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Feiertage und Feste
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Heinz Lohmann
2018-08-31 13:08:02 UTC
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Heute im Kurs:
Was ist der Unterschied zwischen Festen und Feiertagen?

Spontan fiel mir nur ein, dass man an Feiertagen in der Regel frei hat.
Aber das trifft oft auch auf Feste zu (Weihnachtsfest).

Der Nationalfeiertag am 3. Oktober scheint mir aber kein Fest zu sein.

Wie kann man den Unterschied griffig definieren?
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Frank Hucklenbroich
2018-08-31 13:28:55 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Was ist der Unterschied zwischen Festen und Feiertagen?
Ein Feiertag ist ein bestimmter Tag im Kalender, an dem oft, aber nicht
immer, arbeitsfrei ist. In Deutschland sind die allermeisten Feiertage
religiös begründet, außer dem Tag der Deutschen Einheit und dem ersten Mai.

Ein Fest kann auch ganz privater Natur sein kann, z.B. ein Geburtstag, eine
Taufe, eine Hochzeit oder ein Jubiläum.

Manchmal fällt beiedes zusammen, wenn man den Feiertag als Anlaß nimmt ein
Fest zu feiern, z.B. Weihnachten oder Ostern.

Ich finde das mit den arbeitsfreien Feiertagen übrigens im Englischen
besser gelöst, da ist ein arbeitsfreier Feiertag ein "Bank-Holiday" weil da
die Banken geschlossen haben).

Wobei es ja auch Mischformen gibt, wie Heiligabend oder Silvester -
offiziell sind das in Deutschland normale Arbeitstage.

Grüße,

Frank
HC Ahlmann
2018-08-31 15:25:16 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Wobei es ja auch Mischformen gibt, wie Heiligabend oder Silvester -
offiziell sind das in Deutschland normale Arbeitstage.
Heiligabend und Silvester sind wie Samstage, es sind Werktage, aber
meist arbeitsfrei wegen Tarifverträgen ("Samstags gehört Papi mir!") und
mit eingeschränkter Ladenöffnung.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Reinhold {Rey} Aman
2018-08-31 17:02:40 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Ich finde das mit den arbeitsfreien Feiertagen übrigens im Englischen
besser gelöst, da ist ein arbeitsfreier Feiertag ein "Bank-Holiday"
weil da die Banken geschlossen haben).
"Bank holiday" ist britisches Englisch.
Im amerikanischen Englisch ziemlich unbekannt.
--
~~~ Reinhold {Rey} Aman ~~~
Martin Gerdes
2018-09-01 00:06:11 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Ein Feiertag ist ein bestimmter Tag im Kalender, an dem oft, aber nicht
immer, arbeitsfrei ist. In Deutschland sind die allermeisten Feiertage
religiös begründet, außer dem Tag der Deutschen Einheit und dem ersten Mai.
... und dem 1. Januar.
Post by Frank Hucklenbroich
Wobei es ja auch Mischformen gibt, wie Heiligabend oder Silvester -
offiziell sind das in Deutschland normale Arbeitstage.
_Normale_ Arbeitstage sind sie nicht, sondern eben Mischformen.

Im öffentlichen Dienst beispielsweise sind sie arbeitsfrei, außer einer
muß an diesen Tagen arbeiten -- und wenn er arbeitet, bekommt er dafür
keine spezielle Vergütung (sondern die Arbeit an Heiligabend und
Silvester ist im normalen Monatsgehalt mit einbegriffen).
Frank Hucklenbroich
2018-09-03 06:29:51 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Frank Hucklenbroich
Wobei es ja auch Mischformen gibt, wie Heiligabend oder Silvester -
offiziell sind das in Deutschland normale Arbeitstage.
_Normale_ Arbeitstage sind sie nicht, sondern eben Mischformen.
Im öffentlichen Dienst beispielsweise sind sie arbeitsfrei, außer einer
muß an diesen Tagen arbeiten -- und wenn er arbeitet, bekommt er dafür
keine spezielle Vergütung (sondern die Arbeit an Heiligabend und
Silvester ist im normalen Monatsgehalt mit einbegriffen).
Es gibt auch Bereiche, da zählen Silvester und Heiligabend als "halber
Arbeitstag", d.h. es muss theoretisch bis mittags gearbeitet werden, danach
ist frei. In der Praxis lässt man die Leute zuhause und rechnet je einen
halben Urlaubstag ab.

