Discussion:
starker Kaffee, starker Tee
(zu alt für eine Antwort)
w***@wp.pl
2017-08-11 12:17:59 UTC
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Guten Tag,

wie bezeichnet man umgangssprachlich einen sehr starken Kaffee oder Tee?

Gruß
Marcin
Martin Gerdes
2017-08-11 12:27:41 UTC
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Post by w***@wp.pl
wie bezeichnet man umgangssprachlich einen sehr starken Kaffee oder Tee?
Als Kaffee, in dem der Löffel steht.
Frank Hucklenbroich
2017-08-11 12:47:56 UTC
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Post by w***@wp.pl
Guten Tag,
wie bezeichnet man umgangssprachlich einen sehr starken Kaffee oder Tee?
Man sagt "Da bleibt der Löffel drin stehen". Bildlich gesprochen ist der
Kaffee so stark, daß er schon dickflüssig ist und man einen Löffel
hineinstellen kann.

Manchmal sagt man auch "Herzinfarktkaffee" dazu (=der Kafee ist so stark,
daß man davon einen Herzinfarkt bekommen kann).

Das Gegenstück wäre der "Blümchenkaffee", der ist so dünn, daß man durch
ihn die Blümchen im Porzellan am Boden der Kaffeetasse sehen kann.

Grüße,

Frank
Ralf Joerres
2017-08-23 21:29:45 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by w***@wp.pl
Guten Tag,
wie bezeichnet man umgangssprachlich einen sehr starken Kaffee oder Tee?
Man sagt "Da bleibt der Löffel drin stehen". Bildlich gesprochen ist der
Kaffee so stark, daß er schon dickflüssig ist und man einen Löffel
hineinstellen kann.
Dafür hab ich mal 'sämiger Kaffee' gelesen.
Post by Frank Hucklenbroich
Manchmal sagt man auch "Herzinfarktkaffee" dazu (=der Kafee ist so stark,
daß man davon einen Herzinfarkt bekommen kann).
Man könnte auch 'mörderischer Kaffee' dazu sagen.
Oder wie wär's mit 'gemeingefährlich'?

Alle nicht lexikalisiert, fallen unter 'dichterische Freiheit'.

Gruß Ralf Joerres
Andreas Karrer
2017-08-23 22:45:03 UTC
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Post by Ralf Joerres
Dafür hab ich mal 'sämiger Kaffee' gelesen.
Ich dachte, "sämig" sei ein Helvetismus. Duden sagt aber nur "eigentlich
mundartliche Nebenform von seimig". Seim und seimig sind in der
Schweiz nicht geläufig, sämig schon - damit wird sehr oft die
Konsistenz von Fondue beschrieben, eventuell auch die einer Sauce.

Man hat also ein Wort, das man fast nur für die Konsistenz von Fondue
benutzt, und verwendet dieses Wort in einem Rezept, um die zu
erzielende Konsistenz zu beschreiben. Um zu wissen, was "sämig"
bedeutet, muss man also wissen, was die "richtige" Konsistenz von
Fondue ist, und erst wenn man das weiss, kann man also ein "sämiges"
Fondue zubereiten. Man hätte auch einfach ein Fondue zubereiten
können, das die "richtige" Konsistenz hat.

In Kochrezepten findet man diese Art von Logik nicht so selten.


- Andi
U***@web.de
2017-08-24 07:52:47 UTC
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Raw Message
Moin,
Post by Andreas Karrer
Post by Ralf Joerres
Dafür hab ich mal 'sämiger Kaffee' gelesen.
Ich dachte, "sämig" sei ein Helvetismus. Duden sagt aber nur "eigentlich
mundartliche Nebenform von seimig". Seim und seimig sind in der
Schweiz nicht geläufig, sämig schon - damit wird sehr oft die
Konsistenz von Fondue beschrieben, eventuell auch die einer Sauce.
Man hat also ein Wort, das man fast nur für die Konsistenz von Fondue
benutzt, und verwendet dieses Wort in einem Rezept, um die zu
erzielende Konsistenz zu beschreiben. Um zu wissen, was "sämig"
bedeutet, muss man also wissen, was die "richtige" Konsistenz von
Fondue ist, und erst wenn man das weiss, kann man also ein "sämiges"
Fondue zubereiten. Man hätte auch einfach ein Fondue zubereiten
können, das die "richtige" Konsistenz hat.
In Kochrezepten findet man diese Art von Logik nicht so selten.
Auch bezogen auf andere Wörter?

Ich kenne 'sämig' aus Kochrezepten,
hatte leichte Schwierigkeiten,
mir darunter etwas vorzustellen oder
es gar von 'Samen' herzuleiten, wäre ja
wohl auch verkehrt gewesen.

Mit der Zeit maß ich dem Wort
'leicht breiig, aber nicht pappig' zu,
was in gewissen Widerspruch zu http://www.duden.de/rechtschreibung/saemig
steht.

