Discussion:
Ôkonomiegut?
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Poul E. Jørgensen
2020-02-12 20:49:04 UTC
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Was ist ein ein Ökonomiegut?

Beispiel aus dem Netz:
Nach dem Überschreiten der Straße umgehen wir das Ökonomiegut
Großsaarhof und erreichen auf einer Obstbaumallee Breitenbach.

Freundlichst, PE
--
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Stefan Ram
2020-02-12 21:26:10 UTC
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Post by Poul E. Jørgensen
Was ist ein ein Ökonomiegut?
Nå, jeg antager, at det bogstaveligt talt ville være en
"økonomi-ejendom". Uanset hvad dette er!

Det betyder sandsynligvis noget som "et landbrug" (en
landbrugsgård).
Poul E. Jørgensen
2020-02-12 21:40:32 UTC
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Post by Stefan Ram
Post by Poul E. Jørgensen
Was ist ein ein Ökonomiegut?
Nå, jeg antager, at det bogstaveligt talt ville være en
"økonomi-ejendom". Uanset hvad dette er!
Det betyder sandsynligvis noget som "et landbrug" (en
landbrugsgård).
'Jeg antager', 'sandsynligvis' - kann es jemand klarer definieren?
Ich brauche wirklich die Definition!
--
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Quinn C
2020-02-12 22:15:06 UTC
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Post by Poul E. Jørgensen
Post by Stefan Ram
Post by Poul E. Jørgensen
Was ist ein ein Ökonomiegut?
Nå, jeg antager, at det bogstaveligt talt ville være en
"økonomi-ejendom". Uanset hvad dette er!
Det betyder sandsynligvis noget som "et landbrug" (en
landbrugsgård).
'Jeg antager', 'sandsynligvis' - kann es jemand klarer definieren?
Ich brauche wirklich die Definition!
Eine Definition kann ich auch nicht finden - erstaunlich, wenn man
sieht, wie oft es verwendet wird.

Ein Hinweis:

| Ökonomie (griech.), Haushaltung, Hausverwaltung; auch soviel wie
| Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit; ferner der mit gewissen Anstalten
| verbundene wirtschaftliche Betrieb (z. B. in Ressourcen, Kasinos);
| auch *allgemein übliche Bezeichnung für Landgut und Landwirtschaft*.

