Discussion:
Ich bin die Leitung
(zu alt für eine Antwort)
Stefan Schmitz
2019-09-09 16:09:26 UTC
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In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen mehr in
Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.

Ist es aber richtig, auch die Person Leitung zu nennen, die die Stelle innehat?
Oder ist der kürzlich im Radio gehörte Satz "Ich bin eine von zwei Leitungen
der xy-Einrichtung" genau so eine Fehlinterpretation der geschlechterneutralen
Sprache, wie es bei der Rechtschreibreform "Video überwacht" ist?

Für mich war Leitung bislang die Gruppe der Leiter und Leiterinnen, nicht ein
einzelnes Mitglied dieser Gruppe. Ansonsten könnte ein Student auch sagen,
er sei einer von 40.000 Studierendenschaften.
Detlef Meißner
2019-09-09 16:13:30 UTC
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Post by Stefan Schmitz
In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen mehr in
Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.
Ist es aber richtig, auch die Person Leitung zu nennen, die die Stelle
innehat? Oder ist der kürzlich im Radio gehörte Satz "Ich bin eine von zwei
Leitungen der xy-Einrichtung" ...
Warum fällt mir dazu der Nullleiter ein ... ähh, Schulligung, die
Nullleitung?

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
Hans
2019-09-09 16:24:05 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Stefan Schmitz
In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen mehr in
Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.
Ist es aber richtig, auch die Person Leitung zu nennen, die die Stelle
innehat? Oder ist der kürzlich im Radio gehörte Satz "Ich bin eine von
zwei Leitungen der xy-Einrichtung" ...
Warum fällt mir dazu der Nullleiter ein ... ähh, Schulligung, die
Nullleitung?
Und die Binnen-I-WichserInnen können auch Neutra "genderisieren". Da
gibt es einen Politiker in Österreich - sein Name sei gnädig
verschwiegen - der mal was sprach von "Mitgliedern und Mitgliederinnen".

Dümmer gehts nimmer, dümmer als die Polizei erlaubt. Dabei war diese
Knabe mal Polizeigeneral, bevor er in die Politik ging".

Hans
Detlef Meißner
2019-09-09 16:27:51 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Stefan Schmitz
In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen mehr in
Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.
Ist es aber richtig, auch die Person Leitung zu nennen, die die Stelle
innehat? Oder ist der kürzlich im Radio gehörte Satz "Ich bin eine von
zwei Leitungen der xy-Einrichtung" ...
Warum fällt mir dazu der Nullleiter ein ... ähh, Schulligung, die
Nullleitung?
Und die Binnen-I-WichserInnen können auch Neutra "genderisieren". Da gibt es
einen Politiker in Österreich - sein Name sei gnädig verschwiegen - der mal
was sprach von "Mitgliedern und Mitgliederinnen".
Vor gut 20 Jahren haben wir damit unsere Späßchen getrieben. Wer hätte
gedacht, dass das mal Realität würde?

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
Hans
2019-09-09 16:39:03 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Hans
Post by Detlef Meißner
Post by Stefan Schmitz
In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen mehr in
Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.
Ist es aber richtig, auch die Person Leitung zu nennen, die die
Stelle innehat? Oder ist der kürzlich im Radio gehörte Satz "Ich bin
eine von zwei Leitungen der xy-Einrichtung" ...
Warum fällt mir dazu der Nullleiter ein ... ähh, Schulligung, die
Nullleitung?
Und die Binnen-I-WichserInnen können auch Neutra "genderisieren". Da
gibt es einen Politiker in Österreich - sein Name sei gnädig
verschwiegen - der mal was sprach von "Mitgliedern und Mitgliederinnen".
Vor gut 20 Jahren haben wir damit unsere Späßchen getrieben. Wer hätte
gedacht, dass das mal Realität würde?
Vermutlich niemand. Wir am allerwenigsten. Immerhin ist diese
Binnen-I-Wichserei meines Wissens noch nicht im Duden aufgenommen worden.

Als ich vor 50 und mehr Jahren studierte, war jeder Student automatisch
Zwangsmitlied der "ÖH", also der "Österreichischen Hochschülerschaft".
Inzwischen nennen diese Irren sich tatsächlich "Österreichische
HochschülerInnenschaft". Ich schrieb denen mal diesbezüglich einen Brief
mit dem sinngemäßen Inhalt "warum dieser Schwachsinn?" - die Antwort war
ein beleidigter Blah-blah-blah-Brief.

Beim Treffen anläßlich des 50-Jahre-Jubiläums der Matura (des Abiturs)
war das auch ein Thema der Gespräche, und die Frauen in der Klasse (ein
Drittel waren Mädchen) sagten auch, daß diese HochschülerInnenschaft ein
Schwachsinn ist und sie sich damals keineswegs abgewertet empfanden, daß
sie Mitglieder der Hochschülerschaft ohne I waren.

Hans
Detlef Meißner
2019-09-09 17:10:19 UTC
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Post by Hans
Post by Detlef Meißner
Post by Detlef Meißner
Post by Stefan Schmitz
In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen mehr in
Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.
Ist es aber richtig, auch die Person Leitung zu nennen, die die Stelle
innehat? Oder ist der kürzlich im Radio gehörte Satz "Ich bin eine von
zwei Leitungen der xy-Einrichtung" ...
Warum fällt mir dazu der Nullleiter ein ... ähh, Schulligung, die
Nullleitung?
Und die Binnen-I-WichserInnen können auch Neutra "genderisieren". Da gibt
es einen Politiker in Österreich - sein Name sei gnädig verschwiegen - der
mal was sprach von "Mitgliedern und Mitgliederinnen".
Vor gut 20 Jahren haben wir damit unsere Späßchen getrieben. Wer hätte
gedacht, dass das mal Realität würde?
Vermutlich niemand. Wir am allerwenigsten. Immerhin ist diese
Binnen-I-Wichserei meines Wissens noch nicht im Duden aufgenommen worden.
Als ich vor 50 und mehr Jahren studierte, war jeder Student automatisch
Zwangsmitlied der "ÖH", also der "Österreichischen Hochschülerschaft".
Inzwischen nennen diese Irren sich tatsächlich "Österreichische
HochschülerInnenschaft". Ich schrieb denen mal diesbezüglich einen Brief mit
dem sinngemäßen Inhalt "warum dieser Schwachsinn?" - die Antwort war ein
beleidigter Blah-blah-blah-Brief.
Beim Treffen anläßlich des 50-Jahre-Jubiläums der Matura (des Abiturs) war
das auch ein Thema der Gespräche, und die Frauen in der Klasse (ein Drittel
waren Mädchen) sagten auch, daß diese HochschülerInnenschaft ein Schwachsinn
ist und sie sich damals keineswegs abgewertet empfanden, daß sie Mitglieder
der Hochschülerschaft ohne I waren.
Frauen haben aber ein enormes Problem, sich öffentlich gegen diese
Genderei zu äußern. Sie werden dann aufs Heftigste von ihren
Geschlechtsgenossinnen angegriffen. Frauen sind harmoniebedürftig - bis
auf die eine Gruppe.
Deshalb gibt es ja nur die angry old men, nicht die angry old women.

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
Hans
2019-09-09 17:20:24 UTC
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[.....]
Post by Detlef Meißner
Post by Hans
Beim Treffen anläßlich des 50-Jahre-Jubiläums der Matura (des Abiturs)
war das auch ein Thema der Gespräche, und die Frauen in der Klasse
(ein Drittel waren Mädchen) sagten auch, daß diese
HochschülerInnenschaft ein Schwachsinn ist und sie sich damals
keineswegs abgewertet empfanden, daß sie Mitglieder der
Hochschülerschaft ohne I waren.
Frauen haben aber ein enormes Problem, sich öffentlich gegen diese
Genderei zu äußern. Sie werden dann aufs Heftigste von ihren
Geschlechtsgenossinnen angegriffen. Frauen sind harmoniebedürftig - bis
auf die eine Gruppe.
Deshalb gibt es ja nur die angry old men, nicht die angry old women.
Paßt. Alt bin ich, ein Mann auch, und zornig über diesen
Genderschwachsinn bin ich auch.

