Discussion:
Deutsche Namen sind jetzt cool (in Dänemark)
(zu alt für eine Antwort)
Roland Franzius
2015-02-13 09:26:21 UTC
Permalink
Inwiefern erstaunlich? Estnisch und Finnisch sind prinzipiell zwei
verschiedene Hochsprachen, die man an unterschiedlichen Orten auf
ein gemeinsames Dialektkontinuum aufgesetzt hat.
Auch wenn es von Tallinn nach Helsinki nur 90 km sind, kann ich mir
nicht vorstellen, dass die Ostsee nicht eine deutliche Unstetigkeit in
dieser Dialektlandschaft darstellt.
Äh .. gilt in der Schweiz welche Regel für unvereinzelte Verneinungen?

auch wenn .. nur .. nicht .. nicht .. Un

..

Roland Franzius
Bertel Lund Hansen
2015-02-13 09:34:18 UTC
Permalink
Daran zweifelt kein sauberer Däne.
Ich vermute mal, du meintest ein "richtiger" Däne. :-)
Scheisse! Nein, ich meinte ein Däne, der nicht besoffen ist. Auf
Dänisch kann man "sober" sagen, was auch "vernünftig" bedeutet.
Das wäre auf Deutsch "nüchtern", aber das würde ohne weiteren Kontext
auch einen bedeuten, der nichts gegessen hat.
Also besser umgekehrt: Daran zweifelt nur ein besoffener Däne?
Andere besoffene Leute könnten aber auch daran zweifeln, nicht
wahr?
--
Bertel, Dänemark
Beate Goebel
2015-02-13 09:40:18 UTC
Permalink
Florian Ritter schrieb am 13 Feb 2015
Am Donnerstag, 12. Februar 2015 15:15:13 UTC+1 schrieb Beate
Was Copyright ist, weißt Du aber? Sei sicher, dass die Familie
Wagner aufpasst. Schließlich leben die davon.
Sollte "die Familie Wagner" derley weltweit verfolgen, bräuchte
sie dafür einen nicht unerheblichen Mitarbeiterstab.
Wagneraufführungen müssen genehmigt werden. Es läuft also
umgekehrt...
Sowas ist möglich?
Wenn dahinter die bayrische Staatsregierung steckt, wohl doch. Bayreuth
ist staatlich finanziert. Die haben sich Rechte gesichert. (Siehe "Mein
Kampf")
Keine Ahnung von historischer Praxis?
Nicht unbedingt, habe aber die Bücher des Tenors Leo Slezak
mehrfach eingenommen, und da las es sich anders - FR
Die Nilsson hat Wagner und Mozart noch schwedisch gelernt und gesungen.
Und ich habe noch Aufführungen von Mozart auf deutsch im Ohr.

Beate
--
"Ich stimme mit der Mathematik nicht überein.
Ich meine, daß die Summe von Nullen eine gefährliche Zahl ist."
[Stanislaw Jerzy Lec]
Roland Franzius
2015-02-13 09:59:48 UTC
Permalink
Post by Beate Goebel
Florian Ritter schrieb am 13 Feb 2015
Am Donnerstag, 12. Februar 2015 15:15:13 UTC+1 schrieb Beate
Was Copyright ist, weißt Du aber? Sei sicher, dass die Familie
Wagner aufpasst. Schließlich leben die davon.
Sollte "die Familie Wagner" derley weltweit verfolgen, bräuchte
sie dafür einen nicht unerheblichen Mitarbeiterstab.
Wagneraufführungen müssen genehmigt werden. Es läuft also
umgekehrt...
Sowas ist möglich?
Wenn dahinter die bayrische Staatsregierung steckt, wohl doch. Bayreuth
ist staatlich finanziert. Die haben sich Rechte gesichert. (Siehe "Mein
Kampf")
Dessen bayerisches freistaatliches Urheberrecht im April, 70 Jahre nach
Führers Tod, endet.

Bei aller Bewunderung für Hoeneß und Co, an die seit 1871 doch des
öfteren geänderten Gesetze des Reichs, des Bundes, der EU müsssen sich
auch Bayern halten.

Und wie du sicher schon bei books.google.com festgestellt hast,
respektieren die internationalen Konzerne nationales Urheberrecht
außerhalb des Zugriffs amerikanischer Geschworenengerichte nur noch für
ihre Softwareprodukte und Designkonzepte.

Möglicherweise beruht die Saga von der obersten Zuständigkeit der
Familie Wagner für des Richards Weltkulturerbe auf dem Verhalten anderer
Erbengemeinschaften, zB der Brecht-Nachkommen, für die das Urheberrecht
noch läuft.
--
Roland Franzius
Bertel Lund Hansen
2015-02-13 11:08:06 UTC
Permalink
Andererseits habe ich hier (neue) Exemplare von Cosimas Tagebuch mit
gründlichen Schwärzungen.
Die Schwärzungen haben nichts mit Urheberrecht zu tun. Cosima hat
sie nicht selbst gemacht.
--
Bertel, Dänemark
Beate Goebel
2015-02-13 11:22:15 UTC
Permalink
Bertel Lund Hansen schrieb am 13 Feb 2015
Post by Bertel Lund Hansen
Andererseits habe ich hier (neue) Exemplare von Cosimas Tagebuch mit
gründlichen Schwärzungen.
Die Schwärzungen haben nichts mit Urheberrecht zu tun. Cosima hat
sie nicht selbst gemacht.
Cosima wollte die Tagebücher überhaupt nicht veröffentlicht haben. Die
Schwärzungen wurden von der Familie Wagner veranlasst.
Interessanterweise waren sie in der Erstauflage nicht drin.

Ich habe den 1. Band ohne Schwärzungen, den 2. mit. Inzwischen gibt es
die Ausgaben nur noch mit Schwärzungen.

Beate
--
"Ändere Deinen Newsreader und laß die Sig weg, dann können wir Dich
noch mal als Lurker durchgehen lassen." [Thorsten Glaser in dasr]
Detlef Meißner
2015-02-13 11:25:23 UTC
Permalink
Post by Beate Goebel
Bertel Lund Hansen schrieb am 13 Feb 2015
Post by Bertel Lund Hansen
Andererseits habe ich hier (neue) Exemplare von Cosimas Tagebuch mit
gründlichen Schwärzungen.
Die Schwärzungen haben nichts mit Urheberrecht zu tun. Cosima hat
sie nicht selbst gemacht.
Cosima wollte die Tagebücher überhaupt nicht veröffentlicht haben. Die
Schwärzungen wurden von der Familie Wagner veranlasst.
Interessanterweise waren sie in der Erstauflage nicht drin.
Weil die Familie Wagner sie (die Tagebücher) dort das erste Mal gelesen hat?

Detlef
Roland Franzius
2015-02-13 11:47:30 UTC
Permalink
Post by Beate Goebel
Bertel Lund Hansen schrieb am 13 Feb 2015
Post by Bertel Lund Hansen
Andererseits habe ich hier (neue) Exemplare von Cosimas Tagebuch mit
gründlichen Schwärzungen.
Die Schwärzungen haben nichts mit Urheberrecht zu tun. Cosima hat
sie nicht selbst gemacht.
Cosima wollte die Tagebücher überhaupt nicht veröffentlicht haben. Die
Schwärzungen wurden von der Familie Wagner veranlasst.
Interessanterweise waren sie in der Erstauflage nicht drin.
Ich habe den 1. Band ohne Schwärzungen, den 2. mit. Inzwischen gibt es
die Ausgaben nur noch mit Schwärzungen.
Spricht für privatrechtliche Auseinandersetzungen mit Betroffenen.

Da geht es typischerweise um üble Nachrede, die der Autor mangels
physischer Präsenz nicht mehr mit Tatsachenbeweisen rechtfertigen kann,
sodass dann die literarische Form des zivilrechtlichen Versäumnisurteils
gegen den Verleger fällt:

Der eigentlich Beklagte, der Autor, erschien nicht vor Gericht; der
Kläger erhält Recht ohne Beweise vorlegen zu müssen.

Drum gilt ja der der Grundsatz seit altersher, dass man nie Böses über
Lebende oder Tote schreiben darf, will man sich nicht unendlichen Ärger
aufhalsen.

Und so entstand die satirische Kunstform des Schlüssel-Romans als
literarischer Ausweg zwecks Abrechnung mit verflossenen Geliebten,
Freunden und Vorgesetzten.

Urspünglich war das Satyrspiel der attischen Kömödie eine
Comedie-Einlage, wurde aber in der Hochzeit Athens überwiegend zur
Verunglimpfung des politischen Gegners aufgrund seiner Verfehlungen in
Geld- und Liebesdingen benutzt, um ihn dem allgemeinen Gespött zu
übergeben.

Ab etwa den Zeiten des Augustus durfte die Satire dann nur noch
kunstvoll verdeckt die Mächtigen kritisieren, wenn man nicht, wie zB
Ovid unter vielen anderen, auf Lebenszeit an die Küsten des schwarzen
Meeres oder nach Britannien verbannt werden wollte.
--
Roland Franzius
Beate Goebel
2015-02-13 12:08:45 UTC
Permalink
Roland Franzius schrieb am 13 Feb 2015
Post by Roland Franzius
Post by Beate Goebel
Cosima wollte die Tagebücher überhaupt nicht veröffentlicht
haben. Die Schwärzungen wurden von der Familie Wagner veranlasst.
Interessanterweise waren sie in der Erstauflage nicht drin.
Ich habe den 1. Band ohne Schwärzungen, den 2. mit. Inzwischen
gibt es die Ausgaben nur noch mit Schwärzungen.
Spricht für privatrechtliche Auseinandersetzungen mit Betroffenen.
Das ist noch viel komplizierter (und politisch, aus einer bestimmten
Zeit/Perspektive):
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40941795.html
Post by Roland Franzius
Da geht es typischerweise um üble Nachrede, die der Autor mangels
physischer Präsenz nicht mehr mit Tatsachenbeweisen rechtfertigen
kann, sodass dann die literarische Form des zivilrechtlichen
Naja, üble Nachrede über Bismark oder Ludwig II dürfte heute irrelevant
sein.

Und zur Übertragung von Urheberrechten:

"2. Der Urheber kann mit der Übertragung von Nutzungsrechten einem
Dritten zugleich auch die Wahrnehmung seiner persönlichkeitsrechtlichen
Interessen an seiner Geistesschöpfung anvertrauen."

http://www.telemedicus.info/urteile/Urheberrecht/1429-BGH-Az-I-ZR-26652-Rechtsfolgen-der-UEbertragung-des-Urheberrechts-Cosima-Wagner.html

So was hatte ich auch von den Opern im Kopf.

Beate
--
"Wie waere es denn eigentlich, wenn Du Deinen Rechner aus dem Fenster wirfst
und Dich mit Dingen beschaeftigst, von denen Du was verstehst? Den Mann nerven,
putzen, den Hund pruegeln, irgendwie sowas."
["Urs [Ayahuasca] Traenkner" zu Daniela in <***@rz.tu-ilmenau.de>]
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2015-02-13 12:24:37 UTC
Permalink
Post by Beate Goebel
"2. Der Urheber kann mit der Übertragung von Nutzungsrechten einem
Dritten zugleich auch die Wahrnehmung seiner persönlichkeitsrechtlichen
Interessen an seiner Geistesschöpfung anvertrauen."
http://www.telemedicus.info/urteile/Urheberrecht/1429-BGH-Az-I-ZR-26652-Rechtsfolgen-der-UEbertragung-des-Urheberrechts-Cosima-Wagner.html
So was hatte ich auch von den Opern im Kopf.
Ja, sicherlich. Aber 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers ist (heutzutage)
trotzdem Schluss damit, weil es nichts mehr gibt, das gewahrt werden
könnte.

Servus,
Stefan
--
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Stefan - Ein Schuft, wer Böses dabei denkt...
(Sloganizer)
Christina Kunze
2015-02-13 17:58:10 UTC
Permalink
Post by Beate Goebel
Roland Franzius schrieb am 13 Feb 2015
Post by Roland Franzius
Post by Beate Goebel
Cosima wollte die Tagebücher überhaupt nicht veröffentlicht
haben. Die Schwärzungen wurden von der Familie Wagner veranlasst.
Interessanterweise waren sie in der Erstauflage nicht drin.
Ich habe den 1. Band ohne Schwärzungen, den 2. mit. Inzwischen
gibt es die Ausgaben nur noch mit Schwärzungen.
Spricht für privatrechtliche Auseinandersetzungen mit Betroffenen.
Das ist noch viel komplizierter (und politisch, aus einer bestimmten
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40941795.html
Post by Roland Franzius
Da geht es typischerweise um üble Nachrede, die der Autor mangels
physischer Präsenz nicht mehr mit Tatsachenbeweisen rechtfertigen
kann, sodass dann die literarische Form des zivilrechtlichen
Naja, üble Nachrede über Bismark oder Ludwig II dürfte heute irrelevant
sein.
"2. Der Urheber kann mit der Übertragung von Nutzungsrechten einem
Dritten zugleich auch die Wahrnehmung seiner persönlichkeitsrechtlichen
Interessen an seiner Geistesschöpfung anvertrauen."
Merkst Du was? Er hat das Urheberrecht. ÜBertragen tut er das
Nutzungsrecht. Das ist etwas anderes, das Urheberrecht bleibt bei ihm.
Natürlich kann er auch die Wahrnehmung seiner Interessen übertragen,
aber nur bis 70 Jahre nach seinem Tod. Blöd für die, die von den
Tantiemen ihrer berühmten Vorfahren leben.

chr
Beate Goebel
2015-02-13 18:45:01 UTC
Permalink
Christina Kunze schrieb am 13 Feb 2015
Post by Christina Kunze
Post by Beate Goebel
"2. Der Urheber kann mit der Übertragung von Nutzungsrechten
einem Dritten zugleich auch die Wahrnehmung seiner
persönlichkeitsrechtlichen Interessen an seiner Geistesschöpfung
anvertrauen."
Merkst Du was? Er hat das Urheberrecht. ÜBertragen tut er das
Nutzungsrecht. Das ist etwas anderes, das Urheberrecht bleibt bei
ihm. Natürlich kann er auch die Wahrnehmung seiner Interessen
übertragen, aber nur bis 70 Jahre nach seinem Tod. Blöd für die,
die von den Tantiemen ihrer berühmten Vorfahren leben.
OK. Das habe ich nicht gesehen. Da ist der Unterschied.

Beate
--
"Lutz Donnerhacke zu plonken ist in etwa damit zu vergleichen, in der
Kirche dem Pfarrer zu sagen, daß er bitte im Gottesdienst das Maul zu
halten hat." [Marc Haber in dcsf]
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2015-02-13 11:41:33 UTC
Permalink
Post by Roland Franzius
Post by Beate Goebel
Wenn dahinter die bayrische Staatsregierung steckt, wohl doch.
Bayreuth ist staatlich finanziert. Die haben sich Rechte
gesichert. (Siehe "Mein Kampf")
Dessen bayerisches freistaatliches Urheberrecht im April, 70
Jahre nach Führers Tod, endet.
Dann versuch es mal in Dtl. zu kaufen.
Noch ist nicht April. Zudem gibt es bei seinem Kampf die
Übereinkunft, dass der Text in Deutschland als Aufruf zur
Volksverhetzung verstanden wird (was nachvollziehbar ist: "es wird
bestraft, wer eine Schrift verbreitet, die zum Hass gegen [eine
nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft
bestimmte Gruppe] aufstachelt") und somit nicht publiziert werden
darf - das hat allerdings mit dem Urheberrecht nichts mehr zu tun,
gemeinfrei wäre der Text noch allemal.

