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Frage an Gunhild zu 'der Drohn'
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Ralf Joerres
2018-11-05 11:26:53 UTC
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Gerade in der Wikipedia-Liste der Tierbezeichnungen gelesen: 'der Drohn' für
eine männliche Biene. Wie jede Berufssprache hat auch die Imkersprache ihre
Eigenheiten, Gunhild als Imkertochter erzählte z.B. einmal von "einem Bien".
Daher meine Frage an sie: Benutzt ein Imker den Ausdruck 'der Drohn', und wie
wäre der Plural dazu?

[Eine an Wunderlichkeiten sehr reiche 'Sondersprache' ist das Waidmannsdeutsch
- bei den Jägern erschien mir das Bestehen auf Spracheigenheiten in einzelnen
Situationen weniger als Notwendigkeit denn als dekoratives Element der
Berufsfolklore, auf das jedoch als Marker für Gruppenzugehörigkeit größter
Wert gelegt wird - ähnlich bei Bergleuten. Das Lust am Herumreiten auf dem
legendären 'Schraubendreher' könnte ähnlich motiviert sein. Für mich streifen
Wörter wie 'Behang' für 'Ohren eines Jagdhundes' oder 'Geleucht' für
'Grubenlampe' den Rand der unfreiwilligen Komik - wenn man so will Dummheit
des Uneingeweihten.]

Gruß Ralf Joerres
Bertel Lund Hansen
2018-11-05 11:42:32 UTC
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Post by Ralf Joerres
Gerade in der Wikipedia-Liste der Tierbezeichnungen gelesen: 'der Drohn' für
eine männliche Biene.
"Drone" ist ganz üblich auf Dänisch. Nach einer Generation haben
die Leute vielleicht vergessen, dass es einmal eine männliche
Biene war, aber heute wissen die meisten das.

Das Wort "Imken" kennen wir nicht. Auf Dänisch sagen wir
"Bienenzüchter".
--
/Bertel - aus Dänemark
Ralf Joerres
2018-11-05 11:50:45 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Ralf Joerres
Gerade in der Wikipedia-Liste der Tierbezeichnungen gelesen: 'der Drohn' für
eine männliche Biene.
"Drone" ist ganz üblich auf Dänisch. Nach einer Generation haben
die Leute vielleicht vergessen, dass es einmal eine männliche
Biene war, aber heute wissen die meisten das.
Das Wort "Imken" kennen wir nicht. Auf Dänisch sagen wir
"Bienenzüchter".
Ich wollte darauf hinaus, dass für mich als Nicht-Imker das normale deutsche
Wort 'die Drohne' wäre - das ist mir gut bekannt, zumal beim heutigen Drohnen-
Hype - und nicht _der_ Drohn. Die Drohne kannte ich vor allem auch als
Schimpfwort für so etwas wie einen (männlichen?) unnützen Esser oder jemanden,
der für seinen auskömmlichen Lebensstil nicht arbeitet.

Gruß Ralf Joerres
HC Ahlmann
2018-11-05 21:41:23 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Das Wort "Imken" kennen wir nicht.
Das stammt vermutlich von Imme für Biene.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Juergen Barsuhn
2018-11-10 11:55:52 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Ralf Joerres
Gerade in der Wikipedia-Liste der Tierbezeichnungen gelesen: 'der Drohn' für
eine männliche Biene.
"Drone" ist ganz üblich auf Dänisch. Nach einer Generation haben
die Leute vielleicht vergessen, dass es einmal eine männliche
Biene war, aber heute wissen die meisten das.
Deinen Einwand verstehe ich nicht. Die skandinavischen Sprachen
unterscheiden beim Artikel nicht zwischen männlich und weiblich.
Lediglich sächlich = neutrum hat eine abweichende Artikelform. Im
Deutschen dagegen lässt die in "die Drohne" ein weibliches Tier
erwarten. Der Drohne wird nicht benutzt, da überwiegt die weibliche
Endung -e die Wirkung des natürlichen Geschlechts. Andererseits gibt es
der Rüde für einen männlichen Hund, also ein männliches Wort trotz
weiblicher Endung -e.

Das Konstrukt der Drohn habe ich auch schon gehört, durchgesetzt hat es
sich meinem Eindruck nach nicht. Selbst für die übertragene Besutung für
ein ferngesteuertes, unbemanntes Flugzeug wird die Drohne benutzt und
nicht der Drohn.

