Discussion:
Aussprache bei Wissenschaftlern
(zu alt für eine Antwort)
Quinn C
2017-05-29 17:49:55 UTC
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Raw Message
Bei Interviews mit jüngeren Wissenschaftlern fällt mir zunehmend
auf, daß sie anders sprechen als ich das von meinen Professoren
gewohnt war, nämlich mit einem weit umgangssprachlicheren Tonfall.

Aktuelles Beispiel:

<http://www.deutschlandfunk.de/tsunami-katastrophe-2004-warum-das-beben-im-indischen-ozean.676.de.html?dram:article_id=387173>

Ich vermute, das könnte daran liegen, daß in der älteren
Generation die meisten von Hause aus Dialekt oder mit starkem
lokalen Akzent sprachen, den sie sich dann zugunsten eines
"universitären", gebildeten Standarddeutschs bewußt abtrainiert
haben - manche nur für professionelle Kontexte, andere ganz.
Dagegen sprechen viele jüngere Leute, vor allem in
Norddeutschland, sowieso keinen Dialekt mehr, sondern nur mit
schwachem regionalen Akzent, und da sehen einige wohl keine
Notwendigkeit, ihre Aussprache umzustellen.

Vielleicht ist es aber auch eine Haltung, die formelles Auftreten
generell ablehnt, oder zumindest eine entsprechende Anpassung der
Sprache.

Mir erscheint das in Beispielen wie dem oben verlinkten ein wenig
zu lax für einen öffentlichen Auftritt, wie eine Vorlesung, einer
Paneldiskussion oder einen Radioauftritt. Ich kann es nicht
festnageln, was es ausmacht, aber es fällt mir gerade im Kontrast
zu der deutlich gekünstelten Aussprache des Interviewers auf
("alle deutschen Radiosprecher klingen gleich", so mein Sohn am
Wochenende.)

Dieser Wissenschaftler spricht so ähnlich wie ich mit Familie oder
Freunden; in der Situation würde ich mir dagegen mehr Mühe geben,
in Richtung einer Aussprache wie der des Profisprechers.
--
da kamen abermals in das Elsas uber die Zaberer steig ein volck,
die nante man auch die Engelländer und gugeler B. HERTZOG
Bertel Lund Hansen
2017-05-29 18:34:57 UTC
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Raw Message
Post by Quinn C
Bei Interviews mit jüngeren Wissenschaftlern fällt mir
zunehmend auf, daß sie anders sprechen als ich das von meinen
Professoren gewohnt war, nämlich mit einem weit
umgangssprachlicheren Tonfall.
Ich habe jetzt etwa 10 Minuten davon gehört. Mir kommt die
Aussprache des Wissenschaftlers natürlich vor.

Die deutsche Aussprache habe ich in Dänemark rund 1962 gelernt,
und ich habe mich nicht in Deutschland für lange Zeit
aufgehalten. Ich habe verschiedene deutsche Fernsehsendungen
gesehen, wo ich mir mühe gebe, die gesprochene Sprache zu
verstehen.
Post by Quinn C
<http://www.deutschlandfunk.de/tsunami-katastrophe-2004-warum-das-beben-im-indischen-ozean.676.de.html?dram:article_id=387173>
Was ist es, das dich stört?
--
Bertel, Dänemark
Quinn C
2017-05-29 21:23:51 UTC
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Raw Message
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Quinn C
Bei Interviews mit jüngeren Wissenschaftlern fällt mir
zunehmend auf, daß sie anders sprechen als ich das von meinen
Professoren gewohnt war, nämlich mit einem weit
umgangssprachlicheren Tonfall.
Ich habe jetzt etwa 10 Minuten davon gehört. Mir kommt die
Aussprache des Wissenschaftlers natürlich vor.
Klar klingt sie natürlich. Das sag ich ja: es klingt so, wie ich
im Privatleben spreche. Es klingt nicht professionell-akademisch.

Fällt Dir im Vergleich zur Aussprache des Radiosprechers etwas
auf?
--
The bee must not pass judgment on the hive. (Voxish proverb)
-- Robert C. Wilson, Vortex (novel), p.125
Bertel Lund Hansen
2017-05-30 07:07:56 UTC
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Raw Message
Post by Quinn C
Klar klingt sie natürlich. Das sag ich ja: es klingt so, wie ich
im Privatleben spreche. Es klingt nicht professionell-akademisch.
Fällt Dir im Vergleich zur Aussprache des Radiosprechers etwas
auf?
Jezt habe ich es wieder gehört. Der Wissenschaftler sprecht durch
ein Telefon, und das macht den Laut ein bisschen unklar.
Abgesehen davon will ich sagen, dass er klar und deutlich
spricht, und er benuzt fast keinen Denklaut (wie "eh, øh, umh").
Seine Aussprache ist nicht so deutlich, wie die des
Radiosprechers, aber es ist auch deutlich, dass der professionel
ist, was man nicht von einem Wissenschaftler (als Sprecher)
erwarten kann.

Wenn es um seine Formulierungen handelt, meine ich auch, dass er
sie wohl gewählt hat. Er spricht im Rundfunk zu einem
nicht-wissenschaftlichen Publikum, und deshalb finde ich seine
Wortwahl gut.

Auf einer Skala von 1 bis 10 gebe ich 9.
--
Bertel, Dänemark
U***@web.de
2017-05-30 08:44:37 UTC
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Raw Message
Moin,
Post by Bertel Lund Hansen
Jezt habe ich es wieder gehört. Der Wissenschaftler sprecht
Hier darf ich um einen Zusatzkonsonanten und (um) einen
Vokalwechsel bitten.

Gruß, ULF
Bertel Lund Hansen
2017-05-30 11:00:00 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Post by Bertel Lund Hansen
Jezt habe ich es wieder gehört. Der Wissenschaftler sprecht
Hier darf ich um einen Zusatzkonsonanten und (um) einen
Vokalwechsel bitten.
Entschuldigung. t und e=>i
--
Bertel, Dänemark
Christina Kunze
2017-05-29 19:21:13 UTC
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Raw Message
Post by Quinn C
Bei Interviews mit jüngeren Wissenschaftlern fällt mir zunehmend
auf, daß sie anders sprechen als ich das von meinen Professoren
gewohnt war, nämlich mit einem weit umgangssprachlicheren Tonfall.
Die jüngeren Wissenschaftler /Professoren pflegen auch ganz überwiegend
einen viel unkonventionellen Kleidungsstil als die älteren, nicht
Anzug/Kombi und Kostüm, sondern modisch wie andere gleichen Alters.

Zuerst habe ich das bei einem allerdings älteren
geisteswissenschaftlichen Professor gesehen, da waren das wohl 68-er
Auswirkungen.

An dem inhaltlichen Hierarchiebewusstsein ändert übrigens dieser
Kleidungsstil nichts.
Post by Quinn C
Vielleicht ist es aber auch eine Haltung, die formelles Auftreten
generell ablehnt, oder zumindest eine entsprechende Anpassung der
Sprache.
Vielleicht ist es auch eine Anpassung der Sprache an den "populären
Stil", mit dem man Radiohörer besser erreicht als mit förmlicher Sprache.

