Discussion:
Laengenkennzeichnung mit "h"
(zu alt für eine Antwort)
Stefan Ram
2021-10-07 23:18:28 UTC
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Ich glaube, es war Behagel, bei dem ich folgende Geschichte las:

"Stahl" schrieb und sprach man früher (vor dem Neuhochdeutschen):
"stahel". Dann wurde das "h" nicht mehr gesprochen, also sprach man
dann wohl "stael", schrieb aber weiterhin "stahel" (vgl. unser
heutiges "gehen"). Schließlich wurde die Lautfolge "ae" zu einem
langen "a", aber man behielt das "h" in der Schreibung "Stahl" bei.

Die Längung des "a" kommt, wie ich es verstehe, daher, daß aus dem
"ae" eigentlich nicht "a", sondern "aa" wurde. Aber da in diesem Fall
das "h" in der Schreibung erhalten blieb, interpretierte man dies
dann als Zeichen für eine Längung!

Dies würde also - zumindest im Falle dieses Wortes, aber wohl auch
noch in anderen ähnlichen Fällen - erklären, wie es überhaupt dazu
kam, daß man "h" heute auch in der Funktion als Kennzeichnung einer
Längung versteht.
Heinz Brückner
2021-10-08 14:56:23 UTC
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Post by Stefan Ram
"stahel". Dann wurde das "h" nicht mehr gesprochen, also sprach man
dann wohl "stael", schrieb aber weiterhin "stahel" (vgl. unser
heutiges "gehen"). Schließlich wurde die Lautfolge "ae" zu einem
langen "a", aber man behielt das "h" in der Schreibung "Stahl" bei.
Die Längung des "a" kommt, wie ich es verstehe, daher, daß aus dem
"ae" eigentlich nicht "a", sondern "aa" wurde. Aber da in diesem Fall
das "h" in der Schreibung erhalten blieb, interpretierte man dies
dann als Zeichen für eine Längung!
Und warum verschwand das e aus der Schreibung, während das h blieb?
Da war doch damals diese famose Kulturherzögekonferenz
mit ihrer Silbenlängungsreform ...
Quinn C
2021-10-08 22:05:32 UTC
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Post by Stefan Ram
"stahel". Dann wurde das "h" nicht mehr gesprochen, also sprach man
dann wohl "stael", schrieb aber weiterhin "stahel" (vgl. unser
heutiges "gehen"). Schließlich wurde die Lautfolge "ae" zu einem
langen "a", aber man behielt das "h" in der Schreibung "Stahl" bei.
Die Längung des "a" kommt, wie ich es verstehe, daher, daß aus dem
"ae" eigentlich nicht "a", sondern "aa" wurde. Aber da in diesem Fall
das "h" in der Schreibung erhalten blieb, interpretierte man dies
dann als Zeichen für eine Längung!
Und warum verschwand das e aus der Schreibung, während das h blieb?
Das ist in obigem doch beantwortet.

Es kommt öfter vor, daß mir Fragen von Dir als grenzwertig trollig
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Stefan Schmitz
2021-10-09 12:30:28 UTC
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Post by Quinn C
Post by Stefan Ram
"stahel". Dann wurde das "h" nicht mehr gesprochen, also sprach man
dann wohl "stael", schrieb aber weiterhin "stahel" (vgl. unser
heutiges "gehen"). Schließlich wurde die Lautfolge "ae" zu einem
langen "a", aber man behielt das "h" in der Schreibung "Stahl" bei.
Die Längung des "a" kommt, wie ich es verstehe, daher, daß aus dem
"ae" eigentlich nicht "a", sondern "aa" wurde. Aber da in diesem Fall
das "h" in der Schreibung erhalten blieb, interpretierte man dies
dann als Zeichen für eine Längung!
Und warum verschwand das e aus der Schreibung, während das h blieb?
Das ist in obigem doch beantwortet.
Wo denn?
Quinn C
2021-10-09 14:55:32 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by Quinn C
Post by Stefan Ram
"stahel". Dann wurde das "h" nicht mehr gesprochen, also sprach man
dann wohl "stael", schrieb aber weiterhin "stahel" (vgl. unser
heutiges "gehen"). Schließlich wurde die Lautfolge "ae" zu einem
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Post by Stefan Schmitz
Post by Quinn C
Post by Stefan Ram
langen "a", aber man behielt das "h" in der Schreibung "Stahl" bei.
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Post by Stefan Schmitz
Post by Quinn C
Post by Stefan Ram
Die Längung des "a" kommt, wie ich es verstehe, daher, daß aus dem
"ae" eigentlich nicht "a", sondern "aa" wurde. Aber da in diesem Fall
das "h" in der Schreibung erhalten blieb, interpretierte man dies
dann als Zeichen für eine Längung!
Und warum verschwand das e aus der Schreibung, während das h blieb?
Das ist in obigem doch beantwortet.
Wo denn?
Ich hab's mal markiert.
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Stefan Schmitz
2021-10-09 15:19:00 UTC
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Post by Stefan Schmitz
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Post by Stefan Ram
"stahel". Dann wurde das "h" nicht mehr gesprochen, also sprach man
dann wohl "stael", schrieb aber weiterhin "stahel" (vgl. unser
heutiges "gehen"). Schließlich wurde die Lautfolge "ae" zu einem
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Post by Stefan Schmitz
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Post by Stefan Ram
langen "a", aber man behielt das "h" in der Schreibung "Stahl" bei.
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Post by Stefan Schmitz
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Post by Stefan Ram
Die Längung des "a" kommt, wie ich es verstehe, daher, daß aus dem
"ae" eigentlich nicht "a", sondern "aa" wurde. Aber da in diesem Fall
das "h" in der Schreibung erhalten blieb, interpretierte man dies
dann als Zeichen für eine Längung!
Und warum verschwand das e aus der Schreibung, während das h blieb?
Das ist in obigem doch beantwortet.
Wo denn?
Ich hab's mal markiert.
Da geht es um die Laute, nicht um die Schreibung.

Ulf Kutzner
2021-10-09 09:24:08 UTC
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Post by Stefan Ram
"stahel". Dann wurde das "h" nicht mehr gesprochen, also sprach man
dann wohl "stael", schrieb aber weiterhin "stahel" (vgl. unser
heutiges "gehen"). Schließlich wurde die Lautfolge "ae" zu einem
langen "a", aber man behielt das "h" in der Schreibung "Stahl" bei.
Die Längung des "a" kommt, wie ich es verstehe, daher, daß aus dem
"ae" eigentlich nicht "a", sondern "aa" wurde. Aber da in diesem Fall
das "h" in der Schreibung erhalten blieb, interpretierte man dies
dann als Zeichen für eine Längung!
Und warum verschwand das e aus der Schreibung, während das h blieb?
Es hätte sich insbesondere angeboten, sonnenklar zu machen, ob von Stahl oder stahl
die Rede ist.
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