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"Fucken": Sprachwissenschaftler - Junge Leute schimpfen sexualisierter
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Peter Snoekbaars
2020-01-08 08:05:53 UTC
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Berlin (dpa). Jüngere Menschen in Deutschland schimpfen sexualisierter
als ältere Generationen. Der Sprachwissenschaftler André Meinunger hat
bei jungen Leuten beobachtet: „Deutsche fluchen eigentlich sehr fäkal,
während Amerikaner und Engländer aber auch Italiener eher sexuelle
Schimpfwörter haben.“ Doch es habe in den letzten Jahren einen Wandel
gegeben, das Deutsche passe sich an. Also die Nutzung des Wortes „Fuck“
zum Beispiel habe sich stark ausgebreitet, sagt Meinunger.




Eine Leipziger LINKE will alle alten weißen Männer "fucken".

Haben sich schon Schlangen vor ihrem Wohnklo gebildet?

Peter
Detlef Meißner
2020-01-08 10:00:39 UTC
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Post by Peter Snoekbaars
Berlin (dpa). Jüngere Menschen in Deutschland schimpfen sexualisierter
als ältere Generationen. Der Sprachwissenschaftler André Meinunger hat
bei jungen Leuten beobachtet: „Deutsche fluchen eigentlich sehr fäkal,
während Amerikaner und Engländer aber auch Italiener eher sexuelle
Schimpfwörter haben.“ Doch es habe in den letzten Jahren einen Wandel
gegeben, das Deutsche passe sich an. Also die Nutzung des Wortes „Fuck“
zum Beispiel habe sich stark ausgebreitet, sagt Meinunger.
Eine Leipziger LINKE will alle alten weißen Männer "fucken".
Haben sich schon Schlangen vor ihrem Wohnklo gebildet?
Schau doch einfach mal aus dem Fenster!

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
René Marquardt
2020-01-08 23:28:35 UTC
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Post by Peter Snoekbaars
Berlin (dpa). Jüngere Menschen in Deutschland schimpfen sexualisierter
als ältere Generationen. Der Sprachwissenschaftler André Meinunger hat
bei jungen Leuten beobachtet: „Deutsche fluchen eigentlich sehr fäkal,
während Amerikaner und Engländer aber auch Italiener eher sexuelle
Schimpfwörter haben.“
Doch es habe in den letzten Jahren einen Wandel
gegeben, das Deutsche passe sich an. Also die Nutzung des Wortes „Fuck“
zum Beispiel habe sich stark ausgebreitet, sagt Meinunger.
Mit Meinungern ist es wie mit Arschloechern, jeder hat eins usw.
Schon Jahrzehnte bevor der liebe Andre an der Karl-Marx-Uni in Leipzisch
seine Sprachstudien aufnahm, benannte man sich wechselseitig als
"arschgefickten Tempeldiener" und "Hundsfott."
Es ist der allgemeinen Debilitaet zu zurechnen, dass man heute in Deutschland
auf muehselig uebertragene Schimpfwoerter aus dem Ausland benutzen moechte,
so offen, bunt und vielfaeltig; und dann komischerweise doch nur fad und einerlei.
Ach, wenn wir doch nur jemanden haetten, der uns die Flucherei so richtig
wissenschaftlich erklaeren koennte. Oder wenn der Doktor Meinunger von
ihm gehoert haette.
Heinz Brückner
2020-01-09 00:04:26 UTC
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am Wed, 8 Jan 2020 15:28:35 -0800 (PST) schrieb René Marquardt
Post by René Marquardt
Ach, wenn wir doch nur jemanden haetten, der uns die Flucherei so richtig
wissenschaftlich erklaeren koennte. Oder wenn der Doktor Meinunger von
ihm gehoert haette.
À propos: Wo ist denn "unser" Maledictologe abgeblieben?

