Discussion:
Rezept Tomatensoße DDR-Schulküche? / Sauce vs. Soße
(zu alt für eine Antwort)
Dino Corleone
2018-05-09 09:23:01 UTC
Permalink
Raw Message
Üblicherweise steht beides auf der Karte, denn die Sauce hat der Gastwirt
fertig im Eimer.
Sauce / Soße

ist das ein Sonderfall zwischen

Westdeutsch / Ostdeutsch?

Im Osten schreibt man immer Soße, im Westen kenn ich nur Sauce.

Was ist in Westberlin?

???

Dino
Erik Meltzer
2018-05-09 09:40:25 UTC
Permalink
Raw Message
Moin!
Post by Dino Corleone
Im Osten schreibt man immer Soße, im Westen kenn ich nur Sauce.
Als Wessi, sozialisiert in den 70ern, kenne ich "Soße" als
ältere, in unserer Familie bevorzugt verwendete Form. Raum
Göttingen bis Hannover, etwa.

[Hirnlosen Crosspost ohne Followup-to getötet]

Liebe Grüße,
Ermel.
--
Nach 10 Jahren oder so zurück im Usenet.
Schmeckt wie früher.
x***@gmail.com
2018-05-09 11:15:45 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Erik Meltzer
Post by Dino Corleone
Im Osten schreibt man immer Soße, im Westen kenn ich nur Sauce.
Als Wessi, sozialisiert in den 70ern, kenne ich "Soße" als
ältere, in unserer Familie bevorzugt verwendete Form. Raum
Göttingen bis Hannover, etwa.
Es muß richtigerweise "Tunke" heißen - FR
Christian Weisgerber
2018-05-09 14:01:46 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Dino Corleone
Sauce / Soße
ist das ein Sonderfall zwischen
Westdeutsch / Ostdeutsch?
Im Osten schreibt man immer Soße, im Westen kenn ich nur Sauce.
Ich als Besserwessi halte „Soße“ für die geläufigere Form.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Andreas Karrer
2018-05-09 15:03:42 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Christian Weisgerber
Post by Dino Corleone
Sauce / Soße
ist das ein Sonderfall zwischen
Westdeutsch / Ostdeutsch?
Im Osten schreibt man immer Soße, im Westen kenn ich nur Sauce.
Ich als Besserwessi halte „Soße“ für die geläufigere Form.
In der Schweiz heisst es fast immer Sauce, "Sosse" gilt als
deutsch-deutsch wie Eisbein, Hähnchen oder Feldsalat (Gnagi, Poulet,
Nüsslisalat). "Soße" ist naturgemäss noch seltener.

Beispielsweise kommt "Sosse"/"Soße" auf den Webseiten der zwei grossen
Einzelhandelsketten Migros und Coop nie vor (ausser in
Leserkommentaren).

Der Online-Duden bezeichnet beim Eintrag "Soße, Sauce, die" die Form
"Sauce" zunächst als "Alternative Schreibung", weiter unten als
schweizerisches Synonym.

- Andi
U***@web.de
2018-05-09 17:30:39 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Karrer
Beispielsweise kommt "Sosse"/"Soße" auf den Webseiten der zwei grossen
Einzelhandelsketten Migros und Coop nie vor (ausser in
Leserkommentaren).
Selten warst Du so einfach zu widerlegen.
https://www.migros-impuls.ch/de/ernaehrung/ernaehrungsformen/low-carb-ernaehrung/kohlenhydratarme-alternativen

"Und je nach Beilage und Sosse wird das Pastagericht
trotz kohlenhydratarmer Alternative wieder kalorienreich. "

Gruß, ULF
Heinz Lohmann
2018-05-10 01:21:43 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Karrer
Post by Christian Weisgerber
Post by Dino Corleone
Sauce / Soße
ist das ein Sonderfall zwischen
Westdeutsch / Ostdeutsch?
Im Osten schreibt man immer Soße, im Westen kenn ich nur Sauce.
Ich als Besserwessi halte „Soße“ für die geläufigere Form.
In der Schweiz heisst es fast immer Sauce, "Sosse" gilt als
deutsch-deutsch wie Eisbein, Hähnchen oder Feldsalat (Gnagi, Poulet,
Nüsslisalat). "Soße" ist naturgemäss noch seltener.
Wie wird in der Schweiz (und Österreich) dann Sauce ausgesprochen?
Französisch oder deutsch?
Mit oder ohne e am Ende?
[ˈzoːsə] oder [ˈzoːs]?
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Andreas Karrer
2018-05-10 10:16:02 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Heinz Lohmann
Post by Andreas Karrer
In der Schweiz heisst es fast immer Sauce, "Sosse" gilt als
deutsch-deutsch wie Eisbein, Hähnchen oder Feldsalat (Gnagi, Poulet,
Nüsslisalat). "Soße" ist naturgemäss noch seltener.
Wie wird in der Schweiz (und Österreich) dann Sauce ausgesprochen?
Französisch oder deutsch?
Deutschschweiz: Deutsch, mit -e am Ende. Im Schweizerdeutschen
eigentlich mehr wie "Sose".

- Andi
Sergio Gatti
2018-05-10 11:18:26 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Karrer
Post by Heinz Lohmann
Post by Andreas Karrer
In der Schweiz heisst es fast immer Sauce, "Sosse" gilt als
deutsch-deutsch wie Eisbein, Hähnchen oder Feldsalat (Gnagi, Poulet,
Nüsslisalat). "Soße" ist naturgemäss noch seltener.
Wie wird in der Schweiz (und Österreich) dann Sauce ausgesprochen?
Französisch oder deutsch?
Deutschschweiz: Deutsch, mit -e am Ende. Im Schweizerdeutschen
eigentlich mehr wie "Sose".
Meinst du [ˈzoːzə] (reimt auf Rose) oder [ˈsoːsə] (reimt auf
Posse)?
Ist das -e am Ende überhaupt ein Schwa?
Andreas Karrer
2018-05-10 18:16:42 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Sergio Gatti
Post by Andreas Karrer
Post by Heinz Lohmann
Post by Andreas Karrer
In der Schweiz heisst es fast immer Sauce, "Sosse" gilt als
deutsch-deutsch wie Eisbein, Hähnchen oder Feldsalat (Gnagi, Poulet,
Nüsslisalat). "Soße" ist naturgemäss noch seltener.
Wie wird in der Schweiz (und Österreich) dann Sauce ausgesprochen?
Französisch oder deutsch?
Deutschschweiz: Deutsch, mit -e am Ende. Im Schweizerdeutschen
eigentlich mehr wie "Sose".
Meinst du [ˈzoːzə] (reimt auf Rose) oder [ˈsoːsə] (reimt auf
Posse)?
Ist das -e am Ende überhaupt ein Schwa?
Ja, mit Schwa, und wie Rose oder (hochdeutsch) Hose. Stimmloses s
natürlich. Wie gesagt nur im Dialekt, und vielleicht auch nicht in
allen schweizerdeutschen Dialekten.

- Andi
Martin Gerdes
2018-05-11 11:15:45 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Heinz Lohmann
Wie wird in der Schweiz (und Österreich) dann Sauce ausgesprochen?
Französisch oder deutsch?
Mit oder ohne e am Ende?
[?zo?s?] oder [?zo?s]?
Ich kenne das Wort aus meiner Kinderzeit nur mit stimmlosen s
gesprochen.

Hierzustadt höre ich es gelegentlich standarddeutsch gesprochen
(stimmhaftes s am Anfang, stimmloses s in der Mitte). Etliche Leute
sprechen das Wort aber auch mit zwei stimmhaften s.


Habe ich hier schonmal erwähnt, daß ich das Wort "Diskussion", das
standarddeutsch mit stimmlosem s in der Mitte gesprochen wird, immer
häufiger mit stimmhaftem s gesprochen höre?
Diedrich Ehlerding
2018-05-11 11:53:54 UTC
Permalink
Raw Message
Martin Gerdes meinte:

[Aussprache von "Sauce"]
Post by Martin Gerdes
Etliche Leute
sprechen das Wort aber auch mit zwei stimmhaften s.
Das halte ich für einen Rhenanismus; jedenfalls habe ich das in Köln und
am Niederrhein häufiger gehört. Es hat auf mich zehennagelkräuselnde
Wirkung.
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
Heinz Brückner
2018-05-11 13:05:15 UTC
Permalink
Raw Message
am Fri, 11 May 2018 13:15:45 +0200 schrieb Martin Gerdes
Post by Martin Gerdes
Habe ich hier schonmal erwähnt, daß ich das Wort "Diskussion", das
standarddeutsch mit stimmlosem s in der Mitte gesprochen wird, immer
häufiger mit stimmhaftem s gesprochen höre?
Habe ich schon mal angemerkt, dass dir dann vor meinem geistigen Auge
sofort 1 "s" verschwindet? ("Wia schreibschn des?")

Heinz
Heinz Brückner
2018-05-11 14:32:19 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Heinz Brückner
am Fri, 11 May 2018 13:15:45 +0200 schrieb Martin Gerdes
Post by Martin Gerdes
Habe ich hier schonmal erwähnt, daß ich das Wort "Diskussion", das
standarddeutsch mit stimmlosem s in der Mitte gesprochen wird, immer
häufiger mit stimmhaftem s gesprochen höre?
Habe ich schon mal angemerkt, dass dir dann vor meinem geistigen Auge
mir, pardon.
Post by Heinz Brückner
sofort 1 "s" verschwindet? ("Wia schreibschn des?")
Heinz
x***@gmail.com
2018-05-09 16:01:49 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Christian Weisgerber
Post by Dino Corleone
Im Osten schreibt man immer Soße, im Westen kenn ich nur Sauce.
Ich als Besserwessi halte „Soße“ für die geläufigere Form.
In rezenter Gastroprose ist die Abbr. Sc., etwa in Tomatensc.,
gängig - FR
Peter Veith
2018-05-09 16:32:19 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Christian Weisgerber
Post by Dino Corleone
Sauce / Soße
ist das ein Sonderfall zwischen
Westdeutsch / Ostdeutsch?
Im Osten schreibt man immer Soße, im Westen kenn ich nur Sauce.
Ich als Besserwessi halte „Soße“ für die geläufigere Form.
Kommt darauf an, wo.

