Discussion:
Schischi
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Matthias Opatz
2018-11-08 09:39:53 UTC
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Gerade gelesen und gestutzt:

| Im Gegensatz zu Chrome verfügt Opera über einen Lesemodus.
| Dieser entfernt überflüssigen Schischi von der gerade
| betrachteten Website ...
<https://www.inside-handy.de/magazin/45669-beste-browser-android>

"Schischi" - nie gelesen oder gehört. Aus dem Kontext ist halbwegs klar,
was gemeint ist, ich hätte wahrscheinlich "Schnickschnack" geschrieben.

Offenbar ist es das, was der Online-Duden "Chichi" schreibt und
bildungssprachlich nennt, zudem mit einem anderen Genus versieht (n)
als daer Autor des Handymagazins (m).

Ist Euch das vertraut und verständlich? Nur passiv, oder auch aktiv?
Der oder das?

Matthias
Sergio Gatti
2018-11-08 10:12:34 UTC
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Post by Matthias Opatz
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"Schischi" - nie gelesen oder gehört. Aus dem Kontext ist halbwegs klar,
was gemeint ist, ich hätte wahrscheinlich "Schnickschnack" geschrieben.
Offenbar ist es das, was der Online-Duden "Chichi" schreibt und
bildungssprachlich nennt, zudem mit einem anderen Genus versieht (n)
als daer Autor des Handymagazins (m).
Ist Euch das vertraut und verständlich?
Chichi ja. Aber ich zähle nicht: Ich kann auch einigermaßen
Französisch.
Post by Matthias Opatz
Nur passiv, oder auch aktiv?
Nur passiv.
Post by Matthias Opatz
Der oder das?
Keine Ahnung. Ich müsste im Duden nachschlagen. Aber das
hast du ja schon gemacht.
Frank Hucklenbroich
2018-11-08 10:25:06 UTC
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Post by Matthias Opatz
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"Schischi" - nie gelesen oder gehört. Aus dem Kontext ist halbwegs klar,
was gemeint ist, ich hätte wahrscheinlich "Schnickschnack" geschrieben.
Offenbar ist es das, was der Online-Duden "Chichi" schreibt und
bildungssprachlich nennt, zudem mit einem anderen Genus versieht (n)
als daer Autor des Handymagazins (m).
Ist Euch das vertraut und verständlich?
Ja.
Post by Matthias Opatz
Nur passiv, oder auch aktiv?
Eher passiv.

Es soll wohl französisch-versnobt klingen, ich hätte daher eher "chi-chi"
geschrieben, mit "sch" sieht das Wort komisch aus.

Es bedeutet in der Tat so etwas ähnliches wie Schnickschnack, geht aber
eher in Richtung "modischer Firelefanz" oder sowas wie das neudeutsche
"Bling-Bling". Also es soll irgendwie modisch, modern und teuer aussehen,
obwohl es das vielleicht eigentlich gar nicht ist.
Post by Matthias Opatz
Der oder das?
Im Zweifel "das".

Grüße,

Frank
Quinn C
2018-11-11 18:08:54 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Matthias Opatz
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"Schischi" - nie gelesen oder gehört. Aus dem Kontext ist halbwegs klar,
was gemeint ist, ich hätte wahrscheinlich "Schnickschnack" geschrieben.
Offenbar ist es das, was der Online-Duden "Chichi" schreibt und
bildungssprachlich nennt, zudem mit einem anderen Genus versieht (n)
als daer Autor des Handymagazins (m).
Ist Euch das vertraut und verständlich?
Ja.
Post by Matthias Opatz
Nur passiv, oder auch aktiv?
Eher passiv.
Es soll wohl französisch-versnobt klingen, ich hätte daher eher "chi-chi"
geschrieben, mit "sch" sieht das Wort komisch aus.
Mir ist "chi-chi" aus dem Englischen vertraut, wo Französisch auch gern
für Versnobtheit einsteht.
--
selbstheiligen und vom himmel dünkelheilige gefallene gugelfritzen
FISCHART
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Roland Franzius
2018-11-08 10:53:24 UTC
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Post by Matthias Opatz
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"Schischi" - nie gelesen oder gehört. Aus dem Kontext ist halbwegs klar,
was gemeint ist, ich hätte wahrscheinlich "Schnickschnack" geschrieben.
Offenbar ist es das, was der Online-Duden "Chichi" schreibt und
bildungssprachlich nennt, zudem mit einem anderen Genus versieht (n)
als daer Autor des Handymagazins (m).
Ist Euch das vertraut und verständlich? Nur passiv, oder auch aktiv?
Der oder das?
Isch sich woll Frongzösich
--
Roland Franzius
Frank Hucklenbroich
2018-11-08 12:55:56 UTC
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Post by Roland Franzius
Post by Matthias Opatz
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"Schischi" - nie gelesen oder gehört. Aus dem Kontext ist halbwegs klar,
was gemeint ist, ich hätte wahrscheinlich "Schnickschnack" geschrieben.
Offenbar ist es das, was der Online-Duden "Chichi" schreibt und
bildungssprachlich nennt, zudem mit einem anderen Genus versieht (n)
als daer Autor des Handymagazins (m).
Ist Euch das vertraut und verständlich? Nur passiv, oder auch aktiv?
Der oder das?
Isch sich woll Frongzösich
Ja, und im jamaikanischen Patois ist "Chi-Chi-Man" ein böses Schimpfwort
für einen Schwulen (nachzulesen in etlichen homophoben Dancehall-Texten).