HeB
Thomas Schade
2020-01-09 07:45:10 UTC
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Post by Heinz Brückner
am Wed, 8 Jan 2020 15:28:35 -0800 (PST) schrieb René Marquardt
Post by René Marquardt
Ach, wenn wir doch nur jemanden haetten, der uns die Flucherei so richtig
wissenschaftlich erklaeren koennte. Oder wenn der Doktor Meinunger von
ihm gehoert haette.
À propos: Wo ist denn "unser" Maledictologe abgeblieben?
Im letzten Jahr von uns gegangen.

<https://www.sueddeutsche.de/bayern/nachruf-auf-reinhold-aman-erforscher-der-schimpfwoerter-1.4372408>


Ciao
Toscha
--
Und wenn alle von einer Brücke springen, springst du dann hinterher?
Nein, dann ist das Problem ja gelöst.
U***@web.de
2020-01-09 11:36:37 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Peter Snoekbaars
Berlin (dpa). Jüngere Menschen in Deutschland schimpfen sexualisierter
als ältere Generationen. Der Sprachwissenschaftler André Meinunger hat
bei jungen Leuten beobachtet: „Deutsche fluchen eigentlich sehr fäkal,
während Amerikaner und Engländer aber auch Italiener eher sexuelle
Schimpfwörter haben.“
Doch es habe in den letzten Jahren einen Wandel
gegeben, das Deutsche passe sich an. Also die Nutzung des Wortes „Fuck“
zum Beispiel habe sich stark ausgebreitet, sagt Meinunger.
Mit Meinungern ist es wie mit Arschloechern, jeder hat eins usw.
Schon Jahrzehnte bevor der liebe Andre an der Karl-Marx-Uni in Leipzisch
seine Sprachstudien aufnahm, benannte man sich wechselseitig als
"arschgefickten Tempeldiener" und "Hundsfott."
Letzteren Begriff darf und hat man wohl als ausgestorben zu betrachten.
U***@web.de
2020-01-09 11:43:03 UTC
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Post by U***@web.de
Post by René Marquardt
Post by Peter Snoekbaars
Berlin (dpa). Jüngere Menschen in Deutschland schimpfen sexualisierter
als ältere Generationen. Der Sprachwissenschaftler André Meinunger hat
bei jungen Leuten beobachtet: „Deutsche fluchen eigentlich sehr fäkal,
während Amerikaner und Engländer aber auch Italiener eher sexuelle
Schimpfwörter haben.“
Doch es habe in den letzten Jahren einen Wandel
gegeben, das Deutsche passe sich an. Also die Nutzung des Wortes „Fuck“
zum Beispiel habe sich stark ausgebreitet, sagt Meinunger.
Mit Meinungern ist es wie mit Arschloechern, jeder hat eins usw.
Schon Jahrzehnte bevor der liebe Andre an der Karl-Marx-Uni in Leipzisch
seine Sprachstudien aufnahm, benannte man sich wechselseitig als
"arschgefickten Tempeldiener" und "Hundsfott."
Letzteren Begriff darf und hat man wohl als ausgestorben zu betrachten.
Mift, der Satz war verkorkst. Das echte Modalverb
braucht den unerweiterten Infinitiv.
Frank Hucklenbroich
2020-01-09 08:45:17 UTC
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Post by Peter Snoekbaars
Berlin (dpa). Jüngere Menschen in Deutschland schimpfen sexualisierter
als ältere Generationen. Der Sprachwissenschaftler André Meinunger hat
bei jungen Leuten beobachtet: „Deutsche fluchen eigentlich sehr fäkal,
während Amerikaner und Engländer aber auch Italiener eher sexuelle
Schimpfwörter haben.“ Doch es habe in den letzten Jahren einen Wandel
gegeben, das Deutsche passe sich an. Also die Nutzung des Wortes „Fuck“
zum Beispiel habe sich stark ausgebreitet, sagt Meinunger.
Das könnte auch ein Stück weit an der Gamingkultur liegen, viele junge
Leute spielen heute Online-Games am Computer, oft wird dabei auch
gechattet. Und weil die Mitspieler mitunter auch im Ausland sitzen, läuft
der Chat in Englisch.
Und da gewöhnt man sich dann die englischen Schimpfwörter an, und die
rutschen dann mitunter ins Deutsche, da ist dann eine "blöde Sache" auf
einmal "fucking retarded!".

