Discussion:
Tausendsassa
(zu alt für eine Antwort)
Stephen Hust
2017-07-11 08:28:04 UTC
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In einem Forumbeitrag auf derstandard.at schreibt ein Teilnehmer:

| [...] irgendwie scheint die Post immer mehr zum Tausendsasser zu
| mutieren [...]

Tausendsasser? Habe ich das Wort falsch in Erinnerung? Habe ich mich
immer verlesen und verhört, oder heißt das nicht "Tausendsassa"?
Nachschlagen ... Also Tausendsassa stimmt schon. Es gibt aber auch die
(heute unüblichere?) Form "Tausendsasa", die anscheinend die
ursprüngliche und die einzige im Grimm verzeichnete ist.

Etymologie von (nach Pfeifer):

| [...] *Tausendsas(s)a* [...] Substantivierung von /tausend sa! sa!/,
| einem aufmunternden Lockruf für Jagdhunde (vgl. /hopsassa/); vgl. mhd.
| /zā, zazā/, aus afrz. /ça/ ‘hier(her), wohlan’ (frz. /çà/), dem lat.
| /ecce hāc/ ‘sieh hierher’ zugrunde liegt [...]

Neben dem von Pfeifer erwähnten "hopsassa" gibt es auch "hopsasa". Ich
habe Schwierigkeiten, mir die Ausprache von "hopsassa" vorzustellen. Es
kommt mir vor, daß ich nur "hopsasa" gehört habe. Duden kennt "hopsassa"
nicht, obwohl es in Langenscheidt auf duden.de unter "hopsa" angegeben
wird (Grimm hat auch nur "hopsasa" (unter "hopsa")).

<http://www.duden.de/rechtschreibung/Tausendsassa>

<http://www.duden.de/rechtschreibung/Tausendsasa>

<http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GT01824#XGT01824>

<https://www.dwds.de/wb/Tausendsassa>

<http://www.duden.de/woerterbuch/deutsch-englisch/hopsa>

<http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GH12365#XGH12365>
--
Steve

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Christina Kunze
2017-07-11 08:37:30 UTC
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Post by Stephen Hust
Neben dem von Pfeifer erwähnten "hopsassa" gibt es auch "hopsasa". Ich
habe Schwierigkeiten, mir die Ausprache von "hopsassa" vorzustellen.
Du musst mich mal sprechen hören, da kannst Du es Dir besser vorstellen :-

Hier oben im Norden, wo intervokalisches einfaches S stimmhaft ist und
doppelte stimmlos, ist das ein großer Unterschied.
Ich würde "hopsassa" niemals mit stimmhaftem S sprechen.
(Tausendsassa auch nicht.)

chr
Florian Ritter
2017-07-11 16:54:09 UTC
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Post by Christina Kunze
Post by Stephen Hust
Neben dem von Pfeifer erwähnten "hopsassa" gibt es auch "hopsasa". Ich
habe Schwierigkeiten, mir die Ausprache von "hopsassa" vorzustellen.
Du musst mich mal sprechen hören, da kannst Du es Dir besser vorstellen :-
Hier oben im Norden...
Man sieht Frau Kunzens geistigen Zeigefinger über eine
Landkarte gleiten.
Neulich bat ich einen Busfahrer um Auskunft, ob an einer
bestimmten U-Bahnstation gehalten würde, jener zeigte mit
dem Finger auf mich, sagte und sprach: Dit hatta jut erkannt.
Nach mir stellte jemand die gleiche Frage, der Ausgeschlafene
variierte seine Antwort: Nee, heute nich, erst morjen wieder.
Berliner Humor ehmt, da kannste nüscht machen - FR
Andreas Karrer
2017-07-11 08:52:35 UTC
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Post by Stephen Hust
| [...] irgendwie scheint die Post immer mehr zum Tausendsasser zu
| mutieren [...]
Tausendsasser? Habe ich das Wort falsch in Erinnerung? Habe ich mich
immer verlesen und verhört, oder heißt das nicht "Tausendsassa"?
Tausendsassa ist schon richtig.

Bei Sprechan, die das r in Endsilben vollständig vokalisiean,
kommen solche Hypakorrektuan vor. Ich kenn das ea von Norddeutschen,
aber eventuell ist das bei Weanan genauso, nicht?
Post by Stephen Hust
Neben dem von Pfeifer erwähnten "hopsassa" gibt es auch "hopsasa". Ich
habe Schwierigkeiten, mir die Ausprache von "hopsassa" vorzustellen. Es
Die zwei Sprecher bei https://forvo.com/word/tausendsassa/#de sagen
für meine Ohren klar -sassa und nicht -sasa, also das erste a kurz und
das ss stimmlos. Bei Hopsassa ist das nicht anders, denk ich.

- Andi
Helmut Richter
2017-07-11 09:04:29 UTC
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Post by Andreas Karrer
Die zwei Sprecher bei https://forvo.com/word/tausendsassa/#de sagen
für meine Ohren klar -sassa und nicht -sasa, also das erste a kurz und
das ss stimmlos. Bei Hopsassa ist das nicht anders, denk ich.
Und das erste s? Müsste das nicht stimmhaft sein?
--
Helmut Richter
Christina Kunze
2017-07-11 09:14:01 UTC
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Raw Message
Post by Helmut Richter
Post by Andreas Karrer
Die zwei Sprecher bei https://forvo.com/word/tausendsassa/#de sagen
für meine Ohren klar -sassa und nicht -sasa, also das erste a kurz und
das ss stimmlos. Bei Hopsassa ist das nicht anders, denk ich.
Und das erste s? Müsste das nicht stimmhaft sein?
Nur, wenn Du zwischen P und S eine Morphemfuge annimmst.
Bei Kinderpsychologie spreche ich auch kein stimmhaftes S.

chr
Jakob Achterndiek
2017-07-11 09:50:33 UTC
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Post by Christina Kunze
Post by Helmut Richter
Und das erste s? Müsste das nicht stimmhaft sein?
Nur, wenn Du zwischen P und S eine Morphemfuge annimmst.
Bei Kinderpsychologie spreche ich auch kein stimmhaftes S.
Dieses Gedankenexperiment öffnet den Blick eine ganz neue
Hypothese zur Etymologie des Hopsassa: `Οψασα
--
j/\a
René Marquardt
2017-07-11 12:52:58 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Post by Christina Kunze
Post by Helmut Richter
Und das erste s? Müsste das nicht stimmhaft sein?
Nur, wenn Du zwischen P und S eine Morphemfuge annimmst.
Bei Kinderpsychologie spreche ich auch kein stimmhaftes S.
Dieses Gedankenexperiment öffnet den Blick eine ganz neue
Hypothese zur Etymologie des Hopsassa: `Οψασα
Oopsie-daisy! sagt man im Englischen