(Das hat dann auch zur Folge, dass Bayern nichts gegen
Veröffentlichungen in anderen Ländern unternehmen kann, was
momentan, je nach rechtlicher Durchsetzbarkeit, sehr wohl noch der
Fall wäre)
Andererseits habe ich hier (neue) Exemplare von Cosimas Tagebuch
mit gründlichen Schwärzungen.
Nur weil etwas publiziert werden dürfte, heisst es ja noch lange
nicht, dass das auch von irgendjemandem tatsächlich getan wird.

Servus,
Stefan
--
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Der Stoff aus dem die Träume sind - Stefan: rauchen, welch wunderbares Erwarten!
(Sloganizer)
Detlef Meißner
2015-02-13 16:40:50 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Roland Franzius
Post by Beate Goebel
Wenn dahinter die bayrische Staatsregierung steckt, wohl doch.
Bayreuth ist staatlich finanziert. Die haben sich Rechte
gesichert. (Siehe "Mein Kampf")
Dessen bayerisches freistaatliches Urheberrecht im April, 70
Jahre nach Führers Tod, endet.
Dann versuch es mal in Dtl. zu kaufen.
Noch ist nicht April.
Dürfte dann wohl Mai werden.

Detlef
Carsten Thumulla
2015-02-13 16:43:43 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Roland Franzius
Post by Beate Goebel
Wenn dahinter die bayrische Staatsregierung steckt, wohl doch.
Bayreuth ist staatlich finanziert. Die haben sich Rechte
gesichert. (Siehe "Mein Kampf")
Dessen bayerisches freistaatliches Urheberrecht im April, 70
Jahre nach Führers Tod, endet.
Dann versuch es mal in Dtl. zu kaufen.
Noch ist nicht April.
Dürfte dann wohl Mai werden.
2015?
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2015-02-13 22:04:58 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Sepp Neuper
[Mein Kampf]
Post by Roland Franzius
Dessen bayerisches freistaatliches Urheberrecht im April, 70
Jahre nach Führers Tod, endet.
Dann versuch es mal in Dtl. zu kaufen.
Noch ist nicht April.
Dürfte dann wohl Mai werden.
Was natürlich beides Quatsch ist. Mich selbst korrigierend:

| § 69 Berechnung der Fristen
| Die Fristen dieses Abschnitts beginnen mit dem Ablauf des
| Kalenderjahres, in dem das für den Beginn der Frist maßgebende
| Ereignis eingetreten ist.

Es dauert also noch ein paar Monate länger.

Servus,
Stefan
--
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Wie konnte man 2015 Jahre ohne Stefan wohl durchstehen.
(Sloganizer)
Rüdiger Silberer
2015-02-14 23:17:08 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Roland Franzius
Post by Beate Goebel
Wenn dahinter die bayrische Staatsregierung steckt, wohl doch.
Bayreuth ist staatlich finanziert. Die haben sich Rechte
gesichert. (Siehe "Mein Kampf")
Dessen bayerisches freistaatliches Urheberrecht im April, 70
Jahre nach Führers Tod, endet.
Dann versuch es mal in Dtl. zu kaufen.
Noch ist nicht April. Zudem gibt es bei seinem Kampf die
Übereinkunft, dass der Text in Deutschland als Aufruf zur
Volksverhetzung verstanden wird (was nachvollziehbar ist: "es wird
bestraft, wer eine Schrift verbreitet, die zum Hass gegen [eine
nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft
bestimmte Gruppe] aufstachelt") und somit nicht publiziert werden
darf - das hat allerdings mit dem Urheberrecht nichts mehr zu tun,
gemeinfrei wäre der Text noch allemal.
(Das hat dann auch zur Folge, dass Bayern nichts gegen
Veröffentlichungen in anderen Ländern unternehmen kann, was
momentan, je nach rechtlicher Durchsetzbarkeit, sehr wohl noch der
Fall wäre)
Weltweit kann man das Buch kaufen. Und im Internet hast Du es in 5
Minuten. Das Gekaspere der CSU ist einfach nur albern. Es wäre sehr
sinnvoll gewesen eine kommentierte Ausgabe herauszugeben.
--
ade - Rüdiger

Was'n Glück, morgen is Berufsschule!
Lars Bräsicke
2015-02-13 16:24:27 UTC
Permalink
Post by Beate Goebel
Roland Franzius schrieb am 13 Feb 2015
Post by Roland Franzius
Post by Beate Goebel
Wenn dahinter die bayrische Staatsregierung steckt, wohl doch.
Bayreuth ist staatlich finanziert. Die haben sich Rechte
gesichert. (Siehe "Mein Kampf")
Dessen bayerisches freistaatliches Urheberrecht im April, 70 Jahre
nach Führers Tod, endet.
Dann versuch es mal in Dtl. zu kaufen.
Gemach, gemach, noch ist nicht April.
Detlef Meißner
2015-02-13 16:31:45 UTC
Permalink
Post by Lars Bräsicke
Post by Beate Goebel
Roland Franzius schrieb am 13 Feb 2015
Post by Roland Franzius
Post by Beate Goebel
Wenn dahinter die bayrische Staatsregierung steckt, wohl doch.
Bayreuth ist staatlich finanziert. Die haben sich Rechte
gesichert. (Siehe "Mein Kampf")
Dessen bayerisches freistaatliches Urheberrecht im April, 70 Jahre
nach Führers Tod, endet.
Dann versuch es mal in Dtl. zu kaufen.
Gemach, gemach, noch ist nicht April.
Spar dir dein Geld!

Detlef
Sepp Neuper
2015-02-13 20:32:35 UTC
Permalink
Detlef Meißner <***@mailinator.com> schrieb:

[Mein Kampf]
Post by Detlef Meißner
Post by Lars Bräsicke
Dann versuch es mal in Dtl. zu kaufen.
Gemach, gemach, noch ist nicht April.
Spar dir dein Geld!
Bei des Führers Werk geht's ja nicht um den Inhalt, sondern
darum, es sich in den Wohnzimmerschrank stellen zu können.

Servus, Sepp
Carsten Thumulla
2015-02-13 20:40:52 UTC
Permalink
Post by Sepp Neuper
[Mein Kampf]
Post by Detlef Meißner
Post by Lars Bräsicke
Dann versuch es mal in Dtl. zu kaufen.
Gemach, gemach, noch ist nicht April.
Spar dir dein Geld!
Bei des Führers Werk geht's ja nicht um den Inhalt, sondern
darum, es sich in den Wohnzimmerschrank stellen zu können.
Es gibt doch für Ausstellungen und messen solch Bücher mit weißen
Seiten. Würde Dir sowas genügen?
Dann kannst Du ja noch 'nen Stick ins Buch klemmen.


ct
Carsten Thumulla
2015-02-13 20:41:51 UTC
Permalink
Post by Sepp Neuper
[Mein Kampf]
Post by Detlef Meißner
Post by Lars Bräsicke
Dann versuch es mal in Dtl. zu kaufen.
Gemach, gemach, noch ist nicht April.
Spar dir dein Geld!
Bei des Führers Werk geht's ja nicht um den Inhalt, sondern
darum, es sich in den Wohnzimmerschrank stellen zu können.
Es gibt doch für Ausstellungen und Messen solch Bücher mit weißen
Seiten. Würde Dir sowas genügen?
Dann kannst Du ja noch 'nen Stick ins Buch klemmen.


ct
Theodor Euler
2015-02-14 09:04:58 UTC
Permalink
Post by Sepp Neuper
[Mein Kampf]
Post by Detlef Meißner
Post by Lars Bräsicke
Dann versuch es mal in Dtl. zu kaufen.
Gemach, gemach, noch ist nicht April.
Spar dir dein Geld!
Bei des Führers Werk geht's ja nicht um den Inhalt, sondern
darum, es sich in den Wohnzimmerschrank stellen zu können.
Das war auch schon im "tausendjährigen Reich" nicht anders.
--
Theodor Euler
Beate Goebel
2015-02-14 10:44:31 UTC
Permalink
Theodor Euler schrieb am 14 Feb 2015
Post by Theodor Euler
Post by Sepp Neuper
Bei des Führers Werk geht's ja nicht um den Inhalt, sondern
darum, es sich in den Wohnzimmerschrank stellen zu können.
Das war auch schon im "tausendjährigen Reich" nicht anders.
Nun, man bekam es ja vom Staat geschenkt.

Aber schon mal wirklich versucht, das Ding zu lesen?
Da hätten wir hier viel zu diskutieren. Ich halte es für unlesbar, und
zwar auf Grund der verwendeten "Grammatik" und nicht des Inhaltes.
Jedenfalls konnte ich keinen Inhalt heraus lesen, hab' die Sätze
einfach nicht verstanden.

Beate
--
"Im Usenet nach einem inoffiziellen Webforum zu fragen ist IMHO fast wie
wenn man einen Pfarrer nach dem naechsten Bordell fragen wuerde :-)"
[Bastian Lutz in <46e17970$0$4531$***@newsspool3.arcor-online.net>]
Henning Sponbiel
2015-02-14 18:35:03 UTC
Permalink
Post by Beate Goebel
Aber schon mal wirklich versucht, das Ding zu lesen?
Ich habe es mal versucht, aber nach etlichen Seiten aufgegeben, weil ich das
Buch - soweit ich mich erinnere - nur wirr und abstrus fand.


Henning
Beate Goebel
2015-02-14 19:44:47 UTC
Permalink
Henning Sponbiel schrieb am 14 Feb 2015
Post by Henning Sponbiel
Post by Beate Goebel
Aber schon mal wirklich versucht, das Ding zu lesen?
Ich habe es mal versucht, aber nach etlichen Seiten aufgegeben,
weil ich das Buch - soweit ich mich erinnere - nur wirr und
abstrus fand.
Genau so ging es mir auch.

Beate
--
"Der Stil der Diskussion ist nun soweit abgerutscht, dass ich der NG "Lebewohl"
sage. Ich werde Google empfehlen, die NG zu schliessen. Schliesslich hat Google
kein Interesse daran, dass ein schlechtes Image auf deren NGs zurückfällt."
[MID: <***@posting.google.com>]
Florian Ritter
2015-02-13 21:01:16 UTC
Permalink
Post by Roland Franzius
Post by Beate Goebel
Wenn dahinter die bayrische Staatsregierung steckt, wohl doch.
Bayreuth ist staatlich finanziert. Die haben sich Rechte
gesichert. (Siehe "Mein Kampf")
Dessen bayerisches freistaatliches Urheberrecht im April, 70 Jahre
nach Führers Tod, endet.
Dann versuch es mal in Dtl. zu kaufen.
Ati, bitte, der Schwierigkeitsgrad liegt ähnlich niedrig wie beim Erwerb einer nichtregistrierten Handfeuerwaffe. Übrigens erscheinen im Ausland ständig Übersetzungen des in Rede stehenden Buches. In Rumänien wollten zwei höhere Polizeioffz. mit mir darüber diskutieren, erschienen in voller Kriegsbemalung (die man sich beliebig phantastisch vorstellen darf), waren aber sehr enttäuscht als ich mich dahingehend äußerte, daß ich das Buch nicht kennte und auch nicht vorhätte, es einzunehmen. Unklar blieb mir, was deren Grund für die Lektüre war. Übersetzer bei dem Gespräch war übrigens ein Student, der seine
Englischkenntnisse durch perpetuierte Einnahme von amerikan. B Pictures mit
rumän. Untertiteln erworben hatte - und so waren sie (die Kenntnisse) denn auch.

FR
Oliver Jennrich
2015-02-13 21:12:57 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by Roland Franzius
Post by Beate Goebel
Wenn dahinter die bayrische Staatsregierung steckt, wohl doch.
Bayreuth ist staatlich finanziert. Die haben sich Rechte
gesichert. (Siehe "Mein Kampf")
Dessen bayerisches freistaatliches Urheberrecht im April, 70 Jahre
nach Führers Tod, endet.
Dann versuch es mal in Dtl. zu kaufen.
Ati, bitte, der Schwierigkeitsgrad liegt ähnlich niedrig wie beim
Erwerb einer nichtregistrierten Handfeuerwaffe.
Deutlich niedriger, weil nicht strafbewehrt. 'Mein Kampf' kann man ganz
normal antiquarisch erwerben.
Post by Florian Ritter
Übrigens erscheinen im Ausland ständig Übersetzungen des in Rede
stehenden Buches.
Das auch, ja.
--
Space - The final frontier
Heinz Brueckner
2015-02-13 23:24:42 UTC
Permalink
am Fri, 13 Feb 2015 11:09:10 +0100 schrieb Beate Goebel
Post by Beate Goebel
Roland Franzius schrieb am 13 Feb 2015
Post by Roland Franzius
Post by Beate Goebel
Wenn dahinter die bayrische Staatsregierung steckt, wohl doch.
Bayreuth ist staatlich finanziert. Die haben sich Rechte
gesichert. (Siehe "Mein Kampf")
Dessen bayerisches freistaatliches Urheberrecht im April, 70 Jahre
nach Führers Tod, endet.
Dann versuch es mal in Dtl. zu kaufen.
Noch ist nicht April. Man arbeitet an einer kommentierten Ausgabe, in der
Hoffnung, die Nachfrage nach dem nackten Original bleibe dadurch gering(er).

Heinz
--
Haargel ist Spargel.
Rüdiger Silberer
2015-02-14 23:18:50 UTC
Permalink
Post by Heinz Brueckner
am Fri, 13 Feb 2015 11:09:10 +0100 schrieb Beate Goebel
Post by Beate Goebel
Roland Franzius schrieb am 13 Feb 2015
Post by Roland Franzius
Post by Beate Goebel
Wenn dahinter die bayrische Staatsregierung steckt, wohl doch.
Bayreuth ist staatlich finanziert. Die haben sich Rechte
gesichert. (Siehe "Mein Kampf")
Dessen bayerisches freistaatliches Urheberrecht im April, 70 Jahre
nach Führers Tod, endet.
Dann versuch es mal in Dtl. zu kaufen.
Noch ist nicht April. Man arbeitet an einer kommentierten Ausgabe, in der
Hoffnung, die Nachfrage nach dem nackten Original bleibe dadurch gering(er).
Soweit mir bekannt, wurde das Projekt eingestellt.
--
ade - Rüdiger

Was'n Glück, morgen is Berufsschule!
David Seppi
2015-02-14 00:47:13 UTC
Permalink
[...]
Post by Roland Franzius
Post by Beate Goebel
Wenn dahinter die bayrische Staatsregierung steckt, wohl doch. Bayreuth
ist staatlich finanziert. Die haben sich Rechte gesichert. (Siehe "Mein
Kampf")
Dessen bayerisches freistaatliches Urheberrecht im April, 70 Jahre nach
Führers Tod, endet.
Nein, erst mit Jahresende. Siehe § 69 (Deutsches) UrhG:

„Die Fristen dieses Abschnitts beginnen mit dem Ablauf des
Kalenderjahres, in dem das für den Beginn der Frist maßgebende Ereignis
eingetreten ist.”

