C
2018-10-10 16:44:32 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Henning Sponbiel
Post by Thomas Schade
Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Das hätten die Alliierten durchaus in der Hand gehabt. Vielleicht hatten
sie Gründe, vielleicht sogar gute, das in der jungen BRD nicht einzuführen.
Man sollte schon zwischen Präsidenten und Kanzler unterscheiden. Beim
Bundespräsidenten gibt es eine Amtszeitbegrenzung.
Der Bundespräsident hat aber null Power, und es ist völlig egal, wer und
wie lange das Amt besetzt. Er ist nicht mehr als ein alberner Grüßaugust.
Immerhin kann er so alle Deutschen repräsentieren, und nicht nur
mißmutige weiße Frauenverächter, wie das Staatsoperhaupt gewisser
anderer Staaten.
--
GOGEL, adj., ausgelassen, lustig, übermütig; lascivus.
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Detlef Meißner
2018-10-10 17:36:18 UTC
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Post by Quinn C
Post by René Marquardt
Der Bundespräsident hat aber null Power, und es ist völlig egal, wer und
wie lange das Amt besetzt. Er ist nicht mehr als ein alberner Grüßaugust.
Immerhin kann er so alle Deutschen repräsentieren, und nicht nur
mißmutige weiße Frauenverächter, wie das Staatsoperhaupt gewisser
anderer Staaten.
Aber der ist ja nicht nur Staatsoberhaupt, sondern auch Regierungschef.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Detlef Meißner
2018-10-09 20:31:16 UTC
Antworten
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Post by René Marquardt
Amtszeitbegrenzung, waere doch mal was fuer Deutschland,
da gibts immer so Probleme, wenn KanzlerInnen so fest am
Thron kleben.
Der Präsident hat Amtszeitbegrenzung.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
U***@web.de
2018-10-10 06:58:53 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Thomas Schade
Post by Phillip Helbig (undress to reply)
Auf Englisch ist die Bedeutung nur "ein Politiker, meistens der
Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, der zwar abgewählt aber
noch im Amt ist".
Abgewählt wohl eher nicht sondern aufgrund der begrenzten Amtsperioden
nicht nochmal wählbar.
A president is a lame duck after a successor has been elected,
during which time the outgoing president and president-elect
usually embark on a transition of power.
Mir war so, als habe man es auf die Fälle erweitert, in denen
dem Präsidenten jedenfalls in der zweiten Amtszeit eine
Parlamentsmehrheit abhanden gekommen sei.
René Marquardt
2018-10-08 17:30:58 UTC
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Post by Erik Meltzer
Moin!
Ich frug mich gerade, woher der Ausdruck "lahme Ente" stammt --
der Entenvogel hat ja nichts sonderlich Langsames an sich, finde
ich. Meine Theorie: es stammt von der Citroën-"Ente", dem 2 CV.
Der wurde in Deutschland ja anfangs gern als "häßliches Entlein"
tituliert, was wohl schnell zu "Ente" verkürzt wurde, und war
auch für die damalige Zeit nicht eben ein Ausbund an Temperament.
Könnte sich tatsächlich die Beschimpfung des Automobils durch
genervte Hinterherfahrer als "lahme Ente" verselbständigt haben,
so daß alsbald auch (andere) trödelnde Menschen mit diesem
Begriff belegt wurden?
Google Books, Suche eingeschränkt auf "19. Jahrhundert", sagt,
daß es diesen Ausdruck bereits vor der Erfindung des Automobiles
gab.
Detlef Meißner
2018-10-08 18:50:58 UTC
Antworten
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Post by Erik Meltzer
Moin!
Ich frug mich gerade, woher der Ausdruck "lahme Ente" stammt --
der Entenvogel hat ja nichts sonderlich Langsames an sich, finde
ich. Meine Theorie: es stammt von der Citroën-"Ente", dem 2 CV.
Der wurde in Deutschland ja anfangs gern als "häßliches Entlein"
tituliert,
Nein.
Post by Erik Meltzer
was wohl schnell zu "Ente" verkürzt wurde, und war
auch für die damalige Zeit nicht eben ein Ausbund an Temperament.
Du kennst die Zeit nicht.
Post by Erik Meltzer
Könnte sich tatsächlich die Beschimpfung des Automobils durch
genervte Hinterherfahrer als "lahme Ente" verselbständigt haben,
so daß alsbald auch (andere) trödelnde Menschen mit diesem
Begriff belegt wurden?
Nein.
Eher umgekehrt. Weil der 2CV lahm war, wurde er Ente genannt.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Erik Meltzer
2018-10-09 07:32:52 UTC
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Moin!
Post by Detlef Meißner
Post by Erik Meltzer
Meine Theorie: es stammt von der Citroën-"Ente", dem 2 CV.
Der wurde in Deutschland ja anfangs gern als "häßliches Entlein"
tituliert,
Nein.
Doch. Kam zwar aus dem Niederländischen, ist aber auch
im Deutschen üblich gewesen. Zumal die gefühlte Häßlichkeit
in den Augen der Normalauto-Fahrer die gefühlte Lahmheit
anfangs sicher überwog.
Post by Detlef Meißner
Post by Erik Meltzer
was wohl schnell zu "Ente" verkürzt wurde, und war
auch für die damalige Zeit nicht eben ein Ausbund an Temperament.
Du kennst die Zeit nicht.
Selbst der vergleichsweise üppig motorisierte Käfer hatte
zu der Ente Glanzzeiten, den 60er und 70er Jahren, einen
Ruf als fahrendes Verkehrshindernis. Goggo, Isetta und
ähnliche Rollermobile, die unzweifelhaft noch lahmer waren,
dürften da schon so gut wie ausgestorben gewesen sein.
Post by Detlef Meißner
Eher umgekehrt. Weil der 2CV lahm war, wurde er Ente genannt.
Das halte ich aber auch für 'ne steile These.

