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Bar
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Martin Gerdes
2018-10-27 11:43:12 UTC
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Geht man an die Bar, sagt man _die_ Bar (und nimmt den Artikel
vermutlich von der Theke).

Aber welches Genus hat das Wort "Scrollbar"
(Das der Duden noch nicht hat)?



OGJ: Bu! Qn unor vpu jbuy rva arhrf Jbeg trshaqra, qnf rf va nyyra qerv
Traren tvog:

qvr One -- Gurxr (fvrur bora)
qnf One -- Rvaurvg qrf Qehpxf
qre One -- ertryzäßvt tronhgrf, zruefgebcuvtrf Yvrq qrf Zrvfgretrfnatf
(fntg qre QH. Zve jne qnf Jbeg ovfure avpug üore qra Jrt trynhsra)
Heinz Lohmann
2018-10-27 12:15:02 UTC
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Post by Martin Gerdes
Geht man an die Bar, sagt man _die_ Bar (und nimmt den Artikel
vermutlich von der Theke).
Aber welches Genus hat das Wort "Scrollbar"
(Das der Duden noch nicht hat)?
MUSEN auch die.
Post by Martin Gerdes
OGJ: Bu! Qn unor vpu jbuy rva arhrf Jbeg trshaqra, qnf rf va nyyra qerv
qvr One -- Gurxr (fvrur bora)
qnf One -- Rvaurvg qrf Qehpxf
qre One -- ertryzäßvt tronhgrf, zruefgebcuvtrf Yvrq qrf Zrvfgretrfnatf
(fntg qre QH. Zve jne qnf Jbeg ovfure avpug üore qra Jrt trynhsra)
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Roland Franzius
2018-10-27 12:26:00 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Martin Gerdes
Geht man an die Bar, sagt man _die_ Bar (und nimmt den Artikel
vermutlich von der Theke).
Aber welches Genus hat das Wort "Scrollbar"
(Das der Duden noch nicht hat)?
MUSEN auch die.
Eine Bar ist ein Nachtlokal oder der Theke mit den Mix-Getränken.

Der Scrollbar kommt ebenfalls aus dem Englischen, aber als Balken oder
Riegel. Daher "der Bar".

https://www.google.com/search?q=%22scrollbar%22&tbm=bks&lr=lang_de

Da -bar eine deutsche adjektivierende Nachsilbe ist, sollte man diese
Diger meiden. Sie heißen ja Schieberegler oder (Sc)Rollbalken.
--
Roland Franzius
René Marquardt
2018-10-27 16:24:33 UTC
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Post by Roland Franzius
Post by Heinz Lohmann
Post by Martin Gerdes
Geht man an die Bar, sagt man _die_ Bar (und nimmt den Artikel
vermutlich von der Theke).
Aber welches Genus hat das Wort "Scrollbar"
(Das der Duden noch nicht hat)?
MUSEN auch die.
Eine Bar ist ein Nachtlokal oder der Theke mit den Mix-Getränken.
Der Scrollbar kommt ebenfalls aus dem Englischen, aber als Balken oder
Riegel. Daher "der Bar".
Und "die Bar" kommt daher, daß man ein Brett über zwei Fässer legte,
und das dann der Tresen war.
Post by Roland Franzius
https://www.google.com/search?q=%22scrollbar%22&tbm=bks&lr=lang_de
Da -bar eine deutsche adjektivierende Nachsilbe ist, sollte man diese
Diger meiden. Sie heißen ja Schieberegler oder (Sc)Rollbalken.
Scrollbar ist eine Schiebeleiste, und somit weiblich :P
U***@web.de
2018-10-27 17:37:29 UTC
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Post by René Marquardt
Und "die Bar" kommt daher, daß man ein Brett über zwei Fässer legte,
und das dann der Tresen war.
Im Französischen 'mettre la table'.

Nicht etwa nur decken, sondern zunächst einmal einrichten, so
bei den Päpsten zu Avignon.

Gesehen und gehört hier: https://programm.ard.de/TV/Programm/Sender/?sendung=28724923227875

Gruß, ULF
Stefan Ram
2018-10-27 17:08:53 UTC
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Post by Roland Franzius
Der Scrollbar kommt ebenfalls aus dem Englischen, aber als Balken oder
Riegel. Daher "der Bar".
Es gibt von Microsoft Richtlinien für die Übersetzung
englischer Windows-Begriffe, und wenn ich mich recht
erinnere, so lautet die von Microsoft in jenen Richtlinien
empfohlene Übersetzung von “scrollbar” „Bildlaufleiste“.

Verschiedene deutsche Übersetzungen neigen zur Beschreibung,
wo das Englische einfach metaphorisiert. Z.B. “token” =
„lexikalische Einheit“. Dadurch sind die deutschen Begriffe
oft länger und schwerfälliger.

Man könnte wenigstens das „Bild-“ weglassen, und von einer
„Laufleiste“ sprechen, oder von der „Laufleist’“. Dann hätte
man auch nur zwei Silben, wie bei “scrollbar”.
Martin Gerdes
2018-10-28 12:29:51 UTC
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Eine Bar ist ein Nachtlokal oder [die] Theke mit den Mix-Getränken.
Da -bar eine deutsche adjektivierende Nachsilbe ist, sollte man diese
Di[n]ger meiden.
"Bar jeder Vernunft"

(Lokal in Berlin)

https://www.bar-jeder-vernunft.de/
| Das Spiegelzelttheater ist die ständige Vertretung derer, die
| das Ungewöhnliche lieben und Neues ausprobieren wollen: Chanson,
| Theater, Cabaret & Musical.

Der Alkohol ist sicher ein großer Feind der Menschheit. Die einen meiden
ihn, die andern "konfrontieren" ihn und vernichten ihn, wo sie können
(allerdings vergebens, das Zeug wächst nach).
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2018-10-28 12:49:53 UTC
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Post by Roland Franzius
Da -bar eine deutsche adjektivierende Nachsilbe ist, sollte man
diese Diger meiden.
Ist ein Geschäftsraum denn barbar, wenn er sich zu einem Nachtlokal
umfunktionieren lässt?

Servus,
Stefan
--
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Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - die finale Bejahung der Nacht!
(Sloganizer)
Diedrich Ehlerding
2018-10-28 13:11:46 UTC
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Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Ist ein Geschäftsraum denn barbar, wenn er sich zu einem Nachtlokal
umfunktionieren lässt?
Nein, eher im Gegenteil. Ein Restaurantbetreiber wird Bar-bar, wenn er die
Bar dauerhaft schließt.
--
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Roland Franzius
2018-10-28 19:59:11 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Ist ein Geschäftsraum denn barbar, wenn er sich zu einem Nachtlokal
umfunktionieren lässt?
Nein, eher im Gegenteil. Ein Restaurantbetreiber wird Bar-bar, wenn er die
Bar dauerhaft schließt.
Rhabarabar ist am Markt auch barbar, ebenso die goldene Uhr in der
Pfandleihe.
--
Roland Franzius
Dorothee Hermann
2018-10-28 23:23:11 UTC
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Post by Roland Franzius
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Ist ein Geschäftsraum denn barbar, wenn er sich zu einem
Nachtlokal umfunktionieren lässt?
Nein, eher im Gegenteil. Ein Restaurantbetreiber wird Bar-bar, wenn
er die Bar dauerhaft schließt.
Rhabarabar ist am Markt auch barbar, ebenso die goldene Uhr in der
Pfandleihe.
Seid Ihr Barbaren?


Dorothee
U***@web.de
2018-10-28 15:22:57 UTC
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Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Roland Franzius
Da -bar eine deutsche adjektivierende Nachsilbe ist, sollte man
diese Diger meiden.
Ist ein Geschäftsraum denn barbar, wenn er sich zu einem Nachtlokal
umfunktionieren lässt?
Eher dann, wenn Du ihn baren kannst.

Gruß, ULF
Frank Hucklenbroich
2018-10-28 16:19:46 UTC
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Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Roland Franzius
Da -bar eine deutsche adjektivierende Nachsilbe ist, sollte man
diese Diger meiden.
Ist ein Geschäftsraum denn barbar, wenn er sich zu einem Nachtlokal
umfunktionieren lässt?
Mit einem "r" weniger, ist es immerhin ein Elefantenkönig:

https://de.wikipedia.org/wiki/Babar_der_Elefant

Grüße,

Frank
Martin Gerdes
2018-10-28 18:49:50 UTC
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Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Roland Franzius
Da -bar eine deutsche adjektivierende Nachsilbe ist, sollte man
diese Diger meiden.
Ist ein Geschäftsraum denn barbar, wenn er sich zu einem Nachtlokal
umfunktionieren lässt?
Sprachlich wahrscheinlich ist das nicht. Die auf -bar hängen
normalerweise mit Verben zusammen ("eßbar", "trinkbar", "achtbar",
"fahrbar"). Die Werbebildung "unkaputtbar" bricht eigentlich die
sprachliche Regel.

