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Personal
(zu alt für eine Antwort)
Stefan Schmitz
2018-10-06 17:41:10 UTC
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Warum heißt es eigentlich PERSONALausweis?

Dass man damit als zum Personal (der BRD GmbH) gehörig ausgewiesen wird, ist
wohl nur unter Reichsbürgern eine akzeptable Erklärung.
Die Bedeutung "persönlich" wie beim Personal-Computer kann es auch nicht sein,
da der Personalausweis viel älter ist.
Ginge es um die im Ausweis verzeichneten Personalien, müsste er Personalienausweis
heißen.
Roland Franzius
2018-10-06 18:07:31 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Warum heißt es eigentlich PERSONALausweis?
Dass man damit als zum Personal (der BRD GmbH) gehörig ausgewiesen wird, ist
wohl nur unter Reichsbürgern eine akzeptable Erklärung.
Die Bedeutung "persönlich" wie beim Personal-Computer kann es auch nicht sein,
da der Personalausweis viel älter ist.
Ginge es um die im Ausweis verzeichneten Personalien, müsste er Personalienausweis
heißen.
Ja. Es müsste auch Materialenverbrauch heißen.
Oder Saturnalienabend statt Samstag.
--
Roland Franzius
Detlef Meißner
2018-10-06 18:25:03 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Warum heißt es eigentlich PERSONALausweis?
Dass man damit als zum Personal (der BRD GmbH) gehörig ausgewiesen wird, ist
wohl nur unter Reichsbürgern eine akzeptable Erklärung.
Die Bedeutung "persönlich" wie beim Personal-Computer kann es auch nicht
sein, da der Personalausweis viel älter ist.
Ginge es um die im Ausweis verzeichneten Personalien, müsste er
Personalienausweis heißen.
Oder Person(en)ausweis.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Markus Luft
2018-10-06 20:50:22 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Warum heißt es eigentlich PERSONALausweis?
Dass man damit als zum Personal (der BRD GmbH) gehörig ausgewiesen wird, ist
wohl nur unter Reichsbürgern eine akzeptable Erklärung.
Die wollen aber merkwürdigerweise auch einen Personalausweis sehen,
wenn sie eine Deutsche Kennkarte ausfüllen sollen. Da stand früher
Kennkarte drauf, im Gesetz war aber von einem amtlichen
Lichtbildausweis die Rede. Insofern ist das, was auf dem Ausweis drauf
steht, auch zunächst nur als behördeninterne Bezeichnung zu betrachten.

Den Personalausweis haben uns die Briten eingebrockt, die forderten
den nämlich in der damaligen britischen Besatzungszone. Die Russen
dann auch, während die Amerikaner in ihrer Zone Inlandsausweise
einführten. Die Franzosen hatten den von Dir ersehnten
Personenausweis.
Post by Stefan Schmitz
Die Bedeutung "persönlich" wie beim Personal-Computer kann es auch nicht sein,
da der Personalausweis viel älter ist.
Noch viel älter ist das lateinische "personalis", was persönlich
bedeutet. Der Personalausweis ist also Dein persönlicher Ausweis.
Deine Auslegung von Personal ist eben zu eng¹. Die Personalunion ist
ja jetzt auch nicht so etwas wie eine Gewerkschaft.
Post by Stefan Schmitz
Ginge es um die im Ausweis verzeichneten Personalien, müsste er Personalienausweis
heißen.
Der Begriff Personalien ist ursprünglich auch viel weiter gefaßt und
kann auch Deinen Besitz oder Deine Liebschaften umfassen.

¹ Ach ja, das Personalpronomen ist mir noch eingefallen.
*persönliches* Fürwort
Oliver Voß
2018-10-06 20:57:11 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Warum heißt es eigentlich PERSONALausweis?
Dass man damit als zum Personal (der BRD GmbH) gehörig ausgewiesen wird, ist
wohl nur unter Reichsbürgern eine akzeptable Erklärung.
Die Bedeutung "persönlich" wie beim Personal-Computer kann es auch nicht sein,
da der Personalausweis viel älter ist.
Doch, genau das: Auf Englisch heißt der Personalausweis nämlich
"Personal Identity Card", das ist dann wohl falsch übersetzt worden.
Eigentlich müßte es "persönlicher Ausweis" heißen. Damit kann übrigens
auch die Argumentation der Reichsbürger eindeutig widerlegt werden.

Gruß,

Oliver
Manfred Haertel
2018-10-07 03:28:52 UTC
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Post by Oliver Voß
Doch, genau das: Auf Englisch heißt der Personalausweis nämlich
"Personal Identity Card", das ist dann wohl falsch übersetzt worden.
Das ging mir auch durch den Kopf, "personal" bedeutet auf Englisch
"persönlich".

Dagegen spricht aber, dass es anscheinend in der DDR *auch* einen
Personalausweis mit genau diesem Namen gab. Die DDR wird sich aber kaum
an englischen Begriffen orientiert haben.

Fragt sich also durchaus, wie beide deutsche Staaten parallel auf diesen
Begriff kamen. "Kennkarte" war sicherlich historisch belastet, so dass
ein anderer Begriff her musste.

Vielleicht war es also wirklich nur der Klang, "Personalausweis" spricht
sich einfach besser aus als "Personenausweis" oder "Persönlicher Ausweis".
--
Manfred Härtel, DB3HM mailto:***@rz-online.de
http://rz-home.de/mhaertel
Manfred Hoß
2018-10-07 06:27:19 UTC
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Post by Manfred Haertel
Post by Oliver Voß
Doch, genau das: Auf Englisch heißt der Personalausweis nämlich
"Personal Identity Card", das ist dann wohl falsch übersetzt worden.
Das ging mir auch durch den Kopf, "personal" bedeutet auf Englisch
"persönlich".
Dagegen spricht aber, dass es anscheinend in der DDR *auch* einen
Personalausweis mit genau diesem Namen gab. Die DDR wird sich aber kaum
an englischen Begriffen orientiert haben.
Fragt sich also durchaus, wie beide deutsche Staaten parallel auf diesen
Begriff kamen. "Kennkarte" war sicherlich historisch belastet, so dass
ein anderer Begriff her musste.
Vielleicht war es also wirklich nur der Klang, "Personalausweis" spricht
sich einfach besser aus als "Personenausweis" oder "Persönlicher Ausweis".
Der Verlaufskurve auf DWDS zufolge wurde der Begriff "Personalausweis"
bereits um 1890 verwendet. Eine Fundstelle wird leider nicht mitgeliefert.

https://dwds.de/r/plot?xrange=1600:1999&window=10&slice=3&q=Personalausweis&corpus=dta%2Bdwds

Die ersten nachgewiesenen Treffer auf DWDS stammen aus den 1920er-Jahren,
als das Deutsche Reich noch existierte. Hier die älteste Fundstelle:

