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Fugen-s in deutscher Kurrentschrift
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Matthias Opatz
2017-05-14 21:38:05 UTC
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Gestern im Theater bin ich über diese Tafel gestolpert:
<Loading Image...>

Mal davon abgesehen, daß die Buchstaben eher ungelenkt gemalt als
geschrieben sind, frage ich mich: Stimmt denn das Fugen-s? Sollte
an dieser Stelle nicht ein Schluß-s stehen?

Matthias
Lars Bräsicke
2017-05-14 21:44:35 UTC
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Post by Matthias Opatz
<http://www.tpthueringen.de/fileadmin/Data_Storage/St%C3%BCcke/Schauspiel/Der_Hauptmann_von_K%C3%B6penick/DSC_2542_F.jpg>
Mal davon abgesehen, daß die Buchstaben eher ungelenkt gemalt als
geschrieben sind, frage ich mich: Stimmt denn das Fugen-s? Sollte
an dieser Stelle nicht ein Schluß-s stehen?
Falſch: Faſchingſkonzert
Richtig: Faſchingskonzert

Das Fugen-s iſt immer ein Schluß-s, nie ein Lang-ſ.
René Marquardt
2017-05-15 00:08:13 UTC
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Post by Lars Bräsicke
Post by Matthias Opatz
<http://www.tpthueringen.de/fileadmin/Data_Storage/St%C3%BCcke/Schauspiel/Der_Hauptmann_von_K%C3%B6penick/DSC_2542_F.jpg>
Mal davon abgesehen, daß die Buchstaben eher ungelenkt gemalt als
geschrieben sind, frage ich mich: Stimmt denn das Fugen-s? Sollte
an dieser Stelle nicht ein Schluß-s stehen?
Falſch: Faſchingſkonzert
Richtig: Faſchingskonzert
Wobei zu klären wäre, ob es nicht überhaupt dem historischen
Zusammenhang zuliebe Faſchingsconcert geschrieben werden
müsst; aber wer einen Schwarzen als den Hauptmann von Cöpenick
besetzt, dem sind auch solche Details egal.

Aber wie legte der Kulturschaffende Carl Z. dem Hauptmann und somit
auch dessen Darsteller Ouelgo Téné in den Mund:

"Det glaubense janich, wie scheen Deutschland is, wenn man weit wech is
und immer nur dran denkt."

Offreechn tun mir solche plumpen Konstschtöckschn nüsch, awer lachn tu'ch,
wenn die Offeecherei annersch numme geht, gelle.
Jakob Achterndiek
2017-05-15 09:08:08 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Matthias Opatz
<http://www.tpthueringen.de/fileadmin/Data_Storage/St%C3%BCcke/Schauspiel/Der_Hauptmann_von_K%C3%B6penick/DSC_2542_F.jpg>
http://www.tpthueringen.de/stuecke-konzerte/veranstaltung.html?no_cache=1&tx_theatre_plays%5Bplay%5D=508&tx_theatre_plays%5Bevent%5D=2111&tx_theatre_plays%5Baction%5D=show&tx_theatre_plays%5Bcontroller%5D=Play&cHash=cbde2567e348b2e3b15b72647bd90403
Post by René Marquardt
Wobei zu klären wäre, ob es nicht überhaupt dem historischen
Zusammenhang zuliebe Faſchingsconcert geschrieben werden
müsst; aber wer einen Schwarzen als den Hauptmann von Cöpenick
besetzt, dem sind auch solche Details egal.
"Egal" ist da eine falsche Kategorie. Der Regisseur hat ja
Ambitionen. Leitbilder auch für die modernsten Inszenierungen
sind immer noch das "Theater als moralische Anstalt" und die
"Bretter, die die Welt bedeuten".
Von diesen Brettern herab belehrt er uns: Wenn die Welt auf
so einfache Weise kompliziert wäre, wie er sich das vorstellt,
dann wüßte er auch einfache Rezepte für deren Heilung. In Gera
zum Beispiel: Schmeiß die Deutsche Kurrentschrift auf den Müll
und gib dem Neger Asyl und Arbeitserlaubnis! Dann regelte sich
das mit dem Schluß-und-Fugen-S und der Flüchtlings-Kriminalität
ganz von allein.
--
j/\a
Florian Ritter
2017-05-15 12:38:13 UTC
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Am Montag, 15. Mai 2017 11:08:09 UTC+2 schrieb Jakob Achterndiek:

<http://www.tpthueringen.de/fileadmin/Data_Storage/St%C3%BCcke/Schauspiel/Der_Hauptmann_von_K%C3%B6penick/DSC_2542_F.jpg>