Gruß, ULF
Gunhild Simon
2017-08-24 09:42:06 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Moin,
Post by Andreas Karrer
Post by Ralf Joerres
Dafür hab ich mal 'sämiger Kaffee' gelesen.
Ich dachte, "sämig" sei ein Helvetismus. Duden sagt aber nur "eigentlich
mundartliche Nebenform von seimig". Seim und seimig sind in der
Schweiz nicht geläufig, sämig schon - damit wird sehr oft die
Konsistenz von Fondue beschrieben, eventuell auch die einer Sauce.
Man hat also ein Wort, das man fast nur für die Konsistenz von Fondue
benutzt, und verwendet dieses Wort in einem Rezept, um die zu
erzielende Konsistenz zu beschreiben. Um zu wissen, was "sämig"
bedeutet, muss man also wissen, was die "richtige" Konsistenz von
Fondue ist, und erst wenn man das weiss, kann man also ein "sämiges"
Fondue zubereiten. Man hätte auch einfach ein Fondue zubereiten
können, das die "richtige" Konsistenz hat.
In Kochrezepten findet man diese Art von Logik nicht so selten.
Auch bezogen auf andere Wörter?
Ich kenne 'sämig' aus Kochrezepten,
hatte leichte Schwierigkeiten,
mir darunter etwas vorzustellen oder
es gar von 'Samen' herzuleiten, wäre ja
wohl auch verkehrt gewesen.
Mit der Zeit maß ich dem Wort
'leicht breiig, aber nicht pappig' zu,
was in gewissen Widerspruch zu http://www.duden.de/rechtschreibung/saemig
steht.
mir ist sämig nur als Attribut für die
gelungene Sauce geläufig, Seim als in
Verbindung mit Honig - Honigseim.
(Klingt für mich etwas eklig.)

Gruß
Gunhild
Helmut Richter
2017-08-24 10:59:48 UTC
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Post by Gunhild Simon
mir ist sämig nur als Attribut für die
gelungene Sauce geläufig,
Dito. Wobei "gelungen" dem Zeit- und dem individuellen Geschmack
unterliegt. Die klassische Hausfrauensauce, die aus einer Mehlschwitze
entstanden (mit einem Becher Mehl, daher franz. Béchamel) und daher
sämig ist, ist in Verruf geraten. Stattdessen hat ein Kalbsjus die
alleinige Grundlage zu sein, aber der hat seine Tücken: erstens hat man
davon nie genug, es sei denn, man hat reichlich Kalbsknochen, deren Jus
nicht für das Fleisch gebraucht wurde, das mal dran hing (Hundefutter
oder was?) und zweitens ist das sehr temperaturabhängig, nämlich nur
sämig, wenn es fast kalt ist.

Beim Schweinsbraten ist das anders: da hat die Sauce dünnflüssig wie
Wasser zu sein -- dunkelbraun und voller Aroma. Wobei ich auch da
zugeben, Schwierigkeiten zu haben, wenn ich für viele Leute
Schweinsbraten machen: da läuft auch nur endlich viel echte Sauce
zusammen, selbst wenn man oft genug Bier drüberschüttet.
Post by Gunhild Simon
Seim als in
Verbindung mit Honig - Honigseim.
(Klingt für mich etwas eklig.)
Dito. Kenne ich nur aus Luthers Psalm 19: "Sie sind süsser denn Honig
vnd honigseim." Der Honigseim hat sich durch die Revisionen bis heute
erhalten, aber ich nehme an, dass die meisten Leser nicht genau sagen
könne, was das Wort bedeutet.
--
Helmut Richter
U***@web.de
2017-08-24 12:07:33 UTC
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Moin,
Post by Helmut Richter
Beim Schweinsbraten ist das anders: da hat die Sauce dünnflüssig wie
Wasser zu sein
Beim Schweinebraten hingegen gerne etwas viskoser.

Gruß, ULF
Sergio Gatti
2017-08-24 12:35:44 UTC
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Post by U***@web.de
Moin,
Post by Helmut Richter
Beim Schweinsbraten ist das anders: da hat die Sauce dünnflüssig wie
Wasser zu sein
Beim Schweinebraten hingegen gerne etwas viskoser.
Gruß, ULF
Ist der Unterschied:
- nur sprachlich bedingt? SchweinSbraten gegen SchweinEbraten.
- regional bedingt? Bayern gegen X (Bitte X durch eine
passende Gegend ersetzen.)
- eine persönliche Geschmackssache?
VDIV.
U***@web.de
2017-08-24 12:42:42 UTC
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Raw Message
Moin,
Post by Sergio Gatti
Post by U***@web.de
Post by Helmut Richter
Beim Schweinsbraten ist das anders: da hat die Sauce dünnflüssig wie
Wasser zu sein
Beim Schweinebraten hingegen gerne etwas viskoser.
- nur sprachlich bedingt? SchweinSbraten gegen SchweinEbraten.
- regional bedingt? Bayern gegen X (Bitte X durch eine
passende Gegend ersetzen.)
- eine persönliche Geschmackssache?
VDIV.
Irgendwann kam mal eine Sendung mit Restauranttestern,
die meinten, in Bayern sei die Bratensoße außergewöhnlich
dünn, in und für Bayern sei das dann aber in Ordnung.

Könnte ungefähr mit der Bezeichnungsgrenze zusammenfallen.

