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OT: Intensivsprachkurse
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Stephen Hust
2017-08-30 20:56:10 UTC
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Vielleicht habt Ihr Erfahrungen mit sowas.

Die Wiener Volkshochschulen bieten Intensivsprachkurse an, die (z. B.)
an vier Tagen hintereinander stattfinden. Bei dieser Variante gibt es
insgesamt zwölf Unterrichtseinheiten, d. h., der Kurs dauert jeden Tag
drei Stunden. Angeboten werden u. a. Kurse mit oder auf "Niveau A1".
Wenn ich das Angebot richtig verstehe, soll dieses Niveau für blutige
Anfänger ohne Vorkenntnisse der Sprache geeignet sein.

Meine Frage ist, ob solche Kurse für jemand, der wirklich keine
Vorkenntnisse hat, überhaupt sinnvoll sind, besonders bei sehr "fremden"
Sprachen, wie etwa Kroatisch oder Türkisch (mir kommen sie jedenfalls
"fremder" vor als, sagen wir, Französisch oder Spanisch).

Findet man (im besten d.e.s.d-Alter) sich da überhaupt zurecht? Weiß man
am Ende eines solchen Kurses wirklich mehr von der Sprache als am Anfang?
--
Steve

My e-mail address works as is.
Christina Kunze
2017-08-30 21:05:30 UTC
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Post by Stephen Hust
Vielleicht habt Ihr Erfahrungen mit sowas.
Die Wiener Volkshochschulen bieten Intensivsprachkurse an, die (z. B.)
an vier Tagen hintereinander stattfinden. Bei dieser Variante gibt es
insgesamt zwölf Unterrichtseinheiten, d. h., der Kurs dauert jeden Tag
drei Stunden. Angeboten werden u. a. Kurse mit oder auf "Niveau A1".
Wenn ich das Angebot richtig verstehe, soll dieses Niveau für blutige
Anfänger ohne Vorkenntnisse der Sprache geeignet sein.
Meine Frage ist, ob solche Kurse für jemand, der wirklich keine
Vorkenntnisse hat, überhaupt sinnvoll sind, besonders bei sehr "fremden"
Sprachen, wie etwa Kroatisch oder Türkisch (mir kommen sie jedenfalls
"fremder" vor als, sagen wir, Französisch oder Spanisch).
Findet man (im besten d.e.s.d-Alter) sich da überhaupt zurecht? Weiß man
am Ende eines solchen Kurses wirklich mehr von der Sprache als am Anfang?
Intensivsprachkurse dieser Art kenne ich nicht.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass man in 12 Unterrichtseinheiten
A1 einer wirklich fremden Sprache erreichen kann.

Im Sprachenstudium an der Uni erreicht man A1 nach ca. 15 Wochen mit
3-mal 90 min je Woche.

Ich habe einmal einen Intensivsprachkurs in einer Sprache gemacht, von
der ich verwandte Sprachen schon kannte, wo ich also "nur noch"
Differenzen lernen musste.
Das waren 2 Wochen mit 6h/Tag, ich war sehr motiviert und hätte daneben
eigentlich nicht arbeiten müssen, d.h. ich hatte Zeit, mich auch am Rest
des Tages mit der Sache zu beschäftigen.
Nach diesen zwei Wochen hatte ich definitiv keine sichere A1 (ich prüfe
selbst nach GER und glaube deshalb, dass ich das einschätzen kann).

Ein Sprachkurs, wie Du ihn beschreibst, kann bestimmt einen Einblick
bieten und einem helfen, autodidaktisch oder in weiteren Kursen
weiterzumachen.

Bin gespannt, was die anderen meinen.

chr
René Marquardt
2017-08-30 22:10:46 UTC
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Post by Christina Kunze
Intensivsprachkurse dieser Art kenne ich nicht.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass man in 12 Unterrichtseinheiten
A1 einer wirklich fremden Sprache erreichen kann.
Ich kann mir durchaus vorstellen, daß man in 12 UE zwölf A1-Sätze
auswendig lernen kann.

http://www.europaeischer-referenzrahmen.de/sprachniveau.php

Ein echtes Lernen wird da wohl kaum stattfinden, sondern
papageienhaftes Memorisieren.
Christina Kunze
2017-08-31 04:14:00 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Christina Kunze
Intensivsprachkurse dieser Art kenne ich nicht.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass man in 12 Unterrichtseinheiten
A1 einer wirklich fremden Sprache erreichen kann.
Ich kann mir durchaus vorstellen, daß man in 12 UE zwölf A1-Sätze
auswendig lernen kann.
http://www.europaeischer-referenzrahmen.de/sprachniveau.php
Ein echtes Lernen wird da wohl kaum stattfinden, sondern
papageienhaftes Memorisieren.
Meiner Erfahrung nach gibt es beim Sprachenlernen einen Zeitfaktor.
Deshalb bin ich - allerdings nur gefühlt - überrascht über Stefans
Proportionalsetzung von aufgewandter Zeit und erlerntem Inhalt.

Ich glaube, dass man eine Sprache viel besser lernt, wenn man über
längere Zeit weniger Stunden wöchentlich hat, als wenn man dieselbe
Stundenanzahl in kürzerer Zeit absolviert.
Als ob sich neu erworbenes Wissen erstmal "setzen" müsste.

So war es auch in dem Intensivkurs: Ich konnte nachher nicht ohne
Stottern und Fehler über einfache Alltagsdinge reden, weil sich manche
Phrasen, die einem dabei helfen, noch nicht "eingeschliffen" hatten.
Aber mit dem Material, das ich in den 60h des Intensivkurses bekommen
habe, konnte ich gut weiterlernen.

chr
Bertel Lund Hansen
2017-08-31 06:18:46 UTC
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Post by Christina Kunze
Ich glaube, dass man eine Sprache viel besser lernt, wenn man über
längere Zeit weniger Stunden wöchentlich hat, als wenn man dieselbe
Stundenanzahl in kürzerer Zeit absolviert.
Als ob sich neu erworbenes Wissen erstmal "setzen" müsste.
Ich glaube, dass es so mit allen Lernen ist. Nur der Expert kann
intensive Kursen wirklich ausnützen.
--
Bertel, Dänemark
Stefan Ram
2017-08-30 21:54:26 UTC
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Post by Stephen Hust
Vielleicht habt Ihr Erfahrungen mit sowas.
Die Wiener Volkshochschulen bieten Intensivsprachkurse an, die (z. B.)
an vier Tagen hintereinander stattfinden. Bei dieser Variante gibt es
Ich biete ja solche Intensivkurse an Volkshochschule an
(beispielsweise von Montag bis Freitag von neun bis
sechszehn Uhr). Allerdings für /Programmier/sprachen.

Meiner Meinung nach ist es für Schüler einfach so: What you
give (as time), is what you get (as knowledge).

Das hängt damit zusammen, daß das Langzeitgedächtnis eine
niedrige ungefähr konstante Zuflußrate von wenigen Byte /pro
Stunde/ hat. Was man lernt, ist also in etwa dem Aufwand an
investierter Lernzeit proportional.

Wenn man nur so wenig Zeit zum Lernen hat, ist es für
praktisch Veranlagte (Touristen) entscheidend, die
/richtigen/ Inhalte zu lernen. Phrasen, die man als Tourist
voraussichtlich am häufigsten braucht, und nicht unbedingt
Details über die Sprachgeschichte.