Meine Mutmaßung, das Bild sei am Bildschirm nachbearbeitet
worden, verdichtet sich zum Eindruck.
Post by Jakob Achterndiek
http://www.tpthueringen.de/stuecke-konzerte/veranstaltung.html?no_cache=1&tx_theatre_plays%5Bplay%5D=508&tx_theatre_plays%5Bevent%5D=2111&tx_theatre_plays%5Baction%5D=show&tx_theatre_plays%5Bcontroller%5D=Play&cHash=cbde2567e348b2e3b15b72647bd90403
Post by René Marquardt
Wobei zu klären wäre, ob es nicht überhaupt dem historischen
Zusammenhang zuliebe Faſchingsconcert geschrieben werden
müsst; aber wer einen Schwarzen als den Hauptmann von Cöpenick
besetzt, dem sind auch solche Details egal.
"Egal" ist da eine falsche Kategorie. Der Regisseur hat ja
Ambitionen. Leitbilder auch für die modernsten Inszenierungen
sind immer noch das "Theater als moralische Anstalt" und die
"Bretter, die die Welt bedeuten".
Von diesen Brettern herab belehrt er uns: Wenn die Welt auf
so einfache Weise kompliziert wäre, wie er sich das vorstellt,
dann wüßte er auch einfache Rezepte für deren Heilung. In Gera
Kein Theater in Thüringen kann "Pension Schöller" hinreißender
besetzen - FR
Michael Kallweitt
2017-05-15 13:55:14 UTC
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[xp&fup de.alt.gruppenkasper]
In Gera zum Beispiel: Schmeiß die Deutsche Kurrentschrift auf den Müll
und gib dem Neger Asyl und Arbeitserlaubnis! Dann regelte sich das mit
dem Schluß-und-Fugen-S und der Flüchtlings-Kriminalität ganz von
allein.
Kriech bitte ganz schnell zurück unter deinen Stein.
--
www.wasfuereintheater.com - Neue Theaterprojekte im Ruhrpott
»DAS UNBEKANNTE SCHÖN ZU FINDEN. DEM UNVERSTANDENEN MIT WÄRME ZU
BEGEGNEN. DAS IST WAHRE LIEBE« Barbara Bollwahn, http://ow.ly/Xk52L
Florian Ritter
2017-05-15 15:44:11 UTC
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Post by Michael Kallweitt
In Gera zum Beispiel: Schmeiß die Deutsche Kurrentschrift auf den Müll
und gib dem Neger Asyl und Arbeitserlaubnis! Dann regelte sich das mit
dem Schluß-und-Fugen-S und der Flüchtlings-Kriminalität ganz von
allein.
Kriech bitte ganz schnell zurück unter deinen Stein.
Also Kinder, nee, dieser ostpreußische Humor, köstlich - FR
Michael Kallweitt
2017-05-15 13:49:41 UTC
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Post by René Marquardt
Wobei zu klären wäre, ob es nicht überhaupt dem historischen
Zusammenhang zuliebe Faſchingsconcert geschrieben werden
müsst;
Wikipedia hält beide Schreibweisen für zulässig. [1] Ich würde mich nach
der Textvorlage richten.
Post by René Marquardt
aber wer einen Schwarzen als den Hauptmann von Cöpenick
besetzt, dem sind auch solche Details egal.
Wo ist das Problem? Wo der Autor diesbezüglich keine Vorgabe macht, ist
das in der Tat egal – und das hat nichts mit der angeblich deutschen
Eigenart des Regietheaters zu tun.


[1] <https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Rechtschreibung_im_späten_19._Jahrhundert#C>
--
www.wasfuereintheater.com - Neue Theaterprojekte im Ruhrpott
»DAS UNBEKANNTE SCHÖN ZU FINDEN. DEM UNVERSTANDENEN MIT WÄRME ZU
BEGEGNEN. DAS IST WAHRE LIEBE« Barbara Bollwahn, http://ow.ly/Xk52L
René Marquardt
2017-05-15 14:14:08 UTC
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Raw Message
Post by Michael Kallweitt
Post by René Marquardt
Wobei zu klären wäre, ob es nicht überhaupt dem historischen
Zusammenhang zuliebe Faſchingsconcert geschrieben werden
müsst;
Wikipedia hält beide Schreibweisen für zulässig. [1] Ich würde mich nach
der Textvorlage richten.
Diesterwegen schrieb ich: "klaeren".
Post by Michael Kallweitt
Post by René Marquardt
aber wer einen Schwarzen als den Hauptmann von Cöpenick
besetzt, dem sind auch solche Details egal.
Wo ist das Problem? Wo der Autor diesbezüglich keine Vorgabe macht, ist
das in der Tat egal – und das hat nichts mit der angeblich deutschen
Eigenart des Regietheaters zu tun.
Problem? Wer hat hier ein Problem? Der historische Hauptmann war eher
blass pigmentiert:

Loading Image...

Aber das "moderne" deutsche Theater, nicht nur in der Provinz, macht
es einem unmoeglich, eine Auffuehrung auch mal zu geniessen. Das muss
alles reloaded sein, mit Leitern und Farbeimern als Kulisse, nackerten
Akteuren, und plumpen, per Holzhammer gelieferten Messages. Wir sind
so edgy, und ihr Zuschauer so doof.

Und wenn hier einer nach gruppenkasper gehoert, dann sicher nicht Jakob.
Michael Kallweitt
2017-05-15 14:37:52 UTC
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Raw Message
Post by René Marquardt
Aber das "moderne" deutsche Theater, nicht nur in der Provinz, macht
es einem unmoeglich, eine Auffuehrung auch mal zu geniessen. Das muss
alles reloaded sein, mit Leitern und Farbeimern als Kulisse, nackerten
Akteuren, und plumpen, per Holzhammer gelieferten Messages. Wir sind
so edgy, und ihr Zuschauer so doof.
Du solltest dir mal einen Brecht zu Gemüte führen. Gerne den »Ui«, aber
auch in seinen anderen Werken springt einem der Moralismus geradezu ins
Gesicht.