Einige Wissenschaftler können je nach Kontext zwischen "Fachchinesisch"
und allgemeinverständlich wechseln. Das finde ich sehr gut.

chr
Andreas Karrer
2017-05-30 07:41:55 UTC
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Raw Message
Post by Christina Kunze
Post by Quinn C
Bei Interviews mit jüngeren Wissenschaftlern fällt mir zunehmend
auf, daß sie anders sprechen als ich das von meinen Professoren
gewohnt war, nämlich mit einem weit umgangssprachlicheren Tonfall.
Die jüngeren Wissenschaftler /Professoren pflegen auch ganz überwiegend
einen viel unkonventionellen Kleidungsstil als die älteren, nicht
Anzug/Kombi und Kostüm, sondern modisch wie andere gleichen Alters.
Ich weiss ja nicht, aber in den späten 80ern hatten wir die ersten
Professoren mit Turnschuhen und Stadtrucksack. Die sind jetzt
emeritiert oder nahe dran. Und weder Chemie noch ETH Zürich sind ja
eigentlich als Brutstätten von Studentenrevolten und so bekannt.

- Andi
Wolfgang Εnzinger
2017-05-29 19:44:42 UTC
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Raw Message
Post by Quinn C
Bei Interviews mit jüngeren Wissenschaftlern fällt mir zunehmend
auf, daß sie anders sprechen als ich das von meinen Professoren
gewohnt war, nämlich mit einem weit umgangssprachlicheren Tonfall.
<http://www.deutschlandfunk.de/tsunami-katastrophe-2004-warum-das-beben-im-indischen-ozean.676.de.html?dram:article_id=387173>
Halte ich eigentlich für ziemlich unauffällig.

Könnte mir am ehesten vorstellen, dass du diese beiden Stellen meinst:
"... dass Energie halt in Form von Erdbeben ..." (03:09)
"... es können sich irgendwie Spannungen aufbauen ... (03:28)

Na gut, so ein knarzender Prof alter Schule hätte sich "halt" und
"irgendwie" wohl gespart.
Quinn C
2017-05-29 21:23:51 UTC
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Raw Message
Post by Wolfgang Εnzinger
Post by Quinn C
Bei Interviews mit jüngeren Wissenschaftlern fällt mir zunehmend
auf, daß sie anders sprechen als ich das von meinen Professoren
gewohnt war, nämlich mit einem weit umgangssprachlicheren Tonfall.
<http://www.deutschlandfunk.de/tsunami-katastrophe-2004-warum-das-beben-im-indischen-ozean.676.de.html?dram:article_id=387173>
Halte ich eigentlich für ziemlich unauffällig.
"... dass Energie halt in Form von Erdbeben ..." (03:09)
"... es können sich irgendwie Spannungen aufbauen ... (03:28)
Na gut, so ein knarzender Prof alter Schule hätte sich "halt" und
"irgendwie" wohl gespart.
Nee, es ging mir nicht um die Wortwahl, sondern um die Aussprache.

Das geht im ersten Satz los. "... viel größer als erwaatet" (mit
Knarzen im a). Dann im nächsten Satz "... tausendreindert [arg
nachlässig] Kilometern und reichte" - das "reichte" mit merkwürdig
emotionalisierter Betonung und Aussprache.

Usw. usf. Wie gesagt, nicht leicht festzunageln, es sind viele
Kleinigkeiten.

Es geht nicht bloß darum, daß es von der Standardsprache abweicht,
sondern in welche Richtung. Bei diesem Sprecher klingt es nur lax,
nicht seriös genug für meinen Geschmack, ich erinnere mich aber,
daß manche anderen für mich gar kindisch klingen. Ich meine dann,
einem Schüler zuzuhören, es ist aber ein wissenschaftlicher
Assistent.

So oder so sicher ein Zeichen, daß ich alt werde.
--
- It's the title search for the Rachel property.
Guess who owns it?
- Tell me it's not that bastard Donald Trump.
-- Gilmore Girls, S02E08 (2001)
Bertel Lund Hansen
2017-05-30 07:16:08 UTC
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Raw Message
Post by Quinn C
Das geht im ersten Satz los. "... viel größer als erwaatet" (mit
Knarzen im a). Dann im nächsten Satz "... tausendreindert [arg
nachlässig] Kilometern und reichte" - das "reichte" mit merkwürdig
emotionalisierter Betonung und Aussprache.
Die Melodie, mit der er spricht, sehe ich als eine Qualität. Eine
lebendige Aussprache wirkt besser als eine monotone (alles andere
gleich).

PS. Ich hoffe dass "alles andere gleich" korrekt ist ("other
things being equal".
--
Bertel, Dänemark
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2017-05-31 18:01:56 UTC
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Raw Message
Post by Quinn C
Nee, es ging mir nicht um die Wortwahl, sondern um die Aussprache.
Das geht im ersten Satz los. "... viel größer als erwaatet" (mit
Knarzen im a). Dann im nächsten Satz "... tausendreindert [arg
nachlässig] Kilometern und reichte" - das "reichte" mit merkwürdig
emotionalisierter Betonung und Aussprache.
Das finde ich alles sehr, sehr unauffällig. Mein Studium ist nun
auch schon wieder ein paar Jahrzehnte her, aber da hätte sich der
gute Mann mit seinem Interview unter die sorgfältiger sprechenden
Professoren eingereiht.

Servus,
Stefan
--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Weinen mit der Gier zu besitzen - Stefan!
(Sloganizer)
Heinz Lohmann
2017-05-30 10:27:43 UTC
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Raw Message
Post by Quinn C
Dieser Wissenschaftler spricht so ähnlich wie ich mit Familie oder
Freunden; in der Situation würde ich mir dagegen mehr Mühe geben,
in Richtung einer Aussprache wie der des Profisprechers.
Das Medium (Skype?) war nicht sehr hilfreich.
Außerdem hatte er ein Manuskript mit vorbereiteten Antworten, was man an
einigen Fachausdrücken hören kann. Vielleicht war es sein erstes
Radiointerview & er war etwas nervös.

Alles in allem nicht so übel.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Quinn C
2017-05-31 17:17:05 UTC
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Raw Message
Post by Heinz Lohmann
Post by Quinn C
Dieser Wissenschaftler spricht so ähnlich wie ich mit Familie oder
Freunden; in der Situation würde ich mir dagegen mehr Mühe geben,
in Richtung einer Aussprache wie der des Profisprechers.
Das Medium (Skype?) war nicht sehr hilfreich.
Außerdem hatte er ein Manuskript mit vorbereiteten Antworten, was man an
einigen Fachausdrücken hören kann. Vielleicht war es sein erstes
Radiointerview & er war etwas nervös.
Alles in allem nicht so übel.
Durchaus nicht. sachlich/inhaltlich hatte ich kein Problem,
ebensowenig bei der Wortwahl. Das war auch nicht mein Punkt. Der
konkrete Sprecher diente mir nur als Beispiel für etwas, was
ich immer häufiger bemerke.

Möglicherweise handelt es sich schlicht um Sprachwandel, den ich
in der Diaspora nicht so mitkriege.

Jüngere Leute im nordamerikanischen Englisch benutzen z.B. viel
häufiger als ältere /uptalk/ (ansteigende Intonation bei
Aussagesätzen) und /vocal fry/ (Schnarren der Stimme bei starker
Entspannung).[1] Was mir da auffällt, sind vielleicht deutsche
Parallelphänomene.

Daß so viele Antworten sich auf andere Themen beziehen als das,
das ich ansprechen wollte, deutet darauf hin, daß die meisten von
uns diesem Aspekt der Sprache wenig bewußte Aufmerksamkeit
schenken.