Vossische Zeitung (Abend-Ausgabe), 09.03.1921
Nach österreichischem Vorbild ist ein Personalausweis vorgesehen, der
lediglich die Feststellung der Identität des Hausgehilfen ermöglichen soll
und dessen Ausstellung grundsätzlich nicht versagt werden darf.
(https://dwds.de/r?q=Personalausweis;corpus=kern;format=full;p=3;sort=date_desc;limit=50)

Gruß
Manfred.
Stephen Hust
2018-10-07 08:26:50 UTC
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Post by Manfred Hoß
Post by Manfred Haertel
Post by Oliver Voß
Doch, genau das: Auf Englisch heißt der Personalausweis nämlich
"Personal Identity Card", das ist dann wohl falsch übersetzt worden.
Das ging mir auch durch den Kopf, "personal" bedeutet auf Englisch
"persönlich".
Dagegen spricht aber, dass es anscheinend in der DDR *auch* einen
Personalausweis mit genau diesem Namen gab. Die DDR wird sich aber kaum
an englischen Begriffen orientiert haben.
[...]
Der Verlaufskurve auf DWDS zufolge wurde der Begriff "Personalausweis"
bereits um 1890 verwendet. Eine Fundstelle wird leider nicht mitgeliefert.
https://dwds.de/r/plot?xrange=1600:1999&window=10&slice=3&q=Personalausweis&corpus=dta%2Bdwds
Die ersten nachgewiesenen Treffer auf DWDS stammen aus den 1920er-Jahren,
Vossische Zeitung (Abend-Ausgabe), 09.03.1921
Nach österreichischem Vorbild ist ein Personalausweis vorgesehen, der
lediglich die Feststellung der Identität des Hausgehilfen ermöglichen soll
und dessen Ausstellung grundsätzlich nicht versagt werden darf.
(https://dwds.de/r?q=Personalausweis;corpus=kern;format=full;p=3;sort=date_desc;limit=50)
"Auszug aller im Königreich Böhmen bestehenden Verordnungen und
Gesetze", Zehnter Theil, Von Straf bis Szar, Prag, 1818, S. 618:

| Studien - Lehrpersonalediäten [...] dessen Ausweis s. Personalausweis
| [...]

<https://books.google.at/books?id=yV5lAAAAcAAJ&dq=%22personalausweis%22&pg=PA618#v=onepage&q=%22personalausweis%22&f=false>

"Protokolle der deutschen Bundes-Versammlung vom Jahre 1842", S. 49, S. 50:

| [...] ihm und seiner Familie zu einem Heimathsrechte und
| Personalausweis zu verhelfen [...]

| Der Reclamant hatte in seiner ersten Eingabe gebeten, ihm zu
| Anerkennung seiner Heimathsrechte und zu einem Personalausweis [...]

<https://books.google.at/books?id=SMReAAAAcAAJ&dq=%22personalausweis%22&pg=PA49#v=onepage&q=%22personalausweis%22&f=false>

<https://books.google.at/books?id=SMReAAAAcAAJ&dq=%22personalausweis%22&pg=PA50#v=onepage&q=%22personalausweis%22&f=false>

"Neue Gesetze, Verordnungen [&c.] für das Königreich Bayern", XII.
Bändchen, Enthaltend die vom 2. Januar bis 31. Dezember 1864
erschienenen Gesetze [...], München, 1865, S. 230:

| *1) /bei jeder Veränderung in der dienstlichen Stellung oder
| Verwendung/ die Qualifikation des Betreffenden in Bezug auf dessen
| Leistungen in der zuletzt bekleideten Stelle vorzunehmen und in den
| Personalausweis einzutragen; und ebenso hat der Personalausweis [...]

<https://books.google.at/books?id=ws5AAAAAcAAJ&dq=%22personalausweis%22&pg=PA230#v=onepage&q=%22personalausweis%22&f=false>

"Gesetzessammlung für den Kanton Thurgau", Erste Hauptabtheilung, Erstes
Supplement zum ersten und zweiten Bande der revidirten Gesetzessammlung,
1870, S. 226:

| Von persönlich unbekannten Adressaten können das Postbüreau oder die
| Postablage zu ihrer Sicherheit vor der Auszahlung einen
| Personalausweis verlangen.

<https://books.google.at/books?id=osr6a4D995gC&dq=%22personalausweis%22&pg=PA226#v=onepage&q=%22personalausweis%22&f=false>
--
Steve

My e-mail address works as is.
Jakob Achterndiek
2018-10-07 09:49:56 UTC
Permalink
Post by Stephen Hust
Post by Manfred Hoß
Der Verlaufskurve auf DWDS zufolge wurde der Begriff "Personalausweis"
bereits um 1890 verwendet. Eine Fundstelle wird leider nicht
mitgeliefert.
https://dwds.de/r/plot?xrange=1600:1999&window=10&slice=3&q=Personalausweis&corpus=dta%2Bdwds
(https://dwds.de/r?q=Personalausweis;corpus=kern;format=full;p=3;sort=date_desc;limit=50)
<https://books.google.at/books?id=yV5lAAAAcAAJ&dq=%22personalausweis%22&pg=PA618#v=onepage&q=%22personalausweis%22&f=false>
<https://books.google.at/books?id=SMReAAAAcAAJ&dq=%22personalausweis%22&pg=PA49#v=onepage&q=%22personalausweis%22&f=false>
<https://books.google.at/books?id=SMReAAAAcAAJ&dq=%22personalausweis%22&pg=PA50#v=onepage&q=%22personalausweis%22&f=false>
<https://books.google.at/books?id=ws5AAAAAcAAJ&dq=%22personalausweis%22&pg=PA230#v=onepage&q=%22personalausweis%22&f=false>
<https://books.google.at/books?id=osr6a4D995gC&dq=%22personalausweis%22&pg=PA226#v=onepage&q=%22personalausweis%22&f=false>
Bei allen diesen Vorkommen fährt man gut, wenn man *bewußt* zwischen
Zeichen und Bedeutung unterscheidet. Der "Ausweis" ist zwar heute meist
ein Papier oder eine Karte, aber das Wort *bedeutet* etwas anderes:
"Weisen" und "ausweisen" bedeuten hier "zeigen" und "(nach außen
sichtbar) vorzeigen". (Die "Hinaus-Weisung" unerwünschter Personen ist
hier ausdrücklich nicht gemeint.) Der "Ausweis" in allen oben gemeinten
Bedeutungen ist eine "Vorzeigung", sie sagt auch zunächst nichts über
die äußere Form dieses Ausweises. Diese Art der Ausweisung ist auch
nicht auf Personen beschränkt: Firmen weisen ihre Gewinne oder Verluste
aus, Regierungen ihre Erfolge und Parteien ihre guten Absichten.