Hans
Diedrich Ehlerding
2019-09-09 18:13:55 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Hans
Und die Binnen-I-WichserInnen können auch Neutra "genderisieren". Da
gibt es einen Politiker in Österreich - sein Name sei gnädig
verschwiegen - der mal was sprach von "Mitgliedern und
Mitgliederinnen".
Vor gut 20 Jahren haben wir damit unsere Späßchen getrieben. Wer hätte
gedacht, dass das mal Realität würde?
Was immer du dir auch Schlimmes vorstellen kannst - die Realität wird
deine Vorstellungskraft übertreffen. Ganz besonders im Umfeld der
GenderInnen, äh der Gendernden.
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
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Roland Franzius
2019-09-09 20:27:52 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Post by Detlef Meißner
Post by Hans
Und die Binnen-I-WichserInnen können auch Neutra "genderisieren". Da
gibt es einen Politiker in Österreich - sein Name sei gnädig
verschwiegen - der mal was sprach von "Mitgliedern und
Mitgliederinnen".
Vor gut 20 Jahren haben wir damit unsere Späßchen getrieben. Wer hätte
gedacht, dass das mal Realität würde?
Was immer du dir auch Schlimmes vorstellen kannst - die Realität wird
deine Vorstellungskraft übertreffen. Ganz besonders im Umfeld der
GenderInnen, äh der Gendernden.
Es ist nichts wirklich Neues, dass die Frauen eine sprachliche
Diskurswirklichkeit schaffen, der der männliche Verstand i.a. nicht
wirklich gewachsen ist. Das zeigt sich besonders in den seit Jahrzehnten
vertraulich verhandelnden Altherrenrunden, in denen die tiefe Trauer
über den fortschreitenden Verlust der häuslichen
Diskurs-Frühstückstischhoheit gegenüber Frau und Nachwuchs sich als
Stammtischweinerlichkeit mannifrustiert.
--
Roland Franzius
Hans
2019-09-09 21:00:39 UTC
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Post by Roland Franzius
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Detlef Meißner
Post by Hans
Und die Binnen-I-WichserInnen können auch Neutra "genderisieren". Da
gibt es einen Politiker in Österreich - sein Name sei gnädig
verschwiegen - der mal was sprach von "Mitgliedern und
Mitgliederinnen".
Vor gut 20 Jahren haben wir damit unsere Späßchen getrieben. Wer hätte
gedacht, dass das mal Realität würde?
Was immer du dir auch Schlimmes vorstellen kannst - die Realität wird
deine Vorstellungskraft übertreffen. Ganz besonders im Umfeld der
GenderInnen, äh der Gendernden.
Es ist nichts wirklich Neues, dass die Frauen eine sprachliche
Diskurswirklichkeit schaffen, der der männliche Verstand i.a. nicht
wirklich gewachsen ist. Das zeigt sich besonders in den seit Jahrzehnten
vertraulich verhandelnden Altherrenrunden, in denen die tiefe Trauer
über den fortschreitenden Verlust der häuslichen
Diskurs-Frühstückstischhoheit gegenüber Frau und Nachwuchs sich als
Stammtischweinerlichkeit mannifrustiert.
Ich widerpreche. In meiner Stammtischrunde gibt es auch Frauen, die
wissen, wozu Männer gut sind, so, wie die Männer dieser Stammtischrunde
wissen, wozu Frauen gut sind.

Hans
Sepp Neuper
2019-09-11 20:52:29 UTC
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Post by Roland Franzius
Es ist nichts wirklich Neues, dass die Frauen eine sprachliche
Diskurswirklichkeit schaffen, der der männliche Verstand i.a. nicht
wirklich gewachsen ist.
Ich dachte, Frauen haben nichts zu sagen?

Servus, Sepp
HC Ahlmann
2019-09-12 05:41:20 UTC
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Post by Sepp Neuper
Post by Roland Franzius
Es ist nichts wirklich Neues, dass die Frauen eine sprachliche
Diskurswirklichkeit schaffen, der der männliche Verstand i.a. nicht
wirklich gewachsen ist.
Ich dachte, Frauen haben nichts zu sagen?
Ist das ein Widerspruch?
Nichts zu sagen und zugleich zu verwirren, ist in Politik und Usenet
verbreitet; da muss es nicht mal eine Autorin sein.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Hans
2019-09-09 20:58:29 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Post by Detlef Meißner
Post by Hans
Und die Binnen-I-WichserInnen können auch Neutra "genderisieren". Da
gibt es einen Politiker in Österreich - sein Name sei gnädig
verschwiegen - der mal was sprach von "Mitgliedern und
Mitgliederinnen".
Vor gut 20 Jahren haben wir damit unsere Späßchen getrieben. Wer hätte
gedacht, dass das mal Realität würde?
Was immer du dir auch Schlimmes vorstellen kannst - die Realität wird
deine Vorstellungskraft übertreffen. Ganz besonders im Umfeld der
GenderInnen, äh der Gendernden.
Korrektur: Den GenderndInnen. Ich füchte, du hast recht...

Hans
Detlef Meißner
2019-09-11 17:30:30 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Post by Detlef Meißner
Post by Hans
Und die Binnen-I-WichserInnen können auch Neutra "genderisieren". Da
gibt es einen Politiker in Österreich - sein Name sei gnädig
verschwiegen - der mal was sprach von "Mitgliedern und
Mitgliederinnen".
Vor gut 20 Jahren haben wir damit unsere Späßchen getrieben. Wer hätte
gedacht, dass das mal Realität würde?
Was immer du dir auch Schlimmes vorstellen kannst - die Realität wird
deine Vorstellungskraft übertreffen. Ganz besonders im Umfeld der
GenderInnen, äh der Gendernden.
Mag sein, dass das in dem Umfeld so ist. Aber solche Felder meide ich.
Ich meide auch Felder, die gerade mit Gülle gedüngt wurden.
Es soll allerdings auch Menschen geben, die sich gerade dort besonders
wohl fühlen.

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
HC Ahlmann
2019-09-09 20:33:12 UTC
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Post by Hans
Und die Binnen-I-WichserInnen können auch Neutra "genderisieren". Da
gibt es einen Politiker in Österreich - sein Name sei gnädig
verschwiegen - der mal was sprach von "Mitgliedern und Mitgliederinnen".
Das ist falsch, es muss Mitglieder und Ohnegliederinnen heißen, es sei
denn, sie leben in einer gemischten Beziehung, dann sind es
Gliedinnenoderaußen. Da ist noch viel Potential (Potenzial ist eindeutig
zu maskulin).
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Hans
2019-09-09 21:01:45 UTC
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Post by HC Ahlmann
Post by Hans
Und die Binnen-I-WichserInnen können auch Neutra "genderisieren". Da
gibt es einen Politiker in Österreich - sein Name sei gnädig
verschwiegen - der mal was sprach von "Mitgliedern und Mitgliederinnen".
Das ist falsch, es muss Mitglieder und Ohnegliederinnen heißen, es sei
denn, sie leben in einer gemischten Beziehung, dann sind es
Gliedinnenoderaußen. Da ist noch viel Potential (Potenzial ist eindeutig
zu maskulin).
Ich bin überfordert....

Hans
Detlef Meißner
2019-09-09 21:41:52 UTC
Permalink
Post by Hans
Post by HC Ahlmann
Post by Hans
Und die Binnen-I-WichserInnen können auch Neutra "genderisieren". Da
gibt es einen Politiker in Österreich - sein Name sei gnädig
verschwiegen - der mal was sprach von "Mitgliedern und Mitgliederinnen".
Das ist falsch, es muss Mitglieder und Ohnegliederinnen heißen, es sei
denn, sie leben in einer gemischten Beziehung, dann sind es
Gliedinnenoderaußen. Da ist noch viel Potential (Potenzial ist eindeutig
zu maskulin).
Ich bin überfordert....
Nimm ein wirksames Potenzmittel!

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
Hans
2019-09-09 21:53:44 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Hans
Post by HC Ahlmann
Post by Hans
Und die Binnen-I-WichserInnen können auch Neutra "genderisieren". Da
gibt es einen Politiker in Österreich - sein Name sei gnädig
verschwiegen - der mal was sprach von "Mitgliedern und
Mitgliederinnen".
Das ist falsch, es muss Mitglieder und Ohnegliederinnen heißen, es sei
denn, sie leben in einer gemischten Beziehung, dann sind es
Gliedinnenoderaußen. Da ist noch viel Potential (Potenzial ist eindeutig
zu maskulin).
Ich bin überfordert....
Nimm ein wirksames Potenzmittel!
Mahlzeit!