Sauce -> Österreich bzw. als "Fachsprache" auch BRD
Soße -> BRD
Sosse -> Schweiz und Liechtenstein.

Sagt Freund Wiktionary.

Veith
--
Dem Frieden verpflichtet:
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Roman Racine
2018-05-09 17:30:18 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Peter Veith
Post by Christian Weisgerber
Post by Dino Corleone
Sauce / Soße
ist das ein Sonderfall zwischen
Westdeutsch / Ostdeutsch?
Im Osten schreibt man immer Soße, im Westen kenn ich nur Sauce.
Ich als Besserwessi halte „Soße“ für die geläufigere Form.
Kommt darauf an, wo.
Sauce -> Österreich bzw. als "Fachsprache" auch BRD
Soße -> BRD
Sosse -> Schweiz und Liechtenstein.
Bin Schweizer, würde nie etwas anders als "Sauce" schreiben. Wiktionary
dürfte sich irren.

Gruss

Roman°
Chr. Maercker
2018-05-11 06:47:44 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Roman Racine
Bin Schweizer, würde nie etwas anders als "Sauce" schreiben. Wiktionary
dürfte sich irren.
Das willich meinen. Die Schwyz ist viel zu französisch, dort kommt keine
"Sosse" auf die Teller. ;-)

Hierzulande ist beides gebräuchlich. "Soße Hollandaise" hab ich z.B.
noch nie gesehen, nur "Sauce H...". Ich überlege aber gerade, was
dereinst auf manchen russischen Gläsern in Kyrillisch stand:
"<irknwas> v dumatnim so(u?)se"
Kyrillisch wäre das "co(y?)ce". Weiß halt nur nicht mehr, ob die ein "u"
eingeschoben hatten oder nicht.
Die Russen schreiben Fremdworte grundsätzlich wie gehört, was Wunder,
dank eigener Schrift.
--
CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.
Diedrich Ehlerding
2018-05-09 17:32:41 UTC
Permalink
Raw Message
[Gruppenliste bereinigt]
Post by Peter Veith
Sosse -> Schweiz und Liechtenstein.
Sagt Freund Wiktionary.
Das wundert mich; ich hätte vermutet, dass in Helvetien doe französische
Schreibweise vorherrscht. Mein Eindruck war immer, dass im
Schweizerischen viel mehr Fremdwörter aus dem Französischen im alltag
geläufig sind als im Großen Kanton. Beispiel: aufgefallen waren mir z.B.
mal "Occasion" für "Sonderangebot" oder "Trottoir" für Gehweg.

Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
U***@web.de
2018-05-09 18:10:07 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Diedrich Ehlerding
Mein Eindruck war immer, dass im
Schweizerischen viel mehr Fremdwörter aus dem Französischen im alltag
geläufig sind als im Großen Kanton. Beispiel: aufgefallen waren mir z.B.
mal "Occasion" für "Sonderangebot"
Zumindest vor "Angebot" in gleicher Bedeutung
scheut man da nicht zurück: https://www.aktionis.ch/deals/alle-total-waschmittel-15
Aber auch nicht vor dem eigentlichen Sonderangebot: https://www.presseportal.ch/de/pm/100000968/100575651
René Marquardt
2018-05-09 20:34:10 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Diedrich Ehlerding
geläufig sind als im Großen Kanton. Beispiel: aufgefallen waren mir z.B.
mal "Occasion" für "Sonderangebot" oder "Trottoir" für Gehweg.
Trottoir wuerde mir ueberhaupt nicht auffallen.
Fabian Geselle
2018-05-09 20:56:55 UTC
Permalink
Raw Message
Post by René Marquardt
Post by Diedrich Ehlerding
geläufig sind als im Großen Kanton. Beispiel: aufgefallen waren mir z.B.
mal "Occasion" für "Sonderangebot" oder "Trottoir" für Gehweg.
Trottoir wuerde mir ueberhaupt nicht auffallen.
"Gehweg" ist mir ungeläufig. "Bürgersteig" oder "Fußweg" kenne ich.

Fabian
Michael Pachta
2018-05-10 06:34:52 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Fabian Geselle
"Gehweg" ist mir ungeläufig. "Bürgersteig" oder "Fußweg" kenne ich.
Sowohl "Gehweg" als auch "Bürgersteig" sind mir geläufig (stamme
ursprünglich aus NRW, Niederrhein). "Fußweg" hingegen kenne ich nur in
der Form "Es ist ein Fußweg von 5 Minuten." o.ä., nicht aber als Synonym
für einen der beiden anderen obigen Begriffe.
Quinn C
2018-05-10 16:50:45 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Michael Pachta
Post by Fabian Geselle
"Gehweg" ist mir ungeläufig. "Bürgersteig" oder "Fußweg" kenne ich.
Sowohl "Gehweg" als auch "Bürgersteig" sind mir geläufig (stamme
ursprünglich aus NRW, Niederrhein).
Mir auch, wobei "Gehweg" für mich aber bürokratisch klingt.
Post by Michael Pachta
"Fußweg" hingegen kenne ich nur in
der Form "Es ist ein Fußweg von 5 Minuten." o.ä., nicht aber als Synonym
für einen der beiden anderen obigen Begriffe.
Oder als Weg durch die Landschaft, nicht neben einer Straße.
--
er (Tristan) hiez im ein tôrenkleit
an der stete machen:
von wunderlîchen sachen
einen roc seltsên getan
und eine gugelen daran
H. V. FREIBERG Tristan
Frank Hucklenbroich
2018-05-10 18:06:28 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Quinn C
Post by Michael Pachta
Post by Fabian Geselle
"Gehweg" ist mir ungeläufig. "Bürgersteig" oder "Fußweg" kenne ich.
Sowohl "Gehweg" als auch "Bürgersteig" sind mir geläufig (stamme
ursprünglich aus NRW, Niederrhein).
Mir auch, wobei "Gehweg" für mich aber bürokratisch klingt.
Genau, ich kenne das eigentlich nur als "Bürgersteig".
Post by Quinn C
Post by Michael Pachta
"Fußweg" hingegen kenne ich nur in
der Form "Es ist ein Fußweg von 5 Minuten." o.ä., nicht aber als Synonym
für einen der beiden anderen obigen Begriffe.
Oder als Weg durch die Landschaft, nicht neben einer Straße.
Richtig, ein Fußweg ist ein Weg für Fußgänger, der kann auch quer durch den
Wald gehen.

Grüße,

Frank
U***@web.de
2018-05-11 07:02:24 UTC
Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Quinn C
Post by Michael Pachta
Post by Fabian Geselle
"Gehweg" ist mir ungeläufig. "Bürgersteig" oder "Fußweg" kenne ich.
Sowohl "Gehweg" als auch "Bürgersteig" sind mir geläufig (stamme
ursprünglich aus NRW, Niederrhein).
Mir auch, wobei "Gehweg" für mich aber bürokratisch klingt.
Genau, ich kenne das eigentlich nur als "Bürgersteig".
Auch 'Gehsteig' ist noch im Angebot.

Gruß, ULF
Frank Hucklenbroich
2018-05-10 18:07:40 UTC
Permalink
Raw Message
Post by René Marquardt
Post by Diedrich Ehlerding
geläufig sind als im Großen Kanton. Beispiel: aufgefallen waren mir z.B.
mal "Occasion" für "Sonderangebot" oder "Trottoir" für Gehweg.
Trottoir wuerde mir ueberhaupt nicht auffallen.
Im Kölschen gibt es das auch, ähnlich wie den Paraplü für Regenschirm oder
Plümo für die Bettdecke. Aber im Alltag würde ich das nicht verwenden.

Grüße,

Frank
René Marquardt
2018-05-10 21:13:08 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Frank Hucklenbroich
Post by René Marquardt
Post by Diedrich Ehlerding
geläufig sind als im Großen Kanton. Beispiel: aufgefallen waren mir z.B.
mal "Occasion" für "Sonderangebot" oder "Trottoir" für Gehweg.
Trottoir wuerde mir ueberhaupt nicht auffallen.
Im Kölschen gibt es das auch, ähnlich wie den Paraplü für Regenschirm oder
Plümo für die Bettdecke. Aber im Alltag würde ich das nicht verwenden.
Wir wollen das Pissoir nicht vergessen!
Frank Hucklenbroich
2018-05-10 18:04:56 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Diedrich Ehlerding
[Gruppenliste bereinigt]
Post by Peter Veith
Sosse -> Schweiz und Liechtenstein.
Sagt Freund Wiktionary.
Das wundert mich; ich hätte vermutet, dass in Helvetien doe französische
Schreibweise vorherrscht. Mein Eindruck war immer, dass im
Schweizerischen viel mehr Fremdwörter aus dem Französischen im alltag
geläufig sind als im Großen Kanton. Beispiel: aufgefallen waren mir z.B.
mal "Occasion" für "Sonderangebot" oder "Trottoir" für Gehweg.
Camion für den LKW, Velo fürs Fahrrad. Aber das Motorrad ist ein Töff ;-)

Grüße,

Frank
Andreas Karrer
2018-05-10 18:43:16 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Diedrich Ehlerding
[Gruppenliste bereinigt]
Post by Peter Veith
Sosse -> Schweiz und Liechtenstein.
Sagt Freund Wiktionary.
Das wundert mich; ich hätte vermutet, dass in Helvetien doe französische
Schreibweise vorherrscht. Mein Eindruck war immer, dass im
Schweizerischen viel mehr Fremdwörter aus dem Französischen im alltag
geläufig sind als im Großen Kanton. Beispiel: aufgefallen waren mir z.B.
mal "Occasion" für "Sonderangebot" oder "Trottoir" für Gehweg.
Eine Occasion ist hier nicht wie im Frz. ganz allgemein eine Gelegenheit,
sondern ein Gebrauchtwagen. Oder eine ähnliche Sache, die man
gebraucht erworben hat, z.B. "das iPhone hab ich als Occasion gekauft,
war alles OK, nur ein paar Kratzer". Geht aber nicht für alles, für
Second-Hand-Kleider oder ein Haus eher nicht.
Post by Frank Hucklenbroich
Camion für den LKW, Velo fürs Fahrrad. Aber das Motorrad ist ein Töff ;-)
"Die Barriere war schon gesenkt und da wartete ein Camion, wir
mussten aufs Trottoir ausweichen und schleppten die Velos über die
Passerelle auf den Perron, haben dann die Bagage verladen und im
hintersten Wagon noch ein leeres Coupé gefunden. Aber als der
Kondukteur mein Billet sehen wollte, ..."

