Discussion:
Die Brücke läuft Gefahr, einzustürzen.
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Ralf Joerres
2020-05-07 07:45:13 UTC
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Heute gelesen: "Wenn es bei dieser harten Linie bleibt, (...) laufe selbst der
Vatertag Gefahr, dem Diktat des Dr. Drosten zum Opfer zu fallen."

(SZ Streiflicht)

Kann man das grundsätzlich so sagen? Beim 'Streiflicht' mit seinem süffisant-
ironischen Ton gelten vielleicht andere Regeln, die meine ich hier nicht.

Gruß Ralf Joerres
Wolfgang
2020-05-07 10:49:08 UTC
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Post by Ralf Joerres
Heute gelesen: "Wenn es bei dieser harten Linie bleibt, (...) laufe selbst
der Vatertag Gefahr, dem Diktat des Dr. Drosten zum Opfer zu fallen."
(SZ Streiflicht)
Kann man das grundsätzlich so sagen? Beim 'Streiflicht' mit seinem süffisant-
ironischen Ton gelten vielleicht andere Regeln, die meine ich hier nicht.
Ich fürchte, es ist so richtig.

Allerdings würde ich «Gefahr laufen», «riskieren» und dergleichen
nur von Lebewesen und Körperschaften (Unternehmen, Institutionen,
Gebietskörperschaften, Länder) sagen. Aber das ist nur meine
persönliche Wahl, und de gustibus...

Ciao,
Wolfgang
U***@web.de
2020-05-07 20:30:11 UTC
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Post by Wolfgang
Post by Ralf Joerres
Heute gelesen: "Wenn es bei dieser harten Linie bleibt, (...) laufe selbst
der Vatertag Gefahr, dem Diktat des Dr. Drosten zum Opfer zu fallen."
(SZ Streiflicht)
Kann man das grundsätzlich so sagen? Beim 'Streiflicht' mit seinem süffisant-
ironischen Ton gelten vielleicht andere Regeln, die meine ich hier nicht.
Ich fürchte, es ist so richtig.
Allerdings würde ich «Gefahr laufen», «riskieren» und dergleichen
nur von Lebewesen und Körperschaften (Unternehmen, Institutionen,
Gebietskörperschaften, Länder) sagen.
Verfasser hatte gerade kein 'drohte' zur Hand.
U***@web.de
2020-05-07 21:45:28 UTC
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Heute gelesen: "Wenn es bei dieser harten Linie bleibt, (...) laufe selbst
der Vatertag Gefahr, dem Diktat des Dr. Drosten zum Opfer zu fallen."
(SZ Streiflicht)
Kann man das grundsätzlich so sagen? Beim 'Streiflicht' mit seinem süffisant-
ironischen Ton gelten vielleicht andere Regeln, die meine ich hier nicht.
Ich fürchte, es ist so richtig.
Allerdings würde ich «Gefahr laufen», «riskieren» und dergleichen
nur von Lebewesen und Körperschaften (Unternehmen, Institutionen,
Gebietskörperschaften, Länder) sagen.
Verfasser hatte gerade kein 'drohte' zur Hand.
Hier passend natürlich: drohe.
Christina Kunze
2020-05-08 04:34:44 UTC
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Heute gelesen: "Wenn es bei dieser harten Linie bleibt, (...) laufe selbst
der Vatertag Gefahr, dem Diktat des Dr. Drosten zum Opfer zu fallen."
(SZ Streiflicht)
Allerdings würde ich «Gefahr laufen», «riskieren» und dergleichen
nur von Lebewesen und Körperschaften (Unternehmen, Institutionen,
Gebietskörperschaften, Länder) sagen.
Verfasser hatte gerade kein 'drohte' zur Hand.
Hier passend natürlich: drohe.
Seht ihr dabei nicht den Vatertag mit der Keule in der Hand dastehen und
"Dududu!" sagen?

chr
Wolfgang Εnzinger
2020-05-08 07:44:32 UTC
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Heute gelesen: "Wenn es bei dieser harten Linie bleibt, (...) laufe selbst
der Vatertag Gefahr, dem Diktat des Dr. Drosten zum Opfer zu fallen."
(SZ Streiflicht)
Allerdings würde ich «Gefahr laufen», «riskieren» und dergleichen
nur von Lebewesen und Körperschaften (Unternehmen, Institutionen,
Gebietskörperschaften, Länder) sagen.
Verfasser hatte gerade kein 'drohte' zur Hand.
Hier passend natürlich: drohe.
Seht ihr dabei nicht den Vatertag mit der Keule in der Hand dastehen und
"Dududu!" sagen?
Nicht direkt, kann man sich aber natürlich so vorstellen.