:-)

Hans
Detlef Meißner
2019-09-11 17:33:28 UTC
Permalink
Post by HC Ahlmann
Post by Hans
Und die Binnen-I-WichserInnen können auch Neutra "genderisieren". Da
gibt es einen Politiker in Österreich - sein Name sei gnädig
verschwiegen - der mal was sprach von "Mitgliedern und Mitgliederinnen".
Das ist falsch, es muss Mitglieder und Ohnegliederinnen heißen, es sei
denn, sie leben in einer gemischten Beziehung, dann sind es
Gliedinnenoderaußen. Da ist noch viel Potential (Potenzial ist eindeutig
zu maskulin).
Potenzial ist bei Leitungen wichtig.
Das wissen die Leser der "Dreileiter Magazins".
http://dreileiter-magazin.de/

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
Gerald Gruner
2019-09-09 20:49:00 UTC
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Post by Hans
Post by Detlef Meißner
Post by Stefan Schmitz
In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen
mehr in Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.
Ist es aber richtig, auch die Person Leitung zu nennen, die die Stelle
innehat? Oder ist der kürzlich im Radio gehörte Satz "Ich bin eine von
zwei Leitungen der xy-Einrichtung" ...
Warum fällt mir dazu der Nullleiter ein ... ähh, Schulligung, die
Nullleitung?
Und die Binnen-I-WichserInnen können auch Neutra "genderisieren".
Da gibt es einen Politiker in Österreich - sein Name sei gnädig
verschwiegen - der mal was sprach von "Mitgliedern und Mitgliederinnen".
Grober Fehler. Ein "Glied" ist schließlich männlich. ;-)
Er hätte natürlich "Mitglieder und Mitmuschis" (in randomisierter
Reihenfolge) gendern müssen.

MfG
Gerald
--
1/3 der Bevölkerung arbeitet und zahlt Steuern.
1/3 studiert und forscht.
Und 1/3 ist bereit, das Land unter Einsatz des eigenen Lebens zu
verteidigen.
Das Problem: Es ist immer dasselbe Drittel.
- Spruch aus Israel
Detlef Meißner
2019-09-09 21:43:08 UTC
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Post by Gerald Gruner
Post by Hans
Post by Detlef Meißner
Post by Stefan Schmitz
In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen
mehr in Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.
Ist es aber richtig, auch die Person Leitung zu nennen, die die Stelle
innehat? Oder ist der kürzlich im Radio gehörte Satz "Ich bin eine von
zwei Leitungen der xy-Einrichtung" ...
Warum fällt mir dazu der Nullleiter ein ... ähh, Schulligung, die
Nullleitung?
Und die Binnen-I-WichserInnen können auch Neutra "genderisieren".
Da gibt es einen Politiker in Österreich - sein Name sei gnädig
verschwiegen - der mal was sprach von "Mitgliedern und Mitgliederinnen".
Grober Fehler. Ein "Glied" ist schließlich männlich. ;-)
Er hätte natürlich "Mitglieder und Mitmuschis" (in randomisierter
Reihenfolge) gendern müssen.
"Lieber Mitglieder und Mitohneglieder ..." ist doch schon ein alter
Witz.

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
Stefan Schmitz
2019-09-10 15:26:53 UTC
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Post by Gerald Gruner
Post by Hans
Post by Detlef Meißner
Post by Stefan Schmitz
In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen
mehr in Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.
Ist es aber richtig, auch die Person Leitung zu nennen, die die Stelle
innehat? Oder ist der kürzlich im Radio gehörte Satz "Ich bin eine von
zwei Leitungen der xy-Einrichtung" ...
Warum fällt mir dazu der Nullleiter ein ... ähh, Schulligung, die
Nullleitung?
Und die Binnen-I-WichserInnen können auch Neutra "genderisieren".
Da gibt es einen Politiker in Österreich - sein Name sei gnädig
verschwiegen - der mal was sprach von "Mitgliedern und Mitgliederinnen".
Grober Fehler. Ein "Glied" ist schließlich männlich. ;-)
Er hätte natürlich "Mitglieder und Mitmuschis" (in randomisierter
Reihenfolge) gendern müssen.
Ist es eigentlich nicht möglich, eine ernsthafte Diskussion zur Frage zu führen,
ob eine Formulierung *unter der Voraussetzung gendergerechter Sprache* korrekt ist?
Bei der Rechtschreibreform wurde die Frage "Ist das nach Neuschrieb korrekt?"
doch auch sinnvoll beantwortet.

Immer wieder "So ein Schwachsinn!" zu lesen, wird schnell langweilig.
Gerald Gruner
2019-09-10 18:28:19 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Ist es eigentlich nicht möglich, eine ernsthafte Diskussion zur Frage zu
führen, ob eine Formulierung *unter der Voraussetzung gendergerechter
Sprache* korrekt ist? Bei der Rechtschreibreform wurde die Frage "Ist
das nach Neuschrieb korrekt?" doch auch sinnvoll beantwortet.
Ab einer gewissen Dosis dieses Schwachsinns kann man doch so reagieren und
die Lächerlichkeit demaskieren.
Post by Stefan Schmitz
Immer wieder "So ein Schwachsinn!" zu lesen, wird schnell langweilig.
Immer wieder von Generisierung zu lesen, ist dagegen peinlich.
Und wie im Märchen sollte dann einer ausrufen, "dass der Kaiser nackt ist".

MfG
Gerald
--
Neoliberal democracy. Instead of citizens, it produces consumers. Instead
of communities, it produces shopping malls. The net result is an atomized
society of disengaged individuals who feel demoralized and socially
powerless.
- Noam Chomsky
Stefan Schmitz
2019-09-10 21:22:57 UTC
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Post by Gerald Gruner
Post by Stefan Schmitz
Ist es eigentlich nicht möglich, eine ernsthafte Diskussion zur Frage zu
führen, ob eine Formulierung *unter der Voraussetzung gendergerechter
Sprache* korrekt ist? Bei der Rechtschreibreform wurde die Frage "Ist
das nach Neuschrieb korrekt?" doch auch sinnvoll beantwortet.
Ab einer gewissen Dosis dieses Schwachsinns kann man doch so reagieren und
die Lächerlichkeit demaskieren.
Man kann so reagieren, muss es aber nicht.
Lächerlicher Schwachsinn muss nicht demaskiert werden, er ist klar erkennbar.

Den zur Diskussion gestellten Satz halte ich auch für Schwachsinn. Aber ich
wüsste gern, ob das auf ordnungsgemäße oder auf fehlerhafte Genderei
zurückzuführen ist.
Post by Gerald Gruner
Post by Stefan Schmitz
Immer wieder "So ein Schwachsinn!" zu lesen, wird schnell langweilig.
Immer wieder von Generisierung zu lesen, ist dagegen peinlich.
Und wie im Märchen sollte dann einer ausrufen, "dass der Kaiser nackt ist".
Es schreit doch ständig die ganze Meute, dass er nackt ist. Zumindest hier.
Jakob Achterndiek
2019-09-10 21:53:44 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Gerald Gruner
Immer wieder von Generisierung zu lesen, ist dagegen peinlich.
Und wie im Märchen sollte dann einer ausrufen, "dass der Kaiser nackt ist".
Es schreit doch ständig die ganze Meute, dass er nackt ist. Zumindest hier.
Verwechselt da jemand "Des Kaisers neue Kleider" von H.C.Andersen mit
Wilhelm Hauffs "Der Junge Engländer"? Nämlich:
Daß der Affe nackt ist, das wissen alle schon lange. Es traut sich
nur keiner, laut zu sagen, daß er ein Affe ist!
--
j/\a
Hans
2019-09-09 16:20:48 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen mehr in
Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.
Haben diese irren GenderistInnen noch nie was von einem "generischen
Maskulinum" oder auch nicht von einem "generischen Femininum" gehört?

[.....]

Hans
Detlef Meißner
2019-09-09 16:25:56 UTC
Permalink
Post by Hans
Post by Stefan Schmitz
In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen mehr in
Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.
Haben diese irren GenderistInnen noch nie was von einem "generischen
Maskulinum" oder auch nicht von einem "generischen Femininum" gehört?
Bitte das nicht zum Thema machen, das hatten wir hier in letzter Zeit
permanent!

Man/frau *will* nicht hören.
Stelle dir ein Kind vor, das sich deshalb die Ohren zuhält.

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
Hans
2019-09-09 16:40:35 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Hans
Post by Stefan Schmitz
In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen mehr in
Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.
Haben diese irren GenderistInnen noch nie was von einem "generischen
Maskulinum" oder auch nicht von einem "generischen Femininum" gehört?
Bitte das nicht zum Thema machen, das hatten wir hier in letzter Zeit
permanent!
Ich fürchte, das wird auch so bleiben.
Post by Detlef Meißner
Man/frau *will* nicht hören.
Stelle dir ein Kind vor, das sich deshalb die Ohren zuhält.
Tue ich.