Aber vielen Dank für das Demontieren der meinen, auch an
alle anderen Antworter!

Liebe Grüße,
Ermel.
--
Nach 10 Jahren oder so zurück im Usenet.
Schmeckt wie früher.
Hartmut Ott
2018-10-09 12:58:42 UTC
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Hej,
Post by Erik Meltzer
Doch. Kam zwar aus dem Niederländischen, ist aber auch
im Deutschen üblich gewesen. Zumal die gefühlte Häßlichkeit
in den Augen der Normalauto-Fahrer die gefühlte Lahmheit
anfangs sicher überwog.
So als ehemaliger Entenfahrer, schnell war die Ente ganz sicher nicht,
aber trotzdem erinnere ich mich noch recht gut an die vielen
vergeblichen Überholmanöver um langsam fahrendene Mercedes zu überholen,
dessen Fahrer, wenn sie die Ente links vor sich sahen wohl vor Schreck
das Gaspedal durchdrücken.
Post by Erik Meltzer
Post by Detlef Meißner
Post by Erik Meltzer
was wohl schnell zu "Ente" verkürzt wurde, und war
auch für die damalige Zeit nicht eben ein Ausbund an Temperament.
Du kennst die Zeit nicht.
Selbst der vergleichsweise üppig motorisierte Käfer hatte
zu der Ente Glanzzeiten, den 60er und 70er Jahren, einen
Ruf als fahrendes Verkehrshindernis. Goggo, Isetta und
ähnliche Rollermobile, die unzweifelhaft noch lahmer waren,
dürften da schon so gut wie ausgestorben gewesen sein.
Naja, auch heute gibt es immer noch irgendwelche "lustigen"
Kleinfahrzeuge die wirklich ein fahrendes Verkehrshindernis sind, wenn
die mit 45 durch die Gegend bummeln. Da war der Goggo schon etwas besser
- oder der DAF mit seiner Variomatic, der auch nur max. 90 konnte, aber
schneller als der Goggo mit seinen 80 KM/h war. ,-)



mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
--
Trage es lachend
Detlef Meißner
2018-10-09 14:01:36 UTC
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Post by Hartmut Ott
Post by Erik Meltzer
Doch. Kam zwar aus dem Niederländischen, ist aber auch
im Deutschen üblich gewesen. Zumal die gefühlte Häßlichkeit
in den Augen der Normalauto-Fahrer die gefühlte Lahmheit
anfangs sicher überwog.
So als ehemaliger Entenfahrer, schnell war die Ente ganz sicher nicht,
aber trotzdem erinnere ich mich noch recht gut an die vielen
vergeblichen Überholmanöver um langsam fahrendene Mercedes zu überholen,
dessen Fahrer, wenn sie die Ente links vor sich sahen wohl vor Schreck
das Gaspedal durchdrücken.
Och, mit Schwung war sie durchaus schnell. Das Problem war die
Beschleunigung, besonders am Berg mit 4 oder 5 Insassen.
Als wir (3 Personen plus Gepäck) auf einer Bergstraße wegen Staus
anhalten mussten, kam das Fahrzeug nicht mehr in Gang. Ich musste
aussteigen und schieben, dann aber schnell in das fahrende Fahrzeug
springen. Ein Erlebnis, das man nicht vergisst. ;-)

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Frank Hucklenbroich
2018-10-09 14:18:45 UTC
Antworten
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Post by Hartmut Ott
Da war der Goggo schon etwas besser
- oder der DAF mit seiner Variomatic, der auch nur max. 90 konnte, aber
schneller als der Goggo mit seinen 80 KM/h war. ,-)
Der DAF konnte die 90 aber auch rückwärts. Probier das mal mit einem
Porsche!

Grüße,

Frank
Henning Sponbiel
2018-10-09 09:55:57 UTC
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Post by Erik Meltzer
Post by Erik Meltzer
Meine Theorie: es stammt von der Citroën-"Ente", dem 2 CV.
Der wurde in Deutschland ja anfangs gern als "häßliches Entlein"
tituliert,
Nein.
Doch. Kam zwar aus dem Niederländischen, ist aber auch
im Deutschen üblich gewesen. Zumal die gefühlte Häßlichkeit
in den Augen der Normalauto-Fahrer die gefühlte Lahmheit
anfangs sicher überwog.
Wikipedia stützt deine Meinung:

,° [ https://de.wikipedia.org/wiki/Citro%C3%ABn_2CV#Name_und_Spitznamen ] °.
° °
° Im deutschsprachigen Raum wurde das Modell umgangssprachlich „Ente“ °
° genannt. Diese Bezeichnung ist aus den Niederlanden übernommen worden, °
° wo ein Journalist 1948 den Wagen beim ersten Anblick als de lelijke eend °
° („das hässliche Entlein“) bezeichnete,[15] nach dem gleichnamigen °
° Märchen von Hans Christian Andersen. Somit war das Fahrzeug (und auch °
° ein Club) in den 1950er Jahren schon so getauft, bevor 1959 der Import °
° nach Deutschland begann. Sehr spät wurde der Ausdruck von Citroën in °
° Deutschland selbst aufgegriffen. °
° °
° Auch in anderen nordeuropäischen Sprachräumen hat der 2CV einen aus °
° dieser niederländischen Wurzel abgeleiteten Namen bekommen, so ugly °
° duckling im Englischen. °
° °
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°´


Henning
Frank Hucklenbroich
2018-10-09 06:33:25 UTC
Antworten
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Post by Erik Meltzer
Moin!
Ich frug mich gerade, woher der Ausdruck "lahme Ente" stammt --
der Entenvogel hat ja nichts sonderlich Langsames an sich, finde
ich. Meine Theorie: es stammt von der Citroën-"Ente", dem 2 CV.
Das glaube ich weniger, denn auch in den USA gibt es den Begriff "lame
duck" (hier für Präsidenten vor dem Ende der zweiten Amtszeit verwendet).

Und der Anteil von 2CV dürfte in den USA immer überschaubar gering gewesen
sein.

Grüße,

Frank
Roland Franzius
2018-10-09 06:46:27 UTC
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Post by Erik Meltzer
Moin!
Ich frug mich gerade, woher der Ausdruck "lahme Ente" stammt --
der Entenvogel hat ja nichts sonderlich Langsames an sich, finde
ich.  Meine Theorie: es stammt von der Citroën-"Ente", dem 2 CV.
Der wurde in Deutschland ja anfangs gern als "häßliches Entlein"
tituliert, was wohl schnell zu "Ente" verkürzt wurde, und war
auch für die damalige Zeit nicht eben ein Ausbund an Temperament.
Könnte sich tatsächlich die Beschimpfung des Automobils durch
genervte Hinterherfahrer als "lahme Ente" verselbständigt haben,
so daß alsbald auch (andere) trödelnde Menschen mit diesem
Begriff belegt wurden?
Vermutlich von der Amsterdamer Börse, dann als lame duck in London
übernommen.