Vermutlich auch, weil man denen gerne nachsagt, so affektiert-französisch
zu tun.

Grüße,

Frank
Andreas Karrer
2018-11-08 11:28:22 UTC
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Post by Matthias Opatz
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was gemeint ist, ich hätte wahrscheinlich "Schnickschnack" geschrieben.
Offenbar ist es das, was der Online-Duden "Chichi" schreibt und
bildungssprachlich nennt, zudem mit einem anderen Genus versieht (n)
als daer Autor des Handymagazins (m).
Ist Euch das vertraut und verständlich? Nur passiv, oder auch aktiv?
Der oder das?
Vertraut seit der Kindheit, verständlich, aktiv. Man schreibt Chichi.
In der Schweiz ist das nicht besonders bildungsbürgerlich.

Über das Genus (n oder m, ich tendiere zu n) bin ich mir nicht im klaren,
man benutzt das sehr oft in Wendungen, aus denen das nicht hervorgeht,
z.B. "ohne viel Chichi", "ein bisschen Chichi gehört dazu".

In der NZZ findet man sowohl n als auch m:

verzichtete Schweri auf allen «unnötigen Chichi».
Nur mondänes Alpen-Chichi sucht man hier vergebens.
Aber das ganze Chichi um ...
Exotik und abgehobenes Chichi im Sinn


- Andi
Detlef Meißner
2018-11-08 12:01:51 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Matthias Opatz
Post by Matthias Opatz
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"Schischi" - nie gelesen oder gehört. Aus dem Kontext ist halbwegs klar,
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Offenbar ist es das, was der Online-Duden "Chichi" schreibt und
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Ist Euch das vertraut und verständlich? Nur passiv, oder auch aktiv?
Der oder das?
Vertraut seit der Kindheit, verständlich, aktiv. Man schreibt Chichi.
In der Schweiz ist das nicht besonders bildungsbürgerlich.
Über das Genus (n oder m, ich tendiere zu n) bin ich mir nicht im klaren,
man benutzt das sehr oft in Wendungen, aus denen das nicht hervorgeht,
z.B. "ohne viel Chichi", "ein bisschen Chichi gehört dazu".
Ich habe noch ein Monchichi.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
René Marquardt
2018-11-08 13:04:01 UTC
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Post by Matthias Opatz
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als daer Autor des Handymagazins (m).
Ist Euch das vertraut und verständlich? Nur passiv, oder auch aktiv?
Der oder das?
Matthias
"Close enough" für Chinesisch "Danke!" ;)
Jakob Achterndiek
2018-11-08 13:32:22 UTC
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Post by Matthias Opatz
| Im Gegensatz zu Chrome verfügt Opera über einen Lesemodus.
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V O R S I C H T !
Mir haben die eben erklärt, sie respektierten meine Privatsphäre,
haben dann aber in einem aufspringenden Fenster mein Einverständnis
mit irgendwas abgefordert. Bei so etwas bin ich natürlich _nicht_
einverstanden. Rauszukommen war da aber erst durch Abschalten des
Browsers - das immerhin ... Also bitte: V O R S I C H T !
--
j/\a
Detlef Meißner
2018-11-08 13:40:49 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Post by Matthias Opatz
Post by Matthias Opatz
Im Gegensatz zu Chrome verfügt Opera über einen Lesemodus.
Dieser entfernt überflüssigen Schischi von der gerade
betrachteten Website ...
<https://www.inside-handy.de/magazin/45669-beste-browser-android>
V O R S I C H T !
Mir haben die eben erklärt, sie respektierten meine Privatsphäre,
haben dann aber in einem aufspringenden Fenster mein Einverständnis
mit irgendwas abgefordert. Bei so etwas bin ich natürlich _nicht_
einverstanden. Rauszukommen war da aber erst durch Abschalten des
Browsers - das immerhin ... Also bitte: V O R S I C H T !
Bei mir nicht!

