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AT-Schulen: 25% lesebehindert
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Werner Tann
2020-02-01 08:27:01 UTC
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Trotz PISA-Schock (2001!), trotz zigfacher Konzepte und Reformpläne
hat sich in den österreichischen Schulen, wie der Rechnungshof nun
feststellt, in Sachen Lesekompetenz nichts verändert.

| Jeder vierte Schüler in Österreich kann nicht sinnerfassend lesen.
[...]
| Generell vermisst der Rechnungshof "strukturierte gesamthafte Konzepte",
| vielfach fehlten Schulbibliotheken, oder es gebe noch Schulbücher in der
| alten Rechtschreibung. An dem vom Bildungsministerium im Jahr 2017
| herausgegebenen Leseerlass bemängeln die Experten die Verständlichkeit
| und damit die Anwendbarkeit.
https://www.krone.at/2089647

Das ist alles nur Blabla. Es hakt am pädagogischen Gesamtkonzept und
am Vorbild des Lehrers. Eine Pädagogik, die Angst davor hat, Druck
auszuüben und neben der allseits beliebten Förderung auch die
Forderung nicht zu kurz kommen zu lassen, muss bei Schülern scheitern,
die tausend andere Interessen haben als zu lesen. Lesespaß kommt mit
dem Einlassen aufs Lesen. Dazu ist bei manchen ein gewisser Zwang
nötig. Das Zweite ist, dass bei linksgrünen Lehrern die
Ideologievermittlung an erster Stelle steht, das heißt, es wird auf
"Kommunikation" gemacht, was für sie grundsätzlich soziales Lernen
bedeutet, einander verstehen und "miteinander reden". Nicht dazu zählt
offenbar ein schriftlich ausgetragener Diskurs. Dieser würde nämlich
das sinnerfassende Lesen voraussetzen bzw. schulen. Schwierige Texte
in alter Sprache scheinen vollends ein NoGo zu sein bei dieser Sorte
Lehrerschaft, wichtiger ist denen bestimmt das Gendering und dass man
rechtzeitig erkennt, ob der kleine Otto nicht vielleicht doch eine
verkappte Ottilie oder - Verzeihung, n-Geschlecht - ein/e Ottoiliausa
ist.

Dass "früher" die Kinder besser lesen und rechtschreiben konnten, lag
bestimmt einerseits an einer völlig anderen Buch- und Medienkultur.
Aber es lag auch an einer anderen Pädagogik und an Lehrern, die
deutlich anders gestrickt waren. Diese haben bestimmt nicht alles
richtig gemacht. Das aber schon.
Ralph Aichinger
2020-02-01 08:37:58 UTC
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Post by Werner Tann
| Jeder vierte Schüler in Österreich kann nicht sinnerfassend lesen.
Ja, wundert es dich? Wenn selbst alte Knacker wie du das oft nicht
schaffen. Und in deiner Jugend in der Nazi- oder unmittelbaren
Nachkriegszeit hat es noch keine Handys gegeben.

/ralph
--
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https://aisg.at
ausserirdische sind gesund
U***@web.de
2020-02-01 11:35:41 UTC
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Post by Werner Tann
nur Blabla.
Gunhild Simon
2020-02-01 17:23:16 UTC
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Post by Werner Tann
nur Blabla.
Das ist begründungsbdürftig!

Ich habe als Lehrerin seinerzeit die Erfahrung gemacht,
daß Schüler weniger gefördert als gefordert werden
wollen, um sich ernst genommen zu fühlen.

Auch Konkurrenz gehört zum Konzept einer Lerngruppe,
die sich Klasse nennt. So, also sein Wissen vermitteln
zu können, zu
formulieren, weiterzugeben, Formen dafür zu finden und zu
lernen, findet man als Kind oder Schüler Anerkennung.

Deshalb ist Förderunterricht, wo nur ein, zwei oder drei
Schüler teilnehmen, für Schüler und Lehrer auch eher zäh
und ermüdend. Man sehnt sich nach Anregungen.