Meiner Meinung nach ist ein Theater kein Museum. Theater muss sich immer
wieder aufs Neue mit der Essenz einer literarischen Vorlage
auseinandersetzen und einen Bezug zur Gegenwart herstellen.

Das ist übrigens keine deutsche Eigenart, wie beispielhaft einige
Beiträge zum Projekt »Shakespeare Lives« des Britisch Council zeigen –
wenn auch nicht auf der Bühne:

<https://vimeo.com/166364543>
<https://vimeo.com/214389047>
Post by René Marquardt
Und wenn hier einer nach gruppenkasper gehoert, dann sicher nicht Jakob.
Wer meint, seinen Unmut über eine Rollenbesetzung mit Ausfällen über die
Hautfarbe eines Schauspielers paaren zu müssen, kann das gerne an einem
geeigneten Ort tun.
--
www.wasfuereintheater.com - Neue Theaterprojekte im Ruhrpott
»DAS UNBEKANNTE SCHÖN ZU FINDEN. DEM UNVERSTANDENEN MIT WÄRME ZU
BEGEGNEN. DAS IST WAHRE LIEBE« Barbara Bollwahn, http://ow.ly/Xk52L
René Marquardt
2017-05-15 14:49:46 UTC
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Raw Message
Post by Michael Kallweitt
Post by René Marquardt
Aber das "moderne" deutsche Theater, nicht nur in der Provinz, macht
es einem unmoeglich, eine Auffuehrung auch mal zu geniessen. Das muss
alles reloaded sein, mit Leitern und Farbeimern als Kulisse, nackerten
Akteuren, und plumpen, per Holzhammer gelieferten Messages. Wir sind
so edgy, und ihr Zuschauer so doof.
Du solltest dir mal einen Brecht zu Gemüte führen. Gerne den »Ui«, aber
auch in seinen anderen Werken springt einem der Moralismus geradezu ins
Gesicht.
In den Worten von Bartleby the Scrivener: I'd prefer not to.
Post by Michael Kallweitt
Meiner Meinung nach ist ein Theater kein Museum. Theater muss sich immer
wieder aufs Neue mit der Essenz einer literarischen Vorlage
auseinandersetzen und einen Bezug zur Gegenwart herstellen.
Ja, und da rennt einer nackert ueber die Buehne, kackt einen Haufen hin,
schreit Kikeriki! und das war dann ein Sommernachtstraum mit
Gegenwartsbezug.
Post by Michael Kallweitt
Das ist übrigens keine deutsche Eigenart,
Habe auch keine deutsche Exklusivitaet behauptet.
Post by Michael Kallweitt
Post by René Marquardt
Und wenn hier einer nach gruppenkasper gehoert, dann sicher nicht Jakob.
Wer meint, seinen Unmut über eine Rollenbesetzung mit Ausfällen über die
Hautfarbe eines Schauspielers paaren zu müssen, kann das gerne an einem
geeigneten Ort tun.
Von Unmut, gar Ausfaellen, habe ich nichts gesehen.
Florian Ritter
2017-05-15 15:54:11 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Michael Kallweitt
Meiner Meinung nach ist ein Theater kein Museum. Theater muss sich immer
wieder aufs Neue mit der Essenz einer literarischen Vorlage
auseinandersetzen und einen Bezug zur Gegenwart herstellen.
Ja, und da rennt einer nackert ueber die Buehne, kackt einen Haufen hin,
schreit Kikeriki! und das war dann ein Sommernachtstraum mit
Gegenwartsbezug.
Und, Burschi, wenn Du mal Kackerchen mußt, nicht wahr, Du weißt
ja, wo die Bühne ist, bist schon groß genug - FR
Florian Ritter
2017-05-15 15:50:02 UTC
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Post by Michael Kallweitt
Post by René Marquardt
Aber das "moderne" deutsche Theater, nicht nur in der Provinz, macht
es einem unmoeglich, eine Auffuehrung auch mal zu geniessen. Das muss
alles reloaded sein, mit Leitern und Farbeimern als Kulisse, nackerten
Akteuren, und plumpen, per Holzhammer gelieferten Messages. Wir sind
so edgy, und ihr Zuschauer so doof.
Du solltest dir mal einen Brecht zu Gemüte führen. Gerne den »Ui«, aber
auch in seinen anderen Werken springt einem der Moralismus geradezu ins
Gesicht.
Adorno variierend möchte ich sprechen: Brecht ist irgendwie
scheiße, und Böll sowieso - FR
Matthias Opatz
2017-05-30 11:20:17 UTC
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Post by Michael Kallweitt
Meiner Meinung nach ist ein Theater kein Museum.
... aber zuvorderst eine Snstalt fürs Publikum, und nicht für die ein, zwei
anderen Regisseure, die Spielleiter zuweilen zu beeindrucken gedenken.