Das Verhalten ist verdächtig, hat wahrscheinlich nichts mit der
aufgerufenen Seite zu tun. Die würden sich ja selbst ins Knie schießen.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Markus Luft
2018-11-09 03:51:28 UTC
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Post by Matthias Opatz
| Im Gegensatz zu Chrome verfügt Opera über einen Lesemodus.
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"Schischi" - nie gelesen oder gehört. Aus dem Kontext ist halbwegs klar,
was gemeint ist, ich hätte wahrscheinlich "Schnickschnack" geschrieben.
Offenbar ist es das, was der Online-Duden "Chichi" schreibt und
bildungssprachlich nennt, zudem mit einem anderen Genus versieht (n)
als daer Autor des Handymagazins (m).
In der Schreibweise, sieht mir das doch sehr nach Ruhrdeutsch aus.
Das Wort ist mir auch bekannt. In meiner Heimat heißt es statt Gratin,
ja auch Grateng oder Schassi, statt Chassis (Damit bezeichnet man aber
nicht das Fahrgestell eines Autos).
Es könnte aber auch Berliner Dialekt sein.
Beim Genus bin ich mir sicher, es heißt "Datt Schischi kommt mich nich
inne Bude!"
Post by Matthias Opatz
Ist Euch das vertraut und verständlich? Nur passiv, oder auch aktiv?
Der oder das?
Das Wort kommt mir vertraut vor. Ich würde aber eher "Schnickschnack"
oder "Schisselameng" benutzen, wobei Letzteres aber eher wertloses
Zeug oder Probleme beschreibt, mit denen man sich nicht befassen will.

Meinem ruhrdeutschen Sprachgefühl nach, würde man Schischi vor allem
dann benutzen, wenn man sich zugleich über die Person lustig machen
will, welche den Schnickschnack als fein und wertvoll betrachtet.
Mit Schischi könnte man auch glatt eine Person selbst bezeichnen, die
sich z.B. fein herausputzt und einen Bohei darum macht, ganz besonders
dann, wenn diese Person männlich ist.
Frank Hucklenbroich
2018-11-09 07:31:28 UTC
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Post by Markus Luft
Mit Schischi könnte man auch glatt eine Person selbst bezeichnen, die
sich z.B. fein herausputzt und einen Bohei darum macht, ganz besonders
dann, wenn diese Person männlich ist.
So einen würde man im Kölner Raum eher scherzhaft/abwertend als "Fifi"
bezeichnen.

Grüße,

Frank
Matthias Opatz
2018-11-09 11:22:06 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Markus Luft
Mit Schischi könnte man auch glatt eine Person selbst bezeichnen, die
sich z.B. fein herausputzt und einen Bohei darum macht, ganz besonders
dann, wenn diese Person männlich ist.
So einen würde man im Kölner Raum eher scherzhaft/abwertend als "Fifi"
bezeichnen.
Fifi ist nach meinem regionalen und/oder familiären Sprachgebrauch ein sehr
kleiner Hund.

Matthias
Frank Hucklenbroich
2018-11-09 12:23:29 UTC
Antworten
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Post by Matthias Opatz
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Markus Luft
Mit Schischi könnte man auch glatt eine Person selbst bezeichnen, die
sich z.B. fein herausputzt und einen Bohei darum macht, ganz besonders
dann, wenn diese Person männlich ist.
So einen würde man im Kölner Raum eher scherzhaft/abwertend als "Fifi"
bezeichnen.
Fifi ist nach meinem regionalen und/oder familiären Sprachgebrauch ein sehr
kleiner Hund.
Das natürlich auch, und im übertragenen Sinne eben auch ein fein
herausgeputzter Schönling. Der erinnert dann an diese kleinen Hunde mit
Schleifchen.