:-)

Hans
Markus Ermert
2019-09-11 09:58:58 UTC
Permalink
Post by Hans
Haben diese irren GenderistInnen noch nie was von einem "generischen
Maskulinum" oder auch nicht von einem "generischen Femininum" gehört?
Bitte das nicht zum Thema machen, das hatten wir hier in letzter Zeit permanent!
Ja, aber auf meist tiefem Niveau. Warum nicht mal anders?


Das Nervige an Genderismus-Debatten ist, dass Sie sich meist in
Schenkelklopfer-Witzen und
Oberflächlichkeiten erschöpfen, und zwar auch in Kreisen die es eigentlich
besser könnten, da sie des
wissenschaftlichen Denkens mächtig sind.

Aber bei diesem Thema setzt das offenbar bei vielen aus.


Genderismus-Schenkelklopfer-und-Entrüstungs-Debatten vermischen munter vier
Fragestellungen,
unter denen man differenzieren sollte, wenn man an einer seriösen
Diskussion interessiert ist.

1) Hat die tradierte Rollen- und Machtverteilung zwischen Männern und
Frauen
entscheidenden Einfluss darauf, welches grammatische Geschlecht Berufs-,
Tätigkeits- und
Rangbezeichnungen heute haben?

2) Hat die Verwendung dieses Genus‘ als Exklusiv- oder Vorzugsvariante
wiederum Einfluss auf
die Reproduktion tradierter Rollen- und Machtverteilung zwischen Männern
und Frauen?

3) Ist es dem Ziel einer gesellschaftlichen Gleichbehandlung nützlich, in
der Sprache alternative
generische Bezeichnungen zu verwenden, d.h. wirkt Sprache auf
gesellschaftliche
Rollenbilder und -realität zurück?

4) Sofern man 3) bejaht: Ist das – unter Abwägung von Nutzen und Kosten -
der Sprache und
den Sprechern zumutbar?


ad 1)
Die Antwort lautet eindeutig und zweifelsfrei Ja. Nur dann, wenn eine
Tätigkeit oder Rolle traditionell gleichermaßen auch (oder nur) von Frauen
ausgeübt wird, tragen althergebrachte Bezeichnungen feminines Genus. In
fast allen anderen Fällen nicht.

Wenn oftmals so getan wird, es sei sprachlicher Zufall, dass es zwar Hexen,
Königinnen, Mägde, Göttinnen, Hebammen und Krankenschwestern gibt, aber nur
Lehrer, Ärzte und Handwerker, dann erinnert das ein wenig an die
Klimawandelleugner.

ad 2)
Hier ist das Ja weniger eindeutig. Immerhin kann man – anders als bei Frage
1 – ein wissenschaftlich und ohne Bauchgefühl begründbares Nein
formulieren.

ad 3) und 4)
Erst hier sind wir bei der eigentlichen Genderismus-Debatte, und hier kann
man nun wirklich unterschiedlicher Meinung sein und könnte gewinnbringend
diskutieren.
Könnte, denn die Debatte krankt daran, dass oftmals einfach ein „Nein“ zum
1 und 2 vorausgesetzt wird, um dann schenkelklopfend, kopfschüttelnd und
ohne Interesse an einer wirklichen Diskussion abzulästern. Wir sind ja
unter uns, haha hoho die doofen Genderist**innen. Höhö.

Schade, das.
Detlef Meißner
2019-09-11 11:04:42 UTC
Permalink
Post by Markus Ermert
Post by Detlef Meißner
Post by Hans
Haben diese irren GenderistInnen noch nie was von einem "generischen
Maskulinum" oder auch nicht von einem "generischen Femininum" gehört?
Bitte das nicht zum Thema machen, das hatten wir hier in letzter Zeit
permanent!
Ja, aber auf meist tiefem Niveau. Warum nicht mal anders?
Tiefer Niveau - hier?
Post by Markus Ermert
Das Nervige an Genderismus-Debatten ist, dass Sie sich meist in
Schenkelklopfer-Witzen und
Oberflächlichkeiten erschöpfen, und zwar auch in Kreisen die es eigentlich
besser könnten, da sie des
wissenschaftlichen Denkens mächtig sind.
Kann es sein, dass sie der Debatte überdrüssig sind und gar nicht
anders debattieren wollen?
Oder: dass sie die Debatte so überflüssig halten wie einen Kropf?

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
Manfred Russ
2019-09-22 00:07:16 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Hans
Post by Stefan Schmitz
In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen mehr in
Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.
Haben diese irren GenderistInnen noch nie was von einem "generischen
Maskulinum" oder auch nicht von einem "generischen Femininum" gehört?
Bitte das nicht zum Thema machen, das hatten wir hier in letzter Zeit
permanent!
Man/frau *will* nicht hören.
Stelle dir ein Kind vor, das sich deshalb die Ohren zuhält.
So ähnlich.

Es geht aber nicht um Argumente, sondern um Befindlichkeiten.
Um Gefühle, um Emotionen.

"Mit meinem Gefühl stimmt was nicht? Ich stehe den ganzen Tag in der
Küche, mache die Wäsche, bring deine Sachen in Ordnung, mache die
Wohnung gemütlich, ärgere mich mit den Kindern rum und du sagst, mit
meinem Gefühl stimmt was nicht?"

| [Es] entspinnt sich ein Dialog, der die Unfähigkeit sowohl von Mann
| und Frau offenlegt, einen gemeinsamen Gesprächshorizont zu finden.
| Während der Mann dem analytischen Denken verhaftet bleibt, agiert die
| Frau mit dem Gefühl des Nicht-verstanden-Werdens in erster Line auf
| der emotionalen Ebene, ohne ihre Gefühle explizit zu formulieren. Das
| Ende des Gesprächs lässt die schon von Anfang an vorhandene
| Verstehenskluft als unüberbrückbar erscheinen.

<https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Fr%C3%BChst%C3%BCcksei>
Christina Kunze
2019-09-09 19:36:54 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen mehr in
Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.
Ist es aber richtig, auch die Person Leitung zu nennen, die die Stelle innehat?
Oder ist der kürzlich im Radio gehörte Satz "Ich bin eine von zwei Leitungen
der xy-Einrichtung" genau so eine Fehlinterpretation der geschlechterneutralen
Sprache, wie es bei der Rechtschreibreform "Video überwacht" ist?
Für mich war Leitung bislang die Gruppe der Leiter und Leiterinnen, nicht ein
einzelnes Mitglied dieser Gruppe. Ansonsten könnte ein Student auch sagen,
er sei einer von 40.000 Studierendenschaften.
Der eine ist der Staat, die andere ist die Leitung.
Ich finde diesen Sprachgebrauch hässlich. Man kann auch umformulieren,
"wir leiten die Einrichtung zu zweit" oder so.

chr
Detlef Meißner
2019-09-09 21:43:58 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Post by Stefan Schmitz
In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen mehr in
Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.
Ist es aber richtig, auch die Person Leitung zu nennen, die die Stelle innehat?
Oder ist der kürzlich im Radio gehörte Satz "Ich bin eine von zwei Leitungen
der xy-Einrichtung" genau so eine Fehlinterpretation der
geschlechterneutralen
Sprache, wie es bei der Rechtschreibreform "Video überwacht" ist?
Für mich war Leitung bislang die Gruppe der Leiter und Leiterinnen, nicht ein
einzelnes Mitglied dieser Gruppe. Ansonsten könnte ein Student auch sagen,
er sei einer von 40.000 Studierendenschaften.
Der eine ist der Staat, die andere ist die Leitung.
Ich finde diesen Sprachgebrauch hässlich. Man kann auch umformulieren, "wir
leiten die Einrichtung zu zweit" oder so.
Und eine/r ist die Oberleitung.