(Schranke, LKW, Gehsteig, Fahrrad, Fussgängerbrücke, Bahnsteig,
Gepäck, Wagen, Abteil, Schaffner, Fahrkarte). Camion ist nur nahe
der Sprachgrenze üblich, also in Bern oder Basel. Bagage für
Gepäck ist stark veraltend, meist nur noch wie in D in der Wendung
"mit der ganzen Bagage". Wagon (mit Nasal) und Coupé (für Abteil)
sagen nur noch alte Leute. Die französisierende Aussprache Billje
hört man nicht mehr oft, ich hatte das kürzlich mal gesagt und bei
den Kindern ein Kopfschütteln geerntet.

- Andi
Bertel Lund Hansen
2018-05-11 06:08:08 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Karrer
"Die Barriere war schon gesenkt und da wartete ein Camion, wir
mussten aufs Trottoir ausweichen und schleppten die Velos über die
Passerelle auf den Perron, haben dann die Bagage verladen und im
hintersten Wagon noch ein leeres Coupé gefunden. Aber als der
Kondukteur mein Billet sehen wollte, ..."
Auf Dänisch:
"Barriere" ist üblich, aber wird nur mit der Bedeutung
"Verhinderung" benutzt. "Camion", "trottoir", "passerelle" und
"wagon" sind unbekannnt. "Velo" ist VeloSolex.

"Bagage", "kupé", "konduktør" und "billet" sind normale Wörter.
Zugnerds sagen aber nicht "konduktør" sondern "togfører" oder
"togbetjent".

Für Sosse haben wir auch zwei Wörter: "sovs" und "sauce" - das
letzte mit französischer Aussprache. Der Unterschied:

Wenn es genug davon gibt, ist es "sovs".
--
/Bertel - aus Dänemark
Manfred Hoß
2018-05-11 06:17:38 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Andreas Karrer
"Die Barriere war schon gesenkt und da wartete ein Camion, wir
mussten aufs Trottoir ausweichen und schleppten die Velos über die
Passerelle auf den Perron, haben dann die Bagage verladen und im
hintersten Wagon noch ein leeres Coupé gefunden. Aber als der
Kondukteur mein Billet sehen wollte, ..."
"Barriere" ist üblich, aber wird nur mit der Bedeutung
"Verhinderung" benutzt. "Camion", "trottoir", "passerelle" und
"wagon" sind unbekannnt. "Velo" ist VeloSolex.
Wagon kommt aus dem Englischen, wird im Deutschen aber ausgesprochen, als
handelte es sich um ein französisches Wort.

Gruß
Manfred.
Bertel Lund Hansen
2018-05-11 08:27:51 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Manfred Hoß
Wagon kommt aus dem Englischen, wird im Deutschen aber ausgesprochen, als
handelte es sich um ein französisches Wort.
https://www.oxfordlearnersdictionaries.com/definition/english/wagon?q=wagon

late 15th cent.: from Dutch wagen.

Vielleicht kommt der heutige Gebrauch im Deutschen vom
Englischen, aber das Wort ist mehr deutsch als englisch.
--
/Bertel - aus Dänemark
René Marquardt
2018-05-11 13:35:51 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Manfred Hoß
Wagon kommt aus dem Englischen, wird im Deutschen aber ausgesprochen, als
handelte es sich um ein französisches Wort.
https://www.oxfordlearnersdictionaries.com/definition/english/wagon?q=wagon
late 15th cent.: from Dutch wagen.
Vielleicht kommt der heutige Gebrauch im Deutschen vom
Englischen,
Gloobsch nüsch. Was im Deutschen "(Eisenbahn-)Waggong" genannt wird,
heißt im Englischen "(train) car".
Heinz Lohmann
2018-05-11 15:12:08 UTC
Permalink
Raw Message
Post by René Marquardt
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Manfred Hoß
Wagon kommt aus dem Englischen, wird im Deutschen aber ausgesprochen, als
handelte es sich um ein französisches Wort.
https://www.oxfordlearnersdictionaries.com/definition/english/wagon?q=wagon
late 15th cent.: from Dutch wagen.
Vielleicht kommt der heutige Gebrauch im Deutschen vom
Englischen,
Gloobsch nüsch. Was im Deutschen "(Eisenbahn-)Waggong" genannt wird,
heißt im Englischen "(train) car".
Das mag so sein, but ...
Im Etymologischen Wörterbuch von Pfeifer geht die Herkunft von *Waggon*
etwas um die sprachliche Ecke:

*Waggon* m., 'Eisenbahnwagen', zuvor auch 'Transportbeiwagen, Kutsche',
Übernahme (Anfang 19. Jh.) von gleichbed. engl. /wag(g)on/, das im 16.
Jh. aus mnl. wāghen (s. Wagen) entlehnt ist. Die frz. Aussprache im Dt.
ist wohl angelehnt an andere (aus dem Frz. stammende) Bezeichnungen im
Eisenbahnwesen.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Andreas Karrer
2018-05-11 16:44:05 UTC
Permalink
Raw Message
Post by René Marquardt
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Manfred Hoß
Wagon kommt aus dem Englischen, wird im Deutschen aber ausgesprochen, als
handelte es sich um ein französisches Wort.
https://www.oxfordlearnersdictionaries.com/definition/english/wagon?q=wagon
late 15th cent.: from Dutch wagen.
Vielleicht kommt der heutige Gebrauch im Deutschen vom
Englischen,
Gloobsch nüsch. Was im Deutschen "(Eisenbahn-)Waggong" genannt wird,
heißt im Englischen "(train) car".
Nönö, im Amerikanischen. Im Britischen Englisch spricht man durchaus
von wagon. Vielleicht muss man daran erinnern, dass die Eisenbahn in
England erfunden wurde.

BE AE
railway railroad
coach passenger car
goods wagon boxcar
brake van caboose
coupling coupler
driver engineer
shunter switcher

usw usf.

- Andi
Christian Weisgerber
2018-05-11 11:11:50 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Manfred Hoß
Wagon kommt aus dem Englischen, wird im Deutschen aber ausgesprochen, als
handelte es sich um ein französisches Wort.
Pfeifer: „Die frz. Aussprache im Dt. ist wohl angelehnt an andere (aus
dem Frz. stammende) Bezeichnungen im Eisenbahnwesen.“

Das englische Wort wiederum ist aus mittelniederländisch _wagen_,
_waghen_ übernommen. Die einheimische englische Form dieses
germanischen Worts ist das heute seltene _wain_, dem man am häufigsten
als Bestandteil des Nachnamens _Wainwright_, ‘Wagenbauer’, begegnen
dürfte.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
U***@web.de
2018-05-11 12:36:20 UTC
Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Christian Weisgerber
Das englische Wort wiederum ist aus mittelniederländisch _wagen_,
_waghen_ übernommen. Die einheimische englische Form dieses
germanischen Worts ist das heute seltene _wain_, dem man am häufigsten
als Bestandteil des Nachnamens _Wainwright_, ‘Wagenbauer’, begegnen
dürfte.
Aber auch die Berufsbezeichung scheint nicht ganz
ausgestorben zu sein. https://en.wikipedia.org/wiki/Wainwright

Gruß, ULF
U***@web.de
2018-05-11 12:27:23 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Manfred Hoß
Wagon kommt aus dem Englischen, wird im Deutschen aber ausgesprochen, als
handelte es sich um ein französisches Wort.
Im Französischen ist das Wort im Eisenbahnwesen noch
heute gebräuchlich, und zwar für Güterwagen.
Zuletzt auch noch im Namen der Schlafwagengesellschaft.

Im Britischen https://en.wikipedia.org/wiki/Railroad_car
zufolge auch noch verwendet.

Gruß, ULF
Luigi Rotta
2018-05-09 19:37:39 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Peter Veith
Sosse -> Schweiz und Liechtenstein.
_Sicher_ _nicht_.

Hier kennt man nur Sauce.
--
Gruss

Luigi


Ever tried. Ever failed. No matter.
Try Again. Fail again. Fail better.
Samuel Beckett
Henning Sponbiel
2018-05-10 06:36:54 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Luigi Rotta
Post by Peter Veith
Sosse -> Schweiz und Liechtenstein.
_Sicher_ _nicht_.
Hier kennt man nur Sauce.
Hier in Westen: Soße oder Sose.


Henning
Gunhild Simon
2018-05-10 13:29:43 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Henning Sponbiel
Post by Luigi Rotta
Post by Peter Veith
Sosse -> Schweiz und Liechtenstein.
_Sicher_ _nicht_.
Hier kennt man nur Sauce.
Hier in Westen: Soße oder Sose.
Letzteres macht mir eine Gänsehaut - oder
desd-mäßig: sich ungesund wellende Fußnägel.

Gruß
Gunhild
Wolfgang
2018-05-11 12:11:56 UTC
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Post by Luigi Rotta
Post by Peter Veith
Sosse -> Schweiz und Liechtenstein.
_Sicher_ _nicht_.
Hier kennt man nur Sauce.
In der Romandie sicher. Aber auch im Tessin?

Ciao,
Wolfgang
Frank Hucklenbroich
2018-05-09 20:46:32 UTC
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Post by Peter Veith
Post by Christian Weisgerber
Post by Dino Corleone
Sauce / Soße
ist das ein Sonderfall zwischen
Westdeutsch / Ostdeutsch?
Im Osten schreibt man immer Soße, im Westen kenn ich nur Sauce.
Ich als Besserwessi halte „Soße“ für die geläufigere Form.
Kommt darauf an, wo.
Sauce -> Österreich bzw. als "Fachsprache" auch BRD
Üblich mindestens seit den 80er Jahren.
Post by Peter Veith
Soße -> BRD
Im Leben nicht. "Sauce" hieß das, und nicht anders.
Post by Peter Veith
Sosse -> Schweiz und Liechtenstein.
Ganz sicher nicht. Ich bin seit 1978 regelmäßig in der Schweiz gewesen,
aber das ist mir sicherlich niemals untergekommen. Da war man eher
frankophil.