Matthias,
der allerdings die Geraer Besetzung des Hauptmanns zwar als ungewöhnlich,
nicht aber als unpassend empfand ("Regietheater" war das jedenfalls nicht)
Jakob Achterndiek
2017-05-30 12:27:20 UTC
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Post by Matthias Opatz
("Regietheater" war das jedenfalls nicht)
Bei einem meiner früheren Chefs habe ich gelernt: Was er
in Anführungsstriche setzte, das meinte er nicht wirklich so,
sondern irgendwie anderes. _Wie_ anders, das konnte man nie
wissen. Das war ja auch egal: "So" jedenfalls nicht!
Ich weiß auch nicht, wie für dich ein "Nicht-Regie-Theater"
sein müßte. Sicher ist aber: Diese Zuckmayer-Inszenierung war
Regietheater ganz ohne Ironisierungshäkchen. - Was denn auch
sonst? Nur die Besetzung war eigenwillig; siehe allein die
vielen Mehrfach-Rollen, die bei so kleinem Ensemble offenbar
notwendig waren.
--
j/\a
Matthias Opatz
2017-05-30 13:29:40 UTC
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Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
Post by Matthias Opatz
("Regietheater" war das jedenfalls nicht)
Bei einem meiner früheren Chefs habe ich gelernt: Was er
in Anführungsstriche setzte, das meinte er nicht wirklich so,
sondern irgendwie anderes. _Wie_ anders, das konnte man nie
wissen. Das war ja auch egal: "So" jedenfalls nicht!
Ich weiß auch nicht, wie für dich ein "Nicht-Regie-Theater"
sein müßte. Sicher ist aber: Diese Zuckmayer-Inszenierung war
Regietheater ganz ohne Ironisierungshäkchen. - Was denn auch
sonst?
Regietheater ist ein eingeführter Begriff mit einer bestimmten
Bedeutung, und Du hast das Wort auch schon oft gehört und weißt,
was es bedeutet. Anderenfalls kannst Du das nachschlagen.

Und Regietheater in Gänsefüßchen ist eben sogenanntes Regietheater,
also das, was die Regietheater-Worbenutzer darunter verstehen,
und nicht das, was im Wortsinne naheliegt.
Post by Jakob Achterndiek
Nur die Besetzung war eigenwillig; siehe allein die
vielen Mehrfach-Rollen, die bei so kleinem Ensemble offenbar
notwendig waren.
Mehrfachrollen sind absolut brancheüblich, an kleinen wie großen
Bühnen. Für ein Stück mit 25 Rollen, davon 15 Nebenrollen mit nur
wenigen Minuten Auftrittszeit, leistet sich kaum ein Theater 25
Schauspieler. Irgendwie nahm ich an, Filmregiepersonal sei auch
irgendwie theateraffin, aber möglichereweise irre ich mich da.

Matthias
Jakob Achterndiek
2017-05-30 17:37:21 UTC
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Raw Message
Post by Matthias Opatz
Regietheater ist ein eingeführter Begriff mit einer bestimmten
Bedeutung, und Du hast das Wort auch schon oft gehört und weißt,
was es bedeutet. Anderenfalls kannst Du das nachschlagen.
Mein Eindruck und meine Kenntnis von der Sache ist: "Regietheater"
ist ein zwar eingeführter, aber nicht recht genau bestimmter Begriff.
Entsprechend ungenau ist die Bewertung. Ich stimme dem, was WIkipediA
über <https://de.wikipedia.org/wiki/Regietheater> schreibt, weitgehend
zu. Es scheint jedenfalls so, als würde der Begriff, so unklar wie
er nun einmal ist, gern im Ton des Vorwurfs benutzt. Die Neuenfels-
Inszenierung von Mozarts Idomeneo ist da in besonders unrühmlicher
Erinnerung. Die anfangs ebenfalls geschmähten Wagner-Inszenierung
des Enkels Wieland auf dem Grünen Hügel, auch Regietheater, stehen
dem gegenüber.
Post by Matthias Opatz
[..]. Irgendwie nahm ich an, Filmregiepersonal sei auch irgendwie
theateraffin, aber möglichereweise irre ich mich da.
In der Breite der Praxis scheint es da erstaunlich wenig Berührungs-
punkte zu geben. Von guten Schauspielern weiß man, an welchen Bühnen
die ihr Handwerk ausüben. Aber die Regisseure kommen durchweg nicht
vom Theater. Planung und Ablauf sind ohnehin ganz unterschiedlich.
--
j/\a
Lars Bräsicke
2017-06-04 17:02:46 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Michael Kallweitt
Meiner Meinung nach ist ein Theater kein Museum.
... aber zuvorderst eine Snstalt fürs Publikum,
Nee, "zuvorderst" eine Anstalt für die Kunst.
Eine Anbiederung an ein Publikum verbietet sich da.
René Marquardt
2017-06-04 18:03:37 UTC
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Post by Lars Bräsicke
Post by Matthias Opatz
Post by Michael Kallweitt
Meiner Meinung nach ist ein Theater kein Museum.
... aber zuvorderst eine Snstalt fürs Publikum,
Nee, "zuvorderst" eine Anstalt für die Kunst.
Eine Anbiederung an ein Publikum verbietet sich da.
Ja, aber Kunst kommt von können, nicht von wollen, sonst hieße sie Wulst.
Detlef Meißner
2017-06-04 18:22:11 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Lars Bräsicke
Post by Matthias Opatz
Post by Michael Kallweitt
Meiner Meinung nach ist ein Theater kein Museum.
... aber zuvorderst eine Snstalt fürs Publikum,
Nee, "zuvorderst" eine Anstalt für die Kunst.
Eine Anbiederung an ein Publikum verbietet sich da.
Ja, aber Kunst kommt von können, nicht von wollen, sonst hieße sie Wulst.
Die Künstler meinen aber, Kunst käme von verkündigen.