Gruß
Jürgen
Helmut Richter
2018-11-10 12:23:32 UTC
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Andererseits gibt es der Rüde für einen männlichen Hund, also ein männliches
Wort trotz weiblicher Endung -e.
Die Endung -e ist nicht sehr weiblich:

m: der Bote, der Buchstabe, der Käse, der Name, der Russe
f: die Beere, die Dame, die Eule, die Lampe, die Straße
n: das Auge, das Ende, das Gebirge, das Interesse

Allerdings gehören die nichtfemininen bis auf ganz wenige in wenige
Bildungsklassen, nämlich maskuline mit schwacher Deklination sowie
neutrale Bildungen wie Berg->Gebirge, Mus->Gemüse, usw. Insofern hat die
Endung -e schon ein wenig etwas Feminines.
--
Helmut Richter
Martin Gerdes
2018-11-11 00:18:17 UTC
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Im Deutschen ... lässt die in "die Drohne" ein weibliches Tier
erwarten. Der Drohne wird nicht benutzt, da überwiegt die weibliche
Endung -e die Wirkung des natürlichen Geschlechts. Andererseits
gibt es der Rüde für einen männlichen Hund, also ein männliches
Wort trotz weiblicher Endung -e.
Mir fällt dazu gerade der Kazike ein -- und Du bist Zeuge.
Das Konstrukt der Drohn habe ich auch schon gehört, durchgesetzt hat es
sich meinem Eindruck nach nicht.
Wer von uns beiden kennt schon die Sprachgepflogenheiten der Imker?
Selbst für die übertragene Bedeutung für ein ferngesteuertes,
unbemanntes Flugzeug wird "die Drohne" benutzt und nicht "der Drohn".
Bei allem Respekt für das weibliche Geschlecht kann ich den Sexus eines
ferngesteuerten Flugzeuges nicht erkennen.
Sergio Gatti
2018-11-11 09:09:39 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Juergen Barsuhn
Das Konstrukt der Drohn habe ich auch schon gehört, durchgesetzt hat es
sich meinem Eindruck nach nicht.
Wer von uns beiden kennt schon die Sprachgepflogenheiten der Imker?
Kennt wirklich niemand hier einen Imker?
Post by Martin Gerdes
Post by Juergen Barsuhn
Selbst für die übertragene Bedeutung für ein ferngesteuertes,
unbemanntes Flugzeug wird "die Drohne" benutzt und nicht "der Drohn".
Bei allem Respekt für das weibliche Geschlecht kann ich den Sexus eines
ferngesteuerten Flugzeuges nicht erkennen.
Natürlich sächlich: Das ist doch eine Sache! Aber du
meintest bestimmt "das Genus" oder, noch wahrscheinlicher,
du wolltest scherzen.
Martin Gerdes
2018-11-11 14:28:49 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Martin Gerdes
Das Konstrukt "der Drohn" habe ich auch schon gehört, durchgesetzt hat es
sich meinem Eindruck nach nicht.
Wer von uns beiden kennt schon die Sprachgepflogenheiten der Imker?
Kennt wirklich niemand hier einen Imker?
Gunhild :-) Eben drum stand sie ja im Betreff.

Ich kannte auch mal einen, der mir die damalige Sprachgepflogenheit als
Kind nahegebracht hat (_die_ Drohne für das männliche Tier, _der_ Weisel
für das weibliche). Das sitzt bis heute -- aber reflektiert natürlich
nicht ein eventuell mittlerweile erfolgte geschlechtergerechtes
Geradeziehen des imkerischen Sprachgebrauchs.
Post by Sergio Gatti
Post by Martin Gerdes
Selbst für die übertragene Bedeutung für ein ferngesteuertes,
unbemanntes Flugzeug wird "die Drohne" benutzt und nicht "der Drohn".
Bei allem Respekt für das weibliche Geschlecht kann ich den Sexus eines
ferngesteuerten Flugzeuges nicht erkennen.
Bernd Schwegmann
2018-11-12 09:23:52 UTC
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Post by Martin Gerdes
Selbst für die übertragene Bedeutung für ein ferngesteuertes,
unbemanntes Flugzeug wird "die Drohne" benutzt und nicht "der Drohn".
Bei allem Respekt für das weibliche Geschlecht kann ich den Sexus eines
ferngesteuerten Flugzeuges nicht erkennen.
Du kennst den Begriff Cockpit nicht?


SCNR
BS+
Stefan Schmitz
2018-11-05 17:58:08 UTC
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Post by Ralf Joerres
Gerade in der Wikipedia-Liste der Tierbezeichnungen gelesen: 'der Drohn' für
eine männliche Biene.
Gefällt mir besser als 'die Drohne', weil passendes Geschlecht.
Matthias Opatz
2018-11-08 10:01:49 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by Ralf Joerres
Gerade in der Wikipedia-Liste der Tierbezeichnungen gelesen: 'der Drohn' für
eine männliche Biene.
Gefällt mir besser als 'die Drohne', weil passendes Geschlecht.
- Bernd kommt als einziger die Kletterstange nicht hoch. Diese Pfeife!
- Seine Schwester Sabine ist auch so ein Waschlappen!
- Dafür singt sie himmlisch, sie ist ein richtiger Star!
- Und Bernd ist eine absolute Kapazität in Sachen Mathe und Physik!
- Trotzdem ist er eine Memme! Wegen der 5 in Sport hat er geheult!
- Naja, jeder hat seine Stärken und Schwächen. Ich schätze ihn sehr
als Fachkraft in den Naturwissenschaften.

