Discussion:
Ausgerechnet Lindner gegen Sprachgrobheiten
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U***@web.de
2018-07-29 17:14:30 UTC
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Raw Message
Moin,

letztens:

"Man kann beim Bäcker in der Schlange nicht
unterscheiden, wenn einer mit gebrochenen Deutsch
ein Brötchen bestellt, ob das der hochqualifizierte
Entwickler Künstlicher Intelligenz aus Indien ist
oder eigentlich ein sich bei uns illegal aufhaltender,
höchstens geduldeter Ausländer.

Damit die Gesellschaft befriedet ist, müssen die anderen,
die in der Reihe stehen, damit sie nicht diesen einen
schief anschauen, und Angst vor ihm haben, sich alle
sicher sein, dass jeder, der sich bei uns aufhält,
sich auch legal bei uns aufhält. Die Menschen müssen
sich sicher sein, auch wenn jemand anders aussieht
und nur gebrochen Deutsch spricht, dass es keine
Zweifel an seiner Rechtschaffenheit gibt."

https://mailings.fdp.de/node/123621

Dem Mann sollte klar sein, daß, wer nach 20
Jahren Familieneinheit mit Deutschen vor Gericht
um die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis
kämpfen muß, froh sein darf, wenn er zunächst eine
Verfahrensduldung bekommt. Und da hat/schürt der
Lindner Angst, wenn so jemand Backwaren kaufen will?

Und nun kritisiert Lindner die von ihm
selbst betriebene Sprachverrohung.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-07/christian-lindner-sprache-politische-debatten-kritik

"FDP-Chef Lindner sagte der BamS weiter, dass völkisches
und autoritäres Denken salonfähig werde."

Durch keinen geringeren als unter anderem Lindner selbst.

Wer das in eine politische Diskussionsgruppe umleiten will,
von mir aus.

Gruß, ULF
Ralf Joerres
2018-07-30 08:12:25 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Moin,
"Man kann beim Bäcker in der Schlange nicht
unterscheiden, wenn einer mit gebrochenen Deutsch
ein Brötchen bestellt, ob das der hochqualifizierte
Entwickler Künstlicher Intelligenz aus Indien ist
oder eigentlich ein sich bei uns illegal aufhaltender,
höchstens geduldeter Ausländer.
Damit die Gesellschaft befriedet ist, müssen die anderen,
die in der Reihe stehen, damit sie nicht diesen einen
schief anschauen, und Angst vor ihm haben, sich alle
sicher sein, dass jeder, der sich bei uns aufhält,
sich auch legal bei uns aufhält. Die Menschen müssen
sich sicher sein, auch wenn jemand anders aussieht
und nur gebrochen Deutsch spricht, dass es keine
Zweifel an seiner Rechtschaffenheit gibt."
https://mailings.fdp.de/node/123621
Dem Mann sollte klar sein, daß, wer nach 20
Jahren Familieneinheit mit Deutschen vor Gericht
um die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis
kämpfen muß, froh sein darf, wenn er zunächst eine
Verfahrensduldung bekommt. Und da hat/schürt der
Lindner Angst, wenn so jemand Backwaren kaufen will?
Und nun kritisiert Lindner die von ihm
selbst betriebene Sprachverrohung.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-07/christian-lindner-sprache-politische-debatten-kritik
"FDP-Chef Lindner sagte der BamS weiter, dass völkisches
und autoritäres Denken salonfähig werde."
Durch keinen geringeren als unter anderem Lindner selbst.
Wer das in eine politische Diskussionsgruppe umleiten will,
von mir aus.
Nein, es geht um die deutsche Sprache und den Grad an deutscher Sprach-
beherrschung und um soziale Zuschreibungen und Einordnungen aufgrund
eines mangelhaften Sprachgebrauchs. Ich denke, das gehört hierher.

Lindner war wohl auf das dünne Eis der rechten Gedankenwelt
vorgestoßen, um ein paar Likes zu Gunsten seiner Partei zu kassieren.
Ich finde sehr interessant, welche Bilder er dabei evoziert,
angefangen beim (friedlichen) Anstehen an der Brötchentheke mit einem,
von dem nicht klar ist, ob er dazugehören soll oder nicht, über den
hochqualifizierten indischen Programmierer bis zum illegal durch die
Grenzkontrollen geschlüpften Wirtschaftsmigranten. Es war der Versuch,
in der Bevölkerung vorhandene Ängste vor gesetzlosen Zuständen bei der
Zuwanderung zu zerstreuen durch das Heilsversprechen einer gesetzes-
konformen Regulierung des Zustroms von Menschen aus Gegenden, in
denen es vieles für uns Selbstverständliches nicht gibt: einen Anspruch
von Menschlichkeit und Fairness der Justiz und der Exekutive, die
weitgehende Gleichberechtigung der Frauen, das Recht auf Leben auch für
Abweichler von der Standard-Sexualorientierung, genug zu essen für alle,
eine wirtschaftliche Zukunft für die eigene Familie und die Kinder,
weitgehende Sicherheit der öffentlichen Ordnung, Recht auf Bildung,
Schutz vor marodierenden Banden usw. All diese jedem einleuchtenden
Motive begründen im Zweifel kein Recht auf Aufenthalt in unserem Land
sondern können bei Nicht-Anerkennung einer persönlichen Gefahr aufgrund
politischer Verfolgung durch deutsche Gerichte in die Illegalität
führen. Und das, so Lindner, ist richtig so.

Das alles ist in Bilder verpackt, die auch die einfachen Leute verstehen
sollen. Die haben jedoch teilweise das Problem, dass sie auf das morali-
sche Dilemma, Menschen in Not helfen zu wollen aber nicht allen Menschen
in Not helfen zu können, keine Antwort. Zugleich haben sie berechtigte
Verlustängste. Noch kann sich die Politik in der humanitär orientierten
EU diesen Eiertanz leisten, unter National-Konservativen und Illiberalen
in der EU ist man schon weiter und bedient unverhohlen die Angst-Seite
in der Bevölkerung und die nationalen Egoismen. Lindner versucht es wie
fast alle, die sich öffentlich äußern, noch mit Eiertanz, appelliert
jedoch an nicht von der Hand zu weisende Ängste. Dass er dabei
'Rechtschaffenheit' als Gütemaßstab für das Recht auf Asyl ins Spiel
bringt, ist nur ein kleiner sprachlicher Kunstgriff, den in anderer
Form fast alle benutzen: Wer nicht gerichtlich endgültig anerkannt ist,
ist illegal hier, also nicht rechtschaffen und darf daher zu Recht
scheel angesehen werden, wenn er unsere deutschen Brötchen essen will.

Man kann Lindner dankbar dafür sein, dass er so unvorsichtig war, einen
kleinen Einblick in die demagogische Trickkiste politischer Manipulation
gegeben zu haben. Die Bilder, die er in seinen Zuhörern aufruft, liegen
in uns allen bereit. Die Kunst besteht darin, diese so elegant zu
verknüpfen, dass sich daraus ein politischer Handlungsauftrag ableiten
lässt, ohne die bitteren Konsequenzen für die Betroffenen ins Bewusst-
sein zu heben. Sehr elegant war dieser Versuch noch nicht, alle
machen da ihre Turnübungen und sehen nicht immer gut dabei aus.

Für mich ist interessant, wie solche Bilder entstehen, wie sie uns
aufgenötigt werden, wie mit ihnen gespielt werden kann, wie sie sich
verändern. Es ist die alte Frage nach der Beeinflussung von Sprache
und Denken, jetzt auf der Ebene von prototypischen, symbolisch zu
verstehenden Alltagssituationen, die mit anderen kollektiv verankerten
'Grundwahrheiten' und propagandistisch in Umlauf gehaltenen Informations-
splittern in Beziehung gesetzt werden (hier wird vor allem der sogenannte
Asylmissbrauch gegen den sogenannten Fachkräftemangel ausgespielt).
Viele werden das als ideologisch abwehren. Für mich ist Sprechen ein
Handeln und immer interessegeleitet, man kann der Notwendigkeit,
Position zu beziehen, nicht entgehen. Man könnte auch nur über das Wort
'Asylmissbrauch' nachdenken, schon ist man mitten in der Ideologie.
Linder hat dazu eine kleine Geschichte erzählt, und Uwe eine andere
kleine Geschichte, schon verstehen wir es viel einfacher. Die Grund-
strukturen solcher Geschichten sind Teil unseres Kollektivbewusstseins,
genauer: unseres Kollektiv-Unbewussten. Ich finde, hier ist ein geeigneter
Ort, um auch darüber nachzudenken.

Gruß Ralf Joerres
Sergio Gatti
2018-07-30 09:17:00 UTC
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Raw Message
Ralf Joerres hat am 30.07.2018 um 10:12 diese Behauptung
Post by Ralf Joerres
Wer nicht gerichtlich endgültig anerkannt ist,
ist illegal hier, also nicht rechtschaffen und darf daher zu Recht
scheel angesehen werden, wenn er unsere deutschen Brötchen essen will.
"Interessante" und schreckliche Umkehrung eines Grundsatzes
der Rechtsprechung: Jeder ist unschuldig, solange er nicht
von einem Gericht verurteilt wurde.