http://woerterbuchnetz.de/Meyers
--
da kamen abermals in das Elsas uber die Zaberer steig ein volck, die
nante man auch die Engelländer und gugeler B. HERTZOG
Jakob Achterndiek
2020-02-12 22:48:07 UTC
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Post by Quinn C
Post by Poul E. Jørgensen
'Jeg antager', 'sandsynligvis' - kann es jemand klarer definieren?
Ich brauche wirklich die Definition!
Eine Definition kann ich auch nicht finden - erstaunlich, wenn man
sieht, wie oft es verwendet wird.
| Ökonomie (griech.), Haushaltung, Hausverwaltung; auch soviel wie
| Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit; ferner der mit gewissen Anstalten
| verbundene wirtschaftliche Betrieb (z. B. in Ressourcen, Kasinos);
| auch *allgemein übliche Bezeichnung für Landgut und Landwirtschaft*.
Als Bestätigung dazu: Im 18. und 19. Jahrhundert war (jedenfalls
in Norddeutschland) "Oekonom" eine gängige Berufsbezeichnung für
Landwirte, die ihren Beruf an speziellen Schulen "studiert" hatten,
um dann als Gutsverwalter, Gutspächter oder auf eigenen Gütern zu
wirtschaften. Wenn sie als Pächter besonders erfolgreich waren
und auch sonst Reputation erworben hatten, konnte ihnen der Titel
"Oekonomierat" verliehen werden. Sie wurden dadurch "gesellschafts-
fähig", was in der damaligen Ständeordnung bedeutsam war.
--
j/\a
René Marquardt
2020-02-12 23:20:37 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Post by Quinn C
Post by Poul E. Jørgensen
'Jeg antager', 'sandsynligvis' - kann es jemand klarer definieren?
Ich brauche wirklich die Definition!
Eine Definition kann ich auch nicht finden - erstaunlich, wenn man
sieht, wie oft es verwendet wird.
| Ökonomie (griech.), Haushaltung, Hausverwaltung; auch soviel wie
| Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit; ferner der mit gewissen Anstalten
| verbundene wirtschaftliche Betrieb (z. B. in Ressourcen, Kasinos);
| auch *allgemein übliche Bezeichnung für Landgut und Landwirtschaft*.
Als Bestätigung dazu: Im 18. und 19. Jahrhundert war (jedenfalls
in Norddeutschland) "Oekonom" eine gängige Berufsbezeichnung für
Landwirte, die ihren Beruf an speziellen Schulen "studiert" hatten,
um dann als Gutsverwalter, Gutspächter oder auf eigenen Gütern zu
wirtschaften. Wenn sie als Pächter besonders erfolgreich waren
und auch sonst Reputation erworben hatten, konnte ihnen der Titel
"Oekonomierat" verliehen werden. Sie wurden dadurch "gesellschafts-
fähig", was in der damaligen Ständeordnung bedeutsam war.
--
j/\a
Merkwuerden sind heute so "grosszuegig" mit den "Anfuehrungsstricheln".
Jakob Achterndiek
2020-02-13 09:11:16 UTC
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Post by René Marquardt
Merkwuerden sind heute so "grosszuegig" mit den "Anfuehrungsstricheln".
Eine Alternative hätte vielleicht sein können wenn ich alle Satzzeichen
darunter auch die Anführungsstrichelchen so wie das z B bei IKEA Möbeln
der Fall ist in einem kleinen Tütchen gesondert mitgeliefert hätte Wenn
dann welche fehlen fällt das kaum auf und die überschüssigen kann man
wie das auch von Amazon und anderen Versandt Firmen praktiziert wird
unbesehen entsorgen Man müßte sich allenfalls vorher darüber
verständigen wie groß bzw wie lang ein Wort Gebinde für je ein Tütchen
mit Satzzeichen sein darf damit das ganze Satzmöbel noch handhabbar
bleibt [,,"",..-,.,;,-,.,."-","".]
--
j/\a
Dorothee Hermann
2020-02-15 14:48:47 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Post by René Marquardt
Merkwuerden sind heute so "grosszuegig" mit den
"Anfuehrungsstricheln".
Eine Alternative hätte vielleicht sein können wenn ich alle
Satzzeichen darunter auch die Anführungsstrichelchen so wie das z B
bei IKEA Möbeln der Fall ist in einem kleinen Tütchen gesondert
mitgeliefert hätte Wenn dann welche fehlen fällt das kaum auf und die
überschüssigen kann man wie das auch von Amazon und anderen Versandt
Firmen praktiziert wird unbesehen entsorgen Man müßte sich allenfalls
vorher darüber verständigen wie groß bzw wie lang ein Wort Gebinde
für je ein Tütchen mit Satzzeichen sein darf damit das ganze
Satzmöbel noch handhabbar bleibt [,,"",..-,.,;,-,.,."-","".]
"... fällt das kaum auf ..." schreibst Du?

;-) Ich wollte es ja eigentlich nicht, habe aber dann doch das Tütchen
geöffnet und verteilt: Mir bleibt ein ";" übrig.
Was mache ich falsch?


BtW: Über das "müßte" werde ich kein Wort sagen, aber "Versandfirmen"
würde ich schon als ein Wort schreiben. Oder?


Du bist der Ursus Wehrli der Satzzeichen
https://fotogenerell.com/2017/10/29/die-kunst-aufzuraeumen/