Grüße,

Frank
Siegfrid Breuer
2018-05-09 22:59:00 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Peter Veith
Soße -> BRD
Im Leben nicht. "Sauce" hieß das, und nicht anders.
Du bist doch auch Koelner(?), da heisst das ja Zaus!
Aber zumindest knapp ausserhalb der rheinischen Tiefebene
war zu meiner Kindheits- und Jugendzeit Sosse ueblich.
OK, Sauce nahmen die, die sich gerne einen gehobenen Touch gaben.
--
Post by Frank Hucklenbroich
ich bin kein Profi und ich weiss, dass es eine ganze Menge gibt, was ich
nicht weiss, aber soo wenig ist es ja nun auch wieder nicht was ich weiss
(bloeder Monolog - koennte man jetzt hier noch ueber ein paar DIN A4
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
Werner Sondermann
2018-05-10 07:30:31 UTC
Permalink
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Post by Siegfrid Breuer
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Peter Veith
Soße -> BRD
Im Leben nicht. "Sauce" hieß das, und nicht anders.
Du bist doch auch Koelner(?), da heisst das ja Zaus!
Aber zumindest knapp ausserhalb der rheinischen Tiefebene
war zu meiner Kindheits- und Jugendzeit Sosse ueblich.
OK, Sauce nahmen die, die sich gerne einen gehobenen Touch gaben.
Und unter Adolf hieß die Sauce dann Tunke.

w.
--
10. Mai 2018 - 85 Jahre Heizen mit Büchern
Die Merkel-Apokalypse
2018-05-10 12:38:29 UTC
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Post by Werner Sondermann
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Peter Veith
Soße -> BRD
Im Leben nicht. "Sauce" hieß das, und nicht anders.
  Du bist doch auch Koelner(?), da heisst das ja Zaus!
  Aber zumindest knapp ausserhalb der rheinischen Tiefebene
  war zu meiner Kindheits- und Jugendzeit Sosse ueblich.
  OK, Sauce nahmen die, die sich gerne einen gehobenen Touch gaben.
Und unter Adolf hieß die Sauce dann Tunke.
Und unter Merkel "Dressing".

DMA
--
In der Merkel-Apokalypse braucht „Mann“ Allrad!
Dacia Duster 4x4 Diesel!
René Marquardt
2018-05-10 12:42:46 UTC
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Post by Die Merkel-Apokalypse
Post by Werner Sondermann
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Peter Veith
Soße -> BRD
Im Leben nicht. "Sauce" hieß das, und nicht anders.
  Du bist doch auch Koelner(?), da heisst das ja Zaus!
  Aber zumindest knapp ausserhalb der rheinischen Tiefebene
  war zu meiner Kindheits- und Jugendzeit Sosse ueblich.
  OK, Sauce nahmen die, die sich gerne einen gehobenen Touch gaben.
Und unter Adolf hieß die Sauce dann Tunke.
Und unter Merkel "Dressing".
Neeeeeeeeee. Dressing kommt an den Salat. Sauce wie zB Bratensauce
heist Gravy.

Außer natürlich du wolltest absichtlich einen Handy-Bodybag bilden.
Der Habakuk.
2018-05-10 13:18:38 UTC
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Post by Die Merkel-Apokalypse
Post by Werner Sondermann
Post by Siegfrid Breuer
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Peter Veith
Soße -> BRD
Im Leben nicht. "Sauce" hieß das, und nicht anders.
Du bist doch auch Koelner(?), da heisst das ja Zaus!
Und woher stammt dieses merkwürdige Wort ursprünglich? Wovon ist es
abgeleitet? Von zausen, zerzausen, Zausel usw ja wohl eher nicht.
Post by Die Merkel-Apokalypse
Post by Werner Sondermann
Post by Siegfrid Breuer
Aber zumindest knapp ausserhalb der rheinischen Tiefebene
war zu meiner Kindheits- und Jugendzeit Sosse ueblich.
OK, Sauce nahmen die, die sich gerne einen gehobenen Touch gaben.
Und unter Adolf hieß die Sauce dann Tunke.
Und unter Merkel "Dressing".
DMA
--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*
René Marquardt
2018-05-10 13:54:19 UTC
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Post by Der Habakuk.
Post by Siegfrid Breuer
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Peter Veith
Soße -> BRD
Im Leben nicht. "Sauce" hieß das, und nicht anders.
Du bist doch auch Koelner(?), da heisst das ja Zaus!
Und woher stammt dieses merkwürdige Wort ursprünglich? Wovon ist es
abgeleitet? Von zausen, zerzausen, Zausel usw ja wohl eher nicht.
Von Latein "salsa", (gesalzene) Tunke, also ursprünglich von Salz.
Der Habakuk.
2018-05-10 14:12:44 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Der Habakuk.
Post by Siegfrid Breuer
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Peter Veith
Soße -> BRD
Im Leben nicht. "Sauce" hieß das, und nicht anders.
Du bist doch auch Koelner(?), da heisst das ja Zaus!
Und woher stammt dieses merkwürdige Wort ursprünglich? Wovon ist es
abgeleitet? Von zausen, zerzausen, Zausel usw ja wohl eher nicht.
Von Latein "salsa", (gesalzene) Tunke, also ursprünglich von Salz.
Also wohl vom selben Wortstamm, von dem sich auch Soße ableitet.

Komisch, was die Kölner draus gemacht haben.

Aber vielleicht gabs in Colonia Claudia Ara Agrippinensium ja einige
Legionäre, die einen Sprachfehler hatten und zalsa sagten, so daß sie es
falsch gelernt haben. Oder die Urkölner hatten was auf den Ohren. ;-)
--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*
Siegfrid Breuer
2018-05-10 19:12:00 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Der Habakuk.
Post by Siegfrid Breuer
Du bist doch auch Koelner(?), da heisst das ja Zaus!
Und woher stammt dieses merkwürdige Wort ursprünglich? Wovon ist es
abgeleitet? Von zausen, zerzausen, Zausel usw ja wohl eher nicht.
Ich denke mal, auch von Sosse. Sosse - Sauss - Zauss.
Ich vergass das scharfe 's' am Schluss.
--
Post by Der Habakuk.
Mir fehlen einfach die weiteren Fakten, um mir vorschnell ein solches
Werturteil anzumassen - es kann sein, dass es sich so verhaelt...es kann
aber sein, dass sich die Situation ganz anders darstellt... .
[relativiert Ohlemacher in <***@4ax.com>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
noebbes
2018-05-11 09:37:37 UTC
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Post by Siegfrid Breuer
Post by Der Habakuk.
Post by Siegfrid Breuer
Du bist doch auch Koelner(?), da heisst das ja Zaus!
Und woher stammt dieses merkwürdige Wort ursprünglich? Wovon ist es
abgeleitet? Von zausen, zerzausen, Zausel usw ja wohl eher nicht.
Ich denke mal, auch von Sosse. Sosse - Sauss - Zauss.
Ich vergass das scharfe 's' am Schluss.
Bei Zauss wurde die französische Schreibweise Sauce eingedeutscht und
verballhornt. Sauce - Sauss - Zauss

Enne Oecher
Paul
2018-05-10 15:13:58 UTC
Permalink
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Post by Werner Sondermann
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Peter Veith
Soße -> BRD
Im Leben nicht. "Sauce" hieß das, und nicht anders.
  Du bist doch auch Koelner(?), da heisst das ja Zaus!
  Aber zumindest knapp ausserhalb der rheinischen Tiefebene
  war zu meiner Kindheits- und Jugendzeit Sosse ueblich.
  OK, Sauce nahmen die, die sich gerne einen gehobenen Touch gaben.
Und unter Adolf hieß die Sauce dann Tunke.
w.
Ein echter Sachse sagt Briehe, also Brühe. Wie sagte mein Großvater
immer? Vom Popo die Soße als vornehmer Ausdruck für Fromage de Brie.

Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
http://www.emsisoft.de/de/software/antimalware/?id=5716961
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Ludger Averborg
2018-05-10 17:23:31 UTC
Permalink
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On Thu, 10 May 2018 17:13:58 +0200, Paul
Post by Paul
Post by Werner Sondermann
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Peter Veith
Soße -> BRD
Im Leben nicht. "Sauce" hieß das, und nicht anders.
  Du bist doch auch Koelner(?), da heisst das ja Zaus!
  Aber zumindest knapp ausserhalb der rheinischen Tiefebene
  war zu meiner Kindheits- und Jugendzeit Sosse ueblich.
  OK, Sauce nahmen die, die sich gerne einen gehobenen Touch gaben.
Und unter Adolf hieß die Sauce dann Tunke.
w.
Ein echter Sachse sagt Briehe, also Brühe. Wie sagte mein Großvater
immer? Vom Popo die Soße als vornehmer Ausdruck für Fromage de Brie.
Da differenziert der Sachse aber schon zwischen gebunden und
nicht gebunden. Wurschstbriehe oder Fleeschbriehe ja. Oder
Briehkardoffln (= "Kardofflstickchn"

Aber nie Senfbriehe, Domadnbriehe, Mährredschbriehe. Das
heeßt Soße.

l.
Ronald Konschak
2018-05-11 10:22:38 UTC
Permalink
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Post by Ludger Averborg
On Thu, 10 May 2018 17:13:58 +0200, Paul
Post by Paul
Post by Werner Sondermann
Und unter Adolf hieß die Sauce dann Tunke.
w.
Ein echter Sachse sagt Briehe, also Brühe. Wie sagte mein Großvater
immer? Vom Popo die Soße als vornehmer Ausdruck für Fromage de Brie.
Da differenziert der Sachse aber schon zwischen gebunden und
nicht gebunden. Wurschstbriehe oder Fleeschbriehe ja. Oder
Briehkardoffln (= "Kardofflstickchn"
Aber nie Senfbriehe, Domadnbriehe, Mährredschbriehe. Das
heeßt Soße.
Das Sächsische Volkswörterbuch kennt das Wort Soße überhaupt nicht.
Man sagt Tunke. Dä Dunge. Das Wort Tunke hat seinen Ursprung im
lateinischen intinctus und ist eine Lehnübersetzung, die im 9. Jhd.
im Ostmitteldeutschen auftauchte. Wenn man so will, ein sächsisches
Original. Der Führer würde im Grab rotieren, so er eins hätte, wenn
ihm jemand diesen unheldischen Dialekt[1] unterstellen wollte, Herr
Sondermann.