Detlef
Detlef Meißner
2017-06-04 18:25:19 UTC
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Post by Detlef Meißner
Die Künstler meinen aber, Kunst käme von verkündigen.
... bzw. verkünden oder künden.

Detlef
Jakob Achterndiek
2017-06-04 18:34:45 UTC
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Post by Lars Bräsicke
Post by Matthias Opatz
Post by Michael Kallweitt
Meiner Meinung nach ist ein Theater kein Museum.
... aber zuvorderst eine Snstalt fürs Publikum,
Nee, "zuvorderst" eine Anstalt für die Kunst.
Eine Anbiederung an ein Publikum verbietet sich da.
Ja, aber Kunst kommt von können, [..].
Nachdem das jetzt derart gründlich erörtert worden ist,
bleibt nur noch nachzutragen, daß die Theater als Tempel
der Schauspielkunst allesamt (einige sogar namentlich)
der Muse Thalia gewidmet und also - na, wer sagt's denn:
Museen sind.
:)
--
j/\a
Manfred Hoß
2017-05-15 16:09:14 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Michael Kallweitt
Post by René Marquardt
Wobei zu klären wäre, ob es nicht überhaupt dem historischen
Zusammenhang zuliebe Faſchingsconcert geschrieben werden
müsst;
Wikipedia hält beide Schreibweisen für zulässig. [1] Ich würde mich nach
der Textvorlage richten.
Diesterwegen schrieb ich: "klaeren".
Die Besetzung des Rathauses in Köpenick (Cöpenick) erfolgte am 16.10.1906,
also nach der II. Orthographischen Konferenz. Bei der Konferenz wurde nicht
festgelegt, wie Fremdwörter zu schreiben sind. Somit gab es bei mehreren
tausend Fremdwörtern Doppelformen. Allerdings liegt hier mit "Concert /
Konzert" ein besonderer Fall vor. Dazu heißt es zum Beispiel in "Regeln für
die deutsche Rechtschreibung nebst Wörterverzeichnis. Amtliche Ausgabe auf
Grund Beschlusses des Bundesrats vom 18. Dezember 1902", das im Verlag von
Carl Schünemann, Bremen, erschienen ist:

"*IX. Zur Schreibung von Fremdwörtern.*
...
Für die Schreibung der Fremdwörter lassen sich allgemein gültige Regeln
nicht aufstellen.
...
2. Der K-Laut wird meist mit k, der Z-Laut meist mit z geschrieben.
...
Insbesondere muß der Z-Laut mit z geschrieben werden in Wörtern, in denen
ein ursprüngliches c mit dem K-Laut durch k zu bezeichnen ist, z. B.
Konzert, Konzil, Kruzifix."
(S. 17f.)

Im Duden sowie in weiteren Wörterbüchern, die nach der II. Orthographischen
Konferenz erschienen sind, wird die Schreibweise "Concert" nicht mehr
aufgeführt, sondern nur noch "Konzert". Allerdings vermute ich, dass zu der
Zeit, zu der das Stück spielt, die Schreibweise "Concert" noch anzutreffen
war.

Gruß
Manfred.
Quinn C
2017-05-16 16:24:37 UTC
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Raw Message
Post by René Marquardt
Post by Michael Kallweitt
Post by René Marquardt
aber wer einen Schwarzen als den Hauptmann von Cöpenick
besetzt, dem sind auch solche Details egal.
Wo ist das Problem? Wo der Autor diesbezüglich keine Vorgabe macht, ist
das in der Tat egal – und das hat nichts mit der angeblich deutschen
Eigenart des Regietheaters zu tun.
Problem? Wer hat hier ein Problem? Der historische Hauptmann war eher
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/a/a5/Akte_K%C3%B6penick.png
Aha. Ich nehme an, der Darsteller soll dann auch in Bart-farbe,
Augenbrauen-abstand und Ohrläppchen-umriss dem historischen
Vorbild entsprechen?
--
die gugel gehört seit je zur narrenkleidung:
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
René Marquardt
2017-05-16 16:34:59 UTC
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Raw Message
Post by Quinn C
Post by René Marquardt
Post by Michael Kallweitt
Post by René Marquardt
aber wer einen Schwarzen als den Hauptmann von Cöpenick
besetzt, dem sind auch solche Details egal.
Wo ist das Problem? Wo der Autor diesbezüglich keine Vorgabe macht, ist
das in der Tat egal – und das hat nichts mit der angeblich deutschen
Eigenart des Regietheaters zu tun.
Problem? Wer hat hier ein Problem? Der historische Hauptmann war eher
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/a/a5/Akte_K%C3%B6penick.png
Aha. Ich nehme an, der Darsteller soll dann auch in Bart-farbe,
Augenbrauen-abstand und Ohrläppchen-umriss dem historischen
Vorbild entsprechen?
Warum nimmst du ein solches an? Mirweechn koenn' die einen Zwerg
im Bastroeckchen aufstellen, der seine Rolle in franzoesischen
Hexametern deklamiert. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass, wer
einen Schwarzen als Hauptmann von Koepenick besetzt, dem so
Details wie zeitrahmen-korrekte Rechtschreibung auch egal sind.
Bertel Lund Hansen
2017-05-17 08:02:49 UTC
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Raw Message
Post by René Marquardt
Warum nimmst du ein solches an? Mirweechn koenn' die einen Zwerg
im Bastroeckchen aufstellen, der seine Rolle in franzoesischen
Hexametern deklamiert. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass, wer
einen Schwarzen als Hauptmann von Koepenick besetzt, dem so
Details wie zeitrahmen-korrekte Rechtschreibung auch egal sind.
Ich glaube nicht, dass man das schliessen kann. In der
Theaterwelt ist es üblich Schauspieler zu benutzen, die nicht in
allen Aspekten mit der Figur übereinstimmen.