Ab Jänner 2016 ist Mein Kampf also gemeinfrei.
--
David Seppi
1220 Wien
David Seppi
2015-02-14 00:48:33 UTC
Permalink
Post by Beate Goebel
Roland Franzius schrieb am 13 Feb 2015
Post by Roland Franzius
Post by Beate Goebel
Wenn dahinter die bayrische Staatsregierung steckt, wohl doch.
Bayreuth ist staatlich finanziert. Die haben sich Rechte
gesichert. (Siehe "Mein Kampf")
Dessen bayerisches freistaatliches Urheberrecht im April, 70 Jahre
nach Führers Tod, endet.
Dann versuch es mal in Dtl. zu kaufen.
Geht problemlos. Man bekommt halt aufgrund des Urheberrechts keine neuen
Ausgaben, kann aber ohne Probleme gebrauchte Werke kaufen.
--
David Seppi
1220 Wien
Rüdiger Silberer
2015-02-14 23:14:09 UTC
Permalink
Post by Beate Goebel
Florian Ritter schrieb am 13 Feb 2015
Am Donnerstag, 12. Februar 2015 15:15:13 UTC+1 schrieb Beate
Was Copyright ist, weißt Du aber? Sei sicher, dass die Familie
Wagner aufpasst. Schließlich leben die davon.
Sollte "die Familie Wagner" derley weltweit verfolgen, bräuchte
sie dafür einen nicht unerheblichen Mitarbeiterstab.
Wagneraufführungen müssen genehmigt werden. Es läuft also
umgekehrt...
Sowas ist möglich?
Wenn dahinter die bayrische Staatsregierung steckt, wohl doch. Bayreuth
ist staatlich finanziert. Die haben sich Rechte gesichert.
Ja und, selbst die bayerische CSU ... ähh Staatsregierung ist nicht
allmächtig. Wo es kein Urheberrecht mehr gibt, kann sich niemand etwas
"sichern".
Post by Beate Goebel
(Siehe "Mein Kampf")
Auch da läuft der Urheberrechtsschutz aus. Auch für die bay.
Staatsregierung.
--
ade - Rüdiger

Was'n Glück, morgen is Berufsschule!
Beate Goebel
2015-02-13 09:44:32 UTC
Permalink
Walter Schmid schrieb am 13 Feb 2015
In Sachen Musik, ja, aber in Sachen Urheberrecht?
Nun, es kann gut sein, dass ich einem Mythos des Wagnervereins
aufsitze. Aber man spricht da eben von Verträgen mit dem bayrischen
Staat.
In den meisten Ländern ist es 70 Jahre nach dem Tod des
Verfassers unwiderruflich erloschen. Deshalb konnte ich im Jahre
1978 in Berlin den Parsifal erleben, obwohl R.W. jegliche
Aufführung dieses Werks ausserhalb Bayreuths verboten hatte.
Die originalen Werke können sicher nicht mehr verhindert werden. Das
wäre auch international recht peinlich. Jede "Bearbeitung" wird aber
verfolgt.

Versuch mal, die Tagebücher von Cosima ohne Schwärzung zu bekommen. Und
da sollte das Urheberrecht auch ausgelaufen sein.

Beate
--
<mental note target='myself'>
first coffee,
then post
</>
Bertel Lund Hansen
2015-02-13 10:05:19 UTC
Permalink
Post by Beate Goebel
Versuch mal, die Tagebücher von Cosima ohne Schwärzung zu bekommen. Und
da sollte das Urheberrecht auch ausgelaufen sein.
Was bedeutet hier "Schwärzung"?
--
Bertel, Dänemark
Detlef Meißner
2015-02-13 10:05:49 UTC
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Beate Goebel
Versuch mal, die Tagebücher von Cosima ohne Schwärzung zu bekommen. Und
da sollte das Urheberrecht auch ausgelaufen sein.
Was bedeutet hier "Schwärzung"?
Bestimmte Textstellen werden schwarz gemacht/Überdruckt, damit man sie
nicht lesen kann.

Detlef
Beate Goebel
2015-02-13 10:10:03 UTC
Permalink
Bertel Lund Hansen schrieb am 13 Feb 2015
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Beate Goebel
Versuch mal, die Tagebücher von Cosima ohne Schwärzung zu
bekommen. Und da sollte das Urheberrecht auch ausgelaufen sein.
Was bedeutet hier "Schwärzung"?
Textstellen durch schwarze Balken überdrucken, so dass der Inhalt
unlesbar ist.

Beate
--
"Wer gibt einem eigentlich das Recht zum Plonken?"
[Dennis Fox in ger.ct]
Detlef Meißner
2015-02-13 10:25:48 UTC
Permalink
Post by Beate Goebel
Bertel Lund Hansen schrieb am 13 Feb 2015
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Beate Goebel
Versuch mal, die Tagebücher von Cosima ohne Schwärzung zu
bekommen. Und da sollte das Urheberrecht auch ausgelaufen sein.
Was bedeutet hier "Schwärzung"?
Textstellen durch schwarze Balken überdrucken, so dass der Inhalt
unlesbar ist.
Manchmal wird das auch von Hand gemacht.

Detlef
Florian Ritter
2015-02-13 21:12:28 UTC
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Beate Goebel
Post by Bertel Lund Hansen
Was bedeutet hier "Schwärzung"?
Textstellen durch schwarze Balken überdrucken, so dass der Inhalt
unlesbar ist.
Manchmal wird das auch von Hand gemacht.
Z.B. mit'm Edding bei Kopien der Behörde für die Stasiunterlagen, jeht ejal daneben, is ja ooch 'n Job für Bekloppte - FR
Detlef Meißner
2015-02-13 10:02:24 UTC
Permalink
Post by Beate Goebel
Versuch mal, die Tagebücher von Cosima ohne Schwärzung zu bekommen. Und
da sollte das Urheberrecht auch ausgelaufen sein.
Da spielen vermutlich Gerichtsurteile, die Betroffene erwirkt haben,
eine Rolle.

Detlef
Roland Franzius
2015-02-13 10:09:09 UTC
Permalink
Post by Beate Goebel
Walter Schmid schrieb am 13 Feb 2015
In Sachen Musik, ja, aber in Sachen Urheberrecht?
Nun, es kann gut sein, dass ich einem Mythos des Wagnervereins
aufsitze. Aber man spricht da eben von Verträgen mit dem bayrischen
Staat.
In den meisten Ländern ist es 70 Jahre nach dem Tod des
Verfassers unwiderruflich erloschen. Deshalb konnte ich im Jahre
1978 in Berlin den Parsifal erleben, obwohl R.W. jegliche
Aufführung dieses Werks ausserhalb Bayreuths verboten hatte.
Die originalen Werke können sicher nicht mehr verhindert werden. Das
wäre auch international recht peinlich. Jede "Bearbeitung" wird aber
verfolgt.
Versuch mal, die Tagebücher von Cosima ohne Schwärzung zu bekommen. Und
da sollte das Urheberrecht auch ausgelaufen sein.
Die sind 1976 veröffentlicht worden sein, demnach wird der Herausgeber
evtl. wohl noch am Leben sein.

Manuskripte sind hingegen Privateigentum. Wenn du welche hast, ist das
so, wie beim Elektriker vom Picasso mit einer Garage voller Bilder.
Entweder gehören sie ihm rechtmäßig samt Recht auf Vervielfältigung oder
er muss sie herausgeben, weil gestohlen.

Generell gilt eben bei Kunstwerken, dass sie samt aller Rechte
veräußerbar sind und das ein Copyright-Vorbehalt des Künstlers im
Kaufvertrag dokumentiert sein muss.
--
Roland Franzius
Heinz Lohmann
2015-02-13 14:51:33 UTC
Permalink
WP: Im Gegensatz zu den meisten europäischen Sprachen ist Thai, wie auch
die Sprachen der Nachbarländer (außer dem Khmer), eine so genannte
Tonsprache: die meist einsilbigen Wörter erlangen durch Aussprache in
unterschiedlichen Tonhöhen und Tonverläufen gänzlich unterschiedliche
Bedeutungen. Im Thai gibt es fünf verschiedene Töne.
Wenig überraschend ist das auch, was für mich due größte
Herausforderung darstellt.
Und deshalb empfinde ich Tonsprachen oft als etwas unangenehm bzw.
irritierend, weil im Deutschen der Ton einer Silbe oft mit
Gefühlsäußerungen verbunden ist. Für mich gehören Thai oder breites
Taiwanisch (Minnan) oder Kantonesisch nicht zu den angenehm klingenden
Sprachen.

Wäre interessant zu wissen, wie sich für die Sprecher dieser Sprachen
unser schönes Deutsch anhört:

Füllest wieder Busch und Tal
Still mit Nebelglanz,
Lösest endlich auch einmal
Meine Seele ganz;
--
mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25°07'58"N 121°27'56"E
Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Thomas Schade
1970-01-01 00:00:00 UTC
Permalink
Post by Heinz Lohmann
WP: Im Gegensatz zu den meisten europäischen Sprachen ist Thai, wie auch
die Sprachen der Nachbarländer (außer dem Khmer), eine so genannte
Tonsprache: die meist einsilbigen Wörter erlangen durch Aussprache in
unterschiedlichen Tonhöhen und Tonverläufen gänzlich unterschiedliche
Bedeutungen. Im Thai gibt es fünf verschiedene Töne.
Wenig überraschend ist das auch, was für mich due größte
Herausforderung darstellt.
Und deshalb empfinde ich Tonsprachen oft als etwas unangenehm bzw.
irritierend, weil im Deutschen der Ton einer Silbe oft mit
Gefühlsäußerungen verbunden ist. Für mich gehören Thai oder breites
Taiwanisch (Minnan) oder Kantonesisch nicht zu den angenehm klingenden
Sprachen.
Geht mir nur begrenzt so. Das Chinesisch, das in Beijing
gesprochen wird - AFAIK Mandarin - nur das kenne ich von mehreren
Reisen, empfinde ich als eher unangenehm im Klang. Der Singsang
der Thai-Sprache klingt für mich hingegen melodisch.
Post by Heinz Lohmann
Wäre interessant zu wissen, wie sich für die Sprecher dieser Sprachen
Füllest wieder Busch und Tal
Still mit Nebelglanz,
Lösest endlich auch einmal
Meine Seele ganz;
Wobei 'schön' hier jetzt nicht das erste Attribut ist, das mir
dazu einfällt. :)


Ciao
Toscha
--
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http://usenet.sinaapp.com/
Bertel Lund Hansen
2015-02-14 09:42:54 UTC
Permalink
Post by Heinz Lohmann
Und deshalb empfinde ich Tonsprachen oft als etwas unangenehm bzw.
irritierend, weil im Deutschen der Ton einer Silbe oft mit
Gefühlsäußerungen verbunden ist.
Das verstehe ich nicht. Alle Sprachen klingen für mich
schön/interessant, wenn meine Ohren nur erst dazu eingestellt
sind.
--
Bertel, Dänemark
Walter Schmid
2015-02-14 09:43:10 UTC
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Heinz Lohmann
Und deshalb empfinde ich Tonsprachen oft als etwas unangenehm bzw.
irritierend, weil im Deutschen der Ton einer Silbe oft mit
Gefühlsäußerungen verbunden ist.
Das verstehe ich nicht. Alle Sprachen klingen für mich
schön/interessant, wenn meine Ohren nur erst dazu eingestellt
sind.
Für mich klingt arabisch immer wie bösartiges Fluchen. Wie soll
ich da eine positive Einstellung finden?

Gruss

Walter
--
- Wer hat euch herfahren geheißen?
- Ich heiße nicht Herfahren, das ist ein kurioser Name.
(Georg Büchner, Dantons Tod)
Thomas Schade
2015-02-14 11:54:46 UTC
Permalink
Post by Walter Schmid
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Heinz Lohmann
Und deshalb empfinde ich Tonsprachen oft als etwas unangenehm bzw.
irritierend, weil im Deutschen der Ton einer Silbe oft mit
Gefühlsäußerungen verbunden ist.
Das verstehe ich nicht. Alle Sprachen klingen für mich
schön/interessant, wenn meine Ohren nur erst dazu eingestellt
sind.
Für mich klingt arabisch immer wie bösartiges Fluchen. Wie soll
ich da eine positive Einstellung finden?
Geht mir ähnlich, und genauso auch mit Russisch. Für mich eine enorm unmelodische, beinahe aggressiv wirkende Sprache.


Ciao
Toscha
--
Den Reiz des Verbotenen kann man nur auskosten,
wenn man es sofort tut -
morgen ist es vielleicht schon erlaubt. (Jean Genet)
Wolfgang Schwanke
2015-02-14 12:05:28 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Geht mir ähnlich, und genauso auch mit Russisch. Für mich eine enorm
unmelodische, beinahe aggressiv wirkende Sprache.
Nö mir nicht. Für mich klingen Russisch und einige andere
osteuropäische Sprachen wie ein rückwärtslaufendes Tonband. Passt ja
auch zu den kyrillischen Buchstaben.
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Christina Kunze
2015-02-14 20:52:51 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Thomas Schade
Geht mir ähnlich, und genauso auch mit Russisch. Für mich eine enorm
unmelodische, beinahe aggressiv wirkende Sprache.
Nö mir nicht. Für mich klingen Russisch und einige andere
osteuropäische Sprachen wie ein rückwärtslaufendes Tonband. Passt ja
auch zu den kyrillischen Buchstaben.
Hä? Auch kyrillische Schriften laufen von links nach rechts.

Merkst Du dann am Klang, ob Serbisch mit kyrillischen oder lateinischen
Buchstaben gesprochen wird?

chr
Wolfgang Schwanke
2015-02-14 21:39:09 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Thomas Schade
Geht mir ähnlich, und genauso auch mit Russisch. Für mich eine enorm
unmelodische, beinahe aggressiv wirkende Sprache.
Nö mir nicht. Für mich klingen Russisch und einige andere
osteuropäische Sprachen wie ein rückwärtslaufendes Tonband. Passt ja
auch zu den kyrillischen Buchstaben.
Hä? Auch kyrillische Schriften laufen von links nach rechts.
Ja aber die haben ja eine Reihe von spiegelverkehrten Buchstaben.
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Bernd Nawothnig
2015-02-14 21:44:03 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Christina Kunze
Hä? Auch kyrillische Schriften laufen von links nach rechts.
Ja aber die haben ja eine Reihe von spiegelverkehrten Buchstaben.
Das kyrillische Alphabet ist eine Variante des griechischen Alphabetes
und hat mit dem lateinischen Alphabet recht wenig zu tun. Insbesondere
gibt es da keine "spiegelverkehrten Buchstaben".

Und wenn, könnte man auch sagen, unsere seien spiegelverkehrt.




