Discussion:
Wie heißt ein männlicher Babysitter?
(zu alt für eine Antwort)
Detlef Meißner
2019-02-01 17:02:10 UTC
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Inzwischen kommt immer häufiger die Unsitte auf, den Begriff
Babysitterin zu verwenden (wie Teenangerin).
Hat aber wohl nichts mit der Genderei zu tun, sondern eher mit
mangelnden Deutschkenntnissen.
Wer als angehende(r) Lehrer(in) gehirngewaschen wurde, kann so etwas ja
auch nicht vermitteln.
Viel wichtiger sind ja Workshops mit dem Thema "Toilet Talks &
Practice: Pissen gegen das Patriarchat".
https://www.tag24.de/nachrichten/uni-bielefeld-kworkshop-urinieren-im-stehen-fuer-frauen-pissoirs-netz-straeubt-sich-dagegen-903214

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Stefan Ram
2019-02-01 17:43:21 UTC
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Post by Detlef Meißner
Inzwischen kommt immer häufiger die Unsitte auf, den Begriff
Babysitterin zu verwenden (wie Teenangerin).
Ich habe auch neulich schon "Kindersitter(in)" gelesen, als
ob ein Babysitter nur Babies und keine älteren Kinder
betreuen könne. Dabei ist ein Babysitter jede

|Person, die kleine Kinder bei Abwesenheit der Eltern beaufsichtigt

. "Kleine Kinder" müssen nicht unbedingt Babies sein.

Im Englischen sagt man manchmal auch einfach nur "sitter",
für "baby-sitter". Dies wäre dort eine Möglichkeit, das Wort
"Baby" zu vermeiden.

Auf deutsch geht natürlich einfach:

(Kind[s|er]-)
(Betreuer|Hüter|Aufpasser|Wache|Begleiter|Gärtner|Aufsicht|Pfleger|
Betreuung|Behütung|Pflege)

oder "Tagesmutter" ("Abendmutter").
Detlef Meißner
2019-02-01 17:59:31 UTC
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Post by Stefan Ram
Post by Detlef Meißner
Inzwischen kommt immer häufiger die Unsitte auf, den Begriff
Babysitterin zu verwenden (wie Teenangerin).
Ich habe auch neulich schon "Kindersitter(in)" gelesen, als
ob ein Babysitter nur Babies und keine älteren Kinder
betreuen könne. Dabei ist ein Babysitter jede
Post by Detlef Meißner
Person, die kleine Kinder bei Abwesenheit der Eltern beaufsichtigt
. "Kleine Kinder" müssen nicht unbedingt Babies sein.
Im Englischen sagt man manchmal auch einfach nur "sitter",
für "baby-sitter". Dies wäre dort eine Möglichkeit, das Wort
"Baby" zu vermeiden.
(Kind[s|er]-)
(Betreuer|Hüter|Aufpasser|Wache|Begleiter|Gärtner|Aufsicht|Pfleger|
Betreuung|Behütung|Pflege)
oder "Tagesmutter" ("Abendmutter").
Aber Mutter ist dann nur eine weibliche Person.
Oder kann die Tagesmutter auch männlich sein?

Ach, spielt bald doch keine Rolle mehr, das morpht man sein Geschlecht
nach Bedarf.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
U***@web.de
2019-02-03 17:46:11 UTC
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Post by Stefan Ram
Post by Detlef Meißner
Inzwischen kommt immer häufiger die Unsitte auf, den Begriff
Babysitterin zu verwenden (wie Teenangerin).
Ich habe auch neulich schon "Kindersitter(in)" gelesen, als
ob ein Babysitter nur Babies und keine älteren Kinder
betreuen könne. Dabei ist ein Babysitter jede
Post by Detlef Meißner
Person, die kleine Kinder bei Abwesenheit der Eltern beaufsichtigt
. "Kleine Kinder" müssen nicht unbedingt Babies sein.
Im Englischen sagt man manchmal auch einfach nur "sitter",
für "baby-sitter". Dies wäre dort eine Möglichkeit, das Wort
"Baby" zu vermeiden.
(Kind[s|er]-)
(Betreuer|Hüter|Aufpasser|Wache|Begleiter|Gärtner|Aufsicht|Pfleger|
Betreuung|Behütung|Pflege)
oder "Tagesmutter" ("Abendmutter").
Aber
Ich habe da noch ganz etwas anderes. Wie bezeichnete man das Baby hierzulande
(ohne Nachschauen, falls möglich), bevor sich der angelsächsische
Begriff einbürgerte?

Gruß, ULF
Manfred Hoß
2019-02-03 18:23:50 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Stefan Ram
Post by Detlef Meißner
Inzwischen kommt immer häufiger die Unsitte auf, den Begriff
Babysitterin zu verwenden (wie Teenangerin).
Ich habe auch neulich schon "Kindersitter(in)" gelesen, als
ob ein Babysitter nur Babies und keine älteren Kinder
betreuen könne. Dabei ist ein Babysitter jede
Post by Detlef Meißner
Person, die kleine Kinder bei Abwesenheit der Eltern beaufsichtigt
. "Kleine Kinder" müssen nicht unbedingt Babies sein.
Im Englischen sagt man manchmal auch einfach nur "sitter",
für "baby-sitter". Dies wäre dort eine Möglichkeit, das Wort
"Baby" zu vermeiden.
(Kind[s|er]-)
(Betreuer|Hüter|Aufpasser|Wache|Begleiter|Gärtner|Aufsicht|Pfleger|
Betreuung|Behütung|Pflege)
oder "Tagesmutter" ("Abendmutter").
Aber
Ich habe da noch ganz etwas anderes. Wie bezeichnete man das Baby hierzulande
(ohne Nachschauen, falls möglich), bevor sich der angelsächsische
Begriff einbürgerte?
Spontan würde ich sagen "Säugling" oder "Kleinkind".

Gruß
Manfred.
Detlef Meißner
2019-02-03 22:13:59 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Stefan Ram
Post by Detlef Meißner
Inzwischen kommt immer häufiger die Unsitte auf, den Begriff
Babysitterin zu verwenden (wie Teenangerin).
Ich habe auch neulich schon "Kindersitter(in)" gelesen, als
ob ein Babysitter nur Babies und keine älteren Kinder
betreuen könne. Dabei ist ein Babysitter jede
Post by Detlef Meißner
Person, die kleine Kinder bei Abwesenheit der Eltern beaufsichtigt
. "Kleine Kinder" müssen nicht unbedingt Babies sein.
Im Englischen sagt man manchmal auch einfach nur "sitter",
für "baby-sitter". Dies wäre dort eine Möglichkeit, das Wort
"Baby" zu vermeiden.
(Kind[s|er]-)
(Betreuer|Hüter|Aufpasser|Wache|Begleiter|Gärtner|Aufsicht|Pfleger|
Betreuung|Behütung|Pflege)
oder "Tagesmutter" ("Abendmutter").
Aber
Ich habe da noch ganz etwas anderes. Wie bezeichnete man das Baby hierzulande
(ohne Nachschauen, falls möglich), bevor sich der angelsächsische
Begriff einbürgerte?
Puppe.

Kleine Jungen spielen mit Soldaten gern, kleine Mädchen mit Puppen.
Große Jungen ... (so ähnlich)

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Detlef Meißner
2019-02-01 18:05:46 UTC
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Post by Stefan Ram
Inzwischen kommt immer häufiger die Unsitte auf, den Begriff Babysitterin
zu verwenden (wie Teenangerin).
Ich habe auch neulich schon "Kindersitter(in)" gelesen, als
ob ein Babysitter nur Babies und keine älteren Kinder
betreuen könne. Dabei ist ein Babysitter jede
Person, die kleine Kinder bei Abwesenheit der Eltern beaufsichtigt
. "Kleine Kinder" müssen nicht unbedingt Babies sein.
Im Englischen sagt man manchmal auch einfach nur "sitter",
für "baby-sitter". Dies wäre dort eine Möglichkeit, das Wort
"Baby" zu vermeiden.
(Kind[s|er]-)
(Betreuer|Hüter|Aufpasser|Wache|Begleiter|Gärtner|Aufsicht|Pfleger|
Betreuung|Behütung|Pflege)
oder "Tagesmutter" ("Abendmutter").
Aber Mutter ist dann nur eine weibliche Person.
Oder kann die Tagesmutter auch männlich sein?

Ach, spielt bald doch keine Rolle mehr, da morpht man sein Geschlecht
nach Bedarf.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Markus Loch
2019-02-01 19:14:20 UTC
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Post by Detlef Meißner
  oder "Tagesmutter" ("Abendmutter").
Aber Mutter ist dann nur eine weibliche Person.
Oder kann die Tagesmutter auch männlich sein?
Ach, spielt bald doch keine Rolle mehr, da morpht man sein Geschlecht
nach Bedarf.
Ich wüsste auch schon, wie man das bewerkstelligen könnte:
mit einem Maskulinisierungssuffix.

Baskisch hat sowas, die Endung -ar zeigt an, dass das
ein damit benanntes Wesen männlich ist.

Beispiel: nehmen wir ein deutsches Wort, Katze;
ist die Katze männlich heisst sie neu: Katzar
Oder Gans: Gansar.
Oder die Tagesmutter: Tagesmutterar
ein männl. Babysitter: Babysitterar

Wer macht mit?


Gruss
Markus
Oliver Jennrich
2019-02-01 20:00:50 UTC
Permalink
Post by Markus Loch
Post by Detlef Meißner
  oder "Tagesmutter" ("Abendmutter").
Aber Mutter ist dann nur eine weibliche Person.
Oder kann die Tagesmutter auch männlich sein?
Ach, spielt bald doch keine Rolle mehr, da morpht man sein
Geschlecht nach Bedarf.
mit einem Maskulinisierungssuffix.
Baskisch hat sowas, die Endung -ar zeigt an, dass das
ein damit benanntes Wesen männlich ist.
Das gibt es im Deutschen auch. Da ist die Endsilbe -rich.
--
Space - The final frontier
Markus Loch
2019-02-01 20:04:03 UTC
Permalink
Post by Oliver Jennrich
Post by Markus Loch
Baskisch hat sowas, die Endung -ar zeigt an, dass das
ein damit benanntes Wesen männlich ist.
Das gibt es im Deutschen auch. Da ist die Endsilbe -rich.
Ja.

Gruss
Markus
Uwe Schickedanz
2019-02-01 20:34:45 UTC
Permalink
Post by Oliver Jennrich
Post by Markus Loch
Baskisch hat sowas, die Endung -ar zeigt an, dass das
ein damit benanntes Wesen männlich ist.
Das gibt es im Deutschen auch. Da ist die Endsilbe -rich.
Ja.
Wie bei Alarich.
Gruß Uwe
--
So wie die Attentäter von Brüssel Helden des IS sind,
so ist Nadejda Sawtschenko Heldin des Kiever Regimes. (Netzfundstück)
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Markus Loch
2019-02-01 21:27:56 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Oliver Jennrich
Post by Markus Loch
Baskisch hat sowas, die Endung -ar zeigt an, dass das
ein damit benanntes Wesen männlich ist.
Das gibt es im Deutschen auch. Da ist die Endsilbe -rich.
Ja.
Wie bei Alarich.
Gruß Uwe
Und Heinrich, Friedrich un Co?

ml
Oliver Jennrich
2019-02-01 21:35:38 UTC
Permalink
Post by Markus Loch
Post by Uwe Schickedanz
Post by Oliver Jennrich
Post by Markus Loch
Baskisch hat sowas, die Endung -ar zeigt an, dass das
ein damit benanntes Wesen männlich ist.
Das gibt es im Deutschen auch. Da ist die Endsilbe -rich.
Ja.
Wie bei Alarich.
Gruß Uwe
Und Heinrich, Friedrich un Co?
Genau. Und Enterich, Gänserich, Täuberich und den Wüterich.