Für "Personal~" und "Identität~" beim Persooal-Ausweis und der
Identitätskarte fehlt mir jetzt ein deutsches Wort. Heidegger verhilft
mir immerhin zu Kunstwörtern wie "Ich-heit" und "Selbst-heit", die in
gutem Deutsch nur in Sätzen zu umschreiben sind. Aber sie helfen, die
Bedeutung des "Personal-Ausweises" zu erklären: Er ist eine
"Ichheitsausweisung" oder "Selbstheitsvorzeigung", auf die in allen oben
zitierten Beispielen die genannten Individuen Anspruch haben oder zu
denen sie verpflichtet sind.
--
j/\a
Jakob Achterndiek
2018-10-07 15:26:32 UTC
Permalink
Heidegger verhilft mir immerhin zu Kunstwörtern wie "Ich-heit" und "Selbst-heit".
Letzteres sollte besser "Selb-heit" heißen.
--
j/\a
Gunhild Simon
2018-10-20 01:23:19 UTC
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Heidegger verhilft mir immerhin zu Kunstwörtern wie "Ich-heit" und "Selbst-heit".
Letzteres sollte besser "Selb-heit" heißen.
Ich habe jedoch den Eindruck, daß alle drei Wörter
nicht den Regeln deutscher Wortbildung entsprechen.

Mir scheint, daß -heit ein Suffix (Nachsilbe)
ist, das zur Derivation, Ableitung, eines Substantivs
aus einem Adjektiv, zB Schönheit, oder
(adjektivähnlichen) Partizip II, zB Verborgenheit, dient.

(Adjektive, die ihrerseits mit einem adjektivischen Suffix
versehen sind, zB mit -lich, -ig, -bar, -haft, derivieren
Substantive mit dem substantivischen Suffix -keit.
(Ausnahmen sind etwa Munterkeit, Bitterkeit.))

Dazu passen meiner Ansicht nach weder Selb-, Selbst- noch Ich-.

Heidegger war wohl kein Grammatiker. Vielleicht hat er
sich von der Ein-Silbigkeit seiner Wortstämme leiten lassen ,
denn von einsilbigen Adjektiven werden sehr oft Substantive
mit -heit abgeleitet.


Gruß
Gunhild
U***@web.de
2018-10-20 12:33:33 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
Post by Jakob Achterndiek
Heidegger verhilft mir immerhin zu Kunstwörtern wie "Ich-heit" und "Selbst-heit".
Letzteres sollte besser "Selb-heit" heißen.
Ich habe jedoch den Eindruck, daß alle drei Wörter
nicht den Regeln deutscher Wortbildung entsprechen.
Mir scheint, daß -heit ein Suffix (Nachsilbe)
ist, das zur Derivation, Ableitung, eines Substantivs
aus einem Adjektiv, zB Schönheit, oder
(adjektivähnlichen) Partizip II, zB Verborgenheit, dient.
Dann bitte beantragen, 'Einheit' aus dem Wortschatz
zu streichen.
Post by Gunhild Simon
(Adjektive, die ihrerseits mit einem adjektivischen Suffix
versehen sind, zB mit -lich, -ig, -bar, -haft, derivieren
Substantive mit dem substantivischen Suffix -keit.
(Ausnahmen sind etwa Munterkeit, Bitterkeit.))
Dazu passen meiner Ansicht nach weder Selb-, Selbst- noch Ich-.
Heidegger war wohl kein Grammatiker. Vielleicht hat er
sich von der Ein-Silbigkeit seiner Wortstämme leiten lassen ,
denn von einsilbigen Adjektiven werden sehr oft Substantive
mit -heit abgeleitet.
Nach welchen Regel würdest Du denn von
Selb-, Selbst- bzw Ich- welche Substantive herleiten?

Gruß, ULF
Quinn C
2018-11-01 21:20:20 UTC
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Gunhild Simon
Post by Jakob Achterndiek
Heidegger verhilft mir immerhin zu Kunstwörtern wie "Ich-heit" und "Selbst-heit".
Letzteres sollte besser "Selb-heit" heißen.
Ich habe jedoch den Eindruck, daß alle drei Wörter
nicht den Regeln deutscher Wortbildung entsprechen.
Mir scheint, daß -heit ein Suffix (Nachsilbe)
ist, das zur Derivation, Ableitung, eines Substantivs
aus einem Adjektiv, zB Schönheit, oder
(adjektivähnlichen) Partizip II, zB Verborgenheit, dient.
Dann bitte beantragen, 'Einheit' aus dem Wortschatz
zu streichen.
Das ist mir doch eins.

Jedenfalls kann -heit auch aus Substantiven andere Substantive bilden:
Kindheit, Menschheit.

Ichheit und Selbstheit können daher als von "das Ich" und "das Selbst"
(nicht: das Selb) abgeleitet gelten.

Zu Ichheit sagt Adelung, es sei alt und weitgehend vergessen,
Selbstheit findet man z.B. bei Wieland, lange vor Heidegger.
--
da kamen abermals in das Elsas uber die Zaberer steig ein volck, die
nante man auch die Engelländer und gugeler B. HERTZOG
Jakob Achterndiek
2018-10-20 17:23:14 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
Post by Jakob Achterndiek
Heidegger verhilft mir immerhin zu Kunstwörtern wie "Ich-heit" und "Selbst-heit".
Letzteres sollte besser "Selb-heit" heißen.
Ich habe jedoch den Eindruck, daß alle drei Wörter
nicht den Regeln deutscher Wortbildung entsprechen.
[..] Ableitung eines Substantivs [..]
(Adjektive, die ihrerseits mit einem adjektivischen Suffix [..]
Dazu passen meiner Ansicht nach weder Selb-, Selbst- noch Ich-.
Heidegger war wohl kein Grammatiker. [..]
Deine Einwände halte ich für richtig und berechtigt. Ich bin auch
gar nicht sicher, ob diese Bildungen bei Heidegger wirklich vorkommen.
Dafür hat Manfred Hoß auf viel ältere Vorkommen hingewiesen, die schon
bei Adelung verzeichnet sind.
Mir ging es nur darum, daß ich im Wortschatz der deutschen Sprache
in Wörtern wie "Personalausweis" kein Äquivalent zu "personal" gefunden
und dafür (nicht zum Gebrauch, sondern zum besseren Verständnis) eines
jener Kunstwörter vorgeschlagen habe. Dabei habe ich an Heidegger nur
gedacht, weil auch der für gewisse abstrakte Phänomene, die in der
empirischen Sprache noch keinen Ausdruck gefunden hatten, abstrakte
Kunstwörter setzt. Das hat ihm, wie bekannt, einige gute (Armin
Eichholz) und weniger gute (Günter Grass) Parodien eingetragen.
--
j/\a
U***@web.de
2018-10-21 08:22:38 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
(Adjektive, die ihrerseits mit einem adjektivischen Suffix
versehen sind, zB mit -lich, -ig, -bar, -haft, derivieren
Substantive mit dem substantivischen Suffix -keit.
(Ausnahmen sind etwa Munterkeit, Bitterkeit.))
Geschwindigkeit und Obrigkeit scheinen mir aber eher
aus fiktiven denn aus gebräuchlichen Adjektiven abgeleitet.