Gruß
Gunhild
Stefan Schmitz
2020-02-02 17:34:43 UTC
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Post by Gunhild Simon
Post by Werner Tann
nur Blabla.
Das ist begründungsbdürftig!
Ich habe als Lehrerin seinerzeit die Erfahrung gemacht,
daß Schüler weniger gefördert als gefordert werden
wollen, um sich ernst genommen zu fühlen.
Auch Konkurrenz gehört zum Konzept einer Lerngruppe,
die sich Klasse nennt. So, also sein Wissen vermitteln
zu können, zu
formulieren, weiterzugeben, Formen dafür zu finden und zu
lernen, findet man als Kind oder Schüler Anerkennung.
Deshalb ist Förderunterricht, wo nur ein, zwei oder drei
Schüler teilnehmen, für Schüler und Lehrer auch eher zäh
und ermüdend. Man sehnt sich nach Anregungen.
Diesen Kommentar als Antwort auf Ulfs Bemerkung kann man eigentlich nur so
verstehen, dass das Kind Werner Tann mehr Anerkennung bedarf, um bessere
Lernfortschritte machen zu können.
Detlef Meißner
2020-02-02 17:48:16 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by Gunhild Simon
Post by Werner Tann
nur Blabla.
Das ist begründungsbdürftig!
Ich habe als Lehrerin seinerzeit die Erfahrung gemacht,
daß Schüler weniger gefördert als gefordert werden
wollen, um sich ernst genommen zu fühlen.
Auch Konkurrenz gehört zum Konzept einer Lerngruppe,
die sich Klasse nennt. So, also sein Wissen vermitteln
zu können, zu
formulieren, weiterzugeben, Formen dafür zu finden und zu
lernen, findet man als Kind oder Schüler Anerkennung.
Deshalb ist Förderunterricht, wo nur ein, zwei oder drei
Schüler teilnehmen, für Schüler und Lehrer auch eher zäh
und ermüdend. Man sehnt sich nach Anregungen.
Diesen Kommentar als Antwort auf Ulfs Bemerkung kann man eigentlich nur so
verstehen, dass das Kind Werner Tann mehr Anerkennung bedarf, um bessere
Lernfortschritte machen zu können.
Ja, aber von ganz vielen!
Und dies blieb ihm bisher versagt.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Kulturgut
2020-02-02 18:12:01 UTC
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Post by Gunhild Simon
Post by Werner Tann
nur Blabla.
Das ist begründungsbdürftig!
Ich habe als Lehrerin seinerzeit die Erfahrung gemacht,
daß Schüler weniger gefördert als gefordert werden wollen, um sich ernst
genommen zu fühlen.
Auch Konkurrenz gehört zum Konzept einer Lerngruppe, die sich Klasse
nennt. So, also sein Wissen vermitteln zu können, zu formulieren,
weiterzugeben, Formen dafür zu finden und zu lernen, findet man als Kind
oder Schüler Anerkennung.
Deshalb ist Förderunterricht, wo nur ein, zwei oder drei Schüler
teilnehmen, für Schüler und Lehrer auch eher zäh
und ermüdend. Man sehnt sich nach Anregungen.
Gruß
Gunhild
Hallo Guni

Es war einmal eine Zeit, in der die Politiker*innen der SPÖ
und der Grün*innen ihre Kinderleins nicht auf bessere Schulen
schicken mussten, wo die Eltern reichlich Schulgeld hinblättern.

Da hatten nämlich alle Österreicher*innen in den öffentlichen
Schulen die Möglichkeit, kostenlos ihre Muttersprache in Wort
und Schrift zu kultivieren.

Heute gilt offenbar die Devise: wer seine Kinder nicht im
Rapper-Deutsch versumpfen lassen möchte, soll gefälligst
seine Sparschweinderln zerklopfen.

"Dieser alarmierende Befund besteht bereits seit Jahren"?

Seit wie vielen Jahren?

Sinnerfasstes Lesen war in meiner Schulzeit kein Problem.
Ich weiß, dass man sowas nicht schreiben darf, aber in
meiner Schulzeit war es wirklich kein Problem!

