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"Der Wiederverschluss"
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Stefan Ram
2018-06-26 21:59:07 UTC
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Sind die Zeiten jetzt auch schon wieder vorbei?

Früher (90er? 00er?) gab es WIMRE (TK?-)Packungen
"mit Wiederverschluß", die habe ich jetzt schon eine Weile
nicht mehr gesehen (d.h., wo diese Wort auch draufstand).

(Erklärung für Fremdsprachler: Im traditionellen Deutsch
gibt es "wiederverschließbar" und auch das seltene
"Wiederverschluß" als Handlung oder Vorgang, aber nicht
"Wiederverschluß" als Schließeinrichtung. In diesem Sinne
entstand das [experimentelle] Substantiv wohl aus dem
Adjektiv "wiederverschließbar" und als Kurzform von
"wiederverschließbarer Verschluß" [Art von Haplologie?]).
Holger_H
2018-06-27 04:46:07 UTC
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Raw Message
Post by Stefan Ram
Im traditionellen Deutsch
gibt es "wiederverschließbar" und auch das seltene
"Wiederverschluß" als Handlung oder Vorgang, aber nicht
"Wiederverschluß" als Schließeinrichtung.
Deutsch ist eine flektierende Sprache. Es "gibt" alles, was man aus
bestehenden Wörtern durch Flexion, Derivation und Konkatenation bilden kann.
U***@web.de
2018-06-27 06:58:34 UTC
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Post by Holger_H
Post by Stefan Ram
Im traditionellen Deutsch
gibt es "wiederverschließbar" und auch das seltene
"Wiederverschluß" als Handlung oder Vorgang, aber nicht
"Wiederverschluß" als Schließeinrichtung.
Deutsch ist eine flektierende Sprache.
Oder meintest Du eine produktive?
Post by Holger_H
Es "gibt" alles, was man aus
bestehenden Wörtern durch Flexion, Derivation und Konkatenation bilden kann.
Es gibt Erfahrung, aber willst Du ernstlich behaupten,
es gebe 'Fahrung'?
Matthias Opatz
2018-06-27 10:09:30 UTC
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Post by U***@web.de
Es gibt Erfahrung, aber willst Du ernstlich behaupten,
es gebe 'Fahrung'?
Ei freilich. Das ist ein Bergbaubegriff.

<https://www.dwds.de/wb/Fahrung>

Matthias
Jakob Achterndiek
2018-06-27 12:19:15 UTC
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Raw Message
Post by Matthias Opatz
Post by U***@web.de
Es gibt Erfahrung, aber willst Du ernstlich behaupten,
es gebe 'Fahrung'?
Ei freilich. Das ist ein Bergbaubegriff.
<https://www.dwds.de/wb/Fahrung>
Selbst dort war schon zu meiner Beflissenenzeit (etwa 1953)
das Wort eher nostalgisch.

Das Verwendungsbeispiel in dem von Dir zitierten Beleg scheint
mir übrigens ein Scan- oder Lesefehler (a statt ü) zu sein:
| Wir sind uns darüber im Klaren, daß wir, wenn wir die Last
| der Fahrung mit anderen teilen wollen, auch die Verantwortung
| der Macht teilen müssen. Archiv der Gegenwart, 2001 [1964]
Der Satz ergibt mit der bergmännischen Fahrung gar keinen Sinn.
Er erinnert mich an das durch die NS-Zeit in Verruf geratene
"Führerprinzip"*, das eben auch eine unteilbare Verantwortung
auferlegte.
--
j/\a
-------------------
* Beispiele dafür, daß dieses Prinzip auch in der Gegenwart seine
Berechtigung haben kann, lassen sich finden:
Auf einer Weltumsegelung 1973 hat eine 68er-infizierte studentische
Besatzung unseres Flaggschiffs dieses Prinzip auch auf See in Frage
gestellt. Eine Folge war, daß über etliche Jahre hinweg niemand mehr
bereit war, ungeteilte Verantwortung bei geteilter Entscheidungs-
vollmacht zu übernehmen; das heißt: es fanden sich für große Reisen
einfach keine Schiffer.
U***@web.de
2018-06-27 12:59:44 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by U***@web.de
Es gibt Erfahrung, aber willst Du ernstlich behaupten,
es gebe 'Fahrung'?
Ei freilich. Das ist ein Bergbaubegriff.
<https://www.dwds.de/wb/Fahrung>
Hmm. In dem Kontext hätte ich es wohl
auch nicht beanstandet.