Es gibt z.B. einen amerikanischen Film, wo Robert Duvall eine
Negerrolle spielt [1] (ohne gefarbt zu werden), und historisch
war es üblich, dass Männer Frauenrollen spielten und umgekehrt.

[1] http://www.imdb.com/title/tt0116275/?ref_=nm_flmg_act_42
--
Bertel, Dänemark
René Marquardt
2017-05-17 10:33:10 UTC
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Raw Message
Post by Bertel Lund Hansen
Post by René Marquardt
Warum nimmst du ein solches an? Mirweechn koenn' die einen Zwerg
im Bastroeckchen aufstellen, der seine Rolle in franzoesischen
Hexametern deklamiert. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass, wer
einen Schwarzen als Hauptmann von Koepenick besetzt, dem so
Details wie zeitrahmen-korrekte Rechtschreibung auch egal sind.
Ich glaube nicht, dass man das schliessen kann. In der
Theaterwelt ist es üblich Schauspieler zu benutzen, die nicht in
allen Aspekten mit der Figur übereinstimmen.
Es gibt z.B. einen amerikanischen Film, wo Robert Duvall eine
Negerrolle spielt [1] (ohne gefarbt zu werden), und historisch
war es üblich, dass Männer Frauenrollen spielten und umgekehrt.
[1] http://www.imdb.com/title/tt0116275/?ref_=nm_flmg_act_42
Empfehle "Tropic Thunder" ;)
Manfred Hoß
2017-05-17 15:14:50 UTC
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Raw Message
[...] und historisch
war es üblich, dass Männer Frauenrollen spielten und umgekehrt.
Spielt eine Frau einen Mann, so wird das Hosenrolle genannt. Jedoch kenne
ich keinen Ausdruck für den umgekehrten Fall, wenn also ein Mann eine Frau
darstellt. Ist jemand hier ein Begriff für solche Rollen bekannt?

Gruß
Manfred.
Bertel Lund Hansen
2017-05-17 16:25:52 UTC
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Raw Message
Post by Manfred Hoß
Spielt eine Frau einen Mann, so wird das Hosenrolle genannt.
Jedoch kenne ich keinen Ausdruck für den umgekehrten Fall,
wenn also ein Mann eine Frau darstellt. Ist jemand hier ein
Begriff für solche Rollen bekannt?
Dragqueen.
--
Bertel, Dänemark
Frank Nitzschner
2017-05-17 17:14:08 UTC
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Raw Message
Post by Manfred Hoß
Ist jemand hier ein Begriff für solche Rollen bekannt?
Kastraten..

Grüsse
Frank
Sergio Gatti
2017-05-19 10:45:03 UTC
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Raw Message
Post by Frank Nitzschner
Post by Manfred Hoß
Ist jemand hier ein Begriff für solche Rollen bekannt?
Kastraten..
Falsch!
<https://de.wikipedia.org/wiki/Kastrat>
Als Kastraten werden _Sänger_ bezeichnet, die vor der
Pubertät einer Kastration unterzogen wurden, um den
Stimmwechsel zu unterbinden und die Knabenstimme (Sopran
oder Alt) zu erhalten.

Dragqueen ist manchmal richtig, aber das Wort passt MUSEN
nicht zu
<https://de.wikipedia.org/wiki/Tootsie>
Bernd Schwegmann
2017-05-19 11:51:22 UTC
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Raw Message
Post by Sergio Gatti
Post by Frank Nitzschner
Post by Manfred Hoß
Ist jemand hier ein Begriff für solche Rollen bekannt?
Kastraten..
Falsch!
<https://de.wikipedia.org/wiki/Kastrat>
Als Kastraten werden _Sänger_ bezeichnet, die vor der
Pubertät einer Kastration unterzogen wurden, um den
Stimmwechsel zu unterbinden und die Knabenstimme (Sopran
oder Alt) zu erhalten.
Dragqueen ist manchmal richtig, aber das Wort passt MUSEN
nicht zu
<https://de.wikipedia.org/wiki/Tootsie>
Paßt immer: Fummeltrine.