Grüße,

Frank
Matthias Opatz
2018-11-09 12:35:35 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Matthias Opatz
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Markus Luft
Mit Schischi könnte man auch glatt eine Person selbst bezeichnen, die
sich z.B. fein herausputzt und einen Bohei darum macht, ganz besonders
dann, wenn diese Person männlich ist.
So einen würde man im Kölner Raum eher scherzhaft/abwertend als "Fifi"
bezeichnen.
Fifi ist nach meinem regionalen und/oder familiären Sprachgebrauch ein sehr
kleiner Hund.
Das natürlich auch, und im übertragenen Sinne eben auch ein fein
herausgeputzter Schönling. Der erinnert dann an diese kleinen Hunde mit
Schleifchen.
Der Gelbe kennt gar keinen Fifi, die Wikipädie verweist auf ugs. Toupet.

Letzteres paßt metaphernhaft auf den kleinen Hund (ein Toupet, das sich
am Boden bewegt) und auf den Schönling (der nicht zum Haarausfall steht).

Matthias
Frank Hucklenbroich
2018-11-09 13:31:30 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Matthias Opatz
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Markus Luft
Mit Schischi könnte man auch glatt eine Person selbst bezeichnen, die
sich z.B. fein herausputzt und einen Bohei darum macht, ganz besonders
dann, wenn diese Person männlich ist.
So einen würde man im Kölner Raum eher scherzhaft/abwertend als "Fifi"
bezeichnen.
Fifi ist nach meinem regionalen und/oder familiären Sprachgebrauch ein sehr
kleiner Hund.
Das natürlich auch, und im übertragenen Sinne eben auch ein fein
herausgeputzter Schönling. Der erinnert dann an diese kleinen Hunde mit
Schleifchen.
Der Gelbe kennt gar keinen Fifi, die Wikipädie verweist auf ugs. Toupet.
Stimmt, Fifi für Toupet kenne ich auch.
Post by Matthias Opatz
Letzteres paßt metaphernhaft auf den kleinen Hund (ein Toupet, das sich
am Boden bewegt) und auf den Schönling (der nicht zum Haarausfall steht).
Genau.

Grüße,

Frank
Roland Franzius
2018-11-09 16:58:15 UTC
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Post by Matthias Opatz
Der Gelbe kennt gar keinen Fifi, die Wikipädie verweist auf ugs. Toupet.
Letzteres paßt metaphernhaft auf den kleinen Hund (ein Toupet, das sich
am Boden bewegt) und auf den Schönling (der nicht zum Haarausfall steht).
Heutiges Ratespiel:

Warum verzeichnet zB "Leo" und "Duden" nicht die regelmäßige
Adjektivbildung "metaphernhaft",

https://www.duden.de/suchen/dudenonline/methaphernhaft

obwohl doch durchaus nicht ohne Vorkommnisse?

https://www.google.com/search?q=%22metaphernhaft%22&tbm=bks&tbs=cdr:1,cd_min:1974,cd_max:1994&lr=lang_de
--
Roland Franzius
René Marquardt
2018-11-09 17:13:17 UTC
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Post by Roland Franzius
Post by Matthias Opatz
Der Gelbe kennt gar keinen Fifi, die Wikipädie verweist auf ugs. Toupet.
Letzteres paßt metaphernhaft auf den kleinen Hund (ein Toupet, das sich
am Boden bewegt) und auf den Schönling (der nicht zum Haarausfall steht).
Warum verzeichnet zB "Leo" und "Duden" nicht die regelmäßige
Adjektivbildung "metaphernhaft",
https://www.duden.de/suchen/dudenonline/methaphernhaft
obwohl doch durchaus nicht ohne Vorkommnisse?
https://www.google.com/search?q=%22metaphernhaft%22&tbm=bks&tbs=cdr:1,cd_min:1974,cd_max:1994&lr=lang_de
Weil man sonst JEDES zusammengesetzte Wort in jeder moeglichen
Permutation auflisten muesste.
Katzenhaft. Aufkleberartig. Tassenweise. Festplattenstapel.
Mauspadkruemel...
Jakob Achterndiek
2018-11-09 18:31:22 UTC
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Post by Roland Franzius
Warum verzeichnet zB "Leo" und "Duden" nicht die regelmäßige
Adjektivbildung "metaphernhaft",
https://www.duden.de/suchen/dudenonline/methaphernhaft
Versuch einer Annäherung:
In Bezeichnungen wie "fabelhaft, sagenhaft, tugendhaft" und anderen
haben die sinngebende Nomen jeweils eigene Inhalte, die den Begriffen
"anhaften" und die sich übertragen lassen. Dagegen ist die "Metapher"
ein ausschließlich formaler Begriff: Die Metapher ist selbst nichts,
ihr haftet nichts an, das sich auf andere Wesen oder Erscheinungen
übertragen ließe, sondern sie ist nur der Name für das abstrakte
Ergebnis eines abstrahierenden Denk-Prozesses. - Für Metaphernhaftes
gibt es offenbar keinen Bedarf.
--
j/\a
Ralph Aichinger
2018-11-09 17:23:19 UTC
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Post by Matthias Opatz
Fifi ist nach meinem regionalen und/oder familiären Sprachgebrauch ein sehr
kleiner Hund.
Ich kenn den auch als "Nuttenfiffi":