Welche sprachlichen Maßnahmen zur Geschlechtsanpassung schlägst Du vor?

Matthias
Peter Blancke
2018-11-08 11:34:21 UTC
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Post by Matthias Opatz
- Dafür singt sie himmlisch, sie ist ein richtiger Star!
Wie heiszt denn der weibliche Star? Doch nicht "Starin"?

Und wie nennt man eigentlich den weiblichen Profi?

Fragt und grueszt

Peter Blancke
--
Hoc est enim verbum meum!
Detlef Meißner
2018-11-08 11:57:28 UTC
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Post by Peter Blancke
Post by Matthias Opatz
- Dafür singt sie himmlisch, sie ist ein richtiger Star!
Wie heiszt denn der weibliche Star? Doch nicht "Starin"?
Und wie nennt man eigentlich den weiblichen Profi?
Gips so was überhaupt? ;-)

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Stefan Schmitz
2018-11-08 17:00:09 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Stefan Schmitz
Post by Ralf Joerres
Gerade in der Wikipedia-Liste der Tierbezeichnungen gelesen: 'der Drohn' für
eine männliche Biene.
Gefällt mir besser als 'die Drohne', weil passendes Geschlecht.
- Bernd kommt als einziger die Kletterstange nicht hoch. Diese Pfeife!
- Seine Schwester Sabine ist auch so ein Waschlappen!
- Dafür singt sie himmlisch, sie ist ein richtiger Star!
- Und Bernd ist eine absolute Kapazität in Sachen Mathe und Physik!
- Trotzdem ist er eine Memme! Wegen der 5 in Sport hat er geheult!
- Naja, jeder hat seine Stärken und Schwächen. Ich schätze ihn sehr
als Fachkraft in den Naturwissenschaften.
Welche sprachlichen Maßnahmen zur Geschlechtsanpassung schlägst Du vor?
Keine.

All deine Beispiele sind geschlechtsneutral. Drohn(e) ist aber *immer* ein
männliches Tier. Darum besser männliches Genus.
Martin Gerdes
2018-11-08 23:30:39 UTC
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Post by Stefan Schmitz
All deine Beispiele sind geschlechtsneutral. Drohn(e) ist aber *immer* ein
männliches Tier. Darum besser männliches Genus.
Und wie sieht es bei _dem_ Weisel aus?
Juergen Barsuhn
2018-11-10 13:34:14 UTC
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Post by Stefan Schmitz
All deine Beispiele sind geschlechtsneutral. Drohn(e) ist aber *immer* ein
männliches Tier. Darum besser männliches Genus.
Und wie sieht es bei _dem_ Wiesel aus?
Ich hoffe, du meintest wirklich das Wiesel.
Vielleicht wird das -l im Sprachgebrauch als Suffix der Verkleinerung,
Verniedlichung gesehen wie -chen und-lein.
Beispiel: die Maid das Mädel das Mädchen

Gruß
Jürgen
Helmut Richter
2018-11-10 14:01:31 UTC
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Post by Juergen Barsuhn
Und wie sieht es bei _dem_ Wiesel aus?
Ich hoffe, du meintest wirklich das Wiesel.
Vielleicht wird das -l im Sprachgebrauch als Suffix der Verkleinerung,
Verniedlichung gesehen wie -chen und-lein.
Beispiel: die Maid das Mädel das Mädchen
Beim Mädel ist das wohl so. Aber ansonsten gibts Wörter mit -el in allen
Genera:

m: der Engel, der Flügel, der Hügel, der Löffel, der Sattel, der Ziegel
f: die Achsel, die Nadel, die Regel, die Tafel, die Wurzel
n: das Ferkel, das Mittel, das Pendel, das Rätsel, das Segel
--
Helmut Richter
Juergen Barsuhn
2018-11-11 16:00:00 UTC
Antworten
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Post by Helmut Richter
Post by Juergen Barsuhn
Und wie sieht es bei _dem_ Wiesel aus?
Ich hoffe, du meintest wirklich das Wiesel.
Vielleicht wird das -l im Sprachgebrauch als Suffix der Verkleinerung,
Verniedlichung gesehen wie -chen und-lein.
Beispiel: die Maid das Mädel das Mädchen
Beim Mädel ist das wohl so. Aber ansonsten gibts Wörter mit -el in allen
m: der Engel, der Flügel, der Hügel, der Löffel, der Sattel, der Ziegel
f: die Achsel, die Nadel, die Regel, die Tafel, die Wurzel
n: das Ferkel, das Mittel, das Pendel, das Rätsel, das Segel
Einige dieser Wörter sind aus dem Lateinischen entlehnt. In der
Ursprungsform ist das Geschlecht aus der Endung erkennbar.