Ich seh's als Kurzform für: es droht das Ungemach, dass der V. dem Diktat
usw..
--
nobody's fault but mine
U***@web.de
2020-05-08 08:28:38 UTC
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Heute gelesen: "Wenn es bei dieser harten Linie bleibt, (...) laufe selbst
der Vatertag Gefahr, dem Diktat des Dr. Drosten zum Opfer zu fallen."
(SZ Streiflicht)
Allerdings würde ich «Gefahr laufen», «riskieren» und dergleichen
nur von Lebewesen und Körperschaften (Unternehmen, Institutionen,
Gebietskörperschaften, Länder) sagen.
Verfasser hatte gerade kein 'drohte' zur Hand.
Hier passend natürlich: drohe.
Seht ihr dabei nicht den Vatertag mit der Keule in der Hand dastehen und
"Dududu!" sagen?
Nicht direkt, kann man sich aber natürlich so vorstellen.
Ich seh's als Kurzform für: es droht das Ungemach, dass der V. dem Diktat
usw..
Ähnlich bei der Brücke, die aus irgendwelchen Gründen
in der Betreffzeile hängengeblieben war.
Ralf Joerres
2020-05-08 10:05:31 UTC
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Heute gelesen: "Wenn es bei dieser harten Linie bleibt, (...) laufe selbst
der Vatertag Gefahr, dem Diktat des Dr. Drosten zum Opfer zu fallen."
(SZ Streiflicht)
Allerdings würde ich «Gefahr laufen», «riskieren» und dergleichen
nur von Lebewesen und Körperschaften (Unternehmen, Institutionen,
Gebietskörperschaften, Länder) sagen.
Verfasser hatte gerade kein 'drohte' zur Hand.
Hier passend natürlich: drohe.
Seht ihr dabei nicht den Vatertag mit der Keule in der Hand dastehen und
"Dududu!" sagen?
Nicht direkt, kann man sich aber natürlich so vorstellen.
Ich seh's als Kurzform für: es droht das Ungemach, dass der V. dem Diktat
usw..
Ähnlich bei der Brücke, die aus irgendwelchen Gründen
in der Betreffzeile hängengeblieben war.
Falls das gemeint sein sollte: Der irgendwelcher Grund ist, dass ich mich
ungern wiederhole, auch wenn es im Usenet anscheinend sein muss, damit
die ganze Information transportiert wird. (Kriegt irgendwer der Diskutanten
eigentlich den Betreff nicht angezeigt?)

Übrigens: Analog zur Brücke [die Brücke nahm eine drohende Haltung ein :)]
könnte man sagen: In Italien pflegen die Brücken (gerne schon mal)
einzustürzen. In der Bedeutung: ... ist es durchaus nicht ungewöhnlich, dass
...

Gruß Ralf Joerres
U***@web.de
2020-05-08 11:15:25 UTC
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Post by Ralf Joerres
Heute gelesen: "Wenn es bei dieser harten Linie bleibt, (...) laufe selbst
der Vatertag Gefahr, dem Diktat des Dr. Drosten zum Opfer zu fallen."
(SZ Streiflicht)
Allerdings würde ich «Gefahr laufen», «riskieren» und dergleichen
nur von Lebewesen und Körperschaften (Unternehmen, Institutionen,
Gebietskörperschaften, Länder) sagen.
Verfasser hatte gerade kein 'drohte' zur Hand.
Hier passend natürlich: drohe.
Seht ihr dabei nicht den Vatertag mit der Keule in der Hand dastehen und
"Dududu!" sagen?
Nicht direkt, kann man sich aber natürlich so vorstellen.
Ich seh's als Kurzform für: es droht das Ungemach, dass der V. dem Diktat
usw..
Ähnlich bei der Brücke, die aus irgendwelchen Gründen
in der Betreffzeile hängengeblieben war.
Falls das gemeint sein sollte: Der irgendwelcher Grund ist, dass ich mich
ungern wiederhole, auch wenn es im Usenet anscheinend sein muss, damit
die ganze Information transportiert wird. (Kriegt irgendwer der Diskutanten
eigentlich den Betreff nicht angezeigt?)
Ich fände es schon, wenn der eigentliche Text zum
Beginn einer Diskussion immer aus sich heraus
verständlich wäre *und* den Betreff aufgriffe.