http://www.phrases.org.uk/meanings/ups-a-daisy.html
Bertel Lund Hansen
2017-07-17 08:30:49 UTC
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Post by René Marquardt
Oopsie-daisy! sagt man im Englischen
oder "oopsa-daisy" - im Dänischen "upsedasse".
--
Bertel, Dänemark
Jakob Achterndiek
2017-07-11 09:52:50 UTC
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Raw Message
Post by Christina Kunze
Post by Helmut Richter
Und das erste s? Müsste das nicht stimmhaft sein?
Nur, wenn Du zwischen P und S eine Morphemfuge annimmst.
Bei Kinderpsychologie spreche ich auch kein stimmhaftes S.
Dieses Gedankenexperiment öffnet den Blick auf eine ganz
neue Hypothese zur Etymologie des Hopsassa: `Οψασα
--
j/\a
Bertel Lund Hansen
2017-07-17 08:33:42 UTC
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Raw Message
Post by Christina Kunze
Post by Helmut Richter
Post by Andreas Karrer
Die zwei Sprecher bei https://forvo.com/word/tausendsassa/#de sagen
für meine Ohren klar -sassa und nicht -sasa, also das erste a kurz und
das ss stimmlos. Bei Hopsassa ist das nicht anders, denk ich.
Und das erste s? Müsste das nicht stimmhaft sein?
Nur, wenn Du zwischen P und S eine Morphemfuge annimmst.
Bei Kinderpsychologie spreche ich auch kein stimmhaftes S.
Das ist ein falscher Vergleich. Bei "Psy-" gehören P und S zur
selben Silbe. So nicht bei "hop-sa".
--
Bertel, Dänemark
Christina Kunze
2017-07-17 19:32:06 UTC
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Raw Message
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Christina Kunze
Post by Helmut Richter
Post by Andreas Karrer
Die zwei Sprecher bei https://forvo.com/word/tausendsassa/#de sagen
für meine Ohren klar -sassa und nicht -sasa, also das erste a kurz und
das ss stimmlos. Bei Hopsassa ist das nicht anders, denk ich.
Und das erste s? Müsste das nicht stimmhaft sein?
Nur, wenn Du zwischen P und S eine Morphemfuge annimmst.
Bei Kinderpsychologie spreche ich auch kein stimmhaftes S.
Das ist ein falscher Vergleich. Bei "Psy-" gehören P und S zur
selben Silbe. So nicht bei "hop-sa".
Irgendwie eben doch.
Während beim Tausendsassa der Sassa mit stimmhaftem S beginnt wie ein
eigenes Wort, ist bei mir bei Hopsassa das Silbenende nicht so klar,
jedenfalls spreche ich es wie eine Verlängerung von "hopps!".

chr
Martin Gerdes
2017-07-11 16:50:16 UTC
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Post by Helmut Richter
Post by Andreas Karrer
Die zwei Sprecher bei https://forvo.com/word/tausendsassa/#de sagen
für meine Ohren klar -sassa und nicht -sasa, also das erste a kurz und
das ss stimmlos. Bei Hopsassa ist das nicht anders, denk ich.
Und das erste s? Müsste das nicht stimmhaft sein?
Das schafft man doch auszusprechen (der Glottisschlag erleichtert es).
Ich würde es natürlich nicht, aber meinen Hannoveranern traue ich ja
fast alles zu.
Stephen Hust
2017-07-11 09:16:08 UTC
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Raw Message
Post by Andreas Karrer
Post by Stephen Hust
Neben dem von Pfeifer erwähnten "hopsassa" gibt es auch "hopsasa". Ich
habe Schwierigkeiten, mir die Ausprache von "hopsassa" vorzustellen. Es
Die zwei Sprecher bei https://forvo.com/word/tausendsassa/#de sagen
für meine Ohren klar -sassa und nicht -sasa, also das erste a kurz und
das ss stimmlos.
So hätte ich es auch erwartet, wobei ich das Wort eher wie der erste
(independentgentleman) aussprechen würde (bei mir Nichtmuttersprachler
wird das a am Ende allerdings oft zum Schwa).

Beide sprechen aber für meine Ohren das erste s in "sassa" stimmhaft aus
(was ich auch tue), obwohl es nach Duden stimmlos ist.

Bei Duden steht auch, daß die beiden s in hopsasa stimmlos sind, und so
würde ich es aussprechen.
Post by Andreas Karrer
Bei Hopsassa ist das nicht anders, denk ich.
Wo ich bei hopsassa Schwierigkeiten habe, ist mir das kurze erste a
vorzustellen.
--
Steve

My e-mail address works as is.
Stefan Schmitz
2017-07-11 14:36:12 UTC
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Post by Stephen Hust
Post by Andreas Karrer
Post by Stephen Hust
Neben dem von Pfeifer erwähnten "hopsassa" gibt es auch "hopsasa". Ich
habe Schwierigkeiten, mir die Ausprache von "hopsassa" vorzustellen. Es
Die zwei Sprecher bei https://forvo.com/word/tausendsassa/#de sagen
für meine Ohren klar -sassa und nicht -sasa, also das erste a kurz und
das ss stimmlos.
So hätte ich es auch erwartet, wobei ich das Wort eher wie der erste
(independentgentleman) aussprechen würde (bei mir Nichtmuttersprachler
wird das a am Ende allerdings oft zum Schwa).
Beide sprechen aber für meine Ohren das erste s in "sassa" stimmhaft aus
(was ich auch tue), obwohl es nach Duden stimmlos ist.
Bei Duden steht auch, daß die beiden s in hopsasa stimmlos sind, und so
würde ich es aussprechen.
Wo schreibt der Duden denn etwas über stimmlos oder stimmhaft?
Stephen Hust
2017-07-11 15:11:30 UTC
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Post by Stephen Hust
Beide sprechen aber für meine Ohren das erste s in "sassa" stimmhaft aus
(was ich auch tue), obwohl es nach Duden stimmlos ist.
Bei Duden steht auch, daß die beiden s in hopsasa stimmlos sind, und so
würde ich es aussprechen.
Ich muß offensichtlich aufmerksamer beim Lesen sein.

Was den Online-Duden betrifft, habe ich mich geirrt. Für diese beiden
Wörter gibt's unter "Aussprache" nur die Betonung. (Ich habe auf den
Link zu "Aussprache" geklickt und das Wort "Betonung" einfach übersehen.)

Im Druckexemplar des Aussprache-Dudens von 1990 steht:

/'hɔpsasa/ [Kirshenbaum: /'hOpsasa/]

/'tauzntsasa/ [mit einer liegenden runden Klammer mit der offenen Seite
nach oben unter a und u, und einem kleinen senkrechten Strich unter dem n]

Alle "sasa" s also stimmlos.

"Tausendsassa" steht leider nicht drin.
--
Steve

My e-mail address works as is.
Stephen Hust
2017-07-11 15:17:22 UTC
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Post by Stephen Hust
Alle "sasa" s also stimmlos.
Oder "sasa"-s, "-sasa"-s, "Sasa"-s?
--
Steve

My e-mail address works as is.
Tobias J. Becker
2017-07-11 15:28:41 UTC
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Post by Stephen Hust
Post by Stephen Hust
Alle "sasa" s also stimmlos.
Oder "sasa"-s, "-sasa"-s, "Sasa"-s?
Sasae.