Circulus der Zirkel mit Bedeutungswandel
regula die Regel
tabula die Tafel
pendulum das Pendel

Gruß
Jürgen
Martin Gerdes
2018-11-12 16:29:57 UTC
Antworten
Permalink
Post by Juergen Barsuhn
Post by Helmut Richter
m: der Engel, der Flügel, der Hügel, der Löffel, der Sattel, der Ziegel
f: die Achsel, die Nadel, die Regel, die Tafel, die Wurzel
n: das Ferkel, das Mittel, das Pendel, das Rätsel, das Segel
Einige dieser Wörter sind aus dem Lateinischen entlehnt.
Ach!
Post by Juergen Barsuhn
In der Ursprungsform ist das Geschlecht aus der Endung erkennbar.
... was nicht heißt, daß das deutsche Lehnwort das gleiche Genus hat.
Post by Juergen Barsuhn
Circulus der Zirkel mit Bedeutungswandel
regula die Regel
tabula die Tafel
pendulum das Pendel
"tegula" (der Ziegel und auch: der Tiegel).

Martin Gerdes
2018-11-11 00:18:17 UTC
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Post by Juergen Barsuhn
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan Schmitz
All deine Beispiele sind geschlechtsneutral. Drohn(e) ist aber *immer* ein
männliches Tier. Darum besser männliches Genus.
Und wie sieht es bei _dem_ Weisel aus?
Ich hoffe, du meintest wirklich das Wiesel.
Nein, ich meinte thematisch passend den Weisel. Erst e, dann i. So hatte
ich das auch geschrieben.

Gern kannst Du im Zitat meine Tippfehler verbessern, vertippen ist
schließlich menschlich. Allerdings sollten die Tippfehler dann auch
wirklich Tippfehler sein. Ich habe Deine Verschlimmbesserung aus dem
Zitat wieder herausgenommen.

"Der Weisel" (m!) ist fachsprachlich für "die Bienenkönigin", wie "die
Drohne" (f!) eine männliche Biene ist.

Irgendeinem ist diese Vertauschung wohl mal gegen den Strich gegangen,
er hat also die Artikel getauscht und gesagt "die Weisel" und "der
Drohn". Das ist aber wohl eine neuerliche Entwicklung. Mehrheitlich
findest Du aber immer noch "der Weisel".

Auf den Duden zähl diesbezüglich nicht, der beugt sich allen
Zeitströmungen willfährig. Auch irgendwelche Wikis laß besser stecken.

Schau lieber bei Grimm

http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GW15076#XGW15076

oder gar bei Adelung.



Die auf -el gibt es in allen Genera (der Löffel, die Gabel, das Übel).

Die Maskulina und Neutra bilden den Plural ohne Endung (der Löffel, die
Löffel), die Feminina bilden den Plural auf -n (die Gabel, die Gabeln).