Gruß, ULF
Helmut Richter
2017-08-24 14:17:11 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Post by Sergio Gatti
Post by U***@web.de
Post by Helmut Richter
Beim Schweinsbraten ist das anders: da hat die Sauce dünnflüssig wie
Wasser zu sein
Beim Schweinebraten hingegen gerne etwas viskoser.
- nur sprachlich bedingt? SchweinSbraten gegen SchweinEbraten.
- regional bedingt? Bayern gegen X (Bitte X durch eine
passende Gegend ersetzen.)
- eine persönliche Geschmackssache?
Ich denke, der Unterschied ist primär sprachlich-regional, also nicht
von der Zubereitung abhängig. "Schweinsbraten" ist primär bairisch (also
in Bayern die Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz,
wahrscheinlich auch in Österreich). Wie es im Alemannischen und
Fränkischen aussieht, weiß ich nicht. Auf Speisekarten wird trotzdem oft
"Schweinebraten" geschrieben.
Post by U***@web.de
Irgendwann kam mal eine Sendung mit Restauranttestern,
die meinten, in Bayern sei die Bratensoße außergewöhnlich
dünn, in und für Bayern sei das dann aber in Ordnung.
Wenn dünn nicht "wässrig und geschmacklos" heißt, sondern "ohne Mehl,
aber mit vollem Geschmack", dann ist das richtig.
Post by U***@web.de
Könnte ungefähr mit der Bezeichnungsgrenze zusammenfallen.
Ich bin kein Restauranttester; mein Urteil ist hauptsächlich vom Zufall
bestimmt, wo ich mal essen gehe. Den besten Schweinsbraten der letzten
Zeit habe ich in Kipfenberg (geografischer Mittelpunkt Bayerns, nördlich
der Donau, gerade noch Oberbayern) gegessen. Wie flüssig die Soße war,
erinnere ich mich nicht, jedenfalls nicht pappig, sonst hätte das
Minuspunkte gegeben. Großer Pluspunkt: es war kein trockenes
Diätschwein, sondern überall fein von Fett durchwachsen. (Ich esse auch
gern mal fettarm, aber nicht gerade dann, wenns Schweinsbraten gibt.)
--
Helmut Richter
Reinhold {Rey} Aman
2017-08-24 17:41:16 UTC
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"Schweinsbraten" ist primär bairisch (also in Bayern die
Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz,
wahrscheinlich auch in Österreich).
Auch: Schweiners.