Diese Umkehrung ist auch für das friedliche Zusammenleben
pures Gift.
Ralf Joerres
2018-07-30 10:13:09 UTC
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Raw Message
Post by Sergio Gatti
Ralf Joerres hat am 30.07.2018 um 10:12 diese Behauptung
Post by Ralf Joerres
Wer nicht gerichtlich endgültig anerkannt ist,
ist illegal hier, also nicht rechtschaffen und darf daher zu Recht
scheel angesehen werden, wenn er unsere deutschen Brötchen essen will.
"Interessante" und schreckliche Umkehrung eines Grundsatzes
der Rechtsprechung: Jeder ist unschuldig, solange er nicht
von einem Gericht verurteilt wurde.
Diese Umkehrung ist auch für das friedliche Zusammenleben
pures Gift.
Das war meine Zuspitzung und das hat Lindner so nicht gesagt,
er sprach - eher noch schlimmer - von (eigentlich) illegal
und "höchstens" (= lediglich) geduldet.

Ralf Joerres
U***@web.de
2018-07-30 10:51:04 UTC
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Raw Message
Post by Ralf Joerres
Das war meine Zuspitzung und das hat Lindner so nicht gesagt,
er sprach - eher noch schlimmer - von (eigentlich) illegal
und "höchstens" (= lediglich) geduldet.
Verwaltungsrechtlich ist Duldung kein erlaubter Aufenthalt.

Dennoch ist der Status besser als uneingeschränkte Ausreisepflicht.

Daher "höchstens" (= bestenfalls).

Gruß, ULF
Jakob Achterndiek
2018-07-30 10:45:29 UTC
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Raw Message
Moin,
[..]
Ich finde, hier ist ein geeigneter Ort, um auch darüber nachzudenken.
Gruß Ralf Joerres
Joerres, du schwätzest !!
--
j/\a
Ralf Joerres
2018-07-30 11:45:50 UTC
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Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
Moin,
[..]
Ich finde, hier ist ein geeigneter Ort, um auch darüber nachzudenken.
Gruß Ralf Joerres
Joerres, du schwätzest !!
Mag sein, besser kann ich's nicht. Ich hätte es seinerzeit besser gefunden,
im Deutschunterricht zu irgendeinem Umgehen mit solchen Bildern und
Geschichten und zum Umgang mit Informationen hingeführt zu werden als
Don Carlos zu lesen, bei dem ich so gut wie gar nichts verstand. Nur war
damals mit zwei oder drei Fernsehprogrammen und Sendeschluss am späten
Abend und einem Kabel-Telefon pro Haushalt (manchmal für mehrere Haushalte),
das die Kinder nur in Ausnahmefällen benutzen durften, und wegen der
Nichtfinanzierbarkeit von Flugreisen die Welt viel kleiner als heute.
Und wir wollen auch die Vor-68er-Borniertheit der Einstellungen vergessen.
Womöglich ist aber ein heranwachsender Verstand sowohl mit dem Entschlüsseln
klassischer Dramen als auch dem Erfassen solcher (aus Erwachsenensicht)
Banal-Symbolik wie der von Lindner überfordert. Für mich war das so.
Ich fand damals 'nur' die Sprache interessant, manchmal mitreißend. Dass
bei Schiller der sehr hochgeschraubte Ton nicht selten ins Unfreiwillig-
Komische umschlägt, empfand ich damals noch nicht, kurz: Texte mit
irgendeiner Bodenhaftung wären mir wahrscheinlich entgegengekommen.
(Auch wenn Du Dir jetzt vielleicht einen grinsen musst.)

Ralf Joerres
Florian Ritter
2018-08-18 12:34:30 UTC
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Raw Message
Am Montag, 30. Juli 2018 12:45:32 UTC+2 schrieb Jakob Achterndiek:

[...]
Post by Jakob Achterndiek
Ich finde, hier ist ein geeigneter Ort, um auch darüber nachzudenken.
Gruß Ralf Joerres
Joerres, du schwätzest !!
Du, Jacko, warum bist'n Du immer so?

FR

J J Panury
2018-07-30 13:05:28 UTC
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Raw Message
Post by Ralf Joerres
Lindner war wohl auf das dünne Eis der rechten Gedankenwelt
vorgestoßen, um ein paar Likes zu Gunsten seiner Partei zu kassieren.
Das hat nun wahrlich der Lindner nicht erfunden. Das ist seit immer
eine Kernkompetenz "bürgerlich" sein angeblich wollender Parteien,
vorneweg die FDP.
Post by Ralf Joerres
Ich finde sehr interessant, welche Bilder er dabei evoziert,
angefangen beim (friedlichen) Anstehen an der Brötchentheke mit einem,
von dem nicht klar ist, ob er dazugehören soll oder nicht, über den
hochqualifizierten indischen Programmierer bis zum illegal durch die
Grenzkontrollen geschlüpften Wirtschaftsmigranten.
Ich finde diese Verkettung dermaßen sturzdämlich - also, im Sinne von
ungekonnt, täppisch - und dummfrech auch -, dass mir da die Worte
fehlen, - was wahrlich nicht oft geschieht.
Post by Ralf Joerres
Es war der Versuch,
in der Bevölkerung vorhandene Ängste vor gesetzlosen Zuständen bei der
Zuwanderung zu zerstreuen
Wieso sollte ein Lindner diese "Ängste" (auch so ein Scheißwort!!)
zersreuen wollen?? Diese Angst-Harfe kneipt er doch virtuos!
Post by Ralf Joerres
durch das Heilsversprechen einer gesetzes-
konformen Regulierung des Zustroms
Ja ja, genau: Strom, regulieren ...
Ist sowas *dein* *eigentliches* Vokabular?
Post by Ralf Joerres
von Menschen aus Gegenden, in
denen es vieles für uns Selbstverständliches nicht gibt: einen Anspruch
von Menschlichkeit und Fairness der Justiz und der Exekutive, die
weitgehende Gleichberechtigung der Frauen, das Recht auf Leben auch für
Abweichler von der Standard-Sexualorientierung, genug zu essen für alle,
eine wirtschaftliche Zukunft für die eigene Familie und die Kinder,
weitgehende Sicherheit der öffentlichen Ordnung, Recht auf Bildung,
Schutz vor marodierenden Banden usw.
Ja Gottchen, so mags der Neger halt! Mentalität und so, wissen wir™
doch, oder? Ich sag' nur "Länder, Menschen, Abenteuer" (langjährig
Titel eines Kolonialmagazins im NDR-Fernseh)!
Post by Ralf Joerres
All diese jedem einleuchtenden Motive
Aber mitnichten leuchten diese Motive "jedem" ein! Wie schon gesagt:
Die verbreitete Auffassung ist, dass der Neger als solcher ein
bisschen Chaos, Gefahr usw.usf. schon ganz gut ab kann. Wozu sonst
soll die ganze Schwärze denn gut ein? Und weiter: Wenn mans dem Neger
*zu* gut gehen lässt, mopst er sich, fängt an, Unsinn und schlimmeres
zu machen. Weiß doch Jeder! Jeder Richtigedeutsche zumindest.
Post by Ralf Joerres
Das alles ist in Bilder verpackt, die auch die einfachen Leute verstehen
sollen. Die haben jedoch teilweise das Problem, dass sie auf das morali-
sche Dilemma, Menschen in Not helfen zu wollen aber nicht allen Menschen
in Not helfen zu können, keine Antwort.
... wissen (oder so?)