Tobias
Christian Weisgerber
2017-07-11 16:46:40 UTC
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Post by Stephen Hust
/'tauzntsasa/ [mit einer liegenden runden Klammer mit der offenen Seite
nach oben unter a und u, und einem kleinen senkrechten Strich unter dem n]
Alle "sasa" s also stimmlos.
Noch besser: Im Kapitel "Deutsche Aussprachelehre", im Abschnitt
zur Aussprache des Graphems <s> hat das Wort seinen eigenen Eintrag!

s
...
2. Man spricht stimmloses ("scharfes") s [s]:
...
l) in:
Tausendsasa [ˈta͜uzn̩tsasa]
...
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Martin Gerdes
2017-07-11 16:50:16 UTC
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Post by Stephen Hust
| [...] irgendwie scheint die Post immer mehr zum Tausendsasser zu
| mutieren [...]
Tausendsasser?
Klar. Der *Tausensasser sitzt auf dem *Sofer. Die *Omer daneben.

Solche Schreibungen sind in Hanofa nicht ungewöhnlich. Wie auch, wenn
-er wie -a gesprochen wird?
Post by Stephen Hust
Neben dem von Pfeifer erwähnten "hopsassa" gibt es auch "hopsasa". Ich
habe Schwierigkeiten, mir die Ausprache von "hopsassa" vorzustellen. Es
kommt mir vor, daß ich nur "hopsasa" gehört habe.
Das erste a ist kurz, das folgende s ist stimmlos, das zweite a ist
lang.

Ich käme nicht darauf, das Wort wie "hopsasa" zu schreiben. Als
lautgetreue Fehlschreibung könnte ich mir allenfalls *"hoppsassa"
vorstellen.
Florian Ritter
2017-07-11 17:04:41 UTC
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Raw Message
Post by Stephen Hust
Tausendsasser? Habe ich das Wort falsch in Erinnerung? Habe ich mich
immer verlesen und verhört, oder heißt das nicht "Tausendsassa"?
Nachschlagen ... Also Tausendsassa stimmt schon. Es gibt aber auch die
(heute unüblichere?) Form "Tausendsasa", die anscheinend die
ursprüngliche und die einzige im Grimm verzeichnete ist.
| [...] *Tausendsas(s)a* [...] Substantivierung von /tausend sa! sa!/,
| einem aufmunternden Lockruf für Jagdhunde (vgl. /hopsassa/); vgl. mhd.
| /zā, zazā/, aus afrz. /ça/ ‘hier(her), wohlan’ (frz. /çà/)
Chr. W. Kindleben schrieb 1781:

Ca, ca, geschmauset,
laßt uns nicht rappelköpfisch sein!

FR
Christina Kunze
2017-07-11 18:03:44 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by Stephen Hust
Tausendsasser? Habe ich das Wort falsch in Erinnerung? Habe ich mich
immer verlesen und verhört, oder heißt das nicht "Tausendsassa"?
Nachschlagen ... Also Tausendsassa stimmt schon. Es gibt aber auch die
(heute unüblichere?) Form "Tausendsasa", die anscheinend die
ursprüngliche und die einzige im Grimm verzeichnete ist.
| [...] *Tausendsas(s)a* [...] Substantivierung von /tausend sa! sa!/,
| einem aufmunternden Lockruf für Jagdhunde (vgl. /hopsassa/); vgl. mhd.
| /zā, zazā/, aus afrz. /ça/ ‘hier(her), wohlan’ (frz. /çà/)
Ca, ca, geschmauset,
laßt uns nicht rappelköpfisch sein!
Das habe ich ja prae multa saecula zum letzten Mal gehört!

chr
René Marquardt
2017-07-11 18:28:53 UTC
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Raw Message
Post by Christina Kunze
Post by Florian Ritter
Post by Stephen Hust
Tausendsasser? Habe ich das Wort falsch in Erinnerung? Habe ich mich
immer verlesen und verhört, oder heißt das nicht "Tausendsassa"?
Nachschlagen ... Also Tausendsassa stimmt schon. Es gibt aber auch die
(heute unüblichere?) Form "Tausendsasa", die anscheinend die
ursprüngliche und die einzige im Grimm verzeichnete ist.
| [...] *Tausendsas(s)a* [...] Substantivierung von /tausend sa! sa!/,
| einem aufmunternden Lockruf für Jagdhunde (vgl. /hopsassa/); vgl. mhd.
| /zā, zazā/, aus afrz. /ça/ ‘hier(her), wohlan’ (frz. /çà/)
Ca, ca, geschmauset,
laßt uns nicht rappelköpfisch sein!
Das habe ich ja prae multa saecula zum letzten Mal gehört!
Na, duo centum annis sind ja nicht so sehr viele saecula.
Florian Ritter
2017-07-11 18:34:02 UTC
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Raw Message
Post by Christina Kunze
Post by Florian Ritter
Post by Stephen Hust
Tausendsasser? Habe ich das Wort falsch in Erinnerung? Habe ich mich
immer verlesen und verhört, oder heißt das nicht "Tausendsassa"?
Nachschlagen ... Also Tausendsassa stimmt schon. Es gibt aber auch die
(heute unüblichere?) Form "Tausendsasa", die anscheinend die
ursprüngliche und die einzige im Grimm verzeichnete ist.
| [...] *Tausendsas(s)a* [...] Substantivierung von /tausend sa! sa!/,
| einem aufmunternden Lockruf für Jagdhunde (vgl. /hopsassa/); vgl. mhd.
| /zā, zazā/, aus afrz. /ça/ ‘hier(her), wohlan’ (frz. /çà/)
Ca, ca, geschmauset,
laßt uns nicht rappelköpfisch sein!
Das habe ich ja prae multa saecula zum letzten Mal gehört!
So? Wo denn? FR
Christina Kunze
2017-07-11 19:33:49 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Florian Ritter
Post by Christina Kunze
Post by Florian Ritter
Post by Stephen Hust
Tausendsasser? Habe ich das Wort falsch in Erinnerung? Habe ich mich
immer verlesen und verhört, oder heißt das nicht "Tausendsassa"?
Nachschlagen ... Also Tausendsassa stimmt schon. Es gibt aber auch die
(heute unüblichere?) Form "Tausendsasa", die anscheinend die
ursprüngliche und die einzige im Grimm verzeichnete ist.
| [...] *Tausendsas(s)a* [...] Substantivierung von /tausend sa! sa!/,
| einem aufmunternden Lockruf für Jagdhunde (vgl. /hopsassa/); vgl. mhd.
| /zā, zazā/, aus afrz. /ça/ ‘hier(her), wohlan’ (frz. /çà/)
Ca, ca, geschmauset,
laßt uns nicht rappelköpfisch sein!
Das habe ich ja prae multa saecula zum letzten Mal gehört!
So? Wo denn? FR
Von Leuten, die das und Ähnliches gern gesungen haben, Anfang der
neunziger Jahre in Sachsen-Anhalt.
Mit Studentenverbindungen hatte das in diesem Fall nichts zu tun.