Wenn nun Weisel Maskulinum ist, bildet man den Plural ohne Endung (der
Weisel, die Weisel) und nicht unabhängig vom Genus mit -n (pl. die
Weiseln), wie Wiktionary behauptet.
Heinz Lohmann
2018-11-11 01:54:10 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Gerdes
Gern kannst Du im Zitat meine Tippfehler verbessern, vertippen ist
schließlich menschlich. Allerdings sollten die Tippfehler dann auch
wirklich Tippfehler sein. Ich habe Deine Verschlimmbesserung aus dem
Zitat wieder herausgenommen.
Das hat wahrscheinlich die Rechtschreibkontrolle des Thunderbirds
automatisch gemacht. Bär mir auch schon manchmal fast passiert, wenn ich
automatisch auf "Ersetzen" geklickt hätte ...
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Martin Gerdes
2018-11-11 14:28:49 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Martin Gerdes
Gern kannst Du im Zitat meine Tippfehler verbessern, vertippen ist
schließlich menschlich. Allerdings sollten die Tippfehler dann auch
wirklich Tippfehler sein. Ich habe Deine Verschlimmbesserung aus dem
Zitat wieder herausgenommen.
Das hat wahrscheinlich die Rechtschreibkontrolle des Thunderbirds
automatisch gemacht.
Wenn das so bäre, sollte man es ausschalten, gerade hierzugroup.
^
Post by Heinz Lohmann
Bär mir auch schon manchmal fast passiert, wenn ich
^
Post by Heinz Lohmann
automatisch auf "Ersetzen" geklickt hätte ...
Mag schon sein, lieber wäre mir allerdings eine Antwort des direkt
Angesprochenen.
Juergen Barsuhn
2018-11-11 16:42:01 UTC
Antworten
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Was ist ein Quotemarder?
Post by Martin Gerdes
Post by Juergen Barsuhn
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan Schmitz
All deine Beispiele sind geschlechtsneutral. Drohn(e) ist aber *immer* ein
männliches Tier. Darum besser männliches Genus.
Und wie sieht es bei _dem_ Weisel aus?
Ich hoffe, du meintest wirklich das Wiesel.
Nein, ich meinte thematisch passend den Weisel. Erst e, dann i. So hatte
ich das auch geschrieben.
Gern kannst Du im Zitat meine Tippfehler verbessern, vertippen ist
schließlich menschlich. Allerdings sollten die Tippfehler dann auch
wirklich Tippfehler sein. Ich habe Deine Verschlimmbesserung aus dem
Zitat wieder herausgenommen.
Entschuldigung. Unter den gegebenen Umständen hätte ich deinen Text im
Zitat nicht ändern dürfen.
Post by Martin Gerdes
"Der Weisel" (m!) ist fachsprachlich für "die Bienenkönigin", wie "die
Drohne" (f!) eine männliche Biene ist.
Irgendeinem ist diese Vertauschung wohl mal gegen den Strich gegangen,
er hat also die Artikel getauscht und gesagt "die Weisel" und "der
Drohn". Das ist aber wohl eine neuerliche Entwicklung. Mehrheitlich
findest Du aber immer noch "der Weisel".
Zwischenzeitlich hat ja Gunhild ein Kurz-Wiki zum Thema in den Thread
gesetzt.
Post by Martin Gerdes
Auf den Duden zähl diesbezüglich nicht, der beugt sich allen
Zeitströmungen willfährig. Auch irgendwelche Wikis laß besser stecken.
Schau lieber bei Grimm
http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GW15076#XGW15076
oder gar bei Adelung.
Danke für den Hinweis.
Post by Martin Gerdes
Die auf -el gibt es in allen Genera (der Löffel, die Gabel, das Übel).
Die Maskulina und Neutra bilden den Plural ohne Endung (der Löffel, die
Löffel), die Feminina bilden den Plural auf -n (die Gabel, die Gabeln).
Wenn nun Weisel Maskulinum ist, bildet man den Plural ohne Endung (der
Weisel, die Weisel) und nicht unabhängig vom Genus mit -n (pl. die
Weiseln), wie Wiktionary behauptet.
Gruß
Jürgen
Detlef Meißner
2018-11-11 16:48:34 UTC
Antworten
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Post by Juergen Barsuhn
Was ist ein Quotemarder?
http://www.usenet-abc.de/wiki/Team/Quotemarder

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Stefan Ram
2018-11-05 21:48:21 UTC
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Post by Ralf Joerres
Gerade in der Wikipedia-Liste der Tierbezeichnungen gelesen: 'der Drohn' für
Ist hier noch einer, der sich an die alte Usenet-Regel
erinnert, derzufolge es unhöflich ist, den Namen eines
Mitposters in den Betreff zu übernehmen?

Es steht ja nicht direkt in der Netiquette, ist aber Folklore.
Es wird beispielsweise in diversen Diskussionen im Usenet und
in “pi’s law” erwähnt.
Heinz Lohmann
2018-11-06 01:11:20 UTC
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Post by Stefan Ram
Post by Ralf Joerres
Gerade in der Wikipedia-Liste der Tierbezeichnungen gelesen: 'der Drohn' für
Ist hier noch einer, der sich an die alte Usenet-Regel
erinnert, derzufolge es unhöflich ist, den Namen eines
Mitposters in den Betreff zu übernehmen?
Es steht ja nicht direkt in der Netiquette, ist aber Folklore.
Es wird beispielsweise in diversen Diskussionen im Usenet und
in “pi’s law” erwähnt.
Ja, ist mir auch aufgefallen.
Eine persönliche Mail wäre sicher die bessere Wahl gewesen.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Henning Sponbiel
2018-11-07 07:42:17 UTC
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Post by Stefan Ram
Post by Ralf Joerres
Gerade in der Wikipedia-Liste der Tierbezeichnungen gelesen: 'der Drohn' für
Ist hier noch einer, der sich an die alte Usenet-Regel
erinnert, derzufolge es unhöflich ist, den Namen eines
Mitposters in den Betreff zu übernehmen?
Das gilt vor allem und besonders für Streitigkeiten. Insofern greift das
hier nicht.


Henning
Gunhild Simon
2018-11-07 18:16:28 UTC
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Post by Ralf Joerres
Gerade in der Wikipedia-Liste der Tierbezeichnungen gelesen: 'der Drohn' für
eine männliche Biene. Wie jede Berufssprache hat auch die Imkersprache ihre
Eigenheiten, Gunhild als Imkertochter erzählte z.B. einmal von "einem Bien".
Daher meine Frage an sie: Benutzt ein Imker den Ausdruck 'der Drohn', und wie
wäre der Plural dazu?
Ich fühlte mich nicht durch die Namensnennung
diskreditiert.
Im Gegenteil: Meine Fachkenntnis war gefragt.