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
Frank Hucklenbroich
2019-09-10 06:18:59 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Christina Kunze
Post by Stefan Schmitz
In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen mehr in
Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.
Ist es aber richtig, auch die Person Leitung zu nennen, die die Stelle innehat?
Oder ist der kürzlich im Radio gehörte Satz "Ich bin eine von zwei Leitungen
der xy-Einrichtung" genau so eine Fehlinterpretation der
geschlechterneutralen
Sprache, wie es bei der Rechtschreibreform "Video überwacht" ist?
Für mich war Leitung bislang die Gruppe der Leiter und Leiterinnen, nicht ein
einzelnes Mitglied dieser Gruppe. Ansonsten könnte ein Student auch sagen,
er sei einer von 40.000 Studierendenschaften.
Der eine ist der Staat, die andere ist die Leitung.
Ich finde diesen Sprachgebrauch hässlich. Man kann auch umformulieren, "wir
leiten die Einrichtung zu zweit" oder so.
Und eine/r ist die Oberleitung.
Könnte aus einem "Werner"-Comic stammen:

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Grüße,

Frank
Detlef Meißner
2019-09-10 06:25:28 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Detlef Meißner
Post by Christina Kunze
Post by Stefan Schmitz
In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen mehr
in Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.
Ist es aber richtig, auch die Person Leitung zu nennen, die die Stelle innehat?
Oder ist der kürzlich im Radio gehörte Satz "Ich bin eine von zwei Leitungen
der xy-Einrichtung" genau so eine Fehlinterpretation der
geschlechterneutralen
Sprache, wie es bei der Rechtschreibreform "Video überwacht" ist?
Für mich war Leitung bislang die Gruppe der Leiter und Leiterinnen, nicht ein
einzelnes Mitglied dieser Gruppe. Ansonsten könnte ein Student auch sagen,
er sei einer von 40.000 Studierendenschaften.
Der eine ist der Staat, die andere ist die Leitung.
Ich finde diesen Sprachgebrauch hässlich. Man kann auch umformulieren, "wir
leiten die Einrichtung zu zweit" oder so.
Und eine/r ist die Oberleitung.
http://666kb.com/i/d5djbpi9fbdyypfh9.jpg
Stammt das ganze Thema nicht aus einem Comic?

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
Antonia H.
2019-09-11 08:48:09 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Christina Kunze
Post by Stefan Schmitz
In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen mehr in
Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.
Ist es aber richtig, auch die Person Leitung zu nennen, die die Stelle innehat?
Oder ist der kürzlich im Radio gehörte Satz "Ich bin eine von zwei Leitungen
der xy-Einrichtung" genau so eine Fehlinterpretation der
geschlechterneutralen
Sprache, wie es bei der Rechtschreibreform "Video überwacht" ist?
Für mich war Leitung bislang die Gruppe der Leiter und Leiterinnen, nicht ein
einzelnes Mitglied dieser Gruppe. Ansonsten könnte ein Student auch sagen,
er sei einer von 40.000 Studierendenschaften.
Der eine ist der Staat, die andere ist die Leitung.
Ich finde diesen Sprachgebrauch hässlich. Man kann auch umformulieren,
"wir leiten die Einrichtung zu zweit" oder so.
Und eine/r ist die Oberleitung.
Mit ihr/ihm möchte ich keinen Kontakt!

A.
Detlef Meißner
2019-09-11 09:02:19 UTC
Permalink
Post by Antonia H.
Post by Detlef Meißner
Post by Christina Kunze
Post by Stefan Schmitz
In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen mehr in
Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.
Ist es aber richtig, auch die Person Leitung zu nennen, die die Stelle innehat?
Oder ist der kürzlich im Radio gehörte Satz "Ich bin eine von zwei Leitungen
der xy-Einrichtung" genau so eine Fehlinterpretation der
geschlechterneutralen
Sprache, wie es bei der Rechtschreibreform "Video überwacht" ist?
Für mich war Leitung bislang die Gruppe der Leiter und Leiterinnen, nicht ein
einzelnes Mitglied dieser Gruppe. Ansonsten könnte ein Student auch sagen,
er sei einer von 40.000 Studierendenschaften.
Der eine ist der Staat, die andere ist die Leitung.
Ich finde diesen Sprachgebrauch hässlich. Man kann auch umformulieren,
"wir leiten die Einrichtung zu zweit" oder so.
Und eine/r ist die Oberleitung.
Mit ihr/ihm möchte ich keinen Kontakt!
Darfst halt nicht geerdet sein.

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
Stefan Schmitz
2019-09-11 16:12:03 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen mehr in
Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.
Ist es aber richtig, auch die Person Leitung zu nennen, die die Stelle innehat?
Oder ist der kürzlich im Radio gehörte Satz "Ich bin eine von zwei Leitungen
der xy-Einrichtung" genau so eine Fehlinterpretation der geschlechterneutralen
Sprache, wie es bei der Rechtschreibreform "Video überwacht" ist?
Für mich war Leitung bislang die Gruppe der Leiter und Leiterinnen, nicht ein
einzelnes Mitglied dieser Gruppe. Ansonsten könnte ein Student auch sagen,
er sei einer von 40.000 Studierendenschaften.
Jetzt habe ich eine Stellenanzeige gefunden, wo
"eine teamfähige Diätassistenz (m/w/d)" gesucht wird.

Dass man einer Funktion jetzt auch noch persönliche Charaktereigenschaften
zuweist, geht mir eindeutig zu weit. Das halte ich für falsch verstandene
Genderei. Oder gibt es Genderer, die die Formulierung richtig finden?
Markus Ermert
2019-09-11 20:27:15 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Jetzt habe ich eine Stellenanzeige gefunden, wo
"eine teamfähige Diätassistenz (m/w/d)" gesucht wird.
Dass man einer Funktion jetzt auch noch persönliche Charaktereigenschaften
zuweist, geht mir eindeutig zu weit.
Leitung. Vorstand. Assistenz.

Alle drei sind seit langem im Sinne einzelner Stelleninhaber üblich und
haben eher nichts mit Gendern zu tun.

Auch diese Debatte hier wird von bauchgesteuerter Gendereiphobie bestimmt.
Als ob es nichts Schlimmeres gäbe.



Das halte ich für falsch verstandene
Post by Stefan Schmitz
Genderei. Oder gibt es Genderer, die die Formulierung richtig finden?
Stefan Schmitz
2019-09-11 20:57:26 UTC
Permalink
Post by Markus Ermert
Post by Stefan Schmitz
Jetzt habe ich eine Stellenanzeige gefunden, wo
"eine teamfähige Diätassistenz (m/w/d)" gesucht wird.
Dass man einer Funktion jetzt auch noch persönliche Charaktereigenschaften
zuweist, geht mir eindeutig zu weit.
Leitung. Vorstand. Assistenz.
Alle drei sind seit langem im Sinne einzelner Stelleninhaber üblich und
haben eher nichts mit Gendern zu tun.
Wirklich im Sinne der Stelleninhaber als Person üblich? Kenne ich nur vom
Vorstand.

Ohne Gendern hießen die anderen beiden Leiter und Assistent.
Ralph Aichinger
2019-09-11 21:00:30 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Markus Ermert
Leitung. Vorstand. Assistenz.
Ohne Gendern hießen die anderen beiden Leiter und Assistent.
Ich kenn beides. Aber immer öfter auch "Lead" usw.

/ralph
--
-----------------------------------------------------------------------------
https://aisg.at
ausserirdische sind gesund
Christina Kunze
2019-09-12 05:21:31 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Jetzt habe ich eine Stellenanzeige gefunden, wo
"eine teamfähige Diätassistenz (m/w/d)" gesucht wird.
Dass man einer Funktion jetzt auch noch persönliche Charaktereigenschaften
zuweist, geht mir eindeutig zu weit. Das halte ich für falsch verstandene
Genderei. Oder gibt es Genderer, die die Formulierung richtig finden?
Ich glaube, hier spielen zwei verschiedene Dinge ineinander.
Die Angewohnheit, Abstrakta statt Personenbezeichnungen zu verwenden,
ist älter als das Gendern. Die Kita-Leitung ist auch nur eine einzelne
Erzieherin, aber "Leitung" klingt doch gleich viel größer als "Leiterin".
So ist es auch mit der Assistenz.
Auch "das Sekretariat" zu sagen statt "die Sekretärin", ist schon lange
üblich, es klingt einfach gewichtiger.

chr
Detlef Meißner
2019-09-12 07:18:56 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Post by Stefan Schmitz
Jetzt habe ich eine Stellenanzeige gefunden, wo
"eine teamfähige Diätassistenz (m/w/d)" gesucht wird.
Dass man einer Funktion jetzt auch noch persönliche Charaktereigenschaften
zuweist, geht mir eindeutig zu weit. Das halte ich für falsch verstandene
Genderei. Oder gibt es Genderer, die die Formulierung richtig finden?
Ich glaube, hier spielen zwei verschiedene Dinge ineinander.
Die Angewohnheit, Abstrakta statt Personenbezeichnungen zu verwenden, ist
älter als das Gendern. Die Kita-Leitung ist auch nur eine einzelne
Erzieherin, aber "Leitung" klingt doch gleich viel größer als "Leiterin".
So ist es auch mit der Assistenz.
Auch "das Sekretariat" zu sagen statt "die Sekretärin", ist schon lange
üblich, es klingt einfach gewichtiger.
Unter Sekretariat verstehe ich nicht eine Person, sondern die
Räumlichkeit. Kann ja auch mal vorkommen, dass das Sekretariat leer
ist.