https://books.google.de/books?id=0JlXAAAAcAAJ&pg=PT3&dq=%22lahme+ente%22&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjm4tqT3_jdAhXNDewKHWLECDAQ6AEILDAB#v=onepage&q=%22lahme%20ente%22&f=false

Wie man sieht, galt die Zahlungsunfähigkeit an der Börse als normales
Phänomen und wurde außer durch Ausschluss von Spieltisch nicht weiter
verfolgt, das es sich um Spiel- und Ehrenschulden handelte.



https://books.google.com/ngrams/graph?content=Lahme+Ente&case_insensitive=on&year_start=1800&year_end=2000&corpus=20&smoothing=3&share=&direct_url=t1%3B%2Clahme%20Ente%3B%2Cc0

Zeigt, dass sich der Begriff im Deutschen an der Börse in der
Nachnapoleonischen Ära einbürgert.

Ich meine, irgendwann mal gelesen zu haben, dass der Begriff sich
ursprünglich vom Verhalten von Entenmüttern herleitet, die bei Angriff
vom Fuchs auf einem Fuß lahmen, den Fuchs vom Nest wie eine leichte
Beute weglocken und dann plötzlich wieder auffliegen.

Leider ist die "lame duck"-Seite auf etymonline.com zur Zeit auf Status 404.
--
Roland Franzius
Roland Franzius
2018-10-09 06:58:40 UTC
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Post by Roland Franzius
Post by Erik Meltzer
Moin!
Ich frug mich gerade, woher der Ausdruck "lahme Ente" stammt --
der Entenvogel hat ja nichts sonderlich Langsames an sich, finde
ich.  Meine Theorie: es stammt von der Citroën-"Ente", dem 2 CV.
Der wurde in Deutschland ja anfangs gern als "häßliches Entlein"
tituliert, was wohl schnell zu "Ente" verkürzt wurde, und war
auch für die damalige Zeit nicht eben ein Ausbund an Temperament.
Könnte sich tatsächlich die Beschimpfung des Automobils durch
genervte Hinterherfahrer als "lahme Ente" verselbständigt haben,
so daß alsbald auch (andere) trödelnde Menschen mit diesem
Begriff belegt wurden?
Vermutlich von der Amsterdamer Börse, dann als lame duck in London
übernommen.
https://books.google.de/books?id=0JlXAAAAcAAJ&pg=PT3&dq=%22lahme+ente%22&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjm4tqT3_jdAhXNDewKHWLECDAQ6AEILDAB#v=onepage&q=%22lahme%20ente%22&f=false
Wie man sieht, galt die Zahlungsunfähigkeit an der Börse als normales
Phänomen und wurde außer durch Ausschluss von Spieltisch nicht weiter
verfolgt, das es sich um Spiel- und Ehrenschulden handelte.
https://books.google.com/ngrams/graph?content=Lahme+Ente&case_insensitive=on&year_start=1800&year_end=2000&corpus=20&smoothing=3&share=&direct_url=t1%3B%2Clahme%20Ente%3B%2Cc0
Zeigt, dass sich der Begriff im Deutschen an der Börse in der
Nachnapoleonischen Ära einbürgert.
Ich meine, irgendwann mal gelesen zu haben, dass der Begriff sich
ursprünglich vom Verhalten von Entenmüttern herleitet, die bei Angriff
vom Fuchs auf einem Fuß lahmen, den Fuchs vom Nest wie eine leichte
Beute weglocken und dann plötzlich wieder auffliegen.
Leider ist die "lame duck"-Seite auf etymonline.com zur Zeit auf Status 404.
Ingrid:

https://books.google.de/books?id=z3gKAAAAIAAJ&pg=PA126&dq=%22lame+duck%22&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiDu53M4vjdAhWnNOwKHZGbC2gQ6AEIYzAI#v=onepage&q=%22lame%20duck%22&f=false

confirms the story.
--
Roland Franzius
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