Bernd
--
no time toulouse
Wolfgang Schwanke
2015-02-14 22:49:06 UTC
Permalink
Post by Bernd Nawothnig
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Christina Kunze
Hä? Auch kyrillische Schriften laufen von links nach rechts.
Ja aber die haben ja eine Reihe von spiegelverkehrten Buchstaben.
Das kyrillische Alphabet ist eine Variante des griechischen Alphabetes
und hat mit dem lateinischen Alphabet recht wenig zu tun. Insbesondere
gibt es da keine "spiegelverkehrten Buchstaben".
Doch, die haben spiegelverkehrtes R, N und E. Auch das H, T, O und A
sind verkehrtrum.
Post by Bernd Nawothnig
Und wenn, könnte man auch sagen, unsere seien spiegelverkehrt.
Nee unsere sind richtigrum.
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Volker Gringmuth
2015-02-15 06:49:06 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Bernd Nawothnig
Und wenn, könnte man auch sagen, unsere seien spiegelverkehrt.
Nee unsere sind richtigrum.
Geeenau. Und in England¹ fahren sie auf der falschen Seite.


vG

¹ Ybrinx auch überall sonst, wo’s hier blau ist:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Countries_driving_on_the_left_or_right.svg
Ich rechne das jetzt nicht durch, aber wenn man die Bevölkerung Indiens
miteinrechnet, /könnte/ sich herausstellen, daß es weltweit eventuell
sogar mehr potentielle Links- als Rechtsfahrer gibt.
Oliver Jennrich
2015-02-15 11:06:26 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Bernd Nawothnig
Und wenn, könnte man auch sagen, unsere seien spiegelverkehrt.
Nee unsere sind richtigrum.
Geeenau. Und in England¹ fahren sie auf der falschen Seite.
vG
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Countries_driving_on_the_left_or_right.svg
Ich rechne das jetzt nicht durch, aber wenn man die Bevölkerung Indiens
miteinrechnet, /könnte/ sich herausstellen, daß es weltweit eventuell
sogar mehr potentielle Links- als Rechtsfahrer gibt.
Indien und China kürzen sich raus.
--
Space - The final frontier
Bernd Nawothnig
2015-02-15 07:19:30 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Bernd Nawothnig
Das kyrillische Alphabet ist eine Variante des griechischen Alphabetes
und hat mit dem lateinischen Alphabet recht wenig zu tun. Insbesondere
gibt es da keine "spiegelverkehrten Buchstaben".
Doch, die haben spiegelverkehrtes R, N und E. Auch das H, T, O und A
sind verkehrtrum.
Das sind die Buchstaben ja, i und ä. Spiegelverkehrt ist da gar nichts
und mit r, n und e haben sie ganz einfach nichts zu tun.
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Bernd Nawothnig
Und wenn, könnte man auch sagen, unsere seien spiegelverkehrt.
Nee unsere sind richtigrum.
Ja, aber ihre auch.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kyrillisches_Alphabet





Bernd
--
no time toulouse
Wolfgang Schwanke
2015-02-15 08:00:15 UTC
Permalink
Post by Bernd Nawothnig
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Bernd Nawothnig
Das kyrillische Alphabet ist eine Variante des griechischen Alphabetes
und hat mit dem lateinischen Alphabet recht wenig zu tun. Insbesondere
gibt es da keine "spiegelverkehrten Buchstaben".
Doch, die haben spiegelverkehrtes R, N und E. Auch das H, T, O und A
sind verkehrtrum.
Das sind die Buchstaben ja, i und ä. Spiegelverkehrt ist da gar nichts
und mit r, n und e haben sie ganz einfach nichts zu tun.
/`-.
/ `-.
O/ `-.
| `-.
/\ `-.
\_\_ `-.
########~~~~~~~~~~~~~~~~`@(((<~~~
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Martin Gerdes
2015-02-15 11:00:02 UTC
Permalink
Post by Bernd Nawothnig
Post by Wolfgang Schwanke
Ja aber die haben ja eine Reihe von spiegelverkehrten Buchstaben.
Das kyrillische Alphabet ist eine Variante des griechischen Alphabetes
und hat mit dem lateinischen Alphabet recht wenig zu tun.
Mal abgesehen davon, daß sowohl das kyrillischen Alphabet wie das
lateinische Alphabet auf das griechische Alphabet zurückgehen (und das
wiederum auf das phönizische).

Aber sonst haben sie miteinander nichts zu tun.
Post by Bernd Nawothnig
Insbesondere gibt es da keine "spiegelverkehrten Buchstaben".
Man könnte möglicherweise das "Ja" als spiegelverkehrtes R ansehen.
Post by Bernd Nawothnig
Und wenn, könnte man auch sagen, unsere seien spiegelverkehrt.
Ansichtssache :-) (und Frage der Realisierung in der Schrift).

Roland Franzius
2015-02-14 22:21:30 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Ja aber die haben ja eine Reihe von spiegelverkehrten Buchstaben.
Ja, das kam so. Ursprünglich waren alle Buchstaben bis auf die Vokale
spiegelverkehrt.

Dann kam ein schlauer Lehmziegelbrenner in Korinth auf die Idee, die
Beschriftung auf einen Stempel aufzubringen und diesen in den Ton zu
drücken. Danach sprach es sich alles viel einfacher.
--
Roland Franzius
Juergen Grosse
2015-02-14 22:02:40 UTC
Permalink
Am 14.02.2015 um 21:52 schrieb Christina Kunze:

...
Post by Christina Kunze
Merkst Du dann am Klang, ob Serbisch mit kyrillischen oder
lateinischen Buchstaben gesprochen wird?
Ich weiß nicht, was Wolfgang woran merkt, aber ein gewisse Korrelation
zwischen Ekavisch/Ijekavisch und Kyrilliza/Lateinschrift dürfte schon
bestehen.


Tschüs, Jürgen
Christina Kunze
2015-02-14 22:25:30 UTC
Permalink
Post by Juergen Grosse
...
Post by Christina Kunze
Merkst Du dann am Klang, ob Serbisch mit kyrillischen oder
lateinischen Buchstaben gesprochen wird?
Ich weiß nicht, was Wolfgang woran merkt, aber ein gewisse Korrelation
zwischen Ekavisch/Ijekavisch und Kyrilliza/Lateinschrift dürfte schon
bestehen.
Ich habe mal etwas darüber gelesen, dass die Grenzen zwischen Ekavisch
und Ijekavisch sich nicht an die aktuellen politischen Grenzen halten.

chr
Juergen Grosse
2015-02-14 22:55:56 UTC
Permalink
Am 14.02.2015 um 23:25 schrieb Christina Kunze:

...
Post by Christina Kunze
Post by Juergen Grosse
Ich weiß nicht, was Wolfgang woran merkt, aber ein gewisse
Korrelation zwischen Ekavisch/Ijekavisch und
Kyrilliza/Lateinschrift dürfte schon bestehen.
Ich habe mal etwas darüber gelesen, dass die Grenzen zwischen
Ekavisch und Ijekavisch sich nicht an die aktuellen politischen
Grenzen halten.
...

Klar, und auch nicht an die religiösen bzw. selbstempfundenen ethnischen
Grenzen. In Bosnien z. B. dürfte die große Mehrheit aller Bewohner
Ijekavisch sprechen, und wenn es überhaupt sprachliche Unterschiede
zwischen den Volksgruppen gibt, dann liegen die eher im Wortschatz.
Betrachtet man das ganze serbokroatische Sprachgebiet, dann würde ich
aber schon schätzen, dass mindestens 90 % der Ekavisch-Sprecher in
Serbien leben, hier ist der Schluss auf einen Kyrillisch-Schreiber
durchaus zulässig. Umgekehrt kann man bei Ijekavisch-Sprechern nicht so
sicher (ich schätze jetzt einmal: 60 - 70 %) sein, dass diese
Lateinschreiber sind, da sind auch (kyrillischschreibende) bosnische
Serben, Montenegriner und Serben aus dem SW Serbiens dabei.


Tschüs, Jürgen
Hans
2015-02-14 21:40:29 UTC
Permalink
Geht mir =C3=A4hnlich, und genauso auch mit Russisch. F=C3=BCr mich e=
ine enorm
unmelodische, beinahe aggressiv wirkende Sprache.
N=C3=B6 mir nicht. F=C3=BCr mich klingen Russisch und einige andere
osteurop=C3=A4ische Sprachen wie ein r=C3=BCckw=C3=A4rtslaufendes Tonb=
and. Passt ja
auch zu den kyrillischen Buchstaben.
Du meinst wohl die "verkehrt" herum stehenden Zeichen =D0=AD, =D0=AF und=
=D0=98.


Hans
Volker Gringmuth
2015-02-15 06:51:15 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Nö mir nicht. Für mich klingen Russisch und einige andere
osteuropäische Sprachen wie ein rückwärtslaufendes Tonband. Passt ja
auch zu den kyrillischen Buchstaben.
Du meinst wohl die "verkehrt" herum stehenden Zeichen Э, Я und И.
Während man das Ж vorwärts und rückwärts sprechen kann. Praktisch!


vG
Uwe Schickedanz
2015-02-14 12:23:54 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Post by Walter Schmid
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Heinz Lohmann
Und deshalb empfinde ich Tonsprachen oft als etwas unangenehm bzw.
irritierend, weil im Deutschen der Ton einer Silbe oft mit
Gefühlsäußerungen verbunden ist.
Das verstehe ich nicht. Alle Sprachen klingen für mich
schön/interessant, wenn meine Ohren nur erst dazu eingestellt
sind.
Für mich klingt arabisch immer wie bösartiges Fluchen. Wie soll
ich da eine positive Einstellung finden?
Geht mir ähnlich, und genauso auch mit Russisch. Für mich eine enorm unmelodische, beinahe aggressiv wirkende Sprache.
Das hängt natürlich stark davon ab, was Dein Gegenüber Dir mitteilen
möchte. Ruki werch! klingt wohl immer irgendwie aggressiv.

Gruß Uwe
--
"Wer grün wählt, wählt den Krieg, das ist so sicher
wie das Amen in der Kirche" Willy Wimmer
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Thomas Schade
2015-02-14 17:42:36 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Thomas Schade
Post by Walter Schmid
Für mich klingt arabisch immer wie bösartiges Fluchen. Wie soll
ich da eine positive Einstellung finden?
Geht mir ähnlich, und genauso auch mit Russisch. Für mich eine enorm unmelodische, beinahe aggressiv wirkende Sprache.
Das hängt natürlich stark davon ab, was Dein Gegenüber Dir mitteilen
möchte. Ruki werch! klingt wohl immer irgendwie aggressiv.
Mich sprechen nur wenig Leute auf Russisch an, die Kollegen dort wissen alle,
dass ich ihre Sprache nicht beherrsche. Mein Eindruck geht also auf Russisch
unter Russen zurück.


Ciao
Toscha
--
It's better to burn out, than to fade away.
[Neil Young]
Christian Weisgerber
2015-02-14 14:23:43 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Post by Walter Schmid
Für mich klingt arabisch immer wie bösartiges Fluchen. Wie soll
ich da eine positive Einstellung finden?
Geht mir ähnlich, und genauso auch mit Russisch. Für mich eine
enorm unmelodische, beinahe aggressiv wirkende Sprache.
Es entsteht der Eindruck, dass es die Einstellung zu den Sprechern
ist, welche die Wahrnehmung der Sprache beeinflusst.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Thomas Schade
2015-02-14 17:45:12 UTC
Permalink
Post by Christian Weisgerber
Post by Thomas Schade
Post by Walter Schmid
Für mich klingt arabisch immer wie bösartiges Fluchen. Wie soll
ich da eine positive Einstellung finden?
Geht mir ähnlich, und genauso auch mit Russisch. Für mich eine
enorm unmelodische, beinahe aggressiv wirkende Sprache.
Es entsteht der Eindruck, dass es die Einstellung zu den Sprechern
ist, welche die Wahrnehmung der Sprache beeinflusst.
Das ist sicher richtig, wie aber gerade schon geschrieben, gibt es kaum Fälle,
in denen ich selbst auf Russisch angesprochen werde. Mein Erleben bezieht
sich eher auf 'passives' Hören, ohne also selbst der Adressat zu sein.


Ciao
Toscha
--
Frauen lesen gern zwischen den Zeilen.
Nur schreiben Männer da nichts.
Heinz Lohmann
2015-02-14 12:30:39 UTC
Permalink
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Heinz Lohmann
Und deshalb empfinde ich Tonsprachen oft als etwas unangenehm bzw.
irritierend, weil im Deutschen der Ton einer Silbe oft mit
Gefühlsäußerungen verbunden ist.
Das verstehe ich nicht. Alle Sprachen klingen für mich
schön/interessant, wenn meine Ohren nur erst dazu eingestellt
sind.
Interessant: ja; schön: nein, bzw. da hab ich meine Zweifel.

Nur meine 2 ¢.
--
mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25°07'58"N 121°27'56"E
Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Stefan Schmitz
2015-02-13 18:05:47 UTC
Permalink
Die Freundin meines Sohnes, Studentin der nordischen Philologie, sagt
Dänisch klingt im Vergleich zu Schwedisch wie eine Orksprache.
Das ist genauso, wie sich die Griechischstudenten viel besser vorkommen
als die Lateinstudenten.
Den Vergleich würde ich nur verstehen, wenn Dänisch keine nordische Sprache wäre.
Oliver Cromm
2015-02-13 18:07:19 UTC
Permalink
Daran zweifelt kein sauberer Däne.
Ich vermute mal, du meintest ein "richtiger" Däne. :-)
Scheisse! Nein, ich meinte ein Däne, der nicht besoffen ist.
Dein erstes Wort ist in dieser Gruppe nicht üblich. Das wurde mir
in dem Moment klar, weil ich recht überrascht war, es zu lesen.

"Mist!" fände ich unauffällig.
--
Q: What do computer engineers use for birth control?
A: Their personalities.
Thomas Schade
2015-02-13 18:33:37 UTC
Permalink
Post by Oliver Cromm
Dein erstes Wort ist in dieser Gruppe nicht üblich. Das wurde mir
in dem Moment klar, weil ich recht überrascht war, es zu lesen.
Den Bezug zwischen 'in dem Moment' und 'weil' herzustellen fällt mir
nicht leicht.


Ciao
Toscha
--
Mit den Füßen im Zement / Verschönerst du das Fundament
Draußen wird ein Garten sein / Und niemand hört dich schrei'n
[Rammstein: Stein um Stein]
Oliver Cromm
2015-02-13 22:34:20 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Post by Oliver Cromm
Dein erstes Wort ist in dieser Gruppe nicht üblich. Das wurde mir
in dem Moment klar, weil ich recht überrascht war, es zu lesen.
Den Bezug zwischen 'in dem Moment' und 'weil' herzustellen fällt mir
nicht leicht.
Ja, ist auf jeden Fall unschön. Ergebnis mehrfacher
Detailkorrektur. Es hätte vermutlich gereicht:

Das wurde mir erst klar, als ich es jetzt gelesen habe.
--
Java is kind of like kindergarten. There are lots of rules you
have to remember. If you don't follow them, the compiler makes
you sit in the corner until you do.
Don Raab
Bernd Nawothnig
2015-02-13 18:37:15 UTC
Permalink
Post by Oliver Cromm
Daran zweifelt kein sauberer Däne.
Ich vermute mal, du meintest ein "richtiger" Däne. :-)
Scheisse! Nein, ich meinte ein Däne, der nicht besoffen ist.
Dein erstes Wort ist in dieser Gruppe nicht üblich. Das wurde mir
in dem Moment klar, weil ich recht überrascht war, es zu lesen.
Naja. Sowas darf man schon schreiben.
Post by Oliver Cromm
"Mist!" fände ich unauffällig.
Vielleicht wollte er aber nicht unauffällig wirken.




Bernd
--
no time toulouse
Oliver Cromm
2015-02-13 22:34:15 UTC
Permalink
Post by Bernd Nawothnig
Post by Oliver Cromm
Daran zweifelt kein sauberer Däne.
Ich vermute mal, du meintest ein "richtiger" Däne. :-)
Scheisse! Nein, ich meinte ein Däne, der nicht besoffen ist.
Dein erstes Wort ist in dieser Gruppe nicht üblich. Das wurde mir
in dem Moment klar, weil ich recht überrascht war, es zu lesen.
Naja. Sowas darf man schon schreiben.
Sicher. Ich fand den Anlaß aber arg geringfügig.

Diskutieren wir, sagen wir mal, über die Ukraine, dann kann ich
sogar verstehen, wenn man das seitenweise schreiben will.
Post by Bernd Nawothnig
Post by Oliver Cromm
"Mist!" fände ich unauffällig.
Vielleicht wollte er aber nicht unauffällig wirken.
Sondern unangenehm auffallen? Bitte. Wenn jemand das bei jeder
Kleinigkeit tut, könnte ich die Lust verlieren, ihn oder sie zu
lesen.
--
Who would know aught of art must learn and then take his ease.
Gunhild Simon
2015-02-13 21:33:47 UTC
Permalink
...
Scheisse! ...
Dein erstes Wort ist in dieser Gruppe nicht üblich. ...
Ich finde, das Vermeiden von Fäkalvokabular ist
Erwachsenen zuzumuten.
Die Erwachsenen hier sind ja keine
Twens mehr, sondern ehemalige, derzeitige oder
vielleicht zukünftige Vorbilder.