Mal ganz abgesehen von dem Gedankenstrich.
--
Space - The final frontier
Detlef Meißner
2019-02-01 22:20:44 UTC
Permalink
Post by Oliver Jennrich
Post by Markus Loch
Post by Uwe Schickedanz
Post by Oliver Jennrich
Post by Markus Loch
Baskisch hat sowas, die Endung -ar zeigt an, dass das
ein damit benanntes Wesen männlich ist.
Das gibt es im Deutschen auch. Da ist die Endsilbe -rich.
Ja.
Wie bei Alarich.
Und Heinrich, Friedrich un Co?
Genau. Und Enterich, Gänserich, Täuberich und den Wüterich.
Mal ganz abgesehen von dem Gedankenstrich.
Da freut sich der Chinese.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Markus Loch
2019-02-02 12:36:51 UTC
Permalink
Oliver Jennrich schrieb: >> Mal ganz abgesehen von dem Gedankenstrich.
Da freut sich der Chinese.
Detlef
Den versteh ich jetzt nicht.
--

Fassen wir also zusammen:

Der Babysitterich geht als Sieger hervor, oder?

Gruss
Markus
Detlef Meißner
2019-02-02 13:26:36 UTC
Permalink
Post by Markus Loch
Oliver Jennrich schrieb: >> Mal ganz abgesehen von dem Gedankenstrich.
Da freut sich der Chinese.
Den versteh ich jetzt nicht.
Chinesen können bekanntlich kein R sprechen.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Markus Loch
2019-02-02 17:40:21 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Markus Loch
Oliver Jennrich schrieb: >> Mal ganz abgesehen von dem Gedankenstrich.
Da freut sich der Chinese.
Den versteh ich jetzt nicht.
Chinesen können bekanntlich kein R sprechen.
"Gedankenstlich" ?

ml
Detlef Meißner
2019-02-02 18:00:46 UTC
Permalink
Post by Markus Loch
Post by Detlef Meißner
Post by Markus Loch
Oliver Jennrich schrieb: >> Mal ganz abgesehen von dem Gedankenstrich.
Da freut sich der Chinese.
Den versteh ich jetzt nicht.
Chinesen können bekanntlich kein R sprechen.
"Gedankenstlich" ?
Musst ja nicht das Falsche weglöschen!

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Heinz Lohmann
2019-02-03 01:46:06 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Markus Loch
Oliver Jennrich schrieb: >> Mal ganz abgesehen von dem Gedankenstrich.
Da freut sich der Chinese.
Den versteh ich jetzt nicht.
Chinesen können bekanntlich kein R sprechen.
Detlef
<loriot> Ach, was! </loriot>
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Sergio Gatti
2019-02-03 08:47:29 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Chinesen können bekanntlich kein R sprechen.
Papperlapapp!

Berichtigung:
Sehr viele Chinesen, Japaner und Koreaner haben große
Schwierigkeiten, unsere /r/ und /l/ auseinanderzuhalten.
Viele, eher Männer,* sagen etwas, was für mich wie /r/ klingt.
Andere, eher Frauen,* sagen etwas, was für mich wie /r/ klingt.

* Nach meiner Erfahrung mit einer statistisch irrelevanten
Gruppe. Heinz lebt in Taiwan und Quinn lebte lange in Japan.
Wenn sie wollen, können sie sicher mehr zu diesem Thema
beitragen und meine bescheidenen Beobachtungen bestätigen
oder widerlegen. Vielleicht in de.etc.sprache?
Markus Loch
2019-02-03 08:59:14 UTC
Permalink
Post by Sergio Gatti
Post by Detlef Meißner
Chinesen können bekanntlich kein R sprechen.
Papperlapapp!
Sehr viele Chinesen, Japaner und Koreaner haben große
Schwierigkeiten, unsere /r/ und /l/ auseinanderzuhalten.
Viele, eher Männer,* sagen etwas, was für mich wie /r/ klingt.
Andere, eher Frauen,* sagen etwas, was für mich wie /r/ klingt.
Bei Japanern ist es umgekehrt, die können kein
"l" sprechen und sprechen statt dessen ein "r".

Gruss
Markus
Diedrich Ehlerding
2019-02-03 21:09:30 UTC
Permalink
Post by Markus Loch
Bei Japanern ist es umgekehrt, die können kein
"l" sprechen und sprechen statt dessen ein "r".
Im Ergebnis ist das gleich. Ich habe in von Japanern angeblich auf
Englisch verfassten Textenscon die Vokabeln "tempolaly" und "workalound"
gelesen - sie können es anscheinend wirklich nicht unterscheiden.
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
Stefan Schmitz
2019-02-03 21:36:44 UTC
Permalink
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Markus Loch
Bei Japanern ist es umgekehrt, die können kein
"l" sprechen und sprechen statt dessen ein "r".
Im Ergebnis ist das gleich. Ich habe in von Japanern angeblich auf
Englisch verfassten Textenscon die Vokabeln "tempolaly" und "workalound"
gelesen - sie können es anscheinend wirklich nicht unterscheiden.
Für welches r gilt denn diese Aussage?
Dass die alle Varianten mit einem l verwechseln, kann ich mir nicht vorstellen.
Stefan Schmitz
2019-02-04 20:31:28 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Markus Loch
Bei Japanern ist es umgekehrt, die können kein
"l" sprechen und sprechen statt dessen ein "r".
Im Ergebnis ist das gleich. Ich habe in von Japanern angeblich auf
Englisch verfassten Textenscon die Vokabeln "tempolaly" und "workalound"
gelesen - sie können es anscheinend wirklich nicht unterscheiden.
Für welches r gilt denn diese Aussage?
Dass die alle Varianten mit einem l verwechseln, kann ich mir nicht vorstellen.
Deswegen steht da auch nicht 'wolkalound'.
Das ist doch in der Aussprache gar kein r. Ich meinte Rachen-, Zungenspitzen-
und Gaumen-r. Werden die etwa alle wie l empfunden?
Stefan Ram
2019-02-03 21:59:16 UTC
Permalink
Post by Diedrich Ehlerding
Im Ergebnis ist das gleich. Ich habe in von Japanern angeblich auf
Englisch verfassten Textenscon die Vokabeln "tempolaly" und "workalound"
gelesen - sie können es anscheinend wirklich nicht unterscheiden.
Falls es sich bei diesen Texten um informelle Notizen oder
Mitteilungen handelt: Ok, kein Problem.

Falls es aber repräsentative Veröffentlichungen, wie
wissenschaftliche Arbeiten oder wirtschaftliche Berichte und
so weiter sind, so sollten sie in der Lage sein, Ressourcen
wie Rechtschreibprüfprogramme, Wörterbücher oder
Korrekturleser nutzen zu können.

というのは。私はこれを日本語で書いています。
私は日本語を全く学んでいません。
日本人は少なくともこの品質で英語で書くことができるはずです。

Ich habe auch einmal im Usenet versucht, jemandem, der
angeblich "Links" und "Rechts" nicht unterscheiden konnte,
das beizubringen. Alle meine leicht nachvollziehbaren
Hinweise¹ stießen auf taube Ohren. Ich würde daraufhin
mutmaßen, daß das Problem - zumindest in diesem einen Fall -
eher ein Simulieren oder interne psychische Widerstände sind
als die Schwierigkeit der Unterscheidung.

1:
http://www.purl.org/stefan_ram/pub/links-und-rechts
Stefan Ram
2019-02-03 22:14:56 UTC
Permalink
品質
OT: Wer sich wundert, was dieses schöne Zeichen bedeutet:

「品」 alleine bedeutet "Waren". Es sieht wirklich aus wie
gestapelte Kartons!

「品質」 bedeutet "Qualität", 「質」 alleine bedeutet aber
auch "Qualität".
Markus Loch
2019-02-03 22:24:58 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Post by Markus Loch
Bei Japanern ist es umgekehrt, die können kein
"l" sprechen und sprechen statt dessen ein "r".
Im Ergebnis ist das gleich. Ich habe in von Japanern angeblich auf
Englisch verfassten Textenscon die Vokabeln "tempolaly" und "workalound"
gelesen - sie können es anscheinend wirklich nicht unterscheiden.
Die Umschrift mit "r" in japanischen Toponymen und Lexemen
scheint tricky

Harakiri dürfte in Japan kaum als Halakili gesprochen werden?

Die Präfekturen Tottori "Tottoli" und Aomori "Aomoli"?

Und Hiroschima "Hiloschima"?

en.wikipedia liefert:
[çiɾoɕima])

ausgesprochen etwa so:

chidoschima

Das "r" scheint ein Tap (hier als "d" wiedergegeben) zu sein.

Sowas wie "r", "l" oder einen anderen nicht nasalen Sonoranten
scheint es im Japanischen nicht zu geben; insbesondere keinen Vibrant.
(Approximanten mal aussen vor gelassen)

Die vielen englischen und deutschen Vibranten und Laterale werden
scheinbar als Allophone eines Phonems aufgefasst und bei der Wiedergabe
dann meist lateral realisiert, sodass wir ein "l" hören.

Es scheint aber kein Wort im Japanischen zu geben, das diesen
Phonem enthält. Der ist also fremd für Japaner; so wie für uns
die beiden th des Englischen, die ja in 99,9 % der Fälle von
deutschsprachigen auf eine Phonem gemapt werden. Mich besonders
störend ist die "deutsche" Aussprache von "clothes"

Im Chinesischen könnten die Verhältnisse ähnlich sein, weiss das
jemand?