Grüße,

Frank
Benno Freistoß
2020-01-09 10:39:11 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Peter Snoekbaars
Berlin (dpa). Jüngere Menschen in Deutschland schimpfen sexualisierter
als ältere Generationen. Der Sprachwissenschaftler André Meinunger hat
bei jungen Leuten beobachtet: „Deutsche fluchen eigentlich sehr fäkal,
während Amerikaner und Engländer aber auch Italiener eher sexuelle
Schimpfwörter haben.“ Doch es habe in den letzten Jahren einen Wandel
gegeben, das Deutsche passe sich an. Also die Nutzung des Wortes „Fuck“
zum Beispiel habe sich stark ausgebreitet, sagt Meinunger.
Das könnte auch ein Stück weit an der Gamingkultur liegen, viele junge
Leute spielen heute Online-Games am Computer, oft wird dabei auch
gechattet. Und weil die Mitspieler mitunter auch im Ausland sitzen, läuft
der Chat in Englisch.
Und da gewöhnt man sich dann die englischen Schimpfwörter an, und die
rutschen dann mitunter ins Deutsche, da ist dann eine "blöde Sache" auf
einmal "fucking retarded!".
Der behinderte Attentäter in Halle hat in seinem video auch ständig
"fucking" gefaselt. Eben ein echter "Nazi"!

Benno
Ole Jansen
2020-01-09 11:30:56 UTC
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Post by Benno Freistoß
Der behinderte Attentäter in Halle hat in seinem video auch ständig
"fucking" gefaselt. Eben ein echter "Nazi"!
Oder Österreicher?
<Loading Image...>

O.J.
Andreas Karrer
2020-01-10 00:23:18 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Peter Snoekbaars
Berlin (dpa). Jüngere Menschen in Deutschland schimpfen sexualisierter
als ältere Generationen. Der Sprachwissenschaftler André Meinunger hat
bei jungen Leuten beobachtet: „Deutsche fluchen eigentlich sehr fäkal,
während Amerikaner und Engländer aber auch Italiener eher sexuelle
Schimpfwörter haben.“ Doch es habe in den letzten Jahren einen Wandel
gegeben, das Deutsche passe sich an. Also die Nutzung des Wortes „Fuck“
zum Beispiel habe sich stark ausgebreitet, sagt Meinunger.
Das könnte auch ein Stück weit an der Gamingkultur liegen, viele junge
Leute spielen heute Online-Games am Computer, oft wird dabei auch
gechattet. Und weil die Mitspieler mitunter auch im Ausland sitzen, läuft
der Chat in Englisch.
Unter "Chat" muss man sich nicht unbedingt nur "Instant Messaging"
vorstellen. Die Kids (nagut, unsere) hocken mit Kopfhörer und Mikrofon
vor dem Computer und parlieren auf englisch. Da lernen sie wirklich
englsich reden; mit 11, 12 konnten die ohne weiteres längere
Unterhaltungen mit der kanadischen Wohnungsnachbarin führen. Beide
haben eine 6 in Englisch (die beste Note, entspricht 1 in D).

Ich höre, was die da ins Mikrofon reinreden; was die anderen sagen,
höre ich nur selten, wenn auf Lautsprecher umgeschaltet wird. Fuck und
shit kommen vor, aber nicht soo häufig, damn und asshole gelegentlich.
Cunt, bitch, cocksucker, wanker, dickhead, motherfucker eher nicht.