Für mich persönlich ist es wichtig, zu wissen, wie
man »Guten Tag!«, »Danke!«, »Entschuldigung!« und
ähnliches sagt, und /was man darauf antwortet/. Außerdem
will ich etwas über meine Sprachkenntnisse sagen können,
wie: »Ich habe nur ganz wenig <Sprache> gelernt. Daher kann
ich Sie nicht verstehen!«, »Das kann ich leider nicht
auf <sprache> sagen.« und natürlich fragen können:
»Wie heißt das auf <sprache>?«.

Ein Besucher berichtet, daß die Phrase, die er am häufigsten
in Frankreich brauchte « Il faut la glisser. » war (Auflösung
folgt später). Auf so etwas kommt man aber wahrscheinlich
erst, wenn man in dem Land ist.

Es ist trivial, aber es stimmt: 12 Stunden lernen sind
besser als nichts, aber lange nicht so gut wie 120 oder 1200
Stunden lernen. Experten lernen zirka 10 Jahre oder 10000
Stunden:

http://www.purl.org/stefan_ram/html/21-tage

http://www.purl.org/stefan_ram/pub/lernen-lernen

Es gibt auch noch einige »Zitate zum Lernen« auf

http://www.purl.org/stefan_ram/pub/zitate

. Das Bob-Dylan-Zitat bringt die Dinge wirklich auf den Punkt.
Bertel Lund Hansen
2017-08-31 06:23:56 UTC
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Raw Message
Post by Stefan Ram
Für mich persönlich ist es wichtig, zu wissen, wie
man »Guten Tag!«, »Danke!«, »Entschuldigung!« und
ähnliches sagt, und /was man darauf antwortet/. Außerdem
will ich etwas über meine Sprachkenntnisse sagen können,
wie: »Ich habe nur ganz wenig <Sprache> gelernt. Daher kann
ich Sie nicht verstehen!«, »Das kann ich leider nicht
»Wie heißt das auf <sprache>?«.
Vielleicht kennt ihr schon dieses Video, aber ein Wiedersehen
geht wohl auch:

--
Bertel, Dänemark
Gunther Kriegeskotte
2017-09-02 17:33:33 UTC
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Post by Stefan Ram
Post by Stephen Hust
Vielleicht habt Ihr Erfahrungen mit sowas.
Die Wiener Volkshochschulen bieten Intensivsprachkurse an, die (z. B.)
an vier Tagen hintereinander stattfinden. Bei dieser Variante gibt es...
...
Für mich persönlich ist es wichtig, zu wissen, wie
man »Guten Tag!«, »Danke!«, »Entschuldigung!« und
ähnliches sagt, und /was man darauf antwortet/. Außerdem
will ich etwas über meine Sprachkenntnisse sagen können,
wie: »Ich habe nur ganz wenig <Sprache> gelernt. Daher kann
ich Sie nicht verstehen!«, »Das kann ich leider nicht
»Wie heißt das auf <sprache>?«.
Ein Besucher berichtet, daß die Phrase, die er am häufigsten
in Frankreich brauchte « Il faut la glisser. » war
Dann muss der aber in einer <räusper> "sehr merkwürdigen Gegend" in
Frankreich gewesen sein...
Post by Stefan Ram
(Auflösung folgt später).
Okay. Mittlerweile sind fast 3 Tage vergangen. Reicht das für deine
Definition für "folgt später"?

Ich frage, weil wir alle sehr gespannt auf die Lösung warten...
Post by Stefan Ram
Es ist trivial, aber es stimmt: 12 Stunden lernen sind
besser als nichts, aber lange nicht so gut wie 120 oder 1200
Stunden lernen.
Ähm. "Trivial"?
Wohl eher nicht, sondern eine geniale Erkenntnis, für deren Mitteilung
dir der Dank der gesamten Gruppe sicher sein dürfte...

G.K.
Detlef Meißner
2017-09-02 17:50:47 UTC
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Post by Gunther Kriegeskotte
Post by Stefan Ram
Post by Stephen Hust
Vielleicht habt Ihr Erfahrungen mit sowas.
Die Wiener Volkshochschulen bieten Intensivsprachkurse an, die (z. B.)
an vier Tagen hintereinander stattfinden. Bei dieser Variante gibt es...
Ein Besucher berichtet, daß die Phrase, die er am häufigsten
in Frankreich brauchte « Il faut la glisser. » war
Dann muss der aber in einer <räusper> "sehr merkwürdigen Gegend" in
Frankreich gewesen sein...
Oder spezielle Leute.
Post by Gunther Kriegeskotte
Post by Stefan Ram
(Auflösung folgt später).
Okay. Mittlerweile sind fast 3 Tage vergangen. Reicht das für deine
Definition für "folgt später"?
Er will es halt spannend machen - wie bei seinen Schülern-
Post by Gunther Kriegeskotte
Ich frage, weil wir alle sehr gespannt auf die Lösung warten...
Ja, wahnsinnig gespannt. Ich sitze schon schlaflos seit Tagen am PC und
versäume dadurch wichtige Ereignisse in der Welt, z.B. das gestrige
Fußballspiel der deutschen Mannschaft.

Ich würde sagen, es entspricht in etwas dem Spanischen "mañana".
Post by Gunther Kriegeskotte
Post by Stefan Ram
Es ist trivial, aber es stimmt: 12 Stunden lernen sind
besser als nichts, aber lange nicht so gut wie 120 oder 1200
Stunden lernen.
Ähm. "Trivial"?
Wohl eher nicht, sondern eine geniale Erkenntnis, für deren Mitteilung
dir der Dank der gesamten Gruppe sicher sein dürfte...
Ich habe diese Erkenntnis inzwischen auch schon an fünf Personen
weitergereicht.
Wenn die wiederum ... , gar nicht auszudenken, wie die genialen
Erkenntnisse umsichgreifen.

Detlef
Heinz Lohmann
2017-08-31 02:18:12 UTC
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Post by Stephen Hust
Vielleicht habt Ihr Erfahrungen mit sowas.
Die Wiener Volkshochschulen bieten Intensivsprachkurse an, die (z. B.)
an vier Tagen hintereinander stattfinden. Bei dieser Variante gibt es
insgesamt zwölf Unterrichtseinheiten, d. h., der Kurs dauert jeden Tag
drei Stunden. Angeboten werden u. a. Kurse mit oder auf "Niveau A1".
Wenn ich das Angebot richtig verstehe, soll dieses Niveau für blutige
Anfänger ohne Vorkenntnisse der Sprache geeignet sein.
Meine Frage ist, ob solche Kurse für jemand, der wirklich keine
Vorkenntnisse hat, überhaupt sinnvoll sind, besonders bei sehr "fremden"
Sprachen, wie etwa Kroatisch oder Türkisch (mir kommen sie jedenfalls
"fremder" vor als, sagen wir, Französisch oder Spanisch).
Findet man (im besten d.e.s.d-Alter) sich da überhaupt zurecht? Weiß man
am Ende eines solchen Kurses wirklich mehr von der Sprache als am Anfang?
Es kommt sehr darauf an, über wie viele Wochen der Kurs läuft.
Unterrichtseinheiten von 60 Minuten sind relativ lang; beim
Goethe-Institut sind es 45 Minuten pro UE. Vermutlich läuft der Kurs in
Wien auch über mehrere Wochen. Frag mal nach.