Gruss
Markus
Roland Franzius
2019-02-04 10:17:05 UTC
Permalink
Post by Markus Loch
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Markus Loch
Bei Japanern ist es umgekehrt, die können kein
"l" sprechen und sprechen statt dessen ein "r".
Im Ergebnis ist das gleich. Ich habe in von Japanern angeblich auf
Englisch verfassten Textenscon die Vokabeln "tempolaly" und "workalound"
gelesen - sie können es anscheinend wirklich nicht unterscheiden.
Die Umschrift mit "r" in japanischen Toponymen und Lexemen
scheint tricky
Harakiri dürfte in Japan kaum als Halakili gesprochen werden?
Die Präfekturen Tottori "Tottoli" und Aomori "Aomoli"?
Und Hiroschima "Hiloschima"?
[çiɾoɕima])
chidoschima
Das "r" scheint ein Tap (hier als "d" wiedergegeben) zu sein.
Sowas wie "r", "l" oder einen anderen nicht nasalen Sonoranten
scheint es im Japanischen nicht zu geben; insbesondere keinen Vibrant.
(Approximanten mal aussen vor gelassen)
Die vielen englischen und deutschen Vibranten und Laterale werden
scheinbar als Allophone eines Phonems aufgefasst und bei der Wiedergabe
dann meist lateral realisiert, sodass wir ein "l" hören.
Es scheint aber kein Wort im Japanischen zu geben, das diesen
Phonem enthält. Der ist also fremd für Japaner; so wie für uns
die beiden th des Englischen, die ja in 99,9 % der Fälle von
deutschsprachigen auf eine Phonem gemapt werden. Mich besonders
störend ist die "deutsche" Aussprache von "clothes"
Im Chinesischen könnten die Verhältnisse ähnlich sein, weiss das
jemand?
"Chinesisch" als gesprochene Sprache existiert ja noch nicht wirklich.
Die Bilderschrift verhindert ja geradezu die Uniformisierung der
gesprochenen Sprache über die Sprechen und Dialektkontinua mit einer
OW-Ausdehnung von ca 33° und einer NS-Ausdehnung von 30°=3333km, die
jeweils etwa der Entfernung Frankfurt-Agadir und den zugeörigen
Breitengraden entspricht, während die Klimazonenbreiten eher zu
Quebec-Panama passt.

Selbst in Deutschland mit fast lautgetreuer Schriftsprache wurde das
Bühnen-Deutsch - ohne Bühnen-r - zwischen Wien und Flensburg exklusive
dem Südwesten zwischen Bern-Basel erst mit dem ZDF einigermaßen
standardisiert.

Mit dem TV kann man ja nun Sprachentwicklungen national in Echtzeit
registrieren und steuern. Da jeder Chinese inzwischen englisch lernt und
Online und auf Reisen europäische Decknamen wie Gottfried und John
benutzt, um die Hör- und Merkfähigkeit des Europäers und Amerikaners
nicht in Versuchung zu führen, wird wohl bald auch das r und das rlrlrl
in die chinesische Sprache einziehen.

Zur Zeit beobachte ich übrigens hier im TV eine nationale
Vokalverschiebung des scharfen i-gitt-Lauts zum lieblicheren ü, wie es
früher nur von schüchternen 7-Jährigen gesprochen wurde. Der sprachliche
Abstand des TV-Deutsch von heute zum Radio-Ton der 1920-1950er könnte
man mal als Normabstand im Hilbertraum der Frequenz-Spektralverteilungen
oder der Phonemhäufigkeiten mittels eines noch zu schreibenden Programms
ermitteln.
--
Roland Franzius
U***@web.de
2019-02-04 13:29:15 UTC
Permalink
Post by Roland Franzius
"Chinesisch" als gesprochene Sprache existiert ja noch nicht wirklich.
Irgend eine Art von Mandarin werden sie den Ausländern
schon beibringen.
Post by Roland Franzius
Mit dem TV kann man ja nun Sprachentwicklungen national in Echtzeit
registrieren und steuern. Da jeder Chinese inzwischen englisch lernt und
Online und auf Reisen europäische Decknamen wie Gottfried und John
benutzt, um die Hör- und Merkfähigkeit des Europäers und Amerikaners
nicht in Versuchung zu führen, wird wohl bald auch das r und das rlrlrl
in die chinesische Sprache einziehen.
Flüh übt sich, wel ein Meistel welden will.

Aus dem Gedächtnis: Kinder/Menschen können Laute unterscheiden
lernen, die sie bis zum Alter von etwa 8 Monaten als unterschiedlich
wahrgenommen haben (soweit wortdifferenzierend: Minimalpaare).

Gut, in einigen Fällen wie beim 'xh' in 'Xhosa' mag es später
immer noch funktionieren, wenn die Abweichung zu vorbekannten
Lauten eher deutlich ist.

Gruß, ULF
Stephan Seitz
2019-02-04 07:56:55 UTC
Permalink
Post by Diedrich Ehlerding
Im Ergebnis ist das gleich. Ich habe in von Japanern angeblich auf
Englisch verfassten Textenscon die Vokabeln "tempolaly" und "workalound"
gelesen - sie können es anscheinend wirklich nicht unterscheiden.
Und die Schilder mit der "Erection Party" nach Wahlen soll es auch
geben. Neben r und l sind für Japaner auch noch b und w identisch.
Bäcker und Wecker klingen für sie gleich.

Shade and sweet water!

Stephan
--
| Stephan Seitz E-Mail: stse+***@fsing.rootsland.net |
| Public Keys: http://fsing.rootsland.net/~stse/keys.html |
U***@web.de
2019-02-04 08:56:12 UTC
Permalink
Post by Stephan Seitz
Neben r und l sind für Japaner auch noch b und w identisch.
Bäcker und Wecker klingen für sie gleich.
Da braucht man aber gar nicht so weit zu fahren.
http://5barricas.es/blogs/brunch-solo-se-escribe-con-b-de-valencia/

Gruß, ULF
Detlef Meißner
2019-02-03 09:45:43 UTC
Permalink
Post by Sergio Gatti
Post by Detlef Meißner
Chinesen können bekanntlich kein R sprechen.
Papperlapapp!
Das ist ein Witz!

Fragt ein Engländer einen Chinesen: "Do you have elections?" - Chinese:
"Yes, evely molning."

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Roland Franzius
2019-02-03 10:21:56 UTC
Permalink
Post by Sergio Gatti
Post by Detlef Meißner
Chinesen können bekanntlich kein R sprechen.
Papperlapapp!
Sehr viele Chinesen, Japaner und Koreaner haben große
Schwierigkeiten, unsere /r/ und /l/ auseinanderzuhalten.
Viele, eher Männer,* sagen etwas, was für mich wie /r/ klingt.
Andere, eher Frauen,* sagen etwas, was für mich wie /r/ klingt.
* Nach meiner Erfahrung mit einer statistisch irrelevanten
Gruppe. Heinz lebt in Taiwan und Quinn lebte lange in Japan.
Wenn sie wollen, können sie sicher mehr zu diesem Thema
beitragen und meine bescheidenen Beobachtungen bestätigen
oder widerlegen. Vielleicht in de.etc.sprache?
Angesichts der Tatsache, dass die meisten Deutschen und Engländer auch
kein "r" sprechen können, bedeutet das was?
--
Roland Franzius
Thomas Schade
2019-02-03 10:42:02 UTC
Permalink
Post by Sergio Gatti
Sehr viele Chinesen, Japaner und Koreaner haben große
Schwierigkeiten, unsere /r/ und /l/ auseinanderzuhalten.
Viele, eher Männer,* sagen etwas, was für mich wie /r/ klingt.
Andere, eher Frauen,* sagen etwas, was für mich wie /r/ klingt.
Diese Erfahrung habe ich mindestens auch noch in Thailand gemacht. Viele
Kollegen dort hatten arge Schwierigkeiten, ein r verständlich
auszusprechen; 'tomorrow' klang oft eher wie 'tomollow'.

Den Vogel hatte aber dann eine Kollegin abgeschossen, ihr war diese
Problematik wohlvertraut. Sie war also bemüht, und das oft erfolgreich,
die r 'richtig' auszusprechen. Das führte zu ulkigen Hyperkorrekturen,
so dirigierte sie gern 'light' (unter Stress vergaß sie die korrekte
Aussprache immer wieder) und 'reft' (unter Stress sprach sie alle l wie r).


Ciao
Toscha
--
The old fortune teller lies dead on the floor
Nobody needs fortunes told anymore
[The Kinks: Death of a Clown]
Manfred Hoß
2019-02-03 10:54:05 UTC
Permalink
Post by Sergio Gatti
Post by Detlef Meißner
Chinesen können bekanntlich kein R sprechen.
Papperlapapp!
Sehr viele Chinesen, Japaner und Koreaner haben große
Schwierigkeiten, unsere /r/ und /l/ auseinanderzuhalten.
Viele, eher Männer,* sagen etwas, was für mich wie /r/ klingt.
Andere, eher Frauen,* sagen etwas, was für mich wie /r/ klingt.
* Nach meiner Erfahrung mit einer statistisch irrelevanten
Gruppe. Heinz lebt in Taiwan und Quinn lebte lange in Japan.
Wenn sie wollen, können sie sicher mehr zu diesem Thema
beitragen und meine bescheidenen Beobachtungen bestätigen
oder widerlegen. Vielleicht in de.etc.sprache?
Meine Erfahrungen in China beschränken sich auf einen Zeitraum von gerade
einmal 3 Wochen, aber da ich mit mehreren Chinesen Englisch gesprochen
habe, kann ich bestätigen, dass viele Chinesen kein r sprechen können. So
sagte einer etwas, das wie "flee" klang. Noch bevor ich nachfragen konnte,
was er meinte, sagte er "One, two, thlee.", womit die Sache klar war.

Gruß
Manfred.
Frank Hucklenbroich
2019-02-04 07:25:07 UTC
Permalink
Post by Manfred Hoß
Meine Erfahrungen in China beschränken sich auf einen Zeitraum von gerade
einmal 3 Wochen, aber da ich mit mehreren Chinesen Englisch gesprochen
habe, kann ich bestätigen, dass viele Chinesen kein r sprechen können.
Ich hatte in einer deutschen Metzgerei mal eine Asiatin vor mir, die
bestellte "Lindfleisch".

Grüße,

Frank
Uwe Schickedanz
2019-02-04 10:38:01 UTC
Permalink
On Mon, 4 Feb 2019 08:25:07 +0100, Frank Hucklenbroich
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Manfred Hoß
Meine Erfahrungen in China beschränken sich auf einen Zeitraum von gerade
einmal 3 Wochen, aber da ich mit mehreren Chinesen Englisch gesprochen
habe, kann ich bestätigen, dass viele Chinesen kein r sprechen können.
Ich hatte in einer deutschen Metzgerei mal eine Asiatin vor mir, die
bestellte "Lindfleisch".
Vom Lindwurm; warum nicht?

Gruß Uwe
--
So wie die Attentäter von Brüssel Helden des IS sind,
so ist Nadejda Sawtschenko Heldin des Kiever Regimes. (Netzfundstück)
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Detlef Meißner
2019-02-04 11:58:28 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
On Mon, 4 Feb 2019 08:25:07 +0100, Frank Hucklenbroich
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Manfred Hoß
Meine Erfahrungen in China beschränken sich auf einen Zeitraum von gerade
einmal 3 Wochen, aber da ich mit mehreren Chinesen Englisch gesprochen
habe, kann ich bestätigen, dass viele Chinesen kein r sprechen können.
Ich hatte in einer deutschen Metzgerei mal eine Asiatin vor mir, die
bestellte "Lindfleisch".
Vom Lindwurm; warum nicht?
"Ganz frisch aus dem Eis abgeschmolzener Gletscher."
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Dafür noch ein Fachwort (oder eine Phantasiekonstruktion) einsetzen.
"Biosphärenreservat" ist aber schon besetzt.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
U***@web.de
2019-02-04 13:32:57 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
"Ganz frisch aus dem Eis abgeschmolzener Gletscher."
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Dafür noch ein Fachwort (oder eine Phantasiekonstruktion) einsetzen.
"Biosphärenreservat" ist aber schon besetzt.
Wenn nicht direkt am Meer und im Hinblick auf den
abgeschmolzenen Teil:

Gletscherbach.