Die Amis haben übrigens regionale Vorlieben für derlei Wörter. Nach
https://www.theguardian.com/us-news/2015/jul/17/map-curse-words-united-states-shit-asshole-fuck-fuckboy
sagt man damn, shit und bitch vor allem im Deep South, cunt im Upper
Midwest und im nördlichen Neuengland, Washington und Oregon, während
dem Kalifornier alles fuck ist.

- Andi
René Marquardt
2020-01-10 00:34:42 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Peter Snoekbaars
Berlin (dpa). Jüngere Menschen in Deutschland schimpfen sexualisierter
als ältere Generationen. Der Sprachwissenschaftler André Meinunger hat
bei jungen Leuten beobachtet: „Deutsche fluchen eigentlich sehr fäkal,
während Amerikaner und Engländer aber auch Italiener eher sexuelle
Schimpfwörter haben.“ Doch es habe in den letzten Jahren einen Wandel
gegeben, das Deutsche passe sich an. Also die Nutzung des Wortes „Fuck“
zum Beispiel habe sich stark ausgebreitet, sagt Meinunger.
Das könnte auch ein Stück weit an der Gamingkultur liegen, viele junge
Leute spielen heute Online-Games am Computer, oft wird dabei auch
gechattet. Und weil die Mitspieler mitunter auch im Ausland sitzen, läuft
der Chat in Englisch.
Unter "Chat" muss man sich nicht unbedingt nur "Instant Messaging"
vorstellen. Die Kids (nagut, unsere) hocken mit Kopfhörer und Mikrofon
vor dem Computer und parlieren auf englisch. Da lernen sie wirklich
englsich reden; mit 11, 12 konnten die ohne weiteres längere
Unterhaltungen mit der kanadischen Wohnungsnachbarin führen. Beide
haben eine 6 in Englisch (die beste Note, entspricht 1 in D).
Ich höre, was die da ins Mikrofon reinreden; was die anderen sagen,
höre ich nur selten, wenn auf Lautsprecher umgeschaltet wird. Fuck und
shit kommen vor, aber nicht soo häufig, damn und asshole gelegentlich.
Cunt, bitch, cocksucker, wanker, dickhead, motherfucker eher nicht.
Die Amis haben übrigens regionale Vorlieben für derlei Wörter. Nach
https://www.theguardian.com/us-news/2015/jul/17/map-curse-words-united-states-shit-asshole-fuck-fuckboy
sagt man damn, shit und bitch vor allem im Deep South, cunt im Upper
Midwest und im nördlichen Neuengland, Washington und Oregon, während
dem Kalifornier alles fuck ist.
Ich darf fuer mich in Anspruch nehmen, dass ich berk und bell-end in Texas
eingefuehrt habe. Twunt hat jemand anders auf dem Gewissen.
Frank Hucklenbroich
2020-01-10 07:40:09 UTC
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Post by René Marquardt
Ich darf fuer mich in Anspruch nehmen, dass ich berk und bell-end in Texas
eingefuehrt habe. Twunt hat jemand anders auf dem Gewissen.
Rey wäre stolz auf Dich gewesen!

