Discussion:
>>Deutsche (Sprach)Kultur per se gibt es (auch) nich!?<<
(zu alt für eine Antwort)
Bernd Schwegmann
2017-09-22 10:38:42 UTC
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Aus NZZ von heute:

https://www.nzz.ch/feuilleton/triumph-des-standards-ld.1317678

Richtiges Deutsch: Die Fehler von heute sind die Norm von morgen.


Kanaksprak wellcome.


SCNR
BS+
Lars Bräsicke
2017-09-22 18:33:57 UTC
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Aus *der* NZZ, bitte.
Post by Bernd Schwegmann
https://www.nzz.ch/feuilleton/triumph-des-standards-ld.1317678
Richtiges Deutsch: Die Fehler von heute sind die Norm von morgen.
Normale Sprachentwicklung.
Post by Bernd Schwegmann
Kanaksprak wellcome.
Vor allem: Wellcome.
Heinz Lohmann
2017-09-23 00:52:40 UTC
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Post by Lars Bräsicke
Aus *der* NZZ, bitte.
Post by Bernd Schwegmann
https://www.nzz.ch/feuilleton/triumph-des-standards-ld.1317678
Richtiges Deutsch: Die Fehler von heute sind die Norm von morgen.
Normale Sprachentwicklung.
Post by Bernd Schwegmann
Kanaksprak wellcome.
Vor allem: Wellcome.
Man sollte auch nicht zu sehr immer auf der "Jugendsprache" herumhacken.
Die hatte wir früher auch, aber das ist immer nur eine Phase und
beeinflusst die allgemeine Umgangssprache auf Dauer nur wenig.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Bernd Schwegmann
2017-09-23 10:22:33 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Lars Bräsicke
Aus *der* NZZ, bitte.
Post by Bernd Schwegmann
https://www.nzz.ch/feuilleton/triumph-des-standards-ld.1317678
Richtiges Deutsch: Die Fehler von heute sind die Norm von morgen.
Normale Sprachentwicklung.
Post by Bernd Schwegmann
Kanaksprak wellcome.
Vor allem: Wellcome.
Man sollte auch nicht zu sehr immer auf der "Jugendsprache" herumhacken.
Die hatte wir früher auch, aber das ist immer nur eine Phase und
beeinflusst die allgemeine Umgangssprache auf Dauer nur wenig.
Das ist richtig, aber die "Jugendsprache" wurde vor -zig
Jahren allein bei "Bravo" und der "Arsch & Tittenpresse" wie Stern,
Konkret etc. gepflegt, heute springt den Leser das aus Spiegel und Zeit an.