Dorothee
Jakob Achterndiek
2020-02-15 19:40:40 UTC
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Post by Dorothee Hermann
Post by René Marquardt
Merkwuerden sind heute so "grosszuegig" mit den
"Anfuehrungsstricheln".
Eine Alternative [..] damit das ganze Satzmöbel
noch handhabbar bleibt.
[..]
;-) Ich wollte es ja eigentlich nicht, habe aber dann doch das Tütchen
geöffnet und verteilt: Mir bleibt ein ";" übrig.
Das hat mir keine Ruhe gelassen, bis ich das Tütchen selbst geleert
hatte. Und siehe: Nix fehlt und nix übrig.
Post by Dorothee Hermann
Was mache ich falsch?
Du vertraust zu sehr auf die Neuregulierer, die dir weisgemacht haben,
daß ausgerechnet da, wo zwei eng zusammenhängende, aber kontrastierende
Sachverhalte eine besonders sorgfältige Trennung verlangen, dieses
Verlangen durch ein "und" ruhiggestellt werden könne. ;)
Post by Dorothee Hermann
Du bist der Ursus Wehrli der Satzzeichen
Danke für die Mühewaltung - und für das Kompliment!
--
j/\a
Poul E. Jørgensen
2020-02-13 09:31:18 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Als Bestätigung dazu: Im 18. und 19. Jahrhundert war (jedenfalls
in Norddeutschland) "Oekonom" eine gängige Berufsbezeichnung für
Landwirte, die ihren Beruf an speziellen Schulen "studiert" hatten,
um dann als Gutsverwalter, Gutspächter oder auf eigenen Gütern zu
wirtschaften. Wenn sie als Pächter besonders erfolgreich waren
und auch sonst Reputation erworben hatten, konnte ihnen der Titel
"Oekonomierat" verliehen werden. Sie wurden dadurch "gesellschafts-
fähig", was in der damaligen Ständeordnung bedeutsam war.
Also ein Pachtgut in Verbindung mit einem Gutshof oder etwa eines
Klosters (?).

Siehe:
https://oldthing.de/AK-Niederseeon-Blick-auf-Steinsee-Oekonomiegut-und-Foersterhaus-0031883340

https://www.vorsprung-online.de/wetterau/25057-oekonomiegut-stolberg-hat-ein-riesiges-potential.html

http://www.adlersberg.com/der-adlersberg/geschichte.html
--
Fjern Z hvis du svarer pr. e-mail.
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Jakob Achterndiek
2020-02-13 10:26:29 UTC
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Post by Poul E. Jørgensen
Post by Jakob Achterndiek
Als Bestätigung dazu: Im 18. und 19. Jahrhundert war (jedenfalls
in Norddeutschland) "Oekonom" eine gängige Berufsbezeichnung für
Landwirte, die ihren Beruf an speziellen Schulen "studiert" hatten,
um dann als Gutsverwalter, Gutspächter oder auf eigenen Gütern zu
wirtschaften. [..]
Also ein Pachtgut in Verbindung mit einem Gutshof oder etwa eines
Klosters (?).
https://oldthing.de/AK-Niederseeon-Blick-auf-Steinsee-Oekonomiegut-und-Foersterhaus-0031883340
https://www.vorsprung-online.de/wetterau/25057-oekonomiegut-stolberg-hat-ein-riesiges-potential.html
http://www.adlersberg.com/der-adlersberg/geschichte.html
Ja.
Bei Steinsee bin ich nicht ganz sicher. Für Stolberg spricht die
in Google Earth sehr schön sichtbare Hof-Anlage. Den Adlersberg
bei Gegensburg kenne ich selbst.
Ein Unterschied zu den Gütern z.B. in den protestantischen Ländern
Mecklenburg und Pommern besteht allenfalls darin, daß auf diesen
letzteren regelmäßig die _gesamte_ Siedlung, also Herren- oder
Pächterhaus, Hof und Dorf-Anlage, evtl. noch Försterhaus, Mühle,
Schule usw., im Besitz des Gutsherrn war und dieser meist auch das
Patronat über die Kirche im Dorf ausübte, sofern da eine war.
--
j/\a
Jakob Achterndiek
2020-02-13 10:35:27 UTC
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[..] Gegensburg [..]
Regensburg
--
j/\a
Roland Franzius
2020-02-13 11:06:36 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Post by Quinn C
Post by Poul E. Jørgensen
'Jeg antager', 'sandsynligvis' - kann es jemand klarer definieren?
Ich brauche wirklich die Definition!
Eine Definition kann ich auch nicht finden - erstaunlich, wenn man
sieht, wie oft es verwendet wird.
| Ökonomie (griech.), Haushaltung, Hausverwaltung; auch soviel wie
| Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit; ferner der mit gewissen Anstalten
| verbundene wirtschaftliche Betrieb (z. B. in Ressourcen, Kasinos);
| auch *allgemein übliche Bezeichnung für Landgut und Landwirtschaft*.
Ökonomiegut ist ein auf Gewinn hin betriebenes Gut analog zu Domänen und
städtischen Gütern im Gegensatz zu den Gütern der Kirche und des Adels,
die steuerfrei waren.
Post by Jakob Achterndiek
Als Bestätigung dazu: Im 18. und 19. Jahrhundert war (jedenfalls
in Norddeutschland) "Oekonom" eine gängige Berufsbezeichnung für
Landwirte, die ihren Beruf an speziellen Schulen "studiert" hatten,
um dann als Gutsverwalter, Gutspächter oder auf eigenen Gütern zu
wirtschaften. Wenn sie als Pächter besonders erfolgreich waren
und auch sonst Reputation erworben hatten, konnte ihnen der Titel
"Oekonomierat" verliehen werden. Sie wurden dadurch "gesellschafts-
fähig", was in der damaligen Ständeordnung bedeutsam war.
Ökonomierat war in Österreich der in der Landwirtschaft tätige
"Kommerzienrat", also ein Ehrentitel für angesehene, reiche,
nichtadelige Gutsbesitzer.