Jedenfalls Quatsch! Das heißt .. sagen wir so: Wer "Menschen in Not"
sagt, sagt auch "helfen". Und da hätten wir dann das ganze Elend schon
beieinander.
Diese Menschen (... als gäbs auch "jene" ...) sind nicht einfach "in
Not"! Dieser Sprachgebrauch macht so geschwind wie geschickt - und so
komfortabel! - den Unterschied zwischen, sagen wir, von Naturzufällen
Betroffenen einer- und von, dem Gang der Geschäfte kollateralen,
Gewaltverhältnissen Betroffenen - also *direkt*, *physisch* betroffen!
- unsichtbar. Und *darauf* kommt es den Hiesigen, den Schlaraffen,
zentral an: Dass nicht zur Sprache komme, auch nicht verblümt oder
implicite, der Durchsetzung *wessen* Interessen diese "Not" kollateral
ist.
Post by Ralf Joerres
Zugleich haben sie berechtigte Verlustängste.
Nein diese Ängste auch! Und gleich noch kurz, per
"berechtigt"-Absolution, gegen Kritik immunisiert! Klasse!
Post by Ralf Joerres
Noch kann sich die Politik in der humanitär orientierten EU
Ja, genau: "humanitär"! Schaut Euch die Wörter an, die Begriffe, auf
die 's gebracht wird! So krüpplig, so ver-eiertanzt wie dieses Wort, -
genau *so* ist das, worauf die Schlaraffen die Menschlichkeit
heruntergebracht haben! Es *passt* alles so schrecklich zueinander, es
gibt sich, erfindet sich die ihrem Entmenschungs-Elend adäquaten
Verbalschleimscheißereien!
Post by Ralf Joerres
diesen Eiertanz leisten, unter National-Konservativen und Illiberalen
in der EU ist man schon weiter und bedient unverhohlen die Angst-Seite
in der Bevölkerung und die nationalen Egoismen.
Was muss in einem vorgehen, der es sich angelegen sein lässt, partout
einen Unterschied zu machen zwischen ... wie war das?: "humanitär
orientiert" (... ich kanns kaum schreiben ohne Brechreiz!) und
"National-Konservativen und Illiberalen"??
Post by Ralf Joerres
Lindner versucht es wie
fast alle, die sich öffentlich äußern, noch mit Eiertanz, appelliert
jedoch an nicht von der Hand zu weisende Ängste.
Oben waren sie "berechtigt", jetzt gar "nicht von der Hand zu
weisend". Du machst dich!
Das alles kann doch gar nichts anderes heißen, als dass *dir*, auch
*DIR* das Herzchen auf halb sieben hängt, - oder?
Post by Ralf Joerres
Dass er dabei
'Rechtschaffenheit' als Gütemaßstab für das Recht auf Asyl ins Spiel
bringt, ist nur ein kleiner sprachlicher Kunstgriff, den in anderer
Form fast alle benutzen: Wer nicht gerichtlich endgültig anerkannt ist,
ist illegal hier, also nicht rechtschaffen und darf daher zu Recht
scheel angesehen werden, wenn er unsere deutschen Brötchen essen will.
Och, es darf auch schon mal etwas mehr sein als bloß eine scheele
Ansehung! Wozu hat man schließlich die Dings, die "Illiberalen und
National-Konservativen", zu denen der "humanitär" Orientierte dieses
ver-eiertanzte Mischverhältnis aus Ba-Ba und Dankbarkeit pflegt?
Letzteres, weil, son klein bisschen was Nichtvonderhandzuweisendes
west ja auch im Humanitären, ne? Und ob nicht die "Verlustängste" am
Ende beim humanitären Zeit-Leser doch ein büsch'n heftiger wühlen als
beim illiberalen National-Asi?
Post by Ralf Joerres
Man kann Lindner dankbar dafür sein, dass er so unvorsichtig war, einen
kleinen Einblick in die demagogische Trickkiste politischer Manipulation
gegeben zu haben.
Diesen Einblick geben die Lindners, Seehofers, Schäubles und Nahles
jederzeit und aufs Bereitwilligste und Ausgiebigste. Man braucht nur
mal zuzuhören, - - - okay, ich gebe zu, das kostet Überwindung und ist
nichts für schwache Mägen.
Post by Ralf Joerres
Die Bilder, die er in seinen Zuhörern aufruft, liegen
in uns allen bereit.
Wieder mal merke ich - und bin froh und stolz -, dass ichs aus diesem
"uns alle" raus geschafft habe.
Post by Ralf Joerres
Die Kunst besteht darin, diese so elegant zu
verknüpfen, dass sich daraus ein politischer Handlungsauftrag ableiten
lässt,
... nämlich den, die Neger zu entfernen
Post by Ralf Joerres
ohne die bitteren Konsequenzen für die Betroffenen ins Bewusst-
sein zu heben.
Diese bitteren Konsequenzen sind dem deutschen Schlaraffen so wurscht,
wie sie ihm _völlig_ bewusst sind. Und er *will und wünscht*, dass der
Neger, der illegale ( ... und, unter uns °zwinker°, sind nicht
eigentlich *alle* Neger, ganz sicherlich aber die hier uns
bedrohenden, illegal?), sie zu spüren bekomme!
Post by Ralf Joerres
(...) Für mich ist Sprechen ein Handeln und immer interessegeleitet,
Sprechen ist Handeln, so sieht das auch die immer noch nicht aus der
Mode gekommene Sprechakttheorie.

Und "für dich" also "immer interessegeleitet"; so so.

Ich nehme jetzt einfach mal an, dass dir der Inhalt des Begriffs
|interesse| nicht so richtig, nicht völlig bewusst sei.

Ein Interesse ist ist ein - formulierter - Anspruch auf geschäftliche
Partizipation. Der Ton liegt hier auf 'geschäftlich'.
Das heißt auf Deutsch: Auf einen Anteil vom ... ja, setze, was Du
willst: Mehrwert, Beute, Gewinn, Kuchen ... Jedenfalls ist |interesse|
ein Konzept aus der Welt der Verteilungskämpfe.

Was Du evtl. sagen wolltest, ist etwas wie |ziel|. Und die
Anmeldung/Wahrung/Durchsetzung eines Interesses kann *ein* Ziel sein,
eines unter vielen denkbaren.
Post by Ralf Joerres
man kann der Notwendigkeit, Position zu beziehen, nicht entgehen.
Sehr wohl kann man das. "Position" ist ja fast so schnarch wie
Meinung, wie Ansicht, meinetwegen auch Überzeugung!
Post by Ralf Joerres
Man könnte auch nur über das Wort
'Asylmissbrauch' nachdenken, schon ist man mitten in der Ideologie.
Nee, in der Demagogie.
Post by Ralf Joerres
Linder hat dazu eine kleine Geschichte erzählt, und Uwe eine andere
kleine Geschichte, schon verstehen wir es viel einfacher. Die Grund-
strukturen solcher Geschichten sind Teil unseres Kollektivbewusstseins,
genauer: unseres Kollektiv-Unbewussten. Ich finde, hier ist ein geeigneter
Ort, um auch darüber nachzudenken.
Na, ickweeßnich ...
Ralf Joerres
2018-07-30 15:41:53 UTC
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Raw Message
Post by J J Panury
Post by Ralf Joerres
Es war der Versuch,
in der Bevölkerung vorhandene Ängste vor gesetzlosen Zuständen bei der
Zuwanderung zu zerstreuen
Wieso sollte ein Lindner diese "Ängste" (auch so ein Scheißwort!!)
zersreuen wollen?? Diese Angst-Harfe kneipt er doch virtuos!
Ja, zerstreuen passt da nicht wirklich. Es geht eher um Kanalisation,.
die 'wohlgeordneten Bahnen', ein Triage: Hier die Guten und Recht-
schaffenen mit Bleibe-Anspruch und dort die nur Geduldeten, deren sich
unser Verwaltungsapparat annimmt um sie auf die eine oder andere Tour
loszuwerden.
Auf dieser Harfe lassen sich immer noch verschiedene Melodien spielen,
und ich höre da durchaus andere Töne als von Lindner.
Glücklich die, denen kein bisschen bange wird, wenn sie sich klar
machen: Mindestens etliche hunderttausend werden wahrscheinlich bleiben
dürfen, und das war bis jetzt kein Eiapopeia und wird auch weiterhin
nicht ohne Probleme abgehen.
Post by J J Panury
Post by Ralf Joerres
durch das Heilsversprechen einer gesetzes-
konformen Regulierung des Zustroms
Ja ja, genau: Strom, regulieren ...
Ist sowas *dein* *eigentliches* Vokabular?
Hast Du im Sommer 2015 ferngesehen? Diese vielen Menschen zu Fuß auf
den Straßen? Ich hab auch mal gedacht, das sone Naturkatastrophen-
Metaphorik bedenklich ist und inhuman und pseudo-entlastend - was kann
man schon gegen das Wetter und das Hochwasser machen? -, aber als ich
das im Fernsehen gesehen hab, dachte ich, wie soll man das anders
bezeichnen als als Strom? Und ich hab gedacht, wie lange kann das noch
so weitergehen. Ich hatte mich gefreut über die Hilfsbereitschaft der
vielen über Monate, die hätte ich den Deutschen nicht zugetraut, weil
sowas hier selten gelebt wird, oder besser: man muss da genauer
hinkucken, das gibt es schon viel, steht nur nicht alles in der Zeitung.

Gleichzeitig hab ich gedacht: Gut, wir sehen jetzt mal hautnah, es
sind wirklich sehr viele die da kommen wollen. Wie viele können und
wollen wir verpacken? Von alleine werden diese Leute nicht aufhören,
zu kommen. Jedenfalls können wir nicht alle versorgen, die an unserem
'Schlaraffentum' teilhaben wollen, soviel dürfte klar sein.

In vielem stimme ich Dir zu, aber ich habe nicht die Antwort aufs
Problem und keine Lösung. Bei Dir hört es sich so an, als wüsstest Du,
was zu tun ist. Das nehme ich Dir nicht ab.

Gruß Ralf Joerres
J J Panury
2018-07-30 16:24:52 UTC
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Raw Message
Post by Ralf Joerres
Hast Du im Sommer 2015 ferngesehen?
Nicht mehr als sonst, d.h. fast gar nicht.
Post by Ralf Joerres
Diese vielen Menschen zu Fuß auf
den Straßen? Ich hab auch mal gedacht, das sone Naturkatastrophen-
Metaphorik bedenklich ist und inhuman
Wie - und nun denkst Du das nicht mehr?
Post by Ralf Joerres
und pseudo-entlastend - was kann
man schon gegen das Wetter und das Hochwasser machen? -, aber als ich
das im Fernsehen gesehen hab, dachte ich, wie soll man das anders
bezeichnen als als Strom?
Als Flüchtlinge; als große Schar Wegmacher, weg aus als unerträglich
empfundenen Verhältnissen, teilweise aus direkter Lebensgefahr.
Post by Ralf Joerres
Gleichzeitig hab ich gedacht: Gut, wir sehen jetzt mal hautnah, es
sind wirklich sehr viele die da kommen wollen.
"Sehr viele"? Wozu soll eine solche Qualifizierung gut sein - - außer
zur mentalen Vorbereitung von Massenmord? Nein, klar, natürlich legen
*wir*, Du und Ich, da nicht Hand an. Für sowas haben wir ja die
"Unsichtbare Hand", die sich schon immer wieder mal ganz komfortabel
auch als die Hand fürs Grobe erweist.
Post by Ralf Joerres
Wie viele können und
wollen wir verpacken? Von alleine werden diese Leute nicht aufhören,
zu kommen. Jedenfalls können wir nicht alle versorgen, die an unserem
'Schlaraffentum' teilhaben wollen, soviel dürfte klar sein.
Es wären, wäre die Welt eine andere, auch nicht "wir", die irgend
jemanden "versorgen" können wollen sollten.
Unter Gleichen gäbe es kein "Versorgungsgefälle", es gäbe nur die
Pflege der gesamten Menschheit.
Wer nicht schnallt, dass Jeder ein Pflegefall ist, hat das Ding mit
der Menschlichkeit (noch) nicht gepeilt.
Post by Ralf Joerres
In vielem stimme ich Dir zu, aber ich habe nicht die Antwort aufs
Problem und keine Lösung. Bei Dir hört es sich so an, als wüsstest Du,
was zu tun ist. Das nehme ich Dir nicht ab.
Was da "zu tun" wäre, steht in unübersehbarer Schrift an der Wand; an
allen Wänden.
Aber das ist ja böse. Stalin! PolPot!! Mao!! Mutter Teresa!!!