Gruß, ULF
Gunhild Simon
2018-10-31 15:09:44 UTC
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Gunhild Simon
(Adjektive, die ihrerseits mit einem adjektivischen Suffix
versehen sind, zB mit -lich, -ig, -bar, -haft, derivieren
Substantive mit dem substantivischen Suffix -keit.
(Ausnahmen sind etwa Munterkeit, Bitterkeit.))
Geschwindigkeit und Obrigkeit scheinen mir aber eher
aus fiktiven denn aus gebräuchlichen Adjektiven abgeleitet.
Auch bei gehorsam/Gehorsam kann ich keine Bildungs- oder Derivationsregel erkennen.
Auch wenn es mir nicht schmeckt: Die Sprachentwicklung
folgt nicht den Regeln. Liegt wohl daran, daß die
Regeln der Entwicklung folgen.

Gruß
Gunhild
U***@web.de
2018-10-31 20:56:30 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
Auch bei gehorsam/Gehorsam kann ich keine Bildungs- oder Derivationsregel erkennen.
Ich tippe auf Ableitung wie bei folgsam, jedoch unter Verlust
einer schwierigen Konsonantenhäufung.

Gruß, ULF
Gunhild Simon
2018-11-01 13:19:56 UTC
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Gunhild Simon
Auch bei gehorsam/Gehorsam kann ich keine Bildungs- oder Derivationsregel erkennen.
Ich tippe auf Ableitung wie bei folgsam, jedoch unter Verlust
einer schwierigen Konsonantenhäufung.
Was mich bewog, dies anzuführen, war:

Weder in gehorsam noch in Gehorsam ist das zugrundeliegende Verb hören sehr deutlich.

Auch eine fehlende - aber, wie mir scheint,obligatorische - substantivische Derivationsendung fehlt.

Eine Bildung, die sich an folgsam orientierte,
müßte zu einem Substantiv "Gehorsamkeit" führen.
Oder das Substantiv zu folgsam müßte "der Folgsam" lauten.

Gruß
Gunhild
Jakob Achterndiek
2018-11-01 13:53:12 UTC
Permalink
Am Mittwoch, 31. Oktober 2018 21:56:31 UTC+1 schrieb
Am Mittwoch, 31. Oktober 2018 16:09:46 UTC+1 schrieb Gunhild
Post by Gunhild Simon
Auch bei gehorsam/Gehorsam kann ich keine Bildungs- oder
Derivationsregel erkennen.
Ich tippe auf Ableitung wie bei folgsam, jedoch unter Verlust einer
schwierigen Konsonantenhäufung.
[..] Weder in gehorsam noch in Gehorsam ist das zugrundeliegende Verb
hören sehr deutlich.
Das zugrundeliegende Verb ist doch nicht "gehören", sondern "gehorchen",
wobei "horchen" eine intensivere Weise des Hörens bedeutet. Da schienen
mir "gehorchsam" und sogar ein Nomen "Gehorchsamkeit" denkbar, wenn auch
nicht gerade klangvoll und schön - und wohl gerade deshalb ganz und gar
unüblich geworden
--
j/\a
Quinn C
2018-11-01 21:20:20 UTC
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Gunhild Simon
(Adjektive, die ihrerseits mit einem adjektivischen Suffix
versehen sind, zB mit -lich, -ig, -bar, -haft, derivieren
Substantive mit dem substantivischen Suffix -keit.
(Ausnahmen sind etwa Munterkeit, Bitterkeit.))
Geschwindigkeit und Obrigkeit scheinen mir aber eher
aus fiktiven denn aus gebräuchlichen Adjektiven abgeleitet.
Das ganze wird in diesen Fällen üblicherweise als Ableitungssuffix
-igkeit eingeordnet.
--
ê liezen sich die man schouwen
âne gugel vor den frouwen,
nu siht mans in den gugeln gân
vor den frouwen als ein man, -- TEICHNER
Helmut Richter
2018-11-01 21:52:37 UTC
Permalink
Post by Gunhild Simon
(Adjektive, die ihrerseits mit einem adjektivischen Suffix
versehen sind, zB mit -lich, -ig, -bar, -haft, derivieren
Substantive mit dem substantivischen Suffix -keit.
(Ausnahmen sind etwa Munterkeit, Bitterkeit.))
Richtet sich die Unterscheidung -heit/-keit nicht einfach danach, ob die
davor stehende Silbe betont ist?
--
Helmut Richter
Diedrich Ehlerding
2018-11-01 22:08:33 UTC
Permalink
Post by Helmut Richter
Richtet sich die Unterscheidung -heit/-keit nicht einfach danach, ob die
davor stehende Silbe betont ist?
Nein, soweit ich sehen kann; jedenfalls gibt es Ausnahmen. Sowowohel
"Bitterkeit" und "Einsamkeit" als auch "Eigenheit" und "Minderheit"werden
(bei mir jedenfalls) auf der ersten Silbe betont.
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
U***@web.de
2018-11-02 14:34:00 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by U***@web.de
Post by Gunhild Simon
(Adjektive, die ihrerseits mit einem adjektivischen Suffix
versehen sind, zB mit -lich, -ig, -bar, -haft, derivieren
Substantive mit dem substantivischen Suffix -keit.
(Ausnahmen sind etwa Munterkeit, Bitterkeit.))
Geschwindigkeit und Obrigkeit scheinen mir aber eher
aus fiktiven denn aus gebräuchlichen Adjektiven abgeleitet.
Das ganze wird in diesen Fällen üblicherweise als Ableitungssuffix
-igkeit eingeordnet.
Und ich sehe das als Suffixkette, wobei das Wort im Idealfall auch
mit einem Suffix weniger funktionieren sollte.

Gruß, ULF

Manfred Hoß
2018-10-07 15:56:51 UTC
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Für "Personal~" und "Identität~" beim Persooal-Ausweis und der
Identitätskarte fehlt mir jetzt ein deutsches Wort. Heidegger verhilft
mir immerhin zu Kunstwörtern wie "Ich-heit" und "Selbst-heit", die in
gutem Deutsch nur in Sätzen zu umschreiben sind.
Ich weiß nicht, wem wir die Wörter "Ichheit" und "Selbstheit" verdanken,
aber Heidegger sicher nicht.

"Die Ichheit, plur. die -en, mein Wesen, das Wesen meines Individui; ein
nur von einigen Mostikern der vorigen Zeiten gebrauchtes Wort, welches aber
auch mit ihnen größten Theils wieder vergessen worden."
[Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch: Die Ichheit. Adelung:
Wörterbuch, S. 28112
(vgl. Adelung-GKW Bd. 2, S. 1350)]

"Mostikern" ist ein Erfassungsfehler, im Original heißt es "Mystikern".