Mir fällt kein Beispiel für ein Adjektiv auf -bar ein, das mit einem
Substantiv gebildet ist.
Manfred Hoß
2018-10-28 20:27:46 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Roland Franzius
Da -bar eine deutsche adjektivierende Nachsilbe ist, sollte man
diese Diger meiden.
Ist ein Geschäftsraum denn barbar, wenn er sich zu einem Nachtlokal
umfunktionieren lässt?
Sprachlich wahrscheinlich ist das nicht. Die auf -bar hängen
normalerweise mit Verben zusammen ("eßbar", "trinkbar", "achtbar",
"fahrbar"). Die Werbebildung "unkaputtbar" bricht eigentlich die
sprachliche Regel.
Mir fällt kein Beispiel für ein Adjektiv auf -bar ein, das mit einem
Substantiv gebildet ist.
Adelung nennt in seinem Wörterbuch einige Zusammensetzungen:

"1. Bar, ein nur noch in der Zusammensetzung übliches Wort, welches
verschiedenen Nenn- und Zeitwörtern angehänget wird, und alsdann Bey- und
Nebenwörter aus ihnen macht. Es bezeichnet aber,

[...]

4. Das Tragen einer Sache, in welcher Bedeutung es nur Substantiven
angehänget wird, Adverbia und Adjectiva daraus zu bilden. Und zwar
1) In eigentlicher Bedeutung, wohin lastbar und fruchtbar gehören, was
eine Last, was Früchte trägt. Bey den Longobarden hieß Schilpor, ein
Waffenträger, und die Lateinischen Endungen -fer und -ger sind in dieser
Bedeutung gleichfalls sehr häufig; z.B. fructifer, frugifer, armiger,
signifer, alifer, arundifer, astriger, auriger, baccifer, barbiger u.s.f.
2) Figürlich. (a) Den Besitz einer Sache; z.B. wandelbar, in der
heutigen Bedeutung, was einen Wandel, oder Fehler hat; eine gangbare Münze,
welche Gang oder Cours hat, ein gangbarer Weg. So auch das Lateinische
anguifer, voller Schlangen, aerifer, erzreich u.s.f. (b) Die
Hervorbringung, Verursachung einer Sache. Urbar, einträglich, was Nutzen
einträgt; furchtbar, was Furcht erwecket; kostbar, was Kosten verursacht;
nutzbar, was Nutzen bringet, und vielleicht auch schandbar und ehrbar,
wenigstens in einigen Bedeutungen. Auf gleiche Art gebrauchten die Lateiner
ihr aestifer, hitzend, anxifer, was bange macht, fatifer, tödtlich u.a.m.
(c) Die Leistung, Entrichtung einer Sache. Dankbar; dienstbar, so fern es
etwas bedeutet, das wirklich Dienste leistet; zinsbar, schoßbar, zollbar,
steuerbar, so fern sie wirkliche Entrichtung der Zinsen, Zölle und Steuern
ausdrucken; denn in Ansehung der Verbindlichkeit dazu, gehören sie zu einer
der folgenden Bedeutungen. Das Lateinische munifer, dienstbar, und andere
mehr kommen in gleicher Bedeutung vor.
Es ist kein Zweifel, daß bar in dieser ganzen vierten Bedeutung zu dem
alten Verbo bären oder baren gehöret, welches nicht allein tragen, sondern
auch hervor bringen, leisten, entrichten, bedeutete. S. Bahre und Gebären."
[Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch: Bar (1). Adelung: Wörterbuch,
S. 5918ff.
(vgl. Adelung-GKW Bd. 1, S. 723f.)]

Auch "wegbar" gehört aus meiner Sicht dazu.

Gruß
Manfred.
U***@web.de
2018-10-29 11:31:11 UTC
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Post by Manfred Hoß
Post by Martin Gerdes
Mir fällt kein Beispiel für ein Adjektiv auf -bar ein, das mit einem
Substantiv gebildet ist.
Adelung nennt in seinem Wörterbuch einige Zusammensetzungen
Beim von ihm im Zitierten nicht genannten 'schiffbar' überlege man
sich die Herleitung genau.

Gruß, ULF
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2018-10-29 15:02:28 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Manfred Hoß
Post by Martin Gerdes
Mir fällt kein Beispiel für ein Adjektiv auf -bar ein, das mit
einem Substantiv gebildet ist.
Adelung nennt in seinem Wörterbuch einige Zusammensetzungen
Beim von ihm im Zitierten nicht genannten 'schiffbar' überlege man
sich die Herleitung genau.
Womit wir zwanglos wieder zum Gastronomiebetrieb zurückkommen :)

Servus,
Stefan
--
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Die kühne Idee, oder warum Stefan so grün weht!
(Sloganizer)
Klaus Dahlwitz
2018-10-29 19:44:13 UTC
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Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by U***@web.de
Post by Manfred Hoß
Post by Martin Gerdes
Mir fällt kein Beispiel für ein Adjektiv auf -bar ein, das mit
einem Substantiv gebildet ist.
Adelung nennt in seinem Wörterbuch einige Zusammensetzungen
Beim von ihm im Zitierten nicht genannten 'schiffbar' überlege man
sich die Herleitung genau.
Womit wir zwanglos wieder zum Gastronomiebetrieb zurückkommen :)
Je nach Art und Menge der konsumierten Getränke muß dort auch mal schiffen.

Klaus
--
Herbst: nachts ist's kälter als draußen
U***@web.de
2018-10-29 15:49:11 UTC
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Post by Manfred Hoß
"1. Bar, ein nur noch in der Zusammensetzung übliches Wort, welches
verschiedenen Nenn- und Zeitwörtern angehänget wird,
Leider aber nicht den erweiterten Verbstämmen vereinbar- und offenbar-.
Vorgenannte Wörter, den Bindestrich hinweggedacht, existieren jedoch
als Adjektive.

Gruß, ULF
Roland Franzius
2018-10-29 16:29:20 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Manfred Hoß
"1. Bar, ein nur noch in der Zusammensetzung übliches Wort, welches
verschiedenen Nenn- und Zeitwörtern angehänget wird,
Leider aber nicht den erweiterten Verbstämmen vereinbar- und offenbar-.
Vorgenannte Wörter, den Bindestrich hinweggedacht, existieren jedoch
als Adjektive.
Die merkwüdigste westfälische Formel kam mir soeben unter, als ich einen
Rechnungsbetrag überwies. Unten stand: Zahlbar bis zum 28.10.

Offenbar bedeutet das im krassen Widerspruch zu unbezahlbar eine
Fristsetzung.

Danach wohl nur noch entweder unzahlbar oder gar zahlunbar?
--
Roland Franzius
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2018-10-29 18:21:47 UTC
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Post by Roland Franzius
Die merkwüdigste westfälische Formel kam mir soeben unter, als ich einen
Rechnungsbetrag überwies. Unten stand: Zahlbar bis zum 28.10.
Unter einer westfälischen Formel versteht man die Festlegung einer
Zahlungsfrist? Nie gehört - und Google findet mit dem Begriff auch
lediglich eine Pferdesalbe...
Post by Roland Franzius
Danach wohl nur noch entweder unzahlbar oder gar zahlunbar?
Unbar bezahlbar bis...

Servus,
Stefan
--
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Stefan - Ein Schuft, wer Böses dabei denkt...
(Sloganizer)
U***@web.de
2018-10-29 19:48:01 UTC
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Post by Roland Franzius
Die merkwüdigste westfälische Formel kam mir soeben unter, als ich einen
Rechnungsbetrag überwies. Unten stand: Zahlbar bis zum 28.10.
Gemeint ist meist Geld- bzw. Gutschrifteingang,
am gestrigen Sonntag?
Post by Roland Franzius
Offenbar bedeutet das im krassen Widerspruch zu unbezahlbar eine
Fristsetzung.
Danach wohl nur noch entweder unzahlbar oder gar zahlunbar?
Dann kann es durch Inkasso nahezu unbezahlbar werden.