Ich schreibe äußerst ungern etwas aus dem Betreff
ab, weil es im Haupttext nicht zu finden ist,
obgleich der Betreff nicht selten provokant
formuliert ist.
Sergio Gatti
2020-05-08 13:01:16 UTC
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Post by Ralf Joerres
Übrigens: Analog zur Brücke [die Brücke nahm eine drohende Haltung ein :)]
könnte man sagen: In Italien pflegen die Brücken (gerne schon mal)
einzustürzen. In der Bedeutung: ... ist es durchaus nicht ungewöhnlich, dass
Man könnte es sagen, es wäre trotzdem ganz falsch.
Brücken stürzen auch in Italien nur sehr selten ein.
Ralf Joerres
2020-05-08 13:31:58 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Ralf Joerres
Übrigens: Analog zur Brücke [die Brücke nahm eine drohende Haltung ein :)]
könnte man sagen: In Italien pflegen die Brücken (gerne schon mal)
einzustürzen. In der Bedeutung: ... ist es durchaus nicht ungewöhnlich, dass
Man könnte es sagen, es wäre trotzdem ganz falsch.
Brücken stürzen auch in Italien nur sehr selten ein.
Schon auch. Allerdings:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Br%C3%BCckeneinst%C3%BCrzen#21._Jahrhundert

Im 21. Jh., genauer ab 2017, gab's in Italien 6 Brückeneinstürze, aus unter-
schiedlichen Gründen, von denen einige in Deutschland wahrscheinlich so nicht
hätten passieren können. In Deutschland gab's in 21. Jh 3 und seit 2017 keinen
mehr. Das ist wie mit dem Haar auf dem Kopf und in der Suppe. In Italien
sind da gerade in den letzten Jahren einige vorgefallen, das war mir im
Hinterkopf hängengeblieben.

Ralf Joerres
Detlef Meißner
2020-05-08 15:01:23 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Ralf Joerres
Übrigens: Analog zur Brücke [die Brücke nahm eine drohende Haltung ein :)]
könnte man sagen: In Italien pflegen die Brücken (gerne schon mal)
einzustürzen. In der Bedeutung: ... ist es durchaus nicht ungewöhnlich, dass
Man könnte es sagen, es wäre trotzdem ganz falsch.
Brücken stürzen auch in Italien nur sehr selten ein.
Die von den Römern halten wohl am längsten.

Detlef
--
Unfähigkeit ist nicht ganz durch Gewalt zu ersetzen.
(Brupbacher)
U***@web.de
2020-05-09 06:11:16 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Sergio Gatti
Post by Ralf Joerres
Übrigens: Analog zur Brücke [die Brücke nahm eine drohende Haltung ein :)]
könnte man sagen: In Italien pflegen die Brücken (gerne schon mal)
einzustürzen. In der Bedeutung: ... ist es durchaus nicht ungewöhnlich, dass
Man könnte es sagen, es wäre trotzdem ganz falsch.
Brücken stürzen auch in Italien nur sehr selten ein.
Die von den Römern halten wohl am längsten.
Die Römerbrücken, die jetzt noch stehen, gehören
im Bestand zu den langlebigsten.
Stefan Schmitz
2020-05-08 14:53:37 UTC
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Post by Ralf Joerres
Übrigens: Analog zur Brücke [die Brücke nahm eine drohende Haltung ein :)]
könnte man sagen: In Italien pflegen die Brücken (gerne schon mal)
einzustürzen. In der Bedeutung: ... ist es durchaus nicht ungewöhnlich, dass
Das kann man auch noch menschlicher ausdrücken:
In Italien stürzen die Brücken gern mal ein.
Sergio Gatti
2020-05-08 18:34:35 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by Ralf Joerres
Übrigens: Analog zur Brücke [die Brücke nahm eine drohende Haltung ein :)]
könnte man sagen: In Italien pflegen die Brücken (gerne schon mal)
einzustürzen. In der Bedeutung: ... ist es durchaus nicht ungewöhnlich, dass
In Italien stürzen die Brücken gern mal ein.
Gern? Mein ausgeschriebener Kommentar würde locker unter "Beleidigung"
fallen.
Auch "nicht ungewöhnlich" passt nicht. Würde es stimmen, gäbe es in
Italien kein Aufschrei, wenn eine Brücke einstürzt.