Grüße,

Frank
Martin Gerdes
2018-09-03 22:09:54 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Martin Gerdes
Post by Frank Hucklenbroich
Wobei es ja auch Mischformen gibt, wie Heiligabend oder Silvester -
offiziell sind das in Deutschland normale Arbeitstage.
_Normale_ Arbeitstage sind sie nicht, sondern eben Mischformen.
Im öffentlichen Dienst beispielsweise sind sie arbeitsfrei, außer einer
muß an diesen Tagen arbeiten -- und wenn er arbeitet, bekommt er dafür
keine spezielle Vergütung (sondern die Arbeit an Heiligabend und
Silvester ist im normalen Monatsgehalt mit einbegriffen).
Es gibt auch Bereiche, da zählen Silvester und Heiligabend als "halber
Arbeitstag", d.h. es muss theoretisch bis mittags gearbeitet werden, danach
ist frei. In der Praxis lässt man die Leute zuhause und rechnet je einen
halben Urlaubstag ab.
Und eben drum sind das keine "normalen Arbeitstage".

Sind wir durch? (zumal das kein Thema für de.etc.sprache.deutsch ist)
Stefan Schmitz
2018-08-31 13:32:58 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Was ist der Unterschied zwischen Festen und Feiertagen?
Spontan fiel mir nur ein, dass man an Feiertagen in der Regel frei hat.
Aber das trifft oft auch auf Feste zu (Weihnachtsfest).
Der Nationalfeiertag am 3. Oktober scheint mir aber kein Fest zu sein.
Wie kann man den Unterschied griffig definieren?
Ein Fest wird von Menschen an einem Ort gefeiert, das kann an Feiertagen oder
normalen Tagen sein. Feiertage sind bloß spezielle Tage.
René Marquardt
2018-08-31 15:26:33 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Was ist der Unterschied zwischen Festen und Feiertagen?
Spontan fiel mir nur ein, dass man an Feiertagen in der Regel frei hat.
Aber das trifft oft auch auf Feste zu (Weihnachtsfest).
Der Nationalfeiertag am 3. Oktober scheint mir aber kein Fest zu sein.
Wie kann man den Unterschied griffig definieren?
Feiertage stehen im Kalender und Feste feiert man, wie sie fallen.
Diedrich Ehlerding
2018-08-31 16:28:04 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Spontan fiel mir nur ein, dass man an Feiertagen in der Regel frei hat.
Aber das trifft oft auch auf Feste zu (Weihnachtsfest).
Das Fest ist "Weihnachten" oder "Karneval" oder der Gedenktag der
Wiedervereinigung. Feiertag ist der 25. Dezember oder, je nach Mondphase
und Bundesland, ein Montag, meist im Februar, oder der 3. Oktober. Nicht
jedes Fest impliziert auch einen Feiertag - wenn im Dorf Schützenfest ist,
musst du dir schon Urlaub nehmen, wenn du zum Frühschoppen willst.
--
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Uwe Schickedanz
2018-08-31 17:08:41 UTC
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On Fri, 31 Aug 2018 18:28:04 +0200, Diedrich Ehlerding
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Heinz Lohmann
Spontan fiel mir nur ein, dass man an Feiertagen in der Regel frei hat.
Aber das trifft oft auch auf Feste zu (Weihnachtsfest).
Das Fest ist "Weihnachten" oder "Karneval" oder der Gedenktag der
Wiedervereinigung.
Am Gedenktag gedenkt man dessen, was vergangen ist. Am 3. Oktober also
die Wessis der alten BRD und die Ossis der DDR.

Gruß Uwe
--
So wie die Attentäter von Brüssel Helden des IS sind,
so ist Nadejda Sawtschenko Heldin des Kiever Regimes. (Netzfundstück)
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Jakob Achterndiek
2018-08-31 17:24:52 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
Am Gedenktag gedenkt man dessen, was vergangen ist.
Am 3. Oktober also die Wessis der alten BRD und die Ossis der DDR.
Damit das Gedenken mal wieder ein menschliches Gesicht bekommt:
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--
j/\a
Quinn C
2018-08-31 18:18:09 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
On Fri, 31 Aug 2018 18:28:04 +0200, Diedrich Ehlerding
Post by Diedrich Ehlerding
Post by Heinz Lohmann
Spontan fiel mir nur ein, dass man an Feiertagen in der Regel frei hat.