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
Heinz Lohmann
2019-09-12 11:16:34 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Christina Kunze
Post by Stefan Schmitz
Jetzt habe ich eine Stellenanzeige gefunden, wo
"eine teamfähige Diätassistenz (m/w/d)" gesucht wird.
Dass man einer Funktion jetzt auch noch persönliche Charaktereigenschaften
zuweist, geht mir eindeutig zu weit. Das halte ich für falsch verstandene
Genderei. Oder gibt es Genderer, die die Formulierung richtig finden?
Ich glaube, hier spielen zwei verschiedene Dinge ineinander.
Die Angewohnheit, Abstrakta statt Personenbezeichnungen zu verwenden, ist
älter als das Gendern. Die Kita-Leitung ist auch nur eine einzelne
Erzieherin, aber "Leitung" klingt doch gleich viel größer als "Leiterin".
So ist es auch mit der Assistenz.
Auch "das Sekretariat" zu sagen statt "die Sekretärin", ist schon lange
üblich, es klingt einfach gewichtiger.
Unter Sekretariat verstehe ich nicht eine Person, sondern die
Räumlichkeit. Kann ja auch mal vorkommen, dass das Sekretariat leer
ist.
Oder die Tätigkeiten:

Chef: Nicht mitschreiben ... heute sind es auf den Tag genau 15 Jahre,
daß Sie für mich tätig sind ... Korrespondenz, Ablage, Sekretariat...

Sekretärin: Daß Sie daran gedacht haben...
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Detlef Meißner
2019-09-12 12:18:41 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Christina Kunze
Post by Stefan Schmitz
Jetzt habe ich eine Stellenanzeige gefunden, wo
"eine teamfähige Diätassistenz (m/w/d)" gesucht wird.
Dass man einer Funktion jetzt auch noch persönliche
Charaktereigenschaften
zuweist, geht mir eindeutig zu weit. Das halte ich für falsch verstandene
Genderei. Oder gibt es Genderer, die die Formulierung richtig finden?
Ich glaube, hier spielen zwei verschiedene Dinge ineinander.
Die Angewohnheit, Abstrakta statt Personenbezeichnungen zu verwenden, ist
älter als das Gendern. Die Kita-Leitung ist auch nur eine einzelne
Erzieherin, aber "Leitung" klingt doch gleich viel größer als "Leiterin".
So ist es auch mit der Assistenz.
Auch "das Sekretariat" zu sagen statt "die Sekretärin", ist schon lange
üblich, es klingt einfach gewichtiger.
Unter Sekretariat verstehe ich nicht eine Person, sondern die
Räumlichkeit. Kann ja auch mal vorkommen, dass das Sekretariat leer
ist.
Chef: Nicht mitschreiben ... heute sind es auf den Tag genau 15 Jahre, daß
Sie für mich tätig sind ... Korrespondenz, Ablage, Sekretariat...
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Weder Tätigkeit, noch Person.

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
Christina Kunze
2019-09-12 20:02:43 UTC
Permalink
Post by Heinz Lohmann
Chef: Nicht mitschreiben ... heute sind es auf den Tag genau 15 Jahre,
daß Sie für mich tätig sind ... Korrespondenz, Ablage, Sekretariat...
Sekretärin: Daß Sie daran gedacht haben...
Hihi, schöne Erinnerung.

chr
Antonia H.
2019-09-12 12:28:25 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Post by Stefan Schmitz
Jetzt habe ich eine Stellenanzeige gefunden, wo
"eine teamfähige Diätassistenz (m/w/d)" gesucht wird.
Dass man einer Funktion jetzt auch noch persönliche
Charaktereigenschaften
zuweist, geht mir eindeutig zu weit. Das halte ich für falsch verstandene
Genderei. Oder gibt es Genderer, die die Formulierung richtig finden?
Ich glaube, hier spielen zwei verschiedene Dinge ineinander.
Die Angewohnheit, Abstrakta statt Personenbezeichnungen zu verwenden,
ist älter als das Gendern. Die Kita-Leitung ist auch nur eine einzelne
Erzieherin, aber "Leitung" klingt doch gleich viel größer als "Leiterin".
So ist es auch mit der Assistenz.
Auch "das Sekretariat" zu sagen statt "die Sekretärin", ist schon lange
üblich, es klingt einfach gewichtiger.
"Das Sekretariat" ist mir ebenfalls bekannt, allerdings in
der Abwandlung "Mein Sekretariat".
"Mein Sekretariat hilft Ihnen weiter."
"Diese Aufgabe übernimmt mein Sekretariat."
"Wenden Sie sich bitte an mein Sekretariat."

Stimmt, klingt einfach gewichtiger, Chefs wollen
nun mal gewichtig sein....

A.
Detlef Meißner
2019-09-12 12:35:33 UTC
Permalink
Post by Antonia H.
Post by Christina Kunze
Post by Stefan Schmitz
Jetzt habe ich eine Stellenanzeige gefunden, wo
"eine teamfähige Diätassistenz (m/w/d)" gesucht wird.
Dass man einer Funktion jetzt auch noch persönliche Charaktereigenschaften
zuweist, geht mir eindeutig zu weit. Das halte ich für falsch verstandene
Genderei. Oder gibt es Genderer, die die Formulierung richtig finden?
Ich glaube, hier spielen zwei verschiedene Dinge ineinander.
Die Angewohnheit, Abstrakta statt Personenbezeichnungen zu verwenden, ist
älter als das Gendern. Die Kita-Leitung ist auch nur eine einzelne
Erzieherin, aber "Leitung" klingt doch gleich viel größer als "Leiterin".
So ist es auch mit der Assistenz.
Auch "das Sekretariat" zu sagen statt "die Sekretärin", ist schon lange
üblich, es klingt einfach gewichtiger.
"Das Sekretariat" ist mir ebenfalls bekannt, allerdings in
der Abwandlung "Mein Sekretariat".
"Mein Sekretariat hilft Ihnen weiter."
"Diese Aufgabe übernimmt mein Sekretariat."
"Wenden Sie sich bitte an mein Sekretariat."
Stimmt, klingt einfach gewichtiger, Chefs wollen
nun mal gewichtig sein....
... und das ganze Sekretariat besteht dann aus ihrer Ehefrau am
Schreibsekretär im Wohnzimmer.

Und jeder Chef einer Einpersonenfirma ist ein CEO.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Peter Blancke
2019-09-12 12:44:29 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
... und das ganze Sekretariat besteht dann aus ihrer Ehefrau am
Schreibsekretär im Wohnzimmer.
Nein, nicht so edel. Wenn die morgens ihr "Office" eröffnet, klappt
die kauend den Schoßklapprechner auf dem Küchentisch auf, vorher
Butter und Marmelade auf die Seite geschoben habend.

Gruß,

Peter Blancke
--
Hoc est enim verbum meum!
Detlef Meißner
2019-09-12 14:37:52 UTC
Permalink
Post by Peter Blancke
Post by Detlef Meißner
... und das ganze Sekretariat besteht dann aus ihrer Ehefrau am
Schreibsekretär im Wohnzimmer.
Nein, nicht so edel. Wenn die morgens ihr "Office" eröffnet, klappt
die kauend den Schoßklapprechner auf dem Küchentisch auf, vorher
Butter und Marmelade auf die Seite geschoben habend.
Stimmt. Ich war noch im vorigen Jahrhundert.
Aber aufgeklappt hat man da auch schon, die Klappe von
(Schreib-)Sekretär.
(Wie wird der eigentlich gegendert?)