BS+
Martin Gerdes
2017-09-23 11:08:18 UTC
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Post by Bernd Schwegmann
Das ist richtig, aber die "Jugendsprache" wurde vor -zig
Jahren allein bei "Bravo" und der "Arsch & Tittenpresse" wie Stern,
Konkret etc. gepflegt,
Ich hätte ja "Arsch- und Tittenpresse" geschrieben, wenn nicht gleich
"Arsch-und-Titten-Presse".
Lars Bräsicke
2017-09-23 12:19:40 UTC
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Post by Bernd Schwegmann
Post by Heinz Lohmann
Post by Lars Bräsicke
Aus *der* NZZ, bitte.
Post by Bernd Schwegmann
https://www.nzz.ch/feuilleton/triumph-des-standards-ld.1317678
Richtiges Deutsch: Die Fehler von heute sind die Norm von morgen.
Normale Sprachentwicklung.
Post by Bernd Schwegmann
Kanaksprak wellcome.
Vor allem: Wellcome.
Man sollte auch nicht zu sehr immer auf der "Jugendsprache" herumhacken.
Die hatte wir früher auch, aber das ist immer nur eine Phase und
beeinflusst die allgemeine Umgangssprache auf Dauer nur wenig.
Das ist richtig, aber die "Jugendsprache" wurde vor -zig
Jahren allein bei "Bravo" und der "Arsch & Tittenpresse" wie Stern,
Konkret etc. gepflegt, heute springt den Leser das aus Spiegel und Zeit an.
Jugendsprache wird von der Jugend gepflegt.
Verwendung in den Medien, ob nun Bravo oder Spiegel, ist der Pflege eher
im Wege.
Jakob Achterndiek
2017-09-23 13:09:17 UTC
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Post by Lars Bräsicke
Post by Bernd Schwegmann
Post by Heinz Lohmann
Man sollte auch nicht zu sehr immer auf der "Jugendsprache" herumhacken.
Die hatte wir früher auch, aber das ist immer nur eine Phase und
beeinflusst die allgemeine Umgangssprache auf Dauer nur wenig.
Das ist richtig, aber die "Jugendsprache" wurde vor -zig
Jahren allein bei "Bravo" und der "Arsch & Tittenpresse" wie
Stern, Konkret etc. gepflegt,
Stern und Konkret habe ich in anderer Erinnerung. Mit Jugendsprache
hatten beide nicht viel am Hut.
Post by Lars Bräsicke
Post by Bernd Schwegmann
heute springt den Leser das aus Spiegel und Zeit an.
Auch diese beiden drucken keine Jungendsprache, sondern nur eine
von jungen Schreibern herzlich ungepflegte Sprache.
Post by Lars Bräsicke
Jugendsprache wird von der Jugend gepflegt.
Gepflegt im Sinne von Sprachpflege ganz sicher nicht!
Die heute von jungen Leuten frequentierte Presse kenne ich nicht.
Aber wenn die die Jugendsprache *pflegt*, dann doch sicher, wie
früher bei Bravo und Konsorten, eher im Sinne einer Kuriositäten-
und Exotenzucht, mit der man bei guten Kunden gutes Geld locker-
machen kann.
Pflegen im sinne von Sprachpflege kann man diesen Jargon schon
deshalb nicht, weil er durch spontane, schnelle, aber kurzlebige
Erfindungen charakterisiert ist. Wenn man den zu konservieren
versucht, wird er ganz schnell schal und fade. Als Lehrer oder
Berufsjugendlicher oder Wort-zum-Sonntag-Prediger macht man sich
damit schnell lächerlich.
--
j/\a
Lars Bräsicke
2017-09-23 13:26:27 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Pflegen im sinne von Sprachpflege kann man diesen Jargon schon
deshalb nicht, weil er durch spontane, schnelle, aber kurzlebige
Erfindungen charakterisiert ist. Wenn man den zu konservieren
versucht, wird er ganz schnell schal und fade.
Wenn man Sprachpflege als bloßes Konservieren missversteht, dann ja.
Sprachpflege ist aber jegliche bewusste Einflussname zur Verbesserung
der Sprache. Die Jugendsprache zu verbessern (im Sinne jugendinterner
Wertvorstellungen) schickt sich nun aber die Jugend immer wieder an.
Kurzlebigkeit und steter Wandel gehören unbedingt dazu.
Post by Jakob Achterndiek
Als Lehrer oder
Berufsjugendlicher oder Wort-zum-Sonntag-Prediger macht man sich
damit schnell lächerlich.
Das ist nicht zuletzt ein wesentliches Ziel der Jugendsprache:
Abgrenzung gegenüber der Nichtjugend.
Christian Weisgerber
2017-09-24 15:38:58 UTC
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Post by Lars Bräsicke
Post by Jakob Achterndiek
Als Lehrer oder
Berufsjugendlicher oder Wort-zum-Sonntag-Prediger macht man sich
damit schnell lächerlich.
Abgrenzung gegenüber der Nichtjugend.
Immer wenn jemand so ganz selbstverständlich behauptet, eine
Gruppensprache diene der Abgrenzung, frage ich mich, ob nicht eine
Verwechselung von Ursache und Wirkung vorliegt: Die Gruppensprache
entwickelt sich ganz unbewusst aus der Kommunikation innerhalb der
Gruppe und nur wenn ein Fremder dazustößt, fällt er durch seine
Unkenntnis auf.

Oder anders: Ist ein wesentliches Ziel der deutschen Sprache die
Abgrenzung gegenüber Ausländern?
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Lars Bräsicke
2017-09-25 08:25:22 UTC
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Post by Christian Weisgerber
Post by Lars Bräsicke
Post by Jakob Achterndiek
Als Lehrer oder
Berufsjugendlicher oder Wort-zum-Sonntag-Prediger macht man sich
damit schnell lächerlich.
Abgrenzung gegenüber der Nichtjugend.
Immer wenn jemand so ganz selbstverständlich behauptet, eine
Gruppensprache diene der Abgrenzung, frage ich mich, ob nicht eine
Verwechselung von Ursache und Wirkung vorliegt: Die Gruppensprache
entwickelt sich ganz unbewusst aus der Kommunikation innerhalb der
Gruppe und nur wenn ein Fremder dazustößt, fällt er durch seine
Unkenntnis auf.
Ohne speztifische Motivation würden sich junge Sprecher der Worte/Wörter
bedienen, die sie von ihrem älteren Umfeld erlernt haben.
Wörter und Wendungen zu verwenden und zu erfinden, die nur in ihrer
Altersgruppe bekannt sind, geschieht zur Gruppenbildung und -abgrenzung.
Post by Christian Weisgerber
Oder anders: Ist ein wesentliches Ziel der deutschen Sprache die
Abgrenzung gegenüber Ausländern?
Ein Soziolekt ist eine von mehreren Sprachformen. Und auch die
Ausbildung (und "Pflege") von Soziolekten hat unterschiedliche Beweggründe.
Was für Jugendsprache(n) gilt, gilt natürlich nicht gleichermaßen z.B.
für die Borkumer Mundart des ostfriesiesischen Niederdeutschen oder gar
für die gesamte deutsche Sprache.
Jakob Achterndiek
2017-09-25 09:38:51 UTC
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Post by Christian Weisgerber
Immer wenn jemand so ganz selbstverständlich behauptet, eine
Gruppensprache diene der Abgrenzung, frage ich mich, ob nicht eine
Verwechselung von Ursache und Wirkung vorliegt: [..]
[..] Wörter und Wendungen zu verwenden und zu erfinden, die nur in
ihrer Altersgruppe bekannt sind, geschieht zur Gruppenbildung und
-abgrenzung. [..]
Der kleine Mann von der Straße hat schon immer gewußt, daß auch
Mediziner, Juristen, Theologen, Philosophen und andere ihr
Fachvokabular nur erfinden und verwenden, um sich gruppenweise
abzugrenzen von der großen Masse der Laien, und daß auch so eine
spitzfindige Unterscheidung von Ursache und Wirkung, Grund und
Zweck, causa und finis nur der Vernebelung des gesunden Menschen-
verstandes dient.