Infos vom Goethe-Institut dazu:

"Das Goethe-Zertifikat A1: Start Deutsch 1 ist eine Deutschprüfung für
Erwachsene.
Die Prüfungen des Goethe-Instituts stehen allen Interessierten zur
Verfügung und können unabhängig vom Erreichen eines Mindestalters und
unabhängig vom Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit abgelegt werden.
Für das Goethe-Zertifikat A1: Start Deutsch 1 wird ein Alter ab 16
Jahren empfohlen.
Das Goethe-Zertifikat A1: Start Deutsch 1 setzt Sprachkenntnisse
auf der ersten Kompetenzstufe (A1) des Gemeinsamen europäischen
Referenzrahmens für Sprachen (GER) voraus.
Zum Erreichen dieser Stufe benötigen Sie - abhängig von
Vorkenntnissen und Lernvoraussetzungen - 80 bis 200 Unterrichtseinheiten
à 45 Minuten."

https://www.goethe.de/de/spr/kup/prf/prf/gzsd1/inf.html

HTH!
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Stephen Hust
2017-08-31 06:48:58 UTC
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Raw Message
Post by Heinz Lohmann
Post by Stephen Hust
Die Wiener Volkshochschulen bieten Intensivsprachkurse an, die (z. B.)
an vier Tagen hintereinander stattfinden. Bei dieser Variante gibt es
insgesamt zwölf Unterrichtseinheiten, d. h., der Kurs dauert jeden Tag
drei Stunden.
Es kommt sehr darauf an, über wie viele Wochen der Kurs läuft.
Unterrichtseinheiten von 60 Minuten sind relativ lang; beim
Goethe-Institut sind es 45 Minuten pro UE. Vermutlich läuft der Kurs in
Wien auch über mehrere Wochen. Frag mal nach.
In diesem speziellen Fall dauert der ganze Kurs wirklich nur vier Tage.
Eine Unterrichtseinheit beträgt 50 Minuten.

Normale Kurse, die keine Intensivkurse sind, laufen über mehrere Wochen,
z. B. einmal pro Woche für 12 Wochen und insgesamt 18 Unterrichtseinheiten.
--
Steve

My e-mail address works as is.
U***@web.de
2017-08-31 11:17:31 UTC
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Raw Message
Moin,
Post by Stephen Hust
Post by Heinz Lohmann
Post by Stephen Hust
Die Wiener Volkshochschulen bieten Intensivsprachkurse an, die (z. B.)
an vier Tagen hintereinander stattfinden. Bei dieser Variante gibt es
insgesamt zwölf Unterrichtseinheiten, d. h., der Kurs dauert jeden Tag
drei Stunden.
Es kommt sehr darauf an, über wie viele Wochen der Kurs läuft.
Unterrichtseinheiten von 60 Minuten sind relativ lang; beim
Goethe-Institut sind es 45 Minuten pro UE. Vermutlich läuft der Kurs in
Wien auch über mehrere Wochen. Frag mal nach.
In diesem speziellen Fall dauert der ganze Kurs wirklich nur vier Tage.
Eine Unterrichtseinheit beträgt 50 Minuten.
Normale Kurse, die keine Intensivkurse sind, laufen über mehrere Wochen,
z. B. einmal pro Woche für 12 Wochen und insgesamt 18 Unterrichtseinheiten.
In Deutschland laufen Intensivkurse
als Unterart von Integrationskursen
nach IntV nicht nur länger,
sondern auch mit mehr Wochenstunden.

Theoretisch wird nach Zielgruppen
unterteilt, praktisch werden
die am besten passenden Kurse oft nicht,
nicht örtlich und zeitlich passend angeboten,
oder sie sind gerne schnell ausgebucht.

Gruß, ULF
Heinz Lohmann
2017-08-31 15:00:08 UTC
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Post by Stephen Hust
Post by Heinz Lohmann
Post by Stephen Hust
Die Wiener Volkshochschulen bieten Intensivsprachkurse an, die (z. B.)
an vier Tagen hintereinander stattfinden. Bei dieser Variante gibt es
insgesamt zwölf Unterrichtseinheiten, d. h., der Kurs dauert jeden Tag
drei Stunden.
Es kommt sehr darauf an, über wie viele Wochen der Kurs läuft.
Unterrichtseinheiten von 60 Minuten sind relativ lang; beim
Goethe-Institut sind es 45 Minuten pro UE. Vermutlich läuft der Kurs in
Wien auch über mehrere Wochen. Frag mal nach.
In diesem speziellen Fall dauert der ganze Kurs wirklich nur vier Tage.
Eine Unterrichtseinheit beträgt 50 Minuten.
Schnupperkurs passt da besser.
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Stephen Hust
2017-08-31 17:07:46 UTC
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Raw Message
Post by Heinz Lohmann
Post by Stephen Hust
In diesem speziellen Fall dauert der ganze Kurs wirklich nur vier Tage.
Eine Unterrichtseinheit beträgt 50 Minuten.
Schnupperkurs passt da besser.
Einen Schnupperkurs gibt's auch. Er findet an einem einzigen Tag statt
und dauert ca. anderthalb Stunden (1,5 Unterrichtseinheiten).
--
Steve

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Detlef Meißner
2017-08-31 17:15:35 UTC
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Raw Message
Post by Stephen Hust
Post by Heinz Lohmann
Post by Stephen Hust
In diesem speziellen Fall dauert der ganze Kurs wirklich nur vier Tage.
Eine Unterrichtseinheit beträgt 50 Minuten.
Schnupperkurs passt da besser.
Einen Schnupperkurs gibt's auch. Er findet an einem einzigen Tag statt
und dauert ca. anderthalb Stunden (1,5 Unterrichtseinheiten).
Anderthalb Stunden sind 1,5 Unterrichtseinheiten?

Detlef
Quinn C
2017-08-31 17:26:59 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Post by Stephen Hust
Post by Heinz Lohmann
Post by Stephen Hust
Die Wiener Volkshochschulen bieten Intensivsprachkurse an, die (z. B.)
an vier Tagen hintereinander stattfinden. Bei dieser Variante gibt es
insgesamt zwölf Unterrichtseinheiten, d. h., der Kurs dauert jeden Tag
drei Stunden.
Es kommt sehr darauf an, über wie viele Wochen der Kurs läuft.
Unterrichtseinheiten von 60 Minuten sind relativ lang; beim
Goethe-Institut sind es 45 Minuten pro UE. Vermutlich läuft der Kurs in
Wien auch über mehrere Wochen. Frag mal nach.
In diesem speziellen Fall dauert der ganze Kurs wirklich nur vier Tage.
Eine Unterrichtseinheit beträgt 50 Minuten.
Schnupperkurs passt da besser.
Finde ich auch. An der Uni Bochum wurden schon zu meiner Zeit
(d.h. vor mittlerweile 30 Jahren) viel beachtete Intensivkurse für
Japanisch angeboten. Über den dreitägigen Kurs sagen sie:

| Wenn Sie erkunden wollen, was für eine Sprache Japanisch ist,
| oder ob Japanisch für Sie auch die richtige Sprache ist, oder
| wie es wäre, wenn Sie z.B. im beruflichen Kontext beginnen
| würden, Japanisch gezielt zu erlernen, dann ist dieser
| dreitägige Allround-Einstiegskurs für Sie genau richtig.

Die "echten" Intensivkurse, die einen schon deutlich voranbringen
sollten, dauern dann 2 Wochen, mit 80 Unterrichtseinheiten à 45
Minuten + 20 Stunden "Eigenarbeit". Zwei davon sollen einen auf
Niveau A1 bringen.