Zur Sache:
Mein Vater, dereinst Hochschullehrer für Erwerbsgartenbau, wozu ja im weitesten Sinne
auch Bienenkunde gehört, weilt schon lange nicht
mehr unter uns. Deshalb kann ich - selbst schon
des längeren zur Großelterngeneration zählend -
ihn nicht mehr befragen.

"der Bien" für das Bienenvolk ist mir geläufig - aus der Literatur, vielleicht aus der Online-Enzyklopädie.
Gemeint ist damit ersichtlicherweise, daß der
Insektenstaat wie ein einziger Organismus funktioniert. Jeder Teil, für sich genommen ein scheinbar unabhängiges Insekt, ist nur ein Teil eines funktionierenden Ganzen. Bienen können nur in diesem
Staat, der ihnen ihre jeweils spezifische Aufgabe zuteilt, überleben. Allein würden sie sterben.

Das gilt abgewandelt auch für andere staatenbildende Insekten:
Ameisen, Termiten. Wespen, Hummeln.

"der Drohn" hat sein maskulines grammatisches Geschlecht aus einem anderen Grund.

"die Drohne" hat ein feminines grammatisches Geschlecht aus dem Vorurteil, eine Frau ließe sich von ihrem Ernährer aushalten. Denn das Leben der Drohne ist auf sexuelle Funktion reduziert.
Die Drohne hat als einzige
Lebensaufgabe, die Königin wie ein ferngesteuerter Satellit auf ihrem Jungfernflug
zu begleiten, um - Mitbewerbern zuvorkommend - zu begatten, "sein" Sperma der Königin zu übergeben, was sie lebenslang in einer Spermatasche verwahrend bei Bedarf vieltausendfach verwenden wird.

Deshalb sind die Arbeitsbienen eines Volkes genetische "Zwillinge", mit nur einem haploiden Chromosomensatz ausgerüstet - vermehrungsunfähig.
Diploide Chromosomensätze sind nur Königinnen eigen. Nur sie bestimmen, welches Ei diese königliche Funktion hat.Es werden immer mehrere Jungköniginnen eines Volkes aufgepäppelt (mit Gelee royale!).

Das Schicksal dieses royalen Nachwuchses ist allerdings bitter. Denn die Erstgeborene, also die als
erste geschlüpfte, wird ihre jüngere Schwestern töten, um ihre Alleinherrschaft zu sichern.

Der kluge Bienenzüchter allerdings bewahrt seine kostbare Königinnenbrut vor dem Untergang, indem er sie in kleine Käfige sperrt, um sie vor dem
geschwisterlichen Meuchelmord zu schützen.

Wer bis dahin durchgehalten hat, sei bedankt.

Denn ich weiß aus Erfahrung:
Lange Beiträge erfordern Durchstehvermögen, das mir selbst oft abgeht.

Gruß
Gunhild
Christian Weisgerber
2018-11-07 20:43:53 UTC
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Post by Gunhild Simon
"die Drohne" hat ein feminines grammatisches Geschlecht aus dem Vorurteil, eine Frau ließe sich von ihrem Ernährer aushalten. Denn das Leben der Drohne ist auf sexuelle Funktion reduziert.
Pfeifer sieht das anders:
Drohne f. ‘männliche Biene, Nichtstuer, Schmarotzer’, ahd. treno
m. (9. Jh.), mhd. tren(e) m. ‘Brutbiene, Drohne, Hummel’, [...]
sind als ursprünglich das Fluggeräusch kennzeichnende Namen
verwandt mit got. drunjus ‘Schall’, aind. dhráṇati ‘tönt’, griech.
thrḗnos (τρήνος) ‘Totenklage, Klagelied’, thrēné͞in (θρηνεῖν)
‘klagen, jammern’, tenthrḗnē (τενθρήνη) ‘Biene, Wespe’, thrṓnax
(θρῶναξ) ‘Drohne’ und mit ↗dröhnen (s. d.). [...] Die heutige
Form Drohne entspricht mnd. drōne; die nd. Form wird seit dem 17.
Jh. im Hd. verwendet. Das in der Allgemeinsprache übliche fem.
Genus ist wohl von Biene übernommen (seit 17. Jh.). Der Gebrauch
als Fem. sowie die vielfach anzutreffende Bedeutung ‘Brutbiene’
beruhen auf Unkenntnis der biologischen Verhältnisse. Erst im
Laufe des 18. Jhs. wird die Drohne als ‘männliche Biene’ allgemein
bekannt; daher in der Imkersprache Drohn m. [...]
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Gunhild Simon
2018-11-07 23:10:33 UTC
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Post by Christian Weisgerber
Post by Gunhild Simon
"die Drohne" hat ein feminines grammatisches Geschlecht aus dem Vorurteil, eine Frau ließe sich von ihrem Ernährer aushalten. Denn das Leben der Drohne ist auf sexuelle Funktion reduziert.
Drohne f. ‘männliche Biene, Nichtstuer, Schmarotzer’, ahd. treno
m. (9. Jh.), mhd. tren(e) m. ‘Brutbiene, Drohne, Hummel’, [...]
sind als ursprünglich das Fluggeräusch kennzeichnende Namen
verwandt mit got. drunjus ‘Schall’, aind. dhráṇati ‘tönt’, griech.
thrḗnos (τρήνος) ‘Totenklage, Klagelied’, thrēné͞in (θρηνεῖν)
‘klagen, jammern’, tenthrḗnē (τενθρήνη) ‘Biene, Wespe’, thrṓnax
(θρῶναξ) ‘Drohne’ und mit ↗dröhnen (s. d.). [...] Die heutige
Form Drohne entspricht mnd. drōne; die nd. Form wird seit dem 17.
Jh. im Hd. verwendet. Das in der Allgemeinsprache übliche fem.
Genus ist wohl von Biene übernommen (seit 17. Jh.). Der Gebrauch
als Fem. sowie die vielfach anzutreffende Bedeutung ‘Brutbiene’
beruhen auf Unkenntnis der biologischen Verhältnisse. Erst im
Laufe des 18. Jhs. wird die Drohne als ‘männliche Biene’ allgemein
bekannt; daher in der Imkersprache Drohn m. [...]
Denkbar ist, daß Drohne f. von Biene,f., übernommen ist.