____
[1]
<https://en.wikipedia.org/wiki/High_rising_terminal>
<https://en.wikipedia.org/wiki/Creaky_voice>
--
Are you sure your sanity chip is fully screwed in?
-- Kryten to Rimmer (Red Dwarf)
René Marquardt
2017-05-31 17:33:35 UTC
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Raw Message
Post by Quinn C
Möglicherweise handelt es sich schlicht um Sprachwandel, den ich
in der Diaspora nicht so mitkriege.
Jüngere Leute im nordamerikanischen Englisch benutzen z.B. viel
häufiger als ältere /uptalk/ (ansteigende Intonation bei
Aussagesätzen) und /vocal fry/ (Schnarren der Stimme bei starker
Entspannung).[1] Was mir da auffällt, sind vielleicht deutsche
Parallelphänomene.
Falls wer ein Beispiel benoetigt:



Fuehrt bei mir zur Sofortabschaltung des Sprachprozessors und ich suche
nach Fluchtmoeglichkeiten. Ich habe es bis :30 ausgehalten.
Christian Weisgerber
2017-06-02 20:06:20 UTC
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Raw Message
Post by Quinn C
Jüngere Leute im nordamerikanischen Englisch benutzen z.B. viel
häufiger als ältere /uptalk/ (ansteigende Intonation bei
Aussagesätzen) und /vocal fry/ (Schnarren der Stimme bei starker
Entspannung).[1] Was mir da auffällt, sind vielleicht deutsche
Parallelphänomene.
Versuche auf Language Log, das zu objektivieren, haben gezeigt,
dass diese Spracheigenschaften auch bei Leuten auftreten, die nicht
zum Vorurteil passen, und bei diesen dann auch nicht kritisiert
werden.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Quinn C
2017-06-02 21:17:51 UTC
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Raw Message
Post by Christian Weisgerber
Post by Quinn C
Jüngere Leute im nordamerikanischen Englisch benutzen z.B. viel
häufiger als ältere /uptalk/ (ansteigende Intonation bei
Aussagesätzen) und /vocal fry/ (Schnarren der Stimme bei starker
Entspannung).[1] Was mir da auffällt, sind vielleicht deutsche
Parallelphänomene.
Versuche auf Language Log, das zu objektivieren, haben gezeigt,
dass diese Spracheigenschaften auch bei Leuten auftreten, die nicht
zum Vorurteil passen, und bei diesen dann auch nicht kritisiert
werden.
Außer dem Vorurteil "jünger", oder?

Meiner Erinnerung nach war die Conclusio, daß es sich um
generellen Sprachwandel handelt.
--
... man muss oft schon Wissenschaft infrage stellen bei den Wirt-
schaftsmenschen [...] das Denken wird haeufig blockiert von einem
ideologischen Ueberbau [...] Es ist halt in vielen Teilen eher
eine Religion als eine Wissenschaft. -- Heiner Flassbeck
Hartmut Kraus
2017-06-03 06:47:25 UTC
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Raw Message
Post by Quinn C
Post by Christian Weisgerber
Post by Quinn C
Jüngere Leute im nordamerikanischen Englisch benutzen z.B. viel
häufiger als ältere /uptalk/ (ansteigende Intonation bei
Aussagesätzen) und /vocal fry/ (Schnarren der Stimme bei starker
Entspannung).[1] Was mir da auffällt, sind vielleicht deutsche
Parallelphänomene.
Versuche auf Language Log, das zu objektivieren, haben gezeigt,
dass diese Spracheigenschaften auch bei Leuten auftreten, die nicht
zum Vorurteil passen, und bei diesen dann auch nicht kritisiert
werden.
Außer dem Vorurteil "jünger", oder?
Meiner Erinnerung nach war die Conclusio, daß es sich um
generellen Sprachwandel handelt.
Als Träger eines akademischen Titels (zwar in einer anderen
Fachrichtung, aber wie gesagt ein bisschen mehr wert als viele der
heutigen, also auf jeden Fall mehr als der Titel einer RTL-Talkshow) sei
mir an dieser Stelle mal einen ganz laienhafter Einwurf gestattet:

Ich wage zu behaupten, dass gelegentlich Begriffe aus der Umgangsprache
Eingang in den Jargon der Wissenschaftler / Techniker / Ingenieure /
"Betriebs- und Volkswirtschaftler" / ... / ... / ... finden und umgekehrt.

Leider nicht immer ganz unzweideutig - z.B. kann "coast containment"
neudenglisch sein für "spare mit jedem Cent - koste es, was es wolle
(und wenn's die besten Kunden sind)", aber auch einfach englisch für
"Küstenbegrenzung" ...

Oder "Oskar" - in der Umgangssprache wohl ein männlicher Vorname, unter
Technikern aber öfters an Stelle von "Oszilloskop" gebraucht ...

Oder "Amp" - ("amplifier" - Verstärker), ...
--
http://www.hkraus.eu/
René Marquardt
2017-06-03 13:27:51 UTC
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Raw Message
"Betriebs- und Volkswirtschaftler".
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Leider nicht immer ganz unzweideutig - z.B. kann "coast containment"
neudenglisch sein für "spare mit jedem Cent - koste es, was es wolle
(und wenn's die besten Kunden sind)", aber auch einfach englisch für
"Küstenbegrenzung" ...
Nur, wenn man meint, daß coast und cost dasselbe wären, was sie nicht sind.
Hartmut Kraus
2017-06-03 15:40:44 UTC
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Raw Message
Post by René Marquardt
"Betriebs- und Volkswirtschaftler".
https://i.imgur.com/JHLRL9S.png
Leider nicht immer ganz unzweideutig - z.B. kann "coast containment"
neudenglisch sein für "spare mit jedem Cent - koste es, was es wolle
(und wenn's die besten Kunden sind)", aber auch einfach englisch für
"Küstenbegrenzung" ...
Nur, wenn man meint, daß coast und cost dasselbe wären, was sie nicht sind.
Danke für den Hinweis - das hatte ich aus "de.sci.electronics" - man
soll eben nichts unkritisch übernehmen, schon gar nicht von Fachleuten,
wenn sie sich auf andere Gebiete begeben. ;)
--
http://www.hkraus.eu/
Christian Weisgerber
2017-06-03 12:27:46 UTC
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Raw Message
Post by Quinn C
Post by Christian Weisgerber
Post by Quinn C
Jüngere Leute im nordamerikanischen Englisch benutzen z.B. viel
häufiger als ältere /uptalk/ (ansteigende Intonation bei
Aussagesätzen) und /vocal fry/ (Schnarren der Stimme bei starker
Entspannung).[1] Was mir da auffällt, sind vielleicht deutsche
Parallelphänomene.
Versuche auf Language Log, das zu objektivieren, haben gezeigt,
dass diese Spracheigenschaften auch bei Leuten auftreten, die nicht
zum Vorurteil passen, und bei diesen dann auch nicht kritisiert
werden.
Außer dem Vorurteil "jünger", oder?
| The following things about vocal (creak and) fry are clear:
| 1. Everybody does it.
| 2. Everybody has always done it.
| 3. There’s a widespread belief that young American women are now
| doing it more (than young women did in earlier decades, or than
| older women do now, or that men of any age do it or did it).
| 4. No one has ever presented any non-anecdotal evidence that (3)
| is true.
http://languagelog.ldc.upenn.edu/nll/?p=20155

| It seems plausible to me that “uptalk” in the U.S., Canada, New
| Zealand, and Australia represents the spread (or in some cases
| just the observation) of a pattern that’s been normal in some
| regional varieties of English for a thousand years or more,
| originally representing the results of contact with Celtic and/or
| Scandinavian languages. In the U.S., the history might involve
| the people of Scots-Irish background who migrated to California
| during the Dust Bowl era in the 1930s, who formed a substantial
| part of the ethnic background of the “valley girl” stereotype.
http://languagelog.ldc.upenn.edu/nll/?p=7406#comment-437215