Grüße,

Frank
Frank Hucklenbroich
2020-01-10 07:38:53 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Peter Snoekbaars
Berlin (dpa). Jüngere Menschen in Deutschland schimpfen sexualisierter
als ältere Generationen. Der Sprachwissenschaftler André Meinunger hat
bei jungen Leuten beobachtet: „Deutsche fluchen eigentlich sehr fäkal,
während Amerikaner und Engländer aber auch Italiener eher sexuelle
Schimpfwörter haben.“ Doch es habe in den letzten Jahren einen Wandel
gegeben, das Deutsche passe sich an. Also die Nutzung des Wortes „Fuck“
zum Beispiel habe sich stark ausgebreitet, sagt Meinunger.
Das könnte auch ein Stück weit an der Gamingkultur liegen, viele junge
Leute spielen heute Online-Games am Computer, oft wird dabei auch
gechattet. Und weil die Mitspieler mitunter auch im Ausland sitzen, läuft
der Chat in Englisch.
Unter "Chat" muss man sich nicht unbedingt nur "Instant Messaging"
vorstellen. Die Kids (nagut, unsere) hocken mit Kopfhörer und Mikrofon
vor dem Computer und parlieren auf englisch.
Genau das meinte ich mit "Chat". Unser Sohn macht das auch. Je nach
Spielsituation kommt da auch mal ein genervtes "Holy Fuck!", oder ähnliches
in der Richtung.
Post by Andreas Karrer
Da lernen sie wirklich
englsich reden; mit 11, 12 konnten die ohne weiteres längere
Unterhaltungen mit der kanadischen Wohnungsnachbarin führen.
Ja, für die Sprachentwicklung ist das gut, und ich finde es nicht schlimm,
wenn da das eine oder andere Schimpfwort gelernt wird. Zumindest in den USA
reden die normalen Leute wirklich so, da fließen ständig Kraftausdrücke mit
ein.
Post by Andreas Karrer
Beide
haben eine 6 in Englisch (die beste Note, entspricht 1 in D).
Ich höre, was die da ins Mikrofon reinreden; was die anderen sagen,
höre ich nur selten, wenn auf Lautsprecher umgeschaltet wird. Fuck und
shit kommen vor, aber nicht soo häufig, damn und asshole gelegentlich.
Cunt, bitch, cocksucker, wanker, dickhead, motherfucker eher nicht.
"Cunt" ist dezidiert britisch, das sagen die Amis nicht. In England ist das
eine recht beliebte Beleidigung einer Person gegenüber (egal welchen
Geschlechts). Die Toten Hosen haben auf einer ihrer Live CDs ein Cover von
dem spanischen Lied "Guantanamera", hier umgetextet in "Cunt in the
mirror".
Post by Andreas Karrer
Die Amis haben übrigens regionale Vorlieben für derlei Wörter. Nach
https://www.theguardian.com/us-news/2015/jul/17/map-curse-words-united-states-shit-asshole-fuck-fuckboy
sagt man damn, shit und bitch vor allem im Deep South, cunt im Upper
Midwest und im nördlichen Neuengland, Washington und Oregon, während
dem Kalifornier alles fuck ist.
Gut möglich, in Bayern wird ja auch anders geflucht als in Hamburg.

Grüße,

Frank
Uwe Schickedanz
2020-01-10 18:24:46 UTC
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On Fri, 10 Jan 2020 08:38:53 +0100, Frank Hucklenbroich
Post by Frank Hucklenbroich
"Cunt" ist dezidiert britisch, das sagen die Amis nicht. In England ist das
eine recht beliebte Beleidigung einer Person gegenüber (egal welchen
Geschlechts). Die Toten Hosen haben auf einer ihrer Live CDs ein Cover von
dem spanischen Lied "Guantanamera", hier umgetextet in "Cunt in the
mirror".
Stimmt, ist bekannt. Allerdings geht es da _nicht_ um irgendwelche
Beschimpfungen. Und irgendwie /british/ sind die Hosen auch nicht,
also was wolltest Du mit dem Satz sagen?

Gruß Uwe
--
So wie die Attentäter von Brüssel Helden des IS sind,
so ist Nadejda Sawtschenko Heldin des Kiever Regimes. (Netzfundstück)
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Frank Hucklenbroich
2020-01-11 15:22:28 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
On Fri, 10 Jan 2020 08:38:53 +0100, Frank Hucklenbroich
Post by Frank Hucklenbroich
"Cunt" ist dezidiert britisch, das sagen die Amis nicht. In England ist das
eine recht beliebte Beleidigung einer Person gegenüber (egal welchen
Geschlechts). Die Toten Hosen haben auf einer ihrer Live CDs ein Cover von
dem spanischen Lied "Guantanamera", hier umgetextet in "Cunt in the
mirror".
Stimmt, ist bekannt. Allerdings geht es da _nicht_ um irgendwelche
Beschimpfungen. Und irgendwie /british/ sind die Hosen auch nicht,
also was wolltest Du mit dem Satz sagen?
Campino hat sich kürzlich einbürgern lassen, also, einen britischen Pass
bekommen, seine Mutter stammt ja aus England, und er hat auch immer wieder
englische Punk-Songs gecovert.