Detlef,
gehe jetzt mal zu meinem Sekretär.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Frank Hucklenbroich
2019-09-12 14:11:55 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Antonia H.
Post by Christina Kunze
Post by Stefan Schmitz
Jetzt habe ich eine Stellenanzeige gefunden, wo
"eine teamfähige Diätassistenz (m/w/d)" gesucht wird.
Dass man einer Funktion jetzt auch noch persönliche Charaktereigenschaften
zuweist, geht mir eindeutig zu weit. Das halte ich für falsch verstandene
Genderei. Oder gibt es Genderer, die die Formulierung richtig finden?
Ich glaube, hier spielen zwei verschiedene Dinge ineinander.
Die Angewohnheit, Abstrakta statt Personenbezeichnungen zu verwenden, ist
älter als das Gendern. Die Kita-Leitung ist auch nur eine einzelne
Erzieherin, aber "Leitung" klingt doch gleich viel größer als "Leiterin".
So ist es auch mit der Assistenz.
Auch "das Sekretariat" zu sagen statt "die Sekretärin", ist schon lange
üblich, es klingt einfach gewichtiger.
"Das Sekretariat" ist mir ebenfalls bekannt, allerdings in
der Abwandlung "Mein Sekretariat".
"Mein Sekretariat hilft Ihnen weiter."
"Diese Aufgabe übernimmt mein Sekretariat."
"Wenden Sie sich bitte an mein Sekretariat."
Stimmt, klingt einfach gewichtiger, Chefs wollen
nun mal gewichtig sein....
... und das ganze Sekretariat besteht dann aus ihrer Ehefrau am
Schreibsekretär im Wohnzimmer.
Und jeder Chef einer Einpersonenfirma ist ein CEO.
Ich amüsiere mich ja immer, wenn bei mir im Büro jemand anruft und mit der
Abteilung verbunden werden will, die für den Einkauf von Toner zuständig
ist. Mag ja sein, daß es sowas in DAX-Konzernen gibt, bei mir gibt es das
nicht.

Grüße,

Frank
Detlef Meißner
2019-09-12 14:42:39 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Detlef Meißner
Post by Antonia H.
Post by Christina Kunze
Post by Stefan Schmitz
Jetzt habe ich eine Stellenanzeige gefunden, wo
"eine teamfähige Diätassistenz (m/w/d)" gesucht wird.
Dass man einer Funktion jetzt auch noch persönliche
Charaktereigenschaften zuweist, geht mir eindeutig zu weit. Das halte ich
für falsch verstandene Genderei. Oder gibt es Genderer, die die
Formulierung richtig finden?
Ich glaube, hier spielen zwei verschiedene Dinge ineinander.
Die Angewohnheit, Abstrakta statt Personenbezeichnungen zu verwenden, ist
älter als das Gendern. Die Kita-Leitung ist auch nur eine einzelne
Erzieherin, aber "Leitung" klingt doch gleich viel größer als "Leiterin".
So ist es auch mit der Assistenz.
Auch "das Sekretariat" zu sagen statt "die Sekretärin", ist schon lange
üblich, es klingt einfach gewichtiger.
"Das Sekretariat" ist mir ebenfalls bekannt, allerdings in
der Abwandlung "Mein Sekretariat".
"Mein Sekretariat hilft Ihnen weiter."
"Diese Aufgabe übernimmt mein Sekretariat."
"Wenden Sie sich bitte an mein Sekretariat."
Stimmt, klingt einfach gewichtiger, Chefs wollen
nun mal gewichtig sein....
... und das ganze Sekretariat besteht dann aus ihrer Ehefrau am
Schreibsekretär im Wohnzimmer.
Und jeder Chef einer Einpersonenfirma ist ein CEO.
Ich amüsiere mich ja immer, wenn bei mir im Büro jemand anruft und mit der
Abteilung verbunden werden will, die für den Einkauf von Toner zuständig
ist. Mag ja sein, daß es sowas in DAX-Konzernen gibt, bei mir gibt es das
nicht.
Ein Teil von dir ist dann eben die Abteilung.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Stefan Schmitz
2019-09-12 14:44:24 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Ich amüsiere mich ja immer, wenn bei mir im Büro jemand anruft und mit der
Abteilung verbunden werden will, die für den Einkauf von Toner zuständig
ist. Mag ja sein, daß es sowas in DAX-Konzernen gibt, bei mir gibt es das
nicht.
Entweder gibt es das auch bei Konzernen nicht (ausschließlich mit Tonereinkauf
kann niemand ausgelastet sein) oder es existiert auch bei dir (wenn du kein
Einmannbetrieb bist - und das kann der Anrufer nicht wissen - gibt es eine
definierte Zuständigkeit für den Einkauf von Verbrauchsmaterial).
Detlef Meißner
2019-09-12 14:46:26 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Frank Hucklenbroich
Ich amüsiere mich ja immer, wenn bei mir im Büro jemand anruft und mit der
Abteilung verbunden werden will, die für den Einkauf von Toner zuständig
ist. Mag ja sein, daß es sowas in DAX-Konzernen gibt, bei mir gibt es das
nicht.
Entweder gibt es das auch bei Konzernen nicht (ausschließlich mit
Tonereinkauf kann niemand ausgelastet sein) oder es existiert auch bei dir
(wenn du kein Einmannbetrieb bist - und das kann der Anrufer nicht wissen -
gibt es eine definierte Zuständigkeit für den Einkauf von
Verbrauchsmaterial).
Die Zuständigkeit wird aber oft erst klar, wenn der Toner ausgegangen
ist. ;-)

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Frank Hucklenbroich
2019-09-12 20:59:23 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Stefan Schmitz
Post by Frank Hucklenbroich
Ich amüsiere mich ja immer, wenn bei mir im Büro jemand anruft und mit der
Abteilung verbunden werden will, die für den Einkauf von Toner zuständig
ist. Mag ja sein, daß es sowas in DAX-Konzernen gibt, bei mir gibt es das
nicht.
Entweder gibt es das auch bei Konzernen nicht (ausschließlich mit
Tonereinkauf kann niemand ausgelastet sein) oder es existiert auch bei dir
(wenn du kein Einmannbetrieb bist - und das kann der Anrufer nicht wissen -
gibt es eine definierte Zuständigkeit für den Einkauf von
Verbrauchsmaterial).
Die Zuständigkeit wird aber oft erst klar, wenn der Toner ausgegangen
ist. ;-)
Bei mir ein großer (A3, Farbe) Mietkopierer/Drucker, da ist der Toner im
Preis mit drin und wenn mal wieder Papierstau an unmöglicher Stelle ist,
kommt ein Techniker raus (ist auch im Preis inbegriffen).

Da brauche ich keine Toner-Abteilung.

Aber vielleicht werde ich mir irgendwann mal den Spaß erlauben und den
Anrufer an die Toner-Abteilung weiterleiten, so schön mit
Warteschleifen-Musik, und dann frage ich ihn, ob er einen Termin mit dem
Chef-Einkäufer für Toner vereinbaren möchte (der gerade in Nordkorea auf
Geschäftsreise ist, weil der Toner da aktuell besonders billig ist).

Grüße,

Frank
Ralph Aichinger
2019-09-12 15:02:20 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Entweder gibt es das auch bei Konzernen nicht (ausschließlich mit Tonereinkauf
kann niemand ausgelastet sein) oder es existiert auch bei dir (wenn du kein
Einmannbetrieb bist - und das kann der Anrufer nicht wissen - gibt es eine
definierte Zuständigkeit für den Einkauf von Verbrauchsmaterial).
ACK! Ich muß zum Glück keine Toner verkaufen für meinen Lebensunterhalt, aber
viel besser könnte ich es auch nicht formulieren

Interessant finde ich die Konbination die es in dem Markt auch manchmal gibt:
Tonerverkäufer ruft an, wer den Tonereinkauf macht. Man sagt z.B. "Herr X, aber
der ist nicht zu sprechen".

Zwei Wochen später ruft der gleiche wieder an, und sagt, "Ich rufe an wegen der
fälligen Tonerbestellung, wie mit Herrn X besprochen" ;)

/ralph
--
-----------------------------------------------------------------------------
https://aisg.at
ausserirdische sind gesund
U***@web.de
2019-10-10 10:52:23 UTC
Permalink
Post by Ralph Aichinger
Post by Stefan Schmitz
Entweder gibt es das auch bei Konzernen nicht (ausschließlich mit Tonereinkauf
kann niemand ausgelastet sein) oder es existiert auch bei dir (wenn du kein
Einmannbetrieb bist - und das kann der Anrufer nicht wissen - gibt es eine
definierte Zuständigkeit für den Einkauf von Verbrauchsmaterial).
ACK! Ich muß zum Glück keine Toner verkaufen für meinen Lebensunterhalt, aber
viel besser könnte ich es auch nicht formulieren
Tonerverkäufer ruft an, wer den Tonereinkauf macht. Man sagt z.B. "Herr X, aber
der ist nicht zu sprechen".
Zwei Wochen später ruft der gleiche wieder an, und sagt, "Ich rufe an wegen der
fälligen Tonerbestellung, wie mit Herrn X besprochen" ;)
Und Du kannst sicher ausschließen, daß er zwischenzeitlich mit
Herrn X telefoniert hatte? Gut, wenn der noch nicht von
seiner Antarktisreise zurück ist, könnte ich das auch.