<https://www.lsi-bochum.de/ja/sp/id/103.html>
--
ê liezen sich die man schouwen
âne gugel vor den frouwen,
nu siht mans in den gugeln gân
vor den frouwen als ein man, -- TEICHNER
U***@web.de
2017-08-31 11:20:23 UTC
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Moin,
Post by Stephen Hust
Die Wiener Volkshochschulen bieten Intensivsprachkurse an, die (z. B.)
an vier Tagen hintereinander stattfinden. Bei dieser Variante gibt es
insgesamt zwölf Unterrichtseinheiten, d. h., der Kurs dauert jeden Tag
drei Stunden. Angeboten werden u. a. Kurse mit oder auf "Niveau A1".
Wenn ich das Angebot richtig verstehe, soll dieses Niveau für blutige
Anfänger ohne Vorkenntnisse der Sprache geeignet sein.
Meine Frage ist, ob solche Kurse für jemand, der wirklich keine
Vorkenntnisse hat, überhaupt sinnvoll sind, besonders bei sehr "fremden"
Sprachen, wie etwa Kroatisch oder Türkisch (mir kommen sie jedenfalls
"fremder" vor als, sagen wir, Französisch oder Spanisch).
Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache wird in Deutschland
im Prinzip ohne spezielle Rücksichtnahme auf die
Herkunftssprachen, die der Dozent ohnehin nicht
alle kennen kann, gelehrt.

Andererseits kann es nicht schaden, wenn der Dozent
sich darüber im klaren ist, wer noch nie
Kontakt zu Fremsdprachen, zu Artikeln und/oder
zu Genera hatte.

Gruß, ULF
Christian Weisgerber
2017-08-31 20:40:30 UTC
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Post by U***@web.de
Andererseits kann es nicht schaden, wenn der Dozent
sich darüber im klaren ist, wer noch nie
Kontakt zu Fremsdprachen, zu Artikeln und/oder
zu Genera hatte.
Allerlei Dinge, die in europäischen Sprachen üblich sind, aber
global unüblich oder zumindest beachtenswert:
https://en.wikipedia.org/wiki/Standard_Average_European


PS: Mir ist bei Stephens Frage unklar geblieben, ob er Kurse mit
Deutsch als Zielsprache für Fremdsprachige oder Kurse mit fremden
Zielsprachen für Deutschsprachige meint.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Stephen Hust
2017-09-01 06:49:20 UTC
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Post by Christian Weisgerber
PS: Mir ist bei Stephens Frage unklar geblieben, ob er Kurse mit
Deutsch als Zielsprache für Fremdsprachige oder Kurse mit fremden
Zielsprachen für Deutschsprachige meint.
Kurse mit fremden Zielsprachen für Deutschsprachige (oder eigentlich für
einen Englischsprachigen, der genug Deutsch kann, um gelegentlich in
d.e.s.d zu posten).
--
Steve

My e-mail address works as is.
U***@web.de
2017-09-01 07:12:37 UTC
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Moin,
Post by Christian Weisgerber
Post by U***@web.de
Kontakt zu Fremsdprachen, zu Artikeln und/oder
zu Genera hatte.
Allerlei Dinge, die in europäischen Sprachen üblich sind, aber
https://en.wikipedia.org/wiki/Standard_Average_European
Ungarisch, Finnisch und Baskisch dürfen
da wohl nicht mitspielen.

Gruß, ULF
Bertel Lund Hansen
2017-09-01 15:37:40 UTC
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Post by U***@web.de
Ungarisch, Finnisch und Baskisch dürfen
da wohl nicht mitspielen.
Wie ist es mit Gälisch?
--
Bertel, Dänemark
H.-P. Schulz
2017-08-31 19:37:31 UTC
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Post by Stephen Hust
Vielleicht habt Ihr Erfahrungen mit sowas.
Die Wiener Volkshochschulen bieten Intensivsprachkurse an, die (z. B.)
an vier Tagen hintereinander stattfinden. Bei dieser Variante gibt es
insgesamt zwölf Unterrichtseinheiten, d. h., der Kurs dauert jeden Tag
drei Stunden. Angeboten werden u. a. Kurse mit oder auf "Niveau A1".
Wenn ich das Angebot richtig verstehe, soll dieses Niveau für blutige
Anfänger ohne Vorkenntnisse der Sprache geeignet sein.
Meine Frage ist, ob solche Kurse für jemand, der wirklich keine
Vorkenntnisse hat, überhaupt sinnvoll sind, besonders bei sehr "fremden"
Sprachen, wie etwa Kroatisch oder Türkisch (mir kommen sie jedenfalls
"fremder" vor als, sagen wir, Französisch oder Spanisch).
Welche Sprache soll es sein, konkret?
Ich sage mal (aus Erfahrung), wenn es eine Tonsprache ist (zB Mandarin
(Chinesisch)), kommt nicht viel dabei herum. (Unter den europäischen
Sprachen wäre lediglich Schwedisch "ein bisschen" Tonsprache.)
Türkisch ist eher leicht, das ginge schon ganz ordentlich.
Arabisch: Knifflig!
Also sprachabhängig!
(Die für mich schwierigste europäische Sprache - ich hatte nur
Grundbegriffe zu lernen (und inzwischen fast komplett wieder
vergessen) - ist Portugiesisch. Und natürlich diese gälischen
Sprachen: Schottisch-Gälisch und Irisch.)
U***@web.de
2017-09-01 07:10:45 UTC
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Moin,
Post by H.-P. Schulz
(Unter den europäischen
Sprachen wäre lediglich Schwedisch "ein bisschen" Tonsprache.)
Was hast Du gegen Litauisch?

Gruß, ULF
H.-P. Schulz
2017-09-01 09:35:34 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Moin,
Post by H.-P. Schulz
(Unter den europäischen
Sprachen wäre lediglich Schwedisch "ein bisschen" Tonsprache.)
Was hast Du gegen Litauisch?
Früher gab 's sowas nicht; da waren solche™ Sprachen allenfalls
special interest Hobbies. ;-))
Bertel Lund Hansen
2017-09-01 15:41:00 UTC
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Raw Message
Post by H.-P. Schulz
Ich sage mal (aus Erfahrung), wenn es eine Tonsprache ist (zB Mandarin
(Chinesisch)), kommt nicht viel dabei herum. (Unter den europäischen
Sprachen wäre lediglich Schwedisch "ein bisschen" Tonsprache.)
Ein sehr kleines bisschen. Man wird nicht dadurch missverstanden,
wenn man ganz flach spreche.

Man hat mir erzählt, dass im Chinesischem 'dasselbe' Wort mit
verschiedenen Aussprachen fünf ganz verschiedene Bedeutungen
haben kann.
--
Bertel, Dänemark
Quinn C
2017-09-01 16:25:25 UTC
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Permalink
Raw Message
Post by Bertel Lund Hansen
Post by H.-P. Schulz
Ich sage mal (aus Erfahrung), wenn es eine Tonsprache ist (zB Mandarin
(Chinesisch)), kommt nicht viel dabei herum. (Unter den europäischen
Sprachen wäre lediglich Schwedisch "ein bisschen" Tonsprache.)
Ein sehr kleines bisschen. Man wird nicht dadurch missverstanden,
wenn man ganz flach spreche.
Man hat mir erzählt, dass im Chinesischem 'dasselbe' Wort mit
verschiedenen Aussprachen fünf ganz verschiedene Bedeutungen
haben kann.
Japaner können normalerweise spontan nicht zwischen "Wurst" und
"Brust" unterscheiden. Für die ist das dann wohl "dasselbe Wort in
verschiedenen Aussprachen".