http://www.ostarrichi.org/wort-18266-kleiner_Hund-Nuttenfiffi.html

/ralph
--
-----------------------------------------------------------------------------
https://aisg.at
ausserirdische sind gesund
René Marquardt
2018-11-09 17:27:10 UTC
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Permalink
Post by Ralph Aichinger
Post by Matthias Opatz
Fifi ist nach meinem regionalen und/oder familiären Sprachgebrauch ein sehr
kleiner Hund.
http://www.ostarrichi.org/wort-18266-kleiner_Hund-Nuttenfiffi.html
Teppichhupe.
Diedrich Ehlerding
2018-11-09 18:55:45 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Ralph Aichinger
http://www.ostarrichi.org/wort-18266-kleiner_Hund-Nuttenfiffi.html
Teppichhupe.
Langhaarratte.
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
René Marquardt
2018-11-09 19:11:06 UTC
Antworten
Permalink
Post by Diedrich Ehlerding
Post by René Marquardt
Post by Ralph Aichinger
http://www.ostarrichi.org/wort-18266-kleiner_Hund-Nuttenfiffi.html
Teppichhupe.
Langhaarratte.
Kläffende Klobürste.
Thomas Schade
2018-11-09 22:04:21 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Teppichhupe.
Ist neu für mich, bisher kannte ich nur die 'Fußhupe'.


Ciao
Toscha
--
Capitalism: Unequal distribution of wealth.
Communism: Equal distribution of poverty.
Markus Luft
2018-11-09 12:09:15 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Markus Luft
Mit Schischi könnte man auch glatt eine Person selbst bezeichnen, die
sich z.B. fein herausputzt und einen Bohei darum macht, ganz besonders
dann, wenn diese Person männlich ist.
So einen würde man im Kölner Raum eher scherzhaft/abwertend als "Fifi"
bezeichnen.
Das war auch nur so ein Gedanke von mir. Man würde das in meiner
Gegend schon aus dem Kontext heraus verstehen.
Den "Fifi" kenne ich auch, wenngleich damit meistens und nicht nur im
Großraum "Rheinland", die Fußhupe gemeint ist.
Und damit sind wir beim "Bello" ==> Hund oder großes Teil

BTW: Breuch oder Brooch?
Frank Hucklenbroich
2018-11-09 12:27:04 UTC
Antworten
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Post by Markus Luft
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Markus Luft
Mit Schischi könnte man auch glatt eine Person selbst bezeichnen, die
sich z.B. fein herausputzt und einen Bohei darum macht, ganz besonders
dann, wenn diese Person männlich ist.
So einen würde man im Kölner Raum eher scherzhaft/abwertend als "Fifi"
bezeichnen.
Das war auch nur so ein Gedanke von mir. Man würde das in meiner
Gegend schon aus dem Kontext heraus verstehen.
Den "Fifi" kenne ich auch, wenngleich damit meistens und nicht nur im
Großraum "Rheinland", die Fußhupe gemeint ist.
Das natürlich auch, und damit wird der Schönling verglichen. Mit dem
kleinen frisch geföhnten Schleifchenhund.
Post by Markus Luft
Und damit sind wir beim "Bello" ==> Hund oder großes Teil
Für großes Teil kenne ich den Begriff nicht, sondern nur für den Hund.

Übrigens sah ich neulich solche Hundekotbeutel, mit dem schönen Namen "Bel
Loo". "Loo" ist auf englisch das Klo. Nettes Wortspiel.
Post by Markus Luft
BTW: Breuch oder Brooch?
Ich sage "Breuch", weil ich dann eine minimale Chance habe, daß die Leute
es nicht mit dem Namen "Hucklenbruch" verwechseln, denn den gibt es auch.