[1] O-Ton Martin Mutschmann,1925-1945 NSDAP-Gauleiter Sachsen

Ronald.
--
There are two kinds of conservative voters, the millionaires and the
misguided ones. To find out which one you are, look in your wallet.
Werner Sondermann
2018-05-11 10:53:17 UTC
Permalink
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Post by Ronald Konschak
Post by Ludger Averborg
Post by Paul
Post by Werner Sondermann
Und unter Adolf hieß die Sauce dann Tunke.
Ein echter Sachse sagt Briehe, also Brühe. Wie sagte mein Großvater
immer? Vom Popo die Soße als vornehmer Ausdruck für Fromage de Brie.
Da differenziert der Sachse aber schon zwischen gebunden und
nicht gebunden. Wurschstbriehe oder Fleeschbriehe ja. Oder
Briehkardoffln (= "Kardofflstickchn"
Aber nie Senfbriehe, Domadnbriehe, Mährredschbriehe. Das
heeßt Soße.
Das Sächsische Volkswörterbuch kennt das Wort Soße überhaupt nicht.
Man sagt Tunke. Dä Dunge. Das Wort Tunke hat seinen Ursprung im
lateinischen intinctus und ist eine Lehnübersetzung, die im 9. Jhd.
im Ostmitteldeutschen auftauchte. Wenn man so will, ein sächsisches
Original. Der Führer würde im Grab rotieren, so er eins hätte, wenn
ihm jemand diesen unheldischen Dialekt[1] unterstellen wollte, Herr
Sondermann.
[1] O-Ton Martin Mutschmann,1925-1945 NSDAP-Gauleiter Sachsen
Guten Tag, *Herr Konschak*,

aber war es denn damals nicht sogar halboffizielle Staatsdoktrin,
möglichst alle Fremdwörter entweder einzudeutschen oder durch
deutsche Synonyme zu ersetzen?

Das hatte mit jedenfalls mein Vater mal erzählt:
"Ab heute heißt die Sauce Tunke ... und eine teutsche Frau schminkt
sich nicht!"

*SCHTONK*

Der Trottoir wurde so zum Bürgersteig, die Serviette zum Mundtuch und
die Sauce eben zur Tunke.

Sprachpuristen, die die deutsche Sprache rein halten wollen, gibt es ja
auch heute noch, aber ob die deswegen auch gleich Nationalsozialisten
sind, glaube ich eher nicht.

w.
Christina Kunze
2018-05-11 15:11:36 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Werner Sondermann
Sprachpuristen, die die deutsche Sprache rein halten wollen, gibt es ja
auch heute noch, aber ob die deswegen auch gleich Nationalsozialisten
sind, glaube ich eher nicht.
Die gab es auch viel früher, schon Brentano hat sich drüber
lustiggemacht[1], den Sprachpurismus so eng an den Nationalsozialismus
zu binden, tut ihm mMn Unrecht.
Ein sehr amüsantes Verdeutungsbuch, das hier im Regal steht, stammt auch
aus dem 19. Jh. [2]

1 An die Türe klopfe nicht, sondern sage nur: ›Ins Heu, ins Heu, ins
Heuderlei‹; erlaubt er dir, einen Strauß zu binden, so breche die Blumen
nicht selber, sondern gehe lieber ohne Strauß heim; vor allem hüte dich,
ein undeutsches Wort zu sagen, und statt Sack sage [246] Beutel. – Nun
gehe in Gottesnamen, ich will dir immer in der Nähe sein.«
<http://www.zeno.org/Literatur/M/Brentano,+Clemens/M%C3%A4rchen-Sammlung/Rheinm%C3%A4rchen/Das+M%C3%A4rchen+vom+Murmeltier>

2 Verdeutschungsbücher des allgemeinen deutschen Sprachvereins. I. Die
Speisekarte. Verdeutschung der in der Küche und im Gasthofswesen
gebräuchlichen entbehrlichen Lehnwörter. Leipzig 1889
Helmut Richter
2018-05-11 12:08:18 UTC
Permalink
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Post by Ronald Konschak
Das Sächsische Volkswörterbuch kennt das Wort Soße überhaupt nicht.
Man sagt Tunke. Dä Dunge. Das Wort Tunke hat seinen Ursprung im
lateinischen intinctus und ist eine Lehnübersetzung, die im 9. Jhd.
im Ostmitteldeutschen auftauchte. Wenn man so will, ein sächsisches
Original. Der Führer würde im Grab rotieren, so er eins hätte, wenn
ihm jemand diesen unheldischen Dialekt[1] unterstellen wollte, Herr
Sondermann.
Deswegen hat der Führer auch so durch und durch deutsche Wörter wie
Nationalsozialismus, Generalgouvernement und Propagandaministerium
geprägt. Alles in Frakturschrift natürlich.

Ich fürchte, da ist manches Märchen unterwegs. Jetzt fehlt nur noch der
"Gesichtserker" und der "Viertopfzerknalltreibling", wobei letzterer so
lächerlich ist, weil er so viel länger ist als der kurz-knappe
"Vierzylinderexplosionsmotor", den er angeblich verdrängen sollte.
--
Helmut Richter
Wolfgang
2018-05-11 12:29:01 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Helmut Richter
Post by Ronald Konschak
Das Sächsische Volkswörterbuch kennt das Wort Soße überhaupt nicht.
Man sagt Tunke. Dä Dunge. Das Wort Tunke hat seinen Ursprung im
lateinischen intinctus und ist eine Lehnübersetzung, die im 9. Jhd.
im Ostmitteldeutschen auftauchte. Wenn man so will, ein sächsisches
Original. Der Führer würde im Grab rotieren, so er eins hätte, wenn
ihm jemand diesen unheldischen Dialekt[1] unterstellen wollte, Herr
Sondermann.
Deswegen hat der Führer auch so durch und durch deutsche Wörter wie
Nationalsozialismus, Generalgouvernement und Propagandaministerium
geprägt. Alles in Frakturschrift natürlich.
Ich fürchte, da ist manches Märchen unterwegs. Jetzt fehlt nur noch der
"Gesichtserker" und der "Viertopfzerknalltreibling", wobei letzterer so
lächerlich ist, weil er so viel länger ist als der kurz-knappe
"Vierzylinderexplosionsmotor", den er angeblich verdrängen sollte.
....|....1....|....2....|....3
Viertopfzerknalltreibling
Vierzylinderexplosionsmotor

Ciao,
Wolfgang
Heinz Lohmann
2018-05-11 15:28:34 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Helmut Richter
Post by Ronald Konschak
Das Sächsische Volkswörterbuch kennt das Wort Soße überhaupt nicht.
Man sagt Tunke. Dä Dunge. Das Wort Tunke hat seinen Ursprung im
lateinischen intinctus und ist eine Lehnübersetzung, die im 9. Jhd.
im Ostmitteldeutschen auftauchte. Wenn man so will, ein sächsisches
Original. Der Führer würde im Grab rotieren, so er eins hätte, wenn
ihm jemand diesen unheldischen Dialekt[1] unterstellen wollte, Herr
Sondermann.
Deswegen hat der Führer auch so durch und durch deutsche Wörter wie
Nationalsozialismus, Generalgouvernement und Propagandaministerium
geprägt. Alles in Frakturschrift natürlich.
Ich fürchte, da ist manches Märchen unterwegs. Jetzt fehlt nur noch der
"Gesichtserker" und der "Viertopfzerknalltreibling", wobei letzterer so
lächerlich ist, weil er so viel länger ist als der kurz-knappe
"Vierzylinderexplosionsmotor", den er angeblich verdrängen sollte.
Wenn das der Führer wüsste, was ihm da manchmal angedichtet wird!
Es war eher der ADSV, dem es dann in der Nazizeit auch irgendwann etwas
an den Kragen ging:
<https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeiner_Deutscher_Sprachverein#Das_Ende_des_ADSV>

Ausführlicher dazu der Standard:

Es mag wie ein Treppenwitz der Geschichte erscheinen - aber gerade die
Nazis waren alles andere als fremdwörterfeindlich: Im Dezember 1940
erließ Hitler eine Weisung, die im Jahr darauf unter dem Betreff
"Unschöne Verdeutschung von Fremdwörtern" allen amtlichen Stellen per
Runderlass bekanntgegeben wurde: "Dem Führer ist in letzter Zeit
mehrfach aufgefallen, dass - auch von amtlichen Stellen - seit langem in
die deutsche Sprache übernommene Fremdwörter durch Ausdrücke ersetzt
werden, die meist im Wege der Übersetzung des Ursprungswortes gefunden
und daher in der Regel unschön sind. Beispielsweise erwähnte der Führer,
dass amtlich jetzt an Stelle von Souffleuse die Bezeichnung 'Einsagerin'
gebraucht werde.

Der Führer hat angeordnet, die zuständigen Stellen davon zu
unterrichten, daß er derartige gewaltsame Eindeutschungen nicht wünscht
und die künstliche Ersetzung längst ins Deutsche eingebürgerter
Fremdwörter durch nicht aus dem Geiste der deutschen Sprache geborene
und den Sinn der Fremdwörter meist nur unvollkommen wiedergebende Wörter
nicht billigt."