Bei uns am Sonntag immer: Raiwagneel mid Schwainas.
--
~~~ Reinhold {Rey} Aman ~~~
Christina Kunze
2017-08-24 13:02:34 UTC
Permalink
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Post by Sergio Gatti
Post by U***@web.de
Moin,
Post by Helmut Richter
Beim Schweinsbraten ist das anders: da hat die Sauce dünnflüssig wie
Wasser zu sein
Beim Schweinebraten hingegen gerne etwas viskoser.
Gruß, ULF
- nur sprachlich bedingt? SchweinSbraten gegen SchweinEbraten.
- regional bedingt? Bayern gegen X (Bitte X durch eine
passende Gegend ersetzen.)
- eine persönliche Geschmackssache?
VDIV.
Regional bedingt, und zwar sowohl sprachlich als auch viskositätstechnisch.

Schweinsbraten gibt's südlich und Schweinebraten nördlich des
Weißwurstäquators.

chr
Roland Franzius
2017-08-24 13:30:36 UTC
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Post by Christina Kunze
Schweinsbraten gibt's südlich und Schweinebraten nördlich des
Weißwurstäquators.
Nach meiner Erfahrung ist das eher der nördliche Schweinderlwendekreis.
--
Roland Franzius
Christian Weisgerber
2017-08-24 20:36:35 UTC
Permalink
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Post by Sergio Gatti
- nur sprachlich bedingt? SchweinSbraten gegen SchweinEbraten.
- regional bedingt? Bayern gegen X (Bitte X durch eine
passende Gegend ersetzen.)
- eine persönliche Geschmackssache?
Ich verweise zu dem Thema wieder auf...

Damaris Nübling, Renata Szczepaniak
Linking elements in German: Origin, Change, Functionalization
https://www.germanistik.uni-mainz.de/files/2015/03/Nuebling_Szczepaniak_2013_linking_elements_grammaticalization.pdf

... das wenigstens etwas Licht ins Dunkel bringt.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
x***@gmail.com
2017-08-24 19:15:52 UTC
Permalink
Raw Message
Post by U***@web.de
Post by Helmut Richter
Beim Schweinsbraten ist das anders: da hat die Sauce dünnflüssig wie
Wasser zu sein
Beim Schweinebraten hingegen gerne etwas viskoser.
Allerdings, das Haus Mondamin hat da probate Produkte
in Programm (nach dem Andicken würzen).

FR
Christina Kunze
2017-08-24 20:50:01 UTC
Permalink
Raw Message
Post by x***@gmail.com
Post by U***@web.de
Post by Helmut Richter
Beim Schweinsbraten ist das anders: da hat die Sauce dünnflüssig wie
Wasser zu sein
Beim Schweinebraten hingegen gerne etwas viskoser.
Allerdings, das Haus Mondamin hat da probate Produkte
in Programm (nach dem Andicken würzen).
Hast Du nicht hier neulich irgendwas von Höhen geschrieben, in denen
sich Dein Leben bewegt?
Meintest Du damit, dass der Fertigsoßenbinder im oberen Regal steht?

chr
x***@gmail.com
2017-08-25 16:21:35 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Christina Kunze
Post by x***@gmail.com
Post by U***@web.de
Post by Helmut Richter
Beim Schweinsbraten ist das anders: da hat die Sauce dünnflüssig wie
Wasser zu sein
Beim Schweinebraten hingegen gerne etwas viskoser.
Allerdings, das Haus Mondamin hat da probate Produkte
in Programm (nach dem Andicken würzen).
Hast Du nicht hier neulich irgendwas von Höhen geschrieben, in denen
sich Dein Leben bewegt?
Meintest Du damit, dass der Fertigsoßenbinder im oberen Regal steht?
Du, Crystal, warum bist'n Du immer so?

FR
Martin Gerdes
2017-08-24 16:12:18 UTC
Permalink
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Sagst Du "Schweinsbraten" (und "Rindsbraten")? Ich sage Schweine- und
Rinderbraten, kenne die ersteren Formen als österreichisch.
Diedrich Ehlerding
2017-08-24 17:11:21 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Gerdes
Sagst Du "Schweinsbraten" (und "Rindsbraten")? Ich sage Schweine- und
Rinderbraten, kenne die ersteren Formen als österreichisch.
"Schweinsbraten" ist in Bayern ebenfalls verbreitet und kommt auch in
Nordbayern und Franken vor - Beispiele:
<https://www.leckerchecker.de/rezept/1415/schweinsbraten-fraenkisch>
<http://www.burghardt-betzenstein.de/speisekarte>
<http://places.bayern-online.de/nuernberg/moegeldorf/doktorshof-fraenkisches-wirtshaus-nuernberg>
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
Andreas Karrer
2017-08-26 11:56:28 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Gerdes
Sagst Du "Schweinsbraten" (und "Rindsbraten")? Ich sage Schweine- und
Rinderbraten, kenne die ersteren Formen als österreichisch.
Beides auch schweizerisch. "Schweinebraten" geht im Dialekt gar nicht,
"Rinderbraten" wäre möglich, aber Rindsbraten ist der übliche
Ausdruck.

- Andi

x***@gmail.com
2017-08-24 19:13:03 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Helmut Richter
Post by Gunhild Simon
mir ist sämig nur als Attribut für die
gelungene Sauce geläufig,
Dito. Wobei "gelungen" dem Zeit- und dem individuellen Geschmack
unterliegt. Die klassische Hausfrauensauce, die aus einer Mehlschwitze
entstanden (mit einem Becher Mehl, daher franz. Béchamel) und daher
sämig ist, ist in Verruf geraten. Stattdessen hat ein Kalbsjus die
alleinige Grundlage zu sein, aber der hat seine Tücken: erstens hat man
davon nie genug, es sei denn, man hat reichlich Kalbsknochen, deren Jus
nicht für das Fleisch gebraucht wurde, das mal dran hing (Hundefutter
oder was?) und zweitens ist das sehr temperaturabhängig, nämlich nur
sämig, wenn es fast kalt ist.