Gruß, ULF
Stefan Schmitz
2018-11-01 15:55:18 UTC
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Post by Roland Franzius
Post by U***@web.de
Post by Manfred Hoß
"1. Bar, ein nur noch in der Zusammensetzung übliches Wort, welches
verschiedenen Nenn- und Zeitwörtern angehänget wird,
Leider aber nicht den erweiterten Verbstämmen vereinbar- und offenbar-.
Vorgenannte Wörter, den Bindestrich hinweggedacht, existieren jedoch
als Adjektive.
Die merkwüdigste westfälische Formel kam mir soeben unter, als ich einen
Rechnungsbetrag überwies. Unten stand: Zahlbar bis zum 28.10.
Ein Beispiel dafür, dass $verb-bar nicht nur "zum $verb-en fähig / zu
#gebrauchen" bedeuten kann, sondern auch "muss ge$verb-t werden"
Roland Franzius
2018-11-02 07:30:45 UTC
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Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Roland Franzius
Post by U***@web.de
Post by Manfred Hoß
"1. Bar, ein nur noch in der Zusammensetzung übliches Wort, welches
verschiedenen Nenn- und Zeitwörtern angehänget wird,
Leider aber nicht den erweiterten Verbstämmen vereinbar- und offenbar-.
Vorgenannte Wörter, den Bindestrich hinweggedacht, existieren jedoch
als Adjektive.
Die merkwüdigste westfälische Formel kam mir soeben unter, als ich einen
Rechnungsbetrag überwies. Unten stand: Zahlbar bis zum 28.10.
Ein Beispiel dafür, dass $verb-bar nicht nur "zum $verb-en fähig / zu
#gebrauchen" bedeuten kann, sondern auch "muss ge$verb-t werden"
Das war die Interpretation des Großvaters beim Begriff "essbar",
ausführlich, "was auf den Tisch kommt, wird gegessen".

Führte zu mittelschweren Dauerkonflikten eines frisch geborenen
Feinschmeckers mit dem städtischen Nahrungsangebot vor der Währungsreform.
--
Roland Franzius
U***@web.de
2018-10-28 18:53:27 UTC
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Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Ist ein Geschäftsraum denn barbar, wenn er sich zu einem Nachtlokal
umfunktionieren lässt?
In einer Barbar würde ich jedenfalls keine Kartenakzeptanz erwarten.

Gruß, ULF
Diedrich Ehlerding
2018-10-28 19:45:27 UTC
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Permalink
Post by U***@web.de
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Ist ein Geschäftsraum denn barbar, wenn er sich zu einem Nachtlokal
umfunktionieren lässt?
In einer Barbar würde ich jedenfalls keine Kartenakzeptanz erwarten.
Wenn man den Geschäftsraum in eine Bazzahlungsbar umbauen kann, ist er
also barbarbar.
--
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U***@web.de
2018-10-30 10:29:14 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Post by U***@web.de
In einer Barbar würde ich jedenfalls keine Kartenakzeptanz erwarten.
Wenn man den Geschäftsraum in eine Bazzahlungsbar umbauen kann, ist er
also barbarbar.
Bei einer Barbarbar würde ich auf die Zielgruppe schließen.
René Marquardt
2018-10-28 23:29:50 UTC
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Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Roland Franzius
Da -bar eine deutsche adjektivierende Nachsilbe ist, sollte man
diese Diger meiden.
Ist ein Geschäftsraum denn barbar, wenn er sich zu einem Nachtlokal
umfunktionieren lässt?
Überraschung:

https://www.merriam-webster.com/dictionary/cash%20bar
Manfred Russ
2018-10-28 22:48:25 UTC
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Am 27.10.2018 um 14:26 schrieb Roland Franzius:

[Scrollbar]
Post by Roland Franzius
Da -bar eine deutsche adjektivierende Nachsilbe ist, sollte man diese
Diger meiden. Sie heißen ja Schieberegler oder (Sc)Rollbalken.
Und an der Lichtzeichenanlage ist vor dem Abbiegevorgang der
Fahrtrichtungsanzeiger zu betätigen.
Ich mache das nie: ich blinke an der Ampel, bevor ich abbiege.

Vermittelst eines Scrollbalkens wird eine Bildschirmseite scrollbar.
Stefan Schmitz
2018-10-27 17:24:05 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Martin Gerdes
Geht man an die Bar, sagt man _die_ Bar (und nimmt den Artikel
vermutlich von der Theke).
Aber welches Genus hat das Wort "Scrollbar"
(Das der Duden noch nicht hat)?
MUSEN auch die.
Heißt aber Scrollleiste.
Andreas Karrer
2018-10-27 17:15:26 UTC
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Post by Martin Gerdes
Geht man an die Bar, sagt man _die_ Bar (und nimmt den Artikel
vermutlich von der Theke).
Nach den Herleitungen, die ich kannte und die auch in der WP stehen,
kommt "bar" ("Kneipe") im Englischen es von der Metallstange, die den
Bartender-Bereich vom Publikum abtrennte. So heisst auch die Abtrennung
zwischen Publikum und Gericht in Gerichtssälen; beides ist heute
eher aus Holz als aus Metall.

Warum das im Deutschen "die" Bar geworden ist, ist nicht direkt klar.
Vielleicht in Analogie zu "die" Kneipe, "die" Stange, "die" Theke, aber
offensichtlich nicht von "der" Tresen, oder "der" Balken.
Post by Martin Gerdes
Aber welches Genus hat das Wort "Scrollbar"
(Das der Duden noch nicht hat)?
In meinem Umfeld ausschliesslich "der". Ob das von "der" Rollbalken
kommt, möchte ich schwer bezweifeln; als diese Dinger aufkamen, waren
in der Computerei (zumindest in der CH) so gut wie ausschliesslich
englische Begriffe in Gebrauch, und man sagte schon damals "der"
Scrollbar. "Rollbalken" empfand man, Jahre später, als bemühte
Eindeutschung, man verwendet das Wort auch heute kaum.

- Andi
U***@web.de
2018-10-27 17:52:08 UTC
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Permalink
Post by Andreas Karrer
So heisst auch die Abtrennung
zwischen Publikum und Gericht in Gerichtssälen; beides ist heute
eher aus Holz als aus Metall.
Und steht auch für das Gericht bzw. Organe der
Rechtspflege. Vgl. auch 'bar examination'.

https://en.wikipedia.org/wiki/Bar_(law)

Gruß, ULF
Gunhild Simon
2018-10-27 19:55:21 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Andreas Karrer
So heisst auch die Abtrennung
zwischen Publikum und Gericht in Gerichtssälen; beides ist heute
eher aus Holz als aus Metall.
Und steht auch für das Gericht bzw. Organe der
Rechtspflege. Vgl. auch 'bar examination'.
https://en.wikipedia.org/wiki/Bar_(law)
Gruß, ULF
Die Schranken des Gerichts.

Französich "la barre" - Schranke, Sperre. (Haar-)Spange
Mein erstes französisches Lieblingslied hieß
"Hé garçon, prends la barre"
Dabei geht es aber wohl um das Hissen der Fahne.

Eh ! marin, prends la barre
Vire au vent et largue les ris
Le vent te raconte l'histoire
Des marins couverts de gloire
Ils t'appellent et tu les suis.


Vers les rives lointaines
Que tu rêves tant d'explorer
Et qui sont déjà ton domaine
Va tout droit sans fuir la peine
Et sois fier de naviguer.

Habe ich damals - so 1964 - meiner Klasse beigebracht.
Mein Klassenlehrer kriegte feuchte Augen.
Weil oder obwohl er als Altsprachler kein Wort davon verstand.

Gruß
Gunhild
Detlef Meißner
2018-10-27 20:17:11 UTC
Antworten
Permalink
Post by Gunhild Simon
Post by U***@web.de
Post by Andreas Karrer
So heisst auch die Abtrennung
zwischen Publikum und Gericht in Gerichtssälen; beides ist heute
eher aus Holz als aus Metall.
Und steht auch für das Gericht bzw. Organe der
Rechtspflege. Vgl. auch 'bar examination'.
https://en.wikipedia.org/wiki/Bar_(law)
Gruß, ULF
Die Schranken des Gerichts.
Französich "la barre" - Schranke, Sperre. (Haar-)Spange
Mein erstes französisches Lieblingslied hieß
"Hé garçon, prends la barre"
Dabei geht es aber wohl um das Hissen der Fahne.
Eh ! marin, prends la barre
Eh (Hé) garçon, prend la barre
Post by Gunhild Simon
Vire au vent et largue les ris
Le vent te raconte l'histoire
Des marins couverts de gloire
Ils t'appellent et tu les suis.
^^Il
Post by Gunhild Simon
Vers les rives lointaines
Que tu rêves tant d'explorer
Et qui sont déjà ton domaine
Va tout droit sans fuir la peine
Et sois fier de naviguer.
^^^oder soit?