Der Landschaftrat in Preußen und Hannover war hingegen ein Gutsherr, der
die Steuerverwaltung im Kreis Beauftragter der Provinzwerwaltung, des
der Drostei oder des Amtes erledigte.

Ein Ökonomiegut ist nach der Wortbedeutung ein auf Gewinn orientiertes
Gut im Gegensatz zu Kirchengütern und den Familiengütern des Adels, die
ganz anderen, nichtökonomische Gesetzen zu folgen hatten.

Im Gegensatz zu England bestand im Deutschen Reich bis Mitte des 19.Jh
ja eine Art Berufsverbot für den Adel in Berufen mit Gewinnabsicht, da
der Adel steuerfrei war. Angehörige des Adelsstandes als Träger der
Herrschaft durften neben der erhaltenden Verwaltung des eigenen
Grundbesitzes eigentlich nur für karg besoldete Staats- und
Kirchenämter tätig werden.

Diese strenge Standestrennung wurde im Zuge der industriellen Revolution
an der Grenze zwischen der höfischen und adligen Gesellschaft und dem
städtischen Besitzbürgertum Stück für Stück aufgeweicht. Parallel zu
Landflucht gingen die Nachkommen der Rittergutsbesitzer in akademische
Berufe und bauten Wirtschaftsunternehmen auf.
--
Roland Franzius
U***@web.de
2020-02-13 11:39:16 UTC
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Post by Roland Franzius
Im Gegensatz zu England bestand im Deutschen Reich bis Mitte des 19.Jh
ja eine Art Berufsverbot für den Adel in Berufen mit Gewinnabsicht, da
der Adel steuerfrei war. Angehörige des Adelsstandes als Träger der
Herrschaft durften neben der erhaltenden Verwaltung des eigenen
Grundbesitzes eigentlich nur für karg besoldete Staats- und
Kirchenämter tätig werden.
Also unselbständig, nicht eigengewerblich.

Hm, ich erinnere mich an eine nicht unbedeutende Posthalterei...
Jakob Achterndiek
2020-02-13 12:03:25 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Roland Franzius
Im Gegensatz zu England bestand im Deutschen Reich bis Mitte des 19.Jh
ja eine Art Berufsverbot für den Adel in Berufen mit Gewinnabsicht, da
der Adel steuerfrei war. Angehörige des Adelsstandes als Träger der
Herrschaft durften neben der erhaltenden Verwaltung des eigenen
Grundbesitzes eigentlich nur für karg besoldete Staats- und
Kirchenämter tätig werden.
Also unselbständig, nicht eigengewerblich.
Aber sozusagen mit Prokura des Landesherren.
Post by U***@web.de
Hm, ich erinnere mich an eine nicht unbedeutende Posthalterei...
Das war keine Prokura, sondern ein Privileg.
--
j/\a
Florian Ritter
2020-02-13 15:53:16 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Post by U***@web.de
Also unselbständig, nicht eigengewerblich.
Aber sozusagen mit Prokura des Landesherren.
Post by U***@web.de
Hm, ich erinnere mich an eine nicht unbedeutende Posthalterei...
Das war keine Prokura, sondern ein Privileg.
Im märkischen Bernau ist eine Apotheke aus fritzischer Zeit,
an deren Fassade eine Schrift verkündet, "k. privilegirt"
zu sein. Bei der Sanierung des Baus in den 80ern wurde das
in "k. privilegiert" geändert. Mein Vater fiel darauf hin
verschiedenen Ämtern so lange lästig, bis diese Änderung
wieder rückgängig gemacht wurde - FR
Jakob Achterndiek
2020-02-13 11:57:20 UTC
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Post by Roland Franzius
[D..] Wenn sie als Pächter besonders erfolgreich waren und
auch sonst Reputation erworben hatten, konnte ihnen der
Titel "Oekonomierat" verliehen werden. Sie wurden dadurch
"gesellschaftsfähig", was in der damaligen Ständeordnung
bedeutsam war.
Ökonomierat war in Österreich der in der Landwirtschaft tätige
"Kommerzienrat", also ein Ehrentitel für angesehene, reiche,
nichtadelige Gutsbesitzer.
Zumindest in Mecklenburg konnte dieser Rats-Titel auch Pächtern
verliehen werden.
--
j/\a
Diedrich Ehlerding
2020-02-13 12:17:47 UTC
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Post by Roland Franzius
Angehörige des Adelsstandes als Träger der
Herrschaft durften neben der erhaltenden Verwaltung des eigenen
Grundbesitzes eigentlich nur für karg besoldete Staats- und
Kirchenämter tätig werden.
Offizier, insbesondere Kavallerieoffizier war ebenfalls eine standesgemäße
und ehrenhafte Beschäftigung.
--
gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4
fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91A4
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
Florian Ritter
2020-02-13 15:45:57 UTC
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Post by Roland Franzius
Ökonomierat war in Österreich der in der Landwirtschaft tätige
"Kommerzienrat", also ein Ehrentitel für angesehene, reiche,
nichtadelige Gutsbesitzer.
Ich halte dafür, daß es in Österreich Kommerzialrat hieß.