Eigentlich ist die Biene f. aber ein biologisches Neutrum, gewollt reproduktionsunfähig.

Der Name Drohne/Drohn wird zweifelsfrei auf seiner
Lautung beruhen. Drohnen sind deutlich dicker schwerer,unbeweglicher,auch "hummeliger", also brummender, als ihre arbeitsamen Geschwister.

Aber sie sind auch, wie du selbst angibst, im
Bienenstaat nur nichtsnutzige, ewig hungrige Heimbewohner oder Stockinsassen, die eine Mund-zu-Mund-Fütterung beanspruchen.
Und sie haben eine rein sexuelle Funktion.

Ich füge noch hinzu, daß der männlichen Biene, "die
Drohne",f., genannt, die urweibliche, die Königin, nur bestimmt zur Reproduktion, mit dem veralteten imkerischen Fachterminus der Weisel, m., belegt, gegenübersteht.
Aus diesem Grund heißen die Brutzellen für Jungköniginnen im Fachjargon Weiselzellen

Das männliche Geschlecht scheint mir auch hier kein Zufall,
entspricht es doch der gleichen gesellschaftlichen
Vorstellung, die dem männlichen Geschlecht zuteil wird:
Die Bienenkönigin wird als Staatsoberhaupt, als "der Weisel", angesehen.
In Weisel scheint mir weisen zu stecken.

In Wirklichkeit hat die Königin gar nichts zu bestimmen. Es sind wohl ihre Hormone, verkörpert in Pheromonen,
die den Staat steuern.

Gruß
Gunhild
Matthias Opatz
2018-11-08 09:50:41 UTC
Antworten
Permalink
Post by Gunhild Simon
Drohne f. [...] Das in der Allgemeinsprache übliche fem.
Genus ist wohl von Biene übernommen (seit 17. Jh.). [...]
Denkbar ist, daß Drohne f. von Biene,f., übernommen ist.
Es scheint aber auch nicht ausgeschlossen, daß das Genus der Drohne
einfach dem Genus der Biene folgt ...

ENGE,
Matthias
Roland Franzius
2018-11-08 10:59:21 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Gunhild Simon
Drohne f. [...] Das in der Allgemeinsprache übliche fem.
Genus ist wohl von Biene übernommen (seit 17. Jh.). [...]
Denkbar ist, daß Drohne f. von Biene,f., übernommen ist.
Es scheint aber auch nicht ausgeschlossen, daß das Genus der Drohne
einfach dem Genus der Biene folgt ...
Sehr viel wahrscheinlicher ist, dass der gemeine Germane sich bei
Weichtieren, Reptilien, Fröschen, Vögeln und Insekten eher gar keine
Gedanken über das natürliche Geschlecht gemacht hat.