Aber, stimmt schon, hast ja Recht: Warum soll denn ausgerechnet ich
wissen, wie heile zu machen geht, was über Jahrhunderte (konservativ
ausgedrückt) verbockt wurde?
Und doch weiß es™ Jeder!
Ralf Joerres
2018-07-30 18:04:30 UTC
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Raw Message
Post by J J Panury
Post by Ralf Joerres
Hast Du im Sommer 2015 ferngesehen?
Nicht mehr als sonst, d.h. fast gar nicht.
Post by Ralf Joerres
Diese vielen Menschen zu Fuß auf
den Straßen? Ich hab auch mal gedacht, das sone Naturkatastrophen-
Metaphorik bedenklich ist und inhuman
Wie - und nun denkst Du das nicht mehr?
Post by Ralf Joerres
und pseudo-entlastend - was kann
man schon gegen das Wetter und das Hochwasser machen? -, aber als ich
das im Fernsehen gesehen hab, dachte ich, wie soll man das anders
bezeichnen als als Strom?
Als Flüchtlinge; als große Schar Wegmacher, weg aus als unerträglich
empfundenen Verhältnissen, teilweise aus direkter Lebensgefahr.
Gut, dann konstruierst Du Dir Deine eigene Sprache, bei der man dreimal
nachfragen muss, was meint der Kerl überhaupt, 'Wegmacher?' - 'Rüber-
macher?' Oder meint der das Wegmachen von Engelmacherinnen?

Eine 'große Schar' Flüchtliche: Wer redet so? In welcher Welt lebst Du?
Bist Du auch einer von denen, die den Leuten verbieten wollen, das
Offensichtliche so zu benennen, dass man es sofort versteht? Geht's
hier um Auswechseln von Sprachhülsen und alles ist gut?
Post by J J Panury
Post by Ralf Joerres
Gleichzeitig hab ich gedacht: Gut, wir sehen jetzt mal hautnah, es
sind wirklich sehr viele die da kommen wollen.
"Sehr viele"? Wozu soll eine solche Qualifizierung gut sein - - außer
zur mentalen Vorbereitung von Massenmord?
Nein, es waren natürlich nicht sehr viele, nur son lockeres Milljönchen
oder auch paar mehr, kommt nicht so genau, im Grunde nicht der Rede wert.

Was Deine Massenmordphantasien angeht: Solche Unterstellungen schlagen
letztlich auf Dich selbst zurück. Die Menschen, die sich fragen, wie
der Flüchtlingsbedarf gedeckt werden kann, die sind grundböse, weil sie
solche Fragen überhaupt stellen. *Die* haben den Tod verdient, meinst Du
das?
Post by J J Panury
Nein, klar, natürlich legen
*wir*, Du und Ich, da nicht Hand an. Für sowas haben wir ja die
"Unsichtbare Hand", die sich schon immer wieder mal ganz komfortabel
auch als die Hand fürs Grobe erweist.
Ich weiß nicht, ob Dir hier nicht ein bisschen die Bilder verrutschen.
Die unsichtbare Hand treibt eher die Leute nach Europa, weil es hier
das gibt, was sie zu Hause nicht bekommen; vielleicht meinst Du sowas
wie eine eiserne Hand, keine Ahnung...
Post by J J Panury
Post by Ralf Joerres
Wie viele können und
wollen wir verpacken? Von alleine werden diese Leute nicht aufhören,
zu kommen. Jedenfalls können wir nicht alle versorgen, die an unserem
'Schlaraffentum' teilhaben wollen, soviel dürfte klar sein.
Es wären, wäre die Welt eine andere, auch nicht "wir", die irgend
jemanden "versorgen" können wollen sollten.
Unter Gleichen gäbe es kein "Versorgungsgefälle", es gäbe nur die
Pflege der gesamten Menschheit.
Wer nicht schnallt, dass Jeder ein Pflegefall ist, hat das Ding mit
der Menschlichkeit (noch) nicht gepeilt.
Eigentümliche Betrachtungsweise.

Es gibt keine Gleichheit. Und es gibt genug Leute, die auf Kosten
anderer leben wollen, und sei es nur anteilmäßig - ich meine keine
Flüchtlinge, ich meine uns alle, die wir nicht alle genug Geld haben
und nicht genug Energie einsetzen, unsere Hosen und Kleider fair
produziert zu kaufen, als Beispiel. Oder Fahrrad zu fahren. Oder
irgendetwas zu teilen, von dem wir nicht wissen, ob wir es nicht
selbst brauchen. Lässt sich fortsetzen.
Post by J J Panury
Post by Ralf Joerres
In vielem stimme ich Dir zu, aber ich habe nicht die Antwort aufs
Problem und keine Lösung. Bei Dir hört es sich so an, als wüsstest Du,
was zu tun ist. Das nehme ich Dir nicht ab.
Was da "zu tun" wäre, steht in unübersehbarer Schrift an der Wand; an
allen Wänden.
Aber das ist ja böse. Stalin! PolPot!! Mao!! Mutter Teresa!!!
Prima, am besten in genau dieser Reihenfolge der vier illustren
Herrschaften mit ihren probaten Ergfolgsrezepten zur Erlösung der
Menschheit: Zuerst bringen wir mal die Verstockten um, leider ist
das ungefähr die Hälfte der Weltbevölkerung, und anschließend haben
wir das ersehnte Paradies von allgemeiner Bedürfnislosigkeit und
gegenseitiger allumfassender Barmherzigkeit - es bleibt uns auch
nichts anderes übrig, zu kaufen gibt's dann ja nichts mehr, bzw.,
ich bin dann ja nicht mehr dabei, also farewell für dich und die
anderen dann noch Überlebenden.

Ralf Joerres
J J Panury
2018-07-30 19:28:53 UTC
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Raw Message
Post by Ralf Joerres
Post by J J Panury
Post by Ralf Joerres
Hast Du im Sommer 2015 ferngesehen?
Nicht mehr als sonst, d.h. fast gar nicht.
Post by Ralf Joerres
Diese vielen Menschen zu Fuß auf
den Straßen? Ich hab auch mal gedacht, das sone Naturkatastrophen-
Metaphorik bedenklich ist und inhuman
Wie - und nun denkst Du das nicht mehr?
Post by Ralf Joerres
und pseudo-entlastend - was kann
man schon gegen das Wetter und das Hochwasser machen? -, aber als ich
das im Fernsehen gesehen hab, dachte ich, wie soll man das anders
bezeichnen als als Strom?
Als Flüchtlinge; als große Schar Wegmacher, weg aus als unerträglich
empfundenen Verhältnissen, teilweise aus direkter Lebensgefahr.
Gut, dann konstruierst Du Dir Deine eigene Sprache,
So, wie andere sich halt die Sprache mit "Flut", "Schwemme" u.ä.
konstruieren.
Post by Ralf Joerres
bei der man dreimal
nachfragen muss, was meint der Kerl überhaupt, 'Wegmacher?' - 'Rüber-
macher?' Oder meint der das Wegmachen von Engelmacherinnen?
Das war doch bloß ein ad hoc Nämchen. Das sind Migranten, und feddich.
Post by Ralf Joerres
Eine 'große Schar' Flüchtliche: Wer redet so? In welcher Welt lebst Du?
Bist Du auch einer von denen, die den Leuten verbieten wollen, das
Offensichtliche so zu benennen, dass man es sofort versteht? Geht's
hier um Auswechseln von Sprachhülsen und alles ist gut?
Boah, da verteidigt aber einer seine Lieblings-Sprachhülsen wie als
gings um die Wurst!
Post by Ralf Joerres
Post by J J Panury
Post by Ralf Joerres
Gleichzeitig hab ich gedacht: Gut, wir sehen jetzt mal hautnah, es
sind wirklich sehr viele die da kommen wollen.
"Sehr viele"? Wozu soll eine solche Qualifizierung gut sein - - außer
zur mentalen Vorbereitung von Massenmord?
Nein, es waren natürlich nicht sehr viele, nur son lockeres Milljönchen
oder auch paar mehr, kommt nicht so genau, im Grunde nicht der Rede wert.
Was Deine Massenmordphantasien angeht: Solche Unterstellungen schlagen
letztlich auf Dich selbst zurück. Die Menschen, die sich fragen, wie
der Flüchtlingsbedarf gedeckt werden kann, die sind grundböse, weil sie
solche Fragen überhaupt stellen. *Die* haben den Tod verdient, meinst Du
das?