Häufiger als in Deutschland? Durchaus möglich oder sogar wahrscheinlich,
schon wegen der Topografie. Übrigens, ich bin vor zwei Stunden über eine
Brücke in der deutschen Hauptstadt Rad gefahren, die wohl nur deshalb
nicht einstürzt, weil man seit mehreren Jahren zwei parallel
verlaufenden Brücken unterhält und mal die eine, mal die andere absperrt.
Roland Franzius
2020-05-09 04:57:16 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Stefan Schmitz
Post by Ralf Joerres
Übrigens: Analog zur Brücke [die Brücke nahm eine drohende Haltung ein :)]
könnte man sagen: In Italien pflegen die Brücken (gerne schon mal)
einzustürzen. In der Bedeutung: ... ist es durchaus nicht ungewöhnlich, dass
In Italien stürzen die Brücken gern mal ein.
Gern? Mein ausgeschriebener Kommentar würde locker unter "Beleidigung"
fallen.
Auch "nicht ungewöhnlich" passt nicht. Würde es stimmen, gäbe es in
Italien kein Aufschrei, wenn eine Brücke einstürzt.
Häufiger als in Deutschland? Durchaus möglich oder sogar wahrscheinlich,
schon wegen der Topografie. Übrigens, ich bin vor zwei Stunden über eine
Brücke in der deutschen Hauptstadt Rad gefahren, die wohl nur deshalb
nicht einstürzt, weil man seit mehreren Jahren zwei parallel
verlaufenden Brücken unterhält und mal die eine, mal die andere absperrt.
Nun, mann kann im Netz nachlesen, dass Italien in der weltweiten 1.
Brückeneinsturzliga mit der von Genua wieder die Spitzenposition
übernommen hat.

Ansonsten liegen die Soitzenvereine aus statistischen Gründen der
Verteilung kleiner positiver Zahlen immer in etwa gleichauf.

https://www.google.de/search?tbm=isch&source=hp&biw=1366&bih=664&ei=YTe2XuPlJqyLjLsPjriH2A0&q=br%C3%BCckeneinsturz
--
Roland Franzius
Thomas Schade
2020-05-09 06:11:34 UTC
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Post by Roland Franzius
Ansonsten liegen die Soitzenvereine aus statistischen Gründen der
Verteilung kleiner positiver Zahlen immer in etwa gleichauf.
Wenn nicht sogar aus statischen Gründen.


Ciao
Toscha
--
Versuchungen sollte man nachgeben.
Wer weiß, ob sie wiederkommen.
[Oscar Wilde zugeschrieben]
Sergio Gatti
2020-05-09 08:56:59 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Roland Franzius
Ansonsten liegen die Soitzenvereine aus statistischen Gründen der
Verteilung kleiner positiver Zahlen immer in etwa gleichauf.
Wenn nicht sogar aus statischen Gründen.
Entschuldigung: Hast du die Mitteilung von Roland Franzius so
verstümmelt, dass sie zumindest für mich völlig unverständlich ist, oder
ist auch der Rest völlig unverständlich?
Frage an alle: Was soll ein Soitzenverein sein? "Spitzenverein" hat in
diesem Satz ohne Zusammenhang - und vermutlich auch im Zusammenhang -
keinen Sinn.
U***@web.de
2020-05-09 13:14:24 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Thomas Schade
Post by Roland Franzius
Ansonsten liegen die Soitzenvereine aus statistischen Gründen der
Verteilung kleiner positiver Zahlen immer in etwa gleichauf.
Wenn nicht sogar aus statischen Gründen.
Entschuldigung: Hast du die Mitteilung von Roland Franzius so
verstümmelt
Ich schlage vor, den Vergleich mit der Originalmitteilung
dem zu übertragen, dem er ohnehin obliegt: dem Gatti.
Thomas Schade
2020-05-10 11:35:04 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Thomas Schade
Post by Roland Franzius
Ansonsten liegen die Soitzenvereine aus statistischen Gründen der
Verteilung kleiner positiver Zahlen immer in etwa gleichauf.
Wenn nicht sogar aus statischen Gründen.
Entschuldigung: Hast du die Mitteilung von Roland Franzius so
verstümmelt, dass sie zumindest für mich völlig unverständlich ist, oder
ist auch der Rest völlig unverständlich?
Da es mir nur um die launige Bedeutungsverschiebung von 'statistisch' zu
'statisch' im Zusammenhang mit einstürzenden Neubauten^wBrücken ging,
ist der Rest des Kontexts dafür eigentlich irrelevant.
Post by Sergio Gatti
Frage an alle: Was soll ein Soitzenverein sein? "Spitzenverein" hat in
diesem Satz ohne Zusammenhang - und vermutlich auch im Zusammenhang -
keinen Sinn.
Roland erlaubte sich einen kleinen Jokus in Bezug auf die 1. Liga der
Länder mit baufälligen Brücken.