Sur la mer et sur terre,
Au pays comme à l'étranger,
Routier (ou Marin), soit fidèle à tes frères
Car tu as promis naguère
De servir et de protéger.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Gunhild Simon
2018-10-27 20:55:27 UTC
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Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Gunhild Simon
Post by U***@web.de
Post by Andreas Karrer
So heisst auch die Abtrennung
zwischen Publikum und Gericht in Gerichtssälen; beides ist heute
eher aus Holz als aus Metall.
Und steht auch für das Gericht bzw. Organe der
Rechtspflege. Vgl. auch 'bar examination'.
https://en.wikipedia.org/wiki/Bar_(law)
Gruß, ULF
Die Schranken des Gerichts.
Französich "la barre" - Schranke, Sperre. (Haar-)Spange
Mein erstes französisches Lieblingslied hieß
"Hé garçon, prends la barre"
Dabei geht es aber wohl um das Hissen der Fahne.
Eh ! marin, prends la barre
Eh (Hé) garçon, prend la barre
Post by Gunhild Simon
Vire au vent et largue les ris
Le vent te raconte l'histoire
Des marins couverts de gloire
Ils t'appellent et tu les suis.
^^Il
Nö.
Post by Detlef Meißner
Post by Gunhild Simon
Vers les rives lointaines
Que tu rêves tant d'explorer
Et qui sont déjà ton domaine
Va tout droit sans fuir la peine
Et sois fier de naviguer.
^^^oder soit?
Die Grammatik stimmt ansatzweise:
Da ist im vorhergehenden Satz von "tu" die Rede.
Dann stimmt auch die Personalendung.
Aber es ist wohl ein Imperativ sing.
Va_s_ tout sans fuir la peine
Et sois fier de naviguer!


Gruß
Gunhild
U***@web.de
2018-10-27 21:40:59 UTC
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Post by Gunhild Simon
Aber es ist wohl ein Imperativ sing.
Va_s_ tout sans fuir la peine
Aber nicht doch.
Post by Gunhild Simon
Et sois fier de naviguer!
Gruß, ULF
Christian Weisgerber
2018-10-27 21:56:30 UTC
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Post by Gunhild Simon
Post by Detlef Meißner
Post by Gunhild Simon
Vers les rives lointaines
Que tu rêves tant d'explorer
Et qui sont déjà ton domaine
Va tout droit sans fuir la peine
Et sois fier de naviguer.
^^^oder soit?
Aber es ist wohl ein Imperativ sing.
Va_s_ tout sans fuir la peine
Et sois fier de naviguer!
Beides Imperativ und daher _va_ und _sois_.
_Vas-y_ ist eine Ausnahme.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Andreas Karrer
2018-10-28 09:56:59 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Gunhild Simon
"Hé garçon, prends la barre"
Dabei geht es aber wohl um das Hissen der Fahne.
Kaum. "barre" ist im Frz. auch das Steuerruder eines Schiffs.
Post by Detlef Meißner
Post by Gunhild Simon
Eh ! marin, prends la barre
Eh (Hé) garçon, prend la barre
Post by Gunhild Simon
Vire au vent et largue les ris
Le vent te raconte l'histoire
Des marins couverts de gloire
Ils t'appellent et tu les suis.
^^Il
Nö.
Doch. Es ist doch viel poetischer, wenn es der Wind ist, der den Jungen
ruft, und nicht die mit Ruhm bekleckerten besoffenen Matrosen. Also
Singular, il t'appelle et tu le suis.

He, Junge ...
Der Wind erzählt dir die Geschichte
von Matrosen, mit Ruhm bedeckt,
er ruft dich und du folgst ihm.

- Andi
U***@web.de
2018-10-28 10:19:15 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Detlef Meißner
Post by Gunhild Simon
"Hé garçon, prends la barre"
Dabei geht es aber wohl um das Hissen der Fahne.
Kaum. "barre" ist im Frz. auch das Steuerruder eines Schiffs.
Post by Detlef Meißner
Post by Gunhild Simon
Eh ! marin, prends la barre
Eh (Hé) garçon, prend la barre
Post by Gunhild Simon
Vire au vent et largue les ris
Le vent te raconte l'histoire
Des marins couverts de gloire
Ils t'appellent et tu les suis.
^^Il
Nö.
Doch. Es ist doch viel poetischer, wenn es der Wind ist, der den Jungen
ruft, und nicht die mit Ruhm bekleckerten besoffenen Matrosen. Also
Singular, il t'appelle
Mit Verbform im Singular paßt es dann auch wieder.
Das Dativpersonalpronomen ist dann auch zu singularisieren,
wie Du es nachfolgend tatest.
Post by Andreas Karrer
et tu le suis.
He, Junge ...
Der Wind erzählt dir die Geschichte
von Matrosen, mit Ruhm bedeckt,
er ruft dich und du folgst ihm.
Gruß, ULF
U***@web.de
2018-10-27 21:42:42 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Gunhild Simon
Französich "la barre" - Schranke, Sperre. (Haar-)Spange
Mein erstes französisches Lieblingslied hieß
"Hé garçon, prends la barre"
Dabei geht es aber wohl um das Hissen der Fahne.
Eh ! marin, prends la barre
Eh (Hé) garçon, prend la barre
Post by Gunhild Simon
Vire au vent et largue les ris
Le vent te raconte l'histoire
Des marins couverts de gloire
Ils t'appellent et tu les suis.
^^Il
Ils.
Post by Detlef Meißner
Post by Gunhild Simon
Vers les rives lointaines
Que tu rêves tant d'explorer
Et qui sont déjà ton domaine
Va tout droit sans fuir la peine
Et sois fier de naviguer.
^^^oder soit?
Aber nicht doch, Imperativ auf -t?
Post by Detlef Meißner
Sur la mer et sur terre,
Au pays comme à l'étranger,
Routier (ou Marin), soit fidèle à tes frères
Car tu as promis naguère
De servir et de protéger.
Gruß, ULF
Detlef Meißner
2018-10-28 09:25:00 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Post by Gunhild Simon
Französich "la barre" - Schranke, Sperre. (Haar-)Spange
Mein erstes französisches Lieblingslied hieß
"Hé garçon, prends la barre"
Dabei geht es aber wohl um das Hissen der Fahne.
Eh ! marin, prends la barre Eh (Hé) garçon, prend la barre
Vire au vent et largue les ris
Le vent te raconte l'histoire
Des marins couverts de gloire
Ils t'appellent et tu les suis.
^^Il
Ils.
Post by Detlef Meißner
Post by Gunhild Simon
Vers les rives lointaines
Que tu rêves tant d'explorer
Et qui sont déjà ton domaine
Va tout droit sans fuir la peine
Et sois fier de naviguer.
^^^oder soit?
Aber nicht doch, Imperativ auf -t?
Mein Französisch ist völlig eingerostet. Bei einer Internetsuche fand
ich beide Versionen in ausreichender Anzahl. Offensichtlich wissen die
Franzosen selbst nicht, wie es richtig sein muss.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
U***@web.de
2018-10-28 10:16:17 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Post by Gunhild Simon
Vers les rives lointaines
Que tu rêves tant d'explorer
Et qui sont déjà ton domaine
Va tout droit sans fuir la peine
Et sois fier de naviguer.
^^^oder soit?
Aber nicht doch, Imperativ auf -t?
Mein Französisch ist völlig eingerostet.
Und wieso meinst Du dann, Gunhild einmal definitiv und einmal
vielleicht korrigieren zu wollen?
Post by Detlef Meißner
Bei einer Internetsuche fand
ich beide Versionen in ausreichender Anzahl. Offensichtlich wissen die
Franzosen selbst nicht, wie es richtig sein muss.
Seufz.

Beide Formen existieren, sind aber keinesfalls austauschbar.
Detlef Meißner
2018-10-28 10:39:29 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Post by Gunhild Simon
Vers les rives lointaines
Que tu rêves tant d'explorer
Et qui sont déjà ton domaine
Va tout droit sans fuir la peine
Et sois fier de naviguer.
^^^oder soit?
Aber nicht doch, Imperativ auf -t?
Mein Französisch ist völlig eingerostet.
Und wieso meinst Du dann, Gunhild einmal definitiv und einmal
vielleicht korrigieren zu wollen?
Mir war danach!