Mit anderen Worten, liebe Abwehrkämpfer: Der "Führer" wäre mit
Nietenhosen oder Schundfraß alles andere als happy gewesen! (Gerhard
Zeillinger/DER STANDARD, 18.5.2013) -
derstandard.at/1363711472922/Die-Sprachretter-und-der-Fuehrer-Erlass
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Gerhard Hoffmann
2018-05-10 21:18:57 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Werner Sondermann
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Peter Veith
Soße -> BRD
Ja, aber 100 Pro!
Post by Werner Sondermann
Post by Frank Hucklenbroich
Im Leben nicht. "Sauce" hieß das, und nicht anders.
Nie & nimmermehr!
Post by Werner Sondermann
  Du bist doch auch Koelner(?), da heisst das ja Zaus!
  Aber zumindest knapp ausserhalb der rheinischen Tiefebene
  war zu meiner Kindheits- und Jugendzeit Sosse ueblich.
  OK, Sauce nahmen die, die sich gerne einen gehobenen Touch gaben.
Und unter Adolf hieß die Sauce dann Tunke.
Die Tabakblätter wurden in eine Beize getunkt und
in dieser Tunke gebeizt.


(unbekannt)

Gruß, Gerhard
Frank Hucklenbroich
2018-05-10 18:11:18 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Siegfrid Breuer
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Peter Veith
Soße -> BRD
Im Leben nicht. "Sauce" hieß das, und nicht anders.
Du bist doch auch Koelner(?), da heisst das ja Zaus!
Ja, bin ich, ich spreche im Alltag aber kein Kölsch.

Bei "Zaus" denke ich an den Spruch im Hänneschen-Puppentheater, da heißt es
dann immer am Anfang vor dem Stück: "Hänneschen braucht denn Applaus, wie
et Salz en der Zaus!".
Post by Siegfrid Breuer
Aber zumindest knapp ausserhalb der rheinischen Tiefebene
war zu meiner Kindheits- und Jugendzeit Sosse ueblich.
OK, Sauce nahmen die, die sich gerne einen gehobenen Touch gaben.
Sosse spricht man es aus, aber Sauce schreibt man es. Vielleicht, weil es
so auf den entsprechenden Verpackungen steht.

Grüße,

Frank
Johann Mayerwieser
2018-05-11 03:37:40 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Frank Hucklenbroich
Sosse spricht man es aus, aber Sauce schreibt man es. Vielleicht, weil
es so auf den entsprechenden Verpackungen steht.
An sich sagt man Soos, weil die Franzosen unter anderem auch endständige
"e"s verschlucken.
Ina Koys
2018-05-11 06:39:18 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Frank Hucklenbroich
Sosse spricht man es aus, aber Sauce schreibt man es. Vielleicht, weil es
so auf den entsprechenden Verpackungen steht.
Aber nur auf denen, die nicht die Bezeichnung "*soße" verwenden.

Ina
--
Don't worry for internet security, most of Burmese who use internet are
not so much afraid because we are like bugs inside chili, we don't know
the taste of hot. - Aung Zin Latt
Johann Mayerwieser
2018-05-10 14:01:32 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Peter Veith
Sauce -> Österreich bzw. als "Fachsprache" auch BRD
Üblich mindestens seit den 80er Jahren.
In Österreich üblich seit am Hof französisch gesprochen wurde. Woher
hätten wir sonst auch noch Ausdrücke wie Paraplue, Lavoir, Fauteuil
Trottoir und und und..... (die zum Großteil in den letzten 20 Jahren
verschwunden sind.)
noebbes
2018-05-10 15:22:40 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Johann Mayerwieser
Post by Frank Hucklenbroich
Sauce -> Österreich bzw. als "Fachsprache" auch BRD
Üblich mindestens seit den 80er Jahren.
In Österreich üblich seit am Hof französisch gesprochen wurde. Woher
hätten wir sonst auch noch Ausdrücke wie Paraplue, Lavoir, Fauteuil
Trottoir und und und..... (die zum Großteil in den letzten 20 Jahren
verschwunden sind.)
Ach deshalb versteht ein Rheinländer die Ösis so gut.
Paul
2018-05-10 15:23:35 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Johann Mayerwieser
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Peter Veith
Sauce -> Österreich bzw. als "Fachsprache" auch BRD
Üblich mindestens seit den 80er Jahren.
In Österreich üblich seit am Hof französisch gesprochen wurde. Woher
hätten wir sonst auch noch Ausdrücke wie Paraplue, Lavoir, Fauteuil
Trottoir und und und..... (die zum Großteil in den letzten 20 Jahren
verschwunden sind.)
Die Aufzählung typischer österreichischer Ausdrücke ließe sich noch
beliebig fortsetzen, ich denke da an Karfiol, Fissolen, Paradeiser, um
mal die Gemüseabteilung abzudecken. Für die meisten Deutschen vollkommen
unverständliche Begriffe. Die Frittatensuppe kennen die meisten
Deutschen aus dem Skiurlaub in Südtirol.

Wobei ich zu meiner Schande gestehen muss das Lavoir mir absolut nix
sagt. Na gut, welcher Wiener weiß schon was ein Motschekiepchen ist?

Paule

PS: Das Motschekiepchen ist natürlich ein Marienkäfer, ein Siebenpunkt.
--
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Ludger Averborg
2018-05-10 17:18:08 UTC
Permalink
Raw Message
On Thu, 10 May 2018 17:23:35 +0200, Paul
Post by Paul
Post by Johann Mayerwieser
In Österreich üblich seit am Hof französisch gesprochen wurde. Woher
hätten wir sonst auch noch Ausdrücke wie Paraplue, Lavoir, Fauteuil
Trottoir und und und..... (die zum Großteil in den letzten 20 Jahren
verschwunden sind.)
Die Aufzählung typischer österreichischer Ausdrücke ließe sich noch
beliebig fortsetzen, ich denke da an Karfiol,
Nicht französisch.
stammt laut Duden aus dem italienischen:
HERKUNFT
zu italienisch cavolfiore = Kohlblume, zu: cavolo = Kohl und
fiore = Blume
Post by Paul
Fissolen,
Hat wohl nichts mit französisch zu tun.
Duden: HERKUNFT
mittelhochdeutsch visol, phasol < lateinisch phaseolus
griechisch phaseolos

Die Franzosen sagen haricot vert.
Post by Paul
Paradeiser,
auch nicht. das sind Paradiesäpfel.
Post by Paul
um
mal die Gemüseabteilung abzudecken. Für die meisten Deutschen vollkommen
unverständliche Begriffe. Die Frittatensuppe
sieht der Duden vom Wort her nicht als französischen
Ursprungs sondern italienischen Ursprungs an
Post by Paul
kennen die meisten
Deutschen aus dem Skiurlaub in Südtirol.
Wobei ich zu meiner Schande gestehen muss das Lavoir mir absolut nix
sagt. Na gut, welcher Wiener weiß schon was ein Motschekiepchen ist?
Paule
PS: Das Motschekiepchen
sächsisch für "Marienkühchen"
Post by Paul
ist natürlich ein Marienkäfer, ein Siebenpunkt.
PPS: kommt ein Marienkäfer an die Kasse im Supermarkt. Fragt
die Kassenkraft: "Sammeln sie Punkte?"

l.
Frank Hucklenbroich
2018-05-10 18:18:02 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Paul
Post by Johann Mayerwieser
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Peter Veith
Sauce -> Österreich bzw. als "Fachsprache" auch BRD
Üblich mindestens seit den 80er Jahren.
In Österreich üblich seit am Hof französisch gesprochen wurde. Woher
hätten wir sonst auch noch Ausdrücke wie Paraplue, Lavoir, Fauteuil
Trottoir und und und..... (die zum Großteil in den letzten 20 Jahren
verschwunden sind.)
Die Aufzählung typischer österreichischer Ausdrücke ließe sich noch
beliebig fortsetzen, ich denke da an Karfiol, Fissolen, Paradeiser, um
mal die Gemüseabteilung abzudecken. Für die meisten Deutschen vollkommen
unverständliche Begriffe.
Gerade beim Essen ist das ja sogar innerhalb Deutschlands oft so. Brötchen,
Schrippen, Semmeln...
Post by Paul
Wobei ich zu meiner Schande gestehen muss das Lavoir mir absolut nix
sagt.
Mir auch nicht. Ich kenne "Lavabo" aus der Schweiz (=Waschbecken).
Post by Paul
Na gut, welcher Wiener weiß schon was ein Motschekiepchen ist?
Das sagt mir als Kölner auch genau gar nichts.
Post by Paul
PS: Das Motschekiepchen ist natürlich ein Marienkäfer, ein Siebenpunkt.
Motsche = sieben?

Grüße,

Frank
René Marquardt
2018-05-10 18:57:15 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Paul
Post by Johann Mayerwieser
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Peter Veith
Sauce -> Österreich bzw. als "Fachsprache" auch BRD
Üblich mindestens seit den 80er Jahren.
In Österreich üblich seit am Hof französisch gesprochen wurde. Woher
hätten wir sonst auch noch Ausdrücke wie Paraplue, Lavoir, Fauteuil
Trottoir und und und..... (die zum Großteil in den letzten 20 Jahren
verschwunden sind.)
Die Aufzählung typischer österreichischer Ausdrücke ließe sich noch
beliebig fortsetzen, ich denke da an Karfiol, Fissolen, Paradeiser, um
mal die Gemüseabteilung abzudecken. Für die meisten Deutschen vollkommen
unverständliche Begriffe.
Gerade beim Essen ist das ja sogar innerhalb Deutschlands oft so. Brötchen,
Schrippen, Semmeln...
Post by Paul
Wobei ich zu meiner Schande gestehen muss das Lavoir mir absolut nix
sagt.
Mir auch nicht. Ich kenne "Lavabo" aus der Schweiz (=Waschbecken).
Scheint ein gemauerter Wäscheplatz zu sein:

https://de.wikipedia.org/wiki/Lavoir
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Paul
Na gut, welcher Wiener weiß schon was ein Motschekiepchen ist?
Das sagt mir als Kölner auch genau gar nichts.
Post by Paul
PS: Das Motschekiepchen ist natürlich ein Marienkäfer, ein Siebenpunkt.
Motsche = sieben?
Duden sagt was von "abgeleitet von Muhkuhkälbchen". Kommt mir
zweifelhaft vor.
Johann Mayerwieser
2018-05-11 03:34:08 UTC
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Post by Paul
Die Aufzählung typischer österreichischer Ausdrücke ließe sich noch
beliebig fortsetzen, ich denke da an Karfiol, Fissolen
Fisolen sind schöner und richtiger.
Post by Paul
Wobei ich zu meiner Schande gestehen muss das Lavoir mir absolu
Waschschüssel.
Chr. Maercker
2018-05-11 06:55:36 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Paul
Die Aufzählung typischer österreichischer Ausdrücke ließe sich noch
beliebig fortsetzen, ich denke da an Karfiol, Fissolen, Paradeiser, um
mal die Gemüseabteilung abzudecken. Für die meisten Deutschen vollkommen
unverständliche Begriffe.
Einige davon sind mir auf tschechischen Speisekarten begegnet, z.B.
Palatschinken. Wiener Küche halt.
Post by Paul
PS: Das Motschekiepchen ist natürlich ein Marienkäfer, ein Siebenpunkt.
Ist das Wort einklich Hallisch oder säggsch? In Halle isses jedenfalls
bekannt, ich bin mir aber unsicher, ob nur dort, wie z.B. Schnonks oder
Klanderbahn, oder in ganz Sachsen.
--
CU Chr. Maercker.
Daniel K®ebs
2018-05-11 07:04:21 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Chr. Maercker
Post by Paul
Die Aufzählung typischer österreichischer Ausdrücke ließe sich noch
beliebig fortsetzen, ich denke da an Karfiol, Fissolen, Paradeiser, um
mal die Gemüseabteilung abzudecken. Für die meisten Deutschen vollkommen
unverständliche Begriffe.
Einige davon sind mir auf tschechischen Speisekarten begegnet, z.B.
Palatschinken. Wiener Küche halt.
Post by Paul
PS: Das Motschekiepchen ist natürlich ein Marienkäfer, ein Siebenpunkt.
Ist das Wort einklich Hallisch oder säggsch?
säggsch
Post by Chr. Maercker
In Halle isses jedenfalls
bekannt, ich bin mir aber unsicher, ob nur dort, wie z.B. Schnonks oder
Klanderbahn, ...
Oder Scheeks, Ahle, Dust oder Kwien...
Daniel
--
"die abschaffung der komputer: wir fordern sie, machtvoll.
Komputer sind scheiße ... ich möchte gerne wieder vor den
riesigen Listen sitzen und menschlich sein. menschlich und uneffektiv!"
Ronald M. Schernikau
Johann Mayerwieser
2018-05-11 07:57:45 UTC
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Post by Chr. Maercker
Einige davon sind mir auf tschechischen Speisekarten begegnet, z.B.
Palatschinken. Wiener Küche halt.
Ja, ja, die Wiener Küche hat sich in die gesamte Monarchie ausgebreitet :)
Chr. Maercker
2018-05-11 10:25:01 UTC
Permalink
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Post by Johann Mayerwieser
Ja, ja, die Wiener Küche hat sich in die gesamte Monarchie ausgebreitet :)
Sie war das Beste an den Habsburgern. Wobei sich die Frage stellt,
wieviele Gerichte den Weg von Prag nach Wien gefunden haben und wieviele
den umgekehrten gegangen sind.
--
CU Chr. Maercker.
Johann Mayerwieser
2018-05-11 14:19:44 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Chr. Maercker
Post by Johann Mayerwieser
Ja, ja, die Wiener Küche hat sich in die gesamte Monarchie ausgebreitet
Sie war das Beste an den Habsburgern. Wobei sich die Frage stellt,
wieviele Gerichte den Weg von Prag nach Wien gefunden haben und wieviele
den umgekehrten gegangen sind.
Du hast meinen Smily gesehen?
Ich denke, die meisten Gerichte kamen nach Wien, Beispiele:

Wiener Schnitzel aus der Türkei über Mailand
Mehlspeisen, vor allem Hefe- (und Knödel wahrscheinlich auch) aus Böhmen,
Mähren..

Gulasch aus Ungarn

Nur die Rindfleischküche dürfte zu einem großen Teil aus Wien stammen,
ich kann mir vorstellen, dass es da Wurzeln zur jüdischen Küche gibt.
z.B: Alt-Wiener Suppentopf, wo zuerst eine Suppenschale mit Suppe,
Rindfleisch und Suppengrün (gelbe Rüben, Karotten, Petersilwurzel) auf
den Tisch kommt, man die Suppe ohne dem Fleisch isst und wenn man genug
Suppe intus hat, kommt der Erdäpfelschmarrn und das Gemüse auf den Tisch
und dann wird das mit dem Fleisch gegessen.

Zwiebelrostbraten, Vanillerostbraten

Ich kann gar nicht weiter schreiben, ich ertrinke gerade im eigenen
Speichelfluss... :)
Frank Hucklenbroich
2018-05-10 18:13:20 UTC
Permalink
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Post by Johann Mayerwieser
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Peter Veith
Sauce -> Österreich bzw. als "Fachsprache" auch BRD
Üblich mindestens seit den 80er Jahren.
In Österreich üblich seit am Hof französisch gesprochen wurde. Woher
hätten wir sonst auch noch Ausdrücke wie Paraplue, Lavoir, Fauteuil
Trottoir und und und..... (die zum Großteil in den letzten 20 Jahren
verschwunden sind.)
Dito in Köln, seit der Besetzung durch Napoleon.

Verschwindet hier aber auch allmählich.

Grüße,

Frank
Siegfrid Breuer
2018-05-10 19:12:00 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Johann Mayerwieser
In Österreich üblich seit am Hof französisch gesprochen wurde. Woher
hätten wir sonst auch noch Ausdrücke wie Paraplue, Lavoir, Fauteuil
Trottoir und und und..... (die zum Großteil in den letzten 20 Jahren
verschwunden sind.)
Dito in Köln, seit der Besetzung durch Napoleon.
Und sehr kreativ, wenn man an die karnevalistisch aufbereitete
Geschichte denkt, wo das Kutschpferd mit dem Hinterteil die Scheibe
eines Geschaefts beschaedigt hatte, und der Koelner der franzoesischen
Besatzungsmacht den Vorfall erklaerte: 'La Paed, la Fott, la Finster!':


--
Post by Frank Hucklenbroich
ich bin kein Profi und ich weiss, dass es eine ganze Menge gibt, was ich
nicht weiss, aber soo wenig ist es ja nun auch wieder nicht was ich weiss
(bloeder Monolog - koennte man jetzt hier noch ueber ein paar DIN A4
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
Heinz Lohmann
2018-05-10 01:16:49 UTC
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Post by Christian Weisgerber
Ich als Besserwessi halte „Soße“ für die geläufigere Form.
Mir war die Form auch geläufiger.
In Westfalen auch gern [ˈzoːzə] gesprochen, zumindest in meiner Jugendzeit.

"Sauce" war vielleicht eher die Schreibweise für Speisekarten, so wie
"Cigaretten" für die betreffenden Verpackungen und Werbungen.
Die gemeine braune Bratensoße war nicht so classy.

Könnte man sowas "Nobelschreibung" nennen?
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Henning Sponbiel
2018-05-10 06:36:54 UTC
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Raw Message
Post by Heinz Lohmann
Post by Christian Weisgerber
Ich als Besserwessi halte „Soße“ für die geläufigere Form.
Mir war die Form auch geläufiger.
In Westfalen auch gern [?zo?z?] gesprochen, zumindest in meiner Jugendzeit.
So kenne ich es auch.


Henning
Ina Koys
2018-05-10 07:45:00 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Christian Weisgerber
Ich als Besserwessi halte „Soße“ für die geläufigere Form.
"Sauce" war vielleicht eher die Schreibweise für Speisekarten, so wie
"Cigaretten" für die betreffenden Verpackungen und Werbungen.
Die gemeine braune Bratensoße war nicht so classy.
Denke ich auch. Knorr verkauft "Bratensoße" und Maggi auch. Beide ebenso
"Bratensauce". Dass die das erst seit der Ost-Eingemeindung machen,
glaube ich eher nicht. Ich halte das einfach für unterschiedliche
Zielgruppenansprache. Im Osten waren mir beide Schreibungen bekannt,
"Sauce" hätte aber etwas irritierend Edles gehabt, das meist zumindest
nicht passend war.
Post by Heinz Lohmann
Könnte man sowas "Nobelschreibung" nennen?
Das Wort gefällt mir. Zumal ich große Zweifel habe, dass zwischen einer
gängigen dunklen Bratensauce und einer gängigen dunklen Bratensoße ein
erwähnenswerter Unterschied jenseits der Schreibung besteht.

Ina
--
Don't worry for internet security, most of Burmese who use internet are
not so much afraid because we are like bugs inside chili, we don't know
the taste of hot. - Aung Zin Latt
Jakob Achterndiek
2018-05-10 08:59:11 UTC
Permalink
Raw Message
[..] Im Osten waren mir beide Schreibungen bekannt, "Sauce" hätte
aber etwas irritierend Edles gehabt, das meist zumindest nicht
passend war.
Post by Heinz Lohmann
Könnte man sowas "Nobelschreibung" nennen?
Das Wort gefällt mir. Zumal ich große Zweifel habe, dass zwischen
einer gängigen dunklen Bratensauce und einer gängigen dunklen
Bratensoße ein erwähnenswerter Unterschied jenseits der Schreibung
besteht.
Hierzulande kann, wer es eilig, aber nicht so üppig hat, in einem
richtigen Wirtshaus noch "Kloß mit Soß und a Holbe" bestellen.
--
j/\a
Matthias Opatz
2018-05-10 18:36:51 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
Hierzulande kann, wer es eilig, aber nicht so üppig hat, in einem
richtigen Wirtshaus noch "Kloß mit Soß und a Holbe" bestellen.
Soll Holbe ein Halbliter Bier sein?