"Die Sêlbstheit, plur. inusit. ein von einigen mystischen Schriftstellern
gebrauchtes Wort, das Abstractum von selbst, ingleichen die eigene Person
zu bezeichnen. Die Vernichtung des Menschen und seiner Selbstheit, die
Unterdrückung der herrschenden Eigenliebe, des Eigensinnes und
Eigenwillens. Andere haben dafür Eigenheit gebraucht."
[Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch: Die Selbstheit. Adelung:
Wörterbuch, S. 49275
(vgl. Adelung-GKW Bd. 4, S. 49)]

Gruß
Manfred.
Jakob Achterndiek
2018-10-07 21:26:58 UTC
Permalink
Post by Manfred Hoß
Ich weiß nicht, wem wir die Wörter "Ichheit" und "Selbstheit" verdanken,
aber Heidegger sicher nicht.
"Die Ichheit, [..]
(vgl. Adelung-GKW Bd. 2, S. 1350)]
"Die Sêlbstheit, [..]
(vgl. Adelung-GKW Bd. 4, S. 49)]
Ich danke für den Hinweis - und staune!
--
j/\a
Ewald Pfau
2018-10-07 16:23:09 UTC
Permalink
Er ist eine "Ichheitsausweisung" oder "Selbstheitsvorzeigung", auf die in
allen oben zitierten Beispielen die genannten Individuen Anspruch haben
oder zu denen sie verpflichtet sind.
Bei den Ostäplerischen hat dies vokablerisch als Nämlichmachung überlebt.

Also ein Kontext hierzu war hier viel zu lange lebendig, in Gestalt des
davongelaufenen anonymen Knechts (fallweise eines Mündels, wahrscheinlich
ohne jede Schulausbildung und womöglich mit nur minmalen Sprachkenntnissen
überhaupt), der sich irgendwo in einem Stall verschanzt hat und dort
inkognito irgendwie durchgefüttert wird.

Der kann auf diese Weise explizit als mit Stand und Namen versehen
betrachtet werden. Dann ist dieser Vorgang ein solcher von einer
Nämlichmachung. Damit gibt es ihn, den armen Wicht. Tatsächlich. Womöglich
gäbe es ihn sonst garnicht. Der Horizont an Absurditäten zum braven Soldaten
Schwejk sollte nicht unterschätzt werden.

Aber die Nachfolger der kk-Verwaltung kennen da kein Pardon. Sie haben die
richtige Vokabel! Nämlichgemacht! Das ist es. Dem entkommt niemand.

Nebenbei sind verglichen zu solcher Nämlichmachung die tatsächlichen
Amtsdeutschen wirklich tatsächliche Amtsdeutsche. Ich war da einmal ohne
Pass und ohne Perso unterwegs und die Geldkarte war leider verschwunden,
blöd, das, dann ging mir das Geld aus. Wollte vom eigenen Konto mir per
Brieftráger ein solches zustellen lassen. Der gab aber nur Schecks her, dort
in Amtsdeutschland, kein Bargeld. Ahja: Einlösung nur mit amtdeutsch
tatsächlich als solcher erlaubter Personalitätsfeststellung. Also Scheck in
der Hand und immer noch Hunger. Hat ein Kollege sich erbarmt, das auf sein
Konto zu nehmen und mir den Betrag auf die Hand zu geben. Ach! Das hatte
leider ein Bankenamtsschimmel mitgehört und die Aktion gleich im Ansatz
abgewürgt - also, ohne dass ich mich nach antsdeutscher Sitte
amtschimmelkonform ausweise, geht da garnix.

(wie das weiterging? hatte ein paar Trümmer von jenem schwedischen
Weichholzkaufhaus wieder zurückgetragen, für etwas Kleingeld, und dann
geschaut, welcher Lebensmittelhandel Kreditkarten nimmt, je für richtig
fette Einkäufe, das reichte dann als Behelf.)

Da hat das mit der Nämlichmachung dann gewisse Vorteile. Vor Jahren hat dazu
gar noch ein Brief gereicht, den jemand irgendwann an mich adressiert
hatte. Das geht vielleicht jetzt nicht mehr, aber ein von irgendeinem Amt
ausgestelltes Papier hat immer noch Gewicht. Noch besser, es ist zufällig
ein Foto drauf.

Also: Ich würde mich da nicht so festlegen mit der Nomenklatur, es dürfe ein
Ausweis nur als Ausweis durchgehen, weil Ausweis draufsteht. Gar dass ein
Ichsein als ein Ichsein papieren ausgewiesen sein müsse (mit Verlaub! ...)?
Auf so einen Schwachsinn können sie nur im Originalamtsdeutschland kommen.
Leider stecken die über die EU die ganze Welt mit solch durchgeknallten
Hirnwindungen an.

Man sollte, wenn man die Nomenklatur aufdröseln will, zuerst diese gewisse
Motorik des Untertanenmachens einbeziehen, und sich vielleicht entsinnen,
wozu es Pässe gibt und gegeben hat:

Der Staat stellt die Person unter den Schutz seiner diplomatischen
Vertretungen, wenn diese in der Welt herumgeistern will. Dafür!

Und der Rest ist Anmaßung. Entsprechend sind diese Begriffe des Personalen
oder Identitären (ha! wurde hier dem Sprachschatz eine Vokabel geklaut?)
aufgedrehte Nullnummern, bei denen es sich kaum lohnt, lange daran
herumzurätseln. Was dem in erster LInie anhaftet ist der Popanz, der fette
Schein, als Zeichen, zugleich für den Eindruck der Unersetzlichkeit, und
dass es unerwünscht ist, genau nachzufragen.

Das ist dann im Gegensatz zu jenem Nämlichmachen. Da findet sich leicht eine
Geschichte dazu, und man weiß, woran man ist. Und wenn mir bei den Ösis dann
jemand mit mitteleuropäischer Standard! kommt, dann zieh ich lieber den Kopf
ein und schau dass ich weiterkomme, bevor das ansteckend wirkt.

Äh, hatte nicht die Merkelin im Gefolge des ganzen Soros-Spuks (mit dem
geklauten Sir Popper am Revers) die Passkontrolle an den Grenzen eigentlich
abgeschafft (außer für normal brave Leute, einmal Untertan, immer Untertan,
ganz vehement freiwillig)?

Dass man damit Syrien aushungern könnte, hat aber dann doch nicht
funktioniert ... und der Staat gebärdet sich trotzdem sich weiterhin als
Mörder, indem die haarsträubenden Sanktionen gegen Syrien ohne Sinn und
Verstand, dafür umso rabiater, aufrecht bleiben.

Dafür kommen jetzt stattdessen frisch rasierte Halsabschneider, mit oder
ohne weißen Helm. Danke denn vielmals. Also wozu dann überhaupt solche
Papiere? Die rechtschaffen ausstaffierten Wanderer haben sowieso ihr passend
programmiertes Streichelfon zugesteckt bekommen, ziehen dann mit ihren
geographischen Bewegungen damit eine Riesenschleppe von einem Wust von Daten
hinter sich her, frei Haus für den Betreiber des Betriebssystems vom
Monopolisten für die Android-Maschinen.