In Greifswald verkehrte in Studentenkreisen ein Landwirt, der
ein ganzes Gut aus Kirchenbesitz gepachtet hatte und dies
bewirtschaftete, was bei den abstrus hohen Ankaufpreisen
der DDR äußerst lukrativ war - FR
U***@web.de
2020-02-13 19:29:17 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by Roland Franzius
Ökonomierat war in Österreich der in der Landwirtschaft tätige
"Kommerzienrat", also ein Ehrentitel für angesehene, reiche,
nichtadelige Gutsbesitzer.
Ich halte dafür, daß es in Österreich Kommerzialrat hieß.
In Greifswald verkehrte in Studentenkreisen ein Landwirt, der
ein ganzes Gut aus Kirchenbesitz gepachtet hatte und dies
bewirtschaftete, was bei den abstrus hohen Ankaufpreisen
der DDR äußerst lukrativ war - FR
Er wurde von der SED nicht angefeindet?

Gut, Zwangskollektivierung wird man bei
Kirchengut nicht gewagt haben.
Florian Ritter
2020-02-14 15:01:19 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Florian Ritter
In Greifswald verkehrte in Studentenkreisen ein Landwirt, der
ein ganzes Gut aus Kirchenbesitz gepachtet hatte und dies
bewirtschaftete, was bei den abstrus hohen Ankaufpreisen
der DDR äußerst lukrativ war.
Er wurde von der SED nicht angefeindet?
Nö, man war froh der erzeugten Produkte.
Post by U***@web.de
Gut, Zwangskollektivierung wird man bei
Kirchengut nicht gewagt haben.
Verfügte die Reichsbahn oder die Ev. Kirche in der DDR über mehr
Grund & Boden? Isch waases net.
Viele Landwirte waren nur pro forma in der LPG, betrieben so gut
wie ausschließlich ihr selbstisch Ding auf eigenem + Pachtland:
Tabakanbau (die Ernte ist eine Viechsarbeit), Rindermast
(mit hektarweise Futteranbau), Geflügelhaltung, Blumenanbau
(auch hektarweise, die Erzeugnisse gingen als Pflanzen an
Grünflächenbetriebe in Ostberlin) &c.