Beide genannten deutschen Wörter würden in japanischer
Transkription als "burusuto" herauskommen. Neuerdings kann man "w"
zwar schreiben, ausgesprochen wird es von den meisten trotzdem als
b.
--
das beten vermöge niemant dann die grawen gugler EBERLIN V.
GÜNZBURG
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
René Marquardt
2017-09-01 17:30:03 UTC
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Raw Message
Post by Quinn C
Japaner können normalerweise spontan nicht zwischen "Wurst" und
"Brust" unterscheiden. Für die ist das dann wohl "dasselbe Wort in
verschiedenen Aussprachen".
Vielleicht ist es denen auch nur brust.
Da fällt mir ein, aus dem Lande Nihon wurde mir genau das berichtet,
was ich in meinem ersten Beitrag in diesem Thread geschrieben habe:
Es werden Phrasen und Sätze auswendig gelernt, ohne diese tatsächlich
verstehen zu können.
Jakob Achterndiek
2017-09-01 17:50:03 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Quinn C
Japaner können normalerweise spontan nicht zwischen "Wurst" und
"Brust" unterscheiden. Für die ist das dann wohl "dasselbe Wort in
verschiedenen Aussprachen".
Beide genannten deutschen Wörter würden in japanischer
Transkription als "burusuto" herauskommen. Neuerdings kann man "w"
zwar schreiben, ausgesprochen wird es von den meisten trotzdem als
b.
Eine entfernt vergleichbare Schwierigkeit gibt es im Spanischen mit
einem bilabialen W-Laut in Wörtern, die ein b~ oder ein v~ am Anfang
haben. In unseren Kreisen wurde dann nachgefragt: "¿W wie burro - oder
w wie vaca?" (wie Esel oer Kuh))
--
j/\a
Bertel Lund Hansen
2017-09-02 07:32:54 UTC
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Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
Eine entfernt vergleichbare Schwierigkeit gibt es im Spanischen
mit einem bilabialen W-Laut in Wörtern, die ein b~ oder ein v~
"¿W wie burro - oder w wie vaca?" (wie Esel oer Kuh))
Die meisten Spanischsprechende unterscheiden gar nicht zwischen V
und B in der Aussprache. Meine zweite Spanischlererin machte ab
und zu Schreibfehler in spanischen Wörtern, indem sie V und B
verwechselte. Man sieht auch sowohl "Habana" als auch "Havana".

Ich glaube, dass die Spanischsprechende vorher die zwei
Buchstaben verschieden aussprachen, aber das tun sie heute nicht.
--
Bertel, Dänemark
U***@web.de
2017-09-02 11:02:58 UTC
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Raw Message
Moin,
Post by Jakob Achterndiek
Eine entfernt vergleichbare Schwierigkeit gibt es im Spanischen mit
einem bilabialen W-Laut in Wörtern, die ein b~ oder ein v~ am Anfang
haben. In unseren Kreisen wurde dann nachgefragt: "¿W wie burro - oder
w wie vaca?" (wie Esel oer Kuh))
Manchmal bekommt man auch 'b de [B/V]alencia'
angesagt...

Gruß, ULF
René Marquardt
2017-09-01 17:27:55 UTC
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Raw Message
Post by Bertel Lund Hansen
Man hat mir erzählt, dass im Chinesischem 'dasselbe' Wort mit
verschiedenen Aussprachen fünf ganz verschiedene Bedeutungen
haben kann.
Wieso, ist doch auch in anderen Sprachen so: Öl und Aal haben
ganz verschiedene Bedeutungen.
Michael Pachta
2017-09-01 20:14:48 UTC
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Raw Message
Post by René Marquardt
Post by Bertel Lund Hansen
Man hat mir erzählt, dass im Chinesischem 'dasselbe' Wort mit
verschiedenen Aussprachen fünf ganz verschiedene Bedeutungen
haben kann.
Wieso, ist doch auch in anderen Sprachen so: Öl und Aal haben
ganz verschiedene Bedeutungen.
Ein wenig naheliegender als Beispiel sind "Weg" und "weg".
René Marquardt
2017-09-01 23:28:02 UTC
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Post by Michael Pachta
Post by René Marquardt
Post by Bertel Lund Hansen
Man hat mir erzählt, dass im Chinesischem 'dasselbe' Wort mit
verschiedenen Aussprachen fünf ganz verschiedene Bedeutungen
haben kann.
Wieso, ist doch auch in anderen Sprachen so: Öl und Aal haben
ganz verschiedene Bedeutungen.
Ein wenig naheliegender als Beispiel sind "Weg" und "weg".
Oder Regen und regen. Ich hab Öl genommen, weils in Berti's Sprache "Bier" heißt. ;)
U***@web.de
2017-09-02 11:06:15 UTC
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Moin,
Post by René Marquardt
Oder Regen und regen. Ich hab Öl genommen, weils in Berti's Sprache "Bier" heißt. ;)
Deinen Apostrophen mögest Du bitte linksverlagern.

Gruß, ULF
Matthias Opatz
2017-09-02 11:20:07 UTC
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Post by U***@web.de
Post by René Marquardt
Oder Regen und regen. Ich hab Öl genommen, weils in Berti's Sprache "Bier" heißt. ;)
Deinen Apostrophen mögest Du bitte linksverlagern.
Ich würde das auch bevorzugen, aber für "Berti's" hat er den Segen der
Reformer (nach der Logik, daß es in Bertis' Sprache "beer" hieße*).

*) https://www.instantcheckmate.com/people/martin-bertis/

Matthias
Thomas Schade
2017-09-02 17:18:40 UTC
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Post by U***@web.de
Post by René Marquardt
Oder Regen und regen. Ich hab Öl genommen, weils in Berti's Sprache "Bier" heißt. ;)
Deinen Apostrophen mögest Du bitte linksverlagern.
Welches Links?


Ciao
Toscha
--
Der neue Faschismus wird nicht sagen, er sei der neuer Faschismus.
Er wird sagen: "Ich bin ja kein Nazi, aber ..."
René Marquardt
2017-09-02 18:45:01 UTC
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Post by Thomas Schade
Post by U***@web.de
Post by René Marquardt
Oder Regen und regen. Ich hab Öl genommen, weils in Berti's Sprache "Bier" heißt. ;)
Deinen Apostrophen mögest Du bitte linksverlagern.
Welches Links?
Vom Leser aus gesehen, nicht wie in der Heraldik vom Träger aus.
Viz., er möchte "weil's" und "Bertis" lesen.
Roland Franzius
2017-09-02 05:30:00 UTC
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Post by Michael Pachta
Ein wenig naheliegender als Beispiel sind "Weg" und "weg".
Was nu, Einwenig naheliegend oder Ein wenignaheliegend?
--
Roland Franzius
Gunhild Simon
2017-09-02 07:25:46 UTC
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Post by Roland Franzius
Post by Michael Pachta
Ein wenig naheliegender als Beispiel sind "Weg" und "weg".
Was nu, Einwenig naheliegend oder Ein wenignaheliegend?
Sollte man naheliegend zusammenschreiben, weil
es so als verschmolzen, also abstahierend
von einem nahe gelegenen XY, daherkommt.

Kann man so im Komparativ unterscheiden?
der naheliegendere Gedanke
der näher liegende Ort

Gruß
Gunhild
Jakob Achterndiek
2017-09-02 18:48:44 UTC
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Post by Gunhild Simon
[..]
Kann man so im Komparativ unterscheiden?
der naheliegendere Gedanke
der näher liegende Ort
Auch bei vorliegenden Gedanken halte ich den einen oder anderen
nicht für wie auch immer liegender, sondern für näher liegend.
--
j/\a
Jakob Achterndiek
2017-09-02 18:45:08 UTC
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Raw Message
Post by Gunhild Simon
[..]
Kann man so im Komparativ unterscheiden?
der naheliegendere Gedanke
der näher liegende Ort
Auch bei vorliegenden Gedanken halte ich den einen oder anderen
nicht für wie auch immer liegender, sondern für näher liegend.
--
j/\a
Jakob Achterndiek
2017-09-02 18:53:22 UTC
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Raw Message
Post by Gunhild Simon
[..]
Kann man so im Komparativ unterscheiden?
der naheliegendere Gedanke
der näher liegende Ort
Auch bei vorliegenden Gedanken halte ich den einen oder anderen
nicht für liegender als den anderen, sondern für näher liegend.
--
j/\a
Gunhild Simon
2017-09-03 06:38:05 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Post by Gunhild Simon
[..]
Kann man so im Komparativ unterscheiden?
der naheliegendere Gedanke
der näher liegende Ort
Auch bei vorliegenden Gedanken halte ich den einen oder anderen
nicht für liegender als den anderen, sondern für näher liegend.
Ich stimme dir - dadurch restlos überzeugt -zu.
Aber warum habe schon so oft und aus berufener
Feder diese Art von Komparation gesehen?