Post by Ralf Joerres
Post by J J Panury
Nein, klar, natürlich legen
*wir*, Du und Ich, da nicht Hand an. Für sowas haben wir ja die
"Unsichtbare Hand", die sich schon immer wieder mal ganz komfortabel
auch als die Hand fürs Grobe erweist.
Ich weiß nicht, ob Dir hier nicht ein bisschen die Bilder verrutschen.
Die unsichtbare Hand treibt eher die Leute nach Europa,
Meine Rede meint die "Unsichtbare Hand" *des Markts*, die A.Smith im
18.Jh. erstmals analytisch postulierte.
Post by Ralf Joerres
weil es hier das gibt, was sie zu Hause nicht bekommen;
Mach Sachen! Echt? Nein diese Neger aber auch! Wollen was haben, ohne
dass sie dafür so hacht gearbeitet haben wie wir-hier seit
Ge-ne-ra-tio-nen!!
Ja klar, hätten Sie halt früher aufstehen sollen, diese Neger! Hätten
hier zu uns kommen sollen, vor tausend Jahren, *hier* Kolonie machen
und alles! Aber nee, bleiben einfach zu Hause auf ihrem schwarzen
Arsch sitzen, träges Pack!
Ich mein', da hamses doch letztendlich auch nicht anders verdient als
so, wies dann gekommen ist, - oder?
Die Menschheitsgeschichte ist kein Streichelzoo!

Hey, Mann, ich wage die Frage: Wieso eigentlich nicht? Was ist/wäre
denn verkehrt an "Streichelzoo"??
Post by Ralf Joerres
vielleicht meinst Du sowas
wie eine eiserne Hand, keine Ahnung...
Ja, das mit der keinen Ahnung wirds dann wohl sein ...
Post by Ralf Joerres
Post by J J Panury
Post by Ralf Joerres
Wie viele können und
wollen wir verpacken? Von alleine werden diese Leute nicht aufhören,
zu kommen. Jedenfalls können wir nicht alle versorgen, die an unserem
'Schlaraffentum' teilhaben wollen, soviel dürfte klar sein.
Es wären, wäre die Welt eine andere, auch nicht "wir", die irgend
jemanden "versorgen" können wollen sollten.
Unter Gleichen gäbe es kein "Versorgungsgefälle", es gäbe nur die
Pflege der gesamten Menschheit.
Wer nicht schnallt, dass Jeder ein Pflegefall ist, hat das Ding mit
der Menschlichkeit (noch) nicht gepeilt.
Eigentümliche Betrachtungsweise.
aka "menschheitlich"

Nicht populär, ich weiß.
Post by Ralf Joerres
Es gibt keine Gleichheit.
Du willst sagen: "Ein Glück gibts keine Gleichheit!", ne? Und weil das
dann doch ein bisschen sehr frivol klingt, so aus Schlaraffen-Mund,
wird meist nachgeschoben, dass es Gleichheit nicht geben *könne*, weil
... und dann folgt regelmäßig dieser unendlich langweilige gleichwie
verlogene Riemen vom "Menschen", der "nun mal", und "halt", und, klar,
das Sahnehäubchen fehlt selten: "leider"!
Post by Ralf Joerres
Und es gibt genug Leute, die auf Kosten
anderer leben wollen, und sei es nur anteilmäßig - ich meine keine
Flüchtlinge, ich meine uns alle, die wir nicht alle genug Geld haben
und nicht genug Energie einsetzen, unsere Hosen und Kleider fair
produziert zu kaufen, als Beispiel. Oder Fahrrad zu fahren. Oder
irgendetwas zu teilen, von dem wir nicht wissen, ob wir es nicht
selbst brauchen. Lässt sich fortsetzen.
Mehr Leute, als Du vielleicht ahnst, leben ein Leben, wie es auch
zwanzig Milliarden Menschen leben könnten, in Gleichheit und Frieden,
ohne Mangel an irgend einer Notdurft.
Und die Alle-Menschen-staunen-Bauklötzer-Maschine wäre schneller - und
also vielleicht gerade noch rechtzeitig! - Realität!
Post by Ralf Joerres
Post by J J Panury
Post by Ralf Joerres
In vielem stimme ich Dir zu, aber ich habe nicht die Antwort aufs
Problem und keine Lösung. Bei Dir hört es sich so an, als wüsstest Du,
was zu tun ist. Das nehme ich Dir nicht ab.
Was da "zu tun" wäre, steht in unübersehbarer Schrift an der Wand; an
allen Wänden.
Aber das ist ja böse. Stalin! PolPot!! Mao!! Mutter Teresa!!!
Prima, am besten in genau dieser Reihenfolge der vier illustren
Herrschaften mit ihren probaten Ergfolgsrezepten zur Erlösung der
Menschheit: Zuerst bringen wir mal die Verstockten um, leider ist
das ungefähr die Hälfte der Weltbevölkerung, und anschließend haben
wir das ersehnte Paradies von allgemeiner Bedürfnislosigkeit und
gegenseitiger allumfassender Barmherzigkeit - es bleibt uns auch
nichts anderes übrig, zu kaufen gibt's dann ja nichts mehr, bzw.,
ich bin dann ja nicht mehr dabei, also farewell für dich und die
anderen dann noch Überlebenden.
Nicht gleich die Contenance verlieren, wenns mal piekt! :)
Ralf Joerres
2018-07-30 21:16:47 UTC
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Raw Message
Post by J J Panury
Post by Ralf Joerres
Eine 'große Schar' Flüchtliche: Wer redet so? In welcher Welt lebst Du?
Bist Du auch einer von denen, die den Leuten verbieten wollen, das
Offensichtliche so zu benennen, dass man es sofort versteht? Geht's
hier um Auswechseln von Sprachhülsen und alles ist gut?
Boah, da verteidigt aber einer seine Lieblings-Sprachhülsen wie als
gings um die Wurst!
Mir reicht's schon mit den Gender-Verrückten und den pc-Clowns, da hab ich
auf Dich grad noch gewartet, der mir verbieten will, Sprachbilder zu
benutzen, die sich jedem aufdrängen, wenn er bestimmte Fotos und Filme
sieht... Wenn jemand einem Blinden die Fernsehbilder von damals mit den
Worten beschrieben hätte, dass Tausende von Menschen zu Fuß über die
Grenze strömen, dann hätte er keine Sprachhülse benutzt sondern die so
gut wie einzige passende Formulierung.
Post by J J Panury
Post by Ralf Joerres
Post by J J Panury
Nein, klar, natürlich legen
*wir*, Du und Ich, da nicht Hand an. Für sowas haben wir ja die
"Unsichtbare Hand", die sich schon immer wieder mal ganz komfortabel
auch als die Hand fürs Grobe erweist.
Und wie soll das dann laufen, an der Grenze, mit der unsichtbaren Hand?
Post by J J Panury
Post by Ralf Joerres
Ich weiß nicht, ob Dir hier nicht ein bisschen die Bilder verrutschen.
Die unsichtbare Hand treibt eher die Leute nach Europa,
Meine Rede meint die "Unsichtbare Hand" *des Markts*, die A.Smith im
18.Jh. erstmals analytisch postulierte.
Schockschwerennot, das sind jetzt aber Neuigkeiten!

Was sich auf den Flüchtlingsrouten und in diesen lybischen Camps
abspielt, das möchte ich nicht im Detail wissen. Das heißt nicht, dass
ich das nicht wahrhaben will, im Gegenteil. Wenn Du diese Leute-
schinderei und Ausplünderung von Schutzlosen als unsichtbare Hand sehen
willst, bitte. Aber das ist Krieg und Barbarei, da gibt es keine Regeln.
Ich bin niemandem dafür dankbar, dass diese Menschen über Leichen gehen
und den 'Zustrom regulieren'.
Post by J J Panury
Post by Ralf Joerres
vielleicht meinst Du sowas
wie eine eiserne Hand, keine Ahnung...
Ja, das mit der keinen Ahnung wirds dann wohl sein ...
Dann spuck's doch endlich aus, was meinst Du in dem Zusammenhang mit
'Drecksarbeit mit den Flüchtlingen regeln' (so hab ich Dein "natürlich
legen *wir*, Du und Ich, da nicht Hand an. Für sowas haben wir ja die
"Unsichtbare Hand", die sich schon immer wieder mal ganz komfortabel
auch als die Hand fürs Grobe erweist" verstanden). Die lybische Küsten-
wache ist jedenfalls keine 'unsichtbare Hand', 'nur' eine der vielen für
ihr Fortkommen sorgenden Mafias, die die Menschen dort drangsalieren.
Post by J J Panury
Post by Ralf Joerres
Es gibt keine Gleichheit.
Du willst sagen: "Ein Glück gibts keine Gleichheit!", ne?
Phantasier Dir aus, was du willst.
Post by J J Panury
Mehr Leute, als Du vielleicht ahnst, leben ein Leben, wie es auch
zwanzig Milliarden Menschen leben könnten, in Gleichheit und Frieden,
ohne Mangel an irgend einer Notdurft.
Ich fürchte, Du weißt nicht, was Du da sagst. Dem stehen diverse elementare
Ressourcenknappheiten entgegen, nicht zur Produktion von Smartphones, sondern
an Trinkwasser. Und Boden. Ganz zu schweigen von der Unmöglichkeit, ein
globales Management für die allerelementarsten Bedarfe auf die Beine zu
stellen, das verhindert zuverlässig der Wettstreit der Nationen um 'knappe'
Güter.
Post by J J Panury
Und die Alle-Menschen-staunen-Bauklötzer-Maschine wäre schneller - und
also vielleicht gerade noch rechtzeitig! - Realität!
Dann gib mir mal den einen oder anderen heißen Tipp, damit ich eine
Ahnung bekomme, wovon Du überhaupt redest.
Post by J J Panury
Post by Ralf Joerres
Post by J J Panury
Was da "zu tun" wäre, steht in unübersehbarer Schrift an der Wand; an
allen Wänden.
Aber das ist ja böse. Stalin! PolPot!! Mao!! Mutter Teresa!!!
Prima, am besten in genau dieser Reihenfolge der vier illustren
Herrschaften mit ihren probaten Ergfolgsrezepten zur Erlösung der
Menschheit: Zuerst ... (blabla)
Nicht gleich die Contenance verlieren, wenns mal piekt! :)
Hat nicht gepiekt, nicht mal gejuckt. Was Du schreibst, ist bis hierhin
so abgedreht, das kratzt mich nicht mal intergalaktisch-periphär.