Ein mir bekannter Germanist leistete seinen Wehrdienst bei
der Bereitschaftspolizei (Bepo) Leipzig, wurde wegen
Mangels an militärischer Leistungsfähigkeit hauptsächlich
in der Küche verwendet, wo eine seiner hauptsächlichen
Tätigkeiten die Herstellung von Jus war - er berichtete
von der sächsischen Aussprach des Wortes: Schie.
Post by Helmut Richter
Beim Schweinsbraten ist das anders: da hat die Sauce dünnflüssig wie
Wasser zu sein -- dunkelbraun und voller Aroma. Wobei ich auch da
zugeben, Schwierigkeiten zu haben, wenn ich für viele Leute
Schweinsbraten machen: da läuft auch nur endlich viel echte Sauce
zusammen, selbst wenn man oft genug Bier drüberschüttet.
Ich nehme keine Anstände, Soßen zu verlängern und dem
Geschmack mit südamerikanischem Fleischextrakt aufzuhelfen - FR
Martin Gerdes
2017-08-24 16:12:18 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Karrer
Post by Ralf Joerres
Dafür hab ich mal 'sämiger Kaffee' gelesen.
Ich dachte, "sämig" sei ein Helvetismus.
Staun.
Post by Andreas Karrer
Duden sagt aber nur "eigentlich mundartliche Nebenform von seimig".
Seim und seimig sind in der Schweiz nicht geläufig, sämig schon
- damit wird sehr oft die Konsistenz von Fondue beschrieben,
eventuell auch die einer Sauce.
ACK.

"Sämig" gehört zu meinem aktiven Wortschatz. "Seim" kenne ich, aber eher
noch das Kompositum "Honigseim". "Seimig" kenne ich nicht, hätte ich mir
vermutlich aber zusammengereimt.
x***@gmail.com
2017-08-24 19:00:47 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Karrer
Post by Ralf Joerres
Dafür hab ich mal 'sämiger Kaffee' gelesen.
Ich dachte, "sämig" sei ein Helvetismus. Duden sagt aber nur "eigentlich
mundartliche Nebenform von seimig". Seim und seimig sind in der
Schweiz nicht geläufig, sämig schon - damit wird sehr oft die
Konsistenz von Fondue beschrieben, eventuell auch die einer Sauce.
mittelviskos
Post by Andreas Karrer
Man hat also ein Wort, das man fast nur für die Konsistenz von Fondue
benutzt, und verwendet dieses Wort in einem Rezept, um die zu
erzielende Konsistenz zu beschreiben. Um zu wissen, was "sämig"
bedeutet, muss man also wissen, was die "richtige" Konsistenz von
Fondue ist, und erst wenn man das weiss, kann man also ein "sämiges"
Fondue zubereiten. Man hätte auch einfach ein Fondue zubereiten
können, das die "richtige" Konsistenz hat.
Ich nehme an, es geht hier um Käsefondue, eine Zubereitung, die
pappesatt macht, was meine mecklenburgische Großmutter
wehrsam nannte - FR
Stephan Seitz
2017-08-11 14:22:31 UTC
Permalink
Raw Message
Post by w***@wp.pl
wie bezeichnet man umgangssprachlich einen sehr starken Kaffee oder Tee?
Es gibt bei auch den texanischen Kaffee. Hier schwimmt noch das
Hufeisen drin.

Schönes Wochenende!

Stephan
--
| Stephan Seitz E-Mail: stse+***@fsing.rootsland.net |
| Public Keys: http://fsing.rootsland.net/~stse/keys.html |
Martin Gerdes
2017-08-11 22:17:06 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Stephan Seitz
Post by w***@wp.pl
wie bezeichnet man umgangssprachlich einen sehr starken Kaffee oder Tee?
Es gibt bei auch den texanischen Kaffee. Hier schwimmt noch das
Hufeisen drin.
2 Googles, wenn ich richtig zähle. So ganz umgangssprachlich ist das
wohl nicht. Auch Deine Beschreibung ist nicht ganz treffend.

Ein texanischer Kaffee soll so stark (und damit dickflüssig) sein, daß
sogar ein Hufeisen darauf schwömme.
Bertel Lund Hansen
2017-08-12 06:19:59 UTC
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Raw Message
Post by Martin Gerdes
Ein texanischer Kaffee soll so stark (und damit dickflüssig) sein, daß
sogar ein Hufeisen darauf schwömme.
Im Dänischen nennen wir es "cowboykaffe", und der Begriff ist
relativ wohlbekannt.
--
Bertel, Dänemark
Jakob Achterndiek
2017-08-12 08:27:14 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Martin Gerdes
Ein texanischer Kaffee soll so stark (und damit dickflüssig) sein, daß
sogar ein Hufeisen darauf schwömme.
Im Dänischen nennen wir es "cowboykaffe", und der Begriff ist
relativ wohlbekannt.
Kaffee kann so stark sein, daß er Tote zum Leben erwecken könnte.
--
j/\a
Roland Franzius
2017-08-12 10:12:32 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Martin Gerdes
Ein texanischer Kaffee soll so stark (und damit dickflüssig) sein, daß
sogar ein Hufeisen darauf schwömme.
Im Dänischen nennen wir es "cowboykaffe", und der Begriff ist
relativ wohlbekannt.
Kaffee kann so stark sein, daß er Tote zum Leben erwecken könnte.
Nach meinen Beobachtungen zeigt aber Kaffee selbst bei noch Lebendigen
jenseits der Altersgrenze kaum irgendeine Wirkung.
--
Roland Franzius
x***@gmail.com
2017-08-12 18:26:29 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Martin Gerdes
Ein texanischer Kaffee soll so stark (und damit dickflüssig) sein, daß
sogar ein Hufeisen darauf schwömme.
Im Dänischen nennen wir es "cowboykaffe", und der Begriff ist
relativ wohlbekannt.
Ist es in Dänemark auch so wie in Schweden, wo fast jede
Familie Verwandtschaft im mittleren Westen der USA hat?

FR
Bertel Lund Hansen
2017-08-13 09:39:20 UTC
Permalink
Raw Message
Post by x***@gmail.com
Ist es in Dänemark auch so wie in Schweden, wo fast jede
Familie Verwandtschaft im mittleren Westen der USA hat?