Wer viel Zeit hat, einfach auf Language Log "vocal fry" oder "uptalk"
im Suchfeld eingeben.
Post by Quinn C
Meiner Erinnerung nach war die Conclusio, daß es sich um
generellen Sprachwandel handelt.
Genereller, sprachübergreifender(!) Sprachwandel ist die um/uh-Sache.
Das hat aber außerhalb der Sprachwissenschaft noch niemand bemerkt
und ist deshalb nicht Teil der allgemeinen Sprachnörglerei.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Andreas Karrer
2017-06-03 16:44:13 UTC
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Raw Message
Post by Christian Weisgerber
Genereller, sprachübergreifender(!) Sprachwandel ist die um/uh-Sache.
Für die du eine wunderhübsche Erläuterung hast, aber auf dem Rand
des Usenet-Postings war zu wenig Platz?

- Andi
Christian Weisgerber
2017-06-03 18:49:41 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Karrer
Post by Christian Weisgerber
Genereller, sprachübergreifender(!) Sprachwandel ist die um/uh-Sache.
Für die du eine wunderhübsche Erläuterung hast, aber auf dem Rand
des Usenet-Postings war zu wenig Platz?
Zusammenfassender Aufsatz:
"Variation and change in the use of hesitation markers in Germanic
languages"
http://languagelog.ldc.upenn.edu/myl/WielingEtAl-uhum-revised.pdf

Wer's von Anfang an als spannende Geschichte lesen will: Einer der
letzten Blog-Einträge, der am Ende eine chronologische Liste zu den
vorangehenden Beiträgen hat, findet sich hier:
http://languagelog.ldc.upenn.edu/nll/?p=22472
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Ralf Joerres
2017-05-31 19:36:35 UTC
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Raw Message
Post by Quinn C
Bei Interviews mit jüngeren Wissenschaftlern fällt mir zunehmend
auf, daß sie anders sprechen als ich das von meinen Professoren
gewohnt war, nämlich mit einem weit umgangssprachlicheren Tonfall.
<http://www.deutschlandfunk.de/tsunami-katastrophe-2004-warum-das-beben-im-indischen-ozean.676.de.html?dram:article_id=387173>
Ich vermute, das könnte daran liegen, daß in der älteren
Generation die meisten von Hause aus Dialekt oder mit starkem
lokalen Akzent sprachen, den sie sich dann zugunsten eines
"universitären", gebildeten Standarddeutschs bewußt abtrainiert
haben - manche nur für professionelle Kontexte, andere ganz.
Dagegen sprechen viele jüngere Leute, vor allem in
Norddeutschland, sowieso keinen Dialekt mehr, sondern nur mit
schwachem regionalen Akzent, und da sehen einige wohl keine
Notwendigkeit, ihre Aussprache umzustellen.
Vielleicht ist es aber auch eine Haltung, die formelles Auftreten
generell ablehnt, oder zumindest eine entsprechende Anpassung der
Sprache.
Mir erscheint das in Beispielen wie dem oben verlinkten ein wenig
zu lax für einen öffentlichen Auftritt, wie eine Vorlesung, einer
Paneldiskussion oder einen Radioauftritt. Ich kann es nicht
festnageln, was es ausmacht, aber es fällt mir gerade im Kontrast
zu der deutlich gekünstelten Aussprache des Interviewers auf
("alle deutschen Radiosprecher klingen gleich", so mein Sohn am
Wochenende.)
Dieser Wissenschaftler spricht so ähnlich wie ich mit Familie oder
Freunden; in der Situation würde ich mir dagegen mehr Mühe geben,
in Richtung einer Aussprache wie der des Profisprechers.
Hm. Bin ja nun mal kein Logopäde und hab auch keinen Kurs in Sprech-
erziehung hinter mir, obwohl Beobachtungen zum Sprechen bei mir auf
sehr starkes Interesse stoßen. Am Sprechen des Herrn Hüpers war mir
aufgefallen, dass es sehr kontrolliert ist, und zwar sowohl in der
Syntax - die Sätze werden zu Ende geführt, auch Nebensätze werden
korrekt aufgelöst - als auch in der Lexik - es gibt reichlich
Fachvokabular mit dem Bemühen um möglichst korrekte Wortwahl. Weiter
waren mir sehr kurze Pausen an vielen Stellen aufgefallen, die auf mich
wie Mini-Anläufe vor dem nächsten Textblock wirkten. Ähnliches habe
nur sehr selten von Personen gehört, die sich das Stottern abtrainiert
hatten, womit ich nicht sagen will, dass das auch auf Herrn Hüpers
zutrifft. Im Ganzen würde ich Deine Einschätzung einer familiären
Sprachwahl, quasi wie unter Freunden, nicht teilen, auch nicht
bezogen auf die Aussprache. Es mag Verschleifungen geben, aber der
Mann ist kein Sprechprofi, sondern Wissenschaftler. Ich finde seinen
Sprechstil sehr akademisch, sehr umgangssprachen- und alltagsfern.
Für mich hast Du einen ungewöhnlich hohen Aussprache-Anspruch.

Mir war heute in der Tagesschau im ersten Meldungsblock zum Anschlag
in Kabul aufgefallen, wie der Sprecher Markus Spieker es nicht geschafft
hat, seinen antrainierten Journalisten-Muntermacher-Sprechstil mit
künstlichen Ausschlägen der Melodie nach oben und unten dem Inhalt der
Nachricht entsprechend einfach mal bleiben zu lassen; da wurden die
Steigerungen bei den Zahlen der Anschlagsopfer verlesen wie neue Rekord-
meldungen bei den Übernachtungen des deutschen Hotelgewerbes. Das war
natürlich nicht beabsichtigt, und es tritt hier auch nicht in massiver
Deutlichkeit zutage, aber man hört Derartiges oft genug bei allen Arten
von Unfall- und Katastrophenmeldungen. Es ist eine spezielle Ausprägung einer berufsbedingten Deformation, die mich persönlich sehr stört, wie
überhaupt dieser Radio-Singsang mit seiner ganz unnatürlichen Melodik.

Gruß Ralf Joerres
U***@web.de
2017-06-01 06:40:18 UTC
Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Ralf Joerres
Weiter
waren mir sehr kurze Pausen an vielen Stellen aufgefallen, die auf mich
wie Mini-Anläufe vor dem nächsten Textblock wirkten. Ähnliches habe
nur sehr selten von Personen gehört, die sich das Stottern abtrainiert
hatten,
Dazu gibt es einen sehr schönen Film über einen sehr kurzfristig
berufenen englischen König und seinen Sprecherzieher.

Seine Radioansprache wirkte gerade durch die Pausen
durchaus effektvoll. Man bedenke auch die damalige
Übertragungsqualität.