Also weiter im Text, es gibt Hebung, aber gibt es auch 'Lebung',
'Essung' oder 'Trinkung'?

Gruß, ULF
Jaakob Kind
2018-06-28 13:06:01 UTC
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Post by U***@web.de
Also weiter im Text, es gibt Hebung, aber gibt es auch 'Lebung',
'Essung' oder 'Trinkung'?
Alle drei findet man im Grimmschen Wörterbuch:
http://woerterbuchnetz.de/DWB/
Heutzutage gebräuchlich sind sie aber wohl nicht. Wenn man mit einem solchen
Wort sinnvoll eine Wortlücke füllen könnte, spräche IMHO nichts dagegen.
"Wiederverschluss" ist durchaus sinnvoll gebildet, also könnte ich mit
diesem Wort gut leben, falls es noch kein besseres gibt.

Viele Grüße
Jaakob
Stefan Schmitz
2018-06-28 15:13:53 UTC
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wrote in message
"Wiederverschluss" ist durchaus sinnvoll gebildet, also könnte ich mit
diesem Wort gut leben, falls es noch kein besseres gibt.
Aber ist die sinnvolle Bildung kompatibel mit der gemeinten Bedeutung?

Von der Bildung her würde ich an einen Ersatz für den zerstörten
Originalverschluss denken.
Ich vermute allerdings, es ist ein Verschluss gemeint, der sich mehrfach
öffnen und schließen lässt.
Jaakob Kind
2018-06-28 15:27:35 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Aber ist die sinnvolle Bildung kompatibel mit der gemeinten Bedeutung?
Nicht perfekt, aber auch nicht so schlecht. Es ist halt eine Kurzform für
"wiederverschließbarer Verschluss". Aber es gibt ja viele Begriffe, die
nicht ganz sauber sind, wenn man genauer darüber nachdenkt, z. B.
Stundenkilometer oder Atom. Man soll sich natürlich beim Erschaffen neuer
Wörter schon Mühe geben und nicht gleich das erste nehmen, das einem
einfällt. Es gibt bestimmt noch was besseres als Wiederverschluss.
Post by Stefan Schmitz
Von der Bildung her würde ich an einen Ersatz für den zerstörten
Originalverschluss denken.
Den würde ich Ersatzverschluss nennen. Wiederverschluss passt da IMHO gar
nicht.

Viele Grüße
Jaakob
Jakob Achterndiek
2018-06-28 21:23:57 UTC
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Post by Jaakob Kind
Post by Stefan Schmitz
Aber ist die sinnvolle Bildung kompatibel mit der gemeinten Bedeutung?
Nicht perfekt, aber auch nicht so schlecht. Es ist halt eine Kurzform
für "wiederverschließbarer Verschluss". [..]
Viel interessanter finde ich die Überlegung, wodurch denn überhaupt
ein Bedürfnis nach diesem Wort entstanden ist. Der Normalfall (ja,
ist ja gut: Es gibt Ausnahmen!) - also der NORMALfall für jede Art
von Verschluß ist doch wohl, daß man ihn nicht nur einmal, sondern
mehrmals schließen kann. Also warum hebt man den "Wiederverschluß"
hervor? - Weil schlaue Geschäftsleute zwischendurch Gefäße verkauft
haben, die man NICHT wiederverschließen SOLLTE. Das kam dem Geschäft
zugute, weil es den Verfall des nicht mehr Verschlossenen förderte.
Es sieht also fast so aus, als sei der "Wiederverschluß" eine clevere
Wortschöpfung der Oeko-Welle.
;)
--
j/\a
Christina Kunze
2018-06-29 03:59:55 UTC
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Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
Post by Jaakob Kind
Post by Stefan Schmitz
Aber ist die sinnvolle Bildung kompatibel mit der gemeinten Bedeutung?
Nicht perfekt, aber auch nicht so schlecht. Es ist halt eine Kurzform
für "wiederverschließbarer Verschluss". [..]
In Wirklichkeit ist nicht der Verschluss wiederverschließbar, sondern
die Packung/Tüte/wasauchimmer. Der Verschluss ist nur mehrfach verwendbar.