Gruß, ULF
Detlef Meißner
2019-02-04 15:24:51 UTC
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
"Ganz frisch aus dem Eis abgeschmolzener Gletscher."
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Dafür noch ein Fachwort (oder eine Phantasiekonstruktion) einsetzen.
"Biosphärenreservat" ist aber schon besetzt.
Wenn nicht direkt am Meer und im Hinblick auf den
Gletscherbach.
Das ist zu einfach.

Es muss schon ein Fremdwort her, das interessant klingt, aber kaum
jemand kennt.

"Frühstückscerealien" ist/war auch so ein Wort. Klingt sehr bedeutsam,
als wenn's was Neues wäre, ist dann aber doch nur alter Wein in neuen
Schläuchen - mit viel zu viel Zucker.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Sergio Gatti
2019-02-03 12:01:36 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Chinesen können bekanntlich kein R sprechen.
Ingrid bittet um Entschuldigung und schickt einen Satz erneut, diesmal in der korrekten Fassung.
Andere, eher Frauen,* sagen etwas, was für mich wie _/l/_ klingt.
Heinz Lohmann
2019-02-03 16:00:47 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Chinesen können bekanntlich kein R sprechen.
Ingrid bittet um Entschuldigung und schickt einen Satz erneut, diesmal in der korrekten Fassung.
Andere, eher Frauen,* sagen etwas, was für mich wie _/l/_ klingt.
Deutsche können nicht korrekt 日 rì (Chinesisch: Sonne, Tag) sprechen und
nicht korrekt 琉球諸島 Ryūkyū (japanische Ryukyu-Inseln) wiedergeben.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Stefan Ram
2019-02-03 13:23:41 UTC
Permalink
Post by Heinz Lohmann
Post by Detlef Meißner
Chinesen können bekanntlich kein R sprechen.
<loriot> Ach, was! </loriot>
Das ist insofern interessant, als ich das R in den
verschiedenen Sprachen ganz unterschiedlich kennengelernt
habe:

1.) Das deutsche R ist ein stimmhafter pharyngealisierter
uvularer Approximant.

2.) Es kann auch auch ein uvularer Triller (gerolltes
Zäpfchen-R) sein.

3.) Dann gibt es natürlich das gerollte Zungenspitzen-R.
Hier gibt es ganz verschiedene Details, wie es genau
artikuliert wird, also eigentlich ist dies eine ganze Gruppe
von Lauten.

4.) Das französische R ist ähnnlich wie "1.)", aber
/nicht/ pharyngealisiert.

pharyngalisiert = mit einer Engebildung im Rachen (Pharynx)

5.) Im Französischen ist "4.)" manchmal entstimmt

6.) Im Französischen gibt es laut Canepari noch eine
Variante von "4.)", die ich nicht genau verstanden habe,
vermutlich ist sie etwas mehr oder weniger eng als "4.)".
Sie kann auch manchmal noch entstimmt auftreten.

7.) Das britische R ist ein Engelaut, der vorwiegend mit der
Zungenspitze gebildet wird. Oft wird ein geschriebenes R im
Britischen auch gar nicht gesprochen. Es gibt aber auf der
Insel auch Varianten wie gerollte R oder Rs, die der
amerikanischen Aussprache ähneln oder gleichen.

8.) Das amerikanische R ist ein Engelaut, bei dem die
Verengung weiter hinten mit der Zunge gebildet wird
(sagt man dazu vielleicht "velar"?) Sicher verwenden
einzelne Amerikaner auch ein britisches R.

9.) Hatte ich schon erwähnt, daß das R im Deutschen oft
vokalisiert wird? Die Fachleute streiten sich darüber,
welche Notation dann verwendet werden soll, oft findet
man "ɐ", aber bei Canepari wohl auch "ʌ".

Das war jetzt ein spontaner Aufschrieb. Ich haben sicher
noch Varianten vergessen.

Also zumindest das stumme englische R und dann das
deutsche vokalisierte R sollte ein Chinese ja wenigsten
näherungsweise sprechen können.

Wenn er keinen Triller kann, sollte er einen Engelaut
hinkriegen, dafür gibt es so viele verschiedene
Möglichkeiten (vordere Zungee, hintere Zunge, ganz hintere
Zunge), daß eine davon doch möglich sein muß.
In meiner Auflistung fehlt noch die mittlere Zunge,
aber das geht wahrscheinlich auch.

Wenn man zum Beispiel im Deutschen das R durch eine
Enge mit der Zungespitze bildet, klingt es etwas
amerikanisch, aber ist als akzentbehaftetes Deutsch
verständlich.

Und "L": Ich meine, die Zungenspitze berührt dazu den
Alveolardamm, rechts und links kann Luft vorbeiströmen.
Wie schwer kann das zein?
Stefan Ram
2019-02-03 13:39:16 UTC
Permalink
Post by Stefan Ram
3.) Dann gibt es natürlich das gerollte Zungenspitzen-R.
Hier gibt es ganz verschiedene Details, wie es genau
artikuliert wird, also eigentlich ist dies eine ganze Gruppe
von Lauten.
Hier habe ich es zirka drei bis fünf Jahre lang immer wieder
versucht. Das muß so in den nuller Jahren gewesen sein.
Dann ist es mir irgendwann einmal zum ersten Mal gelungen.
Seitdem gelingt es mir nicht bei jedem Versuch, aber immer
öfter.

Ja, eine Variante, die ich noch vergessen habe, ist statt
eines Trillers, ein Flap oder Tap (einmaliges Antippen des
Alveolardamms mit der Vorder- oder Rückseite der Zunge).

Canepari unterscheidet dann auch noch verschiedene Triller
nach der Zahl der Anschläge beim Trill (WIMRE 2 bis 5). Ja,
wer das beherrscht kann auch die kontrollieren.

So haben wir im Italienischen einmal ein Taplaut
(ein Antippen), dann einen kurzen Trill, einen
phonetisch verlängerten Trill und eine Abfolge zweier
direkt aufeinanderfolgender R-Laute, von denen jeder
jeweils ein Tap, ein kurzer oder ein langer Trill
sein kann (aber dabei steht der lange Trill nie an
zweiter Stelle).
Post by Stefan Ram
8.) Das amerikanische R ist ein Engelaut, bei dem die
Verengung weiter hinten mit der Zunge gebildet wird
(sagt man dazu vielleicht "velar"?) Sicher verwenden
einzelne Amerikaner auch ein britisches R.
Hier habe ich viele Jahre gebraucht, um erst einmal zu
verstehen, welche Quellen richtig und welche falsch sind. Es
wird einiges Irreführendes zum amerikanischen R geschrieben.

Danach habe ich auch nochmal Jahre gebraucht, um den Laut
reproduzieren zu können. Zunächst konnte ich ihn isoliert
näherungsweise sprechen, aber in vielen Wörtern nicht
fließend. Daran übe ich immer noch.

Also ich will damit sagen: Die Chinesen dürfen nicht einmal
im Klassenzimmer probieren und dann sagen "Kann ich nicht!".
Sie müssen es gegebenfalls viele Jahre lang immer wieder
versuchen, die Laute zu verstehen und zu sprechen.
Dann besteht eine Chance auf Erfolg.
Detlef Meißner
2019-02-03 13:57:41 UTC
Permalink
Post by Stefan Ram
Danach habe ich auch nochmal Jahre gebraucht, um den Laut
reproduzieren zu können.
Aufs Töpfchen gehen geht schneller.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Sergio Gatti
2019-02-03 16:06:07 UTC
Permalink
Post by Stefan Ram
Also ich will damit sagen: Die Chinesen dürfen nicht einmal
im Klassenzimmer probieren und dann sagen "Kann ich nicht!".
Sie müssen es gegebenfalls viele Jahre lang immer wieder
versuchen, die Laute zu verstehen und zu sprechen.
Dann besteht eine Chance auf Erfolg.
Ehm, meine winzige Referenzgruppe besteht aus wenigen
Chinesen und Japanern, die schon seit Jahren in Italien bzw.
in Deutschland lebten, als ich sie kennenlernte. Versucht
hatten sie es bestimmt, nur mit der Unterscheidung von /r/
und /l/ haperte es oft.
Heinz Lohmann
2019-02-04 02:44:59 UTC
Permalink
Post by Sergio Gatti
Post by Stefan Ram
Also ich will damit sagen: Die Chinesen dürfen nicht einmal
im Klassenzimmer probieren und dann sagen "Kann ich nicht!".
Sie müssen es gegebenfalls viele Jahre lang immer wieder
versuchen, die Laute zu verstehen und zu sprechen.
Dann besteht eine Chance auf Erfolg.
Ehm, meine winzige Referenzgruppe besteht aus wenigen
Chinesen und Japanern, die schon seit Jahren in Italien bzw.
in Deutschland lebten, als ich sie kennenlernte. Versucht
hatten sie es bestimmt, nur mit der Unterscheidung von /r/
und /l/ haperte es oft.
Das Problem besteht, aber meine Studenten haben es in 90% der Fälle auch
noch gelernt.

Langer Rede kurzer Sinn: Ein R ist kein R.

Einen Laut wie das vorvokalische /r/ im Deutschen gibt es weder im
Chinesischen noch im Japanischen. Wie das Pinyin-r [ɻ] gesprochen wird,
kann man hier hören und nachzusprechen versuchen:
<http://www.new-chinese.org/chinesisch-online-lernen-chinesische-aussprache-pinyin.html>

Es erfordert einfach einen guten Phonetik-Unterricht und Übungen über
Jahre; und genauso wie Deutsche immer wieder auch nach jahrelangem Üben
Probleme mit den Tönen haben, werden Chinesen, die nicht in jungen
Jahren, sondern erst auf der Uni mit dem Deutschlernen begonnen haben,
ab und zu Ausrutscher passieren. Die passieren dann entsprechend auch
westlichen Ausländern.

In Taiwan bekannt ist der Fall des amerikanischen Missionars, der laut
in die Gemeinde rief bzw. rufen wollte:
耶稣是主! (Yēsū shì zhǔ)/ Jesus ist der Herr!

Leider klappte es mit dem Ton des letzten Wortes nicht so ganz und er rief:
耶稣是豬!(Yēsū shì zhū)

Google Translate zeigt sehr schön, warum die Gemeinde erst ziemlich
geschockt war.

Sicher gibt es noch mehr Anlässe für Chinesen, sich über die schlechte
Aussprache von Langnasen zu amüsieren.

*************************************
Der mit r wiedergegebene japanische Laut [ɾ] ist ebenfalls nicht mit dem
Deutschen /r/ identisch, sondern liegt zwischen /r/ und /l/, viell.
näher zu /l/. Dazu weiß Quinn bestimmt mehr zu sagen. Sicher ist, dass
die meisten Lernanfänger mit der Aussprache der Ryukyu-Inseln
/ˈɹjuːkjuːam Anfang massive Schwierigkeiten ahben werden.