Gruß, ULF
Hartmut Kraus
2017-05-31 20:57:05 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Quinn C
("alle deutschen Radiosprecher klingen gleich", so mein Sohn am
Wochenende.)
Scheint ein kleiner Scherzkeks zu sein, dein Filius.
--
http://www.hkraus.eu/
Detlef Meißner
2017-05-31 21:03:11 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Hartmut Kraus
Post by Quinn C
("alle deutschen Radiosprecher klingen gleich", so mein Sohn am
Wochenende.)
Scheint ein kleiner Scherzkeks zu sein, dein Filius.
In der Schule erstellten wir ein Hörspiel in französischer Sprache und
schickten es an eine Partnerschule in Frankreich. Reaktion: alle unsere
Stimmen würden sich gleich anhören.

Detlef
Hartmut Kraus
2017-06-01 06:45:14 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Detlef Meißner
Post by Hartmut Kraus
Post by Quinn C
("alle deutschen Radiosprecher klingen gleich", so mein Sohn am
Wochenende.)
Scheint ein kleiner Scherzkeks zu sein, dein Filius.
In der Schule erstellten wir ein Hörspiel in französischer Sprache und
schickten es an eine Partnerschule in Frankreich. Reaktion: alle unsere
Stimmen würden sich gleich anhören.
Ich vermute mal, das war in dem Sinne "gleicher Akzent" gemeint, oder?
Jedenfalls sollten du, deine Mitschüler, Lehrer, ... oder sagen wir dein
ganzes "soziales Umfeld" schon gewisse Unterschiede heraushören können,
oder? ;)
--
http://www.hkraus.eu/
Detlef Meißner
2017-06-01 07:22:48 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Hartmut Kraus
Post by Detlef Meißner
Post by Hartmut Kraus
Post by Quinn C
("alle deutschen Radiosprecher klingen gleich", so mein Sohn am
Wochenende.)
Scheint ein kleiner Scherzkeks zu sein, dein Filius.
In der Schule erstellten wir ein Hörspiel in französischer Sprache und
schickten es an eine Partnerschule in Frankreich. Reaktion: alle unsere
Stimmen würden sich gleich anhören.
Ich vermute mal, das war in dem Sinne "gleicher Akzent" gemeint, oder?
Keine Ahnung, was die Franzosen gemeint haben
Post by Hartmut Kraus
Jedenfalls sollten du, deine Mitschüler, Lehrer, ... oder sagen wir dein
ganzes "soziales Umfeld" schon gewisse Unterschiede heraushören können,
oder? ;)
Ja sicher. Aber es ging um die Franzosen, für die unsere deutschen
Stimmen sich alle gleich anhörten. Für ein Hörspiel nicht so gut.

Detlef
Hartmut Kraus
2017-06-01 07:52:57 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Detlef Meißner
Post by Hartmut Kraus
Post by Detlef Meißner
Post by Hartmut Kraus
Post by Quinn C
("alle deutschen Radiosprecher klingen gleich", so mein Sohn am
Wochenende.)
Scheint ein kleiner Scherzkeks zu sein, dein Filius.
In der Schule erstellten wir ein Hörspiel in französischer Sprache und
schickten es an eine Partnerschule in Frankreich. Reaktion: alle unsere
Stimmen würden sich gleich anhören.
Ich vermute mal, das war in dem Sinne "gleicher Akzent" gemeint, oder?
Keine Ahnung, was die Franzosen gemeint haben
Post by Hartmut Kraus
Jedenfalls sollten du, deine Mitschüler, Lehrer, ... oder sagen wir dein
ganzes "soziales Umfeld" schon gewisse Unterschiede heraushören können,
oder? ;)
Ja sicher. Aber es ging um die Franzosen, für die unsere deutschen
Stimmen sich alle gleich anhörten.
Für ein Hörspiel nicht so gut.
Nee, schlecht nur für diese "Zuhörer" - oder der "Tontechniker", der die
Aufnahmen gemacht (und ggf. noch bearbeitet) hat, sollte sich seine
Studiengebühren wiedergeben lassen - solche gibt's leider auch zur
Genüge, ich zitiere einen Musiker:

"Auf der Bühne stehen Leute, die zusammen mindesten 50 Jahre an sich
gearbeitet haben, und am Mischpult sitzt so ein E-Technik-Student ohne
Ohren ..."
--
http://www.hkraus.eu/
Detlef Meißner
2017-06-01 07:58:14 UTC
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Post by Hartmut Kraus
Post by Detlef Meißner
Post by Hartmut Kraus
Post by Detlef Meißner
Post by Hartmut Kraus
Post by Quinn C
("alle deutschen Radiosprecher klingen gleich", so mein Sohn am
Wochenende.)
Scheint ein kleiner Scherzkeks zu sein, dein Filius.
In der Schule erstellten wir ein Hörspiel in französischer Sprache und
schickten es an eine Partnerschule in Frankreich. Reaktion: alle unsere
Stimmen würden sich gleich anhören.
Ich vermute mal, das war in dem Sinne "gleicher Akzent" gemeint, oder?
Keine Ahnung, was die Franzosen gemeint haben
Post by Hartmut Kraus
Jedenfalls sollten du, deine Mitschüler, Lehrer, ... oder sagen wir dein
ganzes "soziales Umfeld" schon gewisse Unterschiede heraushören können,
oder? ;)
Ja sicher. Aber es ging um die Franzosen, für die unsere deutschen
Stimmen sich alle gleich anhörten.
Für ein Hörspiel nicht so gut.
Nee, schlecht nur für diese "Zuhörer" - oder der "Tontechniker", der die
Aufnahmen gemacht (und ggf. noch bearbeitet) hat, sollte sich seine
Studiengebühren wiedergeben lassen
Wir waren Schüler, Aufnahmen mit einem einfachen Tonbandgerät.