Wenn eine Kunststoffverpackung zugeschweißt ist oder eine PApiertüte
zugenäht, hat sie dann einen Verschluss?
Dass solche Verpackungen überhaupt einen Verschluss haben, macht sie
wiederverschließbar.
Post by Jakob Achterndiek
Viel interessanter finde ich die Überlegung, wodurch denn überhaupt
ein Bedürfnis nach diesem Wort entstanden ist. Der Normalfall (ja,
ist ja gut: Es gibt Ausnahmen!) - also der NORMALfall für jede Art
von Verschluß ist doch wohl, daß man ihn nicht nur einmal, sondern
mehrmals schließen kann. Also warum hebt man den "Wiederverschluß"
hervor? - Weil schlaue Geschäftsleute zwischendurch Gefäße verkauft
haben, die man NICHT wiederverschließen SOLLTE. Das kam dem Geschäft
zugute, weil es den Verfall des nicht mehr Verschlossenen förderte.
Es sieht also fast so aus, als sei der "Wiederverschluß" eine clevere
Wortschöpfung der Oeko-Welle.
Der Werbewelle, glaube ich. Aufgeblähte Sprache eben.

chr
Bertel Lund Hansen
2018-06-29 06:26:14 UTC
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Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
mehrmals schließen kann. Also warum hebt man den "Wiederverschluß"
hervor? - Weil schlaue Geschäftsleute zwischendurch Gefäße verkauft
haben, die man NICHT wiederverschließen SOLLTE.
Es hat nicht notwendigerweise etwas mit schlaue Geschäftsleute zu
tun. Wenn Deutsch in diesem Verhältnis Dänisch ähnelt, hat
"wieder" nicht immer mit Wiederholung zu tun.

Auf Dänisch kann man (mit deutschen Wörtern) sagen:

Schliess die Tür wieder zu, bitte.

obwohl die angesprochene Person die Tür gar nicht vorher
geschlossen hat. Ähnlicherweise kann man eine Packung 'wieder'
verschliessen, nachdem dass man es geöffnet hat. Deshalb
"Wiederverschluss".
--
/Bertel - aus Dänemark
Jakob Achterndiek
2018-06-29 10:20:55 UTC
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[..] Wenn Deutsch in diesem Verhältnis Dänisch ähnelt, hat
"wieder" nicht immer mit Wiederholung zu tun.
Schliess die Tür wieder zu, bitte.
Stimmt. Aber dann bezeichnet es, wie du selbst schreibst,
die Wiederherstellung eines voraufgegangenen Zustandes.
Die erwähnten Milchtüten sind dafür ein schönes Beispiel.
Lange Zeit konnte man die ja nur aufreißen und dann nicht
wieder verschließen; heute kann man sie dank ihrem Schraub-
verschluß *wieder* in den vorher geschlossenen Zustand
zurückversetzen.

Ach, wie hat die Menschheit nur jene barbarischen Zeiten
überlebt, da die Milch mit dem Schöpfmaß abgefüllt werden
und der Milchmensch dazu mit der bloßen Hand, ohne Hand-
schuhe, in die große offene Milchkanne hineinlangen mußte.
In meiner Kindheit fuhr noch der Milchmann mit Pferd und
Wagen und einer glänzenden Messingglocke durch die Stadt
(und prägte damit meinen ersten Berufswunsch); später gingen
unsere Töchter mit der Milchkanne ums Eck zu den Damen Kiefer,
Mutter und Tochter, die darum Ober- und Unterkiefer hießen.
(Der Unterkiefer hatte selbst schon wieder eine kleine Tochter,
war aber gar nicht verheiratet - wie konnte denn das gehen?)
--
j/\a
Bertel Lund Hansen
2018-06-29 11:09:15 UTC
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Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
Ach, wie hat die Menschheit nur jene barbarischen Zeiten
überlebt, da die Milch mit dem Schöpfmaß abgefüllt werden
und der Milchmensch dazu mit der bloßen Hand, ohne Hand-
schuhe, in die große offene Milchkanne hineinlangen mußte.
Meine Mutter wohnte als Kind auf dem Land, und sie ging jeden
Morgen zum Nachbar mit einer Kanne, und die wurde direkt mit
Milch vom Euter gefüllt - ganz ohne Pasteurisierung oder so was.
Post by Jakob Achterndiek
In meiner Kindheit fuhr noch der Milchmann mit Pferd und
Wagen und einer glänzenden Messingglocke durch die Stadt
Das habe ich auch erlebt. Er stellte die bestellte Anzahl von
Flaschen auf den Boden. Im Winter geschah es ab und zu, dass die
Milch aus der Flasche kroch, weil es zu Eis gefroren war.
--
/Bertel - aus Dänemark
U***@web.de
2018-06-29 11:46:44 UTC
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Raw Message
Post by Jaakob Kind
Post by Stefan Schmitz
Aber ist die sinnvolle Bildung kompatibel mit der gemeinten Bedeutung?
Nicht perfekt, aber auch nicht so schlecht. Es ist halt eine Kurzform für
"wiederverschließbarer Verschluss".
Da sage ich in den meisten Fällen lieber "Schraubdeckel".