Ciao
Toscha
--
Rassismus hat viele Gesichter. Aber alle sind hässlich.
Quinn C
2020-05-10 15:58:33 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Stefan Schmitz
Post by Ralf Joerres
Übrigens: Analog zur Brücke [die Brücke nahm eine drohende Haltung ein :)]
könnte man sagen: In Italien pflegen die Brücken (gerne schon mal)
einzustürzen. In der Bedeutung: ... ist es durchaus nicht ungewöhnlich, dass
In Italien stürzen die Brücken gern mal ein.
Gern? Mein ausgeschriebener Kommentar würde locker unter "Beleidigung"
fallen.
Auch "nicht ungewöhnlich" passt nicht. Würde es stimmen, gäbe es in
Italien kein Aufschrei, wenn eine Brücke einstürzt.
Der Punkt war m.E., daß auch anthropomorphisierende Ausdrücke wie "gern"
nur etwas über die Häufigkeit aussagen, nichts weiter. Insbesondere
nichts über die Gründe.
Post by Sergio Gatti
Häufiger als in Deutschland? Durchaus möglich oder sogar wahrscheinlich,
schon wegen der Topografie. Übrigens, ich bin vor zwei Stunden über eine
Brücke in der deutschen Hauptstadt Rad gefahren, die wohl nur deshalb
nicht einstürzt, weil man seit mehreren Jahren zwei parallel
verlaufenden Brücken unterhält und mal die eine, mal die andere absperrt.
Wenn man's denn macht, ist es ja in Ordnung. Bei einer der wichtigen
Brücken in Montreal hat man das in den letzten Jahren so gemacht -
abwechselnd einen Strang abgesperrt, um Reparaturen durchzuführen.

Eine andere große Brücke wurde vor kurzem komplett neu gebaut. Kein
leichtes Unterfangen, wo der Fluß an der Stelle 2 km breit ist. Von den
Brücken, die nahe der Innenstadt nach Süden führen, war es die jüngste.
Aber das ist kein fairer Vergleich, denn sie hat auch mit Anstand den
meisten Verkehr zu bewältigen, und auf allen Brücken ist viel mehr
Verkehr, als man sich in den 1950er Jahren vorstellen konnte. Die neue
Brücke soll 125 Jahre halten.
--
die pfaffen mit ihren platten,
die münch mit ihren gugeln schon
bergreihen 26 ndr.
U***@web.de
2020-05-09 06:13:48 UTC
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Post by Ralf Joerres
Übrigens: Analog zur Brücke [die Brücke nahm eine drohende Haltung ein :)]
Durch unziemliche Neigung, Rißbildung
und Ausbrechen einzelner Teile?
Florian Ritter
2020-05-09 18:42:51 UTC
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Post by U***@web.de
Post by Ralf Joerres
Übrigens: Analog zur Brücke [die Brücke nahm eine drohende Haltung ein :)]
Durch unziemliche Neigung, Rißbildung
und Ausbrechen einzelner Teile?
Wolle der Korrosion nicht vergessen, auch anderer Material-
"Ermüdung", wie Nachgeben von Nieten (bis ca. 1930 waren
Brückenkonstruktionen zu allermeist genietete Stahlkonstruktionen,
dann setzte sich das Schweißen durch).