Ralf Joerres
Thomas Schade
2018-07-31 04:36:15 UTC
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Raw Message
Post by Ralf Joerres
Was sich auf den Flüchtlingsrouten und in diesen lybischen Camps
libyschen
Post by Ralf Joerres
auch als die Hand fürs Grobe erweist" verstanden). Die lybische Küsten-
libysche

Bei nur einem Ausrutscher hätte ich nichts gesagt, zwei in einem Beitrag
lassen aber schon an Absicht gemahnen.

Und jetzt wieder mit Off-topic.


Ciao
Toscha
--
Wenn Frauen die Welt regierten, gäbe es keine Kriege.
Nur ein paar eifersüchtige Länder, die nicht miteinander reden.
Ralf Joerres
2018-07-31 07:36:05 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Schade
Post by Ralf Joerres
Was sich auf den Flüchtlingsrouten und in diesen lybischen Camps
libyschen
Post by Ralf Joerres
auch als die Hand fürs Grobe erweist" verstanden). Die lybische Küsten-
libysche
Bei nur einem Ausrutscher hätte ich nichts gesagt, zwei in einem Beitrag
lassen aber schon an Absicht gemahnen.
Und jetzt wieder mit Off-topic.
Oh je, ja, hate die Aussprache zum Maßstab genommen. Da hat sich in meinem
Kopf was umprogrammiert.

Ralf oOerres
U***@web.de
2018-07-31 07:54:29 UTC
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Raw Message
Post by Ralf Joerres
Oh je, ja, hate die Aussprache zum Maßstab genommen. Da hat sich in meinem
Kopf was umprogrammiert.
Stimmt auffallend.
Post by Ralf Joerres
Ralf oOerres
Gruß, ULFD
J J Panury
2018-07-31 10:52:12 UTC
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Raw Message
Post by Ralf Joerres
Mir reicht's schon mit den Gender-Verrückten und den pc-Clowns, da hab ich
auf Dich grad noch gewartet, der mir verbieten will, Sprachbilder zu
benutzen, die sich jedem aufdrängen, wenn er bestimmte Fotos und Filme
sieht...
Nein, die drängen "sich" nicht, und schon gar nicht "jedem", auf!
Post by Ralf Joerres
Wenn jemand einem Blinden die Fernsehbilder von damals mit den
Worten beschrieben hätte, dass Tausende von Menschen zu Fuß über die
Grenze strömen, dann hätte er keine Sprachhülse benutzt sondern die so
gut wie einzige passende Formulierung.
Wenn sie, mehr oder weniger dicht gedrängt und auf einer Breite von
sagenwir mindestens zwanzig Meter, einen lückenlosen Zug gebildet
hätten - dann hätte das eventuell hingehauen mit der "Strom"-Metapher.
So, wie die Zuschauer aus dem Stadion "strömen".

Es waren aber ja auch noch andere Metaphern in Umlauf, weit fiesere
nämlich, wie "Flut" (Assoziation: Springflut, Sturmflut, Überflutung
(Flusshochwasser usw.)), auch "Tsunami" war zu lesen.
Kriegs- und Verbrechens-Metaphorik war/ist im Schwange: "Invasion",
"Sturm" (und nein, nicht im Sinne von 'Ansturm', sondern von
'Erstürmung' oder 'Sturmangriff'!), "Infiltration", "Einsickern"
u.a.m.. (von noch widerlicheren, etwa mikrobiologischen, Metaphern mal
gänzlich zu schweigen).
Post by Ralf Joerres
Was sich auf den Flüchtlingsrouten und in diesen lybischen Camps
abspielt, das möchte ich nicht im Detail wissen. Das heißt nicht, dass
ich das nicht wahrhaben will, im Gegenteil. Wenn Du diese Leute-
schinderei und Ausplünderung von Schutzlosen als unsichtbare Hand sehen
willst, bitte.
*Ich* sehe das nicht so! Die alles tragende, begründende und
erklärende Geschäft-Ideologie sieht das so; will, *muss* das so sehen!
Post by Ralf Joerres
Aber das ist Krieg und Barbarei, da gibt es keine Regeln.
Ich bin niemandem dafür dankbar, dass diese Menschen über Leichen gehen
und den 'Zustrom regulieren'.
Doch, bist Du! Du weißt es nur nicht, nennst es nur nicht so.
Ich habe das für mein Teil _erkannt_, und meine Empörung darüber, dass
ich, sozusagen kollateral, in eine Lage gedrängt bin, die mir diese
Dankbarkeit praktisch unabweisbar zumutet, ist beträchtlich.

Ich weiß, dass _mein_ Schlaraffenleben, mein - vergleichsweise - mit
dem goldenen Löffel im Mund geboren Sein, zu keinem Zeitpunkt und in
keiner Variante *ohne* Massenmord und Massenverelendung anderwärts
möglich wäre.
Das ginge ja fast noch an, - - wenn dieses Schlaraffenleben nicht so
entsetzlich wäre. Interessanter Weise kann nämlich das Schlaraffenland
nicht anders, als eine gewisse Menge Nicht- und gar Anti-Schlaraffen
hervor zu bringen. (Das ist Dialektik - nein, nicht der Aufklärung,
sondern eben des Schlaraffismus.) Es geht schlicht nicht ohne. Aber
*mit* (den Anti-Schlaraffen) gehts auf die lange Sicht auch nicht!
Knifflig, das!
Post by Ralf Joerres
Die lybische Küsten-
wache ist jedenfalls keine 'unsichtbare Hand', 'nur' eine der vielen für
ihr Fortkommen sorgenden Mafias, die die Menschen dort drangsalieren.
Und was, denkst Du, treibt das alles an? Weshalb, wozu tun die das
alles? Du hast es ja beinah schon, wenn Du sagst "für ihr Fortkommen
sorgen".
Also, was *ist* das alles? Ja, genau, richtig: Geschäft!
Damit ist das erste, das letzte - und auch alles dazwischen gesagt!
Post by Ralf Joerres
Post by J J Panury
Mehr Leute, als Du vielleicht ahnst, leben ein Leben, wie es auch
zwanzig Milliarden Menschen leben könnten, in Gleichheit und Frieden,
ohne Mangel an irgend einer Notdurft.
Ich fürchte, Du weißt nicht, was Du da sagst. Dem stehen diverse elementare
Ressourcenknappheiten entgegen, nicht zur Produktion von Smartphones, sondern
an Trinkwasser.
Wenn Trinkwasser Ware, also Geschäftsgegenstand ist, klar.
Post by Ralf Joerres
Und Boden.
Wenn Boden (gemeint ist wohl arables Land oder sowas, ja?), dessen
Bereitung, Pflege, Zweck usw. Geschäftsgegenstand ist, klar.
Post by Ralf Joerres
Ganz zu schweigen von der Unmöglichkeit, ein
globales Management für die allerelementarsten Bedarfe auf die Beine zu
stellen, das verhindert zuverlässig der Wettstreit der Nationen um 'knappe'
Güter.
Tja. Schöne Scheiße, wa? *Ich* hab' sie nicht angerichtet. Ich will
sie auch nicht. Von mir aus können morgen alle Staat-Souveräne
aufhören. Besser heute noch!

Machen wir doch mal eine weltweite Umfrage, wie wichtig jedem
einzelnen Nation und all das wäre, wäre seine Notdurft sicher, also
unter keine wie auch immer geartete Bedingung gestellt.

Und _jenseits_ der Notdurft gibt es unendlich viel, was alles keiner
konkreten Ressourcen bedarf.