FR
Florian Ritter
2020-02-13 15:37:19 UTC
Antworten
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Post by Jakob Achterndiek
Post by Quinn C
| Ökonomie (griech.), Haushaltung, Hausverwaltung; auch soviel wie
| Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit; ferner der mit gewissen Anstalten
| verbundene wirtschaftliche Betrieb (z. B. in Ressourcen, Kasinos);
| auch *allgemein übliche Bezeichnung für Landgut und Landwirtschaft*.
Als Bestätigung dazu: Im 18. und 19. Jahrhundert war (jedenfalls
in Norddeutschland) "Oekonom" eine gängige Berufsbezeichnung für
Landwirte, die ihren Beruf an speziellen Schulen "studiert" hatten,
um dann als Gutsverwalter, Gutspächter oder auf eigenen Gütern zu
wirtschaften. Wenn sie als Pächter besonders erfolgreich waren
und auch sonst Reputation erworben hatten, konnte ihnen der Titel
"Oekonomierat" verliehen werden. Sie wurden dadurch "gesellschafts-
fähig", was in der damaligen Ständeordnung bedeutsam war.
Ein Bruder meines Urgroßvaters bewirtschaftete das Gut Sollstedt
bei Nordhausen, schmiß den Laden aber hin, kurz vor seiner
Ernennung zum Ökonomierat, was seine Töchter sehr bedauerten.
Ich habe etliche Gemälde des Malers Felix Possart, Bruder des
Münchner Generalintendanten, mit Motiven des Gutshofes.
Immerhin hatte Onkel Ernst aus dem Gut Revenuen gezogen, die es ihm
erlaubten, in Ballenstedt einen riesigen Kasten zu errichten
und darin hofzuhalten. Meine Tanten betrieben darin ein
"Fremdenheim" für ehemalige Offiziere, wie es Kempowski fürs
Selketal beschrieben hat - FR
Jakob Achterndiek
2020-02-13 16:36:30 UTC
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[..], schmiß den Laden aber hin, kurz vor seiner
Ernennung zum Ökonomierat, was seine Töchter sehr bedauerten.
Auch dieses Bedauern war ein Tribut an die Ständeordnung:
Sie hätten als Rats-Töchter von einem jener gewiß adeligen
Offiziere standesgemäß geheiratet werden können, statt
solche später, wie du schreibst, nur zu offiziersbeheimen.
--
j/\a
Florian Ritter
2020-02-14 15:24:02 UTC
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Permalink
Post by Jakob Achterndiek
[..], schmiß den Laden aber hin, kurz vor seiner
Ernennung zum Ökonomierat, was seine Töchter sehr bedauerten.
Sie hätten als Rats-Töchter von einem jener gewiß adeligen
Offiziere standesgemäß geheiratet werden können, statt
solche später, wie du schreibst, nur zu offiziersbeheimen.
Die waren unverheiratet und lagen mit einer in Ballenstedt
hängengebliebenen Herzogin des Kartenspieles ob.

Auch mein Vater legte sehr viel Wert auf Titel.
Er wurde Spätsommer '49 aus russischer Gefangenschaft
entlassen (die I-c-Offiziere wurden bis '55 festgehalten)
und einer seiner ersten Wege führte ihn in die
Wehrmacht-Auskunftstelle, wo man ihm mitteilte, daß
seine letzte, im April '45 erfolgte Beförderung das
Heerespersonalamt nicht mehr erreicht hatte.
Dies wurde als unentschuldbare Schlamperei bewertet - FR
U***@web.de
2020-02-14 16:35:27 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by Jakob Achterndiek
[..], schmiß den Laden aber hin, kurz vor seiner
Ernennung zum Ökonomierat, was seine Töchter sehr bedauerten.
Sie hätten als Rats-Töchter von einem jener gewiß adeligen
Offiziere standesgemäß geheiratet werden können, statt
solche später, wie du schreibst, nur zu offiziersbeheimen.
Die waren unverheiratet und lagen mit einer in Ballenstedt
hängengebliebenen Herzogin des Kartenspieles ob.
War nicht eben die Rede von der Minderung ihrer Heiratschancen?
Paßt doch alles.
U***@web.de
2020-02-13 11:40:18 UTC
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Post by Quinn C
Post by Poul E. Jørgensen
Post by Stefan Ram
Post by Poul E. Jørgensen
Was ist ein ein Ökonomiegut?
Nå, jeg antager, at det bogstaveligt talt ville være en
"økonomi-ejendom". Uanset hvad dette er!
Det betyder sandsynligvis noget som "et landbrug" (en
landbrugsgård).
'Jeg antager', 'sandsynligvis' - kann es jemand klarer definieren?
Ich brauche wirklich die Definition!
Eine Definition kann ich auch nicht finden - erstaunlich, wenn man
sieht, wie oft es verwendet wird.
Wurde.

Eine Netzfundstelle in einem älteren Rechtswörterbuch
gab leider nichts zur Sache preis.
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