chr
Florian Ritter
2017-07-12 10:59:16 UTC
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Raw Message
Post by Christina Kunze
Post by Florian Ritter
Post by Christina Kunze
Post by Florian Ritter
Ca, ca, geschmauset,
laßt uns nicht rappelköpfisch sein!
Das habe ich ja prae multa saecula zum letzten Mal gehört!
So? Wo denn?
Von Leuten, die das und Ähnliches gern gesungen haben, Anfang der
neunziger Jahre in Sachsen-Anhalt.
Ja, wo denn nun, in der Provinz Sachsen oder in Anhalt?
Daß man Euch aber auch immer die Würmer aus der Nase ziehen
muß, es ist für Hochsensible wie mich der reine Horror.
Post by Christina Kunze
Mit Studentenverbindungen hatte das in diesem Fall nichts zu tun.
Das Lied gehörte auch im Greifswald der 70er zu den Top Ten
der Kommershitliste - dort hatte sich auch viel Bündisches
erhalten.
Uns ging die Sonne nicht unter!

FR
Jakob Achterndiek
2017-07-12 12:07:39 UTC
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Raw Message
Post by Florian Ritter
Uns ging die Sonne nicht unter!
.. So-hon nä-hänich u-hun tä zwo drei vier

Ein schreckliches Lied!
Eins dessen Melodie ohne Grundton auskommt*.
Als Pimpfe sind wir danach marschiert.
:(
--
j/\a

* Für Ganzgenaunehmer:
Da, wo er als Durchgangston zweimal kurz vorkommt,
ist er nicht als Grundton zu definieren, sondern
als 5. Ton der Unterdominante.
Florian Ritter
2017-07-12 15:53:27 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
Post by Florian Ritter
Uns ging die Sonne nicht unter!
.. So-hon nä-hänich u-hun tä zwo drei vier
Ein schreckliches Lied!
Eins dessen Melodie ohne Grundton auskommt*.
Als Pimpfe sind wir danach marschiert.
Eines frostigen Morgens wurde der einarmige Tierpfleger
des Greifswalder Zoos tot neben einer nicht ganz
geleerten Flasche 96 %igen Primasprits in einem
Hauseingang gefunden.
Dies wurde mir allsogleich brieflich nach München
gemeldet, versehen mit einem Zitat aus eben jenen Wilden
Gesellen: Aus ist ein Leben in farbiger Pracht...

FR
Ralf Joerres
2017-07-13 14:58:38 UTC
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Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
Post by Florian Ritter
Uns ging die Sonne nicht unter!
.. So-hon nä-hänich u-hun tä zwo drei vier
Ein schreckliches Lied!
Eins dessen Melodie ohne Grundton auskommt*.
Als Pimpfe sind wir danach marschiert.
:(
--
j/\a
Da, wo er als Durchgangston zweimal kurz vorkommt,
ist er nicht als Grundton zu definieren, sondern
als 5. Ton der Unterdominante.
Ich wollt's ja nicht glauben, aber auf Youtube kann man sich das das
Opus anhören, und genau wie es hier steht: Grundton im Wesentlichen
nur als Durchgangston, mit den weiteren funktionsharmonischen Zusammen-
hängen kenne ich mich nicht aus, das ganze passiert in einer Passage,
bei der man diesen Ton nicht als Grundton empfindet. Das ewige Herum-
reiten auf der Terz (der Tonika) ist wirklich schwer erträglich. Noch
weitaus schmerzhafter verletzt jedoch der Text meine bereits sehr
niederschwelligen Erwartungen, eigentlich sagt schon die erste Zeile
alles: Wilde Gesellen vom Sturmwind durchweht ... Wenigstens weiß ich
jetzt, welche Art Muse Helene Fischer bei ihrem 'Atemlos durch die
Nacht' geküsst hat. Muss wohl ein ziemlich heftiger Sturm bei den
wilden Gesellen gewesen sein, der dem Autor jedweden Verstand
ausgeblasen hat. Vielleicht singen's die Burschen aber auch mit dem
falschem Text? Eine der komplett unverständlichen Stellen ist:

Aber da draußen am Wegesrand,
Dort bei dem König der Dornen,
Klingen die Fiedeln ins weite Land,
Klagen dem Herrn unser [jetzt kommt's:] Carmen.

'unser Carmen'?? Sollte vielleicht 'Barmen' gemeint gewesen sein, dem
käme jedenfalls eine vage Andeutung von Sinnhaftigkeit zu?

Bei allem, was hier an Kritik über verschiedene Texte von
professioneller Hand laut wird, empfehle ich unbedingt die Lektüre
dieses prekären Konglomerats von wild-life-Stimmungs-Versatzstücken
vermischt mit ungenießbarer Rührseligkeit, schon allein um nicht zu
vergessen: Ist eigentlich doch nicht alles so gaaanz schlecht, was
andere heute so schreiben.

Link zur Musik:


Link zum Text:
http://www.volksliedsammlung.de/wildeges.html

Wohl bekomm's.

Gruß Ralf Joerres
Christina Kunze
2017-07-13 16:14:13 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ralf Joerres
Aber da draußen am Wegesrand,
Dort bei dem König der Dornen,
Klingen die Fiedeln ins weite Land,
Klagen dem Herrn unser [jetzt kommt's:] Carmen.
'unser Carmen'?? Sollte vielleicht 'Barmen' gemeint gewesen sein, dem
käme jedenfalls eine vage Andeutung von Sinnhaftigkeit zu?
Kann man denn ein Lied (zumindest poetisch) nicht auch klagen?
Wer weiß, wie die Fiedeln geklungen haben.

chr
René Marquardt
2017-07-13 16:29:10 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Christina Kunze
Post by Ralf Joerres
Aber da draußen am Wegesrand,
Dort bei dem König der Dornen,
Klingen die Fiedeln ins weite Land,
Klagen dem Herrn unser [jetzt kommt's:] Carmen.
'unser Carmen'?? Sollte vielleicht 'Barmen' gemeint gewesen sein, dem
käme jedenfalls eine vage Andeutung von Sinnhaftigkeit zu?
Kann man denn ein Lied (zumindest poetisch) nicht auch klagen?
Wer weiß, wie die Fiedeln geklungen haben.
Muss es extra erwähnt werden, daß "carmen" ein gesungenes Gebet ist?
Von "canera", singen, zu "carmen", etwas, das gesungen wird.
Dorothee Hermann
2017-07-13 17:34:12 UTC
Permalink
Raw Message
Post by René Marquardt
Klagen dem Herrn unser [jetzt kommt's:] Carmen. 'unser Carmen'??
Sollte vielleicht 'Barmen' gemeint gewesen sein, dem käme
jedenfalls eine vage Andeutung von Sinnhaftigkeit zu?
Kann man denn ein Lied (zumindest poetisch) nicht auch klagen? Wer
weiß, wie die Fiedeln geklungen haben.
;-)
Post by René Marquardt
Muss es extra erwähnt werden, daß "carmen" ein gesungenes Gebet ist?
Von "canera", singen, zu "carmen", etwas, das gesungen wird.
Ich hatte an "Carmina Burana" gedacht.