Allemal im Schriftlichen und in einer Sprachgruppe,
wo man Zeit hat, angemessenen Ersatz zu finden,
ist man gehalten, sein Mißfallen kultiviert auszudrücken.

Ich räume aber ein, daß bei Nicht-Muttersprachlern
andere Maßstäbe gelten.

Auf Französisch "Merde!" zu sagen, kommt mir, zugegeben,
fast leicht von den Lippen.

Ich habe mir seinerzeit, also als ich bewegteren Zeiten
entwachsen war, angewöhnt, "Verflixte Kiste!" als
Kraftausdruck in die engere Wahl zu ziehen.

Gruß
Gunhild
Lanarcam
2015-02-13 21:40:10 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
...
Scheisse! ...
Dein erstes Wort ist in dieser Gruppe nicht üblich. ...
Ich finde, das Vermeiden von Fäkalvokabular ist
Erwachsenen zuzumuten.
Die Erwachsenen hier sind ja keine
Twens mehr, sondern ehemalige, derzeitige oder
vielleicht zukünftige Vorbilder.
Allemal im Schriftlichen und in einer Sprachgruppe,
wo man Zeit hat, angemessenen Ersatz zu finden,
ist man gehalten, sein Mißfallen kultiviert auszudrücken.
Ich räume aber ein, daß bei Nicht-Muttersprachlern
andere Maßstäbe gelten.
Auf Französisch "Merde!" zu sagen, kommt mir, zugegeben,
fast leicht von den Lippen.
Ist es alles was du von deinen au pair Jahren behalten hast?

Arme Kinder ! ;)
Gunhild Simon
2015-02-13 22:21:23 UTC
Permalink
Am Freitag, 13. Februar 2015 22:40:16 UTC+1 schrieb Lanarcam:
...
Post by Lanarcam
Post by Gunhild Simon
Ich räume aber ein, daß bei Nicht-Muttersprachlern
andere Maßstäbe gelten.
Auf Französisch "Merde!" zu sagen, kommt mir, zugegeben,
fast leicht von den Lippen.
Ist es alles was du von deinen au pair Jahren behalten hast?
Arme Kinder ! ;)
Ich gebe zu, daß mein Französisch arg geschrumpft ist,
seit das Traumziel Provence, in langen Etappen über
Land in zusammengeschraubten Autos erreicht, verblaßt ist.

Ich wollte aber etwas anderes ausdrücken:
Graduelle Färbungen von Kraftausdrücken,
Angemessenheit des Sprachregisters, kann man in der
eigenen Sprache mit größerer Sicherheit erspürenals in einer Fremdsprache.

Gruß
Gunhild
Oliver Cromm
2015-02-13 22:34:10 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
...
Post by Lanarcam
Post by Gunhild Simon
Ich räume aber ein, daß bei Nicht-Muttersprachlern
andere Maßstäbe gelten.
Auf Französisch "Merde!" zu sagen, kommt mir, zugegeben,
fast leicht von den Lippen.
Ist es alles was du von deinen au pair Jahren behalten hast?
Graduelle Färbungen von Kraftausdrücken,
Angemessenheit des Sprachregisters, kann man in der
eigenen Sprache mit größerer Sicherheit erspürenals in einer Fremdsprache.
Ich habe kein Gefühl dafür, wie schlimm "merde" ist, weil das hier
in Quebec kein Schwein benutzt. Man lernt hier aber auch gar
nichts, tabernac!

In der Tat, emotional rührt sich bei mir nichts weiter, wenn ich
"tabernac" sage oder höre, ich finde das eher lustig - aber ich
weiß trotzdem, daß ich es vermeiden sollte.
--
It gets hot in Raleigh, but Texas! I don't know why anybody
lives here, honestly.
-- Robert C. Wilson, Vortex (novel), p.220

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Thomas Schade
1970-01-01 00:00:00 UTC
Permalink
Post by Oliver Cromm
In der Tat, emotional rührt sich bei mir nichts weiter, wenn ich
"tabernac" sage oder höre, ich finde das eher lustig - aber ich
weiß trotzdem, daß ich es vermeiden sollte.
Zwar finden sich leicht Stellen, die die Schimpfworthaftigkeit von
'tabernac' erklären, aber ich habe keine gefunden, die die
Ableitung von 'tabernacle' erklärte. Hast du da eine Idee zu?



Ciao
Toscha
--
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Christina Kunze
2015-02-14 08:18:28 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Post by Oliver Cromm
In der Tat, emotional rührt sich bei mir nichts weiter, wenn ich
"tabernac" sage oder höre, ich finde das eher lustig - aber ich
weiß trotzdem, daß ich es vermeiden sollte.
Zwar finden sich leicht Stellen, die die Schimpfworthaftigkeit von
'tabernac' erklären, aber ich habe keine gefunden, die die
Ableitung von 'tabernacle' erklärte. Hast du da eine Idee zu?
Andere fluchen mit dem Sakrament, wieso soll da nicht auch jemand den
Tabernakel nehmen?

chr
Christian Weisgerber
2015-02-14 13:48:47 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Zwar finden sich leicht Stellen, die die Schimpfworthaftigkeit von
'tabernac' erklären, aber ich habe keine gefunden, die die
Ableitung von 'tabernacle' erklärte. Hast du da eine Idee zu?
Ich glaube, da bedarf es keiner weitreichenden Erklärung. In der
französischen Umgangslautung wird bei Wörtern, die auf Obstruent +
l/r enden, das l/r manchmal weggelassen. Bei "tabernac!" ist diese
Aussprachevariante lexikalisiert.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Thomas Schade
2015-02-14 17:48:10 UTC
Permalink
Post by Christian Weisgerber
Post by Thomas Schade
Zwar finden sich leicht Stellen, die die Schimpfworthaftigkeit von
'tabernac' erklären, aber ich habe keine gefunden, die die
Ableitung von 'tabernacle' erklärte. Hast du da eine Idee zu?
Ich glaube, da bedarf es keiner weitreichenden Erklärung. In der
französischen Umgangslautung wird bei Wörtern, die auf Obstruent +
l/r enden, das l/r manchmal weggelassen. Bei "tabernac!" ist diese
Aussprachevariante lexikalisiert.
D.h. der Schimpfwortcharakter erklärt sich wie Christine schrieb, ähnlich wie
'Sakrament'?


Ciao
Toscha
--
Es lief alles nach Plan.
Nur der Plan war scheiße.
Christian Weisgerber
2015-02-14 20:32:17 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Post by Thomas Schade
Zwar finden sich leicht Stellen, die die Schimpfworthaftigkeit von
'tabernac' erklären, aber ich habe keine gefunden, die die
Ableitung von 'tabernacle' erklärte. Hast du da eine Idee zu?
D.h. der Schimpfwortcharakter erklärt sich wie Christine schrieb, ähnlich wie
'Sakrament'?
Genau.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Bertel Lund Hansen
2015-02-14 10:00:05 UTC
Permalink
Post by Oliver Cromm
Ich habe kein Gefühl dafür, wie schlimm "merde" ist, weil das hier
in Quebec kein Schwein benutzt. Man lernt hier aber auch gar
nichts, tabernac!
"Merde" ist im Französischen ganz schwach. Ich habe ein
unterhaltenes Beispiel.

Unser Prinz Joakim ist heute mit einer Französin verheiratet. Sie
heisst Marie (französische Aussprache). Als sie neu verheiratet
waren, wurden sie zum Fernsehen interviewt (auf Dänisch), und
Marie sagte etwas falsches und sagte dann "Merde" ... und beugte
schnell den Kopf gegen Joakim und errötete. Als gemeine Person
konnte sie problemlos "merde" benutzen, aber es wurde ihr
plötzlich klar, dass sie als Prinzesse andere Regeln folgen
sollte.
--
Bertel, Dänemark
Christian Weisgerber
2015-02-14 12:58:08 UTC
Permalink
Post by Oliver Cromm
Ich habe kein Gefühl dafür, wie schlimm "merde" ist, weil das hier
in Quebec kein Schwein benutzt. Man lernt hier aber auch gar
nichts, tabernac!
Also im Fernsehen sagen sie als "marde" (sic). Allerdings, glaube
ich, weniger als Interjektion.
Post by Oliver Cromm
In der Tat, emotional rührt sich bei mir nichts weiter, wenn ich
"tabernac" sage oder höre, ich finde das eher lustig - aber ich
weiß trotzdem, daß ich es vermeiden sollte.
Crisse! Ostie! Câlice!
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Christina Kunze
2015-02-14 08:23:25 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
Graduelle Färbungen von Kraftausdrücken,
Angemessenheit des Sprachregisters, kann man in der
eigenen Sprache mit größerer Sicherheit erspürenals in einer Fremdsprache.
Ich finde, man hat für alle feinen Schattierungen in der eigenen Sprache
ein besseres Gespür als in der Fremdsprache.
Und natürlich auch ein besseres GEspür dafür, was in einer bestimmten
Situation geht und was nicht.
Besonders bezieht sich das auf irgendwie tabuisierte Bereiche, z.B. eben
aufs Schimpfen. Ich kann das auch auf Ungarisch besser als auf Deutsch
(nicht nur, weil Ungarisch ein erheblich breiteres Angebot an
Beschimpfungen bereithält, sondern auch, weil meine Hemmungen geringer
sind).

chr
Theodor Euler
2015-02-14 09:16:24 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Post by Gunhild Simon
Graduelle Färbungen von Kraftausdrücken,
Angemessenheit des Sprachregisters, kann man in der
eigenen Sprache mit größerer Sicherheit erspürenals in einer Fremdsprache.
Ich finde, man hat für alle feinen Schattierungen in der eigenen Sprache
ein besseres Gespür als in der Fremdsprache.
Und natürlich auch ein besseres GEspür dafür, was in einer bestimmten
Situation geht und was nicht.
Besonders bezieht sich das auf irgendwie tabuisierte Bereiche, z.B. eben
aufs Schimpfen. Ich kann das auch auf Ungarisch besser als auf Deutsch
(nicht nur, weil Ungarisch ein erheblich breiteres Angebot an
Beschimpfungen bereithält, sondern auch, weil meine Hemmungen geringer
sind).
Dadurch unterscheidet sich der Anfänger vom Meister in der
Fredmsprachenbeherrschung: Während ersterer sich damit brüstet, welch tolle
Schimpfwörter er schon gelernt hat und diese ungehemmt vorführt - sich
dabei für gewöhnlch zum Affen machend (wenn nicht Schlimmeres auslösend!)
-, übt sich letzterer in vornehmer Zurückhaltung. Der Meister kennt zwar
die Schimpfwörter passiv, wird sich aber tunlichst davor hüten, diese allzu
inflationär zu verwenden, im besten Falle überhaupt nicht.
--
Theodor Euler
Christina Kunze
2015-02-14 10:17:42 UTC
Permalink
Post by Theodor Euler
Dadurch unterscheidet sich der Anfänger vom Meister in der
Fredmsprachenbeherrschung: Während ersterer sich damit brüstet, welch tolle
Schimpfwörter er schon gelernt hat und diese ungehemmt vorführt - sich
dabei für gewöhnlch zum Affen machend (wenn nicht Schlimmeres auslösend!)
Ach, ums Brüsten geht es weniger, sondern eher um einen KRaftausdruck,
der einem mal rausrutscht, wenn ein Koffer auf dem Fuß oder ein Hammer
auf dem Daumen landet.
Post by Theodor Euler
-, übt sich letzterer in vornehmer Zurückhaltung. Der Meister kennt zwar
die Schimpfwörter passiv, wird sich aber tunlichst davor hüten, diese allzu
inflationär zu verwenden, im besten Falle überhaupt nicht.
Das ist nicht nur mit Schimpfwörtern so, sondern auch mit verschiedenen
Sprachebenen, vor allem mit Slangwörtern. Man muss eine Fremdsprache
ziemlich gut kennen (bei mir funktioniert das nur mit Ungarisch), um zu
Stilbrüche zu erkennen und möglichst keine zu machen, stilsicher zu sein.
Trotz dieser passiven Stilsicherheit käme ich niemals auf die Idee,
einen literarischen Text oder auch nur einen Werbeflyer ohne Lektorat
eines Muttersprachlers in die Fremdsprache zu übersetzen, das würde nur
zu unfreiwilliger Komik führen.

chr
Theodor Euler
2015-02-14 10:57:45 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Trotz dieser passiven Stilsicherheit käme ich niemals auf die Idee,
einen literarischen Text oder auch nur einen Werbeflyer ohne Lektorat
eines Muttersprachlers in die Fremdsprache zu übersetzen, das würde nur
zu unfreiwilliger Komik führen.
Daran erkennt man den Profi!
--
Theodor Euler
Florian Ritter
2015-02-14 23:47:55 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Post by Gunhild Simon
Graduelle Färbungen von Kraftausdrücken,
Angemessenheit des Sprachregisters, kann man in der
eigenen Sprache mit größerer Sicherheit erspürenals in einer Fremdsprache.
Ich finde, man hat für alle feinen Schattierungen in der eigenen Sprache
ein besseres Gespür als in der Fremdsprache.
Und natürlich auch ein besseres GEspür dafür, was in einer bestimmten
Situation geht und was nicht.
Der gewerbliche Arbeitnehmer Eddie, auch zubenannt der Anekdote liebstes
Kind, ließ dieser Tage zum Tode eines Kollegen mit Mitte 40 allen feinen
Schattierungen freien Lauf:
Brauchta mir janüscht assäl'n, hab ick schon jehört, det der Idiot endlich
dotjejangen is - ick hab'n ja jewarnt, wer über mir schlecht spricht, der
sterbt früh, aber nee, der Idiot hat mir in alle Kneipen schlecht jemacht,
nu hatta seine Quittung, wa.

Ich meine, liebe Christel, anteilnehmender hättest selbst Du das nicht
formulieren können - FR
Florian Ritter
2015-02-14 23:49:08 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Post by Gunhild Simon
Graduelle Färbungen von Kraftausdrücken,
Angemessenheit des Sprachregisters, kann man in der
eigenen Sprache mit größerer Sicherheit erspürenals in einer Fremdsprache.
Ich finde, man hat für alle feinen Schattierungen in der eigenen Sprache
ein besseres Gespür als in der Fremdsprache.
Und natürlich auch ein besseres GEspür dafür, was in einer bestimmten
Situation geht und was nicht.
Der gewerbliche Arbeitnehmer Eddie, auch zubenannt der Anekdote liebstes
Kind, ließ dieser Tage zum Tode eines Kollegen mit Mitte 40 allen feinen
Schattierungen freien Lauf:
Brauchta mir janüscht assäl'n, hab ick schon jehört, det der Idiot endlich
dotjejangen is - ick hab'n ja jewarnt, wer über mir schlecht spricht, der
sterbt früh, aber nee, der Idiot hat mir in alle Kneipen schlecht jemacht,
nu hatta seine Quittung, wa.