Das glaube. Ich habe in dk.kultur.sprog gefragt, und einer
bestätigt es. Später las ich auf einer Webseite, dass zwischen
1869 und 1908 394'000 Dänen zu USA auswanderten. In 1908 gab es
2,5 Mio. Dänen in Dänemark.

Wenn sie alle in 1908 ausgewandert hätten, würde das etwa 16 %
von der Befölkerung gewesen sein. Und als eine Person mit vielen
anderen verwandt ist, trifft das wohl fast die ganze Befölkerung.
--
Bertel, Dänemark
x***@gmail.com
2017-08-13 18:02:59 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Bertel Lund Hansen
Post by x***@gmail.com
Ist es in Dänemark auch so wie in Schweden, wo fast jede
Familie Verwandtschaft im mittleren Westen der USA hat?
Das glaube. Ich habe in dk.kultur.sprog gefragt, und einer
bestätigt es. Später las ich auf einer Webseite, dass zwischen
1869 und 1908 394'000 Dänen zu USA auswanderten. In 1908 gab es
2,5 Mio. Dänen in Dänemark.
Wenn sie alle in 1908 ausgewandert hätten, würde das etwa 16 %
von der Befölkerung gewesen sein. Und als eine Person mit vielen
anderen verwandt ist, trifft das wohl fast die ganze Befölkerung.
Aus einem pfälzer Weindörfchen (heute ca. 1.000 Einwohner) machte
sich ein Paar auf nach Amerika, versorgte am Flusse Sacramento beim Goldgewinnen durstig Gewordene mit Getränken, legte die Revenuen
in Immobilien an und ihr Enkel macht derzeit als Präsident einigen
Wirbel.
Übrigens stammt auch die Familie Heinz, bekannt als Hersteller
indegustabler Soßen, aus jenem Ort namens Kallstadt - FR
Andreas Karrer
2017-08-11 23:27:36 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Stephan Seitz
Post by w***@wp.pl
wie bezeichnet man umgangssprachlich einen sehr starken Kaffee oder Tee?
Es gibt bei auch den texanischen Kaffee. Hier schwimmt noch das
Hufeisen drin.
Ach was. In Texas hab ich (allerdings vor 25 Jahren) überhaupt nie starken
Kaffee bekommen. Die übliche amerikanische Plörre halt.

In den letzten Wochen in New England, Quebec, NY und NYC war das auch nicht
anders. Starbucks hat wohl die US-Kaffeekultur verändert, aber nur
insofern, als sie jetzt diverse Sirupe in den Kaffee giessen. Richtigen
Espresso gibts da nicht (ich hab allerdings auch nicht genau gesucht).

- Andi
Frank Hucklenbroich
2017-08-12 12:42:33 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Karrer
Post by Stephan Seitz
Post by w***@wp.pl
wie bezeichnet man umgangssprachlich einen sehr starken Kaffee oder Tee?
Es gibt bei auch den texanischen Kaffee. Hier schwimmt noch das
Hufeisen drin.
Ach was. In Texas hab ich (allerdings vor 25 Jahren) überhaupt nie starken
Kaffee bekommen. Die übliche amerikanische Plörre halt.
In den letzten Wochen in New England, Quebec, NY und NYC war das auch nicht
anders.
Da wären wir uns ja beinahe über den Weg gelaufen, aus NYC bin ich vor
einer Woche zurück.

Dieser Laden hier war bei mir um die Ecke, da fand ich den Kaffee
annehmbar:

http://georges-ny.com/

Hingegen bei Dunkin' Donuts, selbst der sogenannte Cappuchino - ein
Trauerspiel. Dafür saß man da neben New Yorker Cops beim Frühstück (und ich
hielt das mit den Donuts immer für eine Erfindung der "Simpsons").
Post by Andreas Karrer
Starbucks hat wohl die US-Kaffeekultur verändert, aber nur
insofern, als sie jetzt diverse Sirupe in den Kaffee giessen.
Da habe ich im Delaware Welcome Center den Eiskaffee probiert. Pfui Teufel,
schwarzer Kaffe randvoll gefüllt mit Eiswürfeln.
Post by Andreas Karrer
Richtigen
Espresso gibts da nicht (ich hab allerdings auch nicht genau gesucht).
Vielleicht in Little Italy? Da waren wir allerdings nur Mittagessen, war
aber okay.

Grüße,

Frank
Quinn C
2017-08-14 16:39:47 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Karrer
Post by Stephan Seitz
Post by w***@wp.pl
wie bezeichnet man umgangssprachlich einen sehr starken Kaffee oder Tee?
Es gibt bei auch den texanischen Kaffee. Hier schwimmt noch das
Hufeisen drin.
Ach was. In Texas hab ich (allerdings vor 25 Jahren) überhaupt nie starken
Kaffee bekommen. Die übliche amerikanische Plörre halt.
In den letzten Wochen in New England, Quebec, NY und NYC war das auch nicht
anders. Starbucks hat wohl die US-Kaffeekultur verändert, aber nur
insofern, als sie jetzt diverse Sirupe in den Kaffee giessen. Richtigen
Espresso gibts da nicht (ich hab allerdings auch nicht genau gesucht).
Zumindest in großen Städten wie NYC, Boston, Montreal, aber auch
in der Stadt Quebec müßte man den auf alle Fälle finden. In
Montreal mindestens seit den 1960er Jahren.

Starbucks Kaffee ist immerhin keine Plörre. Ich beziehe mich dabei
auf den "freshly brewed coffee", das einzige, was ich da bestelle,
wenn keine bessere Alternative in Sicht ist. Der entspricht einem
kräftigen deutschen Filterkaffee. Für Leute, die Kaffee als Droge
und nicht als Getränk verwenden (d.h. in theoretisch injizierbaren
Dosen), mag das freilich nicht stark genug sein.
--
gugelgans, f., alberne gans, schelte:
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Andreas Karrer
2017-08-14 23:26:31 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Quinn C
Zumindest in großen Städten wie NYC, Boston, Montreal, aber auch
in der Stadt Quebec müßte man den auf alle Fälle finden. In
Montreal mindestens seit den 1960er Jahren.