Und was _jenseits_ der konkreten Notdurft an Konkretem, Dinglichen -
also konkreter Ressourcen Bedürfendem - zu verwirklichen sei (und in
welcher Reihenfolge, ... falls nicht alles zugleich möglich sein
sollte), sollte beraten werden.
(In geringem Umfang - lächerlich gering! - findet das ja auch jetzt
schon (noch) so statt. Den Markt-Süchtigen ein Tort, klar.)
Post by Ralf Joerres
Post by J J Panury
Und die Alle-Menschen-staunen-Bauklötzer-Maschine wäre schneller - und
also vielleicht gerade noch rechtzeitig! - Realität!
Dann gib mir mal den einen oder anderen heißen Tipp, damit ich eine
Ahnung bekomme, wovon Du überhaupt redest.
Wir, die Menschen, die Menschheit, wollen doch fortexistieren, oder?
Und es will doch einer auch als Person, als Ich-Ich, fortexistieren,
oder?
Ich finde, da haben wir noch ganz schön was vor uns, wenn das mal
klappen soll. Da sollten wir nicht gar zu viel Zeit vertrödeln.
Der nächste Global-Scheiß kommt bestimmt, so rein vom
Himmelsmechanischen her (... oder anderswie; was weiß man, wie diese
dünnhäutige Glutkugel sich weiterhin aufführt? Okay, ja, ein bisschen
was weiß man, aber, na, der Inhalt dieses Wissens klingt jetzt nicht
so super beruhigend ...). Bis da hin sollten wir was Vorzeigbares, was
Taugliches zuwege gebracht haben, sag' ich jetzt mal so.
Da steht also reichlich was aufm Zettel, für Unterhaltung ;-} ist
gesorgt!
Post by Ralf Joerres
Post by J J Panury
Nicht gleich die Contenance verlieren, wenns mal piekt! :)
Hat nicht gepiekt, nicht mal gejuckt.
Dann hat der Contenanceverlust eben einen andere Ursache. Ich hab' ja
nur vermutet.
gregor herrmann
2018-08-05 22:29:06 UTC
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Raw Message
Post by J J Panury
Meine Rede meint die "Unsichtbare Hand" *des Markts*, die A.Smith im
18.Jh. erstmals analytisch postulierte.
Nein, die hat Samuelson dem ollen Smith untergeschoben, sagt
zumindest Schulmeister.


gregor
--
.''`. https://info.comodo.priv.at -- Debian Developer https://www.debian.org
: :' : OpenPGP fingerprint D1E1 316E 93A7 60A8 104D 85FA BB3A 6801 8649 AA06
`. `' Member VIBE!AT & SPI Inc. -- Supporter Free Software Foundation Europe
`-
U***@web.de
2018-07-30 17:32:35 UTC
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Raw Message
Post by J J Panury
Post by Ralf Joerres
Lindner war wohl auf das dünne Eis der rechten Gedankenwelt
vorgestoßen, um ein paar Likes zu Gunsten seiner Partei zu kassieren.
Das hat nun wahrlich der Lindner nicht erfunden. Das ist seit immer
eine Kernkompetenz "bürgerlich" sein angeblich wollender Parteien,
vorneweg die FDP.
Die Partei stand früher auch einmal für Liberalisierung
des Ausländerrechts.

Nun zieht Lindner gegen "Vertrumpung und Verprollung"
der Sprache zu Felde. Zu dumm, daß er sich durch
die Neuschaffung eines Worts aus dem Namen eines Mannes,
den er nicht mag, bereits selbst zum Proleten gemacht hat.

Gruß, ULF
Ewald Pfau
2018-07-30 20:59:58 UTC
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Raw Message
Post by J J Panury
Post by Ralf Joerres
Man könnte auch nur über das Wort
'Asylmissbrauch' nachdenken, schon ist man mitten in der Ideologie.
Nee, in der Demagogie.
Mal wieder elektrisch in der Gegend herumgeistern. Hat sich ja an sich
nichts geändert so etwa in 15 Jahren.

Anlass bietet zum obigen Peter Frey, intellektuell Geschulter, und
bekennender LKW-Fahrer, zu finden auf seinen Peds-Ansichten und auf Rubikon.
Er hat seinen Masochismus am Riemen gerissen, sich überwunden und sich
kommentierenderweise eine Rede der Merkelin gegeben.

Ihrem heimischen Publikum muss sie jene permanente Schizophrenie verkaufen,
einerseits die Gesellschaft mit den selbsternannt besseren Werten, zugleich
geschäftstüchtig aufzutreten - und Altruismus von sich zu weisen, der
zugleich diese Werte nährt, zumindest per vielstrapaziertem Hörensagen.
Damit soll sich Deutschland bittesehr nebenbei auch einspuren in so etwas
wie ein neues Großmachtverständnis.

Wenn man analytisch liest, die schönfärberischen Vokabeln in die korrekte
Bedeutung übersetzt, anstatt sie duldend als Gequälter über sich ergehen zu
lassen, kommt eben diese einfach zugrundeliegende Logik zum Vorschein. Der
nette Kollege hat zudem gegengelesen bei alten Strategen von vor der
Weimarer Zeit, Sinn und Zielsetzung, je desselben, ließen sich leicht analog
aufweisen.

Nur hat das nunmehr einen immens schäbigen Anstrich, wenn man die Dinge
beim Namen nennt, so man die verbalen Verkleisterungen aufwirft.

Warum fliehen die Menschen aus einer günstigen klimatischen Zone, wo sie
alles haben könnten, unter viel unkomplizierteren Lebensumständen als es in
den schon etwas kühleren gemäßigten Breiten je zu haben sein wird? Dazu sich
von der notorischen Kaltherzigkeit des merkantilen Protestantismus quälen
lassen, die unablässigen Intrigen aus dem imperatorisch-christlichen
Horizont als Dauerbeglückung? Menschlicher Fortschritt ist woanders.

Richtig, man landet bei der hiesigen seit WW2 verbreiteten Lebenslüge, mit
fleißigen Händen ließen sich Wunder zaubern. Damit lässt sich mit den nun
leichter zugängigen Quellen auch das Märchen vom Nachkriegsaufbau zu einem
guten Teil als Hirngespinst entlarven - dank stets massiv vertretenem
U.S.-Kapital waren die Kriegsschäden an der Produkionssubstanz eher dezent
gewesen, zugleich wurden Schulden erlassen und dazu massenweise Kapital ins
Land gekarrt. Nicht jedes Land hatte solch günstige Verhältnisse für die
Gründergeneration der 1950er Jahre.

Nun ist hier nicht die Rede von Gründung sondern vom darauffolgenden
Wohlstandszirkus, für den aber nun dieselbe Leier gilt, ach, was sind Wir
für feine Leute, die solches Wohlergehen mit orrrrrdentlicher Anstrengung
locker aus dem Ärmel schütteln können.

Ach, und dann ist ja seit 70 Jahre Krieg, durchgehend seither.

Und damit, dass dies nach und nach klarer zu Bewusstsein kommt, stellen sich
auch die Zusammenhänge in einem überhaupt nicht mehr massenmedial leicht
vermittelbaren Ammenmärchen dar.

Das Recht, daran festhalten und dann auch noch blendend damit verdienen zu
wollen, wird mit Zähnen und Klauen verteidigt, alleine, das trägt nicht
mehr: Die Zusammenhänge sprechen zu deutlich ihre eigene Sprache, wie eben
70 Jahre nackte Aggression überall auf der Welt, ausgenommen bei den
selbsternannt Braven, den Freunden der blutig kämpfenden Wallstreet-Armee,
sozusagen, seine brutalen Zeichen gesetzt hat, die sich immer weniger
verleugnen lassen.

Ich weiß auch von mir, wenn ich mir so einen Schizo-Plunder aus offiziellem
Mund anhören soll, wie jene Rede der Merkelin, dass ich dann auf
masochistischen Duldsamkeit umstelle, auf Durchzug schalte, und nur warte,
bis der Sermon endlich vorbei ist. Es passt vorn und hinten nicht zusammen.

Oder eben doch, wenn man so eine Übersetzungshilfe geboten bekommt:

Was ist gemeint, wenn die Floskel fällt, Altruismus könne nicht Selbstzweck
sein? Eben diese obige Chose in einem Brei verrührt, der nach wie vor
glorreiche Westen mit seinen ach so überragenden Menschen, der seine Wünsche
nun etwas deutlicher in die Welt tragen soll, als zuvor nur klammheimlich
als Bombardements und völkerrechtswurdigem Massenmord nur unter
fadenscheinigen Begriffen versteckt.

Es hat sich nichts geändert, die Vokabeln sollten ein wenig nachjustiert
werden, so also die Predigt, in der klärenden Interpretation.

Hier war sonderlich von Afrika die Rede. Der Terror wurde von den
bombardierenden Ländern initiiert, das blühendste aller afrikanischen
Staatswesen wurde zertrümmert, leider war es zuvor für Wallstreet tabu
gewesen und hatte zudem eine Räterepublik als Regierungsform, das lässt sich
kaum korrumpieren.

Da hatten in Tripolis in einem 8-Millionen-Volk noch 2 Millionen für Frieden
demonstriert, und selbst diese Bekundung noch musste in den hiesigen
Massenmedien zwangsweise fehlgedeutet werden, alleine schon das ist ein
Verbrechen, in dem Fall der stupdiden und rückgratslosen
Wortfabriksangestellten. Dies nebenbei. Diese Medien haben mit solchen
Methoden final abgewirtschaftet. Weitere Klarstellungen für diese Linie sind
nachgereicht worden, sie wollen einfach nicht überleben, das ist ja doch
eine Botschaft. Dies am Rande, dennoch den Zusammenhang exemplifizierend.

Die Geschichte geht weiter, jetzt ist der vom bombardierenden Westen
geschaffene Terror nach Süden übergeschwappt, Mali, Tschad, Niger, Burkina
Faso - lauter Staaten mit für hiesige Verhältnisse irre großen Dimensionen.