Detlef
Hartmut Kraus
2017-06-01 08:04:05 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Hartmut Kraus
Post by Detlef Meißner
Post by Hartmut Kraus
Post by Detlef Meißner
Post by Hartmut Kraus
Post by Quinn C
("alle deutschen Radiosprecher klingen gleich", so mein Sohn am
Wochenende.)
Scheint ein kleiner Scherzkeks zu sein, dein Filius.
In der Schule erstellten wir ein Hörspiel in französischer Sprache und
schickten es an eine Partnerschule in Frankreich. Reaktion: alle unsere
Stimmen würden sich gleich anhören.
Ich vermute mal, das war in dem Sinne "gleicher Akzent" gemeint, oder?
Keine Ahnung, was die Franzosen gemeint haben
Post by Hartmut Kraus
Jedenfalls sollten du, deine Mitschüler, Lehrer, ... oder sagen wir dein
ganzes "soziales Umfeld" schon gewisse Unterschiede heraushören können,
oder? ;)
Ja sicher. Aber es ging um die Franzosen, für die unsere deutschen
Stimmen sich alle gleich anhörten.
Für ein Hörspiel nicht so gut.
Nee, schlecht nur für diese "Zuhörer" - oder der "Tontechniker", der die
Aufnahmen gemacht (und ggf. noch bearbeitet) hat, sollte sich seine
Studiengebühren wiedergeben lassen
Wir waren Schüler, Aufnahmen mit einem einfachen Tonbandgerät.
Keine Fragen mehr.
--
http://www.hkraus.eu/
Hartmut Kraus
2017-06-01 08:07:10 UTC
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Post by Detlef Meißner
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Post by Hartmut Kraus
Post by Detlef Meißner
Post by Hartmut Kraus
Post by Quinn C
("alle deutschen Radiosprecher klingen gleich", so mein Sohn am
Wochenende.)
Scheint ein kleiner Scherzkeks zu sein, dein Filius.
In der Schule erstellten wir ein Hörspiel in französischer Sprache und
schickten es an eine Partnerschule in Frankreich. Reaktion: alle unsere
Stimmen würden sich gleich anhören.
Ich vermute mal, das war in dem Sinne "gleicher Akzent" gemeint, oder?
Keine Ahnung, was die Franzosen gemeint haben
Post by Hartmut Kraus
Jedenfalls sollten du, deine Mitschüler, Lehrer, ... oder sagen wir dein
ganzes "soziales Umfeld" schon gewisse Unterschiede heraushören können,
oder? ;)
Ja sicher. Aber es ging um die Franzosen, für die unsere deutschen
Stimmen sich alle gleich anhörten.
Für ein Hörspiel nicht so gut.
Nee, schlecht nur für diese "Zuhörer" - oder der "Tontechniker", der die
Aufnahmen gemacht (und ggf. noch bearbeitet) hat, sollte sich seine
Studiengebühren wiedergeben lassen
Wir waren Schüler, Aufnahmen mit einem einfachen Tonbandgerät.
Übrigens sind "moderene" Anlagen ab einem bestimmten Komplexitätsgrad
auch nicht mehr nach Gehör zu beherrschen - die Ausbildung eines
Toningenieurs dauert Jahre. ;)
--
http://www.hkraus.eu/
Frank Hucklenbroich
2017-06-01 11:38:26 UTC
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Post by Hartmut Kraus
"Auf der Bühne stehen Leute, die zusammen mindesten 50 Jahre an sich
gearbeitet haben, und am Mischpult sitzt so ein E-Technik-Student ohne
Ohren ..."
Als ich noch in einer Band spielte, habe ich solche Situationen zur Genüge
erleben müssen. Oft auch bei Großveranstaltungen, wo dann lauter wichtige
Leute mit wichtigen T-Shirts ums riesige Mischpult herumwuseln und sich
wichtig machen. Und Du wunderst Dich auf der Bühe, wieso das alles so
bescheiden klingt. Am Ende siehst Du, daß der wichtige Tonmensch unser
Kabel mit der "Summe" (also dem Musiksignal) in einen Mikrophoneingang
gestöpselt hat, der daraufhin natürlich permanent übersteuert.

Grüße,

Frank
Hartmut Kraus
2017-06-01 11:53:11 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Hartmut Kraus
"Auf der Bühne stehen Leute, die zusammen mindesten 50 Jahre an sich
gearbeitet haben, und am Mischpult sitzt so ein E-Technik-Student ohne
Ohren ..."
Als ich noch in einer Band spielte, habe ich solche Situationen zur Genüge
erleben müssen.
Der, von dem ich das habe (Ansgar Strickerschmidt aus
"de.sci.electronics") zum Glück höchstens so 1,5mal im Jahr (das ist
etwa ihre Auftrittshäufigkeit, die spielen halt wirklich nur aus Spaß an
der Freude). ;)
Post by Frank Hucklenbroich
Und Du wunderst Dich auf der Bühe, wieso das alles so
bescheiden klingt.
Vorausgesetzt, du hörst es über die Monitore auch nur annähend so wie
das Publikum - bei solchen "Technikern" auch mehr als zweifelhaft. ;)
--
http://www.hkraus.eu/
Hartmut Kraus
2017-06-01 11:58:13 UTC
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Post by Hartmut Kraus
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Hartmut Kraus
"Auf der Bühne stehen Leute, die zusammen mindesten 50 Jahre an sich
gearbeitet haben, und am Mischpult sitzt so ein E-Technik-Student ohne
Ohren ..."
Als ich noch in einer Band spielte, habe ich solche Situationen zur Genüge
erleben müssen.
Der, von dem ich das habe (Ansgar Strickerschmidt aus
"de.sci.electronics") zum Glück höchstens so 1,5mal im Jahr (das ist
etwa ihre Auftrittshäufigkeit, die spielen halt wirklich nur aus Spaß an
der Freude). ;)
Post by Frank Hucklenbroich
Und Du wunderst Dich auf der Bühe, wieso das alles so
bescheiden klingt.
Vorausgesetzt, du hörst es über die Monitore auch nur annähend so wie
das Publikum - bei solchen "Technikern" auch mehr als zweifelhaft. ;)
Das Publikum natürlich nicht über die Monitore, sondern über die PA -
aber das nur mal, um dem nächsten Geistesblitzen der Krümelkack-Monitore
Dorothee und Gunhild zuvorzukommen. ;)
--
http://www.hkraus.eu/
Ralf Joerres
2017-06-01 19:27:10 UTC
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Post by Hartmut Kraus
Post by Hartmut Kraus
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Hartmut Kraus
"Auf der Bühne stehen Leute, die zusammen mindesten 50 Jahre an sich
gearbeitet haben, und am Mischpult sitzt so ein E-Technik-Student ohne
Ohren ..."
Als ich noch in einer Band spielte, habe ich solche Situationen zur Genüge
erleben müssen.
Der, von dem ich das habe (Ansgar Strickerschmidt aus
"de.sci.electronics") zum Glück höchstens so 1,5mal im Jahr (das ist
etwa ihre Auftrittshäufigkeit, die spielen halt wirklich nur aus Spaß an
der Freude). ;)
Post by Frank Hucklenbroich
Und Du wunderst Dich auf der Bühe, wieso das alles so
bescheiden klingt.
Vorausgesetzt, du hörst es über die Monitore auch nur annähend so wie
das Publikum - bei solchen "Technikern" auch mehr als zweifelhaft. ;)
Das Publikum natürlich nicht über die Monitore, sondern über die PA -
aber das nur mal, um dem nächsten Geistesblitzen der Krümelkack-Monitore
Dorothee und Gunhild zuvorzukommen. ;)
Wohingegen der wahre Könner seine Premium-Scheiße hier ganz ungeniert
und ungemonitort unter sich gehen lässt, nicht wahr?

Auch ein Zwinkermännchen als nachgeschobener ironisierender Relati-
vierungsversuch kann nicht darüber hinweglullen, dass Einzelbeiträge
zuvor als 'Kack' hingestellt wurden - grobes Foul, würd ich mal sagen.

Ralf Joerres
Hartmut Kraus
2017-06-02 09:32:20 UTC
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Post by Ralf Joerres
Post by Hartmut Kraus
Post by Hartmut Kraus
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Hartmut Kraus
"Auf der Bühne stehen Leute, die zusammen mindesten 50 Jahre an sich
gearbeitet haben, und am Mischpult sitzt so ein E-Technik-Student ohne
Ohren ..."
Als ich noch in einer Band spielte, habe ich solche Situationen zur Genüge
erleben müssen.
Der, von dem ich das habe (Ansgar Strickerschmidt aus
"de.sci.electronics") zum Glück höchstens so 1,5mal im Jahr (das ist
etwa ihre Auftrittshäufigkeit, die spielen halt wirklich nur aus Spaß an
der Freude). ;)
Post by Frank Hucklenbroich
Und Du wunderst Dich auf der Bühe, wieso das alles so
bescheiden klingt.
Vorausgesetzt, du hörst es über die Monitore auch nur annähend so wie
das Publikum - bei solchen "Technikern" auch mehr als zweifelhaft. ;)
Das Publikum natürlich nicht über die Monitore, sondern über die PA -
aber das nur mal, um dem nächsten Geistesblitzen der Krümelkack-Monitore
Dorothee und Gunhild zuvorzukommen. ;)
Wohingegen der wahre Könner seine Premium-Scheiße hier ganz ungeniert
und ungemonitort unter sich gehen lässt, nicht wahr?
Ich vermute mal stark, du könntest auch so ein "Techniker" sein wie die
Tussi beim "Jobcenter", die sich anmaßte, meinen Businessplan sowohl
technisch als auch "marktwirstchaftlich" zu beurteilen - aber vor
unserem Gespräch noch nicht wusste, dass

- eine Röhre ein elektronisches Bauelemnt ist,
- meine Kiste nicht schon lange als "China-Ramsch" auf dem Markt ist,
- "Kompression" und "Verzerrung" nicht ein und dasselbe sind,
- das Wichtigste an einem Gitarrenverstärker nicht die Bässe sind,

Fortsetzung bei Interesse. ;)

Ich sollte also meinen Businessplan überarbeiten und ihn ihr wieder
vorlegen. Als ob's nicht schon die dritte Fassung gewesen wäre, die
(nachdem ihre Tragfähigkeit von fachkundiger Stelle bestätigt worden
war) ;) mit derartigen Ausreden abgelehnt wurde - sie also beim nächsten
Mal garantiert neue gefunden hätte.