Hier noch ein Link dazu:
<https://de.wikibooks.org/wiki/Japanisch/_Aussprachezusammenfassung>

=>Abschnitt Konsonanten

Und zu platten Vorurteilen:
<https://www.focus.de/reisen/china/tid-11209/tid-11210/vorurteile-chinesen-koennen-kein-r-sprechen_aid_319586.html>

Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan
祝大家
新年快樂
金豬送福
Andreas Karrer
2019-02-04 08:24:27 UTC
Permalink
Post by Heinz Lohmann
Das Problem besteht, aber meine Studenten haben es in 90% der Fälle auch
noch gelernt.
Langer Rede kurzer Sinn: Ein R ist kein R.
Einen Laut wie das vorvokalische /r/ im Deutschen gibt es weder im
Chinesischen noch im Japanischen. Wie das Pinyin-r [ɻ] gesprochen wird,
<http://www.new-chinese.org/chinesisch-online-lernen-chinesische-aussprache-pinyin.html>
Das hilft nicht sehr viel, solange man nicht weiss, welche Abweichungen
davon noch als richtig gelten und welche nicht mehr akzeptabel sind.

Zum Beispiel kann man ja im Deutschen das r als Zungenspitzen-r oder
als Zäpfchen-r sprechen, in der Oberpfalz (?) kann man das erste r
auch rrrichtig rrrollen, und auch das Zäpfchen-r kann man noch ein
bisschen weiter "hinten" sprechen, wie die Franzosen, ohne dass es
besonders auffällig ist. Ausserdem kann man das r in vielen Fällen auch
praktisch vollständig vokalisieren. Diese Abweichungen gelten alle als
richtig und führen nur selten zu Verständnisschwierigkeiten (z.B.
wird "faan faan faan auf der Autobahn" von Amerikanern gern als "fun
fun fun on the Autobahn" gehört).

Die Bandbreite der erlaubten Realisierungen des r ist also (für unser
Ohr) recht gross, aber "l" gehört definitiv nicht dazu.

Beim s hingegen dünkt es mich, dass der Bereich des Erlaubten viel
enger ist. Es braucht ganz wenig, bis ein s als "gelispelt" angesehen
wird und der Sprecher als ungebildet oder besoffen.

- Andi
U***@web.de
2019-02-04 09:00:25 UTC
Permalink
Post by Andreas Karrer
Die Bandbreite der erlaubten Realisierungen des r ist also (für unser
Ohr) recht gross, aber "l" gehört definitiv nicht dazu.
Ich wüßte ja gerne, wie sich "irgendwo zwischen Spanien und
Portugal" der Übergang von 'playa' zu 'praia' darstellte und
anhörte.

Gruß, ULF
Helmut Richter
2019-02-04 10:45:10 UTC
Permalink
Post by Andreas Karrer
Die Bandbreite der erlaubten Realisierungen des r ist also (für unser
Ohr) recht gross, aber "l" gehört definitiv nicht dazu.
Die Verwechslungsgefahr ist größer, wenn das r mit nur einem Zungenschlag
gespochen wird [ɾ]. Dann ist besonders zwischen vorderen Vokalen wie i und
e der Unterschied zwischen /r/, /l/ und /d/ gering. Ich erinnere mich, wie
mir jemand in einem fremden Land erklärt hat, man begrüße sich auf der
Straße mit „ugoni?e“, ich aber seinem Vorbild nicht entnehmen konnte, ob
das ? ein r, l oder d sein soll. Mir schriftlich denkendem Menschen hat
das das Merken des Worts sehr erschwert.
--
Helmut Richter
U***@web.de
2019-02-04 13:29:43 UTC
Permalink
Post by Helmut Richter
Post by Andreas Karrer
Die Bandbreite der erlaubten Realisierungen des r ist also (für unser
Ohr) recht gross, aber "l" gehört definitiv nicht dazu.
Die Verwechslungsgefahr ist größer, wenn das r mit nur einem Zungenschlag
gespochen wird [ɾ]. Dann ist besonders zwischen vorderen Vokalen wie i und
e der Unterschied zwischen /r/, /l/ und /d/ gering.
Dennoch unterscheiden die Kastilier 'pero', 'perro' und 'pelo'.

Gruß, ULF
Stefan Ram
2019-02-04 13:44:01 UTC
Permalink
Post by U***@web.de
Dennoch unterscheiden die Kastilier 'pero', 'perro' und 'pelo'.
I take the liberty of quoting an English post
I once wrote concerning the Spanish language.

The following symbols are used in this post:

r: = a trill with 3 tappings
r = a single tap
3 = a sound midway between [e] and [E]
2 = the voiced alveolar approximant
V = a vowel
P = a pause
C = one of the contoids /n/, /l/, or /r/

. <VrrV> generally is pronounced [rr:].

tierra = [tjEr.r:a]
caro = ['ka.ro]
carro = ['kar.r:o]
pero = ['p3.ro]
perro = ['p3r.r:o]

The <r> in <Pr> and <Cr> is usually pronounced [r:],
other <r>s usually are pronounced as just [r].