Aber das trifft oft auch auf Feste zu (Weihnachtsfest).
Das Fest ist "Weihnachten" oder "Karneval" oder der Gedenktag der
Wiedervereinigung.
Am Gedenktag gedenkt man dessen, was vergangen ist. Am 3. Oktober also
die Wessis der alten BRD und die Ossis der DDR.
Drum heißt er auch "Tag der deutschen Teilung"?
--
GUGELFUHR(E), f., scherz, spasz, narrheit,
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Klaus Dahlwitz
2018-09-01 09:19:05 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
Am Gedenktag gedenkt man dessen, was vergangen ist. Am 3. Oktober also
die Wessis der alten BRD und die Ossis der DDR.
Am Reformationstag reformiert man ...?

Klaus
--
McDeutsch: "eine kleine Pommes!"
Jakob Achterndiek
2018-09-01 12:34:01 UTC
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Post by Klaus Dahlwitz
Am Gedenktag gedenkt man [..]
Am Reformationstag reformiert man ...?
Und was tun wir am Hashtag?
--
/\
Quinn C
2018-09-01 13:56:52 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Post by Klaus Dahlwitz
Am Gedenktag gedenkt man [..]
Am Reformationstag reformiert man ...?
Und was tun wir am Hashtag?
Suchen in den Tashen nach was zu nashen?

Ich geh mal das Sams fragen.
--
GOGEL, adj., ausgelassen, lustig, übermütig; lascivus.
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Klaus Dahlwitz
2018-09-02 17:42:21 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Und was tun wir am Hashtag?
Damals [tm] sagten wir: Hat Du Haschisch in den Taschen - hast Du immer
was zum naschen.

Klaus
--
McDeutsch: "eine kleine Pommes!"
Manfred Hoß
2018-09-01 10:13:05 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
Am Gedenktag gedenkt man dessen, was vergangen ist. Am 3. Oktober also
die Wessis der alten BRD und die Ossis der DDR.
Und die Bayern gedenken Franz Josef Strauß.

SCNR
Manfred.
Diedrich Ehlerding
2018-09-01 10:16:40 UTC
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Post by Manfred Hoß
Und die Bayern gedenken Franz Josef Strauß.
Um zum Thema der Gruppe zurückzukhren: was ist denn der Genittiv von
"Franz Josef Strauß"? Fontane hätte vermutlich "Franz Josef Straußens"
geschrieben.
--
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Diedrich Ehlerding
2018-09-01 10:52:37 UTC
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Post by Manfred Hoß
Und die Bayern gedenken Franz Josef Strauß.
Um zum Thema der Gruppe zurückzukehren: was ist denn der Genitiv von
"Franz Josef Strauß"? Fontane hätte vermutlich "Franz Josef Straußens"
geschrieben.
--
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Stefan Ram
2018-08-31 20:29:06 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Was ist der Unterschied zwischen Festen und Feiertagen?
Fest:
- gesellschaftliche Veranstaltung
- religiöser Feiertag

Feiertag:
- laut Gesetz arbeitsfreier Tag
Stefan Ram
2018-08-31 20:57:23 UTC
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Post by Stefan Ram
Post by Heinz Lohmann
Was ist der Unterschied zwischen Festen und Feiertagen?
- gesellschaftliche Veranstaltung
- religiöser Feiertag
Aber dann meist als Determinatum eines Kompositums,
wie in "Weihnachtsfest" oder "Osterfest".
Martin Gerdes
2018-09-01 00:06:11 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Was ist der Unterschied zwischen Festen und Feiertagen?
Feste sind das Osterfest, das Frühlingsfest, das Pfingstfest, das
Schützenfest, das Oktoberfest, das Weihnachtsfest und noch ein paar (das
Zuckerfest etwa und das Opferfest, das Laubhüttenfest nicht zu
vergessen). Dazu noch private Feste wie etwa ein Geburtstagsfest oder
ein Hochzeitsfest.

Feiertage sind amtlich arbeitsfreie Tage, meist mit religiösen Festen
oder säkularen Festen verbunden.
Post by Heinz Lohmann
Spontan fiel mir nur ein, dass man an Feiertagen in der Regel frei hat.
Fast immer. Diese gottlosen Niedersachsen arbeiten am Fronleichnamsfest
(immer Donnerstag) und am Fest Allerheiligen (so dieses nicht auf ein
Wochenende fällt).