Gruß, ULF
Jaakob Kind
2018-06-29 12:05:25 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Da sage ich in den meisten Fällen lieber "Schraubdeckel".
Wenn es sich um einen solchen handelt, wäre das auch mein bevorzugter
Begriff. Ein "Wiederverschluss" müsste schon etwas überraschender sein, also
das Wiederverschließen einer Verpackung ermöglichen, bei der das nicht
sowieso klar ist.

Viele Grüße
Jaakob
Bertel Lund Hansen
2018-06-29 12:35:59 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Da sage ich in den meisten Fällen lieber "Schraubdeckel".
Was dann mit Plastictaschen mit klemmbaren 'Reissverschluss'?
--
/Bertel - aus Dänemark
U***@web.de
2018-06-29 12:40:45 UTC
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Raw Message
Post by Bertel Lund Hansen
Post by U***@web.de
Da sage ich in den meisten Fällen lieber "Schraubdeckel".
Was dann mit Plastictaschen mit klemmbaren 'Reissverschluss'?
Ist ein Teil der anderen Fälle.
Stefan Schmitz
2018-06-29 19:16:03 UTC
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"Stefan Schmitz" wrote in message
Post by Stefan Schmitz
Von der Bildung her würde ich an einen Ersatz für den zerstörten
Originalverschluss denken.
Den würde ich Ersatzverschluss nennen. Wiederverschluss passt da IMHO gar
nicht.
Wenn das Original wiederverschließbar ist, braucht man kein eigenes Wort dafür,
dann reicht "Verschluss".
Ein Wiederverschluss muss dann für den Fall gedacht sein, dass die Packung
ohne ihn nicht mehr verschließbar ist.
U***@web.de
2018-06-29 20:21:46 UTC
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Raw Message
Post by Stefan Schmitz
Wenn das Original wiederverschließbar ist, braucht man kein eigenes Wort dafür,
dann reicht "Verschluss".
Ein Wiederverschluss muss dann für den Fall gedacht sein, dass die Packung
ohne ihn nicht mehr verschließbar ist.
Wie etwa bei Sektflaschen, die man mit dem
Originalkorken oft/meist nicht mehr
brauchbar verschlossen bekommt?

Gruß, ULF
René Marquardt
2018-06-29 20:31:20 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Post by Stefan Schmitz
Wenn das Original wiederverschließbar ist, braucht man kein eigenes Wort dafür,
dann reicht "Verschluss".
Ein Wiederverschluss muss dann für den Fall gedacht sein, dass die Packung
ohne ihn nicht mehr verschließbar ist.
Wie etwa bei Sektflaschen, die man mit dem
Originalkorken oft/meist nicht mehr
brauchbar verschlossen bekommt?
Genau, Sektflaschen wieder verschliessen, und Briefumschlaege
aufheben und zur Wiederverwendung auf links drehen.
Eure Armut kotzt mich an!
Stefan Schmitz
2018-06-30 17:37:28 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Post by Stefan Schmitz
Wenn das Original wiederverschließbar ist, braucht man kein eigenes Wort dafür,
dann reicht "Verschluss".
Ein Wiederverschluss muss dann für den Fall gedacht sein, dass die Packung
ohne ihn nicht mehr verschließbar ist.
Wie etwa bei Sektflaschen, die man mit dem
Originalkorken oft/meist nicht mehr
brauchbar verschlossen bekommt?
Genau an solche Hilfsmittel hatte ich gedacht.
Christina Kunze
2018-06-29 20:30:22 UTC
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Raw Message
Post by Stefan Schmitz
"Stefan Schmitz" wrote in message
Post by Stefan Schmitz
Von der Bildung her würde ich an einen Ersatz für den zerstörten
Originalverschluss denken.
Den würde ich Ersatzverschluss nennen. Wiederverschluss passt da IMHO gar
nicht.
Wenn das Original wiederverschließbar ist, braucht man kein eigenes Wort dafür,
dann reicht "Verschluss".
Ein Wiederverschluss muss dann für den Fall gedacht sein, dass die Packung
ohne ihn nicht mehr verschließbar ist.
Liegt es nicht im Wesen eines Verschlusses, dass das, was er
verschließt, nicht verschlossen werden kann, wenn er fehlt?