Ich meine, liebe Christel, anteilnehmender hättest selbst Du das nicht
formulieren können - FR
Stefan Schmitz
2015-02-13 18:07:26 UTC
Permalink
WP: Im Gegensatz zu den meisten europäischen Sprachen ist Thai, wie auch
die Sprachen der Nachbarländer (außer dem Khmer), eine so genannte
Tonsprache: die meist einsilbigen Wörter erlangen durch Aussprache in
unterschiedlichen Tonhöhen und Tonverläufen gänzlich unterschiedliche
Bedeutungen. Im Thai gibt es fünf verschiedene Töne.
Wenig überraschend ist das auch, was für mich due größte
Herausforderung darstellt.
An diesem Satz habe ich lange herumgerätselt.
Erst mit einem zusätzlichen 'das' vor dem Komma bekommt er für mich Sinn.
Thomas Schade
2015-02-13 18:30:47 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
WP: Im Gegensatz zu den meisten europäischen Sprachen ist Thai, wie auch
die Sprachen der Nachbarländer (außer dem Khmer), eine so genannte
Tonsprache: die meist einsilbigen Wörter erlangen durch Aussprache in
unterschiedlichen Tonhöhen und Tonverläufen gänzlich unterschiedliche
Bedeutungen. Im Thai gibt es fünf verschiedene Töne.
Wenig überraschend ist das auch, was für mich due größte
Herausforderung darstellt.
An diesem Satz habe ich lange herumgerätselt.
Das kann ich im Ansatz nachvollziehen.
Post by Stefan Schmitz
Erst mit einem zusätzlichen 'das' vor dem Komma bekommt er für mich Sinn.
Das macht das Erfassen zweifellos leichter. Dennoch halte ich meine Form für nicht falsch. Oder ist das zweite 'das' bzw. ein 'es' (... ist /es/ auch das, ...) zwingend notwendig?


Anderes Thema: 'für nicht falsch' war die Formulierung, wie sie mir spontan aus der Feder floss, bzw. dem, was dieser Wendung in Bezug auf Tastaturen entspricht. Beim Korrekturlesen tendierte ich dann zu 'nicht für falsch', fand diese Stellung aber nicht angemessen.
Was sagen die Stilkritiker? Welcher Form ist richtig oder passend?


Ciao
Toscha
--
Lieber bekifft ficken
als besoffen Auto fahren.
(ehemaliger Wahlkampfslogan der JuLi in SH)
Bertel Lund Hansen
2015-02-14 09:45:11 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Post by Stefan Schmitz
Wenig überraschend ist das auch, was für mich due größte
Herausforderung darstellt.
An diesem Satz habe ich lange herumgerätselt.
Das kann ich im Ansatz nachvollziehen.
Post by Stefan Schmitz
Erst mit einem zusätzlichen 'das' vor dem Komma bekommt er für mich Sinn.
Das macht das Erfassen zweifellos leichter. Dennoch halte ich
meine Form für nicht falsch. Oder ist das zweite 'das' bzw.
ein 'es' (... ist /es/ auch das, ...) zwingend notwendig?
Ich fand den Satz problemlos (von "due" abgesehen).
--
Bertel, Dänemark
Martin Gerdes
2015-02-14 23:00:33 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Post by Stefan Schmitz
Wenig überraschend ist das auch, was für mich die größte
Herausforderung darstellt.
An diesem Satz habe ich lange herumgerätselt.
Ich nicht
Post by Thomas Schade
Post by Stefan Schmitz
Erst mit einem zusätzlichen 'das' vor dem Komma bekommt er für mich Sinn.
Das macht das Erfassen zweifellos leichter. Dennoch halte ich meine Form
für nicht falsch. Oder ist das zweite 'das' bzw. ein 'es' (... ist /es/
auch das, ...) zwingend notwendig?
Für mich nicht. Ich habe bei einem "... daaaas, waaaas ..." Erinnerungen
an einen bestimmten Prof., der immer so formuliert hat. Hat für mich vom
Klang her etwas Froschartiges.

Ich hätte den Satz anders gesagt, nämlich so:

"Wenig überraschend ist das für mich auch die größte Herausforderung."
Post by Thomas Schade
Anderes Thema: 'für nicht falsch' war die Formulierung, wie sie mir
spontan aus der Feder floss
Klingt etwas amtlich.
Post by Thomas Schade
Beim Korrekturlesen tendierte ich dann zu 'nicht für falsch', fand diese
Stellung aber nicht angemessen.
Ich hätte "nicht für falsch" genommen.
Thomas Schade
1970-01-01 00:00:00 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Thomas Schade
Das macht das Erfassen zweifellos leichter. Dennoch halte ich meine Form
für nicht falsch. Oder ist das zweite 'das' bzw. ein 'es' (... ist /es/
auch das, ...) zwingend notwendig?
Für mich nicht. Ich habe bei einem "... daaaas, waaaas ..." Erinnerungen
an einen bestimmten Prof., der immer so formuliert hat. Hat für mich vom
Klang her etwas Froschartiges.
Wegen 'quaak,quaak'?
Post by Martin Gerdes
"Wenig überraschend ist das für mich auch die größte Herausforderung."
Freilich, nachträglich umgestellt wird manches leichter
verständlich. Ich schreibe häufig so, wie ich auch spreche. Das
Problem dabei ist, dass im Geschriebenen die Betonung, die eine
gesprochene Aussage unproblematisch verständlich macht, fehlt und
also das Verständnis leidet. Wenn ich es für notwendig erachte,
setze ich schon mal * als Betonungszeichen ein.
Post by Martin Gerdes
Post by Thomas Schade
Anderes Thema: 'für nicht falsch' war die Formulierung, wie sie mir
spontan aus der Feder floss
Klingt etwas amtlich.
Post by Thomas Schade
Beim Korrekturlesen tendierte ich dann zu 'nicht für falsch', fand diese
Stellung aber nicht angemessen.
Ich hätte "nicht für falsch" genommen.
Je länger ich drüber nachdenke, ich auch.


Ciao
Toscha
--
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Oliver Cromm
2015-02-13 18:39:21 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
WP: Im Gegensatz zu den meisten europäischen Sprachen ist Thai, wie auch
die Sprachen der Nachbarländer (außer dem Khmer), eine so genannte
Tonsprache: die meist einsilbigen Wörter erlangen durch Aussprache in
unterschiedlichen Tonhöhen und Tonverläufen gänzlich unterschiedliche
Bedeutungen. Im Thai gibt es fünf verschiedene Töne.
Wenig überraschend ist das auch, was für mich due größte
Herausforderung darstellt.
An diesem Satz habe ich lange herumgerätselt.
Erst mit einem zusätzlichen 'das' vor dem Komma bekommt er für mich Sinn.
Ich bin nach kurzem Stutzen zu dem Schluß gekommen, daß das "das",
das da ist, betont werden soll (ja, das war extra).
--
Ice hockey is a form of disorderly conduct
in which the score is kept.
-- Doug Larson
Roland Franzius
2015-02-13 18:39:15 UTC
Permalink
nicht mehr als vielleicht 100 Sätze und 800 Worte benutzt.
Wörter!
Wo du es sagst. Mir war da so etwas aus Vaters Bücherschrank im Gedächtnis

http://www.zvab.com/basicSearch.do?anyWords=1000+worte+italienisch&author=&title=&check_sn=on

In der Tat, also 1930, ich erinnere mich an den italienischen tricoloren
Umschlag unter Nr. 3.
--
Roland Franzius
Bernd Nawothnig
2015-02-13 18:29:33 UTC
Permalink
Es gibt eine Tonbandaufnahme, die zeigt einen anderen Hitler.
https://www.youtube.com/watch?v=lNLbU08Ad7E
https://www.youtube.com/watch?v=A1CmaBDSnSg
Es ist interessant, das Originalmaterial ungeschnitten und
unkommentiert hören zu können, egal von wem das zufällig ins Netz
gestellt wird. Aber für eine Präsentation mit mystisch leuchtendem
Hakenkreuz im Hintergrund, von einem Account namens "Ahnenfeuer",
scheint mir eine Beschreibung "ohne religiöse Indoktrination" nicht die
naheliegendste.
Du kannst gerne den Audiostream rausschneiden dabei, denn es ist eh
nur eine Tonbandaufnahme. Und wer das ins Netz stellt, ist doch
vollkommen gleichgültig. Entscheidend ist, dass da keiner
dazwischensabbelt.




Bernd
--
no time toulouse
Florian Ritter
2015-02-13 20:00:44 UTC
Permalink
Ich glaube diese Art der
Aussprache ist mehr der damaligen Mikrophon- und Übertragungstechnik
geschuldet.
Nein. Es ist bekannt, dass Hitler seinen Redestil auf Wirkung hin
getrimmt und bis ins Detail Stimme und Gestus einstudiert hat.
Hatte er einen Choreographen?

In einem Seminar meines publizistischen Onkels trat mal eine Märchenerzählerin
auf - in Begleitung ihres Choreographen. Nein, danke der Nachfrage, ich habe
mir deren Auftritt nicht angetan - FR
Florian Ritter
2015-02-13 20:14:41 UTC
Permalink
Inwiefern erstaunlich? Estnisch und Finnisch sind prinzipiell zwei
verschiedene Hochsprachen, die man an unterschiedlichen Orten auf
ein gemeinsames Dialektkontinuum aufgesetzt hat.
Auch wenn es von Tallinn nach Helsinki nur 90 km sind, kann ich mir
nicht vorstellen, dass die Ostsee nicht eine deutliche Unstetigkeit in
dieser Dialektlandschaft darstellt.
Zwischen Ahrenshoop und Gedser liegen nur ca. 30 Kilometer Ostsee und die
Grenze zwischen Niederdeutsch und Dänisch.
In Reval konnte man finnisches Fernsehen empfangen und mir wurde bei meinem
Dortsein als Student estnischerseits versichert, man könnte das verstehen.
Überhaupt waren die Esten die mental Ventiliertesten und Reval die
bezauberndste Stadt der weiland Sowjetunion - FR
Sepp Neuper
2015-02-13 20:32:35 UTC
Permalink
Zumindest für diejenigen IS-ler, die aus den europäischen Ländern
Weil sie hier bei uns als Moslems/Türken/Araber diskriminiert werden
und daher keine Zukunftsperspektiven haben, mußten sie ja zwangs-
läufig in die Hände der Radikalen fallen.
Meist kommt noch hinzu: es fehlte der Vater.
Oder wenn er da war, hat er geschlagen.

bye, Sepp
Florian Ritter
2015-02-13 21:45:58 UTC
Permalink
Post by Sepp Neuper
Zumindest für diejenigen IS-ler, die aus den europäischen Ländern
Weil sie hier bei uns als Moslems/Türken/Araber diskriminiert werden
und daher keine Zukunftsperspektiven haben, mußten sie ja zwangs-
läufig in die Hände der Radikalen fallen.
Meist kommt noch hinzu: es fehlte der Vater.
Oder wenn er da war, hat er geschlagen.
Althergebrachtes Wahrwort: Wer sein Kind liebt, schlägt es.

FR
Christina Kunze
2015-02-14 08:16:42 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by Sepp Neuper
Zumindest für diejenigen IS-ler, die aus den europäischen Ländern
Weil sie hier bei uns als Moslems/Türken/Araber diskriminiert werden
und daher keine Zukunftsperspektiven haben, mußten sie ja zwangs-
läufig in die Hände der Radikalen fallen.
Meist kommt noch hinzu: es fehlte der Vater.
Oder wenn er da war, hat er geschlagen.
Althergebrachtes Wahrwort: Wer sein Kind liebt, schlägt es.
Und der Papst sagt dazu: wie schön.

chr
Thomas Schade
2015-02-14 08:29:29 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Post by Florian Ritter
Post by Sepp Neuper
Meist kommt noch hinzu: es fehlte der Vater.
Oder wenn er da war, hat er geschlagen.
Althergebrachtes Wahrwort: Wer sein Kind liebt, schlägt es.
Und der Papst sagt dazu: wie schön.
Sofern es würdevoll geschieht.


Ciao
Toscha
--
Wie nennt man einen Auszubildenden beim Zollamt?
Svymfgvsg
Christina Kunze
2015-02-14 09:05:21 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Post by Christina Kunze
Post by Florian Ritter
Post by Sepp Neuper
Meist kommt noch hinzu: es fehlte der Vater.
Oder wenn er da war, hat er geschlagen.
Althergebrachtes Wahrwort: Wer sein Kind liebt, schlägt es.
Und der Papst sagt dazu: wie schön.
Sofern es würdevoll geschieht.
Genau genommen kann ich den Gedanken sogar nachvollziehen, aber dann
darf man das nicht so kurz fassen.

Ich glaube, dass es schon ein Fortschritt ist, wenn jemand, der selbst
mit Stock und Gürtel verprügelt wurde, sich vornimmt, nicht stark,
nichts ins Gesicht und niemals mit einem Gegenstand zu schlagen.
Die nächste Generation kommt dann vielleicht ohne körperliche Gewalt aus.

Wahrscheinlich schafft es nicht jeder, gleich von 100 auf 0 zu gehen.
Aber trotzdem sollte das Ziel immer klar sein.

Und nicht überall denkt man schon so lange in breiten Kreisen über eine
gewaltfreie Kindererziehung nach wie in unseren Breiten. Also konnte
sich auch nicht überall so eine klare Einstellung entwickeln.

chr
Volker Gringmuth
2015-02-14 09:12:33 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Ich glaube, dass es schon ein Fortschritt ist, wenn jemand, der selbst
mit Stock und Gürtel verprügelt wurde, sich vornimmt, nicht stark,
nichts ins Gesicht und niemals mit einem Gegenstand zu schlagen.
Hm. Ich kannte mal einen, der seinen Kindern gelegentlich einen Klaps
verabreichte, aber er hatte dabei den Grundsatz, /immer/ mit einem
Gegenstand zu schlagen (nichts Hartes, z.B. zusammengerollte Zeitung oder
so), weil Berührungen mit der Hand immer etwas Angenehmes sein sollen. Das
fand ich auch schlüssig.


vG
Wolfgang Schwanke
2015-02-14 10:53:24 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Und nicht überall denkt man schon so lange in breiten Kreisen über eine
gewaltfreie Kindererziehung nach wie in unseren Breiten. Also konnte
sich auch nicht überall so eine klare Einstellung entwickeln.
Der Gesetzgeber hat die Frage eindeutig geregelt, da gibt's nichts mehr
zu entwickeln.
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Heinz Brueckner
2015-02-14 11:41:58 UTC
Permalink
am Sat, 14 Feb 2015 11:53:24 +0100 schrieb Wolfgang Schwanke
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Christina Kunze
Und nicht überall denkt man schon so lange in breiten Kreisen über eine
gewaltfreie Kindererziehung nach wie in unseren Breiten. Also konnte
sich auch nicht überall so eine klare Einstellung entwickeln.
Der Gesetzgeber hat die Frage eindeutig geregelt, da gibt's nichts mehr
zu entwickeln.
Ist der Papst aus der Pampa auf _unsere_ Gesetzgeber geeicht?
Ich mußte bei diesem seinem Ansprache-Ausschnitt unwillkürlich an unsere
Nationalmannschaft denken: "So schwätzen Gauchos, die Gauchos schwätzen so!"