Post by Heinz Lohmann
Aber das trifft oft auch auf Feste zu (Weihnachtsfest).
Der Nationalfeiertag am 3. Oktober scheint mir aber kein Fest zu sein.
Wieso so das kein Fest sein? Zumindest im Bundestag wird heftig
gefeiert, die Bevölkerung freut sich ggf. über den freien Tag. Ist das
an Karfreitag oder Pfingstmontag so fundamental anders?

Ja. Karfreitag ist immer am Freitag, Pfingstmontag ist immer am Montag.
Der 3. Oktober hingegegen wandelt durch die Wochtentage.
Post by Heinz Lohmann
Wie kann man den Unterschied griffig definieren?
Du wirst vermutlich keine in jeder Hinsicht gültige Definition finden.
Thomas Schade
2018-09-01 08:19:02 UTC
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Post by Martin Gerdes
Fast immer. Diese gottlosen Niedersachsen arbeiten am Fronleichnamsfest
(immer Donnerstag) und am Fest Allerheiligen (so dieses nicht auf ein
Wochenende fällt).
Sowie am Festtag zu Ehren der heiligen drei Könige wie auch am Fest zur
Ehren der Levitation Marias.


Ciao
Toscha
--
Guilty 'til Proved Innocent!
[The Specials]
Martin Gerdes
2018-09-01 11:15:04 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Martin Gerdes
Fast immer. Diese gottlosen Niedersachsen arbeiten am Fronleichnamsfest
(immer Donnerstag) und am Fest Allerheiligen (so dieses nicht auf ein
Wochenende fällt).
Sowie am Festtag zu Ehren der heiligen drei Könige wie auch am Fest zur
Ehren der Levitation Marias.
Stümpt.

Spitze bei den Feiertagen ist bundesweit übrigens nicht das rebellische
Bergvolk der Bajuwaren, sondern ein Ort am Unterlauf des Lechs -- dort
gibts noch einmal einen Feiertag mehr, nämlich das Friedensfest.

(Was war nochmal der Unterschied zwischen Feiertagen und Festen?)
Thomas Schade
2018-09-01 11:25:21 UTC
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Post by Martin Gerdes
Spitze bei den Feiertagen ist bundesweit übrigens nicht das rebellische
Bergvolk der Bajuwaren, sondern ein Ort am Unterlauf des Lechs -- dort
gibts noch einmal einen Feiertag mehr, nämlich das Friedensfest.
Mit der lustigen Sonderlocke, dass der nur für ortsansässige Arbeitgeber
gilt. Der Feiertag gilt also für Arbeitnehmer in A, egal wo sie wohnen,
nicht aber für Augsburger, wenn sie außerhalb arbeiten.


Ciao
Toscha
--
Wenn Frauen die Welt regierten, gäbe es keine Kriege.
Nur ein paar eifersüchtige Länder, die nicht miteinander reden.
Aleks Holub
2018-09-01 12:33:42 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Schade
Post by Martin Gerdes
Spitze bei den Feiertagen ist bundesweit übrigens nicht das rebellische
Bergvolk der Bajuwaren, sondern ein Ort am Unterlauf des Lechs -- dort
gibts noch einmal einen Feiertag mehr, nämlich das Friedensfest.
Mit der lustigen Sonderlocke, dass der nur für ortsansässige Arbeitgeber
gilt. Der Feiertag gilt also für Arbeitnehmer in A, egal wo sie wohnen,
nicht aber für Augsburger, wenn sie außerhalb arbeiten.
Diese Locke mag ja lustig sein, besonders ist sie allerdings nicht.

Für einen Niedersachsen, der in einer Firma in Bayern arbeitet, ist an
Fronleichnam Feiertag, also i.d.R. ein arbeitsfreier Tag. Für einen
Bayern, der in Niedersachsen arbeitet, nicht.
Diedrich Ehlerding
2018-09-01 12:39:54 UTC
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Post by Thomas Schade
Mit der lustigen Sonderlocke, dass der nur für ortsansässige Arbeitgeber
gilt. Der Feiertag gilt also für Arbeitnehmer in A, egal wo sie wohnen,
nicht aber für Augsburger, wenn sie außerhalb arbeiten.