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Gunhild Simon
2018-10-28 13:17:22 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Post by Gunhild Simon
Französich "la barre" - Schranke, Sperre. (Haar-)Spange
Mein erstes französisches Lieblingslied hieß
"Hé garçon, prends la barre"
Dabei geht es aber wohl um das Hissen der Fahne.
Eh ! marin, prends la barre Eh (Hé) garçon, prend la barre
Vire au vent et largue les ris
Le vent te raconte l'histoire
Des marins couverts de gloire
Ils t'appellent et tu les suis.
^^Il
Ils.
Post by Detlef Meißner
Post by Gunhild Simon
Vers les rives lointaines
Que tu rêves tant d'explorer
Et qui sont déjà ton domaine
Va tout droit sans fuir la peine
Et sois fier de naviguer.
^^^oder soit?
Aber nicht doch, Imperativ auf -t?
Mein Französisch ist völlig eingerostet. Bei einer Internetsuche fand
ich beide Versionen in ausreichender Anzahl. Offensichtlich wissen die
Franzosen selbst nicht, wie es richtig sein muss.
Bei miner Internet-Recherche stieß ich auf das gleiche
Problem:
Die französischen (Personal- und anderen) Endungen hören
sich bei unterschiedlicher Schreibweise gleich an, besser:

Man hört sie entweder gar nicht oder nur teilweise:
zB se contenter - sich begnügen und content, zufrieden, glücklich
il est content, il/elle se contente, ils sont contents,
elle est contente, ils/elles se contentent
(Hoffentlich alles richtig geschrieben)

Wer mündlich Französisch beherrscht, ist noch lange nicht
dazu in der Lage, es richtig zu schreiben.
Ein bißchen was davon ist auch mir zu eigen, weil ich die
Sprache mehr in Frankreich gelernt habe als in der Schule.

Ein anderes, fast tragisches, aber sinnfälliges Beispiel:
Der Sohn französischer Eltern, beide Uni-Profs in HH,
der die
Sprache wie ein Muttersprachler beherrscht, scheiterte
in der gymnasialen Oberstufe im Schriftlichen daran -
und zwar auf voller Linie: 6.

Gruß
Gunhild
René Marquardt
2018-10-28 13:36:17 UTC
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Post by Gunhild Simon
Der Sohn französischer Eltern, beide Uni-Profs in HH,
der die
Sprache wie ein Muttersprachler beherrscht, scheiterte
in der gymnasialen Oberstufe im Schriftlichen daran -
und zwar auf voller Linie: 6.
Jaaaaaa siehste, so ist das mit dem Schreiben nach Gehör.
Scheint wohl doch keine geeignete Lernmethode zu sein.
Gunhild Simon
2018-10-28 14:11:48 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Gunhild Simon
Der Sohn französischer Eltern, beide Uni-Profs in HH,
der die
Sprache wie ein Muttersprachler beherrscht, scheiterte
in der gymnasialen Oberstufe im Schriftlichen daran -
und zwar auf voller Linie: 6.
Jaaaaaa siehste, so ist das mit dem Schreiben nach Gehör.
Scheint wohl doch keine geeignete Lernmethode zu sein.
Da bin ich ganz bei Ihnen.

Ich war nie ein Vertreter der Reichen-Methode,
Lesen durch Schreiben.
Die Erfolge sind kurzlebig.
Hinterher muß man alles Eingeschliffene widerrufen.
Das frühere Lob wird fadenscheinig.
Kinder wollen wissen, was richtig ist.

Ich habe unmodernerweise einen klassischen Fibel-Lesekurs
in der 1. Klasse durchgeführt.

Gruß
Gunhild
Detlef Meißner
2018-10-28 14:34:14 UTC
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Post by Gunhild Simon
Post by René Marquardt
Jaaaaaa siehste, so ist das mit dem Schreiben nach Gehör.
Scheint wohl doch keine geeignete Lernmethode zu sein.
Da bin ich ganz bei Ihnen.
Ich war nie ein Vertreter der Reichen-Methode,
Lesen durch Schreiben.
Die Erfolge sind kurzlebig.
Streiten die Verfechter aber permanent ab.
Post by Gunhild Simon
Hinterher muß man alles Eingeschliffene widerrufen.
Auch das wird bestritten.
Post by Gunhild Simon
Das frühere Lob wird fadenscheinig.
Kinder wollen wissen, was richtig ist.
Da wird behauptet, dahinter steckten die Eltern.
Post by Gunhild Simon
Ich habe unmodernerweise einen klassischen Fibel-Lesekurs
in der 1. Klasse durchgeführt.
Brav! ;-)
Und, keinen Ärger bekommen?

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Stefan Ram
2018-10-28 16:42:49 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Gunhild Simon
Ich habe unmodernerweise einen klassischen Fibel-Lesekurs
in der 1. Klasse durchgef?hrt.
Brav! ;-)
Und, keinen Ärger bekommen?
Habe ich mich auch erst kürzlich drüber gewundert.
Nennt sich aber wohl „Methodenfreiheit“.

Tatsächlich ist es auch meine Meinung, daß das
“bottom-up” (wie ich es nenne) zum Lernen besser ist.

Erst Kreise und Striche üben. Dann kann man erklären:
„Der Kreis ist ein ‚O‘, der Strich ein ‚I‘. Und den Ausruf
‚Oi!‘ schreibt man ‚OI‘.“ u.s.w.
Stefan Ram
2018-10-28 16:47:12 UTC
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Post by Stefan Ram
„Der Kreis ist ein ‚O‘, der Strich ein ‚I‘. Und den Ausruf
‚Oi!‘ schreibt man ‚OI‘.“ u.s.w.
Korrektur:

„Oi!“ ist kein Ausruf, sondern die Bezeichnung für
einen Musikstil der Skinhead- und Punk-Szene.

Kindgerechtes Lernen eben!
Stefan Ram
2018-10-28 17:14:30 UTC
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Post by Stefan Ram
„Oi!“ ist kein Ausruf, sondern die Bezeichnung für
einen Musikstil der Skinhead- und Punk-Szene.
Kindgerechtes Lernen eben!
Kann man gleich ein Schallplatte zu auflegen,
dann können die Kinder sich das besser merken.

O - Interjektion, Zeichen für Sauerstoff
I - engl. „Ich“
Ii - Gemeinde Finnlands
Iii! - Interjektion
Io - Jupitermond, Zeus-Geliebte, Programmiersprache, Asteroid
IO - Abk. f. "indirektes Objekt" (paßt zum Deutschunterricht!)
iO - Abk. f. "in Ordnung" (ok, meist mit Punkten!)
Detlef Meißner
2018-10-28 17:24:58 UTC
Antworten
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Post by Stefan Ram
Post by Stefan Ram
„Oi!“ ist kein Ausruf, sondern die Bezeichnung für
einen Musikstil der Skinhead- und Punk-Szene.
Kindgerechtes Lernen eben!
Kann man gleich ein Schallplatte zu auflegen,
dann können die Kinder sich das besser merken.
O - Interjektion, Zeichen für Sauerstoff
I - engl. „Ich“
Ii - Gemeinde Finnlands
Iii! - Interjektion
Io - Jupitermond, Zeus-Geliebte, Programmiersprache, Asteroid
IO - Abk. f. "indirektes Objekt" (paßt zum Deutschunterricht!)
iO - Abk. f. "in Ordnung" (ok, meist mit Punkten!)
Oijoijoijoijoi!