Kann und soll man konkrete und übertragene
Attribute oder Beschreibungen sprachlch
unterscheidbar machen?
- der naher gelegene/ nächstgelegene Ort
- der näher liegende / nächstliegende Gedanke

Gruß
Gunhild
Jakob Achterndiek
2017-09-03 09:58:27 UTC
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Post by Gunhild Simon
[..]
Kann und soll man konkrete und übertragene
Attribute oder Beschreibungen sprachlich
unterscheidbar machen?
- der naher gelegene/ nächstgelegene Ort
- der näher liegende / nächstliegende Gedanke
Ja. Das halte auch ich für stilistisch befriedigender.
--
j/\a
Stefan Schmitz
2017-09-03 15:18:55 UTC
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Post by Gunhild Simon
Post by Jakob Achterndiek
Post by Gunhild Simon
[..]
Kann man so im Komparativ unterscheiden?
der naheliegendere Gedanke
der näher liegende Ort
Auch bei vorliegenden Gedanken halte ich den einen oder anderen
nicht für liegender als den anderen, sondern für näher liegend.
Ich stimme dir - dadurch restlos überzeugt -zu.
Aber warum habe schon so oft und aus berufener
Feder diese Art von Komparation gesehen?
Kann und soll man konkrete und übertragene
Attribute oder Beschreibungen sprachlch
unterscheidbar machen?
- der naher gelegene/ nächstgelegene Ort
- der näher liegende / nächstliegende Gedanke
Einen "näher gelegenen" Ort oder einen "näher liegenden" Gedanken gibt es
nicht. Die können höchstens näher als ein anderer liegen.

Wenn "nahegelegen" oder "naheliegend" Adjektiv sind, kann man sie nicht durch
Getrenntschreibung steigern. Als Komparativ bleiben also nur
"nahegelegener" und "naheliegender".
Stefan Ram
2017-09-03 15:33:52 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Einen "näher gelegenen" Ort oder einen "näher liegenden" Gedanken gibt es
nicht. Die können höchstens näher als ein anderer liegen.
»Später wurde der Leutnant in ein dem Städtchen
näher gelegenes Dorf versetzt«

"Bozena" - Marie von Ebner-Eschenbach
Stefan Ram
2017-09-03 15:46:32 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Einen "näher gelegenen" Ort oder einen "näher liegenden" Gedanken gibt es
nicht. Die können höchstens näher als ein anderer liegen.
»Der Vater war im Begriff, mit zitternder Hand die
Adresse auf einen Brief zu schreiben; sie lautete an
seine Tochter Erika, deren Mann vor kurzem als
Bauinspektor in eine näher gelegene Stadt versetzt
worden war.«

"Stufenjahre eines Glücklichen" - Louise von François (1877)
Stefan Ram
2017-09-03 17:19:48 UTC
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Post by Stefan Ram
Post by Stefan Schmitz
Einen "näher gelegenen" Ort oder einen "näher liegenden" Gedanken gibt es
nicht. Die können höchstens näher als ein anderer liegen.
»Der Vater war im Begriff, mit zitternder Hand die
Adresse auf einen Brief zu schreiben; sie lautete an
seine Tochter Erika, deren Mann vor kurzem als
Bauinspektor in eine näher gelegene Stadt versetzt
worden war.«
Stufenjahre eines Glücklichen" - Louise von François (1877)
»Neben dem Gebrauch in Vergleichen kann die Komparativform
des Adjektivs in nicht vergleichenden Sätzen verwendet werden.

Diese Art der Verwendung wird "absoluter Komparativ" genannt -
im Gegensatz zum relativen Komparativ.

"Meine Nachbarin ist eine ältere Dame."«

Zitat
U***@web.de
2017-09-03 16:54:51 UTC
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Moin,
Post by Stefan Schmitz
Post by Gunhild Simon
Post by Jakob Achterndiek
Post by Gunhild Simon
[..]
Kann man so im Komparativ unterscheiden?
der naheliegendere Gedanke
der näher liegende Ort
Auch bei vorliegenden Gedanken halte ich den einen oder anderen
nicht für liegender als den anderen, sondern für näher liegend.
Ich stimme dir - dadurch restlos überzeugt -zu.
Aber warum habe schon so oft und aus berufener
Feder diese Art von Komparation gesehen?
Kann und soll man konkrete und übertragene
Attribute oder Beschreibungen sprachlch
unterscheidbar machen?
- der naher gelegene/ nächstgelegene Ort
- der näher liegende / nächstliegende Gedanke
Einen "näher gelegenen" Ort oder einen "näher liegenden" Gedanken gibt es
nicht. Die können höchstens näher als ein anderer liegen.
Der aber mag irgendwo in einem anderen Satz stehen.
Post by Stefan Schmitz
Wenn "nahegelegen" oder "naheliegend" Adjektiv sind, kann man sie nicht durch
Getrenntschreibung steigern. Als Komparativ bleiben also nur
"nahegelegener" und "naheliegender".
Was streiche ich mir jetzt*) aufs Frühstücksbrötchen?
Ich könnte die bereitliegenden Quitten kochen
und pürieren. Allerdings ist der angebrochene
Bienenhonig auf der Anrichte dann doch der

a) naheliegendere oder eben
b) näherliegende

Gedanke.

*) Schon etwas spät am Tag, aber wißt Ihr,
ob und was ich gefrühstückt habe?

Gruß, ULF
Manfred Hoß
2017-09-03 17:49:36 UTC
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Post by Gunhild Simon
Post by Jakob Achterndiek
Post by Gunhild Simon
[..]
Kann man so im Komparativ unterscheiden?
der naheliegendere Gedanke
der näher liegende Ort
Auch bei vorliegenden Gedanken halte ich den einen oder anderen
nicht für liegender als den anderen, sondern für näher liegend.
Ich stimme dir - dadurch restlos überzeugt -zu.
Aber warum habe schon so oft und aus berufener
Feder diese Art von Komparation gesehen?
Kann und soll man konkrete und übertragene
Attribute oder Beschreibungen sprachlch
unterscheidbar machen?
- der naher gelegene/ nächstgelegene Ort
- der näher liegende / nächstliegende Gedanke
Brockhaus-Wahrig meint dazu:

naheliegend
na|he|lie|gend auch: na|he lie|gend <Adj.>
I. <Zusammen- u. Getrenntschreibung> sich in ganz unmittelbarer Nähe
befindend : ein naheliegender / nahe liegender Kiosk, Badesee
II. <nur Zusammenschreibung> einleuchtend, leicht einzusehen, zu vermuten,
offensichtlich : ein naheliegender Gedanke, Schluss; aus naheliegenden
Gründen

In den durch den Rechtschreibrat herausgegebenen Rechtschreibregeln heißt
es:

§ 34
Partikeln, Adjektive, Substantive oder Verben können als Verbzusatz mit
Verben trennbare Zusammensetzungen bilden. Man schreibt sie nur in den
Infinitiven, den Partizipien sowie im Nebensatz bei Endstellung des Verbs
zusammen.
[...]
36
(2) Zusammensetzungen mit einem adjektivischen ersten Bestandteil. Dabei
sind folgende Fälle zu unterscheiden:
(2.1) Es kann zusammen- wie auch getrennt geschrieben werden, wenn ein
einfaches Adjektiv eine Eigenschaft als Resultat des Verbalvorgangs
bezeichnet (sog. resultative Prädikative), zum Beispiel:
blank putzen / blankputzen, glatt hobeln / glatthobeln, klein schneiden /
kleinschneiden; kalt stellen / kaltstellen, kaputt machen / kaputtmachen,
leer essen / leeressen
(2.2) Es wird zusammengeschrieben, wenn der adjektivische Bestandteil
zusammen mit dem verbalen Bestandteil eine neue, idiomatisierte
Gesamtbedeutung bildet, die nicht auf der Basis der Bedeutungen der
einzelnen Teile bestimmt werden kann, zum Beispiel:
krankschreiben, freisprechen, (sich) kranklachen; festnageln (=festlegen),
heimlichtun (=geheimnisvoll tun), kaltstellen (=[politisch] ausschalten),
kürzertreten (=sich einschränken), richtigstellen (=berichtigen),
schwerfallen (=Mühe verursachen), heiligsprechen
E5: Lässt sich in einzelnen Fällen keine klare Entscheidung darüber
treffen, ob eine idiomatisierte Gesamtbedeutung vorliegt, so bleibt es dem
Schreibenden überlassen, getrennt oder zusammenzuschreiben.
(2.3) In den anderen Fällen wird getrennt geschrieben. Dazu zählen
insbesondere Verbindungen mit morphologisch komplexen oder erweiterten
Adjektiven, zum Beispiel:
bewusstlos schlagen, ultramarinblau streichen, ganz nahe kommen, dingfest
machen, schachmatt setzen

Gruß
Manfred.
Manfred Hoß
2017-09-04 16:05:22 UTC
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Post by Michael Pachta
Post by Gunhild Simon
Post by Jakob Achterndiek
Post by Gunhild Simon
[..]
Kann man so im Komparativ unterscheiden?
der naheliegendere Gedanke
der näher liegende Ort
Auch bei vorliegenden Gedanken halte ich den einen oder anderen
nicht für liegender als den anderen, sondern für näher liegend.
Ich stimme dir - dadurch restlos überzeugt -zu.
Aber warum habe schon so oft und aus berufener
Feder diese Art von Komparation gesehen?
Kann und soll man konkrete und übertragene
Attribute oder Beschreibungen sprachlch
unterscheidbar machen?
- der naher gelegene/ nächstgelegene Ort
- der näher liegende / nächstliegende Gedanke
naheliegend
na|he|lie|gend auch: na|he lie|gend <Adj.>
I. <Zusammen- u. Getrenntschreibung> sich in ganz unmittelbarer Nähe
befindend : ein naheliegender / nahe liegender Kiosk, Badesee
II. <nur Zusammenschreibung> einleuchtend, leicht einzusehen, zu vermuten,
offensichtlich : ein naheliegender Gedanke, Schluss; aus naheliegenden
Gründen
[...]

Hallo Sergio,

da auch andere unter Umständen sich für die Antwort auf deine per PM bei
mir eingegangene Frage nach dem Komparativ interessieren, hier mal das, was
ich gefunden habe:

Im "Wörterbuch der Sprachschwierigkeiten", 1984 durch das VEB
Bibliographisches Institut Leipzig herausgegeben, heißt es:

"*naheliegend, nahestehend* (Adj.) *1. (zur Steigerung)* Die Steigerung
wird nur am ersten Glied der Zusammensetzung kenntlich gemacht:
/näherliegend, nächstliegen, -stehend/"

Das halte ich für falsch. Ich selbst steigere üblicherweise "naheliegend,
naheliegender, am naheliegendsten". Ein Blick in den Wortschatz der Uni
Leipzig (http://wortschatz.uni-leipzig.de/de) bestärkt mich darin.
Nächstliegend/nächstliegende/nächstliegenden wird 62 Mal gefunden,
naheliegendst/naheliegendste/naheliegendsten 79 Mal.

Gruß
Manfred.
Stephen Hust
2017-09-04 16:49:21 UTC
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Post by Manfred Hoß
[...]
Hallo Sergio,
da auch andere unter Umständen sich für die Antwort auf deine per PM bei
mir eingegangene Frage nach dem Komparativ interessieren, hier mal das, was
Im "Wörterbuch der Sprachschwierigkeiten", 1984 durch das VEB
"*naheliegend, nahestehend* (Adj.) *1. (zur Steigerung)* Die Steigerung
/näherliegend, nächstliegen, -stehend/"
Das halte ich für falsch. Ich selbst steigere üblicherweise "naheliegend,
naheliegender, am naheliegendsten". Ein Blick in den Wortschatz der Uni
Leipzig (http://wortschatz.uni-leipzig.de/de) bestärkt mich darin.
Nächstliegend/nächstliegende/nächstliegenden wird 62 Mal gefunden,
naheliegendst/naheliegendste/naheliegendsten 79 Mal.
Duden, Richtiges und gutes Deutsch, 7. Auflage, 2011:

| *nahe liegend/naheliegend:* "2. Steigerung:" Die Vergleichsformen
| lauten _näher liegend_ / _näherliegend_, _am nächsten liegend_ /
| _nächstliegend_; auch: _naheliegender_, _naheliegendste_ (nicht:
| _nächstliegendst_).
--
Steve

My e-mail address works as is.
Jakob Achterndiek
2017-09-04 18:17:58 UTC
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Post by Stephen Hust
| *nahe liegend/naheliegend:* "2. Steigerung:" Die Vergleichsformen
| lauten _näher liegend_ / _näherliegend_, _am nächsten liegend_ /
| _nächstliegendst_).
Soviel zum "auch" des Duden: <https://tinyurl.com/yaskabck>
--
j/\a
--
https://books.google.com/ngrams/graph?content=N%C3%A4chstliegend%2Bn%C3%A4chstliegende%2Bn%C3%A4chstliegenden%2C+naheliegendst%2Bnaheliegendste%2Bnaheliegendsten&case_insensitive=on&year_start=1800&year_end=2000&corpus=20&smoothing=3&share=&direct_url=t1%3B%2C%28N%C3%A4chstliegend%20%2B%20n%C3%A4chstliegende%20%2B%20n%C3%A4chstliegenden%29%3B%2Cc0%3B.t1%3B%2C%28naheliegendst%20%2B%20naheliegendste%20%2B%20naheliegendsten%29%3B%2Cc0
Gunhild Simon
2017-09-02 07:28:21 UTC
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Am Freitag, 1. September 2017 22:14:49 UTC+2 schrieb Michael Pachta:

...
... "Weg" und "weg".
Haben beide eigentlich denselben Ursprung:
Enfernung?

Gruß
Gunhild
Bertel Lund Hansen
2017-09-02 07:53:03 UTC
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Post by Gunhild Simon
... "Weg" und "weg".
Enfernung?
Das glaube ich. Im Dänischen sind die zwei Wörter heute recht
verschieden: "væk" und "vej", aber ODS weist bei "væk" zu "vej.