Korrekt wäre aber in der Tat "Hucklenbrooch", wie einige meiner
Deutschlehrer früher nicht müde wurden, mich zu belehren.

Grüße,

Frank
Markus Luft
2018-11-09 14:54:15 UTC
Antworten
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Markus Luft
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Markus Luft
Mit Schischi könnte man auch glatt eine Person selbst bezeichnen, die
sich z.B. fein herausputzt und einen Bohei darum macht, ganz besonders
dann, wenn diese Person männlich ist.
So einen würde man im Kölner Raum eher scherzhaft/abwertend als "Fifi"
bezeichnen.
Das war auch nur so ein Gedanke von mir. Man würde das in meiner
Gegend schon aus dem Kontext heraus verstehen.
Den "Fifi" kenne ich auch, wenngleich damit meistens und nicht nur im
Großraum "Rheinland", die Fußhupe gemeint ist.
Das natürlich auch, und damit wird der Schönling verglichen. Mit dem
kleinen frisch geföhnten Schleifchenhund.
Genau an dieses arme Tier, muß ich da auch denken.
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Markus Luft
Und damit sind wir beim "Bello" ==> Hund oder großes Teil
Für großes Teil kenne ich den Begriff nicht, sondern nur für den Hund.
Das ist interessant. Es scheint mir so, als würden manche
Bezeichnungen nur in sehr eng umrissenen (geographisch) Gegenden
verwendet.
Post by Frank Hucklenbroich
Übrigens sah ich neulich solche Hundekotbeutel, mit dem schönen Namen "Bel
Loo". "Loo" ist auf englisch das Klo. Nettes Wortspiel.
Darüber hätte ich jetzt nachdenken müssen. Das ist mir schon zu
feinsinnig. "Happy End" als Markenname für Klopapier, verstehe ich auf
Anhieb. ;-)
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Markus Luft
BTW: Breuch oder Brooch?
Ich sage "Breuch", weil ich dann eine minimale Chance habe, daß die Leute
es nicht mit dem Namen "Hucklenbruch" verwechseln, denn den gibt es auch.
Da habe ich mit meinem Namen Glück.
Dafür habe ich früher immer Post nach Müllheim, Mühlheim und Mülheim
bekommen. Einmal sogar nach Mülheim auf der Ruhr. "Durch" die Ruhr
hätte ich aber logischer empfunden.
Post by Frank Hucklenbroich
Korrekt wäre aber in der Tat "Hucklenbrooch", wie einige meiner
Deutschlehrer früher nicht müde wurden, mich zu belehren.
Wenn man mal, so wie ich, in Mülheim an der Ruhr gewohnt hat, wird man
eines Besseren belehrt, wenn es um den Stadtteil Broich, bzw. um das
danach benannte Schloss geht:
<https://de.wikipedia.org/wiki/Broich_(Mülheim_an_der_Ruhr)>

| Der Name Broich geht auf die niederfränkische Bezeichnung für einen
| Bruch (Sumpf) zurück und meint ein Feuchtgebiet, besonders an
| Flussniederungen, wie es auch unterhalb vom Schloss Broich zu finden
| ist. Auf der Karte von 1640 ist Broich in der damaligen
| niederdeutschen/niederländischen Schreibweise Broeck (sprich Bruuk,
| mit Dehnungs-c und niederländischem „oe“, vergleiche Roer-oort für
| Ruhrort) zu finden. Obwohl im Mülheimer Platt neben Brook oder Brooke
| auch die Aussprache „Brooch“ (analog zu Grevenbroich und
| Korschenbroich mit rheinischem Dehnungs-i) zu finden ist,[1] herrscht
| heute überwiegend die Aussprache Broich (mit gesprochenem i) vor.

Tatsächlich ist da irgendwie das Dehnungs-i weggefallen, während quasi
überall um Mülheim herum das i nicht mitgesprochen wird und am besten
sogar noch "Brooooch" gesagt wird.
Ganz seltsam finde ich ja "Greven-broo-iich". Das sind, glaube ich
auch nur Leute, die von weit außerhalb in's Linksrheinische gezogen
sind und es besonders gut machen wollen.

Schuld hat vielleicht auch ein gewisser Horst Schlämmer vom
"Grevenbreuscher Taachblatt". Jetzt kann ich den Norddeutschen hier
immer das rheinische Dehnungs-i erklären, wenn sie z.B. nach
Treusdorf fahren wollen. Beim Malermeister Voigt ist auch nur die
Farbe "feucht".
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