http://www.latein.ch/sprache/texte/carmina_burana/


Dorothee
--
https://de.wikipedia.org/wiki/Carmina_Burana
René Marquardt
2017-07-13 17:56:51 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Dorothee Hermann
Post by René Marquardt
Klagen dem Herrn unser [jetzt kommt's:] Carmen. 'unser Carmen'??
Sollte vielleicht 'Barmen' gemeint gewesen sein, dem käme
jedenfalls eine vage Andeutung von Sinnhaftigkeit zu?
Kann man denn ein Lied (zumindest poetisch) nicht auch klagen? Wer
weiß, wie die Fiedeln geklungen haben.
;-)
Post by René Marquardt
Muss es extra erwähnt werden, daß "carmen" ein gesungenes Gebet ist?
Von "canera", singen, zu "carmen", etwas, das gesungen wird.
Ich hatte an "Carmina Burana" gedacht.
Daran tatest du wohl. Carmina Burana, Gesänge aus Beuren, wie in dem
von dir angeführten Link erklärt.
René Marquardt
2017-07-13 18:01:39 UTC
Permalink
Raw Message
Post by René Marquardt
Post by Dorothee Hermann
Post by René Marquardt
Klagen dem Herrn unser [jetzt kommt's:] Carmen. 'unser Carmen'??
Sollte vielleicht 'Barmen' gemeint gewesen sein, dem käme
jedenfalls eine vage Andeutung von Sinnhaftigkeit zu?
Kann man denn ein Lied (zumindest poetisch) nicht auch klagen? Wer
weiß, wie die Fiedeln geklungen haben.
;-)
Post by René Marquardt
Muss es extra erwähnt werden, daß "carmen" ein gesungenes Gebet ist?
Von "canera", singen, zu "carmen", etwas, das gesungen wird.
Ich hatte an "Carmina Burana" gedacht.
Daran tatest du wohl. Carmina Burana, Gesänge aus Beuren, wie in dem
von dir angeführten Link erklärt.
PS: Und ein einzelnes dieser Lieder: Carmen Buranum.
Heinz Brückner
2017-07-13 19:58:30 UTC
Permalink
Raw Message
am Thu, 13 Jul 2017 09:29:10 -0700 (PDT) schrieb René Marquardt
Post by René Marquardt
Muss es extra erwähnt werden, daß "carmen" ein gesungenes Gebet ist?
Von "canera", singen, zu "carmen", etwas, das gesungen wird.
Gestern bei "Carmen" gewesen. Schwer enttäuscht.
Keine Autos, keine Rennfahrer...
--
Wozu eigentlich denken?
Stoffwechsel ist Wunder genug.
Jakob Achterndiek
2017-07-13 22:27:01 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
Post by Florian Ritter
Uns ging die Sonne nicht unter!
Ein schreckliches Lied!
Ich wollt's ja nicht glauben, [..]
http://youtu.be/i25-KzDmrx0
http://www.volksliedsammlung.de/wildeges.html
Wohl bekomm's.
Wir müssen allerdings aufpassen, daß wir unser Geschmacksurteil nicht
auch schon für ein Sach- und Fachurteil halten. Der Text paßt in die
Rubrik der spätmittelalterlichen Vagantendichtung, zu deren Bandbreite
*auch* das "Bramarbasieren" und das "Schäbigkeitsprinzip" (beide in der
WikipediA zu finden) als *gewollte* Eigenschaften gehören. Teile der
"bündischen Jugend" von den Pfadfindern bis zur späteren HJ haben diesen
Stil goutiert. Auch die Melodie kann man bei sehr gutem Willen als
gewollt altertümelnd ansehen, die Tonart wäre dann eine "phrygische" aus
der Reihe der sogenannten Kirchentonarten. (Die kann allerdings heute
kaum noch jemand harmonisieren.)
Den Textautor und Komponisten kennt man; seine Vita ist zeittypisch.
(Aber mit wem anders hätte ein Mann mit seinen Talenten und Vorlieben
sonst anbändeln können?) Ihm ist auch diese gewollte Altertümelei
zuzutrauen.
Aber es bleibt dabei: Ich fand und finde das Lied immer schon und
immer noch einfach schrecklich!
--
j/\a
Tobias J. Becker
2017-07-13 22:58:45 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
Post by Ralf Joerres
http://youtu.be/i25-KzDmrx0
http://www.volksliedsammlung.de/wildeges.html
Wohl bekomm's.
Wir müssen allerdings aufpassen, daß wir unser Geschmacksurteil nicht
auch schon für ein Sach- und Fachurteil halten.
[...]
Post by Jakob Achterndiek
"Bramarbasieren" und das "Schäbigkeitsprinzip" (beide in der
WikipediA zu finden) als *gewollte* Eigenschaften gehören.
[...]


Eine hochgeschätzte Professorin beschrieb das gelegentliche
Expertenwesen ihres eigenen Faches einmal wie folgt:

"Der Hund springt daneben - und das Publikum klatscht."

Denn es ist sich sicher, genau so habe es der Zirkuskünstler ja gewollt.


Tobias
Jakob Achterndiek
2017-07-14 08:47:25 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Tobias J. Becker
Eine hochgeschätzte Professorin beschrieb das gelegentliche
"Der Hund springt daneben - und das Publikum klatscht."
Denn es ist sich sicher, genau so habe es der Zirkuskünstler ja gewollt.
Und wo steckt jetzt die Expertise?
Bei der Professorin? Oder beim Hund? Oder beim Dompteur?
Oder gar beim Publikum?
--
j/\a
Helmut Richter
2017-07-14 09:34:56 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
Post by Tobias J. Becker
Eine hochgeschätzte Professorin beschrieb das gelegentliche
"Der Hund springt daneben - und das Publikum klatscht."
Denn es ist sich sicher, genau so habe es der Zirkuskünstler ja gewollt.
Und wo steckt jetzt die Expertise?
Bei der Professorin? Oder beim Hund? Oder beim Dompteur?
Oder gar beim Publikum?
Wnns Kunst ist -- was trotz "Zirkuskünstler" hier nicht klar ist --
scheidet das Publikum jedenfalls aus. Findet das Publikum etwas mies,
hat *es* sich blamiert, weil es den Künstler nicht verstanden hat.
--
Helmut Richter
Tobias J. Becker
2017-07-14 10:56:14 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
Post by Tobias J. Becker
Eine hochgeschätzte Professorin beschrieb das gelegentliche
"Der Hund springt daneben - und das Publikum klatscht."
Denn es ist sich sicher, genau so habe es der Zirkuskünstler ja gewollt.
Und wo steckt jetzt die Expertise?
Bei der Professorin? Oder beim Hund? Oder beim Dompteur?
Oder gar beim Publikum?
Beim Publikum, das im Falle der Fachwelt ausschließlich aus Experten
besteht. Da sind sie nämlich unter sich in ihrer Filterblase der
Selbstbestätigung.