In familiar conversions, the [r] can become just [2],
while in energic/emphatics speech it might become [r:].
Reinhold {Rey} Aman
2019-02-04 19:33:47 UTC
Permalink
Dann ist besonders zwischen vorderen Vokalen wie i und e
der Unterschied zwischen /r/, /l/ und /d/ gering.
Dennoch unterscheiden die Kastilier 'pero', 'perro' und 'pelo'.
Und _pedo_. 1: Furz; 2: Kinderschänder.


~~~ Reinhold {Rey} Aman ~~~
Martin Gerdes
2019-02-04 20:43:43 UTC
Permalink
Diese Abweichungen gelten alle als richtig und führen nur selten
zu Verständnisschwierigkeiten (z.B. wird "faan faan faan auf der
Autobahn" von Amerikanern gern als "fun fun fun on the Autobahn" gehört).
Ein Bostonian (oder -äh?- Canterbridgian?) sollte Verständnis dafür
haben, schließlich sagt er: "A paahkd ma ka in Haaved yaad."
Die Bandbreite der erlaubten Realisierungen des r ist also (für unser
Ohr) recht gross, aber "l" gehört definitiv nicht dazu.
ACK.
Bertel Lund Hansen
2019-02-03 17:27:13 UTC
Permalink
Post by Stefan Ram
Das ist insofern interessant, als ich das R in den
verschiedenen Sprachen ganz unterschiedlich kennengelernt
Ich verstehe leider nicht die wissenschaftliche Bezeichnungen.
Post by Stefan Ram
7.) Das britische R ist ein Engelaut, der vorwiegend mit der
Zungenspitze gebildet wird. Oft wird ein geschriebenes R im
Britischen auch gar nicht gesprochen.
Z.B. "burger"? Es gibt ganz richtig kein R-Laut, aber das Wort
ohne das R würde anders klingen. Auf Dänisch gibt es auch viele
Beispiele, wo kein R-Laut ist, aber der Buchstabe influiert [1]
der Aussprache.

Deutsches "Haar" heisst "hår", und deutsches "hart" heisst
"hård". Die Aussprache von beiden Wörtern ist "hå?" (? = stød).
Der Vokal klingt wie o in "verborgen".

Wird "verborgen" übrigens auch nicht ohne R-Laut ausgesprochen?

[1] Duden kennt gar nicht das Verb. Gibt es das nicht auf
Deutsch?
--
/Bertel - aus Dänemark
Thomas Schade
2019-02-03 17:41:57 UTC
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Z.B. "burger"? Es gibt ganz richtig kein R-Laut, aber das Wort
ohne das R würde anders klingen. Auf Dänisch gibt es auch viele
Beispiele, wo kein R-Laut ist, aber der Buchstabe influiert [1]
der Aussprache.
[...]
Post by Bertel Lund Hansen
[1] Duden kennt gar nicht das Verb. Gibt es das nicht auf
Deutsch?
Man kann es bilden, und würde wohl auch verstanden. Kanonisiert ist es
aber wohl nicht.

<http://canoo.net/wordformation/influieren:V:haben>


Ciao
Toscha
--
The brave may not live forever – but the cautious do not live at all.
[Richard Branson]
Bertel Lund Hansen
2019-02-03 18:04:16 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Man kann es bilden, und würde wohl auch verstanden. Kanonisiert ist es
aber wohl nicht.
Es wundert mich, weil das Wort auf Dänisch ganz üblich ist. Ich
sehe von deinem Link (und nachschlag in Duden), dass man
"influenzieren" kennt. Das Wort kommt mir aber umständlich vor.
--
/Bertel - aus Dänemark
Thomas Schade
2019-02-03 18:14:49 UTC
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Thomas Schade
Man kann es bilden, und würde wohl auch verstanden. Kanonisiert ist es
aber wohl nicht.
Es wundert mich, weil das Wort auf Dänisch ganz üblich ist. Ich
sehe von deinem Link (und nachschlag in Duden), dass man
"influenzieren" kennt. Das Wort kommt mir aber umständlich vor.
Gebräuchlich scheint mir aber auch 'influenzieren' nicht zu sein. Laut
DWDS sind nicht einmal genügend Daten vorhanden, um die Worthäufigkeit
zu errechnen. Zudem ist es wohl ein Verb allein aus der Elektrotechnik,
wird also wohl nicht für 'allgemeines' Beeinflussen gebraucht.

<https://www.dwds.de/wb/influenzieren>


Ciao
Toscha
--
Ich weiß nicht, wieso ich euch so hasse, Fahrradfahrer dieser Stadt.
[Tocotronic: Freiburg]
Christian Weisgerber
2019-02-03 20:03:51 UTC
Permalink
Auf Dänisch gibt es auch viele Beispiele, wo kein R-Laut ist,
aber der Buchstabe influiert [1] der Aussprache.
[1] Duden kennt gar nicht das Verb. Gibt es das nicht auf
Deutsch?
Man sagt „beeinflussen“, was eine Lehnübersetzung sein dürfte:
Ein|fluss < in|flux
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Oliver Jennrich
2019-02-03 20:49:07 UTC
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Wird "verborgen" übrigens auch nicht ohne R-Laut ausgesprochen?
Kommt drauf an, wo.

Ich spreche es mit kurzem 'a' hinter dem 'o' und dem ersten 'e' und
komplett ohne 'r'.
--
Space - The final frontier
Roland Franzius
2019-02-04 12:34:27 UTC
Permalink
Post by Stefan Ram
Post by Heinz Lohmann
Post by Detlef Meißner
Chinesen können bekanntlich kein R sprechen.
<loriot> Ach, was! </loriot>
Das ist insofern interessant, als ich das R in den
verschiedenen Sprachen ganz unterschiedlich kennengelernt
1.) Das deutsche R ist ein stimmhafter pharyngealisierter
uvularer Approximant.
2.) Es kann auch auch ein uvularer Triller (gerolltes
Zäpfchen-R) sein.
3.) Dann gibt es natürlich das gerollte Zungenspitzen-R.
Hier gibt es ganz verschiedene Details, wie es genau
artikuliert wird, also eigentlich ist dies eine ganze Gruppe
von Lauten.
4.) Das französische R ist ähnnlich wie "1.)", aber
/nicht/ pharyngealisiert.
pharyngalisiert = mit einer Engebildung im Rachen (Pharynx)
5.) Im Französischen ist "4.)" manchmal entstimmt
6.) Im Französischen gibt es laut Canepari noch eine
Variante von "4.)", die ich nicht genau verstanden habe,
vermutlich ist sie etwas mehr oder weniger eng als "4.)".
Sie kann auch manchmal noch entstimmt auftreten.
7.) Das britische R ist ein Engelaut, der vorwiegend mit der
Zungenspitze gebildet wird. Oft wird ein geschriebenes R im
Britischen auch gar nicht gesprochen. Es gibt aber auf der
Insel auch Varianten wie gerollte R oder Rs, die der
amerikanischen Aussprache ähneln oder gleichen.
8.) Das amerikanische R ist ein Engelaut, bei dem die
Verengung weiter hinten mit der Zunge gebildet wird
(sagt man dazu vielleicht "velar"?) Sicher verwenden
einzelne Amerikaner auch ein britisches R.
9.) Hatte ich schon erwähnt, daß das R im Deutschen oft
vokalisiert wird? Die Fachleute streiten sich darüber,
welche Notation dann verwendet werden soll, oft findet
man "ɐ", aber bei Canepari wohl auch "ʌ".
Das war jetzt ein spontaner Aufschrieb. Ich haben sicher
noch Varianten vergessen.
Also zumindest das stumme englische R und dann das
deutsche vokalisierte R sollte ein Chinese ja wenigsten
näherungsweise sprechen können.
Wenn er keinen Triller kann, sollte er einen Engelaut
hinkriegen, dafür gibt es so viele verschiedene
Möglichkeiten (vordere Zungee, hintere Zunge, ganz hintere
Zunge), daß eine davon doch möglich sein muß.
In meiner Auflistung fehlt noch die mittlere Zunge,
aber das geht wahrscheinlich auch.
Wenn man zum Beispiel im Deutschen das R durch eine
Enge mit der Zungespitze bildet, klingt es etwas
amerikanisch, aber ist als akzentbehaftetes Deutsch
verständlich.
Und "L": Ich meine, die Zungenspitze berührt dazu den
Alveolardamm, rechts und links kann Luft vorbeiströmen.
Wie schwer kann das zein?
Anm1:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtung_(Gedicht)
Amn2:
2009, so sehe ich im Archiv, habe ich das Problem mit amerikanischen
"fluctuations" und chinesischen "fluc tu americans" in einem Faden mit
Oliver Cromm und Wolfram Heinrich zur Sprache gebracht.
--
Roland Franzius
Stefan Schmitz
2019-02-02 17:30:53 UTC
Permalink
Post by Oliver Jennrich
Post by Markus Loch
Post by Uwe Schickedanz
Post by Oliver Jennrich
Post by Markus Loch
Baskisch hat sowas, die Endung -ar zeigt an, dass das
ein damit benanntes Wesen männlich ist.
Das gibt es im Deutschen auch. Da ist die Endsilbe -rich.
Ja.
Wie bei Alarich.
Gruß Uwe
Und Heinrich, Friedrich un Co?
Genau. Und Enterich, Gänserich, Täuberich und den Wüterich.
Beim Wüterich ist die Endung kein Männlichkeitsmarker.
Bis jetzt kenne ich nur die obigen Tierbeispiele, wo -rich diese Funktion hat.
Gibt es (abgesehen vom erfundenen Hebammerich) auch menschliche Beispiele?
Detlef Meißner
2019-02-02 17:59:58 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Oliver Jennrich
Post by Markus Loch
Und Heinrich, Friedrich un Co?
Genau. Und Enterich, Gänserich, Täuberich und den Wüterich.
Beim Wüterich ist die Endung kein Männlichkeitsmarker.
Warum nicht?
Post by Stefan Schmitz
Bis jetzt kenne ich nur die obigen Tierbeispiele, wo -rich diese Funktion
hat. Gibt es (abgesehen vom erfundenen Hebammerich) auch menschliche
Beispiele?
Fähnrich.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Uwe Schickedanz
2019-02-02 18:58:08 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Oliver Jennrich
Post by Markus Loch
Post by Uwe Schickedanz
Post by Oliver Jennrich
Post by Markus Loch
Baskisch hat sowas, die Endung -ar zeigt an, dass das
ein damit benanntes Wesen männlich ist.
Das gibt es im Deutschen auch. Da ist die Endsilbe -rich.
Ja.
Wie bei Alarich.
Gruß Uwe
Und Heinrich, Friedrich un Co?
Genau. Und Enterich, Gänserich, Täuberich und den Wüterich.
Beim Wüterich ist die Endung kein Männlichkeitsmarker.
Bis jetzt kenne ich nur die obigen Tierbeispiele, wo -rich diese Funktion hat.
Gibt es (abgesehen vom erfundenen Hebammerich) auch menschliche Beispiele?
Naja, grundsätzlich dürfte das wohl nur bei Bezeichnungen
infragekommen, deren generische Form grammatikalisch weiblich ist. Und
davon gibts nicht so viele.

Gruß Uwe
--
So wie die Attentäter von Brüssel Helden des IS sind,
so ist Nadejda Sawtschenko Heldin des Kiever Regimes. (Netzfundstück)
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Thomas Schade
2019-02-02 19:16:05 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Stefan Schmitz
Beim Wüterich ist die Endung kein Männlichkeitsmarker.
Bis jetzt kenne ich nur die obigen Tierbeispiele, wo -rich diese Funktion hat.
Gibt es (abgesehen vom erfundenen Hebammerich) auch menschliche Beispiele?
Naja, grundsätzlich dürfte das wohl nur bei Bezeichnungen
infragekommen, deren generische Form grammatikalisch weiblich ist. Und
davon gibts nicht so viele.
Dafür aber prominente, wie der schmerzlich vermisste Waiserich,
Geiselerich und Personerich.


Ciao
Toscha
--
Nazis fühlen sich fremd im eigenen Land? Gut so! Ich hoffe, es wird
nie wieder ein Deutschland geben, in dem sich Nazis zu Hause fühlen.
Christina Kunze
2019-02-02 19:21:20 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Stefan Schmitz
Beim Wüterich ist die Endung kein Männlichkeitsmarker.
Bis jetzt kenne ich nur die obigen Tierbeispiele, wo -rich diese Funktion hat.
Gibt es (abgesehen vom erfundenen Hebammerich) auch menschliche Beispiele?
Naja, grundsätzlich dürfte das wohl nur bei Bezeichnungen
infragekommen, deren generische Form grammatikalisch weiblich ist. Und
davon gibts nicht so viele.
Die Endung ist aber aktiv, d.h. man kann damit neue Wörter bilden,
zumindest umgangssprachlich.
Nicht nur sowas wie "Jobcenterich" (ok, das ist jetzt nicht gerade
hochschätzend), sondern auch so etwas: "Paul kommt auch mit." "Wer ist
denn Paul?" "Paul ist der Susannerich."

chr
Markus Loch
2019-02-02 20:27:17 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