Das ist aber allgemein so - es zählt der Feiertag Ort des Arbeitsplatzes,
nicht der Wohnort. Wer in Bückeburg wohnt und in Minden arbeitet, hat am
1.11. frei, und wer in Minden wohnt, aber in Bückeburg arbeitet, hat ab
diesem Jahr am 31.10. frei. Und wenn der Mindener Pech hat, und er am
31.10. in Minden im Büro ist, aber sein Arbeitgeber für ihn am 1.11. einen
Termin bei einem Kunden in Bückeburg vereinbart, dann muss er am 31.10.
und am 1.11. arbeiten.
--
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Thomas Schade
2018-09-01 12:54:00 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Post by Thomas Schade
Mit der lustigen Sonderlocke, dass der nur für ortsansässige Arbeitgeber
gilt. Der Feiertag gilt also für Arbeitnehmer in A, egal wo sie wohnen,
nicht aber für Augsburger, wenn sie außerhalb arbeiten.
Das ist aber allgemein so - es zählt der Feiertag Ort des Arbeitsplatzes,
nicht der Wohnort.
Schon klar. Das Friedensfest in A ist nur insofern etwas besonders, als
dass es ein lokaler Feiertag nur für diesen einen Ort ist. Ansonsten
gelten regionale Feiertage doch für etwas größere Gebiete, sei es ein
komplettes Bundesland oder zumindest größere Gebiete gleicher Konfession.


Ciao
Toscha
--
You've done too much
much too young
Now you're married with a kid
when you could be having fun with me [The Specials]
U***@web.de
2018-09-01 15:03:00 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Martin Gerdes
Spitze bei den Feiertagen ist bundesweit übrigens nicht das rebellische
Bergvolk der Bajuwaren, sondern ein Ort am Unterlauf des Lechs -- dort
gibts noch einmal einen Feiertag mehr, nämlich das Friedensfest.
Mit der lustigen Sonderlocke, dass der nur für ortsansässige Arbeitgeber
gilt. Der Feiertag gilt also für Arbeitnehmer in A, egal wo sie wohnen,
nicht aber für Augsburger, wenn sie außerhalb arbeiten.
Das ist eh klar. Ich mußte hier schon dem Zweckverband
erklären, warum man in Rheinland-Pfalz an Allerheiligen
Berufsverkehrszüge nach Frankfurt und dazu
Zubringerzüge braucht.

Und dann wollte ich einmal aus Frankfurt weg, da wurde der
Zug nicht bereitgestellt. Nach einer halben Stunde rief
dann mal einer beim Betriebswerk Mainz an, wo denn
die Lok bleibe, da hieß es "Was wollt Ihr, ist doch Feiertag!".

Nach einem zweiten Blick in den Fahrplan schickten sie die
Lok, und bereits mit anderthalb Stunden Verspätung ging
die gemütliche Fahrt nach Rheinland-Pfalz.

Gruß, ULF
Florian Ritter
2018-09-18 18:31:09 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by Martin Gerdes
Fast immer. Diese gottlosen Niedersachsen arbeiten am Fronleichnamsfest
(immer Donnerstag) und am Fest Allerheiligen (so dieses nicht auf ein
Wochenende fällt).
Sowie am Festtag zu Ehren der heiligen drei Könige wie auch am Fest zur
Ehren der Levitation Marias.
Carl Friedrich von Weizsäcker - richtig, der mit dem tiefliegenden
Pietistenauge - äußerte in hohem Ernste, ihm wäre in Indien
die Erfahrung der Levitation zuteil geworden.

FR

HC Ahlmann
2018-09-01 10:12:51 UTC
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Post by Martin Gerdes
Diese gottlosen Niedersachsen arbeiten am Fronleichnamsfest
(immer Donnerstag) und am Fest Allerheiligen (so dieses nicht auf ein
Wochenende fällt).
Und sie bekommen Besuch von den gottlosen Westfalen, die dann einkaufen
wollen. Der Verkehr in Hannover war an beiden Tagen überdurchschnittlich
stark, solange ich dort wohnte.
--
Munterbleiben
HC

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Diedrich Ehlerding
2018-09-01 10:20:02 UTC
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Post by HC Ahlmann
Post by Martin Gerdes
Diese gottlosen Niedersachsen arbeiten am Fronleichnamsfest
(immer Donnerstag) und am Fest Allerheiligen (so dieses nicht auf ein
Wochenende fällt).