Tobias
Frank Hucklenbroich
2017-07-14 06:21:16 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
Auch die Melodie kann man bei sehr gutem Willen als
gewollt altertümelnd ansehen, die Tonart wäre dann eine "phrygische" aus
der Reihe der sogenannten Kirchentonarten. (Die kann allerdings heute
kaum noch jemand harmonisieren.)
Sag das nicht, höre Dir mal Sachen von Slayer an (eine Metal-Band), da
wimmelt es geradezu von Kirchentonarten. Was eine gewisse Ironie hat, denn
diese Gruppe hat tendentiell eher satanische Texte (obwohl, eigentlich paßt
das).

https://de.wikipedia.org/wiki/Christ_Illusion

Grüße,

Frank
Ralf Joerres
2017-07-19 07:50:30 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Jakob Achterndiek
Auch die Melodie kann man bei sehr gutem Willen als
gewollt altertümelnd ansehen, die Tonart wäre dann eine "phrygische" aus
der Reihe der sogenannten Kirchentonarten. (Die kann allerdings heute
kaum noch jemand harmonisieren.)
Sag das nicht, höre Dir mal Sachen von Slayer an (eine Metal-Band), da
wimmelt es geradezu von Kirchentonarten. Was eine gewisse Ironie hat, denn
diese Gruppe hat tendentiell eher satanische Texte (obwohl, eigentlich paßt
das).
https://de.wikipedia.org/wiki/Christ_Illusion
Das's ja wieder mal sehr interessant! Danke! Ralf Joerres
Bertel Lund Hansen
2017-07-19 12:19:12 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Jakob Achterndiek
der Reihe der sogenannten Kirchentonarten. (Die kann
allerdings heute kaum noch jemand harmonisieren.)
Sag das nicht, höre Dir mal Sachen von Slayer an (eine
Metal-Band), da wimmelt es geradezu von Kirchentonarten. Was
eine gewisse Ironie hat, denn diese Gruppe hat tendentiell
eher satanische Texte (obwohl, eigentlich paßt das).
Jazzmusic benutzt viele verschiedene Tonarten, unter anderen die
Kirchentonarten.
--
Bertel, Dänemark
Helmut Richter
2017-07-14 11:06:29 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
Auch die Melodie kann man bei sehr gutem Willen als
gewollt altertümelnd ansehen, die Tonart wäre dann eine "phrygische" aus
der Reihe der sogenannten Kirchentonarten. (Die kann allerdings heute
kaum noch jemand harmonisieren.)
Na ja, phrygisch ist schon weit hergeholt. Es beginnt in Moll auf der
Quint (z.B. in a-Moll auf dem e), bleibt die ganze Zeit im gleichen
a-Moll und im parallelen C-Dur und endet schließlich in letzterem auf
der Terz. Nichts Ungewöhnliches, nichts speziell Phrygisches. Das Ende
mit dem "phrygischen" Halbton f->e begleitet man mit der Git... äääh
Klampfe mit:

Son(G7)-ne nicht un-ter(C)

wobei Begleitung und Singstimme bei "Son-" einen Dominantseptnonakkord
bilden, also einen Fünfklang.

Phrygischer klänge es z.B.

Son(A)-ne(G) nicht(F) un-ter(E)

wobei man diese Passage -- nicht das ganze Lied -- dann mit dem
passenden Rasgueado als Flamenco verkaufen kann.
--
Helmut Richter
Ralf Joerres
2017-07-19 08:15:35 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Helmut Richter
Post by Jakob Achterndiek
Auch die Melodie kann man bei sehr gutem Willen als
gewollt altertümelnd ansehen, die Tonart wäre dann eine "phrygische" aus
der Reihe der sogenannten Kirchentonarten. (Die kann allerdings heute
kaum noch jemand harmonisieren.)
Na ja, phrygisch ist schon weit hergeholt. Es beginnt in Moll auf der
Quint (z.B. in a-Moll auf dem e), bleibt die ganze Zeit im gleichen
a-Moll und im parallelen C-Dur und endet schließlich in letzterem auf
der Terz. Nichts Ungewöhnliches, nichts speziell Phrygisches. Das Ende
mit dem "phrygischen" Halbton f->e begleitet man mit der Git... äääh
Son(G7)-ne nicht un-ter(C)
Was bedeuten diese Abkürzungen? Ich meine nicht G7, C sondern den Rest.
Post by Helmut Richter
wobei Begleitung und Singstimme bei "Son-" einen Dominantseptnonakkord
bilden, also einen Fünfklang.
Phrygischer klänge es z.B.
Son(A)-ne(G) nicht(F) un-ter(E)
hier nochmal...

Wobei ich mich frage, was bei 'phrygisch' die Dominante wäre, dieses
verminderte Gebilde aus zwei kleinen Terzen klingt recht grausam...
Post by Helmut Richter
wobei man diese Passage -- nicht das ganze Lied -- dann mit dem
passenden Rasgueado als Flamenco verkaufen kann.
Wahrscheinlich, die archaischen Flamencoformen sind für unser
zivilisiertes Ohr oft auch eine Strapaze - sehr schön bildlich
umgesetzt übrigens im Band 'Asterix in Spanien'...

Gruß Ralf Joerres
Helmut Richter
2017-07-19 10:37:21 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ralf Joerres
Post by Helmut Richter
Son(G7)-ne nicht un-ter(C)
Was bedeuten diese Abkürzungen? Ich meine nicht G7, C sondern den Rest.
Jeweils ein Stück Text vom Ende des Liedes, das mit den Worten endet:
"Uns geht die Sonne nicht unter"
Post by Ralf Joerres
Post by Helmut Richter
wobei Begleitung und Singstimme bei "Son-" einen Dominantseptnonakkord
bilden, also einen Fünfklang.
Phrygischer klänge es z.B.
Son(A)-ne(G) nicht(F) un-ter(E)
Die Silbe "Son-" hätte a-Moll haben sollen, nicht A-Dur.
Post by Ralf Joerres
Wobei ich mich frage, was bei 'phrygisch' die Dominante wäre, dieses
verminderte Gebilde aus zwei kleinen Terzen klingt recht grausam...
Och, das kommt durchaus vor, auch mit vier kleinen Terzen. Ob in
phrygischen Stücken, weiß ich nicht.