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Detlef Meißner
2018-10-28 17:10:32 UTC
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Post by Stefan Ram
Post by Detlef Meißner
Post by Gunhild Simon
Ich habe unmodernerweise einen klassischen Fibel-Lesekurs
in der 1. Klasse durchgef?hrt.
Brav! ;-)
Und, keinen Ärger bekommen?
Habe ich mich auch erst kürzlich drüber gewundert.
Nennt sich aber wohl „Methodenfreiheit“.
Klar.
Aber wenn man nicht immer die neuesten Methoden anwendet, gilt man als
verkalkt, rückschrittlich, nicht motiviert ...
Post by Stefan Ram
Tatsächlich ist es auch meine Meinung, daß das
“bottom-up” (wie ich es nenne) zum Lernen besser ist.
„Der Kreis ist ein ‚O‘, der Strich ein ‚I‘. Und den Ausruf
‚Oi!‘ schreibt man ‚OI‘.“ u.s.w.
Naja, so macht man's auch nicht als studierter Pädagoge. Aber manchmal
funktioniert sogar das. :-)

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
René Marquardt
2018-10-28 23:26:13 UTC
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Post by Gunhild Simon
Post by René Marquardt
Post by Gunhild Simon
Der Sohn französischer Eltern, beide Uni-Profs in HH,
der die
Sprache wie ein Muttersprachler beherrscht, scheiterte
in der gymnasialen Oberstufe im Schriftlichen daran -
und zwar auf voller Linie: 6.
Jaaaaaa siehste, so ist das mit dem Schreiben nach Gehör.
Scheint wohl doch keine geeignete Lernmethode zu sein.
Da bin ich ganz bei Ihnen.
Ich war nie ein Vertreter der Reichen-Methode,
Lesen durch Schreiben.
Jetzt im Ernst, DAS ist echt die Methode? Ist doch komplett bekloppt.
Man lernt doch Lesen nicht durch Schreiben, sondern genau umgekehrt!
Post by Gunhild Simon
Die Erfolge sind kurzlebig.
Hinterher muß man alles Eingeschliffene widerrufen.
Das frühere Lob wird fadenscheinig.
Kinder wollen wissen, was richtig ist.
DAS ging mir allerdings im Mathematik-Unterricht immer auf den Sack:
"Frag nicht so blöde, das gibts nicht und geht nicht!", und dann in den
höheren Stufen gabs dann genau DAS. NIE kam da mal "führt in dieser
Stufe zu weit, ist aber ne gute Frage und kommt später irgendwann mal
dran."
Post by Gunhild Simon
Ich habe unmodernerweise einen klassischen Fibel-Lesekurs
in der 1. Klasse durchgeführt.
Brav!
Detlef Meißner
2018-10-29 08:14:28 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Gunhild Simon
Post by René Marquardt
Jaaaaaa siehste, so ist das mit dem Schreiben nach Gehör.
Scheint wohl doch keine geeignete Lernmethode zu sein.
Da bin ich ganz bei Ihnen.
Ich war nie ein Vertreter der Reichen-Methode,
Lesen durch Schreiben.
Jetzt im Ernst, DAS ist echt die Methode? Ist doch komplett bekloppt.
Man lernt doch Lesen nicht durch Schreiben, sondern genau umgekehrt!
Nicht zwingend. Es geht auch andersrum. Musst dich mal mit der Methode
beschäftigen.

Aber da die Menschen nun mal unterschiedlich sind, ist eine Methode
nicht bei allen Menschen/Schülern gleich erfolgreich. Dummerweise gibt
es aber immer wieder neue Methoden, die das von sich behaupten.

In der Pädagogik gibt es keinen Königsweg!

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Jakob Achterndiek
2018-10-29 09:21:10 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by René Marquardt
Man lernt doch Lesen nicht durch Schreiben, sondern genau umgekehrt!
Nicht zwingend. Es geht auch andersrum.
Die Formel "Lesen durch Schreiben lernen", ist eine Verkürzung, die
den wahren Sachverhalt, nämlich Phoneme basteln nach Laut-Tabellen,
nicht richtig wiedergibt. Kultusminister müssen das nicht bemerken.

Sie erfahren in ihrer Arbeit, daß eine vergleichbare Methode beim
Rechnenlernen durchaus funktionieren kann: Erst wenn man, ohne groß
nachzuzählen, deutlich mehr Geld ausgegeben hat als eingenommen -
erst dann begreift man, daß Wenig weniger Viel ein Minus ergibt, das
sich auf unvorhersehbare Weise negativ auf den Lebensstandard auswirkt.
--
j/\a
Stefan Ram
2018-11-02 01:19:43 UTC
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Post by Detlef Meißner
In der Pädagogik gibt es keinen Königsweg!
Evidenzbasierte Pädagogik

Der Königsweg besteht darin, eine neue Methode, deren
Überlegenheit gegenüber traditionellen Methoden als möglich
erscheint, zunächst in einem kleinem Feldversuch mit
den etablierten Methoden zu vergleichen.

Dabei sind die Ergebnisse des Unterrichts mit der neuen und
der traditionellen Methode durch eine Untersuchung zu
ermitteln. Hierbei sollte das Erreichen aller gewünschten
Lernziele überprüft werden (etwa durch Prüfungen der Schüler).

An der Festlegung der Untersuchungsmethodik sind neben mehr
oder weniger "neutralen" Wissenschaftlern sowohl Befürworter
der neuen Regelung als auch ihre Gegner zu beteiligen.

Wenn sich die neue Methode in einem kleinen Feldversuch
bewährt hat, folgt ein großer Feldversuch. Danach werden die
Ergebnisse in einem Werke veröffentlichte, das die Ergebnisse
solcher Feldversuche sammelt und von den einzelnen Pädagogen
als Entscheidungshilfe herangezogen werden kann.

Ein einzelner Pädagoge kann im Rahmen seiner
Methodenfreiheit dann weiterhin auch als schlecht bewertete
Methodiken verwenden, aber er wird dies unter Umständen
gegenüber anderen Beteiligten zu erklären haben.

Wenn die Schulsprache zunächst in kleineren Feldversuchen
erprobt worden wäre, wäre sie niemals in einem größeren
Rahmen zur Anwendung gekommen!

Heute wissen wir, daß sie gerade auf dem Gebiet der
s/ß-Schreibung zu schlechteren Ergebnissen führt.

Dies ist auch logisch, da sie mit der Einführung des
„-ss“ am Silbenende aus der früheren Dichotomie
zwischen „-s“ und „-ß“ am Silbenende eine Trichotomie
zwischen „-s“, „-ß“ und „-ss“ machte.
Heinz Lohmann
2018-10-29 01:46:08 UTC
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Post by Gunhild Simon
Ich habe unmodernerweise einen klassischen Fibel-Lesekurs
in der 1. Klasse durchgeführt.
1. Schuljahr, erstes Lesen (April 1957):

Das ist Klaus.
Das ist Monika.
Das ist Hansi.
Klaus und Monika und Hansi.

Das ist Waldi.
Das ist Mieze.
Waldi und Mieze.

Auf dieser ehernen Basis ging's dann bis zum Abitur und in die Hochschule.

Schön finde ich heute Kempowski einfache Fibel.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Detlef Meißner
2018-10-28 14:26:56 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Gunhild Simon
Der Sohn französischer Eltern, beide Uni-Profs in HH,
der die
Sprache wie ein Muttersprachler beherrscht, scheiterte
in der gymnasialen Oberstufe im Schriftlichen daran -
und zwar auf voller Linie: 6.
Jaaaaaa siehste, so ist das mit dem Schreiben nach Gehör.
Scheint wohl doch keine geeignete Lernmethode zu sein.
Nja, so etwas funktioniert ja auch nur bei einigermaßen lautgetreuer
Schreibweise. Lateinisch und Italienisch dürften dafür noch besser als
Deutsch geeignet sein.

Aber die Lern-/Lehrmethode heißt nicht "Schreiben nach Gehör", sondern
"Lesen durch Schreiben":
https://www.lehrer-online.de/unterricht/grundschule/sprache/lesen-und-schreiben/artikel/fa/lesen-durch-schreiben-eine-methode-von-juergen-reichen/

Außerdem geht es nur um den Anfangsunterricht (1. und 2. Schuljahr).
Irgendwann muss man auch die vielen Regeln und Ausnahmen lernen.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Detlef Meißner
2018-10-28 14:32:22 UTC
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Post by Gunhild Simon
Wer mündlich Französisch beherrscht, ist noch lange nicht
dazu in der Lage, es richtig zu schreiben.
Ist im Deutschen ja nicht anders. ;-)
Post by Gunhild Simon
Ein bißchen was davon ist auch mir zu eigen, weil ich die
Sprache mehr in Frankreich gelernt habe als in der Schule.
Bei mir ist es umgekehrt, auch im Englischen. Bin auch eher ein
optisch, denn akustisch sich orientierender Mensch.
Post by Gunhild Simon
Der Sohn französischer Eltern, beide Uni-Profs in HH,
der die
Sprache wie ein Muttersprachler beherrscht, scheiterte
in der gymnasialen Oberstufe im Schriftlichen daran -
und zwar auf voller Linie: 6.
Och, geht denn das Schriftliche überhaupt so stark in die Note ein?
Ich kennen einen Deutschamerikaner, der lange Zeit in den USA lebte,
bei dem war es mit der englischen Rechtschreibung auch nicht so toll
(ist wohl bei vielen Amis so), aber das spielt für viele Berufe keine
große Rolle. Wichtig ist oft, dass man die Sprache gut versteht und gut
verstanden wird (z.B. Pilot).