"Paul kommt auch mit." "Wer ist
denn Paul?" "Paul ist der Susannerich."
Würde auch Susanne = Paulin (durch-)gehen?

Gruss
Markus
U***@web.de
2019-02-03 09:08:34 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Stefan Schmitz
Beim Wüterich ist die Endung kein Männlichkeitsmarker.
Bis jetzt kenne ich nur die obigen Tierbeispiele, wo -rich diese Funktion hat.
Gibt es (abgesehen vom erfundenen Hebammerich) auch menschliche Beispiele?
Naja, grundsätzlich dürfte das wohl nur bei Bezeichnungen
infragekommen, deren generische Form grammatikalisch weiblich ist. Und
davon gibts nicht so viele.
Die Fahne ist ja weiblich, nur finde ich sonst keine
Objekte, von denen sich ein -rich als Person ableiten würde.

Gruß, ULF
Stephen Hust
2019-02-03 11:54:20 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Beim Wüterich ist die Endung kein Männlichkeitsmarker. Bis jetzt
kenne ich nur die obigen Tierbeispiele, wo -rich diese Funktion
hat. Gibt es (abgesehen vom erfundenen Hebammerich) auch
menschliche Beispiele?
Naja, grundsätzlich dürfte das wohl nur bei Bezeichnungen
infragekommen, deren generische Form grammatikalisch weiblich ist.
Und davon gibts nicht so viele.
Hexerich ("/einer der hexen kann, volksmäszige motion zu/ hexe").

<http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GH08207#XGH08207>
Die Fahne ist ja weiblich, nur finde ich sonst keine Objekte, von
denen sich ein -rich als Person ableiten würde.
Dingrich, Dingerich ("männliche Person, von der jemand in respektlosem
Ton spricht, deren Name ihm gerade nicht einfällt oder deren Namen er
nicht weiß").

<https://www.duden.de/rechtschreibung/Dingrich>

<https://www.duden.de/rechtschreibung/Dingerich>
--
Steve

My e-mail address works as is.
Frank Hucklenbroich
2019-02-04 21:06:24 UTC
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Uwe Schickedanz
Post by Stefan Schmitz
Beim Wüterich ist die Endung kein Männlichkeitsmarker.
Bis jetzt kenne ich nur die obigen Tierbeispiele, wo -rich diese Funktion hat.
Gibt es (abgesehen vom erfundenen Hebammerich) auch menschliche Beispiele?
Naja, grundsätzlich dürfte das wohl nur bei Bezeichnungen
infragekommen, deren generische Form grammatikalisch weiblich ist. Und
davon gibts nicht so viele.
Die Fahne ist ja weiblich, nur finde ich sonst keine
Objekte, von denen sich ein -rich als Person ableiten würde.
Der Unkerich beim Lurchi!

Grüße,

Frank (der als Kind Salamander-Schuhe hatte, da gab es immer die Heftchen
dazu)

Helmut Richter
2019-02-03 13:25:14 UTC
Permalink
Post by Oliver Jennrich
Genau. Und Enterich, Gänserich, Täuberich und den Wüterich.
Nehmen wir den Täuberich als Beispiel. Nach der Genderlogik folgt aus der
schieren Existenz des Wortes:

– dass mit „Taube“ ausschließlich weibliche Tauben gemeint sein können,

– dass das generisch gebrauchte Wort „Taube“ die Täuberiche dadurch
herabsetzen soll, dass sie nur mitgemeint sind.

Wie das folgen soll, weiß ich auch nicht. Aber bei Menschen ists doch so.
Was ich genauso wenig verstehe, aber in diesen langen Threads habe ich
noch kein Argument gesehen, sondern nur die Behauptung.
--
Helmut Richter
Ralph Aichinger
2019-02-03 13:30:02 UTC
Permalink
Post by Helmut Richter
– dass das generisch gebrauchte Wort „Taube“ die Täuberiche dadurch
herabsetzen soll, dass sie nur mitgemeint sind.
Scheiß drauf, die hören eh nix.

/ralph
--
-----------------------------------------------------------------------------
https://aisg.at
ausserirdische sind gesund
Detlef Meißner
2019-02-03 13:35:16 UTC
Permalink
Post by Ralph Aichinger
Post by Helmut Richter
– dass das generisch gebrauchte Wort „Taube“ die Täuberiche dadurch
herabsetzen soll, dass sie nur mitgemeint sind.
Scheiß drauf, die hören eh nix.
Und wie ist das bei Blinden?

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
U***@web.de
2019-02-02 17:51:11 UTC
Permalink
Post by Markus Loch
Post by Uwe Schickedanz
Post by Oliver Jennrich
Post by Markus Loch
Baskisch hat sowas, die Endung -ar zeigt an, dass das
ein damit benanntes Wesen männlich ist.
Das gibt es im Deutschen auch. Da ist die Endsilbe -rich.
Ja.
Wie bei Alarich.
Gruß Uwe
Und Heinrich, Friedrich un Co?
Jan und Hein und Klaas und Pit,
Die haben Bärte, Die haben Bärte
Jan und Hein und Klaas und Pit,
Die haben Bärte, die fahren mit.

Auch Fried gibt es - selten - als
Vornamen.

Gruß, ULF
Markus Loch
2019-02-02 20:25:10 UTC
Permalink
Post by U***@web.de
Auch Fried gibt es - selten - als
Vornamen.
Bisher geglaubt:
Friedrich = Frieden und Reich = Friedensreich

Aber scheint wohl falsch.

Gruss
Markus
Frank Hucklenbroich
2019-02-02 20:37:18 UTC
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Markus Loch
Post by Uwe Schickedanz
Post by Oliver Jennrich
Post by Markus Loch
Baskisch hat sowas, die Endung -ar zeigt an, dass das
ein damit benanntes Wesen männlich ist.
Das gibt es im Deutschen auch. Da ist die Endsilbe -rich.
Ja.
Wie bei Alarich.
Gruß Uwe
Und Heinrich, Friedrich un Co?
Jan und Hein und Klaas und Pit,
Die haben Bärte, Die haben Bärte
Jan und Hein und Klaas und Pit,
Die haben Bärte, die fahren mit.
Alle die mit uns auf Robbenfang gehen...

Ah, die Mundorgel. Nicht mehr so ganz PC. Die armen Robben ;-)
Post by U***@web.de
Auch Fried gibt es - selten - als
Vornamen.
"Friedel" kenne ich auch noch, ist aber wohl ein Spitzname für den
Friederich.

Grüße,

Frank
Jakob Achterndiek
2019-02-02 23:06:24 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by U***@web.de
Jan und Hein und Klaas und Pit,
Die haben Bärte, die fahren mit.
Alle die mit uns auf Robbenfang gehen...
Ah, die Mundorgel. Nicht mehr so ganz PC. Die armen Robben ;-)
Sowas Dummes aber auch!
Dabei sind doch die armen Robben erst dort eingesetzt worden,
weil den Sängern vorher die "Kaperfahrt" irgendwie politisch
unkorrekt vorgekommen war.
Wir leben halt in einer schnell-lebigen Zeit; da kommt man mit
dem politikalisierenden Korrigieren schon gar nicht mehr mit.
--
j/\a
Stefan Ram
2019-02-03 01:56:47 UTC
Permalink
Alle, die mit uns auf Butterfahrt gehen?
Butterfahrten gibt es seit 1999 auch nicht mehr,
die EU schaffte die Regelungen zum 1. Juli 1999 ab.
(Das Wort existiert natürlich weiter.)
Heinz Lohmann
2019-02-03 05:01:10 UTC
Permalink
Post by Stefan Ram
Alle, die mit uns auf Butterfahrt gehen?
Butterfahrten gibt es seit 1999 auch nicht mehr,
die EU schaffte die Regelungen zum 1. Juli 1999 ab.
(Das Wort existiert natürlich weiter.)
Na, dann zurück zur Kaperfahrt und Santiano:


Bei Wikipedia ist die Kaperfahrt auch noch aktuell.
Wo bleiben da die Robben?
Da hat Frank wohl in der Jugendzeit eine andere Version gelernt ...
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Frank Hucklenbroich
2019-02-04 20:55:22 UTC
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Post by Frank Hucklenbroich
Post by U***@web.de
Jan und Hein und Klaas und Pit,
Die haben Bärte, die fahren mit.
Alle die mit uns auf Robbenfang gehen...
Ah, die Mundorgel. Nicht mehr so ganz PC. Die armen Robben ;-)
Sowas Dummes aber auch!
Dabei sind doch die armen Robben erst dort eingesetzt worden,
weil den Sängern vorher die "Kaperfahrt" irgendwie politisch
unkorrekt vorgekommen war.
Wir leben halt in einer schnell-lebigen Zeit; da kommt man mit
dem politikalisierenden Korrigieren schon gar nicht mehr mit.
Alle, die mit uns auf Butterfahrt gehen?
Der Weg nach Helgoland ist etwas zu kurz, um unterwegs bärtig zu werden.

Aber immerhin gibt's da Robben (auf der Düne), viele sogar.

Grüße,

Frank
Frank Hucklenbroich
2019-02-04 21:04:22 UTC
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Post by Frank Hucklenbroich
Post by U***@web.de
Jan und Hein und Klaas und Pit,
Die haben Bärte, die fahren mit.
Alle die mit uns auf Robbenfang gehen...
Ah, die Mundorgel. Nicht mehr so ganz PC. Die armen Robben ;-)
Sowas Dummes aber auch!
Dabei sind doch die armen Robben erst dort eingesetzt worden,
weil den Sängern vorher die "Kaperfahrt" irgendwie politisch
unkorrekt vorgekommen war.
Also Robbenjagd ist ja zumindest heutzutage viel schlechter beleumundet als
Piraterie. Störtebecker und die Likedeeler war doch angeblich so eine Art
norddeutsche Robin Hoods, wer mag sich da an der Kaperfahrt stören?

So, ich habe jetzt mal das Heftchen rausgesucht, in der ersten Strophe wird
gekapert, in der zweiten werden Robben gefangen und in der dritten werden
Teufel und Hölle nicht gefürchtet.

Und der Hinweis: "Neue Strophen erfinden!".

Ausgabe von 1968, gekauft irgendwann Ende der 70er.

Grüße,

Frank
Manfred Hoß
2019-02-02 23:27:59 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by U***@web.de
Post by Markus Loch
Post by Uwe Schickedanz
Post by Oliver Jennrich
Post by Markus Loch
Baskisch hat sowas, die Endung -ar zeigt an, dass das
ein damit benanntes Wesen männlich ist.
Das gibt es im Deutschen auch. Da ist die Endsilbe -rich.
Ja.
Wie bei Alarich.
Gruß Uwe
Und Heinrich, Friedrich un Co?
Jan und Hein und Klaas und Pit,
Die haben Bärte, Die haben Bärte
Jan und Hein und Klaas und Pit,
Die haben Bärte, die fahren mit.
Alle die mit uns auf Robbenfang gehen...
Wurde in der Strophe nicht ein Walross gefangen?

Gruß
Manfred.
Manfred Hoß
2019-02-02 23:37:40 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by U***@web.de
Post by Markus Loch
Post by Uwe Schickedanz
Post by Oliver Jennrich
Post by Markus Loch
Baskisch hat sowas, die Endung -ar zeigt an, dass das
ein damit benanntes Wesen männlich ist.
Das gibt es im Deutschen auch. Da ist die Endsilbe -rich.
Ja.
Wie bei Alarich.
Gruß Uwe
Und Heinrich, Friedrich un Co?
Jan und Hein und Klaas und Pit,
Die haben Bärte, Die haben Bärte
Jan und Hein und Klaas und Pit,
Die haben Bärte, die fahren mit.
Alle die mit uns auf Robbenfang gehen...
Ging es in der Strophe nicht um den Fang von Walrössern?

Gruß
Manfred.
Detlef Meißner
2019-02-03 09:54:49 UTC
Permalink
Post by Manfred Hoß
Post by Frank Hucklenbroich
Alle die mit uns auf Robbenfang gehen...
Ging es in der Strophe nicht um den Fang von Walrössern?
^^^^^^^^^^

Über dieses Wort bin ich gestolpert.
Ich weiß, dass der Plural von Ross Rösser ist, aber warum hätte ich
spontan Walrosse gesagt?

Scheint anderen auch so zu gehen:


Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Jakob Achterndiek
2019-02-03 10:10:13 UTC
Permalink
Ich weiß, dass der Plural von Ross Rösser ist, aber [..]
...
Gestern noch auf stolzen Rossen,
Heute durch die Brust geschossen,
Morgen in das kühle Grab.
[ Hauff: Lichtenstein. ]
--
j/\a
Frank Hucklenbroich
2019-02-04 20:56:45 UTC
Permalink
Post by Manfred Hoß
Post by Frank Hucklenbroich
Post by U***@web.de
Post by Markus Loch
Post by Uwe Schickedanz
Post by Oliver Jennrich
Post by Markus Loch
Baskisch hat sowas, die Endung -ar zeigt an, dass das
ein damit benanntes Wesen männlich ist.
Das gibt es im Deutschen auch. Da ist die Endsilbe -rich.
Ja.
Wie bei Alarich.
Gruß Uwe
Und Heinrich, Friedrich un Co?
Jan und Hein und Klaas und Pit,
Die haben Bärte, Die haben Bärte
Jan und Hein und Klaas und Pit,
Die haben Bärte, die fahren mit.
Alle die mit uns auf Robbenfang gehen...