Sowat kannst du all bi'n Skat inne Wirtschaft seihn: De Buern
seggen, wenn ein sick vergrepen hett: "Wat liggt, dat liggt!"
Äwerst uns Paster un de Dokter un de Lehrer seggen denn, von
wägen de Gruppenbüldung: "Quod lumen lumen."
--
j/\a
x***@gmail.com
2017-09-25 11:17:16 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
[..] Wörter und Wendungen zu verwenden und zu erfinden, die nur in
ihrer Altersgruppe bekannt sind, geschieht zur Gruppenbildung und
-abgrenzung. [..]
Der kleine Mann von der Straße hat schon immer gewußt, daß auch
Mediziner, Juristen, Theologen, Philosophen und andere ihr
Fachvokabular nur erfinden und verwenden, um sich gruppenweise
abzugrenzen von der großen Masse der Laien, und daß auch so eine
spitzfindige Unterscheidung von Ursache und Wirkung, Grund und
Zweck, causa und finis nur der Vernebelung des gesunden Menschen-
verstandes dient.
Sowat kannst du all bi'n Skat inne Wirtschaft seihn: De Buern
seggen, wenn ein sick vergrepen hett: "Wat liggt, dat liggt!"
Äwerst uns Paster un de Dokter un de Lehrer seggen denn, von
wägen de Gruppenbüldung: "Quod lumen lumen."
Däi sünn dschä man all 'n betten öwerstudiert - FR
Heinz Lohmann
2017-09-23 15:56:23 UTC
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Post by Bernd Schwegmann
Post by Heinz Lohmann
Man sollte auch nicht zu sehr immer auf der "Jugendsprache" herumhacken.
Die hatte wir früher auch, aber das ist immer nur eine Phase und
beeinflusst die allgemeine Umgangssprache auf Dauer nur wenig.
Das ist richtig, aber die "Jugendsprache" wurde vor -zig
Jahren allein bei "Bravo" und der "Arsch & Tittenpresse" wie Stern,
Konkret etc. gepflegt, heute springt den Leser das aus Spiegel und Zeit an.
Welche Auflage? Lexika der Jugendsprache gibt es alle paar Jahre neu.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Bernd Schwegmann
2017-09-23 10:24:45 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Lars Bräsicke
Aus *der* NZZ, bitte.
Post by Bernd Schwegmann
https://www.nzz.ch/feuilleton/triumph-des-standards-ld.1317678
Richtiges Deutsch: Die Fehler von heute sind die Norm von morgen.
Normale Sprachentwicklung.
Post by Bernd Schwegmann
Kanaksprak wellcome.
Vor allem: Wellcome.
1 Fleißkärtchen für dich, aber dennoch: wenn schon Kanaksprak dann richtig.

BS+
Matthias Opatz
2017-09-26 11:41:22 UTC
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Post by Lars Bräsicke
Aus *der* NZZ, bitte.
Die *Züricher sollen sich nicht so haben.
<duck-und-weg>

Matthias
Bernd Schwegmann
2017-09-26 17:12:59 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Lars Bräsicke
Aus *der* NZZ, bitte.
Die *Züricher sollen sich nicht so haben.
<duck-und-weg>
Der Bräser als Rächtschraibunk-NAZI, harr, harr.
Wenn Kanak-Sprak, dann auch richtig!

SCNR
BS+

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