In dem Lied singt der Sänger davon, wie er nach einer durchzechten Nacht
aufwacht, in der er versucht hat, die Frau seines besten Freundes ins Bett
zu bekommen. Und da schaut er morgens verkatert in den Spiegel und
bezeichnet sich selbst als "Cunt", was in dem Zusammenhang wohl so viel wie
"Arschloch" bedeuten soll. Also durchaus eine (Selbst-)Beschimpfung.

Grüße,

Frank
Frank Hucklenbroich
2020-01-11 19:44:55 UTC
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On Sat, 11 Jan 2020 16:22:28 +0100, Frank Hucklenbroich
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Uwe Schickedanz
On Fri, 10 Jan 2020 08:38:53 +0100, Frank Hucklenbroich
Post by Frank Hucklenbroich
"Cunt" ist dezidiert britisch, das sagen die Amis nicht. In England ist das
eine recht beliebte Beleidigung einer Person gegenüber (egal welchen
Geschlechts). Die Toten Hosen haben auf einer ihrer Live CDs ein Cover von
dem spanischen Lied "Guantanamera", hier umgetextet in "Cunt in the
mirror".
Stimmt, ist bekannt. Allerdings geht es da _nicht_ um irgendwelche
Beschimpfungen. Und irgendwie /british/ sind die Hosen auch nicht,
also was wolltest Du mit dem Satz sagen?
Campino hat sich kürzlich einbürgern lassen, also, einen britischen Pass
bekommen, seine Mutter stammt ja aus England, und er hat auch immer wieder
englische Punk-Songs gecovert.
In dem Lied singt der Sänger davon, wie er nach einer durchzechten Nacht
aufwacht, in der er versucht hat, die Frau seines besten Freundes ins Bett
zu bekommen. Und da schaut er morgens verkatert in den Spiegel und
bezeichnet sich selbst als "Cunt", was in dem Zusammenhang wohl so viel wie
"Arschloch" bedeuten soll. Also durchaus eine (Selbst-)Beschimpfung.
Ich habe mir das jetzt nochmal ernsthaft angehört und du hast recht.
Offenbar hat mich da meine Erinnerung getäuscht, denn da hieß es: "i
saw _her_ cunt in the mirror".
Oder gibt es eine alternative Textfassung außer #15 von Love Peace &
Money?
Ich kenne nur die Live Version von diesem Album:

https://de.wikipedia.org/wiki/Im_Auftrag_des_Herrn

Und "her" macht keinen Sinn, weil in dem Text ja gar keine Frau dabei ist
(es blieb beim Versuch am Vorabend), und erst recht keine, die irgendwie im
Spiegel betrachtet wird. Er schaut am Morgen danach in den Spiegel und
hasst sich selbst für das, was er gemacht hat. "Big hairy Cunt in the
mirror" ist sicher auch ein Wortspiel, denn Haare hat der Campino ja ;-)

Und wo wir gerade bei diesem schönen Schimpfwort sind, hier noch ein Link
zum Video von "Three Lions":

https://www.youtube.com/watch?time_continue=197&v=oyoy2_7FegI&feature=emb_logo

Etwa bei Minute 3:00, wo die Engländer auf dem Parkplatz gegen die
Deutschen kicken, bei denen steht dann auf dem Rücken als Spielername
"Kuntz" (und Kliensmann).

Subtiler, britischer Humor.

Und auf einigen Fassungen auf Youtube hat man das "Kuntz" sogar
weggepixelt, unfassbar.

