Discussion:
Aussprache des Graphems "z"
Add Reply
Stefan Ram
2017-10-09 19:57:30 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Gibt es eigentlich eine Region, in der man <z> /s/
spricht, beispielsweise <zu> /su/ statt /tsu/?

Oder ist dies ein individueller Aussprachefehler?
Matthias Opatz
2017-10-09 21:52:52 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Stefan Ram
Gibt es eigentlich eine Region, in der man <z> /s/
spricht, beispielsweise <zu> /su/ statt /tsu/?
Mit Tendenz zum ß?

Ich würde "ßu lange gewartet" und "ßiegenkäse" grob geschätzt auf einen
mehr oder weniger breiten Streifen von Westfalen bis Berlin verorten.

Matthias
x***@gmail.com
2017-10-10 13:12:10 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Matthias Opatz
Post by Stefan Ram
Gibt es eigentlich eine Region, in der man <z> /s/
spricht, beispielsweise <zu> /su/ statt /tsu/?
Mit Tendenz zum ß?
Ich würde "ßu lange gewartet" und "ßiegenkäse" grob geschätzt auf einen
mehr oder weniger breiten Streifen von Westfalen bis Berlin verorten.
Und schwer gelispelt dargebracht Uckermark/Pommern - FR
Peter Blancke
2017-10-10 13:30:04 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Matthias Opatz
Ich würde "ßu lange gewartet" und "ßiegenkäse" grob geschätzt auf
einen mehr oder weniger breiten Streifen von Westfalen bis Berlin
verorten.
In West- und resp. in Ostfalen nie gehoert, dafuer oft in Berlin
(vor allem Mitte).

Grusz,

Peter Blancke
--
Hoc est enim verbum meum!
Markus Ermert
2017-11-06 11:57:43 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Matthias Opatz
Post by Stefan Ram
Gibt es eigentlich eine Region, in der man <z> /s/
spricht, beispielsweise <zu> /su/ statt /tsu/?
Mit Tendenz zum ß?
Ich würde "ßu lange gewartet" und "ßiegenkäse" grob geschätzt auf einen
mehr oder weniger breiten Streifen von Westfalen bis Berlin verorten.
In Westfalen nie gehört, eher das Gegenteil. Für mich ist das typisch
berlinisch-ostbrandenburgisch.
Diedrich Ehlerding
2017-11-06 18:03:34 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Matthias Opatz
Mit Tendenz zum ß?
Ich würde "ßu lange gewartet" und "ßiegenkäse" grob geschätzt auf einen
mehr oder weniger breiten Streifen von Westfalen bis Berlin verorten.
In Westfalen konvergiert die Breite dieses streifensd aber ziemlich
deutlich gegen Null. Ich halte das für einen Borussizismus.
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
Diedrich Ehlerding
2017-11-06 18:39:48 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Matthias Opatz
Mit Tendenz zum ß?
Ich würde "ßu lange gewartet" und "ßiegenkäse" grob geschätzt auf einen
mehr oder weniger breiten Streifen von Westfalen bis Berlin verorten.
In Westfalen konvergiert die Breite dieses Streifens aber ziemlich
deutlich gegen Null. Ich halte das für einen Borussizismus.
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
H.-P. Schulz
2017-10-10 19:36:03 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Stefan Ram
Gibt es eigentlich eine Region, in der man <z> /s/
spricht,
beispielsweise <zu> /su/ statt /tsu/?
Also weglassen des /t/-Teils im Affrikaten /ts/.
Post by Stefan Ram
Oder ist dies ein individueller Aussprachefehler?
Von einem angesäuselten, nicht allzu gebildeten Berliner mag man
solches mitunter hören.
Lars Bräsicke
2017-10-10 20:01:00 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by H.-P. Schulz
Post by Stefan Ram
Gibt es eigentlich eine Region, in der man <z> /s/
spricht,
beispielsweise <zu> /su/ statt /tsu/?
Also weglassen des /t/-Teils im Affrikaten /ts/.
Post by Stefan Ram
Oder ist dies ein individueller Aussprachefehler?
Von einem angesäuselten, nicht allzu gebildeten Berliner mag man
solches mitunter hören.
Pass ma jut uff, watte sağst, Freundschen!
Ick bin druff und dran dit übel ssu nehm'!
x***@gmail.com
2017-11-06 13:00:06 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Lars Bräsicke
Post by H.-P. Schulz
Post by Stefan Ram
Gibt es eigentlich eine Region, in der man <z> /s/
spricht,
beispielsweise <zu> /su/ statt /tsu/?
Also weglassen des /t/-Teils im Affrikaten /ts/.
Post by Stefan Ram
Oder ist dies ein individueller Aussprachefehler?
Von einem angesäuselten, nicht allzu gebildeten Berliner mag man
solches mitunter hören.
Pass ma jut uff, watte sağst, Freundschen!
Ick bin druff und dran dit übel ssu nehm'!
Jetss tu ma hier keene Opern quatschen, Kleena, je besser oben,
Mutta will Kinda ssähl'n - FR
Sergio Gatti
2017-10-10 20:37:24 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by H.-P. Schulz
Post by Stefan Ram
Gibt es eigentlich eine Region, in der man <z> /s/
spricht,
beispielsweise <zu> /su/ statt /tsu/?
Also weglassen des /t/-Teils im Affrikaten /ts/.
Post by Stefan Ram
Oder ist dies ein individueller Aussprachefehler?
Von einem angesäuselten, nicht allzu gebildeten Berliner mag man
solches mitunter hören.
Nur angesäuselt oder schon richtig besoffen?
Als Berliner möchte ich mal fragen: Wie sprechen
angesäuselte oder richtig betrunkene Menschen deutscher
Muttersprache*, die keine Berliner sind, <z>?
Die Antworten müssen nicht unbedingt aus Selbstversuchen
stammen. ;-)

*Österreicher, Schweizer, Südtiroler, Liechtensteiner und
einige andere sind bekanntlich keine Deutschen, aber sie
werden bestimmt kein Italienisch reden (Tessiner
ausgenommen), wenn sie völlig betrunken sind.
Stefan Ram
2017-10-20 11:42:52 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Stefan Ram
Gibt es eigentlich eine Region, in der man <z> /s/
spricht, beispielsweise <zu> /su/ statt /tsu/?
Wobei ich gerade noch in einer Magisterarbeit von
Biersack lese:

"Im Deutschen kann vor allem cluster-mediales [t]
entfallen, so etwa in Glanz [glants] --> [glans],
erhältst [e4hEltsth] --> [e4hElsth], usw. (vgl. KOHLER,
[30]:208).".
Loading...