So eine Idee von einer Ichheitsausweisung könnte womöglich in einer
cartesianische Dimension überleben: Etwas ist, so wie es zugleich als Abbild
ist. Und wenn es als Abbild ist, dann ist es wahr.

Dass einfach etwas ist, hamma leider nicht einprogrammiert. Da könnt ja ein
jeder kommen. Dass genau auf dieser Basis der Mensch letztlich mit Blindheit
geschlagen ist, will dann aber keiner so genau wissen.

Gut, die Ösiländer sind da, solange sie sich daran halten, fast richtig
bescheiden, wenn ihnen die Zuordnung des Namens reicht. Richtig fett aber
die Gleichsetzung von hier und von da ... damit nähern wir uns dem original
amtsdeutschen Wiehern.
U***@web.de
2018-10-07 17:16:31 UTC
Permalink
Post by Jakob Achterndiek
Bei allen diesen Vorkommen fährt man gut, wenn man *bewußt* zwischen
Zeichen und Bedeutung unterscheidet. Der "Ausweis" ist zwar heute meist
"Weisen" und "ausweisen" bedeuten hier "zeigen" und "(nach außen
sichtbar) vorzeigen". (Die "Hinaus-Weisung" unerwünschter Personen ist
hier ausdrücklich nicht gemeint.)
Der hier ist bekannt?

- "Können Sie sich ausweisen?"
- "Muß man das jetzt auch schon selbst machen?"
Hartmut Ott
2018-10-07 12:56:47 UTC
Permalink
hej,
Post by Stephen Hust
"Neue Gesetze, Verordnungen [&c.] für das Königreich Bayern", XII.
Bändchen, Enthaltend die vom 2. Januar bis 31. Dezember 1864
| *1) /bei jeder Veränderung in der dienstlichen Stellung oder
| Verwendung/ die Qualifikation des Betreffenden in Bezug auf dessen
| Leistungen in der zuletzt bekleideten Stelle vorzunehmen und in den
| Personalausweis einzutragen; und ebenso hat der Personalausweis [...]
Das erinnert mich sehr an die Personalakte.


mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
--
Trage es lachend
Phillip Helbig (undress to reply)
2018-10-07 09:29:13 UTC
Permalink
Post by Manfred Haertel
Post by Oliver Voß
Doch, genau das: Auf Englisch heißt der Personalausweis nämlich
"Personal Identity Card", das ist dann wohl falsch übersetzt worden.
Warum? Oder meist du, der englische Begriff wurde ins Deutsche
übersetzt? Wohl kaum, weil weder in den USA noch in dem Vereinigten
Königreich gibt es einen Personalausweis.
Post by Manfred Haertel
Das ging mir auch durch den Kopf, "personal" bedeutet auf Englisch
"persönlich".
Ja, und nicht "Personal", was auf Englisch "personell" ist. Also
richtig übersetzt.
Lars Bräsicke
2018-10-07 12:09:32 UTC
Permalink
Post by Manfred Haertel
Post by Oliver Voß
Doch, genau das: Auf Englisch heißt der Personalausweis nämlich
"Personal Identity Card", das ist dann wohl falsch übersetzt worden.
Das ging mir auch durch den Kopf, "personal" bedeutet auf Englisch
"persönlich".
Das Personalpronomen (persönliches Fürwort) heißt so, weil es lat.
prononomen personale heißt.

Es kann daher beim Ausweis wohl engl. Einfluss vorliegen, muss aber
nicht, da es im Deutschen durchaus ähnl. Bildungsweisen gibt.
Post by Manfred Haertel
Dagegen spricht aber, dass es anscheinend in der DDR *auch* einen
Personalausweis mit genau diesem Namen gab. Die DDR wird sich aber kaum
an englischen Begriffen orientiert haben.
Beim Broiler schon.
Es gibt noch einige Anglizismen, die DDR-typisch waren, Dispatcher, z.B.

Die Einführung von Personalausweisen in der SBZ geschah indes vor
Gründung der DDR, also in einer Zeit, als man auf gesamtdeutsche
Begrifflichkeiten wert legte.
Peter Veith
2018-10-07 12:42:35 UTC
Permalink
Post by Lars Bräsicke
Die Einführung von Personalausweisen in der SBZ geschah indes vor
Gründung der DDR, ...
Du verwechselst das mit dem (gesamtdeutschen) Interzonenpaß. WIMRE wurde
der DDR-Perso 1953 eingeführt ... schaue aber bei Gelegenheit noch
einmal nach.

Veith
--
"Zwischen Starken und Schwachen ist es die Freiheit, die unterdrückt,
und das Gesetz, das befreit." Jean-Jacques Rousseau
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
Peter Veith
2018-10-07 13:52:57 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Lars Bräsicke
Die Einführung von Personalausweisen in der SBZ geschah indes vor
Gründung der DDR, ...
Du verwechselst das mit dem (gesamtdeutschen) Interzonenpaß. WIMRE wurde
der DDR-Perso 1953 eingeführt ... schaue aber bei Gelegenheit noch
einmal nach.
Ok, war etwas komplexer:

Erstmalig wurden P. zwischen dem 1.12.1948 und 1.6.1949 unter der
Bezeichnung »Deutscher Personalausweis« (DPA) als einheitliches, auf dem
Gebiet der SBZ gültiges Personaldokument an alle Personen ausgegeben,
die das 14. Lebensjahr vollendet hatten.

Laut Verordnung des Ministerrates vom 29.10.1953 erfolgte dann zwischen
dem 15.11.1953 und dem 31.3.1953 die Ausgabe neuer P. für alle DDR-Bürger.

Eine weitere Umtauschaktion verfügte der Ministerrat am 21.6.1962, die
aber erst am 2.1.1964 begann: »Personalausweise der DDR für deutsche
Staatsangehörige« wurden nun durch »Personalausweise für Bürger der DDR«
ersetzt.

[Lexikon der Organisationen und Institutionen: Personalausweis (PA).
Enzyklopädie der DDR, S. 9382 (vgl. DDR-Org. u. Inst., S. 800) (c) 1994
by Rowohlt Taschenbuch Verlag
http://www.digitale-bibliothek.de/band32.htm]

Aber, der Begriff "Personalausweis" wurde tatsächlich ab Ende 1948
verwendet.

Veith
--
"Die Hölle kann niemals siegen. Sie erhält nur, wen sie durch Vertrag
kaufen konnte, ...", Hans Mayer.
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Frank Hucklenbroich
2018-10-07 19:38:53 UTC
Permalink
Post by Lars Bräsicke
Post by Manfred Haertel
Dagegen spricht aber, dass es anscheinend in der DDR *auch* einen
Personalausweis mit genau diesem Namen gab. Die DDR wird sich aber kaum
an englischen Begriffen orientiert haben.
Beim Broiler schon.
Es gibt noch einige Anglizismen, die DDR-typisch waren, Dispatcher, z.B.
Anno 1986 sah ich in Ostberlin auf einem Schaufenster die Aufschrift "Kuhle
Preise".