Warum ist das jetzt ein Problem?

Es gibt eine Antwort, aber wie gesagt, schreiben darf man
das hier nicht, auch wenn es der Wahrheit entspricht!

Denkverbote: Tabus an der Jahrtausendwende
https://www.amazon.de/Denkverbote-Esther-Vilar/dp/3785709056
Detlef Meißner
2020-02-02 18:13:54 UTC
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Post by Kulturgut
Warum ist das jetzt ein Problem?
Es gibt eine Antwort, aber wie gesagt, schreiben darf man
das hier nicht, auch wenn es der Wahrheit entspricht!
Das darf man sehr wohl. Und dann kann man auch darüber diskutieren.

Ich warte.

Detlef
--
Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten
Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit, diese
Sprache zu lernen. (Mark Twain)
Jakob Achterndiek
2020-02-02 19:09:09 UTC
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Post by Kulturgut
Sinnerfasstes Lesen war in meiner Schulzeit kein Problem.
Von welchem Sinn auch immer dieses Lesen damals erfaßt war -
--
j/\a
Yzmir Uebel
2020-02-02 19:14:55 UTC
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Es gibt eine Antwort, aber wie gesagt, schreiben darf man das hier
nicht, auch wenn es der Wahrheit entspricht!
Denkverbote: Tabus an der Jahrtausendwende
https://www.amazon.de/Denkverbote-Esther-Vilar/dp/3785709056
Du darfst hier alles Schreiben was Du möchtest! Genau dazu wurde das
Usenet erfunden. ;-)
Watcher
2020-02-02 19:30:47 UTC
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On Sun, 02 Feb 2020 19:12:01 +0100, Kulturgut
Post by Kulturgut
Sinnerfasstes Lesen war in meiner Schulzeit kein Problem.
Aber Schreiben?
Post by Kulturgut
Ich weiß, dass man sowas nicht schreiben darf, aber in
meiner Schulzeit war es wirklich kein Problem!
Aber heute ist Lesen für Dich, selbst bei von Dir verlinkten und
zitierten Artikeln, ein Problem.
Post by Kulturgut
Warum ist das jetzt ein Problem?
Dafür kann es bei Dir viele Ursachen geben: Demenz, Verstand
versoffen, zuviele Schläge an den Kopf, usw.

Charlie
2020-02-02 18:23:03 UTC
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Post by Werner Tann
nur Blabla.
Einfach, weil der Fasching kommt ...

Nix brauche lehsen, weil merrsprachige Dollmätscher/innen Ž
allzeit bereit in ahle Ämter, überahll.

Nix brauche beim Einkaufen, beim Essen, beim Glotzen zu TV Turk.
Nix nie brauche. Wozu also?

Bekomme alles, habe alles. Bin Mensch. Das genug.

Mit den eingefuehrten Tests welche die Kinder in der VS und
NMS absolvieren, kann man relativ schnell erkennen, welche
Schulen das nicht vermitteln bzw. wo Eingriffe notwendig sind
und man kann erheben, ob es sich um Schulen handelt, die eine
hohe Anzahl von Kindern mit Migrationshintergrund unterrichten.

So wie die Zentralmatura einmal dazu angedacht war das Ost/West-
gefaelle zu beseitigen. Das man dann auf Grund der hohen
Durchfallquote von Mathematik wunderbar gesehen hat.

Nur, man hat die Anforderungen zurueck geschraubt, anstatt
die Schrauben an den zustaendigen Schulen anzusetzen.

Mathematik klappt uebrigens ohne sinnerfassendes Lesen auch nicht!

cheers
René Marquardt
2020-02-01 18:24:31 UTC
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Post by Werner Tann
| Generell vermisst der Rechnungshof "strukturierte gesamthafte Konzepte",
Das ist alles nur Blabla. Es hakt am pädagogischen Gesamtkonzept
Ich haette vermutet, dass es an der Gesamtheit der paedagogischen Konzepte mangelt.
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