Übrigens gemünzt auf Stefan Kuntz:

https://www.morgenpost.de/sport/article211044861/Kuntz-und-England-da-war-doch-was.html

Und in dem Zeitungsartikel trauen die sich nicht mal, das Wortspiel richtig
zu erklären:

"Diese tragen Vokuhilas, Schnauzbärte – und fast alle den Schriftzug
„Kuntz“ auf dem Trikot. Wegen jenes Tores, aber auch, weil die Engländer
den Namen so lustig finden."

Soso, lustig ;-)

Grüße,

Frank
U***@web.de
2020-01-11 12:01:17 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Andreas Karrer
Beide
haben eine 6 in Englisch (die beste Note, entspricht 1 in D).
Ich höre, was die da ins Mikrofon reinreden; was die anderen sagen,
höre ich nur selten, wenn auf Lautsprecher umgeschaltet wird. Fuck und
shit kommen vor, aber nicht soo häufig, damn und asshole gelegentlich.
Cunt, bitch, cocksucker, wanker, dickhead, motherfucker eher nicht.
"Cunt" ist dezidiert britisch, das sagen die Amis nicht. In England ist das
eine recht beliebte Beleidigung einer Person gegenüber (egal welchen
Geschlechts).
Wie frz. 'con', besonders beliebt neben anderen Verbalinjurien
in der Südhälfte Frankreichs?

Gruß, ULF
Frank Hucklenbroich
2020-01-11 15:23:48 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Andreas Karrer
Beide
haben eine 6 in Englisch (die beste Note, entspricht 1 in D).
Ich höre, was die da ins Mikrofon reinreden; was die anderen sagen,
höre ich nur selten, wenn auf Lautsprecher umgeschaltet wird. Fuck und
shit kommen vor, aber nicht soo häufig, damn und asshole gelegentlich.
Cunt, bitch, cocksucker, wanker, dickhead, motherfucker eher nicht.
"Cunt" ist dezidiert britisch, das sagen die Amis nicht. In England ist das
eine recht beliebte Beleidigung einer Person gegenüber (egal welchen
Geschlechts).
Wie frz. 'con', besonders beliebt neben anderen Verbalinjurien
in der Südhälfte Frankreichs?
Möglicherweise, so gut ist mein Französisch nicht, ich kenne "con" und
"boche" (für Deutsche), kann aber zur Verbreitung nichts sagen.

Grüße,

Frank
Ewald Pfau
2020-01-11 16:38:38 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by U***@web.de
Post by Frank Hucklenbroich
"Cunt" ist dezidiert britisch, das sagen die Amis nicht. In England ist
das eine recht beliebte Beleidigung einer Person gegenüber (egal welchen
Geschlechts).
Wie frz. 'con', besonders beliebt neben anderen Verbalinjurien
in der Südhälfte Frankreichs?
Möglicherweise, so gut ist mein Französisch nicht, ich kenne "con" und
"boche" (für Deutsche), kann aber zur Verbreitung nichts sagen.
Con sollte eher der Idiot sein, irgendwie noch zur Deskription geeignet (da
war einst ein Filmtitel mit dieser Vokabel, der mir dazu einfällt, leidlich
manierlich und deskriptiv-süffisant gemeint). Die explizite Mitteilung der
Verachtung wie beim deutschen Hinterteil ist damit noch nicht so stark
ausgedrückt.

Im Elsaß hörte ich die Leute brav frz parlieren, aber wenn sie fluchen oder
sich beschimpfen wollten, wurde flugs ins Deutsche gewechselt.
Frank Hucklenbroich
2020-01-11 19:46:28 UTC
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Post by Ewald Pfau
Im Elsaß hörte ich die Leute brav frz parlieren, aber wenn sie fluchen oder
sich beschimpfen wollten, wurde flugs ins Deutsche gewechselt.
"Du alter Schweinhund" ist ja auch tausendmal schöner, als ein schnödes
"con".

Grüße,

Frank

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