Und sie bekommen Besuch von den gottlosen Westfalen, die dann einkaufen
wollen. Der Verkehr in Hannover war an beiden Tagen überdurchschnittlich
stark, solange ich dort wohnte.
Ab diesem Jahr wirst du dich in vorauseilender Rache an den gottlosen
Nordrhein-Wandalen üben können und einen Tag vor Allerheiligen dort
einfallen. Etwa in Bielefeld ... äh ... kommt man da überhaupt hin?
--
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HC Ahlmann
2018-09-01 11:33:23 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Post by HC Ahlmann
Post by Martin Gerdes
Diese gottlosen Niedersachsen arbeiten am Fronleichnamsfest
(immer Donnerstag) und am Fest Allerheiligen (so dieses nicht auf ein
Wochenende fällt).
Und sie bekommen Besuch von den gottlosen Westfalen, die dann einkaufen
wollen. Der Verkehr in Hannover war an beiden Tagen überdurchschnittlich
stark, solange ich dort wohnte.
Ab diesem Jahr wirst du dich in vorauseilender Rache an den gottlosen
Nordrhein-Wandalen üben können und einen Tag vor Allerheiligen dort
einfallen. Etwa in Bielefeld ... äh ... kommt man da überhaupt hin?
Beides ist zu verneinen.
Ich kann mich nicht an Nordrhein-Wandalen rächen (noch wäre mir danach,
weil ich seit 14 Jahren in NRW wohne), noch kommt man nach Bie..
CARRIER LOST
Klaus Dahlwitz
2018-09-02 17:20:29 UTC
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Post by Diedrich Ehlerding
Ab diesem Jahr wirst du dich in vorauseilender Rache an den gottlosen
Nordrhein-Wandalen üben können und einen Tag vor Allerheiligen dort
einfallen. Etwa in Bielefeld ... äh ... kommt man da überhaupt hin?
Jetzt hst Du Dich enttarnt.
Du. Bist. Einer. Von. IHN
Stefan Schmitz
2018-09-01 16:16:43 UTC
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Post by HC Ahlmann
Post by Martin Gerdes
Diese gottlosen Niedersachsen arbeiten am Fronleichnamsfest
(immer Donnerstag) und am Fest Allerheiligen (so dieses nicht auf ein
Wochenende fällt).
Und sie bekommen Besuch von den gottlosen Westfalen, die dann einkaufen
wollen. Der Verkehr in Hannover war an beiden Tagen überdurchschnittlich
stark, solange ich dort wohnte.
Kommen die Westfalen da wirklich zum Einkaufen? Dafür böten sich doch Orte
in Grenznähe an.
HC Ahlmann
2018-09-01 17:37:10 UTC
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Raw Message
Post by Stefan Schmitz
Post by HC Ahlmann
Post by Martin Gerdes
Diese gottlosen Niedersachsen arbeiten am Fronleichnamsfest
(immer Donnerstag) und am Fest Allerheiligen (so dieses nicht auf ein
Wochenende fällt).
Und sie bekommen Besuch von den gottlosen Westfalen, die dann einkaufen
wollen. Der Verkehr in Hannover war an beiden Tagen überdurchschnittlich
stark, solange ich dort wohnte.
Kommen die Westfalen da wirklich zum Einkaufen? Dafür böten sich doch Orte
in Grenznähe an.
Gastronomiebetriebe haben in NRW an jenen Feiertagen geöffnet, Läden
nicht, dazu ballten sich die NR-Wandalen in der Innenstadt.
--
Munterbleiben
HC

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Stefan Schmitz
2018-09-01 18:42:53 UTC
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Raw Message
Post by HC Ahlmann
Post by Stefan Schmitz
Post by HC Ahlmann
Post by Martin Gerdes
Diese gottlosen Niedersachsen arbeiten am Fronleichnamsfest
(immer Donnerstag) und am Fest Allerheiligen (so dieses nicht auf ein
Wochenende fällt).
Und sie bekommen Besuch von den gottlosen Westfalen, die dann einkaufen
wollen. Der Verkehr in Hannover war an beiden Tagen überdurchschnittlich
stark, solange ich dort wohnte.
Kommen die Westfalen da wirklich zum Einkaufen? Dafür böten sich doch Orte
in Grenznähe an.
Gastronomiebetriebe haben in NRW an jenen Feiertagen geöffnet, Läden
nicht, dazu ballten sich die NR-Wandalen in der Innenstadt.