Matthias
Jakob Achterndiek
2018-05-10 21:03:45 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Matthias Opatz
Post by Jakob Achterndiek
Hierzulande kann, wer es eilig, aber nicht so üppig hat, in einem
richtigen Wirtshaus noch "Kloß mit Soß und a Holbe" bestellen.
Soll Holbe ein Halbliter Bier sein?
Ja.
Wobei die Bezugsgröße eigentlich "eine Mass" ist, die einen Liter faßt.
Also entspricht "a holbe Mass" einem halben Liter Bier.
--
j/\a
Aleks Holub
2018-05-10 21:57:57 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
Post by Matthias Opatz
Post by Jakob Achterndiek
Hierzulande kann, wer es eilig, aber nicht so üppig hat, in einem
richtigen Wirtshaus noch "Kloß mit Soß und a Holbe" bestellen.
Soll Holbe ein Halbliter Bier sein?
Ja.
Wobei die Bezugsgröße eigentlich "eine Mass" ist, die einen Liter faßt.
Also entspricht "a holbe Mass" einem halben Liter Bier.
Und wo 'hierzulande' ist das? Hier in Bayern kriagst vielleicht an
Gnedl mit Soß und a Hoibe (wennsdi anständig aufführst) ...
Reinhold {Rey} Aman
2018-05-11 02:46:04 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Aleks Holub
Post by Jakob Achterndiek
Wobei die Bezugsgröße eigentlich "eine Mass" ist,
die einen Liter faßt. Also entspricht "a holbe Mass"
einem halben Liter Bier.
Und wo 'hierzulande' ist das? Hier in Bayern
kriagst vielleicht an Gnedl mit Soß und a Hoibe
(wennsdi anständig aufführst) ...
"Holbe" und "Hoibe" sind vermurkstes Bayrisch.

Auf Nieder- und Oberbayrisch heißt das Wort "Håiwe".
--
~~~ Reinhold {Rey} Aman ~~~
U***@web.de
2018-05-11 07:05:34 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Reinhold {Rey} Aman
Post by Aleks Holub
Post by Jakob Achterndiek
Wobei die Bezugsgröße eigentlich "eine Mass" ist,
die einen Liter faßt. Also entspricht "a holbe Mass"
einem halben Liter Bier.
Und wo 'hierzulande' ist das? Hier in Bayern
kriagst vielleicht an Gnedl mit Soß und a Hoibe
(wennsdi anständig aufführst) ...
"Holbe" und "Hoibe" sind vermurkstes Bayrisch.
Auf Nieder- und Oberbayrisch heißt das Wort "Håiwe".
https://www.bayrisches-woerterbuch.de/hoibe-hoiwe-halbe/
Reinhold {Rey} Aman
2018-05-11 15:34:50 UTC
Permalink
Raw Message
Post by U***@web.de
Post by Reinhold {Rey} Aman
Post by Aleks Holub
Post by Jakob Achterndiek
Wobei die Bezugsgröße eigentlich "eine Mass" ist,
die einen Liter faßt. Also entspricht "a holbe Mass"
einem halben Liter Bier.
Und wo 'hierzulande' ist das? Hier in Bayern
kriagst vielleicht an Gnedl mit Soß und a Hoibe
(wennsdi anständig aufführst) ...
"Holbe" und "Hoibe" sind vermurkstes Bayrisch.
Auf Nieder- und Oberbayrisch heißt das Wort "Håiwe".
https://www.bayrisches-woerterbuch.de/hoibe-hoiwe-halbe/
^^^^^^^^^^^
Das geschlossene <o> ist falsch.
Es muß ein dumpfes <å> sein, wie in
"Våda" (Vater), "wås" (was), "nåås" (naß), "Nåsn" (Nase), etc.
--
~~~ Reinhold {Rey} Aman ~~~
Diedrich Ehlerding
2018-05-11 05:32:58 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Aleks Holub
Post by Jakob Achterndiek
Hierzulande kann, wer es eilig, aber nicht so üppig hat, in einem
richtigen Wirtshaus noch "Kloß mit Soß und a Holbe" bestellen.
[...]
Post by Aleks Holub
Und wo 'hierzulande' ist das? Hier in Bayern kriagst vielleicht an
Gnedl mit Soß und a Hoibe (wennsdi anständig aufführst) ...
"Kloß mit Soß" kenne ich aus Franken.
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
Jakob Achterndiek
2018-05-11 07:56:02 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Aleks Holub
Und wo 'hierzulande' ist das? Hier in Bayern kriagst vielleicht
an Gnedl mit Soß und a Hoibe (wennsdi anständig aufführst) ...
In der Hauptstadt der Oberpfalz. Und aufgefangen mit den Ohren
eines vor gut 20 Jahren von arg nördlich Zugereisten, der hier
bis jetzt noch nicht weiter auffällig geworden ist.
--
j/\a
Martin Gerdes
2018-05-11 11:15:45 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Matthias Opatz
Post by Jakob Achterndiek
Hierzulande kann, wer es eilig, aber nicht so üppig hat, in einem
richtigen Wirtshaus noch "Kloß mit Soß und a Holbe" bestellen.
Soll Holbe ein Halbliter Bier sein?
Ja.
Hörst Du in dem Wort ein l? Ich nicht. Ich hätte "a Hoibe" geschrieben.
Jakob Achterndiek
2018-05-11 13:11:08 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Gerdes
Post by Matthias Opatz
Post by Jakob Achterndiek
Hierzulande kann, wer es eilig, aber nicht so üppig hat, in einem
richtigen Wirtshaus noch "Kloß mit Soß und a Holbe" bestellen.
Soll Holbe ein Halbliter Bier sein?
Ja.
Hörst Du in dem Wort ein l? Ich nicht. Ich hätte "a Hoibe" geschrieben.
Gottes Tierreich und der Freistaat Bayern sind groß!

Pikanter Weise hat Bayern mit dem verachteten Preußen gemeinsam, daß
es etliche Völkerstämme vereint, die zum Teil ganz unbairische Dialekte
sprechen und denen der Urbayer das Bayerntum nur widerwillig zugesteht.
--
j/\a
Wolfgang
2018-05-11 13:53:00 UTC
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Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
[...]
Pikanter Weise hat Bayern mit dem verachteten Preußen gemeinsam, daß
es etliche Völkerstämme vereint, die zum Teil ganz unbairische Dialekte
sprechen und denen der Urbayer das Bayerntum nur widerwillig zugesteht.
Nicht einmal das. Einem Altbayern gelten die Franken und Schwaben
nur als «Hilfsvölker».

Immerhin leisten sie sich jetzt einen Franken als
Ministerpräsidenten. Der letzte Franke vor ihm, der das geschafft
hat, war Günter Beckstein. Er hielt sich gerade mal ein Jahr...

Ciao,
Wolfgang
Gunhild Simon
2018-05-10 13:21:33 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Christian Weisgerber
Post by Dino Corleone
Sauce / Soße
ist das ein Sonderfall zwischen
Westdeutsch / Ostdeutsch?
Im Osten schreibt man immer Soße, im Westen kenn ich nur Sauce.
Ich als Besserwessi halte „Soße“ für die geläufigere Form.
Am Familientisch früher hieß es witzelnd "Sauze".

Gruß
Gunhild
Stefan Ram
2018-05-11 10:48:16 UTC
Permalink
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Post by Dino Corleone
Im Osten schreibt man immer Soße, im Westen kenn ich nur Sauce.
Was ist in Westberlin?
Ich stamme aus Berlin (West).

Für mich ist Soße eine braune Brühe¹, die meine Oma mit
Mehlschwitze gemacht hat.

"Sauce" steht für mich als Beschriftung auf irgendwelchen
industriell hergestellten Flaschen, deren Inhalt im
weitesten Sinne ähnlich wie Ketchup verwendet wird und auf
jeden Fall ein Säuerungsmittel und Zucker enthält. Die Soße
meiner Oma enthielt WIMRE beides nicht.

("Brühe" nicht im fachsprachlichen Sinne der Küchenkenner,
sondern im weiteren Sinne von "irgendetwas eher Flüssiges".)

Aber ich bin kein Nahrungsexperte.
Hartmut Ott
2018-05-11 13:05:40 UTC
Permalink
Raw Message
Hej,
Post by Stefan Ram
Post by Dino Corleone
Im Osten schreibt man immer Soße, im Westen kenn ich nur Sauce.
Was ist in Westberlin?
Ich stamme aus Berlin (West).
Für mich ist Soße eine braune Brühe¹, die meine Oma mit
Mehlschwitze gemacht hat.
Und die kenne ich als Einbrenne. Und die meiner Großmutter war wirklich
lecker, meine Mutter hat das nie so hinbekommen, da war es dann
tatsächlich eher eine braune Brühe. Fett in die Pfanne, wenn es heiß ist
Mehl rein und rühren und dann Wasser nachgießen.



mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
--
Trage es lachend
Heinz Brückner
2018-05-11 14:40:42 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Hartmut Ott
Und die kenne ich als Einbrenne. Und die meiner Großmutter war wirklich
lecker, meine Mutter hat das nie so hinbekommen, da war es dann
tatsächlich eher eine braune Brühe. Fett in die Pfanne, wenn es heiß ist
Mehl rein und rühren und dann Wasser nachgießen.
Wasser? Das gibt dann die sprichwörtliche "Brennsupp".
Mit _Brühe_ aufgießen (=abgelöschter Bratenfont) - _das_
gibt eine Sooß!

Heinz
Ina Koys
2018-05-11 16:45:53 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Heinz Brückner
Post by Hartmut Ott
Und die kenne ich als Einbrenne. Und die meiner Großmutter war wirklich
lecker, meine Mutter hat das nie so hinbekommen, da war es dann
tatsächlich eher eine braune Brühe. Fett in die Pfanne, wenn es heiß ist
Mehl rein und rühren und dann Wasser nachgießen.
Wasser? Das gibt dann die sprichwörtliche "Brennsupp".
Bei mir (Berlin-Ost) gibt das ne Mehlschwitze.

Ina
--
Don't worry for internet security, most of Burmese who use internet are
not so much afraid because we are like bugs inside chili, we don't know
the taste of hot. - Aung Zin Latt
Ludger Averborg
2018-05-11 14:58:57 UTC
Permalink
Raw Message
On Fri, 11 May 2018 15:05:40 +0200, Hartmut Ott
Post by Hartmut Ott
Fett in die Pfanne, wenn es heiß ist
Mehl rein und rühren und dann Wasser nachgießen.
Mach ich derzeit zweimal pro Woche ür die Spargelsuppe.
Natürlich kein Wasser, sondern Spargelfond (erst die Schalen
auskochen, darin dann den Spargel garen).

Und das Mehl natürlich nicht braun werden lassen, und die
Flüssigkeit ganz peu a peu, zwischendurch immer wieder
glattrühren.

l.
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