chr
Martin Gerdes
2018-06-30 11:40:00 UTC
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Raw Message
Post by Stefan Schmitz
Post by Jaakob Kind
Den würde ich Ersatzverschluss nennen. Wiederverschluss passt da IMHO gar
nicht.
Wenn das Original wiederverschließbar ist, braucht man kein eigenes Wort dafür,
dann reicht "Verschluss".
Das sehe ich nicht so.
Post by Stefan Schmitz
Ein Wiederverschluss muss dann für den Fall gedacht sein, dass die Packung
ohne ihn nicht mehr verschließbar ist.
Als "wiederverschließbar" werden Gebinde bezeichnet, die man wieder
verschließen kann, obwohl sehr ähnlich aussehende Gebinde ohne externen
Verschluß (im einfachsten Fall eine Klammer) nicht wiederverschließbar
sind.

Ich lese "wiederverschließbar" hauptsächlich an Tüten und
Plastikgefäßen, deren Deckel auf den ersten Blick so aussieht, daß man
das Behältnis damit nicht wieder vernünftig verschließen kann.
Heinz Lohmann
2018-06-30 03:37:32 UTC
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Post by Jaakob Kind
Post by U***@web.de
Also weiter im Text, es gibt Hebung, aber gibt es auch 'Lebung',
'Essung' oder 'Trinkung'?
http://woerterbuchnetz.de/DWB/
Heutzutage gebräuchlich sind sie aber wohl nicht. Wenn man mit einem solchen
Wort sinnvoll eine Wortlücke füllen könnte, spräche IMHO nichts dagegen.
"Wiederverschluss" ist durchaus sinnvoll gebildet, also könnte ich mit
diesem Wort gut leben, falls es noch kein besseres gibt.
Ich sehe in letzter Zeit hier in Taiwan Plastikverpackungen in
Tütenform, z.B. für Trockenobst, Mehr, Nüsse und ähnliches. Gibt es in
Japan und Europa auch.

Oben wird bei ersten Öffnen ein Streifen abgerissen oder abgeschnitten,
danach kann die geöffnete Verpackung durch eine Vorrichtung
(Wiederverschlussstreifen) wieder verschlossen werden.

Etwas genauer erklärt es diese Seite:

Wiederverschluss von Tiefziehanlagen - Verpackungskonzept spart Material

https://is.gd/Ulf8Ko
<https://www.kunststoffe.de/produkte/uebersicht/beitrag/wiederverschluss-von-tiefziehanlagen-verpackungskonzept-spart-material-3713705.html>

Wiederverschluss ist also
1. die Funktion der Verpackung
2. die Vorrichtung, die das Wiederverschließen ermöglicht
3. in der Verpackungsindustrie gang und gäbe.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
U***@web.de
2018-06-30 07:17:32 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Heinz Lohmann
Post by Jaakob Kind
"Wiederverschluss" ist durchaus sinnvoll gebildet, also könnte ich mit
diesem Wort gut leben, falls es noch kein besseres gibt.
Ich sehe in letzter Zeit hier in Taiwan Plastikverpackungen in
Tütenform, z.B. für Trockenobst, Mehr, Nüsse und ähnliches. Gibt es in
Japan und Europa auch.
Oben wird bei ersten Öffnen ein Streifen abgerissen oder abgeschnitten,
danach kann die geöffnete Verpackung durch eine Vorrichtung
(Wiederverschlussstreifen) wieder verschlossen werden.
Wiederverschluss von Tiefziehanlagen - Verpackungskonzept spart Material
https://is.gd/Ulf8Ko
<https://www.kunststoffe.de/produkte/uebersicht/beitrag/wiederverschluss-von-tiefziehanlagen-verpackungskonzept-spart-material-3713705.html>
Wiederverschluss ist also
1. die Funktion der Verpackung
2. die Vorrichtung, die das Wiederverschließen ermöglicht
3. in der Verpackungsindustrie gang und gäbe.
Tiefziehanlagen habe ich vorsichtshalber einmal
nachgeschlagen, und genau die sollen gar
nicht verschlossen werden.

Im Textkörper heißt es denn auch ohne 'von':

können Lebensmittelhersteller künftig attraktive
Beutelverpackungen mit Wiederverschluss auf gängigen
Tiefziehanlagen nach einer geringfügigen Aufrüstung realisieren.