Hier ist ein Zitat mit vielem Dänisch, aber ich habe alle
relevante Wörter in Anführungszeichen gesetzt (ty. bedeutet
Deutsch):

"væk", adv. [væg] (ænyd. d. s. (i talem. "vek" og borte det er
eet. Bording.​I.292. jf. Moth.​B325); ligesom no. "vekk" fra ty.
"weg", mht. "wec", mnt. "wech", forkortet af mht. "enwec", mnt.
"enwech", af en-, afsvækket form af præp. in, i, og "wec(h)",
"vej" (se "Vej"); lign. forb. (m. tilsvarende anv.) er oldn.
"á veg", oeng. "onweg" (eng. "away");

Das englische "way/away" deutet auch in dieser Richtung.
--
Bertel, Dänemark
Gunhild Simon
2017-09-02 08:02:16 UTC
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Raw Message
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Gunhild Simon
... "Weg" und "weg".
Enfernung?
Das glaube ich. Im Dänischen sind die zwei Wörter heute recht
verschieden: "væk" und "vej", aber ODS weist bei "væk" zu "vej.
Hier ist ein Zitat mit vielem Dänisch, aber ich habe alle
relevante Wörter in Anführungszeichen gesetzt (ty. bedeutet
"væk", adv. [væg] (ænyd. d. s. (i talem. "vek" og borte det er
eet. Bording.​I.292. jf. Moth.​B325); ligesom no. "vekk" fra ty.
"weg", mht. "wec", mnt. "wech", forkortet af mht. "enwec", mnt.
"enwech", af en-, afsvækket form af præp. in, i, og "wec(h)",
"vej" (se "Vej"); lign. forb. (m. tilsvarende anv.) er oldn.
"á veg", oeng. "onweg" (eng. "away");
Das englische "way/away" deutet auch in dieser Richtung.
Ja, das ist überzeugend.
Danke.

Guß
Gunhild
Roland Franzius
2017-09-02 08:09:16 UTC
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Post by Gunhild Simon
...
... "Weg" und "weg".
Enfernung?
Von wegen, wäre verwegen.

Schon seit fast immer unterscheidet man die Vorsilbe weg-, kurz, hartes
g, vom Weg, lang, in Niedersachsen oft Weech gesprochen.

Der Weg hat nichts mit Entfernung, eher mit erleichterter, stetiger
Bewegung zu tun. Bezeichnet neben ausgetretenen Verkehrswegen ja auch
Methode, Art und Weise, s.o.

Die niedersächsische Buuersfrau benutzte für "zusammenhängend dauernd"
gern die Formel: In eins weg.
--
Roland Franzius
x***@gmail.com
2017-09-03 10:07:17 UTC
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Raw Message
Post by Roland Franzius
Der Weg hat nichts mit Entfernung, eher mit erleichterter, stetiger
Bewegung zu tun. Bezeichnet neben ausgetretenen Verkehrswegen ja auch
Methode, Art und Weise, s.o.
Die niedersächsische Buuersfrau benutzte für "zusammenhängend dauernd"
gern die Formel: In eins weg.
Kenne auch "egal wech" - FR
U***@web.de
2017-09-02 11:04:55 UTC
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Moin,
Post by Michael Pachta
Post by René Marquardt
Post by Bertel Lund Hansen
Man hat mir erzählt, dass im Chinesischem 'dasselbe' Wort mit
verschiedenen Aussprachen fünf ganz verschiedene Bedeutungen
haben kann.
Wieso, ist doch auch in anderen Sprachen so: Öl und Aal haben
ganz verschiedene Bedeutungen.
Ein wenig naheliegender als Beispiel sind "Weg" und "weg".
Wenn man die Herleitbarkeit aus dem Wort- und
Schriftbild ausschalten will:

'wegweisend'.

Gruß, ULF
Bertel Lund Hansen
2017-09-02 07:34:05 UTC
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Raw Message
Post by René Marquardt
Post by Bertel Lund Hansen
Man hat mir erzählt, dass im Chinesischem 'dasselbe' Wort mit
verschiedenen Aussprachen fünf ganz verschiedene Bedeutungen
haben kann.
Wieso, ist doch auch in anderen Sprachen so: Öl und Aal haben
ganz verschiedene Bedeutungen.
Derr Unterschied im Chinesischen hat mit tonen zu tun, nicht mit
die Lauten an sich.
--
Bertel, Dänemark
René Marquardt
2017-09-02 12:36:21 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Bertel Lund Hansen
Post by René Marquardt
Post by Bertel Lund Hansen
Man hat mir erzählt, dass im Chinesischem 'dasselbe' Wort mit
verschiedenen Aussprachen fünf ganz verschiedene Bedeutungen
haben kann.
Wieso, ist doch auch in anderen Sprachen so: Öl und Aal haben
ganz verschiedene Bedeutungen.
Derr Unterschied im Chinesischen hat mit tonen zu tun, nicht mit
die Lauten an sich.
Dauerhaft habe ich mir leider nur zwei Wörter auf Mandarin merken können:
niau und miau, hallo, und Katze.
Heinz Lohmann
2017-09-02 12:49:45 UTC
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Raw Message
Post by René Marquardt
Post by Bertel Lund Hansen
Post by René Marquardt
Post by Bertel Lund Hansen
Man hat mir erzählt, dass im Chinesischem 'dasselbe' Wort mit
verschiedenen Aussprachen fünf ganz verschiedene Bedeutungen
haben kann.
Wieso, ist doch auch in anderen Sprachen so: Öl und Aal haben
ganz verschiedene Bedeutungen.
Derr Unterschied im Chinesischen hat mit tonen zu tun, nicht mit
die Lauten an sich.
niau und miau, hallo, und Katze.
Es ist kein Wunder, wenn den Chinesen selbst die chinesische Sprache so
schwer wird, daß die feinsten Köpfe sie vor ihrem Ende gar nicht einmal
ganz verstehen lernen können. Ich habe es nie weit in dieser Sprache
gebracht, alles was ich weiß sind außer den Namen einiger Hauptstädte
zwei Substantiva; das eine ist mir seit einigen Jahren wieder sehr
ungewiß geworden ... Das andere aber weiß ich jetzo noch so gewiß, daß
ich es gegen alle Pekingsche Journalisten behaupten wollte, daß ich [es]
gewiß weiß ... Dieses chinesische Wort, das ich aus der deutschen
Übersetzung eines schwedischen Buchs gelernt habe, heißt Tchu und hat
just so viel Bedeutungen als Buchstaben. Es heißt ein Hausherr, ein
Schwein, eine Küche und ein Pfeiler.
(Lichtenberg Sudelbuch B I 122)
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Bertel Lund Hansen
2017-09-03 14:26:31 UTC
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Raw Message
Post by René Marquardt
niau und miau, hallo, und Katze.
Es fehlt ein H in "nihau". Ich habe die Aussprche von zwei
Chinesen gelernt.
--
Bertel, Dänemark
René Marquardt
2017-09-03 17:49:51 UTC
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Raw Message
Post by Bertel Lund Hansen
Post by René Marquardt
niau und miau, hallo, und Katze.
Es fehlt ein H in "nihau". Ich habe die Aussprche von zwei
Chinesen gelernt.
nIEhao kommt der Aussprache nächstgelegen. Und Katze ist "mao" wie in
Mao Zedong.
Stefan Schmitz
2017-09-02 16:22:05 UTC
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Raw Message
Post by Bertel Lund Hansen
Post by René Marquardt
Post by Bertel Lund Hansen
Man hat mir erzählt, dass im Chinesischem 'dasselbe' Wort mit
verschiedenen Aussprachen fünf ganz verschiedene Bedeutungen
haben kann.
Wieso, ist doch auch in anderen Sprachen so: Öl und Aal haben
ganz verschiedene Bedeutungen.
Derr Unterschied im Chinesischen hat mit tonen zu tun, nicht mit
die Lauten an sich.
Ich kann mir vorstellen, dass die Laute den Chinesen ähnliche Probleme bereiten
wie Europäern die Töne.
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