Bei den Tieren, mit deren Fortpflanzung der Bauer und Jäger täglich zu
tun hat, wählt er ja mit Vorliebe geschlechtsspezifische
Spezialbezeichnungen, damit da ja keine Mißverständnisse im Verkehr
aufkommen.
--
Roland Franzius
Roland Franzius
2018-11-11 04:47:11 UTC
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Post by Gunhild Simon
Post by Christian Weisgerber
Post by Gunhild Simon
"die Drohne" hat ein feminines grammatisches Geschlecht aus dem Vorurteil, eine Frau ließe sich von ihrem Ernährer aushalten. Denn das Leben der Drohne ist auf sexuelle Funktion reduziert.
Drohne f. ‘männliche Biene, Nichtstuer, Schmarotzer’, ahd. treno
m. (9. Jh.), mhd. tren(e) m. ‘Brutbiene, Drohne, Hummel’, [...]
sind als ursprünglich das Fluggeräusch kennzeichnende Namen
verwandt mit got. drunjus ‘Schall’, aind. dhráṇati ‘tönt’, griech.
thrḗnos (τρήνος) ‘Totenklage, Klagelied’, thrēné͞in (θρηνεῖν)
‘klagen, jammern’, tenthrḗnē (τενθρήνη) ‘Biene, Wespe’, thrṓnax
(θρῶναξ) ‘Drohne’ und mit ↗dröhnen (s. d.). [...] Die heutige
Form Drohne entspricht mnd. drōne; die nd. Form wird seit dem 17.
Jh. im Hd. verwendet. Das in der Allgemeinsprache übliche fem.
Genus ist wohl von Biene übernommen (seit 17. Jh.). Der Gebrauch
als Fem. sowie die vielfach anzutreffende Bedeutung ‘Brutbiene’
beruhen auf Unkenntnis der biologischen Verhältnisse. Erst im
Laufe des 18. Jhs. wird die Drohne als ‘männliche Biene’ allgemein
bekannt; daher in der Imkersprache Drohn m. [...]
Denkbar ist, daß Drohne f. von Biene,f., übernommen ist.
Eigentlich ist die Biene f. aber ein biologisches Neutrum, gewollt reproduktionsunfähig.
Der Name Drohne/Drohn wird zweifelsfrei auf seiner
Lautung beruhen. Drohnen sind deutlich dicker schwerer,unbeweglicher,auch "hummeliger", also brummender, als ihre arbeitsamen Geschwister.
Aber sie sind auch, wie du selbst angibst, im
Bienenstaat nur nichtsnutzige, ewig hungrige Heimbewohner oder Stockinsassen, die eine Mund-zu-Mund-Fütterung beanspruchen.
Und sie haben eine rein sexuelle Funktion.
Ich füge noch hinzu, daß der männlichen Biene, "die
Drohne",f., genannt, die urweibliche, die Königin, nur bestimmt zur Reproduktion, mit dem veralteten imkerischen Fachterminus der Weisel, m., belegt, gegenübersteht.
Aus diesem Grund heißen die Brutzellen für Jungköniginnen im Fachjargon Weiselzellen
Das männliche Geschlecht scheint mir auch hier kein Zufall,
entspricht es doch der gleichen gesellschaftlichen
Die Bienenkönigin wird als Staatsoberhaupt, als "der Weisel", angesehen.
In Weisel scheint mir weisen zu stecken.
In Wirklichkeit hat die Königin gar nichts zu bestimmen. Es sind wohl ihre Hormone, verkörpert in Pheromonen,
die den Staat steuern.
Bis zur Entwicklung der modernen Zellbiologie ab hat man wohl Bienen als
eine Art Pflanzen gesehen.

https://books.google.de/books?id=YKo1AAAAMAAJ&pg=PA304&dq=%22weisel%22&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjstuv3vsveAhUGzqQKHQmcB6wQ6AEIMjAC#v=onepage&q=%22weisel%22&f=false

https://books.google.de/books?id=WVh3AAAAQBAJ&pg=PA204&dq=Cato++bee+honey&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwi3_5nuwsveAhWRyqQKHUNGA1MQ6AEIMDAB#v=onepage&q=Cato%20%20bee%20honey&f=false

Demnach wussten schon die Imker des alten Orients und des klassischen
Altertums, dass die Arbeiterinnen, der Weisel und die Drohne
Aufzugssprodukte derselben Eiablage sind und ein sexuelles Geschlecht
bei Bienen keine Rolle spielt.

Die griechischen und deutschen Genera der Bienenformen sind also wohl
rein sozial, an Funktion, Körperbau und dem patriarchalischen
Familienbild orientiert, zu verstehen.

Leider neigte weder der ägyptische, attische noch der jüdische Landwirt
zur Schriftstellerei, und so wissen wir nur indirekt durch den Römer
Cato etwas über den Stand der wissenschaftlichen Landwirtschaft im
klassischen und hellenistischen Zeitalter.
--
Roland Franzius
Matthias Opatz
2018-11-08 09:46:05 UTC
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Post by Gunhild Simon
"die Drohne" hat ein feminines grammatisches Geschlecht aus dem Vorurteil, eine Frau ließe sich von ihrem Ernährer aushalten.
Hast Du für das, was Du für ein (verbreitetees?) Voruteil hältst,
irgendwelche Belege? Ich halte diesen Zusammenhang für konstruiert.

Matthias
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