Phrygisch unterscheidet sich ja von Moll nur durch die kleine Sekund.
Post by Ralf Joerres
Post by Helmut Richter
wobei man diese Passage -- nicht das ganze Lied -- dann mit dem
passenden Rasgueado als Flamenco verkaufen kann.
Das war nicht ganz ernst gemeint. Die Sequenz F-Dur E-Dur ist mir WIMRE
schon mal am Ende einer phrygischen Melodie untergekommen, und sie ist
auch typisch für Flamenco. Habe ich inzwischen in der WP unter
"Andalusische Kadenz" gefunden.
Post by Ralf Joerres
Wahrscheinlich, die archaischen Flamencoformen sind für unser
zivilisiertes Ohr oft auch eine Strapaze - sehr schön bildlich
umgesetzt übrigens im Band 'Asterix in Spanien'...
Es gab von Siegfried Behrend eine Schallplatte "Die Geschichte der
Gitarre". Darin illustriert er die arabische Herkunft der Gitarre wie
des Flamencos mit einem Stück, das am Anfang ganz arabisch klingt (so
nach Koran-Rezitation) und dann immer Flamenco-ähnlicher wird ohne Bruch
dazwischen.
--
Helmut Richter
Ralf Joerres
2017-07-19 07:45:03 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
Post by Jakob Achterndiek
Post by Florian Ritter
Uns ging die Sonne nicht unter!
Ein schreckliches Lied!
Ich wollt's ja nicht glauben, [..]
http://youtu.be/i25-KzDmrx0
http://www.volksliedsammlung.de/wildeges.html
Wohl bekomm's.
Wir müssen allerdings aufpassen, daß wir unser Geschmacksurteil nicht
auch schon für ein Sach- und Fachurteil halten. Der Text paßt in die
Rubrik der spätmittelalterlichen Vagantendichtung, zu deren Bandbreite
*auch* das "Bramarbasieren" und das "Schäbigkeitsprinzip" (beide in der
WikipediA zu finden) als *gewollte* Eigenschaften gehören. Teile der
"bündischen Jugend" von den Pfadfindern bis zur späteren HJ haben diesen
Stil goutiert. Auch die Melodie kann man bei sehr gutem Willen als
gewollt altertümelnd ansehen, die Tonart wäre dann eine "phrygische" aus
der Reihe der sogenannten Kirchentonarten. (Die kann allerdings heute
kaum noch jemand harmonisieren.)
Den Textautor und Komponisten kennt man; seine Vita ist zeittypisch.
(Aber mit wem anders hätte ein Mann mit seinen Talenten und Vorlieben
sonst anbändeln können?) Ihm ist auch diese gewollte Altertümelei
zuzutrauen.
Aber es bleibt dabei: Ich fand und finde das Lied immer schon und
immer noch einfach schrecklich!
Ich danke für diese Hintergrunderläuterungen. Was die Youtube-Hörer
des Liedes jedoch zu ihren hingerissenen Kommentaren treibt, dürfte
davon unbeeinflusst sein. Und als phrygische Melodie sollte der Song
dann, wenn ich's recht verstehe, anders beglitten sein als von
den wackeren Youtube-Sängern vorgeführt, quasi e-Phrygisch statt
C-Dur. Das würde auch das endlose Herumreiten auf der vermeintlichen
Terz erklären, die ja dann zum Grundton würde. (Hoffe, das stimmt,
ich möchte mir diesen Hörgenuss nicht noch einmal antun.)

Gruß Ralf Joerres
Frank Hucklenbroich
2017-07-14 06:17:18 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ralf Joerres
Vielleicht singen's die Burschen aber auch mit dem
Aber da draußen am Wegesrand,
Dort bei dem König der Dornen,
Klingen die Fiedeln ins weite Land,
Klagen dem Herrn unser [jetzt kommt's:] Carmen.
Das soll vermutlich "kommen" heißen, dann reimt es sich auch halbwegs.

Grüße,

Frank
Tobias J. Becker
2017-07-11 22:55:43 UTC
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Raw Message
Post by Christina Kunze
Das habe ich ja prae multa saecula zum letzten Mal gehört!
Das habe ich noch nie gehört.

prae steht i.d.R. mit Ablativ: prae multis saeculis.

Allerdings wurde (entgegen der Behauptung im Stowasser) prae als
Präposition offenbar nicht temporal verwendet.


Angezeigt wäre ante + Akkusativ oder Ablativ + ante, aus rhythmischen
Gründen auch mit Binnenstellung:

multis ante saeculis


Oooder du formulierst deinen Satz um:

Das habe ich ja per multa saecula (= viele Jahre hindurch) nicht gehört!


Tobias
Gunhild Simon
2017-07-12 08:19:25 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Tobias J. Becker
Post by Christina Kunze
Das habe ich ja prae multa saecula zum letzten Mal gehört!
Das habe ich noch nie gehört.
prae steht i.d.R. mit Ablativ: prae multis saeculis.
Allerdings wurde (entgegen der Behauptung im Stowasser) prae als
Präposition offenbar nicht temporal verwendet.
Angezeigt wäre ante + Akkusativ oder Ablativ + ante, aus rhythmischen
multis ante saeculis
Das habe ich ja per multa saecula (= viele Jahre hindurch) nicht gehört!
Schöne Zusammenstellung der Möglichkeiten!

Dennoch glaubte ich an eine Verwechslung (einen
Tippfehler?).

"prae" und "per" legen dies wegen ihrer äußerem
Ähnlichkeit nahe.

(Ich selbst vergewissere mich eher im Netz -zB
http://www.haudenver
res.de/latein/programm/grammatik_verweis/000Frameset.html?

- weil ich mich nur bedingt sattelfest fühle..)
Gunhild Simon
2017-07-12 08:22:40 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Gunhild Simon
http://www.haudenver
res.de/latein/programm/grammatik_verweis/000Frameset.html?
Link klappt nicht.
Neuversuch:
http://www.haudenverres.de/latein/programm/grammatik_verweis/000Frameset.html?/latein/programm/grammatik/praepositionen.html
Gunhild Simon
2017-07-12 08:26:19 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Gunhild Simon
Post by Gunhild Simon
http://www.haudenver
res.de/latein/programm/grammatik_verweis/000Frameset.html?
Link klappt nicht.
http://www.haudenverres.de/latein/programm/grammatik_verweis/000Frameset.html?/latein/programm/grammatik/praepositionen.html
Ich hatte mich an Renés Anweisung gehalten,
zur Vermeidung eines mehrzeiligen Links
nach dem Fragezeichen zu kürzen.
Was habe ich falsch verstanden oder gemacht?

Gruß
Gunhild
Helmut Richter
2017-07-12 08:51:33 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Gunhild Simon
Ich hatte mich an Renés Anweisung gehalten,
zur Vermeidung eines mehrzeiligen Links
nach dem Fragezeichen zu kürzen.
Was habe ich falsch verstanden oder gemacht?
Der Tipp war falsch. Was hinter dem Fragezeichen steht, wird sehr wohl
ausgewertet -- meist nicht vom Webserver selbst, sondern von dem
Programm (allgemeiner: der Ressource), das aufgrund des Teils der
Adresse aufgerufen wird, der vor dem Fragezeichen steht. Was dahinter
steht, könnte die Antwort auf Fragen sein, die in einem Webformular
gestellt wurden; es können aber auch Zugriffsinformationen für Inhalte
sein, die miteinander nichts zu tun haben. Niemand ist gehindert, nur
eine einzige Adresse bis zum Fragezeichen zu benutzen und alles weitere
dahinter zu schreiben. Dann obliegt das Finden der darzustellenden
Information eben nicht dem Webserver, sondern einem anderen Programm.