Bloß nicht so gute wie die: "Wir sind schließlich eine Bank, nicht das
Sozialamt." (Als ob ich was geschenkt wollte.)
--
http://www.hkraus.eu/
Frank Hucklenbroich
2017-06-01 12:23:05 UTC
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Post by Hartmut Kraus
Post by Frank Hucklenbroich
Und Du wunderst Dich auf der Bühe, wieso das alles so
bescheiden klingt.
Vorausgesetzt, du hörst es über die Monitore auch nur annähend so wie
das Publikum - bei solchen "Technikern" auch mehr als zweifelhaft. ;)
Auf der Bühne hört man im Zweifel gar nichts und hofft, daß es zumindest
beim Publikum noch halbwegs brauchbar klingt.

Einmal hatten wir bei einem Karnevalsauftritt in einem Sall voll
rotzbesoffener Jugendlicher (draußen wartet um 20.30 Uhr schon der erste
RTW mit Blaulicht) eine Bühne mit Selbstbau-Hamsterboxen als Monitore. Auf
unsere skeptische Frage, ob wir nicht lieber unsere eigenen Monitore
aufbauen sollten, hieß es "laßt mal, passt schon". Also gut, weniger zu
schleppen. Der erste der beiden Monitore hielt dann gut eine Minute durch,
bevor er sich mit einem lauten Knall und einem Rauchwölkchen
verabschiedete. Der zweite etwas länger. Was im Grunde auch völlig egal
war, den das Volk im Saal war eh mit Druckbetankung beschäftigt und
kümmerte sich nicht ums Bühnenprogramm. Wir haben dann punkmäßig
(hauptsache laut) unser halbstündiges Programm runtergespielt, uns danach
verabschiedet, bekamen die Gage in die Hand gedrückt und es hieß "War super
Jungs, kommt nächstes Jahr wieder". Danach haben wir dann erst mal einen
Moment kopfschüttelnd und mit pfeifenden Ohren im Bus gesessen.

Grüße,

Frank
Hartmut Kraus
2017-06-01 12:56:59 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Hartmut Kraus
Post by Frank Hucklenbroich
Und Du wunderst Dich auf der Bühe, wieso das alles so
bescheiden klingt.
Vorausgesetzt, du hörst es über die Monitore auch nur annähend so wie
das Publikum - bei solchen "Technikern" auch mehr als zweifelhaft. ;)
Auf der Bühne hört man im Zweifel gar nichts und hofft, daß es zumindest
beim Publikum noch halbwegs brauchbar klingt.
Einmal hatten wir bei einem Karnevalsauftritt in einem Sall voll
rotzbesoffener Jugendlicher (draußen wartet um 20.30 Uhr schon der erste
RTW mit Blaulicht) eine Bühne mit Selbstbau-Hamsterboxen als Monitore. Auf
unsere skeptische Frage, ob wir nicht lieber unsere eigenen Monitore
aufbauen sollten, hieß es "laßt mal, passt schon". Also gut, weniger zu
schleppen. Der erste der beiden Monitore hielt dann gut eine Minute durch,
bevor er sich mit einem lauten Knall und einem Rauchwölkchen
verabschiedete. Der zweite etwas länger. Was im Grunde auch völlig egal
war, den das Volk im Saal war eh mit Druckbetankung beschäftigt und
kümmerte sich nicht ums Bühnenprogramm. Wir haben dann punkmäßig
(hauptsache laut) unser halbstündiges Programm runtergespielt, uns danach
verabschiedet, bekamen die Gage in die Hand gedrückt und es hieß "War super
Jungs, kommt nächstes Jahr wieder". Danach haben wir dann erst mal einen
Moment kopfschüttelnd und mit pfeifenden Ohren im Bus gesessen.
Ich weiß nicht, was du hast. Wer "punkmäßig" auftriit, darf sich über
solche Resonanz nicht wundern. Guck' erst mal nach, was "punk" heißt -
wenn wir hier schon mal in einer Sprachgruppe sind. ;)

"punk" - mies

"punk", "Punker" - Vorstadtjunge mit rüden Manieren Noch Fragen?

Und meine eigene Intepretation des Punks als Musiker: Einer, der auf dem
elektrischen Wimmerholz zwei Griffe können muss, aber mit der Zeit
dazulernt, ob er will oder nicht.

Wie ihr hoffentlich aus diesem Auftritt. ;)
--
http://www.hkraus.eu/
Frank Hucklenbroich
2017-06-01 13:06:52 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Hartmut Kraus
Ich weiß nicht, was du hast. Wer "punkmäßig" auftriit, darf sich über
solche Resonanz nicht wundern. Guck' erst mal nach, was "punk" heißt -
wenn wir hier schon mal in einer Sprachgruppe sind. ;)
"punk" - mies
"punk", "Punker" - Vorstadtjunge mit rüden Manieren Noch Fragen?
Ich meinte eigentlich die typische Punkrockattitüde - drei Akkorde für ein
Hallelujah. Hauptsache laut, muß nicht schön sein. Wie gesagt, bei dem
Publikum war das dann auch völlig egal. Hätten wir ein leises Ständchen
gespielt, wir wären im Gegröhle untergegangen.
Post by Hartmut Kraus
Und meine eigene Intepretation des Punks als Musiker: Einer, der auf dem
elektrischen Wimmerholz zwei Griffe können muss, aber mit der Zeit
dazulernt, ob er will oder nicht.
Das ist ja die eigentliche Kunst dabei. Diese zwei, drei Griffe so zu
spielen, daß es auf den Punkt sitzt. Und wenn jemand das mal zwanzig Jahre
gemacht hat, dann kann er spielen. Zumindest sein Genre.
Post by Hartmut Kraus
Wie ihr hoffentlich aus diesem Auftritt. ;)
Wir haben vor allem gelernt, uns Karnevalsauftritte in der Vorstadt aus den
Füssen zu halten. Perlen, Säue...