Gruß, ULF
Stefan Schmitz
2018-06-30 17:43:18 UTC
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Raw Message
Post by Heinz Lohmann
Oben wird bei ersten Öffnen ein Streifen abgerissen oder abgeschnitten,
danach kann die geöffnete Verpackung durch eine Vorrichtung
(Wiederverschlussstreifen) wieder verschlossen werden.
Wiederverschluss von Tiefziehanlagen - Verpackungskonzept spart Material
https://is.gd/Ulf8Ko
<https://www.kunststoffe.de/produkte/uebersicht/beitrag/wiederverschluss-von-tiefziehanlagen-verpackungskonzept-spart-material-3713705.html>
Wiederverschluss ist also
1. die Funktion der Verpackung
2. die Vorrichtung, die das Wiederverschließen ermöglicht
Hast du oben noch Wiederverschlussstreifen genannt.
Das Wort ist problemlos: Ein Streifen, der wiederverschlossen werden kann (oder
zum Wiederverschließen dient).
Post by Heinz Lohmann
3. in der Verpackungsindustrie gang und gäbe.
Heinz Lohmann
2018-06-27 15:26:58 UTC
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Permalink
Raw Message
Post by Holger_H
Post by Stefan Ram
Im traditionellen Deutsch
gibt es "wiederverschließbar" und auch das seltene
"Wiederverschluß" als Handlung oder Vorgang, aber nicht
"Wiederverschluß" als Schließeinrichtung.
Deutsch ist eine flektierende Sprache. Es "gibt" alles, was man aus
bestehenden Wörtern durch Flexion, Derivation und Konkatenation bilden kann.
Konkatenation kenn ich bislang noch nicht. Der Fremdwörterduden hilft
mir auch nicht weiter.
Kann mir jemand das erklären?
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Klaus Dahlwitz
2018-06-27 15:32:23 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Heinz Lohmann
Konkatenation kenn ich bislang noch nicht. Der Fremdwörterduden hilft
mir auch nicht weiter.
Kann mir jemand das erklären?
<https://www.duden.de/rechtschreibung/Konkatenation>

Klaus
--
Ich bin ein Palindrom
Oliver Voß
2018-06-27 17:39:40 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Klaus Dahlwitz
Post by Heinz Lohmann
Konkatenation kenn ich bislang noch nicht. Der Fremdwörterduden hilft
mir auch nicht weiter.
Kann mir jemand das erklären?
<https://www.duden.de/rechtschreibung/Konkatenation>
Im Englischen gibt es das Verb "concatenate", von dem auch der
Unix-Befehl "cat" abgeleitet ist.

Gruß,

Oliver
Heinz Lohmann
2018-06-28 01:44:00 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Klaus Dahlwitz
Post by Heinz Lohmann
Konkatenation kenn ich bislang noch nicht. Der Fremdwörterduden hilft
mir auch nicht weiter.
Kann mir jemand das erklären?
<https://www.duden.de/rechtschreibung/Konkatenation>
Soweit war ich auch schon. Auch Wikipedia hat auf seiner
Begriffsklärungsseite nur eine sehr allgemeine Erläuterung zum Gebrauch
in der Linguistik, die mir nicht wirklich weiterhilft, was der OP mit
seiner allgemeinen Aussage konkret meint:
"Deutsch ist eine flektierende Sprache. Es "gibt" alles, was man aus
bestehenden Wörtern durch Flexion, Derivation und Konkatenation bilden
kann."

Duden:
"Verkettung von Zeichen oder Zeichenketten"Gebrauch: EDV, Sprachwissenschaft

Was bedeutet das bei einer *natürlichen*, "flektierenden" Sprache wie
z.B. Deutsch? Gehört Konkatenation auch zur Flexion? Sind vielleicht
Komposita gemeint?

Konkrete Beispiele konnte ich dazu bislang nicht finden.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
U***@web.de
2018-06-27 15:35:31 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Heinz Lohmann
Post by Holger_H
Deutsch ist eine flektierende Sprache. Es "gibt" alles, was man aus
bestehenden Wörtern durch Flexion, Derivation und Konkatenation bilden kann.
Konkatenation kenn ich bislang noch nicht. Der Fremdwörterduden hilft
mir auch nicht weiter.
Aber hoffentlich das hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Konkatenation

Gruß, ULF
Wolfgang
2018-06-28 14:20:35 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Holger_H
[...]
Deutsch ist eine flektierende Sprache. Es "gibt" alles, was man aus
bestehenden Wörtern durch Flexion, Derivation und Konkatenation bilden kann.
Konkatenation kenne ich bislang noch nicht. Der Fremdwörterduden
hilft mir auch nicht weiter. Kann mir jemand das erklären?
Konkatenation kommt von lateinisch «catena» 'Kette' und bedeutet
mithin Verkettung.