Gruß, ULF
Ralph Aichinger
2019-10-10 11:03:20 UTC
Permalink
Post by U***@web.de
Und Du kannst sicher ausschließen, daß er zwischenzeitlich mit
Herrn X telefoniert hatte? Gut, wenn der noch nicht von
seiner Antarktisreise zurück ist, könnte ich das auch.
Ja, das kann ich, weil ich selbst Herr X bin ;)

/ralph
--
-----------------------------------------------------------------------------
https://aisg.at
ausserirdische sind gesund
Christina Kunze
2019-09-12 20:04:40 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by Frank Hucklenbroich
Ich amüsiere mich ja immer, wenn bei mir im Büro jemand anruft und mit der
Abteilung verbunden werden will, die für den Einkauf von Toner zuständig
ist. Mag ja sein, daß es sowas in DAX-Konzernen gibt, bei mir gibt es das
nicht.
Entweder gibt es das auch bei Konzernen nicht (ausschließlich mit Tonereinkauf
kann niemand ausgelastet sein) oder es existiert auch bei dir (wenn du kein
Einmannbetrieb bist - und das kann der Anrufer nicht wissen - gibt es eine
definierte Zuständigkeit für den Einkauf von Verbrauchsmaterial).
Dass jemand für etwas zuständig ist, heißt ja nicht, dass er/sie
ausschließlich für diese Sache zuständig ist.

Und es ist überhaupt nicht sicher, ob die Bestellung von Nachfüllware
für computerabhängige Geräte von der Haushalts-, Finanz- oder
IT-Abteilung ausgelöst werden.

chr
Quinn C
2019-09-13 18:17:58 UTC
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Post by Christina Kunze
Und es ist überhaupt nicht sicher, ob die Bestellung von Nachfüllware
für computerabhängige Geräte von der Haushalts-, Finanz- oder
IT-Abteilung ausgelöst werden.
Teurere Dinge kommen in meiner Firma von der IT, unter einer bestimmten
Grenze - wie bei dem erwähnten Toner - ist es "facilities management",
was in unserem Büro von der Empfangsd... vom Empfang nebenbei
miterledigt wird.
--
die gugel gehört seit je zur narrenkleidung:
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Klaus Dahlwitz
2019-09-13 19:58:44 UTC
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Post by Quinn C
"facilities management"
Damals in Berlin sah ich einen Lieferwagen, beschriftet mit der
wunderbar^H^H^Hsamen Sprachmixtur

Charité Facility Management GmbH

Klaus, der kein "global player" ist
--
"Der öffentliche Nahverkehr ist noch nicht so weit, dass
man auf Inlandsflüge komplett verzichten könnte."
Minister Altmeier im Abendblatt-Interview, 5.9.19
Diedrich Ehlerding
2019-09-13 20:08:07 UTC
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Post by Quinn C
was in unserem Büro von der Empfangsd... vom Empfang nebenbei
miterledigt wird.
"von den Empfangenden (m/w/d)" hätte ich nun gerade von dir zwingend
erwartet.
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
Quinn C
2019-09-13 21:39:41 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Post by Quinn C
was in unserem Büro von der Empfangsd... vom Empfang nebenbei
miterledigt wird.
"von den Empfangenden (m/w/d)" hätte ich nun gerade von dir zwingend
erwartet.
Ganz bestimmt nicht (m/w/d) von mir. Die Einführung des "d" hat die
Politik ja gründlich verbockt. Dabei hatte das BVG schon den
einfachsten Ausweg aufgezeigt: den Geschlechtseintrag aus allen
offiziellen Papieren weglassen.

In meiner obigen Antwort war es eigentlich wichtig, daß es sich um eine
Einzelperson handelt. Und die macht noch viele andere Sachen nebenbei.
--
The only BS around here is butternut squash, one of the dozens of
varieties of squash I grow. I hope you like squash.
-- Unbreakable Kimmy Schmidt, S01E10
Markus Ermert
2019-09-15 19:59:18 UTC
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Post by Quinn C
. Dabei hatte das BVG schon den
einfachsten Ausweg aufgezeigt: den Geschlechtseintrag aus allen
offiziellen Papieren weglassen.
Ginge nur, wenn man alle Geschlechtseinträge auch in der Sprache wegließe.
Oder wie sonst könnte man verdeutlichen, dass sich auch Männer auf die
Hebammenstelle bewerben dürfen?

Es scheitert übrigens an der Sicherheitslobby, für die verdoppelt sich
quasi der Suchaufwand.
Quinn C
2019-09-16 18:22:24 UTC
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Post by Markus Ermert
Post by Quinn C
. Dabei hatte das BVG schon den
einfachsten Ausweg aufgezeigt: den Geschlechtseintrag aus allen
offiziellen Papieren weglassen.
Ginge nur, wenn man alle Geschlechtseinträge auch in der Sprache wegließe.
Oder wie sonst könnte man verdeutlichen, dass sich auch Männer auf die
Hebammenstelle bewerben dürfen?
Bei dem Beispiel sehe ich die Relevanz nicht. Schwieriger würde das
nicht bei Inklusivität - ganz im Gegenteil -, sondern bei
Nichtinklusivität, z.B. der Durchsetzung von getrennten Umkleideräumen.
Post by Markus Ermert
Es scheitert übrigens an der Sicherheitslobby, für die verdoppelt sich
quasi der Suchaufwand.
Müssen die nicht im Zweifel auch mögliche Fehler in Betracht ziehen?
--
GOGEL, adj., ausgelassen, lustig, übermütig; lascivus.
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Frank Hucklenbroich
2019-09-12 08:30:15 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by Stefan Schmitz
In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen mehr in
Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.
Ist es aber richtig, auch die Person Leitung zu nennen, die die Stelle innehat?
Oder ist der kürzlich im Radio gehörte Satz "Ich bin eine von zwei Leitungen
der xy-Einrichtung" genau so eine Fehlinterpretation der geschlechterneutralen
Sprache, wie es bei der Rechtschreibreform "Video überwacht" ist?
Für mich war Leitung bislang die Gruppe der Leiter und Leiterinnen, nicht ein
einzelnes Mitglied dieser Gruppe. Ansonsten könnte ein Student auch sagen,
er sei einer von 40.000 Studierendenschaften.
Jetzt habe ich eine Stellenanzeige gefunden, wo
"eine teamfähige Diätassistenz (m/w/d)" gesucht wird.
Sind das die, die den Abgeordneten immer die Diäten erhöhen?

Grüße,

Frank
Detlef Meißner
2019-09-12 08:35:37 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Stefan Schmitz
Post by Stefan Schmitz
In gendergerechter Sprache findet man keine Leiter oder Leiterinnen mehr in
Stellenausschreibungen, sondern Leitungen.
Ist es aber richtig, auch die Person Leitung zu nennen, die die Stelle
innehat? Oder ist der kürzlich im Radio gehörte Satz "Ich bin eine von zwei
Leitungen der xy-Einrichtung" genau so eine Fehlinterpretation der
geschlechterneutralen Sprache, wie es bei der Rechtschreibreform "Video
überwacht" ist?
Für mich war Leitung bislang die Gruppe der Leiter und Leiterinnen, nicht
ein einzelnes Mitglied dieser Gruppe. Ansonsten könnte ein Student auch
sagen, er sei einer von 40.000 Studierendenschaften.
Jetzt habe ich eine Stellenanzeige gefunden, wo
"eine teamfähige Diätassistenz (m/w/d)" gesucht wird.
Sind das die, die den Abgeordneten immer die Diäten erhöhen?
Unser Wirtschaftsminister hätte so eine Person nötig.

Detlef
--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)
Stefan Schmitz
2019-09-12 14:21:38 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Stefan Schmitz
Jetzt habe ich eine Stellenanzeige gefunden, wo
"eine teamfähige Diätassistenz (m/w/d)" gesucht wird.
Sind das die, die den Abgeordneten immer die Diäten erhöhen?
Das machen die schon selbst.
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