Habe ich damals leider nicht fotografiert.

Grüße,

Frank
Thomas Schade
2018-10-07 19:53:10 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Lars Bräsicke
Beim Broiler schon.
Es gibt noch einige Anglizismen, die DDR-typisch waren, Dispatcher, z.B.
Anno 1986 sah ich in Ostberlin auf einem Schaufenster die Aufschrift "Kuhle
Preise".
Wobei 'kuhl', soweit ich weiß, im Berlinerischen auch einfach nur 'kühl'
heißen kann; wie z.B. in 'Kuhle Wampe'.


Ciao
Toscha
--
Life is measured in achievement,
Not in years alone.
[Bruce McLaren]
Stefan Schmitz
2018-10-07 20:36:31 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Lars Bräsicke
Beim Broiler schon.
Es gibt noch einige Anglizismen, die DDR-typisch waren, Dispatcher, z.B.
Anno 1986 sah ich in Ostberlin auf einem Schaufenster die Aufschrift "Kuhle
Preise".
Wobei 'kuhl', soweit ich weiß, im Berlinerischen auch einfach nur 'kühl'
heißen kann; wie z.B. in 'Kuhle Wampe'.
AFAIR heißt 'Kuhle Wampe' leerer Bauch.
Christina Kunze
2018-10-08 05:06:47 UTC
Permalink
Post by Thomas Schade
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Lars Bräsicke
Beim Broiler schon.
Es gibt noch einige Anglizismen, die DDR-typisch waren, Dispatcher, z.B.
Anno 1986 sah ich in Ostberlin auf einem Schaufenster die Aufschrift "Kuhle
Preise".
Wobei 'kuhl', soweit ich weiß, im Berlinerischen auch einfach nur 'kühl'
heißen kann; wie z.B. in 'Kuhle Wampe'.
Aber 1986 in Ostberlin hieß das cool. Wir haben es eigentlich ironisch
mit deutscher Rechtschreibung geschrieben, sowas wie kewl kam später.

chr
x***@gmail.com
2018-10-19 19:11:07 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Lars Bräsicke
Beim Broiler schon.
Es gibt noch einige Anglizismen, die DDR-typisch waren, Dispatcher, z.B.
Anno 1986 sah ich in Ostberlin auf einem Schaufenster die Aufschrift "Kuhle
Preise".
Möchte ich füglich bezweifeln, die Endverbraucherpreise waren
staatlicherseits durch im Gesetzblatt erschienene Preisanordnungen
(PAO) festgelgt und überall gleich - FR
René Marquardt
2018-10-19 19:51:02 UTC
Permalink
Post by x***@gmail.com
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Lars Bräsicke
Beim Broiler schon.
Es gibt noch einige Anglizismen, die DDR-typisch waren, Dispatcher, z.B.
Anno 1986 sah ich in Ostberlin auf einem Schaufenster die Aufschrift "Kuhle
Preise".
Möchte ich füglich bezweifeln, die Endverbraucherpreise waren
staatlicherseits durch im Gesetzblatt erschienene Preisanordnungen
(PAO) festgelgt und überall gleich - FR
Vielleicht wars ja eine Losbude?
Stefan Schmitz
2018-10-07 20:41:07 UTC
Permalink
Post by Lars Bräsicke
Das Personalpronomen (persönliches Fürwort) heißt so, weil es lat.
prononomen personale heißt.
Das Pronomen hat mich auf die Spur gebracht.
Es ist ein personales Pronomen, also auf die Person bezogen. Wundert mich, dass
keinem der Mitschreiber dieses deutsche Adjektiv geläufig zu sein scheint.
U***@web.de
2018-10-08 08:00:52 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Lars Bräsicke
Das Personalpronomen (persönliches Fürwort) heißt so, weil es lat.
prononomen personale heißt.
Das Pronomen hat mich auf die Spur gebracht.
Es ist ein personales Pronomen, also auf die Person bezogen. Wundert mich, dass
keinem der Mitschreiber dieses deutsche Adjektiv geläufig zu sein scheint.
Danke für den Versuch der Herabsetzung.

Ich kenne personale Zusammenhänge, personale Ausweise aber schlägt man
Dir im Zweifel um die Ohren.
Martin Gerdes
2018-10-09 15:20:52 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Lars Bräsicke
Das Personalpronomen (persönliches Fürwort) heißt so, weil es lat.
prononomen personale heißt.
Das Pronomen hat mich auf die Spur gebracht.
Es ist ein personales Pronomen, also auf die Person bezogen. Wundert mich, dass
keinem der Mitschreiber dieses deutsche Adjektiv geläufig zu sein scheint.
Ich höre das Wort hier zum ersten Mal _als_deutsches_Wort_ und wundere
mich über die Häufigkeitsklasse, die bei duden.de angegeben ist. Hätte
ich es in freier Wildbahn gelesen, hätte ich es sofort verstanden, aber
das Wort vermutlich als Anglizismus eingestuft (oder als überverkopftes
Soziologenwort).

Wie haben die nur den "personal computer" aus ihrem Korpus
herausgezogen?

Wenn ich das hier anschaue ...
https://www.dwds.de/wb/personal

... und dessen Unterseite ...
https://www.dwds.de/r?corpus=zeit;q=personal

... dann kann ich mir die Antwort selbst geben: Überhaupt nicht, die
haben einfach durchgezählt (wodurch die unrealistisch hohe Häufigkeit
entsteht).
Quinn C
2018-10-09 21:56:47 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan Schmitz
Post by Lars Bräsicke
Das Personalpronomen (persönliches Fürwort) heißt so, weil es lat.
prononomen personale heißt.
Das Pronomen hat mich auf die Spur gebracht.
Es ist ein personales Pronomen, also auf die Person bezogen. Wundert mich, dass
keinem der Mitschreiber dieses deutsche Adjektiv geläufig zu sein scheint.
Ich höre das Wort hier zum ersten Mal _als_deutsches_Wort_ und wundere
mich über die Häufigkeitsklasse, die bei duden.de angegeben ist. Hätte
ich es in freier Wildbahn gelesen, hätte ich es sofort verstanden, aber
das Wort vermutlich als Anglizismus eingestuft (oder als überverkopftes
Soziologenwort).
Einer der echten Belege im Leipziger Wortschatz ist dieser:

| Das Wort "personal" ist natürlich überflüssig wie ein Kropf.

:)

Die meisten echten Belege (keine irrtümliche Kleinschreibung, kein
Englisch) kommen vom Vatikan, solche wie:

| So entsteht durch den personal freien Akt, in dem sich die Eheleute
| gegenseitig schenken und annehmen, eine nach göttlicher Ordnung
| feste Institution, und zwar auch gegenüber der Gesellschaft.