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Stefan Ram
2018-10-28 16:34:38 UTC
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Post by Detlef Meißner
bei dem war es mit der englischen Rechtschreibung auch nicht so toll
(ist wohl bei vielen Amis so)
Andererseits sind Spelling Bees in den Vereinigten Staaten
doch wohl recht populäre Veranstaltungen, welche sich mit
Rechtschreibung beschäftigen, und zu denen es in Berlin,
soweit ich weiß, keine Entsprechung gibt (außer vielleicht
an der JFK-Schule).

Ich kenne jedenfalls einige Amerikaner aus dem Usenet,
welche die englische Rechtschreibung teilweise besser
beherrschen als ich selber!
Detlef Meißner
2018-10-28 17:11:42 UTC
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Post by Stefan Ram
Post by Detlef Meißner
bei dem war es mit der englischen Rechtschreibung auch nicht so toll
(ist wohl bei vielen Amis so)
Andererseits sind Spelling Bees in den Vereinigten Staaten
doch wohl recht populäre Veranstaltungen, welche sich mit
Rechtschreibung beschäftigen, und zu denen es in Berlin,
soweit ich weiß, keine Entsprechung gibt (außer vielleicht
an der JFK-Schule).
Ich kenne jedenfalls einige Amerikaner aus dem Usenet,
welche die englische Rechtschreibung teilweise besser
beherrschen als ich selber!
Sollten sie das nicht per se?

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Quinn C
2018-10-31 21:35:44 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Stefan Ram
Post by Detlef Meißner
bei dem war es mit der englischen Rechtschreibung auch nicht so toll
(ist wohl bei vielen Amis so)
Andererseits sind Spelling Bees in den Vereinigten Staaten
doch wohl recht populäre Veranstaltungen, welche sich mit
Rechtschreibung beschäftigen, und zu denen es in Berlin,
soweit ich weiß, keine Entsprechung gibt (außer vielleicht
an der JFK-Schule).
Ich kenne jedenfalls einige Amerikaner aus dem Usenet,
welche die englische Rechtschreibung teilweise besser
beherrschen als ich selber!
Sollten sie das nicht per se?
Sehe ich nicht so. Als Muttersprachler schreibt man manche Sachen nach
Instinkt, als niveauhoher Fremdsprachler alles wie gelernt, und ist
sich dann auch eher bewußt, wenn man etwas nicht weiß und nachschlagen
sollte.
--
er (Tristan) hiez im ein tôrenkleit
an der stete machen:
von wunderlîchen sachen
einen roc seltsên getan
und eine gugelen daran
H. V. FREIBERG Tristan
Detlef Meißner
2018-10-31 22:48:34 UTC
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Post by Quinn C
Post by Detlef Meißner
Post by Stefan Ram
Post by Detlef Meißner
bei dem war es mit der englischen Rechtschreibung auch nicht so toll
(ist wohl bei vielen Amis so)
Andererseits sind Spelling Bees in den Vereinigten Staaten
doch wohl recht populäre Veranstaltungen, welche sich mit
Rechtschreibung beschäftigen, und zu denen es in Berlin,
soweit ich weiß, keine Entsprechung gibt (außer vielleicht
an der JFK-Schule).
Ich kenne jedenfalls einige Amerikaner aus dem Usenet,
welche die englische Rechtschreibung teilweise besser
beherrschen als ich selber!
Sollten sie das nicht per se?
Sehe ich nicht so. Als Muttersprachler schreibt man manche Sachen nach
Instinkt,
Den Eindruck habe ich bei manchen Usern im Web auch.
Post by Quinn C
als niveauhoher Fremdsprachler alles wie gelernt, und ist
sich dann auch eher bewußt, wenn man etwas nicht weiß und nachschlagen
sollte.
Mit dieser Einstellung macht du vielen Deutschen, die ein
Nachschlagewerk verabscheuen, eine große Freude. Selbst Google ist da
schon zu viel verlangt.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Sergio Gatti
2018-10-28 18:30:40 UTC
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Permalink
Post by Stefan Ram
Andererseits sind Spelling Bees in den Vereinigten Staaten
doch wohl recht populäre Veranstaltungen, welche sich mit
Rechtschreibung beschäftigen, und zu denen es in Berlin,
soweit ich weiß, keine Entsprechung gibt (außer vielleicht
an der JFK-Schule).
Logisch. Die englische Rechtschreibung ist um ein Vielfaches
unregelmäßiger als die deutsche, von der italienischen ganz
zu schweigen.
Post by Stefan Ram
Ich kenne jedenfalls einige Amerikaner aus dem Usenet,
welche die englische Rechtschreibung teilweise besser
beherrschen als ich selber!
Das will ich mal hoffen! Es ist doch IHRE Muttersprache und
nicht deine. Eigentlich ist es eher seltsam, wenn das
stimmt, dass du - und vielleicht sogar ich - die englische
Rechtschreibung besser beherrschst als viele Amerikaner.
Roland Franzius
2018-10-28 20:32:44 UTC
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Post by Stefan Ram
Post by Detlef Meißner
bei dem war es mit der englischen Rechtschreibung auch nicht so toll
(ist wohl bei vielen Amis so)
Andererseits sind Spelling Bees in den Vereinigten Staaten
doch wohl recht populäre Veranstaltungen, welche sich mit
Rechtschreibung beschäftigen, und zu denen es in Berlin,
soweit ich weiß, keine Entsprechung gibt (außer vielleicht
an der JFK-Schule).
Ich kenne jedenfalls einige Amerikaner aus dem Usenet,
welche die englische Rechtschreibung teilweise besser
beherrschen als ich selber!
Wir alle kennen einen Amerikaner, der die Rechtschreibung erheblich
besser beherrscht als sich selber.

Was mir nicht klar ist, was ist teilweise Beherrschung der
Rechtschreibung? Bei uns hieß das schlicht Legasthenie.
--
Roland Franzius
U***@web.de
2018-10-28 18:53:15 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Gunhild Simon
Wer mündlich Französisch beherrscht, ist noch lange nicht
dazu in der Lage, es richtig zu schreiben.
Ist im Deutschen ja nicht anders. ;-)
Daß kann schon sain, das da ainer nach Gehöhr schreipt, aber:

Es wirkt sich weniger stark auf grammatische Kongruenz aus als
im Französischen.

Gruß, ULF
U***@web.de
2018-10-28 15:26:49 UTC
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Post by Gunhild Simon
Post by Detlef Meißner
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Post by Gunhild Simon
Französich "la barre" - Schranke, Sperre. (Haar-)Spange
Mein erstes französisches Lieblingslied hieß
"Hé garçon, prends la barre"
Dabei geht es aber wohl um das Hissen der Fahne.
Eh ! marin, prends la barre Eh (Hé) garçon, prend la barre
Vire au vent et largue les ris
Le vent te raconte l'histoire
Des marins couverts de gloire
Ils t'appellent et tu les suis.
^^Il
Ils.
Post by Detlef Meißner
Post by Gunhild Simon
Vers les rives lointaines
Que tu rêves tant d'explorer
Et qui sont déjà ton domaine
Va tout droit sans fuir la peine
Et sois fier de naviguer.
^^^oder soit?
Aber nicht doch, Imperativ auf -t?
Mein Französisch ist völlig eingerostet. Bei einer Internetsuche fand
ich beide Versionen in ausreichender Anzahl. Offensichtlich wissen die
Franzosen selbst nicht, wie es richtig sein muss.
Bei miner Internet-Recherche stieß ich auf das gleiche
Die französischen (Personal- und anderen) Endungen hören
zB se contenter - sich begnügen und content, zufrieden, glücklich
il est content, il/elle se contente, ils sont contents,
elle est contente, ils/elles se contentent
(Hoffentlich alles richtig geschrieben)
Ja.
Post by Gunhild Simon
Wer mündlich Französisch beherrscht, ist noch lange nicht
dazu in der Lage, es richtig zu schreiben.
Ein bißchen was davon ist auch mir zu eigen, weil ich die
Sprache mehr in Frankreich gelernt habe als in der Schule.
Der Sohn französischer Eltern, beide Uni-Profs in HH,
der die
Sprache wie ein Muttersprachler beherrscht, scheiterte
in der gymnasialen Oberstufe im Schriftlichen daran -
und zwar auf voller Linie: 6.
Ich habe Akademikerkinder und Akademiker in Frankreich erlebt,
die solche unhörbaren Feinheiten grundsätzlich nach
Zufallsprinzip schrieben; jedenfalls lasen sich deren Texte so.