BS+
Frank Nitzschner
2017-05-19 15:07:38 UTC
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Raw Message
Post by Sergio Gatti
Falsch!
<https://de.wikipedia.org/wiki/Kastrat>
Als Kastraten werden _Sänger_ bezeichnet, die vor der
Es ging um den Gegensatz zur Hosenrolle, also mit Männern besetzte
Frauenrollen in Oper etc.. Ist aber alles im Wikipediaeintrag zur
Hosenrolle recht gut erläutert. Da seinerzeit die Besetzung von
Frauenrollen mit Männern nichts ungewöhliches war, gab es da
auch keinen extra Begriff. Im Gegensatz zur Hosenrolle.

Grüsse
Frank
Bertel Lund Hansen
2017-05-19 15:22:53 UTC
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Post by Sergio Gatti
Dragqueen ist manchmal richtig, aber das Wort passt MUSEN
nicht zu
<https://de.wikipedia.org/wiki/Tootsie>
Mein Vorschlag war nicht gans ernst gemeint. Es wurde von einem
Schauspieler gefragt, und die nennt man nicht Dragqueens.
--
Bertel, Dänemark
Lars Bräsicke
2017-05-17 17:39:41 UTC
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Post by René Marquardt
Warum nimmst du ein solches an? Mirweechn koenn' die einen Zwerg
im Bastroeckchen aufstellen, der seine Rolle in franzoesischen
Hexametern deklamiert. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass, wer
einen Schwarzen als Hauptmann von Koepenick besetzt, dem so
Details wie zeitrahmen-korrekte Rechtschreibung auch egal sind.
Angesichts des Inhalts des Hptm. v. K. halte ich die Besetzung für sogar
durchaus gelungen.
Aber je nun, manch einem interessiert halt nur die "Zeitrahmenkorrektheit".
Florian Ritter
2017-05-18 12:59:45 UTC
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Post by Lars Bräsicke
Post by René Marquardt
Warum nimmst du ein solches an? Mirweechn koenn' die einen Zwerg
im Bastroeckchen aufstellen, der seine Rolle in franzoesischen
Hexametern deklamiert. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass, wer
einen Schwarzen als Hauptmann von Koepenick besetzt, dem so
Details wie zeitrahmen-korrekte Rechtschreibung auch egal sind.
Angesichts des Inhalts des Hptm. v. K. halte ich die Besetzung für sogar
durchaus gelungen.
Aber je nun, manch einem interessiert halt nur die "Zeitrahmenkorrektheit".
Ich erinnere mich, das Ding mal in den Bucher Hubertus-Lichtspielen
gesehen zu haben, Heinz Rühmann in der Hauptrolle - unsere
Mutter wollte in Ruhe die Abreise nach Ahrenshoop vorbereiten
(Bettwäsche &c. war schon in Postmietbehältern [auch ein
verschollenes Wort] vorausgeschickt worden).
Sehr vergnüglich zu lesen übrigens von Zuckmayers Frau Alice
"Die Farm in den Blauen Bergen", Beschreibung ihres Landlebens
in Vermont, was aber nicht lange durchgehalten wurde - FR
René Marquardt
2017-05-18 13:46:28 UTC
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Post by Florian Ritter
Sehr vergnüglich zu lesen übrigens von Zuckmayers Frau Alice
"Die Farm in den Blauen Bergen", Beschreibung ihres Landlebens
in Vermont, was aber nicht lange durchgehalten wurde - FR
Bzw. richtig: "...in den gruenen Bergen.", wo der Name des Staates
doch von les Verts Monts kommt.
Florian Ritter
2017-05-18 16:55:03 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Florian Ritter
Sehr vergnüglich zu lesen übrigens von Zuckmayers Frau Alice
"Die Farm in den Blauen Bergen", Beschreibung ihres Landlebens
in Vermont, was aber nicht lange durchgehalten wurde.
Bzw. richtig: "...in den gruenen Bergen.", wo der Name des Staates
doch von les Verts Monts kommt.
Ist auch ins Englische übersetzt worden - FR
René Marquardt
2017-05-18 17:11:25 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by René Marquardt
Post by Florian Ritter
Sehr vergnüglich zu lesen übrigens von Zuckmayers Frau Alice
"Die Farm in den Blauen Bergen", Beschreibung ihres Landlebens
in Vermont, was aber nicht lange durchgehalten wurde.
Bzw. richtig: "...in den gruenen Bergen.", wo der Name des Staates
doch von les Verts Monts kommt.
Ist auch ins Englische übersetzt worden - FR
Folgerichtig mit dem Titel "The Farm in the Green Mountains".

Das ...sagen wir mal "Gehoeft" names Twin Farms ist auch heute
noch ein beliebtes Reiseziel, und wenn ich mir die Bilder so ansehe,
da haetten sie mich schon mit der Brechstange rausholen muessen.
Wer in /der/ Umgebung nicht das innere Gleichgewicht findet, dem ist
nicht mehr zu helfen.