Die Aneinanderreihung von Wörtern nennt man aber normalerweise
«Juxtaposition». Wiki gibt dazu das Beispiel «Langeweile», siehe
https://de.wikipedia.org/wiki/Juxtaposition

Ciao,
Wolfgang
Heinz Lohmann
2018-06-29 01:40:46 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang
Post by Holger_H
[...]
Deutsch ist eine flektierende Sprache. Es "gibt" alles, was man aus
bestehenden Wörtern durch Flexion, Derivation und Konkatenation bilden kann.
Konkatenation kenne ich bislang noch nicht. Der Fremdwörterduden
hilft mir auch nicht weiter. Kann mir jemand das erklären?
Konkatenation kommt von lateinisch «catena» 'Kette' und bedeutet
mithin Verkettung. > Die Aneinanderreihung von Wörtern nennt man aber normalerweise
«Juxtaposition». Wiki gibt dazu das Beispiel «Langeweile», siehe
https://de.wikipedia.org/wiki/Juxtaposition
Würde dann nicht Kompositum besser passen? Das ist mir aus meiner Arbeit
als DaF-Lehrer geläufiger.

Das kleines linguistische Wörterbuch online verzeichnet da mehrere
Beispiele.

https://www.mediensprache.net/de/basix/lexikon/?qu=Kompositum
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Bertel Lund Hansen
2018-06-29 06:28:11 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Heinz Lohmann
Würde dann nicht Kompositum besser passen? Das ist mir aus meiner Arbeit
als DaF-Lehrer geläufiger.
"Konkatenation" ist eine Handlung. "Komposita" ist eine
Wortklasse.
--
/Bertel - aus Dänemark
Wolfgang
2018-07-09 09:40:37 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Bertel Lund Hansen
[...]
"Konkatenation" ist eine Handlung.
Richtig. Es ist aber auch das Ergebnis dieser Handlung.
Post by Bertel Lund Hansen
"Komposita" ist eine Wortklasse.
Ob die Komposita wirklich eine Klasse bilden, müsste man noch
untersuchen. Ich würde sie deshalb etwas bescheidener als Kategorie
bezeichnen.

Ciao,
Wolfgang
Wolfgang
2018-07-09 09:29:41 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Heinz Lohmann
Post by Wolfgang
[...]
Die Aneinanderreihung von Wörtern nennt man aber normalerweise
«Juxtaposition». Wiki gibt dazu das Beispiel «Langeweile», siehe
https://de.wikipedia.org/wiki/Juxtaposition
Würde dann nicht Kompositum besser passen? Das ist mir aus meiner
Arbeit als DaF-Lehrer geläufiger.
Kompositum ist der Oberbegriff. Die Juxtaposition ist eine bestimmte
Art, ein Kompositum zu bilden, nämlich durch Aneinanderreihung.

(Was bedeutet «DaF»?)
Post by Heinz Lohmann
Das kleines linguistische Wörterbuch online verzeichnet da mehrere
Beispiele.
https://www.mediensprache.net/de/basix/lexikon/?qu=Kompositum
Schade, dass die Juxtaposition fehlt.

Ciao,
Wolfgang
Detlef Meißner
2018-07-09 10:04:08 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Wolfgang
(Was bedeutet «DaF»?)
https://www.daf-lehrer.de/

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Wolfgang
2018-07-09 10:57:43 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Detlef Meißner
Post by Wolfgang
(Was bedeutet «DaF»?)
https://www.daf-lehrer.de/
Detlef
Danke,
Wolfgang
U***@web.de
2018-07-10 09:51:44 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Detlef Meißner
Post by Wolfgang
(Was bedeutet «DaF»?)
https://www.daf-lehrer.de/
Wird zunehmen durch DaZ (als Zweitsprache)
abgelöst, wobei man unglückseligerweise die Dritt-
und Mehr-als-Drittsprachenlerner
vergaß.
Christian Weisgerber
2018-07-13 20:03:59 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Post by Wolfgang
(Was bedeutet «DaF»?)
https://www.daf-lehrer.de/
Wird zunehmen durch DaZ (als Zweitsprache)
abgelöst, wobei man unglückseligerweise die Dritt-
und Mehr-als-Drittsprachenlerner
vergaß.
Dass „zweit“ nicht zählend, sondern nur als Gegensatz zu „erst“ zu
verstehen ist, stört mich nicht. Aber:
- Jemand lernt Deutsch im Ausland als _Fremdsprache_,
- zieht nach Deutschland, wo es jetzt seine _Zweitsprache_ ist,
- zieht nach ein paar Jahren wieder fort und spricht es dann wieder
als _Fremdsprache_?
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Heinz Lohmann
2018-07-11 02:20:02 UTC
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Post by Wolfgang
(Was bedeutet «DaF»?)
Deutsch als Fremdsprache.
Wikipedia:
Deutsch als Fremdsprache (DaF) bezeichnet den Status der deutschen
Sprache für alle Sprecher oder Lerner, deren Muttersprache nicht Deutsch
ist.
[...]