Heinz
--
Haargel ist Spargel.
Wolfgang Schwanke
2015-02-14 12:03:30 UTC
Permalink
Post by Heinz Brueckner
am Sat, 14 Feb 2015 11:53:24 +0100 schrieb Wolfgang Schwanke
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Christina Kunze
Und nicht überall denkt man schon so lange in breiten Kreisen über
eine gewaltfreie Kindererziehung nach wie in unseren Breiten. Also
konnte sich auch nicht überall so eine klare Einstellung
entwickeln.
Der Gesetzgeber hat die Frage eindeutig geregelt, da gibt's nichts
mehr zu entwickeln.
Ist der Papst aus der Pampa auf _unsere_ Gesetzgeber geeicht?
Der Papst ist mir egal, ich meinte BGB §1631.
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Uwe Schickedanz
2015-02-14 12:21:40 UTC
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Post by Wolfgang Schwanke
Post by Heinz Brueckner
am Sat, 14 Feb 2015 11:53:24 +0100 schrieb Wolfgang Schwanke
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Christina Kunze
Und nicht überall denkt man schon so lange in breiten Kreisen über
eine gewaltfreie Kindererziehung nach wie in unseren Breiten. Also
konnte sich auch nicht überall so eine klare Einstellung
entwickeln.
Der Gesetzgeber hat die Frage eindeutig geregelt, da gibt's nichts
mehr zu entwickeln.
Ist der Papst aus der Pampa auf _unsere_ Gesetzgeber geeicht?
Der Papst ist mir egal, ich meinte BGB §1631.
Der Absatz 2 wurde ja bereits außer Kraft gesetzt.

Gruß Uwe
--
"Wer grün wählt, wählt den Krieg, das ist so sicher
wie das Amen in der Kirche" Willy Wimmer
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Uwe Schickedanz
2015-02-14 12:30:32 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Heinz Brueckner
am Sat, 14 Feb 2015 11:53:24 +0100 schrieb Wolfgang Schwanke
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Christina Kunze
Und nicht überall denkt man schon so lange in breiten Kreisen über
eine gewaltfreie Kindererziehung nach wie in unseren Breiten. Also
konnte sich auch nicht überall so eine klare Einstellung
entwickeln.
Der Gesetzgeber hat die Frage eindeutig geregelt, da gibt's nichts
mehr zu entwickeln.
Ist der Papst aus der Pampa auf _unsere_ Gesetzgeber geeicht?
Der Papst ist mir egal, ich meinte BGB §1631.
Der Absatz 2 wurde ja bereits außer Kraft gesetzt.
Inwiefern?
Indem man Kindern männlichen Geschlechts in Deutschland legal
Schnittverletzungen zufügen darf.
Gruß Uwe
--
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wie das Amen in der Kirche" Willy Wimmer
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Stefan Schmitz
2015-02-14 17:41:27 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Uwe Schickedanz
Post by Wolfgang Schwanke
Der Papst ist mir egal, ich meinte BGB §1631.
Der Absatz 2 wurde ja bereits außer Kraft gesetzt.
Inwiefern?
Indem man Kindern männlichen Geschlechts in Deutschland legal
Schnittverletzungen zufügen darf.
Was hat das mit § 1631 II zu tun?
Post by Uwe Schickedanz
--
"Wer grün wählt, wählt den Krieg, das ist so sicher
wie das Amen in der Kirche" Willy Wimmer
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Christina Kunze
2015-02-14 20:50:27 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Christina Kunze
Und nicht überall denkt man schon so lange in breiten Kreisen über eine
gewaltfreie Kindererziehung nach wie in unseren Breiten. Also konnte
sich auch nicht überall so eine klare Einstellung entwickeln.
Der Gesetzgeber hat die Frage eindeutig geregelt, da gibt's nichts mehr
zu entwickeln.
Ja. In unseren Breiten.

chr
Rüdiger Silberer
2015-02-14 23:35:10 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Christina Kunze
Und nicht überall denkt man schon so lange in breiten Kreisen über eine
gewaltfreie Kindererziehung nach wie in unseren Breiten. Also konnte
sich auch nicht überall so eine klare Einstellung entwickeln.
Der Gesetzgeber hat die Frage eindeutig geregelt, da gibt's nichts mehr
zu entwickeln.
Ich glaube nicht, daß Du Christinas Satz richtig verstanden hast.
--
ade - Rüdiger

Was'n Glück, morgen is Berufsschule!
Helmut Richter
2015-02-14 18:44:42 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Post by Thomas Schade
Post by Christina Kunze
Post by Florian Ritter
Althergebrachtes Wahrwort: Wer sein Kind liebt, schlägt es.
Und der Papst sagt dazu: wie schön.
Sofern es würdevoll geschieht.
Genau genommen kann ich den Gedanken sogar nachvollziehen, aber dann
darf man das nicht so kurz fassen.
Ich glaube, dass es schon ein Fortschritt ist, wenn jemand, der selbst
mit Stock und Gürtel verprügelt wurde, sich vornimmt, nicht stark,
nichts ins Gesicht und niemals mit einem Gegenstand zu schlagen.
Die nächste Generation kommt dann vielleicht ohne körperliche Gewalt aus.
Ich denke, ein wesentlicher Fortschritt wäre, *nie* aus Wut zu strafen
oder aus Frust oder um seine Ruhe zu haben, sondern ausschließlich, um
eine vernünftige und dem Kind bekannte Regel durchzusetzen. Und das
meine ich für *alle* Strafen, nicht begrenzt auf körperliche, sondern
einschließlich psychischer wie lieblosem Geschwätz ("dann mag dich der
Papa nicht mehr"), Alleinlassen, Nicht-mehr-Kommunizieren, ...
Da finde ich mit "tut mir leid, aber dafür hast du ein Ohrfeige
verdient" das Kind eher ernstgenommen als mit solcher "gewaltfreier"
Psychofolter.

Und nein, nicht alle Kleinkinder sind gegenüber einer langen verbalen
Erklärung der Gefühle anderer (Ich-Botschaften) aufnahmebereit.
Erwachsene übrigens auch nicht: deswegen werden Knöllchen verteilt,
statt dass die Politesse erklärt, dass sie ganz traurig ist, wenn du
dein Auto unter dem Halteverbotsschild abstellst. Und auch das
Erwachsenenstrafrecht ist ja nicht besonders einfallsreich: man verhängt
eine Tascheng...äääh Geldstrafe oder sperrt die Leute in den
Kohlenk...äääh ins Gefängnis.

Ich vermute auch, dass die Gewaltexzesse, die zu körperlichen und
seelischen Schäden führen, fast ausschließlich aus den zuerst genannten
niederen Motiven zustandekommen und höchst selten aus der überlegten
Notwendigkeit heraus, überhaupt strafen zu müssen -- wer macht das schon
gern? --, und dann eben eine Strafe zu wählen, bei der in ein paar
Minuten alles ausgestanden ist und die "dicke Luft" beseitigt. Aber nach
dem Willen des Gesetzgebers ist letzteres dann Gewalt und die o.g.
Alternativen sind keine.
--
Helmut Richter
Jakob Achterndiek
2015-02-14 19:32:24 UTC
Permalink
Post by Helmut Richter
Ich denke, ein wesentlicher Fortschritt wäre, *nie* aus Wut zu
strafen oder aus Frust oder um seine Ruhe zu haben, ...
Ja, hier stimme ich zu.
Post by Helmut Richter
... sondern ausschließlich, um
eine vernünftige und dem Kind bekannte Regel durchzusetzen. [..]
Da finde ich mit "tut mir leid, aber dafür hast du ein Ohrfeige
verdient" das Kind eher ernstgenommen als mit solcher "gewaltfreier"
Psychofolter.
Aber dem halte ich entgegen, daß solches kalkuliertes Strafen erst
recht inhuman ist, indem es kaltherzig, lieblos, berechnend nicht
nur erscheint, sondern *absichtsvoll ist*: Erst mal alle Emotionen
wegdrücken - Aaaber dann ..!!

Erzieher von Beruf *müssen" - und Eltern *können* - lernen, ihre
Emotionen soweit zu kontrollieren, zu "domestizieren", daß eine
körperliche Züchtigung allenfalls als ultima ratio solchen Fällen
vorbehalten bleibt, in denen andernfalls die Autorität für alle
künftige Zeit zerstört wäre. Das muß dann aber sofort geschehen;
wer da zu kalkulieren anfängt, hat schon verloren.

j/\a
--
Christina Kunze
2015-02-14 21:08:14 UTC
Permalink
Post by Helmut Richter
Ich denke, ein wesentlicher Fortschritt wäre, *nie* aus Wut zu strafen
oder aus Frust oder um seine Ruhe zu haben, sondern ausschließlich, um
eine vernünftige und dem Kind bekannte Regel durchzusetzen.
Strafe als Konsequenz, die unmittelbar aus der Regelverletzung folgt,
ja, das finde ich auch am akzeptabelsten. Also kein Fernsehverbot, weil
dies und jenes nicht geleistet wurde, aber wenn die REgel heißt "erst
Schularbeiten, dann Computer spielen", führen nicht erledigte
Schularbeiten in Kombination mit einer festen Abendessenzeit ganz
automatisch dazu, dass keine Zeit mehr zum Spielen (egal welchem) bleibt.
Post by Helmut Richter
Und das
meine ich für *alle* Strafen, nicht begrenzt auf körperliche, sondern
einschließlich psychischer wie lieblosem Geschwätz ("dann mag dich der
Papa nicht mehr"), Alleinlassen, Nicht-mehr-Kommunizieren, ...
Klar. Es geht auch nicht nur um körperliche Züchtigungen, bloß das war
gerade das Thema.
Post by Helmut Richter
Da finde ich mit "tut mir leid, aber dafür hast du ein Ohrfeige
verdient" das Kind eher ernstgenommen als mit solcher "gewaltfreier"
Psychofolter.
Erstens: "tut mir leid" vor einer Ohrfeige finde ich absolut sarkastisch
und kinderverachtend. "Tut mir leid, dass wir jetzt nicht mehr spielen
können" ist wenigstens ehrlich, falls es mir denn leid tut.
Zweitens: Psychoterror ist nie gewaltfrei, nicht mal der Druck auf die
Tränendrüse (jetzt ist Mami aber gaaanz traurig). Sowas mache ich mit
Erwachsenen nicht, weil es respektlos ist, wie könnte ich es dann meinem
eigenen Kind zumuten?
Post by Helmut Richter
Und auch das
Erwachsenenstrafrecht ist ja nicht besonders einfallsreich: man verhängt
eine Tascheng...äääh Geldstrafe oder sperrt die Leute in den
Kohlenk...äääh ins Gefängnis.
Aber auch hier: als direkte Konsequenz. Wenn ich zum zweiten Mal im
Halbjahr neue Turnschuhe kaufen muss, weil mein Kind die verbummelt hat,
kann es durchaus sein, dass ich eine Beteiligung verlange. Die habe ich
dann aber beim ersten Mal angekündigt.
Und Einsperren? Bin ich der Gesetzgeber? Was soll denn das bringen?
Ich bin als Kind mal in eine dunkle Abstellkammer gesperrt worden
(fensterlos, der Lichtschalter draußen), das hat mir furchtbare Angst
gemacht, aber nachher war ich bestimmt auch nicht pflegeleichter als
vorher. Meine schlimme Schuld hat darin bestanden, dass ich beim
verordneten Mittagsschlaf nur ein Auge zugemacht und wahrscheinlich
nicht besonders still gelegen habe. (Kinderkurheim)

chr
Helmut Richter
2015-02-14 22:42:48 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Post by Helmut Richter
Und auch das
Erwachsenenstrafrecht ist ja nicht besonders einfallsreich: man verhängt
eine Tascheng...äääh Geldstrafe oder sperrt die Leute in den
Kohlenk...äääh ins Gefängnis.
Aber auch hier: als direkte Konsequenz. Wenn ich zum zweiten Mal im
Halbjahr neue Turnschuhe kaufen muss, weil mein Kind die verbummelt hat,
kann es durchaus sein, dass ich eine Beteiligung verlange. Die habe ich
dann aber beim ersten Mal angekündigt.
Und Einsperren? Bin ich der Gesetzgeber? Was soll denn das bringen?
Nur um das klarzustellen: ich halte das ebensowenig wie du für
akzeptabel und schrieb das auch so ähnlich. Der Verweis aufs
Erwachsenenstrafrecht war auch keinesfalls als Vorbild gedacht, sondern
die resignierte Feststellung, dass nicht mal für Erwachsene gescheite
Lösungen bekannt sind: "nicht besonders einfallreich".
--
Helmut Richter
Florian Ritter
2015-02-15 00:17:07 UTC
Permalink
Post by Christina Kunze
Ich bin als Kind mal in eine dunkle Abstellkammer gesperrt worden
(fensterlos, der Lichtschalter draußen), das hat mir furchtbare Angst
Ein deutsches Mädchen hat keine Angst!
Mein Gott, muß ich mich denn hier ständig wiederholen?
Post by Christina Kunze
gemacht, aber nachher war ich bestimmt auch nicht pflegeleichter als
vorher.
Na, wenichstens dit haste bis heute perpetuiert - FR
Dorothee Hermann
2015-02-15 00:54:09 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Mein Gott, muß ich mich denn hier ständig wiederholen?
Musst Du nicht - machst Du aber gern - wie ich soeben sehe:
Am 15.02.2015 um 00:49 schrieb Florian Ritter:
Message-ID: <df9e7ff8-53e0-4bbb-b672-***@googlegroups.com>
Am 15.02.2015 um 00:47 schrieb Florian Ritter:
Message-ID: <df87f85c-03d3-4472-89f8-***@googlegroups.com>

Oder macht das googlegroups von ganz alleine?


Dorothe
Lars Bräsicke
2015-02-14 23:04:37 UTC
Permalink
Post by Helmut Richter
Minuten alles ausgestanden ist und die "dicke Luft" beseitigt. Aber nach
dem Willen des Gesetzgebers ist letzteres dann Gewalt und die o.g.
Alternativen sind keine.
Dem Gesetzestext nach sind auch "seelische Verletzungen und andere
entwürdigende Maßnahmen" genauso verboten.
Heinz Brueckner
2015-02-13 23:05:19 UTC
Permalink
am Fri, 13 Feb 2015 12:58:52 +0700 (GMT+07:00) schrieb Thomas Schade
Das erste Mal, wo ich mit seinem Vater sprach, war auch ein
Dolmetscher da. Ich sprach "Ahmed" aus wie "Achmed" im Deutschen,
und der Dolmetscher sah beinahe erschrocken aus und sagte, dass
ich diesen Laut bestimmt nicht benutzen dürfte. Es soll ein
geatmetes H sein.
Das mag richtig sein, ist aber für die 'deutsche' Aussprache eher
irrelevant. Sonst funktionierte der Spruch 'Ahmed, nu lach ned,
ich krich meine Tach nett!' nämlich nicht.
Allamalachen!
Thomas Schade
2015-02-14 08:14:12 UTC
Permalink
Post by Heinz Brueckner
am Fri, 13 Feb 2015 12:58:52 +0700 (GMT+07:00) schrieb Thomas Schade
Das erste Mal, wo ich mit seinem Vater sprach, war auch ein
Dolmetscher da. Ich sprach "Ahmed" aus wie "Achmed" im Deutschen,
und der Dolmetscher sah beinahe erschrocken aus und sagte, dass
ich diesen Laut bestimmt nicht benutzen dürfte. Es soll ein
geatmetes H sein.
Das mag richtig sein, ist aber für die 'deutsche' Aussprache eher
irrelevant. Sonst funktionierte der Spruch 'Ahmed, nu lach ned,
ich krich meine Tach nett!' nämlich nicht.
Allamalachen!
Jetzt ist dann aber Schluss mit Fasching!