In Montreal waren wir nicht, sonst hätt ich mich gemeldet. In Quebec
City auch nur kurz zum Poutine-Essen :-)

In der Zwischenzeit wieder in NYC in einem anderen Hotel in der Nähe
von Madison Square Garden: Auf der 9th Av zwischen 34th und 42nd gibt
es eine ganze Reihe Restaurants, die nicht nur italienische Namen,
sondern auch solche Betreiber und Espressomaschinen haben. Kostet
weniger als ein Espresso in Zürich, aber das wird keinen erstaunen.
Post by Quinn C
Starbucks Kaffee ist immerhin keine Plörre. Ich beziehe mich dabei
auf den "freshly brewed coffee", das einzige, was ich da bestelle,
wenn keine bessere Alternative in Sicht ist. Der entspricht einem
kräftigen deutschen Filterkaffee.
Ich trink das hier ja auch, mit Milch und Zucker. In den Hotels steht
manchmal eine "Keurig"-Maschine mit diesen vergleichsweise sehr grossen
Kapseln rum, das ist auch ganz gut.

Zuhause trink ich nur Espresso oder den "Moka" aus den gleichnamigen
italienischen Kannen. Filterkaffee ist hier (CH) ziemlich ausser
Gebrauch geraten, man kriegt das kaum in Restaurants und die Leute,
deren Kücheneinrichtungen ich besser kenne, haben sowas nicht. Dafür
Nespresso-Kapselmaschinen oder Clones.
Post by Quinn C
und nicht als Getränk verwenden (d.h. in theoretisch injizierbaren
Dosen), mag das freilich nicht stark genug sein.
Milchkaffee und Espresso sind mMn einfach zwei komplett
unterschiedliche Getränke, die zufällig aus den gleichen Bohnen
gewonnen werden.

- Andi
gregor herrmann
2017-08-16 03:24:16 UTC
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Post by Andreas Karrer
Ach was. In Texas hab ich (allerdings vor 25 Jahren) überhaupt nie starken
Kaffee bekommen. Die übliche amerikanische Plörre halt.
In den letzten Wochen in New England, Quebec, NY und NYC war das auch nicht
anders. Starbucks hat wohl die US-Kaffeekultur verändert,
Einspruch. In Portland, OR, gibt's sehr brauchbaren Kaffee (zu tw.
unanstaendigen Preisen und mit einem Theater rundherum wie bei den
aergsten Craft-Beer-Freaks), und auch neulich in Montréal, QC (nicht
grad US-whatever, aber weil du es auch erwaehnt hast), hab ich auch
durchaus passablen Espresso getrunken.

Starbucks assoziiere ich allerdings nur mit Abwaschwasser (und
Gratis-WLAN).


gregor
--
.''`. https://info.comodo.priv.at/ - Debian Developer https://www.debian.org
: :' : OpenPGP fingerprint D1E1 316E 93A7 60A8 104D 85FA BB3A 6801 8649 AA06
`. `' Member of VIBE!AT & SPI, fellow of the Free Software Foundation Europe
`- NP: Donovan: Barabajagal
Markus Ermert
2017-08-21 06:28:04 UTC
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Post by Andreas Karrer
Die übliche amerikanische Plörre halt.
Immer wieder behaupten Leute, die US-Kaffeekultur habe sich in den
vergangenen Jahren verbessert. Stimmt aber nicht. Üble zerkochte oder
überflavourte Brühe aus Pappbechern, selbst in gehobenen Hotels. Sie können
und wollen es einfach nicht.
Bertel Lund Hansen
2017-08-21 07:54:34 UTC
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Post by Markus Ermert
Immer wieder behaupten Leute, die US-Kaffeekultur habe sich in
den vergangenen Jahren verbessert. Stimmt aber nicht. Üble
zerkochte oder überflavourte Brühe aus Pappbechern, selbst in
gehobenen Hotels. Sie können und wollen es einfach nicht.
Vor vielen Jahren fuhr ich nach London für ein Wochenende. Ich
hatte mich dazu gefreut, zum Land des Tees zu kommen und wirklich
guten Tee schmecken.

Das war aber nicht möglich. Man bekam entweder warmes Wasser und
ein Teebeutelchen, oder sie servierten eine Teekanne mit Tee in
warmes Wasser schwimmend, was bedeutet, dass man nur in wenigen
Sekunden richtigen Tee einschenken kann. Bevor ist er zu schwach,
und nachher ist er zu stark.
--
Bertel, Dänemark
U***@web.de
2017-08-21 08:05:35 UTC
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Moin,
Post by Bertel Lund Hansen
was bedeutet, dass man nur in wenigen
Sekunden richtigen Tee einschenken kann. Bevor
Vorher
Post by Bertel Lund Hansen
ist er zu schwach,
und nachher ist er zu stark.
Gruß, ULF
Heinz Lohmann
2017-08-21 08:22:14 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Vor vielen Jahren fuhr ich nach London für ein Wochenende. Ich
hatte mich dazu gefreut, zum Land des Tees zu kommen und wirklich
guten Tee schmecken.
Ostfriesland liegt von Dänemark aus wesentlich günstiger!
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
x***@gmail.com
2017-08-21 10:09:25 UTC
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Raw Message
Post by Markus Ermert
Post by Andreas Karrer
Die übliche amerikanische Plörre halt.
Immer wieder behaupten Leute, die US-Kaffeekultur habe sich in den
vergangenen Jahren verbessert. Stimmt aber nicht. Üble zerkochte oder
überflavourte Brühe aus Pappbechern, selbst in gehobenen Hotels. Sie können
und wollen es einfach nicht.
Jüngst mit einem amerikanischen Freund über osteuropäische Weine
gesprochen und war leicht verwirrt bis festgestellt werden
konnte, er hatte Moldova (Moldavien, zu deutsch recte Moldau) mit
Moravia (Mähren) verwechselt - da muß man nachsichtig sein,
unseneins hat ja auch nicht den rechten Überblick hinsichtlich
der Gärungsprodukte von Idaho und Iowa.

FR