Ich glaube aber trotzdem nicht ans Einkaufen als Zweck des Besuchs. Dafür ist
Hannover zu weit weg. Man kann sich ja auch einfach die Stadt ansehen wollen
oder Kulturangebote nutzen.
Roland Franzius
2018-09-01 22:15:48 UTC
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Raw Message
Post by Stefan Schmitz
Post by HC Ahlmann
Post by Stefan Schmitz
Post by HC Ahlmann
Post by Martin Gerdes
Diese gottlosen Niedersachsen arbeiten am Fronleichnamsfest
(immer Donnerstag) und am Fest Allerheiligen (so dieses nicht auf ein
Wochenende fällt).
Und sie bekommen Besuch von den gottlosen Westfalen, die dann einkaufen
wollen. Der Verkehr in Hannover war an beiden Tagen überdurchschnittlich
stark, solange ich dort wohnte.
Kommen die Westfalen da wirklich zum Einkaufen? Dafür böten sich doch Orte
in Grenznähe an.
Gastronomiebetriebe haben in NRW an jenen Feiertagen geöffnet, Läden
nicht, dazu ballten sich die NR-Wandalen in der Innenstadt.
Ich glaube aber trotzdem nicht ans Einkaufen als Zweck des Besuchs. Dafür ist
Hannover zu weit weg. Man kann sich ja auch einfach die Stadt ansehen wollen
oder Kulturangebote nutzen.
Minden, Bielefeld fahren an Westfalentagen geschlossen nach Hannover,
Herford, Münster, Gütersloh, Coesfeld, Lübbecke nach Osnabrück. Es sind
die umsatzstärksten Verkaufstage im Jahr.

An Fronleichnam und Allerheiligen traut sich hier kein Einheimischer in
die Stadt. Mit Auto kommt man weder rein noch raus.
--
Roland Franzius
U***@web.de
2018-09-02 08:35:31 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Roland Franzius
An Fronleichnam und Allerheiligen traut sich hier kein Einheimischer in
die Stadt. Mit Auto kommt man weder rein noch raus.
Ähnlich in Wiesbaden, nur Allerheiligen.

Gruß, ULF
Klaus Dahlwitz
2018-09-02 18:17:02 UTC
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Raw Message
Post by Stefan Schmitz
Ich glaube aber trotzdem nicht ans Einkaufen als Zweck des Besuchs. Dafür ist
Hannover zu weit weg. Man kann sich ja auch einfach die Stadt ansehen wollen
oder Kulturangebote nutzen.
Mein Vater, der einst in Hangover studierte, weigerte sich stets, den
Ort Stadt zu nennen.

Klaus
--
McDeutsch: "eine kleine Pommes!"
Gunhild Simon
2018-09-02 21:19:47 UTC
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Raw Message
Am Samstag, 1. September 2018 18:16:44 UTC+2 schrieb Stefan Schmitz:

...
Post by Stefan Schmitz
Kommen die Westfalen da wirklich zum Einkaufen? Dafür böten sich doch Orte
in Grenznähe an.
In Osnabrück, meiner zeitweiligen Heimat,heißt ds
Fronleichnamsfest heute ganz weltlich Westfalentag.
Os liegt im äußersten Zipfel Niedersachsens, fast ist es eine Enklave in Westfalen.

Zu der Zeit meiner Jugend in Osnabrück war die Prägung der Stadt sehr katholisch: Mit mächtigem Dom, bischöflicher Kanzlei , Herz-Jesu-Kirche. In der Schule:
Kruzifix an der Wand, Gebet und Kreuzzeichen zum Ein- und Ausgang.
Aschekreuz am
Aschermittwoch, Heiligenbildchen zur Belohnung
guter Leistungen, hübschen Meßdienern aus dem Jungentrakt, Beichtübungen, Röcken über langen und
weiten "Trainings"-Hosen.
Danach konfessionelle Gymnasien, deren Lehrer im
klösterlichen Habit ihren Dienst versahen.

Ich selbst besuchte eine katholische Volksschule.
Das Fronleichnamsfest wurde großartiger und festlicher als alle anderen begangen.
Eigentlich war ich als Kind protestantischer Eltern
immer etwas neidisch auf das katholische Brimborium.

Gruß
Gunhild

Gruß
Gunhild
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