Ciao
Toscha
--
Hamid: "Wozu ist das?"
Rambo: "Das ist blaues Licht."
Hamid: "Und was macht es?"
Rambo: "Es leuchtet blau."
Heinz Brueckner
2015-02-14 11:28:22 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Post by Heinz Brueckner
am Fri, 13 Feb 2015 12:58:52 +0700 (GMT+07:00) schrieb Thomas Schade
Das erste Mal, wo ich mit seinem Vater sprach, war auch ein
Dolmetscher da. Ich sprach "Ahmed" aus wie "Achmed" im Deutschen,
und der Dolmetscher sah beinahe erschrocken aus und sagte, dass
ich diesen Laut bestimmt nicht benutzen dürfte. Es soll ein
geatmetes H sein.
Das mag richtig sein, ist aber für die 'deutsche' Aussprache eher
irrelevant. Sonst funktionierte der Spruch 'Ahmed, nu lach ned,
ich krich meine Tach nett!' nämlich nicht.
Allamalachen!
Jetzt ist dann aber Schluss mit Fasching!
Erst nach der Wassafasnacht im Hallabad.
--
Haargel ist Spargel.
Uwe Schickedanz
2015-02-14 12:22:31 UTC
Permalink
On Sat, 14 Feb 2015 12:28:22 +0100, Heinz Brueckner
Post by Heinz Brueckner
Post by Thomas Schade
Post by Heinz Brueckner
am Fri, 13 Feb 2015 12:58:52 +0700 (GMT+07:00) schrieb Thomas Schade
Das erste Mal, wo ich mit seinem Vater sprach, war auch ein
Dolmetscher da. Ich sprach "Ahmed" aus wie "Achmed" im Deutschen,
und der Dolmetscher sah beinahe erschrocken aus und sagte, dass
ich diesen Laut bestimmt nicht benutzen dürfte. Es soll ein
geatmetes H sein.
Das mag richtig sein, ist aber für die 'deutsche' Aussprache eher
irrelevant. Sonst funktionierte der Spruch 'Ahmed, nu lach ned,
ich krich meine Tach nett!' nämlich nicht.
Allamalachen!
Jetzt ist dann aber Schluss mit Fasching!
Erst nach der Wassafasnacht im Hallabad.
Narrhallabad, soviel Zeit muß sein.

Gruß Uwe
--
"Wer grün wählt, wählt den Krieg, das ist so sicher
wie das Amen in der Kirche" Willy Wimmer
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Thomas Schade
2015-02-14 17:39:12 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
On Sat, 14 Feb 2015 12:28:22 +0100, Heinz Brueckner
Post by Heinz Brueckner
Post by Thomas Schade
Post by Heinz Brueckner
Das mag richtig sein, ist aber für die 'deutsche' Aussprache eher
irrelevant. Sonst funktionierte der Spruch 'Ahmed, nu lach ned,
ich krich meine Tach nett!' nämlich nicht.
Allamalachen!
Jetzt ist dann aber Schluss mit Fasching!
Erst nach der Wassafasnacht im Hallabad.
Narrhallabad, soviel Zeit muß sein.
Narrchallebad, wir wollen doch des Kontexts nicht vergessen.


Ciao
Toscha
--
Life is like a penis ... simple, straight, relaxed, and hanging freely.
Then women make it hard.
Henning Sponbiel
2015-02-14 07:29:39 UTC
Permalink
Wenn man z.B. bedenkt, daß ein deutscher Satz wesentlich
länger als ein englischer Satz gleichen Inhaltes ist, dann weist
dies doch eher auf eine weiche, geschwungene Sprache hin,
als dies bei einem kurzen, abgehackten Englisch der Fall ist.
Die Wahrnehmung "abgehackt" dürfte von den Knacklauten kommen, die vor
den Vokalen am Morphemanfang stehen. "?er ?aß ?ein ?Ei ?und ?einen
?Apfel" klingt abgehackter als ein französisiertes "eraßeinei
(h)undeinenapfel".
Ich hatte das, worauf du antwortest allerdings ganz anders verstanden.


Henning
Henning Sponbiel
2015-02-14 07:29:39 UTC
Permalink
Aber mal was anderes. Mein Vater hatte eine Halbschwester, die nach
Dänemark geheiratet hatte und ihm mal gesagt haben soll, dass für
einen Deutschen die akzentfreie Aussprache des Dänischen fast nicht
möglich sein soll. Selbst nach 20 Jahren würden Dänen immer noch den
deutschen Akzent sicher heraushören.
Stimmt das?
Ich weiss es nicht, und ich kenne keine Deutsche, die hier
wohnen.
Aber ich glaube, es kommt an die Leute an. Ich behaupte, dass
meine deutsche Aussprache ganz gut ist, und ich glaube, dass ich
als Deutscher betrachtet werden kann, weil andere Dänen Deutsch
mit deutlichen dänischen Lauten sprechen.
Ich habe auch eine Amerikanerin in einer deutschen Fernsehsendung
gehört, die perfektes Deutsch sprach - wirklich perfektes. Sie
hatte eine deutsche Freundin die perfektes Amerikanisch sprach.
Grundsätzlich: Wer vor der Pubertät die Sprache in dem Land bzw. von native
Speakern (meist Eltern) lernt, spricht sie akzentfrei.

In Deutschland das bekannteste Beispiel: Henry Kissinger, der als Jugendlicher
emigrierte und in dessen Amerikanisch man noch heute den deutschen Akzent
raushört.

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.


Henning
Heinz Brueckner
2015-02-14 11:33:32 UTC
Permalink
am Sat, 14 Feb 2015 08:29:39 +0100 schrieb Henning Sponbiel
Post by Henning Sponbiel
Grundsätzlich: Wer vor der Pubertät die Sprache in dem Land bzw. von native
Speakern (meist Eltern) lernt, spricht sie akzentfrei.
In Deutschland das bekannteste Beispiel: Henry Kissinger, der als Jugendlicher
emigrierte und in dessen Amerikanisch man noch heute den deutschen Akzent
raushört.
Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.
Es wird schlicht Begabungssache sein. Ich hab zwei nach Frankreich
geheiratete Damen (im gleichen Club, etwa gleichaltrig) französisch
reden gehört. Die eine ging als Eingeborene durch, die andere wird
in jeder beliebigen Sprache auf ewig als Badenerin erkannt werden.

Heinz
--
Haargel ist Spargel.
Rüdiger Silberer
2015-02-14 22:59:11 UTC
Permalink
Post by Henning Sponbiel
Grundsätzlich: Wer vor der Pubertät die Sprache in dem Land bzw. von native
Speakern (meist Eltern) lernt, spricht sie akzentfrei.
In Deutschland das bekannteste Beispiel: Henry Kissinger, der als Jugendlicher
emigrierte und in dessen Amerikanisch man noch heute den deutschen Akzent
raushört.
Ich höre da vor allen Dingen Deutsch mit einem amerikanischen Akzent.
--
ade - Rüdiger

Was'n Glück, morgen is Berufsschule!
Bernd Nawothnig
2015-02-15 07:23:31 UTC
Permalink
Post by Rüdiger Silberer
Post by Henning Sponbiel
Grundsätzlich: Wer vor der Pubertät die Sprache in dem Land bzw. von
native Speakern (meist Eltern) lernt, spricht sie akzentfrei.
In Deutschland das bekannteste Beispiel: Henry Kissinger, der als
Jugendlicher emigrierte und in dessen Amerikanisch man noch heute den
deutschen Akzent raushört.
Ich höre da vor allen Dingen Deutsch mit einem amerikanischen Akzent.
Stimmt. Wobei ihm das auch schwerfällt, deutsch zu sprechen. Er fällt
lieber wieder ins Englische.

Aber beides muss sich nicht wechselseitig ausschließen. So kann er gar
keine Sprache mehr akzentfrei sprechen.




Bernd
--
no time toulouse
Henning Sponbiel
2015-02-14 07:29:39 UTC
Permalink
Schließlich lernt man ja auch die Muttersprache übers Grunzen
hinaus nur, um der geliebten Mutter eine Freude zu machen.
Das mag zwar ein Anreiz sein, aber ich halte die Freude am Kommandieren für
wichtiger.


Henning
Christian Weisgerber
2015-02-14 12:44:53 UTC
Permalink
Auch wenn es von Tallinn nach Helsinki nur 90 km sind, kann ich mir
nicht vorstellen, dass die Ostsee nicht eine deutliche Unstetigkeit in
dieser Dialektlandschaft darstellt.
Das Kontinuum bestand früher wohl um die Ostsee herum, über
Karelisch und eventuell andere Gruppen,
https://en.wikipedia.org/wiki/Finnic_languages#Subgrouping
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Rüdiger Silberer
2015-02-14 22:45:30 UTC
Permalink
Die Freundin meines Sohnes, Studentin der nordischen Philologie, sagt
Dänisch klingt im Vergleich zu Schwedisch wie eine Orksprache.
Ist Deutsch ihre erste Sprache?
Ja.
--
ade - Rüdiger

Was'n Glück, morgen is Berufsschule!
Rüdiger Silberer
2015-02-14 22:46:30 UTC
Permalink
Nein, das hat er nicht.
Jemand - ich meine, es war ein französischer Nobelpreisträger - hat mal
gesagt, Russisch klänge wie eine Mischung aus Honig und Schlämmkreide
Nachtrag: Es handelt sich um Claude Simon - FR
Man möge mir keine Zitate andichten.
--
ade - Rüdiger

Was'n Glück, morgen is Berufsschule!
Rüdiger Silberer
2015-02-14 23:08:39 UTC
Permalink
Zum einen gibt es Copyright hierzulande gar nicht,
Ja, und Murder und Theft gibts hier auch nicht.
Verwertungsrechte gibts aber, und die werden nach internationalem Brauch
auch hierzulande gern mit dem Wort "Copyright" kenntlich gemacht.
Es wird ja hierzugruppe sehr gern falscher Wortgebrauch mit einem
"machen eben heute viele so, und dann ist es auch richtig" sanktioniert.
Das funktioniert bei rechtlichen Fragen aber nicht.
Ob die Familie Wagner an den Werken ihres Ahns Richard noch
Verwertungsrechte hat, weiß ich nicht. Die macht man ja gerne durch
Überarbeitung immer wieder neu.
Dann muß man eben nicht überarbeiteten Werke aufführen.
--
ade - Rüdiger

Was'n Glück, morgen is Berufsschule!
Helmut Richter
2015-02-15 09:27:42 UTC
Permalink
Post by Rüdiger Silberer
Zum einen gibt es Copyright hierzulande gar nicht,
Ja, und Murder und Theft gibts hier auch nicht.
Verwertungsrechte gibts aber, und die werden nach internationalem Brauch
auch hierzulande gern mit dem Wort "Copyright" kenntlich gemacht.
Es wird ja hierzugruppe sehr gern falscher Wortgebrauch mit einem
"machen eben heute viele so, und dann ist es auch richtig" sanktioniert.
Das funktioniert bei rechtlichen Fragen aber nicht.
Der falsche Wortgebrauch besteht vor allem darin, dass man zuerst
"Copyright" durch "Urheberrecht" falsch übersetzt und sich dann darüber
beschwert, dass das etwas anderes ist. Wie schon aus dem Wort
"Copyright" (wtl.: Recht zu kopieren) hervorgeht, gehts da aber um
Verwertungsrechte, und die sind in verschiedenen Ländern zwar durchaus
unterschiedlich geregelt, aber nicht so, dass es nicht auch recht
weitgehende Übereinstimmungen gibt, jedenfalls weit mehr als beim
Urheber-Persönlichkeitsrecht, das dem angelsächsischen Raum ziemlich
fremd ist.

Der Copyright-Vermerk ist ein bloßer Hinweis auf ein so behauptetes
Vrewertungsrecht (deswegen oben "kenntlich gemacht" und nicht etwa
"begründet"). M.W. steht er nicht im UrhG drin, kann aber nach § 10 II
UrhG eine Wirkung haben. Im durchaus deutschen "Normvertrag für den
Abschluss von Verlagsverträgen" ist deswegen in § 12 vorgesehen: "Der
Verlag ist verpflichtet, bei der Veröffentlichung des Werkes den
Copyright-Vermerk im Sinne des Welturheberrechtsabkommens anzubringen."

Aber die Leute, die solche Verträge aushecken, haben ja offenbar keine
Ahnung, dass es das alles gar nicht gibt.
--
Helmut Richter
Rüdiger Silberer
2015-02-14 23:23:40 UTC
Permalink
Ja, bei seinen Reden und öffentlichen Auftritten. Aber hör Dir dazu mal
Reden anderer Politiker jener Zeit an, dann merkst Du schnell, daß
Hitlers Aussprache gar nicht so besonders war.
Ich höre da große Unterschiede.
Ich eben nicht. Ernst Reuter sprach nach dem Krieg noch in der Art.
Ich glaube diese Art der
Aussprache ist mehr der damaligen Mikrophon- und Übertragungstechnik
geschuldet.
Nein. Es ist bekannt, dass Hitler seinen Redestil auf Wirkung hin
getrimmt und bis ins Detail Stimme und Gestus einstudiert hat.
Das mag ja sein, ändert aber nichts an meiner Aussauge. Das was uns
heute so fremd vorkommt, war seinerzeit nichts besonderes. Es ist ein
beliebter Fehler Geschichte nur aus dem heutigen Blickwinkel zu
betrachten.
--
ade - Rüdiger

Was'n Glück, morgen is Berufsschule!
Wolfgang Schwanke
2015-02-15 02:32:31 UTC
Permalink
Post by Rüdiger Silberer
Ja, bei seinen Reden und öffentlichen Auftritten. Aber hör Dir dazu
mal Reden anderer Politiker jener Zeit an, dann merkst Du schnell,
daß Hitlers Aussprache gar nicht so besonders war.
Ich höre da große Unterschiede.
Ich eben nicht. Ernst Reuter sprach nach dem Krieg noch in der Art.
Vielleicht fällt uns Verschiedenes an den Stimmen auf. Du meinst
anscheinend diesen pompösen, künstlich dramatisierten Redestil der
damaligen Zeit. Du hast Recht, die "Völker der Welt"-Rede hat auch
diesen Pomp. Ich würde ihn aber eher dem Zeitgeschmack als der
Tontechnik zuschreiben. Die Aufnahmetechnik war spätestens ab den 1940er
Jahren gut genug, um ohne übertriebene Artikulation auszukommen.

Spezifisch an Hitler fällt im Unterschied zu anderen Rednern auf: Das
auffällig gerollte R, die gutturale Stimmlage, die sich im Crescendo
überschlägt so dass man meint, einem Irren zuzuhören. "Wärrr haben ons
ein Ziel gesätzt und verrrfolgen es fanatäsch, rrröcksächstlos bies iens
Grrrab hänain". Wir Heutigen denken dabei, das ist wohl irgendein
durchgeknallter Waldschrat auf Kokain, aber genau diese bewusst
eingesetzten Effekte müssen damals Wirkung gehabt haben. Ernst Reuter
hat so nicht geredet, andere Redner auch nicht.
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/

usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Rüdiger Silberer
2015-02-14 23:38:27 UTC
Permalink
Den umgekehrten Effekt gibt es in Asien. Dort werden dem Vernehmen nach
englische Schriftzüge als modische Verzierung auf T-Shirts und andere
Produkte geschrieben, obwohl die Sprachkenntnisse der Macher und
Konsumenten ausbaufähig sind.
In den USA war es mal eine zeitlang hip, weiße Unterhemden der
Bundeswehr mit Bundesadler- und Balkenkreuzaufdruck auf der
Brust, als T-Shirt zu tragen.
Weiße Unterhemden der Bundeswehr tragen weder einen Bundesadler noch ein
Balkenkreuz. Es gibt Sporthemden die den Bundesadler auf der Brust
haben, aber ein Balkenkreuz hab ich dort mein Lebtag nicht gesehen.
--
ade - Rüdiger

Was'n Glück, morgen is Berufsschule!
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