(google image search 'twin farms vermont' "dorothy thompson"')
Quinn C
2017-05-24 18:17:50 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Florian Ritter
Post by René Marquardt
Post by Florian Ritter
Sehr vergnüglich zu lesen übrigens von Zuckmayers Frau Alice
"Die Farm in den Blauen Bergen", Beschreibung ihres Landlebens
in Vermont, was aber nicht lange durchgehalten wurde.
Bzw. richtig: "...in den gruenen Bergen.", wo der Name des Staates
doch von les Verts Monts kommt.
Ist auch ins Englische übersetzt worden - FR
Folgerichtig mit dem Titel "The Farm in the Green Mountains".
Das ...sagen wir mal "Gehoeft" names Twin Farms ist auch heute
noch ein beliebtes Reiseziel, und wenn ich mir die Bilder so ansehe,
da haetten sie mich schon mit der Brechstange rausholen muessen.
Wer in /der/ Umgebung nicht das innere Gleichgewicht findet, dem ist
nicht mehr zu helfen.
(google image search 'twin farms vermont' "dorothy thompson"')
Das Bankkonto gerät freilich aus dem Gleichgewicht:

| The inn was real, though not of this world. The most expensive
| room (actually a cottage) was $2,750. Per night. The bargain
| room (a suite): $1,100.
<https://newengland.com/today/travel/vermont/twin-farms/>

Wie es im ländlichen Vermont aussieht, wissen viele auch aus dem
Film "Immer Ärger mit Harry", gefilmt in Craftsbury. Dort sieht es
auch heute nicht viel anders aus.
(Bildersuche "Craftsbury, Vermont").
--
gugelfranz, m., spöttische bezeichnung eines mönchs
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
René Marquardt
2017-05-24 18:26:16 UTC
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Post by Quinn C
Post by René Marquardt
Post by Florian Ritter
Post by René Marquardt
Post by Florian Ritter
Sehr vergnüglich zu lesen übrigens von Zuckmayers Frau Alice
"Die Farm in den Blauen Bergen", Beschreibung ihres Landlebens
in Vermont, was aber nicht lange durchgehalten wurde.
Bzw. richtig: "...in den gruenen Bergen.", wo der Name des Staates
doch von les Verts Monts kommt.
Ist auch ins Englische übersetzt worden - FR
Folgerichtig mit dem Titel "The Farm in the Green Mountains".
Das ...sagen wir mal "Gehoeft" names Twin Farms ist auch heute
noch ein beliebtes Reiseziel, und wenn ich mir die Bilder so ansehe,
da haetten sie mich schon mit der Brechstange rausholen muessen.
Wer in /der/ Umgebung nicht das innere Gleichgewicht findet, dem ist
nicht mehr zu helfen.
(google image search 'twin farms vermont' "dorothy thompson"')
| The inn was real, though not of this world. The most expensive
| room (actually a cottage) was $2,750. Per night. The bargain
| room (a suite): $1,100.
<https://newengland.com/today/travel/vermont/twin-farms/>
Hier habe ich mich uebrigens geirrt. Die Zuckmayer-Farm hiess
Backwood Farm, nahe Barnard, Vermont und mit Twin Farms nichts
zu tun.

http://www.thevermontstandard.com/2010/11/45-year-wait-ends-at-the-zuckmayer-farm/
Quinn C
2017-05-24 17:53:47 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Florian Ritter
Sehr vergnüglich zu lesen übrigens von Zuckmayers Frau Alice
"Die Farm in den Blauen Bergen", Beschreibung ihres Landlebens
in Vermont, was aber nicht lange durchgehalten wurde - FR
Bzw. richtig: "...in den gruenen Bergen.", wo der Name des Staates
doch von les Verts Monts kommt.
Junge, paß auf, Du weißt zuviel.
--
gugelfranz, m., spöttische bezeichnung eines mönchs
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Erika Cieśla
2017-06-04 20:06:48 UTC
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Post by Lars Bräsicke
Post by Matthias Opatz
<http://www.tpthueringen.de/fileadmin/Data_Storage/St%C3%BCcke/Schauspiel/Der_Hauptmann_von_K%C3%B6penick/DSC_2542_F.jpg>
Mal davon abgesehen, daß die Buchstaben eher ungelenkt gemalt als
geschrieben sind, frage ich mich: Stimmt denn das Fugen-s? Sollte
an dieser Stelle nicht ein Schluß-s stehen?
Falſch: Faſchingſkonzert
Richtig: Faſchingskonzert
Das Fugen-s iſt immer ein Schluß-s, nie ein Lang-ſ.
Dem ſtimme ich zu!


Grüßchen!
𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪

Martin Gerdes
2017-05-15 19:37:45 UTC
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Post by Matthias Opatz
<http://www.tpthueringen.de/fileadmin/Data_Storage/St%C3%BCcke/Schauspiel/Der_Hauptmann_von_K%C3%B6penick/DSC_2542_F.jpg>
Mal davon abgesehen, daß die Buchstaben eher ungelenkt gemalt als
geschrieben sind,
"Probn"
Post by Matthias Opatz
frage ich mich: Stimmt denn das Fugen-s?
Nein.
Post by Matthias Opatz
Sollte an dieser Stelle nicht ein Schluß-s stehen?
Ita est.

Deine Frage erstaunt mich.
Diedrich Ehlerding
2017-05-15 20:07:41 UTC
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<http://www.tpthueringen.de/fileadmin/Data_Storage/St%C3%BCcke/Schauspiel/Der_Hauptmann_von_K%C3%B6penick/DSC_2542_F.jpg>
Post by Matthias Opatz
Mal davon abgesehen, daß die Buchstaben eher ungelenkt gemalt als
geschrieben sind, frage ich mich: Stimmt denn das Fugen-s? Sollte
an dieser Stelle nicht ein Schluß-s stehen?
Ja natürlich.
--
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