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"Mahomet der Prophet", eine Tragödie in fünf Akten. Von Voltaire und Goethe.
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2018-08-04 15:59:43 UTC
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4. August 2018
„Mahomet der Prophet“, eine Tragödie in fünf Akten.
Von Voltaire und Goethe.
[...]
„Le fanatisme ou Mahomet le Prophète“, deutsch „Mahomet der
Prophet“, ist eine Tragödie in fünf Akten des französischen
Schrftstellers und Philosophen Voltaire. Voltaires Mahomet
ist eine von den Ideen der Aufklärung geprägte, poetische
Stellungnahme gegen religiösen Fanatismus und gegen Heuchelei
und Willkür der Mächtigen. Das Stück reiht sich ein in eine
Reihe literarischer Werke, in denen Voltaire gegen Fanatismus,
religiöse Borniertheit und gegen geistige Intoleranz zu Felde
zieht. Voltaires Bild des Propheten Mohammed entspricht
Vorstellungen, die auch von anderen Vertretern der
französischen Aufklärung wie Pierre Bayle vertreten wurden.

„Mahomet“ beschreibt eine fiktive Episode aus dem Leben des
gleichnamigen Propheten: Die Geschichte der unglücklichen
Sklavin Palmire, die sich lieber selbst tötet als im Harem
des lüsternen und grausamen Tyrannen zu enden, nachdem dieser
die Menschen umgebracht hat, die ihr am nächsten standen.

Die Tragödie beruht auf einem wahren Kern. So rekrutierte
der bewaffnete Prophet, der sich sogar in seinem Werk damit
brüstet, unbewaffnete Karawanen zu überfallen (Koran, Sure 8,
Al-Anfal = Die Beute), einen Großteil seines Harems aus Beutezügen.

Nach dem Massaker an über 800 männlichen Juden in Medina, das er
selbst angeordnet und das in seiner Gegenwart verübt wurde,
verteilte er die weibliche Beute großzügig an seine Krieger.
Er selbst hielt sich an der Frau des Stammesfürsten schadlos
(Ibn Ishaq – Das Leben des Propheten). Palmire steht damit
stellvertretend für unzählige Frauen, die noch zu Lebzeiten
des Propheten Sklavinnen der Muslime wurden.

Voltaire war über den historischen Mohammed recht gut informiert
war, wie Briefe von ihm an Friedrich den Großen belegen.

Zitat Voltaire:

„Ich gebe zu, dass wir ihn hoch achten müssten, wenn er Gesetze
des Friedens hinterlassen hätte. Doch dass ein Kamelhändler in
seinem Nest Aufruhr entfacht, dass er seinen Mitbürgern Glauben
machen will, dass er sich mit dem Erzengel Gabriel unterhielte;
dass er sich damit brüstet, in den Himmel entrückt worden zu
sein und dort einen Teil jenes unverdaulichen Buches empfangen
zu haben, das bei jeder Seite den gesunden Menschenverstand
erbeben lässt, dass er, um diesem Werke Respekt zu verschaffen,
sein Vaterland mit Feuer und Eisen überzieht, dass er Väter
erwürgt, Töchter fortschleift, dass er den Geschlagenen die
freie Wahl zwischen Tod und seinem Glauben lässt: Das ist mit
Sicherheit etwas, das kein Mensch entschuldigen kann, es sei
denn, er ist als Türke [Synonym für Moslem] auf die Welt
gekommen, es sei denn, der Aberglaube hat ihm jedes natürliche
Licht erstickt.“ (Der Text stammt aus einem Briefwechsel
zwischen Voltaire und Friedrich dem Großen zwischen 1739–1748).

Die Tragödie Mahomet wurde am 10. April 1741 in Lille uraufge
führt. Es folgten nur drei weitere Aufführungen in Paris an
der Comédie Française. Trotz des großen Publikumserfolgs wurde
das Stück nach heftigen Interventionen des kirchlichen Zensors
Crébillon und der Jansenisten auf Anordnung des Generalstaats-
anwaltes Kardinal Joly de Fleury (1718–1802) vom 13. August 1742
vom Spielplan genommen.

Fleury war von den Reaktionen des Publikums aufs äußerste
beunruhigt. Er begründete die Zensur damit, dass das Stück
eine Ungeheuerlichkeit voller Schändlichkeiten, Ruchlosig-
keiten, Unglauben und Gottlosigkeit sei.

Auch Mahomets Worte gegen Ende des fünften Aufzugs verdeutlichen
dies: „Den Lohn des Aufruhrs gegen Gottgesandte, die Rache kennen,
die der Himmel schickt …“ stimmt recht genau mit der Forderung aus
der chronologisch sehr späten Sure 5, Vers 33 des Korans überein,
wo es heißt: „Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten
Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll
sein, daß sie getötet oder gekreuzigt werden oder daß ihnen
Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden …“
[...]
Im Jahre 1741 wurde Mahomet in Lille aufgeführt, danach verboten,
weil auch Kirche und König sich im Tyrannen und seiner doppelten
Moral wiedererkannten. Zehn Jahre später wurde das Verbot wieder
aufge hoben.

1802 übersetzte Goethe die Tragödie ins Deutsche und fand für
die Gefahr, die vom Islam ausgeht, deutliche Worte:
„Dem Staate bringt die Furchtsamkeit Verderben“ lässt Goethe
den weisen Sopir sagen, jenen Mann, der die einst freie Handels-
stadt Mekka vor dem Usurpator schützen wollte und der, wie viele
Gegner des Islams nach ihm, diesen Einsatz mit dem Leben bezahlte.

1745 schickte Voltaire sein Stück mit einer Widmung an Papst
Benedikt XIV., der ihm als Dank zwei Medaillen mit seinem
Porträt zukommen ließ. Dessen ungeachtet blieb Mahomet
in Frankreich bis 1751 verboten.

Heute findet dieses Werk an Schulen weder Erwähnung, noch Beachtung.

https://books.google.de/books?id=nmoHAAAAQAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false
http://gutenberg.spiegel.de/buch/mahomet-3675/1
Links:
https://www.journalistenwatch.com/2018/08/04/mahomet-prophet-tragoedie/

"Im Jahre 1741 wurde Mahomet in Lille aufgeführt, danach rotz des
großen Publikumserfolgsverboten, weil auch Kirche und König sich
im Tyrannen und seiner doppelten Moral wiedererkannten."

Es scheint als htten die EUropäer nichts aus der Geschichte gelernt.

"Heute findet dieses Werk an Schulen weder Erwähnung, noch Beachtung."

Leider gibt es im sozialistisch regierten Deutschland keinen
qualifizierten Schulunterricht mehr, und für Merkels "neue"
islamische Schülergeneration braucht es dann wohl auch
keine "Europäische Geschichte" mehr zu geben.

Was interessiert die "Neuen" Voltaire und Goethe ...
Detlef Meißner
2018-08-04 18:02:34 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wendezeit
Was interessiert die "Neuen" Voltaire und Goethe ...
Frage sie doch mal!

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
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