Discussion:
Das Smartphone zerstoert eine ganze Generation
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Wecking
2017-08-07 19:14:20 UTC
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Raw Message
07.08.2017
Expertin alarmiert
Zerstört das Smartphone eine ganze Generation?
Smartphone, Tablet und soziale Netze haben unser Leben in den
letzten Jahren revolutioniert. Geht es nach der US- Psychologin
Jean Twenge, hat diese IT- Revolution aber nicht nur Gutes
gebracht. Jugendliche, die eine Welt ohne allgegenwärtiges
mobiles Internet gar nicht mehr kennen, führen ein ganz
anderes Leben als ihre Eltern. Sie sind unglücklicher,
unselbstständiger und einsamer. Eine "zerstörte Generation"?
[.]
Twenge untermauert ihre Diagnose mit aktuellen Statistiken
aus den USA. So habe sich etwa die Zahl der wöchentlichen
Treffen mit Freunden seit dem Start des ersten iPhones im
Jahr 2007 deutlich reduziert - bei 17- bis 18- Jährigen
von 2,9 auf 2,3 Treffen pro Woche, bei jüngeren Schülern
von etwa 2,5 auf 1,9 Treffen pro Woche. Der Grund: Weil
Jugendliche heute nonstop über Snapchat, Facebook und
andere soziale Medien miteinander verbunden sind,
legen sie nicht mehr so viel Wert auf persönliche Treffen.
[.]
Insgesamt entspreche der Entwicklungsstand eines heute
18- Jährigen dem eines 15- Jährigen vor 20 Jahren. Und ein
heute 15- Jähriger lebt eher das Leben eines 13- Jährigen
früherer Jahrzehnte. Wozu auch mit dem Erwachsenwerden
beeilen, wenn man die Freunde ohnedies im Kinderzimmer
liegend am Smartphone erreicht und sich nicht in der
echten Welt trifft?

Zwischenmenschliches leidet unter Flucht ins Virtuelle
Die Entwicklung hin zur Smartphone- Lethargie sei Gift für
die Beziehungen und das psychische Wohlbefinden der Jugend-
lichen. Obwohl sie länger bei ihren Eltern wohnen, ent-
fremden sie sich nach Auffassung der Psychologin von
diesen. Statt mit der Familie zu reden, stecken viele
Jugendliche die Nase in ihr Smartphone. Und statt sich -
ihrem Alter angemessen - zu Verabredungen zu treffen,
chatten Jugendliche mit ihrem Schwarm am Smartphone.

Auch diese Beobachtung untermauert die Psychologin mit
Zahlen: Gingen in den Achtzigern und Neunzigern noch rund
95 Prozent der Jugendlichen auf Dates, sind es heute bei
den 17- und 18- Jährigen nur mehr rund 55 Prozent. Bei
noch jüngeren Jugendlichen sind es 40 bis 50 Prozent.
Die Folge: Junge Menschen in den USA haben ihr "Erstes
Mal" heute messbar später als frühere Generationen.
[.]
Einerseits sorgen die Geräte dafür, dass sich Jugendliche
zunehmend selbst isolieren, andererseits wird ihnen diese
Isolation durch die Social- Media- Postings Anderer aber
auch in einem bisher ungekannten Maß vor Augen geführt.
Vor allem Mädchen leiden unter diesem Gefühl der Iso-
lation. Die Folge: Immer mehr Jugendliche leiden unter
Depressionen, die Selbstmordrate in den USA ist auf
dem höchsten Niveau seit Jahrzehnten.
[.]
Psychologische Untersuchungen in den USA legen ein-
deutig nahe, dass die Gefahr, unglücklich zu sein, mit
steigender Smartphone- Nutzung zunimmt. Im Umkehrschluss
erwiesen sich in Studien jene Jugendlichen als glücklicher
und zufriedener, die ihr Smartphone weniger nutzen und ver-
mehrt Aktivitäten außerhalb der virtuellen Welt nachgehen.
[.]
Ein Mädchen, das sich der Psychologin anvertraut hat,
berichtet über Gespräche mit einer Freundin: "Ich habe
versucht, mit ihr zu reden, aber sie hat mir gar nicht ins
Gesicht geschaut." Stattdessen habe sie nur ihr Smartphone
im Blick gehabt. "Das tut irgendwie weh. Ich könnte über
etwas Superwichtiges mit ihr reden und sie würde mir
überhaupt nicht zuhören."

Das Mädchen holte ihre Freundin zurück in die Realität:
"Ich habe ihr das Smartphone aus der Hand gerissen und
gegen die Wand geschmissen!" Es besteht also durchaus
Hoffnung, dass die "zerstörte" Generation Smartphone
doch noch aus ihrer selbstgewählten IT- Lethargie erwacht.
http
://www.krone.at/familie/zerstoert-das-smartphone-eine-ganze-generation-expertin-alarmiert-story-582354


Es wächst eine Generation von Vollpluzan heran, das
einzige womit sie sich auskennen ist mit dem Smartphone.

wg
Max Mustermann
2017-09-03 11:08:00 UTC
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Raw Message
Post by Wecking
Auch diese Beobachtung untermauert die Psychologin mit
Zahlen: Gingen in den Achtzigern und Neunzigern noch rund
95 Prozent der Jugendlichen auf Dates, sind es heute bei
den 17- und 18- Jährigen nur mehr rund 55 Prozent. Bei
noch jüngeren Jugendlichen sind es 40 bis 50 Prozent.
Die Folge: Junge Menschen in den USA haben ihr "Erstes
Mal" heute messbar später als frühere Generationen.
Es ist bekannt dass man mit Zahlen und Beispielen alles "beweisen" kann.


mfg
cc

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