U***@web.de
2017-08-21 12:28:52 UTC
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Raw Message
Moin,
Post by x***@gmail.com
Jüngst mit einem amerikanischen Freund über osteuropäische Weine
gesprochen und war leicht verwirrt bis festgestellt werden
konnte, er hatte Moldova (Moldavien, zu deutsch recte Moldau) mit
Moravia (Mähren) verwechselt - da muß man nachsichtig sein,
Wobei erschwerend noch etwas Weinbau an der Moldau,
ehedem Wulda, hinzutritt.

Gruß, ULF
Roland Franzius
2017-08-21 13:36:20 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Moin,
Post by x***@gmail.com
Jüngst mit einem amerikanischen Freund über osteuropäische Weine
gesprochen und war leicht verwirrt bis festgestellt werden
konnte, er hatte Moldova (Moldavien, zu deutsch recte Moldau) mit
Moravia (Mähren) verwechselt - da muß man nachsichtig sein,
Wobei erschwerend noch etwas Weinbau an der Moldau,
ehedem Wulda, hinzutritt.
Das ist vollkommen analog zum dreistöckigen Hausbesitzer, bei dem noch
ein vierter Stock erscherend hinzutritt.
--
Roland Franzius
x***@gmail.com
2017-08-22 13:29:38 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Roland Franzius
Post by U***@web.de
Post by x***@gmail.com
Jüngst mit einem amerikanischen Freund über osteuropäische Weine
gesprochen und war leicht verwirrt bis festgestellt werden
konnte, er hatte Moldova (Moldavien, zu deutsch recte Moldau) mit
Moravia (Mähren) verwechselt - da muß man nachsichtig sein,
Wobei erschwerend noch etwas Weinbau an der Moldau,
ehedem Wulda, hinzutritt.
Das ist vollkommen analog zum dreistöckigen Hausbesitzer, bei dem noch
ein vierter Stock erscherend hinzutritt.
Ihr seid mir alle viel zu blöd, echt jetzt mal - FR
U***@web.de
2017-08-22 14:13:22 UTC
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Post by x***@gmail.com
Ihr seid mir alle viel zu blöd, echt jetzt mal - FR
Anonym läßt sich leicht xylostänkern.
Stefan Schmitz
2017-08-22 15:58:09 UTC
Permalink
Raw Message
Post by U***@web.de
Post by x***@gmail.com
Ihr seid mir alle viel zu blöd, echt jetzt mal - FR
Anonym läßt sich leicht xylostänkern.
Das ist doch der wohlbekannte FloRi.

Ich schätze, der hat neue Hardware und kriegt dort die alten
Einstellungen nicht mehr hin.
x***@gmail.com
2017-08-22 16:28:52 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Stefan Schmitz
Post by U***@web.de
Post by x***@gmail.com
Ihr seid mir alle viel zu blöd, echt jetzt mal - FR
Anonym läßt sich leicht xylostänkern.
Wenn Blödheit Haare wär'n, Alter, Du tätest rumloofen wie'n Bär.
Post by Stefan Schmitz
Das ist doch der wohlbekannte FloRi.
Ich schätze, der hat neue Hardware und kriegt dort die alten
Einstellungen nicht mehr hin.
Endlich ma eena, der wo mitdenken tut - FR
Quinn C
2017-08-23 16:34:39 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Post by x***@gmail.com
Ihr seid mir alle viel zu blöd, echt jetzt mal - FR
Anonym läßt sich leicht xylostänkern.
Der Typ gibt selbst deutlich kund, wie sehr er auf dem Holzweg
ist, sei ihm dankbar.
--
das beten vermöge niemant dann die grawen gugler EBERLIN V.
GÜNZBURG
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Christina Kunze
2017-08-23 16:48:22 UTC
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Post by Quinn C
Post by U***@web.de
Post by x***@gmail.com
Ihr seid mir alle viel zu blöd, echt jetzt mal - FR
Anonym läßt sich leicht xylostänkern.
Der Typ gibt selbst deutlich kund, wie sehr er auf dem Holzweg
ist, sei ihm dankbar.
Du hast es wenigstens nur auf den Weg bezogen.

chr
Roman Racine
2017-08-22 13:36:20 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Stephan Seitz
Post by w***@wp.pl
wie bezeichnet man umgangssprachlich einen sehr starken Kaffee oder Tee?
Es gibt bei auch den texanischen Kaffee. Hier schwimmt noch das
Hufeisen drin.
Ach was. In Texas hab ich (allerdings vor 25 Jahren) überhaupt nie starken
Kaffee bekommen. Die übliche amerikanische Plörre halt.
In den letzten Wochen in New England, Quebec, NY und NYC war das auch
nicht anders. Starbucks hat wohl die US-Kaffeekultur verändert, aber nur
insofern, als sie jetzt diverse Sirupe in den Kaffee giessen. Richtigen
Espresso gibts da nicht (ich hab allerdings auch nicht genau gesucht).
Im französischsprachigen Kanada gibt's durchaus vernünftigen Kaffee, sofern
du nicht in eine der überregionalen oder internationalen Ketten gehst.

Gruss

Roman°
Bertel Lund Hansen
2017-08-11 15:47:31 UTC
Permalink
Raw Message
Post by w***@wp.pl
wie bezeichnet man umgangssprachlich einen sehr starken Kaffee
oder Tee?
Als Tee/Kaffee, der die Fliegen vom Arsch halten kann.
--
Bertel, Dänemark
Bertel Lund Hansen
2017-08-11 15:49:59 UTC
Permalink
Raw Message
Post by w***@wp.pl
wie bezeichnet man umgangssprachlich einen sehr starken Kaffee oder Tee?
Ich vergass:
Im Dänischen nennt man sehr starken Kaffe "Hebammekaffee". Die
Hebamme muss wach bleiben, bis das Kind geboren worden ist.
--
Bertel, Dänemark
Peter Veith
2017-08-12 08:38:24 UTC
Permalink
Raw Message
Post by w***@wp.pl
wie bezeichnet man umgangssprachlich einen sehr starken Kaffee oder Tee?
Hier: "Wessitod"

*duck & weg*
Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
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