FR
Stefan Schmitz
2020-05-08 15:01:05 UTC
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Post by Wolfgang Εnzinger
Post by Christina Kunze
Post by U***@web.de
Post by U***@web.de
Post by Wolfgang
Post by Ralf Joerres
Heute gelesen: "Wenn es bei dieser harten Linie bleibt, (...) laufe selbst
der Vatertag Gefahr, dem Diktat des Dr. Drosten zum Opfer zu fallen."
(SZ Streiflicht)
Allerdings würde ich «Gefahr laufen», «riskieren» und dergleichen
nur von Lebewesen und Körperschaften (Unternehmen, Institutionen,
Gebietskörperschaften, Länder) sagen.
Verfasser hatte gerade kein 'drohte' zur Hand.
Hier passend natürlich: drohe.
Seht ihr dabei nicht den Vatertag mit der Keule in der Hand dastehen und
"Dududu!" sagen?
Nicht direkt, kann man sich aber natürlich so vorstellen.
Ich seh's als Kurzform für: es droht das Ungemach, dass der V. dem Diktat
usw..
Dieses Missverständnis könnte man vermeiden, indem man, wie es meinem
Sprachverständnis entspricht, zwischen "drohen" und zu-Infinitiv nur dann ein Komma setzt, wenn da noch ein "damit" hinpassen würde.

Mit "scheinen" bekäme der selbe Satz ja auch kein Komma.
Ralf Joerres
2020-05-08 13:09:42 UTC
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Post by Wolfgang
Post by Ralf Joerres
Heute gelesen: "Wenn es bei dieser harten Linie bleibt, (...) laufe selbst
der Vatertag Gefahr, dem Diktat des Dr. Drosten zum Opfer zu fallen."
(SZ Streiflicht)
Kann man das grundsätzlich so sagen? Beim 'Streiflicht' mit seinem süffisant-
ironischen Ton gelten vielleicht andere Regeln, die meine ich hier nicht.
Ich fürchte, es ist so richtig.
Allerdings würde ich «Gefahr laufen», «riskieren» und dergleichen
nur von Lebewesen und Körperschaften (Unternehmen, Institutionen,
Gebietskörperschaften, Länder) sagen. Aber das ist nur meine
persönliche Wahl, und de gustibus...
So geht's mir auch: Das Subjekt muss ein Agens sein bzw. über
Handlungsfähigkeit verfügen. Sonst ließe sich jedes (epistemische)
und negativ zu verstehende 'könnte' durch 'Gefahr laufen' wiedergeben:

- Bei schlechtem Wetter läuft das Open-Air-Konzert Gefahr, auszufallen.

- Die Lieferung läuft Gefahr, sich zu verzögern.

- Das läuft Gefahr, ins Auge zu gehen.

Und wenn schon, warum nicht auch positiv?:

- Da läufst du Gefahr, recht zu haben.

- Das läuft Gefahr, sich noch einmal als nützlich zu erweisen.

- Es läuft Gefahr, gut hinzukommen.

Ralf Joerres
Gunhild Simon
2020-05-09 10:00:02 UTC
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Post by Ralf Joerres
Post by Wolfgang
Post by Ralf Joerres
Heute gelesen: "Wenn es bei dieser harten Linie bleibt, (...) laufe selbst
der Vatertag Gefahr, dem Diktat des Dr. Drosten zum Opfer zu fallen."
(SZ Streiflicht)
Kann man das grundsätzlich so sagen? Beim 'Streiflicht' mit seinem süffisant-
ironischen Ton gelten vielleicht andere Regeln, die meine ich hier nicht.
Ich fürchte, es ist so richtig.
Allerdings würde ich «Gefahr laufen», «riskieren» und dergleichen
nur von Lebewesen und Körperschaften (Unternehmen, Institutionen,
Gebietskörperschaften, Länder) sagen. Aber das ist nur meine
persönliche Wahl, und de gustibus...
So geht's mir auch: Das Subjekt muss ein Agens sein bzw. über
Handlungsfähigkeit verfügen. Sonst ließe sich jedes (epistemische)
- Bei schlechtem Wetter läuft das Open-Air-Konzert Gefahr, auszufallen.
- Die Lieferung läuft Gefahr, sich zu verzögern.
- Das läuft Gefahr, ins Auge zu gehen.
- Da läufst du Gefahr, recht zu haben.
- Das läuft Gefahr, sich noch einmal als nützlich zu erweisen.
- Es läuft Gefahr, gut hinzukommen.
Um eine persönliche Tat auszuschließen, schlage ich vr:
Die Brücke ist einsturzgefährdet.