Gruß, ULF
Dorothee Hermann
2018-10-28 14:19:10 UTC
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So heisst auch die Abtrennung zwischen Publikum und Gericht in
Gerichtssälen; beides ist heute eher aus Holz als aus Metall.
Und steht auch für das Gericht bzw. Organe der Rechtspflege.
Vgl. auch 'bar examination'.
https://en.wikipedia.org/wiki/Bar_(law)
Also so etwas wie die (hohen) Abtrennungen in deutschen Gerichtssälen,
die auch an Bar-Tresen erinnern?

Ist da der Barren abgeleitet?
Womöglich auch das Barren bei Pferden - bar jeden Mitgefühls?


Dorothee
--
Denn die einen stehen vor dem Barren,
und die andern stehen im Licht.
Stefan Schmitz
2018-10-27 18:24:32 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Martin Gerdes
Geht man an die Bar, sagt man _die_ Bar (und nimmt den Artikel
vermutlich von der Theke).
Nach den Herleitungen, die ich kannte und die auch in der WP stehen,
kommt "bar" ("Kneipe") im Englischen es von der Metallstange, die den
Bartender-Bereich vom Publikum abtrennte. So heisst auch die Abtrennung
zwischen Publikum und Gericht in Gerichtssälen; beides ist heute
eher aus Holz als aus Metall.
Warum das im Deutschen "die" Bar geworden ist, ist nicht direkt klar.
Vielleicht in Analogie zu "die" Kneipe, "die" Stange, "die" Theke, aber
offensichtlich nicht von "der" Tresen, oder "der" Balken.
DWDS dazu:

| Ausgangspunkt ist engl. bar, mengl. barre, entlehnt aus afrz. barre (s.
| ↗Barre). Aus der schon dem Afrz. entstammenden Bedeutung ‘Schranke’ leitet
| das Mengl. offenbar die spezielle Bedeutung ‘Schranke vor dem Schanktisch’
| (um diesen vor dem Zugriff der Gäste zu schützen) her, woraus sich im 15.
| Jh. die Bedeutung ‘Schanktisch’ entwickelt.
Frank Hucklenbroich
2018-10-27 19:20:26 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Martin Gerdes
Geht man an die Bar, sagt man _die_ Bar (und nimmt den Artikel
vermutlich von der Theke).
Nach den Herleitungen, die ich kannte und die auch in der WP stehen,
kommt "bar" ("Kneipe") im Englischen es von der Metallstange, die den
Bartender-Bereich vom Publikum abtrennte. So heisst auch die Abtrennung
zwischen Publikum und Gericht in Gerichtssälen; beides ist heute
eher aus Holz als aus Metall.
Daher kommt wohl auch der "Barrister" im angelsächsischen Rechssystem:

https://de.wikipedia.org/wiki/Barrister

Grüße,

Frank
U***@web.de
2018-10-27 21:42:55 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
https://de.wikipedia.org/wiki/Barrister
Der natürlich auch.

Vor den Schranken des Gerichts.

Gruß, ULF
Heinz Lohmann
2018-10-28 04:06:11 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Andreas Karrer
Post by Martin Gerdes
Geht man an die Bar, sagt man _die_ Bar (und nimmt den Artikel
vermutlich von der Theke).
Nach den Herleitungen, die ich kannte und die auch in der WP stehen,
kommt "bar" ("Kneipe") im Englischen es von der Metallstange, die den
Bartender-Bereich vom Publikum abtrennte. So heisst auch die Abtrennung
zwischen Publikum und Gericht in Gerichtssälen; beides ist heute
eher aus Holz als aus Metall.
https://de.wikipedia.org/wiki/Barrister
Und der Barrista?
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Sergio Gatti
2018-10-28 06:04:40 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Und der Barrista?
Den schreibt man bitte schön mit nur einem r.
Heinz Lohmann
2018-10-28 10:05:26 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Heinz Lohmann
Und der Barrista?
Den schreibt man bitte schön mit nur einem r.
Weia!
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
U***@web.de
2018-10-28 10:14:06 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Heinz Lohmann
Und der Barrista?
Den schreibt man bitte schön mit nur einem r.
Offenbar je nach Sprache. https://en.wiktionary.org/wiki/barrista

Gruß, ULF
Frank Hucklenbroich
2018-10-27 19:17:16 UTC
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Post by Martin Gerdes
Geht man an die Bar, sagt man _die_ Bar (und nimmt den Artikel
vermutlich von der Theke).
Aber welches Genus hat das Wort "Scrollbar"
(Das der Duden noch nicht hat)?
Ich würde auch sagen "die".
Post by Martin Gerdes
BTW: Oh! Da habe ich wohl ein neues Wort gefunden, das es in allen drei
die Bar -- Theke (siehe oben)
das Bar -- Einheit des Drucks
Nie gehört.
Post by Martin Gerdes
der Bar -- regelmäßig gebautes, mehrstrophiges Lied des Meistergesangs
(sagt der DU. Mir war das Wort bisher nicht über den Weg gelaufen)
Das kommt aus dem Englischen, "Bar" ist ein "Takt":

https://en.wikipedia.org/wiki/Bar_%28music%29

Im Deutschen kenne ich das nicht, aber im Englischen ist das gebräuchlich,
wenn man Musik macht. Da spielt man dann z.B. einen "12-bar-Blues" (=Blues
im 12 Takt-Schema).

Evtl. auch verwandt mit dem Barré-Akkord auf der Gitarre, einem Griff, bei
dem man mit dem Zeigefinger der linken Hand sämtliche 6 Saiten
herunterdrückt.

Grüße,

Frank
Manfred Hoß
2018-10-27 19:33:03 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Martin Gerdes
das Bar -- Einheit des Drucks
Nie gehört.
In dem Wort "Barometer" steckt es auch drin.

Gruß
Manfred.
Frank Hucklenbroich
2018-10-27 19:36:39 UTC
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Post by Manfred Hoß
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Martin Gerdes
das Bar -- Einheit des Drucks
Nie gehört.
In dem Wort "Barometer" steckt es auch drin.
Achso, ja klar, Millibar kenne ich auch, aus der Meteorologie.

Ich war jetzt gerade völlig auf dem Holzweg und habe bei "Einheit des
Drucks" an den Bereich der Druckerei gedacht.

Grüße,

Frank
Detlef Meißner
2018-10-27 19:46:38 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Martin Gerdes
Geht man an die Bar, sagt man _die_ Bar (und nimmt den Artikel
vermutlich von der Theke).
Aber welches Genus hat das Wort "Scrollbar"
(Das der Duden noch nicht hat)?
Ich würde auch sagen "die".
Post by Martin Gerdes
BTW: Oh! Da habe ich wohl ein neues Wort gefunden, das es in allen drei
die Bar -- Theke (siehe oben)
das Bar -- Einheit des Drucks
Nie gehört.
Der Luftdruck wurde früher im Radio oft in Millibar durchgesagt.
Und den Reifendruck gab man an in Bar. Sagt man eigentlich auch heute
noch.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Heinz Lohmann
2018-10-28 04:08:31 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Martin Gerdes
der Bar -- regelmäßig gebautes, mehrstrophiges Lied des Meistergesangs
(sagt der DU. Mir war das Wort bisher nicht über den Weg gelaufen)
https://en.wikipedia.org/wiki/Bar_%28music%29
Im Deutschen kenne ich das nicht, aber im Englischen ist das gebräuchlich,
wenn man Musik macht. Da spielt man dann z.B. einen "12-bar-Blues" (=Blues
im 12 Takt-Schema).
Das kenn ich seit diesem Stück:
Don Ellis - Beat Me Daddy 7 To The Bar (1966)

YouTube:


Mitzählen nicht vergessen ...
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Matthias Opatz
2018-10-30 10:12:44 UTC
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Post by Martin Gerdes
Geht man an die Bar, sagt man _die_ Bar (und nimmt den Artikel
vermutlich von der Theke).
Aber welches Genus hat das Wort "Scrollbar"
(Das der Duden noch nicht hat)?
Ich kenne kein solches Substantiv. Rechts am Bildrand ist bei mir
ggf. ein Scrollbalken. Ist das damit gemeint?

Bisher kannte ich nur ein Adjektiv "scrollbar" (d. h., eine nicht
komplett sichtbare Darstellung am Bildschrim lässt sich scrollen)

Matthias
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