Hinter dem Fragezeichen ist die Sache in mehrere Teile gegliedert, die
voneinander durch kaufmännisches Und (&) getrennt sind. Von denen kann
man oft einige weglassen, die nur der Verwaltung dienen und die bei
Weglassen automatisch wieder hinzugefügt werden, z.B. im DWB (Grimms
Wörterbuch) alles oder fast alles bis auf "lemid" (Kennzahl des Lemmas).
Also: oft kann man viel weglassen, aber selten alles.
--
Helmut Richter
Detlef Meißner
2017-07-12 08:54:14 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Gunhild Simon
Post by Gunhild Simon
Post by Gunhild Simon
http://www.haudenver
res.de/latein/programm/grammatik_verweis/000Frameset.html?
Link klappt nicht.
http://www.haudenverres.de/latein/programm/grammatik_verweis/000Frameset.html?/latein/programm/grammatik/praepositionen.html
Ich hatte mich an Renés Anweisung gehalten,
zur Vermeidung eines mehrzeiligen Links
nach dem Fragezeichen zu kürzen.
Was habe ich falsch verstanden oder gemacht?
Ganz oben, das ist ja kein vollständiger Link. Der Link ist nur die
erste Zeile, nämlich http://www.haudenver

Du kannst kürzen, nämlich so:
http://www.haudenverres.de/latein/programm/grammatik_verweis/000Frameset.html?

Detlef
Andreas Karrer
2017-07-12 09:55:03 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Gunhild Simon
Ich hatte mich an Renés Anweisung gehalten,
zur Vermeidung eines mehrzeiligen Links
nach dem Fragezeichen zu kürzen.
Das kann manchmal funktionieren, ist im allgemeinen aber einfach Quatsch.

Bei Google ist es einigermassen durchsichtig. Dies hier:

https://www.google.de/search

führt einfach zur klassischen, weitgehend leeren Seite mit dem Suchfeld und
dem "Auf gut Glück"-Button. Dies dagegen:

https://www.google.de/search?q=url-parameter+fragezeichen

ergibt die Ergebnisse der Google-Suche nach "url-parameter
fragezeichen". Es erscheint plausibel, dass der Teil hinter dem
Fragezeichen sehr wichtig ist: der Suchstring.

Mit einem zusätzlichen "&btnI" kommt man zum ersten Treffer dieser
Suche, wie wenn man "Auf gut Glück" gedrückt hätte:

https://www.google.de/search?q=url-parameter+fragezeichen&btnI
Post by Gunhild Simon
Was habe ich falsch verstanden oder gemacht?
Dem Zauberlehrling geglaubt.

- Andi
Jakob Achterndiek
2017-07-12 10:10:19 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Gunhild Simon
Post by Gunhild Simon
http://www.haudenver
res.de/latein/programm/grammatik_verweis/000Frameset.html?
Link klappt nicht.
[..] Was habe ich falsch verstanden oder gemacht?
Dein Programm hat (wahrscheinlich ohne Dein Zutun) zwischen
http://www.haudenver
und
res.de/latein/programm/grammatik_verweis/000Frameset.html
einen Zeilen-Umbruch eingefügt.
Fremde Programme verstehen dann nur das Fragment *vor* dem Umbruch,
und das genügt ihnen nicht.

Gruß
j/\a
Matthias Opatz
2017-07-12 13:33:06 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Gunhild Simon
Was habe ich falsch verstanden oder gemacht?
Vielleicht solltest Du doch mal Deine Starrköpfigkeit hinsichtlich
der von Dir verwendeten Newsreaderprothese überdenken.

Matthias
René Marquardt
2017-07-12 14:23:21 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Gunhild Simon
Post by Gunhild Simon
Post by Gunhild Simon
http://www.haudenver
res.de/latein/programm/grammatik_verweis/000Frameset.html?
Link klappt nicht.
http://www.haudenverres.de/latein/programm/grammatik_verweis/000Frameset.html?/latein/programm/grammatik/praepositionen.html
Ich hatte mich an Renés Anweisung gehalten,
zur Vermeidung eines mehrzeiligen Links
nach dem Fragezeichen zu kürzen.
Was habe ich falsch verstanden oder gemacht?
Das geht natuerlich nicht, wenn nach dem ? ein Frameset kommt,
oder ein Suchergebnis. Sagen wir also, _manchmal_ kann der Teil
nach dem ? weggelassen werden, aber jeweils ausprobieren.
U***@web.de
2017-07-12 18:47:28 UTC
Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Gunhild Simon
Post by Gunhild Simon
Post by Gunhild Simon
http://www.haudenver
res.de/latein/programm/grammatik_verweis/000Frameset.html?
Link klappt nicht.
http://www.haudenverres.de/latein/programm/grammatik_verweis/000Frameset.html?/latein/programm/grammatik/praepositionen.html
Ich hatte mich an Renés Anweisung gehalten,
zur Vermeidung eines mehrzeiligen Links
nach dem Fragezeichen zu kürzen.
Was habe ich falsch verstanden oder gemacht?
Du hast einen Zeilenumbruch in den Link eingefügt;
jedenfalls aber wird er so dargestellt.

Gruß, ULF
Wolfgang Schwanke
2017-07-22 08:26:33 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Gunhild Simon
Ich hatte mich an Renés Anweisung gehalten,
zur Vermeidung eines mehrzeiligen Links
nach dem Fragezeichen zu kürzen.
Was habe ich falsch verstanden oder gemacht?
Der Tip ist falsch. Im Allgemeinen ist der Teil nach dem Fragezeichen
wichtig und kann nicht einfach weggekürzt werden.
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Christina Kunze
2017-07-12 19:29:22 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Tobias J. Becker
Post by Christina Kunze
Das habe ich ja prae multa saecula zum letzten Mal gehört!
Das habe ich noch nie gehört.
Ich auch nicht, aber im Refrain, das Florian zitierte, heißt die letzte
Zeile:

Post multa saecula pocula nulla!

Der Rest war kreative Anpassung an die Gegebenheiten.

chr
Wolfgang Schwanke
2017-07-22 08:27:46 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Stephen Hust
| [...] *Tausendsas(s)a* [...] Substantivierung von /tausend sa! sa!/,
| einem aufmunternden Lockruf für Jagdhunde (vgl. /hopsassa/); vgl. mhd.
| /z?, zaz?/, aus afrz. /ça/ ‘hier(her), wohlan’ (frz. /çà/), dem lat.
| /ecce h?c/ ‘sieh hierher’ zugrunde liegt [...]
Als milde Herabsetzung eignet sich "Hundertsassa".
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
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