Gruß Gunhild
Roland Franzius
2020-05-09 08:25:37 UTC
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Post by Gunhild Simon
Die Brücke ist einsturzgefährdet.
Ist so eine salvatorische Klausel der Verantwortlichen: Man wartet auf
einen Gefährder und zieht ihn dann aus dem Verkehr.

In Wirklichkeit sind fast alle unsere Brücken, soweit älter als 50
Jahre, einsturzverzögert.
--
Roland Franzius
Wolfgang
2020-05-09 11:08:37 UTC
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Post by Gunhild Simon
Post by Ralf Joerres
Post by Wolfgang
Post by Ralf Joerres
Heute gelesen: "Wenn es bei dieser harten Linie bleibt,
(...) laufe selbst der Vatertag Gefahr, dem Diktat des
Dr. Drosten zum Opfer zu fallen."
(SZ Streiflicht)
Kann man das grundsätzlich so sagen? Beim 'Streiflicht' mit seinem süffisant-
ironischen Ton gelten vielleicht andere Regeln, die meine ich hier nicht.
Ich fürchte, es ist so richtig.
Allerdings würde ich «Gefahr laufen», «riskieren» und dergleichen
nur von Lebewesen und Körperschaften (Unternehmen, Institutionen,
Gebietskörperschaften, Länder) sagen. Aber das ist nur meine
persönliche Wahl, und de gustibus...
So geht's mir auch: Das Subjekt muss ein Agens sein bzw. über
Handlungsfähigkeit verfügen. Sonst ließe sich jedes (epistemische)
- Bei schlechtem Wetter läuft das Open-Air-Konzert Gefahr, auszufallen.
- Die Lieferung läuft Gefahr, sich zu verzögern.
- Das läuft Gefahr, ins Auge zu gehen.
- Da läufst du Gefahr, recht zu haben.
- Das läuft Gefahr, sich noch einmal als nützlich zu erweisen.
- Es läuft Gefahr, gut hinzukommen.
Die Brücke ist einsturzgefährdet.
Deine Lösung ist sehr elegant, lenkt aber von der eigentlichen
Frage, ob eine tote Sache «Gefahr laufen» kann, ab. Nach Meinung der
Mehrheit kann sie das wohl nicht, aber beim Verb «drohen» scheint es
solche Bedenken nicht zu geben. Ist das logisch?

Ciao,
Wolfgang
Stefan Schmitz
2020-05-09 12:25:06 UTC
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Post by Wolfgang
Deine Lösung ist sehr elegant, lenkt aber von der eigentlichen
Frage, ob eine tote Sache «Gefahr laufen» kann, ab. Nach Meinung der
Mehrheit kann sie das wohl nicht, aber beim Verb «drohen» scheint es
solche Bedenken nicht zu geben. Ist das logisch?
Das liegt daran, dass "drohen" nicht nur eine Handlung des Subjekts beschreiben
kann, sondern auch eine abstrakte Gefahr.

"Die Brücke droht einzustürzen" ist das gleiche wie "Es droht der
Brückeneinsturz". Bei letzterem wird wohl niemand fragen, mit was der Einsturz
denn droht.
Helmut Richter
2020-05-09 15:36:59 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Das liegt daran, dass "drohen" nicht nur eine Handlung des Subjekts beschreiben
kann, sondern auch eine abstrakte Gefahr.
Besonders hübsch im Passiv:

Das Rauschgift droht beschlagnahmt zu werden.
--
Helmut Richter
Martin Gerdes
2020-05-09 20:40:02 UTC
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Post by Ralf Joerres
Heute gelesen: "Wenn es bei dieser harten Linie bleibt, (...) laufe selbst der
Vatertag Gefahr, dem Diktat des Dr. Drosten zum Opfer zu fallen."
(SZ Streiflicht)
Kann man das grundsätzlich so sagen?
Klar, Du liest es ja.
Post by Ralf Joerres
Beim 'Streiflicht' mit seinem süffisant-ironischen Ton gelten vielleicht andere
Regeln, die meine ich hier nicht.
Ich hätte allerdings geschrieben: "Wenn es bei dieser harten Linie
bleibe ...", denn in meinen Augen ist all das eine indirekte Rede.
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