Also vielleicht eher überverkopftes Theologenwort.
--
GOGEL, adj., ausgelassen, lustig, übermütig; lascivus.
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
x***@gmail.com
2018-10-19 18:56:56 UTC
Permalink
Post by Lars Bräsicke
Es kann daher beim Ausweis wohl engl. Einfluss vorliegen, muss aber
nicht, da es im Deutschen durchaus ähnl. Bildungsweisen gibt.
Post by Manfred Haertel
Dagegen spricht aber, dass es anscheinend in der DDR *auch* einen
Personalausweis mit genau diesem Namen gab. Die DDR wird sich aber kaum
an englischen Begriffen orientiert haben.
Beim Broiler schon.
Es gibt noch einige Anglizismen, die DDR-typisch waren, Dispatcher, z.B.
Die Einführung von Personalausweisen in der SBZ geschah indes vor
Gründung der DDR, also in einer Zeit, als man auf gesamtdeutsche
Begrifflichkeiten wert legte.
Wan ist in den DDR-Ausweisen eigentlich die Rubrik "Erlernter
Beruf" entfernt worden?
Von den Schwestern in den zahlreichen Aufnahmen der Bucher
Kliniken wußte ich, daß bei hauptamtlichen Stasimitarbeitern
dort "Journalist" oder "Angestellter" eingetragen war - FR
Stefan Schmitz
2018-10-19 19:43:53 UTC
Permalink
Post by x***@gmail.com
Wan ist in den DDR-Ausweisen eigentlich die Rubrik "Erlernter
Beruf" entfernt worden?
Von den Schwestern in den zahlreichen Aufnahmen der Bucher
Kliniken wußte ich, daß bei hauptamtlichen Stasimitarbeitern
dort "Journalist" oder "Angestellter" eingetragen war - FR
Wo kann man denn "Angestellter" lernen?
Als ausgeübten Beruf könnte ich mir das noch vorstellen, aber nicht als erlernten.
U***@web.de
2018-10-20 12:28:18 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Wo kann man denn "Angestellter" lernen?
Als ausgeübten Beruf könnte ich mir das noch vorstellen, aber nicht als erlernten.
Nun ja, vgl. zur Angestelltenprüfung I https://de.wikipedia.org/wiki/Verwaltungsfachangestellter#Prüfungen_und_Notengebung

Gruß, ULF
Quinn C
2018-10-20 14:35:04 UTC
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Stefan Schmitz
Wo kann man denn "Angestellter" lernen?
Als ausgeübten Beruf könnte ich mir das noch vorstellen, aber nicht als erlernten.
Nun ja, vgl. zur Angestelltenprüfung I https://de.wikipedia.org/wiki/Verwaltungsfachangestellter#Prüfungen_und_Notengebung
Hm, sehe ich ein. Fällt aber dann unter die Rubrik "irreführende
Verkürzung", denn "Verwaltungsfach" ist das wesentliche Element.
"Verwalter" ist keine eingeführte Namenspraxis.
--
von Muret ein gugeln guot
mit lûtrem vêhen bunde
V. D. HAGEN
U***@web.de
2018-10-20 14:40:19 UTC
Permalink
Post by Quinn C
Post by U***@web.de
Post by Stefan Schmitz
Wo kann man denn "Angestellter" lernen?
Als ausgeübten Beruf könnte ich mir das noch vorstellen, aber nicht als erlernten.
Nun ja, vgl. zur Angestelltenprüfung I https://de.wikipedia.org/wiki/Verwaltungsfachangestellter#Prüfungen_und_Notengebung
Hm, sehe ich ein. Fällt aber dann unter die Rubrik "irreführende
Verkürzung", denn "Verwaltungsfach" ist das wesentliche Element.
"Verwalter" ist keine eingeführte Namenspraxis.
Weiß jetzt nicht genau, was Du mit 'Namenspraxis' meinst,
aber man denkt an vergangene Landgüter oder aktuelle
Wohnungseigentumsgemeinschaften. Vielleicht auch noch
an Vermögensverwalter.
Heinz Lohmann
2018-10-07 15:02:14 UTC
Permalink
Post by Manfred Haertel
Post by Oliver Voß
Doch, genau das: Auf Englisch heißt der Personalausweis nämlich
"Personal Identity Card", das ist dann wohl falsch übersetzt worden.
Das ging mir auch durch den Kopf, "personal" bedeutet auf Englisch
"persönlich".
Vermutlich steckt dahinter noch einmal etwas Lateinisches.

Pfeifer vermerkt unter dem Stichwort "Personal" extra noch einmal
"Personalien":
Plur. '(schriftliche) Angaben zur Person, Ausweispapiere' (Ende 17. Jh.)
aus dem Neutr. Plur. mlat. personalia 'persönliche Dinge'.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Frank Hucklenbroich
2018-10-07 19:34:31 UTC
Permalink
Post by Oliver Voß
Post by Stefan Schmitz
Warum heißt es eigentlich PERSONALausweis?
Dass man damit als zum Personal (der BRD GmbH) gehörig ausgewiesen wird, ist
wohl nur unter Reichsbürgern eine akzeptable Erklärung.
Die Bedeutung "persönlich" wie beim Personal-Computer kann es auch nicht sein,
da der Personalausweis viel älter ist.
Doch, genau das: Auf Englisch heißt der Personalausweis nämlich
"Personal Identity Card", das ist dann wohl falsch übersetzt worden.
In England gibt es sowas übrigens nicht. Genausowenig wie
Einwohnermeldeämter. Wer sich identifizeren muss, z.B. um bei der Bank ein
Konto zu eröffnen, bringt seine aktuelle Gas- oder Stromrechnung mit. Und
wer einen Reisepass beantragt, macht das per Post, das beigefügte Foto muss
von einer Vertrauensperson "beglaubigt" sein. Dazu zählen Ärzte,
Krankenschwestern, Priester und Banker (habe ich mal hierzulande mit einem
befreundeten Briten bei der Sparkasse gemacht, die fanden das zwar
einigermaßen gaga, aber es reichte für den neuen Paß).

Grüße,

Frank
Post by Oliver Voß
Eigentlich müßte es "persönlicher Ausweis" heißen. Damit kann übrigens
auch die Argumentation der Reichsbürger eindeutig widerlegt werden.
Gruß,
Oliver
Lars Bräsicke
2018-10-07 10:55:39 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Die Bedeutung "persönlich" wie beim Personal-Computer kann es auch nicht sein,
da der Personalausweis viel älter ist.
Warum denn nicht?
Manfred Hoß
2018-10-07 11:34:47 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Warum heißt es eigentlich PERSONALausweis?
Dass man damit als zum Personal (der BRD GmbH) gehörig ausgewiesen wird, ist
wohl nur unter Reichsbürgern eine akzeptable Erklärung.
Die Bedeutung "persönlich" wie beim Personal-Computer kann es auch nicht sein,
da der Personalausweis viel älter ist.
Ginge es um die im Ausweis verzeichneten Personalien, müsste er Personalienausweis
heißen.
Sprich 10 Mal hintereinander "Personalienausweis", dann weißt du, warum der
Personalausweis nicht so genannt wird.

Gruß
Manfred.
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