Und die überlagerte Geschichte geht dann auch weiter. Denen muss man helfen,
so geht das Märchen, nachdem das Chaos exportiert wurde. Und die sogenannte
Hilfe hat eben nur das eine Ziel, wie eben die 70 Jahre zuvor eher
klammheimlich auch: Was die wirtschaftende Bevölkerung nie und nimmer hätte
als reale Leistung auf die Beine stellen können, gelang durchwegs nur, weil
ein imperialer Kolonialismus nie aufgehört hat, die Grundlagen zu schaffen,
dass dem Anschein des ach so selbständig erwirtschafteten Wohlstand
weiterhin Genüge zu tun sei. Und die beständige Kriegsführung ist Teil
dieses Modells.

Das war auch schon zur Zeit Weimars und zuvor klar, nur hat man es damals
nicht so blumig umschrieben, als seien da Wohltaten vollbracht würden. Nun,
hier ist dann die kurz umbrochene Schizophrenie daraus geworden, zugleich
davon zu sprechen, dass man nicht mehr dem Altruismus dienen könne, und im
gleichen Atemzug zu unterstellen, dass eben so eine gewiss nicht
abgestorbene Idee von Altruismus zur moralischen Erhabenheit verpflichtet,
ein Anrecht zugleich daraus abzuleiten sei, alles andere als minderwertig zu
bevormunden.

Danke dem Herrn Frey für die Übersetzung dieser feinen Schleife.

Nach den Bombardements kommen die Knebelverträge, vielleicht dann weitere
Bombardements, wohl gern auch in Fortsetzung als sogenannte Hilfe auf das
Chaos hin, das man selbst gestiftet hat. Oder einfach nur eine korrupte
politische Oberschicht, die hilft, das Land bis aufs Gerippe auszubeuten.
Man sehe sich hierzu Nigeria an. Fela Kuti hatte seine überhaupt nicht
liebliche Musik daraufhin gestrickt.

Da vergehen dann wenige Jahrzehnte, und was einmal Länder von traumhaftem
natürlichem Reichtum gewesen sein mögen, bieten sie sich als Bild der
Verwahrlosung, der Zerstörung der Ressourcen oder der Beschneidung von
Rechten zur exklusiven Ausbeutung dessen, wovon zuvor Menschenmassen
überleben konnten, und die sich gut damit auskannten, nachhaltig damit
umzugehen, was da war.

Und dann erinnert man sich einer weiteren Kategorie, in Gestalt der
Merkel-Flüchtlinge, die sich dort auftut, wo das Chaos an den europäischen
Grenzen zuerst auftrat, schlicht als weitere Methode der Kriegsführung,
Syrien zu schaden, in aller Verzweiflung, als da die Wallstreet-Ideologen
samt anhängendem Söldnergesindel kaum je zuvor so klar wahrnehmen hatten
müssen, dass sie einen Krieg verloren hatten. Andere mochten sie verloren
haben, sonderlich Afghanistan und Irak, aber dort machte sich das nicht so
prägnant deutlich wie die Niederlage in Syrien. Und dann hinterher noch dem
Land schaden, indem Leute abgezogen werden, und dann will man sie noch nicht
einmal mehr zurückgehen lassen, wenn nun unmissverständlich die Parole sich
verbreitet, dass die Leute zu Hause gebraucht werden, dort eine Zukunft im
eigenen Land haben, mit solcher Niedertracht ist der Deutsche tatsächlich
ganz spezifisch einmal in seinem Element.

Blöd gelaufen hier, die Schizophrenie deutlich zum Kotzen - und dazu wird
Syrien sanktioniert, weiterhin, wo immer es geht, was ja auch eine
Kriegshandlung darstellt, und Deutschland ist mittendrin. Gut, man frage in
Griechenland zur kriegerischen Gesinnung deutscher Banken, das wird man auch
eine einfache, eindeutige Antwort ernten.

Aber nun wieder mit Blick auf afrikanische Länder, was soll so jemand, in
dessen Land die Lebensverhältnisse in Grund und Boden zerstört wurden, und
ein dort möglicher Wohlstand wurde exportiert, ohne entsprechend zu
bezahlen, in so einer so ganz anderen kulturellen Umgebung?

Nun, was einst gesucht wurde, dass es als Globalismus verkauft würde, ist
definitiv kaputt. Das Rad hat sich wieder zu einem Internationalismus
zurückgedreht, und wir können nur hoffen, dass der verbrecherische
Blickwinkel von Wallstreet darauf einlenkt, dass hier nicht nur ein Spiel
verloren gegangen ist, ohne in Reaktion darauf dann deshalb mit seiner
NATO-Armee die Welt für künftiges Leben unbewohhnbar zu machen. Was dazu mit
den unvorstellbaren Massen an angehäuftem Spekukationsspielgeld passieren
soll, kann man sich ganicht ausmalen, reales Geld im zigfachen Umfang
dessen, was je wirtschaftlich gedeckt sein kann.

Jüngst war zur trefflichen Gegenüberstellung eine bezeichnende Koinzidenz,
als am selben Wochenende die Politclowns der G7 sich genau eben als solche
in Kanada aufführten, zugleich in China beim Gipfeltreffen der SCO dort
Indien und Pakistan als neue Mitglieder aufgenommen wurden. Damit
repräsentiert die SCO nun locker die halbe Weltbevölkerung, militärisch und
wirtschaftlich, zugleich machen sich die Vertreter von einem Teil des Rests
zum Narren.

Aber in hiesigen Breiten geht das Spiel mit der Globalisierei dennoch
weiter, destruktiv, keinesfalls am Gewinn zugunsten der Menschen
ausgerichtet. Bevor die U.S.A. niemanden sonst mehr haben, den sie
verprügeln können, um ihre Stellung als die auserwählte Nation um eine
zunehmend absurder werdende weitere Windung weiterzuspulen, prügeln sie
lieber auf ihren Vasallen herum, die ja doch nie mit eigener Linie sich
dagegen haben durchsetzen wollen, was man gerade am von den U.S.A. mutwillig
gebrochenen internationalen Vertrag mit dem Iran merkt. Könnte die EU ihre
Linie fortsetzen, sehr zu ihrem Vorteil, bliebe der Vertrag aufrecht. Sehr
wahrscheinlich ist das aber nicht so.

Nun ja, schön wäre ja, wenn zumndest der Stand der Beobachtung sich als dem
angemessen zeigen würde, was an Information offen und deutlich einsichtig
ist. Offenbar geht das aber nicht.

Wenn Europa ein Schlachtfeld ist, das mit seiner alten Kultur sich als zu
mächtig geworden ausnimmt, gemessen an den kolonialen Interessen anderswo,
dann ist das, was sich als Politik zur Einwanderung ausnimmt, eben Teil von
Kriegsführung geworden.

Wären hier indes genug Menschen an Humanität interessiert, wäre zumindest zu
erwarten, dass die haarsträubenden Denkschablonen der vergangenen 70 Jahre
geradegerückt würden, vor allem, dass die Interessen benannt und
klargestellt würden.

Stattdessen kann man nur erwarten, dass der massenmediale Totengesang in die
Hirne kriecht, von der viel zu großen Masse derer aufrecht gehalten, die
immer noch panische Angst haben, sie versäumten etwas, wenn sie den Mist
endlich einmal abdrehten.

So geht dann die Leier, den Menschen den Ruin ihrer Herkunftsländer
absprechen, persönliche Motvie vorschieben ... an die Stelle von humanitärer
Planung für ein mögliches Wohlergehen kocht dann die unablässige Dampfsuppe
von einem Humanizing als medialem Kniff, stets gezielt Betroffenheit zu
erzeugen und Analyse abzuwürgen.

Natürlich gibt es Analysen, siehe die obige, und die Welt geht auch nicht
unter, siehe etwa das stolze Wirtschaftswachstum im riesigen Verbund der
SCO. Einzig wer die Welt niemals anders wahrnehmen wollte als dass er
als deren Nabel glaubt gelten zu müssen, gehört nun zu den verbleichenden
Gestalten, und diese Rolle beschleunigt sich ziemlich rasch.

Gerade vernahm ich, dass ein Paketzusteller im Trüben fischt, für in der
Ukraine zu bewerbende Interessenten falsche polnische Papiere zu
organisieren, sodass der Lohn zur Zustellung in Deutschland nochmals satt zu
drücken sei. So spielt das Leben, was man leichter sieht, wenn man jene
Leier von 70 Jahre Schizophrenie plus rosaroten Wolken in der
dauerkriegsführender Bewirtschaftung einmal abdreht.

Und Links & Liberal & Grün usw. sind allemsamt nurmehr damit beschäftigt,
ihr Grab zu schaufeln. So geht das dahin. Das Desaster ist genau ein
solches. Die Erwachsenen sind nun woanders.
Frank Hucklenbroich
2018-07-30 13:31:28 UTC
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Permalink
Raw Message
Post by Ralf Joerres
Lindner war wohl auf das dünne Eis der rechten Gedankenwelt
vorgestoßen, um ein paar Likes zu Gunsten seiner Partei zu kassieren.
Ich finde sehr interessant, welche Bilder er dabei evoziert,
angefangen beim (friedlichen) Anstehen an der Brötchentheke mit einem,
von dem nicht klar ist, ob er dazugehören soll oder nicht, über den
hochqualifizierten indischen Programmierer bis zum illegal durch die
Grenzkontrollen geschlüpften Wirtschaftsmigranten.
Wirtschaftsmigranten - sind das die, die mit dem Geldkoffer über die Grenze
nach Luxemburg schlüpfen?

Grüße,

Frank
d***@gmail.com
2018-08-13 21:12:36 UTC
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