Ging es in der Strophe nicht um den Fang von Walrössern?
Sind das nicht auch irgendwie Robben?

Grüße,

Frank
U***@web.de
2019-02-03 09:10:18 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by U***@web.de
Post by Markus Loch
Post by Uwe Schickedanz
Post by Oliver Jennrich
Post by Markus Loch
Baskisch hat sowas, die Endung -ar zeigt an, dass das
ein damit benanntes Wesen männlich ist.
Das gibt es im Deutschen auch. Da ist die Endsilbe -rich.
Ja.
Wie bei Alarich.
Und Heinrich, Friedrich un Co?
Jan und Hein und Klaas und Pit,
Die haben Bärte, Die haben Bärte
Jan und Hein und Klaas und Pit,
Die haben Bärte, die fahren mit.
Alle die mit uns auf Robbenfang gehen...
Ah, die Mundorgel. Nicht mehr so ganz PC. Die armen Robben ;-)
Deswegen heißt es auch Kaperfahrt. Die armen Kapern?

Gruß, ULF
Detlef Meißner
2019-02-01 20:09:07 UTC
Permalink
Post by Oliver Jennrich
Post by Markus Loch
Post by Detlef Meißner
  oder "Tagesmutter" ("Abendmutter").
Aber Mutter ist dann nur eine weibliche Person.
Oder kann die Tagesmutter auch männlich sein?
Ach, spielt bald doch keine Rolle mehr, da morpht man sein
Geschlecht nach Bedarf.
mit einem Maskulinisierungssuffix.
Baskisch hat sowas, die Endung -ar zeigt an, dass das
ein damit benanntes Wesen männlich ist.
Das gibt es im Deutschen auch. Da ist die Endsilbe -rich.
Was sagt deine Frau dazu? :-)

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
U***@web.de
2019-02-02 08:20:51 UTC
Permalink
Post by Markus Loch
Post by Detlef Meißner
  oder "Tagesmutter" ("Abendmutter").
Aber Mutter ist dann nur eine weibliche Person.
Oder kann die Tagesmutter auch männlich sein?
Ach, spielt bald doch keine Rolle mehr, da morpht man sein Geschlecht
nach Bedarf.
mit einem Maskulinisierungssuffix.
Baskisch hat sowas, die Endung -ar zeigt an, dass das
ein damit benanntes Wesen männlich ist.
Beispiel: nehmen wir ein deutsches Wort, Katze;
ist die Katze männlich heisst sie neu: Katzar
Oder Gans: Gansar.
Oder die Tagesmutter: Tagesmutterar
ein männl. Babysitter: Babysitterar
Wer macht mit?
Die Letten? Bei denen findet sich in Konzertankündigungen
regelmäßig ein Mocart*s* (sic!).

Die Litauer könnten auch mitmachen.

Gut, es sind obligatorische Nominativendungen der maskulinen Form.

Gruß, ULF
Bertel Lund Hansen
2019-02-02 10:37:16 UTC
Permalink
Post by Markus Loch
Oder die Tagesmutter: Tagesmutterar
ein männl. Babysitter: Babysitterar
Auf Dänisch sagen wir "babysitter" bei beiden Geschlechten.

Eine Tagesmutter heisst "dagplejer" ("Tagespfleger") und ist auch
Geschlechtsneutral. Dieses Wort könnte ihr natürlich importieren,
aber das Problem wird dabei nicht gelöst, solange ihr auf
Geschlechtsbezeichnungen insistiert.
--
/Bertel - aus Dänemark
Detlef Meißner
2019-02-02 11:22:06 UTC
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Markus Loch
Oder die Tagesmutter: Tagesmutterar
ein männl. Babysitter: Babysitterar
Auf Dänisch sagen wir "babysitter" bei beiden Geschlechten.
Haben wir auch mal gesagt.

Aber inzwischen ist der Beruf der Sitterin für Frauen ganz groß in Mode
gekommen.
Am liebsten sitten sie Tiere, vorwiegend Hunde.

"Hundesitterin" hat bei Google ganz viele Treffer, "Pferdesitterin" nur
ganz wenige. Da ist "Pferdesitter" angesagt.
Irgendwie klingt "Sitter" professioneller.
Nur meine Ansicht. Nicht, dass wieder jemand kommt und mir beweisen
will, dass das nicht stimmen tut.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
U***@web.de
2019-02-02 12:14:22 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Bertel Lund Hansen
Auf Dänisch sagen wir "babysitter" bei beiden Geschlechten.
Haben wir auch mal gesagt.
Aber inzwischen ist der Beruf der Sitterin für Frauen ganz groß in Mode
gekommen.
Am liebsten sitten sie Tiere, vorwiegend Hunde.
"Hundesitterin" hat bei Google ganz viele Treffer
Könnte an Sprachvermengung und der Erwartung liegen, die
Hunde benähmen sich später eher gesittet.

Gruß, ULF
Detlef Meißner
2019-02-02 13:29:29 UTC
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Post by Bertel Lund Hansen
Auf Dänisch sagen wir "babysitter" bei beiden Geschlechten.
Haben wir auch mal gesagt.
Aber inzwischen ist der Beruf der Sitterin für Frauen ganz groß in Mode
gekommen.
Am liebsten sitten sie Tiere, vorwiegend Hunde.
"Hundesitterin" hat bei Google ganz viele Treffer
Könnte an Sprachvermengung und der Erwartung liegen, die
Hunde benähmen sich später eher gesittet.
Mir ging es eher darum, dass, obwohl die Sitter vorwiegend weiblich
sind, sie sich beim Hund als Sitterin, bei Pferd aber als Sitter
bezeichnen.

Jetzt hält man mal ganz kurz inne und fragt sich, warum das wohl so
ist.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
U***@web.de
2019-02-02 16:20:23 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Post by Bertel Lund Hansen
Auf Dänisch sagen wir "babysitter" bei beiden Geschlechten.
Haben wir auch mal gesagt.
Aber inzwischen ist der Beruf der Sitterin für Frauen ganz groß in Mode
gekommen.
Am liebsten sitten sie Tiere, vorwiegend Hunde.
"Hundesitterin" hat bei Google ganz viele Treffer
Könnte an Sprachvermengung und der Erwartung liegen, die
Hunde benähmen sich später eher gesittet.
Mir ging es eher darum, dass, obwohl die Sitter vorwiegend weiblich
sind, sie sich beim Hund als Sitterin, bei Pferd aber als Sitter
bezeichnen.
Jetzt hält man mal ganz kurz inne und fragt sich, warum das wohl so
ist.
Wenn Du die Antwort gefunden hast, mach Dich mit dem
Phänomen der Pferdeflüsterinnen vertraut.

Gruß, ULF
Detlef Meißner
2019-02-02 16:33:48 UTC
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Post by Bertel Lund Hansen
Auf Dänisch sagen wir "babysitter" bei beiden Geschlechten.
Haben wir auch mal gesagt.
Aber inzwischen ist der Beruf der Sitterin für Frauen ganz groß in Mode
gekommen.
Am liebsten sitten sie Tiere, vorwiegend Hunde.
"Hundesitterin" hat bei Google ganz viele Treffer
Könnte an Sprachvermengung und der Erwartung liegen, die
Hunde benähmen sich später eher gesittet.
Mir ging es eher darum, dass, obwohl die Sitter vorwiegend weiblich
sind, sie sich beim Hund als Sitterin, bei Pferd aber als Sitter
bezeichnen.
Jetzt hält man mal ganz kurz inne und fragt sich, warum das wohl so
ist.
Wenn Du die Antwort gefunden hast, mach Dich mit dem
Phänomen der Pferdeflüsterinnen vertraut.
Momentan haben wir's ja eher mit den Männerflüsterinnen. Aber damit
muss man sich nicht (mehr) vertraut machen.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Frank Hucklenbroich
2019-02-01 19:10:47 UTC
Permalink
Post by Stefan Ram
Post by Detlef Meißner
Inzwischen kommt immer häufiger die Unsitte auf, den Begriff
Babysitterin zu verwenden (wie Teenangerin).
Ich habe auch neulich schon "Kindersitter(in)" gelesen, als
ob ein Babysitter nur Babies und keine älteren Kinder
betreuen könne. Dabei ist ein Babysitter jede
Die älteren Kinder mögen es aber gar nicht, wenn man ihnen einen Babysitter
schickt. Deshalb wird der dann vielleicht "Kindersitter" genannt. Kein Kind
will "Baby" genannt werden!

Kommt übrigens im Englischen oft vor, daß man auch ältere Kinder "Babies"
nennt. Ich erinnere mich an einen Jamaikaurlab, da fragte die Kellnerin,
was mein Sohn (damals 10) trinken wollte: "What can I bring for the Baby?".
Fand der überhaupt nicht komisch ;-)
Post by Stefan Ram
|Person, die kleine Kinder bei Abwesenheit der Eltern beaufsichtigt
. "Kleine Kinder" müssen nicht unbedingt Babies sein.
Im Englischen sagt man manchmal auch einfach nur "sitter",
für "baby-sitter". Dies wäre dort eine Möglichkeit, das Wort
"Baby" zu vermeiden.
Da gibt es auch den "Homesitter", der während des Urlaubs im eigenen
Zuhause wohnt und darauf auspasst. Oder den "Dogsitter", der nach dem Hund
schaut.
Post by Stefan Ram
(Kind[s|er]-)
(Betreuer|Hüter|Aufpasser|Wache|Begleiter|Gärtner|Aufsicht|Pfleger|
Betreuung|Behütung|Pflege)
oder "Tagesmutter" ("Abendmutter").
Nein.

Eine Tagesmutter ist ein fester Begriff, das ist eine Frau, die tagsüber
mehrere Kinder privat bei sich zuhause in einer kleinen Gruppe betreut,
ähnlich wie im Kindergarten.

Eine Tagesmutter kommt nicht zu den Eltern ins Haus.

Das unterscheidet sie vom Babysitter, der Hausbesuche macht.

Grüße,

Frank
Detlef Meißner
2019-02-01 19:26:06 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Stefan Ram
Post by Detlef Meißner
Inzwischen kommt immer häufiger die Unsitte auf, den Begriff
Babysitterin zu verwenden (wie Teenangerin).
Ich habe auch neulich schon "Kindersitter(in)" gelesen, als
ob ein Babysitter nur Babies und keine älteren Kinder
betreuen könne. Dabei ist ein Babysitter jede
Die älteren Kinder mögen es aber gar nicht, wenn man ihnen einen Babysitter
schickt. Deshalb wird der dann vielleicht "Kindersitter" genannt. Kein Kind
will "Baby" genannt werden!
Aber wenn das Kind dann größer wird, dann schon! Aber nur, wenn es
weiblich ist.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Frank Hucklenbroich
2019-02-02 20:38:11 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Stefan Ram
Post by Detlef Meißner
Inzwischen kommt immer häufiger die Unsitte auf, den Begriff
Babysitterin zu verwenden (wie Teenangerin).
Ich habe auch neulich schon "Kindersitter(in)" gelesen, als
ob ein Babysitter nur Babies und keine älteren Kinder
betreuen könne. Dabei ist ein Babysitter jede
Die älteren Kinder mögen es aber gar nicht, wenn man ihnen einen Babysitter
schickt. Deshalb wird der dann vielleicht "Kindersitter" genannt. Kein Kind
will "Baby" genannt werden!
Aber wenn das Kind dann größer wird, dann schon! Aber nur, wenn es
weiblich ist.
Dirty Dancing?

SCNR,

Frank
Detlef Meißner
2019-02-02 22:25:14 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Detlef Meißner
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Stefan Ram
Post by Detlef Meißner
Inzwischen kommt immer häufiger die Unsitte auf, den Begriff
Babysitterin zu verwenden (wie Teenangerin).
Ich habe auch neulich schon "Kindersitter(in)" gelesen, als
ob ein Babysitter nur Babies und keine älteren Kinder
betreuen könne. Dabei ist ein Babysitter jede
Die älteren Kinder mögen es aber gar nicht, wenn man ihnen einen Babysitter
schickt. Deshalb wird der dann vielleicht "Kindersitter" genannt. Kein Kind
will "Baby" genannt werden!
Aber wenn das Kind dann größer wird, dann schon! Aber nur, wenn es
weiblich ist.
Dirty Dancing?
Genau! :-)

My Baby, balla balla
Baby Jane
Baby (Justin Bieber)
Baby Blue
Baby come back
Rock me Baby
...

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Kind, Jaakob
2019-02-04 09:53:35 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Inzwischen kommt immer häufiger die Unsitte auf, den Begriff
Babysitterin zu verwenden (wie Teenangerin).
Wo ist das Problem? Das heißt nur, dass das Wort im Deutschen angekommen
ist. Oder hast du auch was gegen "Partnerin", "Trainerin" und "Managerin"?
"Teenagerin" verwende ich selbst nicht, aber wenn das jemand verwenden
sollte, fände ich das auch nicht schlimm.

Viele Grüße
Jaakob
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