DaF ist zu unterscheiden von Deutsch als Zweitsprache (DaZ). Von Deutsch
als Zweitsprache spricht man, wenn die deutsche Sprache in einem
deutschsprachigen Land erworben wird und zum alltäglichen Gebrauch
notwendig ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch_als_Fremdsprache
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
U***@web.de
2018-07-11 07:41:05 UTC
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Raw Message
Post by Heinz Lohmann
Post by Wolfgang
(Was bedeutet «DaF»?)
Deutsch als Fremdsprache.
Deutsch als Fremdsprache (DaF) bezeichnet den Status der deutschen
Sprache für alle Sprecher oder Lerner, deren Muttersprache nicht Deutsch
ist.
[...]
DaF ist zu unterscheiden von Deutsch als Zweitsprache (DaZ). Von Deutsch
als Zweitsprache spricht man, wenn die deutsche Sprache in einem
deutschsprachigen Land erworben wird und zum alltäglichen Gebrauch
notwendig ist.
Zur Zweisprache hatte ich ja schon ausgeführt.

Nach Deiner Definition bekommen die,
die zum Familiennachzug vor Visaerteilung A1 nachweisen müssen,
zunächst keinen DaZ-Unterricht.

Gruß, ULF
Jakob Achterndiek
2018-06-29 11:49:09 UTC
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Post by Wolfgang
Die Aneinanderreihung von Wörtern nennt man aber normalerweise
«Juxtaposition». ^^^^^^^^^^^^^^
Wer dächte da nicht an einen gelungenen Jokus!
--
j/\a
Martin Gerdes
2018-06-30 11:40:01 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Post by Wolfgang
Die Aneinanderreihung von Wörtern nennt man aber normalerweise
«Juxtaposition». ^^^^^^^^^^^^^
Wer dächte da nicht an einen gelungenen Jokus!
Caesar cum spectavit
portum plenum esse
iuxta navigavit.
Jakob Achterndiek
2018-06-30 12:21:42 UTC
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Post by Martin Gerdes
Caesar cum spectavit
portum plenum esse
iuxta navigavit.
Re jne unyg xrva Ovaarafpuvssre - ;)
--
j/\a
Bertel Lund Hansen
2018-06-27 07:47:27 UTC
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Post by Stefan Ram
(Erklärung für Fremdsprachler: Im traditionellen Deutsch
gibt es "wiederverschließbar" und auch das seltene
"Wiederverschluß" als Handlung oder Vorgang, aber nicht
"Wiederverschluß" als Schließeinrichtung. In diesem Sinne
entstand das [experimentelle] Substantiv wohl aus dem
Adjektiv "wiederverschließbar" und als Kurzform von
"wiederverschließbarer Verschluß" [Art von Haplologie?]).
Auf Dänisch steht "genluk" (Wiederverschluss) oder "lynlås"
(Reißverschluss).

"Luk" ist eine Kurzform (Verb "lukke", Substantiv "lukning") -
eigentlich kein Substantiv, aber so wird es hier benutzt.
--
/Bertel - aus Dänemark
Christina Kunze
2018-06-27 19:31:27 UTC
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Post by Stefan Ram
Sind die Zeiten jetzt auch schon wieder vorbei?
Früher (90er? 00er?) gab es WIMRE (TK?-)Packungen
"mit Wiederverschluß", die habe ich jetzt schon eine Weile
nicht mehr gesehen (d.h., wo diese Wort auch draufstand).
(Erklärung für Fremdsprachler: Im traditionellen Deutsch
gibt es "wiederverschließbar" und auch das seltene
"Wiederverschluß" als Handlung oder Vorgang, aber nicht
"Wiederverschluß" als Schließeinrichtung. In diesem Sinne
entstand das [experimentelle] Substantiv wohl aus dem
Adjektiv "wiederverschließbar" und als Kurzform von
"wiederverschließbarer Verschluß" [Art von Haplologie?]).
Hier ist die Frage, ob da der Verschluss wieder verschlossen wird oder
nicht vielmehr die Packung mit Hilfe des Verschlusses.

chr
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