Grüße,

Frank
Hartmut Kraus
2017-06-01 13:35:32 UTC
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Raw Message
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Hartmut Kraus
Ich weiß nicht, was du hast. Wer "punkmäßig" auftriit, darf sich über
solche Resonanz nicht wundern. Guck' erst mal nach, was "punk" heißt -
wenn wir hier schon mal in einer Sprachgruppe sind. ;)
"punk" - mies
"punk", "Punker" - Vorstadtjunge mit rüden Manieren Noch Fragen?
Ich meinte eigentlich die typische Punkrockattitüde - drei Akkorde für ein
Hallelujah. Hauptsache laut, muß nicht schön sein. Wie gesagt, bei dem
Publikum war das dann auch völlig egal. Hätten wir ein leises Ständchen
gespielt, wir wären im Gegröhle untergegangen.
Post by Hartmut Kraus
Und meine eigene Intepretation des Punks als Musiker: Einer, der auf dem
elektrischen Wimmerholz zwei Griffe können muss, aber mit der Zeit
dazulernt, ob er will oder nicht.
Das ist ja die eigentliche Kunst dabei. Diese zwei, drei Griffe so zu
spielen, daß es auf den Punkt sitzt. Und wenn jemand das mal zwanzig Jahre
gemacht hat, dann kann er spielen. Zumindest sein Genre.
Post by Hartmut Kraus
Wie ihr hoffentlich aus diesem Auftritt. ;)
Wir haben vor allem gelernt, uns Karnevalsauftritte in der Vorstadt aus den
Füssen zu halten. Perlen, Säue...
Genau so wollte ich mich verstanden wissen. ;)

Bis auf eins: Zwanzig Jahre sollte man für zwei Griffe nicht brauchen -
bei mir für meinen Teil saßen z.B. die für "house of rising sun" (die
kürzeste Aufnahme der Rockgeschichte - 20min im Studio, aber von Klampfe
aus- bis einpacken, wie du vielleicht weißt) schon eher.

Nur mit der Anschlagtechnik hapert's noch gewaltig ... ;)
--
http://www.hkraus.eu/
Stefan Schmitz
2017-06-18 15:26:43 UTC
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Raw Message
Post by Quinn C
Bei Interviews mit jüngeren Wissenschaftlern fällt mir zunehmend
auf, daß sie anders sprechen als ich das von meinen Professoren
gewohnt war, nämlich mit einem weit umgangssprachlicheren Tonfall.
<http://www.deutschlandfunk.de/tsunami-katastrophe-2004-warum-das-beben-im-indischen-ozean.676.de.html?dram:article_id=387173>
Ich gebe dir recht, dass der sich nicht wie ein Professor anhört, sondern wie
ein Student.

Ich würde allerdings als Grund einfach mangelnde Routine vermuten. Es klingt,
als habe er sich einen Text aufgeschrieben, den er möglichst wörtlich
wiederzugeben versucht. Wenn er später mit mehr Erfahrung freier spricht, kann
das ganz anders klingen.

Wäre interessant, mal die Aussprache desselben Wissenschaftlers mit Ende 20
und mit Mitte 50 zu vergleichen.
Hartmut Kraus
2017-06-19 13:11:51 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Stefan Schmitz
Wäre interessant, mal die Aussprache desselben Wissenschaftlers mit Ende 20
und mit Mitte 50 zu vergleichen.
Deine Sorgen möchte ich haben. Mich würde höchstens die Aussage
interessieren. Höchstens.
--
http://www.hkraus.eu/
Quinn C
2017-06-19 22:14:12 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Hartmut Kraus
Post by Stefan Schmitz
Wäre interessant, mal die Aussprache desselben Wissenschaftlers mit Ende 20
und mit Mitte 50 zu vergleichen.
Deine Sorgen möchte ich haben. Mich würde höchstens die Aussage
interessieren. Höchstens.
Sowas aber auch - daß jemand, der in einer Gruppe schreibt, sich
fürs Gruppenthema interessiert!
--
gugelfechten, vb., sich närrisch aufführen, narren, fantasieren,
gauglen und gugelfechten ZWENGEL formularbuch (1568) 39b. --
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Hartmut Kraus
2017-06-20 04:22:57 UTC
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Raw Message
Post by Quinn C
Post by Hartmut Kraus
Post by Stefan Schmitz
Wäre interessant, mal die Aussprache desselben Wissenschaftlers mit Ende 20
und mit Mitte 50 zu vergleichen.
Deine Sorgen möchte ich haben. Mich würde höchstens die Aussage
interessieren. Höchstens.
Sowas aber auch - daß jemand, der in einer Gruppe schreibt, sich
fürs Gruppenthema interessiert!
Und auch noch für alles, was damit im Zusammenhang steht. ;)

Merke: Es genügt nicht zu wissen, man muss auch anwenden. Das wusste
aber der alte Goethe schon, glaub' ich.
--
http://www.hkraus.eu/
U***@web.de
2017-06-19 13:55:09 UTC
Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Stefan Schmitz
Wäre interessant, mal die Aussprache desselben Wissenschaftlers mit Ende 20
und mit Mitte 50 zu vergleichen.
Gibt es das nicht als Tondokument von verschiedenen Berühmtheiten?

Gruß, ULF
Hartmut Kraus
2017-06-19 14:04:59 UTC
Permalink
Raw Message
Post by U***@web.de
Moin,
Post by Stefan Schmitz
Wäre interessant, mal die Aussprache desselben Wissenschaftlers mit Ende 20
und mit Mitte 50 zu vergleichen.
Gibt es das nicht als Tondokument von verschiedenen Berühmtheiten?
Sicher, aber halt aufgenommen mit der Tontechnik auf dem Stand der Zeit.
Bestenfalls.
--
http://www.hkraus.eu/
U***@web.de
2017-06-19 14:18:43 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Hartmut Kraus
Post by U***@web.de
Post by Stefan Schmitz
Wäre interessant, mal die Aussprache desselben Wissenschaftlers mit Ende 20
und mit Mitte 50 zu vergleichen.
Gibt es das nicht als Tondokument von verschiedenen Berühmtheiten?
Sicher, aber halt aufgenommen mit der Tontechnik auf dem Stand der Zeit.
Bestenfalls.
Das wird sich nie ändern, bestenfalls die Relevanz
der Qualitätsunterschiede.
Hartmut Kraus
2017-06-19 14:33:55 UTC
Permalink
Raw Message
Post by U***@web.de
Post by Hartmut Kraus
Post by U***@web.de
Post by Stefan Schmitz
Wäre interessant, mal die Aussprache desselben Wissenschaftlers mit Ende 20
und mit Mitte 50 zu vergleichen.
Gibt es das nicht als Tondokument von verschiedenen Berühmtheiten?
Sicher, aber halt aufgenommen mit der Tontechnik auf dem Stand der Zeit.
Bestenfalls.
Das wird sich nie ändern, bestenfalls die Relevanz
der Qualitätsunterschiede.
Und inhaltlichen Verfälschungsmöglichkeiten.
--
http://www.hkraus.eu/
Hartmut Kraus
2017-06-20 06:07:24 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Post by Hartmut Kraus
Post by U***@web.de
Post by Stefan Schmitz
Wäre interessant, mal die Aussprache desselben Wissenschaftlers mit Ende 20
und mit Mitte 50 zu vergleichen.
Gibt es das nicht als Tondokument von verschiedenen Berühmtheiten?
Sicher, aber halt aufgenommen mit der Tontechnik auf dem Stand der Zeit.
Bestenfalls.
Das wird sich nie ändern, bestenfalls die Relevanz
der Qualitätsunterschiede.
Oh ja. Charlie Chaplin wird schon gewusst haben, warum er 1936 noch
einen Stummfilm gedreht hat, erklärter Feind des Tonfilms war. Er hatte
aber andere Gründe, sagen wir die "künstlerische Qualität". Für ihn war
der Tonfilm nur "verfilmtes Theater".
--
http://www.hkraus.eu/
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